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Klimawandel: Hat die Wahrheit eine Chance? drucken

Lesezeit: 2:30

Demnächst beschert uns der Weltklimarat IPCC wieder einmal seinen neuesten „Sachstandsbericht“. Da werden dann wieder alle Alarmglocken geläutet, die „Klimaleugner“ beschimpft und die Gesetzgeber vergattert werden. Dabei sind erste Ergebnisse des Berichts durchgesickert und die geben eindeutig – Entwarnung.

Der britische „Economist“ hat erste Charts veröffentlicht. Diesmal haben die Forscher den Zusammenhang von CO2-Konzentration und globaler Erwärmung deutlich abgeschwächt. Bisher lautete die Faustregel, dass die Verdopplung der Konzentration die Durchschnittstemperatur um 2 bis 4,5 Grad Celsius ansteigen ließe – als wahrscheinlichster Wert wurden 3 Grad angenommen.
Diesmal gehen sie von 1,5 Grad aus.
Dahinter steht die simple Erkenntnis zahlreicher für das IPCC tätiger Wissenschafter, dass die Treibhausgase doch nicht so stark klimaverändernd wirken, wie bisher angenommen. Drei Grad mehr im Durchschnitt würde die Konflikte in aller Welt und die häusliche Gewalt explodieren lassen (so eine jüngst veröffentlichte "wissenschaftliche" Studie), Inseln untergehen und die Eisbären ertrinken lassen.
Bei 1,5 Grad Erwärmung bis 2100 ist aber die Luft draußen aus dem Klimawandel-Geheul.
Und damit versiegt wohl der wärmende Geldregen, der sich seit dem reißerischen Al-Gore-Film (der den Oscar für Special Effects eher verdient hätte als den Friedensnobelpreis) über einige Sparten „umweltrelevanter“ Wissenschaft ergossen hat. Vorbei wäre die Hochkonjunktur akademischer Kassandren mit ihren moralinsauer vorgetragenen „rettenden“ Verhaltensvorschriften (“Fahren Sie mit dem Fahrrad und retten Sie so das Klima“ © Österreichs allgegenwärtige „Umwelt-Spezialistin“ Helga Kromp-Kolb, von Beruf übrigens Meteorologin).
Vorbei auch die so beliebte mediale Aufregungs-(Un)Kultur, die immer noch so gerne das Wetter mit dem Klima verwechselt. Zuerst hatten wir einen langen Winter – kein Zweifel: der Klimawandel. Dann kam eine ausgiebige Regenperiode – und schon wieder hörten wir, dass das erst das allererste Anzeichen der Klimakatastrophe ist und noch viel schlimmer werden wird. Jetzt gibt es eine dauerhafte sommerliche Hitzewelle - da verwechselt man in manchen Redaktionsstuben schon einmal schnell den eigenen Hitzekollaps mit dem an die Wand gemalten Klimakollaps.
Wissenschaftsindustrie und Medienhysterie haben die Politik in Panikaktionen getrieben, die den nationalen Budgets und Industrien ordentlich zusetzen. Umweltbesorgter Konferenz-Tourismus von Politikern und NGOs zu schwer erreichbaren Orten hat CO2 tonnenweise in die Atmosphäre geschleudert, nur damit „Weltklimagipfel“ den CO2-Zertifikate-Handel in Schwung bringen konnten.
Und das soll jetzt alles umsonst gewesen sein? Und was machen wir dann mit allen CO2-Zertifikaten?
Es wäre nicht das erste Mal, dass IPCC wissenschaftliche Befunde im Dienste der (für manche) guten Sache verändert – um nicht zu sagen: gefälscht – hat.
Der Klima-Alarm darf nicht sterben. Darum darf man darauf wetten, dass die neuen Charts unter den Tisch fallen werden. Umso dankenswerter, dass es Wissenschafter gibt, die sie dem „Economist“ geleakt haben.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2013 18:01

    OT

    Norbert Leser, "Ein Roter, der unter der SPÖ leidet"

    Leser machte seine harte Kritik an seiner Partei auch an Personen fest. Franz Vranitzky sah er als "Blender", Alfred Gusenbauer als "Geschäftemacher" und Werner Faymann als "Ausgeburt des Apparats" an.

    Heinz Fischer ist in den Augen Lesers gar "der böse Geist der SPÖ".

    http://www.salzburg.com/nachrichten/diverse/kopf-des-tages/sn/artikel/ein-roter-der-unter-der-spoe-leidet-61002/

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2013 16:32

    Klimawandel ist existent seit es das Klima gibt, so vermute ich einmal als Nichtexpertin. Daß allerdings Klimazertifikate und sonstige Absahnungsexperimente daran etwas ändern werden/können, das möchte ich bezweifeln.
    Natürlich sollten wir mit unserer Umwelt sorgsam umgehen und Verschmutzung eindämmen wo es möglich ist, was im Kleinen auch gemacht wird. Den Dreck machen schon die Großen und die noch größeren Klimaapostel wollen dafür Cash. Sie haben eine finanzielle Spielwiese entdeckt, wofür sie gerne eine erhöhte Umweltbelastung eingehen, um an den schönsten Plätzen dieser Welt klimagipfeln zu können. Wär´ doch schade, würde diese Annehmlichkeit wegfallen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2013 09:33

    Ich ergänze diesen Kommentar durch einen Link zu dem Bericht im "Economist":
    http://www.economist.com/news/science-and-technology/21581979-peek-inside-next-ipcc-assessment-sensitive-information

    Hier der wesentliche Teil als Auszug:

    ...."Still, over the past year, several other papers have suggested that views on climate sensitivity are changing. Both the 2007 IPCC report and a previous draft of the new assessment reflected earlier views on the matter by saying that the standard measure of climate sensitivity (the likely rise in equilibrium temperature in response to a doubling of CO2 concentration) was between 2°C and 4.5°C, with 3°C the most probable figure. In the new draft, the lower end of the range has been reduced to 1.5°C and the “most likely” figure has been scrapped. That seems to reflect a growing sense that climate sensitivity may have been overestimated in the past and that the science is too uncertain to justify a single estimate of future rises".....

    Meine schon öfter vertretene Meinung. dass der Mensch die langfristigen Klimaveränderungen nur marginal beeinflussen kann, wird hier wieder einmal bestätigt.

  4. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2013 12:48

    Der Klimawandel ist ein attrakives Thema, mit dem man rasch Geld machen kann. Hard Facts gibt es praktisch nicht. Die Panikmache ist den Politikern auch recht, denn sie lenkt von realen Problemen ab, deren Lösung schon längst in Angriff genommen gehört. Die unkritischen Medien sind willige Werkzeuge, wenn sie nur keine Arbeit haben, bringen sie inzwischen ohnedies nur mehr das, was man ihnen zur Veröffentlichung zuschiebt.
    Und viele Menschen glauben sowieso, der Mensch sei der Mittelpunkt des Universums, und kommen daher gar nicht auf die Idee, daß ein Einfluß selbst der gesamten Menschheit auf die Erde vernachlässigbar ist - sozusagen eine Stelle irgendwo sehr weit hinter dem Komma ....

    Nein, den Klimawandel geben die, die daraus Kapital schlagen - und das sind nicht wenige - sicher nicht so schnell her.

    Das die Anzahl der Menschen jedoch für die Erde bereits viel zu hoch ist, und sich die Natur nicht mehr regenerieren kann, viele Arten aussterben, weil der Mensch immer mehr Raum einnimmt, das wird wohl niemand bestreiten. Aber das ist meiner Meinung nach ein anderes Thema.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorKarl Knaller
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2013 17:09

    Welch' ein Glück, daß sich unser Klimahysteriker phaidros aus dem Blog schon vertschüsst hat, und daher diesen Eintrag unseres A.U. nicht mehr lesen muß (er wird doch nicht unter einem anderen nick...?). Seine Nachfolger (observer et al.) sind halt nur ein kümmerlicher Ersatz.

  6. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2013 12:25

    Es ist völlig sinnlos, hier über den Klimawandel zu diskutieren, denn

    Tatsache ist, dass ....
    ° es einen Klimawandel gibt
    ° Dr. Unterberger und viele seiner Fans dies bestreiten und eine Extremposition einnehmen
    ° IPPC und andere Organisationen und Gruppierungen das andere Extrem vertreten und machen z.T. damit gute Geschäfte
    ° es immer schon klimatische Veränderungen gab, wo der Mensch kaum Einfluß hatte (Meteoriteneinschlag, Vulkanausbrüche, Waldbrände u.a.)
    ° seit über 100 Jahren die Menschheit verstärkt Kohle, Öl und Gas verbrennt, deren enorme zusätzliche Abgasmengen es vorher nicht gegeben hatte
    ° zusätzlich durch die Herstellung, Verarbeitung und Verwendung von Chemikalien viele Stoffe in die Umwelt gelangen, was in den vergangenen Jahrtausenden nicht der Fall war
    ° viele moderne Produkte nach Gebrauch nicht "abbaubar" sind, deren Müll belastet daher die Umwelt (Meere, Süßwasser, Erdböden, Luft)
    ° die Natur einen Teil der zusätzlichen Emmissionen "verkraftet", wenn es aber zu viel wird, dann schafft sie einen Ausgleich nicht mehr.
    ° die Sonne der Erdkugel soviel an Energie gibt, welche die ganze Menschheit ausgiebig versorgen könnte, wenn man diese auch sinnvoll nützen würde.

    Ich lehne beide oben genannten Extrempositionen ab, aber im Zweifelsfall sollte man doch auch an die langfristigen - wenn auch nur "möglichen" - negativen Auswirkungen denken, an denen dann die nächsten Generationen zu leiden haben.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2013 12:35

    Die "Kleine Eiszeit" hat Gott gemacht, die derzeitige Zwischeneiszeit jedoch der Mensch. Das wissen die Grünen, und darum sind sie auf die Autofahrer böse.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2013 12:27

    „Bei unerwünschten Nebenwirkungen …“

    Wie? Was? Der Klimawandel wäre
    nicht mehr als nur eine Schimäre?
    Und „Menschleins Ambition“, zu richten,
    völlig unmöglich? Na, mitnichten.
    Das Klima wandelt, merkt ’s euch, Leute,
    von jeher sich und nicht nur heute.
    Und es besteht zum Glück nicht nur
    allein aus der Temperatur.
    Die Sonne wärmt uns’ren Planet
    recht unterschiedlich früh bis spät.
    Was Wind und damit Wasser wirbelt,
    am Himmel dunkle Wolken zwirbelt,
    und solcherart der Welt beschert,
    was uns den Namen „Wetter“ wert.
    Am Kirchendach der "Wetterhahn",
    die "Wetterfühligkeit" sodann,
    die „wetterwendisch“ werden lässt,
    noch ehe man uns bös gestresst,
    all dies zeugt von dem Wechselfieber,
    das inhaltsschwer, symbolisch über
    derlei Debatten oft entsteht,
    selbst wenn die Welt nicht untergeht.
    Die Nebenwirkung der Debatten
    zum Thema, die in ziemlich platten
    und reichlich unsachlich geführten
    Glaubensscharmützeln, wie wir spürten,
    ausarteten, war schließlich dies:
    sie lenkte ab von dem, was mies.
    Von Politik, der Wirtschaftslage,
    der Ab- und Einwanderungsfrage,
    den weltpolitischen Rankünen,
    den Schurken, die sich nur bedienen,
    dem allgemeinen "Wertewandel"
    und wer weltweit mit wem im Bandel.
    So kann die „Weltmacht-Kumpanei“
    im Trüben fischen, nebenbei
    die Welt in einen Zustand bringen,
    von dem die „Weisen“ lustvoll singen,
    und lügen ohne Unterlass,
    gestützt von Statthaltern, sodass
    der Eindruck überbleibt (nicht lachen!):
    Wir werden es schon richtig machen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAlternativlos
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2013 15:58

    Erdbeben als Treibhausgas-Schleudern

    Auf der Internetseite der Zeitschrift “Bild der Wissenschaft” erschien gestern ein hochinteressanter Artikel, der unseren Klimapropheten äußerst schwer im Magen liegen dürfte. Durch Erdbeben entstehen auch im Meeresboden Risse, durch die das potente “Treibhausgas” Methan in den Ozean und in die Atmosphäre entweicht. Nun hat man herausgefunden, dass dies beileibe kein Einzelfall ist – und tatsächlich hatte diese Gasmengen keiner der Schlaumeier auf der Rechnung, die uns regelmäßig mit der “menschengemachten Klimakatastrophe” in den Ohren liegen.

    http://www.wissenschaft.de/erde-weltall/geowissenschaften/-/journal_content/56/12054/1866372/Erdbeben-als-Treibhausgas-Schleudern

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  1. Cindy (kein Partner)
  2. Aline (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:49

    It's imtraepive that more people make this exact point. http://kumngmsj.com [url=http://pktqeykug.com]pktqeykug[/url ] [link=http://knhvyq.com]knhvyq[/link ]

  3. Cierra (kein Partner)
  4. Magreth (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:21

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  5. Anuta (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:12

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  7. Vikram (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:24

    At last, somnoee who comes to the heart of it all

  8. Matthias Wolf, wieder (kein Partner)
    06. August 2013 07:43

    Diese Diskussion haben wir zum Anlass genommen, im ScienceBlog aus den vorhandenen Artikeln einen weiteren Themenschwerpunkt Klima & Klimawandel zusammenzustellen. Die dortigen Artikel geben in höchstkompetenter Form das sehr differenzierte Bild des Wissensstands, und wir laden Interessierte herzlich ein zum Lesen!

  9. numerus clausel (kein Partner)
    05. August 2013 16:59

    Ich erinnere mich an Tuvalu, von der Inselkette, die der Al Gore schon vor vielen Jahren dem Untergang preisgegeben hat. Er wollte ein Umsiedelung des Volkes nach Neuseeland und Australien.
    Interessanterweise stieg dort nicht wie von allen "Propheten" vorhergesagt der Meeresspiegel, sondern er sank sogar. Das ist durch Bilder belegt, die in den letzten Jahrzehnten aufgenommen wurden.
    Die "Propheten" wissen natürlich auch das auszunützen und meinen jetzt, daß die Landfläche sich jetzt prozentuell effektiv verringert habe, denn der nunmehr größere Strandabschnitt nimmt relativ gesehen mehr Landfläche in Anspruch und dieser Strandabschnitt aufgrund seines Salzgehaltes nicht genutzt werden kann.

    Jetzt meine Idee: Wer macht mit, Meeressalz aus Tuvalu zu importieren? Ein paar Ökogutmenschen kaufen das sicher, denn normales Meeressalz versetzt mit Meeresabfall, und allem was die Schiffe so hinterlassen, wird doch gern gekauft. Auch das Himalayasalz wird doch gern gekauft, wobei das großteils aus Polen kommt und niemals vom Himalaya selbst.
    Wäre doch eine genaile Geschäftsidee, mit dem Motto: "Kaufen sie Salz aus Tuvalu, einer Insel, die laut den Klimaexperten schon lange nicht mehr existieren dürfte!"

  10. Alternativlos (kein Partner)
    05. August 2013 15:58

    Erdbeben als Treibhausgas-Schleudern

    Auf der Internetseite der Zeitschrift “Bild der Wissenschaft” erschien gestern ein hochinteressanter Artikel, der unseren Klimapropheten äußerst schwer im Magen liegen dürfte. Durch Erdbeben entstehen auch im Meeresboden Risse, durch die das potente “Treibhausgas” Methan in den Ozean und in die Atmosphäre entweicht. Nun hat man herausgefunden, dass dies beileibe kein Einzelfall ist – und tatsächlich hatte diese Gasmengen keiner der Schlaumeier auf der Rechnung, die uns regelmäßig mit der “menschengemachten Klimakatastrophe” in den Ohren liegen.

    http://www.wissenschaft.de/erde-weltall/geowissenschaften/-/journal_content/56/12054/1866372/Erdbeben-als-Treibhausgas-Schleudern

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 16:31

      Tut mir ja leid, dass ich auch hier den Spielverderber gebe, aber was soll da irgendwem schwer im Magen liegen?

      Das Wissen um erdbebeninduzierte Methanemissionen geht mindestens bis in die 80er Jahre zurück; von ›nicht auf der Rechnung‹ also mit Sicherheit keine Rede: die Erdbebentätigkeit ist aus dem Bauch heraus über größere Zeiträume ziemlich sicher einigermaßen konstant, das daher stammende Methan also implizit »eingepreist«.

      Der von Ihnen zitierte Artikel hat ein Erdbeben von 1945 zum Thema, das 7½ Mio m³ Methan freigesetzt haben soll (und zwar kumuliert seit dem Ereignis). Das ist auch bei 25-facher Wirkung verglichen mit 35 Mrd Tonnen anthropogenem CO2 (und das jedes Jahr), immer noch nicht mehr als ein kleines Pubserl, sofern man zugesteht, dass 1m³ Methangas weniger als 160 Tonnen wiegen dürfte – was man wohl auch ohne Messung als zutreffend erkennen kann.

      Und last not leat gehen größere Erdbeben oft mit Vulkanausbrüchen in zeitlicher Nähe Hand in Hand, welche wiederum durch Aerosole einen maskierenden Effekt haben. Vielleicht ist das der Grund, warum man in dieser Kurve Vulkanausbrüche sehr deutlich erkennt, von Erdbeben aber nicht das geringste bemerkt: http://berkeleyearth.org/volcanoes

      Außerdem bleibt immer noch zu erklären, dass der beobachtete Temeraturanstieg der letzten 150 Jahre (der Zeitraum der Anomalie) mit dem anthropogenen CO2-Ausstoß korreliert, nicht aber mit irgendetwas anderem und auch nicht mit der Methanmenge von Erdbeben.

      Also: Interessant, danke für die Meldung, aber für das Problem ziemlich sicher völlig irrelevant. Bitte nicht jede neu entdeckte oder neu quantifizierte Quelle eines Treibhausgases gleich als Sargnagel für die anthropogene Erderwärmung feiern.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  11. Neppomuck (kein Partner)
    05. August 2013 12:27

    „Bei unerwünschten Nebenwirkungen …“

    Wie? Was? Der Klimawandel wäre
    nicht mehr als nur eine Schimäre?
    Und „Menschleins Ambition“, zu richten,
    völlig unmöglich? Na, mitnichten.
    Das Klima wandelt, merkt ’s euch, Leute,
    von jeher sich und nicht nur heute.
    Und es besteht zum Glück nicht nur
    allein aus der Temperatur.
    Die Sonne wärmt uns’ren Planet
    recht unterschiedlich früh bis spät.
    Was Wind und damit Wasser wirbelt,
    am Himmel dunkle Wolken zwirbelt,
    und solcherart der Welt beschert,
    was uns den Namen „Wetter“ wert.
    Am Kirchendach der "Wetterhahn",
    die "Wetterfühligkeit" sodann,
    die „wetterwendisch“ werden lässt,
    noch ehe man uns bös gestresst,
    all dies zeugt von dem Wechselfieber,
    das inhaltsschwer, symbolisch über
    derlei Debatten oft entsteht,
    selbst wenn die Welt nicht untergeht.
    Die Nebenwirkung der Debatten
    zum Thema, die in ziemlich platten
    und reichlich unsachlich geführten
    Glaubensscharmützeln, wie wir spürten,
    ausarteten, war schließlich dies:
    sie lenkte ab von dem, was mies.
    Von Politik, der Wirtschaftslage,
    der Ab- und Einwanderungsfrage,
    den weltpolitischen Rankünen,
    den Schurken, die sich nur bedienen,
    dem allgemeinen "Wertewandel"
    und wer weltweit mit wem im Bandel.
    So kann die „Weltmacht-Kumpanei“
    im Trüben fischen, nebenbei
    die Welt in einen Zustand bringen,
    von dem die „Weisen“ lustvoll singen,
    und lügen ohne Unterlass,
    gestützt von Statthaltern, sodass
    der Eindruck überbleibt (nicht lachen!):
    Wir werden es schon richtig machen.

  12. cmh (kein Partner)
    05. August 2013 10:43

    Wie die Dunkelheit bei Einbruch der Nacht kommt die Hitze zur Fortsetzung der Klimadebatte.

    Mehr Interesse als den Temperaturen der Badeseen sollte man dem Thema aber nicht widmen.

    Außerdem ist es für den Hausgebrauch schnell erledigt:

    1. Nachdem die Menschheit bereits mehrere Eiszeiten samt folgender Wärmeperioden überlebt hat, wird sie auch diese Wärmeperiode überleben. Dass sie sich daran anpassen wird müssen ist allerdings keine Frage, denn Anpassung hat laufend zu erfolgen.

    2. Sollte eine säkulare Erderwärmung tatsächlich der Fall sein und diese antropogen sein, dann kann nur die Verhaltensänderung der gesamten Menschheit eine Änderung in säkularer Periode (zumindest 50-150 Jahren) Gegenwirkungen entfalten. Es ist jedoch kompletter Schwachsinn, hier in Europa den Musterschüler für den Hausgebrauch zu miemen, außerhalb Europas aber zuzuschauen, wie die gleichen Fehler wie in Europa früher gemacht werden. Und noch viel scheinheiliger ist es, eigene Industrien in Billiglohnländer auszulagern und sich am dortigen Dreck zu erfreuen. Dadurch ruiniert man nur die eigenen Industrien und damit die wirtschaftliche Potenz, die eigenen Vorstellungen außerhalb Europas durchzusetzen. Genau bei diesem Punkt bekommen die gutmenschlichen Klimafuzzis den Auszuck, gehen die doch davon aus, dass auch die Menschen in den noch nicht auf Europaniveau mit Worten davon zu überzeugen wären, dass sie noch etwas länger in dürftigeren Verhältnissen als die Europäer zu leben hätten.

    3. Reine Traumtänzerei wird das Klimagedusel aber für mich spätestens dann, wenn ich in die klimatisierte U-Bahn, den klimatisierten Supermarkt einsteige oder hineingehe. Wenn mir ansonsten ganz vernünftige Menschen versichern, im Hochsommer ohne Klimaanlage nicht mehr arbeiten zu können und ganz allgemein bei jedem türkischen Gemischtwarentandler die Klimageräte in das öffentliche Gut ragen.

    Solange hiezu noch keine wahlprogrammatische Aussage von der grünen Eva getan ist, ist alles nur nerviges Blabla.

    4. Womit ich dem von mir sehr und ehrlich geschätzten phaidros wäre. In der naturwissenschaftlichen Tatsache bin ich eigentlich seiner Meinung, ja um ehrlich zu sein, ich verlasse mich auf die Stimmigkeit seiner Meinung. Ich bin allerdings der erweiterten Ansicht, dass aus der Richtigkeit dieser seiner Ansicht leider keine Normen zur Verhaltensänderung folgen. (Historisch gesehen wäre das das erste mal überhaupt.) Hier fehlt einfach die Trias Zwangsnormerzeugungsnorm-Zwangsnorm-Zwangsnormvollzugsnorm.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 11:34

      Darf ich anmerken:
      »…um ehrlich zu sein, ich verlasse mich auf die Stimmigkeit seiner Meinung.«

      Da fühle ich mich sehr geehrt. Ich kann versichern: größtmögliche Sorgfalt war und ist bei allem, was ich dazu schreibe, oberste Devise.

      »Ich bin allerdings der erweiterten Ansicht, dass aus der Richtigkeit dieser seiner Ansicht leider keine Normen zur Verhaltensänderung folgen.«

      Dieser Satz ist es eigentlich, zu dem ich etwas sagen wollte: weder »wünsche« ich mir eine Erwärmung (wie es mir bereits vorgeworfen wurde) noch will ich Panikmache betreiben, noch bin ich hysterisch.

      Ich versuche schlicht und einfach, den Stand des Wissens darzulegen, soweit ich ihn mir halt selbst aufschließen konnte. Die Ergebnisse mag Mancher vielleicht als bedrohlich empfinden und flickt mir deswegen den ›Klimahysteriker‹ ans Zeug. Aber einen Satz, wie wir als Gesellschaft uns zu verhalten haben sollten, werden Sie bei mir (jedenfalls jenseits einer »Bürgermeinung«, wie sie jedem zusteht) vergeblich suchen. Naturwissenschaft hat deskriptiv zu sein. Normatives obliegt der Gesellschaft (und somit der Politik). Das ist auch der Grund, warum ich nicht müde werde zu versuchen, die Wissenschaft aus der Schusslinie zu schreiben: es wird der falsche Esel gedroschen.

  13. F.V. (kein Partner)
    05. August 2013 10:37

    Freund Lüftl, Dipl. Ing, Baurat h.c., verglich das als schweres Gas angebllich nach oben entweichende CO2, das uns den Treibhauseffekt beschert, mit einem Regenschirm von einem Quadratmeter.

    Also 100 x 100 cm (= 10.000 cm2) Ca. 0,04% davon - also 400 cm2 - dieses Schirms schreiben wir eine ähnliche Wirkung wie dem CO2 in der Stratosphäre zu, mit umgekehrter Wirkung: der Schirm soll uns ja vor einem Salzburger Schnürlregen schützen, indem wir ihn aufspannen.

    Jetzt biete ich Wetten an: Dieser Schirm schützt zuverlässig vor dem Naßwerden bzw. er tut dies nicht. Die Quote ist 10.000 zu 400.

    • heartofstone (kein Partner)
      05. August 2013 11:03

      400cm² wären 4%, 0,04% von 10 000 cm² sind 4 cm² ...

    • F.V. (kein Partner)
      05. August 2013 12:38

      Ja, das Integrieren ist ja leicht, aber das Addieren ...

      Danke für die Korrektur. Ich erhöhe die Quote auf 10.000 zu 4.

  14. phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
    05. August 2013 09:45

    Fällt das niemandem auf? Wenn das IPCC tatsächlich die Zahlen nach unten korrigieren sollte ist in der Tat die Luft raus: und zwar einzig aus dem strunzdummen Dauergesülze von ein paar selbstgefühlt die Weisheit gepachtet habenden Dünnbrettbohrern, dass nicht wissenschaftlich gearbeitet und nur ›Wunsch‹-Ergebnisse getrommelt würden, und aus sonst gar nichts.

    Allerdings sollte man den Economist-Artikel auch vollständig und aufmerksam lesen, dann entgehen einem auch nicht Sätze wie »The table … was put together by the IPCC working group on mitigating climate change, rather than the group looking at physical sciences.« Aha. Für mich heißt das, ich warte lieber auf den Bericht im Herbst, bevor ich in Triumphgeheule ausbreche, dass ja doch nichts so heiß geklimat wie ge-CO2t wird. (Auf das wissenschaftliche Detail, dass der 2013-Bericht die Temperatur in 2100 anspricht, der 2007-Bericht aber langfristige (also weit darüber hinaus) Equilibriumstemperaturen, und diese beiden Tabellen also gar nicht so inkompatibel sein müssen, gehe ich nicht näher ein)

    Schade ist, dass immer noch an absolut alle Indizien ignorierendem Unsinn wie »Sonne« und »kleine Eiszeit« festgehalten wird*) und offenbar immer noch geglaubt wird, dass man mit ein paar vorsichig ausgedrückt naiven Schulmädchenweisheiten das komplexeste Forschungsthema der Menschheitsgeschichte besser erklären könne als die jeweiligen Fachleute das tun: wie wenn jene diese Trivialargumentationen nicht kennen oder ignorieren würden. Mit Verlaub: was für eine dummdreiste Überheblichkeit und maßlose Selbstüberschätzung.

    Diese ›echten Klimaexperten‹, die die wahren Zusammenhänge kennen und beschreiben können, ohne sich mit der Materie befasst haben zu müssen, können aber getrost aufatmen: sie können höchstwahrscheinlich weiter genüsslich und in Ruhe auf die dummen Wissenschaftler hindreschen, die ja keine Ahnung haben. Denn was die taz über den 5. Sachstandsbericht meldet, klingt, ganz anders als von AU beschrieben, nicht wirklich nach ›eindeutiger Entwarnung‹. So berichtet und zitiert die taz vom 5. Bericht:

    »Nur wenn weltweit Energieversorgung und Landwirtschaft schnell und gründlich umgestellt werden, kann sich die Klimakatastrophe noch vermeiden lassen.«

    »Der Entwurf der Arbeitsgruppe III des IPCC vom 28. Februar 2013 ist pessimistisch: „Zwar könnten viele Probleme technisch gelöst werden, auch wäre genug Geld da. Aber die möglichen Verbesserungen werden kaum umgesetzt”«.

    »Die Autoren des Berichts rechnen vor: „Ohne verstärkte Anstrengungen zur Reduktion von Emissionen wird die Konzentration von Treibhausgasen noch vor 2030 die 450 ppm überschreiten.” Dies entspricht der Zwei-Grad-Grenze.«

    »In der Mehrheit der skizzierten Zukunftsszenarien wird die Grenze von „1.000 ppm im Jahr 2100 überschritten, selbst wenn sich das Wirtschaftswachstum abschwächt”. Dies entspricht einer Temperaturerhöhung um vier bis fünf Grad Celsius.«


    BG phaidros.vie@gmail.com

    P.S.'Beschimpfungen' irgendwelcher Personengruppen in den Sachstandsberichten sind mir völlig unbekannt.

    *) Gar nicht falsch, aber nicht geeignet zu erklären, was wir beobachten.

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      05. August 2013 11:39

      In der Tat ist die Luft raus: und zwar einzig aus dem strunzdummen Dauergesülze einer großen Zahl von Wissenschaftshuren und Profiteuren, die selbstgefällig die Weisheit gepachtet zu haben glauben, von Dünnbrettbohrern, die wissen, daß sie nicht wissenschaftlich gearbeitet und nur Wunschergebnisse geliefert haben, und dessen einzige Triebfeder das Belügen von Menschen ist, um möglichst viel Geld in die eigenen Taschen zu leiten.

      Werter phaidros, bevor Sie mir jetzt Polemik vorwerfen, vergleichen Sie erst einmal mit Ihrem eigenen Text.
      Täuscht der Eindruck, oder sind Ihre Äußerungen von einer zunehmenden Verbissenheit und Radikalität gekennzeichnet? Ich muß das doch nicht so werten, daß Sie sich als wissenschaftlich denkender Mensch unfähig erweisen, den sachlich unbestreitbaren Wandel des wissenschaftlichen Kenntnisstandes zu akzeptieren?

      P.S. Nein, von Meteorologie und verwandten Fächern verstehe ich nichts, Physik war nur ein Nebenfach, aber ich bilde mir schon ein, in meinem Leben einen gewissen Instinkt entwickelt zu haben, der mich vor unseriösen wissenschaftlichen Behauptungen warnt.
      Wegen Ihrer maßlosen Wortwahl überlege ich, ob ich Ihre obigen Äußerungen als persönliche Beleidigung werten muß.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 11:58

      Lieber Dr. Knölge, mit Verlaub, das ist jetzt aber ein kleines Bisschen in die Hosen gegangen: bitte lesen Sie die von November verlinkte Antwort auf ebendiesen Economist-Artikel: http://www.skepticalscience.com/economist-screws-up-draft-ipcc-ar5-sensitivity.html : Der Artikel ist nichts als schlechter, verantwortungsloser Journalismus – Ihr Instinkt müsste Sie eigentlich warnen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      05. August 2013 12:49

      Ok, es ist also in die Hose gegangen, ich habe Unrecht, Ihnen Worte vorzuwerfen wie:
      strunzdummes Dauergesülze, Dünnbrettbohrer, Schulmädchenweisheiten, Trivialargumentationen, dummdreiste Überheblichkeit, um nur die schönsten zu zitieren.

      Natürlich weiß ich, daß seriöse Wissenschaftler sich immer so ausdrücken und es keinesfalls ein Indiz ist für jemanden, der fürchtet, daß ihm die Felle davonschwimmen. Ein Hoch auf die klare Wissenschaftsprache!

      Doch genug damit. Was halten Sie eigentlich von

      http://dual-fluid-reaktor.de/

      Könnte diese Technik nicht die ganze leidige Klimadiskussion irrelevant werden lassen? Hätte Deutschland hier die Chance, sich endlich einmal für die Zukunft verdient zu machen? Immerhin versprechen die berliner Physiker nicht weniger als unendliche spottbillige Energie für die ganze Menschheit bei Null CO²-Emissionen.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 14:44

      Auch mit anderen, moderateren Wörtern habe ich es probiert – hat auch nichts gebracht, lieber Dr. Knölge. Und: ja, Sie haben Unrecht, mir die Wortwahl vorzuwerfen, wenn Sie im selben Atemzug zu ›Wissenschaftshuren‹, ›Profiteueren‹, ›Selbstgefällig‹, ›Lügner oder, ›Geld in die eigene Tasche wirtschaften‹ greifen – nicht etwa, weil meine Wörter dadurch um irgendetwas besser würden, aber es disqualifiziert Sie doch ein wenig für die Position, mich dafür zu kritisieren.

      Zum Dual fluid reactor kann ich so gut wie gar nichts sagen:

      Viel liefert eine Suche auf scholar.google.at (und auch auf der Open University, die etliche universitäre Bibliotheken umfasst) nicht dazu. Auch nicht zu Armin Huke, dem Leiter des Instituts.

      Warum das von einem privaten Institut für Festkörperphysik erforscht wird, könnte auch so eine kleine Ungereimtheit sein. Oder auch nicht – ich weiß es nicht. Die Patentbeschreibung liest sich wie die des perpetuum mobile. Eigenartig, dass der angegebene Link zum Deutschen Patentamt nicht funktioniert – aber ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

      Natürlich wäre es toll, wenn sich da etwas machen ließe, aber auch, dass es sich um Förderungsabzocker handelt, ist auch nicht auszuschließen. Und dazwischen alles möglich, würde ich sagen. Ich verhehle aber nicht, dass sich hier mein Instinkt meldet.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 14:57

      …auch, dass die Jury des Greentec-Award den Dual Fluid Reaktor vor kanpp 2 Monaten vom Wettbewerb ausgeschlossen hat, das aber auf der Webseite nicht einmal erwähnt wird, wirft nicht gerade ein seriöses Licht auf das Projekt. Ich werde mein Geld anderswo investieren.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
    • heartofstone (kein Partner)
    • Karl Knaller
      05. August 2013 17:44

      @phaidros
      Ei, wer schmarotzt denn da im Blog? Das Warten, bis die Schmarotzer zugelassen werden, muß ja furchtbar gewesen sein!

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      05. August 2013 19:13

      Seltsame Logik, mein lieber phaidros, wenn Sie den Ausschluß eines Kernreaktorprojekts durch die Jury des Greentec-Award als indiz für unseriöse Forschung sehen. Ist das nicht etwas sehr blauäugig?

      Was uns beide unterscheidet, ist wohl folgendes: Sie sind unerschütterlicher Anhänger des wissenschaftlichen Mainstreams der Klimaforschung. Sie sind gut informiert, neigen aber stark dazu, alles in Ihrem Sinne auszulegen.
      Wenn die Energiewende weit mehr als 10 Millionen Menschen voraussichtlich in die (relative) Armut zwingen wird, ist es mir nicht egal. Die Wende kostet mehrere Billionen, und es ist nicht die Frage, ob das unabänderlich ist zur "Rettung", sondern ich frage, ob nicht für viel weniger Kapital viel bessere Ergebnisse möglich sind.

      Warum haben Sie so wenig Vertrauen in Ihre wissenschaftlichen Kollegen? Der Dual-Fluid-Reaktor ist doch nur eine von vielen Optionen, es wird an vielen Bauformen geforscht. Ich habe volles Vertrauen, daß die Physiker das Klimaproblem für einen winzigen Bruchteil der Kosten lösen könnten. Ich bin davon überzeugt, daß alles möglich ist. Warum Sie nicht auch?

      Warum es nicht geschieht? Nun, da werde ich dann böse: Wissenschaftshuren, Profiteuren, Selbstgefällig, Lügner oder, Geld in die eigene Tasche wirtschaften...

      Sie sind also der Meinung, daß Wissenschaftler nicht käuflich sind und niemals ergebnisorientiert statt erkenntnisorientiert veröffentlichen, daß nie jemand profitiert, z.B Herr Altmeier nicht selbstgefällig ist, Politiker und das IPCC nie lügen und es bei der Umsetzung der Wende nie darum geht, Geld in die eigene Tasche zu wirtschaften?

      Interessant!

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 20:18

      Was an der Logik ist seltsam, wenn ein 54-köpfiges, aus diversen Fachgebieten zusammengesetztes Kommitee einen Beitrag nach Überprüfung und eingehender Beratung ausschließt (nbenbei erwähnt: einstimmig), weil er den selbstbehaupteten Eigenschaften nicht entspricht, die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass der Antragsteller ein Blender sein könnte? Ich wette, Sie haben diesen Hintergrund nicht recherchiert, sondern a priori ›meine‹ Logik als seltsam klassifiziert.

      Warum ich den ›Double fluid reactor‹ nicht für fundiert halte: weil er Angaben dieses Instituts zufolge bereits mindestens seit 2002 Jahren als Konzept vorhanden ist, aber die wissenschaftliche Suchmaschine der Open University (Eine Metasuchmaschine, die mehrere Dutzend Wissenschaftssuchmaschinen weltweit abdeckt) keine (0 Stück) und auch scholar.google.at lediglich 2 (eigen-) Zitationen zum Thema findet. Weil die Autoren (Armin Huke, Götz Ruprecht, Ahmed Hussein, Konrad Czerski, Stefan Gottlieb) einen Hirsch-faktor von ›praktisch nicht vorhanden‹ haben. Weil der Server des deutschen Patentamts den selbst angegebenen Link just dieses Patent "nicht findet". Läutet da nichts?

      Ich wette, auch das haben Sie nicht recherchiert, sondern nehmen einfach die Behauptungen der hübschen Webseite für bare Münze und stempeln mich zum »wissen eh ein bissl was, aber interpretieren halt« – das halte ich für den Unterschied zwischen uns: ich habe die Behauptungen der Webseite (wenngleich oberflächlich, aber mehr schien nicht nötig – es zerbröckelte gleich alles) überprüft.

      Mitnichten also neige ich dazu auch nur irgendetwas »zu interpretieren« (das halte ich für unwissenschaftlich). Ich neige im Gegenteil dazu, alles, was mir unterkommt, zu überprüfen. Und da kann ich berichten, dass bislang, und zwar über Jahre hinweg, in 100% der Fälle die Behauptungen der Skeptikerfraktion keinen Bestand hatten, und die der Klimawissenschaft (die ja weit weniger radikale Behauptungen aufstellt, als ihr ständig untergeschoben werden) großteils schon.

      Ja, ich gebe zu, dass das im Laufe der Zeit zur Gewohnheit wurde, und ich mittlerweile die Widerlegung eines Skeptizismusfanatikers nur noch als Routine sehe – alles andere wäre eine Überraschung (zu der ich aber prinzipiell gerne bereit wäre: weder »wünsche« ich mir irgendein Ergebnis, noch würde ich mich einem anderen als das derzeit akzeptierte verschließen. Nur einen Grund muss es dafür geben, und das passiert halt nicht.)

      Ja, ich halte Naturwissenschaftler für nicht käuflich, denn sonst sind Sie keine Naturwissenschaftler, so einfach ist das. Und werden, meistens früher als später, aber praktisch immer, aufgeblattelt (ich habe einmal hier 7 Gründe geschrieben, warum die Naturwissenschaft gar nicht so agieren kann, wie es ihr immer wieder vorgeworfen wird. Jeder einzelne davon war eigentlich hinreichend und zwingend. Das war einer davon). Immer wieder wiederhole ich die Empfehlung des leider verstorbenen Reinhard Böhm: vergessen Sie die politischen Empfehlungen des IPCC (das ist die politische Spitze), halten Sie sich an die 3000-seitigen Basisberichte (das ist die Wissenschaft).

      Tut mir leid, das sagen zu müssen, Ihr letzter Absatz ist unter Ihrem Niveau. Sie legen mir Worte in den Mund, die ich nie sagen würde: zum Beispiel, »dass die Politiker des IPCC nie lügen würden«. Fällt es Ihnen auf: »Die Politiker«. »Die Wissenschaftler«. Das klingt für mich schon ganz anders.

      Das einzige, das mir etwas verbissen erscheint ist der Versuch, mir Verbissenheit anzudichten – aus welchem Grund wäre nach einer Nullnummer wie diesem schlecht bzw. augenscheinlich gar nicht recherchierten Tagebuchblatt Verbissenheit denn angemessen?

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      06. August 2013 18:42

      Werter phaidros,

      wie ich sehe, hat Herr Unterberger ihren unterirdischen Post als besten Kommentar gelöscht. Ich hatte mich über die anfängliche Wertung schon etwas gewundert.

      Erst einmal, wieder antworten Sie nicht adäquat, sondern übersehen erneut meine wichtigste Botschaft. Ich habe angeregt, sich mit alternativen (Kern) Techniken zu beschäftigen. Sind Sie nicht nur ein Mainstreamwissenschaftler, sondern auch ein Kernkraftphobiker? Wo ist da Ihre wissenschaftliche Offenheit? Nun, damit muß ich wohl leben, ebenso mit Ihrer zunehmenden Arroganz. Ich erkläre das mal:

      Greentec-Award....natürlich alles unvoreingenommene Wissenschaftler oder vielleicht wie beim IPCC Studenten und Aktionisten von Greenpeace? Was wollen Sie mir da weismachen? Der Name ist Programm.

      Ihre Unterstellung, ich nähme die "hübsche Seite" von DFR für bare Münze, ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit. Ob der Machbarkeit hatte mich mein Instinkt gewarnt, und deshalb habe ich Sie gefragt. Und Sie stellen mich jetzt als unwissenschaftlichen Idioten hin.

      Zitat:
      "Und da kann ich berichten, dass bislang, und zwar über Jahre hinweg, in 100% der Fälle die Behauptungen der Skeptikerfraktion keinen Bestand hatten,"

      Da verschlägt es mir jetzt glatt die Sprache. 100%!!! Das gibt es in der Wissenschaft eigentlich gar nicht, ich habe während meines Studiums das jedenfalls so gelernt. Wenn Sie das stehen lassen, haben Sie sich in meinen Augen für immer als ernstzunehmender Diskussionspartner disqualifiziert.

      Zitat:
      "Ja, ich halte Naturwissenschaftler für nicht käuflich, denn sonst sind Sie keine Naturwissenschaftler, so einfach ist das."

      Das habe ich mehrmals gelesen, und mein Mund ist immer noch offen. So ein unterirdischer Satz. Hätten Sie geschwiegen, man hätte Sie für klug ...... Denken Sie das mal konsequent zu Ende!

      Wenn Sie mich schon zitieren, dann wenigstens richtig. Daß "Politiker des IPCC nie lügen", habe ich nicht gesagt. Und ja, Politiker lügen fast immer, mehr noch als Klimawissenschaftler!

      Lassen Sie mich ein Fazit ziehen. Das IPCC hat unbestreitbar den eigenen Alarmismus etwas nach unten korrigiert. Das war die Ursprungsmeldung. Das war eine Meldung, wie ich sie seit 10 Jahren voraussage und erwartet habe. Tut mir leid, aber Ihre Reaktion hat schon etwas Verzweifeltes.

      Übrigens gibt es ein Buch über das IPCC, in dem die Machenschaften und Lügen akribisch recherchiert werden. Da ich selbst ja nie recherchiere, werden Sie den Titel und die Autoren schon herausfinden. Lesen Sie es und überlegen Sie dann noch einmal, ob es richtig war, mich so abzumeiern, weil ich diese Verlogenheit angesprochen habe.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      06. August 2013 20:29

      Lieber Dr. Knölge, was wollen Sie von eigentlich mir?

      Ich habe mich damit beschäftigt: und keinerlei Substanz vorgefunden. Allerdings stelle ich Sie keineswegs als »unwisenschaftlichen Idioten« hin, sondern ich habe mehrmals darauf verwiesen, dass in mehr als einem Jahrzehnt keine (0 Stück) Zitationen von etwa 50 Wissenschaftssuchmschinen weltweit gefunden werden. Das spricht Bände. Sie wollen das oder dessen Bedeutung vielleicht nicht wahrhaben, aber so sieht es nun einmal aus.

      Sie schreiben weiter: »Das IPCC hat unbestreitbar…« aber das ist falsch: erstens »hat« das IPCC noch gar nichts (und wird es wahrscheinlich auch nicht), und zweitens ignorieren Sie Novembers Link völlig. Dort bleibt von dem Geschreibsel nicht viel übrig.

      Sie schreiben »Greentec … natürlich alles unvoreingenommene Wissenschaftler oder vielleicht wie beim IPCC Studenten und Aktionisten von Greenpeace?« Fragen Sie bitte den Veranstalter, aber nicht mich. Jedenfalls war die Entscheidung einstimmig, und Einstimmigkeit unter 54 Leuten herzustellen ist nicht einfach, wie Ihnen jeder Miteigentümer einer Eigentumsanlage bestätigen wird.

      Dass Sie mich nun für nicht klug halten, weil ich unwissenschaftliches Verhalten Wissenschaftlern weder zubillige noch zutraue bedaure ich, will und kann und werde es aber nicht ändern: ein Naturwissenschaftler, der ein Ergebnis biegt, sich kaufen lässt oder gar lügt, ist ungeachtet seiner Motive schon per definitionem kein Naturwissenschaftler. Wo Menschen sind, da menschelt es, und natürlich kommt das auch vor, aber die akademische Praxis deckt das zum Glück früher oder später auf. Vielleicht wollen Sie dazu die sehr lesenswerte Darstellung Inge Schusters http://scienceblog.at/diskussionsthema-wissenschaftliches-fehlverhalten im ScienceBlog lesen. Wenn ich mich nicht täusche, enthält auch das rd. 1-stündige Interview mit dem Ausnahmewissenschaftler Gottfried Schatz eine diesbezüglich Passage: http://www.youtube.com/watch?v=g3l8M596BKI (und mich mit Schatz und Schuster einer Meinung zu wissen, genügt mir in diesem Fall vollkommen).

      Welches Buch Sie meinen, weiß ich nicht – es gibt so viele davon. Wer sein Geld dafür ausgeben möchte, um sich genüsslich empören zu können, dem sei dieses Vergnügen von Herzen gegönnt. Aber ich empfehle etwas Gutes und verrate auch Titel und Autor: »Heiße Luft« von Reinhard Böhm, als gratis e-Book zu finden auf http://www.austria-lexikon.at/af/Web_Books/Sachbuch/Heisse_Luft

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      07. August 2013 18:29

      Gut, Herr Phaidros, ich würdige Sie jetzt zum letzten Mal einer Antwort.
      Der Grund ist Ihr Unfehlbarkeitsanspruch. Wer sagt, er habe 100 % aller Argumente seiner Gegner widerlegt, ist für mich ein Fall für den Arzt.

      Und das Buch, von dem ich gesprochen und das ich auch gelesen habe, ist:

      Von einem Jugendstraftäter, der mit dem besten Klimaexperten der Welt verwechselt wurde: Ein IPCC-Exposé von Donna Laframboise, Helmut Jäger, Chris Frey und Holger J. Thuss

      Feierabend.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      07. August 2013 19:41

      Ach, würdigen Sie mich? LOL - na, dann kann ich mich ja glücklich schätzen.

      Dass ich nicht einmal in Ansätzen einen Unfehlbarkeitsanspruch stelle, könnnen Sie schon (eigentlich mehrfach) in diesem Diskurs nachlesen. Dass bislang noch keine Frage gestellt wurde, die ich nicht beantworten konnte, könnte vielleicht auch an den Fragen liegen, die doch nicht so unbenantwortbar sind, wie die Fragesteller es vermuten – haben Sie daran schon einmal gedacht?

      Und dann kommen Sie mit Holger Thuss (ein ausgemachter Schmierfink, der keine Ahnung hat und sich von Shell bezahlen lässt) und glauben mich damit beeindrucken zu können? Ist misslungen.

      Schönen Feierabend!

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Geht es Ihnen wirklich um das Klima, oder kennen wir uns von früher, und Du willst mir nur öffentlich reinwürgen, was ich nicht für ein Präpotenzling bin? Du bist nicht so geheimnisvoll und undurchschaubar, wie Du glaubst. Und du hast gar keinen Doktortitel, richtig?

  15. november (kein Partner)
    05. August 2013 09:09

    Sollte es jemanden wirklich interessieren, hier eine qualifizierte Antwort auf den Artikel im Economist (Danke an Terbuan für den Link) :

    http://www.skepticalscience.com/economist-screws-up-draft-ipcc-ar5-sensitivity.html

    Wem das zu kompliziert ist, die zitierten "Charts" stammen aus einem Entwurf der Arbeitsgruppe "Klimamitigation", die ein vereinfachtes Modell verwendet, und sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen. Zudem hat der Economist diese Tabellen auch noch falsch interpretiert. So hat er CO2-Äquivalente mit CO2 verwechselt, ebenso die Durchschnittstemperatur 2100 mit der Gleichgewichtstemperatur.

    Also alles wie gehabt, Entwarnung kann man leider nicht geben.

    • terbuan
      05. August 2013 09:24

      @November
      Danke für Ihren Link, aber er läßt sich (derzeit) leider nicht öffnen!

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 09:46

      Jetzt scheint's zu gehen; Titel: »The Economist Screws Up on the Draft IPCC AR5 Report and Climate Sensitivity«

      Danke für den Link, november.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 09:58

      Und noch ein zweites, viel wichtigeres Danke, november: Sie haben da – und das ist schon etwas peinlich – die Arbeit getan, die eigentlich vom Spitzenjournaltisten höchstselbst zu erwarten gewesen wäre. Danke dafür.

    • terbuan
      05. August 2013 10:02

      Danke phaidros,
      jetzt funktioniert der Link!

  16. terbuan
    04. August 2013 22:10

    Bevor die Klimadebatte morgen in die nächste Runde geht, lesen Sie einige der von mir verlinkten Beiträge aus den DWN:

    Es bedrohen uns neben dem Klima grausame Szenarien, von der Geldvernichtung, dem totalen Überwachungsstaat bis zum ultimativen Crash der Finanzmärkte!

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/04/schulden-der-spekulanten-gefaehrden-das-welt-finanzsystem/

    Schulden der Spekulanten gefährden das Welt-Finanzsystem

    Die großen Hedge-Fonds haben massive Schulden aufgehäuft, um ihre Wetten zu finanzieren. Zusätzlich schieben sie völlig unabsehbare Risiken mit Derivaten vor sich her. Kommt es zum Crash, könnten die Hedge-Fonds zu den Totengräbern des globalen Finanzsystems werden.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/04/umverteilung-in-europa-hat-begonnen-deutsche-sparer-verlieren-21-milliarden-euro/

    Laut Berechnungen der Postbank verlieren die deutschen Sparer in diesem Jahr 14 Milliarden Euro. Und im Jahr 2014 wird der Verlust bereits 21 Milliarden Euro betragen. Der Grund: Die niedrigen Zinsen der EZB führen zur direkten Zerstörung der Vermögen der Deutschen.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/03/amerikaner-fordern-ezb-soll-deutschland-inflation-schmackhaft-machen/

    Amerikaner fordern: EZB soll Deutschland Inflation schmackhaft machen

    Die Federal Reserve gibt der EZB eine klare Richtung vor: Es müssten unbegrenzt Staatsanleihen gekauft werden, bis die Wirtschaft wieder wächst. Die Inflation, die dadurch entstehen würde, müsste man der deutschen Öffentlichkeit nur richtig erklären.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/03/terror-amerikaner-sollen-private-reiseplaene-bei-us-regierung-registrieren/

    Nach der umfassenden Reisewarnung für US-Bürger rät die Obama-Administration nun allen US-Bürgern, ihre privaten Reisepläne beim Außenministerium im Detail zu registrieren. Offenbar wollen die Geheimdienste einen Überblick bekommen, wo die Bürger hinfahren. Die Amerikaner reagieren auf den jüngsten Terror-Hype mit Sarkasmus.

    Genug für heute, einen schönen Abend noch!

  17. Brigitte Imb
    04. August 2013 18:01

    OT

    Norbert Leser, "Ein Roter, der unter der SPÖ leidet"

    Leser machte seine harte Kritik an seiner Partei auch an Personen fest. Franz Vranitzky sah er als "Blender", Alfred Gusenbauer als "Geschäftemacher" und Werner Faymann als "Ausgeburt des Apparats" an.

    Heinz Fischer ist in den Augen Lesers gar "der böse Geist der SPÖ".

    http://www.salzburg.com/nachrichten/diverse/kopf-des-tages/sn/artikel/ein-roter-der-unter-der-spoe-leidet-61002/

    • terbuan
      04. August 2013 22:19

      Brigitte,
      zu Norbert Lesers 80. Geburtstag am 31.5. erschien auch in der Wiener Zeitung (sic!)ein lesenswerter Beitrag:

      "Der letzte Kampf den Atheisten"

      hier auszugsweise:

      "Einige setzen alles daran, die Kirche zu zerstören"
      Leser hat auch eine Erklärung für diese Apathie der Bürger - und kommt so auf sein zweites großes Thema neben der kritischen Begleitung der Sozialdemokratie zu sprechen: Gott und Glaube im Allgemeinen und die katholische Kirche im Besonderen. "Dass von einigen Kreisen alles darangesetzt wird, die Kirche als moralische Instanz zu zerstören - und diese auch selbst durch Verfehlungen daran mitarbeitet" - das ist für den gläubigen Sozialphilosophen die Wurzel des gesellschaftlichen Desinteresses.

      http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/549792_Der-letzte-Kampf-den-Atheisten.html

    • Ambra
      07. August 2013 22:25

      Brigitte Imb: danke für den Hinweis !

  18. Karl Knaller
    04. August 2013 17:09

    Welch' ein Glück, daß sich unser Klimahysteriker phaidros aus dem Blog schon vertschüsst hat, und daher diesen Eintrag unseres A.U. nicht mehr lesen muß (er wird doch nicht unter einem anderen nick...?). Seine Nachfolger (observer et al.) sind halt nur ein kümmerlicher Ersatz.

    • machmuss verschiebnix
      04. August 2013 19:18

      phaidros brachte allgemein recht gute Argumente und war eine Bereicherung für den Blog .

    • kakadu
      04. August 2013 20:06

      @machmuss verschiebnix

      ****************!

    • Observer
      04. August 2013 20:10

      Karl Knaller:
      Mit solchen Beiträgen werden Sie auch noch andere Blogteilnehmer vertreiben, denn eine seriöse Diskussion ist von Ihnen ja nicht erwünscht. Phaidros hatte, wie viele andere "Ehemalige" sachliche Beiträge gebracht, welche ich nun vermisse. Vielleicht wären Sie bei Online-Blogs von Standard u.a. besser aufgehoben?
      Ich hatte kürzlich die sog. Südalpen (Südinsel von Neuseeland) besucht, auch dort sind die Zungen vom Fox- und Franz-Josef-Gletscher, welche früher fast bis zum Meer reichten, schon stark zurückgegangen.
      Herzliche Grüße von einem anderern "Klimahysteriker".
      Observer

    • Karl Knaller
      05. August 2013 07:27

      @Observer
      Ja, wenn das so ist.... Ihr erster Satz macht mir Hoffnungen!

    • diko
      05. August 2013 10:00

      Karl Knaller
      ************!

    • Observer
      05. August 2013 14:41

      Karl Knaller, 05. August 2013 07:27:
      Sie werden diesen Blog sicher bestens bereichern.
      Übrigens: phaidros meldet sich bei solchen Themen sicher etwas später zu Wort - siehe z.B. weiter oben - da er kein (zahlender) Partner mehr ist.

    • Karl Knaller
      05. August 2013 17:49

      Wie man sich irren kann, aber sein Gesinnungsgenosse kennt ihn halt besser! Was mir entgangen ist: der gute phaidros straft ja A.U. nur durch Entzug des Partner-Beitrages. Wenn die Sperre für Nicht-Partner endet, schmarotzt er fröhlich mit.

    • diko
      06. August 2013 07:06

      Observer,
      den Dachstein haben Sie noch nicht besucht? Der dortiger Gletscher gab die Baufundamente der Sudwandseilbahn aus den 60'er und Markierungen aus den 30'er Jahren frei, ach ja und im 13. Jahrhundert war er "Almbewirtschaftet".

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      06. August 2013 08:22

      »Der dortiger Gletscher gab die Baufundamente der Sudwandseilbahn aus den 60'er und Markierungen aus den 30'er Jahren frei«

      Hmm, mit dieser Darstellung ist Ihre Aussage nicht wirklich kompatibel, diko: http://www.dachsteingletscher.info/?do=results – können Sie einen Beleg dafür angeben, oder ist das nur so dahinbehauptet?

    • Wyatt
      07. August 2013 07:21

      Ja, es kann sich jeder vor Ort, davon überzeugen!

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      07. August 2013 08:01

      Danke, nehmen wir das zur Kenntnis – und was beweist es?

    • Wyatt
      07. August 2013 16:31

      Daß das Klima hierzulande, der 30'er und 60'er Jahre ähnlich wieder einmal dem derzeitigen ist!

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      07. August 2013 17:37

      Bedaure, das können Sie mit Sicherheit nicht davon ablesen: die Eisfläche ist kein Stellvertreter für die Temperatur, sondern, vereinfacht gesagt, die gemittelte Eisfläche ist Stellvertreter für die gemittelte Temperatur.

      Kurzfristig können sich auch gegenläufige Trends ergeben. So war bspw. der letzte Vorstoß der Dachsteingletscher in den 1980ern[1] (und meine Vermutung ist, dass dabei die Fundamente aus den 60ern bedeckt wurden). Solche kurzfristigen Trends können aber alle möglichen Ursachen haben: niederschlagsreichere Jahre ebenso wie ein paar Jahre mit niedrigerer Temperatur – vermutlich ein wenig von beidem. Hier sehen Siass bspw. so ein Vorstoß mit den Vulkanausbrüchen von Chichon und Pinatubo zu tun haben könnte.

      Mit der Durchschnittstemperatur hat das rein gar nichts zu tun, die Folgerung »Daß das Klima hierzulande, der 30'er und 60'er Jahre ähnlich wieder einmal dem derzeitigen ist!« ist schlichtweg unzulässig, um nicht zu sagen falsch. Wie immer sind die Zusammenhänge etwas komplizierter: die »Equilibriumstemperatur« braucht Jahrzehnte um sich einzustellen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      [1] OÖ Landesmuseum: http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/GmuGeoStud_2_0237-0246.pdf ; Abb. 2

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      07. August 2013 18:20

      Entschuldigung, bitte. Nochmal richtig:

      Hier sehen Sie, dass bspw. so ein Vorstoß mit den Vulkanausbrüchen von Chichon und Pinatubo zu tun haben könnte: http://berkeleyearth.org/volcanoes

  19. Brigitte Imb
    04. August 2013 16:32

    Klimawandel ist existent seit es das Klima gibt, so vermute ich einmal als Nichtexpertin. Daß allerdings Klimazertifikate und sonstige Absahnungsexperimente daran etwas ändern werden/können, das möchte ich bezweifeln.
    Natürlich sollten wir mit unserer Umwelt sorgsam umgehen und Verschmutzung eindämmen wo es möglich ist, was im Kleinen auch gemacht wird. Den Dreck machen schon die Großen und die noch größeren Klimaapostel wollen dafür Cash. Sie haben eine finanzielle Spielwiese entdeckt, wofür sie gerne eine erhöhte Umweltbelastung eingehen, um an den schönsten Plätzen dieser Welt klimagipfeln zu können. Wär´ doch schade, würde diese Annehmlichkeit wegfallen.

  20. Gerhard Pascher
    04. August 2013 13:06

    Hat die Wahrheit eine Chance? (Titel des heutigen Kommentares)

    "Was ist Wahrheit?", hatte schon Pilatus gefragt und nicht auf die Antwort gewartet, sondern ist schnell davongegangen. Da inm heute kommentierten Fall die Übereinstimmung mit Tatsachen bzw. einen Sachverhalt bestritten wird, kann nur von eigenen Erkenntnissen und Überzeugungen gesprochen werden.

    Ich lese beim Mathematiker Arnold Neumaier (Uni Wien):
    Wenn der Begriff Wahrheit fällt, denken viele an sachliche Wahrheit: das, was von den Umständen unabhängig ist, regelmäßig, wiederholbar und objektivierbar; das, was die Naturwissenschaft studiert. Der Apostel Paulus sagt einmal: ``Prüfet alles, und das Gute behaltet'' (1. Thess. 5:21). Genau das tun wir Naturwissenschaftler. Wir haben gelernt, zielstrebig zu prüfen durch gutangelegte Experimente, und wir haben quantitative Methoden entwickelt, das Bessere vom Schlechteren zu unterscheiden. Indem wir das Schlechte ausscheiden, sammelt sich das Gute allmählich an. Und das ist der Grund, warum wir nach 2500 Jahren wissenschaftlicher Tradition einen immer reicheren Schatz an Erfahrung haben. Daher ist die Naturwissenschaft weitgehend so objektiv, daß wir uns darauf verlassen können. Wir sehen also: die Qualität der Naturwissenschaft, die wir heute erreicht haben, liegt nicht so sehr an der sachlichen Wahrheit, sondern daran, wie das, was wir als sachliche Wahrheit ansehen, im Lauf der Zeit gesichtet und verbessert worden ist. Die Güte der erkannten Wahrheit hängt also von der Art des Umgangs damit ab.

    Weder Andreas Unterberger noch IPPC haben die Wahrheit gepachtet.

    • Wyatt
      07. August 2013 16:34

      ........aber Andreas Unterberger lügt nicht vorsätzlich!

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      07. August 2013 17:43

      Nein, das wohl nicht – ich bin auch überzeugt, dass er das glaubt was er schreibt.

      Was die Sache allerdings nicht weniger schlimm macht als Lüge: er behauptet zwar, offen zu sein, aber er hört nicht zu, wenn man ihn über seine Irrtümer aufklärt und verbreitet unverdrossen weiter seine »Wahrheit«.

      Woher will er die aber haben, wenn er 250'000 Klimafroschen in Milliarden Arbeitsstunden nicht zugesteht, sich ihr nähern zu können? Das braucht schon eine gehörige Portion Selbstvertrauen (nicht -bewusstsein, wohlgemerkt) gepaart mit Unverständnis.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  21. Rosi
    04. August 2013 12:48

    Der Klimawandel ist ein attrakives Thema, mit dem man rasch Geld machen kann. Hard Facts gibt es praktisch nicht. Die Panikmache ist den Politikern auch recht, denn sie lenkt von realen Problemen ab, deren Lösung schon längst in Angriff genommen gehört. Die unkritischen Medien sind willige Werkzeuge, wenn sie nur keine Arbeit haben, bringen sie inzwischen ohnedies nur mehr das, was man ihnen zur Veröffentlichung zuschiebt.
    Und viele Menschen glauben sowieso, der Mensch sei der Mittelpunkt des Universums, und kommen daher gar nicht auf die Idee, daß ein Einfluß selbst der gesamten Menschheit auf die Erde vernachlässigbar ist - sozusagen eine Stelle irgendwo sehr weit hinter dem Komma ....

    Nein, den Klimawandel geben die, die daraus Kapital schlagen - und das sind nicht wenige - sicher nicht so schnell her.

    Das die Anzahl der Menschen jedoch für die Erde bereits viel zu hoch ist, und sich die Natur nicht mehr regenerieren kann, viele Arten aussterben, weil der Mensch immer mehr Raum einnimmt, das wird wohl niemand bestreiten. Aber das ist meiner Meinung nach ein anderes Thema.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • machmuss verschiebnix
      04. August 2013 15:00

      @Rosi,

      » Hard Facts gibt es praktisch nicht « - ja, ja - hartes Gletscher-Eis ist verschwunden,
      auch die Eisbären am Norpol müssen "umgeschult" werden - surfen auf Eisschollen
      ist "out" - mit Robben um die wette tauchen ist jetzt "hip" .

      Ich bin mir letztlich nicht sicher, ob Sie das mit den "hard facts" nicht doch vielleicht
      ironisch gemeint haben, ist aber für die Facts unwesentlich.

      Was würden Sie denn als Facts acceptieren - Badestrand in Nord-Grönland - Golfplatz
      am Königin-Maud-Land ?

      .

    • Rosi
      04. August 2013 16:27

      @machmuss verschiebnix

      Es ist durch nichts zu beweisen oder bewiesen, daß die von Ihnen angesprochene Entwicklung durch den Menschen verursacht ist.
      Die Erde hat sich seit ihrer Entstehung immer weiter entwickelt, und in gravierenderem Ausmaß. Denken Sie doch nur an die Eiszeiten, oder daran, daß die Sahara war vor einigen Tausend Jahren eine Savanne war.

      Mit hard facts meine ich auf Untersuchungen basierende Erkenntnisse, die bisher noch nicht widerlegt werden konnten.
      Was es im Bereich des Themas Klimawandel gibt, ist alles umstritten, und für jedes Untersuchungsergebnis gibt es mindestens eine Studie, die das genaue Gegenteil beweist.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 10:47

      »Es ist durch nichts zu beweisen oder bewiesen, daß die von Ihnen angesprochene Entwicklung durch den Menschen verursacht ist.«

      Und welchen Unterschied macht es, ob eine langfristig die menschliche Zivilisation potenziell gefährdende Umweltveränderung vom Menschen selbst verursacht wird oder nicht?

      Abgesehen davon haben Sie recht: ›bewiesen‹ im Sinne einer schlüssigen Beweiskette ist es nicht. Allerdings ist derzeit keine (und damit ist gemeint: keine) alternative Erklärung am Horizont, und die Beobachtung korreliert signifikant.

      Und: ›kein Beweis‹ ist noch lange kein Gegenbeweis.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Rosi
      05. August 2013 12:07

      @phaidros

      Im einen Fall kann ich Gegenmaßnahmen setzen die greifen, im anderen haben diese keinen Sinn - das ist der Unterschied.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 12:24

      Ich sehe schon den Punkt, aber warum sollte das so sein, liebe Rosi? Dass der Mensch sich ohne ktiv zu werden in sein Schicksal ergibt? Dann hätten wir auch Krankheiten nicht in den Griff kriegen können, hätten keine Kanalisation und keine Flutwehren bauen können und hätten uns auch niemals in die Lüfte erhoben. Alles von der Natur so nicht eingerichtet. Ja, selbst die simple Behausung, die uns vor der Kälte des Winters schützt, ist eine wirkungsvolle Maßnahme gegen die Unbillen der Natur.

      Dabei bitte das oben Gesagte nicht zu vergessen: i) es stimmt, es gibt keinen schlüssigen Beweis. Aber das ist noch lange kein Gegenbeweis. Und ii) von der Skeptikerseite*) gibt es nichts, das die Beobachtungen erklären könnte (und das ist ein es genau untersucht habendes ›es gibt nichts‹, kein wegwischendes).

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) Das ist das Problem der Skeptikerfraktion, ohne dass sie es bemerkt: einerseits wischt sie die Beobachtung der Erderwärmung als solches weg (was sich mittlerweile rundheraus als falsch heraus gestellt hat), und andererseits bietet sie gleichzeitig (ungeeignete) Erklärungsmodelle an**). Schon da ist eine eklatante Unlogik in der Argumentation).

      **) Sonne, Klimawandel schon immer, kleine Eiszeit, CO2 läuft hinterher usw. usw. Eine schöne, beantwortete Zusammenstellung der Contra-Argumente finden Sie in englischer Sprache auf http://www.skepticalscience.com/argument.php

    • Rosi
      05. August 2013 14:00

      @phaidros

      Manchmal frage ich mich, warum nicht die naheliegendste Sache im Zusammenhang mit dem Menschen und dem möglichen Einfluß auf das Klima untersucht (oder berichtet) wird - der direkte Einfluß der Existenz von so vielen Menschen auf diesem Planeten. Und die Antwort ist einfach: Weil man sich vor dem Ergebnis fürchtet. Aber vor Tatsachen die Augen zu verschließen, heißt, den sprichwörtlich verlorenen Schlüssel unter der Lampe zu suchen, und nicht dort, wo er ist. Und das ist wenig zielführend.
      In der Liste - danke für den Link - habe ich diesen Punkt auch nicht gefunden.

    • phaidros, aus gutem Grund (kein Partner)
      05. August 2013 16:45

      Naja, liebe Rosi, ist es nicht genau das, was ohnehin überdeutlich zwischen allen Zeilen steht?

      Und mehr oder weniger explizit finden Sie das auch in den Gruppen der Emmissionszenarien der IPCC thematisiert: Werfen Sie einmal einen Blick auf http://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/informationsportal-klimawandel/klimaforschung/klimamodellierung/emissionsszenarien , dort finden Sie durchaus Bevölkerungszahlen.

      Das Problem: wir können schlecht 5 Milliarden erschießen, weil wir zur Überzeugung kommen, der Planet »hält nur 2 Milliarden aus« – oder was schlagen Sie vor?

      Was ist also zu tun? Wir als Menschheit müssen einfach lernen, wie man ein Kamel durch ein Nadelöhr schiebt, ohne ihm dabei zu sehr weh zu tun. Daran geht kein Weg vorbei. Je länger wir uns dagegen wehren, desto größer wird das Kamel.

      Dabei können natürlich nur die Industrienationen vorangehen, was denn sonst?

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Rosi
      06. August 2013 12:37

      @phaidros

      Danke für den interessanten Link.

  22. RR Prof. Reinhard Horner
    04. August 2013 12:41

    reinhard.horner@chello.at

    Im Geschäfte machenden Streitigkeiten mit Klimaveränderungshintergrund sollte nicht untergehen, auf welche Grenzen wir in unserer Lebenswelt der Menschheit von 7 Milliarden plus zusteuern.

    Weil es auch da schon voreilige Katastrophenprophetie gegeben hat, darf uns das nicht zu allzu bequemen "Entwarnungen" verleiten.

    Ein zukunftstauglich erneuertes Wirtschaften und kulturelles Gestalten ist unabdingbar.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      05. August 2013 20:01

      reinhard.horner@chello.at

      Mit einer Fortsetzung jener obsoleten Gegenabhängigkeit von altneu-liberalen mit zentralplanwirtschaftlichen Ideologien und praktischen Vorgangsweisen ist keine Zukunft zu gewinnen.

  23. schreyvogel
    04. August 2013 12:35

    Die "Kleine Eiszeit" hat Gott gemacht, die derzeitige Zwischeneiszeit jedoch der Mensch. Das wissen die Grünen, und darum sind sie auf die Autofahrer böse.

    • schreyvogel
      04. August 2013 12:36

      sorry, gehört hinter Anton Volpini.

    • Anton Volpini
      04. August 2013 12:58

      Ich frag mich nur manchmal, schreyvogel, warum der liebe Gott diesen Unfug zuläßt? :-))

    • GOP
      04. August 2013 13:12

      Anton Volpini:

      Einfache Antwort: Gott lässt uns die völlige Freiheit im Handeln, ob es gut oder böse ist. So können wir ihn zu Lebzeiten auch völlig ablehnen. Das unterscheidet das Christentum von vielen anderen Religionen und Philosophien. Allerdings wird man nach dem irdischen Tod auch Rechenschaft ablegen müssen.
      Wir sind eigentlich nur "Verwalter" dieser Erde und sollten sie in gutem Zustand auch an unsere Nachfahren weitergeben. Machen wir das derzeit?

    • Anton Volpini
      04. August 2013 13:26

      " Machen wir das derzeit?"

      Nein GOP das machen wir nicht. Liest man die Geschichte der Menschheit, dann war das nie der Fall. Nur haben wir heute die technische Ausstattung um wirklich nachhaltigen Schaden an unserem Planeten anzurichten.
      Den Rest Ihrer Zeilen teile ich uneingeschränkt!

  24. Observer
    04. August 2013 12:25

    Es ist völlig sinnlos, hier über den Klimawandel zu diskutieren, denn

    Tatsache ist, dass ....
    ° es einen Klimawandel gibt
    ° Dr. Unterberger und viele seiner Fans dies bestreiten und eine Extremposition einnehmen
    ° IPPC und andere Organisationen und Gruppierungen das andere Extrem vertreten und machen z.T. damit gute Geschäfte
    ° es immer schon klimatische Veränderungen gab, wo der Mensch kaum Einfluß hatte (Meteoriteneinschlag, Vulkanausbrüche, Waldbrände u.a.)
    ° seit über 100 Jahren die Menschheit verstärkt Kohle, Öl und Gas verbrennt, deren enorme zusätzliche Abgasmengen es vorher nicht gegeben hatte
    ° zusätzlich durch die Herstellung, Verarbeitung und Verwendung von Chemikalien viele Stoffe in die Umwelt gelangen, was in den vergangenen Jahrtausenden nicht der Fall war
    ° viele moderne Produkte nach Gebrauch nicht "abbaubar" sind, deren Müll belastet daher die Umwelt (Meere, Süßwasser, Erdböden, Luft)
    ° die Natur einen Teil der zusätzlichen Emmissionen "verkraftet", wenn es aber zu viel wird, dann schafft sie einen Ausgleich nicht mehr.
    ° die Sonne der Erdkugel soviel an Energie gibt, welche die ganze Menschheit ausgiebig versorgen könnte, wenn man diese auch sinnvoll nützen würde.

    Ich lehne beide oben genannten Extrempositionen ab, aber im Zweifelsfall sollte man doch auch an die langfristigen - wenn auch nur "möglichen" - negativen Auswirkungen denken, an denen dann die nächsten Generationen zu leiden haben.

  25. Josef Maierhofer
    04. August 2013 11:27

    Ich halte solche Selbstbedienungsorganisationen wie den IPCC für obsolet.

    Statistiken zu sammeln, Prognosen zu stellen auf wissenschaftlicher Basis, das ist legitim, zu forschen, zu veröffentlichen.

    Aber sich mit einschlägigen Aufträgen einzudecken und Regierungen, sprich die anderen Menschen, zu zwingen, das zu zahlen ist genauso zu verurteilen, wie die Selbstbedienung der Politik.

  26. machmuss verschiebnix
    04. August 2013 09:45

    Geschätzer Herr Unterberger,

    ich bin da ganz und gar anderer Meinung. Wir haben alle die Chance, ein allenfalls
    ge-hyptes Larifari zu ignorieren, falls es keine Fakten aus unserer eigenen Umwelt gibt.

    Und solche gibt es:
    Unsere Alpen-Gletscher sind futsch - z.B. füllte der Pasterzen-Gletzer vor 100 Jahren
    noch den gesamten Pasterzen-Kees aus - ein gewalltiger Eisklotz, der dort schon immer
    drinnen lag (zumindest seit der Eiszeit) . OK - die Eiszeit ist vorbei, aber daß der
    Pasterzen-Gletscher das erst vor rund 100 Jahren "bemerkte" - schon komisch oder ? ? ?

    Und in den letzten 30-40 Jahren konnte man buchstäblich zuschauen, wie die Eismasse
    von Schul-Ausflug zu Schul-Ausflug dünner wurde .

    Bestenfalls könnte man drüber streiten, wieviel von der Erwärmung menschengemacht ist,
    aber dies zu ignorieren ist eine sehr fragwürdige Taktik.

    .

    • terbuan
      04. August 2013 10:07

      @machmuss verschiebnix

      "Bestenfalls könnte man drüber streiten, wieviel von der Erwärmung menschengemacht ist, aber dies zu ignorieren ist eine sehr fragwürdige Taktik."

      Das ist genau der Punkt und auch das Problem, oder anders ausgedrückt, wer hat größeren Einfluss auf das Klima, die Sonne oder der Mensch?

      Selbst der vorwiegend von Vertretern der IPCC erstellten, aber sehr interessanten Wiki-Seite über den Gletscherschwund heisst es u.a.

      "Durch von den zurückweichenden Gletschern freigegebene Funde von Torfen und Baumstämmen zum Beispiel an der österreichischen Pasterze[14] lässt sich auch zeigen, dass die Ausdehnung einiger Gletscher in früheren Zeiten (vor 6.000–9.000 Jahren) deutlich geringer gewesen ist als heute".....

      http://de.wikipedia.org/wiki/Gletscherschwund_seit_1850

    • Josef Maierhofer
      04. August 2013 11:23

      @ machmuss verschiebnix

      Dass ich das Klima in Erwärmung befindet, wissen wir, was hat das aber mit CO2 - Zertifikaten zu tun, die Klimahysterikern Geschäfte bringen.

      Das Weltklima wird sich ändern, egal, welche Prognosen, Handlungen, etc. Menschen setzen.

      Die Alpen waren schon des Öfteren in der Geschichte eisfrei und auch umgekehrt bis hinaus zum Chiemsee vergletschert.

      Klimawandel ist feststellbar, betrachtet man die Erwärmungskurve, nämlich Erwärmung, aber bis vor gar nicht so lange gab es durchschnittliche Abkühlung. Lesen wir Werke von Adalbert Stifter, Bergkristall, so gab es um diese Zeit noch haufenweise Schnee und Gletscher.

      Aber die verlogene Geschäftemacherei mittels (noch dazu) gefälschter Daten, die Hysterie, die da aufgeführt wird auf Grund der Tatsachen, dass wir bei unserem Klima gerade wieder eine Erwärmungsphase haben, die verurteile ich.

    • Anton Volpini
      04. August 2013 11:34

      "Pasterze: Pastir Hirte; Die Pasterze war um 1600 nachweisbar noch eine fruchtbare Alm"
      Steht auf der Homepage von Großkirchheim.

      Der Klimawandel hat nach 1600 die kleine Eiszeit gebracht, und heute läßt der Klimawandel das Eis wieder schmelzen.
      Und ob es morgen wärmer oder kälter wird, weiß nur der liebe Gott, aber sicher nicht die Gauner vom IPCC!

    • machmuss verschiebnix
      04. August 2013 13:58

      @Volpini,

      wo ist die Hochalm und wo ist der Gletscher ?

      Die Hochalm (war) nur deshalb eine, weil der Gletscher genug Wasser gergab.
      Mag ja sein, daß der Gletscher irgendwann mal so mächtig war, daß er bis über die
      Hochalm runter hing, was aber noch viel mehr über seinen Rückgang aussagen würde.

      .

    • Anton Volpini
      04. August 2013 14:36

      @machmuss verschiebnix

      Die Hochalm wird diese Alm genannt, in die das Vieh nach der niederen Alm im Sommer hinaufgetrieben wird, um nach der Abweidung derselben wieder in die niedere Alm heruntergetrieben zu werden, bevor das Vieh im Herbst ins Tal getrieben wird. Wasser gibt es auf den Almen auch in einem trockenen Sommer, so wie heuer, immer genug. Mit einem Gletscher hat das nichts zu tun.

      Bei uns gibt es die Hochalmspitze, die Tauernkönigin! Eine der schönsten Dreitausender der Alpen. Der Name stammt aus derselben Quelle.
      In Seckau gibt es ebenfalls eine Hochalm mit derselben Bedeutung.

    • machmuss verschiebnix
      04. August 2013 15:23

      @Anton Volpini ,

      Sie sind ein sehr vernünftiger Zeitgenosse - und zudem auch ein Salzburger - drum
      gehe ich davon aus, daß auch Ihre Hochalm nicht von der Salzach gespeist wird [blöd grins] .

      OK - das war jetzt klar unter'm Niveau - ich hoffe Sie könnes das einem (sturen) Landsmann verzeihen - aber worum streiten wir eigentlich ? Wenn ich Ihre Beiträge ansehe, gibt es
      weitgehende Übereinstimmung - abgesehen davon, daß ich die Erderwärmung für eine
      Tatsache halte.

      .

      Aber mal ganz ohne

    • Brigitte Imb
      04. August 2013 16:00

      @ machmuss verschiebnix,

      na wenn Sie sich da nicht einen Nagel eingetreten haben........Anton Volpini ein Salzburger!?
      Ich dachte der ist ein waschechter karinthischer Kasnudelexperte und nicht auf Salzburger Nockerln spezialisiert. :-)

    • machmuss verschiebnix
      04. August 2013 16:08

      @Brigitte Imb,

      jå mi håm's g'haut - dös a nu - a kchaant'na - wo moch I oftan hiaz ?

      .

    • Brigitte Imb
      04. August 2013 16:15

      Lei obbitten und a Kärntnerlied singen......:-)

    • machmuss verschiebnix
      04. August 2013 16:19

      Auch noch singen - ich kann doch das Forum nicht total versauen - würde sagen,
      ich warte mal ob mich vielleicht der Gong ( der nächste Artikel von A.U. ) über die
      Runde rettet [uff] .

    • Brigitte Imb
      04. August 2013 16:34

      Aaaah, der Wille geht für´s Werk und singen ist Kunst, also keine Hemmungen, alles ist erlaubt.

    • machmuss verschiebnix
      04. August 2013 16:44

      [ schmunzel ]

    • Anton Volpini
      04. August 2013 18:08

      I hau mi o
      (reg. Brigitte Imb)

      oder unlängst auf Neuhochdeutsch

      I hook me down

      Was aus einer Klimadiskussion so alles werden kann. :-)))))))

    • machmuss verschiebnix
      04. August 2013 18:14

      Leute - wir schreiben das der Hitze zu und Schwamm drüber [zwinker]

    • Brigitte Imb
      04. August 2013 18:18

      Ja klar, bei diesen Temperaturen und ohne Sonnenhut, da kann schon das eine od. andere Ventrikerl den Liquor lochen lassen.........

      Bei uns (w NÖ) hat´s gerade so getan als würde es regnen - 2000gtt - und es zeigt immer noch 29°.

  27. terbuan
    04. August 2013 09:33

    Ich ergänze diesen Kommentar durch einen Link zu dem Bericht im "Economist":
    http://www.economist.com/news/science-and-technology/21581979-peek-inside-next-ipcc-assessment-sensitive-information

    Hier der wesentliche Teil als Auszug:

    ...."Still, over the past year, several other papers have suggested that views on climate sensitivity are changing. Both the 2007 IPCC report and a previous draft of the new assessment reflected earlier views on the matter by saying that the standard measure of climate sensitivity (the likely rise in equilibrium temperature in response to a doubling of CO2 concentration) was between 2°C and 4.5°C, with 3°C the most probable figure. In the new draft, the lower end of the range has been reduced to 1.5°C and the “most likely” figure has been scrapped. That seems to reflect a growing sense that climate sensitivity may have been overestimated in the past and that the science is too uncertain to justify a single estimate of future rises".....

    Meine schon öfter vertretene Meinung. dass der Mensch die langfristigen Klimaveränderungen nur marginal beeinflussen kann, wird hier wieder einmal bestätigt.

  28. dssm
    04. August 2013 09:33

    Das Ende war schon klar als Klimawandel durch Nachhaltigkeit ersetzt wurde (Rio).

    Und da passiert das interessante, eine neue grüne Bewegung kommt auf uns zu. Wie auch die ursprünglichen Grünen ist die Peak Oil Bewegung zutiefst von bürgerlichen und konservativen Gruppen durchsetzt. Die Bewegung wird in erster Linie von Naturwissenschaftlern und Technikern getragen, also das Gegenteil des typischen Grünen.
    Ich bin zu jung um die Unterwanderung der ursprünglichen Grünen hautnah erlebt zu haben, wird also wirklich lustig zum Beobachten sein.

    • werauchimmer
      04. August 2013 19:05

      Seit 30 Jahren war die Peak-Oil Hypothese ein treuer Begleiter der "Club of Rome"-Missionare und seiner Ableger, also der Öko-Politiker samt Vorfeldorganisationen, wie VCÖ etc.

      Lauter Elfenbeinturm-Theoretiker, die verächtlich die Nase gerümpft haben, über das, was diejenigen, die den "real job" an den Explorationsstellen und in den "big-oil" Zentralen ausführten, abweichendes von sich gegeben haben.

      Bekannt und unbestritten war schon immer, dass immer tiefere Bohrungen und immer herausforderndere Standorte, wie Ölbohrplattformen, zu immer höheren Förderkosten führen. Das war aber mit dem "Peak Oil" der "Club of Rome"-Missionare keineswegs gemeint. Gemeint war, dass Beschaffbarkeit und Bedarf so weit auseinanderklaffen, dass keine Bedarfsdeckung mehr erzielt werden kann - um keinen Preis!

      Jetzt, wo sich herausstellt, dass bekannte Reserven schneller wachsen als der Bedarf der letzten Jahrzehnte, jetzt soll plötzlich alles anders gemeint gewesen sein: Kein absolutes Auseinanderklaffen, sondern nur ein relatives, nämlich hinsichtlich der Leistbarkeit wegen exponentiell steigender Preise, soll schon immer Inhalt des Begriffes "Peak Oil" gewesen sein.

      Spricht man in einem "Die Presse"-Foum diese Verlogenheit mit dieser Bezeichnung an, wird man herausgestrichen - denn grün ist der Zugang zur Welttyrannei, und daran hat man sich offenbar nicht zu vergreifen!

    • werauchimmer
      04. August 2013 19:11

      Korrigiere:

      ... ein treuer Begleiter der "Club of Rome"-Missionare und ihrer Ableger, also ...





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