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Die Spekulation mit der Spekulation drucken

Eines der vielen Konstruktionsprobleme der Europäischen Union zeigt sich derzeit dramatisch an Hand eines österreichischen Beispiels: Die Mitgliedsstaaten sind zunehmend durch Sanktionen bedroht, wenn sie ihre gesamtstaatlichen Defizite nicht in den Griff bekommen, also einschließlich jener der Regionen, Provinzen und Gemeinden. In föderalistisch strukturierten EU-Staaten haben die Zentralregierungen aber meist gar keine Möglichkeit, die Defizite dieser anderen Körperschaften verbindlich zu limitieren, obwohl sie gegenüber der EU für diese haften. Das zeigt sich derzeit ganz stark an Hand des österreichischen Bundeslandes Salzburg. Die Republik Österreich hat bei ihren Bundesländern nicht nur keinen Durchgriff. Sie haben aber auch keinen Durchblick; noch weniger haben das die Steuerzahler. Das ist der zweite Skandal. Die Tatsache von „Spekulationen“ an sich ist es hingegen nicht. Die sind in Wahrheit in hohem Ausmaß unvermeidlich. Mit einer nachträglichen Ergänzung.

Die Ahnungs- und Hilflosigkeit von Bund und Bürgern gegenüber dem Treiben der Bundesländer hat sich vor drei Jahren auch schon in Kärnten dramatisch gezeigt. Damals war die Republik über Nacht mit der Tatsache konfrontiert, dass die dortige Landesverwaltung heimlich gewaltige Milliardenhaftungen für eine Bank eingegangen war. Deren Umfang wurde erst nach der Pleite der Bank und dann erst etappenweise bekannt.

Zuerst glaubte der damalige Finanzminister der Republik noch, es ginge „nur" um sechs Milliarden. Und er war schon über diese Dimension schockiert, hat doch Kärnten alljährlich ein Gesamtbudget von nur zwei Milliarden. Erst einige Wochen später wurde klar, dass die Haftungen über 18 Milliarden ausmachen. Was die Republik zwang, selbst die Bank zu übernehmen. Zumindest glaubte sie das.

Ist der Konkurs eines Bundeslandes des Teufels?

Andernfalls hätte sie – erstmals in der Geschichte – den Konkurs eines Bundeslandes und der Bank hinnehmen müssen. Mit allen Konsequenzen: Der Bankencrash hätte vor allem auf dem Balkan für eine Erdbeben gesorgt. Und in Kärnten hätten weder Lehrer noch Krankenschwester noch Straßendienst-Arbeiter ihr Gehalt bekommen; die Gläubiger hätten das sämtliche aufgreifbare Landesvermögen pfänden können. Dennoch wäre es vermutlich schlauer und für viele andere jedenfalls abschreckend gewesen, wenn der Bund die Bank und das Land nicht gerettet hätte, sondern direkt die Zahlungen für Krankenschwestern & Co übernommen hätte.

Noch viel schlimmer aber ist, dass daraus bis heute keine Lehren gezogen worden sind – höchstens unzureichende: Politik und Medien machten nämlich nur die Rettung oder Nicht-Rettung von Finanzinstituten zum Thema. Aber nicht die politische Verantwortung der Bundesländer.

Zwar hat schon vor dem Kärntner Crash die EU lobenswerterweise eine Notbremse gezogen: Politische Körperschaften dürfen seit einigen Jahren keine Haftungen mehr für Banken eingehen. Das Motiv der EU war freilich weniger die Stabilität dieser Körperschaften, sondern die Wettbewerbsverzerrung zwischen den Banken durch solche Haftungen.

Die restliche Misswirtschaft der Bundesländer ging jedenfalls ungehindert weiter. Das hat sich jetzt in Salzburg gezeigt: Da hat es Hunderte Derivatgeschäfte mit einer vorerst unbekannten Risiko-Dimension gegeben. Da sind über Nacht 340 Millionen Euro Verluste eingestanden worden. Da weiß niemand genau, wo 1,8 Milliarden geblieben sind, die man sich über den Bund ausgeborgt hat.

Was ist eigentlich unanständig?

Und es fehlt auch jetzt noch die notwendige Bereitschaft, ja Fähigkeit, den dringenden Handlungsbedarf zu erkennen. Lieber denkt man weiter parteipolitisch. Das zeigte sich etwa, als der österreichische Bundeskanzler der Finanzministerin der von ihm geführten Regierung „unanständiges Verhalten“ vorwarf, weil sie eine Troika nach Salzburg zur Untersuchung der dortigen Missstände entsendet. Offenbar sind in der österreichischen Realverfassung die Bundesländer sakrosankt – oder zumindest jeweils die von eigenen Parteifreunden geführten. Diese giftige Reaktion des Bundeskanzlers zeigt jedenfalls, wie schwer die Erschütterung der bisher zu den europäischen Vorzeigeländern zählenden Alpenrepublik durch die ständigen Bundesländer-Skandale ist.

Zugleich macht sich Österreich auch noch mit der Forderung nach einem „Spekulationsverbot“ lächerlich. Diese Forderung wurde aber nicht nur von Werner Faymann, sondern auch von vielen anderen Politikern und praktisch allen Zeitungskommentatoren erhoben. Ja, es gibt sogar Wirtschaftsprofessoren, die ein solches Spekulationsverbot verlangen.

Nur ist es dennoch populistischer Unsinn. Denn keine Regierung – ob Bund oder Land, ob EU oder Gemeinde – kommt bei ihrem Agieren mit Geld ohne Spekulationen aus. Notwendigerweise. Das trifft auch ganz konkret die Geschäfte der Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA.

Die Spekulationen – auch – des Bundes

Diese ÖBFA muss etwa ständig entscheiden, zu welchem Zeitpunkt welche Anleihe auf den Markt gebracht wird. Nimmt man das Geld nur kurzfristig – beispielsweise über drei Monate – auf oder langfristig, beispielsweise über 30 Jahre? Geht man jetzt auf den Markt? Wäre ein anderer Zeitpunkt günstiger? Werden sich bis dahin die Marktbedingungen verbessern oder verschlechtern?

All diese Entscheidungen sind in hohem Ausmaß spekulativ, zumindest solange Politiker und ihre Beamten nicht die Gabe des Hellsehens haben. Und dennoch ist es unvermeidlich, ständig solche Entscheidungen zu treffen. Sie sind nichts anderes als eine ebenso gewaltige wie notwendige Spekulation, was am Ende für den Steuerzahler teurer respektive billiger kommt.

Noch teurer kann die Spekulation der öffentlichen Hand kommen, in welcher Währung sie denn den Kredit aufnimmt. Während die Normalbürger heftig kritisiert werden, wenn sie Frankenkredite aufnehmen, macht das die öffentliche Hand regelmäßig. So hat sie zuletzt sogar eine Anleihe in chinesischem Geld aufgenommen – und war auch noch mächtig stolz darauf. Vorteile wie Nachteile sind vielen Kreditnehmern bekannt: Ein Frankenkredit ist niedriger verzinst, man geht aber das Risiko ein, dass die Schweiz ihr Geld aufwerten muss (weil zu viele aus dem Euro in ihr Land flüchten) und dass man dann einen viel höheren Betrag in Euro zahlen muss.

Genauso muss der Staat spekulieren, wo er das Geld der Steuerzahler am besten zwischenverwahrt, bis etwa eine größere Zahlung (beispielsweise für die Rückzahlung einer alten Anleihe oder auch nur für das Weihnachtsgeld der Beamten) fällig ist. Denn eines ist derzeit gewiss: Wenn der Staat das Geld auf ein Sparbuch legt, ist es angesichts der gegenwärtigen Nullzinssätze jedenfalls am Schluss deutlich weniger wert. Womit die Politik selbst für die gegenwärtige politisch auf europäischer Ebene erwünschte Niedrigzinspolitik einen Teil der Strafe zahlt.

Dabei geht es angesichts der Beträge, die durch die Politikerhände laufen, immer um viele Millionen, die es zu gewinnen oder verlieren gibt. Selbst die Entscheidung, ob das Geld auf ein variables oder auf ein über einen Zeitraum fix verzinstes Sparbuch gelegt wird, ist spekulativ. Denn die Marktzinsen können sich ändern. Oder auch nicht.

Geradezu naiv ist der häufig gehörte Einwand, die öffentliche Hand brauche Gelder überhaupt nicht anzulegen, zu „horten“, da sie ohnedies verschuldet sei. Kein Mensch kann jedoch die Entwicklung der Steuerzahlungen vorhersehen. Diese differieren binnen weniger Monate je nach Konjunkturentwicklung oft um Milliarden gegenüber den Schätzungen. Und wenn der Staat immer erst am Monatsende schauen sollte, ob er genug Geld zur Bezahlung von Beamten und Pensionisten hat, dann muss er oft kurzfristige und besonders teure Zwischenfinanzierungen vornehmen.

Heißt das nun etwa, in Salzburg wäre alles ohnedies ordentlich gelaufen und die Verluste einfach nur Pech, die sich im großen Zeitrahmen meist mit Gewinnen ausgleichen würden?

Die Intransparenz ist der wahre Skandal

Ganz und gar nicht. Der wahre Skandal in Salzburg ist aber nicht die Spekulation an sich, sondern die völlig fehlende Transparenz.

  • Was hat ein Landesfinanzreferent den ganzen Tag getan, wenn er erst wochen- oder monatelang nachprüfen muss (diese Absicht hat er jedenfalls erklärt), ob und wo Hunderte Millionen verloren gegangen sind?
  • Was ist das für eine Verwaltung, die sich 1,8 Milliarden bei der Bundesfinanzierungsagentur ausleiht, und die nicht auf Knopfdruck feststellen kann, wo das Geld eigentlich geblieben ist?
  • Was ist das für ein Bundesland, das erst von den Banken erfährt, wenn Hunderte Derivat-Verträge abgeschlossen worden sind?
  • Kann wirklich eine einzige Person über ein so gewaltiges Pouvoir verfügen?
  • Was sitzen im Bundes- und Landesrechnungshof für Wappler, dass sie einen so gewaltigen Missbrauch nicht merken, während sich die gleichen Prüfer jahrelang mit Vorliebe in oft völlig unbedeutende Details vertiefen?

Das alles ist unerträgliche Unfähigkeit und Intransparenz zur Potenz.

Viele Derivate sind sehr sinnvoll

Dahinter steckt aber noch etwas Schlimmeres.

Vorerst eine Zwischenbemerkung zur Erläuterung: Natürlich gibt es Spekulationen mit sehr unterschiedlichem Risiko. Bei einem Sparbuch ist dieses nach oben und unten halbwegs begrenzt (außer die betreffende Bank macht Pleite!). Viel riskanter können hingegen so mache Derivate sein. Nur habe ich bisher keine wirklich brauchbare Definition gelesen, wann ein solches Derivatgeschäft „gut“ und wann es eindeutig „böse“ ist.

Jedenfalls wäre ein absolutes Verbot absolut unsinnig. Oder will man einer Fluglinie verbieten, sich gegen das Steigen der Treibstoffpreise etwa in der Urlaubssaison durch Derivate abzusichern, obwohl sie schon Monate vorher viele Tickets verkauft hat, wobei die Kalkulation von einem bestimmten Preis ausgegangen ist? Wenn jedoch, wie jüngst, die Treibstoffpreise sinken, dann erweist sich dieses Absicherungsgeschäft im Nachhinein als verlorener Aufwand.

Zugleich gibt es aber auch Derivatverträge ohne jeden Absicherungscharakter. Solche Verträge bringen oft sehr gute Erträge, können aber auch furchtbar schief gehen. Beispiel: Wenn man darauf wettet, dass eine Schiffsladung gut und heil ankommt, dann kann man damit gut verdienen (nämlich an den von der Gegenseite, dem Reeder, gezahlten Absicherungsprämien). Man kann aber am Ende auch furchtbar draufzahlen, wenn etwa das Schiff in die Hände somalischer Piraten gerät.

Die Geschäfte werden immer risikoreicher

Das Schlimme ist nun: Die öffentliche Hand hat in ihrer Geldnot – zum Teil auch von Rechnungshof & Co dazu angeleitet! – in den letzten Jahren immer stärker zu solchen riskanten Geschäften gegriffen. Diese sind zugleich in der finanziellen Konstruktion immer komplizierter und schwerer durchschaubar geworden (die Schiffsversicherung via Derivat war nur ein relativ simples Beispiel).

Diese Konstruktionen haben meist den Vorteil, dass vorerst Erträge fließen, während das Risiko erst am Ende schlagend wird oder auch nicht. Das ist nun für Politiker ebenso verlockend, wie es für den Steuerzahler riskant ist. Ein Politiker kann solcherart kurzfristig seine Performance optisch verbessern. Und er kann bis zum letzten Tag hoffen, dass alles gut geht. Oder er kann zumindest das Risiko verdrängen.

Der Entscheidungshorizont eines Politikers ist aber meist viel kurzfristiger. Der reicht meist nur bis zum nächsten Budget oder den nächsten Wahlen. In dieser Perspektive kann er die Bürger mit neuen attraktiven Wohltaten versorgen wie etwa mit billigen Wohnbaukrediten oder sozialen Diensten, für die er am Wahltag eine Bonus erhofft. Solche Risikogeschäfte erhöhen zum Unterschied von normalen Kreditaufnahmen nicht einmal die offiziell ausgewiesene Staatsverschuldung.

Vorerst. Denn die Sintflut droht erst später. Sie kann aber auch ausbleiben, und die Wähler haben gar nichts von der drohenden Gefahr gewusst.

Genau aus diesem Grund wäre ja Transparenz bei allen Finanztransaktionen so wichtig. Und genau aus diesem Grund tun Politiker alles, um jede Transparenz zu vermeiden – wobei sie so weit gehen, dass sie sogar ihre Herstellung als „unanständig“ bezeichnen.

Nachträgliche Ergänzung: Drastischer hätte man die Ahnungslosigkeit der Politik über das Risiko einer Spekulation gar nicht beweisen können, als Sozialminister Hundstorfer in einem nach dem Tagebucheintrag erschienenen Interview: "Ob ich einen Kredit in Dollar, in Euro oder in Franken nehme, ist nicht Spekulation." Und das Wochen nach der Salzburger Katastrophe! Dieser Mann soll in der Regierung die Veranlagungsrichtlinien ausarbeiten! Oder werden jetzt alle, die bei Fremdwährungskrediten viel Geld verloren haben, vom Sozialminister finanziell entschädigt? Aber vielleicht ist es ja schon "unanständig", einen Minister auf seine totale Ahnungslosigkeit hinzuweisen…

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorcaruso
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2012 07:15

    Etwas offtopic:

    Gestern in der Presse Chat/Interview mit "ORF-Moderator und erfolgreichem Twitterer (weil mehr als 67.000 ""Followern"")" Herrn Dr. Armin Wolf.

    Die folgenden 2 Fragen/Antworten möchte ich herausgreifen:

    Frage 1: Pflichten sie Herrn Stronach bei, dass die Medien ihm gegenüber negativ gestimmt sind?
    Dr.Wolf: Nein. Lesen Sie gelegentlich die Kronenzeitung oder "Österreich"?

    Frage 2:Warum wird in der Orf Berichterstattung bewusst nicht über die Problematik mit Ausländern (Verbrechen etc.) oder die politische Radikalisierung des Islam, die auch bei uns fortschreitet, berichtet?
    Dr.Wolf:Muss ehrlich sagen, ich finde den Grundton ihrer Frage ziemlich pejorativ.

    Bezugnehmend auf diese beiden Antworten habe ich es mir unter dem Titel "Pseudointellektueller Narziss" erlaubt, ein paar zugegebenermaßen unschmeichelhafte aber meines Erachtens zutreffende Adjektive wie oberlehrerhaft, untergriffig, halbdimensional und entlarvend im Kommentarbereich zu hinterlassen.

    Der Eintrag wurde kurz nach dem Erscheinen kommentarlos gelöscht. Ich hab zwar eine Mail an DiePresse.com geschickt, um zu ergründen, an welcher Stelle ich gegen Netiquette oder Forumsregeln verstoßen hätte, aber ich erwarte mir nicht wirklich eine Antwort.

    Willkommen Meinungsfreiheit 2012.

    Hier der Link zum Chat-Protokoll:
    http://tinyurl.com/cdwcqx4

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2012 10:48

    Unsere Politiker können heilfroh sein, daß unsere Währung nicht mehr der Schilling ist; da würden nämlich die verzockten Millionen Euro an Steuergeld noch viel dramatischer aussehen:

    In Salzburg:.................. 340,000.000 € = 4.678,502.000 S!.....................

    In Linz:..........................400,000.000 € = 5.504,120.000 S!.....................

    Das Gefühl für die Dimensionen ist unseren Politikerinnen (PC-konform gegendert, weil ich in diesem Zusammenhang an Claudia Schmidt und ihre ehemalige Arbeitsstätte denken muß!) verloren gegangen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2012 01:51

    Ein Grundübel solcher Skandale ist in erster Linie, daß hier oftmals unbedarfte Politiker mit Milliarden jonglieren dürfen, obwohl sie über keinerlei Ausbildung auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft verfügen. Dazu kommt noch, daß sie sich "Experten" bzw. Berater halten, die nach parteitaktischen Gesichtspunkten ausgewählt werden und nicht nach ihrer tatsächlichen Qualifikation.
    Fertig ist der fatale Mix, auf den die echten "Finanzhaie" nur warten.
    Genau da ist der Hebel anzusetzen, indem jede Landesregierung gezwungen wird, unabhängige, bestens ausgebildete Finanzfachleute zu beschäftigen, die mit vorgegebenen, strikten Rahmenbedingungen sowie dem richtigen Augenmaß die notwendigen Geldgeschäfte besorgen und auch einem entsprechenden Kontrollorgan auf Bundesebene unterliegen.

    Bei sämtlichen 5 oben aufgezählten Punkten unter: "Die Intransparent ist der wahre Skandal" wird von den Verantwortlichen gelogen und vertuscht, daß sich die Balken biegen. Alle Beteiligten bedienen sich nach dem eingetretenen Schaden des Prinzips = mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.
    Wenn man aus Fehlern lernt, müssen sofort "anständige" (Transparenz-)Gesetze her, die eine derart "unanständige" Verteidigung von vornherein ausschließen.
    Erst dann wird man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiteren Finanzmißbrauch ausschließen können, denn absolute Sicherheit gibt es bekanntlich nicht!

    P.S.: Derivate zur Absicherung konkreter Handelsgeschäfte sind gut und wichtig, aber solche auf Basis hochriskanter Wetten - noch dazu mit öffentlichen Geldern (wie in Salzburg offensichtlich getätigt) - gehören keinesfalls zum Alltagshandwerk unserer Politiker und sind ihnen daher sofort strikte zu untersagen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAGLT
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2012 14:08

    Bin gespannt, ob jetzt Salzburg und die Salzburger auch so gebasht werden, wie dies seit Jahren mit Kärnten und seinen Bewohnern passiert. ... Natürlich nicht, ist ja dort nicht der blau/orange Teufel am Ruder :-(

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  1. Ulrich Rapp (kein Partner)
    20. Dezember 2012 21:10

    Mein Vorschlag an unsere Politiker: Da man darüber streiten kann und streitet, was eigentlich unter den Begriff Spekulation fällt und was nicht, sollten - meinetwegen per Verfassung - nur Verlustspekulationen verboten werden. Es wird unseren Politikern ( und gewiss auch der Mehrheit der Fernsehteilnehmer) doch sicher einleuchten, dass Spekulationen mit Gewinn fein sind. Also müsste ein Verbot entsprechend eingeschränkt werden. Da werden mir Burgstaller, Niessel und Co. sicher zustimmen. Vielleicht nicht die Herren Androsch und Gusenbauer, aber auf die kommt es ja nicht mehr an.

  2. Francois Villon (kein Partner)
    20. Dezember 2012 18:28

    Im Zuge der allgemeinen „Empörung“ über den Salzburger Finanzskandal berichteten die OÖN am 20. 12. – ganz klein und fast zum Übersehen – von den „Cross-border-leasing“- Geschäften öffentlicher Hände oder Firmen die de facto im Einflußbereich und Eigentum der öffentlichen Hand waren. Und in letzten Absatz – in schalmeienhafter Diktion – daß auch die Linz AG und Energie AG solche Geschäfte machten. Erste sei noch bis 2024 in so einem „Geschäft“ gebunden, bezüglich der Energie-AG blieb es im Dunklen, daß deren „Vertrag“ (nach US-Recht(!)) auf 99 Jahre abgeschlossen ist.

    Als die Lehman-Pleite den Wert der vom Verkaufserlös erworbenen „Wertpapiere“ etwas wertloser machte, mit übrigens der weiteren Besonderheit, daß diese „Wertpapiere“ bei der US-Versicherung AIG zu deponieren waren (die ebenfalls im Zuge der Lehman-Pleite bankrott zu gehen drohte und von der US-Bundesregierung aufgefangen werden mußte), hatte dieser Umstand offenbar zur Folge, daß die US-Investoren zumindest ein Teil der Beute wieder ausgelassen werden mußte. Die Energie-AG konnte zumindest das Leitungsnetz wieder zurückkaufen. Angeblich mit Gewinn, was glauben mag wer will.

    Das vorgebliche Motiv solche Cross-border-leasing-Geschäfte einzugehen war zweifach:
    1. man träumte von immer besseren Renditen der „Wert“-papiere als für die Berappung der Leasingraten nötig sein würden (eine Illusion, vor allem wenn man die völlig unkalkulierbare Laufzeit betrachtet),
    2. US-„Investoren“ bekamen für Auslands-„Investitionen“ erhebliche Steuergutschriften, die sich die beiden Vertragspartner teilten. (Natürlich auf Kosten der US-Steuerzahler; ein pseudo-legaler Betrug also.)

    Die USA haben dies aber wieder abgeschafft (nachdem die Einkaufstour weitgehend abgeschlossen war), und, so hieß es, die zu unrecht ergaunerten Steuergutschriften von den verleasten Firmen auch wieder zurückgefordert. Dieser Schmäh diente ja offenbar nur zum Anfüttern der zu scherenden Schafe.

    Der Begriff „Investor“ ist natürlich irreführend, wenn damit die Schaffung neuer Produktionsstätten – also Realkapital – verstanden wird. In Wahrheit handelt es sich um eine Änderung der Eigentumsverhältnisse, wobei bei diesen Deals die Essenz die ist: Österreich (aber das gilt für die ganze industrialisierte Welt außerhalb der USA) verklopft reale Werte und bekommt von den US-„Investoren“ legales Falschgeld – Dollar, fiat-money -, das die FED ja in unbegrenzter Menge zu fabrizieren berechtigt ist. Es ist wie im Märchen vom Hans im Glück: am Anfang hat er ein Pferd und am Schluß einen Stein, und der fällt ihm noch in den Brunnen.

    Die weitere Besonderheit dieser Sale&Lease-back Verträge nach US-Recht ist, daß hier nicht der Eigentümer für die Erhaltung und Erneuerung der gemieteten Objekte (E-Werke) zuständig ist, sondern der Mieter. Da bekanntlich Bauwerke über gewisse Abschreibe-Perioden langsam physisch oder auch technologisch obsolet werden, bei Industrieanlagen ist diese wirtschaftliche Lebensdauer deutlich kürzer (30 – 40 Jahre) als bei einem Eigenheim (80 – 100 Jahre), bedeutet das, daß innerhalb der Leasingdauer die Kraftwerke faktisch zwei mal von der Energie-AG neu gebaut (= generalsaniert, technisch neu ausgestattet) werden müssen.

    Ja das sind gute Geschäfte! – In OÖ hatte Luigi Moneto von der Raiffeisen Landesbank hier Pate gestanden (und - dicitur - mit 8% am Deal mitgeschnitten), der Landesvater Pepi Pühringer, als für die Finanzen des Landes zuständig, den ach so vorteilhaften Deal politisch sanktioniert und durchgezogen. Als Religionslehrer versteht er zwar davon sicher nichts, aber dafür wird im der Heilige Geist beigestanden haben, was die Inkompetenz in Finanzdingen sicher mehr als wett gemacht hat.

  3. cmh (kein Partner)
    20. Dezember 2012 14:50

    Eine der vertracktesten Fragen der Wissenschaftstheorie ist, ob den nun die Raben schwarz oder weiss wären. Vice versa umgekehrt stellt sich dieses Problem auch bei Schwänen.

    Der Hausverstand würde im allgemeinen annehmen, dass Raben schwarz sind und ein einzelner weißer Rabe nichts änderte. Es könnte aber auch sein, dass durch einen blöden Zufall bisher nur schwarze Raaen gesehen wurden, die weißen aber eigentlich die mehreren sind.

    Exakt ausgedrückt: Wird der Satz: "Alle Raben sind schwarz", durch einen weißen Raben falsifiziert?

    Selbstverständlich kenne ich die Lösung, so es denn hier eine gibt, nicht. Im wirklichen LEben ist das PRoblem zudem noch schwieriger, denn die Beobachtung der Daten ist das noch schwieriger und unübersichtlich. Man denke nur an die leidliche Klimadebatte, bei der sich ja laufend die Frage stellt, wie robust die Theorie der globalen ERwärmung gegenüber widersprechenden Fakten ist.

    Eine Lösung jegliche Theorie zu immunisieren und damit zu retten sind die sogenannten ad-hoc-Hypothesen, die ein unbequemes Faktum weginterpretieren, aber sonst keine weitere Funktion in der Theorie haben. Etwa wenn ein weißer Rabe gesehen wird, dann muss er in einen Farbtopf gefallen sein, oder noch beliebter : "Der Beobachte hatte Marillen auf den Augen."

    Angesichts dieser formalen Schwierigkeiten halte ich es mit Gorgias und seinem skeptischen Dreischritt:

    1. Es gibt nichts.
    2. Sollte es doch etwas geben, dann können wir das nicht erkennen.
    3. Sollten wir doch etwas erkennen können, dann sind wir nicht in der Lage darüber zu reden.

    Besonders das Bestehen des 3. Schrittes ist gerade in der Klimadebatte evident. Die Sicherheit, mit der man die Adepten der globalen Erwärmung durch einfaches Fragen zum Auszuck bringen kann, spricht Bände.

    Allerdings wäre es unvernünftig, jetzt an die Sinnhaftigkeit seiner durch eben diesen Dreischritt bekräftigten Skeptik zu glauben. Das wäre ja nicht skeptisch.

    Das mangelnde Hinterfragen von Sachverhalten, die von Fachleuten präsentiert werden, ist aber eine Eigenschaft gerade unserer Zeit, in der nicht umsonst die Religion des antropogenen Klimawandels und eine veritable Wirtschaftskrise entstanden durch den unreflektierten Kauf von Zockerpapieren zugleich die Nerven blank legen. Es handelt es sich also nur um scheinbares Vergleichen von Äpfeln mit Birnen, wenn der Klimawandel und die Wirtschaftskrise in einen Topf geworfen werden, sind doch beides eigentlich entgegen ihrem Namen Krisen durch fehlerhaftes Handeln von Menschen.

    • november (kein Partner)
      20. Dezember 2012 15:55

      Wie sage ich mit möglichst viel Worten möglichst wenig? Eine Einführung in die Kunst der Sophistik.

    • cmh (kein Partner)
      20. Dezember 2012 20:49

      Ich könnte es kürzer sagen auch, aber dann sind wieder alle beleidigt.

    • phaidros
      20. Dezember 2012 21:22

      Das Stellen von Fragen ist für die Naturwissenschaft extrem wichtig! Es ist die Essenz, die jedem Erkenntnisprozess zugruinde liegt. Es steht nicht nur am Anfang als Auslöser da, sondern sollte den gesamten Vorgang begleiten: kritisches Hinterfragen ist ausdrücklich erwünscht.

      Wer aber glaubt, er wäre fertig, weil er eine Frage gestellt hat, die er selbst für unbeantwortbar hält, greift zu kurz.

      Das Stellen von Fragen impliziert automatisch eine Art Verpflichtung, sich auch die Antwort anzuhören und ihr auf den Grund zu gehen (und sie nicht wegzuwischen, weil es einem missfällt, dass es auf die vermeintlich unbeantwortbare Frage nun doch eine Antwort zu geben scheint).

      Andernfalls ist klar, dass man gar keine Frage stellen wollte, sondern einfach nur versucht, ein Gedankengebäude einzureißen, das einem - aus welchem Grund auch immer - missfällt.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • cmh (kein Partner)
      21. Dezember 2012 10:17

      Wodurch habe ich das Erscheinen des Erdgeistes provoziert?

      Etwa dadurch dass ich wenig gesagt habe?

      Jedenfalls habe ich nicht vom Fragen, sondern vom ERkennen gesprochen. Man muss zuerst die Probleme erkennen und kann erst dann eine Frage stellen. Ist dann eine Antwort da, ist zu überlegen, was man mit dieser Antwort machen kann.

      Es ist aber so, dass nicht jede Antwort auf eine Frage, auch zur Lösung des PRoblemes verwendet werden kann.

      Dabei muss sich aber im Klaren sein, dass Endgültigkeit nie zu erreichen ist. Einer der Gründe dafür ist die Rückbezüglichkeit. Jede Antwort hat auch eine Umformulierung des Problems zur Folge.

      Der Vorwurf, der dabei den Naturwissenschaftern zu machen ist, liegt darin, dass sie vorgeben, einem objektiven und damit alternativenlosen Weltbild verpflichtet zu sein und damit nicht falsch liegen können. Die Lösungen, die von nichtnaturwissenschaftlichen Gedankengebäuden gegeben werden, werden von ihnen als nichtverbindlich und damit eigentlich überflüssig diffamiert. Wegen der postulierten Alternativlosigkeit ihres eigenen Ansatzes, wird dann als Sahnehäubchen noch Böswilligkeit und/oder Dummheit dem Gesprächspartner attestiert.

      Tatsächlich ist es doch so, dass den dritten Planeten eines unbedeutenden Sonnensystems am Rande einer ebenso unbedeutenden Galaxis zufälligerweise ein bläulichgrüner Schleim genannt Leben überzieht, der zu Selbstbewusstsein gelangt meint, er könne erkennen was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält und nebenbei auch noch was gut und böse ist.

      Meine persönlich Kritik an den Naturwissenschaftern ist die Verwendung des "nebenbei".

    • phaidros
      21. Dezember 2012 21:31

      »Jedenfalls habe ich nicht vom Fragen, sondern vom ERkennen gesprochen.«

      Aha. Dann muss ich Ihren Satz: »Das mangelnde Hinterfragen von Sachverhalten, die von Fachleuten präsentiert werden, ist aber eine Eigenschaft gerade unserer Zeit,« wohl falsch verstanden haben.

  4. socrates
    19. Dezember 2012 23:15

    O.T? Zum Klimageschäft und der Erderwärmung aus RT.com
    Russia is enduring its harshest winter in over 70 years, with temperatures plunging as low as -50 degrees Celsius. Dozens of people have already died, and almost 150 have been hospitalized.
    ­The country has not witnessed such a long cold spell since 1938, meteorologists said, with temperatures 10 to 15 degrees lower than the seasonal norm all over Russia.

    • phaidros
      20. Dezember 2012 07:40

      Lieber socrates, es ist verständlich,d ass so eine Meldung der Erwärmungsthese entgegenzustehen scheint, aber es ist nicht der Fall. Drei Dinge sind dazu sagen:

      ° »Erderwärmung« bedeutet nur, dass extreme Hitzeereignisse häufiger, extreme Kälteereignisse weniger häufig auftreten werden. Es heißt aber nicht, dass es kontinuierlich überall gleichmäßig wärmer wird, sodass Winter ausbleiben bzw. milder werden. Insbesondere heißt es also nicht, dass extreme Kälteereignisse ausbleiben werden, sie werden nur seltener (siehe dazu den schönen Text http://preview.tinyurl.com/OU-ClimatePrediction-Basics )

      ° Eine lokale Entwicklung lässt keinerlei Rückschlüsse auf die globale zu. Siehe dazu das 2'-Video http://www.berkeleyearth.org/movies . Wenn Sie sich dort auf Sibirien konzentrieren so sehen Sie, dass gegen Ende der 2'-Sequenz die Temperatur dort fällt. Global gesehen steigt sie aber trotzdem.

      ° Das von 'Skeptikern' viel zitierte Argument »und überhaupt: alles hängt nur von der Sonne ab« dürfte ironischerweise hier tatsächlich eine Rolle spielen: nach dem letzten Aktivitätsminimum blieb die Sonne (für uns unerklärlich) lange »zu ruhig«. Das, in Kombination mit einem immer höheren Ausstoß an Aerosolen in Asien dürfte nach unserem Verständnis den Erwärmungsprozess in den letzten Jahren regional maskiert haben (was aber leider keinen Grund für eine »Entwarnung« liefert) .

      BG phaidros.vie@gmail.com

  5. cmh (kein Partner)
    19. Dezember 2012 19:42

    Muß man eigentlich alles verstehen können? Nein sicher nicht. Doch die Regeln, an die sollte man sich halten.

  6. AGLT (kein Partner)
    19. Dezember 2012 14:08

    Bin gespannt, ob jetzt Salzburg und die Salzburger auch so gebasht werden, wie dies seit Jahren mit Kärnten und seinen Bewohnern passiert. ... Natürlich nicht, ist ja dort nicht der blau/orange Teufel am Ruder :-(

  7. Francois Villon (kein Partner)
    19. Dezember 2012 11:03

    In Deutschland betreibt der Bund der Steuerzahler (glaube ich) eine „Schuldenuhr“, auf der man den sekündlich fortschreitenden Verschuldungsstand ablesen kann.

    Außerdem gibt es dort (glaube ich) auch eine Rechung, wie sich der kurzfristige Liquiditätsvorteil durch Kreditaufnahme schon nach relativ kurzer Zeit nicht nur aufhebt, sondern ins Gegenteil wendet, weil die immer höher werdenden Zinszahlungen die so gewonnene „Liquidität“ auffressen.

    Das ist ja auch ohne solche Berechnungen für Otto-Normalverbraucher daran erkennbar, daß allein zur Bezahlung der Zinsen immer größere und neue Kredite aufgenommen werden müssen, was aber – siehe oben – keinerlei zusätzliche Liquidität mehr schafft.

    Da diese Tatsache feststeht, erhebt sich die Frage, warum die öffentliche Hand überhaupt Kredite aufnehmen sollte/darf. Da auch die Steuern regelmäßig und in erklecklicher Höhe fließen, sollte es bei ordentlicher Haushaltsführung gar keinen Bedarf für zusätzliche Liquidität geben, schon deshalb, weil – siehe oben – sie gar nicht mehr stattfindet!

    Dr. Unterberger schimpft zwar über dies Spekulation der Länder und Gebietskörperschaften, und möchte uns aber weismachen, daß sie „auf höherer Ebene“ – beim Bund – nötig, unvermeidlich und richtig sei.

    Das verstehe wer wolle. Als ob die Bundes-Finanzagentur eine Zauberformel für die Berechung des Wertes von zu Gold gesponnen Strohs hätte. Die stochern genauso im Nebel herum, wie die Frau Mag. XY.

    Was die Lobhudelei für die Finanzministerin betrifft, wird Unterberger vollends konfus: ist es doch gerade sie – nachdem sie erst kürzlich das Kapitol gerettet hatte – die all die mit ESM, Rettungsschirmen und Garantien verbundenen Haftungen und Direktzahlungen als „gutes Geschäft“ abgesegnet hat, ohne daß sie oder irgend jemand dieses Faß ohne Boden ausloten könnte.

    Ich habe den Eindruck, daß Unterberger, der zwar immer wieder die Analysen Romigs bringt, ein Problem mit sinnerfassendem Lesen hat, denn verstünde er nur die Hälfte von Romigs Darlegungen, könnte er kaum solchen Unsinn schreiben, wie hier.

    Indem er z. B. die „mangelnde Transparenz“ als das Hauptübel bezeichnet, scheint er einen wahren Grund anzusprechen, aber eben nur scheinbar, wenn die von ihm aufgezählten „Mängel“ zuträfen. Sie sind aber nur vorgeschoben.

    • Was hat ein Landesfinanzreferent den ganzen Tag getan, wenn er erst wochen- oder monatelang nachprüfen muss (diese Absicht hat er jedenfalls erklärt), ob und wo Hunderte Millionen verloren gegangen sind?

    Das ist doch eine offensichtliche Schutz- und Scheinbehauptung, denn es ist kaum zu glauben, daß einer, der an der Konstruktion und Einrichtung eben dieser Amtsstelle, deren einziger Zweck das Spekulieren war, den Ahnungslosen mimen kann.

    • Was ist das für eine Verwaltung, die sich 1,8 Milliarden bei der Bundesfinanzierungsagentur ausleiht, und die nicht auf Knopfdruck feststellen kann, wo das Geld eigentlich geblieben ist?

    Da diese Gelder ja für keinerlei Aufgaben einer Landesverwaltung verwendet wurden, sondern eben Wett-Einsätze waren/sind, liegen diese Gelder bei jenen Banken, mit denen diese Spielchen getrieben wurden. Solange das aber als „clever“ und „legitim“ und nach Unterberger auch „notwednig“ und „vernünftig“ gilt, sollte er nicht so tun, als glaubte er ans Christkind. Natürlich weiß man wer/wo/was hat.

    • Was ist das für ein Bundesland, das erst von den Banken erfährt, wenn Hunderte Derivat-Verträge abgeschlossen worden sind?

    Das ist nichts Spezifisches des Landes Salzburg, sonder entspringt der Haltung jener neoliberalen Dummköpfe, die glauben, daß man aus virtuellen Geschäften, Pyramidenspielen und Casino-Wetten reales Vermögen schaffen könnte. Wenn, wie vor Jahren einmal Dr. Schulmeister feststellte die „Investitionen“ in der „Finanzwirtschaft“ (ein Euphemismus für eine Kartell von sich gegenseitig die Bälle zuspielenden Gaunern) höhere Erträge bringen als jene in die Realwirtschaft (die einzig uns allein etwas schafft), dann darf man sich nicht wundern, daß jene die das Spiel gar nicht durchschauen, am Ende diese Märchen glauben.
    Außerdem ist es ebenso unglaubwürdig, daß hier keine Kenntnis über die Zahl und Art der „Geschäfte“ vorlag. – Einfach lächerlich!

    • Kann wirklich eine einzige Person über ein so gewaltiges Pouvoir verfügen?

    Nein, natürlich nicht. Das ganze System – inklusive dem Rechnungshof – hat, wie auch Unnterberger, geglaubt, daß man nun nach Art des Aschenputtels aus Stroh Gold spinnen könne.

    • Was sitzen im Bundes- und Landesrechnungshof für Wappler, dass sie einen so gewaltigen Missbrauch nicht merken, während sich die gleichen Prüfer jahrelang mit Vorliebe in oft völlig unbedeutende Details vertiefen?

    Das ist der einige Punkt mit dem Unterberger wenigstens teilweise recht hat. Nur, siehe vorige Bemerkung, wenn Spekulation grundsätzlich als „Methode der Wahl“ gar nicht in Frage gestellt wird, dann kann man von dorther auch keine Fundamental-Kritik erwarten.

    Nur am Rande: wie üblich im UTB ist es egal welchen Knochen der große Meister wirft, die hirn- und ahnungslosen G´schaftlhuber schwafeln fast immer am Thema vorbei. – Aber es ist so langweilig.

    • cmh (kein Partner)
      20. Dezember 2012 15:16

      So ist es einmal, der Meister wirft die Kochen und nicht sonst jemand. Wer dies dennoch tun will, muss einen eigenen Blog aufmachen.

      Man muss auch nicht alles glauben, was im Blog oder am Stammtisch gefaselt wird, aber ganz gleich wie dem sei, im Blog weiss man danach immer mehr und man ist in angenehmer Weise belehrt. Es genügt ja schon die Urteilskraft zu schärfen.

      Und die somit geschärfte Urteilskraft kann ja durchaus zu dem Ergebnis kommen, dass die Gebietskörperschaften ihre Mittel zwar nicht im Sparbüchel auf der Bank deponieren sollen, sondern eine günstige Veranlagung suchen müssen.

      Die Suche nach günstigen Veranlagungen geht aber immer nach einiger Zeit in die Gier des Zockens über, zumal wenn die Herrn im Nadelstreif und mit den genagelten Schuhen, diejenigen verlachen, die ihr Geld zu moderateren Zinsen veranlagt haben, als es eben diese Nadelstreifzockeranten sich erträumen.

      Das eine ist gut, das andere hingegen nicht.

  8. Neppomuck (kein Partner)
    19. Dezember 2012 09:50

    Wenn man so will, hat Frau Fekter auch spekuliert, mit Geld, das wir obendrein nicht hatten.
    "Der 'Rettungsschirm' ist ein gutes Geschäft.
    Was wir da alles an Zinsen lukrieren können."

    Dagegen sind die Salzburger, Kärntner (da ist die Schuldfrage - Land oder Spekulaten wie z.B. ein Til(l)o B.) niederösterreichischen, Wiener etc. Zockereien ein sog. Lärcherlwind.

    • november (kein Partner)
      19. Dezember 2012 09:57

      Der Schrim ist ein gutes Geschäft, weil er hilft die Eurozone zu retten, von der Österreich und Deutschland am meisten profitieren. Solche Gedankengänge überfordern aber unsere Fekterin. Ärgerlich. Stattdessen spekuliert man lieber welches Land als nächstes aus der Eurozone geworfen werden könnte und schimpft über die primitiven Südländer.

  9. Eso-Policier (kein Partner)
    19. Dezember 2012 00:52

    Die Konfessionslosigkeit und der Glaube an einen allmächtigen Gott müssen bekämpft werden. Es ist sinnvoll, die freireligiöse Bewegung (z. B. den Panentheismus) zu fördern. Zudem sollen der Kapitalismus und der Multikulturalismus niedergebrochen werden. Und die orthodoxe Wissenschaft soll durch Naturforschung ergänzt werden. Mehr dazu unter www.esopolice.wordpress.com

    • Xymmachos
      19. Dezember 2012 11:04

      Da fehlt ein n => es muß natürlich "Pannentheismus" heißen!

    • Eso-Policier (kein Partner)
      19. Dezember 2012 11:52

      @ Xymmachos
      Diese Bemerkung hätten Sie sich sparen können. Besuchen Sie mal meinen Blog. Dort finden Sie genauere Erklärungen für alles.

  10. Haider
    18. Dezember 2012 22:22

    Da nehmen Staat, Länder und Gemeinden ihre Bürger wie Weihnachtsgänse aus - und trotzdem bleiben sie in ihrer Gier unersättlich. Inkompetenz, Verschwendungssucht und maßloser Geltungsdrang läßt die Verantwortlichen jedes Maß und Ziel vergessen. Der Bürger wird bestenfalls als Stimmvieh und Zahler zur Kenntnis genommen, sonst hat er gefälligst zu kuschen.
    Einen Vorteil hat unser demokratisches System jedoch: Jetzt lizitieren sich unsere Koalitionsparteien von Rot und Schwarz in gegenseitigen Vorwürfen hoch. Dem geprellten Steuerzahler gehen ob soviel Wahnsinn die Augen über. Hoffentlich zeigt's endlich einmal in der Wahlzelle Wirkung! In den vergangenen Jahren hatte ich ja oft den Eindruck, nur mehr Lemminge würden zur Urne schreiten.

  11. Tullius Augustus
    18. Dezember 2012 20:53

    OT: Die deutsche Familienministerin Kristina Schröder (CDU) liest Märchen für ihr Kind nur politisch korrekt vor, funktioniert das überhaupt? Meint sie es ernst oder denkt sie schon an den Wahlkampf? -

    Schröder zensiert beim Lesen den "Negerkönig"

    Familienministerin Kristina Schröder will ihrem Kind nur politisch korrekt vorlesen. Diskriminierende Begriffe, die es etwa im Kinderbuchklassiker "Pippi Langstrumpf" gebe, ersetze sie selbstständig.


    http://www.welt.de/politik/deutschland/article112098115/Schroeder-zensiert-beim-Lesen-den-Negerkoenig.html

    • Haider
      18. Dezember 2012 22:46

      Oberstes Ziel dieser kurzsichtigen Politikerin (aber nicht nur dieser) ist die Zerstörung der eigenen Kultur. Unreflektiert (andere nennen es einfach dumm!) läuft sie einfältigen zeitgeistigen Strömungen nach, mit dem hoffentlich vergeblichen Ausblick einer Stimmenmaximierung. Sie setzt auf Wähleraustausch; vergißt aber völlig, daß ihre Klientel auf die Scharia und nicht auf demokratische Strukturen eingeschworen ist.
      Es leben die neuen Frauenrechte: Ehebruch heißt Steinigung. Klitoris in den Mistkübel. Sehschlitze im Ganzkörperschleier schützen vor Geilspechten.
      Gibt es eigentlich bei diesen Zurückgebliebenen noch einen Keuschheitsgürtel mit Pißloch? Und das alles im 21. Jahrhundert!!!

    • schlechter Geschmack (kein Partner)
      19. Dezember 2012 19:10

      Einen derartigen Keuschheitsgürtel mit Pißloch findet man den Bessermenschen zuweilen als Kopfbinde.

  12. socrates
    18. Dezember 2012 19:16

    Täglich gibt es etwas Neues von den Dieben bei der Deutschen Bank:

    Der Co-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, gerät wegen seines Anrufs bei dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) verstärkt in die Kritik. Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) wies am Montag Fitschens Beschwerde über eine Razzia in den Bankgebäuden und das Verhalten der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zurück: „Recht geht vor Macht. Und so wird es auch bleiben.“ Am vergangenen Mittwoch hatten 500 Beamte der Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume der Deutschen Bank, darunter auch die Doppeltürme in Frankfurt, durchsucht. Gegen 25 Mitarbeiter der Bank wird wegen Steuerbetrugs im Handel mit CO2-Emissionszertifikaten ermittelt. Darunter befinden sich Fitschen selbst und der Finanzvorstand Stefan Krause, weil sie eine falsche Steuererklärung für das Jahr 2009 unterschrieben hatten.
    Nach Angaben des Ministers Hahn informierte ihn Bouffier am Donnerstag „zeitnah“ telefonisch über den Anruf Fitschens. Der Anruf des Deutsche-Bank-Chefs „beim obersten Repräsentanten“ des Landes Hessen sei ein „ungewöhnlicher und einzigartiger Vorgang“. Nach Angaben des hessischen Regierungssprechers Michael Bußer (CDU) machte Bouffier unmissverständlich klar, dass er sich in staatsanwaltschaftliche Ermittlungen nicht einmischen könne. „Ich habe den Eindruck, dass es nicht die Landesregierung war, die das Telefonat öffentlich gemacht hat“, sagte Hahn.
    Ich kann mich noch erinnern wie hier Ackermann als Vorbild gepriesen wurde.
    Es wird Zeit die Pensionen und Gehälter unter 2000€ zu erhöhen!

  13. Anton Volpini
    18. Dezember 2012 18:32

    Und es werden noch viele mehr solcher Spekulationsskandale folgen.
    Denn sie sind systemimmanent!

    Dabei sind Fragen wie des Durchgriffsrechts von Bundeskontrollstellen nach den Landes- oder Gemeindefinanzen nur von nebensächlicher Bedeutung, tragen doch auch diese den Keim aller menschlichen Fehlleistungen, insbesondere solcher, die sich aus den Notwendigkeiten des demokratischen Wettbewerbs der Parteien ergeben, in sich.
    Wir müssen einfach erkennen, daß unsere heutigen Staatswesen verkehrt, weil auf den Kopf gestellt, funktionieren. Sie haben sich in den letzten Jahrzehnte durch falsch gelaufene demokratische Prozesse quasi umgestülpt, also von oben herab, uns Bürger aufoktroyierend. Täglich wird hier bei unterschiedlichsten Themen genau darüber geschrieben.
    Und so konnte es auch geschehen, daß sich über eine viel zu große, und in den letzten Jahren explodierende Geldmenge in unseren westlichen Volkswirtschaften, eine eigene Symbiose zwischen Politik und und Großfinanz gebildet hat, die nur mehr für sich selber da ist. Wir, die wir real arbeiten, sind zu Sklaven dieser Symbiose geworden.
    Daher sind auch Finanzkrisen immer der nach außen hin sichtbare Anfang eines wirtschaftlichen Niedergangs von Volkswirtschaften!

    Wir müssen radikal umdenken! Wir müssen wieder unsere gesellschaftlichen Entwicklungen von unten rauf bauen. Dr. Unterberger hat schon öfters die schweizer Vorzüge genannt, wonach der Hauptteil der Steueraufkommen in der Kompetenz der Gemeinden liegen soll. Dort kann der einzelne Bürger kontrollieren, weil er die tägliche Übersicht hat, und weil die handelnden politischen Akteure deswegen auch weniger abheben können. Und heben sie doch einmal ab, weil sie begnadete Schwindler sind, so sind sie vom Bürger relativ schnell wieder runtergeholt und der Schaden hält sich relativ in Grenzen.

  14. Brigitte Imb
    18. Dezember 2012 16:48

    Unglaublich, trotz horrender Verluste und dem Verbot nicht mit ausgeliehenem Geld der Bundesfinanzierungsagentur zu spekulieren, gab Brenner am 17.07.2012 neue Vollmachten für unbegrenztes Zocken aus.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1325390/Salzburg_Brenners-brisante-Vollmacht-vom-Juli?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/1321236/index.do&direct=1321236

    Und dieses Gesindl will der Beamtin die alleinige Schuld umhängen, unanständiger geht's wohl nimmer.

    Ich habe jegliche Achtung vor den Politikern verloren und behaupte, daß der überwiegende Teil notorische Lügner und Betrüger sind, die sich darauf verstehen über soziale Gerechtigkeit zu faseln um im gleichen Moment den Bürgern das Fell über die Ohren zu ziehen. Eing'sperrt g'hörn's.

    • Brigitte Imb
    • socrates
      18. Dezember 2012 17:55

      Brigitte Imb
      Ein guter Freund, HR mit Dienstrechtprüfung, wies darauf hin, daß jeder Akt von dieser Dame weitere 4 Unterschriften erfordert, um wirksam zu sein. Da könnte A.W. nachforschen und seine Intelligenz beweisen. Ansonst bin ich weiter der Meinung, er lügt schneller wie sein Schatten.

    • Brigitte Imb
      18. Dezember 2012 18:07

      socrates,

      wahrscheinlich sind damit 4 Gremien befaßt, nicht NUR die einzelne Unterschrift zählt.
      Natürlich könnte es ein Einzelfall sein, aber in unserem bürokratischen Staat schier unmöglich.
      Mein Mann war für die ÄK tätig, nicht einmal in seinem Resort war er befugt auch nur EIN Schreiben ohne Absegnung des jeweiligen Kurienobmanns und des Präsidenten höchst persönlich rauszugeben.

      Alle lügen wie gedruckt und "wir" fallen oft genug darauf herein.

  15. socrates
    18. Dezember 2012 16:42

    In den Hungerturm mit den Spekulanten, die Geld ausborgen und verzocken!
    Siber.de berichtet zu: Was ist eigentlich unanständig?
    München - Bereits im Herbst 2009 habe die britische Steuerbehörde HMRC führende Vertreter der Deutschen Bank in London darauf hingewiesen, dass große Teile des Emissionshandels "mit Betrugskriminalität behaftet seien". Das berichtet die "Süddeutschen Zeitung" unter Berufung auf Akten der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt.
    Als vor einem halben Jahr Jürgen Fitschen und Anshu Jain nach einem erbitterten Machtkampf die Führung des Vorstands von Josef Ackermann übernahmen, versprach das neue Duo einen Kulturwandel. Der Kunde sollte wieder stärker im Mittelpunkt des Geschäfts stehen, die Zeit der rücksichtslosen kurzfristigen Maximierung von Gewinn und Bonus der Vergangenheit angehören. Nun wird die Bank eingeholt von ihrer Vergangenheit. Am vergangenen Freitag ist die Bank vom Oberlandesgericht München nach einem etwa zehn Jahre währenden Rechtsstreit zur Zahlung von Schadenersatz an die Erben des Geschäftsmanns Leo Kirch verurteilt worden.
    Das Bankgeschäft lebt vom Vertrauen
    Am vorangegangenen Mittwoch durchsuchten rund fünfhundert Staatsanwälte, Steuerfahnder und Kriminalbeamte die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt sowie Geschäftsräume in anderen Städten. Mehrere Mitarbeiter wurden verhaftet; gegen zwei Vorstände, darunter Fitschen, wurden Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der schweren Umsatzsteuerhinterziehung eingeleitet. Die Bank ist in weitere Rechtsstreitigkeiten mit erheblichen finanziellen Risiken verstrickt.

  16. Cotopaxi
  17. Freak77
    18. Dezember 2012 15:18

    Thema BAWAG, wo auch viel Geld in der Karibik versenkt wurde. Wo ist das ganze Geld eigentlich hingeflossen? Weiß keiner:

    Die Angeklagten dürfen sich über die Freisprüche freuen und der geständige Weninger über die milde bedingte Strafe:

    Der Spekulant Wolfgang Flöttl, Ex-BAWAG-Generalsekretär Peter Nakowitz, die früheren Bankvorstände Hubert Kreuch, Josef Schwarzecker und Christian Büttner sowie der Wirtschaftsprüfer Robert Reiter erhielten Freisprüche.

    Lediglich Ex-BAWAG-Aufsichtsratspräsident Günter Weninger, der im ersten Prozess ein Teilgeständnis abgegeben hatte, wurde zu einem Monat bedingter Haft verurteilt.

    http://www.orf.at/stories/2156993/2156987/

    Ich meine gegen diese Beträge von der BAWAG wo es um Milliarden Euro ging nehmen sich manche andere Finanzskandale geradezu lächerlich aus.

    Dennoch: Hart bestraft wurde im BAWAG-Prozess niemand, wenn man von Elsner absieht.

    Es zahlt sich eben aus gut vernetzt zu sein und sich Spitzenanwälte leisten zu können!
    Und - fast hätte ich es vergessen: es zahlt sich auch aus, viel Insiderwissen wie es rund um die Politprominenz & Parteien so läuft - zu haben.

    • Freak77
      18. Dezember 2012 15:21

      Ergänzung: Es wird interessant zu beobachten sein wie der Boulevard: Krone, Österreich, Heute und das ORF-Fernsehen reagieren werden. Werden Sie die typischen Aufreger-Titel bringen oder ganz kleine Meldungen?

    • plusminus
      18. Dezember 2012 15:22

      Und vor allem zahlt es sich aus, den PC zu vernichten, so konnte W. Flöttl nichts mehr nachgewiesen werden.

      Einmal mehr zeigt sich, Recht ist nicht immer Gerechtigkeit.

    • Undine
      18. Dezember 2012 16:41

      @Freak77

      *********!

      ....speziell für den letzten Satz!
      Und sehr nützlich sind "außerpolitische Berater", wie sie sich die SPÖ mit Faymann an der Spitze zu halten pflegt!

  18. dssm
    18. Dezember 2012 14:44

    Da hätte ich eine ganz einfache Lösung.
    Weniger Geld dem Staat und der Staat darf keine Schulden machen.
    Dazu noch eine stabile Währung.

    Das ganze ist doch nur entstanden wegen der utopischen Staatsschulden auf der einen und dem wahnsinnigen Geldrucken auf der anderen Seite.
    Dies kombiniert mit viel zu hohen Steuern ergibt einen tödlichen Cocktail.

    Aber die Wähler haben dies jahrelang goutiert, also warum beschweren sich jetzt die Menschen? Man kann den Kuchen nicht essen und aufheben!

  19. Brigitte Imb
    18. Dezember 2012 14:22

    Anstatt zurückzutreten will Burgstaller das Finanzresort leiten, es soll schon wieder der Bock zum Gärtner gemacht werden. Naja, wahrscheinlich muß noch einiges vertuscht werden und das wird die Chefin am Besten können.

    http://salzburg.orf.at/news/stories/2563639/

    Desweiteren kalmieren die Politiker die Verluste des Wohnbaufonds, es wurde ja angeblich ohnehin nicht alles verspekuliert.

    Diese Politiker gehören allesamt abgesetzt und genauso wie Strasser an den Pranger (aber leider verhindert das die linke Medienwelt bei SPÖ Politikern).

    • Undine
      18. Dezember 2012 14:51

      @Die Dreistigkeit, mit der unsere SPÖ-Politiker agieren ist einfach unfaßbar. Das ist nur möglich, weil sie ein feinmaschiges Netzwerk im Hintergrund wissen..

    • dssm
      18. Dezember 2012 14:55

      Burgstaller ist so dumm. Die kann nichts dafür.
      Das sage ich auch laut und habe keine ernsthafte Klage zu fürchten!
      Man sollte einmal die Wähler einer solchen absoluten Null fragen, was sie sich dabei gedacht haben.

      Im Konkreten hofft sie wahrscheinlich ein paar unschöne Details mittels Weisung als Finanzchefin vom Tisch zu bekommen. Auch hier bereift sie einfach nicht, dass die Fakten nicht aus der Welt zu schaffen sind – ihr Name steht einfach zu oft auf den Verteilern; freilich, das muss nochmals betont werden, Burgstaller hatte keine Ahnung (mangels Bildung) was ihr da vorgelegt wurde.

      Sie hatte ja auch die WEB Akten, als die Bombe hochging, und hat ganz verdattert geschaut (damals noch in der AK).
      Sie hat ja auch die Festspielmalversionen nicht begriffen, obwohl genau sie dafür unterschrieben hat.
      Sie hat sogar noch die Frechheit besessen, auf Landeskosten, herumzuprozessieren, als ob es da etwas zu gewinnen gegeben hätte.
      Sie hat auch nicht begriffen, dass für Streitereien mit der Sozialversicherung, der Landeshauptmann eine gesetzlich vorgesehene Zwischeninstantz ist.
      Sie hat auch nicht begriffen, dass die guten Freunde beim ASKÖ nur Schindluder getrieben haben, sie hat es aber glänzend verstanden den armen Brenner als den Bösen darzustellen.

    • Brigitte Imb
      18. Dezember 2012 15:00

      Undine,

      es agieren die ÖVP Politiker wenig anders, man schaue nach NÖ, dort wurde ebenfalls mit dem Wohnbaufond Monopoli gespielt. Sobotka u. Pröll versuchen uns einzureden sie hätten Gewinne gemacht.

      Das Volk sollte alles menschenmögliche unternehmen, um dieser Bande die Finanzhoheit zu entziehen und pers. Haftungen für Politiker zu erlangen. In jedem normalen Betrieb läuft der Hase so, nur Politiker sind ausgenommen.

      WIR SIND DIE CHEFS, das kann man gar nicht oft genug betonen um es in die Köpfe der Menschen zu transportieren.

    • Brigitte Imb
      18. Dezember 2012 15:08

      @ dssm

      "Man sollte einmal die Wähler einer solchen absoluten Null fragen, was sie sich dabei gedacht haben."

      Gilt das nicht für sämtliche SPÖ Granden, bis hin zur AK u. Gewerkschaft?, aber allen voran steht doch der HBK, und diese 00 wurde ebenfalls gewählt.

    • M.S.
      19. Dezember 2012 13:11

      Burgstaller hat versprochen den Schaden wieder gutzumachen. Ja wie denn?
      Möchte sie diesen aus der eigenen Tasche begleichen, oder möchte sie noch einmal auf Teufel komm raus zocken, in der vagen Hoffnung diesmal einen Gewinn zu erzielen?

  20. Undine
    18. Dezember 2012 10:48

    Unsere Politiker können heilfroh sein, daß unsere Währung nicht mehr der Schilling ist; da würden nämlich die verzockten Millionen Euro an Steuergeld noch viel dramatischer aussehen:

    In Salzburg:.................. 340,000.000 € = 4.678,502.000 S!.....................

    In Linz:..........................400,000.000 € = 5.504,120.000 S!.....................

    Das Gefühl für die Dimensionen ist unseren Politikerinnen (PC-konform gegendert, weil ich in diesem Zusammenhang an Claudia Schmidt und ihre ehemalige Arbeitsstätte denken muß!) verloren gegangen.

  21. Wolfgang Bauer
    18. Dezember 2012 09:29

    Gestatten Sie mir eine Ergänzung: Und was ist das für ein 'Staatsschuldenausschuss', dessen Vorsitzender Felderer - ein durchaus vernünftiger Mann - schon vor Jahren betonen musste, dass er keinen wirklichen Überblick über die Staatsfinanzen hat. Der aber auch seither nicht monatlich eine Pressekonferenz gegeben hat, um auf diesen Missstand solange hinzuweisen, bis das Parlament ihn beseitigt?

    Skurrilität, aber eigentlich der nächste fällige Rücktritt: Das Interview mit dem bekannten Risikoexperten unserer Regierung, Minister Hundsdorfer in der Presse: "Hallo! In die Richtung wollen wir gehen."
    "Frankenkredite sind keine Spekulation". Hat das eventuell damit zu tun, dass er seinerzeit, als das Land Wien in diese Kredite massiv eingestiegen ist, Landtagspräsident war? Was ist von solchen parteipolitischen und intellektuellen Scheuklappenträgern noch alles zu erwarten?
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1324994/Hundstorfer_Ein-Kredit-in-Dollar-ist-keine-Spekulation ?

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1324994/Hundstorfer_Ein-Kredit-in-Dollar-ist-keine-Spekulation?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/1321236/index.do&direct=1321236

    • La Rochefoucauld
      18. Dezember 2012 14:06

      Eh alles wurscht. Das durch Boulevard-Zeitungen, ausreichend Schnitzel und Bier und Flatscreen-TV verdummte Volk wählt uns eh noch.

      Herr Bauer, san's ned lästig da mit ihrer Initiative.

  22. Josef Maierhofer
    18. Dezember 2012 08:59

    Noch was, Herr Dr. Unterberger

    Sie schreiben da in Ihrer Ausführung von der Problematik dieser Frau mit zu viel Verantwortung.

    Ist doch dort nicht so gewesen, dass sich die Misserfolge erst eingestellt haben, als man ihr ein paar 'Experten' (in der Regel Politvollkoffer) störend bis zerstörend beigefügt hat und sie an 'Expertenberater' gebunden hat ?

    So lauten auch all ihre Warnungen, vermutlich nicht, weil sie versagt hat, sondern weil diese 'Experten' alles versaut haben, was sie aufgebaut hatte.

    So hielt eben die Politik auch nicht den 4-Augen Vertrag ein und hat ihn geschützt und ist damit voll mitbeteiligt und meines Erachtens zu einem guten Teil am Desaster mitschuldig.

    Für mich ist es eben ein Skandal, dass der Finanzreferent 'nichts gewusst' hat. Entweder er wollte nichts wissen, oder er wurde nicht informiert von der Politik.

    Warum hat man die Frau, die Salzburg so viel gebracht hatte vorher oder bis dahin, nicht in Ruhe gelassen und vor den 'Experten' geschützt ? Für mich scheint es so, als ob gerade durch deren Beiziehung die Schäden erst entstanden wären.

    Zumindest diese Fragen stelle ich in den Raum.

  23. Josef Maierhofer
    18. Dezember 2012 08:33

    Ja, helfen kann uns da schon was sehr Wichtiges.

    Neben der angesprochenen Transparenz, die für Geschäfte mit öffentlichen Geldern nötig wäre, gäbe es da noch eine Reihe Grundverhaltensregeln.

    Einmal wären da sämtliche Firmen und Körperschaften relativ immun gegen all die Spekulationen, wie von vielen geschildert eben oft reine Betrugsmechanismen, um ans Geld anderer zu gelangen, wenn sie, ja wenn sie eigenverantwortlich und ohne Staat mit der Sorgfalt des ordentlichen Kaufmannes (mühsam ernährt sich das Eichhörnchen) arbeiten würden.

    Einmal wären da die Staaten und ihre Verwaltungen gut beraten, wenn sie keine Schulden machen würden und mit dem Steueraufkommen als Budget auskommen würden, sie wären nämlich immun gegen all die Spekulationen und nicht gezwungen 'mehr' Zinsen zu lukrieren, sprich, wie geschildert, mehr Risiko einzugehen.

    Einmal wären da unsere Banken mehr als gut beraten, lieber bescheiden, aber dafür mit der Sorgfalt des ordentlichen Kaufmannes zu arbeiten und damit gegen all das Spekulative immun zu sein. Reich wird man halt mit der Arbeit nicht, aber frei, sorgenfrei.

    Und das 'Wahlvieh', die österreichischen 'Rindviecher', wären gut beraten, in sich zu gehen und nicht zu verlangen, was sie nicht per Steuern erarbeitet haben. Man kann nur konsumieren, was man sich redlich verdient hat und wenn man den Gegenwert für die Arbeit verkauft hat. Auch das ist in der Realität bescheiden im Verhältnis zu den heutigen Ansprüchen, die suggeriert werden, aber nicht finanzierbar sind. Das Schielen nach dem Geld des anderen müsste ersetzt werden durch Eigenverantwortlichkeit und Eigenleistung.

    Darum gebe ich Dr. Unterberger unbedingt recht mit der Forderung nach Transparenz und Wahrheit in den öffentlichen Belangen. Wer also vom Staat was will, muss transparent sein, wer also im Staat arbeitet, muss transparent sein und was im Staat gearbeitet wird muss transparent sein und nachweisbar.

    Dass die Realität davon völlig abweicht, haben einige hier ja schon geschrieben.

    Aber halten wir das für gut ?

    Ich nicht, ich meine Puritanismus, Ehrlichkeit und Bescheidenheit ist gesünder als intransparente, oft auch korrupte, Völlerei auf Kredit.

    Produktive, ehrliche und effiziente Arbeit im Land kann uns helfen.

    Garniert mit Zielstrebigkeit, Fleiß, Ehrlichkeit, Mut zu Privilegienverzicht, Mut zu notwendigen Reformen, Gesetzen, etc. ergäbe das ein Erfolgsrezept, das ja von vielen praktiziert wird, aber leider nicht von der fettgefressenen Politik und Privilegienklientel, um wieder dort zu landen, wo ich immer lande zufolge der enormen Fehler und Lügen, Manipulationen und Täuschungen des 'Wahlviehs' durch die Politik.

    Jede Besserung würde bei mir Optimismus erzeugen können.

    • Politicus1
      18. Dezember 2012 09:00

      die rot-rotrote Wiener Stadtregierung liefert uns gerade wieder ein Beweisstück für etwas, das sich die Wiener Bevölkerung keinesfalls SO gefallen lassen sollte:
      Da wird eine Olympiade in Wien im Jahr 2028 (!) zur Abstimmung gebracht.
      Nicht ein Gramm von einem Hinweis auf eine Kostenrechnung!
      Falls es keinen Gewinn oder zumindest Kostenneutralität gibt (was ich bei der derzeitigen Stadtregierung und ihren "privaten" ausgegliederten Veranstaltungsfirmen ohnedies nur ausschließen kann), kein Wort darüber, wie das Defizit gedeckt werden soll!
      Die Möglichkeiten wären ja groß: Aufnahme von Fremdwährungskrediten, eine Zwangsolympiaanleihe, eine Sondersteuer für "die Reichen", ein Olympiaabgabe für Unternehmer, Erhöhung der Gebühr für "unser Wasser" ...
      Wie - außer mit nassen Festzen - kann man dem allseits Beleibten und seiner Griechin vermitteln, dass die Wienerinnen und Wiener nicht so blöd sind, wie man im Rothaus anscheinend glaubt?

    • Josef Maierhofer
      18. Dezember 2012 09:31

      @ Politicus1

      Ganz einfach, abwählen, Juracka wählen von bürgerlicher Seite, Strache wählen von sozialistischer Seite und eine neue Stadtregierung machen, die da nicht vorbelastet ist und frei agieren kann.

  24. Observer
    18. Dezember 2012 08:28

    Lieber Herr Dr. Unterberger: mit Steuergeldern sollte man nicht wirklich groß spekulieren. Das Betätigungsfeld ist wie auf einer Klaviertastatur, wo es auf einer extremen Seite fast null Risiko mit auch fast null Erträgen gibt. An der anderen äußersten Seite geht es Richtung Casino, wo enorme Gewinne, aber auch Totalverluste zu erwarten sind. Mit eigenem Geld kann man durchaus auf der gesamten Tastatur "spielen", mit Fremdmitteln ist es kriminell. Vielfach ist das Geld gar nicht vorhanden, sondern man verwendet Mittel, welche man an anderer Stelle "günstig" kreditiert bekommen hat. Daher werden meist alte Schulden durch neue Schulden getilgt und langfristig betrachtet wird der Schudenberg immer größer.

    Man sagte mir immer, ein Politiker (z.B. Minister) braucht kein Fachmann auf dem jeweiligen Posten zu sein (dafür hat er ja - hoffentlich unabhängige - Spezialisten im MInisterium), sondern ein Manager mit "gesundem Menschenverstand", welcher von seiner Partei in diesen Job gehoben wurde. Tatsache ist aber, dass bei jeder Neubesetzung nicht nur das Mobilar des Ministerbüros um viel Geld erneuert, sondern auch seine ganze personelle Umgebung "umgefärbt" wird. Aus meiner Sicht sind die meisten dieser Leute weder fähig noch willig, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Daher kann ich den sog. Expertenkabinetten einiges abgewinnen.

    Jede Handlung bzw. Entscheidung ist mit Risiko verbunden, ob ich nun die Straße überquere oder Geld, das vielfach noch gar nicht vorhanden ist, sinnvoll einsetze. In solchen Fällen sollte vorab immer eine Bewertung stattfinden und schon im Vorhinein mit den möglichen Szenarien "spekuliert" werden.

    • Politicus1
      18. Dezember 2012 08:34

      nur ein kleine Anmerkung zu Ihrem Wunsch nach Expertenkabinetten:
      Dann wäre ja möglicherweise die Salzburger Finanzreferentin eine ideale Finanzministerin?
      Da bin ich schon dafür, dass die politische Verantwortung - und eine solche ist eine Ressortleitung - in der Hand von Politikern bleibt. Um so mehr, als "politische Verantwortung" viel mehr ist, als nur frei von Straftaten zu agieren.

    • Observer
      18. Dezember 2012 13:46

      Politicus1:
      wer sagt, dass die Salzburger Finanzreferentin tatsächlich eine Fachfrau auf ihrem Gebiet ist? Ich nehme eher an, dass niemand in der Landesregierung die komplizierten Finanzkostrukte durchschaut hat und diese liebe Frau allen Bankangestellten (welche auch nicht alle diese Produkte, welche sie angeboten haben, verstanden) auf den Leim gegangen ist.
      Tatsächlich gibt es aber einige hochqualifizierte Leute, welche sich im Finanzbereich exzellent auskennen. Die Frage ist nur, ob sie dem Ruf für eine solche freie (und befristete) Position folgen würden?

  25. Politicus1
    18. Dezember 2012 07:37

    1) bin ich entsetzt, dass es jetzt erst eigener Gesetze bedarf, die Bund, Länder und Gemeinden zockerisches Spekulieren verbieten. Ich war bisher tatsächlich der naiven Meinung, dass öffentliche Gelder nur mündelsicher veranlagt werden dürfen.
    2) Wenn aber spekulativer Umgang mit Steuergeldern gestattet ist, dann kann mMn. die Forderung nach "Transparenz bei allen Finanztransaktionen" nicht greifen.
    Ein wichtiges Element bei solchen Geldspielereien ist ja, dass die anderen Spekulierer nicht wissen, auf welches Pferd man setzt.
    3) Dass öffentliche Gelder in Millionen, ja vielleicht sogar in Milliardenhöhe von nur einem oder maximal zwei Beamten hin und her geschoben werden können, ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Jede kleinste Ausgabe, jede Dienstreiserechnung läuft in einem Ministerium über -zig Schreibtische.
    Da gibt es doch Betragsgrenzen, die jedenfalls die Unterschrift der Ressortleitung - des Minister oder in Salzburg des Landesrats! - erfordern.
    4) Frage ich mich, war es tatsächlich möglich durch gefälschte Unterschriften, durch erzwungene Signaturen jahrelang jede Prüfung von außen derart zu täuschen, dass niemand "Alarm" schreien konnte?
    5) Sollte man aber auch das Spiel der beteiligten Banken hinterfragen. Da gab es keinen Bankdirektor, dem hier nichts auffiel? Der nicht einmal bei einem Empfang, bei einer sonstigen Begegnung dem Landesrat, einem Landtagsabgeordneten oder der Frau Landeshauptmann nicht einmal leise und vertraulich ins Ohr flüsterte "Vorsicht, das könnte gefährlich werden!"?
    Jeder kleinste Bankkunde wird ständig von seinem "Berater" mit allen möglichen Wertpapierempfehlungen bombardiert. Und ein Bundesland mit Milliarden auf der Kante hat gar keinen Berater??

    • Undine
      18. Dezember 2012 11:18

      @Politicus1

      ************!
      Volle Zustimmung zu jedem einzelnen der von Ihnen angeführten Punkte!

      Für den SPÖ-Finanzlandesrat David Brenner hieß die Devise---wie bei den Sozialisten üblich---durchtauchen, stillhalten, nur keinen Staub aufwirbeln, nichts tun, was die Karriere gefährden könnte. Er und seine rote Gabi waren doch längst für höhere Weihen bestimmt.

      Wie immer: Steuergelder in SOZI-Händen sind GEFÄHRDET. Was tut man nicht alles in linken Kreisen, um die Wähler bei der Stange zu halten---und für dumm zu verkaufen! Die Grünen eifern den Roten gekonnt nach.

  26. HJR
    18. Dezember 2012 07:18

    Der Wahnsinn hat (zu allem Überfluss) auch noch Methode!
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

  27. caruso
    18. Dezember 2012 07:15

    Etwas offtopic:

    Gestern in der Presse Chat/Interview mit "ORF-Moderator und erfolgreichem Twitterer (weil mehr als 67.000 ""Followern"")" Herrn Dr. Armin Wolf.

    Die folgenden 2 Fragen/Antworten möchte ich herausgreifen:

    Frage 1: Pflichten sie Herrn Stronach bei, dass die Medien ihm gegenüber negativ gestimmt sind?
    Dr.Wolf: Nein. Lesen Sie gelegentlich die Kronenzeitung oder "Österreich"?

    Frage 2:Warum wird in der Orf Berichterstattung bewusst nicht über die Problematik mit Ausländern (Verbrechen etc.) oder die politische Radikalisierung des Islam, die auch bei uns fortschreitet, berichtet?
    Dr.Wolf:Muss ehrlich sagen, ich finde den Grundton ihrer Frage ziemlich pejorativ.

    Bezugnehmend auf diese beiden Antworten habe ich es mir unter dem Titel "Pseudointellektueller Narziss" erlaubt, ein paar zugegebenermaßen unschmeichelhafte aber meines Erachtens zutreffende Adjektive wie oberlehrerhaft, untergriffig, halbdimensional und entlarvend im Kommentarbereich zu hinterlassen.

    Der Eintrag wurde kurz nach dem Erscheinen kommentarlos gelöscht. Ich hab zwar eine Mail an DiePresse.com geschickt, um zu ergründen, an welcher Stelle ich gegen Netiquette oder Forumsregeln verstoßen hätte, aber ich erwarte mir nicht wirklich eine Antwort.

    Willkommen Meinungsfreiheit 2012.

    Hier der Link zum Chat-Protokoll:
    http://tinyurl.com/cdwcqx4

    • Politicus1
      18. Dezember 2012 07:38

      nicht "etwas" - sondern "ganzest" off topic ....

    • DieWahrheit
      18. Dezember 2012 08:21

      Dennoch sehr interessant...

    • fokus
      18. Dezember 2012 11:54

      Erhellendes Interview.
      Auf die wirklich substantiellen Fragen antwortet er nichtssagend und ausweichend (z. B. Datenschutz). Das Intellektuelle, das ihm nachgesagt wird, bleibt eindeutig auf der Strecke.

    • GOP
      18. Dezember 2012 14:28

      Man sollte sich die Zeit nehmen, neben den Fragen und Antworten zur gestrigen Mittagsstunde auch die Postings der Online-Leser zu studieren. Leider wurden - nach Kreml-Methode - aber auch viele direkte Fragen sowie Postings von der PRESSE entfernt, somit habe ich den Eindruck, dass Wolf "geschont" wurde.

      Armin Wolf ist ein intelligenter und sehr ehrgeiziger Mann, welche sowohl beim ORF und den Interviews wie auch bei diesem Chat immer als Gewinner hervorgehen will. Zuhören ist nicht seine Stärke und wenn er in die Enge getrieben wird, dann rettet er sich durch Wortabschneiden in die nächste Runde.

    • socrates
      18. Dezember 2012 16:52

      Politikwissenschaft (rer pol) war immer nur ein Zusatzstudium für Leute, die einen doppelten Dr. ohne Arbeit wollten, allein war es der unterste aklademische Grad.
      Die Intelligenz von A.W. nutzt er für politische Agitation, die er mit Gewalt, aber ohne Hirn, durchsetzt. Jemanden nicht zu Wort kommen lassen und mit:"Ich breche das Interview ab" zu drohen, ist keine intelligente Tat, im Gegenteil. Anderswo ist mir seine Intelligenz nicht aufgefallen, im Gegenteil.
      In einem freien Medienunternehmen wären seine Tage gezählt, nur in einer Diktatur braucht man ihn.

    • Brigitte Imb
      18. Dezember 2012 16:55

      A. Wolf ist die Präpotenz höchst persönlich und er sollte sein Benehmen schärfen.

    • socrates
      18. Dezember 2012 17:43

      So falsch sind die Kommentare in den Medien, auch im ORF von M.W.:
      Rotfront & Co will Waffen für Normalbürger verbieten und nutzt jede Gelegenheit ohne Nachforschung. Einem intelligenten A.W. wäre das nicht passiert oder er lügt gern: heise.de von Mühlbauer
      Nach und nach werden im Fall des Grundschulmassakers in Newtown aus Spekulationen Fakten: Dabei muss auch manches, was am Wochenende von Fernsehstationen und Zeitungen gemeldet wurde, revidiert werden: So stellte beispielsweise Oberschulrätin Janet Robinson mittlerweile klar, dass die Mutter des Täters, die 52-jährige Nancy Lanza, nicht als Lehrerin an der Sandy-Hook-Grundschule tätig war. Stattdessen konnte sich die geschiedene Frau mit einer jährlichen Apanage in Höhe von 325.000 Dollar ganz der Erziehung ihres Sohnes (den sie seit der zehnten Klasse zuhause unterrichtete) und ihren Hobbys widmen.
      Widersprüchliche Meldungen gibt es zum Besuch von Schießsportanlagen, zu denen die mit vier Kopfschüssen und im Schlafanzug tot in ihrem Bett aufgefundene Nancy Lanza ihren Sohn angeblich mitnahm. Ginger Colbrun, eine Sprecherin des Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms, sagte der Presse gestern, es sei keineswegs klar, ob Adam Lanza dort jemals einen Schuss abfeuerte.
      Gesicherter scheint dagegen die Erkenntnis, dass der 20-Jährige am Dienstag vor dem Massaker versuchte, sich bei Dick's Sporting Goods im Nachbarort Danbury eine Waffe zu kaufen. Diesen Versuch soll Lanza aufgegeben haben, nachdem er von den (im Vergleich zu anderen US-Bundesstaaten) relativ strengen Bedingungen und der vierzehntägigen Wartezeit für eine Überprüfung des Käufers erfuhr. Dem US-Waffenbesitzerverband NRA nach hätte er nach einer Prüfung auch keine Waffe ausgehändigt bekommen, weil er dafür zu jung war.

    • byrig
      19. Dezember 2012 00:36

      ich habe gehofft,dass die presse dem abgang des letzten chefredakteurs fleischhacker wieder etwas mehr in rechtes fahrwasser kommt.(sie haben richtig gelesen:rechtes!)
      denn "rechts" war noch vor einiger eit gleichbedeutend mit bürgerlich,anständig,auch konservativ.
      es ist es im grunde natürlich auch heute noch.
      nur haben die linken erfolgreich geschafft,die moral für sich zu beschlagnahmen.
      keiner hätte das 1968 geglaubt.
      seit fleischhackers abgang schein nicht nur nicht eine verbesserung eingetreten u sein.
      dieser nowak dürfte noch linkerer gesinnung sein.

  28. Wertkonservativer
    18. Dezember 2012 06:46

    Ja, verehrter Dr. Unterberger, ja, liebe Freunde im Forum: wär' schon schön, wenn gute Ratschläge zumindest manchmal angenommen würden!

    Da wir jedoch alle wissen - sei aus dem Verfolgen der Menschheits-Geschichte seit Adam und Eva, sei es aus den heutigen Medien - dass der Mensch fehlbar und - in vielen Ausformungen - auch "des Menschen Wolf" ist, dürfen wir uns eigentlich nicht wundern, wie's bei uns und in der übrigen Welt, speziell auch in der Finanzwelt, zugeht!
    Da wird gnadenlos Bereicherung zu Lasten Unschuldiger betrieben, die zu Unrecht erworbenen Mittel zu weiteren gnadenlosen Speikulationen verwendet, finanzielle Luftblasen erzeugt, die dann halt auch manchmal platzen. Und wenn sie platzen, gibt es halt ein großes Wehklagen der Unschuldigen wie der Schuldigen..

    Wie das alles zu verhindern wäre? Nun, wir klugen Unterberger-Diskutanten werden den Stein der Weisen wohl auch kaum finden (trotz mancher guter und kluger Ansätze, haha!); der gute Mr. Stronach (hier als Hoffnungsträger vermarktet) wohl auch nicht.
    Wir werden weiterhin unsere - ebenso fehlbaren wie die derzeitigen - "Volksvertreter" bei der kommenden Wahl ankreuzeln, dies in der zweifelbaren Hoffnung, dass sie es vielleicht doch ein wenig besser können, als die derzeitigen!
    Zweifel sind angebracht; falsche Hoffnungen werden in der rauhen Luft der Wirklichkeit zerstieben!

    Einen guten Morgen wünscht Ihnen
    der hier wieder einmal pessimistische Wertkonservative!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      18. Dezember 2012 07:24

      Kleiner Nachtrag:

      mein hier angeklungener Pessimusmus wurde mir gerade beim Hören der 7-Uhr-Nachrichten eindrucksvoll bestätigt:

      Die UBS-Bank, "seriöses" Spitzeninstitut der ach so seriösen Schweiz, hat jahrelang federführend die Libor-Werte in Gemeinschaft mit anderen "seriösen" Bankinstituten gefälscht, d.h. nach ihren und deren eigenen Gewinnmaximierungs-Vorstellungen brutal modifiziert!!
      So wirds gespielt in unserer Welt! Aber dass sogar die Schweiz .....?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      18. Dezember 2012 11:54

      o.t.

      Kaum zu glauben, was die allüberall unangenehm spürbare Genderei alles an Stilblüten zusammenbringt:
      da höre ich vor einigen Minuten in ORF1 im Verlaufe eines Zwischentextes nach dem Vormittags-Konzert den launigen Spruch:
      "Interessierte und InteressiertINNEN haben freien Eintritt"!

      Lustig, oder???

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      18. Dezember 2012 12:42

      Gewöhnen Sie sich daran, das ist nur der Anfang.

  29. FranzAnton
    18. Dezember 2012 05:59

    @"Genau da ist der Hebel anzusetzen, indem jede Landesregierung gezwungen wird, unabhängige, bestens ausgebildete Finanzfachleute zu beschäftigen, die mit vorgegebenen, strikten Rahmenbedingungen sowie dem richtigen Augenmaß die notwendigen Geldgeschäfte besorgen und auch einem entsprechenden Kontrollorgan auf Bundesebene unterliegen"

    Liebe Kommentatoren, mit den gegenwärtigen politischen Usancen lassen sich weder adäquate Rahmenbedingungen schaffen noch unabhängige Finanzfachleute akquirieren, so viel müsste allen hier Aktiven klar sein; unsere Politiker wollen doch nach Belieben schalten und walten, drechseln sich daher die Gesetze per Gummiparagraphen, und die Beamtenschaft legt diese nach jeweils aktuellem Bedarf aus; VWGH oder VerfGH machen nur selten einen Strich durch diese Rechnung, und auch auf die personelle Besetzung der Höchstgerichte nimmt die Politik offensichtlich Einfluss.
    Wollen wir unsere gegenwärtige Pseudo - Demokratie daher zu einem gut brauchbaren Instrument im Sinne des Volksinteresses verbessern, so führt kein Weg vorbei an der Implementierung starker, leicht zugänglicher direktdemokratischer Elemente in unsere Verfassung. Diese Ansicht vertrete ich hier beinahe täglich, und wundere mich immer, wieso viele Menschen noch immer an "Wunderwuzzis" glauben, die alles zum Besseren wenden könnten. Kreisky etwa erschien ursprünglich als solcher Wundertäter, und allzu Viele glaubten ihm; was aber passierte tatsächlich? Pittermann, sein völlig uncharismatischer Vorgänger, brachte es auf den Punkt: "Das Ende der Ära Kreisky wird schrecklich sein", orakelte er. Man kann immer deutlicher erkennen, dass er Recht gehabt hat.
    Conclusio: Bitte nicht an politisch unabhängige Menschen bzw. Fachleute zu glauben (Franz Stronach könnte vielleicht, zufolge seines Geldes, die 1: 1 000 000 - Ausnahme von dieser Regel sein), sondern sich für die Direktdemokratie zu engagieren, unsere einzig verbleibende Rettungsoption; ansonsten treten die Maya - Voraussagen wirklich noch ein, etwas verspätet, vielleicht.

    • fokus
      18. Dezember 2012 14:19

      @Franz Anton

      Moment, Sie führen aber wieder nur Politiker an und nicht Experten, die Politiker zur Seite stehen sollten. Diese Kombination schließt Direktdemokratie keinesfalls aus, im Gegenteil - unabhängige Fachleute werden auch bei mehr direkter Demokratie dringend benötigt!

    • FranzAnton
      18. Dezember 2012 16:23

      @fokus:
      vollkommen d'accord!
      Die Unabhängigkeit von Experten zu erweisen wird sich aber als nicht einfach herausstellen; bekanntlich ist es derzeit so, daß politisch relevante Gruppierungen jeweils ihnen genehme "Experten" beiziehen oder zitieren, was die Glaubwürdigkeit ihrer Expertisen faktisch stark entwertet; es müsste sich das Problem aber wohl irgendwie hinkriegen lassen.

      Hobby - psychologische Betrachtung hins. Direktdemokratie:
      Die Urzeit - Menschen lebten in Horden mit relativ geringer Mitgliederzahl und einem Häuptling, der alle Hordenmitglieder kennen konnte und den alle kannten. Intuitiv wird dieses System (genetisch bedingt) immer noch dermaßen gepflogen, daß es Könige, Diktatoren, auch demokratisch bestimmte Präsidenten auf Zeit, einem Häuptling gleich, immer noch gibt, bloß die Menge der Untertanen hat sich potenziert, was den modernen "Häuptling" geistig überfordert und übermütig/präpotent ausrasten lässt; Stalin, Adolf der Prächtige, Kaiser Franz Josef, G.W. Bush, die noch verbliebenen Königshäuser, etc., etc., sind Fehlverhaltens - Musterbeispiele hiefür.

      Dieses System ist eben für eine faire demokratische Ordnung denkbar schlecht geeignet, weil die Potentaten nicht der unmittelbaren Kontrolle wie die ehemaligen Häuptlinge unterliegen, welche bei Fehlverhalten ihre bevorzugte Stellung Knall auf Fall verlieren konnten; allfälligem Übermut waren eben enge Grenzen gesetzt.

      Wollen wir unser Leben in nachhaltiger Weise gestalten, muß es also Methoden geben, unsere "Pseudo - Häuptlinge" zu entmachten, und das erscheint eben nur per mittels Internet ausgeübter Direktdemokratie möglich.

  30. S.B.
    18. Dezember 2012 01:51

    Ein Grundübel solcher Skandale ist in erster Linie, daß hier oftmals unbedarfte Politiker mit Milliarden jonglieren dürfen, obwohl sie über keinerlei Ausbildung auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft verfügen. Dazu kommt noch, daß sie sich "Experten" bzw. Berater halten, die nach parteitaktischen Gesichtspunkten ausgewählt werden und nicht nach ihrer tatsächlichen Qualifikation.
    Fertig ist der fatale Mix, auf den die echten "Finanzhaie" nur warten.
    Genau da ist der Hebel anzusetzen, indem jede Landesregierung gezwungen wird, unabhängige, bestens ausgebildete Finanzfachleute zu beschäftigen, die mit vorgegebenen, strikten Rahmenbedingungen sowie dem richtigen Augenmaß die notwendigen Geldgeschäfte besorgen und auch einem entsprechenden Kontrollorgan auf Bundesebene unterliegen.

    Bei sämtlichen 5 oben aufgezählten Punkten unter: "Die Intransparent ist der wahre Skandal" wird von den Verantwortlichen gelogen und vertuscht, daß sich die Balken biegen. Alle Beteiligten bedienen sich nach dem eingetretenen Schaden des Prinzips = mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.
    Wenn man aus Fehlern lernt, müssen sofort "anständige" (Transparenz-)Gesetze her, die eine derart "unanständige" Verteidigung von vornherein ausschließen.
    Erst dann wird man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiteren Finanzmißbrauch ausschließen können, denn absolute Sicherheit gibt es bekanntlich nicht!

    P.S.: Derivate zur Absicherung konkreter Handelsgeschäfte sind gut und wichtig, aber solche auf Basis hochriskanter Wetten - noch dazu mit öffentlichen Geldern (wie in Salzburg offensichtlich getätigt) - gehören keinesfalls zum Alltagshandwerk unserer Politiker und sind ihnen daher sofort strikte zu untersagen!

  31. RR Prof. Reinhard Horner
    18. Dezember 2012 01:31

    Nicht gesteuerte, nicht wilde, sondern geregelte Finanzmärkte

    Wir haben das Problem, dass sich eine enorme profitschöpfende Finanzwirtschaft weit über die wertschöpfende Realwirtschaft entwickelt hat. Die Anbindung an die Wertschöpfung steht unerbittlich zur Aufgabe. Auch die Finanzwirtschaft kann nur in geregelten Toleranzen funktionieren.

    Die Finanzspekulationen, mit denen unter hohem Risiko fernab der realen Wertschöpfung aus Geld Profitschöpfung betrieben werden soll, gehören ausgeräumt.

    Finanzwetten mit Steuergeld sind strikt zu verbieten und realiter ebenso zu bekämpfen wie alle Arten von Korruption. Auch privatwirtschaftliche Finanzspekulationen, die andere schädigen, sind unter harte Sanktionen zu stellen.

    Die Finanzberater und die Finanzverkäufer sind unter die Lupe zu nehmen.

    Darüber hinaus sind die Strukturen der öffentlichen Budgetentscheidungen und
    -vollzüge auf den bestmöglichen Sachverstand auszurichten. Die Kontrollen sind – mit Hinzuziehung sachverständiger Laien aus dem bedeutenderen Teil der Bürgerschaft – so auszubauen, dass sie größtmögliche Transparenz gewährleisten – beginnend von den Planungs- und Entscheidungsprozessen, so dass rechtzeitig eingegriffen werden kann.

    Die Probleme von Wirtschaftsvergehen und Wirtschaftsverbrechen gehören erweiterten und strengeren Beurteilungen unterzogen, übrigens mit entsprechenden Ersatzpflichten auch im öffentlichen Bereich.

    Dass die Kultur der politischen Verantwortung in Österreich eines kräftigen Sprungs nach vorn bedarf, steht wohl außer Frage.

  32. RR Prof. Reinhard Horner
    18. Dezember 2012 01:31

    Nicht gesteuerte, nicht wilde, sondern geregelte Finanzmärkte

    Wir haben das Problem, dass sich eine enorme profitschöpfende Finanzwirtschaft weit über die wertschöpfende Realwirtschaft entwickelt hat. Die Anbindung an die Wertschöpfung steht unerbittlich zur Aufgabe. Auch die Finanzwirtschaft kann nur in geregelten Toleranzen funktionieren.

    Die Finanzspekulationen, mit denen unter hohem Risiko fernab der realen Wertschöpfung aus Geld Profitschöpfung betrieben werden soll, gehören ausgeräumt.

    Finanzwetten mit Steuergeld sind strikt zu verbieten und realiter ebenso zu bekämpfen wie alle Arten von Korruption. Auch privatwirtschaftliche Finanzspekulationen, die andere schädigen, sind unter harte Sanktionen zu stellen.

    Die Finanzberater und die Finanzverkäufer sind unter die Lupe zu nehmen.

    Darüber hinaus sind die Strukturen der öffentlichen Budgetentscheidungen und
    -vollzüge auf den bestmöglichen Sachverstand auszurichten. Die Kontrollen sind – mit Hinzuziehung sachverständiger Laien aus dem bedeutenderen Teil der Bürgerschaft – so auszubauen, dass sie größtmögliche Transparenz gewährleisten – beginnend von den Planungs- und Entscheidungsprozessen, so dass rechtzeitig eingegriffen werden kann.

    Die Probleme von Wirtschaftsvergehen und Wirtschaftsverbrechen gehören erweiterten und strengeren Beurteilungen unterzogen, übrigens mit entsprechenden Ersatzpflichten auch im öffentlichen Bereich.

    Dass die Kultur der politischen Verantwortung in Österreich eines kräftigen Sprungs nach vorn bedarf, steht wohl außer Frage.






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