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Das Abhausen von Backhausen drucken

Backhausen ist einer der letzten alten Qualitätsbetriebe dieses Landes. Und er ist über Nacht aus dem Familienbesitz geschwunden. Was im Falle einer Insolvenz zwar jenseits aller Nostalgie durchaus üblich ist. Aber es gibt ein paar auffällige Merkwürdigkeiten.

Eine davon ist, dass nun eine Gruppe um einen gewissen Alfred Gusenbauer zu den neuen Eigentümern zählt. Das freut einmal. Ich freue mich ja über jeden Sozialdemokraten, der in der Wirklichkeit des Lebens lernt, wie sehr sich dieses von den Sprüchen einer Arbeiterkammer oder seiner ehemaligen Partei unterscheidet.

Gleichzeitig taucht freilich die unbescheidene Frage auf, woher der vor vier Jahren aus der Politik ausgeschiedene Politiker in der Zwischenzeit eigentlich so viel Geld angesammelt hat, um sich die Unternehmensübernahme leisten zu können. Immerhin hat Gusenbauer ja immer seine arme Herkunft betont. In der hat es nicht wie bei einem Hannes Androsch den angeblich reichen Onkel gegeben.

Um nicht missverstanden zu werden: Selbstverständlich hat auch ein Gusenbauer das Recht, gut und schnell zu verdienen. So wie es auch der SPD-Mann Steinbrück mit üppigen Vortragshonoraren getan hat. Man wird nur sehr hellhörig, weil man in den letzten Jahren von Gusenbauer keine Vorträge, sondern seinen Namen fast nur in Zusammenhang mit folgenden zwei Netzwerken gehört hat: Das eine war eine diskrete Fortsetzung seiner alten sozialdemokratischen Beziehungen. Das andere waren auffällig viele Kontakte zu mittelasiatischen Diktatoren.

Irgendwie seltsam, dass sich niemand für Gusenbauers Tätigkeit in diesen Jahren interessiert. Und dass er selber so wenig darüber erzählt. Wenn man das mit dem intensiven und anhaltenden Interesse vor allem der diversen Wochenmagazine für die Aktivitäten des Karl-Heinz Grasser vergleicht, denkt man sich seinen Teil.

Interessant ist aber auch die Rolle der Gläubiger-Bank des Backhausenschen Unternehmens. Wenn die Vorwürfe des bisherigen Eigentümers stimmen sollten, dass die Bank einen von ihm präsentierten Sanierungsvorschlag ignoriert hat, dann ist das zumindest merkwürdig. Und dass binnen 24 Stunden nach dem Ablehnung des Vorschlags von Backhausen die Gusenbauer-Gruppe und die Bank selber bereitstanden und das Eigentum übernahmen, ist zumindest ungewöhnlich schnell.

Dazu kommt die Pikanterie, dass die niederösterreichische Hypo am engen Faden der ÖVP hängt. Und nun hat sie sich ausgerechnet die Gusenbauer-Gruppe ausgesucht.

Nicht weniger interessant ist aber auch der Crash der Backhausens selber. Warum hat sich ein Haus, das für qualitätsvolle und dementsprechend teure Wohntextilien bekannt war, zuletzt ständig und lautstark – ausgerechnet – als ökologisch engagiert verkauft? War man da nicht am völlig falschen Dampfer unterwegs?

Und zu guter letzt die über individuelle Merkwürdigkeiten hinaus gewichtigste Frage: Erleben wir ein weiteres Kapitel im offenbar unaufhaltsamen Abschied der Textilindustrie aus Mitteleuropa? Kann nicht einmal mehr im Hochqualitätsbereich eine Produktionsstätte im Waldviertel mit den Nichteuropäern mithalten? Zumindest diesen Aspekt sollten wir alle sehr ernst nehmen, auch wenn in unseren Wohnungen vielleicht nur billige Ikea-Vorhänge hängen, oder gar keine. Immerhin hat auch Backhausen einen indischen Käufer präsentiert.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2012 10:01

    OT - Das christliche Abendland streicht die Flagge

    Ich frage mich, was geschehen wäre, hätten einige Christen in Istanbul (ich rede bewusst nicht von Mekka oder Djidda) die Hagia Sophia besetzt. Das Ausmalen der Konsequenzen überlasse ich ihnen, werte Mitposter.

    Eine Handvoll Asylwerber, offenbar meist muslimischen Bekenntnisses, darf jedoch eine architektonisch und historisch bedeutende katholische Kirche um den Preis besetzen besetzen, dass man sie zu Verhandlungen bittet. Auf christlicher Seite nimmt nicht nur - no na - Amnesty Interantional" teil, sondern auch die sonst in Migrationskreisen beliebte Caritas; das Verhandlungsklima wurde als 'konstruktiv' bezeichnet. Am Rande waren die Besetzer freundlicherweise bereit, die Kirche 'kurzfristig' zur Abhaltung eines Jugendgottesdienstes bereit, halten aber ansonsten die Besetzung aufrecht.

    Ich glaube, mich knutscht ein Elch!

    Sind wir noch zu retten? Regt uns gar nichts mehr auf? Kein 'heiliger Krieg', kein Jihad (dieses Mal in anderer Richtung)? Wo sind die Katholiken, wo die Bürger, die - Recht hin, Recht her - für die Räumung ihrer christlichen Kirche sorgen? Offenbar ist die 'Flashmob-Bildung' ein nur für den unterprivilegierten Mob verfügbares Instrument.

    Die Juristen haben völlig Recht, wenn sie als eines der kostituierenden Elemente eines Staates den 'Willen' zum selben bezeichnen - dieser fehlt uns offenbar! Und ein Volk, das nicht mehr bereit ist, sich gegen etwas, was es nicht will, zu wehren, hat sein 'Recht auf Staat' verloren!

    Wir werden uns den 18.12.2012 als jenes Datum zu merken haben, an dem wir - Bürger des christlichen Abendlandes - die Flagge vor dem Islam, vor der Gewalt und vor den linken Multikultibemühungen gestrichen haben.

    Die Opferung des ohnehin schwachen Textteils unserer Bundeshymne (... bist du großer Söhne ...) war offenbar nur das Symptom einer noch viel größeren Opferbereitschaft. Und wir sollten daher, denke ich, konsequenterweise noch vor Heiligabend all unsere Kirchen mit dem Halbmond beflaggen - zum Zeichen unserer Schande und unserer Feigheit.
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

  2. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2012 03:47

    Die bolschewistischen Emporkömmlimge aus der Bank- und Parteienoligarchie werden mit einer kombinierten Applikation aus Neid (Sozialismus) und Gier (Kapitalismus) so lange zu ihrem persönlichen Vorteil wüten, bis alles Porzellan in Österreich und in Europa zerschlagen ist.

    Das Wortspiel mit Backhausen gefällt mit nicht. Es ist einfach unendlich traurig, wenn altes Kulturgut und alte Tradition durch Barbarei zu Grunde geht. Ein Hunnensturm könnte kaum schlimmer sein.

    Wann werden die Menschen endlich aufwachen und erkennen in welch "anschwellenden Bocksgesang" wir uns befinden, denn es ist unser aller Tragödie, nicht nur die von Backhausen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2012 01:17

    gusenbauer hat immerhin auch die spö-parteifinanzen saniert-und das in kürzester zeit!
    allerdings unter ähnlich kryptischen umständen.
    und das flöttl-urteil rotiert einem im magen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWilhelm Conrad
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2012 19:42

    Einem bekannten Industriellen, einem eleganten älteren Herren, wird folgendes Bonmot zugeschrieben:

    Er wurde damals gefragt, ob ein bestimmter früherer SPÖ-Finanzminister ein Parvenu sei.

    Seine Antwort war ungefähr so: "Ein Parvenu? Also, ein Parvenu ist vielleicht der Herr Mautner-Markhof - der Herr xxx ist ein Prolet".

    Wieso nur fällt mir diese Anekdote gerade beim Lesen dieses Kapitels von Unterbergers Blog ein?

    Und noch was: wo sind die früheren Überzeugungen und Empathien des Herrn Gusenbauer (erkenntlich am Abschlecken des Bodens des Flughafens Wnokowo) nur geblieben? Gibt man in der Sozialdemokratie (recte: bei den Sozis) die Überzeugung in der Garderobe ab?

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  1. Marrin Freund (kein Partner)
    26. Dezember 2012 22:50

    Finanzjongleure versus Unternehmer

    Gestandene Unternehmer sind Personen die dem Betrieb verwurzelt sind, selbst mitarbeiten und für Ihre Handlungen einstehen. Der Aufbau eines Unternehmens der Realwirtschaft bedarf einer Vision, permanenter Ideen, Wille und Mut finanzielles Risiko einzugehen. Steter persönlicher Einsatz ist nötig, oft zu Lasten seiner Angehörigen. Krisen sind zu meistern, wie fragt niemand, Fehler des Unternehmers treffen ihn persönlich. Der Aufbau des Unternehmens Backhausen währte Jahrzehnte, nach 160 Jahren soll Schluss für die Unternehmerfamilie sein. Finanzjongleure die ihr Geld durch gute Kontakte in aller Welt „erwirtschaften“ haben zugeschlagen. Rücksichtslos ergeht an die Familie Backhausen die Information „sie wird im Betrieb keine Rolle mehr spielen“, innerhalb weniger Stunden hatten sie den Betrieb zu verlassen. Für die Zukunft der Unternehmerfamilie sorgt sich niemand.

    Modernes Raubrittertum, legalisiert durch Apparatschiks.

    Frohe Weihnachten!

    Martin Freund
    Ing. Baumeister MAS MSc
    Zimmermanngasse 1a
    1090 Wien

    Mobil +43 (0)676 84 350 227
    Tel/Fax +43 (0)1 406 43 98

  2. $$$$$$ (kein Partner)
    23. Dezember 2012 20:14

    Ich hab in der Zeitung gelesen, dass gleich nachdem eine "Investorengruppe" um unseren Gusi das Unternehmen übernommen hat, 40 Arbeitnehmer "freigesetzt" werden sollen.

    Wo bleibt denn da die SOZIALE WÄRME, Gusi?

    Strafsteuer fürs Kranksein, oder was?

  3. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    23. Dezember 2012 19:42

    Einem bekannten Industriellen, einem eleganten älteren Herren, wird folgendes Bonmot zugeschrieben:

    Er wurde damals gefragt, ob ein bestimmter früherer SPÖ-Finanzminister ein Parvenu sei.

    Seine Antwort war ungefähr so: "Ein Parvenu? Also, ein Parvenu ist vielleicht der Herr Mautner-Markhof - der Herr xxx ist ein Prolet".

    Wieso nur fällt mir diese Anekdote gerade beim Lesen dieses Kapitels von Unterbergers Blog ein?

    Und noch was: wo sind die früheren Überzeugungen und Empathien des Herrn Gusenbauer (erkenntlich am Abschlecken des Bodens des Flughafens Wnokowo) nur geblieben? Gibt man in der Sozialdemokratie (recte: bei den Sozis) die Überzeugung in der Garderobe ab?

  4. bürgerIn (kein Partner)
    23. Dezember 2012 19:20

    der au-kommentar dringt nicht zur kernfrage vor: warum wird ein alt-sozi, ein bk a.d. zum unternehmer, nützt seine netzwerke (und sei es die hypo nö) und will geld am (freien!) markt verdienen? naja, er demonstriert damit öffentlich, dass er sich jenseits der funktion eines politischen knechts offenbar besser verwirklicht, wenn er - und was immer für - erträge er in der realen wirtschaft erwirtschaftet .ergo: realwirtschaft muss einfach besser sein als politik. politik war für gusenbauer das vehikel zum realen leben, das heißt zum verdienen, zum wirklichen cash. schade und schande für die spö, dass gusenbauer der politik diesen unfähigen kanzlerdarsteller (@au) faymann hinterlassen hat, den wird niemand in der privatwirtschaft einen job antragen.....es sein denn jenen als leiter der telefonzentrale des taxifunks.

  5. Gottsiedank (kein Partner)
    23. Dezember 2012 15:24

    Herr Unterberger, statt sich künstlich geifernd darüber zu erregen, dass Sie nicht wissen, woher das Geld für die Übernahme kommt und dann auch noch verklausuliert zu mutmassen, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, hätten Sie eines machen können:

    Recherchieren!

    Sie nennen sich schliesslich Journalist. Aber offensichtlich ist es bei Ihnen zu Hause in der warmen Stube gemütlicher als an möglichen Recherche-Schauplätzen. Ausserdem gehts ja um einen Sozi, das ist Diffamierung bei Ihnen ohnehin die erste Wahl.

    Das, was Sie hier abliefern, hat mir Journalismus jedenfalls gar nichts zu tun. Herr Unterberger, Sie sind ein alter geifernder Schatten Ihrer selbst, der nichts, aber auch gar nichts mehr zu bieten hat (ausser Keppelstoff für ein paar Frustrierte rechtsextreme).

    • Gerald M. (kein Partner)
      23. Dezember 2012 17:18

      Sprach der frustrierte Linksextreme und behirnt immer noch nicht den Unterschied zwischen Blog und Zeitungsartikel.

      So, genug den Troll gefüttert ...

    • Wunschträumer (kein Partner)
      23. Dezember 2012 18:57

      Es ist tatsächlich nicht ohne Pikanterie, wenn gerade der Meister dieses Blogs über linke Dreckschleuder, wie Latrinenliteratur, hochtrabend "Zeitung(en)" genannt, (durchaus berechtigt) seine Bannflüche spricht - aber es liegt halt in seiner (verletzten) Journalisten-Seele drinnen...

    • Wunschträumer (kein Partner)
      23. Dezember 2012 19:00

      Trotz Allem: An ALLE ein friedliches Weihnachtsfest!

    • Ich trau\' mich nicht, deshalb: (kein Partner)
      23. Dezember 2012 20:34

      Dann erklären Sie ganz kurz und bündig, wie es wirklich war...oder fällt Ihnen dazu nichts ein - Einfach den Autor zu beschimpfen, ist zu wenig.

  6. Sueton
    23. Dezember 2012 14:49

    Mehr als die Frage, wo Fredi Gusenbauer sein Geld her hat, interessiert mich immer noch, wie sich die SPÖ nach dem Finanzdesaster von 1999/2000 - unter seiner Ägide! - finanziell erholt hat. Nur durch Mitgliederspenden?

  7. Ich bin (kein Partner)
    23. Dezember 2012 13:13

    Warum hat sich ein Haus, das für qualitätsvolle und dementsprechend teure Wohntextilien bekannt war, zuletzt ständig und lautstark – ausgerechnet – als ökologisch engagiert verkauft? War man da nicht am völlig falschen Dampfer unterwegs?

    Ohne jetzt in die Tiefe zu gehen - selbst in hochpreisigen Segmenten lässt sich doch kaum jemand seine Möbel individuell mit Stoffen bespannen. Ich kannte diesen Betrieb bis heute nichtmal. Es gibt in hochpreisigen Segmenten übrigens diverse Betriebe die sich ökologisch engagieren, das Gewissen kauft ja auch mit. Wenn aber ohnehin kaum jemand mehr die Produkte kauft hilft natürlich auch öko nichts. Pferdekutschen haben ja heute auch keinen großen Markt mehr, öko oder nicht.

  8. AppolloniO (kein Partner)
    23. Dezember 2012 11:11

    ja,ja, jetzt wird langsam klar warum Faymann bald von den eigenen Genossen verjagt werden wird wenn er weiterhin kein anderes Programm auflegt als
    Reichen- und Spekulanten-Bashing.

  9. Herbert Richter (kein Partner)
    23. Dezember 2012 10:13

    Na, dazu fällt mir doch auch gleich der dunkelschwarze Seilschaftenparasit Fischler Franzi ein. Noch einer der virtuos die mafiösen Saiten bedient, wie anno Stradivari sein Streichinstrument.
    Jede afrikanische oder südamerikanische Bananenrepublik ist gegen Österreich ein Musterland an Korrektheit und Demokratie.

    • Specht (kein Partner)
      23. Dezember 2012 14:14

      Das sind eben alles Vermutungen, wenn auch die Suppe schon dicker wird. Persönlich bin ich auch überzeugt, dass die linken Bereicherer von etlichen tiefschwarzen assistiert wurden. Proporz eben oder gemeinsames unter einer Decke stecken, noch vor kurzem beflegelten sich die Akteure im Rotfunk, um dann gemeinsam im Club zu mauern. Das blöde Volk wird mit Bedenkritualen und Scheren im Kopf dazu gebracht seine eigene Existenz zu verläugnen, sich ihrer bei jeder Gelegenheit mit gesenktem Haupt zu schämen, damit Kritik von vorneherein nicht aufkommt.
      4v5rhn

    • Herbert Richter (kein Partner)
      23. Dezember 2012 18:40

      Vollkommen d'accord - da werden jetzt aber die schwarzen Blogbrüder, Paradebeispiel Wertsonstnochwas, hyperventilierend und bigotisch ihre Seilschaften bemühen. Ob rot, grün, schwarz oder blau, der gleichselbige Abschaum. Deswegen sind sich diese Gauner beim Stronachbashing so einig - der Einzige, der aus ureigenstem Antrieb etwas Großes geschaffen hat.
      Ihr korrupten Logen- und Beziehungsemporkœmmlinge - franz. Revolution 2 täte euren Schwellschädeln bestens.

  10. FranzAnton
    22. Dezember 2012 19:27

    @"Kann nicht einmal mehr im Hochqualitätsbereich eine Produktionsstätte im Waldviertel mit den Nichteuropäern mithalten?"

    Wenn Produkte anderwärtig billiger erzeugt werden, dann passiert eben genau das. Die "Entwicklungsländer" (welche in Hochtechnologiesektoren sowie im Schulbereich höchst effizient agieren) übernehmen natürlich mit ihren dort üblichen Billiglöhnen peu a peu jene Produktionen, welche nach Abzug der Transportkosten bei ihnen noch rentabel erzeugt werden, und bei uns an den Kunden gebracht werden können. Die einzige Methode, welche uns hilft, gegen den damit induzierten Arbeitsplätzeabbau anzukämpfen, ist die Erzeugung intelligenter Produkte, welche es noch nirgendwo gibt; letztere zu entwickeln, kostet natürlich neben dem erforderlichen Gehirnschmalz, höchsten persönlichen Arbeitseinsatz einer nicht unbedingt besonders großen Entwicklertruppe.
    Ein Musterbeispiel hiefür ist ein mir bekanntes Softwarehaus, welches, induziert und unterstützt durch einen Zivilgeometer, sich auf die Entwicklung eines von Grund auf neu konzipierten geografischen Informationssystems spezialisiert hatte, anfangs bei Geometern und kleineren Gemeinden, in der Folge mit der seiner herausragenden Produktqualität, gepaart mit außerster Zuverlässigkeit, in der Vermessungsabteilung eines großen heimischen Stromversorgers landete; aktuell kamen auch Gasversorger und andere Kunden von Rang und Namen hinzu. Die Konkurrenten - auch das staatliche Vermessungswesen (!) - liegen technisch weit abgefallen hinter dieser Firma zurück. Mehr Menschen solchen Kalibers und Arbeitseinsatzes vorausgesetzt, bräuchten wir uns vor wirtschaftlichem Abstieg nicht zu fürchten. Was lernt man daraus? Mit Intelligenz, Ideen, unbedingtem Arbeitswillen, aber auch einem gewissen Quäntchen Glück kann Großes erreicht werden. Der Franzl Stronach muss m.E. wohl ähnliche Qualitäten besessen haben, sonst hätte er sich nicht dermaßen emporarbeiten können; Österreich stünde ohne seine Autoindutrie wohl wesentlich schlechter da.

  11. socrates
    22. Dezember 2012 15:06

    Nachdem ich einen Artikel von Gusenbauer in der FAZ gelesen hatte, verstand ich nicht wie die SPÖ diesen hochintelligenten Mann gegen Faymann & Co austauschen konnte. Das hat Erklärungsbedarf.

    • Gerhard Pascher
      22. Dezember 2012 16:18

      Meine Antwort:
      Gusenbauer war mit falschen Ideen zur falschen Zeit bei der falschen *) Partei.

      *) damit meine ich auch eine Partei voll von Falschheit.

    • socrates
      22. Dezember 2012 21:54

      Gerhard Pascher
      Klingt sehr richtig!
      Allerdings meinte Xanthippe: Die Nichtmaturanten sind dem SPÖ-volk näher.

    • Johann Scheiber
      23. Dezember 2012 00:32

      Was für ein Drama, dass uns dieser Mann seine ungeheure Kompetenz während seiner Zeit als Politiker vorenthalten hat. Warum bloß musste er fast die Rolle eines Polittölpels abziehen?

      Irgrndwie liegt doch die Vermutung nahe, dass Leute, die es schaffen in den korrupten Parteiapparaten nach oben zu kriechen, eine besonders charakterliche Affinität zu den Exponenten jener Netzwerke aufweisen, die es sich ganz zu eigen gemacht haben, System und Volk gnadenlos auszubeuten. Namen wurden schon genug genannt.

      Michael Voslensky hat die Nomenklatur der Sowjetunion grandios beschrieben. Die perfiden Netzwerke des westlichen Systems und deren Netze, die uns immer mehr den Garaus machen, harren noch der Beschreibung. Dass die Journaillen dieses System und dessen Exponenten bewundern, verwundert nicht, sind sie doch selbst Teil davon.

    • Neppomuck (kein Partner)
      23. Dezember 2012 11:52

      Noli sudere.
      Gusi ist ein Sandkistenstratege (oder heißt das "Sandkasten..."?) der besonderen Art.
      Ob er wie Häupl ein "Damaskuserlebnis" hatte (in die andere Richtung), das ihn jetzt zur Heuschrecke mutieren ließ?
      Oder war er nur angfressen, weil man seine weit vorausschauende Maßnahme, die Gewerkenbosse aus dem Parlament haben zu wollen, über seine eigene (politische) Leiche abschlägig beschieden hat.

  12. Claudius
    22. Dezember 2012 13:47

    Nach den jüngsten Entwicklungen ein Gusenbauer-Kurzporträt im Kurier:

    Alfred Gusenbauer: Der Ex-Kanzler als Berater und Investor Der ehemalige SPÖ-Chef mischt in der Wirtschaft erfolgreich mit.
    (Andrea Hodoschek, KURIER, 21.12.2012 )

    Als Politiker war er der Bundeskanzler mit der kürzesten Amtszeit der Zweiten Republik. Als privater Unternehmer ist Alfred Gusenbauer, 52, erfolgreicher. Vom Regierungspartner ÖVP mit Spott und Hohn übergossen, in der eigenen Partei gemobbt, startete der Sohn eines niederösterreichischen Bauarbeiters nach seinem Abgang aus dem Kanzleramt 2008 eine bemerkenswerte zweite Karriere. Als Ich-AG, nicht bequem versorgt in einem Staats-Unternehmen.

    „Ein wirklicher Intellektueller mit einer wahnsinnig schnellen Auffassungsgabe. Und ein erstklassiger Netzwerker mit unglaublichen Kontakten“, attestieren ihm Geschäftspartner. Die weiß Gusenbauer lukrativ zu nutzen.

    Zuletzt ging er unter die Textil-Investoren und stieg mit der Hypo NÖ beim insolventen Traditionsunternehmen Backhausen ein. Mit an Bord seine Partner aus der Cudos-Truppe – der SP-nahe Anwalt Leopold Specht, der Investor Alon Shklarek und Andreas Frech.

    Mit seiner Gusenbauer Projektentwicklung & Beteiligung GmbH residiert der ehemalige SP-Parteichef in einem unscheinbaren Zimmerchen in der Wiener Innenstadt-Kanzlei von Freund Specht. Vom finanziellen Erfolg der Ein-Mann-Firma können viele Berater nur träumen. Für 2009 bis 2011 weist die Mini-GmbH einen kumulierten Bilanzgewinn von 3,23 Millionen Euro aus.

    Gusenbauer: 3,23 Millionen Euro Gewinn in der Beraterfirma

    Gusenbauer, der Italienisch, Französisch und Spanisch auf hohem Niveau beherrscht, netzwerkt tatsächlich brillant. Der Investor Martin Schlaff schmiss für ihn eine Party beim Einzug ins Kanzleramt. Strabag-Boss Hans Peter Haselsteiner vertraut Gusenbauer die Verantwortung als Vorstand für seine zwei Privatstiftungen an.

    Dort ist ein beträchtliches Vermögen gebunkert, der Ex-Liberale Haselsteiner zählt zu den reichsten Männern Österreichs. 2010 installierte ihn Haselsteiner für 50.000 Euro Jahresgage auch an der Spitze des Strabag-Aufsichtsrates.

    Für den fliegenden Wechsel von der Alpine zum Konkurrenten Strabag musste sich Gusenbauer aber Kritik an der Optik gefallen lassen.Der schwerreiche Tiroler Rene Benko holte Gusenbauer als Aufsichtsratschef in die Signa Prime Selection AG, in der Benko die Luxushäuser seines Immobilien-Imperiums parkt. Aufsichtsratskollege dort: Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking.

    Keine Berührungsängste hat Gusenbauer, mit Casinos-Austria-Chef Karl Stoss befreundet, zur Glücksspielbranche. In Südamerika berät er den Casinos-Konkurrenten Novomatic. Für die im Abfallgeschäft engagierte chilenische Investmentgesellschaft Equitas Capital fungiert er als Chairman der European Funds. Dort sitzen der Finanzmanager Alfred Liebich, Cousin von Novomatic-Gründer Hans Graf, und Novmatic-Partner Rudolf Binder.

    Die Berater-Palette ist ebenfalls breit. Gusenbauer war projektbezogen bei der Hypo Alpe-Adria an Bord und assistierte der deutschen WAZ-Gruppe (Miteigentümer des KURIER) in Südosteuropa. Dem kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbayev hilft er, ebenso wie der britische Ex-Premier Tony Blair, in Sachen Demokratie weiter.

    Aus seiner Beratungsfirma hat Gusenbauer noch keinen Cent entnommen. Wovon lebt er dann? Von den Stiftungs- und Aufsichtsratsmandaten, die offenbar entsprechend dotiert sind: „So, dass ich damit auskomme.“ Als Kapitalist sieht sich der Mann, der als Jungsozialist in Moskau den Boden küsste, nicht: „Ich bin Unternehmer, das ist ein Unterschied.“

    Auch mit der Kirche ist Gusenbauer gut verbunden. Der KURIER erreicht ihn beim Geburtstags-Mittagessen für seinen Freund, den liberalen Linzer Altbischof Maximilian Aichern. Der Ex-Kanzler war in seiner Jugend schließlich auch Ministrant. [Ende]

    Link: http://kurier.at/wirtschaft/alfred-gusenbauer-der-ex-kanzler-als-berater-und-investor/2.030.107

    • schreyvogel
      22. Dezember 2012 23:31

      Dieser Mann ist ein Vorbild!

      Jeder andere wäre mit derartig guten Beziehungen zu allen Stellen, die in Österreich das Sagen haben, ein Lobbyist geworden.
      Er aber wurde nur ein Advisor!

      Hätten wir nur mehr so ehrbare Männer!

  13. Kein Genosse
    22. Dezember 2012 13:36

    Vorsicht Lebensgefahr !!!!!!!!

    Lassen Sie niemals eine Bank zu nahe an sich heran..........

    Vorsicht Lebensgefahr !!!!!!!!

    • dssm
      22. Dezember 2012 18:27

      Schimpfen Sie nicht so generell über Banken.
      Schulden muss man selber machen!
      Sonst klingt dies wie wenn die SPÖ-Frau Gabi Burstaller über die Spekulanten schimpft.

  14. A.K.
    22. Dezember 2012 11:49

    Bei Wikipedia ist unter
    http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Gusenbauer
    folgendes zu finden:
    Berufliche Tätigkeit (Alfred Gusdenbauer)

    Gusenbauer war von 1981 bis 1990 Angestellter der SPÖ, von 1990 bis 1999 war er in der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich beschäftigt, von 1999 bis Ende Jänner 2000 Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich.
    Von Ende 2008 bis Ende Juni 2009 war Gusenbauer als Referatsleiter für Europafragen der niederösterreichischen Kammer für Arbeiter und Angestellte tätig.
    Weiters ist er geschäftsführender Alleingesellschafter der Gusenbauer Projektentwicklung & Beteiligung GmbH. Die Firma wurde am 12. Oktober 2008 errichtet und am 21. November 2008 als Specht Projektentwicklung & Beteiligung GmbH unter Dr. Leopold Specht, Rechtsanwalt in Wien, ins Firmenbuch eingetragen. Specht - laut Wiener Zeitung engster Vertrauter von Jelena Nikolajewna Baturina, der Ehefrau von Juri Michailowitsch Luschkow - ist auch politisch aktiv und unter anderem im Aufsichtsrat der Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft und der Austro Control Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt mit beschränkter Haftung sowie im Vorstand zweier Stiftungen und Gesellschafter mehrerer GmbHs und in mehreren Gesellschaften Geschäftsführer. Gusenbauer hat die Gesellschaft mittels Übertragungsvertrag vom 12. Dezember 2008 übernommen und hält 100 % der Anteile mit der eingezahlten Mindesteinlage von € 35.000,00. Seit Sommer 2009 ist Gusenbauer in beratender Funktion als Osteuropa-Experte für die WAZ-Mediengruppe (u.a. Beteiligungen an den Tagesblättern Kronen Zeitung und Kurier) tätig.
    Vom 31. Juli 2009 bis 1. Mai 2010 saß Gusenbauer im Aufsichtsrat der Alpine Holding GmbH und übernahm im Juli 2010 den Aufsichtsratsvorsitz des Konkurrenzunternehmens, des Baukonzerns STRABAG SE. Gusenbauer ist ebenfalls Vorsitzender der Haselsteiner-Familienstiftung.
    Weiters sitzt Alfred Gusenbauer seit 17. September 2009 im Aufsichtsrat der SIGNA-RECAP Holding AG des österreichischen Immobilieninvestors René Benko.
    Im Herbst 2009 übernahm Gusenbauer einen Posten als Europa-Direktor des chilenischen Investmentfonds Equitas European Funds (Immobilien, Informationstechnologie, Umwelttechnik und Agrarindustrie), einer Tochter der Fondsgesellschaft Equitas Capital SpA mit Sitz in Santiago de Chile.
    Im Juni 2010 wurde er weiters in das Board of Directors des kanadischen Bergbaukonzerns Gabriel Resources berufen,[21] eines Unternehmens, dass zu 80,46 % an dem umstrittenen Rosia Montana Gold-Projekt in Rumänien beteiligt ist.
    Seit Kasachstan Anfang 2010 den OSZE-Vorsitz übernommen hat, berät Gusenbauer den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew.
    Im Frühjahr 2011 machte der Immobilienunternehmer Axel Mader seinen langjährigen Freund Gusenbauer zum vorsitzenden Stiftungsvorstand der Wartenfels Privatstiftung.
    Seit 31. Mai 2011 ist Alfred Gusenbauer Miteigentümer der Cudos Advisors GmbH, eines Unternehmens, über welches Investitionskapital aufgebracht werden soll. Wie er mit je 25 % der Anteile an der Cudos Group beteiligt sind außerdem sein langjähriger Anwalt Leopold Specht, der Finanzmann Alon Shklarek, Eigentümer der Investment- und Beratungsgruppe ASP Holding, und der IT-Fachmann Andreas Frech.
    Von November 2011 bis Jänner 2012 hielt Alfred Gusenbauer als Gastprofessor mehrere Vorlesungen zum Thema "Die Realpolitik der EU-Institutionen im politikwissenschaftlichen Fokus" an der Universität Innsbruck.
    ----------------------------------------------------------------------------
    Natürlich fehlt in dieser Aufzählung noch die nun aktuelleste Tätigkeit, nämlich bei der ehemaligen Firma Backhausen.

    • Alfred E. Neumann
      22. Dezember 2012 13:02

      pecunia non olet! Egal woher es kommt...

    • dssm
      22. Dezember 2012 18:24

      Eine erschütternde Auflistung, danke A.K..
      Vor der politischen Karriere ist Gusenbauer ein kleiner Angestellter der Partei.
      Nach der politischen Karriere ist Gusenbauer urplötzlich als Manager nicht mehr wegzudenken.

      Es wird wohl das Netzwerk eines ehemaligen Bundeskanzlers und SPÖ-Granden sein, welches für die Investoren interessant ist.
      Wenn dem so ist, so zeigt dies das Verhältnis von staatsnaher Wirtschaft zu freier Wirtschaft.
      Gute Nacht Österreich.

    • S.B.
      23. Dezember 2012 00:39

      @A.K.

      Jedenfalls eine beachtliche Karriere dieses "Nadelstreifsozis" = vom Erntehelfer in Nicaragua über Bodenküssen in Moskau zum Großkapitalisten und Hans Dampf in allen Gassen. Was es nicht alles gibt?

  15. socrates
    22. Dezember 2012 11:48

    O.T. Sanierung der Finanzen:http://www.finanzen.net/nachricht/private-finanzen/Eurokrise-Vermoegensabgaben-duerfen-kein-Tabu-sein-2200983
    Den Staatsschulden in der Eurozone stehen hohe private Vermögen gegenüber, die in der Summe die Staatsschulden deutlich übersteigen. Das gilt für Deutschland ebenso wie für Griechenland, Spanien oder Italien. Deshalb macht es grundsätzlich Sinn, die Privatvermögen stärker heranzuziehen, um die Staatsschulden abzubauen.
    Und das nicht nur in Südeuropa: Im Zuge von Bankenrettungen und Konjunkturstimuli sind die deutschen Staatsschulden in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Sie machen aktuell etwa 80 Prozent der Wirtschaftsleistung aus, womit sie deutlich über den in den Maastricht-Kriterien festgelegten 60 Prozent liegen.
    Realistisch betrachtet ist klar, dass ein Schuldenabbau in Deutschland und in Krisenländern nicht nur durch drastische Ausgabenkürzungen oder fantastische Wachstumsraten zu erreichen ist. Es müssen auch Steuern erhöht werden. Zumal hohe Investitionen in unser Bildungssystem und die öffentliche Infrastruktur anstehen und die Alterung der Bevölkerung die Sozial- und Gesundheitsausgaben steigen lassen wird.
    In dieser Situation sollten höhere Steuern auf hohe Einkommen und Vermögen nicht tabu sein. Ferner hätte der Staat auch die Möglichkeit, seine Bürger zu zwingen, ihm Kredite zu Konditionen zu gewähren, die schlechter als die marktüblichen Bedingungen sind. Es gibt zahlreiche historische Beispiele für solche Zwangsanleihen. Auch eine einmalige Vermögensabgabe, deren Zahlung wie beim Lastenausgleich nach dem Zweiten Weltkrieg über drei Jahrzehnte gestreckt würde, sollte man nicht grundsätzlich ausschließen — obwohl sie für Deutschland im Moment nicht nötig und auch nicht angezeigt ist.
    Man kann berechnen, dass eine Abgabe von zehn Prozent auf alle Vermögen von mehr als einer halben Million Euro (pro Ehepaar also mehr als eine Million Euro) dem deutschen Staat insgesamt etwa 170 Milliarden Euro in die Kasse spülen würde. Das zeigen Rechnungen des DIW Berlin. Berücksichtigt ist dabei, dass kleine und mittlere Betriebe freigestellt würden, um die Wirtschaft nicht zu stark zu belasten. Betroffen wären nur etwa die reichsten 2,5 Prozent der Bevölkerung. Würde man den Freibetrag niedriger ansetzen, bei 250.000 Euro pro Person, könnte man rund 230 Milliarden Euro mobilisieren. Betroffen wären acht Prozent der deutschen Erwachsenen.
    Steuern und Abgaben auf Vermögen würden natürlich dazu führen, dass Reiche versuchen, ihr Geld so anzulegen, dass es vom deutschen Fiskus nicht erreicht wird. Dadurch entstehen sicherlich Mindereinnahmen und längerfristig auch gewisse Wachstumsverluste. Diese negativen Effekte und den Steuerwiderstand könnte man aber in Grenzen halten, indem man die Abgabe oder die Vermögensteuer über Jahre streckt und sie auf den Ertrag des Vermögens erhebt.
    Eine einmalige Abgabe hätte dagegen den Vorteil, dass sich anders als bei einer Dauerabgabe die Besteuerungsgrundlage nicht ständig minimieren würde. Sie würde nach dem vorhandenen Vermögensbestand erhoben, der zu einem Stichtag in der Vergangenheit ermittelt und nicht mehr angepasst werden kann.
    Nun kann man sagen, dass es ungerecht ist, Staatsschulden über Reichensteuern und Vermögensabgaben abzubauen. Doch die hohen Staatsschulden sind nur die Kehrseite der gewachsenen Privatvermögen. Man kann auch argumentieren, dass besonders Reiche von der Rettung des Finanzsystems und der Stabilisierung des Euro ¬profitiert haben. Warum sollen sie deshalb nicht einen größeren Teil der Kosten für die Rettungsaktionen aufbringen? Zumal hohe Vermögen auch durch die niedrigere Besteuerung hoher Einkommen in den vergangenen Jahren gewachsen sind. Laut Zahlen der OECD hat sich die Schere zwischen Arm und Reich in dieser Zeit ausgeweitet.

    • FranzAnton
      22. Dezember 2012 17:12

      @....."Zumal hohe Vermögen auch durch die niedrigere Besteuerung hoher Einkommen in den vergangenen Jahren gewachsen sind"
      Wie kommen Sie zu dieser Meinung? Sind etwa die 50 % Spitzensteuersatz in Österreich nicht genug? Geistert in Ihren Überlegungen etwa die 75% - Steuerquote des aktuell linksextrem regierten Frankreich herum?
      Meinen hobbypsychologischen Überlegungen entsprechend wollen die machtgeilen, demokratiefeindlichen Linken eine - auf, sagen wir, 10 Jahhre befristete - Erhöhung der Mehrwertsteuer wäre m.E. das Mittel der Wahl. Dadurch würden allen Menschen ein Licht aufgehen, und würden sie glasklar erkennen, daß die linksinduzierte Schuldenmacherei eine fürchterliche Fehlentwicklung war, und ihre - von denselben Verantwortungslosen aktuell immer noch weiter propagierte Fortsetzung unmöglich ist. Nur durch Erkennen dieser Realität kann das großteils menschenbeschädigende linksextreme Gedankengut endgültig auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt werden.

    • FranzAnton
      22. Dezember 2012 17:28

      Der Buchstabenfrass hat leider wieder zugeschlagen; gemeint war, daß die linken Hauptübeltäter der Staatsverschuldung die Folgen ihres Agierens per Belastung ihrer politischen Gegner vertuschen, und damit besagte Verschuldungspolitik bis zum bitteren finalen Europa - Finanzcrash, der wohl bald eintreten würde, fortsetzen wollen; dies wäre per Mehrwertsteuererhöhung in den Griff zu bekommen.

      Im übrigen vergleiche ich die derzeit weiterhin propagierte Schuldenmacherei gerne mit einem Schiff auf hoher See, welches per Tätigkeit der Schiffsbohrwürmer zu sinken droht; und in genau dieser Situation kommt einem unbedarften Crewmitglied die "blendende" Idee, ein großes Loch in den Schiffsrumpf zu bohren, damit das Wasser besser abfließen könne.

    • socrates
      22. Dezember 2012 19:13

      FranzAnton
      Diejenigen, die am meisten verdienen, zahlen keine Steuer, wie die Skandale von Elsner bis zu Madoff, Ackermann und Konsorten zeigen. Sie siedeln in einem Steuerparadies uns zocken uns ab. Eine EU, die Fahrstreifen regelt und Glühlampen verbietet ist kontraproduktiv. Wenn sie eine Mindestvermögenssteuer festsetzt und eine Finanztransitsteuer dazu und den Rest weglässt, dann wird Europa aufblühen.

  16. HJR
    22. Dezember 2012 10:53

    Wenn wir nun schon das "Abhausen von Backhausen" - einem Phänomen, welches sich allein und ausschließlich auf die Funktionsweise unserer Marktwirtschaft zurückführen lässt und einen "ganz normalen" und noch dazu ökonomisch weitgehend unbedeutenden Vorgang darstellt, als bemerkens- und berichtenswertes Detail unseres Tagesgeschehens begreifen (übrigens erst, seit ein gewisser Herr Gusenbauer in der Sache involviert ist), können wir getrost aufhören, Nachrichten zu konsumieren und zu kommentieren.

    Das Gebot der Stunde wäre es vielmehr, unsere "Demokratie" - die schon lange keine mehr ist - zu restaurieren, indem wir die Kranheiten, an denen diese leidet, diagnostieren und entweder medikamentös oder eben durch "Amputation" der nicht zu rettenden Körperteile (z.B. der "Baddeien") zu weit wie möglich zu beseitigen.
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

    • Alexander Renneberg
      22. Dezember 2012 11:37

      da hast du schon recht, aber es muss klar sein:

      hier im forum muss der beißreflex: unsere tägliches linkenbashing gib uns heute erfüllt werden.

      da werden dann krokodilstränen wegen eines "traditionsbetriebes" vergossen der es eben nicht geschafft hat.
      und die gnadenlose leichenflederei wird angeprangert. (ist halt blöd , wenn man von wirtschaftlichen zusammenhängen keine ahnung hat)
      und das von jenen die bei der bakenrettung hypervetilieren

      da kannst du nicht verlangen, dass sich die auch noch um die demokratie sorgen machen.

    • phaidros
      22. Dezember 2012 13:26

      oder eben durch "Amputation" der nicht zu rettenden Körperteile (z.B. der "Baddeien") zu weit wie möglich zu beseitigen.

      Markige Worte, aber was heißen sie konkret? Was schlagen Sie vor?

    • HJR
      22. Dezember 2012 14:46

      @phaidros
      Ich kann nicht verhehlen, dass mir Ihre - offenbar zu ihrem Standardrepertoire gehörige Frage: "Was schlagen Sie vor?" ziemlich auf den Wecker geht. Aber dennoch: Wie schon mehrmals (oder öfter) in diesem Blog hinterlegt habe, bin ich der Meinung, das unsere Parteien zumindest auf das beschränkt bzw. zurückgeführt werden müssen, was über sie in der Verfassung steht: "Sie wirken an der Meinungsbildung mit". Und das kann NICHT heißen, dass die Parteien alle drei (in Österreich vier) Staatsgewalten beherrschen, indem sie vor Wahlen ein Wischiwaschi-Sammelsummerium an Zuckerln und ansonsten unnötigen (weil nur dem eigenen Wohlergehen dienenden) Absichtserklärungen von sich geben, dann festlegen, wer auf die Kandidatenliste der Mandatsträger gelangt, dann den gewählten Mandatsträgern einen hochrangigen Parteifunktionär als Clubobmann vor die Nase setzen und sich zuguterletzt noch den Bundeskanzler (meist der Häuptling der stimmenstärksten Partei) ausschnapsen, der seinerseits die 'Lehen' (sprich: Ministerposten) vergibt ohne dabei auf die 'Vorfeldorganisationen' zu vergessen, in denen auch manch langgedienter Parteisoldat auf eine kleine Pfründe wartet.

      Ganz zu schweigen davon, dass die 'Baddeien' ihre Krakenarme (z.B. Gewerkschaft, Wirtschaftskammer, ÖH, u.v.a.) in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens vorantreiben und damit die Politik - in der sie sich meinethalben tummeln sollen - mit der Wirtschaft, den Banken und großen Unternehmen zu einem undurchschaubaren Filz verdichten, der es selbst den bemühtesten Bürgern unmöglich macht, auch nur den Schimmer einer 'Wahrheit' hinter den verschiedensten potemkinschen Kulissen zu erhaschen.

      Wenn Sie nicht meiner Meinung sein sollten, dann müssen Sie mir jetzt erklären, wo da der Raum für eine demokratische Gesellschaft (die sich als vernunftgesteuerte Gemeinschaft ihrer individuell (!) freien (und für ihr Schicksal daher auch verantwortlichen) Bürger konstituiert. Die österreichische Wirklichkeit ist - gemessen an dieser Definition - im besten Fall noch ein Kasperltheater für Kleinkinder, schlechtestenfalls aber nur mehr eine zynische Abberation.

      Nachwort:
      '@phaidros' sollte nicht vergessen, das er letzten Endes nur die Erzählung Platons über einen Dialog des Sokrates darstellt. Die Maskierung mit dem Titel dieser Erzählung reicht meines Erachtens nicht aus, um beanspruchen zu können, auch schon die Methode des 'sokratischen Dialogs' zu beherrschen. Und keinesfalls lässt sich ein solcher Dialog in die eine und einzige Frage gießen: Was schlagen Sie vor?

      Und übrigens:
      "Amputation" zu weit wie möglich war natürlich ein Tippfehler; es sollte heißen: ... so weit wie möglich.
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • Alexander Renneberg
      22. Dezember 2012 15:10

      Hjr: treffer, versenkt. Gut gemacht herr kaleu! ;-)

    • HJR
      22. Dezember 2012 17:07

      @Alexander Renneberg
      Dann lassen Sie die Torpedorohre mal neu laden, 1WO! ;-)

    • phaidros
      22. Dezember 2012 18:43

      Und ich verhehle nicht, dass mir Andreas Hofer-Sprüche, hinter denen absolut rein gar nichts stecken kann, auf den Wecker gehen.

      Sie reden von "Amputation", sagen aber nicht dazu, wie Sie sích das vorstellen, nur dass. Was dann in Ihrer Suada folgt, ist ein langatmiges "Warum" (Sie irgendwen oder -was amputieren wollen), aber wieder nicht das Wie.

      So hat das aber leider nicht mehr Wert als "De san olle so oarg!"-Bassenareden.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      28. Dezember 2012 13:04

      ... hmm, immer noch kein 'wie' - schade.

      Was Ihnen, das erlaube ich mir nach einer weihnachtlichen, mehrtägigen Nachdenkpause anzumerken, nämlich in Wirklichkeit 'auf den Wecker geht' ist, dass Ihnen bewusst wird, gar keine Antwort zu haben. Denn hätten Sei eine, wären Sie nicht genervt, sondern würden sie mir genüsslich aufs Brot schmieren...

      Nebenbei: Sokratische Frage-Rhetorik ist weit subtiler als das. Manche Frage ist einfach nur eine Frage. So auch diese hier.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  17. Cotopaxi
  18. Xymmachos
    22. Dezember 2012 10:28

    Ein abgehalfterter roter (ehemals: Spitzen-)Politiker, der das Kapitalisten-Gen hat, und eine schwarze Bank, die ihn finanziert....
    Zweifellos ein Erfolgsmodell! Aber: das hatten wir doch schon, da war doch was???
    Aber ja, natürlich, der Hannes und der Ludwig! Und wie prächtig hat das funktioniert! Daß diesmal die schwarze Bank gleich die Landesbank ist, macht's perfekt. Beim vorerwähnten Fall ging das nicht (da hatte der Lduwig Sch. die Landesbank praktisch schon inhaliert).

  19. Josef Maierhofer
    22. Dezember 2012 10:26

    Ja, die Frage, woher die Bonität des Herrn Dr. Gusenbauer stammt, ist sicher zu stellen, vielleicht steht Dr. Flöttl für ihn gerade ?

    Äh, die 'verzockten' Milliarden sind je 'eh' da, also muss man sie arbeiten lassen ....

    Jedenfalls viel Glück dem ehrlichen Herrn Gusenbauer mit Backhausen und auch der Bank, Gusenbauer, der mir einmal vor einer Wahl persönlich die Erfüllung all seiner propagierten 'Goodis' persönlich per E-Mail versprochen hat, wenn ich die Sozialdemokratie wähle ... ... er hat es ohne meine Stimme geschafft, die Milliarden des Steuerzahlers zu verpulvern.

    Der Bank würde ich empfehlen, gleich an Cerberus zu verkaufen ... ... samt dem Herrn Dr. Gusenbauer, der zum Wirtschaftszampano mutiert zu sein scheint. Immerhin hat er es geschafft in einer einzigen Nationalratssitzung gleich einige Milliarden zu verpulvern für Sinnloses, das jetzt mühsam zurückgenommen werden muss, das muss Qualifikation genug sein ihn an Cerberus zu verkaufen ...

    Jedenfalls erworben wurde der Kaufpreis keineswegs von einem Herrn Dr. Gusenbauer, aber Arbeit war ja noch nie Sache der Arbeiterpartei ...

  20. HJR
    22. Dezember 2012 10:01

    OT - Das christliche Abendland streicht die Flagge

    Ich frage mich, was geschehen wäre, hätten einige Christen in Istanbul (ich rede bewusst nicht von Mekka oder Djidda) die Hagia Sophia besetzt. Das Ausmalen der Konsequenzen überlasse ich ihnen, werte Mitposter.

    Eine Handvoll Asylwerber, offenbar meist muslimischen Bekenntnisses, darf jedoch eine architektonisch und historisch bedeutende katholische Kirche um den Preis besetzen besetzen, dass man sie zu Verhandlungen bittet. Auf christlicher Seite nimmt nicht nur - no na - Amnesty Interantional" teil, sondern auch die sonst in Migrationskreisen beliebte Caritas; das Verhandlungsklima wurde als 'konstruktiv' bezeichnet. Am Rande waren die Besetzer freundlicherweise bereit, die Kirche 'kurzfristig' zur Abhaltung eines Jugendgottesdienstes bereit, halten aber ansonsten die Besetzung aufrecht.

    Ich glaube, mich knutscht ein Elch!

    Sind wir noch zu retten? Regt uns gar nichts mehr auf? Kein 'heiliger Krieg', kein Jihad (dieses Mal in anderer Richtung)? Wo sind die Katholiken, wo die Bürger, die - Recht hin, Recht her - für die Räumung ihrer christlichen Kirche sorgen? Offenbar ist die 'Flashmob-Bildung' ein nur für den unterprivilegierten Mob verfügbares Instrument.

    Die Juristen haben völlig Recht, wenn sie als eines der kostituierenden Elemente eines Staates den 'Willen' zum selben bezeichnen - dieser fehlt uns offenbar! Und ein Volk, das nicht mehr bereit ist, sich gegen etwas, was es nicht will, zu wehren, hat sein 'Recht auf Staat' verloren!

    Wir werden uns den 18.12.2012 als jenes Datum zu merken haben, an dem wir - Bürger des christlichen Abendlandes - die Flagge vor dem Islam, vor der Gewalt und vor den linken Multikultibemühungen gestrichen haben.

    Die Opferung des ohnehin schwachen Textteils unserer Bundeshymne (... bist du großer Söhne ...) war offenbar nur das Symptom einer noch viel größeren Opferbereitschaft. Und wir sollten daher, denke ich, konsequenterweise noch vor Heiligabend all unsere Kirchen mit dem Halbmond beflaggen - zum Zeichen unserer Schande und unserer Feigheit.
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

    • A.K.
      22. Dezember 2012 11:33

      @HJR:
      ******************************************************

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2012 12:55

      Manchmal überfällt mich das Gefühl, werter @HJR, dass Sie ein wenig übertreiben, um Ihren Worten so richtigen Schwung und Pathos zu verleihen!
      Über die Votivkirchenbesetzung haben wir ja schon gestern ausführlich geschrieben.
      Da ärgert mich ein im gestrigen Kurier gebrachter Artikel viel mehr, wonach eine obskure Freigeister-Initiative ("Religion ist Privatsache") religiöse Diskriminierung befürchtet bzw. anprangert, weil in Niederösterreichs Volksschulen "die Kinder einen Monat lang nur vom Jesuskind erzählt bekommen"!!
      Die Mitglieder dieser Initiative sind - wohlgemerkt - keine finsteren und koranhörigen Muslime, sondern konfessionsfreie österreichische Mitbürger!
      Da der christliche Glaube ein Teil unserer Kultur und damit der Werteerziehung, und Weihnachten eben ein hohes christliches Fest ist, sollte an der Vorbereitung der Kinder auf Weihnachten nicht herumzumäkeln sein!
      Auch die Freidenker haben zu Weihnachten und den anderen christlichen Festtagen bekanntermaßen "frei"!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • GOP
      22. Dezember 2012 15:06

      • Die Wahrheit? Oder nur einfach zum Nachdenken ...

      • Wo sind viele Muslime heutzutage nicht mehr glücklich?
      • sie sind nicht glücklich im Gaza
      • sie sind nicht glücklich im Iran
      • sie sind nicht glücklich im Iraq
      • sie sind nicht glücklich im Libanon
      • sie sind nicht glücklich im Yemen
      • sie sind nicht glücklich in Afghanistan
      • sie sind nicht glücklich in Pakistan
      • sie sind nicht glücklich in Syrien
      • sie sind nicht glücklich in Ägypten
      • sie sind nicht glücklich in Libyen
      • sie sind nicht glücklich in Marocco ...

      • also, wo sind sie denn dann glücklich?
      • sie sind glücklich in Australien
      • sie sind glücklich in Kanada
      • sie sind glücklich in England
      • sie sind glücklich in der USA
      • sie sind glücklich in Frankreich
      • sie sind glücklich in Deutschland
      • sie sind glücklich in Italien
      • sie sind glücklich in Schweden
      • sie sind glücklich in Dänemark
      • sie sind glücklich in Österreich
      • sie sind glücklich in Norwegen ...
      • also eigentlich in jedem Land, das nicht muslimisch ist!
      • und wem haben sie dann trotzdem etwas vorzuwerfen?
      • nicht etwa dem Islam
      • und nicht etwa ihren Führern
      • und schon gar nicht etwa ihnen selbst
      • sondern:
      • sie tadeln die Länder, in denen Sie glücklich sind!
      • Und sie wollen uns die Kultur von ihren Heimatländern aufzwingen –
      • wo sie nicht glücklich waren.

      • …. oder habe ich da etwas falsch verstanden ???

    • HJR
      22. Dezember 2012 17:40

      @Wertkonservativer,

      Ich glaube zwar nicht, dass Sie mir meine gestrige Absenz übelnehmen. Jedenfalls ist diese im Verein mit den heutigen Meldungen vom 'Scheitern der Verhandlungen' (als ob es hier etwas zu verhandeln gegeben hätte) dafür ursächlich, dass ich mich erst heute äußere; und nun? Roma locuta causa finita?

      Und was die finsteren, koranhörigen Muslime anbelangt, so zitieren sie da keineswegs meinen Text" ; ich sprach von "... offenbar meist muslimischen Bekenntnisses". Oder wollen Sie mir erzählen, dass da in der Votivkirche "konfessionsfreie österreichische Mitbürger" sitzen, welche der Unterstützung eines piefchinesischen Agitators, von 'Amnestie' und der Charitas bedürfen, weil sie in der Votivkirche ein friedliches und sehr komtemplatives Weihnachtsfest verbringen wollen.

      Im Übrigen: Schwung und Pathos als sprachlicher Duktus sind eine alte Kunst, die schon im antiken Griechenland gelehrt wurde und auch die Römer waren darin nicht unerfahren ("Ceterum censeo Carthaginem esse delendam", soll er gesagt haben, der Cato - dabei eine Banane schälend, wenn ich mich nicht irre). Und warum werfen Sie mir Schwung und Pathos vor? Oder sind Sie der Meinung, Schwung und Pathos dürften heutzutage nur einige freche Schnauzen von der sozialistischen Agitationsfront an den Tag legen - (unsere konservativen Nulpen bringen das ja ohnehin nicht).

      Mit einem aber haben Sie völlig Recht: 'Da der christliche Glaube ein Teil unserer Kultur und damit der Werteerziehung ist ...'. Da schließe ich - was Kultur und Werteerziehung anbelangt vollinhaltlich an, mit dem Glaubne habe ich es nicht so, wie Sie aufgrund meiner mehrmaligen diesbezüglichen Outings wissen dürften.

      Das mit den 'Freidenkern' habe ich nicht verstanden. Wenn Sie allerdings meinten, dass ich mir die Freiheit nehme, zu denken, was MIR richtig scheint und das auch zu äußern, wann ich Gelegenheit dazu finde, dann stimme ich Ihnen zu.

      Frohe Weihnachten, lieber Wertkonservativer!
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2012 18:40

      Danke, lieber Herr Rathbauer, für Ihre freundliche und milde Replik!

      Glauben Sie mir bitte: in vielem sind wir gar nicht so weit auseinander!

      Auch Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!

      Herzlich

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Sonne (kein Partner)
      23. Dezember 2012 11:09

      @HJR

      Apropos Kirchen - hier hat sicher nur wieder jemand sein Feuerzeug verloren:

      http://noe.orf.at/news/stories/2564381/

  21. Alexander Renneberg
    22. Dezember 2012 09:52

    offenbar vergessen alle hier die winzigkeit, dass backhausen über viele jahre falsch gewirtschaftet hat und jetzt nunmal in konkurs ist. was genau soll daran bemerkenswert sein?
    man hat ohnehin viel zu lange zugesehen ohne zu handeln.

    schon vor vielen jahren, als das geschäft noch auf der kärtnerstraße beheimatet war lief der laden nicht entsprechend. (ebensowenig wie die produktion im waldviertel)
    man bekam für das geschäft eine hohe ablöse (wie alle in dieser gegend die ihre geschäfte aufließen) und veränderte den standort richtung schwarzenbergplatz.)
    was auch nichts am geschäftsgang und der unternehmensführung änderte.

    ich war im letzten jahr drei mal dort, und jedesmal eine katastrophe bei bedienung, angebot sowie preis/leistung.

    jetzt hier irgendwelche mythen und verschwörungsgeschichten zu erfinden nur weil ein gusenbauer da mitmischt ist ein wenig platt. und selbst wenn er als strohmann auftritt: das ist nicht verboten. also was soll´s.
    hätte es ihnen allen hier mehr gepasst wenn ein claus raidl backhausen übernommen hätte?

    dass man solange gewartet hat bis der laden richtig günstig zu haben war ist ebenfalls völlig ok. warum mehr bezahlen?

    ich bin einigermaßen erstaunt wie wenig wirtschaftsliberal die heutigen postings sind.

    • durga
      22. Dezember 2012 16:13

      Da ich in der Vergangenheit - von der Mitte der 70er-Jahre bis zum Beginn des neuen Milleniums - relativ häufig bei Backhausen eingekauft habe, möchte ich ihrer Darstellung entschieden widersprechen.

      Ich habe Möbelstoffe praktisch ausschliesslich aus den Backhausen-Kollektionen erstanden, mit denen ich unsere Sitzmöbel selbst tapeziert habe. Die Qualität dieser Stoffe war immer hervorragend, auch was deren Lichtechtheit und extreme Haltbarkeit betraf. Auch die Auswahl hat mir mehr zugesagt als die von Steinwender (der inzwischen als Möbelgeschäft geführt wird).

      Das Problem von Backhausen ist es, daß hohe Qualität ihren Preis hat und die Nachfrage dafür immer kleiner wird. Wenn der für das Tapezieren einer 3er + 2-er + 1-er Sitzgarnitur benötigte Stoff schon rund 3000 € kostet plus Tapeziererkosten, finden sich eben nur mehr sehr wenige Käufer - schließlich kann man ja bereits sehr schöne und gut gearbeitete Garnituren um weniger als den halben Preis erstehen (damit meine ich aber nicht Ikea).

      Was heißt: "man hat ohnehin viel zu lange zugesehen ohne zu handeln"?

      Der Geschäftsmann, dessen Prinzip es ist, hohe und höchste Qualität auch weiterhin anzubieten, kann mit dem Überangebot an konkurrenzierender importierter Billigware nicht mithalten. Kaufwillige Familienmitglieder von Oligarchen und Scheichs können auf Dauer nicht den Fortbestand von hochpreisigen Produktionen garantieren.

      Der Zug ist bereits in die andere Richtung abgefahren: Aus dem sogenannten Luxussegment sind in der letzten Zeit viele, viele Anbieter verschwunden - ob es sich nun um höchst-dekorierte Restaurants, Haute Couture-Tempel oder auch nur um Blumenläden handelt.

    • Alexander Renneberg
      22. Dezember 2012 16:30

      Sie mögen recht haben, als das geschäft noch auf der kärntnerstrasse beiheimatet war, war auch die bedienung besser. Habe ebenfalls des öferen dort eingekauft.
      Aber die finanziellen probleme gab es auch schon zur damaligen zeit.

      Mit der umsiedlung hat das geschäft verloren und gleichfalls die bedienung und das service nachgelassen. Einzig die preise haben nach nach oben verändert.
      Und d as merken sich die kunden eben und gehen in andere geschäfte.

      Ich meinte die banken haben jahrelang zugesehen wie es schlechtervstatt besser wurde, das war meines erachtens ein fehler. Ich bin der ansicht dass dieses geschäft unsanierbar war und ist. Daher zuerst konkurs, dann übernahme.

      Es gibt viele solche fälle von alt eingesessenen geschäften die sich nicht mehr rentiert haben, sie erinnern sich bestimmt an den rsaper am graben, thonet am kohlmarkt.....

      Und übrigens, wie schafft es denn die schwäbische jungfrau?

    • durga
      22. Dezember 2012 17:33

      "Und übrigens, wie schafft es denn die schwäbische jungfrau?"

      ich denke, weil sie ein kleiner Betrieb ist, nur für 10 x weniger Beschäftigte aufkommen muß als Backhausen. Da reichen wohl die Erlöse, die sie aus den Lieferungen an den malaysischen Königshof und an irgendwelche Scheichtümer erzielt.

    • Alexander Renneberg
      23. Dezember 2012 01:42

      Könnte auch sein, dass sie einfach fähiger ist als backhausen. Aber es bleibt ihnen ja unbenommen bei backhausen weiter einzukaufen.
      Jeder so wie er mag......

    • Leopold Koller (kein Partner)
      24. Dezember 2012 02:47

      Der Backhausen ist nur ein paar Minuten von meinem Elternhaus entfernt, mit'm Radl. Dem geht's schon seit Jahrzehnten finanziell nicht besonders gut. Der ist dem Konkursrichter schon frueher nur knapp entgangen. Ich bin von der Neuigkeit nicht im Geringsten ueberrascht. Auch nicht davon, dass sich da jetzt ein paar Kummerln um einen Pappenstiel als Unternehmer versuchen. Das haben wir ja schon gehabt.

  22. Observer
    22. Dezember 2012 09:30

    Ich habe zu wenig Insiderwissen über diese Geschichte.
    Mir fällt aber auf:
    1. Mit dem Scheich Jaber sollte man sich nicht einlassen, er hat bereits genug Firmen und Leute in Schwierigkeiten gebracht.
    2. Die Kreditinstitute können - wenn sie wollen - fast jede Firma in die Insolvenz zwingen. Z.B. bei Änderung der urspünglichen Firmendaten bzw. Verzögerung nur einer vereinbarten Zahlung durch sofortige Fälligstellung des gesamten Restkredites. Auch bei vorgeschlagenen Sanierungskonzepten ist man ganz diesen Banken (welche sich meist untereinander absprechen) völlig ausgeliefert.
    3. Bei dieser Betriebsübernahme dient Alfred Gusenbauer nur als Vorzeigeperson, dahinter stehen andere Investoren und sein Anteil dürfte eher gering sein.
    4. So wie man eine Firma "kurz vor 12" relativ günstig bekommt, wird man diese nach einiger Zeit mit saftigem Gewinn (meist an ausländ. Gruppen) wieder verkaufen.
    5. So bedauerlich es für die bisherigen österereichischen Eigentümer gelaufen ist, so zeigt sich einmal mehr:
    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

    • Alexander Renneberg
      22. Dezember 2012 09:54

      zu punkt vier: bis 5 nach 12 warten, dann ist sie noch günstiger. und ja, dann mit gewinn verkaufen.
      was soll daran schlecht sein?

    • Observer
      22. Dezember 2012 13:12

      Alexander Renneberg:
      Ich wollte sagen, dass Hypo-NÖ "vorsätzlich" die Pleite ihres Bankkunden herbeigeführt hatte, damit die eigene Tochtergesellschaft gemeinsam mit Gusenbauer und einer weiteren Gruppe das Unternehmen "kurz vor 12" zum niedrigst möglichen Preis erwerben konnte. Ganz sicher wird man dann Backhausen wieder verkaufen, denn diese Investoren verstehen vom Textilgeschäft nichts und sind nur an der besten kurzfristigen Verzinsung der eingesetzten Gelder interessiert.
      Normaler Weise ist es nicht schlecht, Dinge günstig zu kaufen und bestmöglich wieder zu verkaufen, aber hier sind doch unsaubere Machenschaften am Werk gewesen.

    • Alexander Renneberg
      22. Dezember 2012 13:22

      naja, an vorsätzlich glaube ich nicht. denn um backhausen stand es schon lange schlecht. wie soll so eine firma denn sanierbar sein? quasi unmöglich.
      es ist meines erachtens ein wunder wielange die gläubiger da zugesehen haben. und vorallem wieviele lieferanten jetzt wieder zum handkuss kommen.

      ebensolange hat man bei griffner haus zugesehen, siehe kurier seite 12 (habe es online nicht gefunden)
      auch da wird es nur schwer weitergehen, und ja auch das ist ein traditionsbetrieb. und auch da wird die bank irgendwann mal sagen: aus!

      p.s. völlig richtig was sie schreiben:

      wer nicht mit der zeit geht, geht mit der zeit!

  23. brechstange
    22. Dezember 2012 09:26

    Jetzt hat der Herr Dr. Unterberger mit seinen Anhängern noch immer nicht begriffen, dass Sozialdemokraten per se altruistisch und gut sind. Das steht außer Streit. Und wenn dann nach Ausplünderung nach Heuschreckenmanier, die Arbeitsplätze trotzdem verloren gehen, dann ist der Markt und der gnadenlose Kapitalismus Schuld. Denn dürfte die öffentliche Hand einfach immer mehr Geld ausgeben (=Schuldenmachen) und verteilen, dann hätten dir plangesteuerten Wirtschaften doch immer ihr Geschäft. Aber diese bösen Ratingagenturen und Kapitalmärkte pfuschen dauernd ins Geschäft. Spaß beiseite.

    In nächster Nähe einen ähnlichen Fall erlebt, wo nach Ausbeutung eines Traditionsbetriebes durch eine "AG", Mietwohnungen übrigblieben, die die Bank in den Räumlichkeiten einrichtete. Es ist gewollt, diese kleinen Traditionsbetriebe umzubringen, um Marktanteile für die Großen zu sichern. Das ist meine böse Ansicht, hängen doch die Banken bei den Großen mit "faulen Krediten" um Größenordnungen tiefer drin als bei den Kleinen. Übrigens war damals die Beratungskanzlei ua Consultatio. Trotz Hinweise auf Ungereimtheiten in der Bank an die Gläubigervertreter wurden diese nicht berücksichtigt und wurden die Menschen, die den Betrieb weiterführen wollten, nicht zugelassen, weil sie behördliche Auflagen wie neue Fußböden, etc. nicht sicher hätten durchführen können. Unsere Bürokratie im Zusammenspiel mit der Politik und auch der Banken im Zusammenspiel der Masseverwalter sind Totengräber unserer wettbewerbsorientierten Unternehmen im Klein- und Mittelstandsbereich. Der Masseverwalter war zufällig auch Aufsichtsrat dieser AG und wurde erst durch Intervention durch einen Masseverwalter, der im selben Haus neben dem befangenen Masseverwalter residierte, abgelöst. Das war eine ganz arge betrügerische Geschichte und alle spielten mit. Man wird sich doch nicht die Finger verbrennen.

    • Xymmachos
      22. Dezember 2012 10:51

      Werte @brechstange, "dunkel ist der Rede Sinn..."! Ist ja sehr interessant, dieser "ähnliche Fall", aber: geht's ein bisserl konkreter? Natürlich ohne sich irgendwie strafrechtlich zu exponieren. Oder gilt wieder einmal: nomina sunt odiosa? Oder steh' ich nur auf der Leitung?

  24. dssm
    22. Dezember 2012 08:50

    Seit dem Atomic Konkurs, mit über 100% Quote, gehe ich grundsätzlich von Betrug und Diebstahl aus, wenn unsere Gerichte involviert sind. Damals war die Bank die hier allseits 'beliebte' BAWAG.
    Leider ist meine schlechte Einstellung gegenüber den Gerichten und Masseverwaltern immer wieder bestätigt worden.

    Andererseits, wer zu viele Schulden aufbaut ist selber schuld, denn wäre die Schuldenmalaise überschaubar und gut abgesichert, würden sich zahlreiche Institute um die Kreditvergabe reißen.

  25. Anton Volpini
    22. Dezember 2012 08:16

    Wenn das stimmt, was Georg Vetter da geschrieben hat, dann ist das keine nette Geschichte eines sozialistischen Emporkömmlings, sondern ein knallharter Kriminalfall!

    http://www.ortneronline.at/?p=20354

    • dssm
      22. Dezember 2012 08:52

      Danke für den Link.
      Wahrscheinlich ist selbst dies noch nicht die ganze schmutzige Wahrheit.

    • brechstange
      22. Dezember 2012 09:10

      Herr Volpini,
      ich bin mir sicher, es ist ein knallharter Kriminalfall. Es wird Zeit, die Gesetzgeber und Exekutive auf Vordermann zu bringen, dh Transparenz bei den Gesellschaftern mit hohen Strafen bei Verstoß und nicht Bekanntgabe der Hintermänner. Hier sind die Bürger gefordert, einzuschreiten. Es bleibt uns nichts anderes übrig, wir hatten zu lange Vertrauen, dass öffentliche Kontrolle funktioniert und stellen jetzt fest, dass genau diese in mafiöser Manier ausgeschaltet wurde und wird.

    • Anton Volpini
      22. Dezember 2012 09:29

      Ich fürchte, brechstange, für eine Umkehr mit Zivilcourage ist es schon zu spät. Zu toll ist schon das allgemeine Treiben rund um das Goldene Kalb.
      Ich selbst bin erst kürzlich hier in Kärnten an so einem Tanz gegen das Eigentum gescheitert, vorerst einmal! Dabei konnte ich wiedereinmal diese Gesetzesmäßigkeit studieren. Das alles ist am besten bei Gustave Le Bon und bei Sodom und Gomorrha nachzulesen.

      Gerne geschehen, dssm, kriminell ist das plötzlich angesetzte Bieterverfahren. Natürlich nimmt da nur einer teil, der vorbereitet ist, oder zumindest einen Tag vorher eine Firma zu diesem Zweck gegründet hat. Mein Freund Johann hat dazu etwas weiter unten, oder ganz oben :-)) ein sehr schönes Bild gezeichnet.

    • HJR
      22. Dezember 2012 15:13

      @brechstange,
      @Anton Volpini

      Leider muss ich mich Volpinis Meinung anschließen. Denn die Geschichte scheint mir allzu 'österreichisch' um nicht wahr zu sein und das includiert, dass auch in diesem Fall nicht genug Staub aufgewirbelt werden wird, um irgendjemand (schon gar nicht den Gesetzgeber - der ist ja seinem Gewissen verpflichtet und bis dieses die Sache wahrgenommen haben wird, hat sie schon drei 'Gesichtsoperationen' hinter sich).
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • brechstange
      22. Dezember 2012 15:48

      Wir sollten die Schwachpunkte suchen, die es in diesen Systemen gibt, Herr Volpini und hjr. An diesen Stellen die Keile setzen. Wer nicht kämpft, hat bereits verloren.

    • Anton Volpini
      23. Dezember 2012 19:01

      "Wer nicht kämpft, hat bereits verloren.

      Das ist sehr richtig brechstange, und trotzdem gibt es da den Spruch des Dakota Häuptlings: " Wenn Du bemerkst, Du reitest ein totes Pferd, steig ab!"

      Wir sollten uns auf den Wiederaufbau konzentrieren, und vor allem, wie wir dann unsere Gesellschaft organisieren wollen.

  26. Wertkonservativer
    22. Dezember 2012 06:04

    Egal, wie er zu seinem Geld gekommen ist: dieser von vielen (und auch langjährig von mir) unterschätzte Alfred Gusenbauer scheint eben ein ebenso tüchtiger wie gebildeter Mann zu sein!
    Die Sache wäre nur dann odios, wenn er sich an Parteigeldern oder im Windschatten anderer roter Machaloikes unrechtmäßig bereichert hätte.

    Jedenfalls ist der Mann ein ganz anderes Kaliber als sein mickriger Nachfolger im Amt!
    Der weiß, was er will, und setzt dies dann auch recht erfolgreich durch!

    Noch etwas: die Familie Backhausen dürfte, wie auch so manche andere alte bürgerliche Unternehmer-Familien, die Zeichen und Notwendigkeiten unserer raschlebigen Zeit nicht mehr ganz verstanden haben, zumal die von ihrem Haus produzierten Edel-Textilien ja nur eine an sich sehr wohlhabende, jedoch auf unserem Kontinent nicht mehr so zahlreich vertretene Käuferschicht anspricht, und daher eine exportintensive Verkaufspolitik erfordern.
    Ob Herr Backhausen und seine Leute hier genügend Druck an den Tag gelegt haben, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Schade ist das Ende der Backhausen-Ära allemal!

    Irgendwie zeittypisch, dass dort ab jetzt ein gestandener Sozialdemokrat das Ruder in der Hand hat!
    Nimmt man's ins Allgemeine: kein gutes Omen für uns Bürgerliche!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2012 08:04

      2. Absatz:

      ER weiß, was er will; dies im Gegensatz zu seinem derzeit "regierenden" Parteifreund!

    • brechstange
      22. Dezember 2012 09:11

      Herr Michler,
      Ihr Optimismus und Ihr Vertrauen in ein nicht mehr funktionierendes System ist zu beneiden.

    • Wertkonservativer
      22. Dezember 2012 10:01

      "..ein nicht mehr funktionierendes System .."
      Welches meinen Sie, liebe Brechstange?
      Das altbewährte System bürgerlicher Kaufmannschaft?
      Das gibts schon noch, aber leider nicht mehr so verbreitet wie früher einmal!
      Ihre Klarstellung würde mich interessieren!
      (Optimist bin und bleibe ich jedenfalls!)

      Mail to: gerhard@michler.at)

  27. Johann Scheiber
    22. Dezember 2012 03:47

    Die bolschewistischen Emporkömmlimge aus der Bank- und Parteienoligarchie werden mit einer kombinierten Applikation aus Neid (Sozialismus) und Gier (Kapitalismus) so lange zu ihrem persönlichen Vorteil wüten, bis alles Porzellan in Österreich und in Europa zerschlagen ist.

    Das Wortspiel mit Backhausen gefällt mit nicht. Es ist einfach unendlich traurig, wenn altes Kulturgut und alte Tradition durch Barbarei zu Grunde geht. Ein Hunnensturm könnte kaum schlimmer sein.

    Wann werden die Menschen endlich aufwachen und erkennen in welch "anschwellenden Bocksgesang" wir uns befinden, denn es ist unser aller Tragödie, nicht nur die von Backhausen.

    • Anton Volpini
      22. Dezember 2012 08:25

      Mir gefällt das Wortspiel auch nicht, Johann. Wir sollten nicht schadenfroh sein, nur weil die Hunnen bei den Nachbarn eingefallen sind. Denn wir wissen ja nicht, was diesen kriminellen Barbaren morgen einfällt.

  28. Brigitte Imb
    22. Dezember 2012 03:46

    So wie ich die Angelegenheit in der Presse verfolgt habe, daß sich ein weiterer Traditionsbetrieb "verabschiedet" und ein zwielichtiger Schaich wieder einmal Interessen bekundet ohne tatsächlich aktiv zu werden, tat mir das in der Seele weh. Als ich aber gestern lesen mußte, daß Gusi und die Hypo nach Konkurseröffnung zugeschlagen haben, konnte ich nur mehr in Schimpfwörtern denken, welche Dre..sau dieser Gusi doch ist. Entschuldigung für meine derbe Ausdrucksweise, aber in diesem Fall gelingt es mir nicht mehr höflich zu bleiben und ich bin ein weiteres Mal stolz darauf, Eva Steiner ins Gesicht gesagt zu haben, daß Gusi für mich ein Brechmittel ist - wohl ohne Konsequenz -, aber die selbsternannte Elite soll ruhig wissen wie das Volk über sie denkt.
    Pfui Teufel - soviel soziale Gerechtigkeit ist doch unerträglich.

    • HJR
      22. Dezember 2012 15:15

      Ich kann's nachempfinden! 'Volksgerichtshof' sage ich!
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

  29. RR Prof. Reinhard Horner
    22. Dezember 2012 01:53

    reinhard.horner@chello.at

    Die Erwägungen von Dr. Unterberger sind interessant, sind bedeutend.

    Indes, wenn man sich den "Liberalismus" vergegenwärtigt, wie ihn in diesem Blog insbesondere Herr Ing. Tögel propagiert, ist die Angelegenheit mit Backhausen doch ein völlig normaler kapitalistischer Vorgang. Anderen als Profitüberlegungen gebührt doch in der "freien Wirtschaft" kein Platz.

    Oder empfinden und denken wir allozu stark in einer Gegenabhängigkeit zum "Sozialismus" - und da überdies nicht zum besten?

    • Brigitte Imb
      22. Dezember 2012 04:36

      @Hr. Prof. Horner

      "Anderen als Profitüberlegungen gebührt doch in der "freien Wirtschaft" kein Platz."

      Sie treffen den Nagel sehr schmerzlich auf dem Kopf. Werte u. Traditionen zu bewahren und davon ganz gut leben zu können ist nicht mehr "in". Da muß mehr rausschauen, auch wenn's unterm Strich schief geht - die (roten) Heuschrecken warten nur darauf.

    • dssm
      22. Dezember 2012 09:00

      s.g.Herr Horner
      Die Marktwirtschaft, mit ihren Anreizen, funktioniert immer!
      Wenn also die Gerichte mit lauter Gaunern (und/oder Deppen) besetzt sind, so wird sich ein Markt für Gaunereien und Betrügereien auftun und die Gauner und Betrüger werden sich finden.
      Ein wunderbarer Beweis für die Richtigkeit des marktwirtschaftlichen Anreizsystems.

      Mir fällt aber im Moment kein Vertreter der österreichischen Schule ein, welcher sich ausdrücklich für korrupte und unfähige Gerichte ausgesprochen hat. Auch der von Ihnen gescholtene Herr Tögel bleibt in der Linie der Österreicher und will einen Rechtsrahmen, der auch überwacht und damit eingehalten wird.

      Vielleicht verwechseln Sie die Anarchisten mit den Wirtschafts-Liberalen.

  30. byrig
    22. Dezember 2012 01:17

    gusenbauer hat immerhin auch die spö-parteifinanzen saniert-und das in kürzester zeit!
    allerdings unter ähnlich kryptischen umständen.
    und das flöttl-urteil rotiert einem im magen.

    • Brigitte Imb
      22. Dezember 2012 04:18

      @byrig,

      "socrates" spricht oft von "geh' ma Putin schimpfen", ich sag, 'geh ma Ärzte schimpfen'.
      Nun, das hat jetzt natürlich nichts mit der Insolvenz von Backhausen gemein, aber mit dem Neid der Sozen, die sich auf Kosten der Leistungserbringer bereichern und ich möchte Ihnen ein Beispiel bringen, wie die Politik betrügt, was natürlich von den "sozial Gerechten" besonders sauer aufstößt. Hier habe ich speziell Gusi im Gedächtnis, der bei einer Veranstaltung der ÄK die kapitalistischen Ärzte gemaßregelt hat.
      Von einem befreundeten Gemeinderat weiß ich, daß diese Informationen von "höher gestellten" Politikern erhielten, daß den niedergelassenen Ärzten, die 100 000€ verdienen (der Zeitraum wurde vergessen zu erklären, allerdings wurde es indirekt so dargestellt als ob dieser Betrag monatlich(!) sei) unbedingt ein Riegel vorgeschoben werden muß. (Irgendwie "lustig" wenn ich an die nicht auffindbaren 100teMio.€ in Szbg. denke.....)
      Wenn ich nun sehe und mit G(r)usi vergleiche, was z. B. mein Mann leistet, welche Ausbildung er absolviert hat, welche Verantwortung er trägt und welchen Verdienst er dafür erhält, dann kann ich nur noch hinspucken vor so viel Ignoranz und Arroganz der Politik, v.a.der sozialistischen.

  31. S.B.
    22. Dezember 2012 01:17

    Gusenbauer = eine typisch linke Karriere, nämlich kaum am Futtertrog mutiert man vom Sozialisten zum Kapitalisten und deshalb ist er gut versorgt mit "ausgewählten Aufsichtsratmandaten".

    Siehe auch:
    http://www.signa.at/303.html

    Wobei sich die Frage aufdrängt, ob Gusenbauer als Strohmann für irgendwelche nichteuropäischen Investoren fungiert, denn die Familie Backhausen ist im Besitz wertvoller, alter Stoffmuster und -sammlungen, deren Ausschlachtung sicher interessant für sogenannte "Heuschrecken" sein könnte.
    Anders kann ich mir sein plötzliches Engagement im Textilbereich nicht vorstellen.
    Schade um einen weiteren, österreichischen Traditionsbetrieb und Schande für die gnadenlosen "Leichenfledderei"!

  32. S.B.
    22. Dezember 2012 01:17

    Gusenbauer = eine typisch linke Karriere, nämlich kaum am Futtertrog mutiert man vom Sozialisten zum Kapitalisten und deshalb ist er gut versorgt mit "ausgewählten Aufsichtsratmandaten".

    Siehe auch:
    http://www.signa.at/303.html

    Wobei sich die Frage aufdrängt, ob Gusenbauer als Strohmann für irgendwelche nichteuropäischen Investoren fungiert, denn die Familie Backhausen ist im Besitz wertvoller, alter Stoffmuster und -sammlungen, deren Ausschlachtung sicher interessant für sogenannte "Heuschrecken" sein könnte.
    Anders kann ich mir sein plötzliches Engagement im Textilbereich nicht vorstellen.
    Schade um einen weiteren, österreichischen Traditionsbetrieb und Schande für die gnadenlosen "Leichenfledderei"!






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