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Die vielen Gründe für die Wehrpflicht. Und die wenigen dagegen drucken

Bei der Bundesheer-Abstimmung geht es um Österreich, um seine Sicherheit, um seine Mitbürger in Nöten. Dennoch sind die Volksbefragung und ihre Begleitumstände keineswegs dazu angetan, mich mit fliegenden Fahnen zur Abstimmung schreiten zu lassen. Aber alles in allem stoße ich jedoch deutlich auf mehr Gründe, die mich zu einem eindeutigen Abstimmungs-Ja zur Wehrpflicht veranlassen.

Unstrittig ist es für mich, jedenfalls hinzugehen. Denn wer sich in der Art des Heinz Fischer lebenslang um Entscheidungen drückt, gibt jenen recht, die dem Volk die Fähigkeit zur Mitentscheidung absprechen. Und das darf keinesfalls passieren, auch wenn diese Befragung in vielerlei Hinsicht ganz anders aussieht, als eine direkte Demokratie etwa nach Schweizer Muster organisiert sein sollte.

Was spricht für die Wehrpflicht?

  1. Demokratiepolitische Gründe sind wohl die stärksten für mein Ja – auch wenn sie direkt mit der Sachfrage nichts zu tun haben. Aber die unglaubliche Anti-Heeres-Hetze der Dichand- und Fellner-Medien (übrigens nach wie vor dick mit roten Anzeigen finanziert) und die nur wenig subtilere Einseitigkeit des ORF-Fernsehens zwingen einfach dazu, sich dem entgegenzustellen. Aus Gründen der politischen Hygiene ist es notwendig zu zeigen, dass sich die Bürger nicht von ein paar viertelgebildeten Geschäftemachern und Altachtundsechzigern, von deren wilden Falschmeldungen und Verzerrungen am Nasenring führen lassen. Die Arroganz und Machtanmutung dieses Drittklassjournalismus würden bei einem Erfolg ihres Anti-Bundesheer-Kampfes endgültig unerträglich. Sind sie doch jetzt schon viel zu mächtig und die Politik ihnen gegenüber viel zu knieschwach, wie etwa das Wehrpflicht-Umschwenken der Herrn Häupl und Darabos auf Befehl der Krone zeigt. Und wie auch die rechtlich extrem bedenkliche Verschleuderung unseres Steuergeldes zur Bestechung jener Medien durch eine Reihe von Spitzenpolitikern zeigt.
  2. Genauso stark sind die emotionalen Beweggründe, wenn man es so nennen will: der Patriotismus, der zu einem Ja bringt. Es geht einfach um das Zeichen, dass die Bürger bisweilen auch etwas für das Land tun müssen, wenn dieses noch als Gemeinschaft funktionieren soll. Und die Bürger sind auch in breitem Umfang durchaus bereit dazu – auch wenn sie sich naturgemäß nicht gerade um Pflichten drängen. Die Österreicher sind zum Gutteil gar nicht die prinzipiellen Schmarotzer, als die sie von der Politik eingeschätzt werden, die lediglich immer mehr Schulden zu Lasten der Zukunft und leistungsfreie Wohlfahrtsleistungen wollen. Trotz aller Fehler erscheint den Österreichern der Dienst im Bundesheer sogar noch als weit sinnvoller als die Verwendung der in Österreich exorbitant hohen Steuerleistungen – also der Erträge einer anderen Bürgerpflicht. Niemand hat Verständnis, wenn Geld für Salzburger Finanzjongleure ausgegeben wird, für jugendliche Bahnpensionisten, für die höchsten Förderungen Europas, für ein zum Nichtstun verleitendes Wohlfahrtssystem, für Tausende überteuerte öffentliche Betriebe und andere Unsinnigkeiten.
  3. Hinter der Antwort auf die Befragung steckt auch eine grundsätzliche weltanschauliche Frage. Es geht um das grundsätzliche Bild von Mensch und Staat, es geht um den Kampf gegen ein linkes Menschenbild, das Egoismus statt Verantwortung setzt, Sozialschmarotzertum statt Leistung. Letztlich geht es um eine Abwehr der ständigen Attacken auf alles, was die Menschen mit nicht-linkem Gedankengut imprägnieren könnte: auf die Wehrpflicht, auf die Familie, auf das Gymnasium, auf das Eigenheim (also auf Eigentumswohnung und Eigenheim statt Gemeindewohnung).
  4. Natürlich ist auch die Performance des Norbert Darabos ein Motiv. Es geht also um die Hoffnung, dass er – trotz der jetzigen halbherzigen Rückenstärkung durch seine Genossen – bei einer Niederlage gehen muss. Sein plötzlicher Schwenk in Sachen Wehrpflicht auf Verlangen der Krone beziehungsweise eines in Wahlkampfnöten steckenden Wiener Bürgermeisters war nur noch peinlich. Ähnliches gilt auch für sein jahrelang gezeigtes Desinteresse am Heer (als zuständiger Minister!); seine Vorliebe lediglich für die Sport-Kompetenz, bei der er so getan hat, als wäre wie im totalitären Systemen Spitzensport eine Staatsaufgabe und nicht einfach ein Geschäft und ein Beruf (womit sich Darabos freilich auch die volle Verantwortung für das Olympiadebakel aufgehalst hat); seine Probleme, auch nur einen geraden und sinnvollen Satz zu artikulieren; und insbesondere seine Neuverhandlung der Eurofighter-Beschaffung, die Österreich deutlich schlechtere Flugzeuge zu einem schlechten Preis gebracht hat.
  5. Bei aller Kritik an der Realität des Wehrdienstes, bei aller Notwendigkeit, sich mit den – freilich nur teilweise erfolgreichen – internationalen Versuchen Richtung Berufsheer auseinanderzusetzen: Die Konzeptlosigkeit ist erschütternd, mit der die SPÖ dieses nun in Österreich einführen will. So etwas könnte man überhaupt nur mit einem schrittweisen Plan und sorgfältiger Vorbereitung tun – sonst drohen Jahrzehnte des sicherheitslosen Vakuums in einer Übergangsphase.
  6. Auch wenn sich die SPÖ mit fast ständigen Neuberechnungen ihre Ideen schön zu rechnen versucht hat; auch wenn es keine unabhängige und seriöse Studie zu all diesen Fragen gibt: Man kann eigentlich keine Zweifel haben, dass ein Berufsheer mehr kostet. Wer auf dem freien Arbeitsmarkt Soldaten finden will, muss mehr zahlen als für gesetzlich Verpflichtete. Zusätzlich entdecken beim Wehrdienst so manche ihre Lust am Heer, die sonst erst mit teuren Werbekampagnen angesprochen werden müssten. Bezeichnend ist die einhellige Meinung der Schweizer Regierung, also des mit Österreich am ehesten vergleichbaren Landes: Das heutige Milizsystem (=Wehrpflicht) sei das kostengünstigste und flexibelste Modell für die Schweizer Armee.
  7. „Wehrpflicht abschaffen, sagt die Vernunft“: Wenn der SPÖ in ihren Flugblättern schon auf die Sprüche der Billa-Werbung verfällt, ist das auch nicht gerade ein professionelles Zeichen (das aber nur als Argument am Rande).
  8. Erstaunlich ist, dass die SPÖ – traditionell eine Kaderpartei, in der blinder Gehorsam erste Genossenpflicht ist ,– eine ganze Reihe ihrer Bundesländer-Organisationen und Abgeordneten nicht auf die Berufsheer-Linie bringen konnte. Auch das beweist, wie fragwürdig die Argumente von Darabos, Faymann und Häupl sind.
  9. Die sicherheitspolitische Ahnungslosigkeit der SPÖ erreichte in den letzten Stunden vor der Abstimmung noch einen Höhepunkt: Klubobmann Josef Cap behauptete in einer Fernsehdiskussion lautstark, dass Griechenland nicht Mitglied der Nato wäre.
  10. Zumindest widerlich sind die linken und offensichtlich bezahlten Kampfposter, die immer in Wahlkämpfen in den Internet-Foren auftauchen. Viele von ihnen haben sich nachweislich ganz frisch erst im Wahlkampf registriert (dort wo das notwendig ist). Und regelmäßig verschwinden sie dann genau eine Woche nach der Abstimmung wieder. Aber immerhin. Sie könnten ja auch gleich am Sonntag um 17 Uhr abgedreht werden.
  11. Absurd sind Strafanzeigen der Grünen, weil Bürgermeister in Kolumnen für ein Abstimmungsverhalten plädiert haben (was anderes ist es freilich, wenn rote und schwarze Ortsvorsteher das in amtlichen Aussendungen getan haben, was unakzeptabel ist). Damit haben sich die Grünen verstärkt als Rekordhalter in Sachen skurriler Anzeigen positioniert.
  12. Besonderen Zorn hat ein linker Verfassungsprofessor ausgelöst (ein regelmäßiger Verbündeter vor allem der Grünen, außer wenn es um seine eigene Universität geht): Er prophezeit, dass internationale Gerichte die Wehrpflicht auch auf Frauen ausdehnen würden. Das ist nicht nur juristisch ein sehr bemühtes Argument – auch wenn zugegebenermaßen viele Gerichte zunehmend zu originellen statt konsequenten Urteilen neigen. Diese Professoren-Aussage ist aber durch den Zeitpunkt jedenfalls sehr leicht als bloße Wahlkampf-Polemik durchschaubar: Wenige Tage vor der Volksbefragung plötzlich von etwas zu schwadronieren, was vielleicht und eventuell in zehn oder zwanzig Jahren judiziert werden könnte, reduziert einen solchen Juristen auf die Rolle des Propagandisten einer Partei.
  13. Wenn man aber schon die Verfassung bemüht: Es sind eindeutig die Linksparteien, deren Forderungen gegen die Verfassung verstoßen. Was an sich ja legitim ist, aber aus einem anderen Grund stört: Wenn eine rechte Partei Änderungen der Verfassung vorschlägt, brechen in den Medienkommentaren gleich Verfassungsbogen und Rechtsstaat tosend zusammen, wird gleich eine dritte Republik ausgerufen. Wenn es Linke tun, wird das Thema Verfassungsbruch nicht einmal erwähnt.
  14. Zurück von Rot und Grün zum Bundesheer. Man kann keine Zweifel haben, dass eine Abschaffung der Wehrpflicht (in welcher juristischen Form auch immer) praktisch nicht mehr reversibel wäre. Es würde nämlich in einer internationalen Krise als gefährliches Eskalationszeichen und als Provokation angesehen werden, wenn man wieder die Wehrpflicht einführt. Und dennoch würde es dann ja noch Jahre dauern, bis man wieder eine brauchbare Menge an einsetzbaren Milizsoldaten hat.
  15. Nur sehr naive Geister und völlig unhistorisch denkende Menschen können glauben, dass in der Mitte Europas der ewige Friede ausgebrochen wäre. Die Geschichte zeigt: Auch aus völlig friedlichen, stabilen Situationen, in denen weit und breit keine Gefahr zu drohen scheint, entwickeln sich regelmäßig nach einigen Jahren wieder explosive Lagen. Auch nach dem Wiener Kongress oder dem Jahr 1867 hatten viele an den ewigen Frieden geglaubt . . .
  16. Es gibt einige jetzt schon absehbare Gefahren, die zu auch militärisch explosiven Situationen führen könnten: die Massenmigration nach Europa (die weitaus größte der Geschichte, in der noch jede Massenmigration irgendwann zu Kämpfen geführt hat), der islamistische Terrorismus, das demographische Vakuum, Europas vermeintlicher Reichtum.
  17. Ein häufig gebrauchtes Anti-Wehrpflicht Argument lautet: „Im Kampf gegen Terrorismus brauchen wir Profis“. Das gilt jedoch nur für die unmittelbare Befreiungsaktion etwa nach einer Geiselnahme. Wenn man aber – beispielsweise – an eine Situation denkt, in der ein Giftanschlag auf Trinkwasser angedroht wird: Dann braucht es alleine zum Schutz der Wiener Wasserleitungen viele Tausende, ja Zehntausende Soldaten. Ähnliches gilt für Hunderte andere Objekte, wie Bahnhöfe oder Kraftwerke.
  18. Selbst wenn es gelingen sollte, wenigstens die versprochenen Mindestzahlen an Berufssoldaten zu finden (was viele Beispiele aus anderen Staaten mit niedriger Arbeitslosigkeit als extrem unwahrscheinlich erscheinen lassen): Dann besteht das künftige Heer mit Sicherheit aus einer negativen sozialen Auslese, und keineswegs aus „Profis“. Zu einem Freiwilligenheer gehen dann vor allem Rambo-Typen, jene, die gerne im Wald Krieg spielen und alle, die auch bei einem guten Arbeitsmarkt keinen Job finden können. Die Daten zeigen ganz klar (auch wenn die neuerdings ideologisch geführte Statistik Austria sie zu unterdrücken versucht): Arbeitslos sind vor allem Ausländer, und da wieder vor allem jene ohne irgendeine Bildung. Das ergibt dann ein Heer, das deutlich weniger Sicherheit ausstrahlt, auch wenn es die gleiche Zahl von Panzern haben sollte.
  19. Neben den nicht seriös prognostizierbaren militärischen Sicherheitsrisken ist die Katastrophenhilfe eine zentrale Aufgabe eines Heeres. Auch wenn man natürlich hier ebenfalls nie weiß, ob und wann eine Katastrophe eintritt. Aber zu deren Aufarbeitung braucht es jedenfalls immer wieder auch die Masse an Wehrdienern – und nicht nur irgendwelche imaginäre Profis.
  20. Besonders ärgerlich war in diesem Zusammenhang die ostösterreichische Schneekatastrophe der vergangenen Tage: Während niederösterreichische Gemeinden zu Recht einen Assistenzeinsatz des Heeres gegen die Schneemassen angefordert und bekommen haben, hat Wien (und das Burgenland)  darauf demonstrativ verzichtet. Motto: Wir lassen lieber den öffentlichen Verkehr fast einen ganzen Tag lang kollabieren als zuzugeben, dass das Bundesheer und seine vielen Wehrpflichtigen in der Not absolut sinnvoll und notwendig sind. Aber vielleicht stellt ja Wien trotz seiner Schuldenverdopplung binnen zwei Jahren jetzt Tausende Schneeschaufler rund ums Jahr an, um in den Tagen des Bedarfs einschlägige „Profis“ zur Verfügung zu haben.
  21. Angesichts des sich signifikant verschlechternden Gesundheitszustandes junger Menschen (Stichworte Übergewicht, Allergien, Bewegungsmangel, Medikamentenmissbrauch) ist die einzige Pflicht-Begegnung vieler Menschen mit einem Arzt zwischen Schule und Totenbeschau alleine schon den halben Wehrdienst wert.
  22. Natürlich hat der Wehrdienst auch wichtige pädagogische Aufgaben. Ist doch bei so manchen jungen Menschen die Pflicht, sein Bett zu machen, etwas, mit dem sie noch nie in ihrem Leben konfrontiert worden sind. Zum sinnvollen Pflichten-Lernen gehört auch pünktlich aufzustehen, seinen Kasten aufzuräumen, sich selbst um sein Gewand zu kümmern, Schuhe zu putzen, sich in eine Ordnung einzufügen und vieles andere mehr.
  23. Und zu guter letzt sei der Zivildienst genannt: Der ist in Zeiten der spürbar werdenden demographischen Katastrophe immer wichtiger, ja längst unverzichtbar geworden. Was in der Zeit des Kalten Krieges und seiner drohenden Massenarmeen noch als Kriegsdienstverweigerung schwer unsolidarisch war, ist unter vielfach geänderten Verhältnissen heute zum Eckstein der sozialen Betreuung geworden. Das heißt freilich nicht, dass nicht auch beim Zivildienst grobe Missbräuche abzustellen wären ( Einsätze in Parteiorganisationen etwa oder Auslandsaufenthalte auf Staatskosten).

Diese Gründe bringen mich in der Summe zu einem klaren Ja zur Wehrpflicht. Dennoch haben mich einige andere Faktoren bei diesem Ja ziemlich gestört.

Die Gründe des Zweifels

  1. Hauptgrund, weshalb ich bisweilen mit einem Nein zur Wehrpflicht liebäugelt habe, ist die Tatsache, dass die Pro-Wehrpflicht-Kampagne vor allem von Offizieren betrieben worden ist. Diese aber sollten sich eigentlich – genauso wie der Verteidigungsminister – zurückhalten und die Frage den Bürgern überlassen. Schließlich müssen Offiziere wie Minister ja in der Demokratie so und so den Willen des Souveräns erfüllen. Vor allem haben beide in dieser Frage durchaus auch sehr persönliche Interessen im Spiel. Auch Lehrer sollte ja nicht die Schulpolitik entscheiden.
  2. Vielen Offizieren und Unteroffizieren – also den „Profis“ – ist nie bewusst geworden, dass jede Sekunde eines Pflichtdienstes von totaler Sinnorientierung geprägt sein muss. Dass es eigentlich ihre oberste Pflicht sein müsste, ständig für einen sinnvollen Wehrdienst ihrer Untergebenen zu sorgen. Es geht also um die Pflicht zum Dienst an den Dienstpflichtigen. Jeder Leerlauf, jedes Gelage, jede Scheinbeschäftigung, jede Schikane ist da ein Verbrechen. So wie jeder Steuer-Cent eigentlich nur extrem sparsam ausgegeben werden dürfte, müsste auch mit jeder Pflicht-Sekunde, zu denen man junge Menschen zwingt, extrem sorgfältig umgegangen werden. Und das ist vielen der Beamten in Uniform nicht wirklich klar. Irgendwie herrscht da in manchen Offiziers-Casinos wohl noch der altadelige Geist aus Zeiten, da für sie die Wehrpflichtigen in Masse ungebildete Bauernlümmel waren, die scheinbar meilenweit unter den überwiegend adeligen Gold-Trägern stehen. Auch viele Unteroffiziere sind diesem Dienst an Dienstpflichtigen psychisch nicht gewachsen.
  3. Zu diesem Missbrauch eines Pflicht-Dienstes gehört als augenfälligstes und verbreitetstes Exempel der Einsatz von Wehrpflichtigen als Gratiskellner für Offiziere und Unteroffiziere. Bei einem Besuch in der israelischen Armee habe ich gesehen, wie sich Offiziere, Mannschaften, ausländische Gäste und natürlich auch weibliche Soldaten völlig gleichberechtigt bei der Essensausgabe anstellen müssen und nebeneinander sitzen. Österreich stellt ja auch seinen Sektionschefs – also Beamten, deren vermeintliche Bedeutung mit jener höherer Offiziere vergleichbar sind, – keine Gratiskellner zur Verfügung. Auch sie müssen sich anstellen oder im Gasthaus die Dienste eines Kellners selbst bezahlen.
  4. Eine empörende Attacke auf die Aufgaben der Landesverteidigung war die Einstellung der Miliz-Übungen durch den unglückseligen Ex-Minister Günther Platter (ja genau, das ist jener Mann, der jetzt in Tirol auch das Gymnasium demolieren will). Das hat den Sicherheitswert des Wehrpflichtigen-Heeres arg vermindert. Noch empörender ist, dass keine Partei derzeit laut nach einer zumindest teilweisen Reaktivierung der Miliz verlangt.
  5. Fast zu einer Wahlenthaltung hätte mich die Feigheit von ÖVP und FPÖ gebracht. Beide trauen sich nicht mehr, für eine Nato-Mitgliedschaft zu plädieren. Dabei hatten diese beide Parteien einst vehement (und mit guten Gründen) nach einer solchen verlangt. Sie geben sich heute populistisch und krampfhaft als Retter der Neutralität, als ob diese noch in irgendeiner Weise eine Bedeutung hätte.

Ganz unabhängig vom Ausgang der Befragung müsste eine ganze Reihe von Aufgaben auf der Tagesordnung stehen. Die aber so oder so wohl wieder nicht angegangen werden.

Die To-do-Liste

  1. Österreich müsste (so wie jedes andere Land) alle ein bis zwei Jahre breit angelegte Analysen der Risken und Gefahren vornehmen, die dem Land in der Zukunft drohen könnten. Dazu zählen derzeit zweifellos an besonderer Stelle auch die Risken durch die gewaltigen Haftungen und Kredite für Griechenland&Co (und deren drohendes Platzen). Ein Eckpfeiler dieser Analysen müssten aber immer auch jene Gefahren sein, die nur militärisch beantwortet werden können. Auch diese sind ohne jede Political Correctness auszusprechen. Während manche Gefahren aus Gründen der PC verschwiegen werden, wird dauernd von Klima-Gefahren geredet und viel Geld für deren Abwehr ausgegeben. Dabei würden ja eventuelle Klima-Veränderungen in Wahrheit auch viel Positives bringen (ganz abgesehen von der Frage, ob sie überhaupt menschlich beeinflussbar sind).
  2. Auf eine solche Gefahren-Analyse müsste regelmäßig eine Strategie-Analyse aufsetzen. Also die Suche nach den besten Instrumenten, um konkrete Gefahren zu beantworten. Das heißt im militärischen Zusammenhang: Wofür braucht es eine Masse an Wehrpflichtigen, wofür hochgradige Spezialisten?
  3. An dieser Stelle könnte und müsste endlich auch eine ruhige Debatte über die Tabu-Themen Neutralität und Nato einsetzen. Freilich gebe ich zu, realpolitisch wird es vorerst nicht dazu kommen. Aber man darf sich ja auch einmal etwas wünschen.
  4. Als nächstes müsste eine Strategie entwickelt werden, wo man Spezialisten (Cyber-War-Experten, Piloten . . .) überhaupt herbekommt. Denn weder die diversen Darabos-Modelle noch die Wehrpflicht werden sie liefern. Spezialisten findet man nur durch viel Geld (so wie man ja auch nur durch Geld viele Milizsoldaten für Auslandseinsätze gefunden hat).
  5. Nach diesen drei Stufen sind dann die Kosten zu prüfen. Wobei man natürlich auch immer zu dem Schluss kommen kann: Zu teuer, dieses oder jenes Risiko gehen wir halt ein (so wie die öffentliche Hand ja auch oft das Risiko von Fremdwährungskrediten eingegangen ist).
  6. Selbstverständlich wäre auch längst schon die Dienstpflicht für Frauen zu thematisieren. Es braucht Frauen (die Mehrheit der Studenten ist heute weiblich!) genauso als Sprachen- und Sicherheits-Spezialisten wie auch für soziale Aufgaben. Das Erfreuliche ist: Mit welcher Frau man auch spricht, der Großteil vor allem der jungen ist durchaus bereit zu einer Dienstpflicht. Sie meinen im Gegensatz zu den Berufsfeministen die Gleichberechtigung nämlich ernst. Solche Fragen werden den Bürgern aber nicht vorgelegt.
  7. Unabhängig vom Ausgang des Referendums täte dem Heer auch ein forcierten Abbau seines personellen Wasserkopfs gut. Das heißt: rapider Abbau von Overheads, von Sektionen, von Kommanden, bis hin zu den Landesmilitärkommanden und so manchen Musikkapellen.
  8. Selbstverständlich müsste eine allgemeine Dienstpflicht auch Untaugliche erfassen. Wer nicht zum Heer kann oder will, kann ja jedenfalls zum Zivildienst und zu einer sitzenden Aufgabe wechseln. Auszunehmen sind nur alle jene, die trotz aller Inklusions-Moden nicht imstande waren, einem normalen Unterricht zu folgen.
  9. Und ganz unabhängig von Heer und Zivildienst darf keinesfalls der Kampf um die direkte Demokratie aufgegeben werden. Also um verpflichtende und verbindliche Referenden, sobald ein Volksbegehren genügend Unterschriften findet. Dabei muss es um einen klaren Gesetzestext gehen. Dabei braucht es eine längere und ruhige sachliche Vorbereitung jedes einzelnen Votums. Dabei braucht es die Zurückhaltung der Parteien, die niemals aus einem Referendum einen Probegalopp für Wahlen machen dürfen. Dabei braucht es auch die Expertisen parteiunabhängiger Think tanks und Institute. Da es die derzeit in Österreich leider kaum gibt, wird man oft auch Ausländer dazu holen müssen.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHummel
    26x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Januar 2013 09:55

    Bei der ganzen Diskussion vermisse ich aber einen, für mich aber wesentlichen, Aspekt. Man stelle sich vor, es wird ein Berufsheer gegründet unter der Führung eines Sozialisten. Wo ein Sozialist ist, sind auch mehrere andere. Und so hat man recht schnell ein Heer das, nach österreichischen Gepflogenheiten, in der Hand einer Partei ist. Und diese Partei kann sich die Soldaten alleine nach der politischen Gesinnung aussuchen. So wie es eben bei der ÖBB auch ist. Nur mit dem Unterschied, dass diese gesinnungstreuen Soldaten Waffen in der Hand haben !
    Ich traue den Sozialisten mittlerweile schon fast alles zu (siehe Propagandakrieg aller gekauften Medien bei dieser Volksabstimmung) und damit traue ich denen auch zu, dieses Heer gegen politische Gegner einzusetzen !
    Das will ich meinen Kindern ersparen !

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Januar 2013 15:24

    Da ich es selbst schwerlich richtig beurteilen kann, was tatsächlich für Ö besser ist, die Wehrpflicht oder ein Berufsheer----aber eher zur allgemeinen Wehrpflicht neige---- bin ich darauf angewiesen, auf Meinungen von Menschen zu hören, denen ich UNEINGESCHRÄNKT mein Vertrauen schenken kann.

    Obwohl für mich ohnehin feststeht, daß ich morgen für die Beibehaltung der Wehrpflicht stimmen werde, ist es einerseits der Kommentar von Dr. Unterberger, der mich, würde ich noch schwanken, restlos überzeugt, andrerseits sind es aber auch die eindrucksvollen, glaubwürdigen Kommentare einer ganzen Reihe von Blogpartnern, die ich seit langem sehr zu schätzen gelernt habe---und die, so denke ich, auch genau wissen, wovon sie schreiben.

    Dazu kommt dann noch die unglaublich penetrante "Werbung" für ein Berufsheer von allen Sprachrohren der Sozialisten (und deren grünem Appendix), nämlich sämtlicher Gattungen der Medien. Diese widerliche MANIPULATION, der wir Österreicher in Rundfunk und Fernsehen ausgesetzt waren, spottet jeder Beschreibung.

    Es gehört den LINKEN ein ordentlicher DENKZETTEL verpaßt, nicht nur wegen ihrer allgemeinen Präpotenz, sondern va deshalb, weil alles, was die in die Hand nehmen, gründlich SCHIEFGEHT! Warum sollte es diesmal anders sein???

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Januar 2013 13:54

    Der große Volksverführer, Bruno Kreisky, war der erste österreichische Politiker, der mit der Verlockung eines kürzeren Grundwehrdienstes, das Bundesheer für seine Wahlkämpfe entdeckte. Davor haben ihm die 68iger mit ihren Friedensutopien die Stimmung aufbereitet.
    Sein damaliger Kronprinz, Hannes Androsch, war bei diesem Wahlkampf themenführend mit dabei.
    Seit dem haben die Roten in allen Parteien ständig das Bundesheer auf allen Fronten demontiert. Es klingt daher besonders zynisch, wenn sich jetzt ein Androsch hinstellt, und meint, 6 Monate seien für die Militärausbildung zuwenig, daher brauchen wir ein Berufsheer.

    Ich hatte eine hervorragende militärische Ausbildung. Ich hatte obendrein das Glück, einer Hochgebirgstruppe zugeteilt gewesen zu sein. Als Offizier der Reserve habe ich ein ganzes weiteres Jahr bei diversen Manövern und freiwilligen Waffenübungen gedient, und war immer mit Begeisterung dabei. Ich halte zu meinem Truppenkörper immer noch engen Kontakt, und beobachte wie sehr diese Entwicklung verunsichert. Aber in meiner Garnison ist der Wille zur Verteidigungsbereitschaft für unser schönes Land ungebrochen.

    Morgen gehen meine Frau, unsere schon wahlberechtigten Kinder und ich geschlossen zur Volksbefragung, und werden für die Wehrpflicht stimmen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcarambolage
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Januar 2013 01:57

    Ein Propagandist des Berufsheeres meinte im Ernst, dass ein Berufssoldat Sandsäcke professioneller füllen könnte als ein Wehrdiener.
    Da sieht man, wie weit manche Sesselfurzer von der Realität entfernt sind und was diese schon alles als schwierige Aufgabe erachten.
    Ich selbst habe als Wehrmann bei der Maul- u. Klauensäuche mitgeholfen, dass sich diese nicht verbreitet und schließlich eingedämmt wurde.
    Im Notfall (Katastrophenfall) kann man sich dann mit der Gewerkschaft herumschlagen, was die Herrn und Damen der Berufssoldaten geneigt sind zu unternehmen. Ein Depp arbeitet, zwei schauen zu.

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  1. xRatio (kein Partner)
    21. Januar 2013 15:07

    So erfüllt sich das Wort von Thomas Jefferson, daß Demokratie herrscht, wenn 2 Wölfe und ein Schaf darüber entscheiden was es zu fressen gibt.

    Nach diesem Motto funktioniert der demokratische Sozialstaat, und die dazugehörige Prostitutionswissenschaft Ökonomie.

    Doch genauso wie eine Gesellschaft verdummt wenn sich nur mehr die Unterschicht vermehrt, wird sie auch verarmen wenn an die Stelle von Kapitalschaffung die Kapitalumverteilung tritt.

    Schwerer als die ökonomischen Schäden, wiegt dabei die fortschreitende Dezivilisierung durch den Verlust von Recht und Moral.

    Drastisch demonstriert durch das Votum pro Sklavenhaltung.

    xRatio

  2. panzerechse (kein Partner)
    21. Januar 2013 12:47

    Höre derzeit vom Rundfurunkel ständig, daß die "Alten" für das Wahlergebnis "verantwortlich" sind... Gern hätte ich eine Volksbefragung über irgendeine Steuererhöhung. Es würde sich herausstellen,, daß die wirklichen, richtigen SteuerZAHLER in der Minderheit sind... In dem Fall würde das weder das Rundfurunkel noch ev. die "Jungen" stören...

    • Harald M. (kein Partner)
      21. Januar 2013 13:18

      Beim Sozialismus geht es darum, dass eine Mehrheit auf Kosten der Minderheit leben möchte, und das mit Solidaridät begründet. Bei den Steuern wie der Wehrpflicht/Zivi. Es war schon immer klar, dass viele "Bürgerliche" eigentlich versteckte Sozen sind. So wie Sie einer sind.

    • panzerechse (kein Partner)
      21. Januar 2013 21:56

      Harald M. (kein Partner),

      Sie sind ziemlich vertrottelt... aber... was solls... Die Gesamtschule gitbt's schon länger, als Sie ahnen... babali... Pseudo-Liberaler-Sozentrottel!

    • Maybach (kein Partner)
      22. Januar 2013 10:18

      Konservative beschimpfen sich gegenseitig als Sozen, besser gehts nicht. Deswegen werdet Ihr auch nie wieder irgendwas zusammenbringen. Noch depperter als die Roten seid Ihr selbst.

    • november (kein Partner)
      22. Januar 2013 11:00

      @gepanzerter Dinosaurier

      Das tiefe Niveau Ihres Postings bestätigt, was ich befürchtet habe. Dass Sie ein nichts anderes als eine linke Zecke sind, ein schmarozzender Sozi, der mit nassen Fetzen davongejagt gehört.

    • november (kein Partner)
      22. Januar 2013 11:03

      Hoppla ;-)

      Sind wir jetzt quitt, Herr Bauer? Genug mit unseren Kindereien?

    • Erich Bauer
      22. Januar 2013 11:13

      Aber ja, Herr :-) So gefallen Sie mir :-)

  3. O-no (kein Partner)
    21. Januar 2013 11:35

    Ach Herr Dr. Unterberger "Fast zu einer Wahlenthaltung hätte mich die Feigheit von ÖVP und FPÖ gebracht. Beide trauen sich nicht mehr, für eine Nato-Mitgliedschaft zu plädieren."

    Das taten die zwar nicht , aber das BZÖ schon.
    Und die FPÖ damals(1999-2005) war eigentlich das BZÖ.

    Das entspricht sogar Tatsachen.

    Richtig hätte es heißen müsen: "Die Feigheit von SPÖ und Grünen" (denn diese waren gegen die Wehrpflicht aber hatten Null zur Nato und Neutralitäts Stellung genommen...

    • Behaimb (kein Partner)
      21. Januar 2013 12:37

      Wozu sollten wir NATO-Mitglied werden? Damit die Amis bei uns Radarstationen aufstellen dürfen?

  4. Neppomuck (kein Partner)
    21. Januar 2013 11:25

    Ein Minister hat wieder einmal bewiesen, wie recht doch Ezra Pound* hatte:

    "Regieren ist die Kunst (naja, ich meine eher "die Fertigkeit") Fehler zu machen, mit deren Lösung man das Volk in Atem halten kann."

    *geb. 1885 in Hailey/USA, gest. 1975 in Venedig)

  5. cmh (kein Partner)
    21. Januar 2013 11:22

    Weil mir gerade wieder einmal unbestellterweise die Info-Zeitung der Stadt Wien in die HBFA aka Briefkastl gelegt wurde:

    Ich bekomme langsam den Eindruck, dass sich mein Begriff von Demokratie, zumal der direkten nicht dem Zerrbild, das diese beamteten Zeitungsfritzen davon haben deckt.

    Da steht doch tatsächlich gelb unterlegt:

    "Direkte Demokratie ist Respekt vor einer anderen Meinung."

    Blöder geht es wohl nicht mehr. Castingartiges Voten für eine "Meinung" wird mit partizipativer Entscheidungsfindung verwechselt. Die Verantwortung für etwas zu übernehmen und die Folgen danach zu tragen wird mit Geschmacksfragen gleichgestellt.

    Gerade keinen Respekt vor anderen Meinungen zu haben ist doch der Motor, dass überhaupt nach anderen Möglichkeiten gesucht wird. Über Möglichkeiten wird doch befunden und nicht über die Plaisierchen von Kevin und Jessica.

    Respekt ist im übrigen ein gefährliches Wort, hat es sich doch aus der krausen Gedankenwelt der Museln, die damit ihre Gewalttaten zu rechtfertigen versuchen in die zwar ebenso krause Gedankenwelt der im Gemeindeauftrag kritzelnden Kevins und Jessicas eingeschlichen.

    ----

    Dann wird man noch aufgefordert, die Übersendung einer Wahlkarte durch Boten/Botin zu beantragen. Es wäre zu überlegen, die Zustellung durch eine Botin zu verlangen und vom Boten nichts anzunehmen.

    ----

    Neinnein.

    Die Österreicher brauchen keine direkte Demokratie.
    Sollten sie nach direkter Demokratie verlangen, dann sind sie sowieso zu dumm dafür.
    Sollten Sie zum Abstimmen doch nicht zu dumm sein, dann sind die Fragen so zu stellen, dass alle möglichen Handlungen von sämtlichen anzukreuzenden Alternativen gedeckt sind.
    Sollte dennoch ein eindeutiges ERgebnis herauskommen, dann verzögern verschleppen und sich dummstellen und die Wähler als dumm hinstellen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      21. Januar 2013 13:13

      Respekt muss man sich verdienen, einen Rechtsanspruch diesbezüglich gibt es nicht.
      Ich kann - auch Unfug - "respektieren", das ist aber eine Frage der persönlichen Toleranz.
      Wer "Tolleranz" so versteht, wie hier zu lesen ist, sollte sich aus meinungsbildenden Prozessen heraushalten.

      Und letztlich zur "direkten Demokratie":
      "Direkt" heißt "der kürzeste Weg".
      Wenn die Platzhalter der "repräsentativen Demokratie", also die Parteioberfrösche, gegen die Bürger regieren (was mittlerweile zur Tagesordnung geraten ist), dann braucht ein vernünftiges Staatswesen demokratischen Zuschnitts die Möglichkeit eines Korrektivs für diese Fehlleistungen.

      Das kann, vor allem bei gebotener Eile, nur in direkter Form geschehen.
      Zu sagen "die Bürger, die wir jahrzehtelang blöd gemacht haben, sind unfähig zu wissen, was für sie gut ist und was nicht" entspricht zwar der Grundhaltung der Kaderparteien Rot, Schwarz und Grün, ist aber nichtsdestoweniger Unfug.
      Man kann niemanden blöd machen, der es nicht schon wäre (Demenz) bzw. kann nur dumme Leute (Dogmatiker) für dumme Argumente erwärmen.
      Und so viele Dumme gibt es nicht in Österreich.
      Was gestern bewiesen wurde.
      Womit dem Volke, zumindest in dieser Frage, eine "Inkompetenzkompensationskompetenz" (Copyright Odo Marquardt) zu bescheinigen ist. Was Lust auf "Mehr" erwecken sollte.

      n.b. zum wiederholten Male:
      "Blöd" - mangelnde Erkenntnisfähigkeit,
      "dumm" - mangelnde Erkenntnisbereitschaft.

      Dies nur, um jedem die Möglichkeit der profunden Selbsteinschätzung zu eröffnen.

    • Weninger (kein Partner)
      21. Januar 2013 16:15

      @Neppomuck
      "der Grundhaltung der Kaderparteien Rot, Schwarz und Grün"

      ähh, und Blau??

    • cmh (kein Partner)
      22. Januar 2013 22:25

      Respekt habe ich nur vor den Naturgewalten. Unfug kann man also nur insoweit respektieren, als man in ihm eine Naturgewalt erkennt, denn gegen die Dummheit kämpfen sogar die Götter vergeblich.

      Tolerieren kann ich die Naturgewalten aber nicht.

  6. rundertischdgf (kein Partner)
    21. Januar 2013 09:35

    Ihr glücklichen Österreicher, wir Deutschen nördlichen des Inns haben diese Möglichkeit nicht!

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/01/21/kriege-in-der-welt-und-die-deutschen-schreibtischtater/

  7. Leopold Koller (kein Partner)
    21. Januar 2013 05:46

    Na GsD ist die Mehrheit der Oesterreicher doch noch nicht ganz sozialistisch verseucht. 60 zu 40 ist ein beachtliches Ergebnis. Ein Sieg der Vernunft!

    • phaidros
      21. Januar 2013 07:08

      Allgemeine Dienstpflicht ist kein sozialistisches Ergebnis?

    • panzerechse (kein Partner)
      21. Januar 2013 08:33

      Abgelutscht und durchsichtig diese "Sozialismusverdacht"-Ansage. Die ÖH hat sogar eine "Zwangsneurose". Das Wohlwollen der "Liberalen" ist ihnen damit sicher...

    • november (kein Partner)
      21. Januar 2013 09:25

      Vernunft ist das nicht unbedingt. Jetzt muss man nur noch den Grundwehrdienst mit Sinn erfüllen. Dafür braucht es eine strategische Austrichtung und eine entsprechend intensive Ausbildung. Nur leider fehlt der Wille und vor allem das Geld. Letzteres hat FM Fekter schon bestätigt.

    • phaidros
      21. Januar 2013 09:33

      Abgelutscht und durchsichtig diese "Liberalismusverdacht"-Ansage.

      Machen wir mal ganz langsam, lassen Sie sich Zeit:

      » a l l g e m e i n e Dienstp f l i c h t« .... »S o z i a l i s m u s«

      Dämmert da was?

      Wenn Sie sich noch immer schwertun, schlagen Sie nach, was »sozius« bedeutet (cmh wird es Ihnen vermutlich auch gerne erklären)

    • Maybach (kein Partner)
      21. Januar 2013 10:28

      @phaidros
      Wie immer bestimmen gerne Konservative und "Liberale", was (in ihren Augen) Sozialismus ist, etwa frei nach Lueger. Der Zwang darf nur nicht von der falschen Seite kommen :-)
      Genauso wie die immer wieder gern gehörte Ansage, dass Hitler ein Sozi war, aber die Freunde des kleinen Mannes Haider, Strache und Co natürlich nie nicht ...

    • phaidros
      21. Januar 2013 10:35

      Hallo, Maybach! Schön, wieder was von Ihnen zu hören!

      Sie haben ja so recht!

      In dem Zusammenhang: Ich weiß nicht, ob http://www.andreas-unterberger.at/2013/01/elektronische-nachlese-einer-volksbefragung/ schon allgemein zugänglich ist, aber dort kabbel ich mich gerade mit einem, der partoût nicht sozialistisch gewählt haben will. (sonst morgen reinschauen, ist ganz witzig)

      LG ph.

    • Maybach (kein Partner)
      21. Januar 2013 10:59

      @phaidros
      Ich bewundere Ihren unermüdlichen Einsatz gegen verstockte Konservative, Nationale und Sozis aller Couleur wirklich, insbesondere beim Thema Klimawandel, das ein rotes Tuch für alle Konsis ist, denn was gut für die Wirtschaft ist, kann ja niemals schlecht für Umnwelt oder Menschen sein, nicht wahr. Aber, ehrlich gesagt mir wäre es zu blöd und ist es meist auch, mich für den Einwurf simpler Fakten in eine Egomanen-Diskussion als "Linker" beschimpfen zu lassen. Es gibt viel linke Dumme und Gauner, aber diese Auswahl hier zwischen stockkonservativ und dumpfnationalen Gemütern bringt manchmal mein Blut in Wallung. Trotzdem Hut ab vor Ihrem Einsatz.

    • phaidros
      21. Januar 2013 11:40

      Danke.

      Es ist lähmend, aber wenn überhaupt niemand mehr Fakten einwirft, dann hebt der Blog hier ja völlig ab. Vielleicht sollte man das zulassen, damit das entstehen kann, was sich hier offenbar ein paar wünschen: ein Tummelplatz einer abgedrehten, verschrobenen, realitätsfernen, fakten- und argumentresistenten und einzig selbstgefühlten »Elite«.

      Mail würde mich freuen (november natürlich dito!)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Maybach (kein Partner)
      21. Januar 2013 12:09

      @phaidros
      "einzig selbstgefühlten »Elite«."

      So ist es leider auch zum Großteil, gegen Undine und Co sind selbst Fr. Rosenkranz oder Fr. Winter von der FP noch linksliberale Bildungsbürger.

    • panzerechse (kein Partner)
      21. Januar 2013 12:38

      Links"Liberale", wie Sie, brauchen mir nix zu erklären... Trotzdem erkläre ich Sie zum "Liberalsten" im ganzen Land. Sie und xRatio müssen halt gemeinsam am obersten Stockerl Platz finden. Vorschlag: ihr haltet euch gegenseitig fest...

    • phaidros
      21. Januar 2013 12:40

      Warum fürchten Sie sich eigentlich so vor Liberalen, dass sie ununterbrochen dagegen losziehen? Und zwar immer nur mit »liberal« (inklusive den Anführungszeichen) im Köcher, aber niemals auch nur dem Hauch eines Arguments dazu. Was ist so schlimm an liberal?

    • panzerechse (kein Partner)
      21. Januar 2013 12:57

      Die "Liberalen" braucht man nicht zu fürchten. Das sind Weicheier, die im Fauteuil vor sich hinsinnieren und sowieso höchstens auf einen "grünen" Zweig kommen... Ausnahmen sind sehr selten... aber es gibt sie...

    • phaidros
      21. Januar 2013 13:21

      Aha. Und warum dann Ihr unentwegtes Gegackere?

    • Maybach (kein Partner)
      21. Januar 2013 13:50

      @phaidros
      Uh da macht einer wird ganz auf ultraharten Ledernacken. Welche politische Überzeugung hat wohl einer, der auf Sozis, Grüne und Liberale schimpft? Genau.

    • Mitte (kein Partner)
      21. Januar 2013 14:26

      Ein Dinosaurier in seinem Panzer kann mit dem Begriff liberal eben nichts anfangen. Deshalb sterben's auch aus, die armen Viecherl.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      22. Januar 2013 04:02

      Na sowas. Jetzt hat der was weiss ich was auch noch eine Sockenpuppe.

    • Erich Bauer
      22. Januar 2013 11:21

      Maybach (kein Partner),
      "... Genau..."

      Verletz'ns Ihna net. Mit der Nazikeule muß man umgehen können...

    • Maybach (kein Partner)
      22. Januar 2013 13:23

      Mit der genauso dämlichen Sozikeule aber auch. Ihr seids immer dort empfindlich, wo Ihr etwas sehr wohl von anderen einfordert. Rote Deppen sind nicht schlimmer als blaue Deppen.

  8. Anonymer Feigling (kein Partner)
    20. Januar 2013 23:22

    Wenn ich so die nach geschlagener Wahl die Wiener Bezirksergebnisse anschaue, dann bin ich doch froh und stolz darauf, in einem Bezirk zu leben mit dem größten Widerstand.

    LG

    • Maybach (kein Partner)
      21. Januar 2013 10:29

      Lassens mich raten, es ist ein "bürgerlicher" Bezirk? Oh Wunder.

  9. xRatio (kein Partner)
    20. Januar 2013 22:45

    All diese ethisch gewissenlosen BefürworterINNEN der Wehrsklaverei
    setzen sich bei nächster Gelegenheit mit exakt denselben "Argumenten"
    wie für die "Wehrpflicht" auch für eine "Polizeipflicht" ein.

    Dann folgen Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung etc.
    Hauptsache, man selbst bleibt verschont von der bejubelten Sklavenhaltung.

    Hauptsache man spart ein paar Euros, die innere und äußere Sicherheit ohne männliche Zwangsarbeiter nun mal kosten könnten.

    Sind halt ethisch und moralisch nicht mehr ganz dicht, die Austriaken.
    Sozialisten reinsten Wassers, schlimmer noch als ihre SPÖVP, die sie jetzt wieder auf stramm linken Kurs gebracht haben.

    Interessant wäre es, die Meinungen zu diesem Skandal mal nach Geschlecht und Alter aufzudröseln.

    xRatio

    • november (kein Partner)
      20. Januar 2013 22:47

      Die Alten und die Männer waren für den Zivildienst (und die Wehrpflicht), die Jungen und die Frauen eher dagegen.

    • xRatio (kein Partner)
      20. Januar 2013 22:59

      Woher wollen Sie das wissen???????????????
      Ich WETTE, das ist genau anders rum.

      xRatio

    • november (kein Partner)
      20. Januar 2013 23:01

      http://orf.at/stories/2162287/2162256/

      Glauben Sie es ruhig. (Bei Wetten mit mir verlieren Sie meist.)

    • xRatio (kein Partner)
      20. Januar 2013 23:16

      @november (kein Partner) 20. Januar 2013 23:01

      Jaja, glaube keiner Umfrage, die Du nicht selbst gefälscht hast.
      Dazu noch "im Auftrag des ORF".
      Naja, vielleicht wars/ists bei den Jüngeren wohl auch die (gerade überstandene) Befürchtung, daß sie selbst dran kommen könnten.

      xRatio

    • november (kein Partner)
      20. Januar 2013 23:30

      "Jaja, glaube keiner Umfrage, die Du nicht selbst gefälscht hast.
      Dazu noch "im Auftrag des ORF"."

      Richtig. Bei aller Skepsis denke ich aber, dass diese Analyse weitgehend korrekt ist.

      "Naja, vielleicht wars/ists bei den Jüngeren wohl auch die (gerade überstandene) Befürchtung, daß sie selbst dran kommen könnten"

      Sehr wahrscheinlich. Und die jungen Frauen werden auch einen Grund haben, warum sie den Zivildienst/Grundwehrdienst ihrer Freunde ablehnen.

      Wenn das nur kein Pyrrhussieg für die ÖVP wird. Ich erwarte mir jetzt, dass alle Jungmänner mit noch mehr Disziplin und Drill zu wahren Kämpfern an modernen Waffensystemen ausgebildet werden. Nur so kann eine sinnvolle Militärausbildung aussehen. (Das könnte aber auch den eigentlich erwünschten Zulauf zum Zivildienst gewährleisten)

      Ich nehme an, dass es einen Grund gegeben hat, dass wir bereits nach der ersten Woche unseres Grundwehrdienstes am Wochenende nach Hause gehen durften. Möglicherweise gar nicht, weil man uns Jungen keine Härte zumuten konnte sondern vielleicht weil das Geld nicht da war, um den beamteten Ausbildnern die Wochenendzulage zu zahlen. Unsere Finanzministerin hat aber schon gesagt, dass es kein höheres Verteidigungsbudget geben wird...

    • phaidros
      20. Januar 2013 23:35

      1. Woche nach dem Grundwehrdienst oder der Grundausbildung?

    • november (kein Partner)
      20. Januar 2013 23:37

      Nach der allerersten Woche, also fünfeinhalb Tage nach der Einrückung.

    • phaidros
      20. Januar 2013 23:38

      Das ist ja noch schlimmer als die schlimmsten Szenarien, mit denen ich mir hier die Finger wund geschrieben habe! Ich rede die ganze Zeit davon, dass nach 6 Wochen Grundausbildung nichts mehr passiert.

      Helm ab zum Gebet.

    • november (kein Partner)
      20. Januar 2013 23:45

      In meinen acht Monaten war ich zweimal am Schießstand, manche meiner Kameraden sogar nur einmal. Ich habe in meiner kompletten Militärzeit nicht einmal ein ganzes Magazin verschossen (und nein, ich war kein Systemerhalter). Ein hoher Offizier hat mir einmal bestätigt, dass finanzielle Probleme die Ursache waren. Es wird noch schlimmer werden.

    • phaidros
      20. Januar 2013 23:46

      .... soll heißen: wer noch einen Helm bekommen hat. Sonst halt: Kappe ab zum Gebet.

    • panzerechse (kein Partner)
      21. Januar 2013 07:21

      xRatio (kein Partner),

      Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der "Liberalste" im ganzen Land?

      Ich habe Sie vorgeschlagen für eine Ehrenurkunde. Aber auch Linksliberale sollen so ein Papierl bekommen. Dann können sich die Linksliberalen und die Rechtsliberalen (bzw. Pseudo-Objektivsten) sich das gegenseitig sonstwohin stecken. Mehr kann man als "Liberaler" nicht tun.

      Denn leider ist der "Liberalismus" nur so ein Gefühl, insbesondere ein Überlegenheitsgefühl, so eine Lebensart halt. Und bekanntlich kann man mit Gefühlen nicht arbeiten...

    • Mitte (kein Partner)
      21. Januar 2013 08:11

      @xRatio, einen Dienst an der Gesellschaft als "Sklaverei" zu bezeichnen ist man nur von den ultralinken Hartz-IV-Streichlern im benachbarten Lande gewohnt, wenn jemand von den Daueralimentierten zum Schneeschaufeln oder Salzstreuen aufgefordert wird.
      Interessant, dass Sie sich mit denen auf eine Stufe stellen, kaum dass Gefahr droht, dass auch Sie einen Dienst für die Allgemeinheit ableisten sollen.
      Da sieht man mal wieder, dass jede noch so hehr vor sich hergetragene Ideologie einen Dreck wert ist, wenn es an die eigene Substanz geht.

    • phaidros
      21. Januar 2013 08:15

      einen Dienst an der Gesellschaft als "Sklaverei" zu bezeichnen

      Naja, @Mitte, die Genfer Menschenrechtskonvention tut es. Und verbietet aus diesem Grund jeden anderen als militärischen Dienst zur Behauptung der staatlichen Souveränität und (meines Wissens später dazu gekommen) dessen Ersatzdienst.

      Aus dem, was einst ein Ersat war, wurde über die Jahre einfach eine Umgehungskonstruktion.

    • Mitte (kein Partner)
      21. Januar 2013 10:29

      Die ganze Volksbefragung war illegal, da sie sich erstens mehrheitlich an Menschen wandte, die von dem Problem nicht mehr oder sowieso niemals betroffen sind und andererseits die Mehrzahl der Menschen, auf die dieses Problem zukommt, ausgeklammert hat.
      Die Genfer Menschenrechtskonvention verbietet auch die Unterschiede in den Zugangskriterien zur Staatsbürgerschaft. Damit hat Österreich aber kein Problem.

    • xRatio (kein Partner)
      21. Januar 2013 14:44

      @Mitte

      Auch "legale" Sklaverei ist Sklaverei.

      Der Erwerb der Staatsangehörigkeit steht im absolut freien Ermessen eines jeden Staates.
      Völkerrechtlich ist da rein gar nichts geregelt, auch nicht in Ihrer "Genfer Menschenrechtskonvention", von der Sie keinen blassen Schimmer haben.

      Sie lügen, haben keine Ahnung, können nicht einmal logisch denken.
      Typisch für durch und durch unmoralische linke Raffkes und Sklaventreiber.

      xRatio

    • Mitte (kein Partner)
      21. Januar 2013 16:04

      Willkürlich festgelegte unterschiedliche Kriterien widersprechen dem Gleichheitsgrundsatz, der auch in den Menschenrechten gefordert wird.

      Aber das Einfordern breit angelegter Rechte bei gleichzeitigem Geifern gegen alles, was nach Pflicht riecht, lässt auf Sozialschmarotzer oder geisteswissenschaftlichen Langzeitstudenten schließen; egal, der Unterschied ist marginal. Ich tippe eher auf den Studioso, wegen der präpotenten Besserwisserei des selbstgefühlten Avantgardisten der künftigen Wissenselite.

      Liberalismus ist was Feines, wenn man sich die Rosinen rauspickt und auf den trockenen Teig spuckt.

      Die Teilnahme an demokratischen Prozessen, der Schutz der Grundrechte der Gemeinschaft und die Verteidigung des Vaterlandes sind Aufgabe jedes Staatsbürgers; aber die durchgefaulte und verweichlichte Outsourcing-Generation hat ja keinen "Bock" mehr, für die ihnen eingeräumten Plätze auf den weichen Fernsehsesseln der westlichen Gesellschaft auch nur einen Finger zu rühren.
      Armutschgerl, die laut kläffen, wenn man von ihnen mehr erwartet als Klugscheißerei.

    • xRatio (kein Partner)
      21. Januar 2013 20:45

      @Mitte (kein Partner) 21. Januar 2013 16:04

      Ihr dämliches Gewäsch ändert nichts an meinem Urteil über Ihr dämliches Gewäsch.
      Sie haben von nichts eine Ahnung, nicht mal vom Liberalismus, schwatzen nur linkisches dummes Zeug.
      Dümmer gehts nimmer.

      Liberale fordern nichts weiter als vom Staat und ungebildeten, verblödeten Proleten Ihrer Sorte in Ruhe gelassen zu werden.

      xRatio

  10. november (kein Partner)
    20. Januar 2013 22:40

    Die Österreicher mögen es gemütlich und lieben offenbar ihr Bundesheer und ihren Zivildienst. Und ja nichts ändern.

    Rein rechtlich ist ein Pflichtdienst nur im Zusammenhang mit der Landesverteidigung erlaubt. Und diese sollte hauptsächlich, wenn nicht ausschließlich, nach sicherheitspolitischen und militärischen Kriterien bewertet werden. Diese Art der Debatte hat es aber überhaupt nicht gegeben, stattdessen sind beide Seiten mit Populismus und Emotionen dahergekommen. Die Umfrageergebnisse zeigen ganz deutlich, dass auch bei den Wählern militärische Argumente praktisch keine Rolle gespielt haben. Politik muss nicht immer logisch sein, das muss man eben akzeptieren.

    Vox populi hat gesprochen.

  11. ViennaCodePoet (kein Partner)
    20. Januar 2013 20:18

    gegen Berufsheer - für Zivildienst

    womit das Heer den Weg der Selbstverreckung zügig weiter geht - Pazifistenherz was willst du mehr

    interessant wird sein wie sie den Zulauf zum Zivildienst stoppen wollen...

    • Jennerwein (kein Partner)
      21. Januar 2013 10:33

      Die verrückten Grünen glauben ja tatsächlich über das Berufsheer eher ihr Ziel der Gesamtabschaffung des Heeres zu erreichen, wie naiv!

  12. noch (kein Partner)
    20. Januar 2013 19:30

    wo bleibt die Volksabstimmung über die Beibehaltung der Grossen Koalition?

    Oder war sie das gerade?

  13. Dorbert Naraboasch (kein Partner)
    20. Januar 2013 19:17

    Ich spreche Sie an als Norbert Darabosch.

    Trittzuuuuuuuuuuuuuuu Rück

  14. Lendfai (kein Partner)
    20. Januar 2013 18:26

    In Wien waren nach ersten Hochrechnungen knapp 54 Prozent für ein Berufsheer.

    Angesichts der "Kriegsberichterstattung" der mit Steuergeld gefügig gemachten SPÖ-Vorfeld-Gratismagazine "heute" und "Österreich" ist dieses Wiener Ergebnis eine Ohrfeige für die totalitäre Wiener SPÖ.

  15. Gasthörer (kein Partner)
    20. Januar 2013 18:08

    Ich habe gerade eine Stunde ORF geschaut und komme zum Schluss, die SPÖ muss gewonnen haben, denn laut Tarik Leitner:

    -waren 49% gar nicht bei der Abstimmung und nur 29% haben für die Wehrpflicht abgestimmt.
    -das heißt, dass eigentlich 71% der Österreicher gegen Wehrpflicht sind
    -außerdem haben in Wien 54% für ein Berufsheer gestimmt
    -und der Chef des Personenkommitees "Berufsheer", Herr Androsch wurde als einziger in der Hofburg interviewt - das heißt seine Fraktion muss wohl gewonnen haben.
    -als Androsch auch noch Pröll zitierte, "Österreich kommt auf absehbare Zeit an einem Berufsheer nicht vorbei" war mir klar, dass es kommen wird, das Berufsheer.

    Was mich wundert, ist, dass hier im Internet die neue schöne ORF Realität gar nicht nicht geteilt wird. Phöse Phöse!

    PS.: Warum hat der ORF Politologe Filzmaier einen Knopf im Ohr? Ich dachte, der komme ohne einsagen aus....

  16. Raul Hendvai (kein Partner)
    20. Januar 2013 17:28

    Norbert Darabos

    Ihr Rücktritt bitte!

    Aber zackig!

    • DailyMirror (kein Partner)
      21. Januar 2013 08:12

      Für Darabos wäre es wohl wirklich besser zu gehen. Denn die ÖVP redet zwar jetzt salbungsvoll davon, ihn bei Reformen bestmöglich zu unterstützen, in Wirklichkeit wird sie ihm aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Bein stellen - zum Gaudium des Boulevards. Das würde ich mir an seiner Stelle nicht antun.

  17. ex sozi (kein Partner)
    20. Januar 2013 17:26

    ich bin der meinung...

    dass alle sozis, die für die Wehrpflicht gestimmt haben, endlich die Zeichen der Zeit erkennen sollen und aus der Österreichverräterpartei austreten.

    Diese Partei wird von ihrem Zersetzungskurs nicht mehr abkommen, weil es sich um selbsternannte Gutmenschen handelt, deren einziges Ziel ist, der Welt zu zeigen wie gut und tolerant sie sind. Jeder der nicht ihrer Meinung ist, ist zweifellos ein Nazi.

    • wadlbeisser
      20. Januar 2013 18:11

      Also die professionellen Gutmenschen sitzen immer noch bei den Grünen.

    • exsozi (kein Partner)
      20. Januar 2013 18:53

      das ist richtig, wenn man die prozentuellen Verhältnisse betrachtet. Weil die SPÖ Basis ja tatsächlich noch verantwortlich für das Land zeigt. Dieses ganze Gehabe der politischen Korrektheit, und diese Abgrenzung gegenüber allem was aus der Sicht eines Anarchisten als Rechts gilt, also die vollkommene Suspendierung jeder Pflicht gegenüber der Gesellschaft wird immer mehr zum Selektionskriterium für alle die in der SPÖ aufsteigen wollen. Nur die SPÖ am Land kann sich noch leisten dieses WIR Gefühl zu aktivieren, ohne nicht gleich in den Verdacht der Wiederbetätigung zu geraten. Die heutige SPÖ begreift sich tatsächlich im Abwehrkampf gegen den Nationalsozialimus. Das "niemals vergessen" wird zum alles bestimmenden Prinzip. Der Kampf gegen Rechts zur politischen Formel.

      Die Kader von Grünen und SPÖ widersprechen einander nur mehr bei Verkehrsthemen. Sonst sind sie ideologisch vollkommen gleichgeschalten.

    • byrig
      20. Januar 2013 21:50

      erfrischend richtige analyse und offene worte,exsozi!

  18. cmh (kein Partner)
    20. Januar 2013 17:12

    Jetzt um 17.08 ist Vorarlberg komplett und Steyermark fast ganz ausgezählt, in Wien noch kein einziger Wahlkreis auch nur teilausgezählt.

    Liegt das an den nicht vom Schnee geräumten Straßen in Wien? Oder haben die Zigeunerbarone aus den Türkenkaffehäusern noch nicht geliefert?

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 17:28

      Es gibt da so gewisse Vorurteile den Burgenländern gegenüber.

      Dumm und undankbar nämlich.

      So schaut das Ergebnis in diesem Bundesland aus, das bis vor Kurzem durch den Grenzsicherungseinsatz des Bundesheeres geschützt werden musste.

      Wohl nur vor finanziellen Verlusten.

  19. phaidros
    20. Januar 2013 17:12

    Gratulation den Befürwortern der Wehrpflicht und Glückwünsche der Republik Österreich!

    Denn wir werden das Glück brauchen, dass auf absehbare Zeit weiterhin kein anderer Einsatz als Schneeschaufeln nötig werde.

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 17:24

      Das war doch keine Wahl. Glückwünsche sind daher nicht angebracht.

      Es ist jetzt nur zu hoffen, dass die Volksvertreter die Botschaft verstehen:

      Vor allem die roten Vertreter ihrer Wähler sind nicht vom Volk beauftragt, die Republik in ihrem Sinne umzubauen.

      Wenn jemand in einer krankheitsbedingten labilen Verfassung ist, sollte er nicht aus Jux und Tollerei dem Staat Millionen an Kosten für Sinnloses versuchen. Auch dann nicht, wenn derjenige Bürgermeister ist. Es wäre gut, wenn Häupel zugeben würde, dass er für sein Amt nicht mehr fit genug ist. Wissen tut er es sicher.

      Man kann zwar jeden Tag klüger werden und manchmal erfordert es radikale Meinungswechsel. Diese Fälle sind aber immer begründbar. Seine Fahne aber so skrupellos in den Wind zu hängen wie Darabosch, sollte eigentlich einen totalen Vertrauensverlust implizieren und für eine weitere Übernahme von Ämtern zumindest für einige Zeit disqualifizieren. Wenn daher jemandem zu gratulieren ist, dann den Burgenländern, denen ein Landeshauptmann Darabosch aller Wahrscheinlichkeit erspart bleibt. Außer die Partei bestellt Ostermayer.

    • Peter L.@ (kein Partner)
      20. Januar 2013 17:24

      Dem möchte ich mich anschließen!

    • phaidros
      20. Januar 2013 17:28

      Völlig einverstanden, cmh! (Und für die »Glückwünsche« lesen Sie bitte den 2. Satz in meinem Posting oben nochmal!)

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 17:32

      phaidros

      Kennen Sie die 36 Strategeme der Chinesen?

    • phaidros
      20. Januar 2013 17:38

      Ja, aber ich stehe auf der Leitung: warum fragen Sie?

  20. Brigitte Imb
    20. Januar 2013 17:02

    WEHRPFLICHT 60% Berufsheer 40%

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      20. Januar 2013 17:13

      Erfreulich! Schneidig!
      Jetzt fehlt nur noch ein Volksbegehren, das dem Heer ein vernünftiges Budget verschafft, die Wasserköpfe der Generalität rabíat reduziert und den Wehrdienst durch intelligente Inhalte aus der Lethargie weckt.
      Herzliche Grüße!

    • phaidros
      20. Januar 2013 17:23

      Lieber Marcus, ich wiederhole: nenne mich bitte nie wieder naiv.

    • phaidros
      20. Januar 2013 17:26

      (in der Sache hast Du natürlich recht: Verdopplung des Budgets und Verlängerung auf mind. 10 Monate, besser 12, GWD + Wiedereinführung der Milizübungen sind anzustreben)

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      21. Januar 2013 16:35

      @phaidros:

      Wie schön, dass wir einmal einer Meinung sind! Darüber freu' ich mich — ebenso wie über den emsig fallenden Pulverschnee in Norddeutschland.

      D'accord auch voll & ganz mit Ihrem Statement:

      20. Januar 2013 17:26
      (in der Sache hast Du natürlich recht: Verdopplung des Budgets und Verlängerung auf mind. 10 Monate, besser 12, GWD + Wiedereinführung der Milizübungen sind anzustreben)


      So tät's gehen, wird's aber leider nicht. Noch nicht jedenfalls.

    • Pumuckl
      21. Januar 2013 16:38

      @ phaidros 17:26

      Tut richtig gut, Ihnen einmal zu 100% zustimmen zu können!

  21. Segestes (kein Partner)
    20. Januar 2013 16:26

    In meiner steirischen Heimatgemeinde (3500 EW), in deren Gemeinderat 50 Prozent Sozis sitzen, haben die Leute mehrheitlich für die Wehrpflicht gestimmt.
    In erster Linie kamen ältere Leute, ab ca 50, um ihre Stimme abzugeben.

    Genau das habe ich prophezeit.
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit bleibt uns unsere geschlechterungerechte Operettenarmee erhalten. Und auch der staatssozialistische Zivildienst, mit seinen Dumpinglöhnen.

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 17:07

      Dazu muss man kein Hellseher sein.

      Kräht der Wähler auf dem Volksbefragungsmist,
      ändert sich die Wehrpflicht, oder sie bleibt wie sie ist!

      oder

      Auf eine blöde Frage gehört eine blöde Antwort.

      Jetzt werden Sie unsere Volxvertreter halt etwas mehr anstrengen müssen.

  22. Brigitte Imb
    20. Januar 2013 16:13

    Auf "facebook" postet jemand bei "Pro-Wehrpflicht", daß in Wiens Wahllokalen nur BLEISTIFTE und keine Kugelschreiber ausgelegt sind. Kann das jemand bestätigen?

    • phaidros
      20. Januar 2013 16:27

      Gatterhölzl (Wien 12) : in Ordnung; Kugelschreiber.

    • terbuan
      20. Januar 2013 16:36

      Brigitte,
      ich war heute um 8:00 in meinem Wahllokal, in beiden Wahlkabinen waren die Kugelschreiber unbenützbar (man konnte einfach kein deutliches Kreuz machen), ich reklamierte und bekam von einem Wahlhelfer einen persönlichen Kugelschreiber geliehen, so sah es aus! :-)

    • terbuan
      20. Januar 2013 16:43

      Ergänzung: Wahlsprengel 47, "Haus Döbling", 1190, Grinzinger Allee 26

    • ProConsul
      20. Januar 2013 17:29

      1010 Wien, Kugelschreiber

    • Gismor (kein Partner)
      20. Januar 2013 17:47

      Brigitte Imb
      Ja auch in unserem Wahlbezirk (erzrot) in OÖ. gab es nur Farbstiffte. Ich sprach es im Wahllokal an und meinte, dass man Farbstifte ausradieren könnte, aber man ignorierte es. Zumindest konnte ich es mir nicht verkneifen zu erwähnen, dass ich ihnen alles zutraue!

  23. nometa (kein Partner)
    20. Januar 2013 15:02

    Sie wollen junge Männer also weiterhin Zwangsarbeit verrichten lassen. Gut - das sagt alles über Sie aus.

    Übrigens sollten Sie sich im Klaren sein, dass Zwangsarbeit für die Gemeinschaft so ziemlich das Sozialistischste ist, was es gibt.

    Also dann, Genosse Unterberger, ich warte auf einen Artikel, der wieder einmal wirklich informativ ist.

    Freundschaft!

    • wadlbeisser
      20. Januar 2013 18:18

      ...also die wiener roten müssen schon gewaltig muffensaussen haben, wenn sie in der rotte hier einfallen und ihre propaganda reinpressen müssen...

  24. november (kein Partner)
    20. Januar 2013 15:00

    Selbst in meiner sehr sozialistischen Heimatgemeinde eine leichte Mehrheit für die Wehrpflicht. Offenbar haben mehr Sozis als erwwartet dafür gestimmt. Österreichweit rechne ich mit einer deutliche Mehrheit für die Wehrpflicht.

    Also weitere Jahrzehnte absoluter Stillstand.

  25. Brigitte Imb
    20. Januar 2013 14:48

    In unserem Ort sind bei einer Wahlbeteiligung v.65% ohne Wahlkarten, 75 % für die Wehrpflicht.
    Leider sind wir nicht repräsentativ für ganz Ö., aber ich hoffe doch, daß es sich pro Wehrpflicht ausgeht.

  26. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    20. Januar 2013 14:47

    Was als erstes auffällt, ist, dass der A.U.-Artikel den Nichtpartnern - wie üblich- nicht einige Tage vorenthalten wird, sondern gleich zugänglich ist.

    Der Grund liegt auf der Hand. Es sind nur mehr wenige Stunden zur Volksbefragung. Danach kann der Artikel keinen Einfluß mehr auf den Ausgang der Befragung nehmen.

    Soll die offensichtliche Manipulation den Leser erreichen und beeinflussen, dann funktioniert das eben nur, wenn das Gekritzel den Leser vor der Befragung erreicht.

    Inhaltlich ist der Text selbst für A.U. unterdurchschnittlich.
    Er wirkt trollig und lächerlich zugleich.

    Wer soll A.U. jetzt noch Ernst nehmen?

  27. panzerechse (kein Partner)
    20. Januar 2013 14:41

    Panzerschlacht im Marchfeld wurde verboten. Hm... Eine effiziente Panzerabwehr wär' vielleicht trotzdem nicht schlecht. Und wenn die Panzerabwehr die Panzer, denen das Einrollen verboten ist, zerstört hat und die "Befreiungsarmee" nur noch mit Infanteristen-Touristen sich die Gegend anschauen möchte... Dann wär's vielleicht gar nicht schlecht wenn wir (natürlich ist das unfair) diese dann mit Panzern "begrüßen"... Wär' doch was... Hehehe... Gleich meldet sich unser Blog-Navy-Seal...

  28. Gismor (kein Partner)
    20. Januar 2013 14:32

    Helena P. Blavatsky Warnung von 1879 vor der Verschwörung

    Andere Kulturen nachäffen führt zum Untergang - "Wann immer der Geist des Nachäffens das Herz einer Nation - die arme Arbeiterklasse - ergreift, verschwindet dort das Element der Nationalität. Dann befindet sich das Land am Vorabend des Verlustes seiner Individualität, und alle Dinge werden sich zum Schlechten wenden."
    - Helena P. Blavatsky: Collected Writings XIII:186

  29. panzerechse (kein Partner)
    20. Januar 2013 14:29

    (Zitat: AU) - Feigheit von ÖVP und FPÖ

    Aufgrund dieser Tatsache kann ich mir auch durchaus eine "kreative Auszählung" dieser Umfrage vorstellen! Die Drei vom Pfandhaus (History Channel). Das Pfand sind WIR!

  30. cmh (kein Partner)
    20. Januar 2013 14:27

    Woran kann man eigentlich erkennen, ob Häupel gerade in einem bewussten roten, oder einem unbewußten alkoholinduzierten blauen Intervall ist?

    Seine Forderung, auch die Ganztagsschule derart abstimmen zu lassen sollte eigentlich reichen, ihn mit nassen Fetzen aus dem Amt zu jagen. So unzuständig und so vorlaut.

    Tatsächlich sollten zuerst einmal die aus heiterem Himmel beschlossene Verlängerung der Legislaturperiod abgestimmt werden. Man hat die jetzt einmal unerlaubt und probeweise eingeführt und jetzt muss man angesichts der Arbeitsverweigerung von Regierung und Parlament hinsichtlich Wehrdienst und natürlich auch angesichts der Performance der Koalition in den letzten fünf Jahren einfach sagen, dass eine größere Problemlösungskompetenz nicht damit verbunden ist.

    Dauerte die Legislaturperiode auch 10 Jahre, diese Holzköpfe und Flachwurzler würden sich die ganzen 10Jahre tögeln. (Herr Tögel, bitte um Verständnis, das ist ein tiroler Fachausdruck und hat selbstverständlich nichts mit Ihnen zu tun.) Nur bei einer Verkürzung der Legislaturperiode würden diese Herren endlich zu arbeiten anfangen, nachdem ihnen das Geld für die ständigen Wahlkämpfe ausgegangen ist. Vielleicht?

    Spricht man mit den Nationalratsabgeordneten und höheren Funktionären beider Parteien, dann kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass die allesamt glauben: "WAs jetzt noch stört ist der Wähler."

    • november (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:31

      Aller Erfahrung nach würde eine Volksbefragung über die Gesamtschule sehr wahrscheinlich das Gymnasium für Jahrzehnte einbetonieren. Also sollte man in diesem Fall Häupl unterstützen.

  31. Eulenspiel (kein Partner)
    20. Januar 2013 14:26

    Aus welchen überwiegenden Gründen verzichten viele Staaten (EU) auf die Vorteile einer allgemeinen Wehrpflicht?
    Werden andernorts die Segnungen dieser Institution nicht erkannt?

    Gibt es darüber eine Diskussion in Brüssel? Eine Empfehlung?

    Aus welchen Gründen wird das vorhandene Begeisterungspotential der Frauen für den militärischen Dienst nicht gehoben?

    Allgemein wäre noch festzustellen, dass der Zeitrahmen von sechs oder neun Monaten nicht "in Stein" gemeißelt sein sollte.
    Eine Verpflichtung für ein volles Jahr wäre durchaus vertretbar und sicher im Sinne der jungen Menschen und ihrer Einstellung zum Dienst am Vaterland - schließlich bekommen sie während des weiteren Lebens wieder viel zurück.

    Natürlich darf kein Vergleich mit der Schweiz gezogen werden: Wo jeder seine Waffe, Uniform und Ausrüstung zu Hause hat. Wo jeder seinen Platz im Falle einer Mobilisierung kennt. Wo jährlich in zahlreichen Übungen geprobt wird. Wo der Wehrersatzdienst eingeschränkt ist (ca. 5000 in Jahre 2012).

  32. F. V. (kein Partner)
    20. Januar 2013 14:07

    Wenn ein Kampf-"poster" 34 von 158 Beiträgen - über 20% - liefert, hat er wohl nicht besseres zu tun bzw. muß sich für den Nabel der Welt halten.

    Das grenzt ja schon an Selbstgespräche.

    • Book
      20. Januar 2013 15:01

      dafür ist dieser Poster jetzt so erschöpft, dass er sich ein paar Tage Auszeit nehmen muss. Gott sei Dank!

    • panzerechse (kein Partner)
      20. Januar 2013 15:18

      Außer dieser hinterhältige AU zündelt wieder mit dem "Klima", welches nur mit einem Berufsheer geschützt werden kann. :)

    • Zeitmanager (kein Partner)
      20. Januar 2013 15:23

      Er ist sich auch nicht zu blöd, um sich über sein eigenes (sic!) schlechtes Zeitmanagement zu beklagen.

      Empfehle daher: http://www.wifiwien.at/eShop/BBdetails.aspx/Kurse/@/bbnr/253242/

    • phaidros
      20. Januar 2013 15:35

      (in eigener Sache ;-) ):

      LOL - na so viel Zeit, dass ich Postings zähle, habe ich jedenfalls nicht.

      Und wenn mir G'scheitester A öffentlich, zusammenhanglos und off topic vorwirft, dass unser Verein im Koma läge und es dem G'scheitesten B zu viele Postings sind - na, dann dürften wir es unterm Strich so schlecht nicht gemacht haben.

    • Zeitmanager (kein Partner)
      20. Januar 2013 15:47

      Oja, sorry, aber Du bist ein Trottel. Vielleicht bemüht, aber leider ein Trottel. Wobei, ich will nicht so arg beleidigend sein. Tollpatsch trifft es vielleicht besser. Die Angelsachsen würden über Deinen Blogauftritt eher sagen, Du bist ein "pain in the ass". Mach aber bitte weiter, ist sooooo wichtig.

    • phaidros
      20. Januar 2013 15:53

      Danke für Deinen Zuspruch, G'scheitester C! ;-)

    • Komadiagnose (kein Partner)
      20. Januar 2013 16:10

      Wieso? G'scheitester A hat recht. BIÖ liegt im Koma.

      Erfolge erzielt: 0
      Postings im AU-Blog: Millionen. Erfolg: 0

    • phaidros
      20. Januar 2013 16:14

      Ach, Koma ist, wenn man keine Erfolge hat?

      Wieder was gelernt.

      Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

      (Kein weiterer Kommentar mehr zu schäbigen Sockenpuppen, deren Träger zu feig und mies sind, mit ihrem Nick einzustehen, und hier off topic ihre gehässigen Versagenstraumarammel abrotzen, also nur zu!)

    • Kämpfer (kein Partner)
      20. Januar 2013 16:29

      Originell.

      Auch wieder was gelernt. Danke.

      Kämpfen muss man also hier im Blog gegen die Meinung von eigentlich gleichgesinnten Leuten. Sonst geht es Euch noch gut beim BIÖ, oder?

      Welche Drogen nehmt Ihr dort eigentlich?

      Originell.

    • Grundsatzfrage an die BIÖ (kein Partner)
      20. Januar 2013 16:35

      BIÖ-Leute, sagt einmal.

      Seid Ihr eigentlich damit einverstanden, dass Euer Obmann hier einen Posting-i-Tüpferl-Reiter-Krieg gegen zumindest den halben Rest der Blogpartner führt?

      Oder wollt Ihr einen Obmann, der das Verbindende unter eigentlich bürgerlich-liberal eingestellten Leuten (wie den Blog-Partnern) sucht.

      Das ist eine Volksabstimmung, passend zum heutigen Tag ;-)

    • phaidros
    • Google (kein Partner)
      20. Januar 2013 20:30

      Häää? Information?

      Google ist Dein Freund. Hier brauchst Du keinen zu "informieren". Die hier sind informiert.

  33. Segestes (kein Partner)
    20. Januar 2013 13:53

    "Die Konzeptlosigkeit ist erschütternd, mit der die SPÖ dieses nun in Österreich einführen will."

    Und die unverschämte Konzeptlosigkeit der ÖVP, bezüglich einer Reform der maroden Wehrpflicht? Die Dummdreiste Aussage, wonach man erst NACH der Abstimmung ein Konzept vorlegen möchte, sollte Indiz genug sein, um was es den Schwarzen hier geht. Um notorische Neinsagerei. Und die Lemminge die ihnen nachlaufen, haben in Wirklichkeit auch nur zwei Beweggründe, für die Wehrpflicht zu stimmen: 1. Darabos und 2. das diffuse Bauchgefühl, bei der Abschaffung der Wehrpflicht gehe es in Wirklichkeit um weltfremden, linken Pazifismus.

  34. f.kopf (kein Partner)
    20. Januar 2013 13:26

    Warum wir gegen die Abschaffung der Wehrpflicht sein sollten:

    1.) Profi-Truppen sind weltweit einsatzfähig.
    2.) Österreichs Neutralität ist damit nicht vereinbar.
    3.) Söldner- / Berufsheer hätte keine Scheu im Fall der Fälle auch auf uns zu schießen.

    • Segestes (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:02

      1. Das ist auch so schon seit Jahren der Fall.
      2. Welche Neutralität? Mach dich bitte nicht lächerlich. Von der Petitesse abgesehen, dass Unterberger offensichtlich einen NATO-Beitritt fordert. Etwas das in der ÖVP viele genauso sehen.
      3. Diese "Söldner" gibt es in der österreichischen Armee auch jetzt schon. Lauter potentielle Gefahrenquellen für die Demokratie, gell?

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:09

      Söldnerheer?

      Es ist auch immer noch ein Unterschied, ob es sich bei einem "Söldnerheer" um

      1. ein freiwillig rekrutiertes Berufsheer oder
      2. eine überall einsetzbare österreichische Fremdenlegion oder um
      3. eine rote Prätorianergarde handelt.

      Mit 1. und 2. könnte man sich abfinden. Aber so wie die Roten ganz allgemein gebaut sind, wird man gar nicht rasch genug schauen können und man hat den Inkubus 3. am Hals.

    • M.S.
      20. Januar 2013 15:16

      @chm

      Sie sagen es. Das BH wäre die nächste staatliche Institution, in der nur Menschen mit dem richtigen Parteibuch beschäftigt wären.

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 15:24

      Nicht das Parteibuch wäre bei den Pätorianern das Problem, sondern die Loyalität, nicht für den Staat, sondern für die Partei ist das Problem.

      Mit einem Wort: Die Prätorianer sind keine staatliche Institution mehr, sondern eine der Partei.

    • panzerechse (kein Partner)
      20. Januar 2013 16:01

      Die Prätorianer sind die SS...

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 17:40

      Die Prätorianer waren die Leibgarde der römischen Imperatoren. Kaiseraspiranten versprachen ihnen für ihre Unterstützung ein sogenanntes "Donativ". Trotzdem waren sie in ihren Entscheidungen immer etwas unberechenbar. Sie rekrutierten sich vor allem aus Reichsfremden, Germanen und solchem Gesindel.

      Was die SS betrifft, so halte ich das 1000jährige Reich wegen seiner Berechenbarkeit und seiner historischen Nähe für uninteressant. Daher vielen Dank für Ihren Hinweis.

  35. november (kein Partner)
    20. Januar 2013 13:23

    Die ÖVP hat sich in dieser Sache mehr als ungeschickt angestellt. Da bereitet sie vorsichtig über Jahre hinweg einen Umstieg auf ein Berufsheer mit NATO-Option vor, und dann argumentiert sie auf einmal für Wehrpflicht und Neutralität und begründet dies mit Zivildienst und Katastrophenhilfe. Es braucht sich niemand wundern, wenn einfache Wähler bei diesem offenbar taktischen Manöver nicht mitkommen.

    Was bis jetzt weitgehend unerwähnt geblieben ist, ist die fast schon historische Sensation, dass sich die SPÖ von ihrem 1934er-Mythos distanziert hat. Jahrzehnte lang galt dieses Ereignis als identitätssstiftend für jeden guten Sozialdemokraten und als Hauptargument gegen eine Berufsarmee. Wenn also, zugegebenermaßen aus populisitschen Gründen, die SPÖ mit Unterstützung der Kronenzeitung den Boden für eine radikale Heeresreform aufbereitet, wäre das ein aufgelegter Elfer für die ÖVP gewesen. Sie hätte als vernünftige Bürgerpartei eine sinnvolle Diskussion über die Landesverteidigung, die ihr angeblich so wichtig ist, in Gang setzen können und die Österreicher von ihrem Modell überzeugen können.

    Willkommen in Absurdistan, und A.U. ist einer unserer Vorzeigebürger.

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:11

      Bei grenzenloser Nachsicht aller Taxen der Vernunft kann man nur sagen:

      Ein Esel sagt zum anderen: "Du Langohr!"

  36. El Absurdo (kein Partner)
    20. Januar 2013 13:07

    Man kann sich bei dem Artikel wirklich nur mehr an den Kopf greifen.

    Da wird ein ganz normaler Schneefall (Erinnerung - im Winter schneit es ab und zu) zur Schneekatastrophe und das böse Wien verzichtet auf das Bundesheer.

    1.) Wann war denn bitte in Wien bei Schnee das Bundesheer im Einsatz?
    2.) Warum sollte man wegen etwas stärkerem Schneefall das Bundesheer rufen?

    Die Stadt Wien hat genügend Räumfahrzeuge und die wurden auch eingesetzt. Wo ist denn bitte der Verkehr kollabiert? Das ist doch völlig absurd. Wenn es schneit, dann läuft der Verkehr eben nicht so wie gewoht, kollabiert ist da allerdings gar nichts.

    Interessant scheint mir auch, dass der Herr Unterberger offenbar einen recht genauen Einblick in die Anmeldedaten "der Internetforen" (welche denn bitte?) hat. Da ist natürlich alles was ihm nicht in den Kram passt das Werk bezahlter Kampfposter...eh klar.

  37. fred van eps (kein Partner)
    20. Januar 2013 12:51

    Was ich noch nirgends gehört habe, aber meines Erachterns für die Wehrpflicht spricht ist die soziale Komponente.
    Wo sonst kommt schon z.B. ein zukünftiger Anwalt mit einem z.B. gelernten Maurer in die (simulierte) Aufgabenstellung, gemeinsam ein Problem zu lösen?
    Nicht Jeder wächst in einem kleinen Dorf auf und lernt so, durch Zusammentreffen und Meinungsaustausch, mit einer Vielzahl unterschiedlichster Typen menschlichen Zusammenlebens gemeinsam respektsvoll umzugehen.
    Für die, die es nicht (mehr) wissen, man auch kann aus dem Umgang mit anderen Menschen sehr viel lernen.
    Die Möglichkeit des erlernen von SOZIALER KOMPETENZ ist somit durchaus ein Faktor der es Wert wäre, in Zusammenhang mit dem Bundesheer beachtet zu werden, beim Zivildienst natürlich auch.
    Schaden würde das unserer Gesellschaft sicher nicht, im Gegenteil.

    • phaidros
      20. Januar 2013 12:54

      Wo sonst kommt schon z.B. ein zukünftiger Anwalt mit einem z.B. gelernten Maurer in die (simulierte) Aufgabenstellung, gemeinsam ein Problem zu lösen?

      Beim Scheidungsprozess vom Maurer und beim Häuslbau des Anwalts.

    • fred van eps (kein Partner)
      20. Januar 2013 13:16

      Da ist es aber dann meistens schon ernst, keine (simulierte) Übung.
      Sie wissen wozu Beispiele angeführt werden.

    • phaidros
      20. Januar 2013 13:21

      Guter Punkt. Beim Tarockieren, beim Wirten, beim Stockschießen, nach der Messe, im Hundeverein fallen mir auch ein - da geht's nicht gleich so bierernst zur Sache (also, ok, beim Tarockieren vielleicht schon).

    • fred van eps (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:10

      Bei allen Ihren Beispielen können es sich die Beteiligten aussuchen mit wem sie ihre Freizeit verbringen wollen und mit wem nicht, meistens sind das Gleichgesinnte.
      Ihre Beispiele lassen die Wahl offen, wer mit wem, ein kleiner Unterschied in der Aufgabenstellung, aber doch erwähnenswert, wie mir scheint.

    • phaidros
      20. Januar 2013 15:37

      Durchaus ein guter Punkt! Bleibt nur die Frage offen, in welcher erdenklichen Lebenssituation es mir nützen könnte geübt zu haben, mit Angehörigen anderer sozialer Schichten zusammen gezwungen worden zu sein...

    • fred van eps (kein Partner)
      20. Januar 2013 16:17

      Zwang stimmt natürlich.
      Man könnte aber auch sagen, die Wahl des geringeren Übel, wir kennen das schon von anderen Wahlen.
      "Bleibt nur die Frage offen, in welcher erdenklichen Lebenssituation es mir nützen könnte geübt zu haben, mit Angehörigen anderer sozialer Schichten zusammen gezwungen worden zu sein..."
      Zum Beispiel im täglichen Zusammenleben einer mittlerweile nicht mehr homogenen Gesellschaft.

  38. ViennaCodePoet (kein Partner)
    20. Januar 2013 12:39

    für die Eiligen die Zusammenfassung des Meisters

    Ohne Partei bin ich nichts, deswegen für die ÖVP Position.

  39. cmh (kein Partner)
    20. Januar 2013 12:07

    (1)
    Wenn es in Wien einmal schneit, dann handelt es sich dabei um den Winter und nicht um die Schneekatastrophe. (Das ist - bitte um Verzeihung - eine Hirnerweichung durch ständige Klimaerwärmungsbemüllung.)

    Diese Hirnerweichung setzt sich aber noch fort:

    Denn welche Antwort will man denn auf tatsächlich nur unter Lebensgefahr zu begegenenden Lagen geben, wenn schon beim Schneefall das Fracksausen einsetzt?

    (2)
    ÖVP und FPÖ verhalten sich angesichtes der SPÖ-Werbekampagnen (Stichwort Hausverstand und Sie sagt) möglichweise nicht ehrenhaft, angesichts des Gegners SPÖ taktisch richtig: nämlich fies! Endlich!

    (3)
    Die immer wieder angesprochene Direkte Demokratie zeigt sich nicht im Kreuzerlmachen zu allen möglichen (Schein-)Themen, sondern im Leisten des esWehrdienst, in der Laiengerichtsbarkeit, in der Partizipation in der Gemeindepolitik und (nicht lachen) bei einer sachlichen Willensbildung in den Eigentumswohnungsgemeinschaften OHNE Einschaltung von Schutzverbänden (?), Rechtsanwälten und Gerichten.

    Sie zeigt sich insbesondere nicht in der Teilnahme bzw. Nichtteilnahme in dieser Verarschabfrage. Diese ist vielmehr eine Parteienranküne, vor allem der SPÖ.

    Daher ist taktisch so zu antworten, wie es den PArteien am wenigsten gefällt:

    Der SPÖ weil sie dieses Theater grundlos vom Zaun gebrochen hat, und der ÖVP, weil sie eigentlich für das Profiheer ist:

    Mit einem klaren Ja zur Beibehaltung der Wehrpflicht!

    • phaidros
      20. Januar 2013 12:14

      Hirnerweichung..
      Ja!

      .. durch ständige Klimaerwärmungsbemüllung.
      Häh? Da haben Sie sich hinreißen lassen.

      und der ÖVP, weil sie eigentlich für das Profiheer ist:
      Und das dritte mal in dieser DIskussion: absolut konzis auf einen überraschenden und stichhaltigen Punkt gebracht! Gratulation! (Ich persönlich will mich nur nicht auf das Parteienhickhack einlassen)

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:34

      Klimaerwärmungsbemüllung

      Nein - habe ich nicht. Denn das ist nicht eine Aussage über ein Verhalten des Klimas, sondern über den Umgang mit den Informationen darüber.

      Wenn man sich wirklich informieren will, muss man Zeit dafür investieren. Die Information, die man so a passant bekommt, ist tendenzöser Müll. Die einzigen Handlunsanweisungen sind die, dass Dritte für irgendwas Geld ausgeben müssen. Eine Veränderung des eigenen Verhaltens wurde schon lange nciht mehr gefordert, möglicherweise weil die Konsequenzen des eigenen Handels jenseits des eigenen Horizonts liegen. (Sie erinnern sich sicher an die Vorgänge um die Petflaschen. Nach einem großen und letztendlich ungewissen Ausgang der Herumrechnerei gibt es jetzt nur mehr Petflaschen - ausser im Hochpreissegment.)

      Aber dazu sicher wieder ein ander Mal.

    • phaidros
      20. Januar 2013 15:39

      Wie gewohnt treffsicher neben die Scheibe. Ich stelle ja nicht Ihr »Klimaerwärmungsbemüllung« in Abrede, sondern im Zusammenhang mit den Schneefällen hier die »Hirnerweichung durch Klimaerwärmungsbemüllung«.

  40. Thomas (kein Partner)
    20. Januar 2013 12:01

    Die "Abstimmung" zu dem Thema hat viele falsch sortierte Facetten, meiner Ansicht nach u. a.:
    -) sie wird für politische Werbung im "Superwahljahr" vergewaltigt
    -) die Wendehals-Überraschung v. a. von rot und schwarz
    -) die Verschleierung von Spätfolgen (für beide Systeme) hinsichtlich europ. und int. Sicherheitspoilitik
    -) die unklare Kostenfrage eines Berufsheeres, denn die Kalkulation vom Norbert darf bezweifelt werden
    -) das ohnehin zu niedrige Budget für das Militär mit so gut wie niedrigstem Wert in Europa
    -) das Neutralitätsdilemma
    -) die Tatsache, dass die Roten die Schwarzen + andere im Parlament brauchen, um überhaupt die Änderung durchzuführen und sich die Schwarzen (da nur eine Befragung) theoretisch nicht gebunden fühlen müssen
    -) was aus dem Ergebnis wird, mag ggf. auch vom Wahlergebnis im Herbst abhängen
    -) insgesmamt die Mobilmacherei mit zum Teil absurden und idiotischen Argumenten
    -) usw, etc, usf...

    Bevor man so eine Änderung herbei führt, hätte man auch Alternativlösungen versuchen können, zum Beispiel in dem man die ganzen "Projekterl" des Darabos länger laufen lässt und sich andere Lösungen für den Zivildienst bastelt (Stichwort vorrübergehendes Aussetzen).

    Wie auch immer die Befragung heute ausgeht, es wird sich für das Bundesheer meiner Ansicht nach nicht viel zum Besseren ändern.
    Der noch amtierende Minister ist eine Figur am Steuerungsseil anderer Politiker der SPÖ, es wird so oder so nicht wirklich mehr Geld für das BH geben und es ändert sich auch an der grundlegenden Haltung der Bevölkerung zum Bundesheer nix.

    Hätte man hierzulande etwas mehr Selbstbewusstsein zu seinem Staat müsste das BH nicht in ständiger Duckhaltung durch die Welt latschen.

    • Undine
      20. Januar 2013 13:22

      @Thomas

      "-) sie wird für politische Werbung im "Superwahljahr" vergewaltigt"

      Schuld an der ganzen Debatte trägt einzig und alleine Michael Häupl, bzw seine Einflüsterer, denn Häupl hatte, weil ihm knapp vor der Wien-Wahl das Wasser bis zum Hals stand, dieses gar nicht akute Thema aufgegriffen, weil er sich von dieser POPULISTISCHEN ÜBERRUMPELUNG, die keine Zeit mehr für eine seriöse Debatte bot, die Stimmen der jungen Wiener und somit die Macht weiterhin sichern wollte.

    • november (kein Partner)
      20. Januar 2013 13:31

      Schuld trägt auch die ÖVP. Ohne sie hätte es keine Befragung gegeben.

    • Trollwatsch (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:15

      Schuld ist auch das Vergewaltigungsopfer. Warum kommt es auch ausgerechnet als Frau auf die Welt?

  41. meinrad (kein Partner)
    20. Januar 2013 11:41

    leerläufe, wie küchendienst, bettenmachen, ordnung halten - die beste lebensschule für hotel mama absolventen - da müssten doch die feministinnen endlos jubeln ?!

  42. DerTurm
    20. Januar 2013 11:36

    Das wichtigste zur heutigen Meinungsumfrage ist doch, dass sich jeder der Tatsache bewusst sein sollte, dass er lediglich einen völlig unverbindlichen FRAGEBOGEN ausfüllt, nicht mehr und nicht weniger.

    Zu einer Abschaffung der Wehrpflicht ist eine 2/3 Mehrheit im Parlament nötig, daher sind sämtliche "Verbrindlichkeitserklörungen" eine dreiste Lüge, denn keine österreichische Partei verfügt über die nötige Mehrheit, dies versprechen zu können.

    Keine Regierung, weder die jetzige, noch die nächste ist in irgendeiner Weise an ein "Ergebnis" dieser Meinungsumfrage gebunden.

    Das alles ist eine einzige Farce, eine weitere Pervertierung der "Demokratie".

  43. Gasthörer (kein Partner)
    20. Januar 2013 11:31

    Welche gedankliche Verbindung ich in der Diskussion bislang vermisse:

    Nun will ich kein Hehl daraus machen, dass ich heute noch Pro-Wehrpflicht abstimmen werde. Aber ob die allgem. Wehrpflicht heute noch gerecht ist, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    Jeder EU-Bürger (Rumänien und Bulgarien erst ab 2014) ist bei allen (in Worten: ALLEN) Leistungen der Österreichischen Solidargemeinschaft (Mindestsicherung, Gemeindewohnung, Invaliditätspension nach wenigen Berufsjahren, Kinderbeihilfe, etc.) einem Österreicher gleichgestellt.

    Für jeden Ausländer, also Drittstaatsangehörigen außerhalb der EU gilt das oben gesagte nach exakt fünf Jahren legalen Aufenthalts in Österreich.

    Für Einwanderer ist bei genauerem Hinsehen die österr. Staatsbürgerschaft eine Arschkarte. Und der alteingesessene Österreicher kann sich nur die Haare raufen.

    --------------------------------------------------------------------------------------
    Zur NATO dies aufschlussreiche Video von einem jungen und moderaten Schweizer Historiker (Ganser):

    http://www.youtube.com/watch?v=2YuE6U15wr8

    • DerTurm
      20. Januar 2013 11:38

      Ich habe es zwar schon geschrieben, aber hier nochmal:

      Sie können nicht "abstimmen", sondern nur Ihre Meinung auf einem (Um-)Fragebogen kund tun.

      Die Propagandamaschinerie hat in den letzten Wochen auf Hochtouren gearbeitet, ein gegenteiliges Bild zu zeichnen.

      Es bleibt aber eine simple Meinungsumfrage ohne jegliche Verbindlichkeit, ohne jegliche Bedeutung (wenn man vom demokratiepolitischen Skandal der Instrumentalisierung absieht).

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 16:02

      Immerhin wird man amtlich gefragt.

      Seien wir doch froh, dass wir bei dieser Meinungsbefragung nicht verantwortlich beim Wort genommen werden.

      Ich habe z.B. ungefähr, wenn es hochkommt, mich eine 1/2 Stunde denkend, nicht nur redend mit der Angelegenheit befasst und bin zu einer Meinung gekommen, die ich gottseidank noch keine Gelegenheit hatte, im scharfen Schuss überprüfen zu müssen.

      Eine weitere 1/4 Stunde, habe ich mir überlegt, wie diese Meinung in der Regierungsmaschinerie aufgenommer werden könnte.

      Ich habe insbesondere NICHT

      meine militärische Literatur eingesehen; (*)
      aktuelle militärische Literatur gesichtet und gelesen;
      vergleichende Studien betrieben; weder militärisch, noch politisch noch historisch;

      All das habe ich nicht gemacht.

      Es wäre daher von mir vermessen zu glauben, dass nach meiner Stimmentscheidung Darabosch, Entacher und die ganze LAVAK revidieren würden.

      (*) Eine Umfrage im Bekanntenkreis hat im übrigen ergeben, dass fast das einzige Militärische Werk, dass allgemein bekannt war, der alte SUN TSU ist. Einige wenige Nennungen entfielen auf Clausewitz. vonDach oder Frick oder Frontinus oder Spanocchi oder auch Morgenstern sind sowieso unbekannt, weswegen es auch egal ist, dass deren Werke nicht mehr ganz aktuell sind.

    • phaidros
      20. Januar 2013 16:09

      Jetzt mache ich zu Ihrem Posting, was ich sonst so gut wie nie mache, cmh:

      *************************************!

  44. machmuss verschiebnix
    20. Januar 2013 11:27

    @Hummel,

    sie haben völlig recht - die Roten hatten lange genug versucht, daß Bundesheer
    rot zu färben, aber weil es nicht gelungen ist und absehbar auch nicht gelingen
    wird, entschloss man sich offenbar zu diesem 180 Grad Schwenk Richtung
    Berufsheer.

    UND DAS wäre dann natürlich mit "Parteisoldaten zu bestücken" .

    • machmuss verschiebnix
      20. Januar 2013 11:38

      Nachsatz:

      einmal mehr wäre es angebracht, hier Grundsätzliches in Frage zu stellen.
      Leider stoße ich damit weitum auf taube Ohren - nämlich - wozu nützt uns
      ein Parteien-Parlamentarismus, wenn es den Parteien 100%ig nur um deren
      eigene Pründe geht ? ? ?

      Die gehören längst alle abserviert, statt daß wir die auch noch dafür bezahlen,
      daß sie uns laufend nur verarschen.

  45. Torres (kein Partner)
    20. Januar 2013 10:37

    Ich wäre zwar grundsätzlich für ein Berufsheer, werde aber trotzdem für die Wehrpflicht stimmen. Die Gründe hat Unterberger in den Punkten 4-6 angeführt; dazu kommt noch, dass ich es als unerhört und völlig mies, ja sogar als Betrug am Wähler und am Koalitionspartenr empfinde, dass man plötzlich, ohne konkreten Grund, eine vorher schriftlich fixierte Koalitionsvereinbarung bricht. Vertragsbruch ist ja eigentlich strafrechtlich relevant - Darabos, Faymann & Co. müssten eigentlich (nicht nur deswegen) eher im Häfen sitzen.

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 12:16

      Wer hat uns verraten? Erraten! Die Sozialdemokraten!

      Es fragt sich nur, wann das die Fettwänste der ÖVP checken.

  46. Gismor (kein Partner)
    20. Januar 2013 10:30

    „Heute die Griechen, morgen wir — Europa verarmt seine Bürger”.

    Am 13. Januar 2013 fand im Ver.di-Veranstaltungszentrum „Rotation” in Hannover eine Matinee statt unter dem Titel: „Heute die Griechen, morgen wir — Europa verarmt seine Bürger”. Referenten waren der Wirtschaftshistoriker Karl Heinz Roth und der Schauspieler Rolf Becker. Roth analysiert in seinem Vortrag wie die Politik des Lohn- und Sozialabbaus in Griechenland auf nationaler und internationaler Ebene organisiert wird, er beschreibt die katastrophalen sozialen Folgen diese Politik für die griechischen Arbeiter und Teile der Mittelklasse. Außerdem erläutert er die möglichen Folgen für die Zukunft Europas und der europäischen Gewerkschaften.

    So ist es und die Masse begreift nicht, was Merkel und andere Berufslügner hier anrichten – nein, bereits angerichtet haben. Der Zug ist abgefahren, ein Zurück gibt es nicht mehr. Die kommende Katastrophe ist nicht mehr aufzuhalten. Ein Fünkchen Hoffnung gibt es allerdings noch. Der Crash müsste noch vor der Bundestagswahl im September erfolgen. Dann würden die Bürger/Wähler vielleicht aufwachen. Die Berufslügner werden aber alles daran setzen – koste es, was wolle – um dies zu verhindern. Sie werden die Katastrophe, so lange es geht, hinauszögern und die Bürger nach Strich und Faden belügen.

    Dieser Vortrag gehört unbedingt ins deutsche Staatsfernsehen von ARD und ZDF, die uns täglich mit ihren GEZ-Gebühren abzocken und zudem auch noch Unwahrheiten verbreiten. Und zwar von Montag bis Sonntag pünktlich um 20:00 Uhr. So lange, bis die Bürger endlich begriffen haben, dass sie von morgens bis abends belogen werden.

    http://krisenfrei.wordpress.com/2013/01/19/verarmungspolitik-in-griechenland/

    • Karl Knaller
      20. Januar 2013 13:25

      "Europa verarscht seine Bürger" wäre noch passender. Oder war das eh' gemeint und ist nur der p.c. zum Opfer gefallen?

  47. Undine
    20. Januar 2013 09:31

    @Lieber Phaidros

    Ein Berufsheer wäre sicherlich in Ordnung, wären es nicht ausgerechnet die ROT-GRÜNEN, in deren Hand es zu liegen käme!

    Wer mit voller Absicht---um nicht zu sagen mit schlechter Absicht!---ausgerechnet einen WEHRDIENSTVERWEIGERER, der KEINERLEI INTERESSE an seiner Aufgabe hat, zum VERTEIDIGUNGSMINISTER kürt, von dem gar nicht erwartet werden KANN, daß er sein Amt verantwortungsvoll positiv ausübt, der darf keinerlei Vertrauen von der Bevölkerung, die es zu schützen gilt, erwarten.

    Wäre ein gut ausgebildetes Bundesheer den Sozis ein echtes Anliegen gewesen, hätten sie ihm einen Fachmann an die Spitze gestellt, zumindest aber einen Mann, der seiner Wehrpflicht aus Überzeugung nachgekommen ist! Darabos ist der sprichwörtliche Bock, der mit voller Absicht zum Gärtner gemacht wurde----und warum wohl? Auf jeden Fall nicht, um die nötigen Verbesserungen herzustellen!

    Ein Berufsheer in rot-grüner = in verantwortungsloser Hand ist nicht das, was wir brauchen! Ich kann mich nur wiederholen: Alles, was die Linken in die Hand bekommen, geht mit Sicherheit schief; Beispiele gibt es en masse! Die LINKEN mit der Sicherheit Österreichs zu beauftragen gehört verhindert.

    Irgendwann einmal kann man sich des Themas ja wieder annehmen, dann wird man sehen. Jetzt gehören erst einmal von einem Verteidigungsminister, der NICHT Darabos heißt, die dringend nötigen Verbesserungen angestellt.

    • phaidros
      20. Januar 2013 11:25

      Liebe Undine,

      es kommt nicht in die Hand der Rot/Grünen zu liegen, es kommt in Regierungshand zu liegen. Regierungen wechseln, das Heer bleibt. Und nebenbei: ein Wehrpflichtigenheer liegt (in Form seiner oberen Funktionsträger) in derselben Hand derselben Regierung, es gibt hier in WIrklichkeit gar kein Argument.

      Aber ich möchte nicht unhöflich erscheinen, wenn ich auf die Argumente gar nicht so sehr eingehen möchte - sie wurden in den letzten Tagen eingehend getauscht und sind bekannt. Lassen Sie mich statt dessen die Diskussion ganz allgemein auswerten: Was mir nämlich aufgefallen ist, ist, dass es wieder einmal eine einzige, religionsähnliche in gewisser Weise selbstevidente »Wahrheit« zu geben scheint, und Anderes eingfach nicht zur Kenntnis genommen wird. So wurde zum Beispiel der an mehreren Stellen gebrachte Eckzahlenvergleich Ö/Ch praktisch nicht kommentiert. In anderem Zusammenhang kam immer wieder »Sie haben ja recht, gefolgt von keinem entlräftenden Argument, sondern einer Behauptung, was statt dessen einzig richtig sein könne.

      Vom Gedanken, dass man sich beizeiten des Themas wieder annehmen könnte, halte ich offen gesagt nichts: wenn man es irgendwann tut, wird die Gegenseite mit den wortgleichen Begründungen Änderungen wieder verhindern, wie das hier jetzt versucht wird - ein typsich österreichischer Zustand: in der Sache leistungsunfähig und unbrauchbar, aber durch kleinkariertes Lagerdenken auf ewig zementiert.

      Deswegen hoffe ich, dass doch einige Soldaten unter den Milizionären sind, die zu einer rein soldatischen Herangehensweise an die Sache in der Lage sind (gerne Klartext: unsere Andreas Hofers hier sind es in hohem Maße nicht, was für sich allein genommen bereits die militärische Unbrauchbarkeit des vorhandenen Systems belegt), optimistisch bin ich diesbezüglich nicht.

      Liebe Grüße und Ihnen einen schönen Sonntag
      Ihr
      phaidros

    • phaidros
      20. Januar 2013 11:32

      Es sei noch die Anmerkung gestattet, dass praktisch im gesamten restlichen Europa Fragen der nationalen Sicherheit im parlamentarisch im parteiübergreifenden Konsens abgehandelt werden können, nur wir sind dazu wieder einmal nicht in der Lage.

      In diesem Fall klar die Schuld Spindeleggers, indem er die eigene, über Jahre vertretene Parteilinie »Berufsheer« aufgegeben hat, eine 180°-Wendung vollzogen hat, und aus politischer Kleinmünzerei diesen Streit vom Zaun gebrochen. Statt dass er die SPÖ am Nasenring vorführt, weil sie endlich doch auf die richtige, von der ÖVP lange vertretene, Linie einschwenkt und sich einmal als Gestalter profiliert statt als Verhinderer. Was das Lostreten dieser in ihrer Form verblödet abgeführten Debatte von den Roten um kein Jota besser macht!

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:40

      Wie hätte sich den Spindelegger nach dem 180° Schwenk der Roten verhalten sollen?

      Hätten sich die Schwarzen wiedereinmal kooperativ verhalten sollen?

      Neinnein und nochmals nein:

      Quidquid id est timeo Sozialistos, et dona ferentes! Ja gerade dann!

      Naürlcih ist das Versmaß dabei verloren gegangen, aber inhaltlich passt es.

      Was ich den Schwarzen vorwerfen ist, ist die Koalition mit den Roten auf der Rotzipfler in den eigenen Reihen Geheiß.

    • phaidros
      20. Januar 2013 15:41

      »Wie hätte sich den Spindelegger nach dem 180° Schwenk der Roten verhalten sollen?«

      Na, das habe ich doch gesagt: sich als Themenführer und Gestalter präsentieren und die Roten am Nasenring vorführen.

      Aber nicht selbst einen 180°-Schwenk vollziehen, um als Verhinderer - dem Volk aufs Maul schauend - aus Fragen der nationalen Sicherheit eine Schmierenkomödie mit politischer Kleinmünzerei als Handlungsstrang zu machen.

  48. ashanyan (kein Partner)
    20. Januar 2013 08:10

    Wehr- und sicherheitspolitisch betrachtet kann man nur für ein Berufsheer stimmen.
    Realpolitisch muss man allerdings zur Kenntnis nehmen, dass dieses Berufsheer von der SPÖ nie umgesetzt werden wird, vielmehr wird eine zweite ÖBB - allerdings ohne Züge und ohne wirklich Funktion entstehen. Damit werden auch die Kosten explodieren, die heutigen Berufssoldaten werden pensioniert (und aus dem Heeresbudget weggestrichen) die "neuen Profis" werden aus den Arbeitslosen rekrutiert werden müssen.
    De facto würde ein SPÖ Berufsheer eine uniformierte Arbeitslosenarmee ohne Sicherheitsfunktion bedeuten. Deshalb: gegen besseres sicherheitspolitisches Wissen werde ich für die Beibehaltung der Wehrpflicht - als kleineres Übel - stimmen.

  49. bürgerIn (kein Partner)
    20. Januar 2013 07:52

    der wandelnde gemischte satz aus wien und sein pendant der schwarze rotgipfler aus nö haben sich alles so schön vorgestellt: die wehrpflicht als ablenkmanöver von wirklich heißen themen (skylink, hypo nö, schulden, etc) im wahljahr 2013. naja, der gemischte satz gärt sogar schon weiter, soll es doch auch eine volksbefragung zum schulsystem geben. hoffentlich verwechselt er promilleschwanger dabei nicht wieder irgendwas, in dem fall rauschmittel mit bildungsauftrag.

  50. carambolage (kein Partner)
    20. Januar 2013 01:57

    Ein Propagandist des Berufsheeres meinte im Ernst, dass ein Berufssoldat Sandsäcke professioneller füllen könnte als ein Wehrdiener.
    Da sieht man, wie weit manche Sesselfurzer von der Realität entfernt sind und was diese schon alles als schwierige Aufgabe erachten.
    Ich selbst habe als Wehrmann bei der Maul- u. Klauensäuche mitgeholfen, dass sich diese nicht verbreitet und schließlich eingedämmt wurde.
    Im Notfall (Katastrophenfall) kann man sich dann mit der Gewerkschaft herumschlagen, was die Herrn und Damen der Berufssoldaten geneigt sind zu unternehmen. Ein Depp arbeitet, zwei schauen zu.

  51. Eso-Policier (kein Partner)
    20. Januar 2013 00:27

    Wenn alle Großmächte abrüsten, kann die Wehrpflicht gefahrlos abgeschafft werden. Siehe dazu
    www.esopolice.wordpress.com
    Zudem muss diese verächtliche "Stellung" abgeschafft werden. Siehe dazu
    www.musterung.us

    • fred van eps (kein Partner)
      20. Januar 2013 13:04

      Alle Grossmächte rüsten ab?
      Der Kopf muss ja ganz schön weh tun.

  52. eudaimon
    19. Januar 2013 23:05

    Durch die aus allen Schichten und Landesteilen einberufenen Wehrpfichtigen

    ist ein" natürlich demokratisches -kritisches "Heer immer wieder zu erwarten,als

    bei einem Profi -Heer,das einem Druck von Gewerkschaft,Arbeiterkammer,AMS,

    Sozialhilfeverbänden ,Migrations und Asyl-Dachverbänden einschließlich ihrer

    kulturellen Ausrichtungen- allsamt mit wohlwollender Unterstützung der

    vereinigten Linken Österreichs - niemals standhalten könnte!

    Unter diesen Auspizien würde das Österr.BH bald zu einem sünhaft- teurem ,

    multikulturellen,zu oft sozialen und total parteiabhängigen und damit

    unbrauchbaren Anti-ÖBH mutieren.

    Cui bono.........

  53. phaidros
    19. Januar 2013 22:53

    ... und das kann ich mir nicht verkneifen: ein großes Danke an Oberst Wenger für die prägnante Orchester-Metapher zum Zustand unseres Bundesheers.

    Wer wirklich morgen die Frage jenseits des jämmerlichen Parteiengeplänkels beantworten will, der lese *bitte* unbedingt weiter unten »Rupert Wenger, 19. Januar 2013 20:02«

  54. Norbert Mühlhauser
    19. Januar 2013 22:02

    Bevor man über die Wehrpflicht nach Abwägen von pro und contra entscheidet, sollte die Frage geklärt werden, ob unser Lebensraum in rohstoffreichen Gegenden, etwa am Hindukusch, verteidigt zu werden braucht; oder dort, wo ein paar dutzend "friedliche" Demonstanten erschossen werden, deren Gefolgsleute in wenigen Monaten darauf einen Machthaber in Armeestärke zu bedrohen vermögen?

    Also das mit den Rohstoffen halte ich für konstruiert, weil es sich die rohstoffreichen Staaten nicht auf Dauer leisten können, sich nicht dem Markt zu öffnen und statt dessen ihre Kontingente nur nach Sympathien zuzuteilen. Und zu einem Raubtierkapitalismus kolonialer Prägung als Geisteshaltung wollen wir uns ja doch nicht bekennen, oder? - China ist hier vielleicht eine Ausnahme, das derzeit vermutlich WTO-widrig verlangt, dass seltene Erden über eine gewisse Quote hinaus nur im Inland kooperativ weiterverarbeitet werden, aber schließlich ist die VR China schon zu groß, um im Vorübergehen überrannt zu werden.

    Ich sehe das eher so, dass eine Weltherrschaft vorangetrieben werden soll, weshalb es den Führunsgzirkeln der EU auch völlig egal ist, ob die Finanz- und Wirtschaftspolitik in die Pleite führt, wenn sie nur die Staaten aneinander fesselt. Diese Führungsebenen sind berauscht vom Willen zur Macht und deren Militärs sprechen ungeniert von Hegemonie und sogar vom atomaren Erstschlag. *)

    Durch ein Berufsheer werden elegant (heftige) politische Diskussionen für Einsätze im Sinne des vorstehenden Absatzes vermieden.

    Allerdings denke ich nicht, dass es wichtig ist, während der Wehrpflicht das Bettenmachen beigebracht zu bekommen, zumal das Bettzeug durch falten und glätten nicht sauberer wird ....

    -------------------------------
    *) Und ganz zuoberst sind übrigens auch die Grünen Europas ganz gerne militant, gegen die selbst präferierten Kriege mit Todesfolgen in der Größenordnung von zehntausend militärtechnisch unterlegenen Feindstaatsangehörigen scheinen sie nichts zu haben.

    • diko
      20. Januar 2013 04:55

      @ Norbert Mühlhauser,
      *******************!
      Das sehe ich auch so.

      *) "Die Grünen" - sind seit eher, in allem und jeden, gegen die Interessen ihrer Mitmenschen - Europa weit - als Erfüllungslakaien unserer "Weltbeherrscher" gedacht.

    • Undine
      20. Januar 2013 09:00

      @diko

      *********!

    • M.S.
      20. Januar 2013 15:31

      @diko

      *****************

    • phaidros
      20. Januar 2013 16:47

      Genau. Eine angestrebte Weltherrschaft werden wir ganz sicher verhindern können, indem wir jetzt gegen ein Berufsheer stimmen. Österreich rettet die Welt.

      Das Wehrpflichtigenheer werden wir in dem Fall allerdings gut brauchen können. Ob wir uns da nicht ein bisserl übernehmen?

    • Norbert Mühlhauser
      20. Januar 2013 18:38

      Phaidros und Konsorten seien darüber aufgeklärt, dass mein Beitrag nicht dahin zu verstehen ist, dass österr. politische Entscheidungen wie solche über das Heer eine Weltdiktatur verhindern könnten.

      Aber der EU macht man es schon ein klein wenig schwerer beim Aufbau einer Battle Force, um jedem sich entgegenstellenden Land die Wadeln "virrezurichten". Und der österr. Politelite wird es schwieriger gemacht, insoweit dem österr. Lebensraum Solidaropfer abzuringen. Schwieriger wird es auch, gegen Patrioten vorzugehen, sollte die EU im Bürgerkrieg zerfallen.

      Und überhaupt: der Zustand des Heeres ist irrelevant, das BH kann man auch im Rahmen der Wehrpflicht reformieren.

    • phaidros
      20. Januar 2013 18:59

      Naja, hoffentlich kriegen die Kommandanten der EU-Besetzungsstreitmacht nicht raus, dass sie ihre Flieger lediglich nach Einbruch der Dunkelheit schicken müssen. Jedenfalls nicht, bis wir unsere Heeresreform durch haben.

      Aber die gehen wir jetzt ja mit Elan an. Nicht nur verdoppeln wir das dauerhafte Budget, verlängern den Wehrdienst auf 10 Monate sowie führen die Milizübungen wieder ein, sondern legen uns auch eine adäquate Luftwaffe mit rd 150 Flugzeugen zu (Anschaffung: 135 Jets). Als grundsätzlich unverbesserlicher Optimist, als den Sie mich kennen, bin ich ganz bei Ihnen: wir machen es der dikatorischen EU damit sicher weit, weit schwieriger...

  55. Wafthrudnir
    19. Januar 2013 21:49

    Die Pflicht "ständig für einen sinnvollen Wehrdienst zu sorgen" kommt mir fast ein wenig blauäugig vor, auch wenn natürlich derartige Bemühungen von Offizieren und Unteroffizieren sehr zu honorieren sind. Aber ein Heer ist für Krieg und Katastrophen da, beides Fälle, die hoffentlich nie eintreten werden, oder zumindest nur sehr selten. Als Soldat kann man, scheint mir, froh sein, wenn man NICHT widmungsgemäß eingesetzt wird - also mit der Waffe in der Hand im Kampf um Leben oder Tod - ein wenig Langeweile ist da wohl das kleinere Übel.
    Ich persönlich habe diese Zeit der Langeweile übrigens mit den gesammelten Werken Tolstojs durchaus gewinnbringend verbracht, wozu ich seither nie mehr die Zeit gehabt hätte!

    • phaidros
      19. Januar 2013 22:00

      Das Heer ist bereits abgeschafft. Wir haben kein Heer, aber das um 2 Milliarden pro Jahr.

  56. byrig
    19. Januar 2013 21:15

    das berufsheeer ist der erste schritt zur völligen abschaffung des heeres.und das ist genau das,was die linken brüder wollen.
    ausser man verdoppelte das heeresbudget und würde der nato beitreten.
    dann würden ein paar cyber-wunderwuzzis und ein paar terrorismusexperten reichen.
    aber zu keinem zeitpunkt wurde eine verdoppelung des heeresbudgets in erwägung gezogen,schon gar nicht von links-grün.
    sollten wir neutral bleiben wollen,brauchen wir eine ausreichende mannstärke,auch systemerhalter,nicht eine minitruppe,die kleiner als die polizei ist.
    bedenklich,dass auch hier etliche nichtlinke die pläne dieser abschaffer nicht durchschauen!

  57. DerTurm
    19. Januar 2013 20:41

    ...und in einigen eingeschneiten Roten Städten/Gemeinden sollen die Bürgermeister die Unterstützung durch das Bundesheer abgelehnt/erst gar nicht angefordert haben, um nur ja nicht der Bevölkerung zu zeigen, wofür das Bundesheer gut sein kann...

    • brechstange
      19. Januar 2013 20:57

      Ist mir echt aufgefallen, dass dieses Jahr in unserer Stadt besonders eifrig der Schnee geräumt wurde, was in den letzten Jahren überhaupt nicht der Fall war.

  58. Rupert Wenger
    19. Januar 2013 20:02

    Auch wenn es bereits zu spät ist:
    Das Bundesheer hat die Souveränität des Staates zu verteidigen. Nur die Verteidigung rechtfertigt die Pflicht zu Dienen, alles Andere ist Zwangsarbeit im Sinne der Menschenrechte.
    Die Arbeit des Heeres im Verteidigungsfall lässt sich mit der eines Orchesters vergleichen: Die Waffengattungen bilden die Instrumentengruppen, die unter Leitung eines Dirigenten/Kommandanten eine Symphonie aufführen bzw. Operationen durchführen sollen. Nur hat dieses Orchester seine Spieler selbst an den Instrumenten von Grund auf auszubilden. Das dauert bei der Triangel nur sehr kurz, bei Streichern relativ lang. Nur Politiker können in ihrer Ignoranz festlegen, dass alle Instrumente in der Zeit auszubilden sind, die die Triangel benötigt. Und dann kommt die größte aller Dummheiten: Wenn der Triangelspieler fertig ist, wird die gesamte Mannschaft nach Hause geschickt und der Vorgang beginnt von Neuem. Das Orchester wird niemals das Zusammenspiel üben und daher nie dazu kommen, auch nur "Hänschen klein" zu spielen. Diese Konstruktion wird nun durch ein Votum für den Wehrdienst genau wie die Ablehnung der Atomkraft zum Dogma erhoben und verunmöglicht daher jeden sinnvollen Ansatz einer Sicherheitspolitik für die nächsten Jahrzehnte.
    Glaubt jemand, dass die Sandsackbefüllungstruppe, die wir derzeit und in Zukunft produzieren, ein sinnvoller und erwünschter Beitrag zu einer eventuellen Europäischen Sicherheitsarchitektur werden kann, die sich absehbar auf Berufssoldaten stützen wird? So wenig, wie das beschriebene Orchester jemals in der Staatsoper auftreten wird.
    Alle berechtigte Ablehnung der Vorgangsweise der Regierungsparteien und ihrer Dilettanten rechtfertigt nicht einen so fahrlässigen Umgang mit Österreichs Sicherheit, indem man dieses System einbetoniert. Zur Frage, wie wahrscheinlich ein Verteidigungsfall derzeit und in Zukunft ist und welche Auswirkungen dies auf die Art der Aufbringung des nötigen Personals für die Streitkräfte hat, ist dem Positionspapier "Verteidigung" der BIÖ zu entnehmen.

    • Anton Volpini
      19. Januar 2013 21:02

      Bei aller Ehr, Herr Wenger, Ihr Beitrag gibt mir unglaubliche Hoffnung, daß morgen nicht nur eine große Wahlbeteiligung zustande kommt, sondern auch eine deutliche Mehrheit für die Wehrpflicht stimmen wird.
      Was muß Sie als Panzerkommandeur veranlassen, zu solchen Metaphern zu greifen? Ist das die Verzweiflung? Oder doch die Erkenntnis?
      Ich lob es mir, als Hochgebirgsjäger von den Gipfeln unserer prachtvollen Alpen ins weite Land hinein zu schauen, wie muß es Ihnen da durch Ihren engen Sichtschlitz im Panzer gehen?

      Entschuldigen Sie mir bitte meine Polemik, es hatte aber sein müssen!

    • Rupert Wenger
      19. Januar 2013 21:57

      Sehr geehrter Herr Volpini!
      Herzlichen Gruß nach Spital! Dort wären sie möglicherweise ungestört auf dem Berg gesessen und hätten von oben zugesehen, wie wir unten einer nach dem anderen in Flammen aufgegangen wären, weil die fröhlichen Gebirgsjäger am Berg niemanden interessieren. Es sei ihnen und ihren Nachkommen vergönnt. Von meiner Seite ist es reine Verzweiflung. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass unsere Buben, darunter meine Nachkommen ohne entsprechende Ausbildung und damit ohne Erfolgs- und Überlebenschance zusammengeschossen werden. Daher bin ich bereits 1995 als Kdt eines PzB zurückgetreten. Und seither ist es immer schlechter geworden. Der Vollständigkeit halber erwähne ich noch, dass die Panzer Leopard 2 modernster Standard sind. Daran liegt es also nicht. Aber irgendwie passen steigende Komplexität des Geräts mit kürzer werdender Wehrdienstzeit und abnehmender Übungsfrequenz nicht zusammen. Oder?

    • Anton Volpini
      19. Januar 2013 22:58

      Eine gute Antwort Rupert Wenger!
      Nur daß wir Infanteristen nicht von oben herab auf Euch Panzerkämpfer schauen, sondern es geht um den Weitblick.
      Die Bedrohungslage der Panzerkämpfer ist fürs weitere Geschichte. Der kalte Krieg ist vorbei. Da stimmen wir beide in der Lagebeurteilung sicherling überein.

      Worum es in nächster Zeit gehen wird, ist, wie wir Österreicher bei möglichen Unruhen, die durch eine falsch angelegte Geldpolitik, durch eine völlig verfehlte Migrationspolitik, durch eine unleistbare Sozialpolitik und schließlich durch den Verfall unseres europäischen Rechtssystems, reagieren werden. Und da taugt ein Berufsheer genauso wie ein willfähriger Erfüllungsgehilfe des jeweiligen Machthabers, das bereit wäre, gegen uns zu schießen.
      Während ein Bundesheer, wie wir es jetzt haben, bei seiner Durchmischung aller sozialer Schichten innerhalb seines Einberufungsjahrganges, nur ein Gewinn sein kann. Denn das macht ja die soziale Bindung zur Bevölkerung aus, die ein Berufsheer nie leisten kann!
      Allerdings unter der Voraussetzung, daß die Polkitik nicht mehr das Bundeshheer dauernd demontiert.

    • Undine
      19. Januar 2013 23:07

      Eigentlich sollte ich mich als absolute Laiin nicht in einen Diskurs von Fachleuten einmischen, aber ich frage mich schon, ob nicht mit einer der Hauptgründe für die offensichtlich unzureichende Ausbildung unseres Bundesheeres in der katastrophalen sozialistischen Art und Weise zu suchen ist, mit der einst Bruno KREISKY seinen Sozis die Stimmenmehrheit und somit die Macht retten wollte---und als Wahlzuckerl die Wehrdienstzeit drastisch verkürzte.

      Im Zuge dieser drastischen Umstellung floß immer weniger Geld, bis das Heer endlich ausgehungert wurde. Jetzt haben wir das Schlamassel---weil den Sozialisten der Machterhalt immer das wichtigste war und ist, nicht für Österreich, sondern für die Partei selbst. Warum können wir nicht, was unsere nächsten Nachbarn, die Schweizer können!? Den Schweizern war ein gut ausgebildetes Bundesheer immer sehr wichtig; das kostet viel, hat sich aber bisher bestens bewährt.

    • phaidros
      20. Januar 2013 08:48

      Liebe Undine, das ist wohl durchaus so! Trotzdem hat es keinen Sinn, das irreparable Wrack von LKW zu Fuß weiterschieben zu lassen, nur um dem eins auszuwischen, der in der Vergangenheit die nötigen Reparaturen nicht vornehmen hat lassen.

      Sg. Herr Volpini, das Argument »Weitblick« finde ich extrem stark! Gerade bei bürgerkriegsähnlichen Unruhen halte ich ein Werhpflichtigenheer für den entsetzlichsten Brandbeschleuniger, den es geben kann.

    • scholik (kein Partner)
      20. Januar 2013 09:10

      @Wenger
      Servus Rupert, Matthias,
      sehr korrekt und gut auf den Punkt gebracht.
      Aber, wie ich schon gepostet habe, wird sich
      - leider leider - gar nichts ändern ...
      Falsche Frage
      Falscher Zeitpunkt
      Falscher Adressat
      und die unisono-Erklärungen aller Parteien,
      dass was immer herauskommt "nicht mehr
      als 2 Mia kosten darf" machen aus der ganzen
      Sache eine lächerliche und für unseren Staat
      beschämende Angelegenheit.

    • phaidros
      20. Januar 2013 11:44

      Hr. Volpini, halten Sie die Schweizer in Fragen Verteidigung eigentlich für dumm, dass sie 132 Leopard 2 im Stand haben, wo doch Panzer nicht mehr gebraucht werden?

    • Anton Volpini
      20. Januar 2013 11:59

      phaidros, Panzer werden zur Sicherung sehr wohl gebraucht.
      Die Zeit der Panzerschlachten ist vorbei!

    • phaidros
      20. Januar 2013 12:08

      Das sehe ich ganz genau so! Der Satz »Die Bedrohungslage der Panzerkämpfer ist fürs weitere Geschichte« gehört allerdings meiner Ansicht nach unter diesem Licht umformuliert, denn so für sich genommen setzt er doch etwas zu umfassend an, oder nicht?

    • Anton Volpini
      20. Januar 2013 12:59

      Glaub ich nicht phaidros, daß ich diesen Satz umformulieren muß.
      Denn es war nur meine Antwort auf Rupert Wengers Retourpolemik.

    • Pumuckl
      20. Januar 2013 14:40

      @ phaidros 08:48

      " . . . . halte ein Wehrpflichtigenheer für den entsetzlichsten Brandbeschleuniger . . . . !

      Sie haben zum Thema Berufsheer mit großem Arbeitsaufwand zu vielen Kommentaren auf hohem Niveau eine, oft von der meinigen abweichende, Meinung vertreten.

      Haben Sie für obige kühne Behauptung auch eine Erklärung?

      @ Rupert Wenger 21:57

      " Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass unsere Buben . . . ohne Überlebenschance zusammengeschossen werden."

      Ich denke Ihre Sorge, unsere Buben in Leopard 2 Panzern in Flammen aufgehen
      sind in naher Zeit eher unbegründet.
      Der Warschauerpakt existiert nicht mehr!
      EU und NATO dürften von Österreich eher die Bereitstellung von Gebirgstruppen erwarten um sie im verbauten Gelände und im Häuserkampf zu verheizen.

      @ Anton Volpini 21:02

      " Ich lob es mir, als Hochgebirgsjäger von den Gipfeln unserer prachtvollen Alpen
      ins weite Land zu schauen, . . ."

      Wie im Wk I, von den Graten und Gipfeln der Dolomiten, die Italiener daran zu hindern, in unsere Heimat zu marschieren, wird nicht die Aufgabe sein, welche Ihnen und Ihren Kameraden von der NATO oder aus Brüssel befohlen werden.
      Das Hochgebirge Pakistans oder oder des Iran ist da als Kampfgebiet schon wahrscheinlicher. Den Abschuß von deren Atombomben zu verhindern, könnte Kampfaufgabe sein.

      @ scholik 09:10

      Sie erwähnen, wie schon viele Ihrer Offizierskameraden vor Ihnen die beschämenden 2 Mrd. mit denen das Bundesheer ausgestattet ist.

      Wenn man die Panzer Richtung Null reduziert, kann man ja mit dem so ersparten ersparten Geld sehr viele Gebirgssoldaten ausbilden.
      Die USA verfügen über eine einzige Gebirgsdivision. Gebirgstruppen werden offenbar von den europäischen Verbündeten erwartet

      Ich habe übrigens aus tiefer Überzeugung für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt.
      Je wahrscheinlicher der Kampfeinsatz unserer Soldaten in moslemischen Ländern wird, um so wichtiger benötigt Österreich zur Unterstützung der Polizei eine Heimatschutztruppe, über welche NATO und Brüssel keine Befehlsgewalt hat.

      Meine Vorstellung vom WORST CASE EINER INNEREN BEDROHUNG habe ich in einem sehr langen Kommentar in der SN-Kontroverse vom 18. Jan. 00:02 am
      19. Jan. 19:02 dargelegt.

    • cmh (kein Partner)
      20. Januar 2013 14:49

      Panzer?

      Oft hat man den Eindruck, die Leutln schauen zuviel Batteltankcombat oder sowas ähnliches. Für Freunde dieses Hobbies siehe hier: http://www.ludwigs-hobby-seite.de/schlachtfeldluedenscheid.htm

      Natürlich wird es längere Zeit keine Angriffe von ganzen Panzerbattailonen in entwickelter breiten Formation mehr geben.

      Aber wonach haben die Amis im Irak nach erfüllter Mission geschrieen? Richtig. Nach gepanzerten Fahrzeugen.

      Vielleicht muss man nicht alle Leopard wegwerfen, sondern kann diese gegen MTPz Pandur eintauschen. Vielleicht kann man die im geänderten Bedrohungsbild besser brauchen?

    • phaidros
      20. Januar 2013 15:51

      Sehr geschätzter Pumuckl,

      zu Ihrer Frage muss ich etwas ausholen:

      Es wird immer wieder das Szenario »Unruhen« und »Bürgerkrieg« ins Treffen geführt, als vermeintliches Argument, dass es nur mit einem Wehrpflichtigenheer gewährleistet wäre, dass nicht auf die eigene Bevölkerung geschossen würde (was ich für völlig jenseitig, abstrus und ungeheuerlich halte, aber das nur nebenbei).

      Aber ist es das? Was würde in solch einem Szenario nämlich passieren? Wir haben es ja hypothetisch mit gegensätzlichen Meinungen und großer Unzufriedenhait und großem Aggressionspotenzial zu tun, sonst gäbe es keine Unruhen.

      Prinzipiell muss man dabei vorweg schicken, dass es sich bei dem skizzierten um ein Polizeiszenario handelt, kein militärisches! Das Militär (ob wehrpflichtig oder Berufstruppe) würde ja erst hizugezogen, wenn die Polizei den Aufrührern nicht mehr Herr würde. Das bedeutet aber wiederum, dass der Graben schon (aus heutiger Sicht undenkbar) unüberbrückbar tief in der Gesellschaft aufgerissen sein müsste.

      Ein Wehrpflichtigenheer würde mobil gemacht. Allerdings gibt der einrückende Soldat ja nicht seine Meinung am Kasernentor ab. Manche werden also für die Aufrührer sein, die bekämpft werden sollen, andere dagegen. Das setzt sich fort von den untersten bis in die höchsten Kommandoebenen. Und alle bekommen ein Sturmgewehr und Munition in die Hand.

      Wenn das nicht hochbrisanter Sprengstoff mit unbekannter Lunte ist, dann weiß ich nicht.

    • phaidros
      20. Januar 2013 16:02

      cmh, schauen die Schwyzer (die wir so gern als Vorbild anrufen) auch zu viel »Batteltankcombat«?

      DIe haben nämlich 132 Leopard 2. (Wir hatten nie mehr als 114, jetzt 74 - wenn es noch so viele sind).

  59. Wertkonservativer
    19. Januar 2013 18:23

    Liebe Blog-Gemeinde!

    Jetzt haben wir uns tagelang über EIN Thema ausgetauscht, morgen wird diesbezüglich die Entscheidung fallen.

    Aber bedenken wir doch, dass wir über die Heeresfrage hinaus auch noch viele andere (und eigentlich wesentlichere) Probleme zu lösen haben werden.

    In Österreich (und auch in Europa ganz allgemein) sind zwei politische Denkmodelle im Wettstreit: die Linken und die Mitte/Rechten.

    Versuchen wir doch, die unsere Werthaltungen und Lebens-Prinzipien verteidigenden politischen Kräfte nach besten Möglichkeiten zu unterstützen, nicht dauernd an Fehlleistungen dieser Kräfte herumzumäkeln, und den Wettstreit zwischen unseren bürgerlichen Auffassungen und der sozialistischen Links-Ideolgie aktiv und mit Herzblut zu unterstützen!

    Die morgige Volksbefragung ist zwar ein wichtiger Gradmesser für die Reife unseres Volkes, die Direkte Demokratie zu "leben", doch die große Herausforderung ist diese Befragung noch nicht: wichtigere werden folgen müssen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      19. Januar 2013 18:56

      Ergänzend zu meinem letzten Satz:
      aber nicht unbedingt die Volksbefragungen, die der weinselige Herr Häupl von Zeit zu Zeit (anscheinend beschwipst) zur Diskussion stellt!
      (Mit der Befragung über die Gesamtschule würden die Roten sich wahrscheinlich auch wieder "einen Span einziehen"!! Das hat sogar der durchaus nicht als Blitzgneisser bekannte Herr Faymann sehr schnell erkannt!)

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Gandalf
      19. Januar 2013 19:30

      @Wertkonservativer:
      Ja, ganz Ihrer Meinung: auch ich möchte die meine/unsere Werthaltungen und Lebensprinzipien verteidigenden politischen Kräfte nach besten Möglichkeiten unterstützen. Wenn es einem die derzeitigen Repräsentanten dieser Kräfte halt nicht soooo schwer machen würden! Und ich betreibe keineswegs ein vordergründiges "Haut den Lukas (oder halt: haut den Michel)"- Spiel (um das schreckliche denglische "--Bashing" zu vermeiden), sondern ich frage mich, schon nahe der Verzweiflung: Ist da noch jemand, der unsere Werthaltungen und Lebensprinzipien wirklich ernsthaft verteidigen will und kann??

    • Wertkonservativer
      20. Januar 2013 12:55

      Ja, @ Gandalf,

      für Ihre Zustimmung und den Hoffnungs-Gleichklang vielen Dank!

      Nochmals: bei allem Unmut über die derzeitige Performance der ÖVP (alles ist ja auch wirklich nicht schlecht!), ist sie - zumindest nach meiner Meinung - immer noch die einzige Partei, die unsere bürgerlichen Werthaltungen zumindest in den Grundzügen vertritt.
      Auf Dauer könnten die Roten nur durch eine wieder gestärkte Volkspartei, in fairer Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen, in die Schranken gewiesen werden.

      Dazu wäre aber in erster Linie eben unsere Volkspartei zu stärken, damit sie überhaupt in die Lage kommt, zusammen mit den Blauen die roten Bastionen anzugreifen und deren Vorherrschaft zu brechen.
      Das dauernde Jammern über die Schwäche der Schwarzen ist jedenfalls kontraproduktiv! Damit wird die Anti-Links-Bewegung geschwächt, und lässt die Roten zusammen mit den Grünen auf der Gewinnerstraße!
      Merkt Ihr das wirklich nicht, liebe Freunde?

      (mail to: gerhard@michler.at)

  60. phaidros
    19. Januar 2013 18:08

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    was zu sagen ist, ist gesagt; es können nur noch Wiederholungen ad nauseam und peinliche gegenseitige Belobigungen ohne jede argumentativen Inhalt und/oder persönliche Attacken, beides zwecks Stimmungsmache, folgen - in der Sache weder hilfreich noch interessant.

    Ich gestehe freimütig, dass mir die Posterei bis obenhin steht, es hat sehr viel Zeit in den letzten Tagen gebunden - eigentlich zu viel. Daher verabschiede ich mich bis auf weiteres mit einem abschließenden Gedanken:

    Wer morgen für die Werhpflicht stimmt sollte sich bewusst machen, dass er automatisch zumindest dem mittelfristigen Einzementieren unserer Neutralität das Wort redet, die im Ausland wohl eher als schleimige Trittbrettfahrerei wahrgenommen wird. Was sie schließlich auch ist: wir verteidigen sie mit nur 3 Flugzeugen.

    Alles Gute und bis bald

    Ihr
    phaidros.vie@gmail.com

    P.S. (etwas OT, aber auch wieder nicht): Eine Wissenschaftssendung auf N24 hat mich heute auf ein bemerkenswertes Detail aufmerksam gemacht: Meinungsänderungen erzeugen einen extrem hohen Stresspegel...

    • phaidros
      19. Januar 2013 19:29

      Na, wenn das bei den Sternderlklickern so schlecht ankommt, dass ich pausiere, kann ich natürlich auch gerne bleiben! ;-D

    • GOP
      19. Januar 2013 20:37

      phaidros:
      bitte bleiben sie uns erhalten, auch wenn es hier Platz für viele Unbelehrbare gibt. Diese glauben, wenn morgen die Mehrheit (der zur Urne geschrittenen Minderheit) für das Berufsheer votiert, dann geht die Welt unter. Zumindest klingen deren Scheinargumente und die befürchteten Horrorszenarien so. Die beiden Großparteien halten uns mit diesem Stimmzettel und der selbst gebastelten direkten Demokratie doch nur "am Schmäh". Egal wie das Endergebnis ausfällt, es wird sich - so wie bisher - nicht viel ändern.
      Trotzdem meine ich: Fortschritt = Zukunft, Stillstand = Rückschritt.

    • phaidros
      19. Januar 2013 21:16

      Aber natürlich, lieber GOP, keine Sorge! (Ich brauch halt jetzt einmal nur ein paar Tage, aus diversen Gründen). LG

  61. Gerhard Pascher
    19. Januar 2013 18:03

    Nicht nur der Winter, auch die nächste Volksbefragung kommt bestimmt. Scheinbar bestimmen Michael Häupl (und sicher auch Erwin Pröll), was, wann und wo in unserem Land zu geschehen hat:
    http://wien.orf.at/news/stories/2567749/

    • Undine
      19. Januar 2013 19:17

      @Gerhard Pascher

      Ja, seit Gerhard Schröders Amtsantritt wissen wir's: Politik macht SPASS!
      Was an der verantwortungsvollen Aufgabe, ein 80- Millionenvolk zu regieren SPASS macht, werde ich nie verstehen---Häupl und Erwin Pröll scheinen auch Spaß an der Sache zu haben und a richtige Hetz ham's!

      PS.: Hätte Schröder damals gesagt, es sei ihm eine Ehre oder bereite ihm Freude, dieses hohe Amt ausüben zu dürfen, hätte ich es richtig gefunden---aber unter Spaß machen stelle ich mir etwas anderes vor.

  62. nerdfilms
    19. Januar 2013 16:27

    Es ist Zeit, sich zu wehren!

    Mit dem Kampfruf "Mein Bauch gehört mir!" hat unsere Gesellschaft ab den Siebziger Jahren eine demoskopische Katastrophe eingeleitet, die wehrkraftzerstörender ist als jede noch so schwachsinnige Bundesheerreform. Es ist Zeit zu sagen: Ich gehöre mir! und dagegen zu kämpfen, zum Präsenzdienst gezwungen, ja dazu vergewaltigt zu werden. Oder als Zivildiener für ein Sozialsystem ausgebeutet zu werden, das zu 95% den Frauen zugute kommt, die selbst aber keinen Finger rühren müssen.
    Deswegen werde ich morgen in der Früh für ein Berufsheer stimmen!

  63. Undine
    19. Januar 2013 15:24

    Da ich es selbst schwerlich richtig beurteilen kann, was tatsächlich für Ö besser ist, die Wehrpflicht oder ein Berufsheer----aber eher zur allgemeinen Wehrpflicht neige---- bin ich darauf angewiesen, auf Meinungen von Menschen zu hören, denen ich UNEINGESCHRÄNKT mein Vertrauen schenken kann.

    Obwohl für mich ohnehin feststeht, daß ich morgen für die Beibehaltung der Wehrpflicht stimmen werde, ist es einerseits der Kommentar von Dr. Unterberger, der mich, würde ich noch schwanken, restlos überzeugt, andrerseits sind es aber auch die eindrucksvollen, glaubwürdigen Kommentare einer ganzen Reihe von Blogpartnern, die ich seit langem sehr zu schätzen gelernt habe---und die, so denke ich, auch genau wissen, wovon sie schreiben.

    Dazu kommt dann noch die unglaublich penetrante "Werbung" für ein Berufsheer von allen Sprachrohren der Sozialisten (und deren grünem Appendix), nämlich sämtlicher Gattungen der Medien. Diese widerliche MANIPULATION, der wir Österreicher in Rundfunk und Fernsehen ausgesetzt waren, spottet jeder Beschreibung.

    Es gehört den LINKEN ein ordentlicher DENKZETTEL verpaßt, nicht nur wegen ihrer allgemeinen Präpotenz, sondern va deshalb, weil alles, was die in die Hand nehmen, gründlich SCHIEFGEHT! Warum sollte es diesmal anders sein???

  64. Josef Maierhofer
    19. Januar 2013 14:45

    Auch die Kampagne der Offiziere für die Wehrpflicht ist eine linke Provokation, man hat die Offiziere unter Druck gesetzt.

    Aber genau das soll heute mein erstes Thema sein, denn ich meine, das Milizheer wird eine Mehrheit finden in Österreich.

    Das, was in allen Ämtern passieren muss, muss natürlich auch beim Heer funktionieren, und das ist ganz sicher eine wichtige sinnvolle Maßnahme, nämlich der Ballast muss abgeworfen werden. Wir haben die höchste Anzahl von Generälen verglichen zu allen anderen Armeen der Welt und auch die höchste Anzahl von Heeresbeamten, ich weiß aber nicht, ob wir aber die bestausgebildeten Unteroffiziere haben, die imstande sind, für die jungen Leute Trainer zu sein. Das war ja auch der Aufhänger für den linken Angriff, dieser Mißstand nämlich.

    als zweites Thema:

    Zur Frauenwehrpflicht möchte ich nur folgendes sagen. Frauen ohne Kinder unterliegen natürlich der Wehrpflicht, Frauen mit Kindern, nein, für mich ein 'no go'. Denn es ist die Natur leider nicht zu verleugnen und die Kinder sind trotz aller Perversitäten unseres linksgrünen 'Familienmysteriums', trotz aller Medienhetze der linksgrünen Medien und des ORF meist bei ihren Müttern und zwar die längste Zeit.

    Ich hatte heute die Gelegenheit, in der Pause mit meinen Studenten darüber zu reden und auch die haben auf meine Frage hin einhellig gemeint, sie wären für Wehrpflicht und Zivildienst. Viele der Zivildiener, die ich zufällig getroffen habe, was heißt viele, 2 im Krankenhaus und 7 unterwegs, sehen auch die Notwendigkeit des Zivildienstes. Heeresangehörige habe ich keine getroffen, aber am Flughafen einige aufrechte Österreicher aus den anderen Bundesländern als Wien, die natürlich auch zur Abstimmung gehen werden morgen früh und für Österreich, nämlich für ein österreichisches Heer, für ein Milizheer stimmen werden.

    In diesem Fall ist der einzige positive Effekt für die linke Kampagne, die Artikulierung des Reformbedarfs beim Milizheer.

    Aber, solange Rot regiert und Darabos Minister ist, wird beim Heer 'rot aufgewaschen' und das Milizheer ausgehungert, das wage ich zu behaupten, ohne in die Zukunft blicken zu können, vielleicht ist das Milizheer bei diesem 'Fähnchen im Wind' namens Heeresminister nach der Abstimmung wieder 'in Stein gemeißelt', könnte auch sein, ich nehme aber das erstere an, wie es sich für einen echten Sozi geziemt.

    Wäre schön langsam Zeit, dass man sich seitens der anderen Parteien ganzen Herzens, nicht halbherzig um unser Milizheer kümmert.

    Da gebe ich Dr. Unterberger recht, mit einem Berufsheer hätten wir sehr bald die 'Roten Garden'.

  65. Anton Volpini
    19. Januar 2013 13:54

    Der große Volksverführer, Bruno Kreisky, war der erste österreichische Politiker, der mit der Verlockung eines kürzeren Grundwehrdienstes, das Bundesheer für seine Wahlkämpfe entdeckte. Davor haben ihm die 68iger mit ihren Friedensutopien die Stimmung aufbereitet.
    Sein damaliger Kronprinz, Hannes Androsch, war bei diesem Wahlkampf themenführend mit dabei.
    Seit dem haben die Roten in allen Parteien ständig das Bundesheer auf allen Fronten demontiert. Es klingt daher besonders zynisch, wenn sich jetzt ein Androsch hinstellt, und meint, 6 Monate seien für die Militärausbildung zuwenig, daher brauchen wir ein Berufsheer.

    Ich hatte eine hervorragende militärische Ausbildung. Ich hatte obendrein das Glück, einer Hochgebirgstruppe zugeteilt gewesen zu sein. Als Offizier der Reserve habe ich ein ganzes weiteres Jahr bei diversen Manövern und freiwilligen Waffenübungen gedient, und war immer mit Begeisterung dabei. Ich halte zu meinem Truppenkörper immer noch engen Kontakt, und beobachte wie sehr diese Entwicklung verunsichert. Aber in meiner Garnison ist der Wille zur Verteidigungsbereitschaft für unser schönes Land ungebrochen.

    Morgen gehen meine Frau, unsere schon wahlberechtigten Kinder und ich geschlossen zur Volksbefragung, und werden für die Wehrpflicht stimmen.

    • Ai Weiwei
      19. Januar 2013 14:25

      @ Anton Volpini: ********** !

    • Helmut Graser
      19. Januar 2013 14:44

      Wir gehen ebenfalls geschlossen hin und stimmen für die Wehrpflicht.

    • Undine
      19. Januar 2013 14:53

      @Anton Volpini

      *********!

    • Josef Maierhofer
      19. Januar 2013 14:57

      @ Anton Volpini

      Auch ich war 1 Jahr freiwillig und bei den Gebirgsjägern in Saalfelden, danach in Kärnten bei der Offiziersausbildung (ROA), die dann wegen der CSR Krise 1968 durch einen verlängerten Wehrdienst (15 statt 12 Monate) dann auch zum Offiziersgrad definitiv geführt hat und beim Milizheer in Niederösterreich und Wien habe ich diese damit verbunden Funktionen auch ausgefüllt.

      Sehr viel fürs Leben habe dort gelernt und die Leute,die uns ausgebildet haben, waren zwar nicht alle so super, aber die mesiten waren sogar Vorbilder.

    • phaidros
      19. Januar 2013 15:11

      Wann war das, die Herren? Ist es nicht möglich, dass Sie teuren Erinnerungen nachhängen?

      Die Bedingungen sind nicht mehr so, wie sie vor Jahrzehnten waren, und können es mit 6 Monaten GWD und 2Mrd/a auch nicht mehr werden.

      Es ist nicht legitim, jemanden für meine Erinnerungen an die Oase in eine Wüste zu schicken, weil die Oase inzwischen einfach ausgetrocket ist.

    • ProConsul
      19. Januar 2013 16:31

      Bravo Herr Volpini, solche aufrechten Menschen wie Sie und ihre Familie braucht das Land!

    • Hummel
      19. Januar 2013 16:33

      Ich bin beim Bundesheer geschunden und geschliffen worden, doch die Disziplin, Kameradschaft und die sportliche Konstitution waren top.
      Ich denke aber nicht, dass diese Werte heute noch zählen. Heute droht man, in mit Steuerzahlern finanzierten Werbespots, mit der Zwangsverpflichtung aller Frauen durch den Gleichbehandlungsgrundsatz der EU. Und drohen tun ausgerechnet jene, die so stolz auf die EU sind, so massiv für die Gleichbehandlung sind und jene, für die die Gleichbehandlung seit der Einführung des Bundesheeres anscheinend noch nie ein Problem war. Ich denke, dieser Propaganda ist man als Außenstehender hilflos ausgesetzt, auch in Anbetracht dessen, dass die ÖVP anscheinend permanent von der grausamen Propaganda der Linken überrascht wird und schon gänzlich handlungsunfähig ist. Dies Volksabstimmung wird nicht sie SPÖ gewinnen, sondern die konzeptlose und handlungsunfähige ÖVP verlieren – wieder einmal ! Der linke Parteiflügel der ÖVP wird sich über die Niederlage schon freuen !

    • diko
      19. Januar 2013 17:52

      @ Anton Volpini: ********** !

    • Anton Volpini
      19. Januar 2013 20:41

      @Hummel

      Helmut Oswald hat es am 17. Jänner auf den Punkt gebracht. Nach österreichischer Art ist ein Berufsheer sofort gewerkschaftlich unterwandert, und wie Sie selbst in Ihrem hervorragendem Beitrag schreiben, auch sozialistisch dominiert. Aber Ihr Subbeitrag hat mich etwas irritiert. Was hat das alles an Frauenquote, Gleichbehandlung und der Frage, ob nun die SPÖ oder die ÖVP mit dem Ergebnis der Volksbefragung einen verdienten oder unverdienten Sieg einfährt, zu tun?
      Darum geht es doch gar nicht!
      Es geht darum, ob wir als Volk aus eigener Kraft heraus, unser Land, unsere Kultur und damit unsere Zukunft in Händen halten wollen.
      Werden Sie morgen für die Wehrpflicht stimmen?

    • brechstange
      19. Januar 2013 21:10

      Für unseren Sohn war die kürzliche Ableistung des Präsenzdienstes eine wertvolle Erfahrung. Eingeteilt in die schwächste Gruppe gelang es dieser den Leistungswettbewerb durch hohe Motivation zu gewinnen. Eine prägende Erfahrung.

      Mein Mann, ein Stadtkind, lernte alles Lebensnotwendige, um in der Landwirtschaft bestehen zu können, beim Heer.

      Diese Erfahrungen sollen auch künftige Österreichen machen dürfen, daher stimmen wir für die Wehrpflicht.

    • Josef Maierhofer
      19. Januar 2013 21:29

      @ phaidros

      Die 6 Monate Grundwehrdienst sind ja auch so eine linke Errungenschaft, war ursprünglich 9 Monate.

      Natürlich sind das Erinnerungen an ein echtes österreichisches Heer damals noch, bevor man ab etwa 1970 begann, es zu zerstören.

      Auch der Zivildienst ist eine linke Errungenschaft, die sich inzwischen sich als positiv erwiesen hat, und jetzt soll es abgeschafft werden ?

      Es ist halt so, dass man sich sehr wohl überlegen muss, was der ganze linke Schnick-Schnack des Largierertums soll, nur keine Pflichten endet in Anarchie und Untergang.

      Bleibt als alleinige Pflicht das Steuer Zahlen, was von links auch abgeschafft wurde durch die Mindestsicherung.

      Und denen vertrauen Sie ein Berufsheer an ? Die lassen Sie aussackeln, bis Sie in der Mindestsicherung gelandet sind, trotzdem Sie vorher das auch schon fast waren wegen der hohen Steuern.

      Wer sagt denn, dass man nur 6 Monate Grundwehrdienst leisten sollte, damals waren es 9 Monate und nachher alle 2 Jahre eine Woche Übung, eine zeitlang sogar jedes Jahr durch 10 Jahre hindurch, für mich bis zu meinem 55. Lebensjahr, bis ich wegen eines Gehörschadens (30% Schädigung) wegen Knalltrauma (auch beim Bundesheer) befreit wurde von Schießübungen und ohne diese hat man mich dort natürlich nicht mehr gebraucht.

      @ phaidros, eine zarte Frage, was haben Sie gegen aufrechte Österreicher, die ihre Pflichten erfüllen, erfüllt haben, erfüllen wollen ? Denn alles, was ich bisher an Argumenten gehört habe, war, dass wir uns nur 'ein kleines feines Berufsheer leisten' können. Man muss das auf eine 'moderne' (=linke) Basis stellen, sagen Sie, denn mit diesem Milizheer geht es nicht, aber mit einem Berufsheer, das wir uns nicht leisten können, da geht es ?

      Ich meine, solche 'roten Garden' brauchen wir nicht, wir brauchen verantwortungsvolle Österreicher, die ihre Pflichten erfüllen, von Arbeit über Steuerzahlen bis zum Wehrdienst.

    • phaidros
      19. Januar 2013 21:54

      Lieber Herr Maierhofer, wie komme ich zur Ehre Ihrer »zarten Frage«? Ich war selbst 12 Jahre lang in der Miliz (Kader-, nicht Truppenübungen).

      Die Einstellung der Milizübungen war übrigens eine schwarze Errungenschaft.

      Um das klar zu sagen: eine umfassende Landesverteidigung können oder wollen wir uns nicht leisten, das würde weit mehr als 2 Milliarden kosten, eher 4. Und zwar in beiden Varianten, Wehrpflicht- wie Berufsheer (das wird durch mehrere einschlägige Studien nachgewiesen).

      Da immer wieder das schweizer Vorbild beschworen wird, hier nochmal der Vergleich von ein paar Eckdaten:

      _________________CH___________AT
      Grundausbildung_21Wo________6Wo (+ 18Wo Nichtstun)
      Milizübungen____2Wo/a bis 35__null
      Flugzeuge_______120__________15 (davon 3 startklar)
      Panzer __________132__________74 (bei doppelter Fläche und wesentlich mehr als doppelt so viel »Panzergelände«)
      Budget [Mio$/a]_4000________2500 (bei doppelter Fläche)
      pro Kopf [$]______500_________294

      Militärisch ist der Unsinn »Bewährtes behalten« einfach nur grotesk und nicht zu argumentieren. Das sind alles feuchte Andreas-Hofer-Träume, und sonst gar nichts.

      Dem schweizer Milizsoldaten wird seine Ausrüstung inklusive Waffe und Munition zur Aufbewahrung nach Hause mitgegeben, der ölsterreichische bekommt einen Rucksack mit grüner Wäsche zur Aufbewahrung mit nach Hause

      Das ist, wohlgemerkt, kein Schlechtreden, sg. Herr Maierhofer, das ist ein Aufnahme der Lage. Davor kann man doch nicht die Augen verschließen.

    • Hummel
      19. Januar 2013 22:01

      @Anton Volpini
      Ich wollte damit nur auf die Art und Weise hinweisen, mit der die politischen Parteien den "Wahlkampf" durchgeführt haben. Was da in den Werbespots gelaufen ist (unter anderem auch diese Gleichbehandlungsthema, mit der Drohung, dass in Zukunft alle Frauen, Mütter und Mädchen in den "Kampf" müssen) hat zu einem Tiefpunkt in der österreichischen Politik- und Medienszene geführt. Keine fachliche Auseinadersetzung über dieses Thema, keine echten Experten, keine fundierten Studien, keine korrekte Kostenermittlung usw. Das war ein purer Propagandakrieg, mit einem Verlierer und das ist Bundesheer und wahrscheinlich auch der Zivildienst.
      Nun zu Ihrer Frage: JA, ich werde für die Wehrpflicht stimmen, unter anderem auch deshalb, weil ich der Meinung bin, dass auch unsere jungen Migranten einmal, ausnahmsweise, eine Pflicht für Österreich übernehmen müssen. Und ja, das Bundesheer gehört reformiert, aber bitte nicht von einem Verweigerer und Wendehals namens N.D. !

    • Anton Volpini
      19. Januar 2013 23:06

      Freut mich ungemein für uns alle, Hummel, daß Sie für unsere Wehrpflicht stimmen werden.
      Und die anderen lassen wir derweil Nebelkranaten werfen!

    • phaidros
      20. Januar 2013 09:03

      Eine prägende Erfahrung.

      Die können S' in jedem Sportverein machen. Dafür braucht man sicher keine Wehrpflicht aufrecht zu erhalten.

  66. Brigitte Imb
    19. Januar 2013 13:36

    Die kriegerische Auseinandersetzung in Mali und die dazu geführten Diskussionen um eine Beteiligung Österreichs müßten zu denken geben.
    Wir sollten doch an unserer (Pseudo)neutralität festhalten (in der EU wird ja auch sonst auf Biegen und Brechen gelogen, warum nicht auch wir ein bißchen), die durch eine Beibehaltung der Wehrpflicht eher gegeben ist als durch die Installierung eines Berufsheeres, mit unweigerlichem NATO Anschluß.
    Ich bin entschieden dagegen unsere Soldaten in Afrika zu verheizen! Wobei hier Spindelegger (unverständlicherweise) die treibende Kraft zu sein scheint. (Er wird mit dem Buckeln vor den Muslimen gar nicht mehr fertig....)

    http://diepresse.com/home/politik/bundesheer/1334633/Frankreich-fuer-Beteiligung-Oesterreichs-an-Mission-in-Mali?_vl_backlink=/home/index.do

    • schreyvogel
      19. Januar 2013 21:55

      Ich bin auch der Meinung, dass uns unsere Neutralität nützt, indem sie unsere Politiker daran hindert, dem Drängen der EU und der USA nachzugeben, uns aus pseudo-moralischen Gründen an militärischen Intervention in der ganzen Welt zu beteiligen.

      Hat es z.B. Libyen wirklich genützt, dass die NATO Gadhafi umgebracht hat? Das Leben ist dort seither viel unsicherer geworden, und Gadhafi hat außerdem für Stabilität und wirtschaftliche Unterstützung in seinen südlichen Nachbarstaaten wie z.B. Mali gesorgt.

      Assad wird sehr fehlen, wenn die Rebellen mit westlichen Waffenlieferungen und womöglich westlicher Luftunterstützung einen Umsturz erzwingen.

      Auch die Entfernung Saddam Husseins hat die Region viel weniger stabil gemacht.

      Österreich ist keine Großmacht und soll sich aus solchen Konflikten heraushalten. Dabei hilft die in der Verfassung verankerte immerwährende Neutralität sehr. Auch die Schweiz ist mit ihrer Neutralität äußerst gut gefahren, in allen Kriegen seit 200 Jahren.

      Egal ob mit Wehrpflicht oder Berufsheer: Bewahren wir unsere verfassungsmäßige Neutralität!

  67. Alexander Renneberg
    19. Januar 2013 12:53

    o.t. aus dem ortnerforum

    Eine sehr berechtigte Frage
    19. Januar 2013

    Sehr geehrter Herr Dr. Moser! Sehr geehrter Herr Rechnungshofpräsident!

    Sie treffen in dem im Betreff genannten RH-Bericht (über die geplante Sanierung des Wiener Parlamentsgebäudes)

    http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/2012/berichte/teilberichte/bund/Bund_2012_11/Bund_2012_11_1.pdf

    folgende Feststellungen:

    1. Die auf S. 56 angegebenen Sanierungskosten OHNE Effizienzsteigernde Maßnahmen und OHNE den 38,5 Mio € laufende Sanierung der 6 davor liegenden Jahre ( S. 54) betragen mit Kostenüberschreitungsrahmen netto 311,79 Mio €.

    Die Gesamtnutzfläche des Parlaments (ohne angemietete Nebengebäude) beträgt 15.789 m² (S. 21).

    Einer einfachen Division zufolge, errechnen sich somit “schlanke” 19.747,- €/m² zu sanierender Nutzfläche, auf Kostenbasis 2010 !
    In ATS: 271.700,- /m². Das ist, entschuldigen Sie bitte, ein WAHNSINN!

    Als seit 25 Jahren im Immobilienbereich Selbständigem drängen sich daher folgende Fragen förmlich auf:

    1.Hat keiner Ihrer RH-Prüfer diese Milchmädchenrechnung angestellt?

    2.Wurden diese Kosten in keiner Weise hinterfragt und/oder mit anderen Bauvorhaben der BIG verglichen?

    3. Ist es vielleicht Absicht, diese 19.747,- €/m² NICHT explizit im Bericht anzugeben?

    Ein Luxusbauvorhaben kann leicht mit 5.000,- €/m² NEU errichtet werden. Selbst unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes können und dürfen Sanierungskosten keine 400% eines Luxusneubaus ausmachen!

    4. Was bitte, ist hier abgelaufen?

    Sollen unsere intelligenten Gesetzgeber im NR hier gar von den bösen Firmen über den Tisch gezogen werden? – Oder gibt es andere Interessen bzw. vielleicht auch vor der Öffentlichkeit tunlichst zu versteckende Baumaßnahmen, wie unterirdische Fluchtwege per U-Bahn oder Dergleichen?

    5. Von den exorbitanten Hin- und Zurücksiedlungskosten inklusive “Vertiefender Risikopotentialanalyse” für 183 Abgeordnete samt deren “Hofstaat” ganz zu schweigen.

    Ihrer Stellungnahme mit großem Interesse entgegen sehend, verbleibe ich,

    mit vorzüglicher Hochachtung,

    Peter Matzenberger
    ACADEMIA Immobilientreuhand GmbH
    Witthauergasse 38
    A-1180 Wien

    • Brigitte Imb
      19. Januar 2013 13:41

      Irre!!!
      Sind da bereits wenigstens die größten Teile der Schmiergeldzahlungen enthalten?

    • Alexander Renneberg
      19. Januar 2013 13:45

      tatsächlich irre wenn das so stimmt.
      ob es da eine erklärung seitens des parlamentes gibt?

    • La Rochefoucauld
      19. Januar 2013 18:45

      Was sagt Frau Prammer dazu?

  68. schreyvogel
    19. Januar 2013 12:40

    So sehr ich auch mit A.U. in jedem einzelnen (!) seiner vielen Punkte übereinstimme, ist meine Schlußfolgerung daraus doch eine andere: Die Wehrpflicht ist unter den gegenwärtigen Bedingungen sinnlos.

    Schuld ist, dass das Heer finanziell dermaßen ausgehungert wurde, dass es den Namen Heer gar nicht mehr verdient. Das Geld reicht gerade noch für die Gehälter seines riesigen pragmatisierten Apparates und für die Verpflegung und Bequartierung der Präsenzdiener.
    Für eine adäquate Bewaffnung und Ausbildung sind absolut null Mittel vorhanden.

    Wollte man das Heer wirklich aufrüsten, wäre das nur auf Schuldenbasis möglich. Wir brauchen jedoch unsere Verschuldungskapazität restlos für unsere überbordenden Sozialausgaben.

    Was mich auch ärgert, ist, dass man auf dem Stimmzettel nicht einfach für ein Berufsheer stimmen kann, sondern damit zwangsweise auch für ein freiwilliges Sozialjahr stimmen muss. Geht es gegen die Wehrplicht aus, werden die Politiker das als Freibrief für unbeschränktes Geldausgeben für alle möglichen Sozialdienste missbrauchen.

    • simplicissimus
      19. Januar 2013 12:50

      Sie vergessen ein Bürgerkriegsszenario. Da gelten dann ganz andere Spielregeln.
      Der Feind kommt nicht immer nur von aussen.

    • simplicissimus
      19. Januar 2013 12:51

      Die Auswahl auf dem Stimmzettel ist ein Witz. Das ist manipulierte "direkte Demokratie".

    • schreyvogel
      19. Januar 2013 13:00

      Simplicissimus,
      auf welche Seite sollte sich das Bundesheer im Falle eines Bürgerkrieges stellen?
      Auf die Seite, die eine Mehrheit der Soldaten, nach demokratischer Abstimmung, will? Oder soll das der Oberbefehlshaber UHBP entscheiden?

    • phaidros
      19. Januar 2013 13:05

      Gerade in einem Bürgerkriegsszenario halte ich es für bedenklich, wenn Waffen gleichmäßig ausgegeben sind, das nur so nebenbei.

    • Observer
      19. Januar 2013 13:57

      zum Beitrag von simplicissimus 12,51 Uhr:
      Die Fragen am morgigen Stimmzettel sind sehr "verführerisch". Was unsere beiden Regierungsparteien und im besondern Herr Faymann unter "direkter Demokratie" verstehen, ist mir absolut schleierhaft. Diese Befragung zeigt nur die Feigheit der beiden Parteien, etwas selbst zu entscheiden.

      Zur Erinnerung: bei uns gibt es neben den üblichen Abgeordnetenwahlen drei (inkl. der sog. Bürgerinitiative vier) Möglichkeiten der direkten Demokratie:
      1. Volksabstimmung, davon wurde bisher erst einmal (EU-Beitritt) Gebrauch gemacht. Diese setzt aber einen fertigen Gesetzesentwurf voraus.
      2. Volksbefragung: wird morgen erstmals bundesweit durchgeführt und ist für das Parlament - trotz gegenteiliger Beteuerungen - nicht bindend.
      3. Volksbegehren: davon hatten wir in den vergangenen Jahren bereits ein Vielzahl, welche mit Ausnahme des Rundfunkvolksbegehrens zu keinem Gesetz führten. Obwohl fast alle diese Volksbegehren die Hürde von 100.000 Unterschriften schafften, sind diese in den Parlamentsschreibtischen verkommen. Sehr oft werden diese Initiativen so lange als unerledigt betrachtet, bis eine neuer NR gewählt wird. Dieser fühlt sich dann an die Wünsche von einem Teil der Bürger nicht mehr gebunden und das "Schubladisierte" wird archiviert.

      In der Schweiz versteht man etwas ganz anderes unter direkter Demokratie:
      Auch da werden bei Initiativen Unterschriften gesammelt und bei Erreichung der Mindestanzahl dem Parlament übergeben. Dort gibt es auch ein langes Verfahren, wobei das Parlament/die Regierung sehr oft einen "Gegenvorschlag" formuliert und diesen gleichzeitig zur Abstimmung bringt. Meist ist diese Alternative nicht so extrem, wird daher von der Mehrheit der Wähler goutiert.
      Durch die Vielzahl der Abstimmungen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene ist die Beteiligung - trotz alternativer Briefwahl - sehr gering (oft weit unter 40 %), daher können z.B. schon 20 % der wahlberechtigten Bürger ein Gesetz erreichen, denn sämtliche Wahlausgänge sind für das Parlament bindend und führen zu einem entsprechenden Gesetz.

      Es gibt zwar schon die Möglichkeit von Wahlkarten und Briefwahl, eine größere Beteiligung wird voraussichtlich erst durch Einbeziehung der Online-Befragungsmöglichkeiten erreicht werden können (gilt sowohl für die Schweiz als auch für unser Land).

    • simplicissimus
      19. Januar 2013 15:46

      schreyvogel: Da ich nicht wissen kann, welche Seiten es genau sein werden, kann ich nur sagen auf der richtigen Seite. Und die kann bei der Mehrheit der Bevölkerung zu finden sein (solange diese Minderheiten nicht unrechtmässig und gewaltsam unterdrückt), die kann bei Vertretern einer liberalen denokratischen Ordnung zu finden sein usw.
      Das können wir heute mit nicht mit Sicherheit sagen.
      Besser können wir sagen, auf welcher Seite es NICHT stehen sollte:
      Auf der Seite einer Regierung, die gegen die Mehrheitsbevölkerung in einen Totalitarismus abdriftet. Oder auf der Seite von starken Minderheiten, die der Mehrheit ihre Gesellschaftsnormen gewaltsam aufs Auge drücken möchte. Usw.

    • phaidros
      19. Januar 2013 15:50

      Alle diese »wehrhafte-Bevölkerung-Gedanken« gehen völlig an der Realtität vorbei:
      wir haben die Waffe nicht am Mann. Anders als in der Schweiz, wo Waffe und Munition beim Milizsoldaten zu Hause sind.

      Das macht jede Argumentation, eine Miliz wäre wehrhafter ungültig, denn unsere Miliz ist es nicht. Wenn ein totalitäres System gegen die eigene Bevölkerung vorgehen will, machen sie folgenden, recht schnell, einfach und kostengünstig durchzuführenden Trick: sie berufen die Leute nicht ein.

    • simplicissimus
      19. Januar 2013 15:57

      phaidros: Wenn eine Seite das absolute Gewaltmonopol hat, dann wird es erst zu einem Bürgerkrieg kommen, wenn es unerträglich wird. Was bei einem Gewaltmonopol praktisch früher oder später immer der Fall ist. Es sei denn, es implodiert, wie die Sowjetunion, allerdings nach Massenarmut. Mit anderen Worten: ein absolutes Gewaltmonopol für eine politische Seite erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkrieges und seiner Heftigkeit.
      Und ja, gute Idee: die Schweiz mit der Waffe im Schrank des Wehrbürgers hat sich aus allen Konflikten heraushalten können. Wäre ein gutes Beispiel für uns. Jedenfalls kann ein Berufsverführer, der mit einem Berufsheer das absolute Gewaltmonopol in der Hand hätte, bei einem Schweizer System viel weniger ausrichten.

    • phaidros
      19. Januar 2013 16:12

      simplicissimus: diese »eine Seite« hat das absolute Gewaltmonopol jetzt schon, denn die Waffen liegen in den Kasernen. »Die Macht kommt aus den Gewehläufen«; wo die sind, ist die Macht.

      Sollte es tatsächlich zu bürgerkriegsähnliuchen Zuständen kommen, wäre es gesamt besehen übrigend das Allerschlimmste, wenn die Waffen gleichmäßig verteilt wären. (Trotzdem bin ich persönlich fest der Meinung, dass das eine enorme und nötige Aufwertung des Milizstandes wäre. ALlerdings gehörte zuerst die Wehrdienstzeit und das Budget verdoppelt, und das ist illusorisch)

    • simplicissimus
      19. Januar 2013 16:28

      phaidros: Die Waffen sollen nicht "gleichmässig verteilt" werden, sondern sich in den Händen von ausgebildeten Männern (und Frauen) des Volkes befinden, auf das sie einen Eid geleistet haben. Und in deren wehrpflichtigen Armee sie im besten Fall Gemeinschaftssinn, Zusammengehörigkeit und Kameradschaft erlebt haben. Auch wenn das im heutigen Bundesheer nur teilweise der Fall ist, nur teilweise der Fall sein kann, weil es jahrzehntelang von der Politik ausgehungert und runtergemacht wurde.
      Eine solche Wehrpflichtigenarmee wird im Bürgerkriegsfall mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit eine totalitaristische Regierung gegen das eigene Volk unterstützen. Eine Berufsarmee schon, solange sie keinen ernstzunehmenden Gegner hat. Ist der Gegner aber stark und auch moralisch stark und geht der eigenen Motivation die oben geschilderte Grundlage ab, dann ist die Berufsarmee die erste, die wegrennt, vor allem, wenn der Sold ausbleibt.
      Das sind alles massive Gründe gegen ein lächerliches Miniberufsheer, auch wenn es einige wenige aufwändige Waffensysteme betreiben kann. Solche Spezialtruppen für aussereuropäische Eliteeinsätze wären eine Aufgabe für die EU. Die Nationalstaaten sollen in der HEUTIGEN SITUATION aus Eigeninteresse ihre Milizheere weiterbehalten.

    • phaidros
      19. Januar 2013 18:10

      phaidros: Die Waffen sollen nicht "gleichmässig verteilt" werden, sondern sich in den Händen von ausgebildeten Männern (und Frauen) des Volkes befinden, auf das sie einen Eid geleistet haben. Und in deren wehrpflichtigen Armee sie im besten Fall Gemeinschaftssinn, Zusammengehörigkeit und Kameradschaft erlebt haben.

      Was soll das bei Bürgerkriegszuständen nützen? Da haben SIe so oder so die Situation, dass auf eigenen Bevölkerung geschossen werden soll. Wenn dann noch Kommandanten in unterschiedliche Lager gehen, was nützt dann das ganze heroische Geschwurbel von Ausbildung und Eid?

    • GOP
      19. Januar 2013 21:07

      Irrtum observer.
      Eine weitere Volksabstimmung gab es auch schon 1978 zum bereits errichteten Kernkraftwerk Zwentendorf. Damals sind 64 % der Wahlberechtigten zur Urne gegangen, wobei eine sehr knappe Mehrheit für die Nichtinbetriebnahme erreicht wurde. Bruno Kreisky hat diese/seine Niederlage locker weggesteckt und im Folgejahr sogar seinen größten NR-Wahltriumpf gefeiert. Ein endgültiges Aus für diesen fertiggestellten Bau erfolgte aber erst 1985, somit wurden umgerechnet 1 Milliarde Euros in den Sand bzw. das Tulnerfeld gesetzt.

    • simplicissimus
      20. Januar 2013 01:53

      phaidros: Es ist die Frage, welche und vor allem wieviele Kommandanten in welches Lager gehen. Es scheint, dass Sie gerne alle Macht in den Haenden einiger weniger Politiker konzentriert saehen. Es scheint, dass Sie diesen Leuten vertrauen. Etwas abenteuerlicher Standpunkt, wenn man sich umsieht.

    • phaidros
      20. Januar 2013 09:06

      Nein, ich vertraue diesen Leuten nicht. Aber andere tun es (sonst wären sie ja wohl kaum gewählt). Was würde also passieren: es würden sich Lager bilden (ich im einen, die erwähnten anderen im anderen), die auch noch bewaffnet wären.

      Im Falle von eskalierenden Unruhen halte ich das Wehrpflichtigenheer für den brisantesten Brandbeschleuniger, den es geben kann. Bei dem Gedanken geht es nicht mehr um »richtig« oder »falsch« oder »Vertrauen« oder »Macht«, da geht es nur noch ums Schonen von Leib und Leben.

    • simplicissimus
      20. Januar 2013 20:08

      phaidros: sie sind ein flüchtiges wild, kein gestalter, nichts anderes.

    • phaidros
      20. Januar 2013 20:33

      (Vermutlich nicht nur) ich habe keine Ahnung, was das heißen soll. Aber im Zweifel sage ich halt: danke, simplicissimus.

  69. Konrad Loräntz
    19. Januar 2013 11:29

    Die Gedanken Hummels fortsetzend, möchte ich hier meine freudigen Erregung darüber Ausdruck verleihen, dass ich durch ein JA zum Berufsheer einen wertvollen Schritt zum Aufbau der österreichischen Roten Armee (ÖRA) leisten kann und selbstverständlich werde. So wie uns dereinst schon die grosse Rote Armee vom deutschen Joch befreite, wird uns in naher Zukunft die in jeder Hinsicht international angelegte ÖRA von Allem befreien, was noch irgendwie an deutsche Wurzeln der verstockten autochtonen Restbevölkerung erinnern könnte. Freundschaft !
    Hm, hm, hm. Leider sieht das bei der Wehrpflicht aber kaum anders aus, da es unter den mehrheitlich metrosexuellen Autochtonen ja nur mehr wenige Zivildienstverweigerer gibt, sodaß unser Kasernenleben so oder so recht bunt geworden ist.

  70. Obrist
    19. Januar 2013 10:23

    Besonders verwerflich ist der Missbrauch hoher Offiziere für die rote Propaganda. Einerseits überschreitet der Minister seine Kompetenzen in verfassungsrechtlich äußerst fragwürdiger Weise, indem er seine Kommandanten zu eindeutigen politischen öffentlichen Meinungsäußerungen drängt, andererseits agieren dieselben genauso verwerflich und vor allem verantwortungslos, indem sie sich in der Hoffnung auf scheinbare Karrierevorteile für den Liquidator unseres Heeres prostituieren.

    Leider sind jegliche Logik, Vernunft und Moral in diesem Land schon vor langer Zeit der Diktatur einer unersättlichen und mittlerweile völlig hemmungslosen Politikerkaste geopfert worden. Die Schaffung eines Berufsheeres und dessen dann zu erwartende Transformation in einen roten Schutzbund nimmt unsere Bevölkerung in eine endgültige und (mit friedlichen Mitteln) irreversible Geiselhaft. Hoffentlich geht die Saat jahrelanger sozialistischer (Un)Bildungspolitik kommenden Sonntag nicht auf und möge ein letzter Funke von Restvernunft die bereits weit fortgeschrittene Vernichtung unserer Demokratie hinauszögern.

  71. Observer
    19. Januar 2013 09:57

    Hier ist der letzte Aufruf des geschätzten Herrn Unterberger, doch zur Abstimmung zu gehen und auf alle Fälle mit JA "für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes" zu stimmen.

    Leider kann der Blogbetreiber objektive Fakten und seine persönliche Meinung nicht genügend trennen und verstößt damit - wie heutzutage viele Medien - gegen früher sehr geschätze journalistische Grundsätze. Vielmehr erfüllt AU einen missionarischen Auftrag und versucht, durch selbst gestellte Fragen sowie dazugehörige eigene Antworten seine Leser in seinem Sinn zu beeinflussen und Gleichgesinnte wie eine politische Partei um sich zu sammeln. Um eine Unabhängigkeit vorzutäuschen, werden im heutigen Hauptkommentar aber neben den 23 Pro-Argumenten auch 5 Schwachpunkte erwähnt und weitere 9 mit Verbesserungsvorschlägen.

    Dem gegenüber stellt Christian Ortner in seinem Forum nur eigene Fragen in den Raum bzw. stellt fremde Zitate zur allgemeinen Diskussion. Natürlich bringt er auch Gastkommentare, welche dort unter "Fremde Federn" laufen. Seine eigene Meinung wird meist nur in einem eigenen wöchentlichen Beitrag aufgezeigt, wo er ebenfalls ziemlich kritisch mit den derzeitigen Entwickungen verfährt.

    Ich finde daher, beim AU-Tagebuch besteht ein Verbesserungsbedarf.
    Dies musste einmal gesagt werden.

    • dssm
      19. Januar 2013 10:51

      Ich sehe es umgekehrt.
      Herr Unterberger macht aus seiner christlichen und konservativen Einstellung kein Geheimnis.
      Er berichtet wahrheitsgemäß, wo es um journalistische Information geht.
      Er hebt sich positiv vom sonstigen Journalismus ab, dort wird nämlich eine neutrale Arbeit geheuchelt und dann massiv Meinungsterror ausgeübt.

      Zum Erfolg dieses 'Tagebuches' gehört auch die klare Positionierung des Herrn AU, an dieser kann man sich reiben oder diese unterstützen und selbstverständlich auch ignorieren.

      Eine Verbesserung in Ihrem Sinne, wäre eine Verschlechterung in meinem.

      Vielleicht machen Sie aber konkretere Vorschläge, denn jede Medaille hat zwei Seiten.

    • simplicissimus
      19. Januar 2013 11:35

      Ich unterstütze die Replik von dssm.
      Ein Blog ist Meinung, keine neutrale Berichterstattung über Ereignisse oder Fakten, so wie sie ein Staatsrundfunk ausüben müsste.

    • Observer
      19. Januar 2013 12:01

      dssm:
      mir geht es hier nicht mehr um die morgige Abstimmung *), sondern vielmehr darum, dass vom Initiator immer schon die Richtung "vorgegeben" wird. Richtig erwähnen Sie, dass die meisten Medien (besonders ORF, KRONE, HEUTE, ÖSTERREICH) keinen guten (oder gar keinen?) Journalismus betreiben, sondern ebenso ihre Leser/Hörer/Zuseher durch die eigene Meinung manipulieren wollen.

      Ein Beispiel, wie es auch anders geht:
      Da stellen die Salzburger Nachrichten wöchentlich eine Frage bzw. ein Thema zur Diskussion und drucken dazu die bereits vorhersehbaren gegensätzlichen Ansichten der beiden völlig unterschiedlichen Journalisten KKP und AU ab. Damit werden beide Teilnehmer herausgefordert, ihren jeweiligen Stadtpunkt in Kürze darzulegen. Sicher sind auch die SN nicht völlig neutral, sondern wählen nur solche Themen aus, wo AU meist auch mehr Zustimmung bekommt. Ich finde dies trotzdem großartig, auch wenn ich fast immer über KKP schmunzeln muss.

      Übrigens: ich fühle mich auch als Christ, versuche nach der Bibel zu leben und schätze die Liberalität hoch ein. Dies hindert mich aber nicht daran, dass ich in manchen Dingen wenig Zustimmung zu meinen Ansichten habe. Fortschritt gibt es nur dort, wo man alte Wege verlässt und auch das jeweilige unbekannte Risiko eingeht. Ich gehöre nicht zu denjenigen, welche leierhaft plappern: "Das hat schon mein Großvater so gemacht, das hat sich bewährt, daran darf man nichts ändern".
      Für mich gilt: Das Bessere ist der Feind des Guten.

      *) dort werden nur diejenigen Leute hingehen, welche es auch wollen und haben ihre Entscheidung bereits getroffen. Sämtlich jetzigen Aufrufe aus beiden Lagern sind daher sinnlos. Ich hoffe AU hat nach alter Journalistenart bereits für beide möglichen Abstimmungsergebnisse die entsprechenden Beiträge vorbereitet und kann dann einen von beiden etwas modifiziert ins Netz stellen.

    • Observer
      19. Januar 2013 12:15

      @ simplicissimus:
      Völlig richtig, ein Blog soll verschiedene Meinungen darstellen. Wie ist es aber, wenn bereits eine fixe Meinung als Ausgangspunkt verwendet (vorgegeben) wird? Dann gibt es nur mehr Zustimmung oder Ablehnung.
      Ich habe einmal ein Geschichte über deine damals neugegründete Nachrichtenargentur (war es Reuter?) gelesen, wo im 19. Jahrhundert die Journalisten aufgefordert wurden, Fakten von Kommentaren zu trennen. Da stand dann z.B. in der Zeitung als Fakt der Unfall, die Beteiligten und die Auswirkungen. In einem weiteren Absatz dann (diesmal kursiv gedruckt) der Kommentar und die Meinung über mögliche Ursachen und Hintergründe, welche zu diesem Ereignis geführt haben könnten(!). Heutzutage ist dies völlig unmöglich, denn z.B. die KRONE braucht aus Wirtschaftlichkeit die Inserate der Stadt Wien, wird daher mögliche Missstände bei der Stadtverwaltung kaum bzw. nur ganz nebenbei und klein erwähnen. Oder sogar "schönreden".

    • simplicissimus
      19. Januar 2013 12:23

      ... und warum gerade die Meinung von AU so wichtig ist, ist bei einem Blick auf die gleichgeschalteten Mainstreammedien ja klar.
      Wo Observer recht hätte, ist, dass es keine wirkliche objektive journalistische Information (mehr) gibt. Welche die Grundlage für Meinungen wäre.
      Diese ausgewogenene Basis fehlt fast vollkommen und ist viel schwieriger zu erhalten als Meinungen oder gefärbte Information.
      Das kann aber nicht die Aufgabe eines einzelnen Journalisten allein sein. Dazu fehlen ihm die Mittel.

    • simplicissimus
      19. Januar 2013 12:27

      Observer, haben sich überkreuzt, unsere Kommentare, aber gleichzeitig angenähert!
      Wie bekommen wir objektive Berichterstattung?
      Wer wird sie jemals machen?

    • Observer
      19. Januar 2013 14:10

      simplicissimus 12 Uhr 27:
      Wie bekommen wir objektive Berichterstattung? Wer wird sie jemals machen?

      Darauf weiß ich auch keine Antwort. Aber als mögliches Beispiel möchte ich die (fast) unabhängige Monatszeitschrift KONSUMENT nennen. Dort lehnt man bezahlte Inserate grundsätzlich ab, um die Objektivität zu gewährleisten. Natürlich stehen dahinter auch Organisationen als Eigentümer und es gab mancherlei "Interventionen" von diesen Interessensvertretungen, welche aber fast immer abgeschmettert werden konnten. Dazu braucht es aber auch kluge Juristen, welche solche Erpressungen widerstehen können. Im Schweizer Fernsehen (Kassensturz) und Radio (Espresso) gibt es Sendungen zu ähnlichen Themen, welche völlig unabhängig gestaltet werden. Zunehmend wird dort sichtbar, dass kritisierte Firmen und Behörden - statt sich zu verteidigen und zu bunkern - reumütig den Schritt nach vorne wagen, um so einen möglichen Imageschaden zu vermeiden. Somit kann man eine Niederlage in einen Sieg verwandeln.

    • Herby
      19. Januar 2013 20:06

      @ Observer (12:01 Uhr)

      Weil Sie hier die wöchentliche Diskussion Unterberger-Frau KKP in der S.N. (in bloß 3 Absätzen) thematisieren, so ist meine Wahrnehmung:

      Viele Medien - und das ist in Ö. genau so wie anderswo - haben erkannt, dass die Verkaufszahlen hinauf schnellen wenn es sogenannte "journalistische Boxkämpfe" gibt. Vielleicht ist dieser Ausdruck etwas taktlos den Jounalisten gegenüber.

      Was ich ausdrücken will ist:

      Die Medien wissen: wenn sie die Emotionen der Leser aufwühlen, die Leser, Hörer, oder Fernsehzuseher emotional herausfordern oder emotional bedienen: Dann legen sie die Zeitung nicht weg, dann schalten sie den Radio oder den Fernseher nicht ab.

      Vor 20 Jahren hatte Nora Frey auf Ö3 täglich um 14:00 Uhr die Sendung "Ö3-Freizeichen" (eine Radio-Live-Talkshow) die sich als Radio-Diskussionssendung ausgab, in Wahrheit war das Prinzip dieser Sendung: Je mehr dort die sogenannten "Diskutanten" auf einander losgingen, je mehr Polemik und Polarisierung da war, je mehr der Streit und damit die Emotionen hochschaukelten: umso mehr wurde diese Sendung gehört und war beliebt. - diese Sendung "Ö3-Freizeichen" ist ein Musterbeispiel für dieses Prinzip das ich hier aufzeigen möchte.

      Und ganz ähnlich läuft es in den Printmedien, z.B. war die Frau Anneliese Rohrer einige Jahre Kolumnistin im Kurier und ich hatte das Gefühl, der Kurier braucht Frau Rohrer, damit sie die kräftigen Kontrapunkte in der dort sonst üblichen Mitte-Rechts-Berichterstattung beim Kurier liefert. Also auch wieder: Der Kontra-Standpunkt, das Streitpotenzial, das Potenzial um die Emotionen hochgehen zu lassen.

      Und derzeit hat der Kurier die Frau Doris Knecht, die kräftige Kontrapunkte täglich in den Kurier gibt.

      Ganz ähnliche Prinzipien - also des aufeinander Hetzens, wie in einem Boxkampf - gibt es auch im Fernsehen: früher beim Club2, und bei den derzeitigen Talkshow-Formaten: im ORF und in anderen Fernsehsendern.

      Und da vermute ich, dass die Intention der Salzburger Nachrichten ähnlich ist: dass diese Zeitung wöchentlich zwei total konträre Journalisten & Medien-Profis ihre Standpunkte darlegen lässt: Das ist: 1. sachlich interessant für die seriöse, ernsthafte Leserschaft + 2. Unterhaltung.

  72. Hummel
    19. Januar 2013 09:55

    Bei der ganzen Diskussion vermisse ich aber einen, für mich aber wesentlichen, Aspekt. Man stelle sich vor, es wird ein Berufsheer gegründet unter der Führung eines Sozialisten. Wo ein Sozialist ist, sind auch mehrere andere. Und so hat man recht schnell ein Heer das, nach österreichischen Gepflogenheiten, in der Hand einer Partei ist. Und diese Partei kann sich die Soldaten alleine nach der politischen Gesinnung aussuchen. So wie es eben bei der ÖBB auch ist. Nur mit dem Unterschied, dass diese gesinnungstreuen Soldaten Waffen in der Hand haben !
    Ich traue den Sozialisten mittlerweile schon fast alles zu (siehe Propagandakrieg aller gekauften Medien bei dieser Volksabstimmung) und damit traue ich denen auch zu, dieses Heer gegen politische Gegner einzusetzen !
    Das will ich meinen Kindern ersparen !

    • Undine
      19. Januar 2013 10:44

      @Hummel

      *****!
      Den Faden weitergesponnen, kann man sich vorstellen, daß, wie bei allen Institutionen in sozialistischer Hand, das ROTE Parteibuch für das flotte Erklimmen der Karriereleiter eine wichtige Voraussetzung sein wird.

    • dssm
      19. Januar 2013 10:57

      @Hummel
      Positiv ist, es fehlt am Gelde.
      Mit den Mitteln, welche den arbeitenden Bürgern abgepresst werden, ist ein 'Mehr' nicht drin – höchstens eine Umschichtung. Also können keine attraktiven, gut bezahlten Posten beim Herr den Parteimitgliedern angeboten werden, es wird wohl eher die von Herrn AU angesprochene soziale Negativauslese werden – die schießt freilich auf alles und jeden, auch ohne Befehl.

      Umgekehrt, momentan ist der Kapitalstock unseres Landes schon so erodiert, die Wohlstandproduktion schon so reduziert, daß ein Rückbau des Klientenwesens stattfindet.

    • dssm
      19. Januar 2013 10:58

      soll in zeile 5 natürlich 'beim Heer' lauten

    • Herby
      19. Januar 2013 11:10

      *********** !

    • FranzAnton
      19. Januar 2013 19:54

      "Und diese Partei kann sich die Soldaten alleine nach der politischen Gesinnung aussuchen"
      ******* Sehr gut überlegt, Hummel! Außerdem gilt, Goethes "Erlkönig" gemäß: "Und bist Du nicht willig, so brauch' ich Gewalt!" für Beitrittsunwillige; selber erlebt, das, mit der Begründung: "Wes Brot ich esse, des Lied ich singe"!

  73. dssm
    19. Januar 2013 09:46

    Wenn ich höre, daß das Bundesheer zum Schneeschaufeln verdonnert wird, dreht sich mir der Magen um. Hier werden kostengünstig Grundwehrdiener zu einer Arbeit eingesetzt, welche im Winter nicht ungewöhnlich ist!

    Jeder Eigentümer haftet für die Schneeräumung und diese miese Gesindel an der Spitze der staatlichen Verwaltung ist nicht einmal in der Lage hier Vorkehrungen zu treffen?

    Ich bin für die Wehrpflicht. Aber das ist der Wortteil 'Wehr' drinnen, nicht 'Arbeit'.
    Im Falle einer echten Naturkatastrophe muss eine Gesellschaft alle Kräfte mobilisieren, auch das Militär, aber für gewöhnliche Winterarbeiten ist dies eine Frechheit.

    Für liberale Menschen ist die Fragestellung sowieso falsch. Denn Wehrpflicht kann man befürworten, da es den Bürgern eine Waffe in die Hand gibt, sowie die notwendige Ausbildung diese sicher zu führen, daher wäre das Wort 'Wehrrecht' wohl besser. Aber Zivil(Sozial-)dienst ist Sklaverei! Und wer daher das Militär zum Schneeschippen einsetzt ist ein elender Sklaventreiber.

    • schreyvogel
      19. Januar 2013 13:28

      Wenn man das Heer zum Schneeschaufeln einsetzt, gehört auch die Polizei dazu herangezogen!

    • Brigitte Imb
      19. Januar 2013 14:57

      Das sehe ich anders. Die Polizei ist tägl. gegen Verbrechen im Einsatz und in Bereitschaft, Bedrohungen lauern quasi an jeder Ecke, was bei den Wehrdienstleistern tatsächlich nicht der Fall ist.
      Schneeschaufeln, und damit Teilen der Bevölkerung zu helfen kann doch nicht als Sklavenarbeit angesehen werden ( wo ohnehin ständig um den Dienst für's Land gesprochen wird). Na und ob die Wehrdiener irgendwo herumrobben od. ihre körperl. Ertüchtigung mit einem Mehrwert beim Schneeschaufeln erlangen, kann unterm Strich egal sein.
      Das BH hat Mann und Gerät um auszuhelfen, od. soll der Räumdienst zu 300% abgesichert werden, damit in gelegentlichen Extremfällen diese geschont bleiben?

    • phaidros
      19. Januar 2013 15:23

      Was ist denn Sklavenarbeit sonst, wenn nicht unentgeltliche Zwangsarbeit zum Vorteil jemandes anderen?

    • dssm
      19. Januar 2013 16:15

      @Brigitte Imb
      Sechs Monate sind verdammt kurz! Da soll eine komplette militärische Ausbildung rein. Das schaffen ein paar super Ausbilder vielleicht, aber selbst der obere Durchschnitt wird scheitern. Also sind solche Einsätze, als Unterbrechung der Ausbildung, abzulehnen.

      In Realität zahlen wir Arbeitslosengeld für die Bauarbeiter, warum ist es nicht möglich diese Menschen für diesen Zweck heranzuziehen. Der Wetterbericht kann am Vortag schon Auskunft geben, ob eine Bereitschaft verkündet wird, so daß alle leicht erreichbar sind. Wo ist das Problem?

    • Brigitte Imb
      19. Januar 2013 16:34

      dssm,

      teilweise kann ich mich Ihren Ausführungen anschließen, die kurze Ausbildungszeit betreffend, aber es handelt sich doch bei diesen Einsätzen um einzelne Tage, die nicht generell für das ganze BH gelten, und das denke ich müßte ohne größere Anstrengung kompensierbar sein. Es geht nicht um die tgl. Schneeräumung und darum daß jedermann, jederzeit eine Ausfahrt untenehmen kann, sondern darum, wenn z.B ein Schulbus im Schnee steckt, diesen rasch zu befreien.
      Mit den Arbeitslosen, diese Vorschläge sind nicht neu, sie werden nur NIE umgesetzt, da traut sich die Politik nicht drüber.

    • phaidros
      19. Januar 2013 18:13

      Sehr guter Gedanke, dssm! Kleine Anmerkung: Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung - man müsste solch einen Dienst wohl auf Sozialhilfeempfang beschränken.

    • dssm
      19. Januar 2013 23:32

      @phaidros
      Das kann keine Versicherungsleistung sein, egal wie auch immer der Name sein mag.

      Eine Versicherung wird zwischen zwei Personen freiwillig abgeschlossen. Das ist wohl nicht der Fall.

      Eine Versicherung kann nur für unbekannte, nicht kalkulierbare und nicht in ihrem Auftreten vom Menschen steuerbaren Ereignissen abgeschlossen werden.
      Arbeitslosigkeit ist keine Naturkatastrophe!

      Daher handelt es sich um eine Steuer, mit welcher diese Beträge für die Umverteilung von fleißigen auf faule Menschen finanziert wird.

    • phaidros
      20. Januar 2013 13:14

      Da muss ich entgegenhalten: Haftpflichtversicherungen decken bishin zur Fahrlässigkeit zum überwiegenden Teil »von Menschen steuerbare« Ereignisse ab. (Sogar grobe Fahrlässigkeit wird gedeckt, auch wenn sich die Versicherung dann regressiert). Versicherung ist also im Grunde reine Vereinbarungssache zwischen den Mitglidern einer Risikogemeinschaft.

      Und ob die Arbeitslosenversicherung eine Versicherung ist, müsste man eher daran messen, ob die Beiträge reichen, die Leistungen zu decken, ob mit anderen Worten der Topf groß genug ist, oder ob und wieviel zugeschossen werden muss (kann dazu nix sagen). Aber grundsätzlich erfolgt eine Leitung nicht aus aller Börse.

      Sozialhilfe andererseits wird schon vom Konzept her aus dem Steuertopf bedient, von daher meine ich: großartige Idee, kann (und sollte legitimerweise) aber wohl nur die betreffen, die am Steuert(r)opf hängen.

  74. Politicus1
    19. Januar 2013 08:45

    1) Schade, dass AU nicht Heresminister. oder Wehrsprecher der ÖVP ist. Hervorragende Arbeit!
    2) Apropos: ist die ÖVP wirklich so schwach, dass sie gar keinen Wehrspecher mehr hat? Die arme Frau Innenminister musste da omnipresent sein - weil es sonst niemand gibt?
    3) für mich sind gerade "Rand"argumente sehr entscheidend:
    a) in unserer verweiblichten Gesellschaft (alleinerziehene Mutter, Tagesmutter, Kindergartentante, Volksschullehrerin, Frau Professor ...) halte ich es für wichtig, dass Bubis endlich einmal sechs Monate mit MÄNNERN zu tun haben!
    b) Jugendorganisationen sind heute für Buben und Burschen nicht mehr attraktiv. Das BH ist oft die einzige Gelegenheit, jungen Männern Kameradschaft und Teamgeist zu vermitteln; mit Gleichaltrigen aus verschiedensten sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Situationen.
    c) der Anteil junger Männer mit Migrationsvordergrund wächst und wächst. Das BH ist eine erste - und oft auch letzte - Gelegenheit, diese Burschen mit der Rot-Weiß-Roten Fahne in Kontakt zu bringen.

    Ceterum censeo, dass der von Fayann jetzt in Stein gemeisselte Darabos völlig ungeeignet ist, den Übergang von der allgemeinen Wehrpflicht in ein Berufsheer in der gebotenen Raschheit zu bewerkstelligen.

  75. Wertkonservativer
    19. Januar 2013 07:25

    Da sich der sonst eher seriös postende Mitblogger ProConsul sich am 15.d.M. bemüssigt fühlte, das zwischen meinem Freund Matthias Wolf und mir differierende Wahlverhalten hämisch zu kommentieren, möchte ich mich diesbezüglich nicht weiter äußern.
    Matthias Wolf hat mit Verve fundierte Gründe vorgetragen, sich für ein Berufsheer einzusetzen. Die Art und Weise, wie er seine Haltung sachlich und fachlich vertritt, finde ich bemerkenswert offen und fair, zumal er meine Begründung, der "Zwangsdienst" in Heer und Zivildienst würden bei den jungen Männern durchaus zur Charakterstärkung und zum "Erwachsenwerden" positiv beitragen, durchaus anerkennt!

    Nun, jeder soll wählen, wie er es für richtig hält! Die Freundschaft zwischen Matthias Wolf und mir wird durch unsere differende Meinung zum Thema ganz sicher keinen Schaden nehmen!

    ProConsul, der - wie ich mich zu erinnern glaube - eher imperialen Zeiten nachhängt, möge sich seiner hier oft bezeugten Seriosität erinnern!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      19. Januar 2013 07:36

      Ergänzend:

      siehe auch ProConsuls Replik 17:34 auf phaidros zu seinem gestrigen Eigenbeitrag!

    • phaidros
      19. Januar 2013 07:40

      Danke, lieber Gerhard. Ich möchte hinzufügen, dass mir nicht »das Berufsheer« als solches ein Anliegen ist (sonst würde meine Empfehlung pro Berufsheer lauten), sondern eine brauchbare Landesverteidigung, die wir derzeit einfach nicht haben (und wie es scheint, auch auf weitere Jahrzehnte nicht bekommen werden).

    • dssm
      19. Januar 2013 11:03

      @phaidros
      ich sehe mit Freude eine grundpositive Einstellung, welche Ihren Freund den Wertkonservativen bei weitem übertrifft.

      Ich schaue nur mehr Wochen, vielleicht Monate in die Zukunft und sehe nur drastische Umbrüche in den nächsten Jahren kommen.
      Jedenfalls würde ich nicht einmal eine Vorhersage auf ein Jahr wagen, niemals Jahrzehnte.

    • Ai Weiwei
      19. Januar 2013 11:14

      @ Wertkonservativer

      Herr Matthias Wolf ist ein Ehrenmann, der seine Ansichten begründen kann. Er ist hier im Unterberger-Tagebuch schon lange dabei. Und hat immer intelligente, wohlbegründete Standpunkte zum Besten gegeben.

      Dies hat immer dazu beigetragen dass die Debatten hier im Forum lebendig und auch geistreich sind.

    • phaidros
      19. Januar 2013 12:36

      Ich möchte - tatsächlich beschämt und ergriffen - den Herren (Dame?) für Ihre freundliche Beurteilung herzlich danken!

    • f.m.
      19. Januar 2013 12:51

      Ich denke, der Herr Wertkonservativer hat recht, wenn er an seine zahlreichen Enkel und Urenkel denkt: Die sollen alle Selbstzucht beim österreichischen Bundesheer erlernen. Ein wichtiger Teil dieser Selbstzucht ist das gehorsame und geduldige Ertragen von Langeweile. Wo sonst sollten sie solche Schulung erhalten?

    • phaidros
      19. Januar 2013 12:52

      (Ich schaue nur mehr Wochen, vielleicht Monate in die Zukunft und sehe nur drastische Umbrüche in den nächsten Jahren kommen.

      ...übrigens: ein weiterer, guter Grund die mangels Umfelddefinition völlig sinnlose zum sinnlosen Zeitpunkt gestellte Frage zu verweigern.)

    • schreyvogel
      19. Januar 2013 13:41

      phaidros,
      eine Stimmenthaltung macht nur Sinn, wenn sie richtig interpretiert wird. Das wird sie aber mit Sicherheit nicht, beide Seiten werden die Enthaltungen für sich beanspruchen.

      Am besten ist es, eine Sachfrage nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten, möglichst frei von Emotionen und Wunschdenken.

      Für mich heisst das, wir sollen jungen Männern nicht völlig sinnlos fünf Monate ihres Lebens nehmen. Dass fünf Monate ohnehin viel zu kurz wären, bestätigt mich nur in meiner Entscheidung.

    • phaidros
      19. Januar 2013 13:52

      schreyvogel, das ist ja auch völlig ok! (und entspricht unterm Strich in der Sache auch meiner Meinung. Man muss sich alllerdings bewusst sein, dass der Darabos-Ansatz tatsächlich unbrauchbar ist) Warum wir nicht glauben, dass dem Ausgang der Befragung irgeneine Relevanz zukommt, wurde in http://www.andreas-unterberger.at/2013/01/volksbefragung-zur-wehrpflicht-ij-eine-subjektive-zusammenfassung/ dargestellt - dadurch halten wir auch »ungültig« in diesem Fall für sinnvoll (im Normalfall und bei Wahlen nicht).

      f.m. Das Argument ist nicht neu, und ich möchte zu bedenken geben, dass weniger als die Hälfte der Burschen zum Heer geht. Somit ein Erziehungswert also weniger als einem Viertel der Jungen zugute kommt. Und auch das nur theoretisch, denn er wäre in hohem Maße an eine sinnvolle Dienstgestaltung über den gesamten Zeitraum gebunden, und die gibt es einfach nicht, nicht einmal ansatzweise.

    • schreyvogel
      19. Januar 2013 15:00

      Phaidros,
      ich bin nicht Ihrer Meinung, dass dem Ausgang keine Relevanz zukommt.
      Geht es gegen die Wehrpflicht aus, dann müssen die wehrpflichtigen jungen Männer nicht mehr einrücken bzw. zivil dienen. Das ist doch relevant?!

      Also bitte abstimmen!

      Dass das Geld nicht für ein ordentliches Berufsheer reicht, ist dagegen nicht relevant, weil wir auch jetzt kein ordentliches Heer haben.
      Vielleicht beginnt aber dann ein Nachdenkprozess, was wir wirklich brauchen und wie das Geld dafür aufzutreiben ist (Hoffentlich nicht dadurch, dass man wunderschöne Grundstücke wie die Maria-Theria-Kaserne (früher "Fas-Kas") der Bauspekulation überantwortet).

    • f.m.
      19. Januar 2013 15:14

      @phaidros
      Leider passiert es mir immer wieder, dass ein Posting, das in meinen Augen ganz klar ironisch bzw. satirisch ist, wörlich genommen wird.
      Meine Antwort an den Wk war ironisch gemeint, man könnte auch sagen geblödelt.

      Ihre Antwort an mich ist, für sich allein genommen, daher absolut richtig.

    • phaidros
      19. Januar 2013 15:16

      Sg. schreyvogel, es hadelt sich um eine Volksbefragung, nicht um eine Abstimmung. Die ist schon per Definition nicht rechtlich bindend.

      Was also wird passieren: es wird eine Kommission eingesetzt werden, die Optionen erarbeiten soll (ungeachtet des Ausgangs, weil ja auch Reformbedarf beim bestehenden System eingestanden wurde). Diese Kommission wird bis zu den NR-Wahlen absoult kein Ergebnis zustande bringen, die nächste Bundesregierung wird (wortreich) sich an den Ausgang nicht gebunden sehen.

      Hier wird uns eine Knackwurst an der Angel vor die Nase gehalten.

    • phaidros
      19. Januar 2013 15:21

      f.m., sorry, passiert mir andauernd! :-) (Habe ich etwa ein Sheldon Cooper-Syndrom?)

      Und nochmal Schreyvogel, Sie haben selbstverständlich völlig recht, wenn Sie sagen, dass Ungültige medial keinerlei Beachtung erfahren werden (außer einer Erwähnung durch den Innenminister).

      In den Parteizentralen allerdings sehr wohl, wenn a) die Beteiligung hoch wäre (was sie vermutlich nicht sein wird) und b) ein außergewöhnlich hoher Anteil ungültige Stimmen dabei ist (was sehr wahrscheinlich nicht der Fall sein wird), dann können wir eventuell unsere Gewählten über dieses Schmierentheater, das sie da abziehen, lehren: Hoppla, sowas lassen wir in Zukunft besser.

      Aber ich bin in beiden Punkten nicht übertrieben optimistisch.

  76. phaidros
    19. Januar 2013 07:20

    Das meiste wurde ohnehin in http://www.andreas-unterberger.at/2013/01/volksbefragung0-zur-wehrpflicht-ij-eine-subjektive-zusammenfassung/ behandelt, daher hier nur so viel:

    Bis auf Punkt 4 der contra-Liste hat kein einziger der gebrachten Punkte etwas mit »Landesverteidigung« zu tun, um die es bei der Befragung eigentlich angeblich geht (wobei es dahin gestellt bleibe, ob »Kampfposter« tatsächlich einen Grund darstellen, für oder gegen etwas zu sein). Aus anderen Gründen sind verpfichtende Dienste lt. GMRK aber gar nicht erlaubt.

    AU lässt sich mit dieser Argumentation, auf das ein, was dieses Befragung nicht sein sollte: auf das Parteiengeplänkel.

    Das finde ich schade.

    • dssm
      19. Januar 2013 09:57

      @phaidros
      Schade aber leider notwendig.
      Dieser 'Wahlkrampf' war von der unter griffigsten Sorte, dies muss thematisiert werden.
      Abgesehen davon gibt es wenige emotionsfreie Entscheidungen in einer Demokratie wie der unseren. Sehr oft wird eine Partei/Person/Gruppe vom Wähler abgestraft für Dinge, welche mit der gegenständlichen Abstimmung, wenig zu tun haben.

      Repräsentative Demokratie kann es nicht besser! Nur wenn Sie Leopold Kohrs 'small is beautiful' folgen, kann es eine, im von Ihnen geforderten Sinn, funktionierende Demokratie geben.

    • Ai Weiwei
      19. Januar 2013 11:22

      @ phaidros & @ dssm

      Ich bin der Meinung von dssm:

      Die Politik hat uns, den Wählern, dem Souverän den Handschuh (oder soll man 'Fehdehandschuh' sagen) zugeworfen.

      Die Politik hat uns herausgefordert.

      Jetzt müssen WIR die Kastanien aus dem Feuer holen. Jetzt sind WIR die letzte Instanz um für Österreich das Beste zu entscheiden.

      Damit Österreich ein Staat mit Gemeinschftsgefühl, Wehrwillen, Wehrfähigkeit und eine Gesellschaft die zusammenhält bleibt:

      Stimme ich am Sonntag für WEHRPFLICHT / ZIVILDIENST auf einem GÜLTIGEN Stimmzettel ab.

      Das heißt ich mache mein Kreuzerl am Stimmzettel unten, bei der zweiten Frage.

    • phaidros
      19. Januar 2013 12:34

      Es wird Sie nicht überraschen, dass ich auch in diesem Punkt eine eigene Meinung habe:

      Indem man glaubt, das Hinunterlassen auf das Schlammschlachtniveau wäre »notwendig« gibt man dem Gegner die Möglichkeit in die Hand, jede Diskussion nach Belieben aus der Sachschiene zu kippen, wann immer es ihm beliebt.

      Die große Wirksamkeit, nicht so vorzugehen, konnte ich hoffentlich - im Kleinen - hier das eine oder andere Mal demonstrieren.

      (Eine Parallele - auch wenn's anmaßend kling: ich bin überzeugt, ich könnte das Terrorismusproblem lösen: völlige Nachrichtensperre. Eine Bombe geht hoch: 2 Zeilen unter »kurz notiert«, Bauzäune um den Tatort, keine weitere Erwähnung. Ein Flugzeug wird entführt: 2 Zeilen unter »kurz notiert«, Bauzäune um den Tatort, keine weitere Erwähnung. Ins World Trade Centre werden zwei Flugzeuge gesteuert: 2 Zeilen unter »kurz notiert«, Bauzäune um den Tatort, keine weitere Erwähnung.

      Mir ist die Undurchführbarkeit schmerzlich bewusst, aber das (und nur das) würde dem Terrorsimus seine eigentliche Spitze brechen: öffentliche Empörung.)

    • schreyvogel
      19. Januar 2013 13:51

      phaidros,
      warum glauben Sie, dass eine Nachrichtensperre zu öffentlicher Empörung über den Terrorismus führen? Wenn die Leute gar nichts darüber erfahren?
      Wenn Empörung, dann doch eher über die Nachrichtensperre!

    • phaidros
      19. Januar 2013 13:55

      Im Gegenteil, sie würde öffentliche Empörung verhindern (»Empörung« ist wahrscheinlich gar kein gutes Wort, aber mir fällt jetzt kein besseres ein). Aber Sie haben völlig recht: die Sensationsgeilheit des Normalverbrauchers wird das niemals zulassen (deswegen sage ich ja auch, mir ist die Undurchführbarkeit bewusst). Wir werden also auch weiterhin mit Terrorismus leben.

    • phaidros
      19. Januar 2013 15:57

      »Wahrnehmung«! Das ist das bessere Wort. Terrorismus funktioniert, weil er öffentlich wahrgenommen wird (mit allem, was sich daraus an Folgen ergibt), aus diesem einzigen Grund. Würde das unterbleiben, ginge er völlig ins Leere. (Aber nochmals: total unrealistisch, dieser Gedanke)

  77. simplicissimus
    19. Januar 2013 05:58

    Nachdem der Arbeiterpartei die Arbeiter abhanden zu kommen scheinen und sie deshalb ihre Waehler eifrigst importiert, eignet sich ein Berufsheer hervorragend, um Teile dieser neuen Waehlerschaft zu alimentieren.
    Welches Heer dann in den in den naechsten Jahrzehnten wahrscheinlich kommenden Konflikten auf welche Seite schiessen, oder Schussbefehle aus guten oder schlechten Gruenden verweigern wird, mag jeder fuer sich selbst ueberlegen.

    Fuer mich gibt es allein aus diesem Grund nur ein zwingendes Abstimmungsverhalten:
    Das Kreuzerl bei der Wehrpflicht zu machen.

  78. S.B.
    19. Januar 2013 01:41

    Vielen Dank für die anschauliche Gegenüberstellung von Pro und Kontra bei der kommenden Volksbefragung.
    Die 22 aufgezählten, einleuchtenden Punkte FÜR die Wehrpflicht sind kaum zu widerlegen, 4 von 5 Punkten bei den ZWEIFELhaften sind mit entsprechenden Reformen leicht aus der Welt zu schaffen. Die Feigheit der Parteien als Punkt 5 ist allerdings ein Kapitel für sich und nicht so leicht zu ändern. Die TO-DO-Liste wird unseren Volksvertretern nicht erspart bleiben, egal wie immer diese Befragung ausgeht. Und nicht zuletzt sollte man bei der Lösung für diese durchaus wichtigen Zukunftsfragen unseres Staates das Feld nicht den "politisch linkskorrekten Gutmenschen" überlassen, sie fügen Österreich kontinuierlich genug Schaden zu.

    Ergo, wenn man sich diese Auflistung gewissenhaft zu Gemüte führt, kann man nurmehr zu dem einzig richtigen Entschluß kommen - um bei den BILLA-Sprüchen zu bleiben: "Der Hausverstand sagt ja natürlich zu Wehrpflicht und direkter Demokratie."

    P.S.: Der Grüne Peter (Gift-)Pilz treibt seine Kriminalisierungsversuche wieder einmal nur in eine Richtung, denn sonst hätte er längst diesen unseligen Minister Hundsdorfer wegen (Generationen-)Verhetzung anzeigen müssen.

  79. S.B.
    19. Januar 2013 01:41

    Vielen Dank für die anschauliche Gegenüberstellung von Pro und Kontra bei der kommenden Volksbefragung.
    Die 22 aufgezählten, einleuchtenden Punkte FÜR die Wehrpflicht sind kaum zu widerlegen, 4 von 5 Punkten bei den ZWEIFELhaften sind mit entsprechenden Reformen leicht aus der Welt zu schaffen. Die Feigheit der Parteien als Punkt 5 ist allerdings ein Kapitel für sich und nicht so leicht zu ändern. Die TO-DO-Liste wird unseren Volksvertretern nicht erspart bleiben, egal wie immer diese Befragung ausgeht. Und nicht zuletzt sollte man bei der Lösung für diese durchaus wichtigen Zukunftsfragen unseres Staates das Feld nicht den "politisch linkskorrekten Gutmenschen" überlassen, sie fügen Österreich kontinuierlich genug Schaden zu.

    Ergo, wenn man sich diese Auflistung gewissenhaft zu Gemüte führt, kann man nurmehr zu dem einzig richtigen Entschluß kommen - um bei den BILLA-Sprüchen zu bleiben: "Der Hausverstand sagt ja natürlich zu Wehrpflicht und direkter Demokratie."

    P.S.: Der Grüne Peter (Gift-)Pilz treibt seine Kriminalisierungsversuche wieder einmal nur in eine Richtung, denn sonst hätte er längst diesen unseligen Minister Hundsdorfer wegen (Generationen-)Verhetzung anzeigen müssen.






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