Der kleine dritte Weltkrieg drucken

Lesezeit: 10:00

Er dauert nicht lange, sieht aber heftige Schlachten mit modernstem Kriegsgerät – und die Kampfhandlungen umspannen den gesamten Planeten Erde.

8. März 2013 – ein Sprecher der südkoreanischen Regierung droht der nordkoreanischen Führung die komplette Auslöschung an, falls sie eine nukleare Attacke auf den Süden wagen sollte. Nur Stunden zuvor hatte Nordkorea mit einer atomaren Vernichtung südkoreanisch-amerikanischer Kommandozentren gedroht. Worauf der UN-Sicherheitsrat erstmals einstimmig eine Resolution verabschiedete – mit weiteren Verschärfungen der seit den jüngsten nordkoreanischen Atom- und Raketentests bereits ziemlich harten Sanktionen. Das Regime unter der Führung des jungen Kim Jong-Un antwortet mit der Aufkündigung des Waffenstillstandes von 1953, mit dem der 1950 durch eine kommunistische Attacke auf den Süden ausgelöste Koreakrieg gestoppt werden konnte.

Reine Rhetorik, Kraftmeierei, in der sich der kommunistische Norden seit langem übt – gestärkt durch eine wachsende Atomrüstung? Und ist der kapitalistische, demokratische Süden Koreas nun auf diesen Wagen harscher Worte aufgesprungen, weil es sonst absolut gar nichts gibt, mit dem man die „Verrückten“ in Pjöngjang in die Schranken weisen könnte?

Wenn es nur so einfach wäre. Worte können leicht eskalieren. Und irgendwann verliert jemand an der seit 1953 bestehenden Waffenstillstandslinie am 38. Breitengrad die Nerven und schießt scharf. Dann könnte der Norden mit einer Atombombe den für eine Panzerarmee undurchdringlichen Minengürtel „freischießen“ und die Reste der im Süden noch stationierten US-Truppen vernichten und die Marineeinheiten der 7. US-Flotte im Gelben Meer versenken.

Seit Wochen sind wieder gemeinsame Manöver Südkoreas mit den USA an Land und auf dem Meer im Laufen. Wieder haben Teile der 7. US-Flotte im Pazifik ringsum Stellung bezogen – von Okinawa bis hinter Taiwan und hinunter nach Australien. Seit Jahren berichten höchstrangige Überläufer aus Nordkorea, dass das Regime in Pjöngjang nicht deshalb so aggressiv vorgeht und u. a. freihändig südkoreanische Schiffe versenkt, um ein paar Barrel Öl und Getreide zu erpressen, sondern dass man dort alles auf eine einzige Karte setzt: Nämlich Südkorea zum geeigneten Zeitpunkt per Überraschungsangriff zu überrennen. Das war die Politik Kim Il Sungs seit 1945 und wurde von seinem Sohn Kim Jong-Il fortgesetzt. Nun scheint dem erst im Vorjahr installierten Enkel Kim Il Sungs – Kim Jong-Un – der Kamm geschwollen zu sein und er könnte auf einen Angriff seiner Millionenarmee setzen.

Das Warten auf den Tag X enerviert den Westen seit dem 15. Jänner 1975, als auf einem ganz anderen Schlachtfeld in der Auseinandersetzung mit dem Kommunismus – tausende Kilometer weiter im Süden – 1600 nordvietnamesische Panzer, unter Bruch des Friedensvertrages von Paris aus dem Februar 1973, aus heiterem Himmel über den 18. Breitengrad preschten und Südvietnam im Sturmlauf bis Saigon binnen dreier Wochen eroberten.

Die Armee Südvietnams war damals gut gerüstet und trainiert gewesen. Aber die Machtzentrale in Washington D.C. war durch den Rücktritt von Richard Nixon im Zuge der Watergate-Krise geschwächt und das US-Parlament nicht mehr bereit, nach zehn Jahren Krieg in den Dschungeln Südostasiens auch nur das Leben eines einzigen weiteren Amerikaners für ein westlich orientiertes Südvietnam zu opfern. Den Flugzeugträgern wurde per Eilbeschluss verboten, in die Kampfhandlungen einzugreifen. Dabei wären die russischen T-72 Panzer für die amerikanischen lasergesteuerten Bomben ein leichteres Ziel gewesen als die früher im Dschungel versteckten Vietkong, mit dem Effekt, dass die Südvietnamesen ihre teuren Waffen hinschmissen und sich den Truppen General Giaps massenweise ergaben. Ein tolles Lehrstück auch für die Militärkamarilla in Nordkorea. Jetzt, 2013, ist man am Ziel lang gehegter Wünsche. Mit nachweislich mindestens zehn Atombomben in der Rückhand kann Nordkorea einen Überfall auf Seoul wagen.

Alle sind sehr besorgt, was nun kommen mag. Die Südkoreaner an erster Stelle; ein voller Krieg auf ihrem Territorium würde sie sehr schwer treffen. Die Amerikaner, die noch mit ein paar tausend Mann nahe dem 38. Breitengrad stehen und wohl die ersten Ziele für die schwere Artillerie von 11.000 an der Grenze stationierten nordkoreanischen Haubitzen wären. Japan, das mit der Möglichkeit rechnen muss, dass in seinem Perimeter abermals Atombomben zum Einsatz kommen. China, das in den letzten drei Jahren still und leise 300.000 Mann in seiner Nordprovinz zusammengezogen hat, ohne deutlich zu sagen, ob sie eine Warnung an die Adresse Nordkoreas sein sollen oder gar eine stillschweigende Rückenstärkung für ein militärisches Abenteuer. Zuletzt das mit seiner sibirischen Fernost-Provinz ebenfalls betroffene Russland, dem es nicht egal sein kann, ob es in unmittelbarer Nähe seines Pazifikhafens Wladiwostok zu nuklearen Kampfhandlungen kommt.

Gefahrenherd Iran

Und es ist eben dieses Russland, das in diesen Tagen eines asiatischen Nervenspiels in einer anderen Weltecke mit zwei Problemen zu kämpfen hat. In seinem langjährigen Satrapen Syrien herrscht Bürgerkrieg und Russland droht dort seinen Kriegshafen Latakia und seinen Einfluss generell zu verlieren – wie nach der US-Invasion im Irak im Frühjahr 2003.

Als Zweites droht ein israelischer Militärschlag auf die Atomanlagen im Iran. Das wäre weit weg von Korea, aber nicht ohne Zusammenhang. Denn der fanatische islamische Fundamentalist Mahmud Ahmadinejad – am 8. März beim Begräbnis des venezolanischen Liders Hugo Chavez in Caracas – vertritt voller Überzeugung die Meinung, dass Israel zerstört werden muss, und dass diese Tage der Entscheidung nun vor der Tür stünden. Und er sagt das wahrscheinlich nicht von ungefähr. Denn der Iran ist seit langem mit Nordkorea verbündet und die Vermutung steht im Raum, dass die Steinzeitkommunisten vom anderen Ende der Welt nicht nur Baupläne für eine Atombombe geliefert haben, sondern auch ein, zwei Stück echter, einsatzbereiter Hardware.

Israelische Jets haben am 6. September 2007 einen von Nordkoreanern errichteten Plutoniumreaktor in Syrien eingeäschert, was andeutet, dass der Iran – so wie die Amerikaner 1945 – auf zwei verschiedenen Wegen eine Atomwaffe entwickelt – und neben einer Uran-Bombe auch noch den Besitz einer Plutoniumbombe anstrebt. Während viele gut meinende, friedensbewegte Menschen im Westen noch überlegen wollen, ob der Iran überhaupt an nuklearen Waffen arbeitet, hat Teheran weitere Uran-Zentrifugen unterirdisch errichtet. Nun hat auch die internationale Atombehörde IAEA den Alarmknopf gedrückt. Die deutliche Verschärfung der Sanktionen gegenüber Teheran durch die Vereinten Nationen und einzelne Großmächte scheint also das erwartete Ergebnis gebracht zu haben – nämlich keines.

Diese Faktenlage hat Israel von Anfang an in seinem Kalkül gehabt und sich vorbereitet. „Wir werden einen nuklearen Iran nicht dulden“, hieß die Losung in allen politischen Parteien. Israel schärfte sein Schwert – unter Präsident Bush mit offener amerikanischer Hilfe, unter Barack Obama verdeckt. Eine lückendichte Raketenabwehr gegen ballistische Geschoße – „Iron Dome“ – wurde installiert, die Amerikaner lieferten dafür das hochsensible Radarsystem, stellten es in die Negev-Wüste und bemannen es – gegen das Versprechen, den Iran nicht vorzeitig anzugreifen. Vorzeitig heißt für die Israelis: Warten mit einem Angriff auf die iranischen Atomeinrichtungen, bis wirklich klar ist, dass die Sanktionen nicht greifen.

Sobald eine ballistische Rakete mit einem Sprengkopf an der Spitze sich zwei Meter über den Staub der iranischen Wüsten erhebt, wissen das die Computer in der Negev-Wüste und schießen das Projektil ab. Aber auch seine eigenen Abwehrraketen hat Israel weiterentwickelt. Das „Arrows“-System ist mittlerweile sogar bei den Amerikanern heiß begehrt. Im Herstellen von Mittelstreckenraketen, Cruise-Missiles und Kampfdrohnen sind die Techniker in Tel Aviv nunmehr Weltmeister. Elektronik und Software sind zu israelischen Exportschlagern geworden. Technologien, die sich auch in den Bildscannern österreichischer Druckereien und Werbeagenturen finden oder in den neuartigen Biotechlabors in Wien. Im vergangenen Herbst bewiesen die Abwehrraketen in der einwöchigen „Gaza-Krise“ ihre Leistungsfähigkeit. Ein Großteil der feindlichen Projektile wurde abgeschossen oder landete elektronisch fehlgeleitet in Meer und Wüste.

In Israel gehören militärische Übungen in großem Stil seit dem Amtsantritt von Ahmadinejad im Iran zur Routine. Fast wöchentlich fliegt eine Rotte von Kampfjets mit Tankflugzeugen von Tel Aviv bis Gibraltar und retour, dann wieder üben 100 Bomber Angriffsmanöver auf Kreta, Zypern oder Sardinien. Der Zivilschutz errichtet Zeltlager von Haifa bis Eilath mit allem, was dazugehört: Großküchen, Operationssälen und Lagern für Gasmasken. Die Kommentatoren halten das für bloße Abschreckung und für ein Druckmittel zum Durchsetzen von Sanktionen. Die Sanktionen sind nun da, die Wirkung aber lässt nach wie vor auf sich warten.

Ahmadinejad hingegen hat keinen Zweifel daran gelassen, dass Tel Aviv komplett zerstört werden wird, falls Israel die iranischen Atomanlagen angreift. Wie kann er so etwas sagen? Mit konventionellen Bomben gelingt das sicher nicht. Wenn er nicht nur prahlt, dann bedeuten seine Worte möglicherweise, dass er bereits im Besitz einer einsatzfähigen Atombombe ist. Die hätte der Iran wohl aus Nordkorea beschafft, oder aus Pakistan, oder aus den unmittelbar nach der Wende zeitweise unbewachten Depots der zerfallenden Sowjetunion. „Israel muss vorsichtig sein“, sagte er in einem Interview mit dem Spiegel vor Jahren, „Eine Bombe genügt, um den kompletten Staat Israel auszulöschen. Der Iran ist aber auch mit 10 Atombomben nicht zu vernichten.“ Was die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton 2009, kaum im Amt, veranlasst hat, von einer totalen Zerstörung des Iran zu sprechen. Als Senatorin hatte sie in ihrem Staat New York auch eine Million Staatsbürger jüdischen Glaubens zu vertreten.

Die Lage spitzt sich weltweit zu

Israel nimmt diese Sprüche nicht auf die leichte Schulter. „Ahmadinejad ist ein neuer Hitler,“ heißt es in Jerusalem, „Und Hitler hat alles durchgeführt, was er je angekündigt hatte.“ Es war ein jüdisches Psychiaterteam in New York, das 1942 für Präsident Franklin D. Roosevelt auf 1200 Seiten festhielt, wie der verhaltensgestörte Maniker in Berlin tickte. Sie haben ein Meisterwerk abgeliefert, das von den alliierten Strategen leider kaum beachtet wurde. Denn in der Philosophie der damaligen Zeit war nicht Hitler der Gegner, sondern Deutschland. Jede einzelne psychologische Prognose der New Yorker Forschungsgruppe Hitler hatte sich bewahrheitet. Sogar einen Putschversuch von Wehrmachtsoffizieren sahen sie voraus. Die Nachfahren dieses New Yorker Teams im heutigen Tel Aviv haben sich wahrscheinlich ebenso wissenschaftlich genau ein Bild von Ahmadinejad gemacht. Ihr Verdikt: „Er ist ein neuer Hitler“. Einer, der noch dazu daran glaubt, dass ein Krieg die Wiederkehr des 12. Imam herbeiführen wird. Das hat er sogar vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen der Welt mitgeteilt. Nicht auszuschließen, dass er, Ahmadinejad, sich selber für den Mahdi hält, für die Inkarnation des Propheten, für den Messias der neuen islamischen Zeit.

Die Schlinge um den Iran zieht sich zu. Mit einem Militärschlag Israels ist zu rechnen, sobald feststeht, dass eine iranische Atombombe im Eigenbau einsatzbereit sein könnte. In Israel wollte man vorher zwei Wahlen hinter sich bringen – die eigenen und die amerikanischen. Am 20. März hat sich der US-Präsident angesagt, vordergründig, um für einen endgültigen Stopp der israelischen Siedlungstätigkeit auf den Territorium der West-Bank zu „werben“, aber wahrscheinlich wohl vor allem, um das eigene Ultimatum Barack Obamas an Teheran – 31. März – zu besprechen. Hier könnte sich entscheiden, ob die USA bei einem Militärschlag auf die Atomforschungszentren mitmachen werden.

Und das zu einer Zeit, in der es im Fernen Osten ebenfalls nach Krieg riecht. Bei einem Regimewechsel in Teheran im Gefolge eines israelischen Angriffes würde es für Pjöngjang ziemlich eng werden, wenn sich seine unter der Tuchent entwickelten nuklearen Verbindungen mit dem Iran offenbarte. Es lässt sich nicht voraussagen, was zuerst kommt, ein Angriff Nordkoreas auf Südkorea oder ein Angriff Israels auf den Iran. Da beide Schauplätze „unter der Tuchent“ ineinander wirken, spricht viel dafür, dass es ziemlich zur gleichen Zeit ablaufen wird. Ein Krieg an beiden Enden der Erde mit nuklearen Komponenten. Irgendwann kurz davor, dazwischen oder danach wählt Rom einen neuen Papst!

Paul Fischer ist Journalist und Vorstandsmitglied des Wiener Akademikerbundes.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 00:32

    Der hierorts immer wieder unkritisch unternommene Versuch, Kommentierungen der Weltlage abzugeben, die mit allergrößter Selbstverständlichkeit vorgeben, daß die Interessenlage der Vereinigten Staaten (ob nun die tatsächliche oder nur die vermeintliche, sei zunächst dahingestellt) und der mit ihnen auf das engste verbündeten Mächte entspräche ohne weiteres auch unserer ist Ausdruck eines Vasallentums, das Zeugnis abgibt, wie wenig historisch-politisches (Selbst-) Bewusstsein in unseren Breiten selbst und gerade von Akademikern noch immer gezeigt wird. Die Vereinigten Staaten haben es in zwei Kriegen unternommen, die Rolle des globalen Hegemons anzustreben. Sie haben - gerade auch hinsichtlich der Behandlung unseres Landes und unserer Menschen - jede auch nur erdenkliche Doppelzüngigkeit unternommen, um uns aus unserer historischen Rolle als Ordnungsmacht, frei und selbstbestimmt, in Mittel und Zenrtraleuropa zu verdrängen, sie haben jeden Landraub, jede Niedertracht gegen uns durch ihre ehemaligen und neuerdings wieder gewonnenen Alliierten im Geiste gefördert geduldet und gedeckt, vom Landraub über die Massenvertreibung im Osten hin bis zum Genocid an unseren Menschen, und verbreiten darüber bis in die Gegenwart Lügen, deren Dreistigkeit alleine jedem Menschen mit halbwegs Charakter den Atem stocken lassen. Nun denn - so werden sie die Probleme dieser Welt auch weiterhin zu regulieren haben - mit ihren Methoden und mit ihren tapferen Verbündeten, dem neuen Europa, dessen humanitäre und kulturelle Leistungen sich in den Jahren 1945 folgende uns ja so deutlich offenbarten.
    Uns geht das ab dem Tag etwas an, ab dem wir ein politisches Angebot aus den Vereinigten Staaten haben, daß ernst zu nehemn ist und vergangenes Unrecht
    wieder gutzumachen bereit ist. Ansonsten - Gott befohlen!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    10. März 2013 09:26

    Wir stehen unter Dauerfeuer der US-hörigen Medien. Sie weisen immer wieder auf eine Kriegsgefahr hin und dann beginnen die USA selbst den Krieg
    Die USA sollten ihre "war games" über eine Invasion Nord Koreas einstellen, die Sanktionen beenden und den Lebensstandard dort durch freien Handel anheben. Das hat noch jedesmal Erfolg gebracht, niemand will seinen Besitz in einem Krieg verlieren. Besitzlose, die nichts tz verlieren haben, sind gewaltbereit.

    Brian Becker: No, it’s not likely to happen. North Koreans realize that the US, with 3,000 operational and 7,000 nuclear weapons overall, would, as Colin Powell said in 1995 when he was threatening North Korea, turn their country into a charcoal briquette. In other words, the overwhelming power of the American nuclear machine is great indeed. But I think we have to step back and see what’s really going on because the North Koreans realize that the United States’ strategy with the right-wing government in South Korea in pressuring China, North Korea’s traditional ally, to go along with the program because I think China fears, after the Asia pivot, that there’s growing danger of an actual war in the Pacific to isolate North Korea.

    But what has North Korea done? North Korea has carried out a nuclear test, the third. But they’re responding to the major, massive US military exercises that are conducted in a way to stage a mock invasion and bombing of their country – the country that was indeed invaded. Twenty years ago – in fact, exactly 20 years ago – the US strategic command said, “We’re reorienting US hydrogen bombs away from the Soviet Union” - this was after the demise of the USSR – and are now targeting North Korea. And that’s when the DPRK withdrew from the Non-Proliferation Treaty and began building with earnestness its own nuclear capacity.
    http://rt.com/op-edge/korea-us-nuclear-sanctions-998/

  3. Ausgezeichneter KommentatorProConsul
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    16. März 2013 16:07

    Man sollte bitte nicht den religiösen Hintergrund der Sache ausser Acht lassen.

    "Stellen Sie sich bitte für einen Moment folgendes Szenario vor: Eine messianische Sekte, die sich als Vollstrecker Gottes versteht, unterwandert das Mainstreamjudentum sowie Schlüsselpositionen internationaler Macht. Unterstützt von christlichen Eiferern findet sie Zugang zu den Präsidentenpalästen in Amerika, Rußland und Israel. Von hier aus suchen beide Lager das Weltgeschehen in Einklang mit der biblischen Prophetie zu bringen - ein Geschehen, das bis zum Ende beschritten werden muß: Denn erst, wenn sich die letzte Offenbarung erfüllt hat, kann der ersehnte Messias zur Erde herabsteigen. Doch genau diese Vision verheißt der Erde ausgehend vom Mittleren Osten den vernichtendsten aller Kriege. Armageddon. Was sich wie das Drehbuch für einen James-Bond-Streifen liest, könnte abseits der Medienaufmerksamkeit schon heute ernste Wirklichkeit geworden sein."

    ein langer aber ausgezeichneter Artikel von Wolfgang Eggert:

    http://www.apocalypse-no.net/

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    10. März 2013 19:01

    Kleine Korrektur: Hillary Clinton ist wohl Abgeordnete des Bundesstaates New York. Fast 1 Mill. jüdische Bürger (also mehr als Jerusalem) hat jedoch die Stadt New York. Das sind, wie Sie wissen, 2 Paar Schuhe.

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    10. März 2013 12:53

    Woillen wir hoffen, dass das uns von Herrn Fischer hier vor Augen geführte Szenario nicht oder nur schaumgebremst eintritt!
    Ändern können wir an der bedrohlichen Weltlage gar nichts, nur hoffen und beten!
    Ein Tip von mir: Beten beruhigt zumindest ein wenig!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Ausgezeichneter Kommentatormachmuss verschiebnix
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 22:40

    Sehr geehrter Herr Fischer,

    ein sehr interessanter Gastkommentar. Ihre Analyse sieht die Welt aber eindeutig
    von unserer Hälfte her und läßt diese Hälfte als ganze Realität stehen !

    Sicher haben Amis heutzutage noch sehr viel bessere Think-Tanks, als damals
    vor dem zweiten Weltkrieg, aber genauso sicher haben die nur US-Interessen im
    Auge.
    Die wußten damals beim Irak mit Sicherheit, daß diese "arms of mass-destruction"
    das beste Argument für einen Angriff und die nachfolgende Destabilisierung der
    Region waren. Destabilisierung ist immer dann wichtig, wenn man einen potentiellen
    Gegner von innen her lahmlegen will.

    Warum werden jetzt so viele Staaten im nahen/mittleren Osten auf diese
    Weise "entschärft" ? Warum will man mit "sanfter" Gewalt den russischen
    Brückenkopf in Syrien abschaffen ( klar daß sowas nur gelingen kann, wenn
    vorher die al-Assad Regierung gestürzt wird ) ?

    Der Iran ist militärisch respektabel unterwegs, hat aber nicht den langen Atem,
    um einen US-Angriff (von Israels Gnaden) zu überstehen und hat wie alle
    "Tod-Feinde" Israels eine unzureichende (od. keine) Luft-Abwehr (!)

    Also ? Was ist der Masterplan für diese Region - was haben besagte Think-Tanks
    in petto und warum wird das A-Bomben-besitzende Pakistan nicht auf der Liste
    der Tod-Feinde geführt, sondern auf jener der Vasallen - etwa als Puffer zu
    Indien hin ?

    Ich finde es völlig verfehlt, die brandgefährliche Taktik des Zionismus ganz
    unerwähnt zu lassen, denn schließlich ist deren Wiederherstellung Groß-Israels
    DAS Ziel seit 1945.
    Die Zionisten wollen die USA auf eine Weise in Zugzwang bringen, daß eine
    US-Besatzung von Gaza "unvermeidbar" wird (um nicht selber die "Drecksarbeit" zu tun),
    während die Amis ihrerseits eigene wirtschaftliche Interessen im Auge haben
    (seltene Erden in Afghanistan, Erdöl überall sonst).

    Ja - und weil Sie die Papst-Wahl erwähnen - warum wird vor allem in US-Medien
    immer wieder Europa als das wiedererstandene römische Reich (samt Antichrist)
    hingestellt, während gleichzeitig versucht wird, einen amerikanischen Kardinal
    als Papst durchzudrücken (!!!).

    Die US-Politik ist nicht nur gespickt mit "false Flag" Aktionen, sie ist
    als ganzes eine solche und wer die medial erzeugte "Wirklichkeit" für real
    hält, der wird kaum verstehen können, warum diese "gerechte Demokratie"
    rund um den Globus außer Feinden nur Feinde hat (verdeckt oder offen).

    Bisher war es den US-Militärs immer gelungen, den Krieg in die Länder
    seiner Feinde zu tragen. Wetten daß der Krieg gegen den Iran der letzte
    "gewonnene" Krieg der USA sein wird und daß danach das Bollwerk Pakistan
    gegen die "Könige des Osten" absolut nutzlos sein wird, weil die nämlich nicht mit
    Waffen sondern mit mit Dollares anrücken werden um damit die ganze Region
    aufzukaufen (! ! !)

    Bon nuit - Etats Unis

    .

  7. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    11. März 2013 10:03

    Der Artikel des Herrn Fischer macht auf mich den Eindruck, als sei er aus der Küche der psychologischen Kriegsführung der „Weltpolizisten“ gekommen.

    Einerseits frage ich mich, woher er das alles so genau weiß, da ich ja kaum glauben kann, daß er eigene Ein- und Ansichten aus und über Nordkorea oder den Iran hat.

    Es ist auch in unseren Breiten immer hinreichend auf die „kommunistische“ Ideologie, Führung und Bösartigkeit hinzuweisen, was einerseits echte Beweise für die Behauptungen unnötig macht und vor allem von den meist viel verbrecherischen politischen Aktionen der „Guten“ des Westens ablenkt.

    Ich weiß nur definitiv, daß die bisher einzigen in der Weltgeschichte, die Atombomben auf zivile Städte – noch dazu nachdem Japan längst militärisch besiegt war und der Tenno Friedensgespräche angeboten hatte – die USA waren, die auch – gemeinsam mit den Engländern – nur um Stalin eine „Lehre zu erteilen“ - die Lazarettstadt Dresden dem Erdboden gleich machten (und mindestens 300.000 Menschen bei lebendigem Leib verbrannten).

    Ich weiß definitiv, daß jene 007-Manier, die „Lizenz zum Töten“, Methode der Wahl der „Freiesten Demokratie“, Gods own Country, ist, jeden Beliebigen auf der ganzen Welt zu ermorden.

    Ebenfalls weiß ich definitiv, daß Abu Ghreib und Guantanamo amerikanische Foltergefängnisse vor den Augen der ganzen Welt sind: man geniert sich dessen nicht einmal mehr dafür, und hängt diesen barbarischen Gebräuchen noch das Mäntelchen des „Rechts“ zur Terrorbekämpfung um. Die einzigen, die mit Terror die Welt terrorisieren sind aber die USA und Usrael.

    Außerdem weiß ich definitiv, daß die USA die eigene Verfassung bereits komplett ausgehebelt, sozusagen den großen Volksaufstand antizipierend, und dafür über 800 KZs mit Kapazitäten im Einzelfall von vielen Hunderttausend(!) eingerichtet haben. Auch die Lokationen dieser KZs können angegeben werde.

    Was die über hundert nicht beachteten UN-Resolutionen betreffs Israel anlangt, erübrigt sich jedes weitere Wort. Israel hat aus Gaza ein einziges Gefängnis gemacht, die ursprünglich dort lebende Bevölkerung vertrieben, etc. Wer bedroht hier wen?

    Israel ist bis über die Zähne bewaffnet und hat illegal sich Atomwaffen besorgt und droht damit der ganzen Welt.

    Ein so agitatorischer Artikel – den Dritten Weltkrieg quasi herbeischreibend – ist wirklich ein starkes Stück.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    11. März 2013 10:03

    Der Artikel des Herrn Fischer macht auf mich den Eindruck, als sei er aus der Küche der psychologischen Kriegsführung der „Weltpolizisten“ gekommen.

    Einerseits frage ich mich, woher er das alles so genau weiß, da ich ja kaum glauben kann, daß er eigene Ein- und Ansichten aus und über Nordkorea oder den Iran hat.

    Es ist auch in unseren Breiten immer hinreichend auf die „kommunistische“ Ideologie, Führung und Bösartigkeit hinzuweisen, was einerseits echte Beweise für die Behauptungen unnötig macht und vor allem von den meist viel verbrecherischen politischen Aktionen der „Guten“ des Westens ablenkt.

    Ich weiß nur definitiv, daß die bisher einzigen in der Weltgeschichte, die Atombomben auf zivile Städte – noch dazu nachdem Japan längst militärisch besiegt war und der Tenno Friedensgespräche angeboten hatte – die USA waren, die auch – gemeinsam mit den Engländern – nur um Stalin eine „Lehre zu erteilen“ - die Lazarettstadt Dresden dem Erdboden gleich machten (und mindestens 300.000 Menschen bei lebendigem Leib verbrannten).

    Ich weiß definitiv, daß jene 007-Manier, die „Lizenz zum Töten“, Methode der Wahl der „Freiesten Demokratie“, Gods own Country, ist, jeden Beliebigen auf der ganzen Welt zu ermorden.

    Ebenfalls weiß ich definitiv, daß Abu Ghreib und Guantanamo amerikanische Foltergefängnisse vor den Augen der ganzen Welt sind: man geniert sich dessen nicht einmal mehr dafür, und hängt diesen barbarischen Gebräuchen noch das Mäntelchen des „Rechts“ zur Terrorbekämpfung um. Die einzigen, die mit Terror die Welt terrorisieren sind aber die USA und Usrael.

    Außerdem weiß ich definitiv, daß die USA die eigene Verfassung bereits komplett ausgehebelt, sozusagen den großen Volksaufstand antizipierend, und dafür über 800 KZs mit Kapazitäten im Einzelfall von vielen Hunderttausend(!) eingerichtet haben. Auch die Lokationen dieser KZs können angegeben werde.

    Was die über hundert nicht beachteten UN-Resolutionen betreffs Israel anlangt, erübrigt sich jedes weitere Wort. Israel hat aus Gaza ein einziges Gefängnis gemacht, die ursprünglich dort lebende Bevölkerung vertrieben, etc. Wer bedroht hier wen?

    Israel ist bis über die Zähne bewaffnet und hat illegal sich Atomwaffen besorgt und droht damit der ganzen Welt.

    Ein so agitatorischer Artikel – den Dritten Weltkrieg quasi herbeischreibend – ist wirklich ein starkes Stück.

  2. Ausgezeichneter Kommentatordxb
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    11. März 2013 10:24

    Meine Güte,

    wie wird der Ahmadinejad in ein paar Wochen dem Westen abgehen, wenn seine zweite Amtszeit abgelaufen ist und er keinen Reibebaum abgeben kann.

    Was über bleiben wird ist, daß der Iran bislang das beste ausländische Feindbild für israelische und US amerikanische Innenpolitik ist, das sich Politiker wünschen können.
    Das Land liegt darnieder, nicht wegen der Sanktionen, die haben nur einen kleinen Anteil an den Problemen, sondern aus einem anderen Grund.
    Dir Iraner sind seit der Revolution 1979 nur mehr mit sich selbst beschäftigt.
    Die haben alle paar Jahre eine neue Gruppe unfähiger Politgünstlinge in hohe Positionen gehoben um dann dieselben Leute ein paar Jahre später wegen Korruption wieder abzusägen.

    Der Iran braucht gar keine Sanktionen um sich selbst zu beschädigen, ganz im Gegenteil.

    Die können das selbst am besten.

    Der äußere Feind in Form der USA, die jährliche Folklore am Al Quds Day muß mittlerweile massiv gesponsert werden, sonst geht da keiner mehr hin, und Israel sind mittlerweile der größte stabilisierende Faktor in der iranischen Innenpolitik geworden.
    Gäbe es diesen äußeren Feind nicht, der Iran wäre, nach einer kurzen zweiten Revolution, der beste Verbündete der USA in der Region.

    Wenn man sich die Meldungen der vergangenen Monate so ansieht, dann sind alle die Aussagen über neue iranische Wunderwaffen nur mehr Hoaxes.
    Abgesehen von der eingefangenen Drohne gibt es nur mehr amateurhafte Aktionen wie den angeblichen Superkampfflieger (nettes Modell, das ist mittlerweile wohl zerfallen), die angeblichen Raumfahrtbemühungen mit ein paar toten Affen, die Raketenschnellboote aus Glasfaser, die schon beim Abschuß der ersten Rakete auseinanderfallen würden weil sie die Vibrationen nicht aushalten, die angeblichen Stealth Flugzeuge, die sich als Selbstbausatz aus Frankreich aus den 1980ern herausstellten.

    Der Iran hat mit den Revolutionsgarden zwar eine sehr gut motivierte und gut ausgerüstete Armee, aber das sind nur Infanteristen.
    Die haben keine Luftwaffe, keine Marine, keine Artillerie und keine Trägersysteme für Nuklearwaffen.
    Von den fehlenden Nuklearwaffen mal ganz abgesehen.

    Womit sollten die Iraner also Israel angreifen?
    Auf dem Landweg, mit Antransport per Iran Air?
    Nicht einmal das geht, der Großteil der Iran Air Flotte ist, mangels Service und Ersatzteilen, auch nicht einsatztauglich.

    Ich gehe davon aus, daß dies auch den Entscheidungsträgern im Westen bekannt ist.
    Das ist schließlich kein Geheimnis.

    Der Westen braucht den Iran aber natürlich als einen der großen Dämonen um von den eigenen innenpolitischen Problemen abzulenken.
    Nachdem ein paar der Dauerakteure der Vergangenheit, wie ein Saddam Hussein oder ein Ghaddaffi, abhandengekommen sind, muß der Iran also unbedingt als Feindbild erhalten bleiben.
    Nur nicht zu viel, ein Krieg oder gar eine Revolution gegen das aktuelle Regime In Tehran wären da kontraproduktiv.
    Woher nimmt man denn dann das neue Feindbild?

    Pakistan?

    Wäre gut, die haben aber schon Nuklearwaffen, also Vorsicht, die könnten wirklich gefährlich werden.
    Dann bleiben wir schon lieber beim Iran als Feindbild.

    Der Iran ist ein Musterbeispiel dafür, was passiert, wenn eine korrupte Mangelwirtschaft nur mehr dann weiterbesteht, weil der äußere Feind noch schlimmer klingt als die eigene Mißwirtschaft.
    Die Sanktionen schweißen das Land zusammen.

    Militärische Gefahr dürfte von Iran nicht ausgehen.
    Bestenfalls kann der Iran als Sponsor von terroristischen Gruppen eine Gefahr werden, aber auch dafür hat das Land längst zu wenig Geld.

    Und so bleibt, daß der Iran eine Art negativer Grüßaugust für den Westen und Israel ist und wohl auch bleiben wird.

    Das zu erhalten ist ein einfaches Spiel von verbaler Attacke, ein paar Verhandlungen, ein paar Zugeständnisse, ein paar Vorwürfe, ein paar Drohungen und das Ganze von vorne.

    Der Nachteil des Westens ist, daß der Iran auf viel Öl sitzt, das wird durch den Nichtverkauf nur für die Zukunft wertvoller, und dass die Sanktionen irgendwann, wie bei Nordkorea, ausgereizt sind und damit keine weitere Steigerung mehr möglich ist.

    Was dann passiert sieht man in Norkorea sehr gut.
    Was sollen den einen Kim Jong Un weitere Sanktionen schon noch stören?
    Mehr geht nicht mehr.
    Also kann er seinen leeren Drohungen freien Lauf lassen.
    Dann wird wieder verhandelt, Norkorea bekommt wieder ein paar Hilfslieferungen und kann diese zu Hause als Tribut des imperialistischen Feindes verkaufen.

    Der Westen hat sich da in eine Sackgasse hinengearbeitet aus der er wohl nicht so rasch wieder herauskommen wird.

    Allen publizistischen Versuchen zum Trotz, der Iran und Nordkorea sind seit Jahren nur mehr ein stillstehender Konflikt ohne Bewegung.

    Es bleibt nur zu hoffen, daß der Westen nicht so dumm ist und wirklich gegen den Iran oder Nordkorea in den Krieg zieht um irgenwas zu beweisen.
    Das wäre für beide Bevölkerungen eine großartige Motivation auf militärischem Wege Selbstmord zu begehen.

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  1. Morey (kein Partner)
  2. Ivana (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:18

    We are, in fact, letting olvreuses be drawn out. Continually. We are overextended. It is only a matter of time before this is proven to us in a very unpleasant way. We may be the biggest baddest guys in town, but it is possible to die a death of a thousand cuts. It is also likely that in a majority of these global situations, military action does as much harm as good, in the medium and long term. Judicious use of very limited and targeted military action is probably a good idea in some places. But probably only in a handful of countries and against only a very limited set of actors. Other than that, we need to fall back behind our lines and THINK about things for a few years. To really process our lessons learned. It's not all been bad. Our military is a learning organization its lethality has improved by leaps and bounds, especially the ground forces. It's taken every setback and learned from it and gotten better and better and what it does. The problem is, our foreign policy system is not a learning organization. It needs to become one. Starting yesterday Until then, it seems our military will be brashly thrown at every problem, to the detriment of our security, and global security. We don't stand to lose much by suddenly putting into place caution and choosing our battles very carefully. No one on this planet doubts this country's resolve. On the contrary. But they question our judgment and wisdom. Let's work on that. http://frvoys.com [url=http://ktipmo.com]ktipmo[/url ] [link=http://idheczu.com]idheczu[/link ]

  3. Daniel (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:07

    Th'eres nothing like the relief of finding what you're looking for.

  4. Malak (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:31

    That's a knowing answer to a diflucift question

  5. ProConsul
    16. März 2013 16:07

    Man sollte bitte nicht den religiösen Hintergrund der Sache ausser Acht lassen.

    "Stellen Sie sich bitte für einen Moment folgendes Szenario vor: Eine messianische Sekte, die sich als Vollstrecker Gottes versteht, unterwandert das Mainstreamjudentum sowie Schlüsselpositionen internationaler Macht. Unterstützt von christlichen Eiferern findet sie Zugang zu den Präsidentenpalästen in Amerika, Rußland und Israel. Von hier aus suchen beide Lager das Weltgeschehen in Einklang mit der biblischen Prophetie zu bringen - ein Geschehen, das bis zum Ende beschritten werden muß: Denn erst, wenn sich die letzte Offenbarung erfüllt hat, kann der ersehnte Messias zur Erde herabsteigen. Doch genau diese Vision verheißt der Erde ausgehend vom Mittleren Osten den vernichtendsten aller Kriege. Armageddon. Was sich wie das Drehbuch für einen James-Bond-Streifen liest, könnte abseits der Medienaufmerksamkeit schon heute ernste Wirklichkeit geworden sein."

    ein langer aber ausgezeichneter Artikel von Wolfgang Eggert:

    http://www.apocalypse-no.net/

  6. Rübezahl (kein Partner)
    16. März 2013 14:33

    Buchbesprechung: Kill Anything That Moves (Tötet alles was sich bewegt) von Nick Turse ( Metropolitan Books, 2013, 320 Seiten)

    Am 18. August 1980 sprach der republikanische Präsidentschaftskandidat Ronald Reagan zum Nationalkonvent der Veteranen von Kriegen im Ausland. In seiner Rede ging Reagan auf eine Krankheit ein, die Amerika plagte: „das Vietnam-Syndrom.“ Der Gipper argumentierte, dass infiziert durch die nordvietnamesische Propaganda die Amerikaner überzeugt worden seien, dass die Vereinigten Staaten von Amerika eine imperialistische Macht sind, die einen unmoralischen und nicht gewinnbaren Krieg in Vietnam führt. Dieser Glaube beziehe sich allerdings nicht nur auf Vietnam, er sei in das amerikanische Bewusstsein eingedrungen und bewirke, dass die Öffentlichkeit sich gegen die Anwendung von Gewalt beim Vorgehen im Ausland richte. Er, Reagan, habe jedenfalls nichts gemein mit einer derartigen Schwäche, die sich maskiere als moralische Einsicht und Ungewissheit. Er sagte den versammelten Veteranen, dass es an der Zeit sei, eine reinigende Wahrheit zu erkennen: „unsere … war eine noble Sache.“ Wie hätte sie es auch nicht sein können, wo doch die Vereinigten Staaten von Amerika in den Dschungeln Vietnams viel mehr verloren hatten als das Selbstvertrauen. „Wir entehren das Andenken an 50.000 junge Amerikaner, die in dieser Sache starben, wenn wir Schuldgefühle zulassen, als hätten wir etwas schändliches getan,“ sagte Reagan zu den anwesenden Veteranen. Kriegsverbrechen wie das Massaker von My Lai, wo eine Einheit von Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika im März 1968 rund 500 alte Männer, Frauen und Kinder abschlachteten, waren ein schreckliches, aber dennoch minimales Nebenprodukt eines gerechten Krieges.

    Wenn Reagans Vietnamsyndrom eine chauvinistische hinterwäldlerische Falschdiagnose dessen ist, warum das amerikanische Volk des Krieges in Indochina überdrüssig wurde, dann ist Nick Turses „Kill Anything That Moves“ („Tötet alles, was sich bewegt“) eine Abrechnung, wieviel Tod und Zerstörung die Vereinigten Staaten von Amerika den Vietnamesen zufügen mussten, um diese Krise des Glaubens an den amerikanischen Messianismus zu erreichen. My Lai, so macht Turse klar, war keine blutige Ausnahme in einem prinzipientreuen Krieg zur Abwehr der kommunistischen Expansion: es war die grauenhafte Regel.

    „My Lai war eine Operation, keine Aberration (Abweichung),“ stellt Turse kurz und bündig am Ende seines beklemmenden Buchs fest. „Das war der Krieg, in dem das amerikanische Militär und die Administrationen in Washington nicht ein paar zufällige Massaker oder einzelne Abläufe von Gräueln produzierten, sondern etwas in der Größenordnung von tausenden Tagen voll von erbarmungslosem Elend – ein wahrhaftes System des Leidens. Dieses Buch soll dieses System, diese Maschinerie des Leidens erklären und was sie für das vietnamesische Volk bedeuteten.

    In vielfacher Beziehung hat Turses Projekt viel von dem revisionistischen Historiker Howard Zinn an sich. In A People´s History of the United States (Eine Volksgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika) betrachtete Zinn die amerikanische Geschichte durch die Augen des Sklaven, des einfachen Arbeiters, des Wehrpflichtigen und anderer Menschen, die leicht aus akademischen und volkstümlichen Geschichten herausgelöst werden können. Turse macht dasselbe, internationalisiert es aber und unterlegt es mit vor-Ort-Reportage durch Interviews mit Überlebenden und Veteranen. Das Ergebnis ist ein alptraumhafter Einblick, wie diejenigen auf der Empfängerseite des amerikanischen Napalms, der Daisy-Cutter-Bomben und der M-16-Kugeln litten, starben, und, erstaunlich, überlebten und ihre Geschichte erzählen. Es ist eine bemerkenswerte, wenn auch ungemein makabere Synthese von Geschichte und Journalismus.

    Turses größte Leistung ist der Nachweis, wie sehr die „Faule Äpfel-Theorie“ betreffend die amerikanischen Gräueltaten in Vietnam bis ins Innerste verrottet ist. Die ständigen Massaker und Exekutionen von unschuldigen Zivilisten waren nicht Ergebnis von gestressten, unreifen Soldaten, – obwohl das sicher eine Rolle spielte – sondern der offiziellen Politik, die die Befehlskette herunter floss. Bevor die Befehle erteilt werden konnten, mussten diejenigen, die sie bekamen – „selbst noch nicht weit von der Kindheit entfernt“ – darauf vorbereitet werden. Ausbildungslager bedeutete Enthumanisierung des Rekruten und seines Feindes. Die Bestrafung für die Nichtbefolgung von Befehlen „bestand sowohl aus psychologischer Erniedrigung als auch in physischem Leiden – alles vom Zwang, Müll zu essen, bis zu Übungen bis zum Zusammenbruch.“ Die Vietnamesen einschließlich der Südvietnamesen, die die Vereinigten Staaten von Amerika angeblich verteidigten, liefen unter der Bezeichnung „gooks“ und „dinks.“ Wie der Wehrdienstpflichtige Peter Milord sagte: „Ich wurde nicht zum Roboter, aber du kannst diesem Zustand so nahe kommen, dass es erschreckend ist.“

    Sobald sie „im Land“ waren, wurde diesen Burschen gesagt, dass niemandem – nicht einmal Kindern und Frauen – getraut werden konnte. Wie ein Veteran Turse sagte: „der Feind ist jeder mit Schlitzaugen, der in dem Dorf wohnt. Es macht keinen Unterschied, ob es eine Frau oder ein Kind ist.“ Oder wie Marine Captain Edward Banks beschrieb, wie zwischen einem Guerillakämpfer und einem Zivilisten unterschieden wurde: „Sie sahen alle gleich aus.“ Das bedeutete, dass die amerikanischen Streitkräfte zuerst schossen – sei es mit Mörsern, Granaten oder Kugeln – und danach die Antworten suchten. Fehler konnten immer korrigiert werden. Eine Frau, ein alter Mann, ein kleines Kind, ganz egal, alle wurden zu Viet Cong oder „VC,“ wenn die Berichte abgeliefert wurden. „Wenn es tot ist und vietnamesisch, ist es VC,“ war ein allgemein gängiger Sager unter Soldaten in Vietnam.

    Der vielsagende Beweis dieser verbrecherischen Arithmetik, so Turse, waren hohe Zahlen von getöteten Feinden und niedere Zahlen von geborgenen feindlichen Waffen, die sogenannte kills-to-weapons-ratio (Tötungen-zu-Waffen-Verhältnis). In der Operation Speedy Express von Dezember 1968 bis Mai 1969 – von Turse als „Mega-My-Lai“ bezeichnet – tötete die 9. Infanteriedivision laut Berichten 10.899 feindliche Soldaten, wobei sie nur 748 Waffen sicherstellte. Eine andere Methode war es, die Anzahl der getöteten Feinde durch die Zahl getöteter Amerikaner zu dividieren. Wenn das Verhältnis sehr hoch auf Seiten der getöteten Feinde war, so stellt Turse fest, konnte man davon ausgehen, dass diese getöteten Guerillas Zivilisten waren. Solche Unterschiede waren mit der MGR, der „mere-gook rule“ (nur-gook-Regel) nicht feststellbar. Die MGR, erklärt Turse, „ging davon aus, dass alle Vietnamesen – nördliche, südliche, Erwachsene und Kinder, bewaffnete Feinde und unschuldige Zivilisten – wenig mehr zählten als Tiere, die nach Belieben getötet oder misshandelt wurden.“

    Die Politik des Militärs machte zivile Opfer unvermeidlich. Die technokratischen Kriegsherren im Pentagon glaubten an einen „Übergangspunkt,“ der dann eintrat, wenn die amerikanischen Soldaten ihre Feinde schneller töteten, als diese ersetzt werden konnten. Das führte jedenfalls zu einer Besessenheit, die auf die Erreichung hoher Zahlen von getöteten Feinden ausgerichtet war, sogenannter „Produktionsquoten,“ was einen Anreiz für das willkürliche Töten schaffte und die Verfälschung der Statistiken, indem man einen unschuldigen Zivilisten wie etwa ein junges Mädchen zu einem Guerilla machte. Die Offiziere waren auf hohe Opferzahlen aus, um schneller befördert zu werden, während das Fussvolk Tötungen meldete für „Urlaubs- und Erholungsscheine“ und andere erbärmliche Vorteile wie Extrabier.

    Die offizielle Politik des Pentagon wie „Freifeuerzonen“ und „Such- und Zerstör-Einsätze“ gewährleistete darüber hinaus Massaker an der Zivilbevölkerung. Wie eine gering geschätzte Polizei, die das Ghetto patrouilliert, entschieden die amerikanischen Soldaten, dass jeder Vietnamese, der vor ihnen davonlief, etwas angestellt hatte. Laufende wurden oft gleich erschossen, wie Turse ausführlich dokumentiert. Manchmal erfolgten die Metzeleien einfach je nach Laune der Patrouille. Der Dorfbewohner Phan Van Nam schilderte Turse, dass an manchen Tagen amerikanische und alliierte koreanische Soldaten durch sein Dorf kamen und Süßigkeiten verteilten oder nichts anrührten. An anderen Tagen schossen sie auf Menschen oder verbrannten alle Häuser. Am 22. März 1967 kamen koreanische Soldaten mit einigen Amerikanern in Nams Dorf, trieben einen Haufen Dorfbewohner zusammen und massakrierten sie alle. Hinterher lagen 45 Kinder, 30 Frauen und 11 ältere Männer tot da. Das gesamte Buch führt jede Menge Vorfälle dieser Art an, es ist so brutal und unerbittlich, wie es sein sollte. Der Titel des Buches stammt von einem von einer Vielzahl von Offizieren in Vietnam immer wieder gebellten Befehl: „Tötet alles, was sich bewegt!“ Herzen und Hirne gewinnen war das nicht. „Auf die Weise, wie diese Menschen behandelt werden, schaffen wir mehr VC als wir töten,“ schrieb Marinesoldat Ed Austin seinen Eltern nachhause. „Ich gehe nicht ins Detail, aber einige der Dinge, die hier vorgehen, würden bewirken, dass ihr euch für das gute alte Amerika schämt.“

    Diese Gräueltaten wurden geschmiert von einem Pentagon, das Vietnam in ein Labor für Gemetzel, in eine technokratische Horrorshow verwandelte, laut Turse. General William Westmoreland, der oberste Befehlshaber der Vereinigten Staaten von Amerika in Vietnam von 1964-1968, „feierte das Land als Waffenlabor.“ Die Vereinigten Staaten von Amerika verbrauchten das Äquivalent von 640 Hiroshima-Atombomben an Munition in Südostasien – die Mehrheit davon landete in den Städten und Landgebieten Südvietnams (Nicht vergessen: das selbe Südvietnam, das die Vereinigten Staaten von Amerika verteidigten, verwandelten sie in ein verbranntes Ödland.) Per Ende des Krieges hatte Amerika über 15 Milliarden Pfund an Artilleriemunition verschossen. Andere Waffen im Bestand der Vereinigten Staaten von Amerika inkludierten Napalm, weißen Phosphor und Clustermunition. Die riesige Menge Feuerkraft, darunter giftige Entlaubungsmittel wie Agent Orange, welche auf die südvietnamesischen ländlichen Gebiete – das Gebiet, das die Vereinigten Staaten von Amerika verteidigten – herabregnete, führte zu einem Ökozid. In Anlehnung an den Smokey the Bear-Werbeslogan scherzten die Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika: „Nur du kannst Wälder verhindern.“

    Um ihren Feind weiter zu demoralisieren, setzten die Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur Waffen ein, die ihre Feinde in Fetzen zerrissen oder verkohlen ließen. Statt dessen waren in besonderem Ausmaß viele der Waffen, die die Amerikaner nach Vietnam brachten, eigens dafür konzipiert, um Menschen zu verstümmeln und außer Gefecht zu setzen, aufgrund der Theorie, dass furchtbar verwundete Menschen mehr feindliche Ressourcen aufbrauchen als direktes Töten,“ berichtet Turse. Diese Waffen waren bekannt als Splittermunition, welche nach dem selben Prinzip funktionierten wie die Bombengürtel der Selbstmordattentäter, „sie schleuderten kleine Fragmente – kleine Stahlkugeln und rasierklingenscharfe Splitter – welche den menschlichen Körpern unermesslichen Schaden zufügten.“

    In einem besonders atemberaubenden Abschnitt beschreibt Turse einfühlsam, wie man gefühlt haben muss unter der erstickenden Decke des amerikanischen Staatsterrorismus.

    Leben wurde zu einer Übung in Prozentrechnung. Wie lange bliebst du in deinem Bunker? Lange genug, um der Artillerie zu entgehen, natürlich, aber nicht so lange, dass du noch immer da warst, wenn die Amerikaner und ihre Granaten eintrafen. Wenn du den Schutz des Unterstands zu früh verließest, könnte das Maschinengewehr eines Helikopters auf dich schießen, wenn du herauskamst, oder du konntest in der Feuerzone zwischen sich zurückziehenden Guerillas und anstürmenden amerikanischen Soldaten hängen bleiben. Wenn du zu lange wartest, könnten diese Granaten hereinzurollen beginnen. Jede Sekunde war immens wichtig. Ein Augenblick zu spät konnte Tod bedeuten, aber eine Sekunde zu früh war unter Umständen nicht weniger tödlich. Schätze falsch, und deine Familie könnte ausgelöscht werden …. Unter solchen Umständen wurde die Existenz zu einer endlosen Serie von Risikoeinschätzungen.

    Wenn man eine blutdurchtränkte Seite nach der anderen liest, ist es schwer zu glauben, dass dieses Buch und besonders die persönlichen Interviews mit vietnamesischen Überlebenden Turse nicht außerordentlich belastet haben – einen Autor, der, wie der obenstehende Abschnitt zeigt, ganz eindeutig entschlossen ist, Zeugnis für unvorstellbare Gräuel abzulegen.

    Es ist auch unmöglich, Kill Anything That Moves ohne den Eindruck zu lesen, dass die Dokumente, die Turse vorlegt, der Prolog zu den heutigen Kampagnen der Aufstandsbekämpfung unter der Führung der Vereinigten Staaten von Amerika sind. Es ist unheimlich,wie die selben Bedingungen, die in Vietnam von Gräueltat zu Gräueltat führten, in unseren derzeitigen Kriegen in Afghanistan und Irak existieren. Junge Amerikaner, den Kopf noch voll mit 9/11, überfielen und besetzten Länder, die ihnen in jeder Beziehung völlig fremd waren, sei es bezüglich Religion, Sprache oder Gebräuchen. Wenn die Kriege in Afghanistan und Irak ihren unweigerlichen Weg in das amerikanische Gedächtnisloch antreten, wird es an einem weiteren Journalisten+Historiker wie Turse liegen, die Geschichten unschuldiger Afghanen und Iraker festzuhalten, die unter Amerikas technologisch barbarischer Übermacht gelitten haben. Es wäre nicht fair, von ihm zu erwarten, dass er das noch einmal macht.

    Als Amerikaner sagen wir uns im Zwielicht selbst bestimmte Dinge vor – dass wir außergewöhnlich sind, dass wir aufrichtig an die Menschenrechte glauben. Die gedämpften Wiegenlieder begleiten uns in den Schlaf in unseren Sackgassen der Selbstgefälligkeit, während sich in Übersee das Reich in alle Richtungen ausdehnt. „Und weil wir schon dabei sind,“ sagte Reagan vor drei Jahrzehnten, was heute von seinen selbsternannten Gefolgsleuten weitergetragen wird, „sagen wir denen, die in diesem Krieg gekämpft haben, dass wir nie wieder von jungen Männern verlangen werden, in einem Krieg zu kämpfen und möglicherweise zu sterben, von dem unsere Regierung Angst davor hat, sie gewinnen zu lassen.“ Turses Anklage von Amerikas Krieg in Vietnam zeigt, wie irregeführt, wenn nicht ganz und gar soziopathisch Reagans Äußerung war, denn sie führt zu der Frage: Gäbe es ein Vietnam in einer erkennbaren Weise, wenn die Weißen Häuser Johnsons und Nixons „sie gewinnen hätten lassen“?

    Das Vietnamsyndrom war keine Krankheit, die die Politik befallen hatte, es war ein Antikörper, erzeugt, um den Imperialismus zu bekämpfen. Leider, wie Afghanistan, Irak, Pakistan, Libyen, Somalia und Jemen zeigen, sind wir wieder einmal gegen das Vietnamsyndrom resistent geworden. Es ist schwer, Turse zu lesen und nicht zu fragen, welche außerordentlichen Verbrechen ans Tageslicht kommen werden, wenn ein weiterer mutiger Journalist die Decken von Amerikas jüngsten Okkupationen Afghanistans und des Irak zieht.

    Aufgrund seines unbeirrbaren Blicks in das schwarze Herz der Pax Americana, und was Krieg, jeder Krieg den Menschen antut, die in ihm kämpfen, und den Zivilisten, die versuchen, ihn zu überleben, ist Kill Anything That Moves ein heroisches, essentielles Buch für ein Land, das fortwährend den Männern und Frauen des Militärs für ihren Dienst dankt, sich aber keinen Deut darum schert, was zu diesem Dienst alles dazugehört.

    • F.V. (kein Partner)
      16. März 2013 19:42

      Ich sag´s ja: schon wieder so ein Anti-USA Pamphlet. Wo doch die ganze Welt weiß, daß es den Amerikanern nur um Freiheit, Menschenrechte, Demokratie und das Streben nach Glückseligkeit geht. Letzteres ist sogar von der Verfassung verbürgt.

      Die Lüge von der Ausrottung der Indianer ist ja auch nur bösartige Propaganda. Man kann sie heute noch in eingenen, ganz schönen REservaten beischtigen (sofern dort keine Bodenschätze vorkommen, mit denen - sind wir uns ehrlich - die Wilden ohneidies nichts anfangen könnten.

      Und die Neger sind freiwillig nach den USA gekommen, um dem Elend in Afrika zu entfliehen. Fragt doch einen amerikanischen Neger, ob er wieder inden Busch zurück möchte; nein, nein, denn in den USA haben sie erst die wahre Freiheit bekommen. Daß das wahr ist, sieht jeder am Präsidenten, der ja schließlich auch ein Neger ist.

      Und hätten die USA nicht mit Atombomben endlich den Krieg beendet, hätten die Japaner gewiß noch die Invasion der USA begonnen.

      Heute sind wir froh, daß die USA die Weltressourcen wo immer es geht für uns sichern, d. h. den Zugriff für US-Konzerne, die dann mit ihrer überlegenen Logistik auch uns zu Monopolpreisen beliefern, sofern nicht zum failing state - also zum Schurkenstaat - geworden sind.

      Nein, die Amerikaner sind und bleiben unsere Freunde, und wir sind froh, daß sie für uns alles erledigen und uns nicht mit den Russen zusammen kommen lassen. Denn die sind ja für uns die größte Gefahr.

      Da haben sich die Amerikaner zu keinem Zeitpunkt gescheut unsere Sicherheit zu garantieren. Unter dem legendären BK Schmidt-Schnauze haben sie sogar Atomwaffen und Kurzstrecken-Raketen stationiert, die sogenannte "Brandmauer", direkt auf unserem Territorium, und hätten unsere Freiheit bis zum letzten Mann (und Frau und Kind) bei uns verteidigt. Das Gute an diesem Sicherheits-Konzept war, daß damit die gefährlichen Interkontinental-Raketen abgebaut wurden, mit denen man (d. h. die bösen Russen) auch die Amerikaner hätten beschießen können. - wie hätten sie uns dann noch mitten In Deutschland vertetidigen können?

      Nein, das war alles gut durchdacht. Und unser großes Glück, daß wir unter dem Schutz dieser edlen Nation stehen, wo doch die ganze restliche Welt fast nur noch aus Schurkenstaaten besteht. Wie uns die USA immer wieder mit ihrer besten aller geheimdienstlichen Aufklärung beweisen können.

      Ein Glück muß man halt auch einmal haben!

  7. machmuss verschiebnix
    12. März 2013 22:40

    Sehr geehrter Herr Fischer,

    ein sehr interessanter Gastkommentar. Ihre Analyse sieht die Welt aber eindeutig
    von unserer Hälfte her und läßt diese Hälfte als ganze Realität stehen !

    Sicher haben Amis heutzutage noch sehr viel bessere Think-Tanks, als damals
    vor dem zweiten Weltkrieg, aber genauso sicher haben die nur US-Interessen im
    Auge.
    Die wußten damals beim Irak mit Sicherheit, daß diese "arms of mass-destruction"
    das beste Argument für einen Angriff und die nachfolgende Destabilisierung der
    Region waren. Destabilisierung ist immer dann wichtig, wenn man einen potentiellen
    Gegner von innen her lahmlegen will.

    Warum werden jetzt so viele Staaten im nahen/mittleren Osten auf diese
    Weise "entschärft" ? Warum will man mit "sanfter" Gewalt den russischen
    Brückenkopf in Syrien abschaffen ( klar daß sowas nur gelingen kann, wenn
    vorher die al-Assad Regierung gestürzt wird ) ?

    Der Iran ist militärisch respektabel unterwegs, hat aber nicht den langen Atem,
    um einen US-Angriff (von Israels Gnaden) zu überstehen und hat wie alle
    "Tod-Feinde" Israels eine unzureichende (od. keine) Luft-Abwehr (!)

    Also ? Was ist der Masterplan für diese Region - was haben besagte Think-Tanks
    in petto und warum wird das A-Bomben-besitzende Pakistan nicht auf der Liste
    der Tod-Feinde geführt, sondern auf jener der Vasallen - etwa als Puffer zu
    Indien hin ?

    Ich finde es völlig verfehlt, die brandgefährliche Taktik des Zionismus ganz
    unerwähnt zu lassen, denn schließlich ist deren Wiederherstellung Groß-Israels
    DAS Ziel seit 1945.
    Die Zionisten wollen die USA auf eine Weise in Zugzwang bringen, daß eine
    US-Besatzung von Gaza "unvermeidbar" wird (um nicht selber die "Drecksarbeit" zu tun),
    während die Amis ihrerseits eigene wirtschaftliche Interessen im Auge haben
    (seltene Erden in Afghanistan, Erdöl überall sonst).

    Ja - und weil Sie die Papst-Wahl erwähnen - warum wird vor allem in US-Medien
    immer wieder Europa als das wiedererstandene römische Reich (samt Antichrist)
    hingestellt, während gleichzeitig versucht wird, einen amerikanischen Kardinal
    als Papst durchzudrücken (!!!).

    Die US-Politik ist nicht nur gespickt mit "false Flag" Aktionen, sie ist
    als ganzes eine solche und wer die medial erzeugte "Wirklichkeit" für real
    hält, der wird kaum verstehen können, warum diese "gerechte Demokratie"
    rund um den Globus außer Feinden nur Feinde hat (verdeckt oder offen).

    Bisher war es den US-Militärs immer gelungen, den Krieg in die Länder
    seiner Feinde zu tragen. Wetten daß der Krieg gegen den Iran der letzte
    "gewonnene" Krieg der USA sein wird und daß danach das Bollwerk Pakistan
    gegen die "Könige des Osten" absolut nutzlos sein wird, weil die nämlich nicht mit
    Waffen sondern mit mit Dollares anrücken werden um damit die ganze Region
    aufzukaufen (! ! !)

    Bon nuit - Etats Unis

    .

  8. Herby
    12. März 2013 11:11

    Die Tragik bei Nordkorea ist es:

    1) Dass dieses - eigentlich von der Natur gesegnete (Bodenschätze! schöne Landschaft m. Bergen und Meer!) - Land derart durch die totalitäre Ideologie abgeschottet ist, dass die übergroße Mehrheit und die Führung sowieso fanatisch daran glaubt, dass die Welt (besonders die USA u. die Südkorean. Verbündeten) dieses Land unbedingt angreifen will.

    Derart geistig in die Enge getrieben ist es nur logisch, dass der absolute Alleinherrscher Kim Jong Un & sein engster Führungszirkel der Meinung ist, man müsste gegen die ganze Welt kämpfen. Wenn es sein muss, dann halt mit Atomwaffen.

    Für so eine verrückte, psychotische Haltung fällt mir welthistorisch jetzt nur das Deutschland (=Hitler-Deutschland) von 1939 - 1945 ein.

    Hitler und seine Mit-Gläubigen waren davon überzeugt die ganze Welt zu erobern (gemeinsam mit den Verbündeten Italien, Rumänien, Japan usw.).

    2) Nordkorea, so wie es heute ist, ist ein Staat, der komplett am Ende ist. Dass dieser Staat noch existieren kann ist nur auf Erpressungsversuche und erfolgreiche bisherige Erpressungen zurück zu führen.

    Nordkorea erpresst alle: Das bisher verbündete VR China, Russland, Südkorea, Japan, USA und die Staaten der übrigen Welt. Und das Atompotenzial sowie die Atomraketen:

    http://www.youtube.com/watch?v=cMHbx24Ak4k

    sind ideale Erpressungsmittel.

    Schlussfolgerung: Solange Nordkorea andere Länder erpressen kann - so lange wird es existieren. Im Grunde genommen, ist NK am Ende der Lebenszeit angekommen.

    Ich interpretiere das derzeitige Säbelrasseln so: Bevor das Land komplett zusammenbricht bäumt es sich noch einmal gigantisch auf u. jagt anderen gehörigen Schrecken ein: So wie Nazideutschland 1944/1945 den anderen Ländern mit dem "totalen Krieg" und den Wunderwaffen V1, V2 usw. drohte.

    Was jetzt gefordert ist, sind super-gute Diplomaten. Da geht es darum, der NK-Führung klar zu machen: "Niemand will Euch bedrohen oder angreifen. Niemand will NK-Territorium erobern."

    • F.V. (kein Partner)
      12. März 2013 13:48

      Ach Herby,

      ich wünsche Ihnen gute Besserung. Sie müssen ja hohes Fieber haben, wenn Sie gar so phatasieren.

      Hoffentlich geht es bald vorüber - und ohne bleibende Schäden.

  9. phaidros
    12. März 2013 09:02

    So weit ich das beurteilen kann, ein ausgezeichneter Gastkommentar!

    Vollkommen verblödet ist es hingegen, den USA vorzuwerfen, dass sie irgendjemanden und insbesondere die Europäischen Staaten verdeckt oder offen als Vasallen betrachten würden. Denn wenn das so ein sollte, dann immerhin zurecht.

    Das soll aber nicht heißen, dass wir uns mit einer Vasallenrolle (die ein völlig logischer Ausfluss der europäischen Schrebergartenmentaltität ist) zufrieden geben sollten, wie sie von so vielen Kommentatoren offenbar gewünscht wird. Man muss sich entscheiden: will man den Kuchen essen oder behalten – beides geht nicht.

    Die richtigen Adressaten für diesen Vorwurf wären also einzig die europäischen Staaten, die den Hintern nicht in die Höhe kriegen, um sich endlich auch politisch zu vereinigen (was ja nach dem 2.WK als Fernziel der Plan war). Meiner Ansicht nach eine Notwendigkeit, die in den nächsten Jahrzehnten immer drängender werden wird.

  10. Helmut Oswald
    12. März 2013 00:32

    Der hierorts immer wieder unkritisch unternommene Versuch, Kommentierungen der Weltlage abzugeben, die mit allergrößter Selbstverständlichkeit vorgeben, daß die Interessenlage der Vereinigten Staaten (ob nun die tatsächliche oder nur die vermeintliche, sei zunächst dahingestellt) und der mit ihnen auf das engste verbündeten Mächte entspräche ohne weiteres auch unserer ist Ausdruck eines Vasallentums, das Zeugnis abgibt, wie wenig historisch-politisches (Selbst-) Bewusstsein in unseren Breiten selbst und gerade von Akademikern noch immer gezeigt wird. Die Vereinigten Staaten haben es in zwei Kriegen unternommen, die Rolle des globalen Hegemons anzustreben. Sie haben - gerade auch hinsichtlich der Behandlung unseres Landes und unserer Menschen - jede auch nur erdenkliche Doppelzüngigkeit unternommen, um uns aus unserer historischen Rolle als Ordnungsmacht, frei und selbstbestimmt, in Mittel und Zenrtraleuropa zu verdrängen, sie haben jeden Landraub, jede Niedertracht gegen uns durch ihre ehemaligen und neuerdings wieder gewonnenen Alliierten im Geiste gefördert geduldet und gedeckt, vom Landraub über die Massenvertreibung im Osten hin bis zum Genocid an unseren Menschen, und verbreiten darüber bis in die Gegenwart Lügen, deren Dreistigkeit alleine jedem Menschen mit halbwegs Charakter den Atem stocken lassen. Nun denn - so werden sie die Probleme dieser Welt auch weiterhin zu regulieren haben - mit ihren Methoden und mit ihren tapferen Verbündeten, dem neuen Europa, dessen humanitäre und kulturelle Leistungen sich in den Jahren 1945 folgende uns ja so deutlich offenbarten.
    Uns geht das ab dem Tag etwas an, ab dem wir ein politisches Angebot aus den Vereinigten Staaten haben, daß ernst zu nehemn ist und vergangenes Unrecht
    wieder gutzumachen bereit ist. Ansonsten - Gott befohlen!

    • F.V. (kein Partner)
      12. März 2013 06:26

      Herr Oswald,

      ich war schon ganz verzagt ob der z.T. geistlosen Kommentare zu einem besonders erbärmlichen Gastbeitrag. Ihre Zurechtrückung der wahren Sachverhalte ist erfreulich.

      Daß sich der Gastautor noch als Vorstadsmitgleid des Akademikerbundes vorstellt, ist wohl auch Symptom dafür, welch jämmerliche Außenpolitik die ÖVP betreibt: Speichelecker des US-Hegemons.

      Als vor Jahren Schüssel bei einem "Vortrag" (= Befehlsausgabe) Zbiniew Brzezinskis dieser von den Vasallen der USA sprach, "insistierte" Schüssel, daß sie "Partner" seien, worauf Z.B. ungerührt meinte: meintwegen sind die Vasallen Partner der USA. - Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    • Sensenmann
      19. März 2013 00:09

      Dem ist an sich nichts mehr hinzuzufügen. Wie immer treffend. Nur eins noch:
      Mir brauchen die Amis erst wieder mit irgendeinem Kooperationsangebot kommen, wenn sie zeigen, daß auch sie bereit sind, ein paar Millionen Mann in Kampf gegen den Marxismus in's Mahlwerk der Geschichte zu werfen und die Lügen des 20. Jahrhunderts richtig stellen und sich für die an uns begangenen Verbrechen zu entschuldigen.
      Bis dahin gibt es von mir nicht einmal das Schwarze unterm Fingernagel.

  11. Hias (kein Partner)
    11. März 2013 18:48

    Was soll man da machen... beten, dass am Ende doch die Vernunft siegt...

  12. ulf (kein Partner)
    11. März 2013 17:54

    woher nimmt eigentlich Israel das moralische Recht,dem Iran atomare Forschung zu verbieten oder einzuschränken?Israel tritt nicht dem Atomsperrvertrag,hat Atombomben,und droht ständig mit einem Angriff,stat für Frieden im eigenen Staat
    mit ordentlicher Behandlung der Palästinenser zu sorgen.
    Die stromlienienförmige Berichterstattumng in allen Medien nicht nur zu diesem Thema erinnert an Prawda-Berichterstattung,Meinungsvielfalt giebt es hier nicht mehr.

  13. dxb (kein Partner)
    11. März 2013 10:24

    Meine Güte,

    wie wird der Ahmadinejad in ein paar Wochen dem Westen abgehen, wenn seine zweite Amtszeit abgelaufen ist und er keinen Reibebaum abgeben kann.

    Was über bleiben wird ist, daß der Iran bislang das beste ausländische Feindbild für israelische und US amerikanische Innenpolitik ist, das sich Politiker wünschen können.
    Das Land liegt darnieder, nicht wegen der Sanktionen, die haben nur einen kleinen Anteil an den Problemen, sondern aus einem anderen Grund.
    Dir Iraner sind seit der Revolution 1979 nur mehr mit sich selbst beschäftigt.
    Die haben alle paar Jahre eine neue Gruppe unfähiger Politgünstlinge in hohe Positionen gehoben um dann dieselben Leute ein paar Jahre später wegen Korruption wieder abzusägen.

    Der Iran braucht gar keine Sanktionen um sich selbst zu beschädigen, ganz im Gegenteil.

    Die können das selbst am besten.

    Der äußere Feind in Form der USA, die jährliche Folklore am Al Quds Day muß mittlerweile massiv gesponsert werden, sonst geht da keiner mehr hin, und Israel sind mittlerweile der größte stabilisierende Faktor in der iranischen Innenpolitik geworden.
    Gäbe es diesen äußeren Feind nicht, der Iran wäre, nach einer kurzen zweiten Revolution, der beste Verbündete der USA in der Region.

    Wenn man sich die Meldungen der vergangenen Monate so ansieht, dann sind alle die Aussagen über neue iranische Wunderwaffen nur mehr Hoaxes.
    Abgesehen von der eingefangenen Drohne gibt es nur mehr amateurhafte Aktionen wie den angeblichen Superkampfflieger (nettes Modell, das ist mittlerweile wohl zerfallen), die angeblichen Raumfahrtbemühungen mit ein paar toten Affen, die Raketenschnellboote aus Glasfaser, die schon beim Abschuß der ersten Rakete auseinanderfallen würden weil sie die Vibrationen nicht aushalten, die angeblichen Stealth Flugzeuge, die sich als Selbstbausatz aus Frankreich aus den 1980ern herausstellten.

    Der Iran hat mit den Revolutionsgarden zwar eine sehr gut motivierte und gut ausgerüstete Armee, aber das sind nur Infanteristen.
    Die haben keine Luftwaffe, keine Marine, keine Artillerie und keine Trägersysteme für Nuklearwaffen.
    Von den fehlenden Nuklearwaffen mal ganz abgesehen.

    Womit sollten die Iraner also Israel angreifen?
    Auf dem Landweg, mit Antransport per Iran Air?
    Nicht einmal das geht, der Großteil der Iran Air Flotte ist, mangels Service und Ersatzteilen, auch nicht einsatztauglich.

    Ich gehe davon aus, daß dies auch den Entscheidungsträgern im Westen bekannt ist.
    Das ist schließlich kein Geheimnis.

    Der Westen braucht den Iran aber natürlich als einen der großen Dämonen um von den eigenen innenpolitischen Problemen abzulenken.
    Nachdem ein paar der Dauerakteure der Vergangenheit, wie ein Saddam Hussein oder ein Ghaddaffi, abhandengekommen sind, muß der Iran also unbedingt als Feindbild erhalten bleiben.
    Nur nicht zu viel, ein Krieg oder gar eine Revolution gegen das aktuelle Regime In Tehran wären da kontraproduktiv.
    Woher nimmt man denn dann das neue Feindbild?

    Pakistan?

    Wäre gut, die haben aber schon Nuklearwaffen, also Vorsicht, die könnten wirklich gefährlich werden.
    Dann bleiben wir schon lieber beim Iran als Feindbild.

    Der Iran ist ein Musterbeispiel dafür, was passiert, wenn eine korrupte Mangelwirtschaft nur mehr dann weiterbesteht, weil der äußere Feind noch schlimmer klingt als die eigene Mißwirtschaft.
    Die Sanktionen schweißen das Land zusammen.

    Militärische Gefahr dürfte von Iran nicht ausgehen.
    Bestenfalls kann der Iran als Sponsor von terroristischen Gruppen eine Gefahr werden, aber auch dafür hat das Land längst zu wenig Geld.

    Und so bleibt, daß der Iran eine Art negativer Grüßaugust für den Westen und Israel ist und wohl auch bleiben wird.

    Das zu erhalten ist ein einfaches Spiel von verbaler Attacke, ein paar Verhandlungen, ein paar Zugeständnisse, ein paar Vorwürfe, ein paar Drohungen und das Ganze von vorne.

    Der Nachteil des Westens ist, daß der Iran auf viel Öl sitzt, das wird durch den Nichtverkauf nur für die Zukunft wertvoller, und dass die Sanktionen irgendwann, wie bei Nordkorea, ausgereizt sind und damit keine weitere Steigerung mehr möglich ist.

    Was dann passiert sieht man in Norkorea sehr gut.
    Was sollen den einen Kim Jong Un weitere Sanktionen schon noch stören?
    Mehr geht nicht mehr.
    Also kann er seinen leeren Drohungen freien Lauf lassen.
    Dann wird wieder verhandelt, Norkorea bekommt wieder ein paar Hilfslieferungen und kann diese zu Hause als Tribut des imperialistischen Feindes verkaufen.

    Der Westen hat sich da in eine Sackgasse hinengearbeitet aus der er wohl nicht so rasch wieder herauskommen wird.

    Allen publizistischen Versuchen zum Trotz, der Iran und Nordkorea sind seit Jahren nur mehr ein stillstehender Konflikt ohne Bewegung.

    Es bleibt nur zu hoffen, daß der Westen nicht so dumm ist und wirklich gegen den Iran oder Nordkorea in den Krieg zieht um irgenwas zu beweisen.
    Das wäre für beide Bevölkerungen eine großartige Motivation auf militärischem Wege Selbstmord zu begehen.

    • aw70 (kein Partner)
      11. März 2013 16:44

      @dxb:

      Sie haben mit recht viel von dem, was Sie sagen, recht. Wenn es den Iran und Nordkorea nicht gäbe, müssten vermutlich manche Unruhestifter im Westen etwas vergleichbares als Reibebaum erfinden. Nur: das macht die Kollegen in diesen Ländern noch nicht automatisch zu normalen, berechenbaren Partnern auf einem immer stärker vernetzten Globus. Zu Partnern, mit denen man koexistieren kann.

      Denn auch wenn sowohl Iran als auch NK quasi die Erfüllung der Gebete der globalen Rüstungsindustrie sind - kräftig an der Waffel haben die Machthaber in beiden Ländern trotzdem einen. Und zwar so kräftig, dass sehr die Frage ist, ob das zwischen denen und dem Rest der Welt langfristig gut gehen kann.

      Oder anders formuliert: nur weil sehr viele der anti-iranischen und anti-NK orientierten Länder im Grunde ebenfalls von ziemlichen Ungusteln bzw. ungustiösen Cliquen beherrscht werden... und auch wenn wir im sogenannten freien Westen in den mainstream-Medien stark tendenziöse Berichterstattung über beide Länder vorgesetzt bekommen (und zwar in einem Ausmaß, dass einem ob des Mangels an Meinungsvielfalt nur mehr die Grausbirnen aufsteigen lassen kann)... sind weder der Iran noch NK derzeit trotzdem nicht in einem Zustand, der stabil und langfristig tragbar ist. In beiden Ländern sind am Ende des Tages hochgradige Spinner am Werk, und in beiden Ländern bemüht man sich mehr oder weniger offen darum, Kernwaffen samt Systemen zu bekommen, mit denen sich selbige recht weit verschießen lassen. Das ist *kein* gutes Ausgangs-Szenario für eine friedliche Weiterentwicklung.

      Zu der Einschätzung, dass in beiden Ländern im Grunde Wahnsinnige am Werk sind, bin ich persönlich übrigens *nicht* aufgrund der "Systemmedien" gekommen. Diesen misstraue ich persönlich relativ stark. Diese Einschätzung beruht auf einem langjährigen Verfolgen entsprechender Nachrichten aus vielen Kanälen, inklusive - wenn möglich - der Original-Aussagen von hochrangigen Vertretern dieser Länder. Und eine Bewertung dieser Quellen sieht in beiden Fällen (Iran und NK) nicht gut aus. Wobei NK wesentlich irrer ist als der Iran, in dem wenigstens noch teilweise von außen beobachtbare (wenngleich auch nicht immer leicht verständliche) Prozesse der politischen Willensbildung ablaufen.

      Militärfachlich unterliegen Sie in Bezug auf den Iran übrigens einer Fehleinschätzung: die dortigen Streitkräfte haben nicht nur Infanterie, sondern sind als praktisch einziger der diversen "Schurkenstaaten" theoretisch in der Lage, ihre Haut verhältnismäßig teuer zu verkaufen. Es gibt dort eine durchaus nicht inkompetente Luftwaffe und Luftabwehr. Unter militärisch informierten Beobachtern hat deswegen der Zirkus der vergangenen Monate (sprich: die Vorstellung dieses absurden Stealth-Flugzeugs, und anderer sinnfreier Gimmicks) insofern Rätselraten ausgelöst, als die Kollegen im Iran an sich durchaus über eine relativ entwickelte Aerospace-Industrie verfügen. Und deswegen solche Blödheiten eigentlich nicht nötig haben sollten.

    • Haider
      11. März 2013 21:49

      @aw70
      Großteils kann ich Ihre Erklärungen sehr gut nachvollziehen. Nur mit Verbalinjurien bin ich immer viel vorsichtiger wie Sie. Wer "Irrer", "Schurke" oder "Wahnsinniger" ist, hängt halt sehr oft vom Standort ab. Und Pauschalierungen tun mir sowieso weh. Man kann "unsere" Türken auch nicht mit jenen in Istanbul vergleichen.

    • dxb (kein Partner)
      12. März 2013 10:52

      aw70,

      ich stimme in vielen Dingen mit Ihnen überein.

      Mein hauptsächlicher Arbeitsplatz liegt nur knapp 20 Flugminuten von Kish entfernt, ich spreche u.a. Arabisch und verstehe Farsi.
      Mein Zugang zu Informationen über den Iran ist ein anderer, ich habe mit vielen Iranern hier in Dubai zu tun.
      Großteils natürlich solche Iraner, die mit dem Regime in Tehran nichts zu tun haben wollen, aber auch mit solchen, die direkt mit dem Regime in Tehran verbunden sind.

      Es stimmt sicher, daß im Iran einige Verrückte an der Macht sind, das ist aber nur ein kleiner Teil der Realität.

      Tatsache ist, daß seit der Revolution die Gebildeten und Gemäßigten vor allem aber die Nichtreligiösen das Land verlassen haben.
      Wie nach jeder Revolution haben die Gewinner Machtposten besetzt und Freunde an die Schalthebel der Macht gebracht um sich zu bereichern.
      Diese Gewinner sind aber sehr oft nur die Freunde anderer Gewinner und nicht jene, die auch die notwendigen Kenntnisse für den Job mitbringen.

      Der Rest sind, wie der aktuelle Ölminister, das ist immerhin der wichtigste Minister im Iran - wichtiger noch als der Präsident, schließlich finanziert das NIOC das Land, immer öfter Militärs oder Offiziere aus den Revolutionsgarden.
      Die Fachleute gehen den Iranern schön langsam aus.

      Die Militärs haben oftmals nicht die geringste fachliche Ahnung in ihrem Bereich.
      Da sind zwar auch viele daraunter, die ihr bestes geben und versuchen den Iran wieder flott zu machen, das geht aber oftmals in der unglaublichen Korruption und Schlendrian (das sog. "Inshallah Prinzip") des Landes wieder unter.

      Der Rest ist dann allerdings nur mehr korrupt und unfähig.
      Allein in meiner Branche (Aviation) kann ich ohne lange nachzudenken zumindest für die Hälfte der Akteure in den iranischen Vorstandsetagen sagen, wer wieviel für eine Entscheidung kostet.
      Dazu kommt noch eine unglaublich aufgeblasene Verwaltung und Bürokratie, die auch entsprechend bremst.
      Der Iran ist nach wie vor kein armes Land, die Öleinnahmen sind immer noch sehr hoch.

      Daher sind die Iraner auch in erster Linie mit sich selbst beschäftigt, schließlich gilt es bisweilen die schönen Seiten des Lebens zu finanzieren.
      Dazu gehört auch, daß jede Bedrohung von außen als Ablenkung genutzt wird um von den eigenen krummen Geschäften abzulenken.

      Die haben zwar ein Programm zur Anreicherung von Uran, das wird aber auch propagandistisch dazu genutzt, um den äußeren Feind immer wieder vor Wut aufkochen zu lassen, aber das allein wäre nicht das Problem, da gibt es auch viele alte Rechnungen aus der Zeit vor der Revolution.

      Im Iran jemanden einen "Briten" zu nennen gilt als Schimpfwort.
      Der Haß auf die USA bezieht sich auf den letzten Schah und die Privatisierungen im Bereich der Ölindustrie durch US amerikanische Firmen vor 1979.
      Mit den heutigen USA haben die meisten Iraner die ich kenne keine Probleme.
      Ganz im Gegenteil, die sind ganz verrückt nach amerikanischen Waren, Filmen, Musik und Lifestyle.

      Dabei halten die Iraner sich tatsächlich an das NPT.
      Die dürfen bis auf 20% anreichern und Reaktoren bauen und betreiben.
      Bei aller Angst vor einem Versagen oder Zerstörung von Busher oder anderen Anlagen.
      Das würde die Gegend hier schlimmer treffen als die Umgebung von Chernobyl.
      Womit auch die Ölversorgung eines ziemlichen Teils der Welt betroffen wäre, auch das wird kaum in den Medien angeführt, ist aber ein guter Grund für die militärische Zurückhaltung des Westens.

      Die Streiterei geht vor allem immer dann los, wenn es wieder einen großen Skandal im Iran oder Wahlen in Israel gibt.
      Wenn die Iraner wieder einmal jemanden draufkommen, daß er ein paar hundert Millionen USD aus einer Privatisierung abgezweigt hat, dann kommen ein paar Aktionen bei den internationalen Verhandlungen und die Regierung Ahmadinejad ist wieder aus den iranischen Schlagzeilen.
      Dann redet der Ahmadinejad oder einer seiner Freunde von der Vernichtung des Westens und von islamischen Werten und schon springen westliche Medien und Politiker dankbar auf den Zug.
      Das wird auch die nächste Regierung und ihre Cronies so halten.
      Das ist persische Innenpolitik.
      Viel Übertreibung und nichts dahinter.

      Nicht anders machen das die Israelis oder die USA.
      Ein Skandal im eigenen Lager oder Neuwahlen und schon schreit einer "Der Iran will uns vernichten".
      Auch hier ist das viel warme Luft, nur mit dem Unterschied, daß da auch die Gefahr eines echten Krieges, ausgelöst durch die Israelis, dabei ist.
      Wenn ich aus dem Fenster sehe, dann kann ich zumindest einmal in der Woche ein großes Kriegsschiff auf dem Meer sehen.
      Die USA sind hier unglaublich präsent mit ihrer Flotte.
      Wenn da wer die Nerven verliert, das werden nicht die Iraner sein, dann gibt es hier einen Krieg.

      Die Iraner sind zwar bisweilen verrückt, aber nicht so dumm wie der Westen sie gerne sehen würde.
      Die betreiben keinen Selbstmord, das sind keine Sunniten.

      Aber, wie Sie richtig sagen, die werden auch ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen.
      Und wenn es sein muß, dann mit Hilfe eines "asymetrischen" Krieges, also mittels terroristischer Reaktionen auf einen etwaigen Militärschlag gegen den Iran.
      Am Boden ist der Iran im eigenen Land vermutlich nicht zu besiegen, also wird es, wenn überhaupt, nur Luftschläge geben.
      Dann aber wird es für lange Zeit sehr viele Vergeltungsaktionen geben.
      Wobei wohl kaum ein anderes islamisches Land dem Iran zu Hilfe kommen wird, die Schiiten sind nicht sehr beliebt.

      Und ich bin mir einigermaßen sicher, daß die Option eines dauerhaften Terrorkrieges auch für Israel keine Lösung ist.

      Also hoffe ich darauf, daß es bei den aktuellen Drohgebärden bleibt.
      Von allen Seiten.

  14. Francois Villon (kein Partner)
    11. März 2013 10:03

    Der Artikel des Herrn Fischer macht auf mich den Eindruck, als sei er aus der Küche der psychologischen Kriegsführung der „Weltpolizisten“ gekommen.

    Einerseits frage ich mich, woher er das alles so genau weiß, da ich ja kaum glauben kann, daß er eigene Ein- und Ansichten aus und über Nordkorea oder den Iran hat.

    Es ist auch in unseren Breiten immer hinreichend auf die „kommunistische“ Ideologie, Führung und Bösartigkeit hinzuweisen, was einerseits echte Beweise für die Behauptungen unnötig macht und vor allem von den meist viel verbrecherischen politischen Aktionen der „Guten“ des Westens ablenkt.

    Ich weiß nur definitiv, daß die bisher einzigen in der Weltgeschichte, die Atombomben auf zivile Städte – noch dazu nachdem Japan längst militärisch besiegt war und der Tenno Friedensgespräche angeboten hatte – die USA waren, die auch – gemeinsam mit den Engländern – nur um Stalin eine „Lehre zu erteilen“ - die Lazarettstadt Dresden dem Erdboden gleich machten (und mindestens 300.000 Menschen bei lebendigem Leib verbrannten).

    Ich weiß definitiv, daß jene 007-Manier, die „Lizenz zum Töten“, Methode der Wahl der „Freiesten Demokratie“, Gods own Country, ist, jeden Beliebigen auf der ganzen Welt zu ermorden.

    Ebenfalls weiß ich definitiv, daß Abu Ghreib und Guantanamo amerikanische Foltergefängnisse vor den Augen der ganzen Welt sind: man geniert sich dessen nicht einmal mehr dafür, und hängt diesen barbarischen Gebräuchen noch das Mäntelchen des „Rechts“ zur Terrorbekämpfung um. Die einzigen, die mit Terror die Welt terrorisieren sind aber die USA und Usrael.

    Außerdem weiß ich definitiv, daß die USA die eigene Verfassung bereits komplett ausgehebelt, sozusagen den großen Volksaufstand antizipierend, und dafür über 800 KZs mit Kapazitäten im Einzelfall von vielen Hunderttausend(!) eingerichtet haben. Auch die Lokationen dieser KZs können angegeben werde.

    Was die über hundert nicht beachteten UN-Resolutionen betreffs Israel anlangt, erübrigt sich jedes weitere Wort. Israel hat aus Gaza ein einziges Gefängnis gemacht, die ursprünglich dort lebende Bevölkerung vertrieben, etc. Wer bedroht hier wen?

    Israel ist bis über die Zähne bewaffnet und hat illegal sich Atomwaffen besorgt und droht damit der ganzen Welt.

    Ein so agitatorischer Artikel – den Dritten Weltkrieg quasi herbeischreibend – ist wirklich ein starkes Stück.

  15. Haider
    10. März 2013 19:01

    Kleine Korrektur: Hillary Clinton ist wohl Abgeordnete des Bundesstaates New York. Fast 1 Mill. jüdische Bürger (also mehr als Jerusalem) hat jedoch die Stadt New York. Das sind, wie Sie wissen, 2 Paar Schuhe.

  16. Wertkonservativer
    10. März 2013 12:53

    Woillen wir hoffen, dass das uns von Herrn Fischer hier vor Augen geführte Szenario nicht oder nur schaumgebremst eintritt!
    Ändern können wir an der bedrohlichen Weltlage gar nichts, nur hoffen und beten!
    Ein Tip von mir: Beten beruhigt zumindest ein wenig!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  17. socrates
    10. März 2013 09:26

    Wir stehen unter Dauerfeuer der US-hörigen Medien. Sie weisen immer wieder auf eine Kriegsgefahr hin und dann beginnen die USA selbst den Krieg
    Die USA sollten ihre "war games" über eine Invasion Nord Koreas einstellen, die Sanktionen beenden und den Lebensstandard dort durch freien Handel anheben. Das hat noch jedesmal Erfolg gebracht, niemand will seinen Besitz in einem Krieg verlieren. Besitzlose, die nichts tz verlieren haben, sind gewaltbereit.

    Brian Becker: No, it’s not likely to happen. North Koreans realize that the US, with 3,000 operational and 7,000 nuclear weapons overall, would, as Colin Powell said in 1995 when he was threatening North Korea, turn their country into a charcoal briquette. In other words, the overwhelming power of the American nuclear machine is great indeed. But I think we have to step back and see what’s really going on because the North Koreans realize that the United States’ strategy with the right-wing government in South Korea in pressuring China, North Korea’s traditional ally, to go along with the program because I think China fears, after the Asia pivot, that there’s growing danger of an actual war in the Pacific to isolate North Korea.

    But what has North Korea done? North Korea has carried out a nuclear test, the third. But they’re responding to the major, massive US military exercises that are conducted in a way to stage a mock invasion and bombing of their country – the country that was indeed invaded. Twenty years ago – in fact, exactly 20 years ago – the US strategic command said, “We’re reorienting US hydrogen bombs away from the Soviet Union” - this was after the demise of the USSR – and are now targeting North Korea. And that’s when the DPRK withdrew from the Non-Proliferation Treaty and began building with earnestness its own nuclear capacity.
    http://rt.com/op-edge/korea-us-nuclear-sanctions-998/

    • Wafthrudnir
      10. März 2013 14:45

      "... what has North Korea done?" Um nur ein paar Highlights herauszupicken: Straflager, Hungersnöte, regelmäßige Überfälle - gerade nicht groß genug um einen Krieg auszulösen - gegen Südkorea. Liste beliebig verlängerbar. Selbst ein Angriffskrieg ohne unmittelbare Provokation könnte gegen so ein Regime kein Unrecht sein.
      Aber lassen wir die Moral kurz beiseite. Vielleicht würde NK tatsächlich in ein "charcoal briquette" verwandelt werden, aber das ist (1) nicht sicher und (2) den Nordkoreanern möglicherweise nicht bewußt.
      (1) Als der Reserve-Messias Obama einmal andeutete, daß auch ein Angriff mit Massenvernichtungswaffen nicht umbedingt einen nuklearen Gegenschlag der USA auslösen müßte, wurde er zwar von den europäischen Gutmenschen bejubelt, tatsächlich müssen seine Worte aber für nordkoreanische und iranische Kriegstreiber eine große Beruhigung und Ermunterung gewesen sein. Im Westen ist das Tabu, Kernwaffen einzusetzen, inzwischen so stark, daß möglicherweise die USA, insbesondere unter ihrem derzeitigen Präsidenten, lieber einen Atomschlag gegen Südkorea hinnehmen und Südkorea, wie einst Südvietnam, opfern, als dieses Tabu zu brechen.
      (2) Der japanische Angriff gegen Pearl Harbour gründete sich zum Teil auf die feste, aber falsche Überzeugung, die USA sich lieber aus dem Pazifik vertreiben lassen, als einen langen und opferreichen Krieg zu führen. Arroganz und mangelndes Verständnis der westlichen Kultur könnten die Nordkoreaner zu dem gleichen Trugschluss verführen, zumal ihre Politiker sicher weniger Gelegenheit haben, sich selbst ein Bild über westliche Verhältnisse zu machen, als ihre japanischen Kollegen ein paar Jahrzehnte zuvor.
      Zwar halte auch ich es für wahrscheinlicher, daß das hier skizzierte Szenario nicht eintritt, aber ausgeschlossen ist es nicht. Man darf auch nicht vergessen, daß die neue Führung möglicherweise den Wunsch hat, sich als ebenbürtig zu ihren "großen" Vorgängern zu erweisen. Dieser Drang hat schon viele Politiker zu riskanten Abenteuern verführt, von Stephan de Blois (Führer des ersten Kreuzzugs und Schwiegersohn von Wilhelm dem Eroberer) bis zu Wilhelm II, dem wirklich nur der Griff nach der Weltmacht blieb, wenn er die Reichseinigung seines Großvaters in den Schatten stellen wollte.

    • socrates
      10. März 2013 23:40

      Wafthrudnir

      "Straflager, Hungersnöte, regelmäßige Überfälle - gerade nicht groß genug um einen Krieg auszulösen" Halten zu Gnaden, aber was davon existiert in den USA und Israel nicht? Mit Drohnen kann man nun gesetzeskonform jeden töten. Atomwaffen haben beide zu viele. Verurteilt werden nur die "Schurkenstaaten" eigener Definition.
      Ich bin gegen jeden Atomkrieg und werde mich nicht ändern. Außerdem gibt es Gott sei Dank noch einige andere Atommächte, die nicht von radikalen Zionisten gesteuert werden. Denen werden unsere Kinder vielleicht ihr Leben verdanken.

    • Schani
      11. März 2013 00:39

      Socrates,
      KZ mit Vivisektionen und anderen Scheußlichkeiten gibt außer in NK wohl nirgends wo auf der Welt!

    • socrates
      11. März 2013 01:02

      Schani
      Da würde ich bei Pol Pot nachsehen!
      Moderne Staaten verwenden Häftlinge oder lagern solche Tests nach Afrika aus. Wozzek läßt grüßen. Allerdings sind die Resultate für andere Rassen oft untauglich.
      Ich bin KEIN Freund Nordkoreas!! Aber schon der Pate sagte weise: Wenn man einen Gegner nicht besiegen kann, soll man sich mit ihm einigen.
      2 x ausgebombt reichen mir, ich will keinen Atomkrieg!





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