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Schulden, nicht Spekulation heißt das Drama drucken

Denn sie wissen nicht, wovon sie reden. Noch immer nicht. Worte wie „Spekulation“ oder „Derivate“ oder „Fremdwährungskredite“ kommen derzeit Politikern mit mehr Verachtung über die Lippen, als wenn sie über Kindesmissbrauch oder Kriegsverbrechen reden.

Faktum ist freilich: „Jegliches auf die Zukunft gerichtete Handeln ist Spekulation“, wie der Ökonom Peter Brandner glasklar festhält. Jede Körperschaft „spekuliert“, fast alle haben mit Derivaten und Fremdwährungskrediten gearbeitet. Auch der Bund, der jetzt so tut, als müsste er den Bundesländern die Anständigkeit und das Einmaleins der Finanzwelt beibringen. Auch im verlustgebeutelten Salzburg darf in Wahrheit niemand überraschte Augen machen. Stehen doch dort seit Jahr und Tag sogar Schwarz auf Weiß Millioneneinnahmen im Budget unter der Zeile: „Schuldenmanagement (Derivate)“. Wohlgemerkt unter „Schulden-“, nicht etwa unter „Veranlagungsmanagement“. Das kann nur heißen, man hat mit Schulden Derivate aufgenommen, also „spekuliert“. Daran hat man ja auch etliche Zeit exzellent verdient – was aber eben nur mit erhöhtem Risiko möglich war. Und dieses Risiko ist im Zuge der Finanzkrise bei sehr vielen Anlegern schlagend geworden. Auch in Salzburg. Jedoch ist dort der – ungewisse – Schaden weit kleiner als die gewissen Schulden des Landes.

Dennoch redet sogar der Präsident der Wirtschaftskammer davon, dass Spekulation die „größte Bedrohung“ der Weltwirtschaft wäre, weil der Wert der Derivate beim Hundertfachen jenes der Realwirtschaft liege. Nun, diese seit Jahren kursierende Behauptung klingt natürlich dramatisch – wenn man nicht weiß, welcher Rechentrick dahintersteckt: Nehmen wir an, jemand kauft eine künftige Weizenernte zu einem jetzt fixierten Preis. Das ist ein Derivat, an dem vor allem viele Bauern interessiert sind, weil es sie von Marktentwicklungen unabhängig macht. Das Risiko des Käufers ist also die Differenz zum künftigen Marktpreis. Bei der Berechnung des Derivatwerts wird aber so getan, als ob der Weizenpreis auf Null abstürzen würde. Was natürlich in der Summe aller Derivate einen gigantischen Wert ergibt. Dazu kommt dann noch einmal die gesamte Versicherungssumme, falls sich der Käufer bei diesem Geschäft vorsichtshalber versichert hat. Und dann die Rückversicherung usw. Das wahre Risiko ist aber ein Bruchteil, ob es nun um Weizen oder Aktien oder Indizes geht.

Herr Leitl sollte sich also weniger um die Derivate sorgen, sondern um die Schulden von Republik und Bundesländern. Die sind jedenfalls schon da. Und noch mehr sollte er sich vor den gigantischen Haftungen der Länder fürchten, deren Wert bis heute niemand kennt. Und noch mehr vor den künftigen Verpflichtungen der Pensionsversicherung. Denn die hat lange kräftig kassiert, aber nichts für die Jahrzehnte rückgestellt, da die große Zahl der so wie Leitl alt werdenden Babyboomer frecherweise die versprochenen Pensionen auch kassieren will.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Januar 2013 03:21

    Wenn dem Derivat ein konkret abzusicherndes Warenhandelsgeschäft zugrundeliegt, gehört es zur üblichen kaufmännischen Gebarung.
    Sobald es auf einer sogenannten "Casinowette" beruht, wird die Sache hochriskant und gehört in den privaten Glücksspielbereich, denn mit seinem Privatvermögen sollte jeder tun und lassen können, was er will.

    Wenn jedoch Spekulationen mit öffentlichen Geldern stattfinden und das noch dazu auf Schulden - wie es eventuell in Salzburg und/oder anderen Bundesländern passiert sein könnte - dann hat man die dafür Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Denn dabei handelt es sich nicht nur um Dummheit und Unzulänglichkeit, sondern auch um gefährlichen Größenwahn, weil kein involvierter Politiker über die notwendige Ausbildung bzw. Qualifikation für den derzeit herrschenden (Hochfrequenz-)Finanzhandel verfügt - genau wie der werte Herr Leitl, welcher wie der Blinde von der Farbe spricht.

    Ähnlich liegt die Sache bei den dramatisch steigenden Landes- bzw. Staatsverschuldungen. Da dürfen wechselnde, oft völlig unbedarfte Volksvertreter nach Gutdünken Wahlgeschenke zwecks Machterhalt verteilen, oder gar mit Milliarden jonglieren, ohne daß sie über kaufmännische Grundkenntnisse verfügen und ohne daß ihnen übergeordnete Kontrollorgane ernstlich Einhalt gebieten. Entsprechend steigen Schulden und Haftungen in derart schwindelnde Höhen, daß uns kommende, enorm belastete Generationen wieder einmal zurecht fragen werden, wie konnte das geschehen und warum hat niemand den Anfängen gewehrt? Und solange wir das zulassen, müßte jeder Einzelne von uns bekennen: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa!

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Januar 2013 01:17

    Ich bin alles andere als ein Finanz- oder Wirtschaftsfachmann. Aber dennoch interessieren mich grundsätzlich zwei Fragen: Wenn Länder, der Bund, Gemeinden spekulieren, tun sie es weil sie zu viel oder zu wenig Steuergeld haben?
    1) Wenn sie zu viel Finanzmittel haben und diese Überschüsse zumindest wertgesichert anlegen wollen, wozu nehmen sie diese Gelder vorher überhaupt der arbeitenden Bevölkerung weg? Denn offensichtlich brauchen sie diese Mittel ja gar nicht, um ihren Verpflichtungen dem Bürger gegenüber nachzukommen.
    2) Weil sie zuwenig Steuermittel haben, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können, sind sie unter die Spieler gegangen. Allerdings sind sie dann nicht Spieler sondern Hassadeure. Jeder kleine Kundenbetreuer einer Dorfsparkasse wird sie mitleidig belächeln, wenn sie ihm sagen, sie bräuchten einen Kredit von 1000,- € um im Lotto 2000,- € zu gewinnen.
    Vielleicht wäre den Ländern Salzburg, Wien, Ober- oder Niederösterreich schon gedient, wenn man ihnen eine russische Kugerl-Rechenmaschine (Abacus) spendiert?
    Ceterum censeo: Die Staatsschuldenuhr
    www.staatsschulden.at
    ist leider kein Faschingsscherz.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Januar 2013 01:04

    Warum behandeln wir diese Themen überhaupt noch?
    Es gäbe keine Investmentbanken, keine Derviatflut, keine gigantische staatliche, private und unternehmerische Überschuldung wenn nicht in den 70ern das endlose Gelddrucken gestartet worden wäre; oder anders ausgedrückt die letzte Verbindung zum Gold gekappt wurde.
    Damals wurde das Investmentbanking wieder erlaubt, entgegen den marktwirtschaftlichen Gesetzen! Die Inflation floss in die Aktienkurse, die neuen kreativen Finanzprodukte oder Immobilienblasen. Jetzt kommt das Geld zurück, oder wie Keynes richtig sagte: Langfristig sind wir alle tot!

    Gratuliere! Die Demokratie hat die Wahrheit lange genug vor sich her geschoben, der Zahltag ist in Sichtweite gekommen, nun müssen die Wähler auch für den Wahnsinn, den sie gewählt haben gerade stehen.
    Wie warb Burgstaller in Salzburg beim letzten Wahlkampf: Für saubere und transparente Landesfinanzen!
    Volltreffer, inzwischen ist der Risikoanteil auf rund 10Mrd geklettert (vorläufig!, ich suche noch) und da hat Herr AU recht, das wird nicht auf einmal schlagend, da reicht es wenn ein Prozent umfällt.
    Kleiner Randkommentar: Burgstaller bekam eine Mehrheit für dieses Programm. Kein Journalist fand es der Mühe wert, die offen liegenden Fakten den Bürgern im Wahljahr näher zubringen. Keine Opposition hat, anhand der Fakten, protestiert. Offensichtlich ist diese Art von 'Finanzgebaren' common sense, denn andernfalls hätten wir es mit ausschließlich Deppen und Trotteln in Journaille und Politik (parteiunabhängig) zu tun.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Januar 2013 13:55

    Die linksversiffte Schwafelrunde nimmt einfach nicht zur Kenntnis, daß es allemal besser ist, vorhandenes Geld anzulegen statt auszugeben.

    Herrn Dr. Andreas Unterberger ist vollumfänglich zuzustimmen.
    Linksbesoffene Redensarten ("Spekulation", "Glücksspiel" etc.) ändern daran nichts

    Mag sein daß bei nicht nur vorübergehemdem Überschuß die Steuern gesenkt gehören, aber das ist ein anderes Thema.

    xRatio

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  1. xRatio (kein Partner)
    19. Januar 2013 00:21

    "Denn Sie wissen nicht, wovon sie reden"

    Gilt wie man hier sieht, nicht nur für Politruks etc., sondern auch fast alle Kommentare in der Schwafelrunde.
    Und sowas wählt dann natürlich seine Metzger selber.
    Das Ergebnis ist die Prolokratie die wir haben.

    xRatio

  2. hit-and-run (kein Partner)
    18. Januar 2013 22:02

    @ xRatio, 14:00 Uhr:

    Vollkommen egal, "woher Erträge fließen".
    Definieren Sie doch mal "Realwirtchaft".


    Ich denke, die ihre Popularität einem dumpfen Unmut verdankende Bezeichnung "Realwirtschaft" sollte so zu verstehen sein:
    Jene wirtschaftliche Gebarung, die aus materiellen Komponenten und/oder aus beisteuernden Dienstleistungen ein Produkt gänzlich neuer Art, also eines mit neuer Marktgängigkeit, schafft.

    Das wird gemeinhin als "Wertschöpfung" bezeichnet. - Freilich, wenn man den Begriff Wertschöpfung im Sinne jener Leute definiert, die Sie so gerne als Hurenzunft bezeichnen, kommt Ihrer Frage einige Berechtigung zu. Denn demnach ist Wertschöpfung sogar, wenn Vogt Geßler jemanden anstellt, um dafür Sorge zu tragen, dass sein Hut auf der Stange auch schön artig gegrüßt wird, und um Zuwiderhandelnden Strafgelder aufzubrummen und abzunehmen.

    • hit-and-run (kein Partner)
      18. Januar 2013 22:05

      Ooooh Sry, gehört unter den Beitrag von 13:46 Uhr .... ;-)

    • hit-and-run (kein Partner)
      18. Januar 2013 22:12

      Einfacher ausgedrückt wird unter "Realwirtschaft" das Gegenteil jener Finanzwirtschaft verstanden, die eben nicht mehr an die wirtschaftliche Gebarung anknüpft, und daher aus dieser nicht schöpfen kann, weil sie reinen Wettspielcharakter hat ....

      Capito?

    • xRatio (kein Partner)
      19. Januar 2013 00:09

      @hit-and-run (kein Partner)

      Nö.
      Ihren Geßler-Hut nicht zu grüßen kann aufgrund Gewaltmonopols nur ein Staat oder sonstiger Gewalttäter zur Einnahmequelle machen.
      Hat nichts mit (legalen) Möglichkeiten und dem Verhalten freier Menschen zu tun.

      Jetzt benutzte Floskeln wie "Wertschöpfung" oder "wirtschaftliches" Gebaren helfen nicht aus der Bredouille.
      Objektive "Werte" gibt es nicht, nur subjektive Wertschätzungen.
      Und was heißt schon "wirtschaftlich"? - NICHTS!

      Ihre "Realwirtschaft" im Unterchied zu was auch immer harrt nach wie vor der Definition.

      xRatio

    • hit-and-run (kein Partner)
      19. Januar 2013 21:30

      Hat nichts mit (legalen) Möglichkeiten und dem Verhalten freier Menschen zu tun.

      Es dürfte Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen sein, dass sich meine Postings in diesem Strang nicht über "legale Möglichkeiten" oder dem (typischen?) "Verhalten freier Menschen" verbreiteten.

      Hier geht es um die Definition der Begriffe "Realwirtschaft", "Wertschöpfung", sowie den Hinweis darauf, dass die Wirtschaftswissenschaft jeglichen Umsatz wertfrei als Wertschöpfung erfasst - wohl auch, aber nicht nur, aus Praktikabilitätsgründen. Zur dieser Wissenschaft habe ich mir eine Äußerung in kritischer Distanz erlaubt, ohne freilich unflätig zu werden.

      Überdies sind die der Ausübung staatlicher Zwangsgewalt zugrundeliegenden Ziele sicherlich keine objektiven, sehr wohl aber objektivierte Werte.

    • hit-and-run (kein Partner)
      19. Januar 2013 21:32

      .... Zu dieser Wissenschaft ...

  3. xRatio (kein Partner)
    18. Januar 2013 17:46

    @cmh (kein Partner) 18. Januar 2013 09:24

    "...dass unter den Ökonomen der Anteil der Huren wesentlich höher ist als bei den Naturwissenschaften."
    =====================
    Auf welch unterirdischem "Niveau" sich die linksversiffte Astrologen- und Hurenzunft der "Volkswirte" insgesamt bewegt,
    erkennt jeder, der noch alle Tassen im Schrank hat, bereits daran,
    daß diese staatsgepämperten Hurensöhne der Sozialistinnen

    ausnahmslos

    vor Institutionen auf den Knien rutschen, die laut Satzung
    ("Preisstabilität") ganz unverhüllt dazu da sind, die freie Preisbildung und damit

    die Marktwirtschaft zu zerstören und abzuschaffen.

    Wußte doch schon Lenin:
    „Um die bürgerliche (gemeint: freiheitliche) Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.“

    Alles, was der Hurenzunft zur EZB einfällt, heißt folglich:
    "Mehr davon!"

    Notenpressen gehören in jeden Staat, am besten in jede Stadt und jedes Dorf!!
    Jedem "Volkswirt" seine eigene Notenbank!

    xRatio

  4. Basileos (kein Partner)
    18. Januar 2013 14:02

    "Bei der Berechnung des Derivatwerts wird aber so getan, als ob der Weizenpreis auf Null abstürzen würde".

    Das ist nicht korrekt, sonst würde niemand dieses Forward verkaufen (shorten). Der Barwert des Derivats ist die diskontierte Payofffunktion (erwartete Differenz zwischen Ausübungspreis und tatsächlichem Preis des Basiswertes zur Ausübungszeit). Natürlich geht die errechnete Wahrscheinlichkeitsverteilung davon aus, daß ein extrem volatiler Preissturz mehrere Standardabweichungen vom Erwartungswert liegt und somit eine gerine Wahrscheinlichkeit hat. Falls dieser rare Fall aber eintritt, ist er mit sehr hohem Schaden verbunden, was vor allem Rückversicherern zu schaffen macht. Die Finanz-/Schuldenkrise hat gerade solche Extremfälle häufiger eintreten lassen. Die oft zitierte Black-Scholes Formel zur Berechnung von Optionspreisen beruht auf einigen Annahmen, die über einen sehr langen Erwartungshorizont zutreffen (und auch das nicht immer). An kurzfristigen Liquiditätsproblemen aufgrund extremer Volatilität scheitern Fonds, die langfristig Erträge beinahe sicher erwirtschaften (z.B. LTCM 1998).

    Das hohe Volumen der Derivatgeschäfte im Vergleich zur "Realwirtschaft" (wo wird hier die Grenze gezogen? Ist die Finanzwirtschaft nicht real?) kann einen schon bedenklich stimmen. Derivate dienen in erster Linie als Versicherungen, um sich gegen hohe Volatiliät zu schützen. Kleinere Schocks können so abgefedert werden. Wenn allerdings ein derartiges Volumen undurchschaubar verknüpft ist, kann es sein, daß ein starker, externer Schock große Nachbeben verursacht, die erhebliche Auswirkungen auf ganze Volkswirtschaften haben. Die Explosion dieser Finanzbranche ist ganz klar ein Resultat der Deregulierung der Finanzmärkte ab den 80ern und führt zu höherem Wachstum in Hochkonjunkturen, weil Investitionen weniger riskant werden, da abgesichert, aber auch zu schwereren Folgen, wenn die Versicherungskapazität gesprengt wird. Das ist nunmal der Preise für höheres Wachstum bei geringerem Risiko, there's no free lunch.

    Daß von Politikern und Medien solche schwer verständliche Geschäfte gern als "Spekulation" gebrandmarkt werden, liegt auf der Hand. Die Vorstände von Investmentbanken mit ihren disproporzionalem Reichtum machen es ihnen auch leicht, den Volkszorn auf sie zu richten. In der Tat tätigt diese Branche viele moralisch bedenkliche, aber rechtlich konforme Geschäfte, bei denen bewußt mit asymmetrischer Information gespielt wird (z.B. die Hypothekenvergabe in den USA vor der Krise). Das würde ich auch als Spekulation bezeichnen, wenn nicht als Betrug, und leider ist es ja so, daß die Verantwortlichen nur selten dafür zur Rechenschaft gezogen werden, woraus sich ein Moral Hazard-Verhalten ergibt.

    Jede Investition ist eine Spekulation, so wie jede Kreditvergabe. Gäbe es keine "Spekulation" in diesem übertriebenen Sinne, so könnte die Weltwirtschaft ja zusperren. Es stimmt mich bedenklich, wie hier pauschal Hetze betrieben wird.

    Das Ganze schaukelt sich aufgrund von enorm hohen Wettbewerbsdruck dieser teils börsennotierten Unternehmen auf, jeder ist gezwungen, in der heutigen Niedrigzinslandschaft irgendwo eine Rendite zu finden, um zumindest ins Schwarze zu kommen. Ich möchte damit die tatsächliche Spekulation, die zweifelsohne vonstatten geht, auf keinen Fall rechtfertigen, aber es soll ein Bild hinter die Kulissen des "Casinos" geworfen werden. Wenn noch dazu nur bedingt persönliche, rechtliche Haftung für den Portfoliomanager ins Spiel kommt (schlimmstenfalls ist sein Bonus gering), dann liegt es auf der Hand, das möglichst riskante Investitionen getätigt werden - "wenn es schiefgeht, komme ich ja eh ungeschoren davon" (moral hazard). Daß hier die rechtlichen Rahmenbedingungen aus Audit und Controlling nicht effizient genug greifen, ist der Grund für ein solches Verhalten - auch bei den Salzburgern. Noch mehr teure Kontrollbehörden zu schaffen, ist aber der falsche Weg und schadet nur der Volkswirtschaft und dem Standort. Vielmehr müssen bestehende Kontrollen, die ja auf dem Papier gut aussehen, tatsächtlich implementiert werden und nicht am kollektiven Widerstand der zu Kontrollierenden scheitern, welche massiven finanziellen Druck ausüben oder durch Vitamiin B den Kopf aus der Schlinge ziehen.

    • xRatio (kein Partner)
      18. Januar 2013 14:10

      Jaja, was schief gehen kann geht schief, Sie Schlaumeier.
      xRatio

    • Basileos (kein Partner)
      18. Januar 2013 14:33

      Vor allem, wenn die Verantwortlichen keine Ahnung von der Materie haben.

    • F. V. (kein Partner)
      18. Januar 2013 15:21

      Gottseidank haben Sie eine Ahnung.

      Mit genau diesem logisch klingenden Geräusch und wissenschaftlich daherkommenden Vokabeln wird "Rationalität" vorgegaukelt. Im Wesentlichen handelt es sich um pseudo-legalen Betrug.

      Auch wenn Sie Müll in Weihnachtspapier mit Goldmascherl einwickeln, so bleibt es immer noch Müll.

    • Basileos (kein Partner)
      18. Januar 2013 16:46

      @F. V.
      also haben Sie eine entgegengesetzte Meinung zum Thema Derivate?

  5. xRatio (kein Partner)
    18. Januar 2013 13:55

    Die linksversiffte Schwafelrunde nimmt einfach nicht zur Kenntnis, daß es allemal besser ist, vorhandenes Geld anzulegen statt auszugeben.

    Herrn Dr. Andreas Unterberger ist vollumfänglich zuzustimmen.
    Linksbesoffene Redensarten ("Spekulation", "Glücksspiel" etc.) ändern daran nichts

    Mag sein daß bei nicht nur vorübergehemdem Überschuß die Steuern gesenkt gehören, aber das ist ein anderes Thema.

    xRatio

  6. hit-and-run (kein Partner)
    18. Januar 2013 13:46

    Dennoch redet sogar der Präsident der Wirtschaftskammer davon, dass Spekulation die „größte Bedrohung“ der Weltwirtschaft wäre, weil der Wert der Derivate beim Hundertfachen jenes der Realwirtschaft liege.

    Na hoffentlich hat der Herr Präsident auch die Umsätze aller Lotto/Toto-, Roulette und Pokerrunden (im Hinterzimmer oder Casino) dieser Welt abgezogen, da werden ja gigantische Summen transferiert, freilich ohne dass sich dadurch jemand bedroht fühlen bräuchte - brennt Geld doch bekanntlich nicht an, schon gar nicht bei Spielern!

    Im Ernst:
    Die einzige Gefahr, die sich aus den Geldsummen im Kapitalmarkt ergeben, ist, dass für dieses Geld nicht genug Kapitalnehmer in der Realwirtschaft gefunden werden können, und zwar deshalb, weil Erträge _nur_ aus der Realwirtschaft fließen können, natürlich mit Ausnahme jener "Erträgnisse", die sich aus den Verlusten anderer an Derivat-Spekulationen Beteiligter speisen!

    Leitl sollte besser der EZB und den Anhängern der "Demand-side Economics" Predigten halten.

    • xRatio (kein Partner)
      18. Januar 2013 14:00

      Vollkommen egal, "woher Erträge fließen".
      Definieren Sie doch mal "Realwirtchaft".

      xRatio

  7. Erythrozyt (kein Partner)
    18. Januar 2013 09:45

    EIN GANZ ANDERES THEMA:
    Wer, außer mir - Jahrgang 1952 - hat auch noch keine Aufforderung erhalten betreffend Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht?
    Meine Kinder + Fam. haben den Brief per Post bereits seit einer Woche!

    Und ich denke natürlich nicht, dass das etwas mit dem Hundsdorfer - Sager, die Alten sollen zuhause bleiben - zu tun hat.

  8. cmh (kein Partner)
    18. Januar 2013 09:34

    Ich wurde in den letzten Tagen selber zum Sozialisten, ja sogar zum Kommunisten:

    Daher schreie ich hinaus:

    Expropriiert die Expropriateure!

    Im Augenblick, wo ich dieses schreibe erkenne ich die Doppelsinnigkeit dieses marxistischen Stehsatzes und bleibe konservativ.

    Aber die roten Zocker sollen mit ihrem Privatvermögen haften. Zusammen mit dem Parteivermögen der SPÖ könnten wir dann zumindest die ÖBB sanieren. Vielleicht ...

  9. cmh (kein Partner)
    18. Januar 2013 09:27

    Wenn jetzt alles wieder paletti zu sein scheint, stellt sich dann doch die Frage, warum die Landesgabi weinen musste.

    Wenn es doch begründet war, muss sie gehen.
    Wenn es jedoch nicht begründet war, muss sie auch gehen.

    Burgstaller war ja immer eine Zukunftshoffnung und Vordenkerin der SPÖ! Also ...

  10. cmh (kein Partner)
    18. Januar 2013 09:15

    Was tue ich mit einem Mitarbeiter, der Firmengelder ohne beauftragt zu sein mit hohem Risiko veranlagt, z.B. damit ins Kasino geht, dort ERfolg hat und mit einem Gewinn zurückkehrt?

    Natürlich gehört der Gewinn der Firma. Die Frage ist aber, wie ich diesen Mitarbeiter weiter verwende. Lasse ich ihn z.B. weiterhin die Vollmacht über die baren Mittel der Firma?

    Eine davon zu unterscheidende Frage ist die, ob der Mitarbeiter so tüchtig war und eine derartige Marktübersicht hatte, um den Jackpot zu knacken, oder ob er einfach Glück hatte. Und die Firma mit ihm. Setze ich weiter auf seine Fähigkeiten als Finanzfachmann oder auf die als Glücksritter?

    Natürlich ist die Beschäftigung mit der Zukunft immer Prognose und jegliches Handeln zeigt seinen Erfolg immer erst in der Zukunft. In gewisser Weise ist daher auch das Handeln der Politiker Spekulation auf kommenden Wahlerfolg. Alles aber jetzt als Spekulation zu sehen löst nicht das Problem, sondern definiert es nur weg. Und das ist jedenfalls keine Lösung.

    Es bleibt also für alle Handelnden die Grenzen zu ziehen, ab denen Spekulation zwar immer noch Spekulation bleibt, ab denen aber diese Spekulation nicht mehr zu verantworten ist. Diese Grenzen zu sehen, zu ziehen und dann auch einzuhalten ist die ureigenste Aufgabe des politischen Lenkers.

    All die Ehren und Privilegien die die politischen Lenker zugestanden bekommen, sind nur durch die Bewältigung dieser ureigensten Aufgabe berechtigt. Ein Politiker sollte daher auch die Verantwortung tragen, wenn er Glück gehabt hat.

    • xRatio (kein Partner)
      18. Januar 2013 14:05

      Noch ein Opfer linker Parolen.
      Echtes Glücksspiel ist was anderes als Kauf von Aktien oder "Derivaten".

      xRatio

  11. Francois Villon (kein Partner)
    18. Januar 2013 07:56

    Die Medien berichten, daß die aktuelle Bewertung des Salzburger Spekulations-„Portfolios“ mit fast 75 Mio. positiv sei. – So ein Glück!

    Aber was heißt das schon? Da man ja offensichtlich diese Geschäfte (= Verträge) nicht zu jeder Zeit beliebig beenden kann, ist der virtuelle Status per heute doch völlig nichtssagend. Kein Mensch weiß heute wie sich die Wirtschaft, die Beschäftigung, die Lage in der Welt angesichts des permanenten Säbelrasselns entwickelt, noch weniger, wie die nur per virtuellem Geld (fiat-money aus dem Nichts geschöpft) aufrecht erhaltene Lage im Finanz- und Währungsbereich entwickeln wird.

    Insofern ist allein die Angabe eines im Euro bewerteten Status des „Portfolios“ nichts weiter als ein Taschenspielertrick. Völlig ohne Aussagekraft und Sinn.

    Die Kugel im Roulette rollt ja noch, man kann nur sagen wie groß der Gewinn bei gegebenem Einsatz wäre, bliebe sie auf „13“ stehen. Nur leider weiß man halt nicht, ob sie einem den Gefallen auch tut. Fällt sie auf „14“, so ist es zwar „knapp daneben“, aber der Einsatz halt doch vollkommen verloren.

    Die „Experten“ tun anscheinend so, als gäbe es eine exakte Formel zur Berechnung des vom Aschenputtel zu Gold zu spinnenden Strohs. Dabei berufen sie sich wahrscheinlich auf die von den US-Nobelpreisträgern Merton und Scholes gefundene und preisgekrönte „exakte Formel zur Berechnung des Wertes von Derivaten“. – Aberglaube pseudo-wissenschaftlich verbrämt.

    Die vor einiger Zeit mit ca. 440 Mio. bezifferten Landesschulden wurden in der jüngsten Mitteilung (OÖN 17. 1.) mit ca. 870 Mio. beziffert, ebenso wurde der Umfang der Derivat-„geschäfte“ von einmal genannten 1,8 Mrd. auf über 3,3 Mrd. erhöht.

    Diese quasi zwischen den Zeilen versteckten ganz fürchterlichen Tatsachen verschwinden ja geradezu neben der fetten Überschrift, daß – Gottseidank – das Portfolio mit 74 Mio. € positiv sei.

    In Wahrheit ist alles noch schlimmer als anfangs scheibchenweise zugegeben.
    Und das Politgesindel frohlockt, weil eh nichts passiert sei.

    Anmerkung am Rande: die Unterbergersche Exegese über „Spekulation“ oder wie es zum „Wert“ der Derivate kommt, ist an jämmerlicher Unbedarftheit nicht zu übertreffen.

    • cmh (kein Partner)
      18. Januar 2013 09:17

      Dazu habe ich auch schon wesentlich bessers gelesen.

      Dies nur der guten Ordnung halber, damit die Trolle dann nicht meinen, es gäbe hier nur Einheitsbreimeinung.

  12. xRatio (kein Partner)
    18. Januar 2013 03:43

    Einzig gute Idee
    in diesem Schwafelstrang von Pseudo-Experten bei @dssm 17. Januar 2013 09:10:

    "Eine (gesetzliche; Anm) Krankenversicherung ist sowieso sinnlos, es sei denn wir erreichen den Gipfel der Unmoral und behandeln die eignen Bürger nicht mehr wenn es notwendig ist."

    Bravo!!!
    In der Tat sollte die Wahrung von Leben und Gesundheit der Bürger neben innerer und äußerer Sicherheit zu den zentralsten und selbstverständlichsten Staatsaufgaben gehören.

    Weitergehende Privatversicherungen (FirstClass etc.) sind natürlich jedem unbenommen.
    xRatio

    • xRatio (kein Partner)
      18. Januar 2013 03:53

      Ärzte, Krankenhäuser etc. gehören deswegen aber keineswegs verstaatlicht, sondern allesamt privatisiert.

      xRatio

  13. xRatio (kein Partner)
    18. Januar 2013 03:40

    AU:
    „Jegliches auf die Zukunft gerichtete Handeln ist Spekulation“, wie der Ökonom Peter Brandner glasklar festhält.

    Ach nee, für solche Platitüden brauchts heutzutage nen "Ökonomen"?
    Ich lach mich krank.
    Das bemerkte xRatio schon als Kleinkind, naja jedenfalls als Teenager. :-))

    xRatio

  14. Leopold Koller (kein Partner)
    18. Januar 2013 03:24

    Unsere Spekulanten, die gesetzgebenden sowie die regierenden, haben eben keine Ahnung, dass sie das ganze Land schon lange verspekuliert haben. Jetzt kommen die Glaeubiger, um zu kassieren.

  15. Der Jurist
    17. Januar 2013 16:53

    Auch wenn Herr Leitl Wirtschaftskammerpräsident ist, so ist er doch Politiker. Und unsere Politiker haben im allgemeinen von Wirtschaft - höflich gesagt - wenig Ahnung.

  16. Helmut Oswald
    17. Januar 2013 15:09

    Das, was Politik und eingekaufter Journalismus samt Staatsfunk in Österreich für common sense halten, vom Sozialismus aller Parteien bis zur Zerschlagung der Sicherheitspolitik, vom Import fremder Völkerscharen bis zur Vernichtung der Generationenleistungen via ESM und Unterwerfung unter das Finanzdiktat nach dem Geschmack von Geithner, Goldmann Sucks und Hollande ist doch der schlagende Beweis dafür, das wir inmitten dieser Prolokratie geradezu ausnahmslos von Deppen umgeben sind. Die einzigen, die mit diesem Irrsinn auf Raten mit Verstand umgehen, sind die Hochverräter, die sich durch unterlassene Aufklärung und gezieltes Lügen dafür auch noch die Zustimmung des ahnungslosen Wahlvolkes holen.

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      18. Januar 2013 15:47

      Helmut Oswald
      17. Januar 2013 15:09

      Meine volle Zustimmung!

      Habe ich erst gelesen, als ich meinen Beitrag bereits abgeschickt hatte!

  17. Brigitte Imb
    17. Januar 2013 14:52

    Ich find' das ja echt "geil", daß die Transparenzverkünder und die sozial(istisch) Gerechten, Schwarzgeldkonten zum Spekulieren eingerichtet haben und sich nun auch noch als Landesretter und Aufklärer hinstellen wollen.

    Hält die Staatsanwaltschaft kollektiven "Winterschlaf" wenn es um die Fraktion Rouge geht?

    Burgstaller gehört auf schnellstem Wege zurückgetreten und die steuerzahlenden Bürger sollten ihre Ehrlichkeit überdenken.

  18. A.K.
    17. Januar 2013 12:17

    Als Naturwissenschaftler mit primär mathematischem Hintergrund habe ich bei manchen Aussagen von Ökonomen Probleme. Ein Beispiel dafür bildet heute eine - auch für einfache Menschen wie mich verständliche - Grafik in der „Wiener Zeitung“. Siehe http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/516569_Mit-blauem-Auge-geht-es-weiter.html
    Dort findet sich eine Grafik mit der Überschrift:
    Land Salzburg – Finanzen Ende 2012 (Angaben in Millionen Euro):
    Danach ein Überblick zum
    „Haben“:
    Wohnbaufonds 605, Derivate 451, Bargeld 97, Wertpapiere 1354 – GESAMT: 1902
    Darunter „Soll“
    Wohnbaufonds 605, Verbindlichkeiten 1828 – GESAMT: 1828
    Aus der Differenz zwischen „Haben“ und „Soll“ wird + 74 Mio Euro VERMÖGEN als Ergebnis angezeigt.
    Ganz nebenbei ist noch darunter ein rotes Kästchen
    ORDENTLICHE LANDESSCHULDEN 874 Mio Euro
    ohne Kommentar gezeichnet.
    Die rot geführte Wienerzeitung jubelt in diesem Artikel von R. Göweil, M. Nagl:
    „Salzburger Spekulation bringt Gewinn statt Verlust.“
    - Die Landesschulden sind wohl so „ordentlich“ daß sie nicht gezählt werden – und anscheinend nach Meinung der Ökonomen so unbedeutend sind, daß sie nie zurückgezahlt werden müssen.
    Gegenüber fachfremden Lesern – so wie mich, braucht man ORDENTLICHE LANDESSCHULDEN deshalb im Text nicht einmal zu erwähnen.
    Als mathematisch denkender Leser muß ich wohl noch viel lernen um solche Artikel im Sinne der Schreiber zu verstehen.

    • brechstange
      17. Januar 2013 12:38

      Dazu ein Kommentar von Herrn Kastner aus OrtnerOnline:

      "Ich darf aus dem ‘Expertenbericht zur Finanzlage Salzburgs’ zitieren:

      * ‘Die Verbindlichkeiten des Landes Salzburg im Bereich Finanzmanagement belaufen sich zum 31. Dezember 2012 auf insgesamt 1.828 Millionen Euro (Barwert). Diese Kredite waren dem Landtag und der Landesregierung bis dato nicht bekannt. Die Kredite wurden in den vergangenen Jahren mutmaßlich zum Aufbau des verborgenen Wertpapier-Portfolios aufgenommen.

      * ‘Wie sich bei den Aufklärungsarbeiten ergeben hat, besitzt das Land Salzburg ein bis dato verdecktes Wertpapierportfolio im Gesamtwert von 1.354 Millionen Euro’.

      Auf gut Deutsch: es wurden Kredite geheim aufgenommen, um ein geheimes Wertpapierportfolio zu finanzieren.

      Was man zwischen den Zeilen lesen muss, deswegen aber genauso richtig ist, ist folgendes: DER UNTERSCHIED ZWISCHEN DEM PORTFOLIOWERT UND DEN KREDITEN, DIE DAFÜR AUFGENOMMEN WURDEN, BETRÄGT MINUS 474 MIO EUR.

      Anders ausgedrückt: DIE ‘BIS DATO GEHEIMGEHALTENEN VERLUSTE’ BETRAGEN 474 MIO EUR."

      Wie es ausschaut haben die schon wieder ordentlich getrickst. Ich nehme an, die Sozis setzen alles dran, die Volksbefragung für sich nicht zu stören.

    • cmh (kein Partner)
      18. Januar 2013 09:24

      Die Frage nach den Problemen mit den Aussagen der Ökonomen lässt sich ohne ein Urteil über das Wissensgebiet zu machen einfach damit erklären, dass unter den Ökonomen der Anteil der Huren wesentlich höher ist als bei den Naturwissenschaften.

    • Francois Villon (kein Partner)
      18. Januar 2013 09:33

      Ad brechstange:

      Ihre Beobachtung ist schon richtig und die Subtraktion selbstverständlich auch. Nur die Voraussetzungen sind ungewiß.

      Wer weiß schon wie groß der „Barwert“ der Derivate tatsächlich ist?

      Mit dem ehrenwerten Begriff „Barwert“ tut man so, als hätte man regelkonform erst in der Zukunft liegende Einnahmen zum heutigen „Wert“ festgestellt. Das stimmt aber nur z. B. für besicherte in der Zukunft liegende Kredit-Rückzahlungen bei einigermaßen stabilem Zinsniveau (und Werthaltigkeit der Sicherheiten und/oder Liquidität des Schuldners).

      Der „Wert“ oder Nicht-Wert von Derivaten ist aber davon am wenigsten berührt – und ändert sich unvorherseh- und nicht planbar zu jeder Zeit.

      Hier einen Geld-„Wert“ berechnen zu wollen hat denselben „Wert“, wie die Formeln zur Berechnung von „künftigen“ Roulette-Zahlen.

      Dafür haben die US-„Ökonomen“ Robert Merton und Myron Scholes zwar den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bekommen, aber trotz des Besitzes dieser „exakten Formel“ hat der von ihnen gemanagte „Fund“ eine Mega-Pleite hingelegt.

    • xRatio (kein Partner)
      18. Januar 2013 17:52

      @cmh (kein Partner) 18. Januar 2013 09:24

      "...dass unter den Ökonomen der Anteil der Huren wesentlich höher ist als bei den Naturwissenschaften."
      ===================================
      Auf welch unterirdischem "Niveau" sich die linksversiffte Astrologen- und Hurenzunft der "Volkswirte" insgesamt bewegt,
      erkennt jeder, der noch alle Tassen im Schrank hat, bereits daran,
      daß diese staatsgepämperten Hurensöhne der Sozialistinnen

      ausnahmslos

      vor Institutionen auf den Knien rutschen, die laut Satzung
      ("Preisstabilität") ganz unverhüllt dazu da sind,
      die freie Preisbildung und damit

      die Marktwirtschaft auszuhebeln und abzuschaffen.

      Wußte doch schon Lenin:
      „Um die bürgerliche (gemeint: freiheitliche) Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.“

      Alles, was der Hurenzunft zur EZB einfällt, heißt folglich:
      "Mehr davon!"

      Notenpressen gehören in jeden Staat, am besten in jede Stadt und jedes Dorf!!
      Jedem "Volkswirt" seine eigene Notenbank!

      xRatio

  19. socrates
    17. Januar 2013 10:17

    Die Bankenmafia gehört ausgebremst, jeder soll Kredite vergeben dürfen!
    Die Urheberrechtsmafia, die ohne Arbeit unter dem Deckmäntelchen der Kunst eine neue Steuer einführen will, gehört ebenso ausgebremst.

    Die Amis reagieren sofort, aber unsere Zeitungen sind auf Waffenverbot programmiert und berichten nur darüber, auch wenn keiner ein Sturmgewehr verwendet hat, gehört es verboten. Wirtschaftsverbrecher bleiben unverfolgt.

    Congresswoman introduces ‘Aaron's Law’ to honor Swartz
    In the wake of computer genius Aaron Swartz’ untimely death, some US lawmakers are advocating that the government make changes to the federal statutes that the hacker is alleged to have violated before taking his own life.

    Swartz, 26, died last week of an apparent suicide. Had he lived, Swartz was expected to stand trial later this year to face a multitude of counts related to a laundry-list of so-called criminal activity the United States government alleged he engaged in. If convicted, Swartz stood to spend 35 years in prison.

    Citing broad prosecutorial outreach, Aaron’s father said during his son’s funeral on Tuesday, “Aaron did not commit suicide but was killed by the government.”

    The death of Aaron Swartz is an unfortunate catalyst to prompt discussion, but has proved to be a powerful one nonetheless. Only four days after his passing, Rep. Zoe Lofgren (D-California) announced on Reddit — a website that Swartz himself is credited with co-founding — that she’s proposing a series of changes to the US Computer Fraud and Abuse Act, or CFAA [PDF].
    http://rt.com/usa/news/swartz-cfaa-aaron-law-148/

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Januar 2013 10:48

      Aaron Swartz's JSTOR-Causa, in der er vor seinem Freitod angeklagt war, war kein Urheberrechtsfall, es ging um Computerkrimialität, vor Gericht zitiert wurde er wegen Eindringens in ein öffentlich-rechtl IT-System (Bibliothekssystem). Und Computerkriminalität wird nicht einfach wegen Verlagen oder sonstigen Verwertern vorangetrieben, man denke an WIKI-Leaks!

      Ich zitiere aus der englischen WIKIPEDIA:
      In 2011, the New York Times wrote of the case: "A respected Harvard researcher who also is an Internet folk hero has been arrested in Boston on charges related to computer hacking, which are based on allegations that he downloaded articles that he was entitled to get free.

      Die heruntergeladenen Artikel waren also kostenlos abrufbar, allerdings nur für die akademische "Community" mit Zugangsberechtigung.

      Swartz hatte ein psychisches Problem, er litt an Depressionen.

      -----------------------------
      Quellen:

      http://crln.acrl.org/content/72/9/534.full

      http://de.wikipedia.org/wiki/Aaron_Swartz

      http://en.wikipedia.org/wiki/Aaron_Swartz

    • socrates
      17. Januar 2013 12:07

      Bleiben Sie bei "copy and paste", sinnerfassend englisch lesen ist nicht Ihres.
      Gerade wird das Gesetz geändert, wie das Waffengesetz.
      Das CFAA wird geändert, das MIT startet eine Untersuchung wegen dunkler Vorgänge. Wenn Dateninhalte (=Bücher) einer öffentlich zugänglichen Bibliothek freigestellt werden, so nennen das die Copyrightsaugerln Computerkriminalität, weil das so kriminell klingt und sie schneiden wollen. Im Prinzip ist es dasselbe wie wenn ich mir von der Zenrtalbibliothek ein Buch ausborge und es einem Kollegen lesen lassen. Wo ist Verbrechen, wo ist Opfer?
      Miese Pocher wollen das nicht verstehen.

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Januar 2013 12:53

      Bleiben Sie bei "copy and paste", ...

      Sind Sie vielleicht ein Papagei? Wer kopiert denn hier en masse externe Inhalte in's Forum?

      ..., sinnerfassend englisch lesen ist nicht Ihres.
      Gerade wird das Gesetz geändert, wie das Waffengesetz."


      Und ??? Was ändert das an meinen Aussagen zum Fall Swartz?

      Dass das Gesetz geändert wird, ist den Hysteriekampagnen bestimmter Personen zu verdanken, die sich schamlos an der Uninformiertheit der Leute schadlos halten.

      Lesen Sie einmal, was der Anlass zur Verschärfung der IT-Kriminalitätsgesetze war, etwa im nochmals angebotenen link:

      http://crln.acrl.org/content/72/9/534.full

      Und weil Sie es noch immer nicht bemerkt haben: Ich habe mich nicht zu den Meriten der Gesetzgebung zur Computerkriminalität geäußert, nur über den Fall Swartz und dass der Anlass eben nicht das Urheberrecht war.

      Dem obigen link - den Sie sicher nicht anklicken - ist zu entnehmen:

      This is a relatively new model of criminal liability, growing out of a piece of legislation from 1986 (the Computer Fraud and Abuse Act) that prohibits unauthorized access to computer networks. Starting in the early 2000s, prosecutors in some cases began arguing that any access to a computer network in violation of its terms of use is “unauthorized” access, and can amount to federal computer fraud. This strategy has been hotly contested by legal scholars and many in the technology and Internet sectors, because under this theory, criminal liability can arise regardless of the actual terms in the terms of use, and without regard for whether they match up with any other commonly understood elements of criminal behavior.

      Aber selbst wenn es um Urheberrechtsinteressen ginge, liegen Sie falsch, weil das Urheberrecht den Interessen der Schaffenden dient, die von Medienhäusern & Verlagen vorfinanziert werden. Keine Verlage, keine Vorfinanzierung - nicht zuletzt auch des Marktauftritts, so einfach ist das.

      Und die Schaffenden müssten statt kreativ zu werken arbeiten gehen, natürlich außer diejenigen, die ohnehin eine öffentlich-rechtliche Anstellung haben.

    • socrates
      17. Januar 2013 13:31

      Ökonomie-Vergelter
      Dass das Gesetz geändert wird, ist den Hysteriekampagnen bestimmter Personen zu verdanken, die sich schamlos an der Uninformiertheit der Leute schadlos halten.
      Sie meinen sicher das Waffengesetz! Oder gehören Sie zu den Waffenbesitzern und Ausnahmen?
      Der Anlaß war das Urheberrechtsgesetz, denn er hat Bücher via Computer frei zugänglich gemacht. In der Eigenart der US-Justiz, die DSK nicht wegen Vergewaltigung anklagt, der aber 6,000.000$ für genau dieses Vergehen,die Vergewaltigung, zahlt, kennen Sie sich besser aus.
      Unwidersprochen bleibt, daß die nicht Künstler 98% erhalten! Die Saugerln sind kreative Diebe.

    • Ökonomie-Vergelter
      18. Januar 2013 14:27

      ..., daß die nicht Künstler 98% erhalten!

      Aber, aber - selbst wenn es so wäre, gibt es dagegen doch eine einfache Abhilfe: Der Eigenverlag!

      Also:
      Freundschafts- und Verwandtschaftssammlung starten, um die Vorarbeiten zum Werk und den Marktauftritt berappen zu können. - Die Alternative von Bankkrediten - igittigitt, noch ein Saugerl, hier durch Zinsen - wollen wir natürlich nicht ernsthaft in's Auge fassen, gelt?

      Das Werk gegen freiwillige Spende vertreiben, um gegen den ausbeuterischen Kapitalismus zu protestieren!

      Keine Zwischenhändler heranziehen, weil die ja auch von etwas "saugen" müssen.

      Großmutter & sonstige Angehörige einspannen, um die Buchhaltung und den Versand zu organisieren. Denn sind die Einnahmen noch so klein, will die Finanz doch informiert sein!

      Meinungsverschiedenheiten über Zahlungen mit "saugenden" Zulieferern oder mit Bedenkenträgern (etwa über die künstlerische Aussage) über uneigennützige Menschenrechtsanwälte austragen, weil die Mitteln anders nicht reichen ...

    • socrates
      19. Januar 2013 09:05

      Öko-ver
      Wieder einmal Unsinn! Sie agieren als Nebelwerfer.
      Der Eigenverlag bewahrt niemand von der Abgabe auf Festplatten, CD´s, PC´s, Speichermedien, Zwangsgebühren, usw.
      Mit Ezzes bin ich versehen, ich habe welche zum Abgeben!

    • Ökonomie-Vergelter
      19. Januar 2013 21:09

      Das natürlich nicht, aber der Eigenverlag bewahrt Künstler & Schriftsteller davor, nur zu 2 %, wie Socrates unspezifisch behauptete, an den durch ihr Schaffen generierten Umsätzen beteiligt zu sein.

      Er macht also, zumindest theoretisch, Urheber davon unabhängig, dass an Medienhäusern, die dem Urheber Verwertungsrechte gegen Vorfinanzierungen/Vorleistungen abgekauft haben, Gelder aus Urheberrechtsabgaben weitergeleitet und lediglich evtl, je nach Vertragsgestaltung, an den Schaffenden weitergereicht werden.

      So war das zu verstehen, für diejenigen, die verstehen wollen.

    • socrates
      20. Januar 2013 10:10

      So war das zu verstehen, für diejenigen, die verstehen wollen.
      Sie behaupten nicht unspezifisch, aber Sie können es nicht widerlegen. Dann wäre es einfach und Sie hätten gewonnen, noch schlimmer, „Gelder aus Urheberrechtsabgaben weitergeleitet und lediglich evtl, je nach Vertragsgestaltung, an den Schaffenden weitergereicht werden.“ Da ist nix auch drinnen!
      Medienhäusern, die dem Urheber Verwertungsrechte gegen Vorfinanzierungen/Vorleistungen abgekauft haben, nehmen auch Gelder, nachdem die Nutzungszeit durch rückwirkende Gesetze verlängert wurden und für die sie keine Verträge haben, also gegen Demokratie und Rechtssicherheit, eine Abzokke durch gekaufte Politiker.
      Theoretisch ist viel denkbar was nicht funktioniert, und Abgeben auf Speichermedien werden nur in einigen Ländern eingehoben, wo Leute wie Sie die Staatsbürger mangels Demokratie ausnehmen.

    • Ökonomie-Vergelter
      20. Januar 2013 21:48

      ... wo Leute wie Sie die Staatsbürger mangels Demokratie ausnehmen.

      Geht's noch? Socrates Kinderstube lässt zu wünschen übrig. Meine Wenigkeit, die er mit Jauche überschütten, hatte überhaupt keinen Einfluss auf die Gesetzesentwicklung, und nach meiner bescheidenen, wiewohl unmaßgeblichen Ansicht ist die Urheberrechtsabgabe nur die zweitbeste Lösung nach ordentlichen Urheberrechtsvorkehrungen.

      Wenn die Verlage Gelder aus der Urheberrechtsvergütungsabgabe erhalten, dann immer aufgrund von Vorhaben, die sie finanziert haben. Der Verteilungsschlüssel kann dabei naturgemäß nicht exakt sein. Vergütungen für Werke im Eigenverlag erreichen dabei den Eigenverleger!

      Socrates hätte natürlich lieber, dass Medienhäuser Künstler und Schriftssteller nicht vorfinanzieren können, weil daraus keine Erträge mehr erzielbar sind, und dass daher nur mehr jene "künstlern" und schrifstellern können, die vom großen Vorsitzenden ein festes Gehalt zugesprochen bekommen, also in öffentlich-rechtlichen Diensten stehen. Socrates zufolge sollen wohl die Künstler und Schrifsteller für alle ihnen eigenen Leistungen unentgeltliche Sklavendienste für die breite Masse erbringen, weil keiner mehr zur Zahlung verpflichtet ist - nicht bloß die Raubkopierer, sondern alle. - Verstehe!

    • Ökonomie-Vergelter
      20. Januar 2013 21:49

      ... überschüttet ...

    • socrates
      21. Januar 2013 09:07

      Öko-Ver
      Es gab eine Kunst vor der GEMA, etc. Die war,wie der freie Markt zeigt, besser. Wenn man das Gesetz über "Verkürzung über 50% des wahren Wertes " anwendet, ist der Spuk rasch vorbei. Sei bieten keine Zahlen, keine Daten, keine Hardware, nur Software mit eigenkreierten Begriffen. Dei 98% sind unwidersprochen. Wir könnten darüber demokratisch abstimmen, oder haben Sie Angst davor?
      Heute haben wir Staatskünstler, die von den Abkassierern ernannt und eingestuft werden, in welche Vergütungskategorie sie kommen und mit Steuern bezahlt werden, wie im Kommunismus. Die Funktionäre sind heute Saugerln.

    • Ökonomie-Vergelter
      21. Januar 2013 12:57

      Socrates hat auch nur eine Prozentzahl genannt, ohne Quellenbezug. Jetzt reicht er blauäugig die Versicherung nach, die Zahlen seien unwidersprochen (außer von meiner Wenigkeit, die natürlich nicht zählt), ergo müssen sie stimmen.

      Wenn Socrates Genaueres über die Vorgehensweise bei der Urheberrechtsabgabenvergütung in Erfahrung bringen möchte, so kann er dies leicht unter www.literar.at nachrecherchieren.

      Nach meinem Kenntnisstand werden die Quoten nach mehreren objektiv ermittelbaren Parametern wie Verkaufszahlen, Abfragen in Bibliotheken, Kopienfrequenzen bei den dort aufgestellten Kopierern und dgl ermittelt. Natürlich können die Quoten trotzdem nicht hundertprozentig genau sein, sie stellen Näherungswerte dar.

      Ich möchte abschließend noch konkretisieren: Diejenigen, die wortreich dafür eintreten, dass jede geistige Schöpfung gemeinfrei sei, und die Gesellschaft mit vielen nützlichen Werken eigenen Schaffens kostenlos bereichern (vor allem mit Gratissoftware), sind meistens Leute, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen und daher nicht darauf angewiesen sind, ihren Lebensunterhalt von einer Nachfrage zu bestreiten. Diese Leute meinen es meist gut, sie haben aber eine verzerrte sozio-ökonomische Wahrnehmung.

    • socrates
      22. Januar 2013 11:35

      Öko-Ver
      Ihre Wenigkeit, Sie argumentieren „ad hominem“. Schon die Sophisten lehrten, daß dies in Diskussionen verboten ist. Sie greifen mich mehrmals namentlich an, also sind Sie ein ganz mieser Pocher. Wenn Sie bei mir eine (falsche) Berufszugehörigkeit annehmen und mich auf Grund dieser verurteilen, benehmen Sie sich wie die Nazis: „Er hat Unrecht, denn er ist ein Jud!“ Beweis ist nicht erforderlich. Das kennen wir schon.
      Meine wohlrecherchierten Zahlen können Sie nicht widerlegen. Ebenso nicht, daß von 800Mrd Menschen 799,5Mrd keine Abgaben auf Speichermedien, Videorekorder, PC, Kopierer, usw. keine Abgaben zahlen. Sind die alle im Unrecht? Gibt es dort keine Künstler? Wer zahlt in Israel?

    • Ökonomie-Vergelter
      22. Januar 2013 22:26

      Socrates hat eine faktische Bildungslücke. Bezugnahmen auf Aussagen und Aktionen des Diskussionsgegners sind nicht schon das, was als "ad hominem" geächtet wird.

      "Ad hominem" bedeutet vielmehr, in Auseinandersetzungen über einen Sachverhalt, dessen Bewertung, oder dessen Behebung das Argument über - behauptete - persönliche bzw charakterliche Unzulänglichkeiten des Gegenübers an die Stelle der sachlichen Argumentation zu setzen.

      Dazu gehört freilich nicht schon, die Unzulänglichkeit der Argumentation des Gegenübers aufzuzeigen oder dessen Widersprüchlichkeiten anzusprechen.

      Socrates glaubt, ich sähe in ihm einen Anführer oder Verantwortlichen der modernen Piraterie. - Geht aber aus keinem meiner Worte hervor!

      "Ad hominen" ist vielmehr das, was Socrates in meine Richtung gehend hier unlängst ausgespien hat:

      ... wo Leute wie Sie die Staatsbürger mangels Demokratie ausnehmen.

    • socrates
      22. Januar 2013 22:52

      Öko-Ver
      "Ich möchte abschließend noch konkretisieren: Diejenigen, die wortreich dafür eintreten, dass jede geistige Schöpfung gemeinfrei sei, und die Gesellschaft mit vielen nützlichen Werken eigenen Schaffens kostenlos bereichern (vor allem mit Gratissoftware), sind meistens Leute, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen und daher nicht darauf angewiesen sind, ihren Lebensunterhalt von einer Nachfrage zu bestreiten. Diese Leute meinen es meist gut, sie haben aber eine verzerrte sozio-ökonomische Wahrnehmung."
      Unter einem argumentum ad hominem (lateinisch „Beweisrede zum Menschen“) wird ein Argument verstanden, in dem die Position oder These eines Streitgegners durch einen Angriff auf persönliche Umstände oder Eigenschaften seiner Person angefochten wird.

  20. Erich Bauer
    17. Januar 2013 10:06

    (Zitat: AU) - "...„Jegliches auf die Zukunft gerichtete Handeln ist Spekulation“..."

    So ist es. Der sich aufbauende Finanz-Tsunami allerdings, hat sich zu einem Selbstläufer entwickelt... Die Politik hat "interessiert" zugesehen als er sich selbst die "idealen" Voraussetzungen geschaffen hat:

    - globale Vernetzung
    - positive Rückkoppelung
    - Innovation
    - Gier

    Was tut man? Die "big-to-fail"-Theorie (der ESM läuft irgendwie, letztlich auch darauf hinaus) scheint da mehr eine Notmaßnahme zu sein. Möglicherweise um Zeit zu gewinnen. Die Politik posaunt dann beruhigend hinaus: "Die Finanzmärkte sind wieder in Ordnung!"

    Natürlich sind dann die "Finanzmärkte" wieder in Ordnung... Die Finanz-Akteure blasen daraufhin ihr "Ding" noch mehr auf, kassieren die Boni und haben die Gewißheit, daß alles abgedeckt wird... So gesehen sind das gar keine "Spekulanten" mehr! Man muß sich nur noch in die Schlange vor dem "Zahlungsoffizier" einreihen...

    • Diaboli Advocatus
      17. Januar 2013 11:11

      @Erich Bauer

      Österreich hat mit der Bildung der Österreichischen Clearing Bank (OECAG) einen durchaus praktikablen Weg beschritten. Es handelt sich eigentlich um das Gegenteil des "Bad Bank" - Konzepts. Die OECAG ist mit Garantien und Eigenmitteln ausgestattet, so dass sie kurzfristig Geld in Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro an Banken bereitstellen kann.

      Als "Good Bank" geniesst sie das Vetrauen in den Interbankensektor. Somit werden die Institute dazu bewegt, überschüssiges Geld meistens auf Tagesbasis sicher anzulegen. Diese Liquidität wird dann wieder Banken zur Verfügung gestellt, die eine kurzfristigen Geldbedarf haben. Sohin gibt es keine toxischen Anlagevermögen. Die Risiken sind für alle transparent und nachvollziehbar. Die Clearing Bank als "Good Bank" vertrauenswürdig.

      Dem so benannte Finanz-Tsunami mit Spekulationsverboten entgegenzutreten ist reiner Humbug. Mit Transparenz allein ließe er sich bereits ziemlich abflachen. Das wollen viele Finanz-Jongleure nicht. Sie haben ihre guten Gründe dafür. Die Politik ist gefordert. Sie hätte schon spätestens Anfang der 90er Jahre eingreifen müssen.

    • Erich Bauer
      17. Januar 2013 11:28

      Diaboli Advocatus,
      "...Anfang der 90er Jahre eingreifen müssen..."

      Aber ich bitte Sie... das quietschen doch sofort die "Liberalen"...

    • Diaboli Advocatus
      17. Januar 2013 11:39

      @Erich Bauer

      Es gibt Dinge die darf man nicht den spitzfindigen "liberal" moralists überlassen.

  21. socrates
    17. Januar 2013 09:59

    Wenn Maxi einen Kredit aufnimmt und ins Casino geht, dort spekuliert und verliert, ist nicht das Casino schlecht. Aber Maxi gehört in den Hungerturm. In vielen Staaten ist die Spekulation "Casino" verboten oder zumindest stark reglementiert. Die Casinobetreiber, Mafia, Indianer, Las Vegas,.... leben gut davon und schützen sich mit Gewalt.
    Wenn die Maxibank einen Kredit aufnimmt und an die Börse geht, dort spekuliert und verliert, kann sie das von der Steuer absetzen und wird "gerettet".
    Maxi schadet nur sich selbst, die Maxibank ruiniert unser Wirtschaftssystem.
    Es ist weder die Börse noch die Spekulation schuld, die Verlierer aber gehören samt und sonders in den Hungerturm!

    • GOP
      17. Januar 2013 10:08

      Maxi bekommt normalerweise von seiner Maxibank nur dann einen Kredit, wenn er Sicherheiten (Grundeigentum, Bürgen o.ä.) vorweist. Wenn die Maxibank fahrlässig Kredite vergibt, welche sich dann als "faul" (= uneinbringlich) herausstellen, dann müssen diese Verluste von den Bankeigentümern, z.T. auch von den übrigen Bankkunden durch höhere Gebühren und vor allem - wie Sie richtig erwähnen - vom Staat aufgebracht werden. Denn meist heisst es dann: Too big to fail!".

    • socrates
      17. Januar 2013 10:22

      GOP
      "Hungerturm" heißt, er muß mit seinem Vermögen haften. Wenn das nicht reicht, bekommt er fahrlässige Krida aufgebrummt. Im besten Fall ist er dann in München oder an der Côte d´azure, Kleinmaxi aber im Häfen. Sanieren darf nicht vorkommen!

    • socrates
      17. Januar 2013 10:24

      Wenn der Staat haften soll, dann brauchen wir eine Staatsbank, die ihrerseits Kredite an die anderen Banken vergibt und auch an PRIVATE.

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Januar 2013 10:44

      Es gibt in Österreich keine Bank, die überwiegend wegen Derivatspekulation in's Trudeln gekommen ist - außer vielleicht die Kommunalkredit.

      Unsere Banken sind wegen notleidenden Krediten in Süd- und Südosteuropa in Schwierigkeiten geraten.

      Teilweise auch wegen CDO's, also gebündelten Risikoanleihen, die als wenig riskant ausgewiesen waren, aber nicht wegen - etwa - CDS's oder dergleichen.

      Und die meisten Banken, die Partizpationskapital aufgenommen haben, sind auch nicht ernsthaft in's Trudeln geraten, sondern hatten lediglich eine zu geringe Eigenkapitalquote für das ab 2007 im Zuge von Basel II obligatorische Richtmaß.

    • socrates
      17. Januar 2013 12:19

      Ökonomie-Vergelter
      Sonja Kohn und die Medici Bank übersehen Sie galant, habe Sie etwas gemeinsam?
      Alle Banken sollen Pleite gehen, auch wenn sie einer Religion angehören.
      Wie die Pleitepapiere heißen, ist dabei vollkommen egal, wie sie gelten auch.
      Der Mann, der aus dem 20. Stock sprang, sagte bei jeder Etage: "Bisher ist alles gut gegangen."
      Wer am Risiko verdient, muß dafür haften!

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Januar 2013 12:57

      Wer am Risiko verdient, muß dafür haften!

      Ich habe nichts Gegenteiliges behauptet.

    • socrates
      17. Januar 2013 13:37

      „Wer am Risiko verdient, muß dafür haften! Ich habe nichts Gegenteiliges behauptet." Klar, Sie arbeiten mit Halbwahrheiten.
      Die Falsifizierung Ihrer Theorien von 10.44 übersehen Sie mit Tunnelblick.
      So eine Diskussion ist sinnlos.

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Januar 2013 16:50

      Habe in 10:44 darauf hingewiesen, dass es in Ö keinen durch Derivat-Spekulationen herbeigeführten Bankenkrach gibt, ausgenommen vielleicht die Kommunalkredit. (Wenn ich dabei die Bank Medici vergessen habe, die ja dem Steuerzahler nicht in der Tasche liegt, so ist das völlig irrelevant!)

      Relevant ist:
      Inwiefern diese Aussage dem entgegenstehen soll, dass jeder für seine eigenen Risken haften soll??? - Ist wohl politische Esoterik seitens einiger Agitatoren ...

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Januar 2013 17:15

      Und auch die Medici-Bank/b> ist an Wertpapieren zugrunde gegangen, die von Wirtschaftstreuhändern fälschlicherweise als kreditwürdiger eingestuft wurden, als es den Tatsachen entsprach. - Also keineswegs an Derivatspekulationen, allenfalls - was Studium der Sachlage erfordert - durch Beteiligung an einem Betrugskomplott (wg Madoff-Kontakten).

      Googeln Sie einmal unter CDOs, bevor Sie scharkantige Aussagen in der Attitüde eines Staatsanwalts machen!

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Januar 2013 17:16

      Hoppala - Pardon, das war unbeabsichtigter Fettdruck, sollte jetzt wieder passsen.

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Januar 2013 17:22

      BErichtigung:

      Medici-Bank war ja das Madoff-Pyramidenspiel (wissentlich oder unwissentlich mitgespielt), da habe ich mich vergriffen. - Ob Medici auch was mit CDOs zu tun hatte, entzieht sich meiner Kenntnis.

      Jedenfalls waren bei Medici "Bolidiga" im Aufsichtsrat ...

    • socrates
      17. Januar 2013 19:03

      Öko-Ver
      Relevant ist:
      Inwiefern diese Aussage dem entgegenstehen soll, dass jeder für seine eigenen Risken haften soll??? - Ist wohl politische Esoterik seitens einiger Agitatoren ...
      Das verstehe ich nicht. Schade um die Zeit!

  22. XICY
    17. Januar 2013 09:22

    Diese Diskussion um die sogenannte Spekulation ist viel zu unspezifisch, um irgendwie sinnvoll zu sein. Eine sinnvolle Wortmeldung zum Thema würde voraussetzen, dass man sich sehr genau anschaut, was tatsächlich gemacht worden ist. Ein Kriterium für die Beurteilung wäre m.E. die Prüfung der gewählten Finanzinstrumente auf Tauglichkeit zur Risikominimierung - und zwar aus der Sichtweise jenes Zeitpunkts, an dem die sogenannte Spekulation begonnen hat. Hinterherbeurteilungen sind unfair und unsinnig.

    • phaidros
      17. Januar 2013 09:38

      Andererseits müssen Sie zugeben, dass es hinterher viel, viel einfacher ist, die visionären Genies von den malevolenten Verbrechern zu unterscheiden! ;-)

    • dssm
      17. Januar 2013 12:27

      Der schwarze Schwan! Kein vernünftiger Mensch geht in diese Art Spekulation, denn, wie der LIBOR Skandal zeigte, es gibt ein Gegenüber, welches ein bisschen mehr weiß.
      Glauben Sie wirklich, daß die Banken, welche bei den gegenständlichen Währungsgeschäften die Partner waren, ihr direktes Wissen, welches von den Notenbankgeschäften kommt, nicht zur Gewinnmaximierung einsetzen?

    • XICY
      17. Januar 2013 13:33

      @ phaidros
      Besonders merkwürdig ist der Herr Finanzlandesrat. Der hat sich innerhalb weniger Tage vom armen, betrogenen und hintergangenen, jedoch grundsoliden Politiker zum supercleveren Finanzjongleur gewandelt.

      @dssm
      Ich bin sicher nicht der große Finanzexperte. Aus meiner Perspektive schließe ich allerdings nicht aus, dass manche Derivate zur Risikobegrenzung durchaus sinnvoll sein können. Auch Währungsspekulationen können m.E. sehr wohl sinnvoll sein. Auch die Goldreserven der ÖNB fallen letztlich in diese Kategorie. Mir erscheint es ja auch ein Witz zu sein, dass Aktien (z.B des DAX) als hoch spekulativ gelten, Staatsanleihen hingegen als sicher. Man muss dabei gar nicht an die PIIGS denken, es reicht, wenn man die Geldproduktion der EZB und die Schuldenpyramide betrachtet, die durch die Super-Schirme entstanden ist.

      Diese überdrüber cleveren Spezialkontrakte, die da mit irgendwelchen Banken abgeschlossen worden sind, haben sich bisher aber immer als Flop erwiesen. In Linz, in St.Pölten und anderswo. Diese Dinger sind anscheinend nicht frei handelbar, somit ist auch ein akueller Wert nicht seriös bestimmbar. Die jetzt publizierten Papier-Werte scheinen mir daher Schall und Rauch. Wenn sich der Medienrummel gelegt hat, wird man dieses Zeug vermutlich irgendwie entsorgen und die sogenannten "ordentlichen Schulden" werden sich entsprechend erhöhen.

    • dssm
      17. Januar 2013 19:00

      @XICY
      Völlig richtig, eine Währungsabsicherung kann einem Exporteur das Leben retten. Denn es sichert ein reales Grundgeschäft!

      Ganz anders bei der Mannschaft der SpekulationsParteiÖsterreichs. Da gibt es kein reales Grundgeschäft.

  23. Josef Maierhofer
    17. Januar 2013 09:16

    Leitl ist ein österreichisches Problem.

    Er kann, wie viele Österreicher, nicht erkennen, welche Konsequenzen das linke Handeln und das Abweichen vom Weg der Tugenden, das Gutmenschentum für alle hat.

    Dazu zur Erinnerung, denn das ist das gesammelte 'Ergebnis':
    www.staatsschulden.at
    www.verwaltungsreform-jetzt.at

    Sogar die linken Medien mussten heute über Salzburg berichten und zugeben, dass zwar die Spekulationen derzeit (noch) nicht im Minus sind, aber die Landesschulden der 'Bolidig' gar nicht bewusst waren und man Millionen mit Milliarden verwechselt hat in den Berichten.

    Darum meine ich, Parteien liefern keine Experten, sondern politischen Abfall, der lange genug in den Parteien herumgelegen ist und meine dazu, dass man Ministerien und Landeseinrichtungen nicht mit Politikern besetzen dürfe, sondern nur mit wirklichen Fachleuten, die den politischen Willen der jeweiligen Parlamentsergebnisse umsetzen.

    Der politische Fehler ist die Parteipolitik, die gemacht wird, statt Sachpolitik, der politische Fehler ist die Klientelpolitik, die gemacht wiord auf Kredit, auf Schulden, bloß um wieder gewählt zu werden, der politische Fehler ist die persönliche Bereicherung der meisten Politiker als Hauptmotiv, etc., etc.

    Dr. Unterberger schreibt völlig richtig, es sind die Schulden, die drücken, und die Spekulationen, die die Politik derzeit selektiv verdammt, wenn sie von Banken und 'Reichen' redet, während sie selber solche Taten mit Steuergeld, also nicht einmal mit ihrem eigenen Geld, begeht und damit alle Österreicher in den Schuldenturm wirft, während sie solche Taten medial verschweigen lässt, denn Salzburg und Kärnten sind die bisher einzigen eher bekannteren Fälle, viel schlimmer ist Niederösterreich und die Selbstbedienung einer Claudia Schmied bei den 'Hypos'. Wann wird er erkennen, dass nicht die Banken allein spekulieren, was sie als ordentliche Kaufleute auch nicht dürften, sondern, dass es hauptsächlich die Politik ist, die dazu treibt und es selbst auch tut und dann natürlich auch Private und Klientel, die aber alle schon ihr Lehrgeld bezahlt haben, jetzt müssen sie 'nur noch' die Spekulationen der Politik und der Banken zahlen ...

    Wann wird Herr Leitl endlich einsehen, dass die Feudalpensionen, die sich die Politik und ihre Klientel anmassend und räuberisch zugestanden haben nicht finanzierbar sind, wann wird er kapieren, dass die Erhaltung der Arbeit in Österreich das Wichtigste für die Menschen hier ist und dass das Soziale so lange nebensächlich ist, solange die Schulden ständig vergrößert werden, wann wird er kapieren, dass die aufgeblähte Verwaltung auf mindestens die Hälfte reduziert werden muss und dass die aufgeblähten staatlichen und stattlichen Beamtengehälter und -pensionen nicht in Ordnung sind und unfinanzierbar, wann wir er erkennen, dass unsere Gesetzgebung ausgeufert ist und die meisten Gesetze unnötig sind, sie wurden ja hauptsächlich für Parteienklientel gemacht, wann wird er erkennen, dass die Parteien Österreich ruiniert haben und dass er eine Funktion zu erfüllen hätte, für die er sich hat wählen lassen, u.s.w. --- WANN WERDEN DIE ÖSTERREICHER DAS KAPIEREN ???

    Daraus ergibt sich für mich die zwingende Notwendigkeit, diese unselige politische Koalition, diesen Selbstbedienerverein, der in den letzten 2 Legislaturperioden keine einzige Sparmaßnahme und Strukturmaßnahme getroffen hat, ratzeputz in die totale Minderheit zu wählen.

    Ich glaube nicht, dass Neulinge es schlechter machen könnten als diese (Politgauner)Profis beim Ausnehmen und 'Verkaufen' der Bevölkerung es tun und dann noch bei der feigen Auslieferung und Entlassung in die Armut, nachdem man sich selbst ordentlich bedient hat.

    Wer ein Hirn hat, wählt diese ab.

    • Wertkonservativer
      18. Januar 2013 08:26

      Wie das gehen soll bzw. kann, werter Herr Maierhofer, das mit dem Abwählen der so fürchterlichen Koalitions-Zwillinge, wenn Sie andererseits keinen einigermaßen kompeteten Ersatz benennen können?

      Glauben Sie denn wirklich, dass der Rappelkopf Stronach die Sache ins Lot bringen könnte? Das ist doch reines Wunschdenken!
      Der Mann wird - zumindest nach meiner Meinung - weder im Staat noch in den Ländern die bestehenden Polit-Verhältnisse auch nur einigermaßen wirksam verändern können!
      Dazu ist er weder mental noch mitarbeitermäßig auch nur in Ansätzen in der Lage!

      Diesbezüglich kann ich Sie, lieber Blogfreund, wirklich nicht verstehen!

      Grüße,

      Gerhard Michler

    • cmh (kein Partner)
      18. Januar 2013 09:29

      Aber Leitl hat einen guten Kieferorthopäden!

    • Herbert Richter (kein Partner)
      18. Januar 2013 11:27

      @Wertkonser, ist es nur ihre senile, trottelige Altersbettflucht, die sie einen echten Wirtschaftsfachmann abschätzig Rappelkopf titulieren lässt, oder die allzu späte Einsicht, daß ihre geliebte schwarze Brut die eigene Unfähigkeit, Korrumpiertheit und Seilschaftenstrukturen nicht mehr verleugnen kann?
      Da wird doch wohl nicht vielleicht die oft angepriesene Jugodatscha oder die Akademikerpösterl der Nachfahren irgendeiner pechschwarzen Kompensationsmauschelei geschuldet sein? Alles in Allem, dürfen sie nicht einmal auf den Schatten eines Stronach pinkeln!

    • Wertkonservativer
      18. Januar 2013 13:15

      Wissen Sie was, Herr Richter?

      Hier wird von vielen auf viele gepinkelt. Warum soll mir bei Stronach verwehrt sein, auf seinen Schatten zu pinkeln?

  24. Das kleine Mäxchen
    17. Januar 2013 08:28

    Die große Sauerei dabei ist der vollkommen fahrlässige Umgang mit dem Geld der Salzburger:

    1.) Es hat Monate gedauert bis die Verantwortlichen - mit einer gewissen Wahrschenlichkeit - sagen konnten um welche Größenordnungen es sich vermutlich handelt.
    Dabei hat man sich halt um - was? äh 1,5 Milliarden geirrt?! Na egal, derzeit sieht es gut aus.

    Wissen wir, ob das nun ein realisierter Gewinn ist?
    Vielleicht ist das nur ein ausgewiesener Gewinn, der wie bei Schifffonds tasächlich keiner ist, sondern eine als Prämie titulierte Ausschüttung der eigenen Substanz?

    2.) Da haben ein paar Verantwortliche scheinbar vorsorglich noch ein paar Notgroschen (Schattenbudget...) unter den Kopfpolster gelegt.
    Weil man dem Landesbudget scheinbar nicht trauen kann, oder weshalb?!

    Diese geschichte fahrlässiger Inkompetenz hält bestimmt noch die eine oder andere Wendung parat.

    Wünsche gute Unterhaltung!

    • dssm
      17. Januar 2013 12:22

      Warten Sie ab, wenn jemand einmal nach den Hebeln fragt. Dann wissen wir wieviele Milliarden oder soll ich sagen Phantastillionen wirklich herumgeistern.

      Die bildungsfernen Schichten = politische Verwantwortungsträger (haha), begreifen nicht, daß es einmal ein eingesetztes Eigenkapital (im gegenständlichen Fall zieht sich mir der Magen bei dem Wort zusammen) von rund 1.3Mrd im Feuer steht und dann die Haftungen für die Hebel.
      Eine Bank verlangt die Eigenmittel, weil dies die üblichen Verluste abdeckt. Sollte ein ungewöhnliches Ereignis (z.B. Lehmann) dazwischenkommen wird die Summe 'etwas' grösser, dann krachen die Hebel und es gibt einen Margin-Call. Die Hebel dürften bei 1:10 bis 1:25 liegen.

    • Herbert Richter (kein Partner)
      18. Januar 2013 11:41

      D'accord, jedoch kann man nur hoffen, daß im schlechtesten Fall wenigstens ein ev. Margin schlagend wird, so makaber dies auch erscheint und nicht die Hebel, welche sich durchaus in noch höheren Bereichen bewegen können, voll wirksam werden.
      Aus diesen Gründen ist eine momentane Bilanzierung diverser Papiere eine verbrecherische Ruhigstellung der Öffentlichkeit, entsprechend einem im Vollbrand stehenden Keller, wo der Hausherr die Türe schließt und sich hoffend belügt, daß das Überleben im Erdgeschoß gesichert ist.

  25. Observer
    17. Januar 2013 06:44

    Im Gegensatz zur Kommentarüberschrift sind Schulden von Spekulation nicht ganz zu trennen. Denn sowohl Kreditor als auch Debitor gehen in jedem Kreditgeschäft mehr oder weniger Risiko ein, spekulieren also, dass sie schlussendlich gut aussteigen. Grundsätzlich ist es auch nicht verwerflich, wenn man mit fremden Geld "spekuliert", denn meist hat der Geldgeber das Geschäft auch mit Sicherheiten des Schuldners oder eines ihm Vertrauten abgedeckt. Schlecht ist es aber, wenn bei Ausfall dann der genannte "Vertraute/Bürge" (z.B. im Staat oder der Gemeinde der Steuerzahler) ungefragt dafür haften muss.

    Zu dem von AU vermissten Rücklagen der Pensionsversicherung: Die staatliche Pensionsversicherung ist - ebenso wie die Krankenversicherung - auf dem Umlageverfahren aufgebaut, d.h. die Versicherungsleistungen werden direkt von den unmittelbar eingenommenen Prämien ausbezahlt. Anders sind private (Zusatz-)Pensionsversicherungen, diese funktionieren nach dem Kapitaldeckungsverfahren, wo einbezahlte Gelder angelegt/verzinst dann deren Erträge dann Berechtigten zu Gute kommen. Dabei kann man auch die Prämienhöhe durch die vergangenen sowie prognostizierten Leistungen und Einnahmen steuern. Also gibt es bei unserer Sozialversicherung keine Rücklagen, sondern es wird nach dem "von-der-Hand-in-den-Mund-Prinzip" gearbeitet. Bei den staatlichen Pensionen muss sogar - mangels Unterdeckung - regelmässig Geld aus dem allgemeinen Steuertopf zugeschossen werden.

    • dssm
      17. Januar 2013 09:10

      @Observer
      Sie sprechen ein großes Thema an!
      Eigentlich ist die Struktur der Sozialversicherungen eine reine Ipsation.
      Pensionszahlungen kann heute ein Computer bei einer Bank, per Dauerauftrag, machen.
      Die Frage ab wann und wie viel gezahlt wird, kann auch ein Computer machen. Nur ganz wenige Österreicher haben besondere, nicht elektronisch vorliegende, Beitragsjahre.
      Also ist die auszahlende Seite der Pensionsversicherungen eigentlich sinnlos.

      Eine Krankenversicherung ist sowieso sinnlos, es sei denn wir erreichen den Gipfel der Unmoral und behandeln die eignen Bürger nicht mehr wenn es notwendig ist.

      Bleibt der Einnahmenteil. Diese Beiträge sind vom regulären Einkommen, gleich wie die Einkommens- und Lohnsteuer. Warum also nicht gleich die Beiträge in die Steuer einrechnen und nur einen Betrag kassieren? Die Skandinavier machen das so! Dann gibt es eine Stelle für das Inkasso und allfällige Prüfungen: Das Finanzamt.
      Gleichzeitig würde die Lohnverrechnung einfacher, ein echter Bürokratieabbau – ohne, dass unser gieriger Staat einen Euro weniger einnimmt.

    • Observer
      17. Januar 2013 10:02

      dssm:
      Darf ich Sie erinnern, dass wir in Österreich sind. Wo wollen Sie denn dann die nicht mehr benötigten tausende an Mitarbeitern der ca. 15 Sozialversicherungen und b esonders deren wichtige Obmänner, Generaldirektoren usw. unterbringen?
      Noch etwas: derzeit zahlen ca. 2 Mill. unselbständig Beschäftigte gar keine Lohnsteuer, sondern nur kleine Sozialversicherungsbeiträge. Wie wollen Sie bei einer "Inklusiv"-Lohnsteuer von diesen Leuten Geld bekommen?

  26. Anton Volpini
    17. Januar 2013 06:27

    Übern Herrn Leitl kann man nur mehr den Kopf schütteln.
    Es wird nur mehr moralisiert, wie schon gestern aufgrund des Strasser-Urteils festgestellt wurde, da bleibt der Verstand, der Anstand und das Recht auf der Strecke.
    Es ist das viele Geld, die Dollar-Schwemme und jetzt auch die Euro-Schwemme, die uns das alles raubt.
    Hr. Leitl müßte das in seiner Position wissen, oder hat in seinem Haus die Sektion Geld und Versicherung schon das Kommando übernommen?

  27. Wertkonservativer
    17. Januar 2013 05:34

    Legales Gewinnstreben wurde durch das weltweite Zockertum und seine abartigen "Finanz-Instrumente" zum brandgefährlichen Sprengsatz der Weltwirtschaft!

    Banken, Kommunen, Staaten bedienen sich "billigen Geldes" für die Finanzierung ihrer molochartig steigenden "Bedürfnisse", alles auf Pump und zum Nachteil der nachfolgenden Generation auf unsicherem Sand gebaut!

    Da kann selbst der größte Optimist nicht mehr optimistisch bleiben!
    Ein großer Krach wird wohl unausweichlich folgen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • dssm
    • Xymmachos
      17. Januar 2013 11:51

      @dssm
      Vielen Dank für den im wahrsten Sinn des Wortes wertvollen Hinweis. Die Logik ist überzeugend! Ich werde daher am 21. Jänner meinen bescheidenen Aktienbestand auf den Markt werfen.
      Hoffentlich haben die in Salzburg das auch mitgekriegt. Nachdem dort die Spekulantin vom Dienst aber entlassen wurde kann man nur hoffen, daß irgendwer von den jetzt Zuständigen hier im Blog aufmerksam mitliest...

    • dssm
      17. Januar 2013 12:06

      @Xymmachos
      Nein in Salzburg haben es die Verantwortlichen nicht mitbekommen.
      Die haben auch das Buch 'Der schwarze Schwan' nicht gelesen, oder anders ausgedrückt, das Fachwissen der Beiteiligten ist unter Null, die Deutungen entsprechend realtiätsfern.

  28. S.B.
    17. Januar 2013 03:21

    Wenn dem Derivat ein konkret abzusicherndes Warenhandelsgeschäft zugrundeliegt, gehört es zur üblichen kaufmännischen Gebarung.
    Sobald es auf einer sogenannten "Casinowette" beruht, wird die Sache hochriskant und gehört in den privaten Glücksspielbereich, denn mit seinem Privatvermögen sollte jeder tun und lassen können, was er will.

    Wenn jedoch Spekulationen mit öffentlichen Geldern stattfinden und das noch dazu auf Schulden - wie es eventuell in Salzburg und/oder anderen Bundesländern passiert sein könnte - dann hat man die dafür Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Denn dabei handelt es sich nicht nur um Dummheit und Unzulänglichkeit, sondern auch um gefährlichen Größenwahn, weil kein involvierter Politiker über die notwendige Ausbildung bzw. Qualifikation für den derzeit herrschenden (Hochfrequenz-)Finanzhandel verfügt - genau wie der werte Herr Leitl, welcher wie der Blinde von der Farbe spricht.

    Ähnlich liegt die Sache bei den dramatisch steigenden Landes- bzw. Staatsverschuldungen. Da dürfen wechselnde, oft völlig unbedarfte Volksvertreter nach Gutdünken Wahlgeschenke zwecks Machterhalt verteilen, oder gar mit Milliarden jonglieren, ohne daß sie über kaufmännische Grundkenntnisse verfügen und ohne daß ihnen übergeordnete Kontrollorgane ernstlich Einhalt gebieten. Entsprechend steigen Schulden und Haftungen in derart schwindelnde Höhen, daß uns kommende, enorm belastete Generationen wieder einmal zurecht fragen werden, wie konnte das geschehen und warum hat niemand den Anfängen gewehrt? Und solange wir das zulassen, müßte jeder Einzelne von uns bekennen: mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa!

  29. kritikos
    17. Januar 2013 01:21

    Ich gestehe: Ich verstehe von der Matierie sehr wenig, noch weniger verstehe ich, dass ein Herr Leitl als Chef der WKO gewählt wurde, anscheinend auch von Leuten, die von der Materie wenig verstehen. Oder spielen da weniger demokratische Faktoren ein eigenwilliges Spiel?

  30. Haider
    17. Januar 2013 01:17

    Ich bin alles andere als ein Finanz- oder Wirtschaftsfachmann. Aber dennoch interessieren mich grundsätzlich zwei Fragen: Wenn Länder, der Bund, Gemeinden spekulieren, tun sie es weil sie zu viel oder zu wenig Steuergeld haben?
    1) Wenn sie zu viel Finanzmittel haben und diese Überschüsse zumindest wertgesichert anlegen wollen, wozu nehmen sie diese Gelder vorher überhaupt der arbeitenden Bevölkerung weg? Denn offensichtlich brauchen sie diese Mittel ja gar nicht, um ihren Verpflichtungen dem Bürger gegenüber nachzukommen.
    2) Weil sie zuwenig Steuermittel haben, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können, sind sie unter die Spieler gegangen. Allerdings sind sie dann nicht Spieler sondern Hassadeure. Jeder kleine Kundenbetreuer einer Dorfsparkasse wird sie mitleidig belächeln, wenn sie ihm sagen, sie bräuchten einen Kredit von 1000,- € um im Lotto 2000,- € zu gewinnen.
    Vielleicht wäre den Ländern Salzburg, Wien, Ober- oder Niederösterreich schon gedient, wenn man ihnen eine russische Kugerl-Rechenmaschine (Abacus) spendiert?
    Ceterum censeo: Die Staatsschuldenuhr
    www.staatsschulden.at
    ist leider kein Faschingsscherz.

  31. RR Prof. Reinhard Horner
    17. Januar 2013 01:07

    reinhard.horner@chello.at

    Sowohl als auch ...

    Es ist nicht angebracht, die Schulden der öffentlichen Hände gegen Spekulationen u. dgl. auszuspielen.

    Die über die wertschöpfende Realwirtschaft wild überbordende profitschöpfende Finanzindustrie ist ein großes Problem. Ebenso die Vernachlässigung des qualitativen Wachstums unter dem Diktat eines zügellosen quantitativen Wachstums.

    • TrollFan (kein Partner)
      18. Januar 2013 03:14

      Also sprach "Prof" Hornochs.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      18. Januar 2013 15:29

      reinhard.horner@chello.at

      Sg. TrollFan!

      Sg. Herr Starl, Ihre hochherzige Zustimmung freut mich sehr.

      MfG

  32. dssm
    17. Januar 2013 01:04

    Warum behandeln wir diese Themen überhaupt noch?
    Es gäbe keine Investmentbanken, keine Derviatflut, keine gigantische staatliche, private und unternehmerische Überschuldung wenn nicht in den 70ern das endlose Gelddrucken gestartet worden wäre; oder anders ausgedrückt die letzte Verbindung zum Gold gekappt wurde.
    Damals wurde das Investmentbanking wieder erlaubt, entgegen den marktwirtschaftlichen Gesetzen! Die Inflation floss in die Aktienkurse, die neuen kreativen Finanzprodukte oder Immobilienblasen. Jetzt kommt das Geld zurück, oder wie Keynes richtig sagte: Langfristig sind wir alle tot!

    Gratuliere! Die Demokratie hat die Wahrheit lange genug vor sich her geschoben, der Zahltag ist in Sichtweite gekommen, nun müssen die Wähler auch für den Wahnsinn, den sie gewählt haben gerade stehen.
    Wie warb Burgstaller in Salzburg beim letzten Wahlkampf: Für saubere und transparente Landesfinanzen!
    Volltreffer, inzwischen ist der Risikoanteil auf rund 10Mrd geklettert (vorläufig!, ich suche noch) und da hat Herr AU recht, das wird nicht auf einmal schlagend, da reicht es wenn ein Prozent umfällt.
    Kleiner Randkommentar: Burgstaller bekam eine Mehrheit für dieses Programm. Kein Journalist fand es der Mühe wert, die offen liegenden Fakten den Bürgern im Wahljahr näher zubringen. Keine Opposition hat, anhand der Fakten, protestiert. Offensichtlich ist diese Art von 'Finanzgebaren' common sense, denn andernfalls hätten wir es mit ausschließlich Deppen und Trotteln in Journaille und Politik (parteiunabhängig) zu tun.

    • Schani
      17. Januar 2013 11:39

      Leider kommen auch diejenigen zum Handkuß, welche die Genossen nicht gewählt haben!

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      18. Januar 2013 15:30

      Natürlich sind wir ausschliesslich von Deppen und Idioten umgeben, wobei ich jedoch diese Meinungnicht nur auf die Journaillie und Politik beschränke, sondern uA auch die ANAL-isten, die NIX-perten und Fachtrotteln in allen Bereichen (nicht nur Banken) ausdehne.

      Die geringste Schuld sehe ich bei den Wählern, denn wen soll man wählen wenn nur Deppen und Trottel und Gauner - und das sind die eigentlichen Könner,aber nur für sich kandidieren?

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      18. Januar 2013 15:30

      Natürlich sind wir ausschliesslich von Deppen und Idioten umgeben, wobei ich jedoch diese Meinungnicht nur auf die Journaillie und Politik beschränke, sondern uA auch die ANAL-isten, die NIX-perten und Fachtrotteln in allen Bereichen (nicht nur Banken) ausdehne.

      Die geringste Schuld sehe ich bei den Wählern, denn wen soll man wählen wenn nur Deppen und Trottel und Gauner - und das sind die eigentlichen Könner,aber nur für sich kandidieren?






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