ORF-Sprecher: Piefke im Kopf? drucken

Seit einigen Jahren merkt man in ORF-Sendungen die zunehmende Bemühung von professionellen Sprechern, eine norddeutsche Aussprache einzusetzen. Sie verwenden beim Vorlesen von Texten sprachliche Eigenheiten unserer norddeutschen Nachbarn, und man hat den Eindruck, als glaubten sie, damit ein „besseres“ Deutsch zu sprechen.

So sprechen sie nicht mehr, wie in Österreich üblich, „vierzig“ mit deutlich hörbarem „g“, sondern „vierzich“ oder gar „vürzich“, es gibt Probleme in der „Würtschaft“, auch das Wetter wird „sonnich“ oder „nebelich“. Und man hört nicht mehr alle Silben von „Lehrerinnen“, sondern ein verkürztes „Lehr_rünn_n“. Bitte, warum ist das so? Wir sind in Österreich!

Im Unterschied zu den Nachrichtensprechern sind ORF-Moderatoren, die österreichisches (Hoch-)Deutsch sprechen, noch immer die Regel. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur sprachlichen Identität des Publikums. Immerhin ist Sprache ein wichtiger Bestandteil der Identität einer Nation und der ORF erfüllt dadurch seinen vieldiskutierten Kulturauftrag. Aber warum diese schleichende Anpassung an ein vermeintliches Norm-Hochdeutsch bei den Sprechern? Bekommen sie im Sprechtraining nicht gesagt, dass Deutsch eine so genannte „plurizentrische“ Sprache ist, und dass es daher nicht nur bei den Vokabeln, sondern auch in der Aussprache Unterschiede gibt? Dass österreichische Rundfunksprecher auf ein Engagement beim NDR spitzen und aus diesem Grund vorsorglich ein „Einheitsdeutsch“ eingepaukt bekommen, halte ich für eher unwahrscheinlich.

Es gibt ja bereits eine massive Bevorzugung des Norddeutschen in den Medien. Im kleinen österreichischen Markt ist es kaum möglich, österreichisches Deutsch in der Werbung oder bei synchronisierten Filmen zu hören, und auch der von Tobias Moretti gespielte Wiener Kommissar muss, auf den deutschen TV-Markt schielend, wie ein Deutscher klingen. Gleiches gilt anscheinend für die österreichischen Theaterbühnen. Aber es gibt in meinen Ohren keinen Grund, warum das Vorlesen von Texten in österreichischen Nachrichtensendungen und Magazinen auf Norddeutsch erfolgen muss. Die Auswirkungen der ständigen Bombardierung durch eine fremde Sprache kann man bereits bei Radiointerviews von Schülern und Studenten erkennen, die ansatzweise die Synchron-Aussprache von Fernsehhelden übernehmen.

Bekanntlich gibt es drei Hauptvarianten der deutschen Standardsprache: deutsches, österreichisches und schweizerisches (Hoch-)Deutsch, siehe z.B. das Variantenwörterbuch der Deutschen Sprache von De Gruyter. Wir Österreicher finden anscheinend nichts dabei, uns fast kriecherisch dem mächtigeren deutschen Nachbarn anzupassen – Sprachwissenschaftler nennen das „cringing“ (von engl. „to cringe“ = kriechen, katzbuckeln).

Warum haben österreichische Medien nicht den Mut und das Selbstvertrauen, sich zu unserer österreichischen Identität auch sprachlich zu bekennen? Und warum ist der ORF nicht in der Lage, das umzusetzen? Ich gehe davon aus, dass es österreichische Ohren sind, an die die meisten ORF-Sendungen gerichtet sind. „Kaiser“ Robert Heinrich I brachte das kürzlich zum Thema Salzburger Jedermann (natürlich überspitzt) auf den Punkt: „Es verleidet einem ja das ganze Sterben, wenn der Tod ein Piefke ist“.

Im Ernst. Wer sich im ORF bei der Aussprache des österreichischen Standarddeutsch (so bezeichnen Linguisten unser Hochdeutsch) nicht sicher ist, kann eine 2007 vom Grazer Sprachwissenschaftler Rudolf Muhr und dessen Team erstellte Aussprachedatenbank zu Rate ziehen (www.adaba.at). Dort gibt es aktuelle Hörbeispiele mit Vergleichen zum schweizerischen und deutschländischen Standarddeutsch. Und dann hätten wir wieder einen etwas österreichischeren Rundfunk.

Dr. Peter Hueber: ehemaliger Mitarbeiter im Friedrich A. von Hayek Institut und nun Biographien-Ghostwriter (www.meinebiographie.at)

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2012 19:08

    Das wird sich alles bald überholt haben, wenn uns die Migranten mit ihrem eigenen Dialekt überschwemmen.
    Dann wird man froh sein, wenn man überhaupt noch ein österreichisches oder piefke-deutsches Wort hört.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2012 10:58

    Meine österreichische Identität ist deutsch, und sie wird mir jedenfalls nicht von kriecherischen Anbiederern an die vom saarländischen Kommunisten Willi Münzenberg erfundene und von den Siegermächten und ihren Kollaborateuren als Staatsideologie verordnete österreichische Nation - im Sinne einer nichtdeutschen Ethnizität - vorgeschrieben. Die Kriecher sehe ich diesfalls auch, allerdings mit durchaus anderer Rollenverteilung. Ein gutes Burgtheaterdeutsch ist jedenfalls unter allen Umständen jedem Dialekt vorzuziehen - den lokalen österreichischen und süddeutschen ebenso wie den Nord- oder Mitteldeutschen. Daß lokale Dialekte nicht nur ordinär klingen sondern es eben zuallermeist ganz einfach auch sind, darauf darf man sich nach eingehender Einlassung auch in den Wortschatz der jeweils Verwendung findet getrost verlassen. Reden Schweizer untereinander im Schwyzerdütsch - das es als einheitliche Formung ebenso wie ein sogenanntes österreichisches Deutsch einfach nicht gibt, weil es DREI einander bis zur Unverständlichkeit unterschiedlich lokale Mundarten sind (Züri Dütsch, Basel Dütsch, Berner Dütsch), die neben zahlreichen weiteren lokalen Ausformungen bestehen, weigern sich die germanophoben Austriaken in ihrem Dialekt-Rassismus natürlich beharrlich zur Kenntnis zu nehmen. Nun ja, jedem sein ideologisches Paradies - besonders auch dem Hofrat Paradeiser in seiner muffigen Welt der überkompensierten Minderwertigkeitskomplexe. Wer einen schweren Tiroler Dialekt (Zillertal) neben einem im Gurktal gesprochene Kärntnerisch und daneben das in Meidling und Ottakring verbreitete Wiener Idiom hört, muß besser einen Arzt aufsuchen, wenn er meint, daß dies unter die Gemeinsamkeit eines 'Österreichisch' oder was auch immer falle. Aber nochmals - wenn man den Zweck der Denkungsart einmal erkannt hat, schreitet man gelassen über sie hinweg. Über die Kriecher dieser Erde. Und das ändert nichts daran, daß ich mich trotzdem wohl fühle, wenn ich meien heimatlichen Klänge in der Sprache vernehme, die für mich immer noch das schönere Deutsch ist.

  3. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2012 12:17

    Na gute Nacht! Wenn DAS angesichts der rasenden Talfahrt unseres Staatswesens unsere Sorgen sein sollten, dann scheints dem Verfasser ja gut zu gehen!

    Ich habe jahrelang bei unseren Brüdern jenseits des Weißwurstäquators gearbeitet, habe selbstverständlich nicht Mostviertlerisch sondern Hochdeutsch gesprochen und hatte nie Probleme. Die kleinen Unterschiede von wegen "viertel"-Uhrzeit oder "Viertel nach" habe ich erstaunlicherweise ebenso interpretieren können, wie die doch wichtigen Unterschiede zwischen Erdäpfeln und Kartoffeln, Sessel und Stuhl oder Paradeisern und Tomaten.

    Das Herbeikonstruieren einer "österreichischen" Sprache jedenfalls untergräbt meine Gesundheit, denn ich weiß nicht ob ich mich darüber totlachen oder krank ärgern soll. Diesen Auswurf des Stalinismus sollte man nichteinmal ansatzweise versuchen zu pflegen, es ist widerlich hier eine Divergenz zu konstruieren nur um der Divergenz willen!

    Ein dreckiger Kommunist (ein gewisser Fischer, der 1945 dem Staatsamt für Unterricht vorstand und eine fanatische Entdeutschung Österreichs betrieb, die Säuberungen des Stalinismus lobte und als Dreingabe seiner verbrecherischen Gesinnung noch 1950 ein stalinistisches Theaterstück wider den Titoismus schrieb) verordnete den Österreichern nach dem Kriege statt Deutsch die "Unterrichtssprache" um seiner "österreichischen Nation" auch ein Idiom zu geben, typischerweise war es aber ein ÖVP-Minister (dieser Hurdes) der dieses bolschewistische Dreckskonstrukt nicht sofort nachdem die Kommunisten aus der Regierung flogen, abschaffte.

    Man sieht, das Speichellecken bei Bolschewiken hat bei den Schwarzen lange Tradition. Die Ausrede, die Besatzungsmacht hätte es so gewollt, ist ein Märchen, die wußten nämlich, daß man hierzulande Deutsch spricht. Der Spott des Volkes blieb nicht aus, man meinte, die Kinder lernten nun "Hurdestanisch"...
    Das Abschaffen dieses lächerlichen Getues erreichte erst sein Nach-Nachfolger Heinrich Drimmel und rettete damit ein wenig das Ansehen der Schwarzen für die Zukunft.

    Welches Deutsch der österreichische Rotfunk sprechen lässt interessiert mich übrigens nur peripher, denn unsere Sprecher haben durch die Bank eine angenehme Sprechstimme und das reicht mir auch. Ansonsten erfreue ich mich an den verschiedenen deutschen Dialekten, ob sie nun kärntnerisch, steirisch, bayrisch oder sächsisch sein mögen.

    Nur sowas wie "Österreichisch" ist mir noch nie untergekommen.

    Aber vielleicht entsteht sowas ja eines Tages. "Isch mach dich Messer", "Ich wissen wo dein Haus wohnt" oder "Isch fick deine Mutter, du Churensohn" sind ja schon Ansätze, die dem Erfinder des "Österreichischen" das Herz höher schlagen lassen, da es ja überwiegend Österreicher neuer Prägung sind, die die Sprachwelt derartig bereichern.

    Ob diese neue Sprache deren Wortschatz zur Zeit etwa 300 Wörter umfasst, wobei rund ein Drittel davon auf Kraftausdrücke aus dem Fäkal- und Sexualbereich entfällt , rund ein weiteres Drittel auf Automarken und deren Modelle, und der Rest aus Verbindungsworten, Handytypenbezeichnungen und den restlichen Worten, die zum Sprachverständnis unbedingt notwendig sind besteht - wobei die typischen Anhängsel an den Satzenden und die Vokative am Satzanfang interessant sind - bald im "österreichischen Wörterbuch" auftaucht, hängt nur mehr davon ab, wie lange der sozialistische mit Ökobolschewismus und bürgerlichem Verrat an den Wurzeln unseres Landes gewürzte Affenzirkus in diesem Staat noch andauern wird.

    Egal. Wenn es ihnen gefällt mögen die lemuroiden Gestalten dann stolz "österreichischg" sprechen und sich als "Östreicher" fühlen.
    Ich spreche weiterhin DEUTSCH.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWaltraut Kupf
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. November 2012 15:57

    Schon vor mehr als 60 Jahren , als ich im Gymnasium war, wurden wir bei Schüleraufführungen mit den Regeln des Bühnendeutsch vertraut gemacht. Als Regisseur fungierte ein Lehrer, der Linguist war, anscheinend Sprechunterricht genommen hatte und später auch ein Hochschullehramt innehatte. Schon damals mußte man (auf der Bühne) "vierzich" und nicht "vierzig" mit deutlichem g sagen und sonst noch einiges, was man in der Umgangssprache natürlich sagte, was aber im korrekten Hochdeutsch unzulässig war. "Würtschaft" ist auch in Deutschland kein gehobenes Deutsch und auch wieder eine Art Dialektfärbung, und da wird es unsinnig, wenn man hier nicht unterscheidet. Ich glaube z.B., daß Merkel kein wirklich gepflegtes Deutsch spricht und ihre Sprache daher nicht nachahmenswert ist.

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  1. Gert PIchler (kein Partner)
    01. Oktober 2014 10:32

    Bei Wörtern mit einem"L" kommt es auch häufig zu einer Meinung nach schaurigen
    Aussprache, wobei das L mit der Zunge am hinteren Gaumen ausgesprochen wird.
    Ich heisse mit meinem zweiten Namen Karl. Das würde in diesem Fall wie Kal
    klingen. Da sage ich: Danke. aber das will ich nicht hören.

  2. Undine
    17. November 2012 15:21

    @Peter Huber

    "Unsere österreichische Identität ist inzwischen von einer überwiegenden Mehrheit der Österreicher akzeptiert und in Umfragen bestätigt worden"

    Naja, so ist das halt bei Umfragen zu einem bestimmten Thema. Sie glauben doch nicht, daß die heutige Jugend überhaupt noch weiß, worum es dabei geht, schon gar nicht bei DEM Geschichtsstoff, der heute gelehrt wird. Und irgendwann hat man dann das Ergebnis, das einem in den Kram paßt.

    Weil Sie beanstanden, daß man das "g" am Ende einer Silbe, wenn die nächste mit einem "k" beginnt, wie ein "ch" ausspricht, so ist das auf bestimmte Wörter beschränkt und dient ausschließlich der leichteren Sprechbarkeit und Deutlichkeit, weil das "g" wie verschluckt wirkt:

    Einigkeit, Winzigkeit, Kleinigkeit, Ewigkeit etc klingen bei Anwendung Ihrer bevorzugten Version wie Einikeit, Winzikeit, Kleinikeit, etc.

    Unsere großartige Deutsch-Professorin hat uns (Maturajahrgang 1959!) im Pädagogium (Klosterschule) konsequent angewiesen, ja, gedrillt, ein schönes, dem Burgtheater - Deutsch nahekommendes Hochdeutsch zu sprechen.

    @Franziska Malatesta *****************!

    @Helmut Oswald *****************!

    @Sensenmann *****************!

  3. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    14. November 2012 22:42

    Viel schlimmer als die Aussprache finde ich das lokale Vokabular, das nach und nach ersetzt wird. Es gibt ja nicht mal mehr Erdäpfel.

  4. Waltraut Kupf (kein Partner)
    14. November 2012 15:57

    Schon vor mehr als 60 Jahren , als ich im Gymnasium war, wurden wir bei Schüleraufführungen mit den Regeln des Bühnendeutsch vertraut gemacht. Als Regisseur fungierte ein Lehrer, der Linguist war, anscheinend Sprechunterricht genommen hatte und später auch ein Hochschullehramt innehatte. Schon damals mußte man (auf der Bühne) "vierzich" und nicht "vierzig" mit deutlichem g sagen und sonst noch einiges, was man in der Umgangssprache natürlich sagte, was aber im korrekten Hochdeutsch unzulässig war. "Würtschaft" ist auch in Deutschland kein gehobenes Deutsch und auch wieder eine Art Dialektfärbung, und da wird es unsinnig, wenn man hier nicht unterscheidet. Ich glaube z.B., daß Merkel kein wirklich gepflegtes Deutsch spricht und ihre Sprache daher nicht nachahmenswert ist.

    • Peter Hueber (kein Partner)
      19. November 2012 21:46

      Sg. Frau Kupf,
      vor 60 Jahren waren noch ganz andere Lehrer im Gymnasium als heute. Ich musste noch im Jahr 1963 im Turnunterricht militärisch Aufstellung nehmen und abzählen...

      Mich wundert es nicht, dass Sie dort eine entsprechende Spracherziehung bekommen haben; bei mir gab es in der Schule noch sehr deutschnationale Lehrer. Gottseidank ist das heute anders und wir können uns auf eine neugewonnene österreichische Identität berufen.

      Zur Aussprache empfehle ich wirklich ein Anhören der Nachrichtensprecher -- man kann deutlich zwischen den "Österreichern" (z.B. Armin Wolf, Barbara Rett) und vielen anderen vom Blatt lesenden, die "Würtschaft" und "wenich" sagen, unterscheiden. Oder eben nicht -- das liegt aber dann an Ihnen.

      Übrigens: Ein "Linguist" vor 60 Jahren unterscheidet sich wesentlich von der neuen österreichischen Germanistik -- das habe ich in meinem Beitrag ja betonen wollen.

  5. Peter Hueber (kein Partner)
    14. November 2012 14:03

    Ich danke für die vielen Kommentare, das waren immerhin 25. Und natürlich für die nützlichen und erhellenden Gedanken. Zum weiteren Studium der Materie empfehle ich die Website http://www-oedt.kfunigraz.ac.at/ , wo Rudolf Muhr und sein Team den letzten Stand der Forschung über Österreichisches Deutsch vermittelt. Sehr gut zu lesen (und auch unterhaltsam) ist auch das Standardwerk von Robert Sedlaczek: Das Österreichische Deutsch.

    Zusammenfassend und zur Klärung einiger in den Diskussionen aufgeworfenen Fragen hier ein paar wesentliche Punkte meiner Argumentation (und dann geb ich schon Ruh):

    1. Zunächst entschuldige ich mich für die Verwendung des Worts "Piefke" im Titel meines Kommentars, die anscheinend für Verwirrung sorgt. Was man im Freundeskreis locker ausspricht und gar nicht böse meint, reißt anscheinend in geschriebener Form Wunden auf (über die Tiefe dieser Wunden war ich einigermaßen überrascht). Ich habe sehr gute Freunde in Deutschland, schätze sie und auch ihre Sprache und begrüße ihre sprachlichen Besonderheiten (das kann manchmal auch spannend und charmant sein).

    2. Unsere österreichische Identität ist inzwischen von einer überwiegenden Mehrheit der Österreicher akzeptiert und in Umfragen bestätigt worden. Eine Diskussion darüber würde sehr weit führen und sogar einen eigenen Blog rechtfertigen, oder auch vertiefende Lektüre. Ich habe als Experten Friedrich Heer und William Johnston in Erinnerung, aber diskutieren wir darüber bitte nicht hier.

    3. Der ORF als Staatsfunk hat im Rahmen seines Kultur- und Bildungsauftrags darauf zu achten, dass auch sprachlich unsere Identität nicht systematisch verfremdet wird. Ein paar deutsche Kommentatoren, die aus Paris oder Kairo berichten, tun da nicht weh -- die sind ja klar als Nichtösterreicher (und daher als Ausländer) erkennbar. Mich stört es dagegen, wenn Österreicher im Österreichischen Rundfunk so tun, als müssten sie wie Deutsche klingen. Klar, es gibt manchmal fließende Übergänge, z.B. kann man auch in Österreich "zwanzich" sagen. Aber "nebelich" klingt dann doch wieder fremd....

    4. Gerade weil Deutschland im Vergleich zu Österreich auch sprachpolitisch sehr mächtig ist -- siehe Synchronisationen, Schlagersänger, Goethe-Institute, Werbung, Buchlektorate, Schulbücher, Bühnendeutsch, usw. -- finde ich es wichtig, auf unsere Sprachqualitäten zu achten, sonst gehen diese irgendwann ganz verloren. Hier geht es nicht um ein "Ausspielen" zweier Sprachvarianten, sondern um das Beachten der Unterschiede bei gegenseitigem Respekt.

    5. Mein Kommentar hat mit Dialekten oder dem Dialektsterben absolut nichts zu tun und ich bitte alle, Dialekt oder Mundart nicht mit der österreichischen Hochsprache (Standarddeutsch, Variante Österreichisch) zu verwechseln. Auch die Deutschen haben ihre Dialekte und die Schweizer ihre Mundarten, wunderbar. Aber was Moderatoren in den Nachrichtensendungen von ARD, ZDF, SRG und eben auch ORF gesprochen wird, weiters was in Amtsblättern und den führenden Tageszeitungen geschrieben wird, heißt Standarddeutsch in der jeweiligen Variante. So lautet die Definition. Es gibt neben den Hauptvarianten des Deutschen, also eigene Varianten in Deutschland, Österreich, Schweiz und auch die Nebenvarianten Südtirol, Luxemburg und deutschsprachiges Belgien. Auch wunderbar.

    6. Ich finde wie viele die meisten Anglizismen in unserer Sprache lächerlich, dumm und oft auch störend. "Handy" und "Homepage" werden völlig falsch verwendet, und die Mode und Klatschspalten sind voll von Anglizismen, für die es durchaus gute deutsche Begriffe gäbe. Nur wäre das wieder eine eigene Kolumne wert -- vielleicht finden wir jemanden, der das in Angriff nimmt.

  6. Segestes (kein Partner)
    13. November 2012 12:44

    Es waren übrigens die nationalen Sozialisten, die den Dialekten und kleinen, sprachlichen Unterschieden den Krieg erklärt haben - mittels Rohrstock und Scheitelknien. Die antinational gesinnten Sozialisten und Mediennutten im ORF, fühlen sich dieser Tradition offensichtlich verpflichtet.

  7. LeoXI (kein Partner)
    13. November 2012 09:57

    Natürlich haben wir andere Sorgen, doch teile ich grundsätzlich Ihre Bedenken. Es ist ein Ärgernis, wenn man etwa im Burgtheater, kaum anders aber im Volkstheater meist auch noch (zeitgeistig angepasst ?) extrem schnell gesprochenen Dialogen oder auch Monologen kaum noch folgen kann. Ich glaube, dass man mit dem verwendeten Norddeutsch besonders modern und weltoffen wirken will, auch da und dort dem biederen Bürgertum sein längst (spätestens seit der Kreisky-Ära) eingeläutetes Abdanken signalisieren will.
    Der Treppenwitz an der Sache ist, dass das offizielle Österreich zwar um keinen Preis deutsch sein will, gerade aber der Staatsfunk als einer der Hauptagitatoren dieses durchaus ja geglückten Anliegens und die hiesigen Spitzenbühnen norddeutsches Idiom pflegen.

    Früher war das Burgtheater unangefochten die "erste deutsche Bühne", im deutschen Sprachraum, künsterisch und sprachlich tonangebend. Seitdem in Ö die (noch) Mehrheitsbevölkerung nicht mehr aus "Deutschen" besteht, sondern sich als stolzes Volk der deutschsprachigen österreichischen Mehrheitsbevölkerung versteht (neben österr. Slowenen, Kroaten usw.) ist dieser Rang passé. Vielleicht liegt der ausgeprägte Hang zum norddeutschen Idiom gerade daran, dass man das "Burgtheater-Hochdeutsch" eben gerade nicht mehr als - weit über unsere Staatsgrenze hinaus - geschätztes und anerkanntes Hochdeutsch transportieren will. Sonst wären wir ja irgendwie weiter sehr "deutsch", was ja gerade nicht sein soll. Gar ein Fall für die Tiefenpsychologie ?

    Angemerkt sei noch, dass für mich das nun so sehr gepflegte Norddeutsch (z.B. anstelle unseres Wörtchens "nur" das absurde bundesdeutsche "gerade einmal") weniger Ärgernis darstellt, als etwa die Durchsicht des TV-Programms unseres Staatsfunks, in dem sich nicht selten ganze Tage ohne deutschen Sendungstitel finden. Bei FS 1 ist das geradezu die Regel ......
    Andererseits ist man da wenigstens konsequent und zeigt Flagge: Wir sind hier alles, aber nicht deutsch ...
    Das war es doch wert. Oder ?

    • Peter Hueber (kein Partner)
      14. November 2012 10:05

      @LeoXI:

      Danke für Ihre tiefsinnigen Bemerkungen! Ich habe wie Sie Probleme, unser Bühnentheater zu genießen, weil ich es fallweise gar nicht verstehe (zu schnell, andere Klangfarben, verschluckte Silben...). Es gibt leider wenige Schauspieler seit Oskar Werner und den Hörbigers, die auf der Bühne wie Österreicher klingen, ohne Dialekt zu sprechen.

      Peymann war übrigens der einzige mir bekannte Regisseur und Dramaturg, der relativ kurz nach seiner Ankunft als Burgtheaterdirektor öffentlich eingestanden hat, dass es eine österreichische Variante des Deutschen gäbe. Vielleicht hat er das von Thomas Bernhard gelernt.

      Zum TV-Programm finde ich: Wenn wir uns schon kaum Eigenproduktionen von akzeptabler Qualität leisten können, und daher im Ausland einkaufen müssen -- warum nicht fallweise diese in der Originalsprache mit Untertiteln senden? Das ist unser Fluch der deutschen Sprache, dass alles gleich synchronisiert wird. Die Slowenen oder Schweden sind hier klar im Vorteil.

  8. Bürger (kein Partner)
    13. November 2012 09:48

    Na wo sind denn die ganzen Deutschnationalen hin? Die sollten doch jetzt den ORF bejubeln.

    Sprache ist lebendig. Die ORF Menschen mögen in den Dialekten und Betonungen reden wie es ihnen gefällt, ebenso wie alle anderen Menschen auch. Niemand zwingt mich den ORF einzuschalten und die Zwangsgebühren kann man in Wahrheit auch recht leicht vermeiden. Einblicke in den ORF erhalte ich nur selten und wenn dann außer Haus, aufgefallen ist mir diese Tendenz bis jetzt nicht.
    Ich finde eine Anbiederung an die das "deutsche Deutsch" nicht notwendig und in vielen Fällen wird das auch eher lächerlich wirken, das möge aber immer noch dem Individuum überlassen sein.

  9. Maigret
    13. November 2012 08:29

    Das stimmt nicht ganz.
    Ein gewisser Herr Siebs hat bereits Ende des 19 Jahrhunderts ein Buch zur einheitlichen Aussprache für den gesamten Sprachraum geschrieben. Der "Siebs" ist seither für Schauspieler und Sprecher die Richtschnur für die Aussprache.
    Österreichische Sprecher sprechen etwa "ig" wie "ich" schon seit Jahrzehnten so aus. Das ist Standard (es dient dazu den Sprachfluss zu verbessern)

  10. plusminus
    12. November 2012 19:08

    Das wird sich alles bald überholt haben, wenn uns die Migranten mit ihrem eigenen Dialekt überschwemmen.
    Dann wird man froh sein, wenn man überhaupt noch ein österreichisches oder piefke-deutsches Wort hört.

    • Peter Hueber (kein Partner)
      13. November 2012 08:29

      Ich sehe keine Entwicklung Richtung "türkisches Deutsch", jedenfalls keine beim ORF. Aber Sie müssen meinen Kommentar bitte genau lesen. Es geht keinesfalls um Dialekt, das ist ein großes Thema, aber eben ein anderes.

      Man könnte als Österreicher höchstens in Erwägung ziehen, auch Kroatisch oder Slowenisch als "österreichische" Sprache gelegentlich zu senden, auch "ORF-amtlich" sozusaen. Aber das wäre dann wieder kein Deutsch, nicht wahr?

      Ich habe übrigens keine Angst vor fremden Mächten, die Österreich sprachlich erobern könnten. Mir geht es in diesem Kommentar um Österreicher, die versuchen, wie Deutsche zu klingen! Ich habe viele deutsche Freunde und schätze diese wegen ihres Charakters und ihrer Professionalität.

    • Helmut Oswald
      13. November 2012 10:02

      Peter Hueber

      Worum es ihnen möglicherweise geht oder nicht, ist eine Sache. Die andere ist, welche Wirkung sie - meines Erachtens bewusst - erzielen bzw zu erzielen beabsichtigen. Die Poster, die ihren Beitrag kritisch betrachten sehen sich nämlich als Deutsche in einem Staat Österreich, der das Produkt des Willens fremder Mächte ist und durch zwei Kriege dem Volk aufgezwungen wurde. Sie wünschen folglich nicht, daß ein ohnehin schon gewaltsam zwischen die Deutschen Mitteleuropas von fremden Mächten getriebener Keil noch vertieft wird, indem einer willkürlichen politischen Einteilung folgend, nun eine 'österreichische Sprache' gegen die 'Deutschen' ausgespielt wird. Daran ändert nun gar nichts, daß die Menschen mittlerweile diese Ordnung innerlich akzeptiert haben und anderen Zielen Priorität eingeräumt haben. Akzeptanz aber ist nicht Resignation, und beides ist noch weit entfernt von bewusster und gewollter Unterstützung. Daß sie dem Vordringen ortsunüblicher norddeutscher Dialektformen Einhalt gebieten wollen, dagegen wird sich niemand vernünftigerweise stellen, so wie ich auch verstehen könnte, daß in Hamburg und Bremen niemand zu einer Vormittagsjause Törggellen sagen würde. Bzw den Gebrauch derartig atypischer und regional fremder Ausdrucksformen für unpassend halten und kritisieren würde. Das Wort vom 'Piefke' aber versetzt jeden hierorts lebenden Kulturdeutschen in den gleichen Reizzustand, wie berechtigterweise etwa Juden das antisemitische Vokalbel vom 'Saujuden' nicht nur strikt als Beleidigung zurückweisen würden, sondern den jeweiligen Gebraucher verzugslos in die Schranken weisen würden.
      Interessant fpr den Betrachter wäre jedenfalls, ob sie mit gleichem Engagemnet dem Vordringen völlig entbehrlicher Anglizismen entgegentreten würden, die ich, lange vor anderen Sprachunarten jedenfalls für weit entstellender und störender halte, als die von ihnen gerügten norddeutschen Ausdrucksarten. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntermassen streiten.

    • Peter Huebe (kein Partner)
      14. November 2012 09:49

      @Helmut Ostwald, @Sensenmann, @Konrad Loränz:

      1. Zunächst entschuldige ich mich für die Verwendung des Worts "Piefke" im Titel meines Kommentars, die anscheinend für Verwirrung sorgt. Was man im Freundeskreis locker ausspricht und gar nicht böse meint, reißt anscheinend in geschriebener Form Wunden auf. Ich habe sehr gute Freunde in Deutschland, schätze sie und auch ihre Sprache und begrüße ihre sprachlichen Besonderheiten (das kann manchmal auch spannend und charmant sein).

      2. Unsere österreichische Identität ist inzwischen von einer überwiegenden Mehrheit der Österreicher durch Umfragen bestätigt worden. Eine Diskussion darüber würde sehr weit führen und sogar einen eigenen Blog rechtfertigen, oder auch vertiefende Lektüre. Ich habe als Experten Friedrich Heer und William Johnston in Erinnerung, aber diskutieren wir darüber bitte nicht hier.

      3. Der ORF als Staatsfunk hat im Rahmen seines Kultur- und Bildungsauftrags darauf zu achten, dass auch sprachlich unsere Identität nicht systematisch verfremdet wird. Ein paar deutsche Kommentatoren, die aus Paris oder Kairo berichten, tun da nicht weh -- die sind ja klar als Nichtösterreicher (und daher als Ausländer) erkennbar. Mich stört es dagegen, wenn Österreicher im Österreichischen Rundfunk so tun, als müssten sie wie Deutsche klingen.

      4. Gerade weil Deutschland im Vergleich zu Österreich auch sprachpolitisch sehr mächtig ist -- siehe Synchronisationen, Schlagersänger, Goethe-Institute, Werbung, Buchlektorate, usw. -- finde ich es wichtig, auf unsere Sprachqualitäten zu achten, sonst gehen diese irgendwann ganz verloren. Hier geht es nicht um ein "Ausspielen" zweier Sprachvarianten, sondern um das Beachten der Unterschiede bei gegenseitigem Respekt.

      5. Mein Kommentar hat mit Dialekten oder dem Dialektsterben absolut nichts zu tun und ich bitte alle, Dialekt oder Mundart nicht mit der österreichischen Hochsprache (Standarddeutsch, Variante Österreichisch) zu verwechseln. Auch die Deutschen haben ihre Dialekte und die Schweizer ihre Mundarten, wunderbar. Aber was Moderatoren in den Nachrichtensendungen von ARD, ZDF, SRG und eben auch ORF gesprochen wird, weiters was in den führenden Tageszeitungen geschrieben wird, heißt Standarddeutsch in der jeweiligen Variante. So lautet die Definition. Es gibt neben den Hauptvarianten des Deutschen, also Deutschland, Österreich, Schweiz auch die Nebenvarianten Südtirol, Luxemburg und deutschsprachiges Belgien. Auch wunderbar.

      6. Ich finde wie Sie die meisten Anglizismen in unserer Sprache lächerlich, dumm und oft auch störend. "Handy" und "Homepage" werden völlig falsch verwendet, und die Mode und Klatschspalten sind voll von lächerlichen Anglizismen, für die es durchaus gute deutsche Begriffe gäbe. Nur wäre das wieder eine eigene Kolumne wert -- vielleicht finden wir jemanden, der das in Angriff nimmt.

    • Helmut Oswald
      15. November 2012 10:54

      Peter Hueber

      Danke für ihre Erläuterungen, sie machen es einfacher ihren Text zu verstehen.
      Auf zwei Punkte möchte ich näher eingehen.

      Das, wie sie selbst sagen, so locker im Freundeskreis gebrauchte Wort vom 'Piefke' ist ganz einfach eine Beschimpfung, die so wie 'Nigger' (nicht Neger), 'Saujud' oder 'Tschusch', nun sagen wir es einmal gänzlich unideologisch, bestenfalls Ausdruck fehlenden Taktgefühls, jedenfalls aber schlechter Erziehung ist. Sie indiziert selbstverständlich zeitgleich antideutsche Ressentiments ebenso, wie eine entsprechend korrespondierende politische Haltung. Zuvorderst aber kränkt es ganz einfach. Und zwar nicht nur jene, die damit direkt gemeint sind, sondern besonders auch auch die, welche die Spaltung der Menschen deutscher Zunge für ein historisches und gegenwärtiges Unglück halten und diese weder psychologisch noch auf sonst einem Weg befördern möchten. Unter anderem auch, weil diese Spaltung raumfremden Mächten massive Vorteile, den authochtonen Österreichern und Deutschen aber massive Nachteile gebracht hatte und auch bringt. Und - unter uns gesagt - ob sie am Strand von Kaorle nun in Tausendschaften Favoriten, Meidling oder Floridsdorf antreffen oder am berüchtigten 'Ballermann' auf Mallorca Essen, Duisburg oder Wanne-Eickel - dann ist es dasselbe, mit anderem Zungenschlag, und sind nicht die einen verabscheuungswürdige 'Piefke' die anderen aber feinsinnige, kultivierte 'Bessermenschen' österreichischer Identität.

      Nun bleibt es in Zeiten wie diesen jedermann frei, sich an die Seite welcher politischen Kräfte auch immer zu stellen. Eine Marginalie, wie sie das Verbotsgesetz darstellt, einmal außer Betracht gezogen, das erfreulicherweise keinerlei relevanten Zählgrößen im Volk betrifft.

      Eine österreichische Identität - deren Vorliegen ich im Übrigen nicht bestritten habe - auf Grund welcher Umfragen auch immer zu reklamieren und daraus weiterreichende Schlüsse zu ziehen aber besitzt vielgestaltige und schillernde Dimensionen. Den einen - zu denen ich mich zähle - ist die österreichische Staatsbürgerschaft ein Verwaltungsbegriff, der österreichische Staat ein Rechtssubjekt und ihre österreichische Identität eine, die sie mit Achselzucken hinnehmen, wie sie auch nicht bestreiten würden, beispielsweise Europäer oder Weiße zu sein. Identitäten sind ja nicht zwingend Ausschließungsmerkmale, sondern können, müssen aber nicht kumulieren. Anderen aber wird der Begriff der österreichischen Identität zu einer politischen Kampfparole gegen Menschen, die deutsch denken und empfinden und die den Gedanken beobachten gemeinsame Interessen gemeinsam zu befördern, jenseits historisch mit Gewalt gezogener Grenzen. Letztere besitzen im Übrigen, wie alles politisch künstliche Werk, wenn es wider die Lebensklugheit ist, immer nur vorübergehenden Bestand.

      Wohin wollen wir also mit der österreichischen Identität ? Geht es uns um die Bewahrung uns lieb gewordener lokaler Gewohnheiten, weil wir diese als Heimat kennen und sie uns deshalb nicht durch 'Reichseinheitssprech' 'gleichschalten' lassen wollen, dann haben sie mich begeistert und kämpferisch an ihrer Seite. Wollen Sie eine 'österreichische Nation' als germanophobes ideologisches Kunstprodukt zum Krieg gegen 'die Deutschen' ins Feld ziehen lassen, dann stehe ich auf der anderen Seite der von ihnen geschaffenen Front.

    • terbuan
      15. November 2012 20:41

      Helmut Oswald
      Das ist jetzt Ihr 3. Beitrag dem ich vorbehaltlos zustimme!
      Hat sich Herr Hueber schon einmal überlegt warum es in unserem Staatsvertrag (eine Fortsetzung des Vertrages von St. Germain) ein sogenanntes "Anschlussverbot" überhaupt gibt:

      "Artikel 4. Verbot des Anschlusses 1. Die Alliierten und Assoziierten Mächte erklären, daß eine politische oder wirtschaftliche Vereinigung zwischen Österreich und Deutschland verboten ist. Österreich anerkennt voll und ganz seine Verantwortlichkeiten auf diesem Gebiete und wird keine wie immer geartete politische oder wirtschaftliche Vereinigung mit Deutschland eingehen"....

      Ist das die Sprache der Befreier oder eine Bankrotterklärung der Siegermächte in ihrer immerwährenden und allgegenwärtigen Angst vor einem starken Deutschland?

      Die heutige wirtschaftliche und politische Situation im Endzeitstadium bestätigt ja nur immer wieder: Es ist "common sense" um diesen neudeutschen Ausdruck zu gebrauchen, Deutschland muß für alles bezahlen und schließlich untergehen, Österreich ist dabei nur ein armseliger Nebendarsteller, der sich als Trittbrettfahrer jetzt gerne aus dem Schlamassel ziehen möchte, wird es aber nicht können, wir werden gemeinsam untergehen oder überleben, wenn wir alle Kräfte mobilisieren!

      Wenn mir eine fremde Macht verbietet, mich mit einer Frau anderer Herkunft zu verbinden oder eine überregionale Gemeinschaft staatlicher, geschäftlicher, ethnischer oder religiöser Art zu gründen, dann ist das für mich eine Knechtschaft.

      Oder eine verbrecherische Einmischung in das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes!

  11. Sensenmann
    12. November 2012 12:17

    Na gute Nacht! Wenn DAS angesichts der rasenden Talfahrt unseres Staatswesens unsere Sorgen sein sollten, dann scheints dem Verfasser ja gut zu gehen!

    Ich habe jahrelang bei unseren Brüdern jenseits des Weißwurstäquators gearbeitet, habe selbstverständlich nicht Mostviertlerisch sondern Hochdeutsch gesprochen und hatte nie Probleme. Die kleinen Unterschiede von wegen "viertel"-Uhrzeit oder "Viertel nach" habe ich erstaunlicherweise ebenso interpretieren können, wie die doch wichtigen Unterschiede zwischen Erdäpfeln und Kartoffeln, Sessel und Stuhl oder Paradeisern und Tomaten.

    Das Herbeikonstruieren einer "österreichischen" Sprache jedenfalls untergräbt meine Gesundheit, denn ich weiß nicht ob ich mich darüber totlachen oder krank ärgern soll. Diesen Auswurf des Stalinismus sollte man nichteinmal ansatzweise versuchen zu pflegen, es ist widerlich hier eine Divergenz zu konstruieren nur um der Divergenz willen!

    Ein dreckiger Kommunist (ein gewisser Fischer, der 1945 dem Staatsamt für Unterricht vorstand und eine fanatische Entdeutschung Österreichs betrieb, die Säuberungen des Stalinismus lobte und als Dreingabe seiner verbrecherischen Gesinnung noch 1950 ein stalinistisches Theaterstück wider den Titoismus schrieb) verordnete den Österreichern nach dem Kriege statt Deutsch die "Unterrichtssprache" um seiner "österreichischen Nation" auch ein Idiom zu geben, typischerweise war es aber ein ÖVP-Minister (dieser Hurdes) der dieses bolschewistische Dreckskonstrukt nicht sofort nachdem die Kommunisten aus der Regierung flogen, abschaffte.

    Man sieht, das Speichellecken bei Bolschewiken hat bei den Schwarzen lange Tradition. Die Ausrede, die Besatzungsmacht hätte es so gewollt, ist ein Märchen, die wußten nämlich, daß man hierzulande Deutsch spricht. Der Spott des Volkes blieb nicht aus, man meinte, die Kinder lernten nun "Hurdestanisch"...
    Das Abschaffen dieses lächerlichen Getues erreichte erst sein Nach-Nachfolger Heinrich Drimmel und rettete damit ein wenig das Ansehen der Schwarzen für die Zukunft.

    Welches Deutsch der österreichische Rotfunk sprechen lässt interessiert mich übrigens nur peripher, denn unsere Sprecher haben durch die Bank eine angenehme Sprechstimme und das reicht mir auch. Ansonsten erfreue ich mich an den verschiedenen deutschen Dialekten, ob sie nun kärntnerisch, steirisch, bayrisch oder sächsisch sein mögen.

    Nur sowas wie "Österreichisch" ist mir noch nie untergekommen.

    Aber vielleicht entsteht sowas ja eines Tages. "Isch mach dich Messer", "Ich wissen wo dein Haus wohnt" oder "Isch fick deine Mutter, du Churensohn" sind ja schon Ansätze, die dem Erfinder des "Österreichischen" das Herz höher schlagen lassen, da es ja überwiegend Österreicher neuer Prägung sind, die die Sprachwelt derartig bereichern.

    Ob diese neue Sprache deren Wortschatz zur Zeit etwa 300 Wörter umfasst, wobei rund ein Drittel davon auf Kraftausdrücke aus dem Fäkal- und Sexualbereich entfällt , rund ein weiteres Drittel auf Automarken und deren Modelle, und der Rest aus Verbindungsworten, Handytypenbezeichnungen und den restlichen Worten, die zum Sprachverständnis unbedingt notwendig sind besteht - wobei die typischen Anhängsel an den Satzenden und die Vokative am Satzanfang interessant sind - bald im "österreichischen Wörterbuch" auftaucht, hängt nur mehr davon ab, wie lange der sozialistische mit Ökobolschewismus und bürgerlichem Verrat an den Wurzeln unseres Landes gewürzte Affenzirkus in diesem Staat noch andauern wird.

    Egal. Wenn es ihnen gefällt mögen die lemuroiden Gestalten dann stolz "österreichischg" sprechen und sich als "Östreicher" fühlen.
    Ich spreche weiterhin DEUTSCH.

    • Konrad Loräntz
      13. November 2012 10:41

      Gut gebrüllt, Löwe! So sehr ich zum Einen lokale Dialekte liebe und Ihre stolze Bewahrung - zum mal im privaten Bereiche - befürworte, so sehr sehe auch ich die politische Motivaton hinter dem Auseinanderdividieren von Österreichern und Deutschen. Berufsleben, Tourismus und - besonders jugendwirksam - die Medien wirken diesem auf die Nachkriegszeit zurückgehenden Anliegen aber auf stärkste entgegen. Gerade deshalb sollten wir aber die charmanten Unterschiede in der Einheit (der Sprache !!) bewahren - vom Steirischen und Bayrischen bis zum Sächseln etc ......
      Variatio delectat. (Den Steinzeitimperialisten-Dialekt zu geniessen, muss ich aber erst lernen)

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      13. November 2012 16:20

      Danke, Sensenmann. Wenn Sie es nicht geschrieben hätten, hätte ich es schreiben müssen. So konnte ich mich mit ein paar Ergänzungen begnügen.

  12. Helmut Oswald
    12. November 2012 10:58

    Meine österreichische Identität ist deutsch, und sie wird mir jedenfalls nicht von kriecherischen Anbiederern an die vom saarländischen Kommunisten Willi Münzenberg erfundene und von den Siegermächten und ihren Kollaborateuren als Staatsideologie verordnete österreichische Nation - im Sinne einer nichtdeutschen Ethnizität - vorgeschrieben. Die Kriecher sehe ich diesfalls auch, allerdings mit durchaus anderer Rollenverteilung. Ein gutes Burgtheaterdeutsch ist jedenfalls unter allen Umständen jedem Dialekt vorzuziehen - den lokalen österreichischen und süddeutschen ebenso wie den Nord- oder Mitteldeutschen. Daß lokale Dialekte nicht nur ordinär klingen sondern es eben zuallermeist ganz einfach auch sind, darauf darf man sich nach eingehender Einlassung auch in den Wortschatz der jeweils Verwendung findet getrost verlassen. Reden Schweizer untereinander im Schwyzerdütsch - das es als einheitliche Formung ebenso wie ein sogenanntes österreichisches Deutsch einfach nicht gibt, weil es DREI einander bis zur Unverständlichkeit unterschiedlich lokale Mundarten sind (Züri Dütsch, Basel Dütsch, Berner Dütsch), die neben zahlreichen weiteren lokalen Ausformungen bestehen, weigern sich die germanophoben Austriaken in ihrem Dialekt-Rassismus natürlich beharrlich zur Kenntnis zu nehmen. Nun ja, jedem sein ideologisches Paradies - besonders auch dem Hofrat Paradeiser in seiner muffigen Welt der überkompensierten Minderwertigkeitskomplexe. Wer einen schweren Tiroler Dialekt (Zillertal) neben einem im Gurktal gesprochene Kärntnerisch und daneben das in Meidling und Ottakring verbreitete Wiener Idiom hört, muß besser einen Arzt aufsuchen, wenn er meint, daß dies unter die Gemeinsamkeit eines 'Österreichisch' oder was auch immer falle. Aber nochmals - wenn man den Zweck der Denkungsart einmal erkannt hat, schreitet man gelassen über sie hinweg. Über die Kriecher dieser Erde. Und das ändert nichts daran, daß ich mich trotzdem wohl fühle, wenn ich meien heimatlichen Klänge in der Sprache vernehme, die für mich immer noch das schönere Deutsch ist.

  13. DerTurm
    12. November 2012 08:03

    Ich fühle mich immer persönlich beleidigt, wenn in Deutchchland der Schristian auf ein Dasch in Schina schteigt (spricht, wenn jemand SCHemie sagt).

    Außerdem frage ich mich, warum immer mehr Deutche "da fällt mir nichts ein zu" sagen, vom Hyper-Superlativ oder den Hyper-Plusquamperfekt ganz zu schweigen.

    Und ich stelle entsetzt fest, dass diese Unsitten auch bei uns Einzug halten...

    • phaidros
      12. November 2012 08:48

      Gut is' auch der »Balkong«.

    • DerTurm
      12. November 2012 22:39

      Der vom Kurtlkreisch?

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      13. November 2012 15:55

      "Dasch" sagt niemand in Deutschland, weil das ch nämlich an einer ganz anderen Stelle steht als das ch in China - nämlich im Auslaut und nicht im Anlaut. Dach (wach, Krach, Loch) heißt daher immer Dach, auch in den diversen Dialekten. Die Wiedergabe des griechischen Chi im Anlaut vor einem r als "Schristian" (analog etwa von Chlor als "Schlor" oder von Chronik als "Schronik"?), ist ebenfalls eine Chimäre (übrigens: sagen Sie "Schimäre" oder "Chimäre" oder gar "Kimäre"?), ein Privat-Neologismus, eine Idiosynkrasie des Turms ohne Entsprechung in der Wirklichkeit, auch nicht in einem noch so entlegenen Gebiet des hintersten Hinterpommerns.
      Die Aussprache des anlautenden Chi in griechischen Fremdwörtern dürfte vor Konsonanten also richtig "k" sein, und sie wird auch von allen Deutschen so gehandhabt. (Österreicher und Schweizer mit deutscher Muttersprache mitgemeint.)
      Für Fremdwörter mit anlautendem ch vor einem Vokal sind die Regeln aber generell sehr unterschiedlich, und zwar je nachdem, aus welcher Sprache das Wort entlehnt wurde. Wir sagen China/Kina, aber Chinoiserie/Schinoaserie und Chimäre/Schimäre.

      Der Hyperlativ ("einzigste") ist eine Untugend, aber aus Österreich ("extremste", "optimalste") nicht völlig unbekannt. Wir kennen ja sogar die Steigerung von Partizipien: "bestangezogenste".

      Das mitteldeutsche Plusquamperfekt statt des Perfekts ist eine Dialekteigenheit, ebenso wie das süddeutsche (österreichische) Perfekt statt des Präteritums.

      Die meisten der von Ihnen konstatierten oder unterstellten Eigenheiten sind keineswegs in ganz Deutschland verbreitet, und sie gelten auch nirgends als Standard. Sie sind immer und überall Umgangssprache, Dialekt oder einfach schlechtes Deutsch. Sie, werter Turm, sind unter die von Helmut Oswald erwähnten Dialekt-Rassisten zu subsumieren, die unter dem Deckmantel laienhafter Linguistik ihren Deutschenhaß ausleben wollen. Das ist, was mich persönlich beleidigt.

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      13. November 2012 16:15

      @ Phaidros: Balkong oder Bongbong ist nicht schlimmer als das Wienerische "Bombóhn". Wenn ich für jeden österreichischen Sprecher, der die französischen Nasale nicht aussprechen kann (Schaus statt Chance) Geld bekäme, wäre ich schuldenfrei. Auch Kakao statt Gaugau wäre nett. Außerdem fordere ich die Ächtung der neuwienerischen Partizipialbildung, bei der das e des Augments weggelassen, der Vokal aber nicht wie im Altwienerischen verdumpft (zum å) wird, sodaß dieser unerträglich infantile Kindergärtnerinnen-Ton entsteht: G'habt, g'sagt, g'essen. Im Neuwienerischen werden noch dazu die Vokale gedehnt: G'haabt, g'saagt. Die ekelhaften Diphthonge der Wiener Außenbezirke scheinen hingegen gerade auszusterben. Sie werden durch die Einführung des türkischen Hinterzungenvokals (? statt i) ins Wienerische (auch ins Kölsche) aber mehr als nur wettgemacht.

    • DerTurm
      13. November 2012 21:04

      Also die Kindergärtnerin unserer Tochter ist offensichtlich keine Wienerin (zum Glück).

      Ach ja, werte Franziska:
      [ ] Sie erkennen Ironie, wenn sie diese lesen.
      [ ] Ich habe von einer Verbreitung in ganz Deutschland geschrieben
      [X] Mich als studierten Chemiker stört die Aussprache SCHemie, egal, ob das ein Deutscher, Österreicher oder Schweizer sagt...

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      13. November 2012 21:44

      Turm, Sie sind Absolvent einer TU (hoffentlich ging es über die HTL hinaus). Sie tragen wahrscheinlich auch einen schrulligen Bart, graue Schuhe, ein Hemd mit kurzen Ärmeln und einen Anzug aus Polyester. Nicht ganz korrekter Sprachgebrauch - halt in Wienerischer Ausformung - ist in Ihren Kreisen doch ganz normal. Entspannen Sie sich.

      PS. "Kurtlkreisch" hab ich auch nicht verstanden.

    • Majordomus
      14. November 2012 00:45

      @ Franziska Malatesta

      Ob jemand in Deutschland "Dasch" sagt oder nicht, weiß ich nicht mit Sicherheit. Aber es gibt einige Gegend im Ruhrgebiet, in der die Bezeichnung "Kirsche" nicht zwingend Steinobst meint, sondern Kirchen. Selbst erlebt, und zwar nicht nur einmal. Aus diesem Grunde wäre mich mir nicht so sicher, ob dies nicht auch auf andere Wörter zutrifft.

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      14. November 2012 11:21

      @ Majordomus: Möglich. Es gibt ja auch das englische "church" und sogar das alemannische "kilche". Mit dem Inlaut hab ich mich aber gar nicht befaßt, sondern mit An- und Auslaut. Wie Wörter in den Dialekten ausgesprochen werden, ist nicht beliebig - so wie der Turm annahm, sondern unterliegt, ebenso wie die Standardsprache, den deutschen Lautgesetzen. Wie ein Wort ausgesprochen wird, hängt davon ab, wie es vor den Lautverschiebungen, also althochdeutsch oder westgermanisch ausgesprochen wurde. Sie können also z.B. statt heiß haß oder hoaß sagen, aber Sie können nicht statt reiten raten oder roaten sagen, da das ei in heiß und in reiten auf unterschiedliche Vokale im Althochdeutschen zurückgehen, ahd. "heiz" und ahd. "rîtan".

    • Majordomus
      14. November 2012 16:25

      @Franziska Malatesta:
      Vielen Dank für Ihre interessanten Ausführungen!

    • phaidros
      14. November 2012 19:30

      @Franziska: dito! Ich wusste gar nicht, dass man solche Dinge überhaupt wissen kann. Chapeau!

  14. Observer
    12. November 2012 05:41

    Während sich Österreicher in deutschsprachigen Ausland vielfach der lokalen Sprache (auch dem Dialekt) anpassen, machen dies die Bundesdeutschen nie. Besonders in der Schweiz - wo es einen starken Anteil an Deutschen in der Arbeitswelt gibt - wird dies deutlich. In der Schweiz wird der Dialekt bzw. "das Schwyzerdütsch" sogar als hoffähig betrachtet und in vielen Radio- und TV-Sendungen wird so gesprochen. Wenn aber z.B. aus einem Text zitiert wird, dann wird kurzfristig auf Hochdeutsch umgestellt.
    In Österreich wäre dies vermutlich unangebracht, da die hiesigen Dialekte oft sehr gewöhnlich bis ordinär klingen.

    • Peter Hueber (kein Partner)
      13. November 2012 08:38

      Sie haben recht, Österreicher sind im Ausland sehr anpassungsfähig. Aber auch im Inland! Das mag touristische Gründe haben, man sagt in Kaprun oder am Arlberg gerne Tschüss und kocht Pfannkuchen...

      In Österreich gibt es einen fließenden Übergang zwischen Hochdeutsch und Dialekt, wir nennen alles dazwischen einfach "Umgangssprache". Die Schweizer haben eine klare Trennung zwischen Mundart und Hochsprache, da gibt es nichts dazwischen. Auch Bankdirektoren und Bundesräte sprechen in der Schweiz Mundart. Nur im Fernsehen oder in der Schule wird auch fallweise Hochsprache gesprochen. Und hier natürlich schweizerisches Standarddeutsch.

      Wie bei uns glauben auch in der Schweiz die Rundfunksprecher gelegentlich, wie Deutsche klinken zu müssen, und vernachlässigen dabei die Tatsache, dass sie ein eigenes schweizerisches Standarddeutsch haben.

  15. phaidros
    12. November 2012 01:02

    Danke für die Betrachtung, das ist ein durchaus erwähnenswertes Detail! Interessanterweise sind übrigens eine ganze Reihe (viel mehr als man vermuten würde) Synchronsprecher Österreicher - meine Vermutung war immer, weil die österreichische Aussprache nicht so genäselt ist.






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