Abonnenten des Tagebuchs haben viele Vorteile:

Sie können: alle Texte sofort lesen (nicht erst nach 36 Stunden); das große Archiv und die vielen Daten nutzen; jedes Posting bewerten; Die automatische Zusendung jedes Eintrags bestellen; auch eigene Veranstaltungen als "Tipp" bewerben; alle eigenen Postings Jahre zurück aufrufen. Sie haben: völlig inseratenfreie Seiten; Zugang zu den Link-Tipps; Schutz ihrer Nicknamen gegen Doppelgänger; usw.

weiterlesen

 

Fußnote 390: Unsere lieben Postler wollen streiken drucken

Die Postgewerkschaft droht wieder einmal mit Streik. Sie fürchtet sich vor Mehrarbeit, während sich kaum noch jemand vor der Postgewerkschaft fürchtet. Wie aber sieht nun wirklich die Post-Realität aus?

Am Tag der Streikdrohung stehe ich in der Schlange vor den drei Schaltern meines Postamtes. Bei meinem Eintreten wird auch noch überall gearbeitet. Aber während dieses Wartens fällt mir mit zunehmender Nostalgie der Supermarkt und das dortige Arbeitstempo ein, das ich eine halbe Stunde vorher erlebt habe. Denn: Eine Postlerin schließt trotz der Warteschlange plötzlich – um 10,20Uhr vormittags – ihren Schalter und taucht in der Folge nie wieder auf. Am zweiten Schalter beginnt der dahinter sitzende Amtsträger eine Plauderei mit einem Pensionisten, der offensichtlich vor Jahrzehnten selber Postler gewesen ist. Eine Viertelstunde lang können die wutschnaubenden Wartenden der lauten Unterhaltung darüber zuhören, wie gut es einst bei der Post gewesen sei. Und wie sehr deren Mitarbeiter heute ausgebeutet werden. Der Schalterbeamte sieht die erzürnten Kunden – und genießt ganz offensichtlich darob die gemütliche Plauderei doppelt. Ach ja, die Dame am dritten Schalter. Sie schickt eine Kundin wieder zurück in die Warteschlange, weil sie noch etwas zu tun habe. Nach drei Minuten beginnt sie aber dann tatsächlich in aller Ruhe die Wünsche der Kunden aus der Warteschlange zu bearbeiten. Diese wird freilich immer länger. Warum wohl?

Und das alles war wohlgemerkt noch nicht der Streik. Auch wenn der Unterschied nicht sehr auffällt.

 

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Januar 2013 01:39

    Sobald von einem gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer Leistung verlangt wird, fällt er augenblicklich totalem Widerstand anheim oder droht mit Generalstreik.

    Die zurecht privatisierte Post wird noch lange und schwer an diesen "Altlasten" zu tragen haben, aber die Zeit arbeitet glücklicherweise gegen solche Dinosaurier.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Januar 2013 10:19

    Aufnahmeprüfung

    In einer Bezirkshauptmannschaft wurde ein neuer Mitarbeiter zum Aktenabstempeln gesucht und da bei manchen Formularen bis zu zehn Stempel notwendig sind, war die wesentlichste Qualifikation, dass der Bewerber bis 10 zählen konnte.

    Der erste Bewerber kommt herein, setzt sich, wird vom Personalleiter gefragt, ob er bis zehn zählen könne.

    Darauf dieser: "Selbstverständlich - 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0!"

    "Schön und gut, aber können Sie das nicht auch andersherum, so richtig von
    1 bis 10 ?"

    "Nein, Denn ich war vorher bei der NASA, da haben wir immer so gezählt und jetzt will ich nicht mehr umlernen.."

    "Nicht geeignet ! Auf Wiedersehen."

    "Der Nächste bitte."

    Der zweite Bewerber auf die Frage, ob er Denn bis zehn zählen könne "Na klar - 1, 3, 5, 7, 9, 10, 8, 6, 4, 2 !"

    "Na, aber können Sie Denn nicht von 1 bis 10 zählen so wie jeder andere auch?"

    "Nein, Denn ich war vorher bei der Post, da haben wir das immer so gemacht, die ungeraden Hausnummern in die eine Richtung, die geraden Hausnummern auf dem Rückweg..."

    "Danke, Wiedersehen. Der Nächste !"

    Personalleiter: "Können Sie bis zehn zählen ?"

    Der dritte Kandidat: "Sicher - 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10." "Toll, wo haben Sie Denn vorher gearbeitet?"

    "Na, bei der MA48!!."

    "Bei der MA48? Also das überrascht mich wirklich.
    Sagen Sie -nicht dass das notwendig wäre - aber können Sie auch noch weiter als bis 10 zählen ?"

    "Na kloa - Bua, Dam, König, As!"

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Januar 2013 10:45

    Die Post gehört zu 100% privatisiert!
    So wie auch der ORF, die ÖBB, der Flughafen Wien, und sonst noch alles , was in Staats-, Länder-, und Gemeindehänden ist, und nicht zur Kernaufgabe dieser Körperschaften zählt.
    Das Kammerunwesen gehört, bis auf die Landwirtschaftskammer, abgeschafft, dann krepiert auch die Arbeiterkammer, und damit der letzte Wirt für die parasitäre Gewerkschaft.
    Und Johann, sag jetzt bitte nicht, daß ich ein Neoliberaler bin.

alle Kommentare drucken

  1. werner zu (kein Partner)
    22. Januar 2013 15:22

    Nur melden es werden laufen Zusteller gesucht !! zuerst Gucken dann Sprechen!!

  2. Masa (kein Partner)
    22. Januar 2013 00:12

    War auf der Post mit zwei Schaltern wo offensichtlich eine Dame einen halben Tag
    auf Schulung war und gerade zurück kam.
    Worauf die zweite Dame sofort die Arbeit beendete mit der Begründung Sie hätte ja,
    nachdem die Kollegin einen halben Tag nicht da war, doppelt so viel arbeiten müssen, und deshalb jetzt nach Hause gehe.
    Ich habe sowas noch nie gehört.
    Die Warteschlange wurde dadurch natürlich nicht kürzer.

  3. dxb (kein Partner)
    21. Januar 2013 17:01

    Ich nehme an, das was das Postamt Würthgasse?
    Das wäre angesichts der Wohnadresse des Dr. Unterberger irgendwie logisch und dort liegt vieles im Argen.
    Dabei gibt es auch in Wien noch kleine Postämter die ganz gut funktionieren, wie z.B. das Postamt in der Heiligenstädterstraße 82.
    Das ist, wenn man nicht gerade eine Sendung woanders abholen muß, ein guter Tip.
    Wenn es rasch gehen muß.

    Sonst aber wünsche ich mir, daß die Postgewerkschaft ihre Drohung wahr macht und Dienst nach Vorschrift macht.
    Das würde den Betrieb gewaltig beschleunigen.

  4. Gismor (kein Partner)
    21. Januar 2013 16:50

    “Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!”
    Friedrich von Schiller 1759 – 1805 – Deutscher Dichter

    Frei.Wild - Wer nichts weiss, wird alles glauben (Live im Studio)

    Wie oft standest du an der Mauer?
    Wie oft standest du allein?
    Hast gesagt, wie du die Dinge siehst
    Unverblümt und ohne Schein
    Wie oft wärst du besser still gewesen?
    Hättest gar nicht angefangen
    Aber nur weil es die anderen anders sehen
    Gibt es von dir noch lange kein Amen

    Es kostet immer Kraft und Nerven
    Wenn man sich in die Wellen stellt
    Und eigenständiges Denken
    Hat keinen Platz auf dieser Welt
    Angst begleitet, Angst verändert
    Starrt zum Boden, schließt die Augen
    Und sagt das, was man euch lernte
    Kranker Samen, kranke Ernte

    Wer nichts weiß, wird alles glauben
    Blinde brauchen keine Augen
    Taube werden dir nicht zuhören
    Und ihr eigenes Leben gehen
    Wer nichts weiß wird alles glauben
    Öffne du ihnen die Augen
    Lieber auf dem Scheiterhaufen
    Als in Lügen zu ersaufen

    Kerzen brennen solange sie da sind
    Solange der Docht noch in ihnen steht
    Und die Flamme wird nur flackern
    Solange ein leichtes Lüftchen weht
    Glauben tun wir das was vor uns steht
    Was man sieht und mal gehört hat
    Und neue Dinge will hier niemand sehen
    Alle lieben es hier bequem
    Und plötzlich brennt die Flamme höher
    Trotzt dem Sturm der sie umweht
    Und dann brennen plötzlich Häuser
    In denen sonst nur Kerzen stehen
    Alles zu glauben ist gefährlich
    Mit eigenem Wissen fährt man besser
    Du dankst den Helfern für die Hände
    Und fasst direkt in ihr Messer

    Wer nichts weiß, wird alles glauben
    Blinde brauchen keine Augen
    Taube werden dir nicht zuhören
    Und ihr eigenes Leben gehen
    Wer nichts weiß wird alles glauben
    Öffne du ihnen die Augen
    Lieber auf dem Scheiterhaufen
    Als in Lügen zu ersaufen

    Wer nichts weiß, wird alles glauben
    Komm, wir öffnen ihnen die Augen
    Lasst uns Brücken bauen
    Und in die Zukunft schauen
    Und auf uns selbst vertrauen

    Wer nichts weiß, wird alles glauben
    Blinde brauchen keine Augen
    Taube werden dir nicht zuhören
    Und ihr eigenes Leben gehen
    Wer nichts weiß wird alles glauben
    Öffne du ihnen die Augen
    Lieber auf dem Scheiterhaufen
    Als in Lügen zu ersaufen

    http://www.youtube.com/watch?v=AZIEEgdIF00

  5. cmh (kein Partner)
    21. Januar 2013 11:25

    Jedenfalls ist das Monopol der Post, dass sie de facto bei Briefsendungen immer noch hat nur dann erträglich, wenn es geräuschlos funktioniert.

  6. Sicher -> (kein Partner)
    21. Januar 2013 10:49

    1.) Sowas habe ich persönlich noch nie erlebt. In den Postämtern die ich regelmäßig besuche (3 verschiedene) konnte ich noch nie einen Mitarbeiter beim Däumchendrehen beobachten. Sie erledigen zumindest ihre Arbeit, teilweise sind sie sogar richtig freundlich und motiviert. Die Leute können sich dort auch keineswegs über zu wenig Arbeit beschweren, die Schlangen sind immer recht lang(auch wenn alle Schalter offen sind), mehr als 10 Minuten Wartezeit gibt es trotzdem nur selten.

    2.) Die Nacherzählung von Unterberger klingt unglaubwürdig. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Mitarbeiter eine Viertelstunde mit einem Pensionisten labern kann ohne einen Aufstand bei den Wartenden zu provozieren. Der gelernte Wiener greint üblicherweise schon nach einer Minute Wartezeit beim Billa nach einer "Kassa bitteeeee".

    3.) Die Nacherzählung ist überhaupt schwer nachvollziehbar. Die Dame schickt die Kundin zurück in die Warteschlange und die stellt sich wieder hinten an? Hä?

    Wenn da nicht freimütig ausgeschmückt wurde um ein bisschen Stimmung zu machen, dann muss es sich um das seltsamste Postamt mit noch seltsameren Kunden handeln.

    Bei der Post läuft zweifellos einiges schief, die Mitarbeiter tragen daran aber kaum die Hauptschuld, vielfach sehe ich die eher als Opfer der Vorgänge.

    Ps: Auch mein Postler ist superfreundlich und bewegt sich eigentlich immer im Eiltempo durch die Gegend - nix mit pomale, eher Laufschritt.

  7. cmh (kein Partner)
    21. Januar 2013 09:35

    Die Beobachtungen, dass das Arbeitstempo der Postler in umgekehrtem Verhältnis zu Länge der Wartenden steht, kann man offensichtlich auf allen Postämtern machen.

    Es wäre aber unfair, die Gründe nur bei den einzelnen Postlern zu suchen. Es ist auch ein Unterschied zwischen Schalterbeamten und Austrägern. Vor allem letztere sind, soferne sie Stammpersonal sind, durchaus kompetent und freundlich.

    Tatsächlich sind schon immer wieder krasse Managementfehler zu beobachten, die die einfachen Mitarbeiter ausbügeln müssen.

    Man erinnere sich nur daran, wie schleppend Bankomatzahlungen in den Postämtern eingeführt und bei manchen Schaltern aus Einsparungsgründen )?!) wieder abgeschafft wurden. Einheitsschlangen waren jahrelang ein Fremdwort und in der falschen Schlange zu stehen war ein beliebtes Diziplinierungsmittel.

    Die Tarifumstellungen, bei denen Aufzahlungsmarken nicht zu bekommen sind. Die Sturheit, mit der fehlerhafte aber eindeutige Postleitzahlen Briefe unzustellbar machen. Der Werbemüll, der von den Briefträgern zusätzlich zur eigentlichen Post zugestellt werden muss. Ganz abgesehen von den Sackerl der Posttochter Feibra, die trotz der von jedermann befüllbaren neuen Briefkästen weiterhin an den Wohnungestüren postalisch entsorgt werden.

    Die Umstellung auf die neuen Briefkästen ist überhaupt ein Gustostückerlm wie es nur echte Profis abliefern können. Der ursprüngliche vom Gesetzgeber aka Volksvertreter duch ein Gesetz mit Strafbestimmungen (!!!!!!!!!) unterstützte Versuch, die Liegenschaftseigentümer zu Aufwendungen zu verdonnern, damit die Post und eventuell auch Dritte ihren Papiermüll zustellen könnten, wurde durch eine Initiative privater Liegenschaftseigentümer vom Höchstgericht gekippt.

    Nunmehr ist es so, dass es zwar keine Mitbewerber im Briefgeschäft mehr gibt, die Post aber zumindest die Erhaltungspflicht für ihre Briefkästen an die Liegenschaftseigentümer - natürlich wieder mit Unterstützung von Volksvertretern und Kammern - überwälzen konnte. Als Liegenschaftseigentümer merkt man das daran, dass die Mieter/Eigentümer die ihre Postkastenschlüssel verschlampt haben oder nicht mehr benutzen können von der Post an die Eigentümer der Liegenschaft oder deren Verwalter verwiesen werden. Dies endet zumeist damit, dass ein Schlosser die Briefkästen aufbohren und einen neuen Zylinder einsetzen muss. Die Kostenaufteilung zwischen Mieter und Eigentümer ist natürlich ungelöst gelassen.

    Bekommt man dann als Liegenschaftseigentümer von der Post die Antwort auf die Frage nach den Schlüsselnummern zwecks Nachbestellung mit der Begründung Datenschutz verweigert, dann ist man einfach sprachlos.

  8. peter789 (kein Partner)
    21. Januar 2013 09:35

    Das Ganze rein auf die Post abzuwälzen ist etwas zu kurz gegriffen!
    Hier ist es die Mischung aus "Wiener Verhältnissen" und "Beamtentum"
    Hr. Unterberger, machen sie den gleichen Versuch in westlichen Bundesländern, sie werden komplett andere Eindrücke bekommen!

    Grüße aus OÖ.

  9. brechstange
    21. Januar 2013 08:42

    Mich wundert es nicht, dass alles langsamer wird, wenn man bedenkt,

    dass die Computer dauernd abstürzen, die Leitung steht, dafür können die Schaltermitarbeiter nichts

    dass die Post in meiner Nachbarschaft in ein Kammerl umgesiedelt wurden, wo sie nicht mal die Packerl rationell und effizient schlichten können, sie weit raustragen müssen wegen des Platzmangels.

    Daher an alle Aktionäre beschweren Sie sich beim Pölzl, denn lange wird die Rendite nicht mehr passen, wenn die den Kundenservice nicht verbessern. Das hat aber in meiner Post nichts mit den Mitarbeitern zu tun, absolut nichts, da sind wir immer gut betreut worden.

    • Gismor (kein Partner)
      21. Januar 2013 09:08

      brechstange
      Sie sagen es. Die Leute sind eben so kurzsichtig, sodass sie ihren Unmut auf die kleinen Mitarbeiter fokussieren. Doch sie übersehen, dass dies alles von oben gesteuert ist. Die anständigen Mitarbeiter der Post AG leisten hervorragende Arbeit. Nicht zu verwechseln, die linken arbeitsscheuen Individien, die von der Gewerkschaft beschutzt werden. Diese dienen als Spione und Denunzianten.
      Wie immer wurde nur unten gespart, aber die Aufsichtsräte, Vorstände, Manager etc. werden immer mehr. Ist ja auch ganz klar, denn nur bei der Masse kann eingspart werden. Die Menschen wissen gar nicht, welchem Druck die anständigen Mitarbeiter ausgesetzt sind. Und dass die Privatisierung besser wäre, das kann nur einer behaupten, der überhaupt keine Ahnung hat. Jede Privatisierung bedeutet Verschleuderung des Volksvermögens und wird immer zu Verschlechterungen für die anständigen Mitarbeiter als auch für das österr. Volk bedeuten. Denn sobald ein Gewinn erzielt wird, wird dieser an die Aktionäre ausgeschüttet und fließt aus dem Unternehmen ab. Jedoch Investitionen müssen vom Volk berappt werden. Man darf nicht die Mitarbeiter für ein schlecht geführtes Unternehmen verantwortlich machen, da die Anweisungen immer von oben kommen.

    • Gismor (kein Partner)
      21. Januar 2013 09:09

      Whistleblower “Jim Knopf” flüstert Werler Piratenfraktion, wie die Matrix funktioniert
      20 Jan

      “Die gegenwärtige Geldschöpfung aus dem Nichts durch das Bankensystem entspricht der Gelderzeugung durch Geldfälscher…” (Zitat: Maurice Allais, Nobelpreis für Wirtschafts-Wissenschaft 1988) ” Die Staatsschulden sind nur ein anderes Wort für heimliche Konfiszierung von Vermögen! (Zitat: Alan Greenspan, ehem. “Notenbank”-Präsident USA)

      Schulden, Schulden, Schulden…. aber wenn keine neuen Schulden gemacht werden, dann fallen doch die ganzen “Arbeitsplätze” weg, außerdem könnten die ganzen Staatsdiener plötzlich nicht mehr so schön auf Pump weiter vergütet werden, von den ganzen Nichtsnutzen in Politik und Konzernvorständen und erst recht den vielen parasitären Privatiers der Hochfinanz, mal ganz abgesehen! Das Spiel ist doch im Prinzip ganz einfach… Zuerst drucke man legales Falschgeld ohne jeden Gegenwert (Fiat-Papier-Geld). Dann zwinge man die Menschen, diese Währung per Strafandrohung zu verwenden! (Falls das nicht sofort klappt.. einfach ein privates Goldverbot einführen.. geschehen in den USA 1933 bis 1974!) Dann erzählt man den Menschen irgendwann, wenn die Märkte gesättigt sind das Märchen, die Falschgeldmenge sei nicht beliebig vermehrbar…

      Lohnkürzungen, 400-Euro Jobs, Leiharbeit, Minirenten, HartzIV, Suppenküchen, Tafeln….usw. werden von den nichtsnutzigen Polit-Komplizen der Hochfinanz dem einfachen Bürger als “alternativlose Reformen/Notwendigkeiten” anschließend scheibchenweise “aufgeschwätzt”. Dann wird durch sog. “Rating-Agenturen” und Politik eine angebliche “Krise” der Währung inszeniert….(lesen sie mal nach, wie die damalige griechische Regierung gar nicht laut genug den eigenen Staatsbankrott überall “rausposaunen” konnte! Dagegen liegen inzwischen übrigens sogar Strafanzeigen vor!) die einfachen Bürger werden dann durch eine “angeblich” nötige Währungsrettung einfach noch schneller enteignet….und noch vermeintlich! zahlungsfähige Staaten werden in die unendliche Schuldenbürgschaft getrieben, gleichzeitig bekommt der Normalbürger “natürlich” keine Zinsen mehr für sein “Geld” (siehe Eurorettung Deutschland) Dann reißen sich die Drahtzieher langsam die realen Werte (Volksvermögen) unter den Nagel – Immobilien, Staatsunternehmen,….

      Stichw.”Privatisierung”….. Denke das würde man in einem anderen Zusammenhang wohl “organisierte Kriminalität” nennen? Tja und wenn dann die Masse “schön bettelarm” und gefügig ist, dann wirft man halt wieder neues, legalisiertes “Falschgeld” als Knochen hin…. So läuft das Leute….. alle schön hinter der “Falschgeldkarotte” und den Hintermännern herlaufen-direkt in die totale Sklaverei…. denn Frau Merkel hat es uns ja schon am 16.06. 2005 ganz offen, anläßlich des 60 Jährigen Bestehens der CDU, gesagt:” Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit..” Natürlich taugen die Vertreter der anderen “Blockparteien” genau so viel, bzw. wenig. Beruhigend, dass auf dem letzten CDU Bundesparteitag 98 Prozent für Frau Merkel als Kanzlerkandidatin gestimmt haben …. wenn Erich das noch in seiner Volkskammer hätte erleben dürfen….!

      Quelle : http://www.piratenfraktion-werl.de/?p=238

  10. Mitte (kein Partner)
    21. Januar 2013 08:28

    In Graz sucht die Post händeringend Zusteller.
    Nicht, dass die vor wenigen Jahren in staatlich alimentierte Parkhäuser abgeschobenen Däumchendreher wieder aktiviert werden. Die haben's dermaßen verlernt, dass da nichts mehr geht. Denn, so die ob solcher Vorschläge empörte Postgewerkschaft, man könne doch von einem ehemaligen Schalterbeamten nach einigen Jahren Zwangsurlaub jetzt nicht erwarten, Briefe auszutragen, das wäre dienstrechtlich absolut unmöglich!
    Graz liegt nicht in Griechenland.
    Oder doch?

  11. Gismor (kein Partner)
    21. Januar 2013 07:48

    Westliche Auslandspolitik und ihre Auswirkungen ...
    Christoph Hörstel hat 20 Jahre als Sonderkorrespondent für die ARD gearbeitet und innerhalb dieser Zeitspanne rund 2500 Live-Einblendungen, vor allem aus dem Ausland und Krisenregionen wie Afghanistan, Pakistan und dem Irak, absolviert. Er war zum Beispiel der einzige westliche Journalist, der 2001 in Kabul beim Sturz der Taliban vor Ort war.
    Christoph Hörstel ist ein ausgemachter Kenner des Nahen und Mittleren Ostens und versteht wie nur wenige die komplexen Zusammenhänge in den Regionen, die uns Tag und Nacht in den Nachrichten als Krisenherde verkauft werden. KenFM versucht, dieses für die meisten chaotische Puzzle zu einem logischen Bild zusammenzusetzen. Der Autor, Journalist und Regierungsberater Christoph Hörstel steht dabei Rede und Antwort, und unterscheidet sich vor allem durch seine klaren und schonungslosen Analysen. Bei Christoph Hörstel wird die sonst so trockene Außenpolitik zu einem spannenden Krimi.

  12. Josef Maierhofer
    20. Januar 2013 17:45

    Die Leute am Postamt müssen alles machen, von ORF Anmeldung über Bankgeschäfte, Brief- und Paketpost bis zum Abholservice, darum sind die Warteschlangen oft sehr lange.

    Es ist schon was Wahres dran, dass natürlich die Pausen peinlich genau und üppig eingehalten werden, schließlich muss man einen Streik ja auch rechtfertigen.

    Für mich sind diese Postler eigentlich die aktiven, da hätten wir noch die inaktiven Arbeitsverweigerer, weil pragmatisiert aber nicht verwendbar, zum Teil mit 52 (wie bei den ÖBB) in Pension geschickt, zum anderen Teil bei vollem Lohn nach Hause geschickt, weil es für sie keine Arbeit gibt, aber Pragmatisierung.

    Ja, und die streiken, die Postler, wofür oder wogegen, werden wir hoffentlich in 'Heute' zu lesen bekommen.

  13. terbuan
    20. Januar 2013 13:47

    Erfahrungsbericht, betreffend Österreichischer Post, am Beispiel zweier Standorte in Wien und in der Steiermark:
    Resultat- Durchwachsen aber insgesamt positiv.

    1. Postzustellung

    In Wien wechseln die Zusteller in kurzen Abständen, ihre Rayons werden immer größer, die neuen Briefkästen sind eine zusätzliche Belastung für die Briefträger, sie sind für sie eher benutzerunfreundlich. Sehr oft kommt die Post erst am Nachmittag.
    Fehlzustellungen sind keine Ausnahme, kürzlich fand ich einen eingeschriebenen Brief an einen meiner Nachbarn in meinem Postfach!

    In der Steiermark ist die Situation ähnlich, eine abonnierte Lokalzeitung kam mehrmals bei mir einfach nicht an. Der Postbote ist allerdings eine Art Gemischtwarenladen, nimmt Briefe zur Aufgabe mit, verkauft Karten für Veranstaltungen und es gibt ein persönliches Verhältnis.

    2. Postämter

    In Wien wurde ein kleines Postamt mit 2 sehr zuvorkommenden und kompetenten Mitarbeitern geschlossen und als Postpartner eine in der Nähe befindliche Apotheke eingerichtet. Da ich eher selten Postämter benötige, habe ich noch keine Erfahrungen.

    In der Steiermark wurde das kleine Postamt ebenfalls geschlossen und der Postpartner ist jetzt das Büro des Tourismusbüros. Funktioniert ausgezeichnet, bis jetzt habe ich zwar nur wenige, aber sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Auch in dem in der Nähe gelegenen Postamt einer größeren Stadt habe ich bisher nur freundliche Mitarbeiter beobachtet, die Eindrücke von AU kann ich in keiner Weise bestätigen, es handelt sich offensichtlich um ein größeres Bezirkspostamt in Wien (Würthgasse?)

    Das mit den Postpartnern konnte ich schon vor etlichen Jahren in Cornwall erleben, funktionierte zumeist bestens, die Gewerkschaften sehen offensichtlich ihre Felle davonschwimmen und blasen zum letzten Gefecht. Dinosaurier eben, vom Aussterben bedroht!

    • panzerechse (kein Partner)
      21. Januar 2013 08:56

      Absolute Zustimmung. Bei den privaten Diensten gibt's keine Abholzettel. Und die kommen immer nur, wenn ich nicht zuhause bin. Höchst ärgerlich. In diesem Bereich kann ich keine "Qualitätsverbesserung" durch "Privat" erkennen... Wenn's um Zustellung geht, bestehe ich auf die POST. Wenn das nicht möglich ist, gibt's auch keine Bestellung...

    • Gismor (kein Partner)
      21. Januar 2013 15:42

      panzerechse
      Genauso handhabe ich es auch! Die Post ist trotz ihrer Sparmaßnahmen (kleinen Personal) verlässlicher!

  14. Xymmachos
    20. Januar 2013 13:42

    Mit der Post-Aktie bin ich eigentlich, was die Performance seit dem Börsegang betrifft, recht zufrieden. Was ich nur von einigen Titeln meines (bescheidenen) Portefeuilles sagen kann. Die "Altlasten" der Post AG, wie von A.U. geschildert, haben ja ein Ablaufdatum.

    • werner zu (kein Partner)
      22. Januar 2013 15:19

      bei uns hören alle wieder nach 10 Std. am Tag Zustelllung auf - ist jeden Jungen zuviel,bei diesen Gehalt.
      Da ist die Arbeitslose halt leichter zu bekommen sagte mir mein zusteller und ich sah in nie wieder. In Linz werden laufend Zusteller gesucht meldet euch mal !!!

  15. Sensenmann
    20. Januar 2013 13:38

    Diese Zustände sind den Österreichern nur zu gut bekannt. Ausnahmen bestätigen auch in diesem fall die Regel.
    Bin gespannt, wie die rote Garde des Darabos (so die ÖSterreicher diese wollen) dann agieren wird: Gewerkschaftlich organisiert, mit handverlesenen Roten besetzt wird sie im Einsatzfall dann auch mit Streik drohen. Vielleicht, weil der Arbeitstag zu lange dauert oder die Füße kalt sind. Wer weiß? Aber wer weiß schon, warum die Postler streiken...

  16. Anton Volpini
    20. Januar 2013 10:45

    Die Post gehört zu 100% privatisiert!
    So wie auch der ORF, die ÖBB, der Flughafen Wien, und sonst noch alles , was in Staats-, Länder-, und Gemeindehänden ist, und nicht zur Kernaufgabe dieser Körperschaften zählt.
    Das Kammerunwesen gehört, bis auf die Landwirtschaftskammer, abgeschafft, dann krepiert auch die Arbeiterkammer, und damit der letzte Wirt für die parasitäre Gewerkschaft.
    Und Johann, sag jetzt bitte nicht, daß ich ein Neoliberaler bin.

  17. zweiblum
    20. Januar 2013 10:19

    Aufnahmeprüfung

    In einer Bezirkshauptmannschaft wurde ein neuer Mitarbeiter zum Aktenabstempeln gesucht und da bei manchen Formularen bis zu zehn Stempel notwendig sind, war die wesentlichste Qualifikation, dass der Bewerber bis 10 zählen konnte.

    Der erste Bewerber kommt herein, setzt sich, wird vom Personalleiter gefragt, ob er bis zehn zählen könne.

    Darauf dieser: "Selbstverständlich - 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, 0!"

    "Schön und gut, aber können Sie das nicht auch andersherum, so richtig von
    1 bis 10 ?"

    "Nein, Denn ich war vorher bei der NASA, da haben wir immer so gezählt und jetzt will ich nicht mehr umlernen.."

    "Nicht geeignet ! Auf Wiedersehen."

    "Der Nächste bitte."

    Der zweite Bewerber auf die Frage, ob er Denn bis zehn zählen könne "Na klar - 1, 3, 5, 7, 9, 10, 8, 6, 4, 2 !"

    "Na, aber können Sie Denn nicht von 1 bis 10 zählen so wie jeder andere auch?"

    "Nein, Denn ich war vorher bei der Post, da haben wir das immer so gemacht, die ungeraden Hausnummern in die eine Richtung, die geraden Hausnummern auf dem Rückweg..."

    "Danke, Wiedersehen. Der Nächste !"

    Personalleiter: "Können Sie bis zehn zählen ?"

    Der dritte Kandidat: "Sicher - 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10." "Toll, wo haben Sie Denn vorher gearbeitet?"

    "Na, bei der MA48!!."

    "Bei der MA48? Also das überrascht mich wirklich.
    Sagen Sie -nicht dass das notwendig wäre - aber können Sie auch noch weiter als bis 10 zählen ?"

    "Na kloa - Bua, Dam, König, As!"

  18. DerTurm
    20. Januar 2013 10:02

    Dieses Bild kann man praktisch in jedem zweiten Postamt erleben (ja, es gibt positive Ausnahmen, aber die werden immer seltener).

    Auch geht ja die Post inzwischen den Weg der banke, do-it-yourself Schalter zu installieren.

    Pakete frankiere ich ja schon längst selbst, dann müssen sie nur noch in einer Filiale abgegeben werden, aber selbst dann ernte ich bisweilen böse Blicke der SchalterBEAMTEN, wenn ich mich erdreiste, dies an einer Warteschlange vorbei zu tun... (es gibt ja inzwischen Drop-Boxen, aber die sind noch alle außer Betrieb).

    Der Gipfel war der stinkfaule Briefträger vor zwei Jahren, der ein gerichtliches Schriftstück (an dem eine Einspruchsfrist hing) einfach nicht zustellte, sondern ohne Benachrichtigung "nicht behoben" zurückschickte.

    Meiner Meinung nach gehört die Post liquidiert und an Private verkauft.

  19. Politicus1
    20. Januar 2013 09:23

    Volle Unterstützung gebe ich den Postlern!
    Unser Briefträger hat einen Rayon zu betreuen mit einer derart großen Masse an Sendungen, dass er seinen Handwagen kaum mehr "derschleppen" kann. Er ist zuverlässig, genau und pünktlich - auch bei den schlimmen Schneeverhältnissen der letzten Tage. Wenn einer seiner Kollegen ausfällt, ann muss er noch einen zweiten Rayon dazu nehmen, weil die Postdirektion hat keinerlei Personalreserve.
    Und zum Postamt: auch hier hat der Herr Generaldirektor Personal eingespart, sodass die Hälfte der Schalter unbesetzt bleibt. Dafür hat man von oben her aus Gewinnsucht das Postamt zu einer Gemischtwarenhandlung gemacht, einen simplen Briefmarkenverkauf zu einem Computerspiel umfunktioniert (als würde man ein Postaktienpaket kaufen wollen...) - und die Kunden stehen Schlange bis auf die Straße!

    Das alles kann man aber wirklich nicht den Postlern zum Vorwurf machen!
    Schuld für diese Misere ist die Privatisierung und der Gewinndrang der Postchefs!
    Personalkosten einsparen bedeutet steigende Profite und höhere Aktienkurse - verärgerte und frustrierte Kunden werden halt nicht an der Börse gehandelt ...

    • GOP
      20. Januar 2013 09:58

      Politcus 1:
      Wollen Sie einen Stillstand? Bei jedem Erzeuger und Dienstleister müssen alle verfügbaren Rationalisierungsmassnahmen ergriffen werden, damit das Unternehmen weiter existrieren kann. Schauen sie zu den Supermärkten, Tankstellen, Banken, Polizei, ÖBB usw., wo mit wesentlich kleinerem Personalstand gegenüber der Vergangenheit oft sogar mehr Aufgaben bewältigt werden müssen. Das zusätzliche Warenangebot in den Postämtern (z.B. Schreibwaren) ist ähnlich wie bei einer Tankstelle, wo dadurch auch der Betriebsgewwinn etwas verbessert wurde.

      Nur "Ewiggestrige" in den Gewerkschaften und Arbeiterkammern vergleichen die heutigen Zustände mit den monopolartiken Staatsbetrieben der Vergangenheit und möchten das Rad der Geschichte wieder zurückdrehen. Gehören Sie auch dazu?

    • Politicus1
      20. Januar 2013 14:08

      GOP:
      was für Sie Fortschritt ist, kann ich nur als Rückschritt bezeichnen.
      Ja, Sie können bei der Postzustellung Personal einsparen und statt täglich - so wie früher am Land - einen Briefträger bei Ihnen nur zweimal die Woche vorbeischicken!
      Oder die Briefträger überhaupt einsparen, wie in Lateinamerika: da pilgert halt jeder selbst zum Verteilerpostamt und sucht seine Briefe selbst heraus ...
      Danke auch für den Vergleich mit der Tankstelle! Wenn ich dort Sprit tanke und dann bezahlen will, möchte ich nicht gnädig warten, bis der Kassierer einem anderen Kunden seinen Kaffee und ein belegtes Brot gemacht hat. Ich wünsche Ihnen am Postamt einen Kunden, der gerade vor Ihnen ansteht und sich dann endlos vom einzigem Schalterbeamten den Unterschied zwischen drei Handy erklären lässt. Sie werden bestimmt sehr geduldig sein, weil die Post verdient am Handy ja viel mehr, als an Ihrer nebbichen 65 Cent Briefmarke ...
      Wo kaufen Sie einen Anzug lieber? In einem Geschäft, wo ein Verkäufer für Sie Zeit hat und notfalls auch gleich ein Änderungsschneider zur Stelle ist - oder in einem Laden, wo sie einen Verkäufer mit der Lupe suchen müssen und der Schneider nur an zwei Tagen in der Woche anwesend ist (weil das Unternehmen gewinnorientiert Personal einspart!)?
      Rationalisierung ja - aber nicht zulasten der Kunden und deren Zeit!
      Schlusssatz: gehen Sie doch einmal mit einem Briefträger einen Tag mit in seinem Rayon, beginnend in Allerherrgottsfrüh am Sortieramt. Und dann sagen Sie ihm, wo er Zeit vertrödelt hat, zu langsam gegangen ist, zu lange im Kaffeehaus gesessen ist, seine Arbeitszeit mit der Frau Nachbarin vertratscht hat..

    • GOP
      21. Januar 2013 19:41

      Politicus1:
      danke für Ihre fundierten Überlegungen. Aber vergessen Sie nicht, jedes Service sowie die Zeit muss im Verkaufspreis einkalkuliert werden. Natürlich können Sie einen Anzug auch bei Knize am Graben kaufen. Dort nimmt man sich viel Zeit für Sie, verwendet die besten Rohstoffe und hat auch ein "After-Sales-Service". Wenn Sie dann die Rechnung bekommen, müssen Ihnen der Mehrkosten dies auch wert sein.
      Ich bin mit meinem Postpartner sowie dem Zusteller sehr zufrieden, kritisiere aber die überzogenen Forderungen der Postgewerkschaft. Wie hier schon von anderer Stelle vermerkt wurde, ist die Post kein Monopolbetrieb mehr, muss sich dem Wettbewerb stellen und durch den Gang an die Börse ist die Unternehmensführung gezwungen, den Postbetrieb optimal zu gestalten. Sonst fällt der Aktienkurs, gibt es keine Dividenden, vertreibt mögliche Investoren und kostet schliesslich der Postführung die Posten. Daher sind Rationalisierungen ein Dauerthema. Hätte der Staat die Post im 100%igen Eigentum behalten, hätte er die genannten Sorgen nicht, müsste aber regelmässig aus dem Steuertopf Geld zuschiessen. Also doch wieder verstaatlichen?

  20. Observer
    20. Januar 2013 08:51

    Hier am Land ist alles anders. Wir haben kein Postamt mehr, dafür einen beliebten Postpartner, welcher auch mehr Öffnungszeiten aufweist. Die Eingangspost wird schon seit vielen Jahren von einer zentralen Zustellbasis (zuständig für über ein Dutzend Orte) ab 4 Uhr durch teilzeitbeschäftigte Damen vorsortiert, die Briefträger (nun eigentlich fast nur mehr Prospekt- und Paketträger) dürfen seit kurzem erst ab 6 Uhr in der Früh arbeiten und haben teilweise auch größere Zustellgebiete bekommen.

    Fazit: ich wohne in der sog. Einschicht und bekomme die Post statt bisher um 10 oder 11 Uhr nunmehr erst um 14 Uhr. Ein sog. "Dienst nach Vorschrift" - als Druckmittel gegen das eigenen Unternehmen - ist da erkennbar, da auch immer wieder auf die Beschwerdemöglichkeit bei diesen Umstellungen hingewiesen wird.

    Auf meinen vielen Auslandsreisen stelle ich in manchen Ländern (z.B. NZ, AUS, CAN) fest, dass es dort kaum mehr Postämter gibt und die Zustellungen meist - auch in den Städten - nur mehr bis zu zentral bzw. für mehrere Häuserblöcke verfügbare "Postfachinseln" erfolgt. Und die entlegenen Häuser mussten ihre Postkästen jeweils an den Hauptstrassen montieren. Für größere Pakete und Einschreibsendungen wird eine Verständigung zur Abholung beim nächsten Postpartner hinterlegt. Das funktioniert und niemand trauert den vor zig Jahren erfolgten zweimaligen Zusstellung pro Tag nach.

    Während es früher in Österreich für die vielen Urlaube und Krankenstände immer Springer verfügbar waren, werden nun - trotz gleicher intensiver Abwesenheit - die Vertretungen intern durch Kollegen aufgeteilt. Grundssätzlich muss man beim Einkommen zwischen den Längerdienenden (mit sog. goldenen Verträgen) und den später aufgenommenen Mitarbeitern (mit gleichen Arbeitsbedingungen) unterscheiden, da Letztere ein wesentlich geringers Einkommen haben. Daher würden diese Prvigelierten das Unternehmen auch nie freiwillig verlassen, obwohl sie sagen: "Die goldenen Zeiten sind für ewig vorbei". Somit kämpft die Gewerkschaft in erster Linie für die Pfründen der Alteingesessenen, obwohl fast alle als ÖGB-Mitglied verpflichtet wurden.

    Der ÖGB mit ihren Volkswirtschaftlern wollen noch immer nicht erkennen, dass ein nun an der Börse gelistetes Unternehmen (welches teilweise im Wettbewerb steht) von den Eigentümern gedrängt wird, mit rationellen Massnahmen auch Dividenden zu erzielen. Besonders schmerzhaft ist für die gelbe Post, dass die frühere eigene cashcow bzw. der Goldesel "Telefonverwaltung" schon lange völlig ausgegliedert wurde und daher diese Querfinanzierung nicht mehr verfügbar ist.

    • Observer
      20. Januar 2013 09:22

      Korrektur zum letzten Absatz:
      Der ÖGB mit seinen Volkswirtschaftlern ....

      (Im Konzept stand nämlich ursprünglich "Gewerkschaft")
      Sonst bekomme ich wieder einer Verweis zu meiner schlechten Grammatik. :-)

    • socrates
      20. Januar 2013 12:50

      Wien ist, Gott sei Dank, nicht ganz Österreich!

  21. Buntspecht
    20. Januar 2013 08:00

    Deshalb suche ich nur noch Postpartner auf und erspare mir diesen Ärger.

  22. Wertkonservativer
    20. Januar 2013 07:37

    Wir haben hier im Ort wirklich brave, servicebetonte Postler; daher möchte ich über ihn und seine Kollegenschaft nicht wirklich was kommen lassen, obwohl es natürlich - wie A.U. augenscheinlich ausführt - auch jede Menge präpotenter Postler gibt.

    Die Postlergewerkschaft ist mir schon wegen ihres bladen und extrem unsympathischen Oberkleifels richtiggehend unangenehm.

    Heute widme ich im Rahmen meiner Sonntags-Lyrikecke allen WIRKLICH armen und frierenden Menschen dieses schöne Gedicht unserer Christine Busta, die ich bereits in der Vorwoche erstmals zu Wort kommen ließ:
    "
    SPUREN IM SCHNEE

    Im Schnee lief eine Spur von bloßen Füßen.
    Sie ging verloren, irgendwo am Straßenrand,
    von Schuh'n zertreten, wehrlos, unerkannt.
    Nun werd' ich winterlang den Bruder suchen müssen.

    Im Schnee lief eine Spur von bloßen Füßen:
    wir gingen warm verhüllt durch dunkle Zeit.
    Weh uns, wenn wir dereinst den Frost der Herzen büßen!
    Sie ging verloren, irgendwo am Straßenrand ...

    Wen kümmert', ist man selber nur gefeit!
    Die Flocke schmilzt nicht mehr, denn lieblos ist die Hand.
    Von Schuh'n zertreten, wehrlos, unbekannt:
    dies ist das Ende. Niemand gibt Geleit.

    Ein böser Frost hat alle Tränen längst verbannt.
    Nun werd' ich winterlang den Bruder suchen müssen:
    vielleicht werd' ich am Wege selbst verschneit ...
    Wenn Gott uns fände? Ach, nur seinen Saum zu küssen!

    Im Schnee lief eine Spur von bloßen Füßen.
    Sie ging verloren, irgendwo am Straßenrand,
    von Schuh'n zertreten, wehrlos, unerkannt.
    Nun werd' ich winterlang den Bruder suchen müssen.
    "
    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      20. Januar 2013 13:21

      Erste Zeile der 3. Strophe:
      "Wen kümmert's, ist man selber nur gefeit!

  23. FranzAnton
    20. Januar 2013 06:45

    Es muss ein Gegengewicht zur Leitung eines Betriebes vorhanden sein, sonst feierten die Zustände des 19. jaherhunderts "fröhliche" Ur'ständ.
    ABER: Extremisten ruinieren allüberall ALLES, egal, ob auf Arbeitgeber - oder Arbeitnehmerseite.

  24. S.B.
    20. Januar 2013 01:39

    Sobald von einem gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer Leistung verlangt wird, fällt er augenblicklich totalem Widerstand anheim oder droht mit Generalstreik.

    Die zurecht privatisierte Post wird noch lange und schwer an diesen "Altlasten" zu tragen haben, aber die Zeit arbeitet glücklicherweise gegen solche Dinosaurier.

    • Brockhaus
      20. Januar 2013 01:46

      Deshalb bin ich dafür, die Gewerkschaften abzuschaffen. Schlag nach bei Stronach.

    • J.H.
      20. Januar 2013 04:08

      Denn bei der Post, geht's nicht so schnell.....................!

    • Wertkonservativer
      20. Januar 2013 12:31

      Nur, @ Brockhaus,
      auch wenn Sie dafür sind, die Gewerkschaften abzuschaffen: mit demokratischen Mitteln wird Ihnen das wohl nicht gelingen, da Gewerkschaften in aller Welt eben als legale Vertretung der übermehrheitlich nicht selbständig arbeitenden Menschen konstituiert sind.

      Was nutzt unser aller Frust und Wehklagen: sie sind da, ob es Ihnen und uns nun passt oder nicht!

      So ist die Welt im 21. Jahrhundert geschlichtet! Die Mehreren schauen halt auch darauf , ihre Interessen durch demokratisch legitimitierte Interessensvertretungen gewahrt zu wissen!
      (Damit das klar ist: ich bin Unternehmer und nicht gerade ein Gewerkschafts-Fan!)

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      20. Januar 2013 12:31

      Nur, @ Brockhaus,
      auch wenn Sie dafür sind, die Gewerkschaften abzuschaffen: mit demokratischen Mitteln wird Ihnen das wohl nicht gelingen, da Gewerkschaften in aller Welt eben als legale Vertretung der übermehrheitlich nicht selbständig arbeitenden Menschen konstituiert sind.

      Was nutzt unser aller Frust und Wehklagen: sie sind da, ob es Ihnen und uns nun passt oder nicht!

      So ist die Welt im 21. Jahrhundert geschlichtet! Die Mehreren schauen halt auch darauf , ihre Interessen durch demokratisch legitimitierte Interessensvertretungen gewahrt zu wissen!
      (Damit das klar ist: ich bin Unternehmer und nicht gerade ein Gewerkschafts-Fan!)

      (mail to: gerhard@michler.at)






verbleibende Zeichen: 2000

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden