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Wie man Immobilienblasen schafft drucken

Fast immer, wenn die Politik scheinbar Gutes tun will, kommt etwas Falsches und Teures heraus. Das zeigt sich etwa bei den Themen Energieeinsparung und Behindertengerechtigkeit. Beides ist ja sehr populär. Aber in beiden Fällen hat die Politik Wirkungen ausgelöst, die an ganz anderer Stelle Schäden verursachen: nämlich beim Wohnbau. Dieser wird dadurch massiv verteuert.

Das führt zu einer österreichweiten Reduktion der Wohnbauleistung. Das erhöht wiederum den Druck auf die ohnedies durch Inflationsflüchtlinge nach oben getriebenen Preise  von Eigentumswohnungen. Und die katastrophalen Spätfolgen einer Immobilienblase hat man ja in Amerika und Spanien genau beobachten können.

Wie kommt es zu diesen schädlichen Nebenwirkungen? Mehrere Bundesländer – Bauen ist ja Landessache – haben es zur unabdingbaren Pflicht gemacht, dass jede Wohnung in jedem neuen Bau behindertengerecht sein muss. Das hat von den Türen über die Aufzüge bis zu den Gangbreiten eine Reihe kostentreibender Folgen. Das ist auch in der Sache wenig sinnvoll. Wenn man Rollstuhlfahrer im siebenten Stock unterbringt und wenn dort ein Brand ausbricht, sind sie absolut hilflos. Dürfen doch dann keinesfalls die Lifte benutzt werden. Es wäre klüger und sparsamer, für den zum Glück sehr kleinen Prozentsatz an Rollstuhlfahrern Wohnungen mit sicheren Ausgängen anzubieten, statt 99 Prozent aller Wohnungswerber mit höheren Kosten zu belasten (Ein ähnliches Thema sind übrigens die gewaltigen Kosten für die Behindertengerechtheit öffentlicher Bauten, wo es oft viel billiger gewesen wäre, für die nächsten Hundert Jahre eine Hilfskraft anzustellen, die jeden Behinderten durchs ganze Gebäude bringt).

Den gleichen kostentreibenden Effekt hat der Zwang zur Gebäudedämmung. Denn mittlerweile stellt sich heraus, dass die versprochene Verbesserung der Energiebilanz niemals eintritt. Das wagen nun sowohl rote Wohnbau-Genossenschafter in Wien wie auch blaue Landesräte in Oberösterreich kritisch zu beklagen. Thermische Sanierungen bringen zwar dem Baugewerbe hohe Umsätze, dem Nutzer aber nicht die gewünschten und kalkulierten Verbesserungen. Viele – teure – Einsparungs-Versprechungen erweisen sich als falsch. Etwa weil übersehen wurde, dass die Mauerdämmung die Aufnahme der auch im Winter des öfteren scheinenden Sonne verhindert (die in der kalten Jahreszeit auch in viel flacherem Winkel und daher wirksamer einstrahlt).

Sind diese Energieeinsparungs-Ankündigungen deshalb falsch gewesen, weil sich die Techniker geirrt haben? Oder sind solche Studien von der interessierten Bau- und Dämmstoffindustrie forciert worden? Das wird sich wohl nur schwer klären lassen.

Tatsache ist, dass die Politik – von der EU bis zu den Bundesländern – durch gut gemeinte Regelungen Schaden anrichtet und zugleich die angestrebten Ziele verfehlt. Das Schlimme: Gesetzgeber sind unglaublich träge, wenn sie Fehler eingestehen und Vorschriften wieder abschaffen müssten.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 09:30

    Man sollte den Einzelfall benutzen um den Hintergrund zu beleuchten!
    Daher zum x-ten Mal: Sozialismus geht immer und überall schief.
    Wieder haben die grossen 'Führer' bei den grossen 'Experten' Rat eingeholt und nun zentral eine Regelung für alle ach so einfältigen Bürger (=uns) beschlossen.

    Wenn dann der erste behinderte Mensch im 7. Stock (Zitat AU) verbrennt, weil kein Lift mehr geht oder eine ganze Familie im schaumstoffisoliertem Haus verbrennt, weil sich das Feuer über die Fassade explosiv verbreitet hat, dann wird es ein Gejammer geben.
    Wenn dann dazu noch die erhofften Einsparungen bei dem Energieverbrauch nicht kommen, wird um den Gesichtsverlust der 'Führer' und 'Experten' zu vermeiden, am Gesetz herumgedoktert werden, bis jede Rechtssicherheit passé ist.
    Haften für die mangelnde Wirkung und die Gefahrenquellen tun die 'Führer' und 'Experten' natürlich nicht, sonder der Bürger; so gesehen wieder gerecht, denn genau dieser Bürger hat diese 'Elite' in Amt und Würden gewählt und gehalten.

  2. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 10:50

    Dr. Unterberger hinterfragt die Gefahr einer Immobilienblase im Zusammenhang mit den Themen Behindertenfreundlichkeit und Wärmedämmung.

    Viel größer sehe ich aber die Gefahr einer Immobilienblase im Zusammenhang mit Büroflächen.
    Überall in Österreich, besonders in Wien sieht man viele neue große Gebäude, auf denen großflächig für die Vermietung von Büroflächen geworben wird. Auch auf Gebäuden, welche seit Jahrzehnten bestehen, sieht man oft jahrelang Angebote von Büroraum.
    In meiner Vorstellung bestehen in Österreich Büroflächen in der Größe von Dutzenden Fußballfeldern, welche kaum vermietbar sind, und irgendwann, ähnlich
    wie in USA und Spanien zum nationalökonomischen Problem werden.


    Kann jemand meine diesbezüglichen Sorgen zerstreuen?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 08:19

    Gutmenschliche Selbstbefriedigung.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorconsuela rodrigez
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    18. November 2012 11:35

    Die Regulierungswut und die EU! (ich bin ehrlich froh schon alt zu sein!)
    ARD - Blockwarte und inoffizielle Mitarbeiter der EU
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=J45tsn_dqHI #!

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  1. Stefan Wehinger
    20. November 2012 15:38

    "....Etwa weil übersehen wurde, dass die Mauerdämmung die Aufnahme der auch im Winter des öfteren scheinenden Sonne verhindert (die in der kalten Jahreszeit auch in viel flacherem Winkel und daher wirksamer einstrahlt)....."

    Herr Unterberger, das ist blanker Unsinn. Kein Techniker hat irgend etwas übersehen. Die Thermodynamik eines Hauses ist HTL Stoff und berücksichtigt alle Verluste und Gewinne über einen Jahreszyklus. Was nicht berechnet werden kann ist der Bewohner der gerne klüger ist als Steuerungen und Empfehlungen.

    Ich habe es schon letztens geschrieben und wiederhole noch einmal: Bitte bleiben Sie bei Ihren politischen Kommentaren die wir alle lieben und schätzen und ersparen Sie sich und uns Ihre Unwissenheit zu technischen Themen. Vielen Dank, ein Fan

  2. Peter (kein Partner)
    20. November 2012 12:59

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht. Das Grundübel der in Österreich und der EU immer mehr um sich greifenden Bevormundungspolitik.

  3. Baldur Einarin
    19. November 2012 14:32

    Ja es gibt demnächst eine Immobilienblase. In unserem Staate nicht so sehr von Banken oder privater Hand verursacht, als vielmehr vom Größenwahn unserer Politiker. Denken wir an den geplanten , absolut unnötigen Neubau des Wilhelminenspitals in Zentralbauweise mit einem vorweg geplantem Verwaltungszentum mit Kosten von 116 Mill. Euro, an die Seestadt Aspern, an Skylink und an den Wiener Zentralbahnhof. Oder an die geplante Verlegung des Bezirksamtes für den 19. Bezirk von der Gatterburggasse zur Sieveringer Kreuzung. Auch so manche Donaubrücke in Niederösterreich ist zu hinterfragen, dient z. B. die Brücke bei Traismauer in erster Linie ganz offensichtlich dazu, den Anfahrtsweg für Dr. E. Pröll von Radelbrunn nach St. Pölten zu verkürzen, obgleich dieser Langzeitpoltiker auch in Krems eine Absteige sein Eigen nennt.
    Wann werden Die steuerleistenden Bürger endlich auf die Strasse gehen ?

  4. BHB (kein Partner)
    18. November 2012 20:25

    Je schlechter die Wohnungsausstattung ist desto geringer müsste der Mietpreis sein.

    So ein 7€/Quadratmeter Modell noch dazu in ganz Österreich einführen zu wollen wie dies die Grüne-Bundessprecherin Dr. Glawischnig in einem Interview auch zugibt ist Wahnsinn, ein wirtschaftlicher grüner Super-GAU(größter anzunehmender Unfall) es liegt in diesen Vorschlag ja wirklich schon ein Hauch von Kommunismus in der Luft!

    Auch bei einer Wohnung die Swimming Pool, Fitnessräume etc. beinhaltet kann der Mietpreis nicht niedriger sein als vor dem Kauf.

    Wenn jede Wohnung in Österreich nur mehr 7€ pro Quadratmeter wert wäre (auf staatlichen Geheiß der grünen Damen Vassilakou und Glawischnig) würden auf einmal die privaten Wohnneubauten nicht mehr Früchte tragen!

    Deshalb kann man nicht pauschalieren und für jede Wohnung 7 Euro pro Quadratmeter für die Miete festlegen.

    Es liegt an uns Wienerinnen und Wiener einer derart ungerechten Preisgestaltung entgegenzuwirken, wenn wir nicht wollen, dass ganz Österreich Opfer eines grün-kommunistischen Super-GAUs wird, welcher in einer österreichischen Wirtschaftskatastrophe münden könnte!

    Zu lesen auf:
    http://tinyurl.com/c68vuyl

    • Neppomuck (kein Partner)
      18. November 2012 22:03

      Wie doof die Grünen doch sind.
      Diejenigen, die sich höhere Mietpreise leisten können, also die Besserverdiener, werden/würden weniger zahlen, was zur Folge hat, dass die niedrigeren Mieten (geringere Einkommen) erhöht werden.
      Schließlich will der Vermieter auf seine Kosten kommen. (Mischkalkulation)

      Also wird die Klientel der Linken zur Kasse gebeten.
      ?
      Grün, grün, nur du allein ...

  5. Marcus Vitruvius (kein Partner)
    18. November 2012 16:32

    Altbauten mit Holzbalkendecken sollten nie gedämmt werden, da ansonsten die Balkenköpfe innerhalb von wenigen Jahren verfaulen.

    Siehe Google Bildersuche: Verfaulte Balkenköpfe

  6. Neppomuck (kein Partner)
    18. November 2012 12:44

    Frage an alle:
    Wie schafft man mit der "Reduktion der Wohnbauleistung" eine Immobilienblase?

    • Klaus Gotthart (kein Partner)
      18. November 2012 13:46

      Ganz einfach und wie immer: Preis = Angebot vs. Nachfrage.
      Wenn weniger gebaut wird (=Angebot verringert sich), die Nachfrage aber gleich bleibt, dann geht der Preis nach oben.
      Irgendwann steigen dann die Zinsen und die ganzen Finanzierungen brechen wie Kartenhäuser zusammen. fertig.

    • Neppomuck (kein Partner)
      18. November 2012 19:00

      Aus Wikipedia:
      "Voraussetzung für das Entstehen einer Spekulationsblase ist eine hohe Verfügbarkeit an Liquidität im Finanzsystem."

      Ergo: Falsche Antwort.

  7. consuela rodrigez (kein Partner)
    18. November 2012 11:35

    Die Regulierungswut und die EU! (ich bin ehrlich froh schon alt zu sein!)
    ARD - Blockwarte und inoffizielle Mitarbeiter der EU
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=J45tsn_dqHI #!

    • Brigitte Imb
      18. November 2012 17:55

      Da zünd' ich mir doch glatt gleich ein Zigaretterl an und hoffe daß mich keiner anzeigt, weil mein Kater Schaden nehmen könnte. ;)

  8. cmh (kein Partner)
    18. November 2012 11:15

    Der Wahnsinn hat System!

    Was bei Kühlschränken sinnvoll ist, nämlich den Energieverbrauch nach ABCD zu kategorisieren und so für diese am Preis leichtvergleichbaren Produkte mit kurzer Lebensdauer eine Kaufentscheidungshilfe zu bieten, ist bei Häusern und Wohnungen, bei denen nicht nur der Preis, sondern auch viele andere Kriterien entscheidend sind, kompletter Schwachsinn.

    Ich meine den Energieausweis, der jetzt nicht nur vorgeschrieben, sondern weil vom Markt nicht angenommen auch mit einer Strafdrohung versehen wurde.

    Kurz, wer seine Entscheigungen nicht nach der gewünschten Methode zu treffen bereit ist, wird bestraft.

    Die Kammer schweigt natürlich zu dem Körberlgeld für Baumeister und Zivilingenieure, denn die Liegenschaftseigentümer vertritt sie ja nicht.

    Der Energieausweis ist ein buntes Blatt Papier samt einem kiloschweren Operat unverständlicher Berechnungen, der alle 10 Jahre zu erneuern ist und etwa 1€ pro m2 kostet. Unter allgemeinem Grinsen wird dieses Ding bei Vertragsabschluss vorgezeigt und bleibt im übrigen ohne Konsequenzen.

    Aber nur nocheinmal, weil es so lustig ist: WEr diesen Blödsinn als solchen links liegen lässt wird bestraft.

  9. Johann Glaser (kein Partner)
    18. November 2012 10:37

    Der neueste Trend sind Lifte, die auch im Brandfall benutzt werden können. Ein solcher wurde an der TU Wien nachgerüstet. Blöd nur, dass dafür der Zugang Rauch-dicht gemacht werden musste, und für den dabei notwendigen "Vorraum" halt der zweite Liftschacht dran glauben musste. Aus zwei mach eins, sehr befriedigend für alle, die jetzt noch länger auf den Lift warten müssen...

    PS: Zur Sicherheit: Nein, im Brandfall sollen Behinderte _nicht_ verbrennen oder (was die viel größere Gefahr ist) ersticken. Aber wozu gibt es Brandabschnitte und wieso wird bei einem Brand im Haus geraten, _in_ der eigenen Wohnung zu bleiben und die Tür Rauch-dicht zu machen (feuchtes Handtuch am Boden)?

  10. Brigitte Imb
    17. November 2012 21:42

    Einmal mehr bin ich mit meinem Hausverstand und meiner Intuition sehr zufrieden. *schulterklopf* g*

    Das Konventionelle bedeutet mir oftmals recht viel und auf's Bauen und Sanieren bezogen bin ich ja fast eine kl. "FachmännIn", weil ich quasi auf der Baustelle aufgewachsen bin, wo man immer fast alles selbst erledigt hat.
    Beim Bau des zweieinhalbten Hauses wurde ich zwar nicht mehr selber "handgreiflich", aber vom Architekten forderte ich ordentlich "dicke" Ziegelwände und keinen wie vorgeschlagenen Vollwärmeschutz (die Spechten und deren Umtriebigkeit war mir damals schon wohl bekannt). Es war eine gute Entscheidung und wir sind sehr zufrieden.

    Die Alten Häuser mit ihren dicken Wänden benötigen sicher keine Wärmedämmung, aber ordentliche, dichte Fenster. Das reicht.

    • Brigitte Imb
      17. November 2012 21:51

      Nachtrag:

      Zu den behindertengerechten Bauweisen amüsiere ich mich meist in Italien, das ja zur EU gehört (gleiche Regeln?), sehr gut. Da hat ein nichtbehinderter, gesunder, schlanker Mensch desöfteren Probleme auf den engen, durch verwinkelte Gänge führende, Häusln zurecht zu kommen. Und komisch, dort gibt es keine Probleme.

    • cmh (kein Partner)
      18. November 2012 11:18

      IN England und auch am gegenüberliegenden küstennahnen Kontinent könne sie scheinbar nur Schiffe bauen und keine HÄuser. Denn man fühlt sich in den Häusern mit den engenen Gängen und steilen Treppen wie auf einem Schiff. Was der Wohnlichkeit natürlich keinen Abbruch tut.

      Bei uns wäre das alles schlicht nicht genehmigungsfähig.

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      18. November 2012 12:30

      Liebe Brigitte Imb!
      Sie haben vollkommen recht. Wir haben unseren Hausverstand freiwillig abgegeben - außer man geht zu Billa einkaufen (Billawerbung - grins).
      Ich nehme mich da nicht aus, auch ich glaubte alles ohne es je zu hinterfragen (blond und blauäugig). Mein Bauchgefühl sagte mir zwar immer, dass vieles unsinnig ist, aber wer hört schon drauf, wenn Experten und "Stukadierte" es immer und immer vorkauen. Erst als meine Tochter mich drauf aufmerksam machte (z.B. 9/11, giftige Impfungen, AIDS-Lüge, Klima-Lüge etc.) begann ich das Internet für was Nützliches zu nutzen. Geld regiert die Welt und da hat Menschlichkeit und Gerechtigkeit keinen Platz.
      Liebe Grüße aus OÖ.
      Sehr empfehlenswert:
      Die Dokumentation wirft einen kritischen Blick auf die Entstehung der heutigen Konsumgesellschaft. Es wird erklärt was "geplante Obsoleszenz" ist und wie dadurch unser enormes (Wirtschafts-)Wachstum erst möglich wurde. Doch unbegrenztes Wachstum ist in einer begrenzten Welt nicht möglich, und so zeigt der Film gegen Ende Alternativen und Lösungswege auf, die uns hoffentlich eines Tages aus diesem Dilemma heraushelfen werden.
      Kaufen für die Müllhalde (ARTE)
      http://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA
      Empfehlenswert

    • Neppomuck (kein Partner)
      18. November 2012 12:36

      >>Consuela:

      "Von einem, der nicht fragt: "Was soll ich hiervon halten, was soll ich davon halten?", würde ich gar nichts halten."
      Konfuzius

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      18. November 2012 13:09

      Neppomuck
      Klare und treffende Worte! Der Mensch ist von Natur aus neugierig, doch ist dies in er heutigen Zeit nicht mehr erwünscht, ja sogar verboten. Auch ich gehörte dazu "schäm". Doch wie es heißt es so schön, aus Fehlern lernt man.

  11. Josef Maierhofer
    17. November 2012 13:39

    @
    'Das Schlimme: Gesetzgeber sind unglaublich träge, wenn sie Fehler eingestehen und Vorschriften wieder abschaffen müssten.'

    Ja, haben sie doch die Vorschrift für jemanden bestimmten, für eine Lobby eingeführt, was die Sache natürlich träge macht. Leichter wäre alles ohne diese Klientelpolitik.

    Dass es in der Technik so ist, wie in der Natur, je näher zur Natur, desto wirksamer kann die Technik angewendet werden. Es wurden viele Materialien erforscht, die durchaus entsprechen würden, naturnahe zu funktionieren. Jedenfalls für Häuser eignet sich Lehm, Ziegel, etc. am besten, denn da stimmt das meiste von Speicherfähigkeit bis zur Atmung.

    Behindertengerechte Neubauten sollten wirklich so ausgelegt sein, dass die unteren Wohnungen flach zugänglich sind und breit genug für Rollwagenfahrer, etc. und damit auch die Fluchtwege sicher sind. In den oberen Stockwerken muss das natuerlich nicht unbedingt sein, wenn es um den Preis geht, aber die Optimierung der Betonklötze würde wohl trotzdem mit dieser Forderung teurer werden. Althäuser teuer umzubauen für Behinderte halte ich für einen Unsinn, bei neuen macht es Sinn, das vorzusehen.

    • Brigitte Imb
      17. November 2012 22:02

      Hr. Maierhofer,

      die Behindertenlobby und die GrünInnen sind derartig unverschämt, daß es ihnen nicht reicht, daß die Allgemeinheit für diese sicherlich benachteiligte Minderheit in die Geldbörse greift und viele Erleichterungen finanziert und selbstverständlich mitträgt.
      Es würde doch nach deren Sicht einer eklatanten Ungeichbehandlung entsprechen, könnte ein Rollstuhlfahrer, der eine schöne Aussicht genießen möchte, nicht die uneingeschränkte Möglichkeit erhalten, eine Penthousewohnung zu mieten, bzw. im 23. Stock wohnen zu können.
      Ein bißchen mehr Einsicht der anderen Seite würde wirklich gut tun, wäre sicher auch anstandslos machbar, wären da nicht die linken Hetzer und Gleichmacher.

    • cmh (kein Partner)
      18. November 2012 11:25

      Das ist die Gutmenschenfalle.

      Jeder will natürlich Benachteiligte unterstützen. Das gebietet die Menschlichkeit.

      Es gibt auch sinnlose UNterfangen, die behaupten, Benachteiligte zu unterstützen.

      Sofort wird geschrieen, wer die Sinnhaftigkeit dieser Unterfangen in Frage stellt, hat die Absicht, Behinderte zu benachteiligen.

      Da sich das niemand traut, kommt der Schwachsinn zustande.

  12. S.B.
    17. November 2012 12:48

    Wenn dann noch kostengünstigere, herkömmliche Dämmung wie z. B. Styropor anstatt diffusionsoffenem Naturmaterial zur Anwendung kommt, ist sehr oft Schimmelbildung in den Innenräumen die Folge und man hat sprichwörtlich den Teufel mit Beelzebub ausgetrieben. Bei den überbordenden Vorschriften sind nur wenige, gründlich durchdachte dabei und man gewinnt den Eindruck, Politiker werden europaweit in erster Linie von den jeweiligen Lobbyisten gesteuert.

  13. HJR
    17. November 2012 12:31

    [Fast immer, wenn die Politik scheinbar Gutes tun will, kommt etwas Falsches und Teures heraus.]

    Anstelle eines eigenen Kommentars eine kleine Strecke aus Goethes "Faust":

    FAUST. ...
    Nun gut, wer bist du denn?

    MEPHISTOPHELES.Ein Teil von jener Kraft,
    Die stets das Böse will und stets das Gute schafft
    .

    FAUST. Was ist mit diesem Rätselwort gemeint?

    MEPHISTOPHELES.Ich bin der Geist, der stets verneint!
    Und das mit Recht, denn alles, was entsteht,
    Ist wert, daß es zugrunde geht;
    Drum besser wär’s, daß nichts entstünde
    .
    So ist denn alles, was ihr Sünde,
    Zerstörung, kurz, das Böse nennt
    Mein eigentliches Element.

    FAUST.
    Du nennst dich einen Teil, und stehst doch ganz vor mir?

    MEPHISTOPHELES.Bescheidne Wahrheit sprech ich dir.
    Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt,
    Gewöhnlich für ein Ganzes hält -
    Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war
    Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar,
    Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht
    Den alten Rang, den Raum ihr streitig macht,
    Und doch gelingt’s ihm nicht, da es, so viel es strebt,
    Verhaftet an den Körpern klebt.
    Von Körpern strömt’s, die Körper macht es schön,
    Ein Körper hemmt’s auf seinem Gange;
    So, hoff ich, dauert es nicht lange,
    Und mit den Körpern wird’s zugrunde gehn.


    FAUST. Nun kenn ich deine würd’gen Pflichten!
    Du kannst im Großen nichts vernichten
    Und fängst es nun im Kleinen an.

    MEPHISTOPHELES.Und freilich ist nicht viel damit getan.
    Was sich dem Nichts entgegenstellt,
    Das Etwas, diese plumpe Welt,
    So viel als ich schon unternommen,
    Ich wußte nicht ihr beizukommen,
    Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand -
    Geruhig bleibt am Ende Meer und Land!
    Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut,
    Dem ist nun gar nichts anzuhaben:
    Wie viele hab ich schon begraben!
    Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut.
    So geht es fort, man möchte rasend werden!
    Der Luft, dem Wasser wie der Erden
    Entwinden tausend Keime sich,
    Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten!
    Hätt ich mir nicht die Flamme vorbehalten,
    Ich hätte nichts Aparts für mich
    .

    FAUST.So setzest du der ewig regen,
    Der heilsam schaffenden Gewalt
    Die kalte Teufelsfaust entgegen,
    Die sich vergebens tückisch ballt
    !
    Was anders suche zu beginnen
    Des Chaos wunderlicher Sohn!
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.conwutatio.at

    • Neppomuck (kein Partner)
      18. November 2012 11:23

      Zwischen "Gutes tun wollen" und "Gutes (Geld) wollen" ist ein gewaltiger Unterschied.

      " ... Teil von jener Kraft, die stets das 'Gute' (siehe oben) will und stets nur (unnötige) Kosten schafft" wäre bezeichnender für etliche unter unseren Politikern.
      Wobei ich daran zweifle, dass diese Aushöhlung der Leistungsfähigkeit unserer Volkswirtschaft unbewusst betrieben wird.
      Da steckt System dahinter (siehe Hamlet): "Ist auch auch Irrsinn, hat es doch Methode." ("Though this be madness, yet there is method in it" - Polonius)

      N.B.:
      Elementare Kenntnisse der Physik wären u.a. Voraussetzung für öffentliche Kritik bzw. Äußerungen zu bautechnischen Sachverhalten:
      Je tiefer die Sonne steht, desto weniger Energie spendet sie der Erdoberfläche (längerer Weg der Strahlen durch die abschirmende Atmosphäre), ob jetzt im Winter oder im Sommer. Entscheidend sind Wärmedämmung und Gasdiffusionsfähigkeit (Gesundheitsfaktor "Raumklima") der Fassade.
      Wenn es draußen kalt ist, nützt die schwache Sonne nix, weil mehr Energie durch Abstrahlung (Temperaturausgleich) verloren geht als von außen zugeführt wird. Ganz abgesehen von den Tagen, wo überhaupt keine Sonne scheint. Und das soll im Winter durchaus der Fall sein.

  14. Das kleine Mäxchen
    17. November 2012 11:39

    Die Blase entsteht weniger durch Vorschriften, die den Markt insgesamt verteuern. Das ist halt wieder eine bürokratische Maßnahme zur Arbeitsplatzbeschaffung und zur Bedienung bestimmter Pressure Groups.

    Immobilienpreise begannen sich vor der Krise aufzublasen, als Immobilienfirmen 20% + Gewinn jährlich erwirtschafteten. Wie soll das gehen, wenn ein gutes Objekt nur ein paar Prozent erwirtschaftet?!
    Natürlich durch die fiktive Aufwertung der Buchwerte in den Bilanzen. Da beginnt die Kette. (Ich habe die Übernahme amerikanischer Buchlegungsregelungen in dunkler Erinnerung ...)
    Wer besichert die Kredite? Banken. Diese haben daher auch gar kein Interesse an einer Abwertung. Im Gegenteil. Mit steigenden Preisen wird ihr Geschäft immer sicherer.
    Wer handelt mit Objekten? Makler. Die Provisionen berechnen sich vom Verkaufspreis. Makler freuen sich daher auch über möglichst hohe Preise.
    Ebenso Anwälte und Notare...

    Wer wird Ihnen also objekte Marktzahlen zur Verfügung stellen?!

    Es gibt keinen ÖAMTC für Immobilien...

    Einerseits gibt es sicher viel Geld, das sich nach der Krise aus den Aktienmärkten zurückgezogen und andere Anlageformen gesucht hat. (Ich kenne die Zahlen dazu nicht; würden mich sehr interessieren).

    Ich will hier nicht argumentieren, dass die Immobilienpreise nicht hätten steigen sollen. Ich meine nur: nicht so schnell!

    Die Blase wird platzen, sobald es in Wien zu wenig Arbeit gibt und dafür tut die Stadtregierung bereits alles Notwendige...

    Wirklich reiche Menschen leben in Wien wegen der guten Lebensqualität, nicht wegen guter Jobs. Wie wird diese Lebensqualität wohl aussehen, wenn eine wirklich große Anzahl sehr armer Menschen durch die Strassen geistert?
    Es ist ja jetzt schon schrecklich die armen, verkrüppelten Dienstbettler aus dem Osten auf den Strassen herumhocken zu sehen.
    Werden wir uns dann auf den Straßen noch sicher fühlen?

    Keine Wirtschaft = keine Jobs, keine Lebensqualität ... wer investiert dann in Wiener Immobilien?!
    ... Plob!

  15. Pumuckl
    17. November 2012 10:50

    Dr. Unterberger hinterfragt die Gefahr einer Immobilienblase im Zusammenhang mit den Themen Behindertenfreundlichkeit und Wärmedämmung.

    Viel größer sehe ich aber die Gefahr einer Immobilienblase im Zusammenhang mit Büroflächen.
    Überall in Österreich, besonders in Wien sieht man viele neue große Gebäude, auf denen großflächig für die Vermietung von Büroflächen geworben wird. Auch auf Gebäuden, welche seit Jahrzehnten bestehen, sieht man oft jahrelang Angebote von Büroraum.
    In meiner Vorstellung bestehen in Österreich Büroflächen in der Größe von Dutzenden Fußballfeldern, welche kaum vermietbar sind, und irgendwann, ähnlich
    wie in USA und Spanien zum nationalökonomischen Problem werden.


    Kann jemand meine diesbezüglichen Sorgen zerstreuen?

    • Politicus1
      17. November 2012 11:17

      Ich nicht ...
      Und ich fürchte, dass es auch nicht die Banken können, deren Geld in diesen Bürohäusern steckt ...

    • terbuan
      17. November 2012 11:36

      Pumuckl
      Derzeit besteht NOCH nicht die Gefahr einer Immobilienblase auf dem Wiener Büromarkt, die Leerstandsrate ist zwar zuletzt etwas gestiegen (ca.7%) im Vergleich mit anderen Städten aber noch immer moderat (Frankfurt 18%)

      Die vielen Neubauten wurden in den letzten Jahren relativ gut vermietet, die Mieten liegen im internationalen Vergleich auch im unteren Bereich bei durchschnittlich 25 Euro/p.m., in anderen Großstädten wie Tokio, London, Paris aber auch Moskau bezahlen Büromieter ein Vielfaches.

      Was festzustellen ist eine Strukturveränderung der Standorte, die Firmen verlassen die Innenstadt und gehen an die Peripherie, Citylagen werden dann sehr häufig in Hotels umgewandelt oder ab auch in Wohnungen.
      Es gilt bei Immobilien halt grundsätzlich die Priorität: Lage, Lage, Lage!
      bG/terbuan

    • Pumuckl
      17. November 2012 12:25

      @ terbuan 11:36

      Danke! Diese Antwort ist ausführlich, sicher auch allgemein interessant und Gott sei Dank beruhigend.

      l.G. Pumuckl

    • dssm
      17. November 2012 17:38

      Lieber Pumuckl, dann darf ich Sie gleich wieder beunruhigen.
      Der Bedarf an immer neuen Büroflächen ist ein staatlich erzeugter. Die irrwitzigen Regulierungen und die komplizierten Gesetze in Kombination mit Gesetzen für einzelne Branchen führt zu sehr vielen Bürokraten. Die stellen aber nichts her! Volkswirtschaftlicher Wert ist gleich NULL.
      Dazu noch Mediziner, welche viel zu gut bezahlt werden, dann wissen Sie wer diese Flächen nutzt.

      Mit anderen Worten, wenn es zu einer Vereinfachung der Gesetze kommt ist es vorbei mit dem riesigen Back-Office und den ganzen Freiberuflern.

    • terbuan
      17. November 2012 20:21

      Zue Information über die Situation auf dem Wiener Büroimmobilienmarkt empfehle ich die Studie von EHL:

      www.ehl.at/de/download?research=48

    • DerTurm
      17. November 2012 21:53

      Der riesengroße Unterschied zwischen Geschäfts- und Wohn-Immobilien ist jener, dass der Staat bei den gewerblichen noch nicht so stark zu einer Marktverzerrung beigetragen hat.

      Immer wieder gibt es linke Fantasten, die über leerstehende Wohnungen seiern, und wie bös und gemein das nicht sei...

      Allemal: zum Glück greift der Staat hier noch nicht in das Privateigentum in Form von Zwangsvermietungen ein.

      Wer sein Eigentum lieber leer stehen lässt, als es an (welche auch immer) Mieter zu vermieten, dem ist das immer noch selbst überlassen.

      Und ja: ich habe auch schon von so kruden Ideen wie Zwangscarsharing in Großstädten gelesen...

      Leer stehende Immobilien sind kein Problem (ist es doch im Allgemeinen das Privateigentum von Leuten, die immer noch frei darüber verfügen dürfen), im Unterschied zu marktverzerrenden Eingriffen von Regierungen in den Wohnungsmarkt.

  16. Jewgeni Gorowikow
    17. November 2012 10:16

    OT.: Eine von mehreren Folgen der Rot-Grünen Häupl-Vassiliakou-Politik in Wien:

    Wirtschaftskammer: Industriebetriebe flüchten aus Wien (16.11.2012, Die Presse)

    Gebührenlawine, Bürokratie, Parkpickerl: Immer mehr Wiener Industriebetriebe flüchten laut Wirtschaftskammer aus Wien.

    Die Stadt würde den Unternehmen das Leben immer schwerer machen.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1313834/Wirtschaftskammer_Industriebetriebe-fluechten-aus-Wien?_vl_backlink=/home/index.do

  17. Politicus1
    17. November 2012 10:08

    Behinderte und Energiesparen
    Natürlich wäre es bei öffentlichen Gebäuden viel billiger, für die nächsten Hundert Jahre eine Hilfskraft anzustellen, die jeden Behinderten bei der Überwindung von ein paar Stiegen hilft.
    Auf der anderen Seite ist natürlich auch ein Behinderter zu verstehen, der nicht ständig von Hilfsleistungen Dritter abhängig sein möchte.
    Der in unserer Gesellschaft akzeptierte Mittelweg des "Hilfe gebens und Hilfe annehmens" wurde schlagartig mit dem Einzug einer GRÜNEN Rollstuhlfahrerin ins Parlament verlassen! Mit ihrem Verlangen nach behindertengerechter Adaptierung des Sitzungssaales und des Rednerpults gab sie das Signal zum Umdenken. Die Gemeinschaft soll nicht dem einzelnen Behinderten Hilfe anbieten, sondern sie hat sich so einzurichten, als wäre jeder in der Gemeinschaft ein Hilfebedürftiger.

    Auch mit dem Energieausweis wurde unsere Bevölkerung mit einem Schlag zu Grenzdebilen erklärt. Wohnungskäufer und -mieter waren stets in der Lage, den Heizbedarf des Wunschobjekts selbst zu beurteilen. Sie stellten fest, ob die Wohnung gegen Norden oder Süden ausgerichtet ist, ob die Fenster gut oder schlecht isolieren, ob die Außenmauern 50cm Ziegelwände oder 10cm Beton sind, ob eine Wohnung inmitten des Hauses eingebettet oder exponiert an einer NO-Ecke liegt, ob die Räume 2,20m oder 5m hoch sind ....
    Jetzt plötzlich haben wir alle diesen gesunden Menschenverstand verloren! Jetzt müssen Energiefachleute mit allen möglichen Messgeräten Energieausweise anfertigen. Und aus diesem Papierl erkennen wir dann, wohin die heiße Luft verschwindet: in einem 5m hohen Raum nach oben oder durch ein 8m2 großes, altes und wackeliges nach Norden gehende Panoramafenster nach außen...
    Fazit: jeder Einzelne zahlt für eine von Politikern an ihm falsch diagnostizierte geistige Behinderung ....

    • Brigitte Imb
      17. November 2012 22:10

      Exakt! Die Ausschaltung des Hausverstandes und der Erfahrung wird betrieben.

      Baubehörden waren allerdings schon immer irgendwie verrückt; in NÖ gab es sogar einmal eine Vorschrift für die Anschlagsrichtung der Häusltüre in Privathäusern.

  18. dssm
    17. November 2012 09:30

    Man sollte den Einzelfall benutzen um den Hintergrund zu beleuchten!
    Daher zum x-ten Mal: Sozialismus geht immer und überall schief.
    Wieder haben die grossen 'Führer' bei den grossen 'Experten' Rat eingeholt und nun zentral eine Regelung für alle ach so einfältigen Bürger (=uns) beschlossen.

    Wenn dann der erste behinderte Mensch im 7. Stock (Zitat AU) verbrennt, weil kein Lift mehr geht oder eine ganze Familie im schaumstoffisoliertem Haus verbrennt, weil sich das Feuer über die Fassade explosiv verbreitet hat, dann wird es ein Gejammer geben.
    Wenn dann dazu noch die erhofften Einsparungen bei dem Energieverbrauch nicht kommen, wird um den Gesichtsverlust der 'Führer' und 'Experten' zu vermeiden, am Gesetz herumgedoktert werden, bis jede Rechtssicherheit passé ist.
    Haften für die mangelnde Wirkung und die Gefahrenquellen tun die 'Führer' und 'Experten' natürlich nicht, sonder der Bürger; so gesehen wieder gerecht, denn genau dieser Bürger hat diese 'Elite' in Amt und Würden gewählt und gehalten.

  19. socrates
    17. November 2012 09:25

    Vom sozialen zum selbstorganisierten Wohnungsbau
    Reinhard Huschke 17.11.2012 http://www.heise.de/tp/artikel/37/37951/1.html

    Wohnen als Projekt
    Lebensläufe werden immer vielfältiger, passende und bezahlbare Wohnungen immer knapper. Die Standard-Wohnlösung für alle gibt es längst nicht mehr: Wer heute gut wohnen will, muss entweder über finanzielles oder soziales Kapital verfügen - am besten aber über beides.

    Laufende Mieterhöhungen, Ausverkauf städtischer Wohnungen an Heuschrecken, Gentrifizierung von Altbauvierteln: Auf dem deutschen Wohnungsmarkt ist es in den letzten Jahren ungemütlich geworden. Die Zeiten, in denen man einfach nur günstig und in Frieden wohnen konnte, sind lange vorbei. Manche Mieter mögen da wehmütig an die Zeiten des sozialen Wohnungsbaus zurückdenken: Damals, ja damals war nicht nur die Rente, sondern auch die Wohnung sicher!

    • socrates
      17. November 2012 09:32

      Gesundheitsgefahren Wikipedia
      In den USA haben mehrere Bundesstaaten die Dämmung von Wohnimmobilien durch vorgefertigte Platten aus Polystyrol, Polyurethan, Glas- oder Steinwolle bereits verboten – um die Gesundheit der Bewohner vor Schimmelpilzbefal zu schützen.
      In Oregon erfolgte das Votum der Politiker einstimmig: Alle 26 Senatoren entschieden schon im Juli 2007, dass fortan keine Wohnhäuser im Küstenstaat mehr mit einfachen Wärmedämmverbundsystemen ummantelt werden dürften. Demokraten und Republikaner in der Hauptstadt Salem waren sich einig, dass die in den USA Exterior Insulation and Finish Systems, kurz EIFS, genannten Wärmedämmverbundysteme gravierende Krankheiten auslösen können.
      Zuvor hatte unter anderem der US-Bundesstaat North Carolina seine Bauvorschriften so verändert, dass dadurch die Verwendung dieser Systeme unterbunden wurde. Initiiert wurde das Verbot in Oregon durch die republikanische Senatorin Jackie Winters, deren elfjährige Enkelin an einem Hirntumor erkrankt war.
      Auch in Deutschland steht die massive Dämmung von Wohnhäusern seit längerem im Verdacht, Krankheiten zu begünstigen. "Die hermetische Abdichtung des Wohnbereichs hat zu einer deutlichen Zunahme des Schimmelpilzbefalls geführt", berichtete bereits 2002 das Deutsche Ärzteblatt, das Fachorgan der Bundesärztekammer.

  20. simplicissimus
    17. November 2012 08:19

    Gutmenschliche Selbstbefriedigung.

  21. Observer
    17. November 2012 07:23

    Zitat von AU:
    Denn mittlerweile stellt sich heraus, dass die versprochene Verbesserung der Energiebilanz niemals eintritt.

    Diese Aussage ist völlig falsch! Natürlich hat jede Wärmedämmung einen positiven Effekt. Die Frage ist nur, welches Material dazu verwendet wird (welches zur Herstellung und dem Transport ja auch Energie benötigt!) und in wieviel Jahren sich solche Investitionen "rechnen" - also die kalkulierte Heizkostenersparnis samt Zinsen diesem Mehraufwand entsprechen. Übrigens wird im heissen Sommer damit auch die Raumtemperatur - zumindest für einige Zeit - niedriger gehalten.
    Tatsache ist aber auch, dass mit der Dämmungseuphorie von den interessierten Firmen manchmal aus Eigeninteresse oft falsche Versprechungen abgegeben werden. Schliesslich tragen verbesserte Dämmungen in Wohnhäusern und Büros auch zum Umweltschutz bei, da mit weniger Heizmaterial auch weniger Abgase an die Luft abgegeben werden.

    • dssm
      17. November 2012 09:19

      @Observer
      Sie haben Recht, hier macht es sich Herr AU etwas zu leicht. Wahrscheinlich ist ihm der selbe Fehler unterlaufen wie den 'Experten', welche diese perversen Gesetze beschlossen haben.

      Isolierung ist in unseren Breiten eine Notwendigkeit!
      Allerdings sind die geschäumten Kunststoffe dafür aus mehreren Gründen wenig geeignet, das heißt aber nicht, daß die viel viel besser isolierenden Holzprodukte deshalb auch schlecht wären. Auch Mineralwolle tut gute Arbeit.
      Natürlich sollte der Hausbau dem Einzelnen überlassen werden, wer mehr Heizkosten zahlen will, der soll es tun! Lediglich beim Schutz der Allgemeinheit sollte es Vorschriften geben, also z.B. die Schaumstoffplatten wegen akuter Brandgefahr verbieten, oder den Baustil vorschreiben um den Mitanwohnern einen häßlichen Anblick zu ersparen.

    • Politicus1
      17. November 2012 10:20

      aus eigener praktischer Erfahrung geben ich Ihnen recht.
      Wichtig ist allerdings, dass z.B. bei Zentralheizungen auch diese nach der Wärmedämmung der Außenmauern entsprechend eingestellt oder noch besser ebenfalls energiesparend erneuert werden.
      Beobachteter Nachteil der Wärmedämmung: im Sommer werden bei länger anhaltenden sehr hohen Außentemperaturen und keiner nächtlichen Abkühlung die Räume zu Backöfen.

    • GOP
      17. November 2012 11:26

      Um bei gleichem Wohnkomfort maximale Heizkosten zu sparen, ist ein ganzes Massnahmenpaket erforderlich. U.a.
      1. moderne Heizanlage mit verbesserten Wirkungsgrad und günstig verfügbarem Brennmaterial
      2. Fußbodenheizung bzw. zumindest moderate und teils unterschiedliche Raumtemperaturen in den einzelnen Wohnbereichen
      3. gute Aussenwand- und besonders Deckenisolierung
      4. vernünftiges Lüften (kurzes Stoß- oder Querlüften, anstatt längerer Fensterkippung)

    • DerTurm
      17. November 2012 22:11

      Man muss hier zwischen einem hinsichtlich der Isolierung optimierten/optimierbaren Neubau und dem Einpacken von Altbauten in Styroporkondome unterscheiden.

      Ersteres ist natürlich hoch sinnvoll, ebenso wie letzteres schwer sinnlos ist und meistens zu den beschriebenen Problemen (insbesondere Schimmel im Inneren und Algen außen) führen (abgesehen davon, dass sie solche Aktionen erst in Jahrzehnten rechnen und daher ein Neubau durchaus eine sinnvolle Alternative sein kann).

  22. FranzAnton
    17. November 2012 06:40

    Dazu folgendes Schlaglicht:

    Unser Nachbar ließ sich sein etwa 50 Jahre altes Einfamilienhaus vor einigen Jahren konventionell per Styroporplatten wärmedämmen. In unserer Gegend gibt es viele Einfamilien - Siedlungshäuser samt Gärten und wunderschönen Vögeln, auch Spechte sind darunter.
    Diese sind in der Lage, sich mit ihren Krallen an vertikalen Hauskanten festzuhalten, und hackten sie, weil es so vielversprechend nach morschem Holz klang, die äußere Isolations - Schutzschicht auf; die erhofften Holzwürmer fanden sich dort zwar nicht, dafür aber fanden sich Nachnutzer, nämlich zugereiste Stare, welche die Löcher zum Nestbau nutzten, und zu diesem Zweck das Styropor in Mengen herauswarfen.
    Auf der heurigen Energiesparmesse sprach ich eine renommierte Herstellerfirma von Isolationsmaterialien diesbezüglich an, und man beschied mir, dass die äußere Deckschichte zum Schutz der Spechtschnäbel nicht stärker ausgeführt werden dürfe.
    Was lernt man daraus? Alles Neue bedarf der, gegebenenfalls jahrzehntelangen, Praxiserprobung, widrigenfalls sich die Anschaffung als problematisch erweisen könnte. Im Übrigen zeichnen sich, als Draufgabe, an besagter Fassadenoberfläche die Ränder der Isolationsplatten sowie die Befestigungsdübeln ab.
    Vor einigen Jahren wurde in unserer Gegend der schlecht gedämmte Bereich eines alten Bauernhauses mittels Heraklith - Dämmplatten, welche einen Faserkern sowie eine konventionell verputzbare Oberfläche besitzen, wärmegedämmt; kleines der angeführten Probleme zeigte sich; insbesondere klingt es für Spechte nicht nach altem Holz. Allerdings ist die Verarbeitung zufolge derforderlicher Verputzarbeiten aufwändiger, weshalb diese Dämmungsart aktuell nirgendwo angeboten wird.

    • terbuan
      17. November 2012 08:45

      Die Reparatur von Spechtlöchern ist mittlerweile zu einem lukrativen Geschäftsfeld geworden! :-)

    • dssm
      17. November 2012 09:19

      @Observer
      Sie haben Recht, hier macht es sich Herr AU etwas zu leicht. Wahrscheinlich ist ihm der selbe Fehler unterlaufen wie den 'Experten', welche diese perversen Gesetze beschlossen haben.

      Isolierung ist in unseren Breiten eine Notwendigkeit!
      Allerdings sind die geschäumten Kunststoffe dafür aus mehreren Gründen wenig geeignet, das heißt aber nicht, daß die viel viel besser isolierenden Holzprodukte deshalb auch schlecht wären. Auch Mineralwolle tut gute Arbeit.
      Natürlich sollte der Hausbau dem Einzelnen überlassen werden, wer mehr Heizkosten zahlen will, der soll es tun! Lediglich beim Schutz der Allgemeinheit sollte es Vorschriften geben, also z.B. die Schaumstoffplatten wegen akuter Brandgefahr verbieten, oder den Baustil vorschreiben um den Mitanwohnern einen häßlichen Anblick zu ersparen.

    • dssm
      17. November 2012 09:20

      Verzeihung, da ist meine Antwort an die falsche Stelle geraten!

    • dssm
      17. November 2012 09:20

      Verzeihung, da ist meine Antwort an die falsche Stelle geraten!






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