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Die Causa Strasser: Der Gerichtssaal als Pranger drucken

Am Prozess gegen Ernst Strasser sind bisher vier Aspekte auffällig geworden: Seine mehr als skurrile Verteidigungslinie; die gleichzeitige Unwahrscheinlichkeit einer rechtskräftigen Verurteilung; die politische Verantwortung für seine Bestellung; und die von niemandem aufgegriffene internationale Blamage, welche die heimische Strafprozessordnung verursacht hat.

Der Reihe nach: Der Ex-Innenminister ist wohl der einzige, der noch an seine abenteuerliche Konstruktion glaubt, er habe nicht als Lobbyist bei einem vermeintlich fetten Auftrag verdienen, sondern ausländische Geheimdienstagenten auf frischer Tat überführen wollen. Gewiss: Die Beweiswürdigung obliegt dem Gericht, aber eine Meinung darf der Bürger trotzdem haben. Wahrscheinlich fällt dem schlauen Mann halt nichts anderes ein.

Das Absurde ist (womit wir zum zweiten Punkt kommen): Dennoch hat Strasser gute Chancen, am Ende ungestraft davonzukommen. Aber eben nicht weil ihm jemand seine Gschichteln glaubt, sondern weil es mehr als zweifelhaft ist, dass seine Interventionen bei Kollegen und deren Assistentinnen rechtlich als „Amtsgeschäft“ gewertet werden können. Ein solches hätte es aber sein müssen, um juristisch strafbar zu sein.

Zwar rechnen die meisten befragten Strafrechtsexperten damit, dass Strasser dennoch in erster Instanz verurteilt werden wird. Bei der Berufung hat er danach hingegen sehr gute Chancen. Denn die dortigen Senate erfahrener Richter lassen sich nicht so leicht von der allgemeinen Anti-Strasser-Stimmung in der Öffentlichkeit beeindrucken. Sie urteilen vielmehr normalerweise kühl nach dem Buchstaben und Sinn des Gesetzes, ganz ohne Schielen auf die Medien. Hier geht es um eine reine Rechtsfrage, die von der Instanz auch noch komplett neu aufgerollt werden kann. Das ändert natürlich nichts daran, dass Strassers Verhalten ziemlich widerlich war.

Der dritte und der vierte Aspekt sind in der öffentlichen Debatte völlig untergegangen. Der eine ist die Verantwortung für die Nominierung von Strasser: Diese liegt einzig und allein bei Josef Pröll, der damals Strasser gegen massiven internen Widerstand und vor allem jenen der ÖVP-Wähler durchgezogen hat.

Absurderweise ist aber heute noch viel stärker als damals erkennbar, dass die Alternative zu Strasser, nämlich Othmar Karas, ebenfalls sehr problematisch geworden ist. Denn er hat tagaus, tagein nicht die Interessen der bürgerlichen Wähler, sondern vor allem jene des europäischen Machtapparats im Auge. Er verlangt praktisch immer nach deutlich mehr Macht und Geld in Händen der EU, und nie nach weniger. Aber Karas scheint wenigstens persönlich sauber zu agieren.

Dennoch ist absolut unverständlich, dass Pröll damals Strasser eine Fortsetzung seiner offenbar umsatzträchtigen Lobbyistentätigkeit erlaubt hat. Dieser Beruf war von Anfang an mit der Aufgabe eines Abgeordneten, noch dazu eines Gruppenführers unvereinbar. Was man auch von außen sehen hätte müssen.

Der vierte Aspekt ist bisher noch weniger debattiert worden. Dabei ist er der einzige, bei dem es dringenden Handlungsbedarf für den Gesetzgeber gibt. Die Hauptzeugen gegen Strasser, zwei britische Journalisten, wollten nicht kommen, weil sie die in Österreich übliche mediale Zurschaustellung fürchteten.

Hier ist zwar offenbar inzwischen irgendein Arrangement gefunden worden. Aber dennoch müssten die Gesetzgeber – auch ohne Antrag einer überforderten Justizministerin – endlich das zugrundeliegende Problem erkennen und die Strafprozessordnung ändern. Denn dieses Problem hat schon vorher bestanden; es ist nur durch zwei Zeugen aus einem offenbar rechtsstaatlich viel besser entwickelten Land aktualisiert worden.

Die Handlungsnotwendigkeit lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Kameras welcher Art immer haben weder in einem Gerichtssaal noch in den Gängen davor etwas verloren; wer dennoch – etwa heimlich gemachte – Fotos von Zeugen oder Angeklagten veröffentlicht, macht sich strafrechtlich schuldig.

Denn das, was sich ohne eine solche Regelung derzeit in vielen österreichischen Strafgerichtssälen abspielt, ist absolut entwürdigend. Was ist das für ein Rechtsstaat, wo Menschen vor Gericht ihr Gesicht verzweifelt durch einen Aktenordner, einen Hut oder sonst etwas zu schützen versuchen! Hier sollte uns spätestens die Reaktion dieser britischen Zeugen  klargemacht haben: (Auch) in diesem Punkt ist die heimische Strafprozessordnung im internationalen Vergleich ein Skandal. Ein Gerichtssaal ist kein Pranger!

Gewiss: Auch die jeweiligen Richter hätten die Möglichkeit gehabt, stärker gegen Kameraleute und Fotografen durchzugreifen. Sie unterließen dies aber in vielen Fällen aus Gründen der persönlichen Eitelkeit. Es ist doch toll, wenn man vor aller Welt in würdiger Robe und mit allen Insignien großer Macht ausgestattet abgebildet wird. Oder wenn man täglich neue Brillen vorführen kann. Auch das Ministerium tat nichts dagegen, weil dort erstens ebenfalls Eitelkeit hineinspielt (in diesem Fall die von Staatsanwälten); und zweitens weil sich jeder Minister vor ein paar bösen Kommentaren der fotogeilen Boulevard-Zeitungen fürchtet.

Dass alles ist ein absurder Kontrast zu einem Sicherheitsapparat, der immer öfter sogar die Vornamen von Verdächtigen geheimhält. Dabei ist deren Veröffentlichung lange nicht so demütigend wie das Fotografieren.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2012 01:27

    Die beiden britischen Aufdeckerjournalisten dürften eine kleine österreichische Eigenheit übersehen haben. Wenn's Linken nützt, wird in Österreich prinzipiell niemand medial an den Pranger gestellt! Aber dies ist nur eine unwesentliche Episode.

    Was für mich das Strasser-Fiasko so besonders aufzeigt, ist die Verpröllung Österreichs. Da verpröllt eine Mikl-Leitner mit ihrem Zaster-Sager alle Anständigen, da verpröllt ein Karas alle Denkenden und ein Spindelegger alle (ÖVP-)Hoffenden.
    Wann ist endlich Schluß mit der Verpröllung Österreichs?

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2012 02:05

    Und noch viel demütigender bzw. sogar urteilsbeeinflussend ist die in Österreich leider immer wieder übliche Praxis (besonders beim politischen Gegner), daß Details aus Gerichtsakten den Medien zugespielt werden, die dann mit der dafür erwarteten Berichterstattung die Vorverurteilung so richtig in Gang setzen.
    Das kann bis zur Existenzvernichtung führen und daher wäre dringender Handlungsbedarf für ein wesentlich rigoroseres Vorgehen absolut gegeben.

    Nachdem man aber mit diesem Gesetzesbruch in die gewünschte Richtung manipulieren kann, sind die Verantwortlichen offensichtlich gar nicht gewillt, endlich eine Veränderung herbeizuführen.
    Das erklärt, warum unser Justizsystem bereits im Ausland immer mehr in Verruf gerät!

    P.S.: Besonders interessant wäre im Zusammenhang mit Strasser, wer tatsächlich der oder die Auftraggeber (Hintermänner?) dieser britischen Journalisten waren, das würde viel mehr Licht ins (Motiv-)Dunkel der unappetitlichen Causa bringen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorcaruso
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2012 09:40

    Etwas offtopic:

    Ein Mann spricht Klartext:
    Henryk Broder: „Wir erleben die letzten Tage Europas“
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/12/48877/

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2012 08:53

    Habe ich da etwas übersehen? Bin ich der einzige, der da ein Problem sieht?

    Wenn jemand eine Anschuldigung macht, dann muss er diese auch persönlich vertreten. Besonders für Journalisten, die in ihrer Tätigkeit ja privilegiert sind, sollte dies ganz besonders gelten. Und in einer Demokratie, die diesen Namen verdient, sollten anonyme Anzeigen nicht weiter beachtet werden.

    Und jetzt wollen die Herrschaften Aufdeckungsjournalisten Bedingungen für ihre Einvernahme stellen?

    Allerdings ist es schon dem spanischen König schlecht bekommen, sich mit seiner Trophäe ablichten zu lassen.

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  1. Spiderman Beats By Dre Cheap (kein Partner)
  2. xRatio (kein Partner)
    18. Dezember 2012 22:38

    cmh (kein Partner) 18. Dezember 2012 11:27

    "Zum Euro:

    Wenn der in Ruhe gelassen würde, dann wäre der eine Art Goldstandard des 21. Jahrhunderts. Es fühlen sich aber alle bemüßígt, dauernd an dieser Währung herumzudrehen wenn sie irgendwo irgendwann einmal drückt. Und Geld drückt immer wenn es fehlt.

    Neues drucken ist aber immer Schwachsinn."
    ===============

    Stimmt!!
    Der mit Abstand klügste Satz in dem sonst niveaulosen Gelaber hier.

    Schlimm, daß die Volksverblödung so weit fortgeschritten ist, daß nicht einmal mehr der einfachsten ökonomischen Zusammenhänge erkannt werden.

    xRatio

  3. phaidros
    18. Dezember 2012 21:08

    OT - cmh,

    um Ihrer verzerrten Selbstwahrnehmung etwas auf die Sprünge zu helfen, hier eine kleine Auswahl Ihrer Ausfälle der letzten Tage:

    dieser Thread:

    18. Dezember 2012 08:46
    Bei phaidros wäre ich nicht so ganz sicher, ober er den Unterschied zwischen Subsidiarität und Rätedemokratie kennt.

    18. Dezember 2012 11:27
    Dass sich die Eurokraten allerdings bemüßigt fühlen, allen Negeranten beizuspringen und dann dem Euro die Schuld gegeben wird, ist schon von phaidrosscher Kürze.

    18. Dezember 2012 13:45
    Über Ihre [phaidros', Anm.] stasiartige Weise der Argumentation habe ich doch auch schon einmal gesprochen.

    Die versöhnlichen Stellen scheinen Sie dabei ebenfalls als Anschuldigungen missverstanden zu haben. [LOL - welche? Anm.]

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/12/das-debakel-der-gesamtschule-ij-und-wie-es-die-schmied-medien-vertuschen/

    12. Dezember 2012 13:08
    Und dann kommt noch der phaidros und faselt irgendwas über "Daten" herum....

    Der [phaidros] wäre jetz gefragt, um mit seiner Datengläubigkeit eine Lanze für die Frau Bundesministerin (sic!) zu brechen,

    [Wegen meiner »Datengläubigkeit« trete ich für das Gegenteil ein, Anm.]

    13. Dezember 2012 11:03
    Im Gegensatz zu Ihnen bin ich allerdings auch für die Kenntnis der alten Sprachen, aus Gründen, die Sie nie als solche akzeptieren würden. Und genau hier gehen wir auseinander.

    [Das ist natürlich völlig aus der Luft gegriffener Blödsinn, und Sie wissen das auch, weil ich es mehrfach gesagt habe: als Angebot haben die alten Sprachen ungeheuren Wert, aber nicht als Zwangsbeglückung. Sie zeigen eindrucksvoll, wie richtig ich hier liege, Anm.]

    15. Dezember 2012 11:47
    Das Weltbildauto, das Sie derzeit fahren hat zwar ordentliche runde Räder, ober nur drei. Also erweitern Sie es.

    [Ganz schön hoch, Ihr Ross. Sie übersehen von dort oben nicht nur, dass ein Dreibein nicht wackeln kann, sondern auch, wie wichtig es ist, dass die Räder exakt ausgerichtet sind. Das 3-rädrige Auto kann das bessere sein, Anm.]

    15. Dezember 2012 17:59
    Sie sind einfach ein Kindskopf, der es nicht packt, das letzte Wort einmal nicht zu haben.

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/12/wen-wir-brauchen-wen-wir-nicht-brauchen/

    11. Dezember 2012 15:56
    Irgend ein Neunmalkluger [phaidros,Anm.] hat vor kurzem gesagt "Man muss alles hinterfragen dürfen."

    Aber ich sehe schon, eine Entschuldigung meinerseits wird Ihnen gegenüber sobald nicht fällig sein.

    [Natürlich nicht. Wer über eine so wertvolle humanistische Ausbildung verfügt, hat etwas so Niedriges sicher nicht nötig..., Anm.]

    11. Dezember 2012 13:21
    Phaidros ist z.B. in Sachen Klimawandel ein schlimmerer Ablassprediger als alle mittelalterlichen zusammen.

    12. Dezember 2012 10:53
    Sie sind mit Ihrem Klimafuzzytum...
    ...Sie Ablasshändler.

    13. Dezember 2012 11:12
    Sie sind so goldig, wenn Sie sich nicht mehr auskenne und dann wild um sich schlagen.

    [Wie sieht denn so ein wilder Rundumschlag von mir aus? Anm.]


    In die andere Richtung gibt es ... richtig: 0 Stück.

    Aber machen Sie ruhig weiter.

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 23:18

      Beeindruckend Ihre Zusammenstellung. Noch dazu OT. Das mit der Stasi hatten wir ja bereits einmal. Bitte ersparen Sie mir daher die Wiederholung.

      Wenn Sie glauben, dass das Diskussionskultur ist, dann möchte ich Ihnen nicht widersprechen. Gerne nehme ich zur Kenntnis, dass ich Sie offensichtlich doch tiefer als beabsichtigt verletzt habe, was aber nicht an meiner Intensität liegen dürfte. Sei es drum.

      Ich möchte aus Ihrer Liste nur einen Punkt herausgreifen. Sie schreiben

      "13. Dezember 2012 11:03
      Im Gegensatz zu Ihnen bin ich allerdings auch für die Kenntnis der alten Sprachen, aus Gründen, die Sie nie als solche akzeptieren würden. Und genau hier gehen wir auseinander.

      [Anm. Das ist natürlich völlig aus der Luft gegriffener Blödsinn, und Sie wissen das auch, weil ich es mehrfach gesagt habe: als Angebot haben die alten Sprahen ungeheuren Wert, aber nicht als Zwangsbeglückung. Sie beweisen mir eindrucksvoll, wie richtig ich hier liege.]"

      Dazu gibt es im übrigen eine Parallele in der von Ihnen vertretenen freien Religionswahl.

      Diese Art von Wahlfreiheit läuft nämlich regelmäßig darauf hinaus, dass man schließlich nicht zwischen Sprachen und/oder Religionen wählt, sondern dass man am Ende bestenfalls von allem nichts weiss. Daher habe ich mich dagegen ausgesprochen.

      Im Sprachlichen glaube ich schon beobachten zu können, dass - von Naturbegabungen abgesehen - seit dem Abkommen der Alten Sprachen auch die Fähigkeit, sich im Englicschen und Deutschen gewählt auszudrücken abhanden gekommen ist. Vielleicht liegt das darin begründet, dass man seinen Kopf mehr anstrengen muss, wenn man kompliziertere Peroden zu bewältigen hat als das SPO-Schema des Englischen. Auch vom Inhaltlichen sind die Alten Sprachen etwas komplexer als Englisch der heutigen bunten Englischlehrbücher.

      Mir ist zwar bewusst, dass die Alten Sprachen von mir ein Steckenpferd sind, wenn aber jemand meint, sich mit "Wahlfreiheit" über inhaltliches und von meiner Seite ergebnisoffenes Gespräch drüberturnen zu können, dann finde ich das sehr ärgerlich. Nicht wegen einer anderen Meinung, sondern wegen dem Ausdemweggehen.

      Wenn Sie aber nicht mit mir reden wollen, dann gehen Sie mir einfach aus dem Weg. Dann brauchen Sie aber auch nicht beleidigt sein.

    • phaidros
      19. Dezember 2012 05:50

      Sie kapieren nicht: nichts wäre mir lieber Ihrer Art von "Schöngeist" aus dem Weg gehen zu können. Aber Sie verstellen ihn immer wieder in Ihrer Besessenheit, mir etwas ans Zeug zu flicken, weil ich mit Latein und Griechisch nicht so viel anfangen kann wie Sie. Nein, ununterbrochenes Anpinkeln ist keine Art der Diskussionskultur, bitte stellen Sie das also ein

      BG ph(b.htc)

    • perikles
      19. Dezember 2012 10:56

      @cmh

      Sie können es wohl nicht lassen, wo immer Sie phaidros lesen, in Ihre "Phaidrikas" (eis ton phaidron) auszubrechen.

      Ihre Selbstreflexionen sollten Sie vielleicht in einem Dialog "peri tes agnosias" verarbeiten!

    • phaidros
      19. Dezember 2012 15:54

      Danke, werter perikles, so etwas freut! BG ph.

    • cmh (kein Partner)
      19. Dezember 2012 18:43

      Wieder einmal hat phaidros gezeigt, dass er ein Angebot zu einem sinnvollen Gespräch nicht zu erkennen weiss. Woran man nur ersehen kann, dass Intelligenz nicht genügt, um in ein sinnvolles Gespräch zu treten.

      perikles? Ist das nicht ein Bestattungsverein? So tot wollte ich das Griechische nicht.

    • phaidros
      19. Dezember 2012 19:31

      Werter cmh, ich ersuche Sie erneut in aller Höflichkeit: stellen Sie bitte diese andauernden unprovozierten, persönlichen Anwürfe ein.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • cmh (kein Partner)
      19. Dezember 2012 23:30

      Ist gut.

      Ich nehme halt zur Kenntnis, dass Naturwissenschafter so argumentieren.

    • phaidros
      20. Dezember 2012 06:04

      Der guten Ordnung halber halte ich fest: ich bin kein Naturwissenschaftler.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • perikles
      20. Dezember 2012 09:16

      Der guten Ordnung halber:

      im Allgemeinen haben Naturwissenschaftler keine Berührungsängste, wenn sie auf Geisteswissenschafter und Vertreter der schönen Künste stoßen!

      sehr häufig ist bei Naturwissenschaftern ausreichend Allgemeinbildung vorhanden um mit Geisteswissenschaftern und Vertretern der schönen Künste durchaus seriös zu diskutieren (leider gilt dies meistens nicht vice versa).

      Im übrigen: der Nick Perikles ist nicht nach dem Bestattungsverein gewählt, vielmehr ist er für mich synonym mit der Hochblüte einer Epoche, antiker Künste und Philosophien, die Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften nicht voneinander trennten. Naturwissenschafter (Naturphilosophen) als Lehrer und Berater eines Staatsmannes - wo findet man dies bei uns?

  4. TJ; (kein Partner)
    18. Dezember 2012 16:01

    Der Ernstl braucht uns nicht wirklich Leid zu tun, oder ?
    Selbst wenn er frei gesprochen werden sollte.

    Im Übrigen ist es schon möglich, Journalisten aus dem Gerichtssaal, dem Gerichtsgebäude oder sogar außerhalb davpn zu verbannen.

    Der Fall Fritzl oder der Tierschützer-Prozeß in Wr. Neustadt hat das gezeigt und könnte auch bis zu A. U. vorgedrungen sein, auch wenn er rechtlich blank ist.

    Wenn man will, dann kann Strasser schon verurteilt werden. Man braucht das Tatbestandsmerkmal halt nur entsprechend auslegen. Und dabei braucht man gar nicht zu tricksen.

    • Trollwatsch (kein Partner)
      18. Dezember 2012 19:40

      Selbstverständlich wäre ein kleiner aber feiner Lynchprozess einmal eine gewisse Abwechslung. Die Frage, ob man irgendwelche Tatbestände nach Belieben dehnen kann stellt sich dann nicht mehr.

  5. consuela rodrigez (kein Partner)
    18. Dezember 2012 14:47

    Der Aufstieg der Pharma-Mafia
    Ghis war 25 Jahre als Ärztin tätig, schrieb das Buch: „Die Medizin Mafia“ und ging lieber ins Gefängnis, als Steuer zu zahlen. Nachdem sie 2 Monate eingesperrt war, wurde sie richtig frei von allen Abhängigkeiten, dem System und der Angst.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=n4AKpkpyIw4

  6. consuela rodrigez (kein Partner)
    18. Dezember 2012 12:35

    Das Lied der Linde (1850)

    1000 jährige Linde bei Bad Staffelstein

    Alte Linde bei der heiligen Klamm,
    Ehrfurchtsvoll betast’ ich deinen Stamm,
    Karl den Großen hast du schon gesehn,
    Wenn der Größte kommt, wirst du noch stehe’n
    Dreißig Ellen mißt dein grauer Saum,
    aller deutschen Lande ältester Baum,
    Kriege, Hunger schautest, Seuchennot,
    Neues Leben wieder, neuen Tod.
    Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl
    ,Roß und Reiter bargest du einst wohl,
    Bis die Kluft dir sacht mit milder Hand
    Breiten Reif um deine Stirne wand.
    Alte Linde, die du alles weißt,
    Teil uns gütig mit von deinem Geist,
    Send ins Werden deinen Seherblick,
    Künde Deutschlands und der Welt Geschick!
    Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht,
    Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit,
    Hundertsechzig sieben Jahre Frist
    Deutschland bis ins Mark getroffen ist.
    Fremden Völkern front dein Sohn als Knecht,
    Tut und läßt, was ihren Sklaven recht,
    Grausam hat zerrissen Feindeshand
    Eines Blutes, einer Sprache Band.
    Zehre, Magen, zehr’ vom deutschen Saft,
    Bis mir einmal endet deine Kraft,
    Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin,
    Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.
    Ernten schwinden doch die Kriege nicht,
    und der Bruder gegen Bruder ficht,
    Mit der Sens’ und Schaufel sich bewehrt,
    Wenn verloren gegen Flint’ und Schwert.
    Arme werden reich des Geldes rasch,
    Doch der rasche Reichtum wir zur Asch’
    Ärmer alle mit dem größ’ren Schatz.
    Minder Menschen, enger noch der Platz.
    Da die Herrscherthrone abgeschafft,
    Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft,
    Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt;
    Wer berufen wird zu einem Amt.
    Bauer heuert bis zum Wendetag,

    All sein Müh’n ins Wasser nur ein Schlag,
    Mahnwort fällt auf Wüstensand,
    Hörer findet nur der Unverstand.
    Wer die meisten Sünden hat,
    Fühlt als Richter sich und höchster Rat,
    Raucht das Blut, wird wilder nur das Tier,
    Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.
    Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar,
    Schonet nicht den Greis im Silberhaar,
    Über Leichen muß der Höchste flieh’n
    Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn.
    Gottverlassen scheint er, ist es nicht,
    Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht,
    Leistet auch in Not er nicht Verzicht,
    Bringt den Gottesstreit vors nah’ Gericht.
    Winter kommt, drei Tage Finsternis,
    Blitz und Donner und der Erde Riß,
    Bet’ daheim, verlasse nicht das Haus!
    Auch am Fenster schaue nicht den Graus!
    Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein,
    Wofern sie brennen will, dir Schein,
    Giftiger Odem dringt aus Staubesnacht,
    Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.
    Gleiches allen Erdgebor’nen droht,
    Doch die Guten sterben sel’gen Tod,
    Viel Getreue bleiben wunderbar
    Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.
    Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
    Eine and’re mit dem Feuer ringt,
    Alle Städte totenstill,
    Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.
    Zählst du alle Menschen auf der Welt,
    wirst du finden, daß ein Drittel fehlt,
    Was noch übrig, schau in jedes Land,
    Hat zur Hälft’ verloren den Verstand.
    Wie im Sturm ein steuerloses Schiff,
    Preisgegeben einem jeden Riff,
    Schwankt herum der Eintags-Herrscher-Schwarm
    ,Macht die Bürger ärmer noch als arm.
    Denn des Elend einz’ger Hoffnungsstern
    Eines bessern Tages ist endlos fern.
    „Heiland, sende den du senden mußt!“
    Tönt es angstvoll aus des Menschen Brust.
    Nimmt die Erde plötzlich andern Lauf,
    Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf ?
    „Alles ist verloren!“ hier’s noch klingt,
    „Alles ist gerettet“, Wien schon singt.

    Ja, vom Osten kommt der starke Held,
    Ordnung bringend der verwirrten Welt.
    Weiße Blumen um das Herz des Herrn,
    Seinem Rufe folgt der Wack’re gern.
    Alle Störer er zu Paaren treibt,
    Deutschem Reiche deutsches Recht er schreibt,
    Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
    Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast.
    Gottes Held ein unzertrennlich Band
    Schmiedest du um alles deutsche Land.
    Den Verbannten führest du nach Rom
    Großer Kaiserweihe schaut der Dom.
    Preis dem einundzwanzigsten Konzil,
    Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel,
    Und durch strengen Lebenssatz verbürgt,
    Daß nun reich und arm sich nicht mehr würgt.
    Deutscher Nam’, du littest schwer,
    Wieder glänzt um dich die alte Ehr’,
    Wächst um den verschlung’nen Doppelast,
    Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.
    Dantes und Cervantes welscher Laut
    Schon dem deutschen Kinde ist vertraut,
    Und am Tiber – wie am Ebrostrand
    Liegt der braune Freund von Hermannsland.
    Wenn der engelgleiche Völkerhirt
    ’Wie Antonius zum Wandrer wird,
    Den Verirrten barfuß Predigt hält,
    Neuer Frühling lacht der ganzen Welt.
    Alle Kirchen einig und vereint,
    eine Herde einz’ger Hirt erscheint.
    Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz,
    Schwarzes Land erstrahlt im Glaubensglanz.
    Reiche Ernten schau ich jedes Jahr,
    Weiser Männer eine große Schar,
    Seuch’ und Kriegen ist die Welt entrückt,
    Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt.
    Dieses kündet deutschem Mann und Kind
    Leidend mit dem Land die alte Lind’,
    Daß der Hochmut mach’ das Maß nicht voll,
    Der Gerechte nicht verzweifeln soll!

  7. Undine
    18. Dezember 2012 11:53

    @heartofstone

    "Lediglich Ex-BAWAG-Aufsichtsratspräsident Günter Weninger, der im ersten Prozess ein Teilgeständnis abgegeben hatte, wurde zu einem Monat bedingter Haft verurteilt"

    Ich erinnere mich noch, als wär's gestern gewesen! Knapp vor der vorletzten WIEN-WAHL wurde der BAWAG-Skandal ruchbar---allerdings nur zitzerlweise und immer nur gerade einmal das, was sich nicht mehr verleugnen ließ. In der SPÖ war die Hölle los, va die Wiener SOZIS fürchteten---mit Recht!---die Wahl zu verlieren.

    Und da stellte sich besagter Herr Günther Weniger 3 Tage vor der Wien-Wahl im ORF-Studio hin und verkündete via Bildschirm den aufgescheuchten Österreichern, va aber dem (roten) Wiener FS-Publikum mit lächelnder, beschwichtigender Miene und Stimme, daß alles nicht einmal halb so schlimm stünde bei der roten Gewerkschaftsbank, daß man ALLES im Griff habe.
    Dabei WUSSTE gerade dieser Falott, der Herr Weniger also, GANZ GENAU, wie es tatsächlich um die BAWAG und um die Gewerkschaftsgelder stand, nämlich daß alles Geld verzockt worden war!

    Es hieß dann immer euphemistisch, die BAWAG-Milliarden seien "in der Karibik versenkt worden". Ich kann mir gut vorstellen, daß dort an der Küste des Atlantiks zeitgerecht Leute bereit standen, die Milliarden aus dem Wasser zu fischen.

  8. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    18. Dezember 2012 09:50

    Möglicherweise ist der Grund für die öffentlich wirksamen Strafverhandlungen der:

    Seht her, die Justiz funktioniert. Es werden auch Politiker, Banker und Grafen angeklagt und verurteilt.

    • heartofstone (kein Partner)
      18. Dezember 2012 10:23

      Irrtum sprach der Igel und stieg von der Bürste ...

      Strafe nur für Weninger

      Im zweiten BAWAG-Strafprozess hat das Schöffengericht am Dienstag sechs von sieben Angeklagten freigesprochen. Der Spekulant Wolfgang Flöttl, Ex-BAWAG-Generalsekretär Peter Nakowitz, die früheren Bankvorstände Hubert Kreuch, Josef Schwarzecker und Christian Büttner sowie der Wirtschaftsprüfer Robert Reiter erhielten Freisprüche.

      Lediglich Ex-BAWAG-Aufsichtsratspräsident Günter Weninger, der im ersten Prozess ein Teilgeständnis abgegeben hatte, wurde zu einem Monat bedingter Haft verurteilt. ...

      Q: http://orf.at/stories/2156987/

  9. schreyvogel
    18. Dezember 2012 09:03

    Zum Thema Pranger: Was den ORF am meisten aufregte, war nicht eine eventuelle Korruption, sondern dass Strasser nicht gut Englisch spricht (alle im ORF meinen, dass sie selbst ganz exzellent Englisch können).

    • Segestes (kein Partner)
      18. Dezember 2012 12:02

      Dabei ist beispielsweise Armin Wolf nicht einmal in der Lage, in E-Mails auch Großbuchstaben zu verwenden, wie ich schon mehrmals feststellen durfte ^^

    • kakadu
      18. Dezember 2012 16:37

      @Segestes

      Dabei zählt der schon zur Küniglberg-Intelligenz. Da kann man sich ausrechnen, wie es bei den anderen aussieht! ;-)

  10. cmh (kein Partner)
    18. Dezember 2012 08:53

    Habe ich da etwas übersehen? Bin ich der einzige, der da ein Problem sieht?

    Wenn jemand eine Anschuldigung macht, dann muss er diese auch persönlich vertreten. Besonders für Journalisten, die in ihrer Tätigkeit ja privilegiert sind, sollte dies ganz besonders gelten. Und in einer Demokratie, die diesen Namen verdient, sollten anonyme Anzeigen nicht weiter beachtet werden.

    Und jetzt wollen die Herrschaften Aufdeckungsjournalisten Bedingungen für ihre Einvernahme stellen?

    Allerdings ist es schon dem spanischen König schlecht bekommen, sich mit seiner Trophäe ablichten zu lassen.

    • Segestes (kein Partner)
      18. Dezember 2012 12:11

      Wie schrieb doch bereits vor 1900 Jahren Kaiser Trajan an seinen Freund Plinius, bezüglich anonymer Anzeigen (gegen vermeintliche oder tatsächliche Christen):

      "Anonyme Anzeigen dürfen freilich bei keiner Anklage berücksichtigt werden. Denn das wäre ein überaus schlechtes Beispiel und entspräche nicht dem Geist unserer Zeit." ("nec nostri saeculi est")

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 13:38

      Dazu kommt noch, dass Anschuldigungen aus dem Hinterhalt und daraus folgende Verurteilungen nie ein Rechtsgefühl begründen können.

    • JEZ (kein Partner)
      19. Dezember 2012 20:40

      A.U.:
      "Das ändert natürlich nichts daran, dass Strassers Verhalten ziemlich widerlich war."
      Da bin ich anderer Meinung -
      das Verhalten der Journalistenmischpoche war gemein und hinterhältig.
      Der Zweck heiligt NICHT alle Mittel.
      Frage: wieviel haben sie dafür kassiert ?
      Selbst will das unfeine Paar unerkannt bleiben - bisher dachte ich, geheim aufgezeichnete Telefongespräche, Videos und dergleichen sind vor Gericht wertlos, noch dazu, wenn diese nicht persönlich vor Gericht vorgebracht werden.

      Unsere Justiz ist zum Spei.....

  11. ÖVP (kein Partner)
    18. Dezember 2012 08:18

    LOL

    Karas, Strasser ....

    .... die formidable Frau Ranner nicht zu vergessen!

  12. Kein Genosse
    17. Dezember 2012 12:30

    Leider fast OT, aber diese grandiose Rede von Henrik Broder sollte sich niemand entgehen lassen......

    Henryk Broder: „Wir erleben die letzten Tage Europas“

    Für den Schriftsteller Henryk Broder ist die EU der massivste Versuch einer Ent-Demokratisierung der Gesellschaft seit dem Ende der Sowjetunion. Er gibt ihr deswegen keine Überlebenschance – auch wenn die Gäste auf der Titanic nichts von dem Eisberg hören wollen, auf den der alte Kontinent zusteuert. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten dokumentieren eine zornige Rede Broders.

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/12/48877/

    • Geheimrat
      17. Dezember 2012 15:07

      Auch nicht schlecht....

      Merkel kündigt Ende des Wohlfahrts-Staats an

      Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt nicht, dass die europäischen Wohlstands-Staaten auf Dauer zu finanzieren seien. Alle müssten aufhören, mehr auszugeben als sie einnehmen. Sonst gehe die globale Wettbewerbsfähigkeit verloren - wie man es in der DDR erlebt habe.

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/17/merkel-kuendigt-ende-des-wohlfahrts-staats-an/

    • Undine
      17. Dezember 2012 17:29

      @Geheimrat

      Beides, sowohl die Rede Broders als auch die Mahnung Angela Merkels ist sehr, sehr gut. Aber warum kommt beiden die Erkenntnis so spät---genaugenommen ZU spät???

      "Merkel: „Wir wurden Zeugen, wie in der DDR das ganze sozialistische System nicht mehr wettbewerbsfähig wurde. Dadurch wurde den Leuten der Wohlstand verweigert, was am Ende zu großer Instabilität geführt hat.“

      Der Gedankengang ist ja nicht neu!!!

      Ihn auszusprechen wäre schon längst fällig gewesen; aber besser spät als hinterher.

  13. brechstange
    17. Dezember 2012 10:35

    Vielleicht sollten wir bei Klärung der Frage des "Warum ist Strasser befördert worden." die österr.-russische Freundschaftsgesellschaft nicht außer Acht lassen?

    • Alexander Renneberg
      17. Dezember 2012 14:30

      aha, und was genau soll da die orfg getan haben? bitte um aufklärung

  14. caruso
    17. Dezember 2012 09:40

    Etwas offtopic:

    Ein Mann spricht Klartext:
    Henryk Broder: „Wir erleben die letzten Tage Europas“
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/12/48877/

    • A.K.
      17. Dezember 2012 10:57

      Zu : http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/12/48877/
      ***************************************************************

    • Undine
      17. Dezember 2012 11:45

      @caruso

      ************!
      Henryk Broder kann es sich leisten, so offen diese verheerende, aber ehrliche Kritik zu äußern.

    • Pumuckl
      17. Dezember 2012 13:18

      Zu diesem Link würde mich ein Kommentar der sehr geschätzen Tagebuchpartner @ Wertkonservativer und @ phaidros sehr interessieren.
      Vorerst liebe Grüße an beide!

    • Der Zweifler
      17. Dezember 2012 13:38

      Henryk M. Broder ist Jude polnischer Abstammung und vertritt vor allem die Interessen Israels. Daher kann ihm das Schicksal Europas, vor allem im Hinblick auf dessen Islamisierung nicht egal sein.
      Sein Standpunkt trifft sich zwar mit dem vieler kritischer Europäer, kommt aber aus einer ganz anderen Ecke.

    • Wertkonservativer
      17. Dezember 2012 14:34

      Was ich über die Sache denke, lieber @ Pumuckl, können Sie sich anhand meiner diversen Äußerungen zu diesem für Europa existentiellen Thema wohl denken.

      Nun denn, ich sag's noch einmal:
      Herr Henryk Broder ist eben ein Europa-Zweifler und -Skeptiker, wie viele hier!
      Jedem sei seine Meinung unbenommen!

      Ich jedenfalls glaube weiterhin an eine gute Zukunft für die EU, den Euro, und insgesamt für die weiterführende Freundschaft zwischen den europäischen Völkern unter dem Dach der Europäischen Union.

      Ihr meint hier, ich sei eben ein tumber und unbelehrbarer Tor?
      Mag sein, und doch: ich glaube - wie der Großteil unserer europäischen Jugend - ganz sicher an eine gute Zukunft für unser gemeinschaftliches Europa!!
      Und die Jugend, DIE wird den Ausschlag geben, nicht die Skeptiker und Europa-Schwarzseher!
      Das sage ich, so wahr ich Gerhard Michler heisse!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      17. Dezember 2012 14:35

      Übrigens, lieber @ Pumuckl:

      herzliche Grüße zurück!

    • S.B.
      17. Dezember 2012 15:03

      @Caruso

      Eine mutige, intelligente und wahre Bestandsaufnahme dieser EU. Man sollte sie als Flugblatt über Brüssel abwerfen.
      Jedenfalls ist Henryk Broder keiner, der mit den Mächtigen paktiert, gratuliere!!!

    • phaidros
      17. Dezember 2012 15:16

      Lieber @Pumuckl, zuviel der Ehre - ich kann dazu (und insbesondere zu Broders Person) eigentlich nicht viel sagen. Seinen Text fand ich etwas unangenehm zu lesen, aber weniger wegen eines aufrüttelnden Inhalts, sondern mehr wegen des auf mich etwas mieselsüchtigen und stellenweise unnötig zu derb wirkenden Schreibstils.

      Die Missstände, die Broder anprangert, sind durchaus vorhanden, obwohl ich Manches davon im Einzelfall etwas anders beurteilen würde: sicher gehörte bspw. demokratiepolitisch eine Menge anders aufgestellt, aber dass es reine Demokratie für 350 Mio Menschen gar nicht geben kann, erwähnt B. nicht - oder es ist ihm nicht bewusst. Das ist ein Skalierungsproblem: was in der Gemeinde gut funktioniert, funktioniert nicht notwendigerweise in kontinentaler Größenordnung gut. Daher treten wir*) ja auch für das Subsidiaritätsprinzip ein: eine Frage gehört in der kleinsten Einheit beantwortet, die das autonom kann. Alle anderen Fragen gehören eine Ebene nach oben eskaliert. Übrigens haben wir**) selbst eine Riesenchance für einen großen Schritt nach vorn vertan, indem wir die Europaverfassung ablehnten.

      Um ein zweites Beispiel an seinem Beispiel festzumachen: selbstverständlich würde - müsste! - auch er dem Arzt oder dem Hotel eine zweite Chance geben, wenn keine anderen vor Ort wären, aber das erwähnt er nicht.

      Zusammenfassend kommt es mir vor, als wären wir***) Passagiere auf einem heruntergekommenen Schiff. Wir jammern und motzen gerne und andauernd darüber, wie verrottet nicht alles wäre, aber dass wir ohne genau dieses Schiff einfach absaufen würden, blenden wir weg. Ich plädiere für reparieren!

      Ebenfalls herzlichen Gruß

      phaidros.vie@gmail.com

      *) BIÖ
      **) Wähler
      ***) Bürger

    • phaidros
      17. Dezember 2012 15:18

      ... und was mich auch gestört hat: »Man kann auch nicht in aller Ruhe und Gemütlichkeit „Oh, du schöne Weihnachtszeit“ singen, wenn man weiß, dass beim Nachbarn die Hütte brennt. Denn man ahnt, dass das Feuer entweder auf das eigene Haus übergreifen wird oder dass man die obdachlos gewordenen Nachbarn bei sich wird aufnehmen und verpflegen müssen. Schwer zu sagen, welche Aussicht einem noch schlimmer als die andere vorkommt.« offenbart eine sehr unempathische, egozentrische (vermutlich unbewusst) Sicht der Dinge.

    • fokus
      17. Dezember 2012 15:21

      @Sg. Wertkonservativer

      Spätestens dann, wenn die Jungen erkennen, wie leichtfertig ihre wirtschaftliche Zukunft durch finanzielle Mißwirtschaft in der heutigen EU verspielt wurde, könnte sich auch bei ihnen Unruhe und Unmut über diesen Staatenbund breitmachen.
      Daher empfinde ich keinen Grund zu Jubelstimmung, tut mir leid.

    • Wertkonservativer
      17. Dezember 2012 17:33

      Ich will keine Jubelstimmung verbreiten, doch den völlig überzogenen "Grabgesängen" auf die EU und den Euro durch Hinweis auf eine völlig andere Stimmungslage bei der europäischen Jugend entgegentreten.
      Ich habe neun Enkel zwischen 12 und 38 Jahren, und diskutiere mit ihnen auch über deren Europa-Verständnis.
      Keine(r) davon lehnt die europäische Zusammenarbeit ab, findet sie als wesentlichen Teil der politischen Bewusstseinslage, und identifiziert sich somit mit ihr.
      Dieser "Elchtest", vervollständigt durch diesbezüglich gleiche Erfahrungen mit Dutzenden Pfadinder-Jugendlichen, gibt mir ein klares Bild vom positiven Europa-Bekenntnis unserer jungen Menschen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Scheherazade
      17. Dezember 2012 18:18

      @Wertkonservativer:
      "Ihr meint hier, ich sei eben ein tumber und unbelehrbarer Tor?
      Mag sein, und doch: ich glaube - wie der Großteil unserer europäischen Jugend - ganz sicher an eine gute Zukunft für unser gemeinschaftliches Europa!!
      Und die Jugend, DIE wird den Ausschlag geben, nicht die Skeptiker und Europa-Schwarzseher!"


      Der Großteil der europäischen Jugend?
      In Griechenland sind 57,0 Prozent der unter 24-Jährigen derzeit arbeitslos.
      In Spanien sind es 55,9 Prozent.
      Portugal: 39,1 %
      Italien: 36,5 %
      Lettland: 31,9 %
      Bulgarien: 30,3 %
      Slowakische Rep.: 30,1 %
      Ungarn: 29,9 %
      Irland: 29,9 %
      Zypern: 29,3 %
      Polen: 27,8 %
      Frankreich: 25,5 %
      und so weiter (Quelle: Eurostat Abfrage vom 30.11.2012)
      Tendenz: rasant steigend.

      Sie werden doch nicht im Ernst meinen, verehrter Wertkonservativer, dass all diese jungen Menschen noch an "dieses" Europa glauben? Haben Sie schon die Bilder der Straßenschlachten in Griechenland, der Krawalle in London,der eher friedlichen Demonstrationen in Spanien und Frankreich vergessen? Und haben Sie sich schon mal "Die Kriegserklärung" der Identitären Bewegung angesehen? (http://www.youtube.com/watch?v=DxalEUWZTG8 ) Und jetzt sagen Sie bloß nicht, das wären nur Einzelne, das gilt nicht für ganz Europa, das wird schon wieder werden - nur weil es in Österreich und Deutschland noch (NOCH!) ein bisschen besser ist!

      WENN diese jungen Menschen Europa neu erfinden, dann wird es nur gegen den Widerstand des herrschenden System geschehen. Was bedeutet, dass es erst zum völligen Zusammenbruch kommen muss, damit die kommenden Generationen auf den Ruinen der EUdSSR ein neues und freies Europa aufbauen können! Und zwar ein Europa freier, souveräner Völker - kein Völkerkerker unter Führung eines widerlichen Maoisten!

      Freundlichen Gruß, Scheherazade (Schluss mit den Märchen aus 1001 Nacht)

    • phaidros
      17. Dezember 2012 18:50

      Werte Scheharazade, was hat das mit der EU zu tun?

      Saugen wir uns einmal ein paar hypothetische Zahlen für ein Schrebergarteneuropa aus den Fingern:

      In Griechenland sind 71,0 Prozent der unter 24-Jährigen derzeit arbeitslos.
      In Spanien sind es 63,9 Prozent.
      Portugal: 47,1 %
      Italien: 44,5 %
      Lettland: 39,9 %
      Bulgarien: 42,3 %
      Slowakische Rep.: 37,1 %
      Ungarn: 37,9 %
      Irland: 34,9 %
      Zypern: 35,3 %
      Polen: 33,8 %
      Frankreich: 29,5 %

      Tendenz: explodierend.

      Wenn ich einigermaßen die Vorstellung getroffen haben sollte, die junge Leute sich machen, wie die Zahlen ohne EU wären, dann werden sie sogar glühende Anhänger sein!

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Wertkonservativer
      17. Dezember 2012 19:30

      @ Scheherazade:

      Freund phaidros ist mir zuvorgekommen!

      Und Sie meinen ernstlich, dass, sollte Europa wieder in seine volle nationalstaatlichen Einzelteile zerfallen, die Jugendarbeitslosigkeit geringer wäre, als unter dem grauslichen EU-"Regime"?

      Das sind doch lauten Gräuelmärchen, die Sie da auftischen!

      Wäre Österreich nur mehr der Einzelstaat ohne EU-Einbindung und ohne Euro, dann würden die EU-Kritisierer und - Niedermacher bald grauslich merken, wie die Spekulanten unseren Schilling abmurksen würden, was dann ebenso grausliche Folgen für Wohlstand, Arbeitsmöglichkeiten und Wirtschaftsentwicklung haben würde.

      Mit solchen Argumenten brauchen Sie mir nicht kommen; nicht meine Meinung (ich fühle mich wahrlich nicht als Fachmann), jedoch die der meisten wirklichen Wirtschaftsfachleute steht gegen den Europa-Skeptizismus und die davon abgeleiteten erwartbaren Folgewirkungen!
      Also, bitte, am Boden bleiben und nicht Märchen erzählen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • dssm
      17. Dezember 2012 20:55

      @Wertkonservativer
      'Also, bitte, am Boden bleiben und nicht Märchen erzählen!'
      Dann unterlassen auch Sie es bitte.
      Währungsspekulationen sind nur möglich wenn die Währung krank ist!
      Selbst ein winzig kleines Gebilde mit eigener Währung ist unangreifbar, wenn die Währung gesund ist.
      Wir sollten die europäische Idee weder mit undurchdachtem Zeugs überlasten noch, wegen ein paar sozialistischen Spinnern, auf den Müllhaufen werfen.

    • La Rochefoucauld
      17. Dezember 2012 23:58

      Scheherazade hat Eurostat als Quelle angegeben. Angebliche "Märchen" sind daher mit Fakten (!) leicht zu falsifizieren.

      Eine vollkommen subjektive und offensichtlich etwas emotionale Hochrechnung dieser Zahlen auf eine Situation ohne EU ist keine Falsifikation.

    • Wertkonservativer
      18. Dezember 2012 06:19

      Partielle Kritik nehme ich gerne und lernbereit zur Kenntnis!
      Doch bitte ich in dieser Diskussion auch zu beachten, dass die grausamen Länderschulden jeweils - ganz unabhängig von der "grausamen" EU - jeweils auf dem Mist der diversen Länder ins Unerträgliche gewachsen sind, und die Zukunft der Jugend beeinträchtigen werden.
      Die gemeinschaftlichen Haftungen für Fremdschulden sind - das weiß ich wohl - eine zusätzliche Gefahr! Diese Haftungen (auch für unsere teilweise falliten Banken) sind jedoch - gottseidank - bis jetzt noch nicht schlagend gerworden, und daher in der Frage der derzeitigen Jugendarbeitslosigkeit in den jeweiligen Ländern noch in keiner Weise relevant!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • phaidros
      18. Dezember 2012 06:23

      »Eine vollkommen subjektive und offensichtlich etwas emotionale Hochrechnung dieser Zahlen auf eine Situation ohne EU ist keine Falsifikation.«

      Falsifikation wovon? Von den Zahlen selbst? Selbstverständlich nicht. Von der Behauptung, dass die Jugend nicht an »dieses Europa« glauben kann? Durchaus.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. »Offensichtlich emotional«?

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 08:46

      Bei phaidros wäre ich nicht so ganz sicher, ober er den Unterschied zwischen Subsidiarität und Rätedemokratie kennt.

      IN den Daten schauen beide ja gleich aus.

    • phaidros
      18. Dezember 2012 09:34

      Zitat cmh: »Wenn jemand eine Anschuldigung macht, dann muss er diese auch persönlich vertreten. ... Und in einer Demokratie, die diesen Namen verdient, sollten anonyme Anzeigen nicht weiter beachtet werden.«

      Unter dem Licht, cmh, frage ich Sie: worauf begründen Sie Ihre Vermutung?

      Zitat cmh (http://www.andreas-unterberger.at/2012/12/das-debakel-der-gesamtschule-ij-und-wie-es-die-schmied-medien-vertuschen/#comment-218209 ):

      »Quälen Sie doch einen anderen.«

      Wer fängt denn immer wieder an?

    • Scheherazade
      18. Dezember 2012 10:56

      @ phaidros 17. Dezember 2012 18:50

      Dass die hohe Jugendarbeitslosigkeit in den wirtschaftlich schwächeren EU-Ländern nichts mit der EU zu tun hätte, ist ein Märchen. Mit der Einführung des Euro in diesen Ländern wurde das Auseinanderdriften der Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU verstärkt, da die Preise für Exportgüter stärker als in den wirtschaftlich stärkeren Ländern gestiegen sind, was nichts anderes bedeutet, als dass diese Länder ihre Erzeugnisse immer schwerer verkaufen konnten, während Länder wie Deutschland (Jugendarbeitslosigkeit zum 30.11.12 laut Eurostat 8,1 %) Österreich (8,5 %) und Finnland (18,8 %) glänzende Auslandsgeschäfte machten. Dass die einen so gut dastehen, während die anderen so ausfuhrschwach sind, liegt nicht zuletzt an den Lohnstückkosten: In Deutschland etwa fielen die Lohnerhöhungen in den vergangenen Jahren relativ bescheiden aus, Griechen und Spanier konnten sich dagegen über ordentliche Verdienstanstiege freuen, was an sich ja nichts Schlechtes wäre. Problematisch wurde es erst, als sich Produktivität der Arbeitskräfte nicht im selben Ausmaß verbesserte wie ihr Gehalt. Die Folge war, dass die Lohnstückkosten in Deutschland von 2000 bis heute nur moderat gestiegen sind, während sie in Südeuropa und Irland um rund ein Drittel zulegten. Mit anderen Worten: Deutsche Produkte blieben auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähig, südeuropäische Waren wurden teurer. Der gesunkene Absatz, die hohen Lohnkosten und teure Kredite trieben viele Firmen in die Insolvenz oder zwangen sie dazu, Arbeitsplätze abzubauen, bzw. möglichst billige Arbeitskräfte einzustellen. Folge: Anstieg der Arbeitslosigkeit allgemein und der Jugendarbeitslosigkeit insbesondere.

    • november (kein Partner)
      18. Dezember 2012 10:58

      Ich bin auch einer der jungen Leute (zumindest im Vergleich zum Forumsdurchschnitt), die nach wie vor überzeugt sind, dass die EU eine "sehr gute Sache" ist, so wie in Meinungsumfragen oft formuliert. Mit Broder kann ich somit auch nichts anfangen.

      Aber ich kann nicht übersehen, dass viele Probleme erst durch die EU, oder genauer gesagt durch den Euro entstanden sind. Ich denke, die Situation in Südeuropa wäre ohne gemeinsame Währung nicht dermaßen verheerend geworden. Für mich als überzeugten Europäer ist es nicht akzeptabel, dass die euopäische Idee aus Sicht der Südeuropäer (hoffentlich nur) vorerst gescheitert ist.

      Deswegen meine Enttäuschung mit der aktuellen Politikerriege.

    • november (kein Partner)
      18. Dezember 2012 11:01

      @Sheherezade

      Sehe ich ähnlich. Mit der Eurozone haben uns die Politiker ein disfunktionales Wirtschaftssystem aufgedrückt, dass sie offenbar selbst nicht verstanden haben.

      Ich hoffe auf schleunigste Einsicht und baldige Besserung, sonst wird das nichts mit Europa.

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 11:10

      Da Ihr link eine nur eine längere Diskussion liefert und nicht den genauen Punkt, darf ich annehmen, sie meinen die Differenz zwischen persönlicher Anschuldigung und Bloganonymität.

      Und wenn Sie da den Unterschied nicht mehr sehen, muss ich Sie schon fragen, ob Sie unter Verfolgungswahn leiden, dass Sie den Unterschied zwischen persönlicher Anschuldigung und unpersönlicher Rede unter lauter Nicks nicht erkennen.

      Das ist ja gerade das Problem mit Ihnen, dass Sie in der Art der reduktionistischen Naturwissenschaften nur mehr das sehen, was in der Theorie definiert ist. Das geht eine Weile gut und hat ERfolg, führt aber letztendlich nur zu neuen Problemen. Die zu sehen weigern Sie sich dann.

      Die "Quälerei" besteht darin, dass Sie einerseits verlangen, Texte zu lesen und andererseits das Gespräch abbrechen, wenn Sie nicht mehr in der Lage oder zu müde sind, auf ein längers Posting zu antworten. Vielleicht sind Sie das aus Ihrer Lehrtätigkeit so gewöhnt. Was weiss ich? Das hat aber nichts damit zu tun, dass man Sie immer wieder darauf hinweisen muss, wenn Sie wiedereinmal zu kurzatmig sind.

      Ihr Subsiaritätsprinzip klingt wirklich wie Rätedemokratie und ich bin mir nicht sicher, dass Ihnen das auch klar ist.

      Aber Sie sind halt wie Sie sind. Nur dass die ganzen anderen die Richtung Ihrer Demokratiebeschränkung nicht erkennen, verwundert schon und ist nur durch die heutige absolute Technologiehörigkeit und den Machbarkeitsfetischismus zu erklären.

    • Scheherazade
      18. Dezember 2012 11:26

      @ Wertkonservativer

      Mit Ihrer EU-Euphorie gehören Sie übrigens laut der jüngsten Umfrage des Linzer market-Instituts zufolge bereits einer Minderheit an:
      Etwas mehr als die Hälfte der Befragten befürworten neue Bündnisse anstelle der EU. Als beste Variante wird dabei eine Allianz mit Deutschland, den Niederlanden und den skandinavischen Staaten genannt. Insgesamt wird in der Umfrage eine hohe Unzufriedenheit mit der derzeitigen Entwicklung innerhalb der EU deutlich. Nur noch fünf Prozent der Österreicher sind der Meinung, dass die Union „auf jeden Fall so bleiben soll, wie sie ist“.

      Quelle: Wirtschaftsmagazin trend, aktuelle Ausgabe.

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 11:27

      november und Scheherazade

      Zum Euro:

      Wenn der in Ruhe gelassen würde, dann wäre der eine Art Goldstandard des 21. Jahrhunderts. Es fühlen sich aber alle bemüßígt, dauernd an dieser Währung herumzudrehen wenn sie irgendwo irgendwann einmal drückt. Und Geld drückt immer wenn es fehlt. Neues drucken ist aber immer Schwachsinn.

      Es dennoch immer wieder zu versuchen liegt an der Theorie, genauer der Geldtheorie, die vorgaukelt, man könne, dürfe, ja solle daran herumfummeln.

      Was gibt also z.B. den Griechen die Berechtigung zu meinen, weil auch in Griechenland mit Euro bezahlt wird müssten auch die Preise gleich wie in Deutschland sein? Niemand und nichts. Wer es dennoch meint, hat nicht eigentlich ein Problem mit dem Euro, sondern mit dem Geld überhaupt.

      Dass sich die Eurokraten allerdings bemüßigt fühlen, allen Negeranten beizuspringen und dann dem Euro die Schuld gegeben wird, ist schon von phaidrosscher Kürze.

      Denn wenn er die Demokratie lokal begrenzen will und ein einheitliches Modell zugrunde zu legen berechtigt ist, dann muss er auch gegen den Euro sein. Und das ist schade.

    • Scheherazade
      18. Dezember 2012 11:29

      @ november

      "Schleunigst" ist das Stichwort. Momentan verbrennt Österreich pro Tag eine Milliarde Euro. Geld, das unseren Kindern impertinent gestohlen wird, nur um den status quo noch ein Weilchen zu halten! Je früher dieser Spuk zu Ende geht, um so besser.

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 11:31

      Scheherazade

      Was ist aber jetzt, wenn die 5% diejenigen sind, die von der Sache eine Ahnung haben und sich nicht von den Medien die Meinungen vorgeben lassen.

      Mir ist noch nie eine Meinungsumfrage untergekommen, die meine MEinung hätte feststellen können. Wollen Sie da imaginäre Prozentsätze angeben? (sqrt(-1)=i)

    • Scheherazade
      18. Dezember 2012 11:41

      @ cmh

      Das Ergebnis dieser Umfrage deckt sich mit den Meinungen, die ich in vielfältigen Kontakten quer durch Österreich und Europa zu hören bekomme, deshalb halte ich sie für repräsentativ. Wie Sie für sich die Lage beurteilen, bleibt Ihnen unbenommen. Wenn Sie eine Lösung haben, wie die südlichen Euro-Staaten aus der wirtschaftlichen Misere kommen können, dann nur zu.

    • phaidros
      18. Dezember 2012 11:42

      Wenn ich das Gespräch nicht beende, führt das zu: "Sie sind ein Kindskopf, der immer das letzte Wort haben muss« (auch dort in der Gegend zu finden),

      Da Sie also ein Haar in der Suppe finden, egal was ich tue, beende ich es und warte auf Ihren nächsten unprovozierten, unqualifizierten Anwurf ad personam. Ein jeder blamiert sich eben, wie er es gerne hat.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • simplicius simplicissimus (kein Partner)
      18. Dezember 2012 12:08

      schehzerade: die identitären, grossartig!!!!
      wir alten können uns das maul fasrig reden, die jugend muss ran und zwar rasch, ehe es zuwenige sind.
      prinzipiell, ohne jetzt noch genug von der bewegung zu wissen, meine volle unterstützung!

    • november (kein Partner)
      18. Dezember 2012 12:15

      @Scheherazade

      Ich vermute stark, dass Österreich, Deutschland, Niederlande und Finnland die vier Länder sind, die vom Euro bis jetzt am meisten profitieren. Diese Erkenntnis läßt sich (mit Mühe) aus den Nachrichten und Wirtschaftsdaten herausdestilieren. Was wir erleben sind Anpassungsprobleme der Eurozone, die noch lange dauern werden. Was für mich inakzeptabel ist, ist dass die Last dieser Anpassung mMn einseitig den Südeuropäern aufgeladen wird, und in den Peripheriestaaten einer ganzen Generation die Zukunft gestohlen wird. Man sollte sich im Moment mehr auf Wachstum konzentrieren, wahrscheinlich müsste man da auch bei uns die Löhne anheben, um dem Süde eine Chance zu geben.

    • november (kein Partner)
      18. Dezember 2012 12:55

      Mit "sehe ich ähnlich" meinte ich die Einschätzung der Krise vor allem als Zahlungsbilanzkrise durch Wettbewerbsfähigkeitsverzerrungen in Folge fehlender Währungskursschwankungen. Ich teile nicht die Ansicht, dass es erst zum totalen Zusammenbruch kommen muss, damit man auf dem Schutt einer angeblichen EUdSSR ein neues Europa aufbauen kann. Ein Demokratiedefizit sehe ich aber auch, die Lösung für mich wäre aber eine demokratische europäische Regierung

    • phaidros
      18. Dezember 2012 12:56

      @dssm, Sie schreiben: "Selbst ein winzig kleines Gebilde mit eigener Währung ist unangreifbar, wenn die Währung gesund ist.", aber das verstehe ich offen gesagt nicht. Ein Grosser kann auf dembDevisenmarkt die Währung des Kleinen aufkaufen und den Kurs so in den Himmel treiben!? Wo ist mein Denkfehler?

      BG ph. v.htc)

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 13:45

      phaidros

      Auch die Reihenfolge ist eine Dateneigentschaft, die es zu berücksichtigen gilt. Sie kennen doch sicher den Unterschied zwischen Grund und Folge eines Datums.

      Über Ihre stasiartige Weise der Argumentation habe ich doch auch schon einmal gesprochen.

      Die versöhnlichen Stellen scheinen Sie dabei ebenfalls als Anschuldigungen missverstanden zu haben.

      Dass gerade Sie, dem es doch nur auf das Inhaltliche ankommt, so besonderes Gewicht auf die Höflichkeiten bei anderen legen ist verwunderlich.

    • Sensenmann
      18. Dezember 2012 14:25

      @november: Weder Österreich, Deutschland, Niederlande noch Finnland haben vom Euro profitiert. Diese Propagandalüge ist nicht nur durch die Berechnungen der UBS widerlegt, sie muss auch jedem denkenden Menschen klar sein.
      Hätten wir so profitiert, wie versprochen, dann würden doch die Realeinkommen steigen, die Wirtschaft florieren, die defizite sinken, der allgemeine Wohlstand steigen.
      Die Regierungen müßten Sondersitzungen ob des drückenden Bargeldüberhanges abhalten um darüber zu entscheiden, wie dem strotzenden Geldbeutel Erleichterung zu verschaffen wäre und ob man nicht die Mehrwertsteuer wie alle anderen Steuern auch halbieren solle.
      Die Wahrheit ist anders: Der Mittelstand schrumpft - allerdings nicht in Richtung Oberschicht. Die Steuern steigen nur durch llaufende erhöhungen und kalte Progression, nicht durch Steigen der zu Grunde liegenden besteuerten Werte. die Staatsfinanzen sind zerrüttet, die EU Kosten summierensich für uns mittlerweile zu Beträgen, die ein verlorener Krieg kostet.
      Nur ist ein solcher irgendwann vorbei, die Reparationen sind bezahlt. Hier ist aber ein Fass ohne Boden!
      Dieser geldsaugende Moloch von einem Staat verbrennt monatlich über eine Milliarde Euro! Über 8 Milliarden kostet uns die sozialistische Schuldenwirtschaft an Zinsen, 2,4 Mrd. die EU p.a.
      Gebracht hat uns die EU nichts. Abgesehen von Kosten, Unsicherheit, sinnlosen gesetzen und Verordnungen, deren Administration Unsummen kostet. Dazu doppelgleisige Behörden usw.
      Das Experiment der Sowjetunion 2.0 ist gescheitert. Je ehr wir das aufgeben, desto sicherer ist, daß es noch friedlich abgeht.
      Mit jedem Tag Vermögenstransfer wird das aber unwahrscheinlicher.
      Aber bitte, jeder wie er es haben will...

    • november (kein Partner)
      18. Dezember 2012 14:57

      Ich glaube nicht, dass es sich dabei um eine Propagandalüge handelt. Es ist nicht ganz leicht verlässliche Informationen und Erklärungen zu bekommen, was schon an sich ärgerlich ist (wozu gibt es Politiker und Medien?), aber es gibt sie wie z.B. in Aussendungen der Deutschen Bank. Danach kann man googeln.

      Die vier genannten Länder verbindet, dass sie alle teils massive Zahlungsbilanzüberschüsse aufweisen, hauptsächlich weil unsere Währungen nicht aufwerten mussten. Auf diese Weise profitiert unsere Exportwirtschaft, die vom aus unserer Sicht unterbewerteten Euro lebt. Unseren Überschüssen stehen zwangsläufig Defizite in den Peripheriestaaten gegenüber, welche diese sinnigerweise mit Krediten von Banken aus der Eurokernzone finanziert haben. Und unsere exportorientierte Wirtschaft profitiert, gerade weil sie die Löhne nicht erhöht.

      Unser Wirtschaftsmodell sieht im Wesentlichen also so aus, dass "wir" den Südländern Kredite gegeben haben, damit sie "unsere" Exporte abnehmen konnten. Und dannn klopfen wir Exportmeister uns auf die Schultern und rümpfen die Nase ob der Schulden im Süden.

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      18. Dezember 2012 15:09

      Wenn eine Theorie lange genug gepredigt wird, so wird sie zur Wahrheit erkoren und der gesunde Hausverstand ausgeschaltet.

      Wer hat wirklich vom Euro profitiert? Die Konzerne natürlich. Doch die Konzerne haben die Möglichkeit bei uns eingefahrene Gewinne zu schmälern, indem sie die Verluste welche sie in anderen Ländern machen, bei uns abschreiben zu dürfen. Dies führt widerum zu weniger Steuereinnahmen.
      Uns wird immer gepredigt dass die südlichen Ländern unsere Waren kaufen und wir dadurch einen Exportüberschuss erzielten (wobei widerum nur die Konzerne verdienen). Nur wird uns verschwiegen, dass die Südländer mit Krediten diese Waren kaufen. Also haben wir unseren Export eigentlich selbst finanziert!!!!!
      Ich habe dies schon einmal in einem Kommentar dargelegt und einige Links zur Verfügung gestellt, die diese These bestätigen. Ich erspare es mir deshalb, weil ich den Eindruck gewinne, egal welchen Kommentar man schreibt, er von vielen Leuten gar nicht gelesen wird, weil nur die seriösen Quellen, die dem Mainstraem entsprechen, als die einzige Wahrheit gilt.
      Deshalb verabschiede ich mich von dieser Seite und spare mir die Zeit. Jeder hat heutzutage die Möglichkeit dank Internet sich auch die andere Seite abseits des Mainstreams zu informieren und sich seine eigene Meinung zu bilden. Und es bringt nichts, wenn jemand seine vorgefertigte Meinung hat und eine andere gar nicht hören oder lesen will.
      Ich wünsche allen hier ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles alles Liebe für die Zukunft.
      Liebe Grüße aus Oberösterreich

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 15:35

      Scheherazade

      Ich erinnere mich noch daran, bei der Abstimmung über den EU Beitritt in einem Kreis von angehenden Wirtschaftstreuhändern und Steuerberatern eine Meinung dagegen getan zu haben. Mehr habe ich damals nicht gebraucht.

      Heute ist die Mehrheit wieder eine andere.

      Es kann schon sein, dass beide stimmen. Aber ein wenig mehr Begründung und Reflexion wäre schon angebracht.

      Eine Lösung für die derzeitige Misere habe ich natürlich nicht. Ich sehe aber, dass das europäische Projekt EU nicht ausreichend behirnt wurde, dann an die Wand gefahren wurde und jetzt schlecht sein soll. Das kann nicht sein. Man kann jeden Hof zugrunderichten und jedes Vermögen in kurzer Zeit durchbringen.

      Aber dann die Schuld dem Hof oder der unzulänglichkeit des Vermögens die Schuld zu geben ist sehr kurz. Auch wenn alle der Meinung sein sollten.

      Und wenn die Meinungsträger ihre Meinungen wechseln wie die Hemden, dann muss man sich immer fragen, welche Meinung denn gerade die aktuelle wäre.

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 15:44

      consuela et al

      Entweder man hat einen gemeinsamen Währungsraum und treibt darin Freihandel, oder man hat nationale Währungen mit doch gewissen Handelshemmnissen und Risiken.

      Beides sind gangbare Wege,

      Doch einerseits den Euro gerne zum Schuldenmachen zu haben und andererseits wegen der vielzuvielen Schulden gerne abwerten, das geht sicher nicht.

      Also es ist zu einfach, die Probleme dem bösen Euro anzurechnen. Vielmehr entstehen diese durch Regierungen, die nicht wissen was sie tun und daher nur Treibgut nationaler Interessen und der der Konzerne sein zu können.

      Der eigentliche Sündenfall ist zu dem Zeitpunkt geschehen, zu dem die Sozialisten aller Parteien die Geldpresse anwarfen. Denn ihrem Machbarkeitswahn haben sie geglaubt, sie könnten sich Geld machen, dass nicht knapp ist.

    • november (kein Partner)
      18. Dezember 2012 16:11

      cmh,

      Der Euro ist nicht böse, aber das von mir beschriebene Modell hätte mit Währungsab-/aufwertungen und unterschiedlich hohen Leitzinsen innerhalb der EU so nicht funktioniert. Und der Goldstandard hat bekanntlich nicht überlebt, genauso wenig wie Bretton Woods.

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 17:08

      Dass Bretton Woods und der Goldstandard nicht mehr bestehen ist natürlich eine Tatsache.

      Nichtsdestotrotz wurden dort paradigmatische Lösungen zu den uralten Problemen der Geldpolitik gefunden. Insoferne ist der Goldstandard natürlich noch ein anzustrebendes Ideal.

      Denn was sollen denn die Eigenschaften des Geldes sein?

      Es soll knapp sein, aber nicht zu kanpp und seine Menge soll sich dem Zustand der Wirtschaft anpassen - in den letzten Jahren vor allem mitwachsen. Dazu ist es nötig, dass das GEld den begehrlichen Fingern der Klipper und Wipper entzogen ist, dass also nicht jeder Politiker seine Probleme durch die Vermehrung des Geldes kurzfristig in den Griff bekommen kann. Die Notwendigkeiten der Staatsraison sind immer alternativenlos und Gründe für die Erweiterung der Geldmenge sind daher schnell gefunden.

      Letzteres soll natürlich nicht sein. Der dem Zugriff der nationalen Regierungen entzogene Euro wäre, wenn ich das richtig verstanden habe, das beinahe ideale Geld gewesen.

      Leider ist der Euro nicht nur eine Geschichte eines Zahlungsmittels sondern vor allem eine Geschichte der Nichteinhaltung sämtlicher (selbst gegebener) Regeln durch die Politik. Dass letztendlich eine Währung, die nicht kanpp ist, nicht mehr geeignet sein kann, die relative Knappheit der Güter zu messen, sollte doch auf der Hand liegen. Das ist aber kein Konstruktionsfehler des Euros, sondern die eklatante Unfähigkeit und Unwilligkeit der Politk, schlichte Regeln einzuhalten und auch einmal nein sagen zu können.

      Wenn jetzt hier so getan wird, als wäre der Euro von Anfang an falsch konstruiert, dann müsste man nicht den Euro schelten, sondern die Politiker einzeln mit nassen Fetzten als überführte Betrüger bis zum Ende ihrer Tage quer durch Europa prügeln.

      Wien meinte eine Bank so werbewirksam: In jeder Beziehung zählen die Menschen!

    • cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 17:14

      Wenn die Griechen kein Geld haben, dann hätten sie nicht über ihre Verhältnisse leben dürfen, auch wenn die Germanen in Geld geschwommen sind. Die Abwertung von nationalen Währungen ist der gleiche Beschiss, wie die Manipulation einer Gemeinschaftswährung.

      Wobei ich ja nicht glaube, dass die Griechen so arm sind, wie sie immer tun. In 500 Jahren türkischer Herrschaft haben sie sicher gelernt, nur soviel abzuliefern, als unbedingt nötig war. Da ist sicher noch viel da. Tankerflotten z.B. Aber die Felstlandeuropäer samt ihren Journalisten denken nicht an diese Dinge. Inseln zu verkaufen ist doch nur lächerlich und peinlich.

    • kaffka(keinePartnerin) (kein Partner)
      18. Dezember 2012 17:32

      phaidros
      18. Dezember 2012 12:56

      Wie stellen Sie sich das vor?

      Der Grosse kauft am Devisenmarkt den Schilling zum dreifachen Preis auf?
      Der Kleine könnte mit einem Drittel seines jetzigen Aufwandes seine gesamten Importe einkaufen und hätte dann noch doppelt soviel Geld in Devisen um damit seine Exporte zu stützen.
      Ausserdem könnte er auch noch Geld drucken und es dem Grossen zum dreifachen Preis verkaufen, bis der daran erstickt.

      So einfach ist eine Milchmädchenrechnung, die sich von der Ihren garnicht so unterscheidet.

    • kaffka(keinePartnerin) (kein Partner)
      18. Dezember 2012 17:38

      cmh (kein Partner)
      18. Dezember 2012 17:08

      Letzter Satz ist falsch!

      Richtig ist: ..in jeder Beziehung ZAHLEN die Menschen!

    • Wertkonservativer
      18. Dezember 2012 17:39

      Die Diskussion läuft aus den Ruder, für mich daher: Ende derFahnenstange!

      Mit der Märchen-Scheherazade hat sich ja ein ganz kluges Menschenkind in unsere Diskussion geschlichen (es sei denn, sie ist eine der vielen Verwandlungs-Künstler hier im Blog!):
      An diese Dame nur eine Frage (heute 11:29):
      "Österreich verbrennt eine Milliarde Euro am Tag"
      Wie ist das zu verstehen? Ich kann's einfach nicht fassen; wahrscheuinlich bin ich zu dumm für die vielen klugen bis superklugen Diskutierer hier!
      Das eine will ich jedoch wissen:
      wie geht das mit der Milliarde pro Tag? Dreihundertfünfundsechziig Milliarden, alle in den Rauchfang???
      Und nochwas: wenn inzwischen eine knappe Mehrheit die EU ablehnt, regt mich das gar nicht so sehr auf, ist für mich fast eine positive Meldung!
      Da sieht man wenigstens einen Unterschied zu unseren verehrlichen Mitbloggern:
      hier sind geschätzte 90 % gegen die EU und den Euro!!
      Ob diese hohe Ablehnung der Volksmeinung entspricht?
      Na ja, die 90% hier wollen's halt wissen. Wir werden ja sehen, wie es weitergeht; ich meine halt, dass die 10% schlussendlich rechtbehalten werden!

      Bitte nicht schießen, ich bin unbewaffnet!!!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • november (kein Partner)
      18. Dezember 2012 17:42

      Wenn jetzt hier so getan wird, als wäre der Euro von Anfang an falsch konstruiert, dann müsste man nicht den Euro schelten, sondern die Politiker einzeln mit nassen Fetzten als überführte Betrüger bis zum Ende ihrer Tage quer durch Europa prügeln.

      Das ist wohl richtig. Ich halte den Euro für nicht prinzipiell falsch, nur die Konstruktion war es bis jetzt. Davor haben aber auch Wirtschaftsnobelpreisträger gewarnt, von Milton Friedman (sehr wirtschaftsliberal) bis Joseph Stiglitz (sehr keynesianisch). Deswegen meine Hoffnung, dass sich die Politiker irgendwann einsichtig zeigen und die Situation verbessern.

    • phaidros
      18. Dezember 2012 17:46

      @Scheharazade: »Die Folge war, dass die Lohnstückkosten in Deutschland von 2000 bis heute nur moderat gestiegen sind, während sie in Südeuropa und Irland um rund ein Drittel zulegten.«

      Diese Art von Vergleich habe ich nie verstanden: die Lohnstückkosten müssten aufgrund des viel höheren Ausgangsniveaus trotzdem in Deutschland viel höher sein, schon aufgrund des hohen Lohnniveaus und der hohen Abgabenlast. Warum verlagern denn Produzenten ihre Standorte in billigere Gebiete (um dort oft lernen zu müssen, dass es für das höhere Lohnniveau auch gute Gründe gibt - oft aber auch nicht)?

      Sie schreiben: » Deutsche Produkte blieben auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähig, südeuropäische Waren wurden teurer. «, aber ich glaube nicht, dass da sonderlich viele Produkte dabei sind, die in direkter Konkurrenz stehen, wodurch die Aussage für mich wahr sein mag, aber in ihren Wirkungen völlig unwägbar wird.

      Aber nebenbei, wir driften da völlig ab: Los ging es bei der Vermutung, dass die Jugend aufgrund der Arbeitslosigkeitszahlen die EU ablehnen »müssten« und der Wertkonservative das in Abrede stellte. Und offen gesagt deckt sich auch mit meiner Beobachtung nicht.

      Fazit: den Mechanismus zuer Erzeugung der Arbeitslosigkeit, den Sie da beschreiben, halte ich für plausibel, aber nicht der EU zuordenbar. Denn diese Fehler macht jedes Land für sich ebenso, der Kreditmechanismus, den November beschreibt hätte auch mit nationalen Währungen zum selben Ergebnis geführt. Aufgrund der Wechselverluste möglicherweise sogar viel schneller, aber das ist natürlich pure Raterei.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • november (kein Partner)
      18. Dezember 2012 18:07

      phiadros,

      Ich gebe zu, dass ich das auch nicht komplett verstehe. Aber die Idee dahinter ist offenbar, dass bei einem Wirtschaftsaufschwung in den Nordländern irgendwann deren Währungen hätten aufwerten müssen. Dann wären von außen betrachtet die Lohnstückkosten angestiegen, obwohl man die Löhne eingefroren hätte. Somit wäre ein Teil der höheren Wettbewerbsfähigkeit wieder verloren gegangen.

      Im Süden gilt das Gegenteil, trotz ständiger Lohnsteigerungen wäre die Wirtschaft wettbewerbsfähig geblieben durch Währungsabwertungen. Es geht auch nicht so sehr um die absoluten Höhen der Lohnstückkosten, sondern um die Entwicklungen relativ zueinander.

      Banken aus Nordländern hätte im Süden weniger Kredite vergeben, weil das Prodzedere der ständigen Abwertungen bekannt war. Seit der Euroeinführung haben offenbar sowohl die Exporte als auch die Kreditvergaben in den Süden zugenommen.

      Wenn jeder Staat seine eigene Währung hat, werden Unterschiede in den Zahlungsbilanzen durch Währungskursanpassungen ausgelichen. Bei einer gemeinsamen Währung geht das nicht. Es hätten eher die Südländer ihre Löhne einfrieren müssen und wir sie anheben.

    • phaidros
      18. Dezember 2012 20:09

      @kaffka, danke, aber irgendwie haut das nicht hin, glaube ich:

      Wie stellen Sie sich das vor? Der Grosse kauft am Devisenmarkt den Schilling zum dreifachen Preis auf?

      Ja, genau das tut er, wenn er den Kleinen angreifen will. (Muss jetzt nicht unbedingt das Dreifache sein, aber lassen wir es als Beispiel stehen).

      Der Kleine könnte mit einem Drittel seines jetzigen Aufwandes seine gesamten Importe einkaufen und hätte dann noch doppelt soviel Geld in Devisen um damit seine Exporte zu stützen.

      Ausserdem könnte er auch noch Geld drucken und es dem Grossen zum dreifachen Preis verkaufen, bis der daran erstickt.


      Das verstehe ich prinzipiell, aber ist das so? Um den Kurs zu treiben, muss der Große die Währung des Kleinen ja nicht dem selbst abkaufen. Die Devisen fließen nicht in das entsprechende Land, das dann mit dem hohen Kurs und ohne Devisen dasteht. Der Vorteil des Importeinkaufs bleibt natürlich bestehen, und das ist natürlich auch nicht zu 100% »dicht« zu kriegen. Aber den Kapitalfluss in das Land kann der Große vermutlich deutlich vermindern, wenn schon nicht verhindern.

      Wieso wäre es für ein Land sonst so schlecht, wenn seine Währung in die Höhe geht? Diese Doppelmühle müsste ja immer zu lukrieren sein, egal ob Angriff oder natürliche Schwankung. Und doch bekommen alle anscheinend unausweichlich Exportprobleme, denen ein hoher Kurs passiert.

      @november: danke für Ihre Bemühung, in etwa so stopple ich mir das auch zusammen. Wenn Sie aber sogar explizit sagen: »Es geht auch nicht so sehr um die absoluten Höhen der Lohnstückkosten, sondern um die Entwicklungen relativ zueinander.«, ist das genau, was ich eben nicht kapiere (außer für nicht konkurrierende Produkte, aber gerade da sollte die gegenseitige Entwicklung per se doch wieder egal sein?!)

      Würde eine Abwertung den Kreditgeber interessieren, der den Kredit ja in seiner Währung vergibt? Ein Schuldner, der weniger Kredite aufnimmt, weil er selbst weiß, dass er abwerten wird, scheint mir auch wieder nicht plausibel.

      Wie gesagt: ich muss gestehen, ich kapier's nicht.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • xRatio (kein Partner)
      19. Dezember 2012 00:14

      @ cmh (kein Partner) 18. Dezember 2012 11:27

      "Zum Euro:
      Wenn der in Ruhe gelassen würde, dann wäre der eine Art Goldstandard des 21. Jahrhunderts. Es fühlen sich aber alle bemüßígt, dauernd an dieser Währung herumzudrehen wenn sie irgendwo irgendwann einmal drückt. Und Geld drückt immer wenn es fehlt.
      Neues drucken ist aber immer Schwachsinn."
      ===============
      Stimmt!!
      Der mit Abstand klügste Satz in dem sonst niveaulosen Gelaber hier.

      Schlimm, daß die Volksverblödung so weit fortgeschritten ist, daß nicht einmal mehr die einfachsten ökonomischen Zusammenhänge verstanden und Politruks und Notenbankster als die eigentlichen Übeltäter erkannt werden.

      xRatio

  15. Josef Maierhofer
    17. Dezember 2012 09:05

    Geld macht dumm und unsensibel.

    Unsere Politiker schwimmen im Geld und machen eine Dummheit nach der anderen, um in noch mehr Geld und Macht zu schwimmen. Geld macht eitel, da stimme ich mit Dr. Unterberger überein, Geld macht überheblich, Geld trübt den realen Blick auf alles andere und wichtige, etc.

    Der Gerichtssaal als (meist parteipolitisches) Tribunal ist für mich das Allerschlimmste an unserer (Partei)Justiz.

    Herr Dr. Unterberger hat praktisch den Gesetzesentwurf schon geschrieben, ich weiß nicht, ob unsere 'Justizfiguren' mit der Frau Bundesminister an der Spitze das überhaupt verstehen können, sind sie doch mit dem Geldausgeben und -vermehren hauptsächlich beschäftigt und mit dem nächsten Urlaub, Kur, Seminar (oft auch Parteiseminar), etc.

    Das meine ich ich auch immer (als Nichtfachmann natürlich) wieder mit dem Nennen einer nötigen Gesetzesreform, ich meine aber damit auch die vielen unnötigen und, wie man sieht zerstörenden, gesellschaftszerstörenden, Privilegiengesetze.

    Also Justizreform, aber bitte diesmal ehrlich, ohne Privilegien und Partei und fundamental, Österreich braucht das dringend.

    Tatsächlich stellen wir uns mit unseren Gesellschaftsauswüchsen so dar, als könnten wir die unseriösen britischen Journalisten, die auch unlängst eine Krankenschwester in den Tod getrieben haben, hier noch toppen. Durch den Schlendrian der letzten 40 Jahre sind wir zum Abschaum Europas geworden.

    Ich schäme mich fast schon Österreicher zu sein und fordere alle vernünftigen Mitbürger auf, die Verursacher für unsere eigene Zerstörung jetzt endlich ratzeputz abzuwählen. So viel Gelegenheit dazu werden wir nie mehr haben.

  16. Observer
    17. Dezember 2012 08:46

    Beim Fall Strasser wird wieder einmal deutlich, wie sich Politiker und NR-Abgeordnete nach dem Ausscheiden aus der Politik durch "Beratertätigkeit" ihr Geld verdienen. Dies beweist doch eindeutig, dass Seilschaften innerhalb des politischen Entscheidungsnetzes existieren, welche durch "Informationen" (Lobbying, Bestechung usw.) beeinflusst werden können. Davon sind alle Parteien (auch die Grünen!) betroffen.
    Alle diese Missstände kann man nur dadurch abstellen, indem man den Ministerien Extraausgaben für Inserate und Beratung per Gesetz verbietet. In jedem Ministerium sitzen genügend Fachkräfte, welche Analysen, Gutachten und Empfehlungen für den Minister vorlegen können. Der einzige mögliche Nachteil dabei besteht darin, dass man bei Fehlgriffen die Verantwortung selbst übernehmen muss und diese nicht auf außenstehende Fachleute abwälzen kann.

    Ich fürchte schon, dass man den bisher eher glücklosen Josef Pröll demnächst wieder in der (niederösterreichischen) Politik vorfinden wird. Haben denn die Schwarzen so eine kleine Personalreserve, dass sie auf solche Versager zurückgreifen müssen?

  17. Politicus1
    17. Dezember 2012 08:17

    sehr guter Hinweis auf die Gerichtspaparazzi!

    Selbst als "nur" allen Beteiligten völlig unbekannter Zuhörer bei einem mich interessierenden Strafverfahren im Grauen Haus wurde ich sofort nach dem Aussteigen aus dem Lift von einer Meute von Fotographen EINZELN (unter Verletzung jeglichen Datenschutzes!) aus allen Winkeln fotographiert, als ob ich der wiederauferstandene Elvis Presley wäre ....

    Das Erlauben eines regelrechten "photoshootings" durch den Richter zu Beginn der Verhandlung im Gerichtssaal ist ein Skandal und gehört tatsächlich dringendst abgeschafft.

  18. HJR
    17. Dezember 2012 07:53

    OT - Energiewende das nächste Märchen

    http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article112058591/Staat-kassiert-Milliarden-durch-hoehere-Strompreise.html

    Dacht ich mir's doch! Da hat sich die Politik wieder eine feine Begründung ausgedacht, warum sie uns - leider, leider, aber natürlich nur zu unserem Wohle und zu unserer (Energie-)Sicherheit wieder etwas mehr abknöpfen muss. Jeder mittelalterliche Potentat wäre ob solcher Möglichkeit in einen Freudentaumel gefallen!
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

    • phaidros
      17. Dezember 2012 15:23

      Ein Volk von 80 Millionen bringt also 1 Milliarde mehr /a auf.

      Pro Kopf also etwa 1€ pro Monat.

      Ich finde das nicht zu viel investiert, um es künftigen Generationen nicht unnötig schwerer zu machen, als unbedingt nötig. Selbst, wenn es nur »auf Verdacht hin« erfolgt und sich irgendwann als gar nicht nötig herausstellen sollte.

  19. HJR
  20. Wertkonservativer
    17. Dezember 2012 06:14

    In aller Eile:

    der Herr Strasser hat sich, vor allem aber seiner Partei, selbstverschuldet viel Ärger eingebracht; mein Mitleid mit ihm hält sich in engen Grenzen!!

    Die ganze Causa ist ja sowieso ein Paradebeispiel der Kuriosität und Lächerlichkeit:
    wer könnte wirklich glauben, dass ein EU-Landesspitzenkleifel, wie der Herr Strasser nach hemdsärmligenem Zweikampf mit einem ebenso Unbedarften nun war, in diesem riesigen EU-Parlament, als Vertreter des kleinen Österreich wirklich bestimmenden Einfluss auf irgendwelche Gesetzesentwürfe nehmen könnte!!!

    Eine Überheblichkeit: lächerlich, wirklich lächerlich!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  21. RR Prof. Reinhard Horner
    17. Dezember 2012 02:05

    reinhard.horner@chello.at

    "Die Zukunft ist offen" - oder ...

    Die EU-Feindschaft, welche die Zukunft Österreichs auf unserem Kontinent mit den Rezepten bis ins 19. und ins frühe 20. Jahrhundert gelöst haben möchte, in Stellung zu bringen, das wählt von den etwa fünf Varianten des stets unausweichlichen Lernens aus der Geschichte: a) das einseitige Wiederholen mit allen Fehlern in Verbindung mit b) dem gegenabhängigen Fortführen alter Feindschaften.

    Für die selektive Bestärkung des Bewährten und die Schaffung von zukunftstauglichem Neuem bleibt folglich wenig Energie.

    Es ist zu hoffen, dass unsere Jugend in ihrer Auseinandersetzung mit dem Überkommenen und mit dem aus dem Überkommenen Aufgewärmten die erforderliche Zukunftsoffenheit entfaltet und eher dem Othmar Karas zuhört als denen, die unser Land irgendwo in die Erste Republik rückzuführen trachten und die Fakten der globalisierenden Welt der Menschheit von 7 Milliarden plus ausblenden möchten.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      17. Dezember 2012 02:10

      reinhard.horner@chello.at

      Sollen unsere österreichischen Europa-Abgeordneten dazu verhalten werden, die Verzwergung (Verschrebergartelung) unseres Gemeinwesens in Europa und in der Welt zu betreiben?

  22. S.B.
    17. Dezember 2012 02:05

    Und noch viel demütigender bzw. sogar urteilsbeeinflussend ist die in Österreich leider immer wieder übliche Praxis (besonders beim politischen Gegner), daß Details aus Gerichtsakten den Medien zugespielt werden, die dann mit der dafür erwarteten Berichterstattung die Vorverurteilung so richtig in Gang setzen.
    Das kann bis zur Existenzvernichtung führen und daher wäre dringender Handlungsbedarf für ein wesentlich rigoroseres Vorgehen absolut gegeben.

    Nachdem man aber mit diesem Gesetzesbruch in die gewünschte Richtung manipulieren kann, sind die Verantwortlichen offensichtlich gar nicht gewillt, endlich eine Veränderung herbeizuführen.
    Das erklärt, warum unser Justizsystem bereits im Ausland immer mehr in Verruf gerät!

    P.S.: Besonders interessant wäre im Zusammenhang mit Strasser, wer tatsächlich der oder die Auftraggeber (Hintermänner?) dieser britischen Journalisten waren, das würde viel mehr Licht ins (Motiv-)Dunkel der unappetitlichen Causa bringen.

    • Undine
      17. Dezember 2012 09:31

      @S.B.

      "P.S.: Besonders interessant wäre im Zusammenhang mit Strasser, wer tatsächlich der oder die Auftraggeber (Hintermänner?) dieser britischen Journalisten waren, das würde viel mehr Licht ins (Motiv-)Dunkel der unappetitlichen Causa bringen"

      Das müßte zwar hauptsächlich die Gerichte interessieren, aber auch ich wüßte es gerne! Ich bezweifle allerdings, daß die Auftraggeber jemals enttarnt werden. Aber mMn sitzen diese ohnedies in Österreich---man erinnere sich an Sinowatz und Co, als es galt, Waldheim zu verhindern. Auch damals wurde das "Ausland" bemüht. Das weltweite Netzwerk der Sozis ist immer nützlich.

    • S.B.
      17. Dezember 2012 15:14

      @Undine

      Ein sehr guter, passender Vergleich und interessant dabei ist, daß solche widerlichen Intrigen immer nur in eine (rechte!) Richtung gehen, während in der anderen (linke) Richtung sofort die Reihen dicht gemacht werden und die Genossen einander sogar mit falschen Zeugenaussagen und Papieren - wie z. B. im Fall Lucona - unterstützen, die lassen nichts nach außen dringen.
      Man könnte glatt zum Verschwörungstheoretiker mutieren!

    • Gandalf
      17. Dezember 2012 18:58

      @Undine:
      **********!

  23. Haider
    17. Dezember 2012 01:27

    Die beiden britischen Aufdeckerjournalisten dürften eine kleine österreichische Eigenheit übersehen haben. Wenn's Linken nützt, wird in Österreich prinzipiell niemand medial an den Pranger gestellt! Aber dies ist nur eine unwesentliche Episode.

    Was für mich das Strasser-Fiasko so besonders aufzeigt, ist die Verpröllung Österreichs. Da verpröllt eine Mikl-Leitner mit ihrem Zaster-Sager alle Anständigen, da verpröllt ein Karas alle Denkenden und ein Spindelegger alle (ÖVP-)Hoffenden.
    Wann ist endlich Schluß mit der Verpröllung Österreichs?

  24. Haider
    17. Dezember 2012 01:27

    Die beiden britischen Aufdeckerjournalisten dürften eine kleine österreichische Eigenheit übersehen haben. Wenn's Linken nützt, wird in Österreich prinzipiell niemand medial an den Pranger gestellt! Aber dies ist nur eine unwesentliche Episode.

    Was für mich das Strasser-Fiasko so besonders aufzeigt, ist die Verpröllung Österreichs. Da verpröllt eine Mikl-Leitner mit ihrem Zaster-Sager alle Anständigen, da verpröllt ein Karas alle Denkenden und ein Spindelegger alle (ÖVP-)Hoffenden.
    Wann ist endlich Schluß mit der Verpröllung Österreichs?






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