Gerechtigkeit muss sein: Her mit der Marie! drucken

Lesezeit: 5:30

Im Normalfall gehen Wahlkampfzeiten mit der Ankündigung kostspieliger Wohltaten einher, die sich – nach geschlagener Schlacht – in steigenden Steuerlasten niederzuschlagen pflegen. Schließlich hat der Staat – mangels jeglichen Produktiveinkommens – nichts zu verteilen, was er zuvor nicht enteignet hat.

Im Wahljahr 2013 indes scheinen die Uhren ein wenig anders zu gehen, da sich die politischen Parteien, die – mit Ausnahme jener Frank Stronachs, die derzeit noch nicht so recht einzuschätzen ist – ausnahmslos sozialistisch zu nennen sind, gegenseitig nicht mit dem Ausloben von Geschenken, sondern mit der Ankündigung neuer Belastungen überbieten. Das ist auf den ersten Blick ungewohnt, aber nicht wirklich eine Überraschung. Denn treffen soll es ja nur die „Reichen“, die mittlerweile zu Parias unserer Gesellschaft erklärt worden sind.

Für jemanden, der es – aus eigener Kraft und ohne die Hilfe politischer Seilschaften – zu etwas gebracht, ein Unternehmen gegründet und ein mehr oder weniger großes Vermögen aufgebaut hat, gilt von Vornherein die Schuldvermutung. Wer so etwas – bei den in Kakanien herrschenden, prohibitiv hohen Steuerlasten – geschafft hat (700.000 Euro reichen, um als „reich“ zu gelten), muss es auf kriminelle Weise geschafft haben. Der- (oder die)jenige muss deshalb bestraft werden. Das gebietet die „Gerechtigkeit“ – so die Logik der räuberischen Umverteiler!

Die Erkenntnis, dass es die nun zunehmend ins Visier der Expropriateure geratenden Vermögen der „Reichen“ sind, die – in Gestalt produktiver Unternehmen – die Zahlung von Löhnen und Gehältern an die proletarischen Massen vornehmen, hat sich bis in die Zentralkomitees der Parteien und die Kommandozentralen der Vorfeldorganisationen noch nicht durchgesprochen. Dass das nun zu enteignende Vermögen der „Reichen“ zum Großteil nicht in Jagdschlössern, Privatjets, Luxusjachten und Gemäldesammlungen, sondern in Wirtschaftsbetrieben steckt, wird verschwiegen. Und dass eine Volkswirtschaft nicht von wachsenden Scharen unproduktiver Beamter, „Beauftragter“ und von defizitären Staatsbetrieben leben kann, sondern gut kapitalisierte – private – Betriebe benötigt, um zu prosperieren, ist in die Hirne der Masse politisch tätiger Zivilversager offenbar nicht hineinzubekommen.

Besonders rabiate Forderungen erheben – wenig überraschend – die siamesischen Zwillinge Gewerkschaft und Arbeiterkammer, beide zuverlässig funktionierende Vorfeldorganisationen der SPÖ. Unter dem hochoriginellen Aufhänger „Gerechtigkeit muss sein!“ trommelt die AK seit Monaten für die Wiedereinführung von Vermögenssteuern und suggeriert kontrafaktisch, dass nur noch hart fronende Arbeitnehmer Steuern zahlen, während müßige „Reiche“ sich in der alpenländischen Steueroase ein bequemes Leben machen und die Steuerhinterziehung zu ihrer Hauptbeschäftigung erkoren haben. Dass die rund zwanzig Prozent der Bezieher höherer Einkommen (unter ihnen natürlich viele Selbständige) etwa achtzig Prozent der Lohn- und Einkommensteuern bezahlen, fällt bei dieser dreisten Kampagne unter den Tisch.

Die Aufrechnung verschiedener Steuerarten gegeneinander – um am Schluss zu behaupten, eine bestimmte davon wäre zu niedrig – ist ein besonders durchsichtiger Schmäh, der von der Tatsache ablenken soll, dass jeder dem Bürger vom Staat abgepresste Tribut ein Übel ist – gleich aus wessen Tasche er stammt und unter welchem Vorwand er eingetrieben wird. Denn einerseits bleibt Diebstahl immer ein Verbrechen – auch dann, wenn es an jemandem verübt wird, dem die Neidgenossen von ÖGB, AK & Co. die Pest an den Hals wünschen. Andererseits ist bislang kein Fall bekannt geworden, in welchem der Staat die von ihm eingetriebenen Gelder nicht schlechter eingesetzt hätte, als der unvernünftigste Privatmann es je hätte tun können.

Schaden auch für die Besitzlosen

So können auch die Spiegelfechtereien um den Erhalt des Bankgeheimnisses in Österreich nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ziel der gläserne Bürger ist. Geld zu besitzen, über das Big Brother nicht im Bilde ist (und das daher nach Belieben konfisziert werden kann!), wird systematisch kriminalisiert – unter dem begeisterten Beifall der besitzlosen Neidgenossenschaft. Allerdings verkennen diese schlichten Gemüter die verheerenden Konsequenzen einer solchen Politik, an deren Ende alle den Schaden haben werden – am meisten sie selbst.

Der große britische Liberale, Lord Dalberg Acton, hat den Sachverhalt in folgende Worte gefasst:
„Die Arbeiterklasse hat durch eine Schädigung des Kapitals mehr zu verlieren als die Kapitalisten, denn was für letztere den Verlust von Luxus und Überfluss heraufbeschwört, bedeutet für erstere den Verlust des Notwendigen.“

Dazu passend drei weitere Zitate großer Denker:

„Umverteilung ist tatsächlich viel weniger die Umverteilung von freiem Einkommen von den Reicheren zu den Ärmeren, sondern vielmehr eine Umverteilung von Macht vom Individuum zum Staat."
Bertrand de Jouvenel

„Das Sondereigentum schafft eine staatsfreie Sphäre des Individuums, es setzt dem Auswirken des obrigkeitlichen Willens Schranken, es lässt neben und gegen die politische Macht andere Mächte aufkommen. Das Sondereigentum wird damit zur Grundlage aller staats- und gewaltfreien Lebensbetätigung, zum Pflanz- und Nährboden der Freiheit, der Autonomie des Individuums und in weiterer Folge aller fortschreitenden Entwicklung des Geistigen und des Materiellen.“
Ludwig Mises

„Wenn das Eigentum mehr und mehr zum prekären Besitz herabsinkt, der von der Willkür der Verwaltung oder von der Gnade des Stimmzettels abhängig ist, wenn es zu einer Geisel in der Hand der Eigentumslosen oder Minderbesitzenden wird, wenn es aufhört, eines der selbstverständlichen und elementaren Rechte zu sein, das keiner anderen Begründung als der des Rechtes selbst bedarf, dann ist das Ende einer freien Gesellschaft abzusehen.“
Wilhelm Röpke

Eine pragmatische Überlegung zum Schluss: Die Vorstellung, mit den via Vermögens- und Erbschaftssteuern zu erbeutenden Geldern den Staatshaushalt nachhaltig ins Lot bringen zu können, ist geradezu kindisch. Schließlich sind schon bisher steigende Steuerquoten und zunehmende Staatsverschuldung miteinander Hand in Hand gegangen. Selbst wenn der Fiskus 100 Prozent aller Vermögen und Einkommen enteignete, würde das nicht reichen. Seine Gier ist unstillbar.

Am Ende aber bringt jeder bösartige Tumor, der nicht radikal bekämpft wird, den von ihm befallenen Organismus um. Der Wohlfahrtsstaat wird in dieser Hinsicht keine Ausnahme bilden. Wundern muss man sich allenfalls über das Ausmaß der Tüchtigkeit jener 20 Prozent Nettosteuerzahler, die die Chose immer noch am Laufen halten – und über ihre sagenhafte Geduld! Dass sie nicht längst eine „Revolution der gebenden Hand“ vom Zaun gebrochen haben, ist ein Wunder. Zeit, (wieder einmal!) Ayn Rands Opus Magnum Atlas Shrugged zur Hand zu nehmen…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2013 08:40

    HER MIT DER MARIE!

    "Geldtheorie" von Ayn Rand:

    Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft.

    "Wenn Sie sehen, dass Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, dass man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, dass das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, dass Menschen durch Korruption und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, dass die Gesetze Sie nicht vor diesen Leute schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

  2. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2013 07:12

    Die vordergründige Analyse ist richtig, nur der Hintergrund wird hier (wieder einmal) nicht beleuchtet.

    Nachdem gut 40 Prozent Zins auf allen Waren und Dienstleistungen lastet, ist einmal von vorneherein klar, wo der Löwenanteil des von Arbeitnehmern und Unternehmern erwirtschafteten Ertrages landet.
    Vom verbleibenden Rest lenken dann die politischen Hilfseintreiber via ESM etc., also über Bankenrettungen und "Staatenrettungen" noch einmal einen erklecklichen Anteil des erwirtschafteten Vermögens in die Taschen des Kapitals.

    Damit ist einmal sicher gestellt, dass ein Großteil des Volksvermögens auf diversen Pirateninseln deponiert wird und die große Show kann auf Grund des immer enger zu schnallenden Gürtels wieder einmal beginnen.

    Die medialen Hilfsschreiber und die politischen Hilfsschreier werden ausgesendet um das um die Reste des versiegenden Wohlstandes kämpfende Volk gegeneinander aufzuhetzen und auszuspielen. Die , die in einer Volkswirtschaft organisch zusammengehören, die Unternehmer, die Arbeitnehmer und die staatlichen Institutionen werden skrupellos gegeneinander in Stellung gebracht und aufgerieben.

    Und es lacht der wahre Profiteur, das Kapital, dessen Rolle von Sozialisten und Liberalen, den volksvernichtenden Zwillingen, verschwiegen wird.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2013 18:45

    Die Herren (aber kaum Frauen!) der AK und der Gewerkschaften sind längst zu weit gegangen. Vor einiger Zeit hat die WKÖ eine Studie veröffentlicht. Erschütterndes Resultat: Die Mehrheit der Unternehmer möchte lieber heute als morgen aufhören!

    Durch die unbarmherzige Gelddruckerei, mit den damit folgenden niedrigen Zinsen, und perverse Steuersparmethoden, als gescheiterter Fluchtversuch aus dem täglichen (Steuer-)Wahnsinn, haben die Schuldenlast der Unternehmer in utopische Höhen getrieben.
    Die Unternehmer können also nicht einfach aufhören, für die Schulden wird privat gehaftet.
    Kommt aber ein schwarzer Schwan geflogen (z.B. Credit crunch, Währungskrieg, Handelsbeschränkungen ...) und es gibt damit eine kollektive Gelegenheit die Sache hinzuschmeißen, geschieht schlagartig das Undenkbare!

    Da sich unsere Eliten in Wien, Brüssel und Frankfurt nach Leibeskräften bemühen, schwarze Schwäne herbeizuzüchten, werden die vereinigten Linken bald von ihren Neidgenossen eine unschöne Wahrheit präsentiert bekommen: keine Arbeit, kein werthaltiges Geld, kein Wohlstand und keine Perspektive.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2013 14:02

    Trotz des verheerenden Beispiels im ehemaligen Ostblock, wo uns 1:1 vor Augen geführt wurde, wie Sozialismus mit seiner klassenkämpferischen Ideologie und dem Aufbau von falschen Feindbildern endet, werden immer noch Wahlen mit den gleichen Verhaltensmuster gewonnen.
    Warum setzt die Mehrzahl der Bürger noch immer nicht ihren Verstand ein und erteilt diesem Weg in die Sackgasse eine gehörige Absage?

    Selbst internationale Agenturen warnen wahlwerbende Parteien in Österreich, Wahlen nach dem gleichen Strickmustern zu gewinnen, wie in den Jahren davor und trotzdem setzt kein Umdenken ein.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1345678/Standard-Poors-warnt-Oesterreich-vor-Wahlzuckerln

    Ewig werden die letzten Leistungsträger nicht als Melkkuh der Nation durchhalten, denn geht es in dieser Tonart weiter, gibt es bald nichts mehr zum "sozial gerechten Umverteilen".
    Aber die Masse ist offensichtlich immer noch mit linkslinken Parolen manipulierbar und will nicht aus dem seinerzeitigen, desaströsen Niedergang dieses vollkommen falschen Konzeptes lernen. Der Zusammenbruch wird daher umso schmerzlicher, wenn nicht endlich eine neue Wende einsetzt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2013 11:09

    (Zitat: Andreas Tögel). „...Selbst wenn der Fiskus 100 Prozent aller Vermögen und Einkommen enteignete, würde das nicht reichen. Seine Gier ist unstillbar…“

    Ich glaube nicht, dass irgendjemand, diesen „100-Prozent-Bestrebungen“ gegensteuern kann, oder irgendetwas dem entgegenzusetzen hat.

    Eine künstliche Ordnung kann nur verschwinden, wenn sie von selbst zerfällt. Die Zukunftsfrage lautet daher nicht: Bekommen wir eine Diktatur oder werden wir den Herkulesakt zu einer freiheitlichen Ordnung stemmen? Sondern: In welcher Weise wird der Zusammenbruch der morschen Konstruktion erfolgen? Wird das Konstrukt allmählich in Fäulnis übergehen? Werden unbekannte Hände Sprengstoff und Lunte legen, auf dass das Imperium mit einem kraftlosen Seufzer in sich zusammensinkt, Millionen Ahnungsloser unter sich begrabend?

    Da nicht alle Organe der künstlichen Ordnung zum gleichen Zeitpunkt absterben ist zu erwarten, dass virulente Teile überleben und sogleich das neu entstehende Gewebe, welches zunächst immer der Beginn einer Neuordnung auf organischer Grundlage ist, infizieren. Die Schafe brauchen einen Hirten… sie werden sich bescheiden: „wie ein Tier auf dürrer Heide / herumgeführt im Kreis / Und ringsherum ist grüne Weide“

    Neuer Versuch halt. Vielleicht hat die „Evolution“ aber doch Besseres vor…

  6. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. April 2013 08:58

    Herr Tögel beschreibt wie immer mit drastischen Worten den beklagenswerten Zustand und kritisiert – zurecht – auch einige Wenige, aber kommt doch nicht zu des Pudels Kern.

    Ich entsinne mich nicht mehr welcher Politiker den Zweck des Staates in zynischer Weise als den eines konfisktorischen Steuereintreibers bezeichnete, und er gab den Grund dafür auch mit an: damit die ewig steigenden Staatsschulden bedient werden können.

    Da das Geld – in blasphemischer, nämlich den Schöpfergott imitierender Weise durch „creatio ex nihilo“ – entsteht, birgt dieser Taschenspielertrick auch das Verderben in sich. Das entstehende Schuldgeld (der Kredit) ist zwar durch reales Vermögen „gedeckt“ (beim Häulsbauer durch sein Grundstück und dem darauf entstehenden Haus), aber er hat ja auch noch über die Laufzeit des Kredits bis zum Doppelten der eigentlichen Schuldsumme an Zinsen zu berappen, die noch gar nicht „geschöpft“ worden sind. Womit immer weiter Geld ex nihilo von den Banken erschaffen werden muß.

    An dem Beispiel sieht man zweierlei: erstens, daß durch den Zins- und Zinseszins-Mechanismus sich die Schulden (und Kapitalvermögen) exponentiell vermehren müssen, zweitens, daß für eine de facto Nicht-Leistung (denn das Kreieren eines Kreditrahmens auf einem Konto im Computer ist keine Leistung, die – siehe Beispiel Hausbau – das Doppelte der Investitionssumme für reale(!) Leistungen an Zinsen rechtfertigte. Damit wird aber klar:
    erstens es ist in diesem System völlig irrelevant welche Regierung am Ruder ist, sie kann sich gegen diesen exponentiellen Wachstums-Effekt der Schulden nicht wehren,
    zweitens muß es im Laufe der Zeit zu einer Umverteilung des Vermögens kommen, und zwar hin zu den Banken bzw. Besitzern des Big Money.

    Wir befinden uns in einem Teufelskreis bei dem die Wirtschaft stets schneller wachsen als die Zinslast muß. Nur dann sind die zusätzlichen Kredite gedeckt, die für die Zinszahlungen benötigt werden. Wehe wenn die Wirtschaft aufhört zu wachsen! – Damit wird klar, was der tiefere Grund, sozusagen der innerste Antriebsmotor des Wachstums-Dogmas ist. Das kann aber auf Dauer in einer endlichen Welt nicht funktionieren. Wohl aus dieser Einsicht haben die Religionen (jüdische, islamische und christliche – zuletzt mit der Enzyklika „Vix pervenit“ von Papst Benedikt XIV.) das Zinsnehmen (den Wucher) als Todsünde gebrandmarkt, weil den Weisen/Propheten das Zerstörerische des Zinses für jegliche Gemeinschaft durchaus einsichtig war.

    Daß die Verschuldung (und damit das Anziehen der Steuerschraube) mit landesverräterischen Linx-Parteien etwas schneller geht als vielleicht einer „bürgerliche“, das mag sein, aber der tiefere Grund, daß auch diese im Grund links-liberale Politik betreiben, hängt mit obigen Sachverhalt zusammen, verschärft noch durch den „Wettbewerb“ bei der Wählerbestechung, ohne die in einer Dämokratie keine Wahlen mehr zu gewinnen sind.

    Das Zitat, „Eine private Zentralbank, die Zahlungsmittel ausgibt, ist für die Freiheiten der Menschen eine größere Gefahr als eine stehende Armee.“ (Thomas Jefferson, dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika 1801-1809), hat durchaus den oben geschilderten Hintergrund, denn der wirklich souveräne Staat hätte es ja in der Hand:

    Ersten die private Ausgabe des Geldes zu unterbinden und zur Staatsaufgabe zu machen (was heute faktisch nicht der Fall ist) und
    zweitens könnte er das Geld so gesetzlich bestimmen, daß es eben kein zinsbehaftetes Kreditgeld ist.

    Herr Scheiber hat dies wie mir scheint in ähnlicher Weise wohl auch ausgedrückt. Es genügt nicht die Symptome zu kritisieren (von kurieren kann ohnedies keine Rede sein), wir müssen doch endlich auch mit einer „Fundamental-Diskussion“ beginnen, wobei wir uns aber auch noch hinsichtlich der Begriffe auf ein gemeinsames Verständnis erst einigen müßten. Ohne dies wäre es vergeblich miteinander Pläne zu machen (Konfuzius).

  7. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2013 09:49

    In diesem Zusammenhang muss ich auch diesen Artikel von Christian Ortner (Quergeschrieben in Die Presse):

    Geld ist das, was man anderen Leuten wegnimmt, wenn man es braucht

    Warum es heute wesentlich vernünftiger sein kann, ein kleines Vermögen zu verprassen, anstatt es der schleichenden Enteignung durch politische Wohnungseinbrecher auszusetzen.

    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/1384659/Geld-ist-das-was-man-anderen-Leuten-wegnimmt-wenn-man-es-braucht

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  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. April 2013 08:58

    Herr Tögel beschreibt wie immer mit drastischen Worten den beklagenswerten Zustand und kritisiert – zurecht – auch einige Wenige, aber kommt doch nicht zu des Pudels Kern.

    Ich entsinne mich nicht mehr welcher Politiker den Zweck des Staates in zynischer Weise als den eines konfisktorischen Steuereintreibers bezeichnete, und er gab den Grund dafür auch mit an: damit die ewig steigenden Staatsschulden bedient werden können.

    Da das Geld – in blasphemischer, nämlich den Schöpfergott imitierender Weise durch „creatio ex nihilo“ – entsteht, birgt dieser Taschenspielertrick auch das Verderben in sich. Das entstehende Schuldgeld (der Kredit) ist zwar durch reales Vermögen „gedeckt“ (beim Häulsbauer durch sein Grundstück und dem darauf entstehenden Haus), aber er hat ja auch noch über die Laufzeit des Kredits bis zum Doppelten der eigentlichen Schuldsumme an Zinsen zu berappen, die noch gar nicht „geschöpft“ worden sind. Womit immer weiter Geld ex nihilo von den Banken erschaffen werden muß.

    An dem Beispiel sieht man zweierlei: erstens, daß durch den Zins- und Zinseszins-Mechanismus sich die Schulden (und Kapitalvermögen) exponentiell vermehren müssen, zweitens, daß für eine de facto Nicht-Leistung (denn das Kreieren eines Kreditrahmens auf einem Konto im Computer ist keine Leistung, die – siehe Beispiel Hausbau – das Doppelte der Investitionssumme für reale(!) Leistungen an Zinsen rechtfertigte. Damit wird aber klar:
    erstens es ist in diesem System völlig irrelevant welche Regierung am Ruder ist, sie kann sich gegen diesen exponentiellen Wachstums-Effekt der Schulden nicht wehren,
    zweitens muß es im Laufe der Zeit zu einer Umverteilung des Vermögens kommen, und zwar hin zu den Banken bzw. Besitzern des Big Money.

    Wir befinden uns in einem Teufelskreis bei dem die Wirtschaft stets schneller wachsen als die Zinslast muß. Nur dann sind die zusätzlichen Kredite gedeckt, die für die Zinszahlungen benötigt werden. Wehe wenn die Wirtschaft aufhört zu wachsen! – Damit wird klar, was der tiefere Grund, sozusagen der innerste Antriebsmotor des Wachstums-Dogmas ist. Das kann aber auf Dauer in einer endlichen Welt nicht funktionieren. Wohl aus dieser Einsicht haben die Religionen (jüdische, islamische und christliche – zuletzt mit der Enzyklika „Vix pervenit“ von Papst Benedikt XIV.) das Zinsnehmen (den Wucher) als Todsünde gebrandmarkt, weil den Weisen/Propheten das Zerstörerische des Zinses für jegliche Gemeinschaft durchaus einsichtig war.

    Daß die Verschuldung (und damit das Anziehen der Steuerschraube) mit landesverräterischen Linx-Parteien etwas schneller geht als vielleicht einer „bürgerliche“, das mag sein, aber der tiefere Grund, daß auch diese im Grund links-liberale Politik betreiben, hängt mit obigen Sachverhalt zusammen, verschärft noch durch den „Wettbewerb“ bei der Wählerbestechung, ohne die in einer Dämokratie keine Wahlen mehr zu gewinnen sind.

    Das Zitat, „Eine private Zentralbank, die Zahlungsmittel ausgibt, ist für die Freiheiten der Menschen eine größere Gefahr als eine stehende Armee.“ (Thomas Jefferson, dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika 1801-1809), hat durchaus den oben geschilderten Hintergrund, denn der wirklich souveräne Staat hätte es ja in der Hand:

    Ersten die private Ausgabe des Geldes zu unterbinden und zur Staatsaufgabe zu machen (was heute faktisch nicht der Fall ist) und
    zweitens könnte er das Geld so gesetzlich bestimmen, daß es eben kein zinsbehaftetes Kreditgeld ist.

    Herr Scheiber hat dies wie mir scheint in ähnlicher Weise wohl auch ausgedrückt. Es genügt nicht die Symptome zu kritisieren (von kurieren kann ohnedies keine Rede sein), wir müssen doch endlich auch mit einer „Fundamental-Diskussion“ beginnen, wobei wir uns aber auch noch hinsichtlich der Begriffe auf ein gemeinsames Verständnis erst einigen müßten. Ohne dies wäre es vergeblich miteinander Pläne zu machen (Konfuzius).

  2. Ausgezeichneter KommentatorJohann Glaser Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2013 14:02

    Als nächster Schritt soll der 500,-- Schein abgeschafft werden. Nicht etwa, weil er sowieso kaum verwendet wird, und weil fast kein Geschäft rausgeben kann oder will.

    Sondern, weil die Abschaffung den Transport von Bargeld erschweren soll. Das raten jedenfalls die bekannten "Experten" des ORF (das ist jeder, der die Meinung der Redakteure teilt).

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  1. Gary Lopez (kein Partner)
    09. Mai 2015 02:01

    Bewerben Sie sich für ein Darlehen zu einem niedrigen Zinssatz von 3% und bin ein privates Darlehen Kreditgeber

    Kontakt E-Mail: gary_finance@outlook.com

    Darlehen Antragsformular

    Vollständiger Name:
    Darlehensbetrag:
    Land:
    Dauer der Ausleihe:
    Geschlecht:

  2. F.V. (kein Partner)
    16. April 2013 14:03

    Das wahrscheinliche Platzen der chinesischen Immobilienblase binnen der nächsten 2 Jahre könnte extreme Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte haben - YouTube?

    Dirk Müller (Mr. Dax) - Bloßstellung der Lügner

    http://www.youtube.com/watch?v=IqmaGf55tGk

  3. Ökonomie-Vergelter
    16. April 2013 03:04

    40 %ige Preisbelastung durch Zinsen?

    Es ist immer wieder atemberaubend, welche hanebüchenen Lügen im Kampf für einen prekären (=eigentumslosen) Volkssozialismus, der als Endsieg der von etlichen Intellektuellen betriebenen "Vergesellschaftlichung" zu sehen ist, in die Welt gesetzt und von vielen kritiklos angenommen und weiterverbreitet werden.

    Das ist schon kein bloß falscher Film mehr, sondern ein regelrechter Albtraum!

    Laut vwl Gesamtrechnung (VGR) betrug 2011 die Nettoverschuldung der Unternehmen Österreichs (Kategorie "S.11"; somit unter Außerachtlassung jener der Finanzwirtschaft) rd 250 Mrd EUR (Nettoverschuldung hier als Gesamtverbindlichkeiten minus gesamtes Kapitalvermögen).

    Zu den Verbindlichkeiten zählen bei der VGR auch Forderungsrechte aufgrund von Aktienbeteiligungen, die ja - anders als Abgabenschulden - flexibel bedient werden können; aber das nur nebenbei!

    Die Bruttowertschöpfung (zu Herstellungspreisen) dieser Unternehmen betrug 2011 rd 155 Mrd EUR. Bildeten 40 % davon Gestehungskosten aufgrund von Zinsabflüssen und dgl, dann müssten ja die "Finanzhaie" - um im Jargon mit der Zeit zu gehen - rd 62 Mrd an Zuflüssen dafür NEBST weiteren Zuflüssen vom Privathaushaltssektor zu verzeichnen haben. Diese "Haie" werden in der VGR unter der Kategorie "S.12" (Finanzwirtschaft) erfasst.

    Und was sehen sehen wir in der VGR unter "S.12", "nichtfinanzielle Konten"? (- die "finanziellen Konten" bilden ja nur das treuhändische Vermögensgeschäft für Kunden und das Bankvermögen ab und sind daher insofern irrelevant) - Wie folgt:

    Bruttowertschöpfung 2011 (aus Geschäften mit Firmen UND Haushalten): 13,4 Mrd EUR (- steht wohl für das Einkommen aus Bankgebühren, Verwertungen etc.)

    Vermögenseinkommen 2011 (aus Firmen- UND Haushaltskrediten uä): 33,3 Mrd EUR

    Quellen von OeNB (Nationalbank):
    www.oenb.at/de/img/shst_2012_06_sektorkontenrechnung_2012_tcm14-248504.pdf (Seiten 34-39)
    Einstiegsseite zu einschlägigen OeNB-Publikationen:
    www.oenb.at/de/stat_melders/statistische_publika/gfr/uebersichtsseite_sonderhefte_finanzvermoegen.jsp

    • Ökonomie-Vergelter
      16. April 2013 09:38

      Nachtrag/Ergänzung:

      Ich vergaß noch einige Angaben, die wichtig sind, da es ja nicht nur Tilgungszahlungen für Bankkredite, sondern zB auch für Anleihen, gibt:

      Das oben genannte Kapitaleinkommen der Banken besteht nur zu rd 82 % aus Zinszuflüssen, also Kredittiteln (27,2 Mrd EUR von 33,3 Mrd).

      Bei den unterschiedlichen Verbindlichkeitsarten der Unternehmen (außerhalb der Finanzwirtschaft) gibt es folgendes Verhältnis:
      Verzinsliche Wertpapiere (hauptsächl. begebene Anleihen): 54,6 Mrd EUR
      Kredite: 264,2 Mrd EUR
      Beteiligungstitel (Aktien, Partizipationskapital u.ä.): 333,1 Mrd EUR

      Einmal geschätzt, von dem obig genannten Kapitaleinkommen der Banken in Höhe von 33,3 Mrd EUR entfallen 15 Mrd auf Unternehmenskredite, dann lässt sich aus dem zuletzt genannten Verhältnis rekonstruieren, was von Unternehmen sonst noch zu bedienen ist (an Geldgeber außerhalb der Finanzwirtschaft), nämlich rd 20 Mrd EUR. Insgesamt somit 35 Mrd. (Quellen wie oben).

    • F.V. (kein Partner)
      16. April 2013 13:13

      Mein zum Zeitwert geschätztes Haus (Bj. 1980) – bei der üblichen Brechung ist eine 80-jährige Abschreibedauer angenommen – steht mit ca. 600.000,- zu Buche, d. h. der heutige Errichtungswert beträgt etwa eine Million. Die Finanzierungskosten zu den bis vor kurzem noch üblichen (und wohl auch in Zukunft wieder geforderten) Zinssätzen über 25 Jahre betragen (wenn man das vorhandene Eigenkapital kalkulatorisch berücksichtigt) etwa die 1 ½ fache Investitionssumme. Um dieses Geld in 80 Jahren nominal (und ohne Verzinsung/Gewinn oder Kompensation der inflationären Geldentwertung) wieder zurück zu bekommen, müßte ein Mieter pro Monat 2.600,- Euro bezahlen.

      Bei der heute üblichen Rendite für Mietobjekte von 4% pa müßte ein monatlicher Zins von ca. 3.350,- Euro berechnet werden. In dem sind die Abschreibung des Objekts über 80 Jahre (ca. 1000,- €/Monat) und 1600,- €/Monat für die Kapitalkosten der Finanzierung enthalten. Die restlichen 750,- €/Monat wären dann Gewinn, wobei künftige Mieterhöhungen den Geldwertverfall (= die Inflation) dementsprechend noch dazu käme.

      Bei dieser überschlägigen Rechung beträgt also der Anteil der Zinsen an der Miete etwa 50%, wobei einerseits nicht sicher ist, daß man diese Miete am Markt überhaupt erzielen kann und außerdem sind ja die Erhaltungskosten auch noch zu berücksichtigen, womit realer Gewinn und Finanzierungskosten in einem sehr schlechten Verhältnis stehen.

      Also so groß kann die „Lüge“ nicht sein, daß die Zinsen die gewaltigsten Preistreiber bei der Erzeugung jeglicher Güter und Dienstleistungen sind.

    • Ökonomie-Vergelter
      16. April 2013 13:39

      Herr Villon,

      fremdfinanzierte Vermietung wird vom Fiskus zu Recht in aller Regel als Liebhaberei eingestuft, genau aus den von Ihnen genannten Gründen. Der Markt gibt nämlich die für die Einträglichkeit bei Fremdfinanzierung erforderlichen Mietbetreffnisse nicht her.

      Es wird aber nicht alles auf Pump gebaut und wäre es auch ungerecht, jene, die Immobilien aus Eigenem oder zumindest tlw aus Eigenem finanzieren, mit jenen gleichzustellen, die einen VErmögensbestand aufbauen wollen, bevor sie ihn noch verdient haben.

      Im Übrigen ist der Baukostenindex in den letzten Jahrzehnten fast doppelt so stark wie der VPI gestiegen: Waren werden durch Auslandsproduktion billiger, aber die Leistungskraft der Volkswirtschaft sinkt insgesamt, weshalb Dienstleistungen hierzulande tendenziell unerschwinglich werden.

  4. Rado (kein Partner)
    15. April 2013 12:22

    Wer immer Steuern zahlt, sollte sich ein Wesenselement dieser Abgabenart vor Augen halten. Es gibt für Steuern keinen wie auch immer gearteten Anspruch auf Gegenleistung!

    • cmh (kein Partner)
      15. April 2013 19:32

      Abgesehen vom Vertrauensvorschuss, den man den Steuereinhebern entgegebringt, dass die Gelder sinnvoll und verantwortlich verwendet werden.

      Das ist zwar keine Gegenleistung, aber ein Trost.

  5. Observer
    15. April 2013 12:08

    Der Staat (damit meine ich die Verwaltung auf EU-, Bundes-, Landes- und Gemeindebene) sollte sich auf einige wenige, aber wichtige Dinge beschränken und den Rest den freien Bürgern überlassen. Denn derzeit wird Geld (welches man gar NICHT hat und daher erst ausborgen muss) für Dinge aufgewendet, für welche der Staat gar NICHT aufkommen sollte. Damit würde sich ARBEITEN wieder lohnen und das SCHMAROTZERTUM stark reduziert.

  6. cmh (kein Partner)
    15. April 2013 11:20

    Danke für das Wort "kontrafaktisch".

    Ich erlaube mir daher, dieses als Bedeutung des Buchstabens "K" in KPÖ anzunehmen, also KPÖ = "kontrafaktische PArtei Ö.s" und in einem Gang auch die SPÖ zur KPÖ zu machen.

    Was auf alle Fälle treffend sein sollte.

  7. Johann Glaser (kein Partner)
    13. April 2013 14:02

    Als nächster Schritt soll der 500,-- Schein abgeschafft werden. Nicht etwa, weil er sowieso kaum verwendet wird, und weil fast kein Geschäft rausgeben kann oder will.

    Sondern, weil die Abschaffung den Transport von Bargeld erschweren soll. Das raten jedenfalls die bekannten "Experten" des ORF (das ist jeder, der die Meinung der Redakteure teilt).

  8. F.V. (kein Partner)
    13. April 2013 12:49

    Süddeutsche.de Wirtschaft

    13. April 2013 08:56 Pläne des EU-Binnenmarktkommissars Reiche Sparer sollen bei Banken-Pleiten haften

    Von Cerstin Gammelin und Claus Hulverscheidt

    Der ESM und die Steuerzahler sollen in Zukunft die "allerletzte Rückfallposition" sein. EU-Kommissar Barnier plant von 2015 an, zunächst Aktionäre, Investoren und Anleger mit Guthaben von mehr als 100.000 Euro zur Rettung von Banken heranzuziehen.

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/2.220/plaene-des-eu-binnenmarktkommissars-reiche-sparer-sollen-bei-banken-pleiten-haften-1.1648076

    Auf die magische 100.000 Euro-Grenze sollte man lieber nicht vertrauen. Sie läßt sich überhaupt nicht halten bei den kommenden Sanierungsgrößenordnungen. Die Tresorfächer in den Banken zur Unterbringung von Urkunden, Versicherungsscheinen könnten bald vergeben sein, wenn von Bankkunden auch noch Bargeld eingelagert, statt als Termin- oder Sichtguthaben auf dem Konto vorgehalten wird. Die häuslichen "Matratzen" werden wieder doppelten Verwendungszwecken zugeführt werden, insbesondere wenn die bisher billigen Tresormietpreise bei den Banken explodieren sollten zur Steuerung der dortigen Vergabepraxis.

    Edelmetalle sollten auf k e i n e n Fall in einem Banktresor aufbewahrt werden.

  9. Rudolf Wirthig (kein Partner)
    12. April 2013 16:31

    Im nachfolgenden ist die Wirtschaftspolitik der verschiedenen Weltanschauungen humorvoll aber sehr präzise in aller Kürze dargestellt.
    Wirtschaftspolitik –
    verständlich erklärt anhand von zwei Kühen
    Christdemokrat
    Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine.
    Sie behalten eine und schenken Ihrem armen Nachbarn die andere. Danach bereuen
    Sie es.
    Sozialist
    Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine.
    Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden
    gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der
    Tierhaltung zuhelfen.
    Sozialdemokrat
    Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine.
    Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute
    in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu
    verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt
    haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn.
    Sie fühlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für Sie.
    Freidemokrat
    Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine.
    Na und?
    Kommunist
    Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine.
    Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch.
    Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer.
    Kapitalist
    Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine
    Herde zu züchten.
    EU-Bürokratie
    Sie besitzen zwei Kühe.
    Die EU nimmt Ihnen beide ab, bezahlt Ihnen dafür eine Entschädigung, tötet
    eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen auch dafür eine Entschädigung und
    schüttet die Milch dann in die Nordsee.

  10. fxs (kein Partner)
    12. April 2013 15:25

    Die Grünen veröffentlichten am Donnerstag einen knapp 400 Seiten langen Bericht, in dem ausführlich die Arbeit eines Anti-Korruptions-Ausschusses für das Jahr 2012 dargelegt wird. Schmiergelder machten einen Gesamtbetrag von etwa 17 Milliarden Euro aus. Das entspricht fünf Prozent der österreichischen Wirtschaft, berichtet Bloomberg. Insgesamt wurden letztes Jahr knapp 320 Milliarden Euro an Waren und Dienstleistungen erwirtschaftet

  11. RR Prof. Reinhard Horner
    12. April 2013 12:39

    „Am Ende aber bringt jeder bösartige Tumor, der nicht radikal bekämpft wird, den von ihm befallenen Organismus um.“

    Wieder wird eine an sich wichtige Kritik verdorben. Und zwar durch eine Ansammlung von grob beleidigenden Beschimpfungen mit der üblichen Wortwahl aus dem Repertoire der Bürgerkriegsrhetorik eines gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verwesungsbiotops, das sich gerne vermeintlich als „liberal“ verkaufen möchte.

    Auch schlichte Verdummungsversuche werden nicht gescheut, so zum Beispiel der Hinweis auf „jene 20 Prozent Nettosteuerzahler“ – wie wenn es keine Mehrwertsteuer etc. gäbe. Oder die Vorstellung, allein „aus eigener Kraft“ die wirtschaftlichen Erfolge zu erzielen. Ferner das geflissentliche Überschweigen der Finanzvermögen mit Profitschöpfungen jenseits der realwirtschaftlichen Wertschöpfungen.

    Die Landung in einem gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Nekrotop hindert freilich nicht daran, im Untergang des Abendlandes, so gut es geht, für sich die Vorteile zu lukrieren.

    Sind derartige Agitationen noch als grob fahrlässig oder bereits als Vergehen bzw. als Verbrechen einzustufen? „Radikal zu bekämpfen“ sind sie allemal.

    • F.V. (kein Partner)
      12. April 2013 13:08

      P.T. Horner dixit!

      Und er beklagt den Tonfall, bemerkt aber selber nicht, daß die hier von ihm zum zweiten mal - als rhetorische Frage zwar - aufgestellte Behauptung diese "Agitation" sei als Verbrechen einzustufen, kaum viel anders denn als Beschimpfung (oder Ärgeres) zu beurteilen wäre, seine strengen Maßstäbe angelegt.

      Im Übrigen verstehen die Leser durchaus pointierte Charakterisierungen als tendenzielle Beschreibungen von Sachverhalten und nicht als mit Daten gestützte absolute Wahrheiten.

      DEr als sachlicher Beitrag zu klassifizierndes Teil sind 4 Zeilen, die von den Zensuren des p.t. Horner aber von ihm selbst zugemüllt wurden.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      13. April 2013 13:30

      reinhard.horner@chello.at

      Bekennender gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher und kultureller Autismus oder bloß unschwer durchschaubare Fehldenunziation der Selbstständigen: Jemand, „der es – aus eigener Kraft und ohne die Hilfe politischer Seilschaften – zu etwas gebracht, ein Unternehmen gegründet und ein mehr oder weniger großes Vermögen aufgebaut hat …“

    • RR Prof. Reinhard Horner
      14. April 2013 12:55

      reinhard.horner@chello.at

      Wie ernsthaft? Auf welchem Niveau?

      „Am Ende aber bringt jeder bösartige Tumor, der nicht radikal bekämpft wird, den von ihm befallenen Organismus um.“ (© A. Tögel 11.04.2013)

      Zählt dazu der kriminelle, diebische Staat mit seinen beamteten Handlangern und alles Soziale etc.? (© Tögel mult.) Oder handelt es sich um die Inhalte und die in ihrer Wortwahl und den Beleidigungen zügellos brutalen Formen der Tögel-Agitation? (© Horner)

      Besonders seltsam wird´s, wenn die Tögel-Agitation für sich völlige „Freiheit“ in Anspruch nimmt und sich über die umgekehrt angewandte Wortwahl und persönliche Beleidigungen durch Kritiker beschwert.

  12. socrates
    12. April 2013 11:28

    Die Tatsachen passen weniger zu den Zitaten: In GB wird die Milch rationiert (Le Figaro), die "Schlafzimmersteuer" ebenso in GB, die dafür sorgt, daß die Alten ihre Wohnung verlieren und die Investoren kaufen können.
    Wenn ich in Ö in der Zeit, die ich zum Umschalten im ORF brauche, höhre, daß es Gesetze für Anleger gibt, dann wissen die Franzosen schon, daß sie von den Anlegern und ihren politischen Helfern gemacht wurden und daher wertlos sind.
    Cahuzac ist ein besondersgutes Beispiel für die Neosozialisten:
    http://www.parismatch.com/Actu-Match/Politique/Actu/Jerome-Cahuzac-d-un-divorce-a-une-affaire-d-Etat-451351/
    Sei seiner Scheidung (Fehler!) kam er ins Visier der französischen Medien:
    Er besitzt eine Schönheitsklinik seit ~1980, Sozialist und Vermittler zwischen der Pharmaindustrie und den Krankenkassen, etc, der die Preise aushandelte. Dabei wurde er wirklich reich. Damals trat er schon an um gegen die Steuerflucht zu kämpfen, wie ein Video aus den 80ern zeigt. Mehrfach war er Minister, zuletzt FINANZminister und NICHT HAUSHALTSMINISTER, wie gerne falsch übersetzt wird.
    Er versuchte einmal, bei Julius Bär ein Konto zu eröffnen, die dem Herrn Minister mitteilten, daß seine Unterlagen gefälscht seien. Ein anderes Konto gelang ihm in der Schweiz zu eröffnen. Bei Befragungen bestritt er dies stets, schließlich kündigte er es und verschob 15,000.000€ nach Singapur. Diese Summe erschien ihm und Allen, die ihn kennen, unerheblich, aber Kleinfranci goutiert das gar nicht.
    J.C. erkennt kein Fehlverhalten, was zu einer großen Diskussion unter Ärzten führt.
    Wir haben eine Burgstaller und Schmied, beides Sozis, die das auch nicht verstehen.

    • socrates
      12. April 2013 11:30

      Die Rache der stehengelassenen Frauen sollten die Männer fürchten!

  13. Francois Villon (kein Partner)
    12. April 2013 08:58

    Herr Tögel beschreibt wie immer mit drastischen Worten den beklagenswerten Zustand und kritisiert – zurecht – auch einige Wenige, aber kommt doch nicht zu des Pudels Kern.

    Ich entsinne mich nicht mehr welcher Politiker den Zweck des Staates in zynischer Weise als den eines konfisktorischen Steuereintreibers bezeichnete, und er gab den Grund dafür auch mit an: damit die ewig steigenden Staatsschulden bedient werden können.

    Da das Geld – in blasphemischer, nämlich den Schöpfergott imitierender Weise durch „creatio ex nihilo“ – entsteht, birgt dieser Taschenspielertrick auch das Verderben in sich. Das entstehende Schuldgeld (der Kredit) ist zwar durch reales Vermögen „gedeckt“ (beim Häulsbauer durch sein Grundstück und dem darauf entstehenden Haus), aber er hat ja auch noch über die Laufzeit des Kredits bis zum Doppelten der eigentlichen Schuldsumme an Zinsen zu berappen, die noch gar nicht „geschöpft“ worden sind. Womit immer weiter Geld ex nihilo von den Banken erschaffen werden muß.

    An dem Beispiel sieht man zweierlei: erstens, daß durch den Zins- und Zinseszins-Mechanismus sich die Schulden (und Kapitalvermögen) exponentiell vermehren müssen, zweitens, daß für eine de facto Nicht-Leistung (denn das Kreieren eines Kreditrahmens auf einem Konto im Computer ist keine Leistung, die – siehe Beispiel Hausbau – das Doppelte der Investitionssumme für reale(!) Leistungen an Zinsen rechtfertigte. Damit wird aber klar:
    erstens es ist in diesem System völlig irrelevant welche Regierung am Ruder ist, sie kann sich gegen diesen exponentiellen Wachstums-Effekt der Schulden nicht wehren,
    zweitens muß es im Laufe der Zeit zu einer Umverteilung des Vermögens kommen, und zwar hin zu den Banken bzw. Besitzern des Big Money.

    Wir befinden uns in einem Teufelskreis bei dem die Wirtschaft stets schneller wachsen als die Zinslast muß. Nur dann sind die zusätzlichen Kredite gedeckt, die für die Zinszahlungen benötigt werden. Wehe wenn die Wirtschaft aufhört zu wachsen! – Damit wird klar, was der tiefere Grund, sozusagen der innerste Antriebsmotor des Wachstums-Dogmas ist. Das kann aber auf Dauer in einer endlichen Welt nicht funktionieren. Wohl aus dieser Einsicht haben die Religionen (jüdische, islamische und christliche – zuletzt mit der Enzyklika „Vix pervenit“ von Papst Benedikt XIV.) das Zinsnehmen (den Wucher) als Todsünde gebrandmarkt, weil den Weisen/Propheten das Zerstörerische des Zinses für jegliche Gemeinschaft durchaus einsichtig war.

    Daß die Verschuldung (und damit das Anziehen der Steuerschraube) mit landesverräterischen Linx-Parteien etwas schneller geht als vielleicht einer „bürgerliche“, das mag sein, aber der tiefere Grund, daß auch diese im Grund links-liberale Politik betreiben, hängt mit obigen Sachverhalt zusammen, verschärft noch durch den „Wettbewerb“ bei der Wählerbestechung, ohne die in einer Dämokratie keine Wahlen mehr zu gewinnen sind.

    Das Zitat, „Eine private Zentralbank, die Zahlungsmittel ausgibt, ist für die Freiheiten der Menschen eine größere Gefahr als eine stehende Armee.“ (Thomas Jefferson, dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika 1801-1809), hat durchaus den oben geschilderten Hintergrund, denn der wirklich souveräne Staat hätte es ja in der Hand:

    Ersten die private Ausgabe des Geldes zu unterbinden und zur Staatsaufgabe zu machen (was heute faktisch nicht der Fall ist) und
    zweitens könnte er das Geld so gesetzlich bestimmen, daß es eben kein zinsbehaftetes Kreditgeld ist.

    Herr Scheiber hat dies wie mir scheint in ähnlicher Weise wohl auch ausgedrückt. Es genügt nicht die Symptome zu kritisieren (von kurieren kann ohnedies keine Rede sein), wir müssen doch endlich auch mit einer „Fundamental-Diskussion“ beginnen, wobei wir uns aber auch noch hinsichtlich der Begriffe auf ein gemeinsames Verständnis erst einigen müßten. Ohne dies wäre es vergeblich miteinander Pläne zu machen (Konfuzius).

    • Andreas Tögel
      12. April 2013 17:16

      Sehr geehrter Herr Villon,
      mit einem guten Teil Ihrer Ausführungen rennen Sie bei mir weit offene Türen ein. Ein aktueller Text zur Frage von Kredit- und Geldexpansion aus der Feder eines "Austrian": http://www.misesde.org/?p=4771 . Der einzige Grund zur Gründung der "Bank of England" war demnach einzig und allein die Staatsfinanzierung.

      Ein zum Phänomen der "Geldschöpfung aus dem Nichts" sehr empfehlenswertes Buch, das dem Problem erschöpfend auf den Grund geht: http://www.amazon.de/Geld-Bankkredit-Konjunkturzyklen-J%C3%A9sus-Huerta/dp/3828205321 (der Text wurde bereits
      vor einiger Zeit auf diesem Blog debattiert, ich finde den Faden aber leider nicht).
      Es ist evident, daß die Monopolisierung der Geldproduktion durch den Staat einerseits und die Möglichkeit der Teilreservehaltung der Geschäftsbanken andererseits die Grundlagen jedes seriösen Wirtschaftens langfristig zerstören. Geld darf eben nicht unbegrenzt aus "dünner Luft" geschöpft werden können, sondern muß Warencharakter haben - wie es immerhin durch Jahrtausende hindurch der Fall war.

      Ich glaube nicht, daß diese Kritik als bloße Symptomkritik bezeichnet werden kann. Vielmehr wird hier tatsächlich die Wurzel der meisten wirtschaftlichen Probleme freigelegt, mit denen die entwickelte Welt heute kämpft.
      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • F.V. (kein Partner)
      12. April 2013 19:58

      Sg Herr Tögel,

      danke für die Hinweise. Werde mir das nach Donoso Cortes, Essay ... vornehmen.

      Gruß, FV

  14. dssm
    11. April 2013 18:45

    Die Herren (aber kaum Frauen!) der AK und der Gewerkschaften sind längst zu weit gegangen. Vor einiger Zeit hat die WKÖ eine Studie veröffentlicht. Erschütterndes Resultat: Die Mehrheit der Unternehmer möchte lieber heute als morgen aufhören!

    Durch die unbarmherzige Gelddruckerei, mit den damit folgenden niedrigen Zinsen, und perverse Steuersparmethoden, als gescheiterter Fluchtversuch aus dem täglichen (Steuer-)Wahnsinn, haben die Schuldenlast der Unternehmer in utopische Höhen getrieben.
    Die Unternehmer können also nicht einfach aufhören, für die Schulden wird privat gehaftet.
    Kommt aber ein schwarzer Schwan geflogen (z.B. Credit crunch, Währungskrieg, Handelsbeschränkungen ...) und es gibt damit eine kollektive Gelegenheit die Sache hinzuschmeißen, geschieht schlagartig das Undenkbare!

    Da sich unsere Eliten in Wien, Brüssel und Frankfurt nach Leibeskräften bemühen, schwarze Schwäne herbeizuzüchten, werden die vereinigten Linken bald von ihren Neidgenossen eine unschöne Wahrheit präsentiert bekommen: keine Arbeit, kein werthaltiges Geld, kein Wohlstand und keine Perspektive.

  15. Peter Brauneis
    11. April 2013 17:04

    Sg Herr Tögel, danke für diesen und etliche andere Artikel. Doch sollte es nicht korrekt heißen "700.000 Schilling reichen, um als reich zu gelten", nämlich um von einem Einkommensteuer-Grenzsteuersatz von 50% teilenteignet zu werden.

  16. fokus
    11. April 2013 14:02

    Trotz des verheerenden Beispiels im ehemaligen Ostblock, wo uns 1:1 vor Augen geführt wurde, wie Sozialismus mit seiner klassenkämpferischen Ideologie und dem Aufbau von falschen Feindbildern endet, werden immer noch Wahlen mit den gleichen Verhaltensmuster gewonnen.
    Warum setzt die Mehrzahl der Bürger noch immer nicht ihren Verstand ein und erteilt diesem Weg in die Sackgasse eine gehörige Absage?

    Selbst internationale Agenturen warnen wahlwerbende Parteien in Österreich, Wahlen nach dem gleichen Strickmustern zu gewinnen, wie in den Jahren davor und trotzdem setzt kein Umdenken ein.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1345678/Standard-Poors-warnt-Oesterreich-vor-Wahlzuckerln

    Ewig werden die letzten Leistungsträger nicht als Melkkuh der Nation durchhalten, denn geht es in dieser Tonart weiter, gibt es bald nichts mehr zum "sozial gerechten Umverteilen".
    Aber die Masse ist offensichtlich immer noch mit linkslinken Parolen manipulierbar und will nicht aus dem seinerzeitigen, desaströsen Niedergang dieses vollkommen falschen Konzeptes lernen. Der Zusammenbruch wird daher umso schmerzlicher, wenn nicht endlich eine neue Wende einsetzt.

    • Erich Bauer
      11. April 2013 17:35

      @ "...Ewig werden die letzten Leistungsträger nicht als Melkkuh der Nation durchhalten..."

      Auch die Kulaken haben gegen die Bolschewiken nicht "ewig" durchgehalten... Sie wurden ausgerottet. Man nahm ihnen auch die über Generationen vererbten "Ledersandalen", die sie nur für die Sonntagsmesse verwendeten... bevor man sie umbrachte. Bolschewiken wollen keine "Leistungsträger". Sie wollen Sklaven. Hat immerhin 70 Jahre überdauert. Ob dieses "Konzept" falsch ist oder nicht, steht nicht zur Debatte! Die Frage ist: was geht hier vor? WER will und WARUM einen Teil der Menschheit dieses Tyrannen-Regime für die nächsten 70 Jahre auferlegen?

      Es bleiben nur noch 2 Möglichkeiten, die uns vor den "auserwählten" Schicksal bewahren: Entweder die "Lunte" wird gezündet, oder dieser aufgeblasene Popanz des Sozialismus, der auch als Nachhall seit dem Mauerfall betrachtet werden könnte, bricht im letzten Akt zusammen...

      Die "Spießbürger", nestroyanischer Prägung, werden, welches Geschehnis auch eintritt, teilnahmslos schauen... sie zählen eh nix. Und haben auch nie "gezählt". Sie sind mit den "Sternderln" restlos zufrieden...

    • Erich Bauer
      11. April 2013 18:13

      Zusatz: "CHICKS FOR NOTHING..."

    • dssm
      11. April 2013 19:03

      @Erich Bauer
      Hier ist lediglich Unmoral und Unfähigkeit am Werk. Einen zentralen Plan gibt es zwar immer wieder, dieser ist aber so unrealistisch, daß er regelmäßig in das vollkommene Scheitern der Eliten führt.

      Der Fehler ist leicht zu finden: Wir zahlen unsere 'Eliten' sehr gut, dazu haben diese 'Eliten' im Lauf der Jahre gelernt, weitere, geistig nahe verwandte Arten, an die Futtertröge zu führen.
      Da die 'Eliten' längst eine Negativauslese sind, jedenfalls jede beruflich brauchbare Ausbildung und insbesondere Praxis fehlt, gibt es nur eine Methode für sie um gut zu leben, sie müssen regieren, also Wahlen gewinnen.

      Egal ob Dörfler (ausgerechnet er ist jetzt Bundesrat), Burgstaller (Wahlslogan 2009: Für saubere und transparente Finanzen), Schmied, Hundsdorfer (beide leitend in eine Bankpleite verwickelt), Faymann, Ostermann (Inseratenaffäre, ist besonders in einer Demokratie bedenklich), sie alle haben nichts vernünftiges gelernt, sie alle haben keine Berufspraxis, sie alle würden nach einem Ausscheiden aus der Politik in das private Nichts fallen.
      Also klammern sich diese Gestalten an die Macht, koste es was es wolle, denn für sie ist das Bett jetzt weich und es soll auch so bleiben, egal ob der Rest der Menschen deshalb im Elend lebt.

    • fokus
      11. April 2013 20:42

      @Erich Bauer

      Wer soll denn die Lunte zünden? Wer immer nur davon redet bzw. schreibt, oder gar darauf wartet, daß es die Anderen besorgen, bleibt in der Theorie verhaftet.
      Nur große Worte, nix dahinter = Sternschnuppen eben.

      Das System wird zusammenbrechen, es dauert halt noch eine Zeit und manch sogenannter "Spießbürger" arbeitet wenigstens im Hintergrund am Rausbrechen der ersten Ziegel, dann stürzt die Mauer sowieso ein. Gut Ding braucht manchmal Weile und in der Demokratie ein Weilchen länger.

    • F.V. (kein Partner)
      12. April 2013 09:31

      @fokus,

      Sie sehen nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit; das tiefere Problem habe ich ja schon dargestellt.

      Was aber die Ideologie betrifft, so haben Sie durchaus recht, nur bedarf es auch hier der Ergänzung: der Sozialismus/Kommunismus ist nur die eine Seite einer Medaille, deren andere der Liberalismus ist.

      Beide Ideologien sind das Ergebnis der Französischen Revolution und der Moderne, deren Charakterisierung mit den Begriffen zutreffend erfolgt:

      - Materialismus,
      - Individualismus,
      - Positivismus,
      - Relativismus,
      - Rationalismus,
      - Atheismus und als Folge
      - Nihilismus.

      Ich spare es mir hier auf die einzelnen Begriffe einzugehen, aber sie sind in beiden Ideologien ident und haben folglich dieselben Konsequenzen.

      Darin drückt sich ja die symptomatische "Übersiedlung" des Politbüros von der UdSSR nach Brüssel aus und meine (polemische) Charakterisierung als EUdSSR auch aus.

    • Scipio
      13. April 2013 09:51

      @F. V. (@focus)

      Geldpolitik, wie sie heute betrieben wird, dient der Vernichtung des Mittelstandes, des Bürgertums, zugunsten der Freunde der "Neuen Weltordnung", der "Brave New World", der "Animal Farm", der Herrschaft des "Großen Bruders" von "1984". Alle müssen Sklaven werden, mit Ausnahme der "Auserwählten".
      Hinter Ihrer (@F.V.) völlig richtigen Aufzählung der herrschenden Ideologien steht - wie Sie dem Essay von Donoso Cortes "Über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus", entnehmen können, der häretische Geist des Antichrist, des Verführers, des Lügners und des Menschenmörders von Anfang an.Dieser Geist manifestiert sich - vor allem seit der neuzeitl. "Aufklärung" (illumination!) und der Franz. Revolution - im "Jewish Revolutionary Spirit" und wird wirksam durch seinen "Impact on World History" (Michael E. Jones, 2008). Das politische System von heute, die sog. "Demokratie", bietet die Einfallspforte für die "Partei der Diebe", nämlich der Sozialdemokraten + Grünen und ihren feigen bürgerlichen Handlangern (ÖVP/FPOe/BZÖ/Stronach). Die "Judaisierung" (Judaizing) unserer Zivilisation macht heute nicht einmal mehr vor der Kirche halt und nimmt ihr ihre Glaubwürdigkeit.
      In Deutschland wird jetzt der Hoffnungsschimmer AfD fertiggemacht. Ihr vernünftiges Parteiprogramm hat gegen den welt- und medienbeherrschenden "Jewish Revolutionary Spirit" keine Chance: Geldpolitik, wie sie heute betrieben wird, dient der Vernichtung des Mittelstandes, des Bürgertums, zugunsten der Freunde der "Neuen Weltordnung", der "Brave New World", der "Animal Farm", der Herrschaft des "Großen Bruders" von "1984". Alle müssen Sklaven werden, mit Ausnahme der "Auserwählten".
      Hinter Ihrer (@F.V.) völlig richtigen Charakterisierung der herrschenden Ideologien steht - wie Sie aus dem Essay von Donoso Cortes "Über den Katholizismus, den Liberalismus und den Sozialismus", entnehmen können, der häretische Geist des Antichrist, des Verführers, des Lügners und des Menschenmörders von Anfang an.Dieser Geist manifestiert sich - vor allem seit der neuzeitl. "Aufklärung" (illumination!) und der Franz. Revolution - im "Jewish Revolutionary Spirit" und wird wirksam durch seinen "Impact on World History" (Michael E. Jones, 2008). Das politische System von heute, die sog. "Demokratie", bietet die Einfallspforte für die "Partei der Diebe", nämlich der Sozialdemokraten + Grünen und ihren feigen bürgerlichen Handlangern (ÖVP/FPOe/BZÖ/Stronach). Die "Judaisierung" (Judaizing) unserer Zivilisation macht heute nicht einmal mehr vor der Kirche halt und nimmt ihr ihre Glaubwürdigkeit. Viele beten lieber den Teufel an als den Herrn (vgl. Papst Franciskus). In der EU ist der christl. Glaube nicht mehr "gesellschaftsfähig" (R. Butiglione), das Naturrecht wird geschmäht. Nichts währt mehr und damit auch keine "Währung".
      In Deutschland wird jetzt der Hoffnungsschimmer AfD fertiggemacht. Ihr vernünftiges Parteiprogramm hat gegen den welt- und medienbeherrschenden "Jewish Revolutionary Spirit" keine Chance: https://www.facebook.com/notes/alternative-f%C3%BCr-deutschland/wahlprogramm-f%C3%BCr-den-gr%C3%BCndungsparteitag/559100660786944 .
      TAMEN!

  17. Erich Bauer
    11. April 2013 11:09

    (Zitat: Andreas Tögel). „...Selbst wenn der Fiskus 100 Prozent aller Vermögen und Einkommen enteignete, würde das nicht reichen. Seine Gier ist unstillbar…“

    Ich glaube nicht, dass irgendjemand, diesen „100-Prozent-Bestrebungen“ gegensteuern kann, oder irgendetwas dem entgegenzusetzen hat.

    Eine künstliche Ordnung kann nur verschwinden, wenn sie von selbst zerfällt. Die Zukunftsfrage lautet daher nicht: Bekommen wir eine Diktatur oder werden wir den Herkulesakt zu einer freiheitlichen Ordnung stemmen? Sondern: In welcher Weise wird der Zusammenbruch der morschen Konstruktion erfolgen? Wird das Konstrukt allmählich in Fäulnis übergehen? Werden unbekannte Hände Sprengstoff und Lunte legen, auf dass das Imperium mit einem kraftlosen Seufzer in sich zusammensinkt, Millionen Ahnungsloser unter sich begrabend?

    Da nicht alle Organe der künstlichen Ordnung zum gleichen Zeitpunkt absterben ist zu erwarten, dass virulente Teile überleben und sogleich das neu entstehende Gewebe, welches zunächst immer der Beginn einer Neuordnung auf organischer Grundlage ist, infizieren. Die Schafe brauchen einen Hirten… sie werden sich bescheiden: „wie ein Tier auf dürrer Heide / herumgeführt im Kreis / Und ringsherum ist grüne Weide“

    Neuer Versuch halt. Vielleicht hat die „Evolution“ aber doch Besseres vor…

    • F.V. (kein Partner)
      12. April 2013 09:17

      Herr Bauer und alle Mitdiskutanten,

      DI Lüftl hat vor einigen Jahren ein kleines Büchlein verfaßt: "Formeln für den Staatsbankrott".

      Hier wird nicht gefragt wer und wofür Schulden gemacht hat, sondern diese nur im Laufe der Zeit der Höhe nach festgestellt. Dann setzt er diese in Bezug zum BIP.

      Wenn die Schulden schenller wachsen (also mit zB 10 oder 15%) und das BIP nur mir 2, 3 oder 5%, dann kann man, von einem gewissen ausgangspunkt, etwa als die Staatsschulden "nur" bei 50% des BIP lagen, feststellen, wann sich die beiden Exponentialkurven schneiden. Man kann auch noch das in Österreich ansparte und erarbetete Vermögen als Kurve einzeichen, und auch hier sehen, wann die Schuldenkurve diese schneidet, dann weiß man, wann das BIP bzw. das Gesamtvermögen restlos aufgebraucht sein wird.

      Natürlich sind das theoretische Punkte (= Zeitpunkte auf der Zeitachse), denn bevor das gesamte BIP nur noch zum Bedienen der Zinsen für die Staatsschulden aufginge, ist längst vorher "Matthäi am Letzten'".

      Diese "Formeln" sind ebenso wie mein obiger Beitrag von der Parteifarbe unabhängig und liegen einzig und allein am zinsbehafteten Kreditgeld-System.

    • Konrad Loräntz
      12. April 2013 13:12

      Wer ist DI Lüftl ?

    • F.V. (kein Partner)
      12. April 2013 15:18

      Herr Loräntz,

      Baurat h.c. DI Walter Lüftl, früherer Präsident der Österr. Ingenieurskammer.

    • Scipio
      13. April 2013 09:56

      @scipio

      Durch Tippfeher kam es leider zur Doppelanführung!

    • Konrad Loräntz
      13. April 2013 16:08

      @ An F.V. Mir war nur so, als hätte ich den Namen schon in anderem Zusammenhang einmal gehört. Danke jedenfalls.

  18. Freak77
    11. April 2013 09:49

    In diesem Zusammenhang muss ich auch diesen Artikel von Christian Ortner (Quergeschrieben in Die Presse):

    Geld ist das, was man anderen Leuten wegnimmt, wenn man es braucht

    Warum es heute wesentlich vernünftiger sein kann, ein kleines Vermögen zu verprassen, anstatt es der schleichenden Enteignung durch politische Wohnungseinbrecher auszusetzen.

    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/1384659/Geld-ist-das-was-man-anderen-Leuten-wegnimmt-wenn-man-es-braucht

  19. Erich Bauer
    11. April 2013 08:40

    HER MIT DER MARIE!

    "Geldtheorie" von Ayn Rand:

    Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft.

    "Wenn Sie sehen, dass Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, dass man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, dass das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, dass Menschen durch Korruption und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, dass die Gesetze Sie nicht vor diesen Leute schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

    • Konrad Loräntz
      12. April 2013 13:29

      Sehr gut ausgedrückt.
      Von Ayn Rand ist ja auch der schöne Spruch: “You can avoid reality, but you cannot avoid the consequences of avoiding reality.”

      Und der noch schönere:
      “The worst guilt is to accept an unearned guilt.” Aber der ist im Gegensatz zu oberem Zitat kaum je anwendbar, denke ich halt.

  20. Johann Scheiber
    11. April 2013 07:12

    Die vordergründige Analyse ist richtig, nur der Hintergrund wird hier (wieder einmal) nicht beleuchtet.

    Nachdem gut 40 Prozent Zins auf allen Waren und Dienstleistungen lastet, ist einmal von vorneherein klar, wo der Löwenanteil des von Arbeitnehmern und Unternehmern erwirtschafteten Ertrages landet.
    Vom verbleibenden Rest lenken dann die politischen Hilfseintreiber via ESM etc., also über Bankenrettungen und "Staatenrettungen" noch einmal einen erklecklichen Anteil des erwirtschafteten Vermögens in die Taschen des Kapitals.

    Damit ist einmal sicher gestellt, dass ein Großteil des Volksvermögens auf diversen Pirateninseln deponiert wird und die große Show kann auf Grund des immer enger zu schnallenden Gürtels wieder einmal beginnen.

    Die medialen Hilfsschreiber und die politischen Hilfsschreier werden ausgesendet um das um die Reste des versiegenden Wohlstandes kämpfende Volk gegeneinander aufzuhetzen und auszuspielen. Die , die in einer Volkswirtschaft organisch zusammengehören, die Unternehmer, die Arbeitnehmer und die staatlichen Institutionen werden skrupellos gegeneinander in Stellung gebracht und aufgerieben.

    Und es lacht der wahre Profiteur, das Kapital, dessen Rolle von Sozialisten und Liberalen, den volksvernichtenden Zwillingen, verschwiegen wird.

    • Erich Bauer
      11. April 2013 09:18

      @Johann Scheiber: ("...von Sozialisten und Liberalen...")

      Argwöhnisch muß man zu Recht jeden Versuch betrachten, der den Liberalismus "politisch" manifestieren will. Es ist einfach nicht seine Aufgabe und auch nicht seine Natur. Die Idee, als Utopie, zu Ende gedacht, bedarf des "Neuen Menschen"... Was die "Heranbildung" desselben bedeutet, hat der "Zwillingsbruder" augenscheinlich in der Menschheitsgeschichte dargestellt...

      Damit reiht sich der Liberalismus, als "politisches" Programm, so wie der Marxismus in die Liste der "Titanen aus grauer Vorzeit" ein...

      Auch Adam Smith hat sich darüber Gedanken gemacht:

      "„Die Frage, wie die [liberalen] Prinzipien, die ich durch Zusammensetzung der Bruchstücke einer Tradition zu rekonstruieren versuchte, in ein Programm übersetzt werden können, das die Massen anspricht, muss der Sozialphilosoph ‚jenem hinterlistigen, verschlagenen Tier überlassen, das man einen Staatsmann oder Politiker zu nennen pflegt, dessen Entschlüsse sich nach den momentanen Schwankungen richten’.“

      Nach Adam Smith hat der Liberalismus eingeschränkte Möglichkeiten:

      „Die Aufgabe des Sozialphilosophen kann nur der Einfluss auf die öffentliche Meinung sein, nicht aber die Organisation der Menschen zur Handlung. Er wird nur dann Erfolg haben, wenn er sich nicht auf das beschränkt, was jetzt politisch möglich ist, sondern konsequent die ‚allgemeinen Prinzipien verteidigt, die immer dieselben sind."

      Ein Diskurs über diese "allgemeinen Prinzipien" ist mit Konservativen möglich. Mit Sozialisten nicht!

    • Johann Scheiber
      11. April 2013 12:02

      @ErichBauer
      Sie mahnen zu Recht das Wahrheitsmoment des Liberalismus ein, ich leugne dieses nicht.
      Es hat aber auch der Sozialismus sein Wahrheitsmoment.
      Der blinde Fleck des einen Titanen ist die starke Seite des jeweils anderen.
      Das Einzelne und das Allgemeine hat seine Berechtigung. Die Lösung dieses nicht absoluten, sondern nur relativen Gegensatzes ist nicht der Krieg und nicht der Kompromiss, sondern so etwas wie eine organische Verschränkung, die in einem System der Freiheit mündet.

      Das Diesseits der Ideologien, Liberalismus und Sozialismus ist beschrieben im berühmten §260 der Hegelschen Rechtsphilosophie (samt Zusätzen).
      Da sind die feindlichen Antagonisten, die Gegensätze "aufgehoben" im dreifachen Sinne des Wortes:
      1. eliminiert, gleichzeitig
      2. bewahrt, aber
      3. auf eine höhere Ebene gehoben

      Begründet ist diese dialektische Vermittlung in einem Donnersatz aus Hegels Habilitationsschrift, mit der er das abstrakte Gegensatzdenken der modernen Welt aus den Angeln gehoben hat:
      "Contradictio est regula veri, non contradictio, falsi" (Der Widerspruch ist das Gesetz der Wahrheit, die Widerspruchsfreiheit der Unwahrheit)
      Ist schon klar, dass er mit diesem Grundsatz der Vernunftphilosophie der Neuzeit die Kurpfuscher der Philosophie, wie Karl Popper, auf die Palme gebracht hat.

      Der Materialismus und der Matador dieser Denkform, der Intellektuelle schafft es nur bis zum Dualismus, zum ausgeschlossenen Dritten,der gebildete, der geistige Mensch aber kann bis drei zählen, kann die Gegensätze in ihrer Unterschiedenheit und in ihrer Einheit in eine Einheit höherer Art bringen, sodass die Gegensätze fruchtbar werden und verlebendigend wirken und nicht in einen tödlichen Gegensatz ausarten.

      Der Überschmäh der Fädenzieher der unversöhnlichen Gegensätze, Liberalismus und Sozialismus liegt ja darin, das sie selbst auch bis drei zählen können. A und B schlagen sich die Schädel ein und C profitiert. Einfacher ausgedrückt, die Bank finanziert stets beide Seiten. Ein Mises wird protegiert und ein Marx auch und ebenso alle politischen Marionetten, die dann früher oder später gegeneinander antreten müssen.

      Im Deutschen Idealismus wurde der Weltschwindel, die Gelddruckmaschine und die Tötungsautomatik der modernen Welt durchschaut.
      Daher lautet der Gegensatz nicht Links oder Rechts, nicht Liberalismus oder Sozialismus sondern Idealismus gegen Materialismus.
      Daher ist Deutschland der Feind der Welt!

      Wir leben in der aufregenden Zeit, in der der weltanschauliche und wissenschaftliche Reduktionismus völlig zusammenbricht und die idealistische Wahrheit wieder zum Vorschein kommt, vorbereitet seltsamerweise durch die erdigste Wissenschaft überhaupt, durch die Physik mit ihren weltbildstürzenden Neuentdeckungen, die aber nur das bestätigen, was die Großen aller Zeiten und Kulturen immer schon wußten, dass nichts wirklich ist als der Geist.

      Und wir erleben gerade wie der fundamentale Paradigmenwechsel das Alltagsbewußtsein erreicht. Ein paar Komiker, die sich gestern vor dem Stephansdom zum Spott homöopathische Mittel reingeschüttet haben helfen da z.B. kräftig mit.
      http://diepresse.com/home/panorama/wien/631563/Wien_FlashMob-gegen-Globuli?offset=25&page=2

    • M.S.
      11. April 2013 13:06

      @Johann Scheiber

      ***********************
      Dieser Paradigmenwechsel vollzieht sich sehr langsam und zeichnet sich vorerst nur für sehr wenige, aufmerksame Zeitgenossen am Horizont ab. Die große Mehrheit der Menschen, sogar der Wissenschafter, sind so vom realen Materialismus geprägt, dass sie sich nicht einmal im Traum mit den von Ihnen angesprochenen neuen wissenschaftlichen Forschungen und Erkenntnissen befassen wollen. Paradigmenwechsel sind halt unbequem, man müßte eingestehen, dass man oft ein Leben lang von falschen Vorstellungen ausgegangen ist. In früheren Zeiten wurde man von der Inquisition zum Schweigen gebracht, heute wird man -noch- medial ignoriert oder lächerlich gemacht.

    • Erich Bauer
      11. April 2013 13:16

      @Johann Scheiber

      Wie der Sozialismus ist auch der Liberalismus eine universelle Lehre, das heißt, er hat die ganze Menschheit im Blick. Wie der Sozialismus weist auch der Liberalismus der „sozialen Frage“, also der politischen Ökonomie, eine herausragende Bedeutung zu.

      Dagegen spielen Wertefragen, also Fragen der persönlichen Lebensführung, wie sie zum Beispiel für die verschiedenen Spielarten des Konservatismus von zentraler Bedeutung sind, sowohl im Sozialismus als auch im Liberalismus eine untergeordnete Rolle. Sozialismus und Liberalismus haben deshalb in der Regel dasselbe Spielfeld, eben die politische Ökonomie.

      Es besteht ebenfalls eine Parallele zwischen Sozialismus und Liberalismus und unterscheidet beide vom Konservatismus in der Hinsicht, dass sich beide nicht auf Tradition und Glauben stützen, sondern rationale Begründungen und universell gültige Argumente für ihren Standpunkt in Anspruch nehmen. Und hier gerate ich, als „Zweifler“ schon ins Stocken. Ich bin mir nicht sicher, ob diese „universell gültigen Argumente“ dem „Universum“ entsprechen. Die historische Wirklichkeit zeigt mir ein ganz anderes Bild. Ich kann die Ausflüchte einfach nicht gelten lassen, die da den „Erklärungsgipfel“ bemühen: DIE „Menschen“ sind noch nicht soweit…

      Ich versuche „krampfhaft“ den Rahmen für diese interessante Diskussion nicht zu sprengen. Ich möchte nur Friedrich August von Hayek erwähnen, der „vordergründig“ vollkommen richtig sagt: „Das Hauptziel des Kampfes um die Freiheit war die Gleichheit vor dem Gesetz.“ Vor dem Gesetz soll niemand besser oder schlechter gestellt sein, und Recht soll für alle gleich gelten. Die abstrakte Rechtsnorm und die Gleichheit vor dem Gesetz sind ein Bollwerk vor der Willkür und dem Missbrauch politischer Macht. UND NICHT EINMAL DAS STIMMT.

      Um in einem System der Freiheit zu münden... Ich denke, da muß etwas anderes her.

    • Johann Scheiber
      11. April 2013 13:48

      @Erich Bauer

      Der Satz von Hayek ist wohl richtig, ist aber nur eine Teilwahrheit. Die Gleichheit vor dem Gesetz ist ein notwendiges und wesentliches Moment der Freiheit. Allein es ist kein hinreichendes Moment der Freiheit, denn es betrifft nur die formelle Freiheit, den Rechtsstaat, bei Hegel den Staat 1. Aber bei Hegel gibt es auch noch den Staat 2, den substantiellen Staat (Familie, Nation, Religion, Geschichte...), der gemeinsam mit dem Staat 1 den Staat der Freiheit erst ausmacht.

      Irgend ein Franzose hat gesagt, dass die nur liberale, formelle Freiheit bedeutet, dass der Bettler und der Millionär das gleiche Recht haben unter einer Brücke zu schlafen.

    • Erich Bauer
      11. April 2013 15:38

      @Johann Scheiber

      Die meisten Liberalen lehnen den "Staat 1" nicht ab. Allerdings neigen sie dann paradoxerweise, im völligen Einklang mit den Sozialisten, zu immer größeren Staatsgebilden und zentralistischen Monstrositäten. Natürlich im Sinne einer mutmaßlich gedeihlicheren "politischen Ökonomie"... Der "Staat 2" ist, wie schon erwähnt, für Liberale nicht von zentraler Bedeutung. Mir scheint, daß sie da, ein naives Vertrauen, auf "die unsichtbare Hand" pflegen. Das ist fahrlässig. Ich gehe einmal davon aus, daß den Liberale kein zwanghaftes und vor allem pragmatisches Bedürfnis nach "Gesellschaftsverbastelung", zum eigenen Nutzen und Machterhalt, antreibt. Im Ergebnis kommt es aufs Gleiche raus...

      In diesem Zusammenhang sollte man den "Konservativismus" näher betrachten. Dieser wird von Sozialismus und Liberalismus oft nicht nur abgelehnt, sondern mit Spott und Hohn überschüttet. Das sollte zu denken geben. Was könnte da dran sein? Vorausschicken muß man, daß der Konservativismus hierzulande nur eine Faschingskostüm für "Christlich-soziale" ist. Für Konservative britischer Ausprägung ist dieser "Faschingsnarr" (*g*) einfach nur ein Soft-Sozialist mit religiösem Beiwerk.

      Dem Konservativismus wird oft mit beredter Häme vorgeworfen, daß er heute verteidigt, was er gestern bekämpft hat. Das sei ein "Dilemma" wird behauptet. Ungeeignet als "Arbeitsgrundlage" für "Fortschritt"...

      Es ist aber kein "Dilemma". Der Konservativismus praktiziert in seinem Handeln Vorsicht und Verantwortung... dem Ganzen gegenüber. Der Umstand, daß der Konservative heute verteidigt, was er gestern bekämpft hat, zeigt in Wahrheit, daß er bei weitem nicht so borniert ist, wie die "Fortschrittler"! Er überholt halt nicht so gern an unübersichtlichen Stellen...

      Für mich ist jedenfalls vorstellbar, daß Konservativismus und Liberalismus eine tragfähige Lösung für die Gemeinwesen finden könnten. Der Konservativismus als "hinterlistiges, verschlagenes Tier" und der Liberale, aus dem Sofa heraus, als Verteidiger der "allgemeinen Prinzipien, die immer dieselben sind"... Warum? Weil der Konservative im allgemeinen zugänglich für "allgemeine Werte (Prinzipien)" und Verbesserungen, wenngleich auch träger, zugänglich ist. Ein Sozialist NIE. Denn sein "Gesellschaftsplan" ist sakrosankt...

    • Erich Bauer
      11. April 2013 18:24

      Zusatz: irgendwer hat gesagt: "Die Natur ist konservativ...!"

    • Andreas Tögel (kein Partner)
      12. April 2013 07:42

      Sehr geehrter Herr Scheiber,
      sollte der "mediale Hilfsschreiber" an meine Adresse gerichtet gewesen sein, so geht der Vorwurf ins Leere. Ich betreibe niemandes Geschäfte - am allerwenigsten die der von Ihnen (zu Recht) kritisierten "Finanzhaie", die ihre Existenz einzig und allein der unverantwortlichen (staatlichen) Geldpolitik zu verdanken haben. Würde der Staat seine Finger vom Geldwesen lassen, die Zentralbanken liquidieren und das ungeheuerliche Privileg der Teilreserverhaltung der Geschäftsbanken kassieren, wäre die Sumpfwiese der von der Realwirtschaft völlig entkoppelten Finanzindustrie auch schon trockengelegt. Ich kenne keinen einzigen Libertarian, der das herrschende Finanzsystem - oder irgendein anderes Phänomen, das den herrschenden Eliten nutzt - verteidigt oder gutheißt. "Nützliche Idioten" sehen anders aus - die findet man in den Reihen der großteils völlig ignoranten Staatsanbeter.

      Außerdem bitte ich darum, mir zu erklären, woher sie die mysteriösen "40% Zins" nehmen, die wir angeblich - an wen denn? - bezahlen. Zins ist weder eine Erfindung des Teufels noch die "gewisser Kreise von der Ostküste", sondern ein Naturphänomen, das von der Zeitpräferenz der Menschen abhängt. Heute verfügbare Güter werden nun einmal gegenüber erst übermorgen verfügaren bevorzugt. Das war so, ist so und wird (ja muß sogar zwingend!) immer so bleiben. Die abdiskontierte Differenz ist der Zins. Ganz einfach. Leicht zu überprüfen, indem man einem Kleinkind ein Stück Schokolade in Aussicht stellt und es danach befragt, unter welchen Bedingungen es bereit wäre, dessen Konsum aufzuschieben. Es wird dies nur dann tun, wen das - später - gewährte Stück deutlich größer ausfällt (dazu gibt es umfangreiche empirische Untersuchungen).

      Sollte aus Ihrem Posting also die Illusion durchschimmern, man könne den Zins verbieten (wovon übrigens auch Herr Felber von Attac träumt - allein das sollte als Beleg für die Unsinnigkeit dieser Idee reichen!) und alles wäre in Butter, dann klinke ich mich an dieser Stelle aus. Unbefleckte Empfängnis, Marx´sche Arbeitswerttheorie und Abschaffung des Zinses zählen zu jenen Themen, die mir zu blöd sind, um darüber zu debattieren. Daher nur so viel: die katholische Kirche ist mir ihrem Zinsverbot auf der gazen Linie gescheitert und das "Islamic Banking" besteht einzig und allein darin, mehr oder weniger elegante Umgehungskonstruktionen zu schaffen. Warum wohl ist das so? Wohin ein hoheitlich nach unten manipulierter (also faktisch abgeschaffter) Zins führt, können wir übrigens alle eben - erste Reihe fußfrei - erleben: ins Schuldenchaos.
      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • Johann Scheiber
      12. April 2013 12:30

      Sehr geehrter Herr Tögel!

      Natürlich meinte ich nicht sie mit "Hilfsschreiber" sondern hauptsächlich die von den Money Power - Stiftungen finanzierten liberalen und libertären Vordenker.
      Allerdings verschleiern auch sie, wie diese, den Zusammenhang zwischen Staaten und Geldsystem. Darauf habe ich ja schon oft hingewiesen. Es halten nicht die Staaten die Zentralbanken und das Geldsystem in der Hand, sondern umgekehrt sind die Staaten über das Zentralbanksystem in den Händen der Finanzmacht.
      Der bestimmende Einfluß der Goldmänner und anderer Bankleute auf die Politik, insbesondere in den USA aber zunehmend auch in Europa, kann ja ernsthafterweise von niemanden bestritten werden.

      Dass die von Rockefeller und Co's Brot lebenden Libertären das herrschende Finanzsystem kritisieren halte ich für reine Taquia. Z.B. Ayn Rands Verbindung zum Rothschild-Clan läßt sich ja wohl kaum leugnen.

      Für die Abschaffung des Zinses bin ich nicht, aber für ein staatliches Kreditsystem und die Etablierung eines Trennbamkensystems.

      Die 40% Zinsbelastung geistern immer wieder durch das Internet. Eine Quelle ist z.B. diese:
      http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b

      Mit freundlichenm Gruß,
      J. Scheiber





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