Europäische Bankenaufsicht: Enteignung von Sparern drucken

Die Finanzminister der Euro-Zone haben sich auf einen rechtlichen Rahmen für die Grundzüge eines gemeinsamen Aufsichtsmechanismus für die europäischen Banken geeinigt. Die dazu hinsichtlich der Details getroffenen Aussagen sind zum Teil recht widersprüchlich. Fest zu stehen scheint lediglich der Zeitpunkt, ab dem die neue Kontrollbehörde loslegen soll. Nach Aussage der Deutschen Kanzlerin soll das am ersten März 2014 der Fall sein. Vorerst gilt es also, das vor uns liegende – aufsichtsfreie Jahr – zu überstehen.

Vorgebliches Ziel der Übung sei die Rekapitalisierung Not leidender Kreditinstitute durch den ESM, wobei die Größe der zu rettenden Institute auf Betreiben Deutschlands eine wesentliche Rolle spielen soll. Nur große, „systemrelevante Banken“ mit maßgeblicher Bedeutung für eine Volkswirtschaft (das sind die mit einem Anteil von mehr als 20 Prozent am BIP des Heimatlandes oder einer Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden Euro), werden von der neu zu schaffenden Kontrollbehörde, die – wie das für alle bürokratischen Institutionen typisch ist – über Hundertschaften ebenso hoch dotierter wie unproduktiver Mitarbeiter verfügen wird, überwacht werden.

Dieser neuerliche Akt der Zentralisierung und Machtverdichtung innerhalb des Euro-Imperiums ist ein weiterer Beleg für die von den Protagonisten der Österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre vertretene These, wonach staatliche Interventionen in die Wirtschaft immer weitergehende Interventionen nach sich ziehen. Hätten die Staaten es unterlassen, durch Eingriffe in die Kreditwirtschaft (etwa die Bereitstellung „billigen Geldes“ durch Zinsmanipulation und exzessive Schöpfung von Geld und Kredit) einen künstlichen Boom auszulösen, wäre es niemals zu jenen Fehlallokationen gekommen, die den Ausgangspunkt jener folgenschweren Entwicklung gebildet haben, die nun damit endet, dass nicht nur die Stabilität von Banken gefährdet ist, sondern auch die Finanzen der Staaten und vieler privater Haushalte schwer zerrüttet sind.

Die von Linken so leidenschaftlich kritisierte Aufblähung des Finanzsektors ist eine unmittelbare Folge verfehlter staatlicher Geld- und Finanzpolitik, ohne die es die viel geschmähten „Casinokapitalisten“ gar nicht gäbe. Die Lösung von Problemen, die es nie gegeben hätte, hätten nicht die nun selbsternannten Problemlöser davor für deren Schaffung gesorgt, ist ein typisches Phänomen des staatlichen Interventionismus.

Wie man aus dem Munde aller ernst zu nehmenden Experten hören kann (zu denen die Befürworter einer weiteren, exzessiven Ausdehnung der Geldmenge naturgemäß nicht zählen!), ist mittlerweile ein Punkt erreicht, an dem ein „unblutiger“ Ausweg aus dem kollektiven Finanzdebakel nicht mehr zu finden ist. Dennoch gaukeln uns die am weiteren Verbleib in ihren Ämtern interessierten Regierenden unverdrossen vor, es bestünde immer noch die Möglichkeit zu einer „sanften Landung“. Dies allerdings nur dann, wenn man ihnen nicht in den Arm falle und sich überdies jeden kritischen Kommentars zu ihren genialen Maßnahmen enthalte.

Kritik an ihrer „Rettungspolitik“ zu üben würde nämlich das „Vertrauen der Märkte in die EU gefährden“ – und damit das Risiko in sich bergen, zur „selbst erfüllenden Prophezeiung“ zu werden. Man braucht kein Prophet zu sein, um jetzt bereits sagen zu können, dass nach dem bevorstehenden Kollaps von Euro und EU nicht deren größenwahnsinnige Initiatoren, sondern wieder „irrationale Märkte“ schuld gewesen sein werden…

Griechenland ist ohne zeitlich unbegrenzte Hilfen nicht (mehr) lebensfähig. Alle anders lautenden, in den vergangenen beiden Jahren aufgestellten, Behauptungen sind falsch. Das Dümmste, was man in einer derartigen Lage tun kann ist es, dem schlechten Geld noch gutes hinterher zu werfen (was sowohl Geist als auch konkreten Bestimmungen der europäischen Verträge zuwiderläuft). Genau das aber ist nun im Wege der planwirtschaftlichen Rettung jener (vorwiegend französischen) Banken geplant, die sich (unter anderem) in Griechenland exponiert haben.

Wie der FDP-Dissident Frank Schäffler, der wohl einzige Abgeordnete des Deutschen Bundestages, der sich zu Recht liberal nennen darf, feststellt, geht es bei der Rekapitalisierung maroder Banken nun primär darum, die Türe für die lateineuropäischen Institute aufzustoßen, damit diese an die gut gefüllten Töpfe der deutschen Einlagensicherung herankommen – und damit an die Vermögen der deutschen Sparer. Die Belohnung korrupter Regierungen, unverantwortlicher Banker und die rigorose Enteignung kreuzbraver Sparer – das ist das wahre Ziel der eben getroffenen Beschlüsse zur „Bankenaufsicht“.

Der von der politischen Klasse gewählte Weg des „Schreckens ohne Ende“, wird schlimmere Folgen zeitigen, als die „konservative“ Alternative, also ein „Ende mit Schrecken“. Letzteres würde bedeuten, marode Banken und Staaten – wie im Rahmen der europäischen Verträge vorgesehen – Pleite gehen zu lassen und damit Schaden von den Bürgern ordentlich gebarender Länder abzuwenden. Stichworte: „Verträge sind einzuhalten“ und „Brandmauer“!

Der Kollateralnutzen diese Strategie bestünde in der damit aller Welt übermittelten Botschaft, dass in der Alten Welt fehlerhafte Entscheidungen auch verantwortet und finanziert werden müssen. Und zwar nicht von unbeteiligten Steuerzahlern in Drittländern, sondern von auf nationaler Ebene involvierten Akteuren. Selbstverständlich auch von jenen Politikern, die die Basis für die Krise und daraus resultierende Unruhen geschaffen haben und die für ihre Handlungen zivil- und strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen sind.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2012 19:08

    Ihre Schilderung erinnert an die letzten Tage des 'Tausendjährigen Reiches'.
    Wer seine Bedenken öffentlich äußerte war ein Defätist und wurde entsprechend behandelt.
    Die Führung schuf ununterbrochen neue Armeen, mit immer noch weniger Kampfkraft; während die bestehenden zerbröselten. Militärs und Rüstungsfachleute welche einfach die Wahrheit sagten wurden ignoriert, Phantasten und Träumer, welche dem Regime nach dem Mund redeten waren en vogue. Je näher die Frontlinien der Heimat kamen, desto mehr wurde vom 'Endsieg' geschwafelt.
    Je aussichtsloser die Lage, desto mehr 'totaler' Krieg.
    Projekte für Eisenbahnlinien im längst verlorenen Osten, welche den Slawen leuchtende Augen bescheren sollten, wurden noch vorangetrieben als die Granaten schon in Berlin einschlugen.
    Jugendliche (eigentlich noch Kinder) und Greise wurden ohne Ausbildung in den sicheren Tod geschickt – für ein paar vegetarische Tage mehr im Führerbunker.

    Um den erschütternden Zustand zu zeigen:
    Armee = Hilfsmechanismus
    Kampfkraft = wirtschaftliche Wirkung
    Militärs und Rüstungsfachleute = Volkswirte
    Frontlinie = Rezession

    Auch diese Bankenunion ist so ein Projekt um noch ein paar Tage zu gewinnen; in einem verlorenen Krieg! Man will die letzten Reserven der Menschen stehlen.
    In Zypern werden gerade die Pensionsfonds zur Kasse gebeten - wieder einmal! Ich habe aufgehört zu zählen wie oft dieser Notgroschen der einfachen Leute inzwischen vom Leviathan verschluckt wurde. Die wohlerworbenen Rechte der Beamten und staatsnahen Menschen wollen befriedigt werden, Hier und Heute zählt, egal was Morgen kommt!

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2012 00:33

    Heißt das im Klartext, daß jetzt auch kleinere, notleidende Kreditinstitute über ein Jahr Zeit haben, sich zu großen, systemrelevanten Banken zusammenzuschließen, um an eine günstige Rekapitalisierungsmöglichkeit durch den ESM heranzukommen?

    Jedenfalls liegt da eindeutig die Entscheidung bei den Politikern, die kleinen Sparer zu enteignen und die großen Finanzjongleure mit deren Geld am Leben zu erhalten. Damit entfällt in Zukunft das Feindbild der "pösen Banker" und die Verantwortung für Mißwirtschaft bzw. Finanzdesaster liegt eindeutig bei unseren Volksver(zer-)tretern.
    Niemals vergessen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2012 16:15

    reinhard.horner@chello.at

    Weil das Thema ungemein wichtig ist:

    Vor wem sollen sich die Sparer (mehr) fürchten?

    Was will dieser vorgebliche „Liberalismus“ durch seine „größenwahnsinnigen Initiatoren“ mit gestrigen Rezepten in der fortgesetzten Gegenabhängigkeit zu dem in herzlicher Feindschaft verbundenen „Sozialismus“ erreichen?

    1. Die Abschaffung der Demokratie.
    2. Die Minimierung des Staates.
    3. Den Kollaps von EURO und EU.
    4. Die Installierung einer Plutoprolokratie.
    5. Die Entrechtung der „Unvermögenden“ und der „Ungebildeten“.
    6. Einen Umsturz ohne Verpflichtung auf Gewaltfreiheit.
    7. Eine Verschärfung der Bürgerkriegsrhetorik.

    Dazu wird von diesen „selbsternannten Problemlösern“, von diesen „ernst zu nehmenden Experten“, die alles und alles besser wissen, eine gehörige Portion Desinformation eingesetzt. Mit wohlfeilen Schuldzuweisungen, die die Tatsachen verzerren oder umkehren, mit aggressiven Feindbeschimpfungen und gezielter Angstmache.

    Den „planwirtschaftlichen“ Demolierern, die es wahrlich nicht zu knapp gibt, arbeitet solcher „Liberalismus“ in seiner Gegenabhängigkeit zum unterklassigen „Sozialismus“ hurtig in die Hände.

    Der Übertölpelung der realwirtschaftlichen Wertschöpfung durch eine wilde finanzielle Profitschöpfung, die nur auf Geldverschiebungen gerichtet ist, wird absichtsvoll Vorschub geleistet und nachhaltiges qualitatives Wachstum be- oder gar verhindert.

    Dass die zaghaften Versuche, der Finanzwirtschaft die erforderlichen Toleranzregeln mit entsprechenden Kontrollen zu verschaffen, mit vernünftigen Verbesserungen voranschreiten, wird schlechthin bekämpft. Dabei wäre es doch für die Sparer – wie auch für die realwirtschaftlichen Kreditnehmer – überaus wichtig, ihr Geschäft aus den Risken des bloß finanziellen „Investmentbankings“ zu lösen, aus dem Würgegriff der finanzindustriellen Profitschöpfung (statt der realen Wertschöpfung) zu befreien. Und die öffentlichen Haushaltsführungen von den Verführungen wertschöpfungsleerer und risikoreicher finanzindustrieller Spekulationen fernzuhalten.

    Betreibe und vertrau auf die Leistung! Oder: „Glaub an´s Glück!“

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2012 00:47

    Wie üblich bei unserem Suppenkaspar alias Vogel Strauß:
    Diagnosen: korrekt
    Therapievorschläge: Mangelhaft bis Ungenügend, hier nicht einmal vorhanden.

    Auch erwähnter Frank Schäffler kritisiert halbwegs richtig.
    Bloß ist sein "konkurrierendes Privatgeld" ebenfalls keine Lösung.
    Das haben wir nämlich schon - aufgrund Vertragsfreiheit - soviel wir wollen.

    Fazit:
    In Sachen "Geld" setzt offenbar überall der Verstand aus - und zwar komplett.
    Wie bitte kann nur sooooo abgrundtief verblöded und vertrottelt sein.

    Meine absolut unwiderlegte und unwiderlegbare(!) These,
    daß "Geld" eine Ware wie andere ist,
    daß für "Geld" marktgesetzlich nichts anderes gilt als für alles andere,
    geht offenbar in keine VWL-versiffte Birne rein.

    xRatio

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  1. ernst echt (kein Partner)
    21. Dezember 2012 19:25

    wissen sie, es war schon immer so, sind menschen oben gewesen, hätte man meinen können solche verantwortungslosen vollkoffer hätte man sich wirklich sparen können, aber es ist wohl nicht möglich und war niemals möglich in der geschichte. der kampf um gottesansprüche, wie kaiser, könige also reiche und solche reiche wurden im grunde eigentlich zerschlagen von diktaturen, immer wieder das selbe und die veränderungen kennen viele aus büchern oder haben es irgendwie erlebt...
    die kirche ist die spitze des eisberges, also römische reich in der geschichte...
    wahnsinn!

  2. Collector
    20. Dezember 2012 18:07

    Die Verbrecher sitzen hier, unsere Politiker und Nowotny sind ihre Marionetten. Wer nicht den sofortigen Ausstieg aus dem Euro fordert und, soweit es in seiner Macht steht, vollzieht, ist Volksverräter!

    DJ IMF Calls on EU to Urgently Complete Banking Union
    20.12.12 16:50:05- TSGE

    European policymakers must implement the decisions they made in 2012 to improve and harmonize the way banks work and to break the toxic link between sovereign woes in the euro area and the currency bloc's banks, the IMF says.

    BRUSSELS--European policymakers must implement the decisions they made in 2012
    to improve and harmonize the way banks work and to break the toxic link between
    sovereign woes in the euro area and the currency bloc's banks as soon as
    possible, the International Monetary Fund said in a report it published
    Thursday.

    After a fact-finding mission to EU countries, the IMF welcomed the decision to
    create a single supervisory mechanism, known as SSM, for euro-zone banks and
    those of non-euro countries that opt in, under the European Central Bank. It
    said the SSM, which will see the ECB directly supervising the bigger, systemic
    banks and the national supervisors the smaller ones, should have "as few gaps
    as possible."

    Following the launch of the SSM--in March 2014 according to an EU
    decision--the IMF said the euro-zone bailout fund, the European Stability
    Mechanism, should be made operational "expeditiously for bank
    recapitalizations."

    Euro-zone leaders agreed last June to allow the ESM to directly recapitalize
    ailing euro-zone banks without going through the sovereigns once the single
    supervisor was up and running, but some have since backtracked on that. The IMF
    didn't say whether it thought direct recapitalization should include old, or
    "legacy", bank risks. The euro zone is divided on that issue, and the outcome
    of the debate will determine if countries like Spain and Ireland, that saw
    their public debt balloon because of bank bailouts, would be relieved of that
    burden.

    But the SSM, while important, is just an "initial step" toward the badly
    needed proper banking union in Europe, the Fund noted. The report urged the EU
    to quickly create a single bank-resolution mechanism funded by the banking
    industry, to minimize the cost of bank failures to taxpayers. It also
    recommended the swift harmonization of deposit-guarantee schemes.

    The IMF urged the EU to pass legislation implementing Basel III rules about
    higher Core Tier I capital ratio regulations--known as CRD IV--by mid-2013 "at
    the latest" and added that bank stress-testing should improve to assess
    liquidity risks and structural weaknesses.

    Write to Matina Stevis at matina.stevis@dowjones.com

    (END) Dow Jones Newswires

    December 20, 2012 10:50 ET (15:50 GMT)

    Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

    • Komma
      20. Dezember 2012 19:05

      Zu den Volksverrätern zählen auch Vranitzky, Mock, Schüssel, Busek oder Journalisten wie AU, Tögel etc. etc.
      Sie alle haben die Warnung von 700(!) Nationalökonomen vor der Währungsunion in den Wind geschlagen.Niemals hätten die Österreicher dem Euro zugestimmt, wäre ihnen gesagt worden, sie müßten für andere Staaten zahlen oder haften. Es war und wurde vorausgesehen. Heute gehört zu den größten Schweinen Faymann, Spindelegger, Fekter und Schieder, aber aucn ein Mann wie van der Bellen. Sie alle wollen, dass Österreich durch die EU-Kommission regiert wird, und das im Interesse von Wallstreet. Faymann hat sein Wort gebrochen, und alle aus der Regierungskoalition haben bei dem ESM-Verfassungsputsch mitgemacht.
      Jetzt verabschiedet man Anti-Korruptionsgesetze, dabei ist niemand korrupter als die Regierungskoalitzion und ihre Abgeordneten (samt Grünen!).

    • xRatio (kein Partner)
      20. Dezember 2012 20:47

      @ Collector 20. Dezember 2012 18:07

      "Die Verbrecher sitzen hier, unsere Politiker und Nowotny sind ihre Marionetten.
      Wer nicht den sofortigen Ausstieg aus dem Euro fordert und, soweit es in seiner Macht steht, vollzieht, ist Volksverräter!"


      Blödsinn. Es reicht EZB/ESZB abzuschaffen.
      Den Euro können wir dann getrost behalten. Der hat schon immense praktische Vorteile.

      Die Hilfen für die PIIGS haben mit dem Euro nichts(!!) zu tun, der dient nur als Vorwand, die EZB nur als Mittel zum sozialistischen Zweck.
      Weg mit den Notenbanken und gut is. :-)
      Mit nationalen Notenbanken wurde und würde derselbe Wahnsinn zelebriert.

      xRatio

  3. xRatio (kein Partner)
    20. Dezember 2012 00:47

    Wie üblich bei unserem Suppenkaspar alias Vogel Strauß:
    Diagnosen: korrekt
    Therapievorschläge: Mangelhaft bis Ungenügend, hier nicht einmal vorhanden.

    Auch erwähnter Frank Schäffler kritisiert halbwegs richtig.
    Bloß ist sein "konkurrierendes Privatgeld" ebenfalls keine Lösung.
    Das haben wir nämlich schon - aufgrund Vertragsfreiheit - soviel wir wollen.

    Fazit:
    In Sachen "Geld" setzt offenbar überall der Verstand aus - und zwar komplett.
    Wie bitte kann nur sooooo abgrundtief verblöded und vertrottelt sein.

    Meine absolut unwiderlegte und unwiderlegbare(!) These,
    daß "Geld" eine Ware wie andere ist,
    daß für "Geld" marktgesetzlich nichts anderes gilt als für alles andere,
    geht offenbar in keine VWL-versiffte Birne rein.

    xRatio

    • Andreas Tögel
      20. Dezember 2012 08:15

      Zwar pflege ich auf plumpe Beschimpfungen seit einiger Zeit nicht mehr zu reagieren, in Ihrem Fall aber muß ich eine Ausnahme machen, weil Ihre Behauptung, es gäbe so etwas wie "Vertragsfreiheit", so ungemein skurril ist! Vertragsfreiheit gibt es beispielweise weder im Arbeits- noch im Mitrecht (da seien die Sozialisten in allen Parteien vor!) - schon gar nicht aber bei Geldangelegenheiten. Sie sind als Lieferant schlicht per Gesetz dazu gezwungen, Euro mit schuldbefreiender Wirkung zu akzeptieren - und wenn Sie sich auf den Kopf stellen und noch so sehr auf Goldunzen bestehen. In Fragen des Geldverkehrs kennt der Staat keinen Spaß - da herrscht Planwirtschaft pur.

      Geld als Ware - das war einmal, solange es echtes Geld gab und nicht die lustig bedruckten Lappen, deren Wert (seit spätestens 1971) allein vom Gutdünken des Politbüros abhängt. Wo, bitteschön, sehen Sie in Geldangelegenheit einen Markt? Es ist ja gerade der Jammer, daß Geld heute kein Marktphänomen mehr ist, sondern zu einem politischen Mittel (das bekanntlich stets auf Diebstahl und Raub hinausläuft) verkommen ist.

      Woher Sie Ihre geldtheoretischen Weisheiten beziehen, wäre interessant zu erfahren. Ausschließlich aus Gewerkschafts- Zentralbank- oder Regierungspostillen?
      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • Jacky (kein Partner)
      20. Dezember 2012 19:46

      Was das mit der Vertragsfreiheit betrifft, muss ich Ihnen widersprechen, Herr Tögel: wenn jemand nicht bereit ist, Sie mit Goldunzen zu bezahlen, sondern partout mit Euros zahlen möchte - dann brauchen Sie ihm ja nichts zu verkaufen. Ganz einfach. Sie können jederzeit ein Tauschgeschäft vereinbaren, das da lautet: "Ich gebe Ware, und ich will dafür Gold haben. Und wenn du mir kein Gold geben willst, sondern nur 'normales' Geld, dann gibt's keinen Vertragsabschluss."

      Ebenso können Sie jederzeit Ihr eigenes "Geld" (in Form von Gutscheinen) herausgeben und dann von vornherein Ihre Geschäftspartner dazu verpflichten, Sie mit diesem "Geld" zu bezahlen. Ob das sehr sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln.

      Das alles soll aber nicht heißen, dass ich den Forumsprolo xRatio und seine Stänkereien unterstützen würde.

    • xRatio (kein Partner)
      20. Dezember 2012 20:29

      @ Andreas Tögel 20. Dezember 2012 08:15

      Hahaha. Sie antworten doch immer nur wenn Sie glauben, endlich mal ein Gegenargument zu haben. Das kennen wir nun schon seit langem. Nur liegen Sie auch hier wieder ganz und gar daneben. Sind Sie widerlegt, hüllen Sie sich mit ein paar Floskeln ("Einig, daß uneins") in Schweigen.
      Suppenkaspars stilles Motto ist und bleibt: Nein, meine Suppe ess ich nicht...

      So ist extra für Sie doch erst einmal klarzustellen, daß mit meinem Hinweis auf die Vertragsfreiheit lediglich die Privatgeld-"Lösung" des Herrn Schäffler ad absurdum geführt wurde.

      Mit dem eigentlichen Thema (Geld eine Ware wie andere, Abschaffung der Notenbanken, um diese an der Geldvermehrung zu hindern) hat das überhaupt nichts zu tun!!!!!

      "Vertragsfreiheit gibt es beispielweise weder im Arbeits- noch im Mitrecht"

      So zwar falsch. Aber erzählen Sie auch das ruhig dem Herrn Schäffler.
      Zwingende Vorschriften gibt es im Privatrecht auch sonst überall, von der Geschäftsfähigkeit bis zum Wucherverbot.
      Falls Sie jedoch wie Schäffler mit seinem "Privat-" oder "Wettbewerbsgeld" oder Sie mit Ihrem -sorry- Goldfimmel zwingendes Vertragsrecht aus den Angeln heben wollten, kann ich Sie beruhigen:

      Wir sprechen hier ja bloß vom "Geld", insb. von Leistung/Gegenleistung bei gegenseitigen Verträgen wie Kauf/Tausch.
      Die Art der Gegenleistung kann wohl auch im Arbeits- und Mietrecht noch(?) absolut beliebig vereinbart werden.
      Aber Schäfflers bzw. Ihr Problem, nicht meins.

      "Sie sind als Lieferant schlicht per Gesetz dazu gezwungen, Euro mit schuldbefreiender Wirkung zu akzeptieren - und wenn Sie sich auf den Kopf stellen und noch so sehr auf Goldunzen bestehen."

      Ebenfalls ebenso unrichtig und irrelevant, trotzdem ERNEUT:
      Es gibt juristisch keinen "Annahmezwang" für Euros (oder was auch immer).
      Durch sture Wiederholung wird (auch) dieser himmelschreiende Unfug der VWL-Hurenzunft nicht richtiger.

      Konkret, quasi extra für Sie: :-))
      Wenn Sie als "Kaufmann in Wien" für Ihre Waren oder sonstigen Leistungen Goldunzen verlangen und die andere Seite zustimmt, dann haben Sie Anspruch auf eben diese Goldunzen. Sie können gern auch Kraut und Rüben, Kartoffeln, Dienstleistungen oder Daumenlutscher vereinbaren.
      Ändert alles nix. Bleibt sich alles gleich.

      Im Unterschied zu Ihnen wußten nämlich schon die alten Römer:
      Pacta sunt servanda.
      Das gilt nicht nur für Kauf/Tauschverträge, sondern in den Grenzen zwingender Regelungen für alle Verträge.

      Ist wie gesagt aber auch alles irrelevant, da in Wahrheit neben der Sache.

      Denn selbst WENN es für Sie (oder alle) irgendwo (oder überall) einen "Annahmezwang" etwa für Euros gäbe, ändert das nichts an der eigentlichen These:

      Daß "Geld" ein Wirtschaftsgut, eine Ware wie andere ist und bleibt, also demselben Gesetz von Angebot und Nachfrage unterliegt wie alles andere. Ein "Annahmezwang" ändert daran nichts, außer daß die Nachfrage nach dieser "annahmepflichtigen" Ware steigt - und damit wieder nur das Gesagte bestätigt.

      Das Problem, das Sie mit Ihrem "Papiergeld" haben, liegt wie schon xmal gesagt, allein bei Politruks und Notenbankstern und bestätigt damit wieder nur was ich sage:
      Je mehr "Geld" da ist, umso weniger "ist es wert".
      Folge einer Geldvermehrung (=Inflation) sind Teuerungen, kalte Enteignungen etc.
      Also weg mit den Notenbanken!

      Echte Trivialitäten sind das!!!
      Folgt zwanglos aus dem Warencharakter natürlich(!!!) auch von allem und jedem was man so als "Geld" bezeichnet (brauchbar definiert wurde "Geld" ja noch nie, geht eben gar nicht).

      Sonst sehe ich nur Ihr gewohnt nebulöses, längst analysiertes, diskutiertes und widerlegtes Gerede von "echtem Geld", Gold etc.
      Verweise somit ungerührt auf alles, was ich bereits x-Mal absolut unwiderlegt zum Thema geschrieben habe.

      Ist ja nur Kleinstes Einmaleins klaren Denkens, das zwar jedem Kind einleuchtet, nur nicht VWL-versifften Hirnen.

      Die "Geldtheorien" der VWL sind genauso abwegig und lächerlich wie der grassierende Klimaquatsch. Gigantische Betrugsmanöver sind das, nichts weiter. Kinderleicht durchschaubar, wenn man es nur mal wagt, ausnahmsweise mal sein eigenes Gehirnschmalz zu bemühen, statt nachzuplappern, was andere so plappern oder geplappert haben (wie in jungen Jahren leider sogar Ludwig von Mises).

      xRatio

    • Andreas Tögel
      21. Dezember 2012 09:04

      Verehrte(r) Jacky,
      Sie haben insofern recht, als die theoretische Möglichkeit besteht, legal andere Zahlungsmittel als den Euro zu vereinbaren. Das wird allerdings nur dann funktionieren, wenn es sich nicht breitflächig einbürgert. Der Staat (oder der Superstaat) monopolisiert die Währung ja nicht aus Jux und Tollerei, sondern mit dem Ziel, sich dadurch Vorteile (gegenüber den "Geldnutzern") zu verschaffen. Was passiert, wenn er dieses so einträgliche Monopol gefährdet sieht, ist am Beispiel des 1932er Experiments mit dem Gesell´schen "Freigeld" in Wörgl zu sehen (nicht, daß ich das für eine gute Idee halten würde). Lange jedenfalls hat es nicht gedauert, bis es abgedreht wurde. Wie formulierte es Ron Paul so schön: "Stehlen Sie nicht - der Staat haßt Konkurrenz!"

      Spätestens, wenn die Unternehmen auf breiter Front damit beginnen, z. B. in Kaurimuscheln zu bilanzieren, wird der Finanzminister nervös werden und seine Einnahmen gefährdet sehen. Insofern bezweifle ich, daß im Bereich der Zahlungsmittel von echter Vertragsfreiheit gesprochen werden kann.

      xRatio verbellt immer wieder den gleichen Baum, auf dem keiner sitzt. Niemand bestreitet, daß Geld eine Ware sein sollte (zumindest ich nicht). Allerdings ist ein durch absolut nichts besicherter Schuldschein schwerlich als Ware zu bezeichnen - oder? Jedes ungedeckte Schuldgeld endet früher oder später in der Inflation - und zwar unausweichlich. Oder kennen Sie ein Gegenbeispiel?

      Komma tituliert mich als "Volksverräter". Mein "Verrat" besteht darin, vor vielen Jahren naiver Weise geglaubt zu haben, daß Verträge - auch die zwischen Staaten - einzuhalten sind. Wäre das der Fall (gewesen), würde der Euro nicht zu den gewaltigen Problemen geführt haben, vor denen wir heute stehen. Mehr als ein Jahrzehnt später wissen es alle besser. Ich ziehe den Hut vor denjenigen, die schon vor der Einführung der Gemeinschaftswährung wußten, mit welchem miesen Tricks die Eurogranden danach arbeiten würden...

      Aus einer Fehleinschätzung (mit der u. a. der Betreiber dieses Blogs und meine Wenigkeit nicht allein gestanden sind) ist schwerlich der Vorwurf des Verrats abzuleiten. Es kann eben vorkommen, daß einem Fehler unterlaufen und daß man im Laufe der Zeit etwas dazulernt - das gilt auch für Publizisten. Verräter sind wohl diejenigen, die sehenden Auges Nachteile für die eigene Gesellschaft in Kauf nehmen oder sogar bewußt herbeiführen.
      Mit freundlicheme Gruß,
      A. Tögel

    • xRatio (kein Partner)
      21. Dezember 2012 13:28

      @ Andreas Tögel 21. Dezember 2012 09:04
      "xRatio verbellt immer wieder den gleichen Baum, auf dem keiner sitzt. Niemand bestreitet, daß Geld eine Ware sein sollte (zumindest ich nicht). Allerdings ist ein durch absolut nichts besicherter Schuldschein schwerlich als Ware zu bezeichnen - oder? Jedes ungedeckte Schuldgeld endet früher oder später in der Inflation - und zwar unausweichlich. Oder kennen Sie ein Gegenbeispiel?"

      Richtigstellung:
      Ihre Behauptungen und Unterstellungen sind eine Frechheit!

      1. Ich behaupte, daß "Geld" eine Ware wie andere IST. (nicht: "sein sollte"). Noch nie habe ich etwas anderes gesagt.

      2. Daß Papiergeld ein "Schuldschein" sei, gehört allein zu IHREM (längst widerlegten) Schwachsinn. Auch das habe ich nie behauptet, sondern stets als völlig absurd bezeichnet. Gleiches gilt von Ihrem ewigen Gequatsche vom "ungedeckten Schuldgeld"

      4. Wenn Papiergeld nicht vermehrt wird, gibt es keine Inflation. Simple Logik, Kinderkram!

      Sehr geehrter Herr Tögel!
      Sie spielen hier nicht nur seit langem den Suppenkaspar und Vogel Strauß:

      Ihre bewußt falschen Zitate, charakterisieren Ihr ganzes Geschreibsel als
      absolut unseriös !!!

      Mit vorzüglicher... (Selbstzensur)
      xRatio

  4. dssm
    19. Dezember 2012 19:08

    Ihre Schilderung erinnert an die letzten Tage des 'Tausendjährigen Reiches'.
    Wer seine Bedenken öffentlich äußerte war ein Defätist und wurde entsprechend behandelt.
    Die Führung schuf ununterbrochen neue Armeen, mit immer noch weniger Kampfkraft; während die bestehenden zerbröselten. Militärs und Rüstungsfachleute welche einfach die Wahrheit sagten wurden ignoriert, Phantasten und Träumer, welche dem Regime nach dem Mund redeten waren en vogue. Je näher die Frontlinien der Heimat kamen, desto mehr wurde vom 'Endsieg' geschwafelt.
    Je aussichtsloser die Lage, desto mehr 'totaler' Krieg.
    Projekte für Eisenbahnlinien im längst verlorenen Osten, welche den Slawen leuchtende Augen bescheren sollten, wurden noch vorangetrieben als die Granaten schon in Berlin einschlugen.
    Jugendliche (eigentlich noch Kinder) und Greise wurden ohne Ausbildung in den sicheren Tod geschickt – für ein paar vegetarische Tage mehr im Führerbunker.

    Um den erschütternden Zustand zu zeigen:
    Armee = Hilfsmechanismus
    Kampfkraft = wirtschaftliche Wirkung
    Militärs und Rüstungsfachleute = Volkswirte
    Frontlinie = Rezession

    Auch diese Bankenunion ist so ein Projekt um noch ein paar Tage zu gewinnen; in einem verlorenen Krieg! Man will die letzten Reserven der Menschen stehlen.
    In Zypern werden gerade die Pensionsfonds zur Kasse gebeten - wieder einmal! Ich habe aufgehört zu zählen wie oft dieser Notgroschen der einfachen Leute inzwischen vom Leviathan verschluckt wurde. Die wohlerworbenen Rechte der Beamten und staatsnahen Menschen wollen befriedigt werden, Hier und Heute zählt, egal was Morgen kommt!

    • Der Zweifler
      19. Dezember 2012 19:13

      dssm
      Ihre Analogie ist erschreckend jedoch treffend, es fehlen nur noch die vielen Toten, teilweise sind sie schon psychisch da, hoffentlich werden sie nicht so bald physisch Wirklichkeit!

  5. RR Prof. Reinhard Horner
    19. Dezember 2012 16:15

    reinhard.horner@chello.at

    Weil das Thema ungemein wichtig ist:

    Vor wem sollen sich die Sparer (mehr) fürchten?

    Was will dieser vorgebliche „Liberalismus“ durch seine „größenwahnsinnigen Initiatoren“ mit gestrigen Rezepten in der fortgesetzten Gegenabhängigkeit zu dem in herzlicher Feindschaft verbundenen „Sozialismus“ erreichen?

    1. Die Abschaffung der Demokratie.
    2. Die Minimierung des Staates.
    3. Den Kollaps von EURO und EU.
    4. Die Installierung einer Plutoprolokratie.
    5. Die Entrechtung der „Unvermögenden“ und der „Ungebildeten“.
    6. Einen Umsturz ohne Verpflichtung auf Gewaltfreiheit.
    7. Eine Verschärfung der Bürgerkriegsrhetorik.

    Dazu wird von diesen „selbsternannten Problemlösern“, von diesen „ernst zu nehmenden Experten“, die alles und alles besser wissen, eine gehörige Portion Desinformation eingesetzt. Mit wohlfeilen Schuldzuweisungen, die die Tatsachen verzerren oder umkehren, mit aggressiven Feindbeschimpfungen und gezielter Angstmache.

    Den „planwirtschaftlichen“ Demolierern, die es wahrlich nicht zu knapp gibt, arbeitet solcher „Liberalismus“ in seiner Gegenabhängigkeit zum unterklassigen „Sozialismus“ hurtig in die Hände.

    Der Übertölpelung der realwirtschaftlichen Wertschöpfung durch eine wilde finanzielle Profitschöpfung, die nur auf Geldverschiebungen gerichtet ist, wird absichtsvoll Vorschub geleistet und nachhaltiges qualitatives Wachstum be- oder gar verhindert.

    Dass die zaghaften Versuche, der Finanzwirtschaft die erforderlichen Toleranzregeln mit entsprechenden Kontrollen zu verschaffen, mit vernünftigen Verbesserungen voranschreiten, wird schlechthin bekämpft. Dabei wäre es doch für die Sparer – wie auch für die realwirtschaftlichen Kreditnehmer – überaus wichtig, ihr Geschäft aus den Risken des bloß finanziellen „Investmentbankings“ zu lösen, aus dem Würgegriff der finanzindustriellen Profitschöpfung (statt der realen Wertschöpfung) zu befreien. Und die öffentlichen Haushaltsführungen von den Verführungen wertschöpfungsleerer und risikoreicher finanzindustrieller Spekulationen fernzuhalten.

    Betreibe und vertrau auf die Leistung! Oder: „Glaub an´s Glück!“

    • dssm
      19. Dezember 2012 19:33

      Eine Frage:
      Was ist Plutoprolokratie?

      Ansonsten stimme ich Ihren 7 Punkten im wesentlichen zu!
      Auch wenn ich Punkt 7 für sinnlos halte. Auch auf diesem Forum wird oft kryptisch von 'Ändern', 'nicht gefallen lassen' usw usf geredet, das bringt aber nichts. Heißt es doch: Man soll Menschen an ihren Taten, nicht ihren Worten, beurteilen.

      Bei Punkt 1 möchte ich ergänzen: DIESER Demokratie. Ich bleibe überzeugter Demokrat!

      Bei Punkt 2 könnte man hinzufügen: gemäß dem Subsidiaritätsprinzip.

      Bei Punkt 3 fehlt das Wort 'leider'. Ich bin nun einmal überzeugter Europäer, daran hat die aktuelle Krise nichts geändert! Auch die Idee einer gemeinsamen Währung gefällt mir, trotz der aktuellen Entwicklung.

      Zu Punkt 5: Niemand wird dumm geboren, dumm ist wer nichts lernt!

      Zu Punkt 6: Die momentan herrschenden Eliten können ihr Programm nur mit Waffengewalt durchsetzen, oder glauben Sie ernsthaft, jemand der in der freien Wirtschaft arbeitet würde diese utopischen Steuern zahlen – bei dieser Verwendung? Wie heißt es so schön in der Bibel: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      22. Dezember 2012 02:35

      reinhard.horner@chello.at

      Sg. dssm!

      Pluoprolokratie? Herr Ing. Tögel hat in seiner Werbung für das Buch von Christian Ortner den Ausdruck "Prolokratie" für die Herrschaft von Demokraten propagiert. Zur Abwertung eines politischen Systems, in dem ungebildete, unvermögende Leute etwas zu sagen haben.

      Weil ich wiederholt feststellen musste, wie von diesen vorgeblich "Liberalen" sowohl plutokratisch als auch reichlich primitiv argumentiert wird, habe ich als Bezeichnung für diese Haltung die Wortverbindung Plutoprolokratie gewählt.

      MfG

  6. S.B.
    19. Dezember 2012 00:33

    Heißt das im Klartext, daß jetzt auch kleinere, notleidende Kreditinstitute über ein Jahr Zeit haben, sich zu großen, systemrelevanten Banken zusammenzuschließen, um an eine günstige Rekapitalisierungsmöglichkeit durch den ESM heranzukommen?

    Jedenfalls liegt da eindeutig die Entscheidung bei den Politikern, die kleinen Sparer zu enteignen und die großen Finanzjongleure mit deren Geld am Leben zu erhalten. Damit entfällt in Zukunft das Feindbild der "pösen Banker" und die Verantwortung für Mißwirtschaft bzw. Finanzdesaster liegt eindeutig bei unseren Volksver(zer-)tretern.
    Niemals vergessen!






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