Jeder Beitrag kann um 36 Cent gekauft und sofort gelesen werden (Button unter Einstiegsabsatz). Wenn Sie Abonnent werden, können Sie jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten, die blitzschnell hochladen, und viele andere Vorteile (jederzeit stornierbar! monatlich 10 Euro). Sollten Sie schon Abonnent sein: einfach rechts Balken „Anmelden“ anklicken.

weiterlesen


Selbstbestimmung oder: Wie ähnlich sind die Krim und der Kosovo? drucken

Lesezeit: 6:00

Absolut faszinierend, wie selektiv viele derzeit argumentieren, wenn sie die Krim und den Kosovo vergleichen. Die einen sehen nur die Gemeinsamkeiten, die anderen nur die Unterschiede. Und die dritten haben überhaupt keine objektiven Maßstäbe.

Viele stehen dort, wo ihre Lager, ihre Länder schon vor hundert Jahren gestanden sind. Prorussisch oder antirussisch. Eine Ausnahme bildet nur die FPÖ, die beklemmenderweise plötzlich zum Parteigänger Moskaus geworden ist. Jenseits der Lager sollte man aber die Fakten nüchtern betrachten und objektiv die einzelnen Punkte vergleichen.

Was gegen Moskau spricht

  • Im Kosovo gab es massive und besonders grausame Menschenrechtsverletzungen durch die serbischen Machthaber unter Milosevic. Dies hat auch das Ausland zum Eingreifen berechtigt. Auf der Krim hingegen gab es solche Menschenrechtsverletzungen in keiner Weise. Selbst die vom Parlament gewünschte Abschaffung des Russischen als offizielle Amtssprache ist nie Gesetz geworden, weil sie vom neuen ukrainischen Präsidenten bewusst nie unterzeichnet worden ist. Ganz unabhängig davon ist mehr als fraglich, ob ein solches Sprachengesetz schon als Menschenrechtsverletzung gelten kann. Es gibt ja völkerrechtlich dazu keine Vorschriften. (Oder verletzt Österreich in Moskauer Sicht auch die Menschenrechte, weil türkisch keine Amtssprache ist?).
  • Die EU versuchte auch noch nach dem Eingreifen im Kosovo (und versucht es bis heute), Serbien zu einem Konsens in Hinblick auf den Kosovo zu bewegen. Womit sie nun auch fast am Ziel sein dürfte (was den Belgrader Machthaber Vucic sogar in die Reihe der Nobelpreiskandidaten bringt). Der Westen hat auch viele Jahre mit einer Anerkennung des Staates Kosovo gezögert. Auf der Krim hingegen hat Russland nicht einmal eine Sekunde lang versucht, einen Konsens oder zumindest ein Gespräch mit der Ukraine zu suchen. Es ist einmarschiert und hat blitzschnell den Anschluss vollzogen und anerkannt.
  • Sämtliche Wahlen im Kosovo haben internationalen Standards entsprochen. Auf der Krim hingegen sind bei der „Volksabstimmung“ die meisten Standards verletzt worden: Es hat nur eine Seite Propaganda machen können; die Fragestellung war extrem manipulativ; und nicht einmal das Wahlgeheimnis wurde durch die Art der Abstimmung gewahrt (das ist seltsamerweise ausgerechnet den Freiheitlichen wurscht, die zu Recht die Mariahilfer-Straßen-Abstimmung als in vielerlei Hinsicht undemokratisch kritisieren).
  • Referenden mit einem 97-prozentigen Ergebnis machen prinzipiell einmal skeptisch. Es gibt auf der Krim ja nur rund 60 Prozent Russen. Und Tataren sowie Ukrainer haben mit Sicherheit nicht für Russland gestimmt.
  • Selbst wenn die – durch niemanden objektiv überprüfbare – russische Propaganda stimmen sollte, dass ein Teil der Schüsse in Kiew von Demonstranten gestammt hat, so erfolgte die Absetzung des ukrainischen Präsidenten jedenfalls durch eine klare Parlamentsmehrheit. Daher gab es in Kiew keinen Putsch.
  • Selbst wenn man das nicht so sieht, so gibt keinesfalls eine behauptete innere Verfassungsverletzung dem Ausland das Recht zur Intervention (sonst könnte man ja auch in Österreich ständig intervenieren, wo immer wieder Gerichte eine Verfassungsverletzung feststellen). Überdies hat der frühere Janukowitsch-Innenminister persönlich via Fernsehen zur Gewalt gegen die Demonstranten aufgerufen. Daher zeigt die russische Propaganda nur eines: Moskau hat genauso gute Abhörmethoden wie die NSA und hat längst auch perfekt gelernt, in guter Tarnung Youtube&Co zu benutzen.
  • Russland hat im Gegenzug für den Abbau von Nuklearwaffen aus der Ukraine selbst feierlich die Souveränität der Ukraine beschworen. Es ignoriert also neben dem allgemeinen Interventionsverbot auch seine eigenen Garantien.
  • Wenn ausgerechnet ein so autoritären Staat wie Russland, wo nach der Reihe Oppositionelle und Journalisten eingesperrt werden, sich auf ein „Recht“ beruft, sollte man doppelt skeptisch sein.
  • Wenn jetzt Russland sogar ukrainische Schiffe kapert, dann verhält es sich wie ein Seeräuber.
  • Auch noch so vehemente Unterstützer des Selbstbestimmungsrechts (wie der Autor) stellen dieses Recht nicht über die oberste Friedens-Regel, nämlich über das Interventions- und Invasionsverbot. Wenn jedes Land wegen eines – berechtigten oder behaupteten – Selbstbestimmungs-Anspruchs eine Invasion startet, wäre Europa wieder voll von Kriegen.

Auch für Moskau spricht einiges

Das heißt aber nicht, dass nicht auch für die russische Argumentation und die Gleichsetzung Kosovo-Krim einige Punkte sprächen:

  • Es gibt wenig Zweifel, dass sich auch bei einer korrekten Volksabstimmung eine Mehrheit der Krim-Bürger für Russland ausgesprochen hätte.
  • Ethnisch haben Krim und Kosovo ein sehr ähnliches Schicksal: Die Krim war immer russisch oder türkisch und ist ohne objektiven Grund erst seit den 50er Jahren ukrainisch. Der Kosovo war einst eindeutig serbisch, und ist erst im Laufe der Jahrhunderte durch Migration zu 90 Prozent albanisch geworden (was übrigens auch ein zusätzlicher Anlass sein sollte, Migrationsströme besonders kritisch anzuschauen).
  • Es kann sich prinzipiell um keine ganz echte Demokratie handeln, wenn ganze Gebiete gar nicht zu dem Staat gehören wollen, in dem sie mitwählen sollen. In diesem Sinn haben sich freilich nur ganz wenige Länder als echte Demokratien erwiesenen, die eine friedliche Anwendung des Selbstbestimmungsrechts erlaubt haben: Da fallen mir primär nur Großbritannien und die Tschechoslowakei ein. Gerade diese beiden Länder haben früher besonders nationalistisch-imperialistisch gehandelt. Man denke etwa nur an die Verbrechen der Tschechoslowakei gegenüber den Millionen Deutschen Böhmens und Mährens. Gerade die Entwicklung dieser beiden Länder und der friedliche Ablauf der Selbstbestimmung in der Slowakei oder in Schottland machen hoffnungsvoll.
  • Es ist ein schweres Versäumnis der internationalen Staatenwelt, noch immer keinerlei Regeln für die Selbstbestimmung, die Unabhängigkeit eines Gebiets, einer Provinz aufgestellt zu haben. Heute noch sind oft Jahrhunderte alte Herrschafts- und Zugehörigkeitssituationen, also Ergebnisse irgendwelcher feudaler Machtkämpfe, wichtiger als der Wille der Menschen. Es gibt keine definierte völkerrechtliche Methode, wie eine Volksgruppe das Selbstbestimmungsrecht in korrekter Weise wahrnehmen könnten.

Eine echte Selbstbestimmung muss sehr klar und konsistent erfolgen. Weder Moskau noch die Mehrheit des Westens haben dafür aber bisher auch nur irgendwelche Vorschläge gemacht. Der Westen sagt nur immer „So nicht“. Aber er sagt nie: Wie sonst. Und Russland handelt einfach, ohne lange nachzudenken. Der Krim-Schock wäre jedoch der ideale Zeitpunkt, sich auf solche Regeln zu einigen. Da eigentlich beide Seiten eine Verrechtlichung dieser Frage wollen.

Dabei wären etwa folgende Eckpunkte der Selbstbestimmung sinnvoll:

  1. Mindestens sechs Monate lang freie Information durch alle Seiten;
  2. Eine international überwachte Abstimmung;
  3. Eine eindeutige, durch internationale Richter bestimmte Formulierung der Referendumsfrage;
  4. Mindestens eine Mehrheit von 50 Prozent der Wahlberechtigten (nicht nur der Abstimmenden) muss sich für neue Grenzen aussprechen;
  5. Auch in allen Untergebieten (Kreisen, Bezirken) muss es eine Mehrheit geben, damit auch diese den Weg der Selbstbestimmung gehen könnten;
  6. Es muss jedenfalls schon vor jeder Selbstbestimmung ein ganz klares Minderheitenschutzrecht gelten;
  7. Eine solche Abstimmung ist im Abstand von sechs Monaten zu wiederholen, damit keine zufälligen Tages-Emotionen mitspielen.

Aber weder diese noch irgendwelche andere Regeln werden auch nur diskutiert. Dabei müssten eigentlich beide Seiten jetzt die Chance dafür sehen, durch Entwicklung und Festlegung solcher Regeln ein neuerliches Krim-Chaos zu verhindern, das ja keiner will. Die einen reden immer nur von Moskaus Rechtsbruch, die anderen reden zwar von der Selbstbestimmung, aber unter völlig unakzeptablen Begleitumständen.

Gar so gern hat man in Moskau übrigens den von Machthaber Putin selbst bei der Invasion formulierten Vergleich mit dem Kosovo inzwischen ohnedies nicht mehr. Denn im Kosovo hat sich Moskau ja eindeutig gegen das Selbstbestimmungsrecht gestellt. Russland agiert also sehr inkonsistent.

Bei allen Vorwürfen gegen die EU und die USA ist letztlich eindeutig: Konkretes Recht gebrochen hat nur Russland.

 

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2014 02:39

    Das Problem Krim isoliert auf ein bloß formalrechtliches zu reduzieren, trifft das Problem überhaupt nicht.

    Die Sanktionen sind jedenfalls kontraproduktiv. Sie lösen kein einziges Problem, setzen aber den Anfang zu einer ähnlichen Entwicklung, die in der Folge den 1. Weltkrieg ausgelöst hat. Zwei Nachbarn streiten sich und schlagen einander die Köpfe ein, bis nur mehr verbrannte Erde übrigbleibt. Erinnert mich an einen Film mit Stan Laurel und Oliver Hardy als Christbaumverkäufer, in dem sie mit James Finlayson (Schnauzbart) wegen einer Kleinigkeit in Streit geraten. Am Ende waren sowohl von Laurel their essence is hidden away, as is their moral foundation. And people are aggressively trying to export this model all over the world. I am convinced that this opens a direct path to degradation and primitivism, resulting in a profound demographic and moral crisis.

    What else but the loss of the ability to self-reproduce could act as the greatest testimony of the moral crisis facing a human society? Today almost all developed nations are no longer able to reproduce themselves, even with the help of migration. Without the values ??embedded in Christianity and other world religions, without the standards of morality that have taken shape over millennia, people will inevitably lose their human dignity. We consider it natural and right to defend these values??. One must respect every minority’s right to be different, but the rights of the majority must not be put into question."

    Eine bessere Analyse könnte ich mir kaum vorstellen. Seine Vorwürfe gegen den Westen sind mehr als gerechtfertigt.

    Und nochmals zum Argument der Mehrheit im ukrainischen Parlament: In Österreich kann man einen Präsidenten jedenfalls nicht einfach mit einer parlamentarischen Mehrheit absetzen. Auch das Argument, daß die SPÖ, also die Partei, die den Präsidenten aufgestellt hat, für die Absetzung gestimmt hätte, gäbe nicht den Ausschlag für die Legitimität einer Absetzung. Wenn man sich schon auf die Gesetze beruft, dann aber bitte korrekt und vollständig: wie qualifiziert muß die Mehrheit sein und welchen Weg sieht die ukrainische Verfassung für die Absetzung eines Präsidenten vor, und ist dieser eingehalten worden? Lt. übereinstimmenden Meldungen der Fachleute sind die dafür verfassungsmäßig vorgesehenen Prozesse bei der Absetzung des Präsidenten jedenfalls nicht eingehalten worden. Also kann man sehr wohl von einem Putsch sprechen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2014 08:58

    Das Selbstbestimmungsrecht ist - im buchstäblichstem Sinn des Wortes - die Botschaft der Freiheit schlechthin. Es ist eine zentrale Errungenschaft der Rechtsentwicklung, die für das Leben aller Menschen eine - wiederum buchstäblich genommen - enorme Bedeutung besitzt. Eben deshalb fällt es den (manchmal zwanghaft) Ordnungsliebenden unter uns so schwer, es richtig einzuordnen. Es scheint sich seiner Natur nach, der Norm zu entziehen.

    Vorweg: Das sogenannte Völkerrecht ist im Wesentlichen ein 'Staaten'recht. Insoferne ist der Begriff 'Völker' irreführend. Die Capotorti Unterkomission der VN hat sich lange und in nicht fruchtloser Weise mit dem Begriff der Ethnie, des Volkes - der Volksgruppe und (ethnischen) Minderheit auseinandergesetzt. Entgegen zahlreichen Stimmen, die auch hier wieder zu vernehmen sind, gibt es KEINE Unschärfen hinsichtlich der Begrifflichkeiten und Definitionen. Die Besonderheit dieses Rechtes, und das bereitet den Meisten die es betrachten eben soviel Kopfzerbrechen, ist, daß es von einer Doppelnatur ist - das heißt, Selbstbestimmung als solche kann als Recht eines Einzelnen gesehen werden (freie Wahl der Ausbildung, des Berufes, des Lebensmittelpunktes, des Partners usw.) aber auch - und dieses bereitet uns politische Bedenken, als Recht einer Gruppe, eines Kollektivs.

    Letzteres ist unser Gegenstand. Riese 35 führt treffend aus, das dessen formalrechtliche Betrachtung uns nicht genügen mag. Eben diese fordert der Kommentator aber mit seinem Artikel ein - unter Verweis auf bestehende Unschärfen und Missbrauchsmöglichkeiten. Ich möchte diesen Widerspruch auflösen und dazu zwei Thesen vortragen, von denen These 1 einem vollen Beweis zugänglich ist.

    These 1: sämtliche Rechtsfragen rund um das Selbstbestimmungsrecht sind mit hinlänglicher Klarheit gelöst - unzweifelhaft und eindeutig.
    Wer anderes behauptet, hat ein Bildungsproblem, das nur insoferne entschuldbar ist, als es sich bei dieser juristischen Materie um ein ausserordentlich komplexes Wissensagglomerat handelt, das für den Laien in seinem Zusammenwirken zahlreicher und unterschiedlichster Normenkomlexe schwierig zu bergreifen ist.

    These 2: der Änderung bestehender politischer Ordnungsverhältnisse durch die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes ist ein politischer / staatsrechtlicher Vorgang der regelmäßig größere Menschengruppen, bis hin zu ganzen Völkern, in den Zustand heftiger Gemütsbewegungen versetzt. Er kennt daher einen - häufig unkontrollierbaren - Spontanverlauf, den verantwortlich Handelnde in der Mehrzahl der Fälle nicht alleine mit ruhigem Abwägen und überlegtem Handeln meistern können, da sich zuviele bedeutende Folgeeentscheidungen in zentralen politischen Bereichen damit verknüpfen - wie sicherheitspolitische, wirtschafts und machtpolitische Erwägungen uva mehr.

    Ein - um die Juristen zufrieden zu stellen - 'Provisorialverfahren' kennzeichnet daher häufig die Entscheidungsfindung der Akteure - ähnlich einem Kapitän, der sein havariertes Schiff in gefährlichen Gewässern durch den Sturm führen soll - er hat nicht unbegrenzte Zeit zur Verfügung, wenn er Entscheidungen treffen soll. Aber allen Beteilgten ist klar, das Entscheidungen getroffen werden müssen, ja, das es KEINE WAHL gibt NICHT zu ENTSCHEIDEN, weil man doch, lässt man sich eben noch ein paar Stunden mehr Zeit, eine viel weisere oder bessere Entschediung treffen könnte - gleich einem Richter, der sich zur Beratung über das Urteil zurückzieht, dieses postponiert um nach Belieben noch wochenlang kluge Bücher zu studieren und andere Meinungen weiser Gelehrter einzuholen.

    Lassen wir die Kirche im Dorf. Wenn die Entscheidung formal fehlerhaft ausgeführt, aber der Substanz nach richtig war, und zu einem richtigen Ergebnis geführt hat - nämlich den Mehrheitswillen der Bevölkerung zum Ausdruck gebracht hat, dann bleibt es dabei. Und dafür haben wir, gerade in Österreich, genügend historisches Anschauungsmaterial bereit, auch wenn sich aus Feigheit niemand an diese Argumentation heran wagt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2014 06:45

    Es ist immer wieder erstaunlich.
    Da wird über die Absurdität historische gewachsener Grenzen geschimpft und dann aber das Selbstbestimmungsrecht an historisch gewachsenen Grenzen festgemacht. Denn Bezirke oder Kreise - auf die der Tagebuchautor hinsichtlich der erforderlichen Mehrheiten abstellt - sind ja auch nicht nach ethnischer Zugehörigkeit oder politischer Gesinnung ihrer Bewohner abgegrenzt.
    Der Zerfall der Donaumonarchie ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Das Selbstbestimmungsrecht hat dazu geführt, dass die ehemaligen Kronländer unabhängig wurden, was wieder zu neuen Minderheiten geführt hat, die sich plötzlich in einem fremden Staat wiedergefunden haben - wie etwa die deutschen Böhmen in der Tschechoslowakei.
    So wie etwa auch die Serben im Kosovo oder eben jetzt die Ukrainer auf der Krim.

    Dieses Problem verschiebt sich natürlich, wenn man nicht Kronländer oder Provinzen sondern Bezirke oder Kreise abstimmen lässt, aber es bleibt ein Problem.
    Die Frage ist auch wie man dann mit unterschiedlichen Abstimmungungsergebnissen umgeht. Bleibt die ganze Provinz wo sie ist, wenn nicht alle Kreise für die Unabhängigkeit stimmen? Oder bleiben dann einzelne Bezirke beim Ursprungsstaat - mit allenfalls absurd komplexen Grenzen oder gar Enklaven? Was wenn überhaupt nur einzelne Kreise sich mehrheitlich für die Unabhängigkeit entscheiden? Haben die dann das Selbstbestimmungsrecht nicht, weil die anderen Kreise es nicht wollten?

    Das ist in Wahrheit das größte Problem bei der Frage nach dem Selbstbestimmungsrecht: WER hat es eigentlich?
    Im Völkerrecht geht es um Staaten, bei den Menschenrechten um Individuen. Dazwischen ist nichts definiert und auch nur schwer definierbar.

    Und dass jeweils im Einzelfall die "internationale Gemeinschaft" das Abstimmungsgebiet und die Fragestellung festlegt ist ja genau wieder eine Intervention, die der Tagebuchautor eigentlich ablehnt...

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2014 18:14

    Je länger ich mich mit den jetzigen Zuständen im Konflikt Rußland-Ukraine beschäftige und die haarsträubenden Lügen, die uns aufgetischt werden, mit der Realität vergleiche, umso besser kann ich mir die Situation in Europa in den Jahren VOR dem WKI bis zu dessen Ausbruch vorstellen:

    Eine UNSUMME an LÜGEN war NOTWENDIG---dazu die paar Schüsse in Sarajewo, denen das Thronfolgerpaar rein theoretisch leicht entgehen hätte können (WAS hätte DANN als AUSLÖSER HERHALTEN müssen??)---um diesen WELTENBRAND zu entfachen, der mit all seinem unfaßbaren Leid kein Ende nehmen wollte---und dann noch zusätzlich DEUTSCHLAND die ALLEINIGE KRIEGSSCHULD ANZUDREHEN! Das ist CHUZPE!

    Die Amerikaner müssen wieder einmal---wie so oft!--- ihre Wirtschaft ankurbeln, IHRE Interessen rund um den Globus wahren; sie BRAUCHEN---entgegen aller Beteuerungen!---einen Krieg; IHR EIGENES Territorium hat KEINE KRIEGSHANDLUNGEN zu befürchten---DA IST ES LEICHT, KRIEGE anzuzetteln und ZU FÜHREN, nicht wahr!? Und dazu bedient man sich noch der hündisch ergebenen EU! Man REIZT PUTIN augenscheinlich ganz BEWUSST! Mir graut es.

  5. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2014 02:10

    Ich verstehe die ganze Suderei um die Krim, die Ukraine und Rußland nicht mehr, schon gar nicht wenn USA und EU immer nur diskutieren, aber nicht handeln.

    Genau das wußte Putin in weiser Voraussicht und hat mit der Krim nicht lange gefackelt, sondern ein Machtexempel statuiert, das ihn in Rußland zum unumschränkten Herrscher macht. Putin hat sich die Krim - Völkerrecht hin, oder her - ganz einfach zurückgeholt, weil er genau wußte, der Westen hat keinerlei Mittel ihm dabei auch nur irgendetwas entgegenzusetzen. Die derzeit verhängten eher lächerlichen "Sanktiönchen" stellen ein reines Alibi ohne Wirksamkeit dar, denn speziell Europa ist viel zu sehr wirtschaftlich mit Rußland vernetzt und insbesondere am Energiesektor viel zu abhängig, um schlagkräftig diese Annexion zu verhindern.
    Nicht einmal die USA verfügen über taugliche Mittel und Krieg wird bekanntlich von allen Seiten ausgeschlossen.

    Einziger Vergleich, der mir zum Kosovo einfällt ist, wenn Serbien von den USA und der EU genauso wenig zu befürchten gehabt hätte wie Putin, wäre der Kosovo niemals eigenständige Republik geworden. Aber Serbien hatte eben nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie die Energievorkommen wie Rußland und daher keine Chance - so einfach ist das!

    Selbst wenn Putin bezüglich (Ost-)Ukraine - entgegen seinen Beteuerungen (man erinnere sich seinerzeit in Berlin: "niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen") - Appetit auf mehr bekommen sollte, würde er abermals eiskalt Fakten schaffen und die USA bzw. die EU müßten relativ hilflos zusehen, weil Rußland nun einmal wichtiger und mächtiger für diese Länder ist, als die Ukraine.

    Wirklich harte, schmerzhafte Sanktionen werden sich alle Beteiligten aus reinem Selbsterhaltungstrieb gut überlegen und sind so gut wie ausgeschlossen!

    P.S.: Die Lockrufe der EU an die Ukraine bezüglich Assoziierung und mehr, war der größte Fehler, den sie in diesem Konflikt machen konnte!

  6. Ausgezeichneter KommentatorCollector
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2014 14:14

    Immer das gleiche Schema:

    1. Amerika (Brzezinski-Doktrin) will den eurasischen Raum kontrollieren, Ukraine aus dem Einflussbereich Russlands herausreißen, Russland als eurasische Macht demontieren und für das „looting“ durch Heuschrecken und Oligarchen mit zwei Pässen „öffnen“.
    2. Die Bevölkerung ist mit ihren korrupten Regierungen unzufrieden.
    3. Die Unzufriedenheit wird durch CIA-NGO´s (Soros-, Hayek- Carnegie-, Adenauer-Stiftungen) geschürt, Proteste werden unter CIA-Anleitung organisiert.
    4. Die Regierung versucht vergeblich die Proteste zu kalmieren, es kommt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.
    5. In verdeckten Operationen schleust CIA Scharfschützen ein, es wird gemordet, öffentliche Gebäude werden besetzt, Polizeistationen gestürmt.
    6. Es wird geputscht, die gewählte Regierung abgesetzt, die Verfassung gebrochen, eine Regierung der Putschisten eingesetzt, die Oligarchen wechseln die Seiten.
    7. Es erfolgt Assoziierungsabkommen mit EU, USA verspricht Waffenlieferungen, Aufnahme in die NATO wird vorbereitet, auf Russland ausgerichtete Raketen werden installiert.
    8. Am Ende wird Putin vor ein Internationales Gericht gestellt oder ermordet (wie Osama bin Laden, Saddam Husssein, Gadaffi Milosovic u.v.a).
    9. Mission accomplished!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2014 10:43

    Das ist heute der 4. Beitrag zum Thema Krim-Krise.

    Bei den vorangegangenen am 7., 13., und 17.3. gab es insgesamt 450 Kommentare,
    "Beklemmender Weise" hat die überwiegende Mehrheit der Poster gegenüber Putin und Russland eine positive und verständnisvolle Haltung eingenommen.
    Ich selbst zähle mich auch dazu, finde das aber überhaupt nicht beklemmend, auch nicht das Verhalten der FPÖ.

    Beklemmend finde ich eher das Verhalten der EU, die sich über alle Bürger hinweg die Ukraine mit einer "Notaufnahme" einverleiben möchte.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJulia
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. März 2014 16:02

    Die Braunen in Farbe - Reportage über die Friedensjahre 1933 - 1939

    http://www.youtube.com/watch?v=Vvw2ZafcwhI

    Farbfilme aus der Zeit vor 1945 zählen zu den interessantesten Quellen der jüngeren deutschen Geschichte. Da sie ausgesprochen selten zu finden sind, dauert es oft Jahre, bis das Material für einen neuen Dokumentarfilm zusammengetragen ist. Doch die Mühe lohnt: Die privat gedrehten Farbfilme ermöglichen uns einen unverstellten Blick hinter die Kulissen und dokumentieren die Normalität einer Zeit, die uns heute außergewöhnlich erscheint. Genau dieser Blickwinkel ist historisch von Bedeutung; zeigt er doch, dass das Dritte Reich viele Gesichter hatte: Liebe und Schmerz, Freundschaften und Sehnsüchte, Terror und Angst, Siege und Niederlagen.
    Der Dokumentarfilm "Die Braunen in Farbe" erzählt in faszinierenden Farben Geschichten hinter der Geschichte. Die einzigartigen Aufnahmen machen begreifbar, was nackte Fakten und Daten verstellen, und bilden eine lebendige Brücke in die Jahre von 1933 bis 1939.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHerbert Richter
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. März 2014 10:11

    Die Ukraine, ein Putsch der NWO, Unterabteilung EU, mit den Mitteln der Lusitania oder a la Gatyn!

alle Kommentare drucken

  1. DerP (kein Partner)
    25. März 2014 07:09

    Ich kenne es mit den Menschenrechtsverletzungen in genau umgekehrter Richtung: Kosovo Albaner haben im islamischen Stil den Serben Köpfe abgeschnitten.
    Aber diese Nachrichten passten den USA nicht, deswegen wurde es auch vom durch USA kontrollierten Springer Verlag (die meisten Zeitungen in Deutschland gehören zu dem Verlag) nicht berichtet.

  2. fxs (kein Partner)
    24. März 2014 08:57

    Das Wallstreet Journal ist wohl über jeden Verdacht "Agent der russischen Regierung" zu sein erhaben. Deshalb ist der Artikel http://www.wsj.de/article/SB10001424052702304747404579448021608052300.html?mod=trending_now_3 besonders lesenswert.

  3. Rosenfeld (kein Partner)
    23. März 2014 13:39

    ... "jetzt, da Russland einmal so agiert hat, wie es der Westen, allen voran die USA, seit Jahrzehnten tut, da dürfen die indoktrinierten Schreiberlinge ihre alten Denkmuster wieder aus den Schubladen holen und Böses und Abartiges formulieren, was die Hirnmoleküle hergeben."

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/thomas-mehner/der-kalte-krieg-war-nie-zu-ende-ueber-den-unmoeglichen-umgang-der-westlichen-establishment-medien-u.html

  4. N. S. A. (kein Partner)
    23. März 2014 08:52

    Nach der EU-Wahl 2014 wird die europäische Herrenrasse die Rechnung für ihre Kriegstreiberei und den zweiten Russlandfeldzug präsentiert bekommen. Die europäische Russlandinvasion wird mit einem haircut finanziert werden.

  5. BHBlog (kein Partner)
    23. März 2014 07:31

    Herr. Dr. Unterberger bekam eine indirekte Antwort auf den Blog vom
    17.03 "Krim: Nicht das Ergebnis macht Sorgen".

    FreieWelt.net: Der österreichische Journalist und konservative Blogger Andreas Unterberger schrieb am Montag, das Referendum habe ihn mehr an »Hitlers Abstimmung 1938 in Österreich erinnert als an echte Wahlen in Demokratien.« Wie bewerten Sie Unterbergers Kritik?

    Ewald Stadler: Ich kann diese Kritik nicht nachvollziehen. Man muss seine Quellen hinterfragen, er war ja nicht dort und hat sich persönlich kein Bild von der Lage machen können.

    Also derr Doktor warens an der Krim? Ich wars nicht. Für mich ist daher MEP Ewald Stadler glaubwürdiger als irgendeine ORF-Außenkorrespondentin welche vom Steuerzahler finanziert wird zu lügen.

    Im letzten Interview des ORF mit Herrn Stadler vom 21.03 sah man wie sehr der ORF seine konträre Haltung beim Krim-Thema lieber auswich.

  6. Waldkauz (kein Partner)
    22. März 2014 22:11

    Unterberger schliesst sich unterschiedslos dem bewusstlosen Automatikgeplapper führender DJs der politischen Leierkaste an, die nun schon seit Wochen dadurch brillieren, sich eine hochnotpeinliche Blöße nach der anderen zu geben und mit jedem neuen Vorwurf gegenüber Putins „Annexion der Krim“ dem Kreml-Chef nicht etwa den argumentativen Boden unter den Füßen wegzuziehen, sondern diesen noch kräftig zu düngen und ihm eine Steilvorlage nach der anderen auf dem Platintablett zu liefern. „Völkerrechtswidrig“ – haha, erzählt das mal einem Iraker oder Libyer. Witzbolde.

    Gibt es etwas zu lernen aus dieser Entwicklung für die politische Klasse und für die Medien-Intellektuellen?

    Hätte man nach den Dauerlügen zum Syrien-Konflikt ja vielleicht noch diesbezügliche Hoffnung haben können, wurde sie durch die Berichtbestattung zur „Krim-Krise“ endgültig begraben.

    Hört dieser Plumpaquatsch eigentlich nie auf? Meine Güte, schreiben Sie das nächste Mal doch bitte einfach: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Und wer das nicht zugeben will, ist sich dessen nur nicht bewusst.“ Billig.

    • Waldkauz (kein Partner)
      22. März 2014 22:22

      Ist die moralische Überlegenheit der USA gegenüber Russland, die von westlichen Medien so eifrig betrommelt wird, etwa der immer kürzer werdende Abstand andere Länder zu überfallen oder dort Bürgerkriege zu inszenieren? (Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen) Weltweit Folterlager und Geheimgefängnisse zu installieren, wo allein der Verdacht ausreicht, um Menschen für immer verschwinden zu lassen? Tausendfache, außergerichtliche Hinrichtungen mittels Drohnen? Systematische und weltweite Überwachung von Hunderten Millionen von Bürgern? Schauprozesse gegen Dissidenten, die schwerste Menschenrechtsverletzungen ans Licht gebracht haben? Das Dissidenten um den ganzen Erdball gejagt werden oder in Botschaften ausharren, damit sie diesem "Westen" nicht in die Hände fallen?

      Ich glaube, die Bevölkerung im Westen versteht die Motive ihrer eigenen Regierungen nicht mehr. Putin zu verstehen ist trivial. Er verfolgt russische Interessen. Nur, welches Interesse haben wir in der Ukraine? Welche Interessen verfolgen wir mit den Zuständen im Irak oder Libyen, die wir aktiv herbei geführt haben? Es ist doch kaum zu glauben, dass die Zustände in diesen Ländern so gewollt sind. Wo der Westen eingreift entsteht Chaos und Gewalt. Unsere Politiker mögen das anstreben, das Volk will das nicht. Und das hat weniger mit Sympathie für Putin zu tun, als vielmehr mit dem Gefühl von den eigenen Regierungen belogen zu werden.

    • Waldkauz (kein Partner)
      22. März 2014 22:34

      Wer unbedingt Krieg möchte, der soll sich bitte freiwillig bei einem Söldnerheer melden.

      Aber wer die Idee hat, uns, das Volk, wieder einmal für fremde Interessen zu verheizen, dem sei gesagt: Es gibt viele Laternen im Land, und Volkes Dankesorden wartet schon auf euch!

  7. Gennadi (kein Partner)
    22. März 2014 21:10

    Mit wachsendem Interesse wird vermerkt, wie sich die Nazis und Sowjetophilen hier bei AU ausbreiten.

    Der Frühling muss einige tiefdunkelbraunrote Löcher geöffnet haben. Und administriert wird hier sowieso nicht.

    • Waldkauz (kein Partner)
      22. März 2014 22:52

      Nazis finden sie ganz woanders.

      In einem Artikel auf Welt Online vom 20. März hieß es wortwörtlich: „Sicherlich, in der Regierung in Kiew sitzen zweifelhafte Gestalten, das ist auch dem Chaos der letzten Monate geschuldet und dem Bedürfnis, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen mitzunehmen. Es ist unverständlich, dass Günter Verheugen (SPD) dieses Problem und nicht viel drängendere Fragen brandmarkt und damit – ob er es will oder nicht – dem Aggressor Putin in die Hände spielt.“

      Sicher, na gut, wir geben zu, dass, also, im Chaos der letzten Monate auch ein paar, äh, unschöne extremistische Randgruppen nach langen Diskussionen in Strickkurs-Stuhlkreisen bei Haschkeksen und Pfefferminztee aus Liebe zum Pluralismus, nujo, „mitgenommen“ wurden. So beschönigt, verharmlost und verniedlicht man bei der „Welt“ also Machtergreifungen brauner Elemente. „Mitgenommen“ – ganz so, als hole man seine Kleinen aus dem Kindergarten oder vom Spielplatz ab. Und jetzt stellen wir uns einmal gemeinsam vor, eine rechtsextremistische Partei hätte es in den Bundestag geschafft. Gäbe es Geschrei? Iwo. Denn warum solche Problemchen mitnehmen, wo es doch regelmäßig viel größere zu kaschieren gilt.

    • ludus
      22. März 2014 23:09

      Ist die STASI schon unterwegs?

  8. Panentheist776 (kein Partner)
    22. März 2014 19:19

    Die zunehmende Regionalisierung wirkt einem übermäßigen Globalismus entgegen. Es wird eine rechtskonservative, nicht-grüne Ökopolitik etabliert. Zudem wird die Kirche abgeschafft. Und der Priester wird durch den christlichen Geistheiler ersetzt.

  9. Norbert Mühlhauser
    22. März 2014 18:05

    Referenden mit einem 97-prozentigen Ergebnis machen prinzipiell einmal skeptisch. Es gibt auf der Krim ja nur rund 60 Prozent Russen.

    Seit wann zählt für andere Leute als Aristokraten, Globalisten, Genealogen, oder Phänogenetiker (oder so ...) die Abstammung mehr als die Nabelschnur kultureller Identität, die Sprache?

    Herr Unterberger, bitte aufwachen: die Krim ist zu 97 % russischsprachig!

    Was verfestigt denn ein Gemeinverständnis mehr zum Staatswesen als die Sprache, die Grundlage für die Prägung kollektiven Erlebens?

    Selbst wenn das Referendum nicht lupenrein gewesen sein sollte, unter anderem, weil die westliche "Wertegemeinschaft" es verabsäumt hatte, auf eine internationale Wahlbeobachtung hinzuwirken, und die Sezessionisten es eilig hatten, eine überhastete Abstimmung durchzuziehen (- der Westen war es, der dazu schon früher den Begriff des "Window of Opportunity" geprägt hat), ist daher wohl anzunehmen, dass auch eine formal penible Abstimmungsprozedur ein Ergebnis zwischen 60 und 97 % für die Abspaltung eingefahren hätte.

    • Gennadi (kein Partner)
      22. März 2014 21:02

      Die Krim zu 97% russischsprachig?
      Das ist kein Wunder. In der Sowjet-Ära wurden die ursprünglichen Bewohner abgesiedelt und andere Sprachen als russisch verboten. Beides auf sowjetische Art, nämlich - folg oder tot.

      Der 15. Wiener Gemeindebezirk ist zu etwa 65% türkischsprachig. Was bedeutet das aus russischer Logik?

    • Waldkauz (kein Partner)
      22. März 2014 23:21

      @ Gennadi

      "Der 15. Wiener Gemeindebezirk ist zu etwa 65% türkischsprachig. Was bedeutet das aus russischer Logik? "

      Das ist westliche Logik. Oder welchen Grund hat man bei der Abspaltung des Kosovos von Serbien genannt???

      Und diese Logik wird irgendwann auch Wien und andere Regionen einholen.
      Oder was glauben Sie, wieso unsere Länder mit Ausländern geflutet werden.
      Wegen Fachkräftemangel?

      Es wurde bereits mehr als genug dazu veröffentlicht, weshalb ich an dieser Stelle nur Ländernamen wie „Irak“, „Afghanistan“, „Libyen“, „Syrien“ oder „Mali“ zu wiederholen brauche.

      In allen Fällen handelte es sich um völkerrechtswidrige Angriffskriege beziehungsweise im Falle Syriens um einen auch von außen befeuerten und intensivierten Konflikt, geopolitische Beute- und Ressourcen-Raubzüge.

      Sie sollten auch mal in die andere Richtung schauen, nicht immer nur angestrengt in immer die gleiche!

  10. Julia (kein Partner)
    22. März 2014 16:02

    Die Braunen in Farbe - Reportage über die Friedensjahre 1933 - 1939

    http://www.youtube.com/watch?v=Vvw2ZafcwhI

    Farbfilme aus der Zeit vor 1945 zählen zu den interessantesten Quellen der jüngeren deutschen Geschichte. Da sie ausgesprochen selten zu finden sind, dauert es oft Jahre, bis das Material für einen neuen Dokumentarfilm zusammengetragen ist. Doch die Mühe lohnt: Die privat gedrehten Farbfilme ermöglichen uns einen unverstellten Blick hinter die Kulissen und dokumentieren die Normalität einer Zeit, die uns heute außergewöhnlich erscheint. Genau dieser Blickwinkel ist historisch von Bedeutung; zeigt er doch, dass das Dritte Reich viele Gesichter hatte: Liebe und Schmerz, Freundschaften und Sehnsüchte, Terror und Angst, Siege und Niederlagen.
    Der Dokumentarfilm "Die Braunen in Farbe" erzählt in faszinierenden Farben Geschichten hinter der Geschichte. Die einzigartigen Aufnahmen machen begreifbar, was nackte Fakten und Daten verstellen, und bilden eine lebendige Brücke in die Jahre von 1933 bis 1939.

    • Norbert Mühlhauser
      22. März 2014 20:30

      Kein Zweifel: auch damals wurde die Welt in Farbe und nicht schwarz-weiß erlebt.

    • Genaddi (kein Partner)
      22. März 2014 21:04

      Alle reden vom Wald, Julia kommt mit der braunen Wiese.
      Die Nazi-Propaganda stirbt anscheinend nie aus.
      So bringt man jede Forums-Diskussion um, weil Admins Off Topic zulassen.

    • Pumuckl
      22. März 2014 22:14

      Ja, beeidruckend! Geopolitisch extrapolieren konnten damals nur ganz wenige
      aufmerksame Beobachter.
      Ich kann es heute auch nicht, ABER DIE MILITÄRISCHE EINKREISUNG RUSSLANDS
      DURCH USA UND NATO BEREITET MIR GROSSE SORGE.

      Wozu ? ? ? Die " Sünden " Rußlands sehe ich doch nur in seiner Weigerung, sich
      sich nach den Zäsuren durch die absolutistische Zarenmonarchie und dann durch den "realen Sozialismus", den Weg zu SEINER EIGENEN Demokratie vorschreiben zu lassen.

      Der " Westen " will doch in Rußland nur jene Schritte zur Dekadenz, welche diese
      von der " FRANKFURTER-SCHULE DES KRITISCHEN SOZIALISMUS " gesteuerte
      68er-Bwegung verursacht haben, nachholen.

      Notfalls mit dem Mittel des Krieges? Schon die durchgehend gehäßige Berichterstattung über " PUTINS VERSCHWENDERISCHE WINTERSPIELE IN SOTSCHI " mußte nachdenklich machen.

    • ludus
      22. März 2014 23:10

      @Gennadi=Stasi

    • terbuan
      23. März 2014 12:20

      @Genaddi
      Was schreiben Sie hier von Nazi-Propaganda, der Kommentar war doch völlig PC-gerecht, nur weil die Aufnahmen aus dieser Zeit stammen?

      @Julia
      Danke für den Link, sehr interessante Aufnahmen aus dieser für uns nur in schwarz-weiß Filmen bekannten Zeit!

  11. Julia (kein Partner)
    22. März 2014 14:51

    Und zwischendurch mal eine kleine Aufmunterung, sodass die Mundwinkeln wieder angehoben werden - grins!!
    Manfred Johann Lorenz (zuhause im schönen Innviertel) über Politik
    Manjolo´s Welt - s´ End schaugt eina, Zeit ist es auch
    http://www.youtube.com/watch?v=PhZBhVAA_lQ&list=UUOcanwJzZS-Og3lWv8JP8Mg

  12. Julia (kein Partner)
    22. März 2014 13:16

    Strafgericht in Niederösterreich spricht den biologischen Volksbegriff frei
    Vor ein paar Jahren gründete sich in Österreich eine „Nationale Volkspartei“ (NVP). Ein Versuch an den demokratischen Wahlen teilzunehmen, welcher, wie alle nationalen Wahlversuche, zum Scheitern verurteilt war. Nicht, weil die nötigen Unterstützungserklärungen nicht geschafft worden wären, sondern weil die Wahlbehörde die Kandidatur untersagte. Danach hagelte es juristische Schelte, Prozesse wegen angeblicher „Verbotsgesetz“-Übertretung folgten. (Anmerkung an die russischen Leser: Das ist gelebter „Antifaschismus“ in Österreich: Er agiert wie der historische Faschismus und verbietet Oppositionelle, sperrt sie ein, diskreditiert sie.)
    Einer der wohl letzten Nachwehen der Kandidatur fand am 18. März in Niederösterreich statt. Und dieser Prozess endete mit einem Freispruch. Und dieser Freispruch rief die Spinner der Staats-Antifa auf den Plan. Jene Antifa, die den Würfelzucker bereit hält, wenn die österreichische Justiz brav apportiert und beispielsweise Internetblogger für 9 Jahre hinter Gittern verschwinden lässt oder die kritische Historiker für 8,5 Jahre in die Kerker manövriert. Dann gibt’s Zuckerbrot und Streicheleinheiten. Aber eben diese Antifa schwingt auch gnadenlos die Peitsche, wenn das Gericht nicht zur gewünschten Verurteilung gelangt. Wenn etwa Freisprüche in Verbotsgesetzprozessen erfolgen – was zwar ohnehin selten vorkommt, aber dann mit noch größerem medialen Aufschrei besehen wird.

    Schizophrenie oder Größenwahnsinn?

    In Fall des dieswöchigen Freispruches passt der Antifa und speziell dem im Titelfoto zitierten „Mauthausen Komitee“ der biologische Volksbezug im Parteiprogramm der NVP nicht. Der vom Gericht bestellte Gutachter Eckhard Jesse, der den biologischen Volksbegriff völlig richtig als Teil einer „nationalen“ Weltanschauung erkannte und nicht als Teil einer angeblich „verbrecherischen Gesinnung“, wurde scharf attackiert.
    Die Lokalpresse
    http://freies-oesterreich.net

  13. panzerechse (kein Partner)
    22. März 2014 11:51

    Man trifft schon Vorbereitung – sogar schon länger – für den “Weg” des EURO. Dass diese “einheitliche” Kunstwährung für ungleiche Volkswirtschaften ins Chaos führen muss, ist ja auch “denen” bekannt. Als Lösung bleibt nur noch die Abgrenzung und Abschottung zu anderen “harten” Währungen – wie weiland der Transferrubel. Anders kann der EU-Rubel nicht aufrecht erhalten werden.

    Artikel 64 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union sieht solche Einschränkungsmöglichkeiten des freien Kapitalverkehrs bereits – mit einer übrigens exquisiten Formulierung über die “Befugnis zum Rückschritt von der Liberalisierung” – explizit vor. Wehe dem, der Böses dabei denkt!

    Die internationale politische “Planspeisekartoffel” ist offenbar schon näher, als uns lieb sein kann…

    Aber keine Sorge, innerhalb Kerneurropas wirds keinerlei Einschränkung durch Grenzaufenthalte geben. Darüber hinaus... in die neuen "Hartwährungsländer"... naja... wolln ma eh net hin.

  14. Wolfram Schrems (kein Partner)
    22. März 2014 11:39

    Ewald Stadler über die Krim aus eigener Anschauung:

    http://gloria.tv/?media=583998

    • Cosmas
      22. März 2014 21:52

      Na, da soll der gute Ewald aufpassen, dass er nicht selbst Opfer der russischen Propaganda geworden ist. Die Russen beherrschen es bekanntlich, Potemkinsche Dörfer aufzubauen. Soviel zur friedlichen Atmosphäre auf der Krim. Der Interimsprädident Turtschynow trägt einen russischen Namen und kommt aus der Industriestadt Dnipropetrowsk ziemlich weit im Osten der Ukraine. Soviel zu Stadlers Sorge, dass westukrinische Faschisten an die Macht gekommen sind. Das ist ein Faktum und keine amerikanische Propaganda!
      Dass Stadler höchstpersönlich die Faschismus - Keule benützt und Angst hat, dass es zu Übergriffen auf Juden in der Ukraine kommt, ist mehr als bizarr, aber mal was Neues. Für seriöse Recherche spricht es jedenfalls nicht. Was die ukrainischen Juden selbst dazu meinen, kann man in einem offenen Brief, den diese an Putin geschrieben haben, nachlesen: http://derstandard.at/1395362874135/Wir-wollen-nicht-von-Putin-verteidigt-werden
      Stadlers Ängste sind also durchaus unbegründet.
      Der Auftritt Stadlers ist durch und durch MEGAPEINLICH!!!

  15. Aron Sperber (kein Partner)
    22. März 2014 11:39

    Ein hervorragender Beitrag, der die Argumente beider Seiten beleuchtet.

    Den Einmarsch in Österreich und dem Sudetenland ließ man Hitler auch deswegen durchgehen, weil es dafür ähnlich gute Gründe wie heute bei der Krim gab:

    Die Österreicher und Sudetendeutschen waren für den Anschluss und Deutschland fühlte sich nicht ganz zu Unrecht von den Siegermächten ungerecht behandelt.

    Hätte sich Hitler damit begnügt, Österreich und das Sudetenland an Deutschland anzuschließen und wäre sonst ein friedlicher Demokrat ohne Judenhass gewesen, wäre Hitler auch kein Problem gewesen.

    Leider fühlte sich Hitler gerade durch das Nachgeben beflügelt, weiterzumachen und auch in Prag und Polen einzumarschieren.

    • Arme Seele (kein Partner)
      22. März 2014 12:19

      Wie schon der ukrainische Vizepremier sagte:

      "Schnappt Euch die Gewehre! Bekämpft die Russenschweine, die Deutschen, die Judensäue und andere Unarten!"

    • Gennadi (kein Partner)
      22. März 2014 21:06

      Die Österreicher waren für den Anschluß?
      So. Aber nur die roten und braunen. Das war bei weitem nicht die Mehrheit.

      Geschichtskenntnisse sind unter den Disku-Tanten hier auf Gesamtschul-Niveau.

    • Julia (kein Partner)
      23. März 2014 08:55

      Gennadi
      Die Österreicher waren für den Anschluß?
      So. Aber nur die roten und braunen. Das war bei weitem nicht die Mehrheit.

      Oje, unser kleiner NAZI Gennadi weiß nicht, dass in Österreich damals über 90% für einen Anschluss gestimmt hatten. Unser Bundes-Heinzi kritisierte so hintenherum bei einem Interview, dass es "so fürchte ich (war seine Aussage)", dass es sehr viele waren, die für einen Anschluss gestimmt haben. Sappalot er fürchtet, dass es die Mehrheit war. So was unverschämtes, ein Volk entschied sich für ein besseres Leben, das geht gar nicht. Das Volk weiß doch gar nicht, was gut ist. Das wissen nur die selbsternannten Heuchler, die ständig von Demokratie faseln und diese nur aus ihren Augenwinkeln betrachten.
      Ich vermute mal, dass die Russlandhasser auf Befehl hier ihre intellektuelle Notdurft abgeben.
      Gennadi, wenn sie unbedingt hetzen wollen, dann versammeln sie sich doch auf den linken Blogs, dort werden sie Zustimmung für ihre Notdurft finden. Aber Vorsicht, auch dort wachen die Menschen auf und bald werden sie sich alleine in ihrem Irrgarten befinden. Und dann können sie sich doch sofort bei einem ihrer Söldnertruppen bewerben. Nur vermute ich, dass sie dann die Hosen vollgesch.....

      „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken sie sich das, egal, was man ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“ – Egon Bahr

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. März 2014 15:03

      @ Julia

      Der Sperber hat ja schon einen schweren Sockenschuss, wie man immer wieder an Hand seiner Kommentare feststellen muss.

      Aber diesen pubertierenden Gennadi über Geschichtswissen fabeln zu sehen, ist dann doch noch eine unangenehme Steigerung. Dieses Nichtwissen, vermischt mit
      selbstgerechter, dümmlicher Arroganz, alle Achtung!

      @ Gennadi

      Als 1918 das geschlagene Österreich und das geschlagene Deutschland Republiken gründen, beschließen die ersten Parlamente in Berlin und Wien, ihren Staaten neue Verfassungen zu geben. In beide Verfassungen schreiben die Abgeordneten ein Wiedervereinigungsgebot. In der österreichischen heißt es:

      „Deutsch-Österreich ist eine demokratische Republik. ... Deutsch-Österreich ist ein Bestandteil der deutschen Republik.“

      In der ersten deutschen Verfassung steht ein vergleichbarer Satz. Am 6. September 1919, verkündet der österreichische Staatskanzler Dr. Renner noch einmal in der Wiener Nationalversammlung:

      “Deutsch-Österreich wird niemals darauf verzichten, die Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich als das Ziel seiner friedlichen Politik zu betrachten.”

      Beide Wiedervereinigungsgebote, sowohl das österreichische als auch das deutsche, müssen bald darauf auf Druck der Siegermächte aus den zwei Verfassungen entfernt werden. Doch der Wunsch nach einer Vereinigung Österreichs und Deutschlands ist damit nicht erloschen.

      1931 wagen Österreich und Deutschland noch einmal einen Annäherungsversuch, die deutsch-österreichische Zollunion. Auch diese scheitert wieder am Protest der Sieger.

      Die für den 10. April angesetzte Volksabstimmung wird zur Bestätigung der österreichischen Verfassungsväter von 1918. Von 4.284.795 Wählern stimmen 4.273.884 für die Wieder-vereinigung Österreichs und Deutschlands und 9.852 dagegen. Das sind 99,73 % pro Anschluß. Die Deutschen in Österreich und im so genannten Altreich – so zeigt die Wahl – sind an jenem 10. April 1938 durch das verbunden, was die Nation ausmacht: die gleiche Sprache

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. März 2014 15:09

      Fortsetzung

      Die Deutschen in Österreich und im so genannten Altreich – so zeigt die Wahl – sind an jenem 10. April 1938 durch das verbunden, was die Nation ausmacht: die gleiche Sprache und Kultur, die gemeinsame Geschichte, das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit und der Wille, zusammen zu gehören .

  16. Jewgeni Gorowikow
    22. März 2014 11:26

    Lesenswerter Artikel im KURIER:

    Wo und wie wollen die Menschen leben? (von Helmut Brandstätter, Kurier)

    Diejenigen Russen, die es sich leisten können, leben irgendwo im Westen. Und genießen unsere Freiheit.

    In den 1960er-Jahren, als die Studentenrevolte das westliche Gesellschaftssystem infrage stellte, riefen Konservative den Demonstranten zu: "Geht doch hinüber, wenn’s euch hier nicht passt." Das war natürlich nicht sehr intelligent.

    Denn die 68er wollten ja nicht den Kommunismus imitieren, der "Drüben" in der DDR real existierte, sondern die Gesellschaft, in der sie lebten, radikal reformieren.

    Insoferne bringt es auch heute nichts, die Putin-Versteher und Putin-Verehrer, die einen neuen Helden gefunden haben, nach Moskau zu schicken. Aber sie sollten sich schon einmal überlegen, welche soziale Ordnung der autokratisch regierende russische Präsident geschaffen hat.

    Der Blogger Alexej Nawalny wird für seine Kritik an Putin bedroht, die Watergate-Aufdecker Woodward und Bernstein stürzten Präsident Nixon und bekamen den Pulitzer-Preis. Dieser Unterschied macht die Überlegenheit des freiheitlichen System aus.

    Kein Wunder, dass sich die Oligarchen um Putin scharen und gleichzeitig ihren Reichtum im Westen absichern, sie wollen ja nicht wie Chodorkowksi viele Jahre im Gefängnis landen. Übrigens: Wo hat Putin wohl seine Konten?

    Der westliche Lebensstil ist ein Vorbild

    Der momentane Genuss der Macht kann aber nicht die tiefe Unsicherheit überdecken, die über der russischen Führung schwebt. Wladimir Putin hat in seiner Rede am Dienstag davon gesprochen, dass der Westen seit Jahrhunderten die Eindämmung Russlands betreibe.

    Das ist historisch falsch. Eher nachvollziehbar war dieser Satz: "Nach dem Verschwinden des bipolaren Systems kam es auf dem Planeten nicht zu mehr Stabilität." Das heißt aus Putins Sicht: Die Menschheit lebt nur dann sicher, wenn Russland wieder Weltmacht ist.

    Der Westen hat unterschätzt, dass sich Russland gar nicht so stark fühlt und sich schon durch das Assoziierungsabkommen der Ukraine mit der EU bedroht sah. Dieses hätte diplomatisch ganz anders vorbereitet werden müssen.

    Jetzt muss Brüssel mit Moskau und Kiew ganz ruhig über wirtschaftliche Kooperationen verhandeln. Sanktionen sind nur eine ultimative Drohung, sollte Putin mit der Krim noch nicht gesättigt sein.

    Auch wenn es die EU-Hasser so schwer akzeptieren können: Das europäische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell ist genau das, was die Mehrheit in der Ukraine wollte. Sie verzweifelte am russophilen Präsidenten Janukowitsch, der die Tür zum Westen zuschlug.

    Er selbst hat überall die Hand aufgehalten, um stillosen Luxus demonstrieren zu können, seinem Volk hat er die Vorteile einer EU- Zusammenarbeit nicht gegönnt.

    Jetzt kommt es auf das Geschick der Europäer an. Sie müssen einig auftreten, was nicht einfach ist. Polen und Balten fürchten mit ihrer Geschichte den großen Nachbarn, die Deutschen wollen den Handel mit Russland nicht zu stark beeinträchtigen.

    Die Europäer müssen der Öffentlichkeit in Russland zeigen, wie unser Wohlstand funktioniert, ohne Putin dabei Angst zu machen.

    (KURIER, erstellt am 22.03.2014) http://kurier.at/meinung/kommentare/aussenpolitik/wo-und-wie-wollen-die-menschen-leben/57.023.023

    • Julia (kein Partner)
      22. März 2014 13:05

      Mir ist es lieber mit einem Russen einen Wodka zu trinken als mit einem Imperialistischem Massenmörder eine Cola...

    • Gennadi (kein Partner)
      22. März 2014 21:07

      Dann bitte tus und verschon andere mit deinen Nazi-Sprüchen.

    • Waldkauz (kein Partner)
      22. März 2014 23:55

      Auf der Krim erleben wir zur Zeit die wohl größte Gefahr für den Frieden in Europa seit Jahrzehnten. Das Eingreifen Russlands auf der Krim ist zweifellos völkerrechtswidrig aber wenig überraschend. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Warschauer Pakts hatten die NATO-Staaten und die EU den Russen zugesichert, dass der Westen keine Ausweitung von NATO und EU in die ehemalige Machtsphäre der Russen anstreben werde. Der Westen hat dies gleichwohl, ermuntert durch die Schwäche Russlands, in großem Maße getan. Die USA und die EU sind aus Moskauer Sicht inzwischen bedrohlich nahe an Russland herangerückt und beherrschen damit große Teile der ehemals russischen Machtsphäre. Die USA haben durch gleichfalls völkerrechtswidrige Einsätze in Afghanistan und dem Irak, die Maschen des Netzes auch auf dem asiatischen Kontinent enger um Russland gezogen. Die Unterstützung der syrischen Rebellen durch US-Amerikaner und Europäer bedroht bereits unmittelbar die einzige russische Marinebasis am Mittelmeer, in Tartus. Nun der Umsturz in der Ukraine. Nachdem gerade die Laufzeit des Truppenstationierungsabkommens auf der Krim bis 2042 verlängert worden war, sieht Russland auch diesen Stützpunkt bedroht. Im Fall des Wegfalls dieses Standortes wäre die Operationsfähigkeit der russischen Marine zukünftig erheblich eingeschränkt. Operationen im Nahen Osten würden quasi unmöglich. Besonders betroffen wäre die Aufklärungsfähigkeit der Russen. Moskau wäre weitgehend blind. Die USA wären die einzige Militärmacht, die fähig wäre in diesem Umfeld zu agieren.

      Es geht also in erster Linie um Geopolitik.

      "Die Europäer müssen der Öffentlichkeit in Russland zeigen, wie unser Wohlstand funktioniert "

      Sollten sie das begreifen, werden sie schreiend noch weiter nach Osten laufen!

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. März 2014 14:04

      @ Jewgeni Gorowikow

      "Das europäische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell ist genau das, was die Mehrheit in der Ukraine wollte."

      Wenn überhaupt, was ich noch bezweifele, dann nur deswegen, weil sie über dieses System falsche Vorstellungen haben, wie sie ja wohl auch.

      Unser Wirtschaftssystem basiert auf ständig steigender Verschuldung und steigender Steuerbelastung für den noch produktiven Teil unserer Völker. Das baldige Ende ist absehbar!

      Zum Gesellschaftsmodell:

      Multikulturalismus kann nicht als Staatswesen funktionieren und wird folgerichtig
      an seiner Unmöglichkeit scheitern. Die Illusion, daß Multikulturalismus Hand in
      Hand gehen könnte mit einer Wohlfahrtsgesellschaft, ist sträflicher Unsinn. Die
      Wohlfahrtsgesellschaft setzt die Solidargemeinschaft und eine solche die
      Volksgemeinschaft voraus. Selbst wenn sie es tagtäglich demonstriert bekommen, wollen die Multikulturalisten nicht erkennen, daß Multikultur das
      Gegenteil von
      Volksgemeinschaft ist und es damit mangels multikultureller Solidarität auch keine
      multikulturelle Wohlfahrtsgesellschaft geben kann. Solidarität kann auch nicht
      antrainiert oder gelehrt oder verordnet werden, da sie einem natürlichen, angeborenen
      Zusammengehörigkeitsgefühl entspringt, das sich in Extrem- und Notsituationen
      bewährt, wenn alle künstlichen und konstruierten Gesellschaften an der
      Bewährungsprobe wie Seifenblasen zerplatzen. ...

      Ich jedenfalls wünsche der Ukraine nicht eine derartige Entwicklung.

  17. Torres (kein Partner)
    22. März 2014 10:48

    Gesonderte Abstimmungszählungen in Bezirken oder Kreisen sind völliger Unfug; es handelt sich dabei um willkürliche Einteilungen (die für die administrative Verwaltung des Staates ja durchaus sinnvoll sein können), die mit der ethnischen Verteilung überhaupt nichts zu tun haben.

  18. Norbert Mühlhauser
    22. März 2014 10:38

    Im Kosovo gab es massive und besonders grausame Menschenrechtsverletzungen durch die serbischen Machthaber unter Milosevic.

    Was meint AU wohl damit? Das notorische "Srebrenica-Massaker" kann es ja nicht sein, Srebrenica liegt in Bosnien/Herzegowina (- dieses Massaker war übrigens eine überschießende Reaktion der Serben auf den erschossenen Einheiten angelastete Kriegsverbrechen - aber die Vorgeschichte soll ja bekanntlich nach dem Willen unseres Medienimperiums im Dunklen bleiben. Außerdem: wenn die "Richtigen" Vergeltung üben, ist ein Verhältnis von 1 zu 10 und darüber im Kriegsgeschehen völlig in Ordnung - etwa mit der Begründung, der am meisten Leidtragende habe zuerst den Zorn des Siegerlagers erregt -; nur hier natürlich nicht.)

    Ich darf nochmals daran erinnern, dass in den frühen Neunzigern die UCK jahrelang weltweit auf der Terrorliste stand, bevor sie aus Gründen der politischen Opportunität zu einer dem edlen Freiheitskampfe dienenden Organisation hochgestuft wurde. - Da kann man schlecht mit den Gegenreaktionen der legitimen Staatsmacht einherkommen, um einen Unterschied zur Ukraine herbeizukonstruieren!

    Meint AU vielleicht die Entführung von 159 Einwohnern des Dorfes Gnjilane im Kosovo in 1999, von denen 51 getötet worden sind? Herrje, das kann es wohl nicht sein - das waren ja Opfer von serbischer Ethnizität! (Quelle: Wiener Zeitung, Print-Ausgabe vom 27. Dezmeber 2008)

    Meint AU vielleicht prügelnde und folternde Kosovo-Polizisten, wie vom Europarat gerügt? - Oh Schreck, auch das ist fehl am Platz, handelt es sich doch hier bereits um das neue autonome Regime! (Quelle: Wiener Zeitung, Print-Ausgabe vom 21. Jänner 2009)

    Meint AU vielleicht die kosovarischen Aktivitäten eines gewissen "Ramush Haradinaj", angeklagt vor dem UNO-Tribunal in Den Haag in 37 Anklagepunkten wg Verbrechen an Zivilisten? - Leider schon wieder doppelt daneben, handelt es sich doch bei den Opfern um Angehörige der serbischen Ethnie und beim Angeklagten um einen deklarierten Kosovaren, der übrigens wegen Mangeln an Beweisen wieder ausgelassen werden musste, weil von 10 Belastungszeugen vor dem Tribunal 9 rechtzeitig starben und das zehnte "Negerlein" seine Aussagen hurtig zurückzog. (Quelle, unter anderem: http://de.wikipedia.org/wiki/Ramush_Haradinaj )

    Ich darf nochmals wiederholen, dass in den Neunzigern die Angehörigen der serbischen Ethnizität im Kosovo 10 Prozent stellten, nun aber weniger als 4 %.

    An ihren Taten sollt ihr sie erkennen - wer war/ist hier wohl das größere Terrorregime?

    Herr Unterberger - weshalb wohl schließen Sie sich dem Zug der Ferngesteuerten an??? Stehen Sie vielleicht unter dem Druck unserer Gesinnungspolizei, dass Ihre Website andernfalls geschlossen werden "muss"???

    • Julia (kein Partner)
      22. März 2014 12:42

      Norbert Mühlhauser
      ****************************!!!!
      Dazu:
      "Es begann mit einer Lüge" - Doku über NATO- Einsatz in Jugoslawien, ARD 2001?.
      Wie die NATO im Krieg um Kosovo Tatsachen verfälschte und Fakten erfand. Monitor-Autoren enthüllen Fälschungen ...

      Der völkerrechtswidrige US + NATO- Überfall auf Jugoslawien steht exemplarisch für die Serie von Angriffen gegen vormals souveräne Nationen, welche sich den westlichen- und NWO- Machtinteressen nicht unterwarfen!
      Wie schon Kissinger sinngemäß bemerkte:"Wir behalten uns vor, JEDES Land zu destabilisieren, welches sich unseren Interessen entgegenstellt."
      Und der Umgang mit den Führern der unterlegenen Nationen durch "Tribunale" läßt auch Parallelen zum "Nürnberger Tribunal" erkennen. Reine "Sieger-Justiz" mit meist vorher bestimmtem Ausgang! Eigene Kriegsverbrechen werden natürlich nicht geahndet! Siehe fortgesetzter Bomben- und Drohnenkrieg, Einsatz von tausenden Tonnen an Uranmunition mit genozidialen Folgen und Auswirkungen für tausende von Jahren!
      Wo bleiben WAHRHEIT und GERECHTIGKEIT? Wer hat die betroffenen Völker jemals gefragt, ob sie die sog. "Demokratie" herbeigebombt haben wollen?
      Protestiert bei den lügnerischen Massenmedien und bei den sog. "Regierungsstellen" gegen die aktuelle perfide Kriegshetze in Bezug auf die Ukraine und Rußland!
      http://www.youtube.com/watch?v=DpUEZsyNaQg#t=15

    • Frischluft
      22. März 2014 20:20

      AU sagte nicht, dass diverse Aktionen der UCK rechtens waren. aber muss deshalb di. Zivilbevölkerung für die Aktionen der UCK herhalten? Sie scheinen eine "Aug um Aug, Zahn um Zahn" Politik zu befürworten. Eine differenzierte Sichtweise der Welt sollte das Ziel sein. Sicherlich hat sich die ethnische Zusammensetzung des Kosovo über Jahrhunderte stark verändert. Wenn man aber Argumenten mit diesem Vorwurf folgen wuerde, muesste Russland die Krim sofort an die Türkei weiterreichen?

    • Norbert Mühlhauser
      22. März 2014 20:23

      Liebe Julia,

      Grübeleien über Wahrheit und Gerechtigkeit sind etwas, was dem menschlichen Geiste nicht vorenthalten werden kann, auch wenn man eine herrschende Übermacht als solche akzeptieren muss.

      Der menschliche Verstand allein kann verhindern, dass Tyrannei in unseren Herzen Wurzeln schlägt.

      Wir haben eine Neue Ordnung, kein Zweifel, und zwar eine von besonders strenger Hierarchie, eine Kasernenhofordnung. Aber wie im von Dir weiter oben verwiesenen Film merken es auch jetzt die meisten nicht, weil sie von der gelenkten Öffentlichkeitsarbeit eingelullt werden, Zerstreuungen suchen, oder einfach ihren Lebenshunger ausleben wollen.

    • Norbert Mühlhauser
      22. März 2014 20:29

      @ Frischluft:

      Ich spreche nicht von Entwicklungen vor Jahrhunderten, sondern von Veränderungen in den letzten Jahrzehnten aufgrund ethnischer Vertreibungen serbischer Bevölkerungsgruppen, die die "Wertegemeinschaft" und ihre austrommelnden Büttel direkt als auch indirekt zu verantworten haben.

  19. ashanyan (kein Partner)
    22. März 2014 10:26

    Die Regeln für das Selbstbestimmungsrecht der Völker gibt es bekanntlich schon fast 100 Jahre und wurden von Präsident Wilson verbindlich formuliert.

    Darum ist heute Südtirol und Südböhmen bei Österreich, Sopron ist die Hauptstadt des Burgenlandes, das Baskenland ist selbstständig und auch den Katalanen wird kein Stein in den Weg gelegt, in Nordirland hat es eine Volksabstimmung über den Verbleib bei England gegeben, Korsika ist selbstständig und unabhängig von Frankreich usw.

  20. Herbert Richter (kein Partner)
    22. März 2014 10:11

    Die Ukraine, ein Putsch der NWO, Unterabteilung EU, mit den Mitteln der Lusitania oder a la Gatyn!

    • Wertkonservativer
      22. März 2014 13:10

      Wenn schon unbedingt: dann - bitte - "Katyn"!

      Lernen Sie Geschichte, Herr Richter!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Julia (kein Partner)
      22. März 2014 14:21

      Lernen Sie Geschichte Herr Richter! hahahaha der war gut.
      Ein Wertkonservativer, welche seine Informationen auschließlich aus dem TV (äh ich meine aus seiner Wohnzimmersynagoge) hat, belehrt sie! Ich lach mich weg!
      Dieser Herr entwickelt sich immer mehr zum Kabarettisten! Herrlich ....

    • Herbert Richter (kein Partner)
      22. März 2014 16:05

      Soll man diesem Troll antworten?
      Mangels an Argumenten, krampfhafte Lapsussuche - wenn`s nicht so traurig wäre, bekäme ich ebenfalls einen Lachkrampf.
      Dabei geht es mir nicht um Individuen wie diesen komischen WK, sondern um die Einfalt und Gutgläubigkeit der Menschen.

    • Julia (kein Partner)
      22. März 2014 18:21

      Herbert Richter

      Vertrauen sie den Menschen. Sie sehen es doch selbst, dass die Mehrheit dieses Spiel schon durchschaut. Ich muss noch immer lachen über einen Kommentar (leider weiß ich nicht mehr wer): Bald wird's sein wie bei "Kevin allein zu Hause".

  21. rumpelstilzchen (kein Partner)
    22. März 2014 09:00

    @ wahrheit
    Viel liegt auch an der Diskussionsleitung! Da ist Servus-TV dem ORF um Lichtjahre voraus!

  22. N. S. A. (kein Partner)
    22. März 2014 08:52

    Wer beim antirussischen Artikel Unterbergers nicht vor Freude hüpft, ist ein Russenschwein!

    Wie schon der ukrainische Vizepremier sagte: "Schnappt Euch die Gewehre! Bekämpft die Russenschweine, die Deutschen, die Judensäue und andere Unarten!"

  23. wahrheit (kein Partner)
    22. März 2014 07:50

    Sehr gute Diskussion über die politische Korrektheit mit Sarrazin vom Donnerstag im Servus-TV:

    http://www.youtube.com/watch?v=SnmoTJjRHnU

    Wirklich sehenswert, Sarrazin konnte seine Argumente endlich einmal ungestört darlegen, auch Ex-Presse-Chefredakteur Fleischhacker rhetorisch hervorragend, Werner Schneider blamiert sich bis auf die Socken, Busek mit seinem NO-NA-Geschwaffel praktisch nicht anwesend!

    • Aurora (kein Partner)
      22. März 2014 08:52

      @ Wahrheit

      Vielen, vielen Dank für diesen Link !

      Endlich mal eine interessante Diskussion.

    • Undine
      22. März 2014 11:19

      @Wahrheit

      Vielen Dank für den Link! Sarrazin und Fleischhacker sind einfach großartig!

      Vielleicht interessiert auch jemanden das Video: Michel Friedmann kontra Bernd Lucke (AfD). Da kann man gut den unfähigsten, widerlichsten "Fragensteller" erleben, der alles andere hören will als die sachliche Beantwortung seiner Fragen. Dieses Video ist schwer zu ertragen, aber sehr lehrreich!

      http://www.youtube.com/watch?v=LkBr9FaXaHo

    • Homo Faber (kein Partner)
      22. März 2014 14:10

      Gibt es eine Version dieses Videos, in der alle unwesentlichen Passagen rausgeschnitten sind (die Wortblasen des schwarzen Logenluders und das selbstgerechte Geschwafel eines uralten Alt-68ers).

  24. Freak77
    21. März 2014 21:03

    Etwas zum Schmunzeln:

    So ein Machtumsturz und eine Annexion wie es gerade auf der Krim passierte kann auch schöne Seiten haben, zum Beispiel die neuernannte (seit 11.3.) Oberstaatsanwältin der Krim, Frau Natalia Poklonskaya.

    Erklärung: Frau Natalia Poklonskaya steht politisch nicht auf der Seite der ukrainischen Regierung in Kiew sondern auf seiten der neuen russlandtreuen Krim-Regierung von Sergej Axjonow.

    Unterhaltsamer Welt-Artikel zu Frau Natalia Poklonskaya, es ist auch ein Youtube-Video verlinkt:

    Oberstaatsanwältin der Krim macht Japaner kirre: Die Japaner sind fasziniert von der neuen Oberstaatsanwältin der Krim. Mit ihrer Mischung aus Manga-Schönheit, Sowjet-Dominanz und Polizei-Fetisch löste Natalia Poklonskaya einen wahren Hype aus. (Von Jan Vollmer)

    http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article126047707/Oberstaatsanwaeltin-der-Krim-macht-Japaner-kirre.html

  25. Undine
    21. März 2014 20:10

    Sehr interessant---"ergoogelt" auf der Suche nach Material über den "neuen" ukrainischen Premier ARSENI JAZENJUK :

    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2014/02/18/frau-nudelmans-schrei-scheis-eu-druckte-den-schmerz-einer-zu-ende-gehenden-judischen-ara-aus/

    Da werden einige Fragen über seltsame Zusammenhänge "schlüssig" beantwortet.

    • Freak77
      21. März 2014 20:25

      Nichts für ungut Undine aber die von Ihnen angegebene Adresse ist ein komplett niveauloses Sammelsurium mit den üblichen antijüdischen und antiamerikanischen Anschüttungen.

      Diese sogenannten "Informationen" sind:

      - alt,

      - abgestanden,

      - sattsam bekannte Unterstellungen die nach dem üblichen Weltverschwörungstheorie-Muster gestrickt sind.

      - so neu wie die Tageszeitung vom Neujahrstag.

      Auf alle Fälle locken Sie mit diesen "Informationen" niemanden hinter dem Ofen hervor! Reine Zeitverschwendung.

    • Undine
      21. März 2014 21:25

      Soll sich nicht jeder selbst ein Urteil darüber bilden? ;-)

    • ProConsul
      21. März 2014 21:28

      Liebe Undine

      danke für den interessanten Artikel.

    • Wyatt
      22. März 2014 03:49

      Undine,
      ebenfalls DANKE für diesen interessanten "Link"
      Allgemein immer wieder aufklärend:
      http://de.ria.ru/
      (Informationen aus Russland auf Deutsch)

    • Herbert Richter (kein Partner)
      22. März 2014 10:02

      Freak77.
      Willst du wissen wer dich beherrscht, dann suche zu erkunden wenn du nicht kritisieren darfst!
      Und nur die Dümmsten aller, folgen dem eigenen Metzger dummtreu in den Tod!
      Aber wie man erkennen muß, funktioniert diese Propagandamaschinerie bei vielen wie eben gewollt!

  26. mischu
    21. März 2014 19:48

    Achtung:

    Nach dem brillanten Video von Ewald Stadler (weiter unten reingestellt von @Erich Bauer um 14:03 Uhr), spricht er nun in der ZiB 2 um 22:00 Uhr mit Armin Wolf zur Krise in der Ukraine.
    Das wird ganz sicher interessant, aufschlußreich und sehenswert!!

  27. Ambra
    21. März 2014 19:24

    Warum wartete die EU mit der Unterzeichnung des Abkommens nicht bis nach der Wahl ? Ist der derzeitige erste Mann in der Ukraine ein demokratisch gewählter Präsident ? Oder im Grund doch nur durch einen Putsch zur Macht gekommen ?
    Warum mißt die EU mit zweierlei Maß ? Mein ohnehin schwer angeschlagenes Vertrauen in die EU schwindet von Tag zu Tag noch mehr.

    • Brigitte Imb
      21. März 2014 20:54

      Genauso sehe ich das auch und dieses Vorgehen beweist einmal mehr wie undemokratisch die EU ist. Bloß nicht das Volk fragen, das könnte die politischen Pläne vereiteln.

  28. Freak77
    21. März 2014 19:03

    Ein Zugeständnis an die Putin-Fans hier im Forum. Putin hat hervorragende Truppen, Experten der Militärakademien in aller Welt sind sich einig.

    Der "Westen" lobt die militärischen Fähigkeiten Russlands:

    "Am bemerkenswertesten war für mich bisher das offensichtliche Niveau an Disziplin, Ausbildung und Zusammenarbeit der russischen Streitkräfte", sagte Paul Saunders vom Center for the National Interest

    http://www.wienerzeitung.at/meinungen/kommentare/616400_Russlands-Armee-professioneller-als-je-zuvor.html

    Und:

    .... Es handelt sich um Spezialeinheiten der russischen Armee, die sogenannten Spetsnaz-Truppen. Ihre Einsatzgebiete sind Kommando- und Aufklärungsoperationen, auch hinter feindlichen Linien, und die Bekämpfung von Milizen oder Terrorgruppen.

    "Das ist das Ergebnis einer Entwicklung, die Russland seit Jahren konsequent vorantreibt", analysiert Brigadier Wolfgang Peischel von der Landesverteidigungsakademie ...


    http://kurier.at/politik/ausland/ukraine-russland-baut-macht-auf-der-krim-aus-milizen-erobern-zweite-militaerbasis/56.703.365#section-56721040

  29. Wertkonservativer
    21. März 2014 18:27

    Langsam wird's peinlich:

    die allgemeine Stimmung hier in der Ukraine-Frage ist derart kontroversiell gegen
    Dr. Unterbergers Ansichten (die z.B. ich teile) gerichtet, dass ich schön langsam hinsichtlich der politischen Zuordenbarkeit unserer Bloggerschaft in Zweifel komme!

    Wenn ich die ernstzunehmenden Kommentare hier Revue passieren lasse, wird Herr Putin und seine Ukraine-Aktion übermehrheitlich positiv befürwortet, die begleitenden EU-Aktivitäten, genauso wie die der USA (Obama = bad boy!!), als unzulässige Einmischungen in die "innerrussischen Angelegenheiten" angesehen!
    Nun gut oder auch nicht!

    Eines weiß ich jedoch inzwischen: Dr. Unterberger hat für mich den "Elchtest" als charaktervoller, seinen Meinungen und Vorstellungen treu bleibender Begleiter des Zeitgeschehens eindrucksvoll bestätigt!
    Wiederholt gegen die Meinung der Mehrheit seiner Abonnenten anzuschreiben,
    das ist - wie ich schon kürzlich hier formulierte:
    Männermut vor Bloggerthronen!

    Meine ganz spezielle Hochachtung, Herr Dr. Unterberger!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • terbuan
      21. März 2014 19:17

      Lieber Gerhard,
      mein Gleichnis mit Österreich, Istrien und Pula war offensichtlich nicht wirklich überzeugend für Dich. Wir machen dennoch eine Fahrt in diese schöne Stadt, versprochen!

      Jetzt einmal ein Spruch zur Wahrheit aus meinem Fundus:

      Ein Irrtum kann niemals zu Wahrheit werden, ganz egal, wie oft man ihn wiederholt.
      Eine Wahrheit hingegen kann niemals Irrtum sein, auch wenn niemals jemand von ihr erfährt.

      (Mahatma Gandhi)

      liebe Grüße
      terbuan

    • raeter
      21. März 2014 19:23

      Das ist nicht mutig, sondern Voraussetzung für einen blog wie diesen.

      Unterberger argumentiert, ohne zu belehren und lässt die Kontrareaktionen, von denen die meisten auch gut argumentiert sind zu. So stelle ich mir Diskurse vor.

      Und ja, es ist gut, dass wir nicht immer einer Meinung sind. Als prorussisch eingestellter "Leser" erhalte ich durch Unterbergers Ansichten, Argumente, die hilfreich sind und meine Einstellung "bereichern".

    • otti
      21. März 2014 19:28

      darf ich voll unterstützen !
      meinen tiefsten, ehrlichsten und aufrichtigsten Respekt an Sie, sehr geschätzter Herr Dr. Unterberger !!!
      Danke !!!!!!!!!!!!! für Ihre Analysen !

    • Undine
      21. März 2014 20:18

      @Wertkonservativer

      Muß man immer eins sein mit den Ansichten von Dr. Unterberger? Ist nicht gerade DAS das Positive an seinem wunderbaren und so erfolgreichen Tagebuch, daß es möglich ist, auch andere Meinungen von sich zugeben? Wir sind doch kein Unterberger-Huldigungsverein, keine Nachplapperer! Dr. Unterberger "verträgt" das schon. ;-)
      Und ich kann mir wirklich nicht Ihnen und Dr. Unterberger zuliebe eine andere Meinung zulegen, die nicht meinen Wahrnehmungen entspricht.

    • Peter R Dietl
      22. März 2014 03:57

      Ich möchte Undine beipflichten. Auch ich bin seit langem Tagebuch-Leser und schätze Mut und Wissen Herrn Dr. Unterbergers. Dieses schon seit den Zeiten seiner leitenden Tätigkeit in anderen Medien.

      Seit Monaten wird an Rußland - Thema egal - reichseinheitlich herumgenörgelt. Weil sich dieses Land gegen ständiges aggressives Heranrücken der US-Atomraketen zur Wehr setzt. Weil Schulkinder vor Schwulen-Exzessen geschützt werden. Weil NGO-finanzierte "F.t-Aufstand"-Schlampen Gottesdienste - auch christliche, in der EU dem Hohn preisgegeben - nicht ungestraft schmähen dürfen. Usw.

      Solchen Widerstand mag mancher brandmarken. Ich nicht.
      .

    • Herbert Richter (kein Partner)
      22. März 2014 10:08

      Der Geisterfahrer WK befindlich auf der falschen Autobahnrichtung, die korrekt Fahrenden kritisiert!
      Mir scheint`s bald so als ob WU unter Pseudonym als WK erscheint, so hündisch hingegeben kann doch nicht die Realität sein!?

    • Julia (kein Partner)
      22. März 2014 12:52

      „also sprach Zarathustras"

      Seht ihr doch diese Überflüssigen
      Krank sind sie immer
      Sie erbrechen ihre Galle und nennen es dann Zeitung.

      Niemand ist mehr manipulierbar, als der, der sich für aufgeklärt halt, ohne es zu sein.

    • Wertkonservativer
      22. März 2014 17:11

      Julia und Herbert Richter (beide keine Partner):

      Fühle mich irgendwie bestätigt, wenn ich von Ihnen Beiden kommentiert werde!
      Zwei Extremlinge, vereint im Wertkonservativen-Hass!
      Wünsche weiterhin viele Spaß!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Julia (kein Partner)
      22. März 2014 18:24

      WK
      Und wer hat's erfunden? hahahahahaha sie amüsieren mich - vielen Dank dafür!

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. März 2014 00:33

      @ WK

      Sehen wir uns Washingtons Argument an, dass, um Gültigkeit zu erreichen, jede Änderung des Status der Krim eine Abstimmung der Bevölkerung des Landes erfordert, von dem sie sich trennt. Wenn das zutrifft, dann war die Krim nie ein Teil der Ukraine.

      Nach Washingtons Interpretation des Internationalen Rechts ist die Ukraine noch immer ein Teil von Russland. Als Chrustschow die Krim (nicht aber Sevastopol, den Militärhafen am Schwarzen Meer) an die Ukraine angliederte, haben die Russen nicht darüber abgestimmt. Daher ist es gemäß der Logik Washingtons ungültig, die Krim als Teil der Ukraine zu betrachten. Das gilt auch für andere Teile Russlands, die Lenin an die Ukraine angliedert hat. Gemäß der Logik der UNO-Resolution Washingtons gehören große Teile der Ukraine nicht rechtmäßig zur Ukraine. Sie sind Teile Russlands geblieben, weil die Russen nicht über ihre Angliederung an die Ukraine abstimmen durften. Das Thema „Russland annektiert die Krim“ gibt es also gar nicht, da nach Washingtoner Logik die Krim noch immer ein Teil Russlands ist.

      Brauchen Sie noch mehr Beweise dafür, dass die ukrainische Krise aus dünner Luft von Intriganten in Washington zusammengebraut wurde, die die gesamte Krise für einen Zweck schufen – um Russland militärisch zu schwächen.

  30. Undine
    21. März 2014 18:14

    Je länger ich mich mit den jetzigen Zuständen im Konflikt Rußland-Ukraine beschäftige und die haarsträubenden Lügen, die uns aufgetischt werden, mit der Realität vergleiche, umso besser kann ich mir die Situation in Europa in den Jahren VOR dem WKI bis zu dessen Ausbruch vorstellen:

    Eine UNSUMME an LÜGEN war NOTWENDIG---dazu die paar Schüsse in Sarajewo, denen das Thronfolgerpaar rein theoretisch leicht entgehen hätte können (WAS hätte DANN als AUSLÖSER HERHALTEN müssen??)---um diesen WELTENBRAND zu entfachen, der mit all seinem unfaßbaren Leid kein Ende nehmen wollte---und dann noch zusätzlich DEUTSCHLAND die ALLEINIGE KRIEGSSCHULD ANZUDREHEN! Das ist CHUZPE!

    Die Amerikaner müssen wieder einmal---wie so oft!--- ihre Wirtschaft ankurbeln, IHRE Interessen rund um den Globus wahren; sie BRAUCHEN---entgegen aller Beteuerungen!---einen Krieg; IHR EIGENES Territorium hat KEINE KRIEGSHANDLUNGEN zu befürchten---DA IST ES LEICHT, KRIEGE anzuzetteln und ZU FÜHREN, nicht wahr!? Und dazu bedient man sich noch der hündisch ergebenen EU! Man REIZT PUTIN augenscheinlich ganz BEWUSST! Mir graut es.

    • machmuss verschiebnix
      21. März 2014 19:09

      Genau Undine, man reizt Putin und man unterschätzt ihn, während er auf Basis der
      hochkarätigen Informationen der (vermutlich einzigen) gut funktionierenden Einrichtung
      Rußlands (dem Geheindienst) die richtigen Entscheidungen FÜR Rußland trifft. Welcher
      EU-Politiker kann behaupten (und belegen), daß seine Entscheidungen der EU zugute
      kommen ! ! !

      Die ganze Welt ist übersät mit Regionen, die von den Briten oder von den USA
      überrollt, ausgeplündert und letztlich skeletiert zurückgelassen wurden.
      Und DAS sind die GUTEN, die uns erklären wollen, wie pöhse Putin ist ?@!

      Im Syrien-Konflikt hat sich bisher NUR Putin (+Stab) als klardenkender Pragmatiker
      erwiesen, alle anderen haben gedankenlos die Anti-Assad Hetz-Parolen nachgeplappert.
      Putin wird wohl verstanden haben, wer Ihn da auf's Glatt-Eis locken will ...

      .

    • Ambra
      21. März 2014 21:55

      undine und machmuss verschiebnix : ********!

  31. Jewgeni Gorowikow
    21. März 2014 16:48

    Die EU und die USA handeln genau richtig um ein Zeichen gegen die völkerrechtswidrige Gebietsannexion zu setzen:

    Maßvolle Aktionen und Sanktionen und gleichzeitig den Gesprächsfaden mit Moskau nicht zerstören.

    Handelsembargo gegen die Krim wird geprüft:

    http://www.orf.at/#/stories/2223052/

    Eine äußerst maßvolle Sache die aber doch zu spüren sein wird!

    Man kann ruhig auch Anleihen bei den Maßnahmen gegen Nordzypern nehmen: Dorthin dürfen keine Flugzeuge und Schiffe der EU. Kein EU-Flugzeug darf in Nordzypern landen.

    Nordzypern wird boykottiert, genau so wie Kuba von den USA.

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. März 2014 11:52

      @ Jewgeni Gorowikow

      "Nordzypern wird boykottiert, genau so wie Kuba von den USA."

      Seit die Türkei 1974 Nordzypern besetzte, wurden 200.000 Griechen aus ihrer Heimat vertrieben. Ankara siedelt seither Türken aus Anatolien an. Eine ethnische Säuberung im Stil der „Großen Katastrophe“, wie die Griechen ihre Vertreibung aus Kleinasien zwischen 1914 und 1923 durch die Türken nennen. Und alles geschieht mit stillschweigender Duldung des Westens. Geopolitische Interessen haben mit Blick auf die Türkei und den Nahen Osten Vorrang vor dem griechischen und christlichen Teil des europäischen und des westlichen Erbes.

      Der britische Historiker und Diplomat William Mallinson, ein ausgewiesener Kenner Zyperns, beklagte jüngst, daß die türkische Besetzung und Teilung der Insel mit stillschweigender Zustimmung der USA, konkret des damaligen US-Außenminister Henry Kissinger und der britischen Regierung erfolgte. Die angelsächsischen Mächte waren aus geopolitischen Gründen an einer prowestlichen Türkei interessiert. Zypern war der Preis dafür. Von politischem „Zynismus“ spricht Mallinson. Der Satz Kissingers dafür sei bezeichnet, wonach mit der türkischen Invasion und der Teilung “die Zypern-Frage gelöst” sei.

      Unterdessen treibt die neo-osmanische Politik der türkischen Regierung unter Ministerpräsident Recep Erdogan mit Hilfe von saudischem Kapital die systematische Islamisierung Nordzyperns voran.

      Auf das christliche und griechische Erbe Europas berufen sich die Mächtigen des Westens zwar, doch in Wirklichkeit zählen vor allem geopolitische Erwägungen, und denen wird dieses Erbe skrupellos geopfert. Zypern liegt zu nahe am Nahen Osten und dort zählen andere Interessen mehr. Zumindest in mancher Staatskanzlei.

  32. Undine
    21. März 2014 16:45

    A.U. fragt:

    "(Oder verletzt Österreich in Moskauer Sicht auch die Menschenrechte, weil türkisch keine Amtssprache ist?).

    So abwegig es im Moment erscheint, aber DAS wird schon noch kommen, daß man vonseiten der Türkei aus eines schönen Tages verlangen wird, TÜRKISCH in D und in Ö zur AMTSSPRACHE zu machen. Und mit der Rückgratlosigkeit, der sträflichen Wurstigkeit und grenzenlosen FEIGHEIT "in solchen Dingen", die sowohl den deutschen als auch unseren Politikern anhaftet (nur ja kein böses Blut machen, nur ja die Türken/Moslems nicht reizen, die werden nämlich gleich rabiat, wenn ihnen etwas nicht konveniert!) können wir fix damit rechnen; Wetten sind unnötig.

    Als VORWAND wird es heißen, es leben so und so viele Türken in Ö; von denen kann man nicht verlangen, daß sie die schwierige deutsche Sprache erlernen.

    Daß "man", d.h. unsere KURZSICHTIGEN Politiker, die verdammte Schuld daran trägt, DASS so viele Türken/Moslems sich's in unserem Land bequem machen, va, weil man die Kassandrarufe Jörg Haiders und der FPÖ einfach nicht hören wollte, bzw. vehement dagegen angekämpft hat, RÄCHT sich an uns, der autochthonen Bevölkerung.

    Wir mußten uns schon mit genug VERÄNDERUNGEN zum Schlechten ABFINDEN, die wir NIE für MÖGLICH GEHALTEN hätten---sehr zu unserem Nachteil!---da werden wir uns garantiert auch bald einmal mit der AMTSSPRACHE Türkisch abfinden müssen.

    • Siri
      21. März 2014 21:36

      apropos, bei dem neuen Islamgesetz, welches gerade vorbereitet wird befindet sich unter den nun bekannt gewordenen Eckpunkten etwa ein "Anwendungsvorrang des staatlichen Rechts". Niemand könne sich unter Berufung auf den Islam außerhalb der staatlichen Gesetze stellen. Das kann aber nicht der Ernst der Beteiligten sein. Das muss man extra festhalten? In 10, 20 Jahren wird es rund gehen in den Ballungszentren von Österreich.

    • Freidenker (kein Partner)
      22. März 2014 08:09

      Undine: Super!! Zu 100 % richtig***************************************

    • Herbert Richter (kein Partner)
      22. März 2014 16:11

      In 10, 20 Jahren??? Schauen sie mal nach Innsbruck mit seinen Marokkanerhorden!!!

    • Aurora (kein Partner)
      22. März 2014 18:28

      Liebe Udine,

      wie recht sie doch (leider !) haben.

  33. mischu
    21. März 2014 15:43

    Das wird TEUER für uns alle:

    *Politischer Teil des EU-Assoziierungsabkommens mit Ukraine unterschrieben!

    *Van Rompuy: "EU an der Seite der neuen Ukraine"!

    *Fico: "Nun wollen sie der EU auf der Tasche liegen"!

    http://orf.at/stories/2223019/2223018/

    Und Putin zeigt dem Rest der Welt, wo es langgeht!

    • Undine
      21. März 2014 19:04

      @mischu

      Na bravo, Van Rompuy wird keinen Cent weniger Einkommen haben, wenn jedem Normal-EU-Bürger die ERHALTUNG der UKRAINE AUFGEHALST wird! Der hat leicht reden.....

    • mischu
      21. März 2014 19:09

      @Undine

      Jedenfalls werden wir alle die Suppe bezahlen müssen, die uns die EU mit der Ukraine einbrockt.
      Daran müssen wir unbedingt bei den kommenden Wahlen denken!

  34. Collector
    21. März 2014 14:14

    Immer das gleiche Schema:

    1. Amerika (Brzezinski-Doktrin) will den eurasischen Raum kontrollieren, Ukraine aus dem Einflussbereich Russlands herausreißen, Russland als eurasische Macht demontieren und für das „looting“ durch Heuschrecken und Oligarchen mit zwei Pässen „öffnen“.
    2. Die Bevölkerung ist mit ihren korrupten Regierungen unzufrieden.
    3. Die Unzufriedenheit wird durch CIA-NGO´s (Soros-, Hayek- Carnegie-, Adenauer-Stiftungen) geschürt, Proteste werden unter CIA-Anleitung organisiert.
    4. Die Regierung versucht vergeblich die Proteste zu kalmieren, es kommt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.
    5. In verdeckten Operationen schleust CIA Scharfschützen ein, es wird gemordet, öffentliche Gebäude werden besetzt, Polizeistationen gestürmt.
    6. Es wird geputscht, die gewählte Regierung abgesetzt, die Verfassung gebrochen, eine Regierung der Putschisten eingesetzt, die Oligarchen wechseln die Seiten.
    7. Es erfolgt Assoziierungsabkommen mit EU, USA verspricht Waffenlieferungen, Aufnahme in die NATO wird vorbereitet, auf Russland ausgerichtete Raketen werden installiert.
    8. Am Ende wird Putin vor ein Internationales Gericht gestellt oder ermordet (wie Osama bin Laden, Saddam Husssein, Gadaffi Milosovic u.v.a).
    9. Mission accomplished!

    • Pumuckl
      21. März 2014 14:29

      Leider nicht alles beweisbar, aber vorstellbar und schauderhaft.

    • Jewgeni Gorowikow
      21. März 2014 14:41

      Also das übliche Welteroberungsschema, dass sich die Finanzeliten der US-Ostküste ausgedacht haben: Sie benutzen die USA als Vehikel um ihre finsteren Pläne zu verwirklichen:

      Eine von Washington unterdrückte und ferngesteuerte Welt.

      All die finsteren Gestalten: Brzezinski, George Soros, Obama, Kerry, Hillary Clinton, die jüdische Finanzelite rund um die FED und die Wall-Street.

      Und die steuern dann die Merkel (Handpuppe), Barroso, Juncker, den Herrn Rasmussen von der NATO usw.

      Ach du Schreck wir Österreicher sitzen ja da mittendrin. Rings um uns lauter NATO-Staaten!

      Und überall die amerikanischen Konzerne: Coca-Cola, Hollywood, Starbucks, General-Motors usw. Amerika überall wo man hinschaut, ach wie furchtbar.

      Wer kann uns Österreicher noch retten, vielleicht hilft uns Putin?

      ;-)

    • Wertkonservativer
      21. März 2014 18:41

      @ Collector:

      wugigwugi im Kopf?

      @ Jewgeni Gorowikow:

      herrliche Satire,
      entlarvend für die neue Koalition der Anti-Westler und Pro-Putinler!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Collector
      21. März 2014 19:16

      @Jewgeni Gorowikow

      Nix hören, nix sehen, nix schmecken. Einfach mal lesen Z. Brzezinski: Die Einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft (The Grand Chessbord, 1997):

      „Die Ukraine, ein neuer und wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt,weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur Umwandlung Russlands beiträgt. Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr. Wenn Moskau allerdings die Herrschaft über die Ukraine mit ihren 52 Millionen Menschen, bedeutenden Bodenschätzen und dem Zugang zum Schwarzen Meer wiedergewinnen sollte, erlangte Russland automatisch die Mittel, ein mächtiges Europa und Asien umspannendes Reich zu werden.“ ( S. 74f).

      Wer die Außenpolitik Amerikas bestimmt, geht aus dem in 25 Sprachen übersetzten Buch Buch von John Mearsheimer & Stephen Walt: The Israel Lobby and US Foreign Policy" hervor:

      "U.S. foreign policy shapes events in every corner of the globe."  Und die US-Foreign Policy wird geformt von der Israel Lobby.

      Zu Coca-Cola etc. sollten sie sich die Rede vo Vizeprösident Joe Biden zum "American Jewish Heritage Month" geben: "We (US) are a great country because of the contributions and most importantly because of the Jewish heritage and values you brought". (Washington Post, 22 Mai 2013: "Biden: Jewish Leaders helped gay marriage succeed"). Putin dagegen nennt die Gleichstellung von Familie und Ehe mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften "satanisch" (Waldai-Forum, Sept. 2013).

      @Pumukl

      Es ist jedes Wort vielfach beweisbar, sogar durch Videos aus schweizerischen, also neutralen Quellen.

    • Pumuckl
      21. März 2014 19:18

      @ Jewgeni Gorowikow 14:41

      Zugegeben, manche machen sichs leicht und plappern am Stammtisch oder in der Sauna manches daher was nicht fundiert ist, aber was sagen Sie etwa zu:

      Den New York Times Bestsellern von US-PROFESSOR THOMAS P. M. BARNET

      ° THE PENTAGON'S NEW MAP 2004
      Darin maßt sich der angesehene Herr Professor an, für die USA das Recht einzufordern, die Staaten der Welt in einen (guten) CORE welcher sich bedingungslos US-Vorstellungen zu unterordnen hat und in einen (bösen) GAP außerhalb dieser Ordnung einzuteilen. Gewaltige Wanderbewegungen von Menschen und Machtverschiebungen sind vorgesehen.

      ° Der Durchführungsanweisung zu obigem Buch folgt 2005 mit BLUEPRINT FOR ACTION

      Auf Seite 282 fordert Professor Barnet für alle welche sich den mannigfachen Eingriffe in ethnische und kulturelle Traditionen widersetzen: TÖTET SIE !
      ( wörtlich : So yes, I doaccount for nonrational actors in my worldview. AND WEHN THEY THREATEN VIOLENCE AGAINST GLOBAL ORDER, I SAY: KILL THEM.

      Es ist anzumerken, daß beide Bestseller nicht aus der englischen Originalsprache übersetzt wurden !

      Das nachweisbar faschistische, teilweise auf innere Gewalt gestützte, ukrainische Regime ist derzeit nur Instrument westlicher Geopolitik und hat in der Perspektive von Prof. Barnet keinerlei Platz !

    • Jewgeni Gorowikow
      21. März 2014 19:54

      Schauen Sie Pumukl:

      Ich kenne auch so manche Bücher wo es um die Errichtung der "New World Order, NWO" geht, also die böse dollargestützte Weltherrschaft die mit den USA und Israel im Mittelpunkt aufgebaut werden soll. Ich habe aber nicht alle diese Bücher gelesen und will dies auch nicht.

      Jeder Internetuser der mit einer beliebigen Suchmaschine nach der New World Order-Verschwörung (conspiracy) sucht erhält in wenigen Sekunden hunderte Artikel und auch Videos zum Thema. Also schon allein dadurch ergibt sich sehr viel Lesestoff zur Welteroberungs-Theorie.

      Da ich von Natur aus ein sehr optimistischer Mensch bin, der an Gott glaubt, verschwende ich keine Sekunde um an so etwas (den Sieg bei der Welteroberung durch korrupte Finanzeliten) zu glauben.

      Es genügt schon den gesunden Hausverstand, die Verhältnismäßigkeit sowie ein bißchen Geschichtswissen einzusetzen um sich einen Meinung über das was auf der Krim vorgeht zu bilden. Und ich habe mir eine Meinung gebildet.

      Ich denke selber, ich lasse nicht Herrn Scholl-Latour für mich denken.

    • Pumuckl
      21. März 2014 23:20

      @ Jewgeni Gorowikow 19:54

      Danke, für das kurze, von mir unerwartete Signal, an welchem ich erkenne, daß Sie mein Bemühen, manchmal meine Sicht der Vorgänge einzubringen, immerhin wahrnehmen.

      Sie schreiben: " Ich denke selbst, ich lasse nicht Scholl Latour für mich denken. "

      Wollen Sie unterstellen, daß alle Poster welche zu diesem Thema Sichtweisen äußern, welche nicht mit der Ihren, oder jener von A.U. oder Herrn Michler übereinstimmen NICHT SELBST DENKEN ?

      Sie schreiben, Hausverstand und ein bißchen Geschichtswissen bräuchte man nur einsetzen, um zur richtigen Meinung zu kommen.

      Ja, da ist wäre etwas Wahrheit dran. Aber woher die unverfälschte Wahrheit nehmen?

      Nehmen wir nur den Thronfolgermord am 28. Juni 1914 und die genau ein Monat später erfolgte Kiegserklärung.

      Nur ein Monat ! ABER GLAUBEN SIE WIRKLICH, DASS MAN HEUTE NACH FAST HUNDERT JAHREN ÜBER DIESEN MONAT MIT EIN BISSCHEN GESCHICHTSWISSEN
      UND HAUSVERSTAND ZU EINER ALLGEMEIN GÜLTIGEN BEURTEILUNG FINDEN
      KANN?


      Geschichtswissen ist immer mannipuliert! Die Serben etwa wollen ihrem Helden, dem Doppelmörder Gavrilo Princip heuer Denkmäler errichten un nach ihm sind Straßen benannt. Es gibt sicher auch andere Beurteilungen. Jedenfalls war der TBC-Kranke mit minimaler Lebenserwartung nur ein Werkzeug. Wessen Werkzeug?

    • Undine
      22. März 2014 08:40

      @Pumuckl 23:20

      ****************************************!

  35. Erich Bauer
    21. März 2014 14:03

    Ich weiß nicht ob das schon jemand reingestellt hat. Hab keine Zeit zum Scrollen.

    EU-Abgeordneter Stadler: "Westliche Medien zeigen uns pures Hollywood"

    https://www.youtube.com/watch?v=ft5fYfuWgAk

  36. Wertkonservativer
    21. März 2014 12:52

    Also wisst Ihr, liebe Leute,

    diese ellenlangen und dauernd wiederholten Diskussionen um die Ukraine, den bösen Putin und den ebenso bösen Westen, machen mich langsam gemütskrank!
    Dies auch deswegen, weil 95% der Blogger sich seit kurzem an den Ausführungen unseres Blogmasters reiben, und sich da übermehrheitlich zu differierenden
    Meinungen aufschwingen!

    Wir stehen am Wochenende; zumindest heute ist es noch richtig frühlingshaft.

    Darf ich daher ein Gedichtl meines Lieblinsdichters Josef Weinheber vorlegen, das ja auch insofern gut passt, weil die Mehrheit der hier postenden Kollegenschaft sich ja sicher bereits im Pensionistenalter befindet:
    "
    "Die Pensionisten: aus Weinhebers "Wien wörtlich"

    Die Pensionisten, wie eh und je,
    in Schönbrunn, auf dem Ring, in der Hauptallee
    mit dem weißen Bart und dem weißen Haar,
    die leben ein Leben, das gestern war.
    Die Zeit ist fort, und das Blut geht leis
    und rauscht eine lang verklungene Weis.

    Sie gehen gemessenen Schritts, zwei, drei
    in einer Reih und plaudern dabei.
    Der Rang, der Dienst, der Ruhegenuß,
    das schwache Auge, der steife Fuß ---
    und sie machen exakt am gleichen Ort kehrt
    und grüßen einander hochgeehrt.

    Sie sitzen im prachtvollen Sonnenschein
    und schauen mitunter ganz kaiserlich drein.
    Und auf einmal zeigt so ein alter Rat
    einen Ring, eine Nadel, die er noch hat
    von Seiner Majestät. Und ein Flüstern geht
    herum wie ein Gebet.

    Sie stehen oft Stunden an einem Platz
    und locken die Vögel zu zärtlicher Atz,
    und schwuppt ein Fink nach dem Bröserl und holts,
    dann dreht sich der Alte in richtigem Stolz,
    als wollt er sagen: "Nun, bitte sehr,
    was tät das Viecherl, wenn ich nicht wär."

    Die Zeit ist fort, und das Blut geht leis
    und rauscht eine lang verklungene Weis.
    Die Pensionisten wie eh und je
    in Schönbrunn, auf dem Ring, in der Hauptallee,
    mit dem weißen Bart und dem weißen Haar,
    die leben ein Leben, das schöner war ...
    "
    Ich wünsche Ihnen ein schönes, sonniges und von den Querelen der Welt unbeschwertes Wochenende!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Lieber Augustin
      21. März 2014 13:34

      Völlig richtig!
      Wenn sich der Urli-Opa im Forum aufhält, sollte man über solcherne Sachen nicht reden, denn das verwirrt und verstört ihn sehr. Wir wollen doch seine Gemütskrankheit nicht noch schlimmer machen!

    • Wertkonservativer
      21. März 2014 16:41

      Völlig richtig, @ Lieber Augustin,

      der Urli-Opa (ist er ja wirklich!) möchte eigentlich nichts anderes, als hin und wieder ein wenig Schmunzeln in die Runde zu bringen; auch ein bescheidene Hinweisungen zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu geben, abseits von den, von uns nicht beeinflussbaren, weltpolitischen und nur marginal beeinflussbaren Inlandsproblemen!

      Ich weiß schon, dass derlei Ambitionen in einem "Politischen Tagebuch" nicht unbedingt am Platz sind, glaube aber doch, dass diese manche Leute hier ansprechen!

      Meine Meinung:
      Die Welt und die Weltumstände werden wir nicht ändern können!

      Versuchen wir doch lieber im Kleinen, in der Familie, im Land ein wenig Ordnung zu halten, Mitmenschlichkeit zu üben: das ist mit Sicherheit wichtiger als noch so kluge Diskussions-Traktate über Obama, Putin, Gott und die Welt!

      Ich weiß, dass ich mit meinen Meinungen hier ein "Minderheiten-Programm" bin!
      Darf ich vielleicht doch noch ein Alzerl weitermachen??
      Danke!!!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Erich Bauer
      21. März 2014 18:26

      Das Wichtigste im Leben ist KRIEG und FRIEDEN... Und diese Entscheidung wollen DIE für uns "treffen"...

    • Waldkauz (kein Partner)
      23. März 2014 14:28

      @ WK

      Dieses mag ich:

      „Dieweil Dir Mond um Mond entglitt, ging einer wie ein Schatten mit – jahraus, jahrein und immerzu, durch Morgentau und Abendruh.

      Vom Kind zum Greis, wie ist so bald die Zeit dahin, das Wort verhallt, und alles fließt, und gar nichts bleibt.

      „Die Frucht, die fällt, der Baum, der treibt, das Haus, der Turm, der Schmerz, das Glück, das geht hinab und sinkt zurück. Und endlich ist’s mit Dir soweit, da war es nur ein Stäubchen Zeit. Und eh Du es noch recht bedacht, so ist es schon für immer Nacht. Für immer Nacht ?“

      „Da stockst Du schon! Du kommst zurück in Deinem Sohn, der geht den Weg von Anfang an und tut die Werk, die Du getan und freut und fürchtet, hofft und sinnt und gibt es weiter an sein Kind und hinter ihn mit leisem Schuh, jahraus, jahrein und immerzu, die Uhr zur Hand, bereit zum Schnitt – geht einer wie ein Schatten mit.“

      Weinheber

  37. terbuan
    21. März 2014 12:29

    Über Obama und seine Handpuppe aus Washington:

    "Zwei Schritte vorwärts, einer zurück"

    "Washington steht hinsichtlich seiner Pläne, die Ukraine zu übernehmen und Russland aus seinem Schwarzmeer-Marinestützpunkt zu vertreiben, vor einem Scherbenhaufen. Aber wie schon Lenin sagte: »Zwei Schritte vorwärts, einer zurück.

    Erinnern Sie sich an die vielen starken Worte und Gesten seitens des amerikanischen Außenministers John Kerry, des Dummkopfes vom Weißen Haus, Hillary Clintons und der Speichelleckerin Merkel zu harten Sanktionen, die der russischen Wirtschaft schweren Schaden zufügen würden, wenn Russland das Referendum auf der Krim nicht unterbinde? Das war natürlich alles Unsinn und viel heiße Luft von der Handpuppe aus dem Weißen Haus und der speichelleckerischen deutschen Kanzlerin, die eine Schande für die deutsche Nation ist. Und die Russen halten an ihrer Auffassung auch gegenüber John Kerry fest, Sanktionen gegen Russland würden Europa erheblich mehr schaden als Russland....".

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/dr-paul-craig-roberts/zwei-schritte-vorwaerts-einer-zurueck.html;jsessionid=7943A4EA1A97692DAD6DD44DD3803A03

  38. Jewgeni Gorowikow
    21. März 2014 11:59

    Es gibt noch einen wichtigen Grund - auf den Dr. Unterberger nicht einging - warum diese sogenannte "Abstimmung" am letzten Sonntag auf der Krim rechtswidrig, überflüssing und somit irrelevant war:

    Es gab am 1. Dez. 1991 in der gesamten Ukraine ein Referendum, das fair und gerecht abgehalten wurde und in der ganzen zivilisierten Welt Anerkennung fand eine Volksabstimmung (= Referendum) um die Frage ob die Ukraine ein unabhängiger Staat sein soll.

    Eine solche Fragestellung ist als identisch zu sehen zur Frage: Soll die Ukraine ein Teil Russlands sein, ja oder nein?

    Da alle anderen Sowjetrepubliken sich samt und sonders für unabhängig erklärten: Zuerst die 3 baltischen Republiken, Weißrussland, Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Kasachstan usw. usf.

    Die weltweit anerkannte Volksabstimmung über die Unabhängigkeit der Ukraine bekam von den Wahlbürgern die überwältigende Mehrheit von 92.3% !!

    Auf der Halbinsel Krim stimmten 1991 54,19% und
    in Sewastopol stimmten 57,07% für die Unabhängigkeit der Ukraine!

    Ich darf darauf hinweisen, dass in Ödenburg/Sopron und in Südkärnten einmal abgestimmt wurde, wohin das Gebiet gehören soll und nicht zweimal!

    Warum auf der Krim zweimal abgestimmt (1991 und noch mal 2014) werden soll ist durch nichts zu begründen (allenfalls nur nach der Putin'schen Logik).

    http://en.wikipedia.org/wiki/Ukrainian_independence_referendum,_1991

    • schreyvogel
      21. März 2014 13:09

      Vielleicht wollte man ja wissen, ob das Volk seine Meinung geändert hat? Das Ergebnis lässt eindeutig auf eine Meinungsänderung schließen.

    • Jewgeni Gorowikow
      21. März 2014 13:34

      Volksabstimmungen wohin ein Gebiet gehören soll:

      - müssen rechtskonform abgehalten werden, es müssen die Regeln der Demokratie eingehalten werden.

      - müssen daher international beobachtet, am Besten von der EU, dem Europarat, der OSZE bzw. der UNO werden.

      - daher ergibt sich die Grundlage dass das Ergebnis international anerkannt wird, was im Falle der Ukraine-Volksabstimmung 1991 eindrucksvoll geschehen ist.

      - Volksabstimmungen wo es darum geht "zu welchem Staat soll ein Gebiet dazugehören bzw. unabhängig sein?" werden einmal gemacht! Und sie werden nicht beliebig alle paar Jahre wiederholt je nachdem ob die Stimmung umgeschlagen ist.

      Es wird im September 2014 eine einmalige Abstimmung in Schottland über die Frage der Unabhängigkeit geben.

      Wenn sie mit 'Nein' ausgeht, wird sie nicht wiederholt werden.

      Auch die Volksabstimmungen die jedes Land vor einem Beitritt zur E.U. macht sind einmalig: In Österreich, Finnland und Schweden gab es 1994 Mehrheiten für den EU-Beitritt, während es in Norwegen 1994 keine Mehrheit gab.

      Wiederholt wurde von diesen Volksabstimmungen keine einzige.

    • terbuan
      21. März 2014 13:52

      Die Voraussetzungen haben sich grundsätzlich geändert.
      1991 ging es lediglich um die Unabhängigkeit der Ukraine, dass dieses Land jetzt zu einem neuen Vasallen der NATO auserkoren wurde, davon war damals überhaupt keine Rede!

    • Jewgeni Gorowikow
      21. März 2014 14:19

      terbuan: Ukraine ist kein NATO-Vasall!

      Erstens ist der Punkt den Sie schrieben egal: Wie ich oben schon ausführte.

      Man erklärt sich einmal für unabhängig bzw. tritt einmal einem Staat bei.

      Und nicht zweimal.

      Oder so oft man will hin und her.

      Man heiratet auch einmal und entscheidet sich einmal für einen Partner.

      Und nicht beliebig hin und her.

      Man kann die Ukraine in vielerlei Hinsicht mit Polen gut vergleichen. Zwei überdurchschnittlich große Nationen im Osten Europas mit eigener Geschichte und Kultur. Beide sehr spät zu eigenständigen Staaten geworden.

      Beide historisch mit Russland ständig in Schwierigkeiten gewesen und von Russland oftmals dominiert worden.

      Polen ist heute in der EU und in der NATO.

      Ukraine weder noch.

      Apropos "NATO-Vasall" wie Sie es so abschätzig nennen:

      Erstens stimmt es nicht, denn die Ukraine war weder ein noch ist es ein NATO-Vasall.

      Polen aber ist Vollmitglied bei der NATO.

      Ja fragen Sie doch direkt in Polen die Leute dort: Sind die Polen unglücklich über die NATO-Mitgliedschaft? Fühlen sie sich als unterdrückte Vasallen in der NATO?

      Oder sind sie nicht froh über den militärischen Schutzschirm der NATO der jede Besetzung seitens Russlands unmöglich macht. Bitte unbedingt diese Fragen den Polen stellen.

      Und als nächstens gehen Sie bitte gleich zu den baltischen Staaten und fragen dort die gleichen Fragen, dann nach Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien usw.

      Fühlen sich diese Länder als arme NATO-Vasallen oder was?

    • Pumuckl
      21. März 2014 15:04

      @ Jewgeni Gorowikow

      " Fühlen sich diese Länder als arme NATO-Vasallen? "

      Nach Jahrzehnten als STAATEN MIT EINGESCHRÄNKTER SOUVERÄNITÄT im Paradis des realen Sozialismus, erleben es diese vorläufig noch relativ komfortabel, NATO-Mitglied zu sein.

      ABER WOZU BETREIBEN DIE USA EINE SCHON 2006 VON PERTER SCHOLL-LATOUR
      IN SEINEM BUCH " RUSSLAND IM ZANGENGRIFF " BESCHRIEBENE MILITÄRISCHE EINGREISUNG RUSSLANDS ?
      EINE NATO-ISIERUNG DER UKRAINE WÄRE DEREN VOLLENDUNG.


      Eine Sowietunion welche all diesen gigantischen Aufwand legitimieren würde
      gibt es nicht mehr!

      Können Sie uns Gründe nennen über welche man sich keine Sorgen machen muß?

    • Pumuckl
      21. März 2014 18:03

      Militärische Einkreisung und Sowjetunion schreibt man natürlich richtigerweise!

    • Herbert Richter (kein Partner)
      22. März 2014 16:48

      Wer, außer dem Wertkonservativen, würde heute noch einem Beitritt zur EU zustimmen???
      Und diejenigen, die anno diesem verhängnisvollem Beitritt zugestimmt haben, wissen, daß sie einer riesigen Lügen- und Meinungspropanda aufgesessen sind - natürlich außer dem WK.

  39. brechstange
    21. März 2014 11:55

    OT Großes Lob für eine Bankenunion schwirrt durch die Medien und große Falschinformation und Verwirrung. Man propagiert: "Endlich zahlt nicht mehr der Steuerzahler." Das ist üble Propaganda.

    Bankenunion - NEIN, danke.

    Wer zahlt in den ESM ein, wer haftet für den ESM? Der Steuerzahler.
    Über den ESM sollen nicht nur Staaten, sondern auch Banken gerettet werden, dh. Banken bekommen soweit sie "systemrelefant" sind, weiterhin Steuerzahlers Geld, dh der Wettbewerb wird ausgeschlossen.
    Wer entscheidet darüber, das ist die Europäische Bankenaufsicht und diese untersteht der EZB. Die EZB finanziert Banken, für die EZB haftet der Steuerzahler, der Sparer, der Bürger. Dh die Banken, die bei der EZB in der Kreide stehen, werden weiterhin systemrelefant sein. Damit ist der ESM in der Pflicht. Wer steht hinter dem ESM? Der Steuerzahler.
    Bis 2022 sollen 50 Mrd. Euro von den Banken in einen Abwicklungsfonds eingezahlt werden. Wer wird das bezahlen? Die Bankkunden. Diese Summe ist bei weitem zu niedrig, dh wer wird über die Klinge springen. Der Steuerzahler, Sparer und Bürger.
    Merken Sie wie sich, hier die Katze in den Schwanz beißt?

    Wir brauchen Eigenverantwortung, Subsidiarität und Marktwirtschaft. In einer fairen Marktwirtschaft gibt es kein zu Groß um insolvent zu werden. Groß wird im Wettbewerb begrenzt.

    Wir brauchen KEINE Bankenunion.

    • panzerechse (kein Partner)
      22. März 2014 11:21

      Keine Sorge, der Transferrubel kommt. Ganz sicher. Und dann ist's wurscht.

  40. socrates
    21. März 2014 11:15

    Alles, was A.U. fordert, haben die Palestinenser schon hinter sich. Hat es ihnen etwas genutzt?

  41. socrates
    21. März 2014 11:12

    Was ist Recht? Die Beneschdekretler üben sich in Rechtsprechung!
    Als Richter genügen nicht Völkerbund, UNO, internationale Wertegemeinschaft, internationaler Gerichtshof, Menschenrechte, P.C., usw, sondern es wird ein neues Wort erfunden, die"internationalen Staatenwelt",wie es die internationale Medienwelt bei der Umerziehung liebt. Menschen, Indianer, Neger, Palestinänser, Araber, Kurden, Iraquer, Südamerikaner, Sudentendeutsche, indigene Völker werden nicht gefragt, eine Handvoll mächtige bestimmen was Wahrheit ist.
    Chruschtow hat die Krim ohne Abstimmung der Ukraine geschenkt, Putin übt Wiedergutmachung, wie es zur Zeit beliebt ist. Gurlitt weiß davon.
    Die FPÖ hat damit nix zu tun, ebenso wenig wie mit der Caritas, sie profitiert von allen durch Umerziehung aufgezwungenen Entscheidungen. Die versteckte Nazikeule hätte man sich besser erspart.

  42. Pumuckl
    21. März 2014 10:52

    A.U. : " Konkretes Recht gebrochen hat nur Russland "

    Da verweise ich auf Kommentar und Video von @ Julia (k.P.) 19. 3. 2014 13:24 in Tagebuch: " Widersetzt sich das Normungsinsitut dem linken Terror? "

    Gewalttätige FASCHISTEN DER PARTEI SWOBODA ( = FREIHEIT ) wollen den Direktor eines staatlichen Senders zwingen " auf eigenen Wunsch seine Kündigung zu schreiben.

    ° Von George Soros % Co finanzierte NGO's und der vom " Westen " zum
    Politiker aufgebaute Peisboxer * Klitschko brechen in einer Ukraine, welche
    sich niemals, aus der vom " REALEN SOZIALISMUS " VERSCHULDETEN, ARMUT erheben konnte, einen gewalttätigen Aufstand vom Zaun.

    Sie treiben, eine immerhin demokratisch legitime Regierung, keineswegs gewaltlos aus dem Amt.

    ° Eine somit keineswegs demokratisch legitime Regierung DRÄNGT SEHR UNGSTÜM IN DIE EU. ANDERE NEUE OST-EU-MITGLIEDER HABEN GEZEIGT,
    DASS DEM EU-BEITRITT DER BEITRITT ZUR NATO FOLGT.
    IN RUMÄNIEN UND BULGARIEN ERRICHTETEN DIE USA ZUSÄTZLICH QUASI EXTERRITORIALE MILITÄR UND MARINESTÜTZPUNKTE, IN DENEN US-BÜRGER IMUNITÄT GENISSEN.

    Ist Putin zumutbar, daß er tatenlos zusieht, wie sich der Würgegriff militärischer Einkreisung um Rußland schließt?
    Peter Scholl Latours Buch " RUSSLAND IM ZANGENGRIFF " beschrieb diese Bedrohung Rußlands schon 2006.

    ABER KANN UNS JEMAND SAGEN, WER DURCH RUSSLAND WIRKLICH OFFENSIV BEDROHT WIRD?

    Soll Putin tatenlos zusehen, wie die vorgeblich zur Abwehr von Bedrohung der USA durch iranische Atomraketen** in Polen installierten US-Waffensysteme nun auch an Rußlands Grenze, in der Ukraine errichtet werden?

    DIE USA SOLLEN DOCH LIEBER JENER VERANTWORTUNG GERECHT WERDEN, WELCH SIE MIT DER BEFREIUNG DES IRAK VON SADAM AUF SICH GELADEN HABEN!
    Wöchentlich dutzende Terrortote im Irak finden in den Medien doch nur mehr in Randnotizen Erwähnung.

    * Dieser abwertende Begriff versagt nicht dem Boxweltmeister Klitschko den Respekt. Aber politisch instrumentalisierte Spitzensportler, wie Herman Meier, der nicht nach Sotschi fuhr, weil Putin den Schwulenkult des " Westens " verabscheut, entwerten sich selbst!

    ** Diese umstrittenen US-Waffensysteme als Abwehr einer Bedrohung der USA
    durch den Iran zu erklären, wäre ja nur dreist und lächerlich, würde nicht so bedrohliche böse Absicht dahinterstecken.

  43. terbuan
    21. März 2014 10:43

    Das ist heute der 4. Beitrag zum Thema Krim-Krise.

    Bei den vorangegangenen am 7., 13., und 17.3. gab es insgesamt 450 Kommentare,
    "Beklemmender Weise" hat die überwiegende Mehrheit der Poster gegenüber Putin und Russland eine positive und verständnisvolle Haltung eingenommen.
    Ich selbst zähle mich auch dazu, finde das aber überhaupt nicht beklemmend, auch nicht das Verhalten der FPÖ.

    Beklemmend finde ich eher das Verhalten der EU, die sich über alle Bürger hinweg die Ukraine mit einer "Notaufnahme" einverleiben möchte.

    • Cotopaxi
      21. März 2014 10:51

      Dank dem mutigen Agieren der FPÖ, aber auch des BZÖ, des Team Stronach und Ewald Stadlers, ist das beklemmende Gefühl, dass wir in einem SED-Staat mit gleichgeschalteten Parteien, Medien und KünstlerInnen leben, zu ertragen. ;-)

    • Xymmachos
      21. März 2014 12:25

      Das Verhalten der EU überrascht mich nicht. Von diesem Verein in seiner derzeitigen Verfassung ist nichts anderes zu erwarten. Beklemmend finde ich eher, daß sich Herr Unterberger zum Thema Ukraine permanent äußert, als ob er im Solde der CIA stünde. Aber auch diesbezüglich gilt natürlich (bis zum rechtskräftigen Beweis des Gegenteils) die Unschuldsvermutung.

    • terbuan
      21. März 2014 12:49

      Genau dies meinte ich unter "beklemmend":

      EU und Ukraine unterzeichnen Abkommen als Vorstufe für eine Mitgliedschaft:

      Der politische Teil des Assoziierungs-Abkommens zwischen EU und ukrainischer Führung ist unterschreiben. „Es ist ein Zeichen unserer Solidarität“, sagte EU-Ratspräsident Van Rompuy. Dies sei der Grundstein für eine spätere EU-Mitgliedschaft der Ukraine, so Premier Jazenjuk.

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/21/eu-und-ukraine-unterzeichnen-abkommen/

    • fenstergucker
      21. März 2014 13:16

      Die "Notaufnahme" kommt so sicher wie das Amen im Gebet, sind doch viel zu viele Großbanken mit Milliardenfinanzierungen in der Ukraine engagiert, daher wie immer: alternativlos.

  44. Helmut Oswald
    21. März 2014 08:58

    Das Selbstbestimmungsrecht ist - im buchstäblichstem Sinn des Wortes - die Botschaft der Freiheit schlechthin. Es ist eine zentrale Errungenschaft der Rechtsentwicklung, die für das Leben aller Menschen eine - wiederum buchstäblich genommen - enorme Bedeutung besitzt. Eben deshalb fällt es den (manchmal zwanghaft) Ordnungsliebenden unter uns so schwer, es richtig einzuordnen. Es scheint sich seiner Natur nach, der Norm zu entziehen.

    Vorweg: Das sogenannte Völkerrecht ist im Wesentlichen ein 'Staaten'recht. Insoferne ist der Begriff 'Völker' irreführend. Die Capotorti Unterkomission der VN hat sich lange und in nicht fruchtloser Weise mit dem Begriff der Ethnie, des Volkes - der Volksgruppe und (ethnischen) Minderheit auseinandergesetzt. Entgegen zahlreichen Stimmen, die auch hier wieder zu vernehmen sind, gibt es KEINE Unschärfen hinsichtlich der Begrifflichkeiten und Definitionen. Die Besonderheit dieses Rechtes, und das bereitet den Meisten die es betrachten eben soviel Kopfzerbrechen, ist, daß es von einer Doppelnatur ist - das heißt, Selbstbestimmung als solche kann als Recht eines Einzelnen gesehen werden (freie Wahl der Ausbildung, des Berufes, des Lebensmittelpunktes, des Partners usw.) aber auch - und dieses bereitet uns politische Bedenken, als Recht einer Gruppe, eines Kollektivs.

    Letzteres ist unser Gegenstand. Riese 35 führt treffend aus, das dessen formalrechtliche Betrachtung uns nicht genügen mag. Eben diese fordert der Kommentator aber mit seinem Artikel ein - unter Verweis auf bestehende Unschärfen und Missbrauchsmöglichkeiten. Ich möchte diesen Widerspruch auflösen und dazu zwei Thesen vortragen, von denen These 1 einem vollen Beweis zugänglich ist.

    These 1: sämtliche Rechtsfragen rund um das Selbstbestimmungsrecht sind mit hinlänglicher Klarheit gelöst - unzweifelhaft und eindeutig.
    Wer anderes behauptet, hat ein Bildungsproblem, das nur insoferne entschuldbar ist, als es sich bei dieser juristischen Materie um ein ausserordentlich komplexes Wissensagglomerat handelt, das für den Laien in seinem Zusammenwirken zahlreicher und unterschiedlichster Normenkomlexe schwierig zu bergreifen ist.

    These 2: der Änderung bestehender politischer Ordnungsverhältnisse durch die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes ist ein politischer / staatsrechtlicher Vorgang der regelmäßig größere Menschengruppen, bis hin zu ganzen Völkern, in den Zustand heftiger Gemütsbewegungen versetzt. Er kennt daher einen - häufig unkontrollierbaren - Spontanverlauf, den verantwortlich Handelnde in der Mehrzahl der Fälle nicht alleine mit ruhigem Abwägen und überlegtem Handeln meistern können, da sich zuviele bedeutende Folgeeentscheidungen in zentralen politischen Bereichen damit verknüpfen - wie sicherheitspolitische, wirtschafts und machtpolitische Erwägungen uva mehr.

    Ein - um die Juristen zufrieden zu stellen - 'Provisorialverfahren' kennzeichnet daher häufig die Entscheidungsfindung der Akteure - ähnlich einem Kapitän, der sein havariertes Schiff in gefährlichen Gewässern durch den Sturm führen soll - er hat nicht unbegrenzte Zeit zur Verfügung, wenn er Entscheidungen treffen soll. Aber allen Beteilgten ist klar, das Entscheidungen getroffen werden müssen, ja, das es KEINE WAHL gibt NICHT zu ENTSCHEIDEN, weil man doch, lässt man sich eben noch ein paar Stunden mehr Zeit, eine viel weisere oder bessere Entschediung treffen könnte - gleich einem Richter, der sich zur Beratung über das Urteil zurückzieht, dieses postponiert um nach Belieben noch wochenlang kluge Bücher zu studieren und andere Meinungen weiser Gelehrter einzuholen.

    Lassen wir die Kirche im Dorf. Wenn die Entscheidung formal fehlerhaft ausgeführt, aber der Substanz nach richtig war, und zu einem richtigen Ergebnis geführt hat - nämlich den Mehrheitswillen der Bevölkerung zum Ausdruck gebracht hat, dann bleibt es dabei. Und dafür haben wir, gerade in Österreich, genügend historisches Anschauungsmaterial bereit, auch wenn sich aus Feigheit niemand an diese Argumentation heran wagt.

    • Riese35
      21. März 2014 10:06

      @Helmut Oswald: *********************************!

      Hier hört man endlich einmal einen Juristen durch, und zwar einen, der über den formalrechtlichen Horizont hinauszublicken fähig ist und die Sache in seiner Gesamtheit im Blickfeld hat!

  45. Wafthrudnir
    21. März 2014 08:55

    So kritisch ich die Position von Hr. Dr. AU in Bezug auf die Krim in mehreren Punkten sehe, so umfassend stimme ich seiner letzten Schlussfolgerung zu: "Es ist ein schweres Versäumnis der internationalen Staatenwelt, noch immer keinerlei Regeln für die Selbstbestimmung, die Unabhängigkeit eines Gebiets, einer Provinz aufgestellt zu haben". Man kann schwer bestreiten, daß das Recht der Menschen, über ihre Regierung selbst zu bestimmen, nicht auch einschließt, nicht mehr von der bisherigen Hauptstadt aus regiert werden zu wollen. Gäbe es aber eine entsprechende allgemein anerkannte faire Regelung, wie dieses Menschenrecht durchzusetzen wäre, und würde diese Durchsetzung bei Bedarf von der internationalen Gemeinschaft unterstützt, würden sich zahllose Probleme, von Schottland bis zu den Philippinen, in Wohlgefallen auflösen können.
    Leider jedoch wird internationales Recht zum allergrößten Teil von Regierungen ausverhandelt, und auch nationales Recht -unter Umgehung der Gewaltentrennung- immer mehr von Regierungen verfügt. Eine Abspaltung ist aber immer ein Macht- und Prestigeverlust für die Zentralregierung, und daher sehe ich keinerlei Chance, daß die Regierungen dieser Welt je eine praktikable Vorgehensweise für Abspaltungen zulassen werden.

    • Lieber Augustin
      21. März 2014 20:27

      Es ist denkunmöglich, allgemein gültige Regeln für Abspaltungen aufzustellen, denn die Palästinenser würden sich dann sofort abspalten, und das geht ja bekanntlich gar nicht.

  46. brechstange
    21. März 2014 08:03

    Die Menschen sind die Geisel im Kampf der korrupten Mächte in West und Ost, die einzig allein Interesse haben sich zu bereichern und ihre Vormachtstellung zu sichern.

    • Undine
      21. März 2014 09:36

      @brechstange

      So ist es! Sie haben mit einem einzigen Satz das ganze Dilemma treffend zusammengefaßt!

    • Wertkonservativer
      21. März 2014 10:01

      So ist die Welt, und das seit Tausenden von Jahren, werte Damen:
      die "bösen Mächte" waren schlussendlich - und sind es auch heute - immer die Mehreren und die Schnelleren, wenn es um Eingriffe in das friedliche Menschenleben ging und geht!
      Das werden wir armen "Normalmenschen" auch mit größtem Bemühen leider nicht ändern können!
      Nützen wir doch die noch guten Tage, freuen wir uns des Lebens, und verdunkeln wir unsere kostbare Zeit nicht mit zu großen Zukunftsängsten!

      Dies rät Ihnen, mit lieben Grüßen,

      der alte Wertkonservative!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      21. März 2014 11:52

      Herr Michler, die "bösen Mächte" haben die Macht, weil wir sie ihnen geben.

      Wir haben nun Instrumente bei der Hand, von denen vorige Generationen träumten. Nutzen wir diese.

  47. Wertkonservativer
    21. März 2014 07:38

    Da kann man wirklich nur sagen:
    "Was dem einen recht ist, ist dem andern billig"!!

    In der nationalen und internationalen Politk " weiße Schafe" zu finden, ist ungefähr so vergeblich, wie eine Perle im Wüstensand zu entdecken!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  48. Cotopaxi
    21. März 2014 07:07

    o.T.

    Kirchenintern wird man bereits niedergemobbt, wenn man sich gegen die Kleinkinder-Adoption durch Homosexuelle ausspricht: ;-)

    http://diepresse.com/home/panorama/religion/1577777/Interne-Rucktrittsaufforderung-an-LaienChefin?_vl_backlink=/home/index.do

    • brechstange
      21. März 2014 07:58

      Was haben Mitglieder der KA mit "kirchenintern" zu tun. Hier muss wohl stärker differenziert werden. Das sind Menschen, die die Aussage der Laienchefin, die der kircheninternen Meinung entspricht, nicht akzeptieren wollen. Die ihre eigene Meinung durchgesetzt haben wollen und somit am Fundament der Kirche kratzen. Das können Menschen wie Sie und ich sein, die sowas einfordern.
      Standfestigkeit gegenüber Kritik wird mehr den je zur absoluten Notwendigkeit.

  49. Markus Theiner
    21. März 2014 06:45

    Es ist immer wieder erstaunlich.
    Da wird über die Absurdität historische gewachsener Grenzen geschimpft und dann aber das Selbstbestimmungsrecht an historisch gewachsenen Grenzen festgemacht. Denn Bezirke oder Kreise - auf die der Tagebuchautor hinsichtlich der erforderlichen Mehrheiten abstellt - sind ja auch nicht nach ethnischer Zugehörigkeit oder politischer Gesinnung ihrer Bewohner abgegrenzt.
    Der Zerfall der Donaumonarchie ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Das Selbstbestimmungsrecht hat dazu geführt, dass die ehemaligen Kronländer unabhängig wurden, was wieder zu neuen Minderheiten geführt hat, die sich plötzlich in einem fremden Staat wiedergefunden haben - wie etwa die deutschen Böhmen in der Tschechoslowakei.
    So wie etwa auch die Serben im Kosovo oder eben jetzt die Ukrainer auf der Krim.

    Dieses Problem verschiebt sich natürlich, wenn man nicht Kronländer oder Provinzen sondern Bezirke oder Kreise abstimmen lässt, aber es bleibt ein Problem.
    Die Frage ist auch wie man dann mit unterschiedlichen Abstimmungungsergebnissen umgeht. Bleibt die ganze Provinz wo sie ist, wenn nicht alle Kreise für die Unabhängigkeit stimmen? Oder bleiben dann einzelne Bezirke beim Ursprungsstaat - mit allenfalls absurd komplexen Grenzen oder gar Enklaven? Was wenn überhaupt nur einzelne Kreise sich mehrheitlich für die Unabhängigkeit entscheiden? Haben die dann das Selbstbestimmungsrecht nicht, weil die anderen Kreise es nicht wollten?

    Das ist in Wahrheit das größte Problem bei der Frage nach dem Selbstbestimmungsrecht: WER hat es eigentlich?
    Im Völkerrecht geht es um Staaten, bei den Menschenrechten um Individuen. Dazwischen ist nichts definiert und auch nur schwer definierbar.

    Und dass jeweils im Einzelfall die "internationale Gemeinschaft" das Abstimmungsgebiet und die Fragestellung festlegt ist ja genau wieder eine Intervention, die der Tagebuchautor eigentlich ablehnt...

    • Wertkonservativer
      21. März 2014 08:21

      Werter @ Markus Theiner:

      darf ich zu den deutschen Böhmen in der Tschechoslowakei auch meine deutsch-österreichischen Vorfahren im szt. Kronland Mähren in Ihren Bericht hineinreklamieren?
      Danke!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      21. März 2014 09:47

      @Markus Theiner

      *********!
      Und die "Untersteirer"* gehören auch "hineinreklamiert"!

      * Wer, außer den werten Mitpostern, WEISS überhaupt noch, WER die "UNTERSTEIRER" sind/waren? Heute gibt es nur "Obersteirer", aber vom dazugehörenden Pendant weiß sonst keiner mehr---eine typische Folge der Nachkriegs-Gehirnwäsche!

    • Konrad Loräntz
      21. März 2014 10:14

      @ Theiner
      Sehr treffend. Es kommt somit, wie immer, auf die Deutungshoheit an. Schlussendlich ist das eine Machtfrage und um genau die geht es hier.
      Warum muss der Westen unbedingt seine Finger nach der Ukraine ausstrecken? Die schon sehr flachen Gräben zwischen Ost und West werden durch diese versteckte Aggression jetzt leider wieder deutlich tiefer.
      Russland als noch nicht "westliches" Land ist heute fast schon so etwas wie das gallische Dorf von Asterix und Obelix. (Die beiden fanden wir ja alle höchst trollig in ihrer Widerspenstigkeit.)

    • Markus Theiner
      21. März 2014 13:30

      @ Wertkonservativer und Undine:
      Die Liste erhebt keinen Anspruch darauf vollständig zu sein.

      @ Loräntz:
      Das Völkerrecht hatdie Souveränität als eines ihrer Grundprinzipien.
      Das ist im Endeffekt nichts anderes als das Selbstbestimmungsrecht, aber eben nicht auf Ebene der (nicht definierten) "Völker", sondern auf Ebene der (schon definierten) Staaten.
      Es geht daher nicht darum ob es global gesehen fair aufgeteilt ist, wenn jetzt noch ein Land dem Modell "Westen" folgt, sondern was die Ukraine selber will.

      Und so lange man kein ausdefiniertes Selbstbestimmungsrecht einzelner Landesteile hat kommt es nur drauf an ob die Mehrheit in der Ukraine nach West oder Ost tendiert.
      Die immer wieder behaupteten (aber meines Wissens noch nicht bewiesenen) heimlichen Interventionen des Westens zum Umsturz wären ein Verstoß gegen dieses Prinzip.
      Die ganz offene Annexion der Krim durch Russland ist ganz definitiv ein Verstoß gegen dieses Prinzip.

    • Undine
      21. März 2014 18:34

      @Markus Theiner

      "Die Liste erhebt keinen Anspruch darauf vollständig zu sein"

      Das war mir klar, aber ich finde, man MUSS jede Gelegenheit nutzen, auf diese UNGESÜHNTEN VERBRECHEN hinzuweisen, gerade weil es von offizieller Seite NIE getan wird und die Jugend gerne falsch bzw fehlerhaft unterrichtet wird; da lastet man auch nur zu gerne die bösen Taten der einstigen Kriegsgegner UNGESTRAFT den eigenen Leuten an.

  50. Cotopaxi
    21. März 2014 06:32

    Wenn ich mich recht erinnere, ist das unterschriftsreife Assoziierungsabkommen mit der EU gescheitert, weil Janukowitsch auch noch 20 Milliarden Unterstützung wollte, was ihm die EU verweigerte. Von Russland wurde ihm stattdessen 15 Milliarden zugesagt.
    Ja, der EU-Adel hätte es für uns alle billiger haben können, jetzt sollen wir ein mehrfaches blechen einschließlich eines EU-Beitrittes der Ukraine.
    Da bleibt nur zu hoffen, dass sich Russland auch noch die Ostukraine holt, damit wir nicht für die ganze riesige Ukraine zahlen müssen. Das würden wir ohnedies nicht mehr dastemmen. ;-)

  51. Gerhard Pascher
    21. März 2014 06:30

    Würden die sieben genannten "Eckpunkte" einer berechtigten Entscheidung auch für Südtirol, das Baskenland, Wallonien, nun auch Venetien Anwendung finden? Und wie ist dies, wenn man vorher die nicht erwünschten eingesessenen Einwohner (z.B. aus dem Sudetenland, Ostpreussen, Westpolen) vertrieben hatte? Oder in heutigen Zuwandererbezirke (z.B. in Bremen, Berlin oder Rheinland, vielleicht auch bald in Favoriten) solche Selbstbestimmungsfragen stellt? Lassen sich die Auswirkungen für "manipulierte" Abstimmungen (z.B. in Ödenburg/Sopron) damit rückgängig machen? Hat man die Einwohner im Elsaß gefragt, zu welchem Staat sie gehören eigentlich wollen?

    Eigentlich ist es so wie vor 500 oder 1000 Jahren, wo "oben" entschieden wurde, zu welchem Herrscherhaus das Gebiet und die Bevölkerung gehörte. Vor fast 500 Jahren (die Reformation feiert demnächst ihr 500-Jahr-Jubiläum) musste man in Europa sogar sein christliches Religionsbekanntnis dem jeweiligen Herrscher anpassen - oder auswandern.

    Alles Fragen ohne realistische Antworten.

    • O. Irschik
      21. März 2014 12:56

      Möchte Ihnen eine realistische Antwort des Lyrikers Gottfried Benn nicht vorenthalten:
      Die Unteren wollten immer hoch
      und die Oberen wollten nicht herunter,
      schaurige Welt, kapitalistische Welt,
      seit Ägypten den Weihrauchhandel monopolisierte.

      Resignative,unbestechliche Antwort an den kommunistischen Schriftsteller Becher, der Benn als Kämpfer für eine bessere welt gewinnen wollte-

    • Undine
      21. März 2014 18:47

      @O. Irschik

      Entweder haben Sie einen Namensvetter, oder der ausgezeichnete Leserbrief in der Presse vom DO stammt aus Ihrer Feder: Thema: "Belastetes Verhältnis des Westens zu Rußland". Ich habe leider keinen Scanner, sonst hätte ich ihn gerne hier im Blog gepostet. Es geht um das GEBROCHENE VERSPRECHEN, das einst Helmut Kohl Gorbatschow gab.

  52. Elisabeth Mudra
    21. März 2014 02:43

    Be careful Mr. Unterberger, aus dem CIA-Manuskript über das üble Rußland hamma was wichtiges vergessen: FREE PUSSY RIOT!
    .

    • Riese35
      21. März 2014 03:13

      Übrigens: Wie man kürzlich lesen konnte, wurden diese unlängst in einer amerikanischen Essens-„Kultur“-Anstalt, einer McDonalds-Fast-Food-Anstalt in Nischnij Nowgorod Objekt einer Kunstaktion im öffentlichen Raum. Unbekannte Künstler vernitschten die sonst so kunstbegeisterten Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa vorwiegend mit grüner Farbe, abgerundet durch die Applikation von Essensresten und Pfefferspray.

  53. Riese35
    21. März 2014 02:39

    Das Problem Krim isoliert auf ein bloß formalrechtliches zu reduzieren, trifft das Problem überhaupt nicht.

    Die Sanktionen sind jedenfalls kontraproduktiv. Sie lösen kein einziges Problem, setzen aber den Anfang zu einer ähnlichen Entwicklung, die in der Folge den 1. Weltkrieg ausgelöst hat. Zwei Nachbarn streiten sich und schlagen einander die Köpfe ein, bis nur mehr verbrannte Erde übrigbleibt. Erinnert mich an einen Film mit Stan Laurel und Oliver Hardy als Christbaumverkäufer, in dem sie mit James Finlayson (Schnauzbart) wegen einer Kleinigkeit in Streit geraten. Am Ende waren sowohl von Laurel their essence is hidden away, as is their moral foundation. And people are aggressively trying to export this model all over the world. I am convinced that this opens a direct path to degradation and primitivism, resulting in a profound demographic and moral crisis.

    What else but the loss of the ability to self-reproduce could act as the greatest testimony of the moral crisis facing a human society? Today almost all developed nations are no longer able to reproduce themselves, even with the help of migration. Without the values ??embedded in Christianity and other world religions, without the standards of morality that have taken shape over millennia, people will inevitably lose their human dignity. We consider it natural and right to defend these values??. One must respect every minority’s right to be different, but the rights of the majority must not be put into question."

    Eine bessere Analyse könnte ich mir kaum vorstellen. Seine Vorwürfe gegen den Westen sind mehr als gerechtfertigt.

    Und nochmals zum Argument der Mehrheit im ukrainischen Parlament: In Österreich kann man einen Präsidenten jedenfalls nicht einfach mit einer parlamentarischen Mehrheit absetzen. Auch das Argument, daß die SPÖ, also die Partei, die den Präsidenten aufgestellt hat, für die Absetzung gestimmt hätte, gäbe nicht den Ausschlag für die Legitimität einer Absetzung. Wenn man sich schon auf die Gesetze beruft, dann aber bitte korrekt und vollständig: wie qualifiziert muß die Mehrheit sein und welchen Weg sieht die ukrainische Verfassung für die Absetzung eines Präsidenten vor, und ist dieser eingehalten worden? Lt. übereinstimmenden Meldungen der Fachleute sind die dafür verfassungsmäßig vorgesehenen Prozesse bei der Absetzung des Präsidenten jedenfalls nicht eingehalten worden. Also kann man sehr wohl von einem Putsch sprechen.

    • Riese35
      21. März 2014 02:59

      Das Ganze nochmals, da die Blogsoftware offenbar beim Abschicken ab einem Et-Zeichen bis zum nächsten Strichpunkt einen gnazen Textblock verschluckt hat (ist eigentlich irgendwo dokumentiert, welche Zeichen die Blog-Software als Escape-Character interpretiert und welche Eingabesyntax notwendig ist?):

      Das Problem Krim isoliert auf ein bloß formalrechtliches zu reduzieren, trifft das Problem überhaupt nicht.

      Die Sanktionen sind jedenfalls kontraproduktiv. Sie lösen kein einziges Problem, setzen aber den Anfang zu einer ähnlichen Entwicklung, die in der Folge den 1. Weltkrieg ausgelöst hat. Zwei Nachbarn streiten sich und schlagen einander die Köpfe ein, bis nur mehr verbrannte Erde übrigbleibt. Erinnert mich an einen Film mit Stan Laurel und Oliver Hardy als Christbaumverkäufer, in dem sie mit James Finlayson (Schnauzbart) wegen einer Kleinigkeit in Streit geraten. Am Ende waren sowohl von Laurel und Hardys Automobil als auch von Finlaysons Haus nur mehr viele kleine Einzelteile übrig.

      Angloamerikanischer Gerechtigkeits- und Rachewahn! Fiat justitia, pereat mundus! Obama locutus, causa finita! Sein langer Arm reicht in die ganze Welt. Wer sich seinen Vorstellungen nicht fügt, wird erbarmungslos vernichtet. Das trifft vor allem Unternehmen, die auch in den USA geschäftlich tätig sind. Erpressung pur.

      Gestern gab es in der Presse dazu einen interessanten Artikel zum Verhalten der USA und des westlichen Europas gegenüber Rußland:
      http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1577324/Rahr_Dann-droht-der-Dritte-Weltkrieg?from=suche.intern.portal

      "Putin sei früher auch mit Vorschlägen auf Europa zugegangen: Wirtschaftsraum, Energieallianz, gemeinsame Raketenabwehr. Das alles fand kein Gehör, was sich nun räche. Der Westen könne den Konflikt nicht lösen, 'indem er alle GUS-Staaten in die Nato aufnimmt – dann stehen wir an der Schwelle zum Dritten Weltkrieg'."

      Wenn man seinen Nachbarn pausenlos reizt und ärgert, darf es nicht wundern, wenn er sich einmal wehrt. Die Provokation ist nicht von Rußland sondern vom Westen ausgegangen: die USA und Nato, die immer näher an Rußlands Grenze rücken, die moralisierenden "Belehrungen" über die Homo-Unzucht, die Unterstützung von Pussy Riot bei der Kirchenschändung etc. Dabei müßte der christliche Westen Rußland eigentlich dankbar sein, daß es christliche Werte hochhält und nicht vor dem Ungeist in die Knie geht.

      Ohne gegenseitiges Verständnis wird sich kein Problem lösen lassen. Da nutzt auch die Berufung auf Völkerrecht nicht, wenn man absichtlich aneinander vorbeiredet. Mit Putin hätte man einen Partner in Rußland, der den Westen gut kennt und versteht. Leider ist umgekehrt im Westen nur wenig Verständnis für Rußland vorhanden.

      Erinnert sei nochmals an Präsident Putins grandiose Rede in Waldaj im September 2013:
      http://kremlin.ru/transcripts/19243
      http://eng.kremlin.ru/transcripts/6007

      "We can see how many of the Euro-Atlantic countries are actually rejecting their roots, including the Christian values that constitute the basis of Western civilisation. They are denying moral principles and all traditional identities: national, cultural, religious and even sexual. They are implementing policies that equate large families with same-sex partnerships, belief in God with the belief in Satan.

      The excesses of political correctness have reached the point where people are seriously talking about registering political parties whose aim is to promote paedophilia. People in many European countries are embarrassed or afraid to talk about their religious affiliations. Holidays are abolished or even called something different; their essence is hidden away, as is their moral foundation. And people are aggressively trying to export this model all over the world. I am convinced that this opens a direct path to degradation and primitivism, resulting in a profound demographic and moral crisis.

      What else but the loss of the ability to self-reproduce could act as the greatest testimony of the moral crisis facing a human society? Today almost all developed nations are no longer able to reproduce themselves, even with the help of migration. Without the values ??embedded in Christianity and other world religions, without the standards of morality that have taken shape over millennia, people will inevitably lose their human dignity. We consider it natural and right to defend these values??. One must respect every minority’s right to be different, but the rights of the majority must not be put into question."

      Eine bessere Analyse könnte ich mir kaum vorstellen. Seine Vorwürfe gegen den Westen sind mehr als gerechtfertigt.

      Und nochmals zum Argument der Mehrheit im ukrainischen Parlament: In Österreich kann man einen Präsidenten jedenfalls nicht einfach mit einer parlamentarischen Mehrheit absetzen. Auch das Argument, daß die SPÖ, also die Partei, die den Präsidenten aufgestellt hat, für die Absetzung gestimmt hätte, gäbe nicht den Ausschlag für die Legitimität einer Absetzung. Wenn man sich schon auf die Gesetze beruft, dann aber bitte korrekt und vollständig: wie qualifiziert muß die Mehrheit sein und welchen Weg sieht die ukrainische Verfassung für die Absetzung eines Präsidenten vor, und ist dieser eingehalten worden? Lt. übereinstimmenden Meldungen der Fachleute sind die dafür verfassungsmäßig vorgesehenen Prozesse bei der Absetzung des Präsidenten jedenfalls nicht eingehalten worden. Also kann man sehr wohl von einem Putsch sprechen.

  54. J.H.
    21. März 2014 02:24

    1954 kam die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Krim als „Geschenk“ Nikita Chruschtschows an die Ukraine.

    Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen!

    • Undine
      21. März 2014 09:52

      Nikita Chruschtschow war UKRAINER, so viel ich weiß. Manchen mag dieser Umstand als Grund, einen Landesteil zu verschenken, genügen.

    • socrates
      21. März 2014 13:52

      J.H.
      Nach welchem Recht kann man Staaten = Völker verschenken?
      "Wenn uns schon die Engländer schon geschenkt haben a Land, was ihnen nicht gehört, warum haben sie uns nicht geschenkt die Schweiz?" (Kishon)

    • Nestor 1937
      21. März 2014 17:54

      socrates

      Die Erinnerung an Palästina war wirklich fällig! Danke !

    • mischu
      21. März 2014 19:11

      @socrates

      ;-)))))))) und **********für Kishon!

  55. mischu
    21. März 2014 02:10

    Ich verstehe die ganze Suderei um die Krim, die Ukraine und Rußland nicht mehr, schon gar nicht wenn USA und EU immer nur diskutieren, aber nicht handeln.

    Genau das wußte Putin in weiser Voraussicht und hat mit der Krim nicht lange gefackelt, sondern ein Machtexempel statuiert, das ihn in Rußland zum unumschränkten Herrscher macht. Putin hat sich die Krim - Völkerrecht hin, oder her - ganz einfach zurückgeholt, weil er genau wußte, der Westen hat keinerlei Mittel ihm dabei auch nur irgendetwas entgegenzusetzen. Die derzeit verhängten eher lächerlichen "Sanktiönchen" stellen ein reines Alibi ohne Wirksamkeit dar, denn speziell Europa ist viel zu sehr wirtschaftlich mit Rußland vernetzt und insbesondere am Energiesektor viel zu abhängig, um schlagkräftig diese Annexion zu verhindern.
    Nicht einmal die USA verfügen über taugliche Mittel und Krieg wird bekanntlich von allen Seiten ausgeschlossen.

    Einziger Vergleich, der mir zum Kosovo einfällt ist, wenn Serbien von den USA und der EU genauso wenig zu befürchten gehabt hätte wie Putin, wäre der Kosovo niemals eigenständige Republik geworden. Aber Serbien hatte eben nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie die Energievorkommen wie Rußland und daher keine Chance - so einfach ist das!

    Selbst wenn Putin bezüglich (Ost-)Ukraine - entgegen seinen Beteuerungen (man erinnere sich seinerzeit in Berlin: "niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen") - Appetit auf mehr bekommen sollte, würde er abermals eiskalt Fakten schaffen und die USA bzw. die EU müßten relativ hilflos zusehen, weil Rußland nun einmal wichtiger und mächtiger für diese Länder ist, als die Ukraine.

    Wirklich harte, schmerzhafte Sanktionen werden sich alle Beteiligten aus reinem Selbsterhaltungstrieb gut überlegen und sind so gut wie ausgeschlossen!

    P.S.: Die Lockrufe der EU an die Ukraine bezüglich Assoziierung und mehr, war der größte Fehler, den sie in diesem Konflikt machen konnte!

    • Undine
      21. März 2014 11:57

      @mischu

      "Die Lockrufe der EU an die Ukraine bezüglich Assoziierung und mehr, war der größte Fehler, den sie in diesem Konflikt machen konnte!"

      Man kann nur hoffen, daß das Kurzzeitgedächtnis der EU-Europäer, was die aggressiven ERWEITERUNGSPHANTASIEN (Ukraine, Türkei) bis zur Wahl im Mai anhält und man va den unsäglichen Martin SCHULZ VERHINDERN kann! Dieser gehört dem weltumspannenden Netzwerk an, das die alleinige Macht anstrebt. Was ist da hilfreicher, als einen der Ihren an oberster EU-Stelle zu wissen.

    • Nestor 1937
      21. März 2014 12:23

      mischu

      Zustimmung, vor allem zum Post Scriptum !

    • mischu
      21. März 2014 13:51

      *******!

      Und in Österreich sollten wir vor allem darauf achten, bei den Wahlen die NEOS von der EU fernzuhalten, denn deren Spitzenandidatin wünscht sich gleich einmal eine Europäische Union bis Wladiwostok (!) und der Parteiobmann will so rasch wie möglich "Gespräche mit der Türkei aufnehmen".

      http://www.heute.at/news/politik/art23660,978311

    • mischu
      21. März 2014 13:53

      Oje, da hat wieder einmal der Fehlerteufel zugeschlagen:

      1) @Undine
      2) SpitzenKandidatin

      'Tschuldigung!

    • socrates
      21. März 2014 13:55

      Schüssel in der Kleinen Z: Der Handel zwischen RU und EU beträgt 1Mrd/Tag, daran sollte man denken! Wer fragt uns ob wir die Ukraine in der EU haben wollen und dafür zahlen wollen?





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden