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Hilfe, die Einkommen fallen. Oder doch nicht drucken

Alle Zeitungen haben breit über die Statistik berichtet, und der ORF natürlich auch: Im Vergleich zu 1998 fallen alle Einkommen in ihrem realen Wert, nur bei den Beamten und Pensionisten steigen sie. So wurde es ohne jedes Nachdenken vermeldet. Immerhin stammen die Zahlen ja vom Rechnungshof. Diese Informationen müsste eigentlich vorrevolutionären Zorn aufkommen lassen. Wenn sie richtig wären.

Aber kein Journalist hat sich die Mühe gemacht nachzudenken, obwohl doch bei fast jedem Lohnabschluss die Gewerkschaft weit über der Inflationsrate liegende Abschlüsse erkämpft. Da können doch eigentlich die Realeinkommen nicht sinken? Das taten sie auch keineswegs. In dem untersuchten Zeitraum 1998 bis 2011 sind alle Realeinkommen in Wahrheit deutlich gestiegen, auch deren „Median“-Wert.

Da aber die große Mehrzahl der Journalisten links ist, hat ihnen die Meldung von den schrumpfenden Realeinkommen sehr gefallen. Passt doch die Behauptung wunderbar in die linke Gehirnwäsche, dass die Armen und der Mittelstand immer ärmer würden.

In der Statistiken des Rechnungshofs scheint das auch tatsächlich so zu sein (zumindest wenn man seinen Bericht schlampig liest). Das Phänomen ist jedoch eine statistische Täuschung. Zu dem falschen Eindruck hat die Tatsache geführt, dass zugleich der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den Arbeitnehmern massiv zugenommen hat. Ein Gutteil des Zuwachses der Erwerbstätigen besteht aus Menschen, die nicht voll arbeiten, die daher auch deutlich weniger verdienen als ein voll Erwerbstätiger.

Wenn man nun einfach einen Median aller Lohnbezieher berechnet (also das genau in der Mitte liegende Einkommen), dann ist dieser dadurch viel langsamer gestiegen als der Medianwert nur der voll Erwerbstätigen. Dabei ist auch für einen nur zu 50 Prozent beschäftigten Arbeitnehmer, der vorher in der Mehrzahl der Fälle gar nicht beschäftigt war, die Steigerung von Null auf ein halbes Einkommen eine gewaltige Verbesserung.

Die gleiche Ursache hat auch das steigende Auseinanderklaffen von Männer- und Fraueneinkommen. Denn die meisten der nur in Teilzeit Werktätigen sind Frauen. Diese wollen zum Großteil gar nicht länger arbeiten. Dennoch drückt der Wechsel von der Nur-Hausfrau (die in der Statistik mangels Einkommen gar nicht vorkommt) zur Teilzeitkraft statistisch das Median-Einkommen aller Frauen.

Wieder einmal ist damit die ganze Nation einer unsauber aufbereiteten Statistik hineingefallen.

Unrichtig ist nämlich auch das angeblich stark überproportionale Steigen der Beamtengehälter, das berichtet worden ist. Dieses hängt einzig und allein mit der massiven Überalterung der Beamten und dem teilweisen Aufnahmestopp zusammen. In höheren Lebensjahren verdienen aber Beamte halt deutlich mehr als in jüngeren (ob man das nun für gut oder falsch halten mag).

Auch bei den scheinbar reicher gewordenen Pensionisten trügt die Statistik. Diesmal täuscht sie aber in die andere Richtung. Real mehr Geld gibt es nur für die Bezieher der kleinen (Zusatz!-)Pensionen und vor allem der Ausgleichszulagen. Die Bezieher besserer Pensionen sind hingegen die einzige Gruppe, die echt einen realen Verlust erlitten hat, obwohl sie für ihre Pensionen prozentuell am meisten eingezahlt haben. Dieser Verlust für die höheren Pensionen ist auch dann der Fall, wenn man die Beamten (mit ihrem – noch – sehr eigenen Pensionssystem) herausnimmt.

Zeitungen und ORF haben also ziemlich genau das Gegenteil der Wirklichkeit berichtet. Der Dank für die Aufklärungshilfe hat diesmal primär den Sozialexperten der WKO zu gelten, die den Rechnungshof-Kuddelmuddel nachgerechnet haben.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2012 16:40

    Der überwiegende Teil der Journalisten - also die linken - können getrost den Politikern die Hand reichen, denn sie lügen sich ihre Wahrheit eben zurecht.

  2. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2012 16:51

    Täusche ich mich oder kommt dieser Verfälschungseffekt auch bei der regelmäßigen Aufregung über die immer weiter auseinanderklaffende "Schere" bei Männer- und Fraueneinkommen zum Tragen?

    Jedenfalls sind Frauen sehr viel öfter teilzeitbeschäftigt als Männer.

    Macht man sich da immer die Mühe die Teilzeitbeschäftigten so umzurechnen dass man dann wirklich Äpfel mit Äpfel vergleicht?

    Wir werden es bei der nächsten Männer-Fraueneinkommen-Statistik sehen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2012 17:45

    Es gilt nach wie vor: "Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast"!

    Vielleicht hat bei diesen "frisierten" Zahlen auch noch der ehemalige Faymann-Berater und nunmehrige Generaldirektor der Statistik Austria fleißig mitgeholfen?
    Zuzutrauen wäre es ihm, wenn der Zweck die Mittel heiligt.
    Nachdem Überprüfung für Journalisten schon viel zu viel Arbeit wäre, der sie eventuell geistig gar nicht gewachsen sind, werden halt die Verlautbarungen unkontrolliert übernommen.
    Schadet ja niemanden in der Zunft, wenn sie der linken Reichshälfte genehm sind.

    Realer Einkommensverlust hin oder her, von tatsächlichen Einkommenszuwächse wie sie sich die EU-Beamten mit Steuergeld gönnen, können wir in Österreich nur träumen:

    http://www.unzensuriert.at/content/0010651-33000-EU-Beamte-erhalten-kr-ftige-Gehaltserh-hung

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2012 18:32

    Wer "volkswirtschaftliche" Statistiken, Prognosen, Analysen,
    -was auch immer diese Hurenzunft ablaicht-
    auch nur eine Sekunde ernst nimmt, der ist selbst nicht ganz richtig in seiner Birne.

    "VWL"-Statistiken (wie auch oben erwähnte) scheitern zwingend bereits daran, daß Qualitätveränderungen überhaupt nicht erfaßt werden können (von zahllosen weiteren, schon rein prinzipiellen Fehlern und Absurditäten abgesehen).

    xRatio

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  1. fred van eps (kein Partner)
    23. Dezember 2012 12:45

    Zur Erinnerung,
    EU-weit sind wir Österreicher bei den realen Einkommen mit Abstand die grössten Verlierer:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/wp-content/uploads/2012/08/Who-benefits-from-Euro_0.jpg

    Hauptsache die stetig ansteigenden "working poor" sind Nettozahler!

    • phaidros
      23. Dezember 2012 16:22

      Könnten Sie diese Graphik bitte erklären? Ich verstehe ofen gesagt nicht einmal wirklich den Titel: "Real disposable household income growth in Euro area economies, by income decile, 2000 to 2010, in cumulative percent change".

      Was heißt "by income decile"?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      23. Dezember 2012 20:29

      @Phaidros, decile:

      Kurzdefinition aus meiner Encyclopædia Britannica:

      Main Entry: decile
      Pronunciation: *de-*sI*l, -s*l
      Function: noun
      Etymology: Latin decem ten — more at TEN
      Date: 1882

      : any one of nine numbers that divide a frequency distribution into 10 classes such that each contains the same number of individuals; also: any one of these 10 classes, generally used in statistics

      : decile, adjective

      Hoping to have been helpful, sir.

    • phaidros
      23. Dezember 2012 20:54

      Thank you warmly, sir, for your effort, but to be honest: it was not too much of a help.

      Ich sehe dort nämlich eine Balkengraphik für Österreich, die in 10 Balken von den Werten -36 bis -10 geht. Unmöglich, dass in 10 aufeinanderfolgenden jahren 10x das Haushaltseinkommen um je (im Schnitt) ¼ gesunken sein könnte, denn das hieße grob gesagt, dass in den 10 beobachteten Jahren das Einkommen um insgesamt 95% gefallen wäre - das kann es also nicht sein.

      Die andere Interpretation wäre, dass es von 36% unter irgendeinem Schnitt auf 10% darunter gestiegen wäre - was in diametralem Gegensatz zur obigen Aussage stünde.

      Welche Erklärung des Diagramms übersehe ich?

    • phaidros
      23. Dezember 2012 20:57

      Jetzt hab ich's! Die Balken beziehen sich auf die Einkommengruppen, nicht auf die Jahre!

      Danke!

    • fred van eps (kein Partner)
    • phaidros
      24. Dezember 2012 11:56

      Ebenfalls danke.

      Ich kann ergänzen: in der Zwischenzeit habe ich den vollständigen Artikel gefunden, der die Grafik enthält: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/20/studie-euro-hat-rueckgang-des-lebensstandards-in-deutschland-verursacht/

      In der Interpretation des Artikels steckt allerdings derselbe Denkfehler, den auch Sarrazin in seinem Buch macht: eine Aussage ohne Vergleichsdaten zu postulieren. Die Aussage: "Die deutschen sind nicht die Gewinner des Euro" steckt nämlich in diesen Zahlen einfach nicht darin.

      Begründung: man könnte diesen Schluss erst ziehen, wenn man (die still zugrunde gelegte Annahme) nachweisen könnte, dass es ohne Euro besser gelaufen wäre. Aber was, wenn ohne Euro Österreichische Einkommen 50%, deutsche 30 verloren hätten, Griechenlad hingegen (vielleicht sogar eben aufgrund der Möglichkeit, mit eigener Währung abzuwerten) viel stärker gewonnen hätte?

      Dann wären in der Tat die Deutschen die Gewinner, die Griechen die Verlierer.

      So sind die Zahlen sicher erwähnenswert, aber überinterpretiert. Eine Aussage zu Gewinner oder Verlierer des € (wie ich es verstehe: bedingt durch den €) ist einfach unzulässig. Was das betrifft, ist die Statistik aussagelos.

      Die WZ titelt korrekter, aber im Text ist wieder vom Ziehen desselben unzulässigen Schlusses die Rede.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • fred van eps (kein Partner)
      25. Dezember 2012 11:23

      "In der Interpretation des Artikels steckt allerdings derselbe Denkfehler, den auch Sarrazin in seinem Buch macht: eine Aussage ohne Vergleichsdaten zu postulieren."

      "Begründung: man könnte diesen Schluss erst ziehen, wenn man (die still zugrunde gelegte Annahme) nachweisen könnte, dass es ohne Euro besser gelaufen wäre."

      Demnach ist der EURO also "alternativlos"? ;-)
      Rein wissenschaftlich gesehen haben Sie natürlich vollkommen recht.
      Aber, halten Sie die Wirtschaftswissenschaften für "exakte" Wissenschaften wie z.B. die Naturwissenschaften?
      Man kann(sollte) eine Vergleichssituation herbeiführen(und es dabei belassen.) um Vergleichsdaten zu sammeln und diese dann auszuwerten und miteinander vergleichen, aber da das temporär nicht möglich ist müssen wir uns wohl mit Gedankenexperimenten und stillen Annahmen begnügen, oder zu diesem Thema gänzlich schweigen. Schweigen fällt hoffentlich aus.
      Überinterpretation dieser Zahlen hilft natürlich ebensowenig wie sie zu ignorieren.
      Darum habe ich ürsprünglich nur die Grafik verlinkt, die sich auf die realen Einkommen bezieht.

    • fred van eps (kein Partner)
      25. Dezember 2012 11:26

      Scusi, auswerten, statt auszuwerten.

    • phaidros
      25. Dezember 2012 12:53

      Demnach ist der EURO also "alternativlos"? ;-)

      Aber nein, überhaupt nicht! Meine (natürlich völlig unmaßgebliche) Meinung ist, dass man "den €" bzw. seine Auswirkungen, wenn man an diesem Punkt ankommt, als Objekt der Forschung identifizieren sollte, aber (noch) nicht mehr.

      Aber, halten Sie die Wirtschaftswissenschaften für "exakte" Wissenschaften wie z.B. die Naturwissenschaften?

      Eben nicht! Die Konsequenz ist - leider!!! - dass den Wirtschaftswissenschaften eine gewisse Beliebigkeit innezuwohnen scheint, denn einander völlig ausschließende Theorien scheinen gleichberechtigt nebeneinander existieren zu können.

      Genau dieses "Annahmen still zugrunde Legen", das ich immer wieder einmal zu bemerken meine, ist aus meiner Sicht der kapitale Fehler. Denn er unterscheidet unparteiisches Zurkenntnisnehmen (= Kunde) von Wunschdenken (= Ideologie).

    • phaidros
      25. Dezember 2012 13:53

      ... und: Überinterpretation dieser Zahlen hilft natürlich ebensowenig wie sie zu ignorieren.

      Ganz genau so ist es!

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • fred van eps (kein Partner)
      25. Dezember 2012 14:57

      Wie gesagt, ursprünglich wollte ich keinen Artikel beifügen, damit dieses "Annahmen still zugrunde Legen" nicht dazu verführt, eben diesen Fehler zu begehen.
      In diesem Fall ist es aber nicht möglich Vergleichsdaten zu sammeln, um mit wissenschaftlichen Methoden den EURO als Objekt der Forschung zu identifizieren, zumindest sehe ich (noch) keine.
      Und wenn ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen muss, kommen diese Zahlen, bezogen auf das Einkommen, der Realität relativ nahe.
      Die Wirtschaft betreffend, teile ich voll und ganz Ihre überhaupt nicht "völlig unmaßgebliche Meinung".

  2. Robert Bond (kein Partner)
    23. Dezember 2012 10:54

    Das ist jetzt aber schon ein bisserl peinlich. Kann sich noch jemand erinnern? Vor ein paar Monaten erschien diese Schweizer Studie, der zufolge die Realeinkommen der Österreicher seit Euro-Einführung um 35% gesunken seien. Damals schrieb AU, dass uns jetzt endlich jemand die Wahrheit sagt, während uns unsere linken Medien ja immer usw., usf.

    Tja, und jetzt lese ich hier das genaue Gegenteil. Ist alles super in Österreich, Euro-Land und der EU. Geht allen jeden Tag besser. Nur unsere linken Medien usw., usf.

    • fred van eps (kein Partner)
      23. Dezember 2012 12:51

      Die Studie, die Sie meinen, s.o..

    • Robert Bond (kein Partner)
    • Trollwatsch (kein Partner)
      23. Dezember 2012 13:58

      Gehts wieder Kecksln essen!

    • Robert Bond (kein Partner)
      23. Dezember 2012 14:05

      grundsätzlich gerne. Aber beantworten Sie uns doch bitte eine Frage: Wer hat nun recht?

      Unterberger 1: Unsere Realeinkommen sind seit 2001 um 35% gesunken

      Unterberger 2: Uns gehts heute viel besser als 1998?

      Fragen über Fragen...

  3. Haider
    23. Dezember 2012 00:44

    In der öffentlichen Berichterstattung wird und wurde schon immer verkürzt, gelogen, unterschlagen, manipuliert, erfunden, daß sich die berühmten Balken biegen. Wenn's ein Printmedium zu bunt treibt, kaufe ich es halt nicht. Was mache ich aber mit dem unsäglichen ORF. Der kassiert meine Gebühren für seine Lügen ungeniert, auch wenn ich ihn schon längst nicht mehr einschalte. Das ist das wahre Gaunerstück!

  4. Peter Nussbaumer (kein Partner)
    22. Dezember 2012 22:57

    Danke Herr Unterberger für diese wunderbare Darstellung! Als Mathematiker verstehe ich nämlich den Satz "Niemand glaubt einer Statistik, die er nicht selbst gefälscht hat." gut. Dass aber die österreichischen Medien auf den von Ihnen aufgezeigten statistischen Unsinn hereingefallen sind und noch groß berichtet haben, macht mich doch etwas stutzig. So dumm kann doch eine Nation nicht sein - oder?

    • socrates
      23. Dezember 2012 20:44

      Peter Nussbaumer
      Nicht die Nation ist dumm, die Journallie ist dumm und verlogen.

  5. Johann Sohm (kein Partner)
    22. Dezember 2012 22:02

    Danke für die Klarstellung. In der ORF-Berichterstattung wurden wieder einmal zu Unrecht die "privilegierten" Beamten vorgeführt.

  6. A. Sarras (kein Partner)
    22. Dezember 2012 20:30

    Nicht zu vergessen die zu den ach so bevorzugten Beamten gezählten Vertragsbediensteten des Bundes (über jene der Länder oder Gemeinden kann ich keine Aussage treffen). Dort ist jedenfalls die Kaufkraft aufgrund dieser unter der Inflationsrate liegenden Abschlüsse - weil den "Beamten" geht es eh so gut - massiv gesunken.

    Aber Hauptsache, man kann da wieder schimpfen.

    • socrates
      23. Dezember 2012 20:45

      A. Sarras
      Die Landesbeamten der Gemeinde Wien, für die das gilt, werden weggelassen.

  7. nometa (kein Partner)
    22. Dezember 2012 20:09

    "Passt doch die Behauptung wunderbar in die linke Gehirnwäsche, dass die Armen und der Mittelstand immer ärmer würden."

    Das hat genau NICHTS mit links zu tun, auch wenn Ihnen das so passen würde. Die Rechten behaupten das genauso, nur hat's bei denen halt oft andere Ursachen - z.B. die Ausländer. Oder die Inflation (Ron Paul: "With inflation, you wipe out the middle class!")...

    Aber ich weiß schon, auf die Linken hinhauen macht Ihnen halt so viel Spaß.

  8. UKW (kein Partner)
    22. Dezember 2012 19:06

    "Zeitungen und ORF haben also ziemlich genau das Gegenteil der Wirklichkeit berichtet"

    Richtig erkannt. Die Beamten sind in Wahrheit arme Hascherl und die Arbeiter und Angestellten die Privilegierten. Die ganzen freien Mitarbeiter und Werkvertragsnehmer ohne Urlaubs- und Krankengeldanspruch sind in Wahrheit die Kostenfresser im Staatsbudget und nicht die Beamten oder gar die Beamtenpensionisten.

    Dank der Aufklärungsarbeit von Herrn Unterberger werden wir heuer bei der Christmette ein Körberl aufstellen, um für die armen Beamten zu sammeln. Gleichzeitig werden noch ein Gebet sprechen, damit sie weiterhin unkündbar bleiben und als Sahnehäubchen gar nicht in den Arbeitslosenversicherungstopf einzahlen müssen und auch von den Zwangsbeiträgen zur Arbeiterkammer befreit bleiben.

    Wir werden aber auch für uns selbst ein Gebet einlegen. Wenn wir, die gewöhnlichen Hackler, wieder einmal neidvoll auf die prächtigen Einfamilienhäuser der Polizisten und anderen "einfachen" Beamten blicken, oder ihnen ihre teuren BMWs und Mercedes nicht gönnen, dann werden wir künftig den Dämonen Neid und Missgunst keine Chance lassen. Dann gedenken wir auch der fleißigen Beamten-Leserschaft und Beamten-Zahlercommunity von Herrn Unterberger und auch an ihn selbst, dem ehemaligen Chefredakteur der staatlichen Zeitung, der ihnen in völlig selbstloser und mutiger Weise nach dem Mund redet. Lasset uns beten, für ihre "schwarzen" Seelen, damit nicht der rote Satan von ihnen Besitz ergreift. Amen.

    P.S.: Obwohl es eh wurscht wäre, wenn der rote Saten von ihnen Besitz ergreifen würde, denn die Roten sind ja so wie alle anderen Parteien und so wie der Unterberger auch, allesamt Beamtenlobbyisten.

  9. xRatio (kein Partner)
    22. Dezember 2012 18:32

    Wer "volkswirtschaftliche" Statistiken, Prognosen, Analysen,
    -was auch immer diese Hurenzunft ablaicht-
    auch nur eine Sekunde ernst nimmt, der ist selbst nicht ganz richtig in seiner Birne.

    "VWL"-Statistiken (wie auch oben erwähnte) scheitern zwingend bereits daran, daß Qualitätveränderungen überhaupt nicht erfaßt werden können (von zahllosen weiteren, schon rein prinzipiellen Fehlern und Absurditäten abgesehen).

    xRatio

  10. Paneuropa
    22. Dezember 2012 09:52

    Daß mein Einkommen (netto) weniger wird kann ich auf dem Gehaltszettel sehen, und daß die Preise steigen, sehe ich bei jedem Einkauf.

  11. RR Prof. Reinhard Horner
    22. Dezember 2012 02:08

    reinhard.horner@chello.at

    Befreiung durch Bemühen um Objektivität

    Es müsste doch möglich sein, diese ständigen statistischen teils läppischen Falschmeldungen und zum Teil Gebrauchsfälschungen und ihre häufigen journalistischen Vergröberungen zu überwinden. Wie das Dr. Unterberger immer wieder in Angriff nimmt.

    Wie steht es diesbezüglich um die österreichischen Wirtschaftswissenschafter, die ja angeblich so Großartiges zu bieten haben?

    • fxs (kein Partner)
      25. Dezember 2012 19:35

      Was Preissteigerungen im Konsumbereich betrifft lügt das Statistische Zentralamt natürlich gewaltig durch die Auswahl der Referenzgüter. Natürlich sind Fernseher, Computer, Digitalkameras und anderes Technospielzeug nicht viel teurer geworden, zum Teil sogar billiger. Ich kauf aber nicht jeden Tag ein Technospielzeug. Für reale Konsumausgaben gibt einen einfachen Index: Der Preis einer Halben Bier im Wirtshaus.
      öS 50.- hätte vor Einführung des € wohl niemand für eine Halbe bezahlt.

  12. dssm
    21. Dezember 2012 19:57

    Da bleiben mehr Fragen als Antworten.
    Reden wir nun von Kaufkraft, Brutto- oder Nettoeinkommen oder von 'verfügbarem' Einkommen?

    Wenn die Brutteinkommen steigen, so kann dies trotzdem mit einem Kaufkraftverlust einhergehen – der progressiven Einkommenssteuer, in Kombination mit der Inflation, sei dank.

    Ein mehr an Kaufkraft ist nicht so einfach festzustellen. Wenn man mehr verdient, gleichzeitig eine Sozialversicherungsleistung gestrichen wird, obwohl man den selben Prozentsatz an die Versicherung zahlt, dann kann die Kaufkraft gesunken sein.

    Wenn also Pensionisten einen Selbstbehalt bei Arzt/Apotheke urplötzlich zahlen müssen, so trifft es deren verfügbares Einkommen oder halt ihre Gesundheit.

    Dazu müsste auch festgestellt werden, was sonst noch alles vom privaten Einkommen staatlich verplant wird. Eine Erhöhung/Einführung der Kanal-, der Gerichtsgebühren, der Kosten für ein Reisedokument, für den Führerschein, Studien- und Schulgebühren (…) und schon ist das verfügbare Einkommen gesunken, trotz dem es laut Statistik gestiegen sein soll.

    Alles in Allem – ich möchte hier lieber keine Prognose über den wahren Verlauf der Einkommen abgeben.

  13. Josef Maierhofer
    21. Dezember 2012 19:15

    Täglich höre ich in den Nachrichten von Radio Wien über die auseinanderklaffende Einkommenschere bei Frauen und Männern.

    Wird wohl daran liegen, dass die Quote nicht erfüllt ist. (nicht erfüllbar ist). Wird wohl daran liegen, dass Frauen andere Berufsinteressen haben, wenn sie arbeiten, und wird wohl auch in der Natur liegen, nämlich der Mutterschaft der Frauen.

    So wird gelogen, dass sich die Balken biegen und es laufen haufenweise arbeitslose, fetgefressene Leute herum, denen das völlig egal ist, was da geschrieben und gesagt wir, die können ja gar nicht lesen und denken und zuhören.

    Dass der Rechnungshof das auch nicht gut aufbereitet ist die eine Sache, aber dass die Journalisten nicht lesen können und auch nicht wollen, aber Blödsinn schreiben und als Wahrheit hinstellen, das ist das, was von mir und vielen immer wieder kritisiert wird.

    Die Partei (Einheitspartei Österreichs), legt zusätzlich noch ein Schäuferl nach, nämlich was geschrieben werden darf und wie, betsellt sich also ihre Wahrheit gegen sinnlose Annoncen auf Steuerkosten, genauer aber auf Kredit.

    Und keiner schämt sich dafür. Keinem sind die Schäden, die mit Fehlinformation angerichtet werden, klar oder sie sind es und es wird bewusst manipuliert. So tickt die 'Baddei', Einheitspartei Österreichs.

    Dann wird wieder penetrant berichtet von der Gleichstellung der Homos, etc., etc., als wäre ganz Österreich warm oder lesbisch, auch wenn es real bloß einige wenige Prozente sind, die tatsächlich körperlich sexuell anders ticken als die große Masse.

    So gelingt es auch, das Paradies vorzulügen und die Menschen dabei in die (Schulden)hölle zu führen.

    Ebenso sehe ich die ganzen Konjunkturprognosen einzelner Parteiexperten und deren Ansagen zu Konjunktur, oft auch dann, wenn gerade das Gegenteil der Fall ist.

    Immerhin 'kostet die Gratiszeitung ja nichts', außer die Schulden dafür samt Zinsen natürlich.

    'Gratis' ist für mich das Unwort des Jahres und ich würde es mit 'wertlos' übersetzen.

    • logiker2
      22. Dezember 2012 18:34

      aber zwischen gratis und wertlos ist ein wesentlicher Unterschied, zB.: Faymann. Sein Studium war gratis, aber offensichtlich wertlos, umsonst auf steirisch.

    • kaffka(keinePartnerin) (kein Partner)
      22. Dezember 2012 19:06

      logiker2
      22. Dezember 2012 18:34

      Welches Studium????

  14. werauchimmer
    21. Dezember 2012 18:50

    Unterbergers Überlegungen sind für sich richtig, und bilden doch nur einen Teilaspekt ab. Der VPI wird durch Preise von im Ausland billig hergestellten Haushalts- und Freizeitgeräte gedrückt, der Import kostet aber bei uns Arbeitsplätze, führt zu Scheinbeschäftigungen und fördert die AMS-Umschulungsindustrie, deren Produktivitätsferne zu Finanzierungsproblemen und immer höheren Abgaben führen muss.

    Leider gibt der VPI aber nicht die tatsächliche Entwicklung der Lebenshaltungskosten (ohne Freizeit- oder Luxuswaren) wieder, weshalb die von Unterberger nahegelegte Sicht trotz richtiger Teilargumente nicht stimmt.

    Wer wissen will, wie es wirklich ausschaut, sollte sich am Baukostenindex orientieren, der fast doppelt so schnell ansteigt wie der VPI. Und wie Einarin (17:55) meine ich auch, dass die Restaurationspreise wie der Baukostenindex weit über dem VPI angestiegen sind - sagen wir so die letzten 15 Jahre.

    • werauchimmer
      21. Dezember 2012 18:51

      ... Freizeitgeräten ...

    • Normalsterblicher
      21. Dezember 2012 19:07

      Nachtrag:

      Nicht zu vergessen das betriebswirtschaftlich völlig utopische Herausrechnen der Komfort- und techn. Qualitätssteigerungen von Waren der Massenproduktion, die ja bekanntlich für Zwecke der Berechnung des Inflationsindex (gegenläufigen) Verbilligungen gleichgehalten werden.

      - Als hätte der Konsument die Möglichkeit, auf diese Anhebung inherenter materieller Werte zu verzichten, um mit seinen Mitteln das Auslangen zu finden!

      - Als könnten die Statistiker - endlos - Einblick in betriebsinterne Kostenrechnungen nehmen, um solche "Fortschrittsboni" angemessen zu gewichten.

    • werauchimmer
      21. Dezember 2012 19:09

      Hoppala!

      Wie sich zeigt, sind "werauchimmer" und "Normalsterblicher" ein Herz und eine Seele ... :-)

  15. phaidros
    21. Dezember 2012 18:41

    Es ist gur umd gleichzeitig beruhigend, dass es immer noch jemanden gibt, der sich die Mühe macht, präsentierten Zahlen auf den Grund zu gehen. Danke, WKO, danke AU.

    BG ph.(v.htc)

  16. Anton Volpini
    21. Dezember 2012 18:38

    Der ORF hat vorgestern in der ZIB I unkommentiert berichtet, daß das Einkommen der arbeitenden Österreicher in den letzten 10 ? Jahren um 20% im Durchschnitt nach den Lohnabschlüssen hätte steigen sollen, während es aber real um nur 15% stieg. Im gleichen Zeitraum hätte das der Beamten um 20% steigen sollen, ist aber real um etwas über 30% gestiegen. Die Differenz wurde bei den arbeitenden Österreicher mit gestiegenen Steuern und Abgaben begründet, die die Lohnsteigerungen in realer Kaufkraft minderten, während bei den Beamten Begünstigungen die Kaufkraft erhöhten.

    Ich möchte Dr. Unterberger an dieser Stelle bitten, akribisch an diesem Thema drauf zu bleiben, denn diese beiden Kennzahlen sagen alles über die Mißwirtschaft in unserer Volkswirtschaft aus!
    Hier findet sichtbar vor unseren Augen die Verlagerung von produktiven Tätigkeiten zu den unproduktiven statt. Wenn dieser Trend so weitergeht, führt das zwangsläufig zur Verarmung Österreichs!

    • werauchimmer
      21. Dezember 2012 20:43

      Ja schon, aber wie Unterberger darzulegen versuchte, ist der Anstieg der Beamtengehälter eine statistische Verzerrung, ein sogenanntes "Artefakt". Das dürfte nach "flüchtiger" Überprüfung der verschiedenen Fassungen des Gehaltsgesetzes (der Beamten) im RIS, dem Rechtsinformationssystem, stimmen. Ich habe selber vor einigen Monaten etwa 2 Stunden dafür aufgewandt, im Bemühen, die besagten Beteuerungen zu falsifizieren - vergeblich. Der festgestellte Anstieg entsprach lediglich - natürlich in etwa - der Geldentwertung.

      Im RIS, also unter http://www.ris.bka.gv.at , kann der Gesetzesstand zu jedem beliebigen Zeitpunkt der früheren Jahre abgefragt werden. So kann man gut gegenüberstellen.

    • kaffka(keinePartnerin) (kein Partner)
      22. Dezember 2012 19:22

      Anton Volpini
      21. Dezember 2012 18:38

      Wir haben schon zur Genüge gehört und gelesen, dass ein Grossteil der Schüler bis zum Abschluss der Pflichtschule weder Lesel, noch Schreiben und schon garnicht Mathematik beherrschen.
      Ich will nicht behaupten, dass diese ausschliesslich unter den Journalisten vorkommen. Auch unter den Politikern, Anal- isten und Nixperten gibt es eine Unzahl davon.
      Man kann mit Sicherheit annehmen, dass - wann immer eine Zahl in einem Schriftstück vorkommt - diese falsch oder ungenau oder ohne richtige Angabe worauf sie sich bezieht, ist.
      Herrn Dr Unterberger dazu aufzufordern diesen Schmarren rechnerisch aufzuarbeiten ist eine Zumutung, es bringt sowieso nur die Antwort :"Ist alles falsch gerechnet!"

      Es gibt ein Sprichwort : Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.

      Wie hier schon öfters angeklungen. "Wir müssen erst eine Revolution abwarten, bevor sich Etwas ändert. ----Ob es jedoch besser wird ist nicht sicher! ---

      Beispiel: Ägypten etc.

  17. Cotopaxi
    21. Dezember 2012 18:16

    o.T.

    "Das müssen wir aushalten", sagen die Grünen.

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1326686/Steiermark_25Jaehriger-von-drei-Maennern-vergewaltigt?_vl_backlink=/home/index.do

    Dank der schutzlosen Grenzen werden wir kulturbereichert.

  18. Baldur Einarin
    21. Dezember 2012 17:55

    Leider muß den Ausführungen von Herrn Dr. Unterberger z.T. widersprochen werden. Die Kaufkraft für den Mittestand geht schon seit Jahren zurück.Als Mittelstand isr die breite Palette vom Facharbeiter bis zum Hochschulprofessor , vom Selbständigen bis zum Mittelunternehmer zu verstehen. Das hart erarbeitete Steuergeld wird ihnen sowohl von "unten" als auch z.T von "oben" unverschämterweise abgezogen.
    Der Mittelstand finanziert Subventionen für diverse Steckenpferde von abgehobenen Politikern, wie Asyl- und Sozialmißbrauch,Grundsicherung, Gelder für diverse Lobbyisten, steuerbegünstigte Einkommen für angebliche Supermanager, für Banken und Versicherungen und deren Ableger, Gewerkschaften und Kammern ! Wieso dürfen wir mit unserem hart erarbeiteten Steuergeld für Verluste von Unternehmen im Ausland haften ?
    Seit Jahren sind die Steuerprogressionen nicht angepaßt, und steuerfreie Dazuverdienerbeträge unverändert.
    Die Gastronomie ist ebenso hochpreisig, wie Taxifahren, Handwerkerstunden etc.
    Ein Salzstangerl kostet ca. 70 Cent- Gestehungskosten ca. 10 Cent.
    Es gibt noch viele Beispiele.
    Empfehle das Buch "Die Asozialen"des deutschen Autors Water Wüllenweber,
    wie Ober und Unterschicht Land und Gesellschaft ruinieren .

  19. S.B.
    21. Dezember 2012 17:45

    Es gilt nach wie vor: "Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast"!

    Vielleicht hat bei diesen "frisierten" Zahlen auch noch der ehemalige Faymann-Berater und nunmehrige Generaldirektor der Statistik Austria fleißig mitgeholfen?
    Zuzutrauen wäre es ihm, wenn der Zweck die Mittel heiligt.
    Nachdem Überprüfung für Journalisten schon viel zu viel Arbeit wäre, der sie eventuell geistig gar nicht gewachsen sind, werden halt die Verlautbarungen unkontrolliert übernommen.
    Schadet ja niemanden in der Zunft, wenn sie der linken Reichshälfte genehm sind.

    Realer Einkommensverlust hin oder her, von tatsächlichen Einkommenszuwächse wie sie sich die EU-Beamten mit Steuergeld gönnen, können wir in Österreich nur träumen:

    http://www.unzensuriert.at/content/0010651-33000-EU-Beamte-erhalten-kr-ftige-Gehaltserh-hung

  20. Observer
    21. Dezember 2012 17:31

    In diesem Zusammenhang sollte man auch "zwischen den Zeilen" lesen. So wird immer wieder berichtet, dass die Anzahl der Beamten in den vergangenen Jahren stark gesunken ist. Dies stimmt auch, aber nicht immer wird erwähnt, dass in der gleichen Zeit die Anzahl der Vertragsbediensteten bei Bund, Ländern und Gemeinden stark gestiegen ist. Und zwar wurden im gleichen Zeitraum doppelt so viele neue Mitarbeiter aufgenommen, als Beamten pensioniert wurden. Wenn man dies dann hinterfrägt, bekommt man zur Antwort: weil neue Aufgaben hinzugekommen sind. Auch dies stimmt zum Teil, aber der gesetzliche Versetzungsschutz macht es diesen Verwaltungen oft unmöglich, z.B. durch Automatisierung freigewordene Arbeitskräfte woanders einzusetzen. Da bedient man sich dann doch lieber einer frühzeitigen Pensionierung - einen Grund dafür lässt sich ja immer finden.

    Zur Teilzeitbeschäftigung:
    diese "neuen Posten" betrifft fast ausschliesslich angelernte Hilfskräfte - z.B. zum Nachschlichten in den Supermarktregalen. So beschäftigt die Supermarktkette Hofer bis auf den Filialleiter (und ggfs. einem Lehrling, nicht aber der Marktleiter-Stellvertreter!) ausschliesslich Teilzeitarbeitskräfte. Bei den anderen Ketten, Baumärkten usw. läuft es ähnlich und die meisten Betroffenen wollen gar nicht in den Volldienst übernommen werden. Also eine win-win-Situation für beide Seiten.
    Natürlich ist es ein statistischer Schwachsinn, solche Einkommen zu den Vollerwerbstätigen dazuzurechnen, um dann einen Durchschnitt zu ermitteln.

  21. zweiblum
    21. Dezember 2012 17:25

    Zeitungen und ORF haben also ziemlich genau das Gegenteil der Wirklichkeit berichtet.
    Das ist in deutschen Medien üblich.

  22. Wertkonservativer
    21. Dezember 2012 17:22

    Was auch immer die Statistiker, Politiker oder sonst irgendwie kluge Menschen sagen: ich meine, die Leute haben (hatten) noch nie so viel Geld in den Taschen wie derzeit!

    Ich komme gerade von einer Einkaufstour im Raum Tulln/Sieghartskirchen (meine liebe Frau kommt morgen vom Spital heim):
    beim Großfleischmarkt Berger erschlagen sich die Kunden geradezu gegenseitig, in (fast) allen Einkaufswagerl türmen sich die Schinkenhälften und sonstigen Fleisch-Produkte: fünfzehn Minuten anstellen, bis man zur Kassa kommt.

    In Tulln das gleiche: alle Geschäfte bummvoll (auch die mit Luxuswaren), gerade dass man noch ins jeweilige Lokal kommt.
    Am Weihnachtsmarkt am Hauptplatz Tulln: Dulliöh, Jahrmarktstimmung auf Branntweiner-Niveau!

    Also wenn mir wer sagte, es ginge uns Österreichern derzeit schlecht: ich würde dieser Person sagen, sie solle sich selbst ein Bild machen!
    Ganz klar, dass es auch bei uns Menschen in Not gibt; doch, Freunde, seien wir doch ehrlich: gottseidank gab es nie so wenige wie derzeit!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • GOP
      21. Dezember 2012 17:45

      Geld ist beweisbar (nicht: scheinbar) noch genug vorhanden. Wenn ich z.B. 60 oder 100 Jahre zurückblicke, dann wurden damals von den meisten Familien ca. 75 % für notwendige Lebensmittel usw. aufgewändet. Nun sind es im Durchschnitt nur mehr etwa 15 bis 20 %.
      Beim hochwertigen TV-Sender ARTE (oder war es doch ORF III?) gab es kürzlich einen sog. Themenabend über die "moderne" industrielle Fleischerzeugung sowie anschliessend einen weiteren Film über die riesigen Mengen an Lebensmittel, welche von Industrie, Detailgeschäften und z.T. auch durch Verbraucher tagtäglich "entsorgt" werden. Abgesehen davon, dass einem nach diesen Dokumentationen das Schnitzel oder die Hühnerkeule gar nicht mehr schmeckt, muss man sich auch fragen, warum so viel - z.T. sogar vor dem Ablaufdatum - weggeschmissen wird. Erstaunlich auch die Antwort eines Supermarktleiters: "Diese Verluste wurden in der Kalkulation der Verkaufspreise bereits berücksichtigt (eingepreist), also zahlen dies die Käufer.

  23. socrates
    21. Dezember 2012 17:21

    OT? Wann werdn die Gehälter und Pensionen auf Kosten der Anleger erhöht? ntv:
    Die Deutsche Bank ist erneut von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Nur eine Woche nach der Steuer-Razzia durchforsteten Ermittler die Bankzentrale in Frankfurt am Main wegen eines möglichen Betrugsversuchs im Kirch-Prozess. Dabei seien Unterlagen sichergestellt worden, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. Das seit einem Jahr laufende Ermittlungsverfahren richtet sich gegen die früheren Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann und Rolf Breuer, Ex-Aufsichtsratschef Clemens Börsig und den einstigen Personalvorstand Tessen von Heydebreck.
    Die Münchner Justiz verdächtigt sie, im Schadenersatzprozess der Insolvenzverwalter und Erben des Medienunternehmers Leo Kirch gegen die Deutsche Bank falsch ausgesagt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte die Deutsche Bank deshalb im November 2011 schon einmal durchsucht.
    Das Oberlandesgericht München hatte die Deutsche Bank am vergangenen Freitag grundsätzlich zu Schadenersatz an die Kirch-Erben verurteilt und eine Zahlung zwischen 120 Mio. und 1,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Steinkraus-Koch erklärte, die Staatsanwaltschaft wolle jetzt feststellen, wie sich die vier Beschuldigten auf ihre Zeugenaussagen vorbereitet hatten und wie sich die Deutsche Bank verhalten habe. Die Staatsanwaltschaft vermute Absprachen untereinander, hieß es aus Bankkreisen.
    Ein Schluss des Ermittlungsverfahrens ist nicht in Sicht. Der Kreis der Beschuldigten sei unverändert, jetzt würden die Unterlagen ausgewertet, sagte der Staatsanwalt. Die Bank bestätigte die Durchsuchungen. Man sei weiterhin überzeugt, dass sich die Vorwürfe als unbegründet erweisen werden, sagte ein Bank-Sprecher.
    Für die Deutsche Bank setzen sich damit die schwarzen Tage im Advent fort: Das Oberlandesgericht München hatte die Bank Ende vergangener Woche im Kirch-Verfahren grundsätzlich zu Schadenersatz verurteilt. Die Höhe soll in einem Gutachten ermittelt werden. Die Kirch-Erben werfen dem Institut vor, für den Zusammenbruch des Medienimperiums vor zehn Jahren verantwortlich zu sein. Ex-Chef Breuer hatte damals in einem Interview Zweifel an der Kreditwürdigkeit Kirchs geäußert. Seither überzieht die Familie die Bank mit Klagen.
    Daneben muss sich das Institut weltweit mit weiteren Rechtsstreitigkeiten auseinandersetzen, unter anderem wegen Falschberatung bei Hypothekengeschäften in den USA. Experten erwarten angesichts der vielen Klagen in den kommenden Jahren Sonderlasten in Milliardenhöhe. Vorläufig entschieden wurde am Mittwoch der Prozess wegen riskanter Zinswetten gegen Kommunen in Italien: Hier sprach ein Gericht in Mailand die Bank zusammen mit der Schweizer UBS, der deutsch-irischen Depfa und JP Morgan aus den USA des schweren Betrugs für schuldig. Es geht um komplexe Zinsgeschäfte der Bank mit der Stadt Mailand.
    Auch beim Libor mit dabei
    Teurer kann für das Institut der Streit um Manipulationen des weltweiten Referenzzinssatzes Libor werden. Die Bank ist eines von mehr als einem Dutzend Geldhäuser, gegen das ermittelt wird. Die Schweizer UBS musste in dieser Woche deswegen mehr als 1,1 Milliarden Euro zahlen. Experten rechnen auch bei anderen Instituten mit satten Strafen. Die Regulierer griffen härter durch als vor der Finanzkrise, urteilt die Ratingagentur Moody's in einer Kurzstudie.
    Zudem hatten vor einer Woche Fahnder unter anderem die Zentrale des Dax-Konzerns in Frankfurt durchsucht. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft wirft 25 Mitarbeitern der Bank Steuerhinterziehung, Geldwäsche und versuchte Strafvereitelung im Zusammenhang mit millionenschwerem Handel mit Luftverschmutzungsrechten (CO2-Zertifikate) vor. Bank-Chef Fitschen hatte die Aktion am Tag darauf im "Handelsblatt" als "überzogen" bezeichnet und seine Unschuld beteuert. Gegen fünf Mitarbeiter des Instituts ergingen Haftbefehle wegen des Verdachts der Geldwäsche beziehungsweise der versuchten Strafvereitelung.

    • socrates
      21. Dezember 2012 17:58

      ad CO2 Zertifikate: Russland erlebt den kältesten Winter seit 1938.
      Die Welt ging nicht unter und wärmer wurde sie auch nicht. Alles Betrug!

    • phaidros
      21. Dezember 2012 18:39

      Lieber socrates, das sagten Sie bereits. Darf ich auf meine Antwort im anderen Tjread hinweisen - das kann man nämlich so nocht stehen lassen. Werde später gern den Link heraus sichen

      NG ph. (v.htc)

    • phaidros
      21. Dezember 2012 21:47

      Der Einfachheit halber erlaube ich mir, die überarbeitete Antwort hier noch einmal einzustellen:

      Lieber socrates, es ist verständlich, dass so eine Meldung der Erwärmungsthese entgegenzustehen scheint, aber es ist nicht der Fall. Drei Dinge sind dazu sagen:

      ° »Erderwärmung« bedeutet nur, dass extreme Hitzeereignisse häufiger, extreme Kälteereignisse weniger häufig auftreten werden. Es heißt aber nicht, dass es kontinuierlich überall gleichmäßig wärmer wird, sodass Winter ausbleiben bzw. gleichmäßig milder werden. Insbesondere heißt es also nicht, dass extreme Kälteereignisse ausbleiben werden, sie werden nur seltener (siehe dazu den schönen Text http://preview.tinyurl.com/OU-ClimatePrediction-Basics , wo gerade die Verschiebung der Wahrscheinlichkeitsglocke in Richtung höherer Temperaturen gut erklärt wird )

      ° Eine lokale Entwicklung lässt keinerlei Rückschlüsse auf die globale zu. Siehe dazu das 2'-Video http://www.berkeleyearth.org/movies . Wenn Sie sich dort auf Sibirien konzentrieren so sehen Sie, dass gegen Ende der 2'-Sequenz die Temperatur dort fällt. Global gesehen steigt sie aber trotzdem, wie an der »Fieberkurve« unter der Weltkarte erschtlich ist.

      ° Das von 'Skeptikern' viel zitierte Argument »und überhaupt: alles hängt nur von der Sonne ab« dürfte ironischerweise hier tatsächlich eine Rolle spielen: nach dem letzten Aktivitätsminimum blieb die Sonne (für uns unerklärlich) lange »zu ruhig«. Das, in Kombination mit einem immer höheren Ausstoß an Aerosolen in Asien (Aerosole wirken kühlend) dürfte nach unserem Verständnis den Erwärmungsprozess in den letzten Jahren regional maskiert haben (was aber leider keinen Grund für eine »Entwarnung« liefert) .

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • socrates
      22. Dezember 2012 00:46

      phaidros
      Sicher ist das kein Beweis, aber die CO2 Zertifikate sind reiner Betrug. Durch sie wird nichts geändert, nur Blöde gemolken.
      http://rt.com/news/russia-freeze-cold-temperature-379/

    • phaidros
      22. Dezember 2012 04:36

      Das stimmt nastürlich! (Aber auch hier sollte man die Relationen im Auge behalten - und das ist natürlich nur meine Einzelmeinung dazu: wir zahlen den ungefähr 15-fachen Betrag für überhöhte Gasrechnungen durch schlecht verhandelte Verträge (siehe entsprechenden Gastkommentar von Hrn. Friedl). Hier wird auch viel aufgebauscht.)

      LG

    • phaidros
      22. Dezember 2012 14:24

      ... nur zur Klarstellung: der 15-fache Betrag bezieht sich auf die unnötige Überhöhung, nicht auf die Gasrechnung insgesamt!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      22. Dezember 2012 17:53

      @An Phaidros, den drittletzten überlebenden Gläubigen der Klimalüge:

      Tun Sie sich mit den Herren Latif und Schellnhuber vom PIK zusammen, reisen Sie mit 20.000 überflüssigen, steuerbezahlten Schwätzern (pardon: SchwätzerInnen) zum nächsten Klimagipfel, nehmen Sie, nach ebenso immenser wie vermeidbarer CO2-Erzeugung durch Düsentriebwerke, dort an der Absonderung heißer Luft teil ...

      ... und beschweren Sie sich anschließend darüber, dass selbst die ehemals kühnsten Verfechter der Klimalüge dieselbe nur noch als verklingenden Furz auf der Friedhofsmauer betrachten. (Von kaltblütigen Profiteuren wie Greenpeace, Solar- und Windfetischisten, IPCC sowie anderen antiken Schwingern des hoffnungslos getürkten Hockeysticks eventuell abgesehen, wenn auch in diesen Kreisen erlahmend.)

      Fröhliche, gesegnete Weinachten auch Ihnen! Aber bitte weder Kerzen noch Sternspritzer anzünden, niemals Cola, unstilles Mineralwasser oder gar Sekt oder Bier unterm Christbaum trinken, sehr sparsam ein- und ausatmen — all dies erzeugt oder enthält das hochgiftige Kohlendioxid, wie ich Ihnen nicht zu erklären brauche. Und die Geburt des Erlösers bitte wochenlang ungeduscht und in ungewaschenen Klamotten feiern, egal, wie heftig sich Ihre Angehörigen die Nüstern zuhalten müssen.
      Dient alles auf mildtätige, herzallerliebste Weise unserer geliebten Mutter Gaia, die — nur um die gnadenlose Aufheizung der Erdatmosphäre für die Blöden und Verblendeten zu manifestieren — den pöhsen Russen mit -50° C den kältesten Winter seit 1938 beschert. Wo, Ihrem weisen Ratschluss zufolge, auch die täglich zu Hunderten erfrierenden Obdachlosen ausschließlich der "Klimakatastrophe" anzulasten sind, die seit 12 Jahren, den unverschämten Zyklen der Sonne sei Dank, nur noch in den verzweifelt manipulierten Computer-Algorithmen Ihrer betrügerischen Busenfreunde stattfindet.

      Aber Sie bleiben rotgrün linientreu. Zu diesem Standpunkt wider alle Tatsachen und alle Vernunft wird Sie nicht einmal das Christkind beglückwünschen.

      Ich schon. Denn so manche weltfremde Sturheit wurde schon mit Nobelpreisen aller Art ausgezeichnet.

    • phaidros
      22. Dezember 2012 19:05

      Tun Sie sich mit den Herren Latif und Schellnhuber vom PIK zusammen

      Nein, das mache ich nicht (ebensowenig wie weiterlesen). Was ich tue: darauf hinweisen, dass man gut 90-95% dessen, was in Medien und insbesondere Politik über das Thema zu lesen ist, zum Krenreiben ist.

      Das gilt aber für beide Seiten!

      Seriöse Quellen:
      NASA
      Universität Berkeley
      Universität Oxford
      OpenUniversity
      Deutscher Wetterdienst
      Zentralamt für Meteorologie und Geodynamik

      Du kannst getrost aufhören, mir Ratschläge zu erteilen, wo ichmich wie informieren könnte, denn ich habe sehr viel Ziet und Sorgfalt in die Auswahl dieser Quellen investiert und lege, was die Seriosität betrifft, meine Hand für sie ins Feuer.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      22. Dezember 2012 19:07

      ... "Klimazwiebel" vergessen!: http://klimazwiebel.blogspot.co.at/

      Ein Blog, auf dem Fachleute (und zwar wirkliche) beider Seiten gleichermaßen zu Wort kommen!

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Narcus Aurelius (kein Partner)
      22. Dezember 2012 20:41

      @phaidros:

      Naivlinge und klimabewegte Hochsteuerzahler aller Länder, vereinigt euch!

      Die von Ihnen genannten Quellen ...
      NASA
      Universität Berkeley
      Universität Oxford
      OpenUniversity
      Deutscher Wetterdienst
      Zentralamt für Meteorologie und Geodynamik ...

      sind allesamt seriös, zumal man "seriös" in diesen Fällen als "ernsthaft" übersetzen darf: als opportun ernsthaft an der Bewahrung jener linxgrünen Subventionen interessiert, von denen man lukrativ alimentiert wird, allerdings auch auf Ihre Kosten.

      Aber die tragen Sie ja gern, Onkel Ph., der Sie ja stichhaltige Argumente schon lange (wenn nicht sogar zeitlebens) des Weiterlesens Ihrer unwürdig finden ... weshalb Sie auch die einst gute Idee des BIÖ an sich gerissen und mangels Lesekünsten freihändig erwürgt haben. (Ich hoffe, Sie halten die endgültige Verwesung dieses Leichnams durch CO2-neutrale, klimaverträgliche Kühlung und Aktualisierung seines höchst spradisch sichtbaren Online-Grabsteins im ökologisch vertretbaren Rahmen. Wehe, wenn nicht!)

      Wenn ich dran denke, wieviel wertvolle Zeit wir damals für Ihren unbelehrbaren Sturschädel verschwendet haben ... Ihre Welt ist nicht von dieser Welt, und das sei Ihnen unbenommen. Was wären wir ohne Spinner?

    • phaidros
      22. Dezember 2012 21:16

      Aha. Verstehe. Die NASA ist also linxgrün.

      Tja, das wusste ich wirklich nicht, ich dachte, die NASA wäre eine US-Regierungsbehörde.

      Kleiner Denkfehler nämlich: die USA machen (auch nach dem demokratischen Umschwung) bei Kyoto nicht mit; es möge erst einmal jemand erklären, ich bitte höflich, auf welche erdenkliche linxgrüne Weise diese Behörde linxgrün alimentiert sein könnte.

      Völliger Schwachsinn also.

      Zweiter Denkfehler: die ungeheure Vielfalt der Ergebnisse, die aus allen naturwissenschaftlichen Disziplinen zusammengetragen werden müssen, angefangen bei Chemie und Physik über die Biologie bishin zur Astronomie und Geologie, um ein schlüssiges Bild zu ergeben, sind gar nicht konsistent fälschbar.

      Dritter Denkfehler: die genannten Quellen sind quer über den Globus verteilt. Ausgeschlossen, dass hier eine Absprache zur Manipulation erfolgen könnte, selbst wenn eine solche möglich wäre.

      Vierter Denkfehler: es arbeiten weltweit mehrere 100000 Wissenschaftler im Feld. Da ist kein einziger dabei, der sich gegen Druck zur Wehr setzt und "linksgrüne" Manipulationen aufdecken würde?

      Man darf nie den Fehler machen, die Beurteilung der Stichhaltigkeit eines Ergebnisses am eigenen Wunsch festzumachen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S: Dass Du auch in Deiner eigenen Einschätzung absolut nichts Vortragenswertes hast, ist ganz leicht daran zu erkennen, dass Du nicht nur völlig zusmmenhanglos mit etwas zu provozieren versuchst, was nicht einmal ansatzweise hierher gehört (und nebenbei erwähnt genauso falsch ist wie der Rest) sondern auch daran, dass Du wieder das wirst, was Du für persönlich und beleidigend hältst. Aber das ist es natürlich nur oberflächlich, denn im Gegenteil: ich danke für Deinen Offenbarungseid, nichts Substantielles zu sagen zu haben, aber einfach immer weiter stänkern zu wollen.

    • phaidros
      22. Dezember 2012 21:49

      ... fünfter Denkfehler: selbst, wenn man konzediert, dass an den in der Sache vorgebachten Zweifeln etwas dran gewesen sein könnte: im Oktober 2011 ist das völlig in sich zusammen gebrochen:

      Ein Team der Universität Berkeley hat die Temperatur der letzten 200 Jahre rekonstruiert und zwar:

      ° auf einer völlig neuen, Datenbasis, 5x größer als je zuvor, die
      ° öffentlich zugänglich (=ohne Kosten, Zugangsbeschränkung oder auch nur Registrierung ) abrufbar ist,
      ° die verwendeten Algorithmen veröffentlicht
      ° die verwendeten Programme veröffentlicht, und zwar auch im Quelltext.

      Seit 14 Monaten also haben die Skeptiker Gelegenheit, Fehler nachzuweisen.

      Das ist bislang aber nicht passiert.

      Selbst, wenn man Berkeley linksgrüne Alimentation unterstellt: was könnte das bei dieser Vorgangsweise nützen?

      Papers, Rohdaten, Algorithmen und Quelltexte der Programme: http://www.berkeleyearth.org

      (Der Projektleiter Richard Muller wollte Manns "Hockeystick" widerlegen und ein unanzweifelbares, wissenschaftlich einwandfreies "Ende der Debatte" herbeizuführen. Zu seiner eigenen Überraschung hat er ihn auf's Zehntelgrad wiedergefunden)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      23. Dezember 2012 02:33

      "der Sie ja stichhaltige Argumente schon lange (wenn nicht sogar zeitlebens) des Weiterlesens Ihrer unwürdig finden"

      Das hat mich neugierig gemacht: was ist Dein "stichhaltiges Argument"? Jetzt habe ich es doch gelesen (liest Du eigentlich meine Postings auch? Falls ja: wie kann es sein, dass Du immer mit dem selben Schwachsinn so pubertär los-dreschflegelst? Aber sei's drum.)

      Was ist also das stichhaltige Argument dagegen, dass wir eine Erwärmung feststellen und zum Schluss kommen müssen, dass sie menschgemacht ist:

      Dass Schellnhuber Blödsinn redet? Kein Zusammenhang.

      Dass Leute zu Klimagipfeln fliegen, die nichts bringen? Kein Zusammenhang. (Lies die Klimazwiebel!)

      Dass "selbst die ehemals kühnsten Verfechter der Klimalüge dieselbe nur noch als verklingenden Furz auf der Friedhofsmauer betrachten,"? Universität Berkeley ist nicht dieser Meinung. Aber diese, eine der anerkannt besten Universitäten der Welt, ist ja Deiner stichhaltigen Aussage nach "linxlink alimentiert". Ebenso wie die NASA.

      "Hockeystick": mach endlich ein Update; Du bellst einen Baum an, auf dem seit über einem Jahr keiner mehr sitzt: www.berkeleyearth.org.

      Danach kommt nur noch überhebliche Süffisanz und Ignoranz, die Du vermutlich für so etwas wie witzig hältst. Wieso, nebenbei erwähnt, der russische Winter die von Dir gemachte Aussage nicht macht, habe ich weiter oben ebenso erklärt wie an anderer Stelle, warum CO2 aus biologischen Vogängen nicht relevant ist.

      Und Du schwafelst etwas von "Lesen stichhaltiger Argumente unwürdig finden"? Ganz schön 'Marcus Aurelius'. Auf jiddisch heißt so etwas "Chuzpe".

      Da Du wie praktisch jedesmal sehr persönlich wirst (mehr hast Du allem Anschein nach nicht drauf), nehme ich mir diese Freiheit ausnahmsweise auch:

      Falsches wird von tumbem Wiederholen nicht wahrer. Es wird aber zu Dummem, wenn man trotz nachprüfbarer Erläuterung darauf beharrt. Dummes wiederum wird durch tumbe Wiederholung ebenso nicht klüger.

      Glaubst Du wirklich, naturwissenschaftliche Erkenntnisse lassen sich in 'links' und 'rechts' einteilen? Dein Posting zusammengefasst: ignorant, anmaßend, inkompetent, aufgeblasen, selbstverliebt und was das Wichtigste ist: falsch und irrelevant. Ich hätte es doch nicht zu lesen brauchen, meine erste Einschätzung war völlig zutreffend - vom angekündigten "stichhaltigen Argument" weit und breit noch nicht einmal eine Spur.

      Du bist anscheinend so von Dir selbst überzeugt, dass Du schon glaubst, eine Aussage wäre bloß deshalb stichhaltig, weil sie aus der Feder des großen Marcus Aurelius fließt. Unter diesem Licht betrachtet spricht allein schon Deine Wahl des Nick Bände.

      Ich habe es Dir schon privat mitgeteilt, ich wiederhole es auch hier: Du sitzt einem intriganten Lügner auf (auf den zunehmend weniger Leute hier hereinfallen). Meine Vermutung ist, dass Ihr seit langer Zeit miteinander bekannt oder befreundet seid. Das, was Du "Sturheit" nennst ist nichts anderes als die vor geraumer Zeit bewusst getroffene Entscheidung, solchem Treiben keinen Millimeter nachzugeben. Es wäre ein Leichtes für mich, meinen Nick zu wechseln, aber ich tue es aus Prinzip nicht.

      Abschließend noch ein Tipp: wenn man versucht, mit markigen Sprüchen zu einem Sachthema zu punkten, so sollte man wenigstens über Grundwissen verfügen und nicht nur Höregesagtes nachplappern. Die Chance, dabei und dadurch die Hosen zu verlieren liegen nämlich nahe bei 100%.

      Dir auch schöne Weihnachten.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Ein Nobelpreis, der in den Naturwissenschaften augrund "weltfremder Sturheit" vergeben worden wäre, ist mir nicht bekannt. Sturheit ja, aber niemals weltfremd. Sondern das exakte Gegenteil!

    • phaidros
      23. Dezember 2012 03:10

      ...und noch etwas: Du schreibst über die angegebenen Quellen, sie wären: "opportun ernsthaft an der Bewahrung jener linxgrünen Subventionen interessiert, von denen man lukrativ alimentiert wird, allerdings auch auf Ihre Kosten.

      Die ganze sture Dümmlichkeit dieses Arguments wird klar, wenn man sich bewusst macht, dass wir das 15-fache des Betrags für CO2-Zertfikate für schlecht verhandelte und daher überhöhte Gaslieferverträge im wahrsten Wortsinn verbrennen. Nur für die Überhöhung, wohlgemerkt! Das kümmert Dich nicht?

      Bitte, lieber Marcus, erkläre mir doch noch einmal, wie das mit der Stichhaltigkeit von Argumenten sowie deren Zurkenntnisnahme einerseits und Weltfremdheit andererseits ist. Ich glaube, ich habe es immer noch nicht ganz verstanden.

      LG phaidros.vie@gmail.com

      (siehe dazu Gastbeitrag http://www.andreas-unterberger.at/2012/08/kyotoziele-als-billigangebot/ von DIeter Friedl)

  24. Freak77
    21. Dezember 2012 16:51

    Täusche ich mich oder kommt dieser Verfälschungseffekt auch bei der regelmäßigen Aufregung über die immer weiter auseinanderklaffende "Schere" bei Männer- und Fraueneinkommen zum Tragen?

    Jedenfalls sind Frauen sehr viel öfter teilzeitbeschäftigt als Männer.

    Macht man sich da immer die Mühe die Teilzeitbeschäftigten so umzurechnen dass man dann wirklich Äpfel mit Äpfel vergleicht?

    Wir werden es bei der nächsten Männer-Fraueneinkommen-Statistik sehen.

  25. Brigitte Imb
    21. Dezember 2012 16:40

    Der überwiegende Teil der Journalisten - also die linken - können getrost den Politikern die Hand reichen, denn sie lügen sich ihre Wahrheit eben zurecht.

    • dssm
      21. Dezember 2012 20:08

      Liebe Frau Imb, seien Sie nicht so streng.
      Mir ist es als Techniker auch schon ähnlich ergangen. Man hat Zeitnot und braucht dringend eine Lösung, die technischen Dokumentationen werden 'gefressen' und schneller als man sich versieht, hat man gefunden was man finden wollte – leider war die Realität dann eine andere.
      Oft ist der Wunsch Vater des Gedanken. Der menschliche Geist versteht es wunderbar Dinge zu 'verbiegen'.
      Nichts desto Trotz, es zeigt sich welchen 'Wunsch' unsere Journaille hegt.

    • xRatio (kein Partner)
      22. Dezember 2012 18:22

      @ Brigitte Imb 21. Dezember 2012 16:40

      Sie haben die durch und durch verlogene/total bescheuerte Astrologen- uund Hurenzunft der "Volkswirte" vergessen.

    • Haider
      23. Dezember 2012 00:35

      Ja, früher sprach man vom "vorauseilenden" Gehorsam, heute ist es der "vorauslügende" Gehorsam, der viele Journalisten und Politiker antreibt.
      Immer wieder fällt mir bei solchen Statistiklügen die exorbitante Kriminalität in Orten mit vielen Kirchen ein. Dort wo keine Kirche steht - also in irgendeinem ländlichen Weiler mit 15 Einwohnern - begeht kaum einer eine echte Straftat; in Großstädten mit 2 Millionen Einwohnern - und daher vielen Kirchen - natürlich alle bot.

  26. Richard Mer
    21. Dezember 2012 16:33

    Bravo! Hervorragender Kommentar.

    • FranzAnton
      22. Dezember 2012 11:39

      Journalisten, Künstler, Schauspieler, die Geistlichkeit, die Beamtenschaft waren zu allen Zeiten Gefolgsleute der Machthaber, da sie entweder von deren Zuwendungen lebten oder eine Symbiose mit ihnen eingingen; die aktuellen russischen Kirchenvertreter, unsere berühmtesten Nazizeit - Schauspieler, die kaiserkrönenden Päpste mögen als Beispiele dienen; einen Wiener Beamtengewerkschafter hörte ich sagen: "Wes Brot ich esse, des Lied ich singe".

      Daher, liebe Mitposter, setze ich mich hier nahezu täglich für Direktdemokratie ein, damit sich die Menschen von den Machthaberern emanzipieren können; es ist die einzige realistische Möglichkeit.

    • FranzAnton
      22. Dezember 2012 11:39

      Journalisten, Künstler, Schauspieler, die Geistlichkeit, die Beamtenschaft waren zu allen Zeiten Gefolgsleute der Machthaber, da sie entweder von deren Zuwendungen lebten oder eine Symbiose mit ihnen eingingen; die aktuellen russischen Kirchenvertreter, unsere berühmtesten Nazizeit - Schauspieler, die kaiserkrönenden Päpste mögen als Beispiele dienen; einen Wiener Beamtengewerkschafter hörte ich sagen: "Wes Brot ich esse, des Lied ich singe".

      Daher, liebe Mitposter, setze ich mich hier nahezu täglich für Direktdemokratie ein, damit sich die Menschen von den Machthaberern emanzipieren können; es ist die einzige realistische Möglichkeit.






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