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Hoffnung aus Rumänien ist Hoffnung für Europa drucken

Lesezeit: 4:30

Das ist sicher seit langem die erfreulichste Entwicklung in Europa: Die Rumänen haben mit einer Rekord-Wahlbeteiligung verhindert, dass der korrupteste Regierungschef der ganzen EU auch noch Staatspräsident wird. Die Rumänen haben statt dessen im zweiten Wahlgang Klaus Iohannis, den Bürgermeister von Hermannstadt, trotz dessen großen Rückstands im ersten Wahlgang an die Spitze gebracht. Sein Sieg über den amtierenden Premier Victor Ponta ist in mehrfacher Hinsicht ein dramatisches Signal.

Der liberalkonservative Iohannis gehört der winzig gewordenen deutschen Minderheit an, die eigentlich eine altösterreichische ist. Eine bornierte österreichische Politik hat deren Betreuung jedoch seit Jahrzehnten komplett der Bundesrepublik überlassen. Die Siebenbürger Deutschen haben seit dem 13. Jahrhundert in Siebenbürgen und damit ja lange unter den Habsburgern gelebt; sie sind aber am Ende des Kommunismus in großer Mehrheit sofort nach Deutschland gezogen, wo sie trotz des dortigen Stresses mit der gleichzeitigen Wiedervereinigung großzügig aufgenommen wurden. Etliche waren auch schon vorher von Bonn freigekauft worden wie etwa die Familie von Birgit Kelle, der heute in Deutschland Furore machenden Publizistin (Ceausescu verlangte pro Mensch 60.000 D-Mark, womit er seinen zusammenbrechenden Sozialismus noch eine Zeitlang finanzieren konnte).

Die Rumänen haben großes Vertrauen zu den verbliebenen Deutschen. Sie haben in Hermannstadt (das politisch korrekte Menschen nur Sibiu nennen) Iohannis jahrzehntelang zum Bürgermeister gewählt, obwohl auch dort heute kaum noch Deutsche leben. Iohannis hat aus der Stadt in dieser Zeit ein absolutes Vorzeigeprojekt gemacht.

Jetzt hoffen viele Europäer – nicht nur Rumänen –, dass ihm das auch mit dem großen Balkanland gelingt. Und dass ihm genug Zeit dafür bleibt. Denn natürlich kann eine rechtsstaatliche und marktwirtschaftliche Reform nicht über Nacht Früchte bringen. Wähler sind ja sehr ungeduldig. Auch die benachbarten Bulgaren hatten ja schon einmal einem Deutschen (und Königsnachfahren) eine Chance gegeben, der aber nicht gegen den dicken Filz aus alter Nomenklatura und neuen Korruptionisten durchgekommen ist.

Aber die Rumänen wissen, wie dringend die Herstellung eines Rechtsstaats ist. Die endemische Korruption hat jeden Aufstieg des Landes ja bisher verhindert. Und deswegen sind sie diesmal auch mit einer in jenem Land noch nie dagewesenen hohen Beteiligung zu den Urnen gegangen.

Freilich haben in Rumänien die Sozialisten noch immer Regierung und Parlament in der Hand. Wo sie bis zur nächsten Parlamentswahl fast alles blockieren können – wenn nicht die nun in Gang gekommenen massiven Demonstrationen Neuwahlen erzwingen. Mit solchen Kundgebungen haben die Rumänen auch schon vor genau einem Vierteljahrhundert (in dramatischen Weihnachtstagen) Diktator Ceausescu gestürzt.

Was in Österreich vielen (bis auf mutige Wirtschaftsunternehmen) nicht bewusst ist: Rumänien ist mit 20 Millionen Einwohnern nicht nur das weitaus einwohnerstärkste Balkanland. Es ist nach Polen auch das zweitgrößte unter allen 16 EU-Mitgliedern, die in den letzten 28 Jahren der EG/EU beigetreten sind. Und damit in dieser Gruppe auch das zweitwichtigste.

Umso wichtiger ist, dass den rumänischen Sozialisten diesmal nicht einmal mehr ganz miese Tricks geholfen haben: Sie haben ja bei Wahlen immer alles getan, dass Auslandsrumänen nicht allzu zahlreich wählen können. Diese standen diesmal dennoch zum Teil mehr als drei Stunden in der Schlange – dann aber vor den abendlich verschlossenen Toren der rumänischen Botschaften, obwohl sie oft von weither angereist waren.

Den Sozialisten war aber bisher die Empörung darüber egal. Denn sie wussten, dass sie bei allen Wählern, die ein bisschen die Welt kennengelernt haben, keine Chance haben. Zu ihren Anhängern zählt ja fast nur die zurückgebliebene – allerdings recht zahlreiche – Landbevölkerung.

Europas Sozialisten, die seit Jahren – auch über ihre vielen medialen Außenposten etwa im ORF – intensiv gegen den ungarischen Premier Orban hetzen, haben den viel schlimmeren Victor Ponta aber immer in Schutz genommen oder wohlwollend ignoriert. Auch die EU, die sich bei Orban eine Zeitlang sehr, aber letztlich grundlos aufgeplustert hat, hat bei Ponta viel zu zaghaft agiert.

Dabei hat dessen Regierung alle Maßstäbe einer demokratischen Wahl gebrochen; dabei hat Ponta ständig versucht, sogar schon gerichtlich verurteilte Korruptionisten wieder herauszupauken; dabei steht er selbst unter massivem Plagiats-Verdacht in Hinblick auf seine einstigen Studienabschlüsse, von denen er einen (an einer italienischen Uni) glatt fingiert hatte; dabei hat er insbesondere das Fernsehen total parteipolitisch instrumentalisiert; dabei hat Ponta unter fadenscheinigen Vorwänden schon den bisherigen Präsidenten zu entheben versucht; dabei hat Rumänien viele für das Land gewidmete EU-Mittel wegen des Versagens der Administration nicht abrufen können; dabei hat Rumänien unter Ponta überhaupt keine Reformen und Wirtschaftsentwicklung mehr zustandegebracht.

Tut nichts, er ist ein Linker. Und daher darf/durfte Ponta das alles.

Dafür hat Ponta scheinheilig bei der Stimmabgabe ein demonstratives Kreuzzeichen gemacht, das alle rumänischen Fernsehstationen ins Land übertrugen. So sollte die Landbevölkerung mit ihrer schlichten Volksfrömmigkeit noch ausreichend mobilisiert werden. Die Demonstrationen gegen ihn wurden hingegen nicht übertragen.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2014 08:21

    eine kleine, aber mir wichtige Anmerkung:
    In Siebenbbürgen gab es - und gibt es in Resten auch noch heute - ZWEI deutschsprachige Minderheiten.
    Die ältere Gruppe sind die Siebennbürger Sachsen.
    Aus den österreichischen Habsburger Ländern stammen die "Landler", so genannt, weil es sich vor allem unter Maria Theresia "transmigrierte", d.h. unter Zwang ausgesiedelte um Protestanten aus dem o.ö. "Landl" (Salzkammergut) handelte.
    Beide Gruppen hielten strenge Trennlinien ein, so dass z.B. der örtliche evangelische Pfarrer einmal eine Messe in "sächsisch", und eine andere in "landlerisch" halten musste.
    Auch waren Heiraten über die Gruppengrenzen hinweg nahezu ausgeschlossen.

    Iohannis stammt von Siebenbürger Sachsen ab - hat also keine Verbindung zur österr. Habsburger Monarchie, außer dass Siebenbürgen eine Zeit lang unter der Herrschaft der Habsburger war.
    Wie dem immer, hat das deutschsprachige Element und die Geschichte Siebenbürgens in Herrmannstadt lebendig erhalten.

    Richtig ist, dass sich Österreich nach Ende des 2. WK. um "seine" Landler sehr wenig bis gar nicht gekümmert hat und die Beziehungen nur auf örtlicher und privater Ebene aufrecht erhalten blieben.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2014 09:46

    A.U. schreibt:

    "Hoffnung aus Rumänien ist Hoffnung für Europa"

    Dem ist absolut zuzustimmen! Eine so gute Nachricht gab's schon lange nicht mehr. Und ganz besonders freut es mich, daß zugleich der Gönner des sozialistischen Kandidaten, Martin SCHULZ, einen argen Dämpfer bekommen hat. Möge dieser noch viele solche bekommen.....

    Der SIEGER Klaus JOHANNIS, der Bürgermeister von Hermannstadt, kann natürlich auch keine Wunder wirken, aber er hat dem einstigen glücklosen bulgarischen Königssproß aus deutschem Adel, den A.U. erwähnt, eines voraus: Der SIEBENBÜRGER SACHSE ist in Rumänien geboren und aufgewachsen und LEBT dort, während sein "Kollege" wenig Ahnung vom realen Leben in dem Land hatte, in dem sein Vater einst König gewesen war.

    Klaus JOHANNIS wirkt auch äußerst sympathisch (und spricht ein wesentlich besseres Deutsch als die meisten unserer Politiker!); und man traut ihm zu, daß er das Bestmögliche für sein jämmerlich dahinvegetierendes Land tun wird und die Korruption, die unter dem durch und durch korrupten Ponta zur Hochblüte gereift war, eindämmen kann.

    Die SIEBENBÜRGER SACHSEN waren vor 800 Jahren "eingeladen" worden, dieses Land als BOLLWERK gegen die FEINDLICHEN VÖLKER aus dem OSTEN zu besiedeln---gänzlich unbewohntes Land unter größten Entbehrungen URBAR zu machen. Ein NACHKOMME dieses mutigen, tüchtigen Volkes hat das Zeug dazu, das verrottete Land einigermaßen auf die Beine zu stellen.

    Das Kreuzzeichen, das Ponta und seine Frau an der Wahlurne schlugen, war an Heuchelei und Lächerlichkeit nicht zu überbieten---deshalb hat es auch nichts genutzt! ;-)

    Daß HERMANNSTADT im ORF beim alten deutschen Namen genannt wird, wundert mich, denn man bemüht sich ja sonst immer so aufdringlich, die Namen der Hauptstädte unserer einstigen Kronländer NICHT beim gewohnten alten Namen zu nennen.

    Das Kapitel "Landler", das @Politicus 1 angeschnitten hat, ist ein für Österreich überaus BESCHÄMENDES! Da hat die österr. kurzsichtig-dümmliche gemeine Politik nämlich KINDES-WEGLEGUNG betrieben---eine Schande für Ö!

    Aber weil seinerzeit Jörg HAIDER die "LANDLER" mit Recht nach Ö holen wollte, wurde eine Rückkehr in die ALTE HEIMAT mit allen zur Verfügung stehenden schäbigen Mitteln TORPEDIERT! Dabei wären die LANDLER die EINZIGEN gewesen, die ein ANRECHT auf eine neue Heimat im Land ihrer Vorfahren gehabt hätten, aus dem sie unter Kaiserin Maria-Theresia des Glaubens wegen vertrieben worden waren. Da holten wir uns lieber Gesindel aus aller Herren Länder herein!

    Mit den LANDLERN hätte es in Ö garantiert KEINE SCHWIERIGKEITEN gegeben, die hätten nämlich, wie ihre Vorfahren, die Ärmel hochgekrempelt und alles getan, um mit eigener Kraft ihr Leben selber zu erwirtschaften!

  3. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2014 07:15

    " ... dabei hat er insbesondere das Fernsehen total parteipolitisch instrumentalisiert;"

    Wenn Linke das machen, ist das staatsmännisch. Tschuldigung: staatspersönlich.

    Wir leben schon lange in einer linken Diktatur. Das, was wir als freien Staat beschrieben haben, haben wir nicht mehr.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2014 01:43

    Ich habe mich gewundert und natürlich gefreut, dass das bei uns geläufigere Wort Hermannstadt sogar im ORF verwendet wurde. Weniger verwunderlich ware, dass selbiger ORF, obwohl ansonsten nicht kirchenfreundlich, das Kreuzzeichen des stimmabgebenden roten Ehepaares mitübertragen hat. Ponta wird seine Niederlage sicher auf seine linke (im doppelten Sinn) Weise zu kompensieren wissen.
    Österreich hat sich seit 1918 für keine deutsch sprechenden Ethnien in Nachfolgestaaten der ehemaligen Habsburger-Monarchie eingesetzt. Weshalb es auch nicht wundern soll, dass das Deutsche Reich unter Hitler diese Lücke erfologreich füllte. Es besteht der Eindruck (bei mir), der Verlust sehr großer Teile der Monarchie hat "Rest"-Österreich in eine Starre versetzt, die im immer wiederkehrenden, auch heute üblichen, Stehsatz "wir sind ein kleines Land" etc. etc. begründet wird.
    Der drittletzte Absatz hat m. E. Parallelen an das gegenwärtige Österreich gezeigt: nicht klare schulische Laufbahn / Abschlüsse des Regierungsschefs, Fernsehen total staatlich und links, und natürlich die linke Regierungsspitze.

  5. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2014 13:02

    Fürwahr, gute Nachrichten - und zugleich beschämend, weil die Rumänen mehrheitlich ganz
    offensichtlich intelligenter sind als die Mehrheit der Österreicher. Als Milderungs-Grund kann
    man nur anführen, daß es bei uns keinen Iohannis (mehr) gibt - unser Iohannis hieß nämlich
    Schüssel und der wurde - sogar von eigenen Parteigenossen - gächtet .

    Aber dieser Ponta, war der nicht früher Taxler - nein ?
    Aber diese Parallelen - und welchen Umgang hat der sonst - mit Annoncen und so - er beherrscht sich auch das "Kerngeschäft des Sozialismus" ?

  6. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2014 14:29

    Das zweitgrößte Problem jeder Regierung in Rumänien, dürfte wohl die Integration der
    Zigeuner sein (das Größte ist zweifellos die Korruption im Staatsapparat ).

    Lt. folgendem Artikel gilt die Integration der Zigeuner in allen Ost-Staaten als gescheitert.
    Im Gegensatz zur europäischen Linken, haben aber Politiker aus den Reihen der Zigeuner
    selber erkannt, daß nicht die "Nazis" und sonstige Rassisten am Elend ihres Volkes schuld
    sind - so z.B.:
    » Attila Lakatos, eine Autorität unter den Zigeunern im Nordosten Ungarns ... hatte
    anlässlich der ungarischen Parlamentswahlen 2010 in einer machtvollen Ansprache
    sein Volk aufgefordert, endlich die Ursachen des Dauerelends nicht bei der
    ungarischen Mehrheit zu suchen, sondern bei sich selbst. «

    http://www.welt.de/kultur/article114753394/Wer-ist-schuld-am-Elend-der-Zigeuner.html

  7. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    6x Ausgezeichneter Kommentar

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  1. Sunshine (kein Partner)
  2. Raul (kein Partner)
    21. Januar 2015 22:14

    Thnkas for taking the time to post. It's lifted the level of debate http://mpqusawtncf.com [url=http://cpzebnfc.com]cpzebnfc[/url ] [link=http://pgxwxnfmb.com]pgxwxnfmb[/link ]

  3. Lucas (kein Partner)
  4. Ahmet (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:19

    Your article was exnlceelt and erudite.

  5. Pawan (kein Partner)
    20. Januar 2015 07:43

    I'm so glad that the inrtenet allows free info like this!

  6. Ayako (kein Partner)
    19. Januar 2015 16:00

    Wow! Talk about a posting knnocikg my socks off!

  7. heartofstone (kein Partner)
    19. November 2014 01:04

    Der Sozialismus ist nicht Wegbereiter einer besseren und schöneren Zukunft, sondern der Zertrümmerer dessen, was Jahrtausende der Kultur mühsam geschaffen haben. Er baut nicht auf, er reißt nieder. Die Massen wissen nicht, dass Sozialismus nicht Wohlstand für alle, sondern Elend für alle bedeutet. Sie ahnen nicht, dass sie zwischen Sozialismus auf der einen Seite und Freiheit und Demokratie auf der anderen Seite zu wählen haben, weil beide unverträglich sind. Bemerkenswerterweise ist die gebildete Schicht einfältiger als die ungebildete. Die begeistertsten Anhänger des Marxismus, des Nationalsozialismus und des Faschismus waren die Intellektuellen, nicht die Grobiane.

    Ludwig von Mises

  8. Enddarm-Politik (kein Partner)
    18. November 2014 16:25

    Noch ein Hoffnungsschimmer für Europa:

    Anlässlich des Jahrestages der Revolte gegen die US-unterstützte Militärdiktatur im November 1973 kam es gestern Nacht in Athen zu schweren Auseinandersetzungen!

    Die USA und die EU sollen aus Europa verschwinden!

  9. Max Dutroux (kein Partner)
    18. November 2014 14:56

    Es gibt nur eine einzige Hoffnung für Europa: Der Tod der EU!

    • F.V. (kein Partner)
      18. November 2014 15:16

      ... oder positiv formuliert: die Re-Evangelisierung Europas. -Also die Rückbesinnung auf die Grundlagen des christlichen Abendlandes.

  10. Francoise Villon (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      18. November 2014 13:36

      Wie Volpini richtig sagte: eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

      Aber es ist bemerkenswert, daß ein Volksdeutscher in Rumänien Präsident werden konnte. Das spiegelt doch noch die den Deutschen entgegengebrachte Wertschätzung wider, die auch in Zeiten der Monarchie zur Ansiedlungen dieser Menschen aus deutschen bzw. österreichischen Landen – per Staatsverträgen zwischen den Regierungen vereinbart! – führte.

      Diese Erinnerung an eigene geschichtliche Erfahrung – und wohl auch die aus der Ferne beobachtete deutsche/österreichische Aufbauleistung nach dem Krieg – hat im rumänischen Volk diese doch überraschende Wende ermöglicht: es traut Johannis mehr zu als den nur als Korruptionisten wahrgenommenen „eigenen“ Politikern.

      Aus der Perspektive der Volksverräter und des Politbüros der EUdSSR war das natürlich ein peinlicher „Regiefehler“, den man – siehe Orban in Ungarn – so bald es geht zu „korrigieren“ trachten wird. Die Gebirge von Problemen Rumäniens sind ja so gigantisch, daß es eines Wunders (und der Hilfe der Götter) bedarf, hier langsam eine Wende zu schaffen. Ich bin neugierig wie es weiter gehen wird.

    • Undine
      18. November 2014 17:04

      @Francoise Villon

      Darf ich Ihrem Beitrag noch anfügen, daß, angefangen bereits vor mehr als 800 Jahren DEUTSCHE---auch wenn es Deutschland in den Grenzen, wie wir sie heute kennen, noch lange nicht gegeben hat, von allen Seiten GERUFEN worden sind, unwirtliche, menschenleere Landstriche URBAR ZU MACHEN, auf Dauer zu BESIEDELN!

      "Die DEUTSCHEN in BÖHMEN

      Der böhmische König holte ab dem 12. Jahrhundert deutsche Bauern, Handwerker und Bergbauspezialisten in die waldreichen Randgebiete des Landes. Sie sollten im Šumava, aber auch im Erzgebirge, im Adlergebirge, Riesengebirge und Lausitzer Gebirge roden und kultivieren. Viele deutsche Städte und Märkte - wie die Städte Prachatitz und Schüttenhofen - entstanden zu dieser Zeit als Mittelpunkt von Handwerk und Handel. Der böhmische Staat wurde zweisprachig und die Geschichte der Deutschen in Böhmen begann. Die letzte Phase der Kolonisation durch das Kloster Niederalteich begann in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts bei Zwiesel mit dem Eindringen der Glasindustrie ins Waldgebirge. Diese Besiedlungsphase endete um 1600. Seit dieser Zeit hat sich das Bild der Kulturlandschaft nicht mehr entscheidend verändert. Von bayerischer und böhmischer Seite näherten sich die Menschen seit der Mitte 12. Jahrhunderts dem bewaldeten Grenzkamm. Um 1100 lag noch ein etwa 50 Kilometer breiter, nahezu menschenleerer Grenzsaum zwischen Bayern und Böhmen; rund 250 Jahre später hatte sich dieser Korridor auf zwischen Fürholz und Wallern auf 25 Kilometer verengt. Auf böhmischer Seite erstreckten sich die Besitzungen der mächtigen Grafen von Bogen bis in den Raum von Schüttenhofen und Winterberg. Albrechtsried bei Schüttenhofen geht auf die Rodungstätigkeit des Grafen Albert I. zurück und zählt zu den ältesten deutschen Ortsnamen Südböhmens. Auch die 1259 und 1263 gegründeten Rodeklöster HOHENFURTH und Goldenkron trugen zur Erschließung Südböhmens entscheidend bei."

    • F.V. (kein Partner)
      18. November 2014 17:26

      Verehrte Undine,

      besten Dank für die wertvolle Ergänzung.

      Anfügen kann man noch, daß sämtliche Stadtansiedlungen - Ausnahme Tabor - in Böhmen nach Magdeburger Stadtrecht erfolgt sind, also deutsche Gründungen waren. Es gibt/gab übrigens keinen anderen Begriff für die heutige Tschechei als "Böhmen" und lat. Bohemia, was die "tschechische" Geschichte quasi ohne rechten Beginn erscheinen läßt, und Böhmen klingt für meine Ohren doch sehr deutsch.

      Pikant ist auch, daß der erste Panslawisten-Kongreß in Prag 1848 in deutscher Sprache abgehalten wurde, weil die Tschechen/Slawen offenbar noch nicht wußten, daß Tschechisch ihre Muttersprache sei, bzw. diese nicht sprachen.

      Als die asiatischen Horden des Tschingis Khan bis an die Grenzen Österreichs kamen und dabei in Ungarn alles niedermachten - Ortschaften, Mensch und Vieh - und das gänzlich entvölkerte Ungarn wieder Urwald geworden war, rief der ung. König deutsche Orden zur neuerlichen Urbarmachung ins Land. Die Klöster von der Dimension Melks(!) sind auch heute noch geistige Zentren; ich besuchte die Gegend vor Jahren anläßlich der Vorbereitung einer Studienreise selbst. Sehr eindrucksvoll.
      Wie auch alles was nach "Kultur" aussieht die Handschrift deutscher, österreichischer oder von diesen beauftragt italienischer Künstler zeigt. - Ausnahmslos!

  11. Haider
    17. November 2014 23:39

    Paßt überhaupt nicht zum Thema, ist aber dennoch hochinteresssant/-aktuell:
    http://www.jihadwatch.org/2014/11/uk-muslim-buys-trendy-hotel-abruptly-bans-pork-and-alcohol
    Die Österreich-Vernaderungs-Industrie verdient sich eine goldene Nase (auf Kosten der depperten Steuerzahler). Gutmenschen lachen uns längst aus (ich sehe sie vor mir, wie sie schenkelklopfend Austern schlürfen und mit Barollo auf den Untergang unserer europäischen Kultur anstoßen). Im nahen und fernen Osten wird mit Dynamit gezündelt, aber keiner darf sich aufregen, das wäre nicht zeitgeistig!

  12. Haider
    17. November 2014 22:55

    Ich erinnere mich noch mit größter Schande an die Art, wie Österreich nach 1945 mit den sudetendeutschen (altösterreichischen) Zwangsvertriebenen z.B. aus der CSSR umging. Ich erlebte dies im Auffanglager Melk (Pionierkaserne) hautnah. Noch heute drehen sich Herz und Magen um, wenn ich daran denke, wie diese Ärmsten der Armen von uns Österreichern nach Deutschland weiterexekutiert wurden. Jeder Schwarze/Gelbe/Braune/oder sonst Färbige würe längst mithilfe EUGH Österreich den Krieg erklären und bekäme selbstverständlich recht. Aber dort betraf es nur Deutsche!

    • Undine
      17. November 2014 23:10

      @Haider

      Den anderen Volksdeutschen ging es nicht viel besser. Sie waren noch mehrere Jahre STAATENLOS und manche zudem VOGELFREI! (Avnoj-Dekrete!) Und es war BESCHÄMEND, wie sie hier sehr oft abfällig behandelt wurden. Sie wurden als Zigeuner beschimpft.

      In meiner Klasse waren mehrere heimatvertriebene Kinder. Diese waren ungemein fleissige, sehr gute Schüler und liebenswerte Mitschüler! In der alten Heimat hatten sich in den verlassenen Bauernhöfen inzwischen echte ZIGEUNER breitgemacht; diese haben es in kürzester Zeit "geschafft", durch Nichtstun und Suff alles total verkommen zu lassen, was einst Generationen unter grösster Anstrengung geschaffen hatten. Dann zogen sie einfach weiter.....

    • Haider
      17. November 2014 23:54

      © undine
      Stimmt völlig. Mein Beitrag wurde wohl etwas zu unreflektiert abgesandt. Mea culpa!
      Aber den Tenor stimmt europaweit!!!! Egal ob Slowenien, Kroatien, Slowakei, Tschechien ... überall regierte blinder Haß. Nach dem Partisanen (= hinterhältigen Mörder) Tito sind heute noch in jedem postjugoslawischen Kaff Straßen benannt. In Wien wird ein 1926 (!) verstorbener Pfarrer als Neonazi diffamiert und seiner ehrenden Nennung beraubt (Stalin, Marx etc. werden von der Rot-Grünen Rathausmafia weiter hochgehalten). Schade, daß den jungen Österreichern jedes geschichtliche Empfinden aberzogen wurde. Aber Pression hat noch immer Repression erzeugt. Und dann müssen sich all die Geschichtsklitterer, Volksbelügner und Umerziehungsapostel warm anziehen.

    • Undine
      18. November 2014 09:09

      @Haider

      Wie recht Sie haben! Nicht nur der Untersteirer Ottokar Kernstock, sondern auch "Turnvater Jahn" ---gestorben 1852!---fiel auf Befehl der wildgewordenen Antifaschisten der damnatio memoriae anheim!
      Aber was soll's---die Eiche stört es nicht, wenn sie von Kötern angepinkelt wird.

  13. Majordomus
    17. November 2014 22:26

    Es ist nur zu hoffen, dass der neue Präsident die ausufernde Korruption in Rumänien in den Griff bekommt und die Wirtschaft stabilisiert, damit die "Europoly-Spieler" keine Chance haben.

    Siehe
    http://europoly.tagesspiegel.de/

  14. Anton Volpini
    17. November 2014 19:06

    Hoffnung für Europa?

    Das ist wohl eher die berühmte einzelne Schwalbe, die noch keinen Sommer macht.
    Oder ein Fehltritt der sozialistischen Internationale, die gerade mal in der Peripherie Europas nicht aufgepasst hat. Weil, wie cotopaxi vor langer Zeit treffend schrieb, Sozialisten lange brauchen, um aus ihren Löchern hervorzukriechen.

    Umsomehr wird es Iohannis in den nächsten Tagen von den Medien europäischer Provenienz knüppeldick bekommen, insbesondere dann, wenn er sich zur Ukrainekrise äußern muß.
    Und das wird er als Staatspräsident eines Nachbarstaates wohl bald tun müssen.

    Und dann wird sich erst zeigen, ob Hoffnung besteht, und er das ukrainische Faschistenregime beim Namen nennt.

  15. Herbert Sutter
    17. November 2014 17:27

    Dass sich die Deutschstämmigen aus Rumänien vor allem in Deutschland und nicht in Österreich niederließen liegt an der Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland:

    Diese Gesetzgebung der B.R.D. geht noch auf die von den Nazis geprägten Begriff der 'Volksdeutschen' zurück.

    Nach dem Krieg: Im Artikel 116 des Dt. Grundgesetzes wurde der Begriff der deutschen Volkszugehörigkeit und der deutschen Staatsangehörigkeit neu bestimmt.

    siehe: Volksdeutsche - http://de.wikipedia.org/wiki/Volksdeutsche

    Aufgrund des Schicksals der Volksdeutschen durch den verlorenen 2. Weltkrieg war es für Westdeutschland 1953 logisch & notwendig ein Bundesvertriebenengesetz zu erlassen. Ab diesem Gesetz vom 1.5.1953 war die geregelte Aussiedlung von "Volksdeutschen" gesetztlich erlaubt und geregelt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Aussiedler_und_Sp%C3%A4taussiedler#Rechte_und_Pflichten_von_Aussiedlern

    Seit 1950 kamen ca. 4,5 Millionen Aussiedler auf diese legale Weise nach Westdeutschland. Die Aussiedler sind seither fixer Bestandteil der deutschen Gesellschaft und Politik, es gibt im Dt. Bundesinnenministerium auch einen eigenen Aussiedlerbeauftragten:

    http://www.aussiedlerbeauftragter.de/AUSB/DE/Home/startseite_node.html

    Eine einigermaße vergleichbare oder ähnliche Aussiedlerpolitik wie in der B.R.D. gab es in der Republik Österreich nie.

  16. socrates
    • F.V. (kein Partner)
      18. November 2014 18:19

      Nachdem Napoleon besiegt war, hoffte einer der Fürsten eines kleinen deutschen Fürstentums, die von Napoleon veranlaßten „Plünderungen“ der Staatskasse dieses Fürstentums wieder rückgängig machen zu können. Sein eigener Kanzler, der sicher ein loyaler Mann war, mußte seinem Herrn darauf hinweisen: auch wenn es aus Sicht des Fürsten widerrechtliche Plünderungen waren, so erfolgten sie doch im Namen der damals „legalen“ Herrschaft Napoleons (bzw. des von ihm eingesetzten Statthalters), und daher seien diese Maßnahmen als staatliche anzusehen und „legal“, also nicht revidierbar.

      Nicht anders verhält es sich mit dem Hitler-Stalin-Pakt. Deshalb Putin anzuschwärzen, er verfolge dieselbe Politik

    • F.V. (kein Partner)
      18. November 2014 18:20

      wie die Sowjet Union ist nur üble Propaganda in einem vom Westen geführten psychologischen Krieg.

      Daß der „Westen“ mit dem Münchner Abkommen anders verfuhr hat nichts mit Völkerrecht zu tun, sondern mit einer opportunistischen Auslegung der heute Mächtigen. Die sogenannte Null-und-Nichtigkeit heute zu dekretieren hatte nur den Zweck, die Eingliederung des Sudentenlandes (das widerrechtlich in Versailles dem Deutschen Reich abgepreßt wurde) als Verbrechen darstellen zu können. Peinlich ist ja für die Akteure nur, daß England, Frankreich und Italien – gewiß mit wissender Zustimmung der USA – das Münchner Abkommen arrangiert haben.

      Der Artikel der NZZ, dem „black-board“ der Illuminierten für den deutschen Sprachraum, ist die übliche Gehirnwäsche der „Wertegemeinschaft“.

      Langweilig diese unterbrochenen Eingaben.

  17. machmuss verschiebnix
    17. November 2014 14:29

    Das zweitgrößte Problem jeder Regierung in Rumänien, dürfte wohl die Integration der
    Zigeuner sein (das Größte ist zweifellos die Korruption im Staatsapparat ).

    Lt. folgendem Artikel gilt die Integration der Zigeuner in allen Ost-Staaten als gescheitert.
    Im Gegensatz zur europäischen Linken, haben aber Politiker aus den Reihen der Zigeuner
    selber erkannt, daß nicht die "Nazis" und sonstige Rassisten am Elend ihres Volkes schuld
    sind - so z.B.:
    » Attila Lakatos, eine Autorität unter den Zigeunern im Nordosten Ungarns ... hatte
    anlässlich der ungarischen Parlamentswahlen 2010 in einer machtvollen Ansprache
    sein Volk aufgefordert, endlich die Ursachen des Dauerelends nicht bei der
    ungarischen Mehrheit zu suchen, sondern bei sich selbst. «

    http://www.welt.de/kultur/article114753394/Wer-ist-schuld-am-Elend-der-Zigeuner.html

  18. zweiblum
    17. November 2014 13:41

    Wie werden wir Faymann los?

    • machmuss verschiebnix
      17. November 2014 13:58

      Sobald die Strache-FPÖ genug profitiert hat, von Faymann's Können, wird sich
      Ihre Frage erübrigen, zweiblum .

    • Undine
      17. November 2014 22:56

      Je länger Faymann an der SPÖ-Spitze steht, umso schlechter für die SPÖ!

  19. zweiblum
    17. November 2014 13:41

    Wie werden wir Faymann los?

  20. machmuss verschiebnix
    17. November 2014 13:02

    Fürwahr, gute Nachrichten - und zugleich beschämend, weil die Rumänen mehrheitlich ganz
    offensichtlich intelligenter sind als die Mehrheit der Österreicher. Als Milderungs-Grund kann
    man nur anführen, daß es bei uns keinen Iohannis (mehr) gibt - unser Iohannis hieß nämlich
    Schüssel und der wurde - sogar von eigenen Parteigenossen - gächtet .

    Aber dieser Ponta, war der nicht früher Taxler - nein ?
    Aber diese Parallelen - und welchen Umgang hat der sonst - mit Annoncen und so - er beherrscht sich auch das "Kerngeschäft des Sozialismus" ?

  21. Josef Maierhofer
    17. November 2014 11:15

    Nennen wir den kleinen, für Rumänien großen, Erfolg einfach so und hoffen wir noch, dass es noch viele vernünftige Entscheidungen geben wird.

    Für die Rumänen hoffe ich, dass das Ponta - 'Korruptionskarussel' weniger wird und vielleicht sogar veschwindet.

    Ich würde mir solche Entscheidungen auch für Österreich wünschen, wo so was nur mehr mit Strache gehen könnte, weil unsere konservativen Politiker versagen, bzw. es solche gar nicht mehr gibt.

  22. Herbert Sutter
    17. November 2014 10:33

    Ein Bericht aus Hermannstadt (Sibiu): Deutsche Firmen sind für 55% aller Jobs im Bezirk (Kreis) Hermannstadt verantwortlich:

    Continental, Siemens, Marquardt, Metro usw sind im Hermannstädter Industriepark.

    http://www.reporterreisen.com/zehn-tage-siebenbuergen/reportagen/fast-made-in-germany/

    Kein Wunder dass Herr Johannis aus dieser Beinahe-Wirtschaftswunder-Region zum neuen Präsidenten Rumäniens gewählt wurde.

    Noch etwas:

    Wieder ein gelernter Physiker in der europäischen Spitzenpolitik:

    Die Frau Doktor der Pysik Angela Merkel und der ehemalige Physiklehrer Johannis werden sich wohl einiges zu sagen haben ;-)

    • hamburger zimmermann
      17. November 2014 14:47

      fdj-propaganda-kommissare und mutmassliche stasi-spitzel sollten nicht unbedingt mitreden.

    • Undine
      17. November 2014 16:24

      @Herbert Sutter

      Danke für den Link!
      Dort heißt es:

      "Continental, Siemens, Marquardt, Metro – an den Hallen des Hermannstädter Industrieparks prangen auffällig viele deutsche Firmennamen. Derzeit stellen deutsche Firmen 55 Prozent aller Jobs im Kreis Sibiu."

      Na, das ist doch sehr POSITIV! Wäre es besser, es wären amerikanische Firmen???
      Diese würden kein bißchen mehr Lohn zahlen---und um die niedrigen Löhne geht es ja in erster Linie, wenn sich ausländische Investoren in einem Land niederlassen. Warum also sollten es nicht DEUTSCHE FIRMEN sein?

      In dem Artikel heißt es: " Auffällig viele Automobilzulieferer siedeln sich in Sibiu an. Von Vorteil sei auch die sächsische Geschichte der Stadt, sagt Kolb. „Wir können uns leichter verständigen, und es geht verlässlicher und geordneter zu als in anderen Teilen Rumäniens.“"

      ---das ist doch ein sehr wichtiger Aspekt für die Auswahl eines Firmenstandortes.

      Ein trauriges Beispiel ist etwa in Ungarn zu entdecken; da sind jede Menge Investoren aus der Levante, die längst die besten Immobilien in Budapest zu einem Spottpreis aufgekauft haben---zum großen Unmut der Ungarn.

    • F.V. (kein Partner)
      18. November 2014 13:44

      Hamburger Zimmermann,

      nicht wahr, man merkt es spätestens nach dem 2. oder 3. Kommentar, daß hier ein besoldeter Schönschreiber am Werk ist.

  23. Undine
    17. November 2014 09:46

    A.U. schreibt:

    "Hoffnung aus Rumänien ist Hoffnung für Europa"

    Dem ist absolut zuzustimmen! Eine so gute Nachricht gab's schon lange nicht mehr. Und ganz besonders freut es mich, daß zugleich der Gönner des sozialistischen Kandidaten, Martin SCHULZ, einen argen Dämpfer bekommen hat. Möge dieser noch viele solche bekommen.....

    Der SIEGER Klaus JOHANNIS, der Bürgermeister von Hermannstadt, kann natürlich auch keine Wunder wirken, aber er hat dem einstigen glücklosen bulgarischen Königssproß aus deutschem Adel, den A.U. erwähnt, eines voraus: Der SIEBENBÜRGER SACHSE ist in Rumänien geboren und aufgewachsen und LEBT dort, während sein "Kollege" wenig Ahnung vom realen Leben in dem Land hatte, in dem sein Vater einst König gewesen war.

    Klaus JOHANNIS wirkt auch äußerst sympathisch (und spricht ein wesentlich besseres Deutsch als die meisten unserer Politiker!); und man traut ihm zu, daß er das Bestmögliche für sein jämmerlich dahinvegetierendes Land tun wird und die Korruption, die unter dem durch und durch korrupten Ponta zur Hochblüte gereift war, eindämmen kann.

    Die SIEBENBÜRGER SACHSEN waren vor 800 Jahren "eingeladen" worden, dieses Land als BOLLWERK gegen die FEINDLICHEN VÖLKER aus dem OSTEN zu besiedeln---gänzlich unbewohntes Land unter größten Entbehrungen URBAR zu machen. Ein NACHKOMME dieses mutigen, tüchtigen Volkes hat das Zeug dazu, das verrottete Land einigermaßen auf die Beine zu stellen.

    Das Kreuzzeichen, das Ponta und seine Frau an der Wahlurne schlugen, war an Heuchelei und Lächerlichkeit nicht zu überbieten---deshalb hat es auch nichts genutzt! ;-)

    Daß HERMANNSTADT im ORF beim alten deutschen Namen genannt wird, wundert mich, denn man bemüht sich ja sonst immer so aufdringlich, die Namen der Hauptstädte unserer einstigen Kronländer NICHT beim gewohnten alten Namen zu nennen.

    Das Kapitel "Landler", das @Politicus 1 angeschnitten hat, ist ein für Österreich überaus BESCHÄMENDES! Da hat die österr. kurzsichtig-dümmliche gemeine Politik nämlich KINDES-WEGLEGUNG betrieben---eine Schande für Ö!

    Aber weil seinerzeit Jörg HAIDER die "LANDLER" mit Recht nach Ö holen wollte, wurde eine Rückkehr in die ALTE HEIMAT mit allen zur Verfügung stehenden schäbigen Mitteln TORPEDIERT! Dabei wären die LANDLER die EINZIGEN gewesen, die ein ANRECHT auf eine neue Heimat im Land ihrer Vorfahren gehabt hätten, aus dem sie unter Kaiserin Maria-Theresia des Glaubens wegen vertrieben worden waren. Da holten wir uns lieber Gesindel aus aller Herren Länder herein!

    Mit den LANDLERN hätte es in Ö garantiert KEINE SCHWIERIGKEITEN gegeben, die hätten nämlich, wie ihre Vorfahren, die Ärmel hochgekrempelt und alles getan, um mit eigener Kraft ihr Leben selber zu erwirtschaften!

    • Politicus1
      17. November 2014 10:23

      weil Österreich sich hier beschämend verhalten hat, sind die Landler zum Großteil nach Bayern rückgewandert.

      Für alle am Schicksal der Landler Interessierten sei das Protestantenmuseum in Rutzenmoos, OÖ. empfohlen.

    • simplicissimus
      17. November 2014 10:29

      Moeglicherweise hat der ORF das absichtlich in schlechter Absicht getan, um Iohannis veraechtlich als "deutsch" abzustempeln, wer weiss, ich traue diesen verblendeten Typen zu, dass sie an die eigene Propaganda glauben.

      Das staatliche Oesterreich hat mit dem Untergang der Monarchie gleich seine Wurzeln und Geschichte weggeschmissen, die Hauptschuld an diesem miesen Verhalten tragen unsere Sozialisten, die in den letzten Jahrzehnten sehr erfolgreich auch noch massive Gehirnwaesche drueberstuelpen.
      Nach dem ersten WK waren sie nicht mehr oesterreichisch, sondern deutschnational, nach dem zweiten internationalsozialistisch, was soll man von einer solchen Wendehalsbewegung schon erwarten ausser Manipulation und Volksbeschaedigung?

    • Wyatt
      17. November 2014 17:23

      Undine,
      Du hast mir aus der Seele geschrieben!
      ********************************!

  24. Politicus1
    17. November 2014 08:21

    eine kleine, aber mir wichtige Anmerkung:
    In Siebenbbürgen gab es - und gibt es in Resten auch noch heute - ZWEI deutschsprachige Minderheiten.
    Die ältere Gruppe sind die Siebennbürger Sachsen.
    Aus den österreichischen Habsburger Ländern stammen die "Landler", so genannt, weil es sich vor allem unter Maria Theresia "transmigrierte", d.h. unter Zwang ausgesiedelte um Protestanten aus dem o.ö. "Landl" (Salzkammergut) handelte.
    Beide Gruppen hielten strenge Trennlinien ein, so dass z.B. der örtliche evangelische Pfarrer einmal eine Messe in "sächsisch", und eine andere in "landlerisch" halten musste.
    Auch waren Heiraten über die Gruppengrenzen hinweg nahezu ausgeschlossen.

    Iohannis stammt von Siebenbürger Sachsen ab - hat also keine Verbindung zur österr. Habsburger Monarchie, außer dass Siebenbürgen eine Zeit lang unter der Herrschaft der Habsburger war.
    Wie dem immer, hat das deutschsprachige Element und die Geschichte Siebenbürgens in Herrmannstadt lebendig erhalten.

    Richtig ist, dass sich Österreich nach Ende des 2. WK. um "seine" Landler sehr wenig bis gar nicht gekümmert hat und die Beziehungen nur auf örtlicher und privater Ebene aufrecht erhalten blieben.

    • Xymmachos
      17. November 2014 09:05

      Danke für die "Anmerkung"; *********** !

    • schreyvogel
      17. November 2014 10:36

      *************!
      Ihr Beitrag erinnert mich an den von mir sehr geschätzten Prof. Girtler.

    • Undine
      17. November 2014 10:46

      @Politicus1

      ***************!

      @schreyvogel

      Den eindrucksvollen Vortrag von Prof. Roland Girtler über die "Landler" habe ich vor Jahren auch mit großem Interesse und ebenso großem Vergnügen gehört!

    • Einspruch! (kein Partner)
      18. November 2014 18:50

      Sehr interessant, danke!

  25. Pennpatrik
    17. November 2014 07:15

    " ... dabei hat er insbesondere das Fernsehen total parteipolitisch instrumentalisiert;"

    Wenn Linke das machen, ist das staatsmännisch. Tschuldigung: staatspersönlich.

    Wir leben schon lange in einer linken Diktatur. Das, was wir als freien Staat beschrieben haben, haben wir nicht mehr.

  26. kritikos
    17. November 2014 01:43

    Ich habe mich gewundert und natürlich gefreut, dass das bei uns geläufigere Wort Hermannstadt sogar im ORF verwendet wurde. Weniger verwunderlich ware, dass selbiger ORF, obwohl ansonsten nicht kirchenfreundlich, das Kreuzzeichen des stimmabgebenden roten Ehepaares mitübertragen hat. Ponta wird seine Niederlage sicher auf seine linke (im doppelten Sinn) Weise zu kompensieren wissen.
    Österreich hat sich seit 1918 für keine deutsch sprechenden Ethnien in Nachfolgestaaten der ehemaligen Habsburger-Monarchie eingesetzt. Weshalb es auch nicht wundern soll, dass das Deutsche Reich unter Hitler diese Lücke erfologreich füllte. Es besteht der Eindruck (bei mir), der Verlust sehr großer Teile der Monarchie hat "Rest"-Österreich in eine Starre versetzt, die im immer wiederkehrenden, auch heute üblichen, Stehsatz "wir sind ein kleines Land" etc. etc. begründet wird.
    Der drittletzte Absatz hat m. E. Parallelen an das gegenwärtige Österreich gezeigt: nicht klare schulische Laufbahn / Abschlüsse des Regierungsschefs, Fernsehen total staatlich und links, und natürlich die linke Regierungsspitze.

    • Pennpatrik
      17. November 2014 07:21

      Vielleicht hätten die Vranitzkys, Blechas, Novotnis, Hrdlickas und Konsorten Grund, die antideutschen Massenmörder in Schutz zu nehmen.
      Das kommt dabei heraus, wenn man seine eigene Kultur ablehnt.

    • Undine
      17. November 2014 10:48

      @kritikos

      *********!





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