Jeder Beitrag kann um 36 Cent gekauft und sofort gelesen werden (Button unter Einstiegsabsatz). Wenn Sie Abonnent werden, können Sie jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten, die blitzschnell hochladen, und viele andere Vorteile (jederzeit stornierbar! monatlich 10 Euro). Sollten Sie schon Abonnent sein: einfach rechts Balken „Anmelden“ anklicken.

weiterlesen


Der Wettbewerb und das Bankgeheimnis drucken

Lesezeit: 9:00

Der Präsident der italienischen Region Veneto jammert vehement: 700 Betriebe seien aus seiner Region schon Richtung Österreich abgewandert. Er nannte drei Gründe: die Steuerlast, die Bürokratie und das Bankgeheimnis; überall behandle Österreich seine Unternehmer besser. Gewiss: Politiker sind nicht immer seriöse Quellen der Wahrheit. Aber jedenfalls tut es den Österreichern gut, zumindest bisweilen zu hören, dass in anderen Ländern ihre Heimat noch irgendwo als Vorbild gehandelt wird. Wenn auch nur in Krisenländern wie Italien.

Aber jedenfalls macht diese Bemerkung eines Regionalpolitikers klar: Es geht bei allen Aspekten der Wirtschaftspolitik primär immer um die Standort-Vorteile einer Region, eines Landes gegenüber anderen. Sowohl innerhalb der EU wie auch zwischen EU-Regionen und außerhalb liegenden Wettbewerbern. Das vergessen populistische Politiker freilich allzu leicht. Nur in standortgünstigen ("wirtschaftsfreundlichen") Ländern wird investiert. Und nur bei Investitionen entstehen Arbeitsplätze. Und niemals durch Gewerkschaften oder Ministerien.

Stabilität, Rechtsstaat und Binnenmarkt

Dabei gibt es nicht den einen einzigen entscheidenden Faktor, der über Glück oder Elend eines Landes entscheidet. Vieles spielt dabei mit. An der Spitze der für einen Standort entscheidenden Notwendigkeiten stehen zweifellos die innere Stabilität eines Landes und das Funktionieren des Rechtssystems. Aber auch die Teilnahme am EU-Binnenmarkt hat sich als Wettbewerbsvorteil erwiesen, den jedenfalls kein Land aufgeben will.

Die sonstige Regulierungswut der EU ist hingegen keineswegs ein Konkurrenzvorteil. Auch der Euro hat sich nicht als solcher erwiesen, obwohl viele anfangs – auch der Autor dieser Zeilen – sehr wohl einen solchen Nutzen des Euro erwartet hatten. Im Gegenteil: Im Schnitt stehen die Euro-Länder heute bei allen volkswirtschaftlichen Messgrößen schlechter als die EU-Länder da, die nicht den Euro haben.

Freilich zeigen die Fakten ein differenziertes Bild: Auch etliche Nicht-Euro-Länder der EU wie etwa Malta oder einige Osteuropäer erlitten in den letzten Jahren schwere Krisen. Andererseits stehen einige Nicht-EU-Länder, die also auch nicht vollberechtigt am Binnenmarkt teilnehmen können wie die Schweiz und Norwegen, in jeder Hinsicht sehr gut da.

Eine Reihe anderer Ursachen des wirtschaftlichen Erfolgs eines Landes ist daher außerhalb von Binnenmarkt oder Euro zu suchen, wobei auch die Faktoren Rechtsstaat und Stabilität bei weitem nicht ausreichen.

Teilhabe an der Globalisierung und ethnische Vorteile

Besonders wichtig ist für alle erfolgreichen Länder, dass sie sich extrem weit dem Weltmarkt geöffnet haben und auf Schutzzölle und ähnliche Maßnahmen in hohem Ausmaß verzichten. Und dass ihre Löhne nur soweit höher sind als in anderen Ländern, wie die Arbeitskräfte fleißiger und besser ausgebildet sind. Eher irrelevant scheint hingegen die einst stark betonte Größe eines Landes zu sein; denn Singapur und Hongkong sind ebenso erfolgreich wie Kanada und die USA.

Eine absolut dominante Rolle spielen jedoch Faktoren, die von vielen Ökonomen als politisch inkorrekt und heikel gemieden werden wie das Weihwasser vom Teufel. Das sind die ethnischen Unterschiede. Denn kaum werden diese Aspekte auch nur untersucht, schreien Gesinnungsterroristen bereits „Rassismus!“

Aber es kann kein Zufall sein, dass sich Ostasien seit seiner Öffnung für die globale Marktwirtschaft weit besser entwickelt als Afrika und die arabischen Länder, die sich nach sozialistischen Irrwegen ja ebenfalls der Marktwirtschaft geöffnet haben. Es sind also eindeutig auch ethnische Unterschiede im Spiel – ohne dass man sagen kann, ob und wie weit sie kulturell oder genetisch bedingt sind.

Jedenfalls wird dieser gerne verschwiegene Faktor auch dadurch bewiesen, dass die Ostasiaten auf amerikanischen Universitäten die weitaus erfolgreichsten Studenten sind. Sie sind deutlich besser als die Nachfahren der aus Europa gekommenen Amerikaner. Diese liegen selbst wieder weit vor den lateinamerikanischen Zuwanderern. Und diese haben wiederum die Afroamerikaner deutlich hinter sich gelassen.

Steuern und Bürokratie

Aber kehren wir noch einmal zu den Standort-Sorgen des Veneto-Präsidenten zurück, der immerhin einer der erfolgreichsten Regionen Italiens vorsteht. Er hat einige ebenfalls wichtige Faktoren genannt. daher kann der Österreicher mit erstaunter Freude registrieren, dass man in Italien die Alpenrepublik auch in Sachen Bürokratie und Steuern als Vorbild sieht.

Das hätte er eigentlich nicht geglaubt. Aber im Vergleich zur italienischen ist die österreichische Bürokratie tatsächlich besser und nur in Teilbereichen wie etwa bei den Baugenehmigungen in großen Städten korrupt. Bei den Steuern hat der gute Mann hingegen die Einkommensteuer ignoriert. Bei den meisten anderen Steuern hat er zwar Recht, lässt aber außer Acht, dass die Steuereintreibung in Italien viel weniger konsequent erfolgt.

Bankgeheimnis zum Schutz des Privatlebens

Als dritten Wettbewerbsfaktor hat der Veneto-Präsident auch das Bankgeheimnis genannt. Mit dem ist es freilich nicht so einfach, weshalb es eine eingehende Betrachtung wert ist. Wahrscheinlich liegt die Hauptbedeutung dieses Geheimnisses in einer bloßen Illusion. Viele Sparer und Anleger glauben nämlich, dass dadurch ihr Geld ein wenig besser vor dem Staat, vor den Staaten geschützt wird; dass deren Gier dadurch Bremsen angelegt werden.

Ein guter Beweis für diese Gier als Antriebskraft bietet die Schuldenkrise. Es ist kein Zufall, dass die Staaten genau in dieser ihren Würgegriff auf Sparer und Banken verstärken. Genau wegen der derzeit explodierenden Schulden der Staaten kommt jetzt aus dem Ausland, aber auch von etlichen Politikern des Inlands das österreichische und Luxemburger Bankgeheimnis verstärkt unter Druck, ebenso jenes der Schweiz und anderer Verteidiger des Steuergeheimnisses. Die Gier und die Neugier vieler Regierungen kennt keine Grenze.

Steuerhinterzieher verdienen keinen Schutz, aber . . .

Nun werden viele mit Fug und Recht sagen, Steuerhinterzieher verdienen keinen Schutz. Jedoch ist es infam, so zu tun, als ob jeder für das Bankgeheimnis eintretende Europäer ein Steuerhinterzieher wäre. Viele wollen einfach ihr Geld vor der (letztlich gierigen) Neugier des Staates und der lieben Verwandtschaft verbergen. Es ist ja auch nicht jeder ein Terrorist oder Kinderpornokonsument, der es nicht mag, wenn der Staat in seinem Computer herumspioniert. Beim Sparbuch wie beim Computer – wie noch in vielen anderen Bereichen – geht es in Wahrheit um die letzten Residuen persönlicher Freiheit, geht es um Privatheit. Beides ist den Staaten selbst naturgemäß nichts wert. Deshalb wollen sie den automatischen Datenaustausch in Hinblick auf sämtliche Sparkonten der Europäer.

Das Bankgeheimnis kann in Ländern wie Österreich ohnedies jetzt schon sogar ohne Gerichte durch bloße Anfragen ausländischer Steuerbehörden durchbrochen werden. Außerdem ist die von Österreich und der Schweiz praktizierte Quellensteuer ein gutes Mittel, jedenfalls den Herkunftsstaat an im Ausland verdienten Zinsen seiner Subjekte teilhaben zu lassen. Zugleich kann seit langem niemand mehr in Österreich anonym Geld anlegen. Die Geldwäschebestimmungen sind heute schon sehr streng.

All das spräche eigentlich eher dafür, das Bankgeheimnis zumindest in seinen bescheidenen Resten aufrecht zu erhalten. Dennoch hat Österreich kaum mehr Chancen, es zu verteidigen. Hat doch sogar der eigene Bundeskanzler das Bankgeheimnis zu einem Instrument der Steuerhinterzieher erklärt und will es abschaffen.

Und vor allem: Wenn wirklich ein effizienterer Kampf gegen Steuerhinterziehung im Zeichen der Gerechtigkeit das Motiv wäre, dann gäbe es ein Aufgabenfeld, das viel wichtiger ist als das Bankgeheimnis. Dennoch kommt das österreichische Finanzministerium mit diesem Hinweis in der Öffentlichkeit kaum durch. Es kann jedoch beweisen, dass keineswegs das Bankgeheimnis das Instrument ist, mit dem man wirklich relevante Steuerhinterziehungen durchführt: Das Vehikel für diese sind vielmehr die in einigen Ländern zulässigen anonymen Kapitalgesellschaften.

Anonyme Gesellschaften richten hundert Mal mehr Schaden an

Diese sind zwar unterschiedlich konstruiert. Aber immer ist es unmöglich, den eigentlichen wirtschaftlichen Nutznießer zu identifizieren. Nach Einschätzung des seit einem Vierteljahrhundert im Finanzministerium als Sektionschef amtierenden Wolfgang Nolz und seines Kollegen Harald Waiglein wird damit hundert Mal so viel Schindluder getrieben wie mit dem Bankgeheimnis.

Den österreichischen Finanzexperten ist es mit beharrlichen Hinweisen auf dieses Problem nun zumindest gelungen, es zum Teil des EU-Verhandlungspakets mit den „Steueroasen“ zu machen. Den Banken soll vorgeschrieben werden, bei allen Zahlungen an Drittstaaten den wirtschaftlichen Eigentümer des Kapitals zu eruieren.

Weltweit jede Möglichkeit für Missbrauch

Das Ministerium kann dabei als Beleg auch große Studien des britischen Ökonomieprofessors Jason Sharman vorlegen. Diese zeigen ein dramatisches Bild dessen, was international möglich ist: Sharman hat im Vorjahr 7400 Anfragen in 182 Ländern gestellt, bei denen vorgegeben wurde, anonyme Firmen gründen zu wollen. Ergebnis: in 48 Prozent der Fälle war keine ordentliche Identifikation notwendig, in 22 überhaupt keine. Selbst dann, wenn in der Anfrage von schwerer Kriminalität als Hintergrund die Rede war, waren in etlichen Ländern anonyme Firmengründungen möglich: sogar bei Korruption (9 Prozent) oder bei Terrorismus (5 Prozent).

Auch Weltbank, OECD und die Anti-Geldwäsche-Institution FATF sind auf viele Spuren gesellschaftsrechtlicher Tarnvehikel gestoßen. Während das Bankgeheimnis bei kriminellen Verschiebungen fast keine Rolle spielt.

Bei diesen problematischen Firmen-Konstruktionen geht es vor allem um die in etlichen angelsächsischen Ländern üblichen Trusts; es geht um Stiftungen in Ländern ohne umfassendes Stiftungsregister; es geht um treuhänderische Gesellschafter; es geht um den betrügerischen Erwerb ganzer Firmenmäntel samt Vorgeschichten. Wenn solche Firmen einmal über zwei, drei Grenzen hinweg Gelder verschieben, sind deren Spuren nie mehr auffindbar.

Das Schwarzgeld findet immer neue Schlupflöcher

Auf diese Weise geht den Staaten in der Tat viel Geld verloren, das dann die anderen Steuerzahler ersetzen müssen. Freilich: Auch im Wiener Finanzministerium fürchtet man, dass die wirklichen Oasen des Schwarzgeldes sehr bald neue Konstruktionen finden werden, um solche Regelungen zu umgehen.

Die Möglichkeit solcher Konstruktionen vor allem in den angelsächsischen Ländern bedeutet nämlich einen großen Wettbewerbsvorteil für deren Finanzindustrie. Diese Länder werden daher vehement für diesen Vorteil kämpfen. Der von Österreich initiierte Kampf dagegen ist überdies auch juristisch viel komplizierter als jener gegen das Bankgeheimnis.

Dieses Bankgeheimnis wollen jedenfalls die meisten EU-Länder durch einen automatischen Informationsaustausch beenden. Jedoch weisen erfahrene Finanzleute in Wien auch auf die unglaublich große und unstrukturierte Datenmenge hin, um die es dabei gehen würde. Als Beispiel berichten sie von den Pensionszahlungen: Zwischen Deutschland und Österreich werden da zwar schon seit einigen Jahren große Datenmengen ausgetauscht; es hat aber sechs Jahre nach Beginn dieses Austauschs gedauert, bis Deutschland die ersten Bescheide zur Eintreibung seiner Einkommensteuer geschafft hat. Dabei sind diese Datenmengen noch deutlich geringer als die von Banktransaktionen.

Dennoch wird der an sich kluge Gedanke wohl scheitern, dem automatischen Bankdatenaustausch erst dann zuzustimmen, wenn es effektive Maßnahmen gegen Trusts & Co gibt. Hat doch die auf dieser Strategie fahrende Finanzministerin nicht einmal ihren Parteiobmann oder ihren Regierungschef von dieser Strategie überzeugen können. Vielleicht ist das Thema auch ein wenig zu kompliziert. Und jedenfalls spielen Standortfragen bei populistischer Politik keine Rolle.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2013 11:03

    @A.U. schreibt:

    "Eine absolut dominante Rolle spielen jedoch Faktoren, die von vielen Ökonomen als politisch inkorrekt und heikel gemieden werden wie das Weihwasser vom Teufel. Das sind die ethnischen Unterschiede. Denn kaum werden diese Aspekte auch nur untersucht, schreien Gesinnungsterroristen bereits „Rassismus!“

    ...... Es sind also eindeutig auch ethnische Unterschiede im Spiel – ohne dass man sagen kann, ob und wie weit sie kulturell oder genetisch bedingt sind.

    Jedenfalls wird dieser gerne verschwiegene Faktor auch dadurch bewiesen, dass die Ostasiaten auf amerikanischen Universitäten die weitaus erfolgreichsten Studenten sind. Sie sind deutlich besser als die Nachfahren der aus Europa gekommenen Amerikaner. Diese liegen selbst wieder weit vor den lateinamerikanischen Zuwanderern. Und diese haben wiederum die Afroamerikaner deutlich hinter sich gelassen."

    Oh, oh, lieber Dr. Unterberger, so etwas sagt/schreibt/denkt man nicht---und wenn Sie noch so fest davon überzeugt sind---das hören/lesen nämlich die vereinten Weltverbesserer und Gleichmach-Fanatiker nicht gerne. Dringt denn die permanente gutmenschliche Gehirnwäsche gar nicht bis in Ihre Gehirngänge durch? Diese Verstocktheit---allen linken Bemühungen zum Trotz!
    Solche Offenheit führt Sie pfeilgerade in Teufels Küche (ZAZA, DÖW, etc.)!
    Hoffentlich haben Sie bereits Vorkehrungen getroffen, wie Sie das Tagebuch im Kittchen weiterführen können! ;-)

    Auf die wüsten Beschimpfungen, die das Fähnlein der (7) Aufrechten, der weisen gutmenschlichen Trolle also, auf Lager haben, bin ich schon gespannt! Da werden Sie sich warm anziehen müssen, lieber Dr. Unterberger! Es gibt keine "ethnischen Unterschiede"; wenn das die Edlen Vereinten Linken sagen, muß es richtig sein, aus, basta! Die haben doch immer das Recht auf ihrer Seite, oder?

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2013 13:47

    OT---aber wollen wir wirklich auch nach der Enthauptung von Christen in Syrien vor laufender Kamera den "Rebellen" den Sieg wünschen?

    http://www.unzensuriert.at/content/0013271-Islamisten-Syrien-schneiden-Christen-vor-laufender-Kamera-die-K-pfe-ab

    Und wer noch immer alle Ausländer, va aber die Moslems für lauter liebe Menschen hält, sollte auch einmal die Fakten zur Kenntnis nehmen:

    http://www.unzensuriert.at/content/0013259-Marxistisch-t-rkische-Terrorzelle-operiert-sterreich

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2013 23:09

    OT---aber gestern wurde im Mittagsjournal anläßlich des 1. Jahrestages der Regierung Mursi in Ägypten die Frage gestellt:

    WAS ist durch den ARABISCHEN FRÜHLING BESSER geworden?

    Der zu Beginn des (irreführend) so genannten "Arabischen Frühlings" vor lauter Freude hüpfende ORF-Mann Karim El Gawhari müßte eigentlich sehr kleinlaut zugeben, daß in all diesen Ländern seit diesem "Frühlingsausbruch" das pure CHAOS herrscht, daß es den Leuten dort jetzt viel schlechter geht als unter den seinerzeitigen, nun gestürzten "Diktatoren"!

    Hatte man wirklich erwartet---wie uns im ORF weisgemacht und beteuert wurde, daß in diesen Ländern nach dem Sturz der "Tyrannen" Friede herrschen und Wohlstand für jeden ausbrechen würde? Das konnte doch kein normal denkender Mensch erwarten!

    Die Lage von Völkern kann nicht besser werden durch eine REVOLUTION, die keine MORALISCHE BASIS hat. Eine moralische Basis setzt voraus, daß KEINE GEWALT angewendet wird.

    Zudem werden Revolutionen meistens von außen angezettelt---die unterschiedlichsten Interessen sind da die Triebfeder. Es gibt "Gewinner" dieser Revolutionen in all diesen arabischen Ländern---aber zu diesen gehört garantiert nicht das jeweilige Volk.

  4. Ausgezeichneter KommentatorClaudius
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2013 11:09

    OT: Wer erinnert sich noch an die Asylwerberproteste vor Weihnachten 2012 vor und in der Votivkirche?

    Eine ganz ähnliche Aktion gab es in den letzten Tagen in München. München wird derzeit rot-grün regiert (ähnlich wie Wien):

    So ist der derzeitige Stand dieser Aktion:

    "Asylbewerbercamp in München ist geräumt worden"

    http://www.focus.de/politik/deutschland/hungerstreik-wurde-zur-gefahr-polizei-in-muenchen-raeumt-asylbewerbercamp_aid_1030127.html

  5. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2013 09:37

    Schwarzgeld ist eine Folge einer als ungerecht empfundenen Steuerlast oder die Folge von Misstrauen gegenüber dem Staat!
    Die Behandlung der Juden im 20Jhd sollte uns eine Lehre sein.

    Zuerst haben mehrere Staaten konfiskatorische Steuern verhängt, die Juden mussten Steuern zahlen, einfach weil ihre bloße Existenz eine Beleidigung für die Menschheit ist (diese perverse Begründung stammt aus dem Polen der 30er).
    Juden welche sich mittels Steuerhinterziehung gewehrt haben, waren klare Rechtsbrecher. Diese Steuern wurden von den Parlamenten ordentlich beschlossen und von den Beamten ordentlich durchexerziert und im Zweifel bei den Gerichten bestätigt.

    Nach dem Krieg haben viele Juden Geld auf anonymen Konten, speziell in der Schweiz, angelegt. Dabei wurde peinlichst jeder Hinweis an den Staat vermieden, man hatte ja Erfahrung wie schnell Rechtsstaat und Moral verschwinden können.
    Vor rund zehn Jahren waren genau diese Gelder, insbesondere die logischerweise unversteuerten Zinsen, der Stein des Anstoßes für den Steuerstreit USA/Schweiz.

    Jeder Staat behauptet von sich selbst, daß alles mit rechten Dingen zugeht – auch Nordkorea! Jeder Staat behauptet, daß es Rechtssicherheit immer geben wird – auch Hitler hat dies klar und deutlich bei der Machtübernahme verlauten lassen! Staaten können auch für die arbeitenden Bürger sehr unangenehm werden obwohl es klar demokratisch weitergeht – Clement Altee mag als Beispiel dienen, England war das letzte Land in Europa wo die wirtschaftlichen Notverordnungen aufgehoben werden konnten!

    Wenn man von seinem ordentlich versteuertem Einkommen etwas sparen will, so empfiehlt sich der anonyme Kauf von Gold, egal wie wechselhaft die Kursentwicklung ist, denn echt anonyme Konten gibt es nicht mehr. Es sei denn man vertraut dieser und künftiger(!!!) Regierungen. Die heute erhobenen Daten, dienen dem morgen regierenden Bösewicht als Grundlage.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2013 21:37

    Unser früherer Poster Gerhard Michler ("Der Wertkonservative") schreibt nicht mehr in diesem Blog, aber eine seiner Gewohnheiten möchte ich dieses Mal ausnahmsweise wiederholen, ein Gedicht zum Sonntag:

    Stufen (Hermann Hesse)

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

    Einen schönen Abend noch!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2013 19:36

    Sieh mal einer an: Die Presse bringt zum 165. Juiläum auch einmal einen Leitartikel, dem man die Zustimmung nicht ganz verweigern kann, mit Ausnahme der letzten Absätze:
    "Sündenbock und Angriffsziel: Den Deutschen reicht es bald"
    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1424723/Suendenbock-und-Angriffsziel_Den-Deutschen-reicht-es-bald?direct=1416110&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=103

    Die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten sind da gleich weniger zimperlich:
    "Merkel ausspioniert: Die große Erpressung hat begonnen"
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/30/merkel-ausspioniert-die-grosse-erpressung-hat-begonnen/

    Jeder, der die Entwicklung der letzten Zeit kritisch verfolgt hat, ist keineswegs überrascht. Nur ganz große Naivlinge glauben noch an "Good old America".
    Wir werden noch unsere Wunder erleben!!!!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2013 22:14

    Ich bitte um Nachsicht, wenn ich ein belangloses Thema hier anschneide, aber in Oberösterreich zumindest ist es akut und aktuell. Der SWAP der Gemeinde Linz mit der BAWAG.

    Vor ein paar Wochen hatte erstmals der Bawag-General ausgesagt und anhand der Unterlagen glaubhaft nachgewiesen, daß die Bawag schon vor Jahren – als sich dieser SWAP immer mehr zur Finanzkatastrophe für Linz zu entwickeln drohte – dem Bürgermeister Dobusch persönlich den Ausstieg/Umwandlung nahegelegt habe. Damit platze diese Seifenblase vom Nicht-informiert-sein und dem Unauthorisiert-gehandelt-haben des inzwischen zum Sündenbock bestimmten ehemaligen Finanzdirektors. Laut TH-Bericht: „habe der ehemalige Finanzdirektor beim Abschluss dieses Derivatgeschäfts mehrere Bestimmungen des Status für die Landeshauptstadt Linz verletzt und außerdem - weil e r Umwandlungsangebot der Bank nicht annahm - "pflichtwidrig zum Nachteil der Stadt Linz" gehandelt. ...“

    Damit war klar, daß sich die „Rechts“-position der Stadt Linz dramatisch verschlechtert hatte.

    Vorige Woche wurde nun erstmals laut über vorgezogene Neuwahlen nachgedacht: von ÖVP und – man höre und staune – von den Grünen. Die FPÖ war zunächst dagegen, am nächsten Tag doch dafür, aber mit Bedingungen terminlicher Art, von denen von vorneherein klar war, daß dieses Dafür-sein nicht materialisieren würde. Das ist deshalb sehr erstaunlich, weil die FP als Opposition darauf zu verzichten schien die rote, korrupte Rathauspartie in die Enge zu treiben – und möglichst zu erledigen.

    Inzwischen ging das alles wie´s Hornberger Schießen aus: viel Lärm um nichts, aber kein Neuwahlantrag. D. h. nicht ganz „nichts“, denn der Rechtsberater der Stadt Linz, der Dekan der juridischen Fakultät der Johannes Kepler Universität, Seine Spektablilität Univ. Prof. Meinhard Lukas, hat mit sofortiger Wirkung das Handtuch geworfen. Mit der Begründung, daß die Stadt Linz „beratungsresistent“ sei und im Hick-Hack von Neuwahlen keine günstige Position im Prozeß erwartet werden könne.

    Da ist natürlich durchaus was dran, aber Seine Spektablilität wird ja auch nach den zitzerlweis ans Licht kommenden – tatsächlichen – Umständen sicher bemerkt oder das wohl richtig eingeschätzt haben, daß die Chancen der Stadt Linz bei Minus-Null liegen dürften. (Außer ein Gericht käme zu der einzig vernünftigen Ansicht, daß solche Derivatgeschäfte grundsätzlich und von Anfang an kriminell, Betrug sind und daher ihnen ohnedies jeglicher Rechtsschutz gar nicht zukomme. Aber das ist von einem Gericht nicht zu erwarten.) Und ein Prozeß der in die Hose geht, oder ein „Vergleich“, bei dem vor allem Linz bluten würde, ist doch schlecht für´s Renommee.

    Wie wird sich daher Seine Spektablilität gefreut haben, daß ihm die Polit-Hanswurste die Freude machten mit dem Neuwahl-Gerede einen so herrlichen Ausstiegsgrund serviert zu haben.

    Daß die Lage so und nicht anders sein würde, darauf konnte man fast mit 1 : 10 wetten. Also wird Linz, d. h. der Steuerzahler bluten. Mit diesem Wissen wäre es doch nur recht und billig, wenn die FP- und VP-Opposition diese Spieler und Dilletanten vor sich hertreiben würde, bis sie aufgerieben sind. – Aber dafür sind sie offenbar zu blöd.

  2. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2013 09:41

    Vor wenigen Tagen erst, am 26. Juni, schrieb Dr. Unterberger: „Investieren in Österreich, nein danke!“ etwas ganz anders als nun hier.

    Und es ist auch bemerkenswert, daß er nun eine ganze Reihe von Faktoren nennt, die für Wirtschaftstreibende von Bedeutung sind. Richtigerweise die (innere) Stabilität und Rechtssicherheit. Das sind ja gerade jene Mängel, die bisher den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erneuerungsprozeß in den ehemaligen Ostblockländern so behindert haben (und die österreichischen Banken mit ihren 600 Mrd. -Investitionen“ in Bedrängnis brachten) und die auch die „ethnischen Unterschiede“ vor allem kennzeichnen – richtiger: die dafür eigentliche Ursache sind. Die erwähnte „Rangfolge“ erfolgreicher bzw. weniger bis nicht erfolgreicher „Ethnien“ trifft den Nagel auf den Kopf, und selbst wenn dort umsonst gearbeitet würde, wären sie keine wirtschaftlichen „Player“. (Und wenn heute China in Afrika investiert, dann ist dies wegen der Rohstoffe, die benötigt werden und nicht wegen, sondern
    t r o t z der desolaten Rahmenbedingungen, daß dort gefördert/erschlossen wird. Das Verhältnis dürfte wohl eher dem zu Kolonien entsprechen, die unter „Vormundschaft“ stehen.)

    Erfreulich ist auch von Dr. Unterberger zu hören, daß die EU Regelungswut kennzeichnet und der Euro ein Flop ist. Wie auch, daß es nicht die Größe eines Landes ist, die wirtschaftlichen Erfolg ausmacht – siehe Hongkong, etc. – womit sich jenes immer wieder iterierte Argument, die Größe des EU-Raumes sei Ursache und Notwendigkeit dafür ja kräftig relativiert wurde.

    Die Bemerkung über die Arbeitskosten bedürfen aber einer Ergänzung. Gewiß sind sie ein wichtiger Bestandteil der „Stückkosten“, ... aber wenn man vor allem hochtechnische Massenprodukte betrachtet, dann stellt man fest, daß sie oft den unbedeutenderen Teil der Kosten ausmachen und etwa Finanzierungskosten oder „Gemeinkosten“-Umlagen viel erheblicher zu Buche stehen. Über dies sind die Arbeitskosten (Löhne) meist nicht wirklich vergleichbar, weil die Währungsparitäten hier massive Verfälschungen verursachen. Dies zeigen die läppischen in Dollar umgerechneten Pro-Monat-Einkommen von Menschen in Afrika oder einem asiatischen Steppenland, mit denen diese „armen Menschen“ auskommen müssen. Es sind eben die völlig anderen Lebensumstände, die einen Vergleich mit europäischen Verhältnissen nicht erlauben, und jeder dieser Vergleiche dient doch nur der Lohndrückerei, übersieht die wahren Verhältnisse – auch, daß wir vor allem mit „Made in Germany/Austria“ das Geschäft machen (müssen): konkurrenzlose Produkte und Qualität. Die Personalkosten sind dafür sekundär.

    Richtig und wichtig ist auch der Hinweis auf die „exterritorialen“ Steuerparadiese, die die wahren Ursachen für den weltweiten, gigantischen Betrug darstellen. Das Bankgeheimnis ist nur eine Fiktion. Obwohl auch ich den 8-klassigen Volxschüler für eine Niete halte, ist es nicht dieser Hampelmann, der das österreichische Bankgeheimnis preisgab, sondern die Erpressung der USA/EU als einzige Ursache. – Aber bitte, das bißchen Polemik soll sein.

alle Kommentare drucken

  1. Dortha (kein Partner)
  2. Kayleigh (kein Partner)
    07. Februar 2015 06:48

    desirably low http://searchcheapinsurcompanies.com a.m. best insurances http://changeautoinsur.com having incidence http://cuthealthcarecosts.net providing small enough bodily http://findinsurance4you.com married intestinal http://eddrugsearch.com life today kept http://searchedtabsonline.com approved oral pde-6 http://bestemedicijnprijzen.com sexual stimulant

  3. Jhaden (kein Partner)
  4. Lydia (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:17

    Gegenfcber dem Steuerkomisse4r legen wir alles offen. Sollte sich jemand anrdes ernsthaft daffcr interessieren: Bitte sehr. Die Zfcrcher Steuerverwaltung gibt auf Verlangen auf den Franken genau preis, wie viel Einkommen und Vermf6gen wir versteuern. Meine Frau und ich haben keine Daten blockiert! http://ceroraebyl.com [url=http://blhwcb.com]blhwcb[/url ] [link=http://wswvozkuvf.com]wswvozkuvf[/link ]

  5. Caroline (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:35

    Gebt den Dummen Machtund der Irrsinn lacht!oder wie was das noch .?We4hlt grfcn, we4hlt rotund die Schweiz ist tot!Nicht azeuudenksn was und wo die Schweiz heute stehen wfcrde ohne die engagierte SVP, sofern die Schweiz im Jahre 2009 fcberhaupt noch existieren wfcrde.Man schaue nur auf die aktuellen knierutschenden Bfccklings unserer Staatsme4nner und Staatsfrauen im Bundesrat!An diese Stelle ein grosses Dankeschf6n all denen, die sich in der Vergangenheit und auch in Zukunft ffcr eine lebenswerte Schweiz ffcr uns SchweizerInnen eingesetzt haben und noch einsetzen werden! Nicht locker lassen! DANKE!

  6. Raquel (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:06

    Hallo Herr Wiedemann,ihre Aussage, die FDP oder Herr Westerwelle he4tten Ihre Adresse von einem Adressenhe4ndler erworben, ist aus meeinr Sicht grober Unfug. Kf6nnen Sie das denn belegen? Abes es ist positiv anzusehen, dadf Sie zur Wahl gehen. MFG

  7. Angel (kein Partner)
    20. Januar 2015 02:29

    Da Hr. Westerwelle, bzw. die FDP meine Adressdaten verwendet, muss zune4chst mal eine Speicherung sgetttafunden haben, es ist also keine Unterstellung, sondern eine Tatsache. Auch wenn das wie ich bei Facebook erfahren durfte von einem unabhe4ngigen Unternehmen durchgeffchrt wird. Letzteres wird aus dem Schreiben allerdings fcberhaupt nicht klar.Finden Sie es in Ordnung, dass ein unbekanntes Unternehmen meine Adressdaten verwendet?

  8. John (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:20

    Bei der Bundesregierung wundert mich nicths mehr!Und was die einzelnen Finanzminister anbelangt:Sie kf6nnen vorher viel erze4hlen und auch ihre Meinung kundtun.Das bleibt ihnen unbenommen!Wir werden sehen, WIE sich aber die Le4nder der betreffenden Minister entschieden haben Top oder Flop!An den Taten werden sie gemessen, und das allein ist das Entschei-dende, nicht mehr und nicht weniger.Sonst kf6nnte man sie schlichtweg als Maulhelden bezeichnen,ODER?! - -

  9. F.V. (kein Partner)
    01. Juli 2013 22:14

    Ich bitte um Nachsicht, wenn ich ein belangloses Thema hier anschneide, aber in Oberösterreich zumindest ist es akut und aktuell. Der SWAP der Gemeinde Linz mit der BAWAG.

    Vor ein paar Wochen hatte erstmals der Bawag-General ausgesagt und anhand der Unterlagen glaubhaft nachgewiesen, daß die Bawag schon vor Jahren – als sich dieser SWAP immer mehr zur Finanzkatastrophe für Linz zu entwickeln drohte – dem Bürgermeister Dobusch persönlich den Ausstieg/Umwandlung nahegelegt habe. Damit platze diese Seifenblase vom Nicht-informiert-sein und dem Unauthorisiert-gehandelt-haben des inzwischen zum Sündenbock bestimmten ehemaligen Finanzdirektors. Laut TH-Bericht: „habe der ehemalige Finanzdirektor beim Abschluss dieses Derivatgeschäfts mehrere Bestimmungen des Status für die Landeshauptstadt Linz verletzt und außerdem - weil e r Umwandlungsangebot der Bank nicht annahm - "pflichtwidrig zum Nachteil der Stadt Linz" gehandelt. ...“

    Damit war klar, daß sich die „Rechts“-position der Stadt Linz dramatisch verschlechtert hatte.

    Vorige Woche wurde nun erstmals laut über vorgezogene Neuwahlen nachgedacht: von ÖVP und – man höre und staune – von den Grünen. Die FPÖ war zunächst dagegen, am nächsten Tag doch dafür, aber mit Bedingungen terminlicher Art, von denen von vorneherein klar war, daß dieses Dafür-sein nicht materialisieren würde. Das ist deshalb sehr erstaunlich, weil die FP als Opposition darauf zu verzichten schien die rote, korrupte Rathauspartie in die Enge zu treiben – und möglichst zu erledigen.

    Inzwischen ging das alles wie´s Hornberger Schießen aus: viel Lärm um nichts, aber kein Neuwahlantrag. D. h. nicht ganz „nichts“, denn der Rechtsberater der Stadt Linz, der Dekan der juridischen Fakultät der Johannes Kepler Universität, Seine Spektablilität Univ. Prof. Meinhard Lukas, hat mit sofortiger Wirkung das Handtuch geworfen. Mit der Begründung, daß die Stadt Linz „beratungsresistent“ sei und im Hick-Hack von Neuwahlen keine günstige Position im Prozeß erwartet werden könne.

    Da ist natürlich durchaus was dran, aber Seine Spektablilität wird ja auch nach den zitzerlweis ans Licht kommenden – tatsächlichen – Umständen sicher bemerkt oder das wohl richtig eingeschätzt haben, daß die Chancen der Stadt Linz bei Minus-Null liegen dürften. (Außer ein Gericht käme zu der einzig vernünftigen Ansicht, daß solche Derivatgeschäfte grundsätzlich und von Anfang an kriminell, Betrug sind und daher ihnen ohnedies jeglicher Rechtsschutz gar nicht zukomme. Aber das ist von einem Gericht nicht zu erwarten.) Und ein Prozeß der in die Hose geht, oder ein „Vergleich“, bei dem vor allem Linz bluten würde, ist doch schlecht für´s Renommee.

    Wie wird sich daher Seine Spektablilität gefreut haben, daß ihm die Polit-Hanswurste die Freude machten mit dem Neuwahl-Gerede einen so herrlichen Ausstiegsgrund serviert zu haben.

    Daß die Lage so und nicht anders sein würde, darauf konnte man fast mit 1 : 10 wetten. Also wird Linz, d. h. der Steuerzahler bluten. Mit diesem Wissen wäre es doch nur recht und billig, wenn die FP- und VP-Opposition diese Spieler und Dilletanten vor sich hertreiben würde, bis sie aufgerieben sind. – Aber dafür sind sie offenbar zu blöd.

  10. F.V. (kein Partner)
    01. Juli 2013 09:41

    Vor wenigen Tagen erst, am 26. Juni, schrieb Dr. Unterberger: „Investieren in Österreich, nein danke!“ etwas ganz anders als nun hier.

    Und es ist auch bemerkenswert, daß er nun eine ganze Reihe von Faktoren nennt, die für Wirtschaftstreibende von Bedeutung sind. Richtigerweise die (innere) Stabilität und Rechtssicherheit. Das sind ja gerade jene Mängel, die bisher den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erneuerungsprozeß in den ehemaligen Ostblockländern so behindert haben (und die österreichischen Banken mit ihren 600 Mrd. -Investitionen“ in Bedrängnis brachten) und die auch die „ethnischen Unterschiede“ vor allem kennzeichnen – richtiger: die dafür eigentliche Ursache sind. Die erwähnte „Rangfolge“ erfolgreicher bzw. weniger bis nicht erfolgreicher „Ethnien“ trifft den Nagel auf den Kopf, und selbst wenn dort umsonst gearbeitet würde, wären sie keine wirtschaftlichen „Player“. (Und wenn heute China in Afrika investiert, dann ist dies wegen der Rohstoffe, die benötigt werden und nicht wegen, sondern
    t r o t z der desolaten Rahmenbedingungen, daß dort gefördert/erschlossen wird. Das Verhältnis dürfte wohl eher dem zu Kolonien entsprechen, die unter „Vormundschaft“ stehen.)

    Erfreulich ist auch von Dr. Unterberger zu hören, daß die EU Regelungswut kennzeichnet und der Euro ein Flop ist. Wie auch, daß es nicht die Größe eines Landes ist, die wirtschaftlichen Erfolg ausmacht – siehe Hongkong, etc. – womit sich jenes immer wieder iterierte Argument, die Größe des EU-Raumes sei Ursache und Notwendigkeit dafür ja kräftig relativiert wurde.

    Die Bemerkung über die Arbeitskosten bedürfen aber einer Ergänzung. Gewiß sind sie ein wichtiger Bestandteil der „Stückkosten“, ... aber wenn man vor allem hochtechnische Massenprodukte betrachtet, dann stellt man fest, daß sie oft den unbedeutenderen Teil der Kosten ausmachen und etwa Finanzierungskosten oder „Gemeinkosten“-Umlagen viel erheblicher zu Buche stehen. Über dies sind die Arbeitskosten (Löhne) meist nicht wirklich vergleichbar, weil die Währungsparitäten hier massive Verfälschungen verursachen. Dies zeigen die läppischen in Dollar umgerechneten Pro-Monat-Einkommen von Menschen in Afrika oder einem asiatischen Steppenland, mit denen diese „armen Menschen“ auskommen müssen. Es sind eben die völlig anderen Lebensumstände, die einen Vergleich mit europäischen Verhältnissen nicht erlauben, und jeder dieser Vergleiche dient doch nur der Lohndrückerei, übersieht die wahren Verhältnisse – auch, daß wir vor allem mit „Made in Germany/Austria“ das Geschäft machen (müssen): konkurrenzlose Produkte und Qualität. Die Personalkosten sind dafür sekundär.

    Richtig und wichtig ist auch der Hinweis auf die „exterritorialen“ Steuerparadiese, die die wahren Ursachen für den weltweiten, gigantischen Betrug darstellen. Das Bankgeheimnis ist nur eine Fiktion. Obwohl auch ich den 8-klassigen Volxschüler für eine Niete halte, ist es nicht dieser Hampelmann, der das österreichische Bankgeheimnis preisgab, sondern die Erpressung der USA/EU als einzige Ursache. – Aber bitte, das bißchen Polemik soll sein.

    • Hörmann (kein Partner)
      01. Juli 2013 10:40

      Das entscheidende Problem ist immer noch Geldschöpfung aus dem Nichts gegen Zinsen (=Tribut an die neuen Feudalherren).

    • F.V. (kein Partner)
      01. Juli 2013 12:42

      Herr Hörmann,

      natürlich ist das das überragende Problem, und solange das nicht geändert wird, sind alle anderen Maßnahmen nur "warme Umschläge" zur Kur eines Magendurchbruchs.

      Sind Sie etwa Prof. Hörmann von der WU? - Größte Hochachtung dann als einsamer Kämpfer gegen die falsche Dogmatik an den Wirtschaftshochschulen.

    • Zraxl (kein Partner)
      01. Juli 2013 15:22

      @ Hörmann
      Entscheidend ist der Tribut an die (gar nicht so neuen) Feudalherren. Die Art der Eintreibung ist da schon fast zweitrangig.

    • werauchimmer
      03. Juli 2013 13:52

      Die Bemerkung über die Arbeitskosten bedürfen aber einer Ergänzung. Gewiß sind sie ein wichtiger Bestandteil der „Stückkosten“, ... aber wenn man vor allem hochtechnische Massenprodukte betrachtet, dann stellt man fest, daß sie oft den unbedeutenderen Teil der Kosten ausmachen und etwa Finanzierungskosten oder „Gemeinkosten“-Umlagen viel erheblicher zu Buche stehen.

      "Hochtechnische Massenprodukte" verlagern Lohnkosten in Richtung Automatisierung, aber in der Beschaffung von Automatisations-Wirtschaftsgütern sind wiederum Lohnkosten enthalten. Sofern die Automatisationskapazitäten aus Niedriglohnländern angeschafft werden, gilt es zu beachten, dass ein hohes inländisches Lohnniveau den Investitionsdruck in Richtung Automatisierung noch verstärkt. Der Anlagenbau bzw die Anlagenmontage müssen überdies vor Ort zu ortsüblichen Preisen, Steuer- und Soziallasten durchgeführt werden.

      Zu den Gemeinkosten gehören übrigens auch Rechtsbefolgungskosten (inkl hoheitlicher Aufwand für die staatliche Beaufsichtigung und Rechtsverfolgung, die der Wirtschaftstreibende berappen darf) und Prozessrisiken ....

  11. Undine
    30. Juni 2013 23:09

    OT---aber gestern wurde im Mittagsjournal anläßlich des 1. Jahrestages der Regierung Mursi in Ägypten die Frage gestellt:

    WAS ist durch den ARABISCHEN FRÜHLING BESSER geworden?

    Der zu Beginn des (irreführend) so genannten "Arabischen Frühlings" vor lauter Freude hüpfende ORF-Mann Karim El Gawhari müßte eigentlich sehr kleinlaut zugeben, daß in all diesen Ländern seit diesem "Frühlingsausbruch" das pure CHAOS herrscht, daß es den Leuten dort jetzt viel schlechter geht als unter den seinerzeitigen, nun gestürzten "Diktatoren"!

    Hatte man wirklich erwartet---wie uns im ORF weisgemacht und beteuert wurde, daß in diesen Ländern nach dem Sturz der "Tyrannen" Friede herrschen und Wohlstand für jeden ausbrechen würde? Das konnte doch kein normal denkender Mensch erwarten!

    Die Lage von Völkern kann nicht besser werden durch eine REVOLUTION, die keine MORALISCHE BASIS hat. Eine moralische Basis setzt voraus, daß KEINE GEWALT angewendet wird.

    Zudem werden Revolutionen meistens von außen angezettelt---die unterschiedlichsten Interessen sind da die Triebfeder. Es gibt "Gewinner" dieser Revolutionen in all diesen arabischen Ländern---aber zu diesen gehört garantiert nicht das jeweilige Volk.

  12. terbuan
    30. Juni 2013 22:33

    Und weil ich jetzt schon so richtig in Fahrt bin:

    "Deutschland, Deutschland über allles..."
    Das Gespräch der "Manager" der "Anglo-Irish Bank", kurz vor ihrer Pleite:
    http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Pluenderung-Irlands--ein-Stueck-in-nobr7-Aktennobr/story/23072100

    Wir haben nichts mehr zu verlieren, denn wir haben alles schon verloren, die meisten wissen es nur nicht!

    Gute Nacht!

    • Undine
      30. Juni 2013 23:16

      @terbuan

      Ich las darüber im gestrigen "Unzensuriert" und hielt es für sehr übertrieben, weshalb ich es auch nicht postete. Jetzt glaube ich es aber---den Unzensuriert- Beitrag hab' ich leider schon gelöscht. Was für Zeiten sind das!

  13. Josef Maierhofer
    30. Juni 2013 21:46

    Bankgeheimnis sollte bewahrt werden, aber dubiose Firmenkonstrukte sollten unter die Lupe genommen werden.

    Es ist richtig, dass man sich um diese Firmenkonstrukte kümmert und auch um Steuerbetrüger und es wäre auch richtig sich um die Schwarzarbeit und Pfuscherei zu kümmern, denn auch hier liegen Milliarden an hinterzogenen Steuern und Sozialgebühren.

    Dazu allerdings wäre auch ein Gesinnungswandel der handelnden Personen nötig, ein Aufruf der Politik zu mehr Ehrlichkeit und Anstand, aber welcher Politiker kann da heute noch öffentlich noch dazu aufrufen ohne selbst gleich am Pranger zu stehen ?

    Es wurde ein Stiftungsgesetz verabschiedet mit dem Zweck, Steuergeld 'stiften' zu schicken, es wurden Steuergesetze so kompliziert gestaltet, dass man einen Fachmann benötigt, um alle Ausnahmen von der Ausnahme zu erfahren, etc.

    Und dann kommen wir in die Niederungen der heutigen Politik- und Medienwelt (gehört ja inzwischen zusammen), da wird ein Herr Grasser und ein Herr Graf stiftungsmäßig schwarz gemacht, der eine, weil er eben dieses Stiftungsgesetz benutzt hat, der andere, weil er als Stiftungsrat ein paar 'Netsch' dazu verdient hat und das als Blauer, so eine Untat. Andere hat man offenbar nicht gefunden. Oder hat das Finanzministerium oder gar die Medien etwa den Herrn Androsch bezüglich seiner indischen und chinesischen Gewinne je befragt ?

    Aber reden wir von ganz normalen Unternehmern, auch die werden von unserer heutigen Politik so hingestellt, als wären sie Verbrecher, Betrüger und sonst was noch, man hat das Gefühl, man muss sich bei der Politik (nicht bei der normalen Gesellschaft) entschuldigen, dass man was für die Menschen und ihre Arbeitsplätze unternimmt und, pfui Teufel, auch noch Geld dafür nimmt, um die Mitarbeiter zu bezahlen und die Abgaben und, ganz pfui Teufel, auch noch selbst davon zu leben oder gar zu investieren.

    Haben Sie schon einmal eine Steuerprüfung gehabt ? Danach werden Sie den letzten Absatz verstehen.

    Der gute Italiener weiß offenbar nicht Bescheid über Österreichs Bürokratie, wenn der Amtsschimmel einmal wiehert, dann ist auch Italien ein 'Lercherl' dagegen. Der Prozess, ob meine Fachhochschultätigkeit für mich als Gewerbe Treibenden der ASVG oder der GSVG unterliegt dauerte 14 (!!) Jahre involviert waren die Fachhochschule, das Bundesministerium für Wissenschaft und Generationen, oder so, die Gemeinde Wien, die Wiener Gebietskrankenkasse, einige Magistrate der Stadt Wien, die Gerichtshöfe bis zum Obersten und danach der Verwaltungsgerichtshof und am Schluss noch der Verfassungsgerichtshof. Als beteiligte Partei habe ich mir eine Kostenaufstellung aller entstandenen Kosten gewünscht und natürlich nicht bekommen. Ich denke die waren hoch genug, dass das ergangene Urteil in den Kostenauswirkungen klein dazu erscheint.

    Missbrauch kann nirgendwo und nie verhindert werden, aber, wenn man ihn kennt, sollte er dann unmöglich gemacht werden, unehrliche Menschen sind da findig, fast so wie es unsere Politiker es sind, wenn es um ihr 'Gerstl' geht.

  14. terbuan
    30. Juni 2013 21:37

    Unser früherer Poster Gerhard Michler ("Der Wertkonservative") schreibt nicht mehr in diesem Blog, aber eine seiner Gewohnheiten möchte ich dieses Mal ausnahmsweise wiederholen, ein Gedicht zum Sonntag:

    Stufen (Hermann Hesse)

    Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
    Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
    Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
    Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    In andre, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    An keinem wie an einer Heimat hängen,
    Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
    Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

    Einen schönen Abend noch!

  15. terbuan
    30. Juni 2013 21:07

    Und jetzt noch "Die Welt":
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article117578738/US-Geheimdienst-spionierte-selbst-die-Kanzlerin-aus.html

    Und warum lassen wir uns das alles gefallen?
    Wir sind eine duckmäuserische Kolonie einer brutalen, skrupellosen, die Weltherrschaft anstrebenden Bande von Räubern und Erpressern!
    Unter normalen Umständen würde man hier ganz anders vorgehen:
    -Einbestellung des Botschaftes
    -Abbruch der diplomatischen Beziehungen
    -Abbruch der Handelsbeziehungen
    -Ausweisung sämlticher Diplomaten
    -Schließung sämtlicher US-Amerikanischer Stützpunkte
    -der Dollar wird nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert
    usw.usf.

    Aber bei uns in Bagdad? Wir kriechen die Marionette Obama noch in den A....
    und empfangen ihn als Staatsgfrast in Berlin!
    Ob solcher Verlogenheit und Feigkeit komme ich aus dem Grausen nicht mehr heraus!
    Ich sehe in Europa weit und breit keinen Politiker, der sich die Wahrheit zu sagen getraut, es sind alles gekaufte, korrupte und mainstream-gebügelte Armutschkerln!

    • terbuan
      30. Juni 2013 21:15

      P.S.
      Die NSA kann ruhig mitlesen, ich kann es ihr auch auf englisch schreiben, auf die Gefahr hin, dass mein Lieblingstroll daran wieder etwas auszusetzen hat! ;-)

    • terbuan
      30. Juni 2013 22:11

      Noch ein treffendes Posting aus dem "Spiegel"-Forum zu diesem Thema:

      "Nichts wirklich Neues

      Für diejenigen, die sich schon vor den Enthüllungen mit der Materie beschäftigt haben, war das Ausmaß der Überwachung zumindest klar absehbar. Aber bisher konnten die Politiker so tun, als wüssten sie nichts. Nun muss erst eine neue Show einstudiert werden. Da wird sich Big Brother schon etwas einfallen lassen. Am besten eine Bedrohungslage, mit der die Überwachung dann nachträglich gerechtfertigt werden kann - und um gleich noch den nächsten Krieg anzuzetteln."

      DAS wir jetzt ein Thema, es wird noch sehr spannend werden!

  16. RR Prof. Reinhard Horner
    30. Juni 2013 20:14

    reinhard.horner@chello.at

    Wie lässt sich die Entwicklung in Österreich und von Österreich aus optimal voranbringen? Um Bewährtes zu bestärken und zukunftstauglich Neues zu schaffen!

  17. terbuan
    30. Juni 2013 19:36

    Sieh mal einer an: Die Presse bringt zum 165. Juiläum auch einmal einen Leitartikel, dem man die Zustimmung nicht ganz verweigern kann, mit Ausnahme der letzten Absätze:
    "Sündenbock und Angriffsziel: Den Deutschen reicht es bald"
    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1424723/Suendenbock-und-Angriffsziel_Den-Deutschen-reicht-es-bald?direct=1416110&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=103

    Die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten sind da gleich weniger zimperlich:
    "Merkel ausspioniert: Die große Erpressung hat begonnen"
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/30/merkel-ausspioniert-die-grosse-erpressung-hat-begonnen/

    Jeder, der die Entwicklung der letzten Zeit kritisch verfolgt hat, ist keineswegs überrascht. Nur ganz große Naivlinge glauben noch an "Good old America".
    Wir werden noch unsere Wunder erleben!!!!

    • terbuan
      30. Juni 2013 19:40

      Entschuldige liebe Brigitte,verzeih mir.
      jetzt habe ich Deinen Link von den DWN wiederholt, aber was solls, doppelt hält besser! Es ist einfach unfassbar, was sich hier zusammenbraut!
      lG/terbuan

    • Freak77
      30. Juni 2013 20:33

      @ terbulan: ***********

    • Freak77
      30. Juni 2013 20:56

      @ terbulan & Brigitte Imb

      Das Lügengebäude und die altbekannten Rechtfertigungen dass dieses ganze Ausspionieren von Hinz und Kunz und von den angeblich allerbesten Verbündeten: Deutschand, der EU, der NATO usw. usf.

      NUR für die Abwehr von Terroristen, Marke Al Kaida gut sein soll ->

      fällt gerade JETZT zusammen.

      Deutlich sichtbar, vor unser aller Augen fällt dieses Lügengebaude, diese billige Rechtfertigungen, Augenauswischerei und Ausreden - das fällt jetzt zusammen und die Lügen werden aufgedeckt: Es geht eigentlich gar nicht um die Abwehr des Terrorismus!!

      In Wahrheit geht es den USA (bzw. den führenden Eliten und Schichten der USA) um eines:

      Weltherrschaft - gemeinsam mit den Nummer-1-Verbündeten: Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland. Also sozusagen die "angelsächsische Weltherrschaft". Wo vorherrschend die W.A.S.P. ( http://de.wikipedia.org/wiki/White_Anglo-Saxon_Protestant ) im Mittelpunkt stehen.

      Im Mittelpunkt des Interesses der USA geht es natürlich um:

      1) Absicherung der militärischen Vorherrschaft über den ganzen Globus
      2) Absicherung der Dollar-Vorherrschaft als Leitwährung der Menschheit.

      Und wenn es nicht um die Weltherrschaft geht, so geht es ihnen um die totale Kontrolle aller anderen Völker und Kulturen mithilfe von NSA, GCHQ, Prism, Tempora oder auch Echelon.

      Dieses Muster wurde auch schon vor mehr als 10 Jahren beim damaligen Echelon-Skandal sichtbar:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Echelon

      http://en.wikipedia.org/wiki/ECHELON

      Abschliend: Möglicherweise hat die NSA und die GCHQ diesen Dr.Unterberger-Blog schon lange im Visier und liest hier täglich mit:
      Es ist ein extrem gedanken-liberaler-Blog und dementsprechend aufmüpfig und für Viele unberechenbar

    • Freak77
      30. Juni 2013 21:14

      Noch eine Ergänzung zu meinen Gedanken oben:

      Manche nachdenkliche Zeitgenossen stellen sich die Frage: Warum um alles in der Welt darf eigentlich nicht die Republik Irland (die ist ja auch englischsprachig und in einem polit-wirtschaftl. Naheverhältnis) nicht zu diesen

      Möchtegern Weltvorherrschafts-Nationen:

      USA, Kanada, U.K., Australien, Neuseeland

      dazugehören?


      Der Grund ist:
      Irland ist zu wenig angelsächsisch, die Iren sind viel zu stolz auf ihre keltische Abstammung und auch noch dazu auf ihre katholische Staatsreligion. Noch dazu ist Irland stolz auf seine militärische Neutralität und ist in Distanz zur NATO.

      Ich denke dass da bei diesem eigenartigen Elitedenken auch ein kräftiger Schuss Rassismus auch eine Rolle spielt.

      Gesundes Misstrauen kann jedenfalls in Zeiten wie den unseren nicht schaden.

    • terbuan
      30. Juni 2013 21:31

      Freak77

      Wir haben fast gleichzeitig gepostet und meinen das selbe (s.o.)
      bG/
      terbuan@aon.at

  18. Brigitte Imb
    30. Juni 2013 18:14

    OT

    Spionage und Überwachung; die Politiker bekommen Hosenflattern.

    Die Amis wissen sicherlich Bescheid über Faymanns Lücken im Lebenslauf......ob wir es denn eines Tages erfahren werden?

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/30/merkel-ausspioniert-die-grosse-erpressung-hat-begonnen/

    • terbuan
      30. Juni 2013 18:24

      Na ja Brigitte,
      die Freunde der Amerikaner werden immer spärlicher, auch hier in diesem Blog!
      Die Dankbarkeit für die Befreier und die Segnungen des Marshallplanes rücken in den Hintergrund angesichts einer brutalen, rücksichtslosen Welt(herrschafts)macht!

    • Cotopaxi
      30. Juni 2013 20:34

      Ich bin sicher, dass auch die Dichands genau über die Lücke in Dr. Faymanns Lebenslauf Bescheid wissen ;-)

    • Brigitte Imb
      30. Juni 2013 21:21

      Faymanns "Lücke" scheint auch der ÖVP keine Gedanken zu bereiten und daran kann man deren Werte gut erkennen. Sie legen halt auch keinen Wert auf einen einwandfreien Leumund.

  19. zweiblum
    30. Juni 2013 17:58

    Eine Finanztransfersteuer macht die Wege der Steuervermeider sichtbar!

    • terbuan
      30. Juni 2013 18:27

      Das glauben Sie aber selber nicht. Diese Steuervermeider haben ganz andere Methoden, die Herrschenden werden sich noch wundern!
      Oder meinen Sie, dass sich z.B. die casa nostra nicht schon längst vor Lachen biegt?

  20. Helmut HGR.
    30. Juni 2013 14:36

    @ Dr. Unterberger
    Ich dachte Mag. Harald Waiglein ist leider nicht mehr im BM-Fin., sondern in eine Institution in Brüssel entsendet???

    • brechstange
      30. Juni 2013 22:59

      Der ist jetzt beim ESM und hat die richtige Qualifikation, er ist Sprachwissenschaftler. So was braucht man, um Geld verschieben zu können.

    • Helmut HGR.
      30. Juni 2013 23:58

      @brechstange
      Danke!

  21. Undine
    30. Juni 2013 13:47

    OT---aber wollen wir wirklich auch nach der Enthauptung von Christen in Syrien vor laufender Kamera den "Rebellen" den Sieg wünschen?

    http://www.unzensuriert.at/content/0013271-Islamisten-Syrien-schneiden-Christen-vor-laufender-Kamera-die-K-pfe-ab

    Und wer noch immer alle Ausländer, va aber die Moslems für lauter liebe Menschen hält, sollte auch einmal die Fakten zur Kenntnis nehmen:

    http://www.unzensuriert.at/content/0013259-Marxistisch-t-rkische-Terrorzelle-operiert-sterreich

    • Undine
      30. Juni 2013 22:42

      Ich habe mir das Video nicht angesehen; das Bild dieser entmenschten Meute ist schon mehr als man als zivilisierter Europäer ertragen kann. Aber die "Rebellen" sind die Guten.....

  22. fokus
    30. Juni 2013 13:03

    Daß in Österreich für eine große Anzahl von Unternehmen im Vergleich zu Italien etwas günstigere Bedingungen herrschen, sollte uns nicht davon abhalten, vieles daran noch weiter zu verbessern.

    Nach wie vor bin ich der Meinung, daß ein Einheitssteuersatz unter Schließung aller Steuerschlupflöcher bzw. Steuerstufen mit Grenzsteuersätzen für die unteren Einkommensbereiche sowohl den Steuergestaltungsmißbrauch verhindern, die Steuereinnahmen erhöhen, als auch die Steuermoral wesentlich verbessern würde.

    Weiters wäre in erster Linie die Gruppenbesteuerung für Konzerne zwecks gründlicher Reformierung genauer unter die Lupe zu nehmen, da hier durch Verschiebung von Gewinnen in Steueroasen und Niedrigststeuerländer - sogenannte "Tax Heaven" - den Ländern, wo die Erträge eigentlich erwirtschaftet wurden, viel mehr Steuermilliarden entgehen als zum Beispiel durch das Bankgeheimnis.

    Abschließend sei nochmals vor Substanzbesteuerung in Österreich gewarnt, da dies ganz sicher einen massiven Abgang von Kapital sowie Unternehmen zur Folge hätte und einen wirtschaftlichen Aderlaß nach sich zöge, um den uns der Veneto dann nicht mehr beneiden müßte!

    • socrates
      30. Juni 2013 17:53

      Ich kenne einige Kärntner Unternehmungen, die nach Slowenien ausgewichen sind.

  23. socrates
    30. Juni 2013 11:56

    Waren das Eissalons? Die haben aus steuerlichen Gründen nur 6 Monate offen. Intelligente gehen nach Slowenien oder nun Kroatien.
    Wie wir in letzter Zeit erfahren haben, gibt es keine Geheimnisse, nur Medien, die nichts melden. OCEANleaks bleibt geheim, nur ab und zu schreit ein Betroffener auf.
    Freihandel, den es nicht gibt:
    Geräuschloser Protektionismus" eskaliert
    Rainer Sommer 25.06.2013
    Während die G8 in Lough Erne den Freihandel beschwören, beobachtet der "Global Trade Alert" ein dramatisches Ansteigen protektionistischer Maßnahmen - wobei 30 Prozent von G8-Staaten und 65 Prozent von den G20-Staaten ausgehen
    Wenngleich der vom Westen egoistisch gesteuerte Welthandel gerne als eigentlicher Quell aller globalen ökonomischen Probleme betrachtet wird, bestehen doch wenig Zweifel daran, dass das Ausmaß der gewaltigen ökonomischen Katastrophe der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre maßgeblich durch den nach dem Börsencrash von 1929 sprunghaft verschärften Protektionismus verursacht wurde. Dass es nach dem Finanzcrash von 2008 nicht zu vergleichbar üblen Zuständen wie vor dem 2. Weltkrieg gekommen ist, wurde bislang unter anderem mit dem weitgehenden Ausbleiben protektionistischer Maßnahmen begründet, was sich mittlerweile jedoch als etwas vorschnell erweist.
    So ortet der aktuell 12. Global Trade Alert, der alljährlich eine Übersicht über die in den vergangenen zwölf Monaten verhängten Handelshemmnisse veröffentlicht, "einen stillen, fintenreichen und weitreichenden Angriff auf den Freihandel", wobei das 4. Quartal 20012 und das erste Quartal 2013 alles übertroffen hätten, was dahin gehend seit dem Ausbruch der Weltfinanzkrise erfolgt sei. Der von Simon J. Evenett, Professor für Internationalen Handel an der Universität St. Gallen für das Centre for Economic Policy Research (CEPR) verantwortete Bericht basiert auf einer Initiative der berüchtigten Doha-Runde von 2001 der Welthandelsorganisation WTO und beobachtet seither formelle Handelsbeschränkungen sowie andere Beggar-thy-Neighbour-Maßnahmen wie z. B. kompetitive Währungsabwertungen oder Subventionen.
    Demnach sei der lautstarke Streit der EU mit China um Solarpanele jedenfalls nicht repräsentativ für die global geübte Praxis. So würden es heutzutage laut Evenett viele Regierungen bevorzugen, das Spielfeld auf eine Weise in ihrem Interesse zu neigen, die von Handelspartnern, Medien und Analysten nicht so einfach identifiziert werden kann. Folglich handle es sich bei weniger als 40 Prozent der Maßnahmen um "traditionelle" Handelshemmnisse, die vor der WTO angefochten werden könnten.
    Dadurch dauert es auch einige Zeit, bis die Maßnahmen von der Statistik bemerkt werden, sodass die endgültigen GTA-Zahlen oft ein Mehrfaches der ersten Meldung ausmachen. In den letzten beiden Quartalen lagen diese vorläufigen Meldungen allerdings fast beim Doppelten des bisher schlechtesten Quartals seit dem Ausbruch der Krise, was für Evenett einen Riesensprung darstellt. So wurden zwischen Juni 2012 und Mai 2013 (nach vorläufiger Zählung) insgesamt 431 protektionistische Maßnahmen eingeführt, während gleichzeitig nur 141 Handelserleichterungen verzeichnet und weiter 183 protektionistische Maßnahmen angekündigt, aber noch nicht umgesetzt wurden.
    Für 30 Prozent dieser Handelshemmnisse waren übrigens G8-Staaten (Deutschland, Vereinigte Staaten, Japan, Vereinigtes Königreich, Kanada, Frankreich Italien, Russland) verantwortlich und auf die G20 entfallen sogar 65 Prozent davon. Allerdings schützt auch wirtschaftliche Macht nicht vor diskriminierenden Maßnahmen, denn immerhin war von der Hälfte der Maßnahmen auch jeweils mindestens ein G8-Staat betroffen, was von 70 Mal bei Russland und Kanada bis hin zu 146 Mal bei den Handelsinteressen der USA der Fall war. Den meisten Handelshemmnissen war jedoch der nicht-G8-Staat China ausgesetzt, dessen Handel seit 2008 von annähernd 1000 Maßnahmen negativ betroffen wurde.
    Der Bericht wurde dabei bewusst unmittelbar vor dem G8-Treffen am 17/18. Juni im nordirischen Lough Erne vorgelegt, da die britische Regierung bereits zuvor gegen das Zunehmen protektionistischer Maßnahmen angetreten war und die G8 laut Evenett als Gastgeber zu einem entsprechenden "Commitment" veranlassen sollte, selbst allerdings ebenso wie China mit 163 protektionistischen Maßnahmen in der GTA-Datenbank aufscheint. Bei Deutschland finden sich übrigens 164 Einträge, bei Österreich 135, bei den USA 174 und bei der Schweiz nur 16.
    Tatsächlich waren die dahingehenden Versprechungen der G8 diesmal etwas ausführlicher als vor einem Jahr in Camp David/USA, inhaltlich gab es jedoch keinerlei Neuigkeiten. Man werde Handelshindernisse einreißen, dem Protektionismus entgegentreten und ein Paket von Freihandelsabkommen abschließen, wobei explizit die geplanten Verträge der EU mit den USA, Japan und Kanada sowie das Transpazifische Abkommen erwähnt werden, die "so bald wie möglich" finalisiert werden sollten. Gelobt wird zudem die WTO-konforme Handelsintegration Russlands mit einigen Nachbarländern. Und man sichert zu, im Dezember einen WTO-Deal zu schließen, der einen Bürokratieabbau im grenzüberschreitenden Güterverkehr zum Inhalt hat.
    Wie immer wiederholten die G8 auch ihre Zusicherung, sich selbst protektionistischer Maßnahmen zu enthalten und das Versprechen zu halten, den Entwicklungsländern dabei zu helfen, wachstumshemmende Handelshemmnisse abzubauen - wobei es sich angesichts der von Global Trade Alert vorgelegten Zahlen wohl weitgehend um Lippenbekenntnisse handeln dürfte und die stärksten Marktteilnehmer vielleicht weniger offen (dafür aber umso intensiver) dafür sorgen werden, dass der internationale Handel weiterhin zu ihren Gunsten verläuft.
    So sieht die Wahrheit aus!

  24. Claudius
    30. Juni 2013 11:09

    OT: Wer erinnert sich noch an die Asylwerberproteste vor Weihnachten 2012 vor und in der Votivkirche?

    Eine ganz ähnliche Aktion gab es in den letzten Tagen in München. München wird derzeit rot-grün regiert (ähnlich wie Wien):

    So ist der derzeitige Stand dieser Aktion:

    "Asylbewerbercamp in München ist geräumt worden"

    http://www.focus.de/politik/deutschland/hungerstreik-wurde-zur-gefahr-polizei-in-muenchen-raeumt-asylbewerbercamp_aid_1030127.html

  25. Undine
    30. Juni 2013 11:03

    @A.U. schreibt:

    "Eine absolut dominante Rolle spielen jedoch Faktoren, die von vielen Ökonomen als politisch inkorrekt und heikel gemieden werden wie das Weihwasser vom Teufel. Das sind die ethnischen Unterschiede. Denn kaum werden diese Aspekte auch nur untersucht, schreien Gesinnungsterroristen bereits „Rassismus!“

    ...... Es sind also eindeutig auch ethnische Unterschiede im Spiel – ohne dass man sagen kann, ob und wie weit sie kulturell oder genetisch bedingt sind.

    Jedenfalls wird dieser gerne verschwiegene Faktor auch dadurch bewiesen, dass die Ostasiaten auf amerikanischen Universitäten die weitaus erfolgreichsten Studenten sind. Sie sind deutlich besser als die Nachfahren der aus Europa gekommenen Amerikaner. Diese liegen selbst wieder weit vor den lateinamerikanischen Zuwanderern. Und diese haben wiederum die Afroamerikaner deutlich hinter sich gelassen."

    Oh, oh, lieber Dr. Unterberger, so etwas sagt/schreibt/denkt man nicht---und wenn Sie noch so fest davon überzeugt sind---das hören/lesen nämlich die vereinten Weltverbesserer und Gleichmach-Fanatiker nicht gerne. Dringt denn die permanente gutmenschliche Gehirnwäsche gar nicht bis in Ihre Gehirngänge durch? Diese Verstocktheit---allen linken Bemühungen zum Trotz!
    Solche Offenheit führt Sie pfeilgerade in Teufels Küche (ZAZA, DÖW, etc.)!
    Hoffentlich haben Sie bereits Vorkehrungen getroffen, wie Sie das Tagebuch im Kittchen weiterführen können! ;-)

    Auf die wüsten Beschimpfungen, die das Fähnlein der (7) Aufrechten, der weisen gutmenschlichen Trolle also, auf Lager haben, bin ich schon gespannt! Da werden Sie sich warm anziehen müssen, lieber Dr. Unterberger! Es gibt keine "ethnischen Unterschiede"; wenn das die Edlen Vereinten Linken sagen, muß es richtig sein, aus, basta! Die haben doch immer das Recht auf ihrer Seite, oder?

    • mannbar
      01. Juli 2013 09:45

      ...... Es sind also eindeutig auch ethnische Unterschiede im Spiel – ohne dass man sagen kann, ob und wie weit sie kulturell oder genetisch bedingt sind.

      Solche Aussagen sind natürlich sehr, sehr heikel. Ich habe damit auch ohne Gutmenschentum meine Probleme. Erstes Problem: Problem: Man darf das nicht übertreiben. Man kann zB nicht alles damit monokausal erklären. Es ist ein Faktor. Andere Faktoren spielen eine bisweilen wichtigere Rolle. Zweites Problem: Das Urteil kann schon sehr hart sein, weil es schwer fällt, das Gesamt vom Einzelnen zu trennen. Selbst wenn man einen hohen IQ hat, kann man sich mithin "blöd" vorkommen, wenn der Gruppe, der man angehört, ein niedriger IQ zugeschrieben wird. Das Phänomen gibt es ja bei jeder Gruppe. Es kann umgekehrt ein totaler Dummkopf sich als erlesen vorkommen, weil er aus einer erfolgreichen oder klugen Familie stammt.

      Allerdings ist das ein Faktum. Wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, kommt man zum Schluss, dass diese Gruppen-IQ-Unterschiede unmöglich von der Hand zu weisen sind.

      Es gibt IQ-Unterschiede zwischen Populationen so wie zwischen Individuen. Ich finde hier auch den Ausdruck "Population" als den allein treffenden. Es geht nicht so sehr um die Ethnie. Denn es können sich solche Unterschiede ungeachtet der Ethnien ergeben. Beispiel: Wenn alle (realistischer: viele der) intelligenten Kärtner über lange Zeiträume (1 bis 2 Generationen) nach Wien auswandern, dann sinkt der IQ in Kärtnen selbst. Gibt es danach für Generationen keinen Ab- oder Zufluss, dann ist die Population "Kärtner" dümmer als der Rest Österreichs, weil sich aus der "Reproduktion" der verbliebenen Kärtner kein höherer durchschnittler IQ der Population ergeben wird.

      Diese Gruppen-IQ zu beachten ist aufschlussreich, denn diese haben Relevanz für die Zukunftsperspektive eines Landes. Man kann erkennen, dass bspw. China mit seinem hohen IQ leichter aufsteigen wird als etwa Brasilien oder Indien.

      Ein Letztes noch: Was Gutmenschen, die diese Überlegungen kritisieren, nicht bedenken: Es wird hier ja nicht die Überlegenheit der Europäer behauptet, vielmehr jene der Ostasiaten. Trotzdem verstehe ich die Kritik, es ist eben heikel und wird immer heikel bleiben. Einfach deshalb, weil diese Sicht in eine rassistische kippen kann. Für mich bleiben somit diese Dinge sehr ambivalent, aber dennoch spannend - so wie die ganzen IQ-Theorien an sich...

  26. La Rochefoucauld
    • Zraxl (kein Partner)
      01. Juli 2013 15:11

      Einen vergoldeten Baseballschläger bekommt Juncker dafür aber noch lange nicht - höchstens einen gebrauchten aus dem 2nd-hand shop.

  27. LF
    30. Juni 2013 10:34

    "Auch etliche Nicht-Euro-Länder der EU wie etwa Malta oder einige Osteuropäer erlitten in den letzten Jahren schwere Krisen."
    Habe ich da etwas versäumt? Ist Malta aus der Eurozone ausgetreten? Ich habe zumindest von meinem Aufenthalt auf der Insel im Oktober 2012 noch einige maltesische Münzen in meinem Besitz (da sie doch recht selten sind, habe ich sie bewusst nicht ausgegeben).

    • terbuan
      30. Juni 2013 10:52

      @LF

      Richtig, die derzeit 17 EU-Staaten der Eurozone sind Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, MALTA, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern.
      (Euro-Münzen gibt es auch vom Vatikan, von San Marino und Monaco, ab 2014 wird es auch welche von Andorra geben)

      Ich besitze selbst einen Kursmünzensatz von Malta (mit dem Malteserkreuz)!

    • GOP
      30. Juni 2013 11:36

      terbuan:
      Lettland kommt am 1.1.14 mit eigenen Münzen auch zu "Euro-Klub".

    • terbuan
      30. Juni 2013 11:48

      Danke GOP für die Ergänzung!

  28. Nemo
    30. Juni 2013 09:59

    All die Maßnahmen gegen Steuer Hinterziehung et. sind schön und gut, aber sollte nicht in erster Linie der Kampf gegen das Entstehen von Schwarzgeld überhaupt stehen?

    Ich habe das Gefühl, dass dieser Kampf bei weitem nicht so ernst genommen wird als das Erschliessen von zusätzlichen Einnahmen von eben diesem"illegalen" Kapital.

    • terbuan
      30. Juni 2013 10:20

      @Nemo

      Höhere steuerliche Belastung (Staatsquote) fördert zwangsläufig das Entstehen von Schwarzgeld (Steuervermeidung).
      Wir haben eine der höchsten Staatsquoten und daher ist der Anreiz zur Schaffung von Schwarzgeld besonders groß!

  29. terbuan
    30. Juni 2013 09:43

    Das Problem der Abwanderung norditalienischer Unternehmen nach Österreich wurde in der "Presse" im Jänner thematisiert:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1328376/Venetien-beklagt-Abwanderung-von-Firmen-nach-Kaernten

    Dort wurde sogar von 7000 Firmen gesprochen:

    "In Österreich finden unsere Unternehmer ein System mit einem Steuerdruck von rund 25 Prozent, Bankengeheimnis und extreme Entbürokratisierung. Das sind drei Argumente, gegen die unsere Region nichts unternehmen kann. 16 Milliarden an Steuern wandern jährlich vom Venetien in die römischen Kassen ab. Wenn wir Autonomie hätten, würden wir genau wissen, was wir für die Unternehmen tun sollten, da hätte Kärnten keine Chance", sagte Zaia. Der Spitzenpolitiker der föderalistischen Oppositionspartei Lega Nord betonte, in den letzten Jahren seien aus dem Venetien 7000 Unternehmen abgewandert...."

    Egal ob 700 oder 7000 (ich halte selbst 700 für ziemlich hoch, selbst wenn man die vielen Eissalons und die organisierten Schwammerlplünderer einbezieht),
    Fakt ist, die fleißigen Norditaliener und Südtiroler haben es einfach satt, jährlich Zig Milliarden nach Rom zu überweisen wo das Geld in unbekannten Kanälen versickert.

    Dazu kommt noch die starke emotionale Bindung vieler Menschen in Friaul, Julisch-Venetien und weiteren Regionen zum alten Österreich, das ihnen näher liegt als der italienische Zentralstaat.

    • Nemo
      30. Juni 2013 10:01

      Wo sind denn all die italienischen Firmen in Österreich?
      Ich sehe eigentlich keine.

    • GOP
      30. Juni 2013 11:41

      Nemo:
      Es sind nach meinetr Erkenntnis vorwiegend Klein- und Kleinstfirmen, welche sich (briefkastenmässig) in Kärnten angesiedelt haben.
      In diesem Zusammenhang sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bereits hunderte österreichische Spediteure, Frächter usw. ihre Lastwagen mit ausländischen Kennzeichen versehen haben (weil sie dabei finanziell günstiger kommen), aber weiterhin hier in Österreich - auch auf Baustellen - herumfahren.

  30. dssm
    30. Juni 2013 09:37

    Schwarzgeld ist eine Folge einer als ungerecht empfundenen Steuerlast oder die Folge von Misstrauen gegenüber dem Staat!
    Die Behandlung der Juden im 20Jhd sollte uns eine Lehre sein.

    Zuerst haben mehrere Staaten konfiskatorische Steuern verhängt, die Juden mussten Steuern zahlen, einfach weil ihre bloße Existenz eine Beleidigung für die Menschheit ist (diese perverse Begründung stammt aus dem Polen der 30er).
    Juden welche sich mittels Steuerhinterziehung gewehrt haben, waren klare Rechtsbrecher. Diese Steuern wurden von den Parlamenten ordentlich beschlossen und von den Beamten ordentlich durchexerziert und im Zweifel bei den Gerichten bestätigt.

    Nach dem Krieg haben viele Juden Geld auf anonymen Konten, speziell in der Schweiz, angelegt. Dabei wurde peinlichst jeder Hinweis an den Staat vermieden, man hatte ja Erfahrung wie schnell Rechtsstaat und Moral verschwinden können.
    Vor rund zehn Jahren waren genau diese Gelder, insbesondere die logischerweise unversteuerten Zinsen, der Stein des Anstoßes für den Steuerstreit USA/Schweiz.

    Jeder Staat behauptet von sich selbst, daß alles mit rechten Dingen zugeht – auch Nordkorea! Jeder Staat behauptet, daß es Rechtssicherheit immer geben wird – auch Hitler hat dies klar und deutlich bei der Machtübernahme verlauten lassen! Staaten können auch für die arbeitenden Bürger sehr unangenehm werden obwohl es klar demokratisch weitergeht – Clement Altee mag als Beispiel dienen, England war das letzte Land in Europa wo die wirtschaftlichen Notverordnungen aufgehoben werden konnten!

    Wenn man von seinem ordentlich versteuertem Einkommen etwas sparen will, so empfiehlt sich der anonyme Kauf von Gold, egal wie wechselhaft die Kursentwicklung ist, denn echt anonyme Konten gibt es nicht mehr. Es sei denn man vertraut dieser und künftiger(!!!) Regierungen. Die heute erhobenen Daten, dienen dem morgen regierenden Bösewicht als Grundlage.

    • Undine
      30. Juni 2013 13:24

      @dssm

      "Nach dem Krieg haben viele Juden Geld auf anonymen Konten, speziell in der Schweiz, angelegt"

      Das ist verwunderlich, weil, soviel ich weiß, Juden nach dem Krieg 10 Jahre lang von Steuern befreit waren.

    • terbuan
      30. Juni 2013 14:56

      @Undine,
      ja aber nur bei uns! ;-)

    • dssm
      30. Juni 2013 22:42

      @Undine.
      Die haben das nicht wegen der Steuern getan!

  31. Observer
    30. Juni 2013 07:09

    Es besteht kein Grund, die Aussagen von Luca Zaia (Präsident der italienischen Region Venetien) überzubewerten. Relativ mag es für manche KMUs in Österreich etwas bessere Bedingungen als in Bella Italia geben, aber objektiv betrachtet haben auch unsere Betriebe hier einen ständigen Kampf ums Überleben zu führen.

    Was die erwähnten Nicht-EU-Mitglieder Schweiz und Norwegen betrifft, so muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass beide Ländern starke eigene Wirtschaftszweige (CH: noch immer starke Finanzinstitutionen, Pharma, Rohstoffhändler, auch Nestle darf nicht vergessen werden und Norwegen: riesige Erdöl- und Erdgasfunde) besitzen und außerdem mit der EU unzählige Verträge zum beiderseitigen Nutzen abgeschlossen haben. Trotzdem haben beide Länder ein ständiges Gerangel mit der EU auszutragen, welche sogar mittels Erpressungen noch mehr Zugeständnisse von diesen (noch) unabhängigen Ländern haben will.

    Wenn es niedrigere Steuern und Abgaben geben würde, dann hätten auch die Schwarzarbeit, die Steuerflucht und andere kriminelle Machenschaften eine wesentlich geringere Bedeutung. Unsinnige Sozialleistungen gehören zurückgefahren, damit sich Arbeiten auch wieder lohnt. Es wäre dann mehr Geld für den Konsum vorhanden, was wieder mehr Produktion, Handel und Dienstleistungen ergibt und somit der Staat durch vermehrte Steureinnahmen in Summe mehr bekommt. Wann kapieren dies unsere Obergscheiten endlich? Wird sich ab Oktober 2013 etwas grundsätzlich ändern oder müssen wir mit Faymann & Spindelegger auf österreichische Art "weiterwürsteln"?

    • diko
      30. Juni 2013 08:18

      ....wer bekommt eigentlich, die unsere Industrie zusätzlich belastenden,
      - CO 2 "Abzock" Gelder ???

    • Observer
      30. Juni 2013 09:11

      diko:
      Ursprünglich war es die Idee, die CO2-Emmissionen gerecht aufzuteilen. Daher wurden Zertifikat-Emissionen (mit einem M!) auf die einzelnen Länder verteilt und von dort wiederum den interessierten Betrieben diese "Gutscheine" weitergeben. Freie Zertifikate konnten auf speziellen Börsen gehandelt werden, damit man ggfs. benötigte Zertifikate aus Übersschpüssen zukaufen kann. Der jeweilige Preis sollte durch Angebot-Nachfrage festgelegt werden. Leider funktioniert dies in der Praxis überhaupt nicht und die anagepeilten Ziele wurden nicht erreicht.

    • dssm
      30. Juni 2013 09:57

      @Observer
      Niedrigere Steuern und Abgaben würde ja automatisch weniger staatliche Ausgaben heißen!

      Beobachten Sie Griechenland, dort ist die medizinische Grundversorgung für weite Teile der Bevölkerung nicht mehr gegeben – die Beamtengehälter sind nach wie vor utopisch hoch, die Politiker kassieren kräftig, es gibt viel zu viele Staatsangestellte (wird auch von den Verantwortlichen so zugegeben), die Dienstzeiten und Leistungsvorgaben des staatlichen Sektors sind ein Witz (auch nach griechischen Angaben), der staatliche gehaltene Anteil an der Wirtschaft ist extrem ineffizient (warum muss man den eigentlich staatlich halten?), viel zu viele bürokratische Hemmnisse für die Wirtschaft und eine riesige, teure Armee.

      Ein Ende der hohen Steuern ist nicht in Sicht, dafür fällt der staatlichen Elite permanent eine neue Methode ein wie man die (kleinen) Bürger schröpft. Oder weniger höflich: Es ist den im staatlichen Umfeld Handelnden vollkommen egal, ob die Bürger krepieren, solange es den Herrschenden gut geht.

    • Observer
      30. Juni 2013 11:21

      dssm:
      Niedrigere Steuern und Abgaben würde ja automatisch weniger staatliche Ausgaben heißen!

      Muss nicht sein, denn - wie erwähnt - gibt es dann mehr Geld für die Konsumenten und damit auch wieder mehr Steuereinnahmen für den Fiskus. Dieses "Risiko" gehen engstirnige Regierungen nur selten ein, denn ihnen ist der status quo doch lieber. Aber es gibt genug Beispiele aus der Vergangenheit, wo das oben erwähnte Modell doch funktionierte. Natürlich muss dies alles gleichzeitig mit "weniger Staat, mehr privat" stattfinden, sonst geht es - wie Sie richtig schreiben - zu wie in Griechenland.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 2000

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden