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Die Turnstunde, Sinn und viel Unsinn drucken

Endlich einmal volle Einigkeit im Nationalrat: Alle Fraktionen und Abgeordneten sind für die tägliche Turnstunde. Ich hätte dagegen gestimmt.

Warum das? Ist doch mehr Bewegung angesichts der massiv zunehmenden Zahl übergewichtiger Kinder unbestreitbar positiv und notwendig. Dennoch ist vieles an der Parlaments-Entschließung mehr als ärgerlich.

Für den ersten Ärger sorgt schon wieder die ideologietrunkene und zwangslüsterne Unterrichtsministerin, die wegen zweier zusätzlicher Turnstunden gleich den von ihr seit langem ersehnten allgemeinen Zwang zur Ganztagsschule für jedes Kind verwirklichen möchte.

Zweitens ist es mehr als ärgerlich, dass man bei der zusätzlichen Bewegung die in Wahrheit viel wichtigeren – weil nachhaltigeren und einer freien Gesellschaft viel mehr entsprechenden – Bewegungsangebote durch Turn- oder Fußball- (usw.)vereine oder durch Ballettstunden nicht fördert, sondern die Zeit dafür naturgemäß noch weiter einschränkt. Warum macht man das zusätzliche Schulturnen beispielsweise nicht nur für jene obligatorisch, die nicht eine Teilnahme-Bestätigung eines solchen Vereins bringen? Warum sorgt man – wenn es offenbar schon wieder überflüssiges Geld gibt – nicht primär dafür, dass jede Schule einen integrierten Turnsaal und Sportplatz erhält, sodass der oft mehr als 15-minütige Anmarsch  und der ebenso lange Abmarsch wegfallen? Warum werden nicht jene Fußballvereine gefördert, die mit zeitbelasteten Kindern nur ein- oder zweimal pro Woche trainieren, statt Millionen jenen Vereinen  hineinzustopfen, die durch viermaliges Training nur Superprofis heranzüchten wollen?

Und drittens: Am allerärgerlichsten sind Motiv und Anlass der Parlaments-Resolution. Denn sie ist nicht aus Sorge um die Gesundheit unserer Kinder zustandegekommen; die Abgeordneten haben vielmehr alle unter Druck der Sportfunktionäre gehandelt, die depressiv sind, weil sie keine Olympiamedaillen ihrer Sportler bejubeln können. Medaillen-Eitelkeit sollte aber eigentlich nur in totalitären Ländern ein nationales Anliegen sein, das zu Zwangsmaßnahmen und Mehrausgaben führt. Denn nur solche Länder brauchen einen medaillenförmigen Beweis für die angebliche Überlegenheit von Kommunismus oder Nationalsozialismus. Vor allem aber hat sich der wirkliche medaillenträchtige Spitzensport heute als sehr oft gesundheitsschädlich entpuppt: Die massenweisen Schäden reichen von ruinierten Gelenken und Bändern bis zu jenen durch Anabolika und Doping.

Trotz all dieser Fakten hat keine der Parteien von der großen SPÖ bis zu den kleinen Stronachisten auch nur eine Sekunde zögert, diese populistische Turnstunden-Resolution mitzutragen. Für die es in Wahrheit auch keinerlei budgetäre Bedeckung gibt.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorLF
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 15:26

    Und wo bleibt die "tägliche Lesestunde"? Sie wäre mindestens ebenso wichtig. Denn ohne ausreichende Lesekenntnisse haben Kinder/Jugendliche kaum eine Möglichkeit, als Erwachsene ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Selbst der beste Spitzensportler muss in den 30ern seines Lebens umlernen - und dafür sind gute Lesekenntnisse unbedingt erforderlich. Natürlich stimmt es, dass übergewichtige Jugendliche vermutlich ein kürzeres Leben haben werden als normalgewichtige - als Analphabeten werden sie aber große Probleme beim Bewältigen dieser Zeitspanne haben und womöglich wieder "die Allgemeinheit" brauchen, damit sie das schaffen.
    So wie bei sportlichen Aktivitäten das konsequente Training wichtig ist, ist es auch bei geistigen Tätigkeiten notwendig, "in der Übung" zu bleiben. Sinnerfassendes Lesen erlernt man nur durch: Üben, üben und nochmals üben!
    Deshalb wäre die tägliche Lesestunde mindestens ebenso wichtig wie die tägliche Turnstunde!

  2. Ausgezeichneter KommentatorInteressierter Leser
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 17:55

    Schon jetzt waren die Turnsäle mit 2 bis 3 Turnstunden pro Woche voll ausgelastet. Wie das jetzt mit 5 Stunden/Woche gehen soll? Ich hatte 14 Klassen, das sind täglich 14 Turnstunden. Der Tag hatte in der VS für die Kinder täglich 5 bis 6 Stunden. Ab sofort wird er 14 Stunden haben müssen, sonst geht sich der Wahnsinn nicht aus. Oder man nimmt in jeder Stunde 2 bis 3 Klassen zusammen – das wird lustig! An unserer Schule – angeregt durch Frau Gehrer (wer erinnert sich noch) - hatten wir tägliches Kurzturnen in den Klassen (mehrmals am Tag), das abwechslungsreiche, wöchentlich wechselnde Turnprogramm war im Internet auf „eduhi.at“ jederzeit abrufbar. Zusätzlich boten wir „Bewegte Pausen“ an, bei denen es den Kindern in den Gängen, im Schulhof, in der Sportwiese erlaubt war, vielseitige Bewegungserfahrungen - mehrmals am Tag - zu machen, zusätzlich zu den normalen Turnstunden, 2-3 Mal pro Woche. Die vielseitigen Geräte - inklusive Kletterwand - für die „Bewegte Pause“ bezahlte zum kleinen Teil der Schulerhalter, den Großteil der Elternverein und Sponsoren. Aber davon hat man in Wien keine Ahnung und leider die Politiker samt Sportfunktionären ebenfalls nicht. Und als langjähriger Sportfunktionär sage ich nur: „Gute Nacht Sportvereine“!, denn in Ganztagsschulen bleibt für diese und alle anderen Vereine/Musikschulen kaum mehr Zeit.

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 14:52

    Man darf gespannt sein, wie sich dieses zwangsverordnete Mehr an Turnstunden in den zukünftigen, zwangsverordneten Ganztagsschulen auf die bereits oft größtenteils muslimischen Schüler bzw. vor allem SchülerInnen auswirken werden.
    Da darf die Frau Unterrichtsminister mit scharfem Gegenwind rechnen, aber das kümmert sie wenig, weil sie zu diesem Zeitpunkt vermutlich trotz ihrer Unfähigkeit selbstverständlich gut besoldet in der Versenkung verschwunden sein wird.
    Zurück bleiben Mißstand, Chaos und ein ruiniertes Bildungssystem!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    18. November 2012 17:02

    Wieder einmal glauben unsere Vertreter, Selbstverständliches gesetzlich regeln zu müssen. Überflüssig hinzuzufügen, dass das was die sonst noch beschließen, eher bewegungsfeindlich ist: Förderungen für Lobotomierte, die sich vereiste Pisten hinunterstürzen, oder Unterstützungen für die grüne Zirkuspartei im roten Wien aka Rapid usw.

    Warum machen sie denn nicht einfach eine Stunde Leibesübungen mit ein wenig Schweiß vor jeder Abstimmung? Vielleicht beschließen sie dann weniger.

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  1. Anton Valenta (kein Partner)
    20. November 2012 08:47

    Ja, die Sportvereine, die Jugendarbeit leisten gehören gefördert! Die vielen unbekannten ehrenamtlichen Jugendtrianer sollen unterstützt werden! Jeder Weltmeister hatte in Kinderjahren seinen ersten Trainer. Kennen wir ihn, und warum nicht?! Eltern die ihre Kinder in diese Vereine bringen, sollten den vom Wohnort nächsten Verein suchen und nicht mit dem PKW das Kind zum Training bringen. Schauen wir einmal über die Grenzen und interessieren uns in welchen Ländern die Jugendlichen zu Spitzensportler ausgebildet werden. Nicht jeder muss Olympiasieger werden, aber jeder kann an seine persönlichen Grenzen gehen (ohne sie zu überschreiten).

  2. consuela rodrigez (kein Partner)
    19. November 2012 16:03

    Es ist schon merkwürdig, dass jetzt das Turnen in den Vordergrund gerückt wurde, nachdem Österreich bei der Olympiade so schlecht abgeschnitten hat. Als wäre das das Wichtigste. Es geht diesen Volkszertretern keineswegs um die Gesundheit der Kinder (oder überhaupt der Menschen). Es geht ihnen nur um Macht. Die Macht über die Kinder und die Eltern. Wäre es nicht angebrachter, die viele Werbung von McDonalds oder CocaCola zu verbieten. Früher lachten wir über die Amerikaner weil sie so fett und ungebildet erschienen (außer der Elite) und keine Kultur besitzen. Was sehen wir heute? Alles wird ver-amerikanisiert. FastFood, Coffee to go, Helloween statt Erntedankfest, Weihnachtsmann statt Christkind etc. Ja und die übertriebene Weihnachtsbeleuchtung - obwohl wir doch Energie einsparen sollten, oder? Doch wenn es um's Geschäft geht, da ist der (erstunken und erlogene) Klimawandel auch egal.
    Und die Handysucht nicht vergessen. Heute sieht man die Kinder nur mehr auf dieses krankmachende (wird verschwiegen) Elektrogerät starren. Die Kopfhörer in den Ohren. Woher kommt das?
    Man braucht sich nur die amerk. Filme ansehen, da wird es vorgelebt und von den Kindern übernommen. Filme und Werbung haben mehr Einfluss als wir vermuten. Sie manipulieren und lenken. Ihr kennt doch den Film über die Vampire? Plötzlich träumen und schwärmen die Kinder und Jugendlichen auch ein Vampir zu sein oder einen Vampirfreund zu haben. Ist das nicht krank?
    Wenn es den Mächtigen wirklich um das Wohlbefinden der Menschen ginge so müsste es ihnen doch ein Anliegen sein gesunde Lebensmittel auf den Markt zu bringen, oder? Stattdessen fördern sie genmanipulierte (Monsanto) Lebensmittel (ich nenne es Füllstoff, denn mit Lebensmittel hat das wenig zu tun) Immer mehr Lebensmittel werden aus dem Ausland angekarrt und bei uns müssen Bauern Felder brachliegen lassen und das ist in allen Ländern so. Man zerstört das Kleine, das Familiäre, das Übersichtliche. Damals war Mundpropaganda die beste Werbung. Zudem waren die Produkte billiger, weil Werbung teuer ist und auf jedes Produkt aufgeschlagen wird. Immer mehr LKW's sind auf unseren Straßen unterwegs (aber wir bezahlen für Zertifikate). Es wurde z.B in Tirol festgestellt, dass viel mehr Kinder an Asthma erkrankten als früher. Doch man hat schnell eine Ausrede parat: das Rauchen ist schuld. Ich will das Rauchen nicht gutheißen, aber dass es für alles herhalten muss, wenn es um das Vertuschen der wahren Ursachen geht. Demos in Tirol waren gegenstandslos ...
    Doch für jedes Zwickerchen gibt es eine Pille. Müdigkeit? - schnell eine Pille einwerfen und der Tag ist gerettet. Schlaflosigkeit? - auch dabei hilft ein Mittelchen. Sind Kinder zu unruhig? - die Pharmaindustrie schafft Abhilfe. Anstatt die Kinder zu Hause im Bett ihre Verkühlung auskurieren zu lassen, werden sie mit Antibiotika vollgestopft (die Mütter müssen ja zur Arbeit - die Wirtschaft hat Priorität). Fieber ist eine natürliche Reaktion des Körpers um gegen die Krankheit Antikörper zu bilden. Mit der Chemiekeule zerstört man dies. Ich kann mich noch erinnern, als mir meine Mutter Topfenwickel oder Essigwickel machte. Ach ja, die Tiere werden schon mit Antibiotika und chemischen Substanzen geimpft und kommt dann auf die Teller. Ich habe vor einem Jahr aufgehört Fleisch zu essen und siehe da meine Probleme mit dem Darm sind verschwunden (Actimell hat nicht gewirkt).
    Upps .. sorry bin jetzt total vom Thema abgekommen (typisch Frau..).
    Fazit: wir sollten wieder mehr zur Natur zurückkehren, doch auch dies will die Politik (Wirtschaft) verhindern. In Frankreich wird einem Bauern verboten Brennesseljauche auf seinem Feld auszubringen (kein Scherz) und er wurde angeklagt.
    Je kranker die Politik, desto kranker die Gesellschaft und desto mehr Profit für die Konzerne. - Schönen Tag wünsche ich

    • xRatio (kein Partner)
      19. November 2012 20:13

      @ consuela rodrigez 19. November 2012 16:03

      Zumindest in Sachen "Profit" und "Konzerne" sollten Sie mal Ihre CPU überprüfen.
      Sie leiden da offenbar unter einem krankhaft schweren linken Tickfehler??

      xRatio

  3. Hegelianer (kein Partner)
    19. November 2012 15:46

    Eine idiotische Entscheidung. Keiner wird durch eine zusätzliche Turnstunde zum erfolgreichen Spitzensportler. Spiteznsport fängt meist im Kleinkindalter an, nicht selten durch "vorbelastete" Eltern. Es ist auch bezeichnend, wie bei aller Gedenk- und Betroffenheitskultur eine zentrale "Errungenschaft" des NS rehabilitiert wird: das Hauptfach Turnen. Die Wichtigkeit des "Spuat" reflektiert auch gut den geistigen Niedergang der Entscheidungsträger der Republik. Im Geistesleben wird überall eingespart, für wissenschaftliche Verlage, Symposien etc. fehlt das Geld, aber da Spuat wird gepusht.

  4. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    19. November 2012 13:35

    Wenn man bedenkt, dass die tägliche Turnstunde die Antwort auf das Debakel bei den letzten olympischen Spielen ist, ist es natürlich mehr als fraglich, ob es durch die tägliche Turnstunde bei den nächsten mehr Medaillen geben wird.

    Die dafür verantwortlichen Politiker und Beamten müssen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit außerordentlich große Trotteln sein.

    Und nach den nächsten Spielen wird dann eine zweite Turnstunde eingeführt. Davon kann man ausgehen.

  5. Otto (kein Partner)
    19. November 2012 09:41

    Im Ernst?

    Warum werden nicht jene Fußballvereine gefördert, die mit zeitbelasteten Kindern nur ein- oder zweimal pro Woche trainieren, statt Millionen jenen Vereinen hineinzustopfen, die durch viermaliges Training nur Superprofis heranzüchten wollen?

    'Zeitbelastete Kinder'? Also die faulen Kinder sollen mehr gefördert werden?
    'Superprofis?!' Also wenn man viermal pro Woche trainiert, ist das Ihrer Meinung nach schon ein Profi-Training?
    'Warum macht man das zusätzliche Schulturnen beispielsweise nicht nur für jene obligatorisch, die nicht eine Teilnahme-Bestätigung eines solchen Vereins bringen?' Super-Idee!! Noch eine: Das Mitführen eine Bibliothek-Ausweises ersetzt die Deutsch-Stunde :-)

    Übrigens das mit Olympia hat im Sommer noch ganz anders geklungen von Ihrer Seite. Da wurde genauso in die selbe Kerbe geschlagen wie im Boulevard, obwohl es hier wieder so klingt, also ob die tollen USA nun ein totalitärer Staat wären...

  6. Neppomuck (kein Partner)
    19. November 2012 09:22

    Einen Vorteil hätte das Ganze:

    Frauenbewegungen fänden unter Aufsicht statt.

  7. Jerobeam (kein Partner)
  8. numerus clausel (kein Partner)
    18. November 2012 17:17

    Da werden sich die Kinder freuen, jeden Tag verschwitzt im Unterricht sitzen und im Winter die meiste Zeit deshalb krank sein, denn wer von den Kindern geht nach der Turnstunde duschen?
    Und wozu die Zwangskasernierung den ganzen Tag? Die werden doch mit der Zeit wahnsinnig, jeden Tag mit denselben Leuten auf engstem Raum zusammenpicken zu müssen. Geht´s hier nur mehr um die Gehirnverweichung, daß das sozialistische Gedankengut(schlecht) leichter Oberhand ergreifen kann?
    Förderung von Fußballvereinen schön und gut, aber dieses dämliche hinter einem Ball nachrennen bringt´s doch in Österreich nicht, sollen die Kinder lieber Schi fahren und Mountainbiken lernen, bringt meiner Ansicht nach mehr. Außerdem wird am Beispiel von Rapid die Jugend eh mit 5 Mio von EADS gefördert, oder ging das Geld gar nie dort hin?

  9. cmh (kein Partner)
    18. November 2012 17:02

    Wieder einmal glauben unsere Vertreter, Selbstverständliches gesetzlich regeln zu müssen. Überflüssig hinzuzufügen, dass das was die sonst noch beschließen, eher bewegungsfeindlich ist: Förderungen für Lobotomierte, die sich vereiste Pisten hinunterstürzen, oder Unterstützungen für die grüne Zirkuspartei im roten Wien aka Rapid usw.

    Warum machen sie denn nicht einfach eine Stunde Leibesübungen mit ein wenig Schweiß vor jeder Abstimmung? Vielleicht beschließen sie dann weniger.

  10. schlechter Geschmack (kein Partner)
    18. November 2012 16:16

    Unfruchtbare Frauen versuchen zumindest ihre Unfruchtbarkeit weiterzugeben.

  11. Jerobeam (kein Partner)
    18. November 2012 15:14

    http://www.kybeline.com/2012/11/17/die-eu-will-die-klassiker-unter-den-kinderbuchern-verbieten/#more-39621

    Die menschliche Leitlinien nie gesucht und an Stelle dessen den Hass der Gleichmacher gesetzt. Das sind solche, die in ihrem marxistischen intellektualismus viele mehr und mehr einschränken bis sie hin zum Strafverfolgen für nicht Genehmes driften und von dort ist unter Sozen nur noch ein kurzes Schrittchen zum Morden zu kommen......

    ......die Wirbel sind schon da.

    Ersatzweise lassen sie zur Unterdrückung derzeit noch einer in vielem so ähnlichen Ideologie die "Arbeit" machen. Den "Das Volk soll kuschen-Effekt!".

    Und- ohne Islam in Österreich ? - wie würde diese Republik ziemlich sicher ganz aners dastehen ..... die Widerstände gegen die Entdemokratisierungen wären erheblich früher und erheblich früher gewesen.

  12. Obrist
    18. November 2012 11:39

    Es ist unglaublich welch Geistesblitze den vorwiegend kinderlosen Genossinnen bei ihrem Feldzug gegen die klassische heterosexuell organisierte Familie entfahren. Man möge sich nur in der heutigen Presse das Interview mit der Quotenministerin Heinisch - Hossek zu Gemüte führen. Ein kleiner Tip an die Mitblogger: besorgen Sie sich eine gedruckte Ausgabe - Ihr Computer könnte ernsthaften Schaden nehmen

    • Torres (kein Partner)
      18. November 2012 14:41

      Noch besser, man liest dieses Interview vor dem Essen - es könnte einem ansonsten den Magen umdrehen. Die betreffenden Presse-Redakteurinnen haben aber auch das Ihrige zum Kabaretthaften des Interviews beigetragen: im fettgedruckten Untertitel heißt es wörtlich: "Bei Verstößen soll es Geldeinbußen geben" - ja, "GeldEINbußen": für wen? Wohl ein Beitrag zur unfreiwilligen Komik des gesamten Artikels.

  13. HJR
    18. November 2012 11:31

    Am deutschen Bundesparteitag der Grünen hat Jürgen Trittin der Wahl der Protestantin Göring-Eckardt, Präses des EKD ins neue Spitzen-Duo den Satz geprägt: "Die Grünen haben die Mitte der Gesellschaft nach links gerückt."

    Nichts könnte falscher sein! Nichts aber ist auch entlarvender! Trittin als Kommunist und Göring-Eckhardt stehen für mich beide links, nur trägt Göring Eckhardt für mich den täuschenden Heiligenschein einer "bürgerlichen Existenz". Aber - wie die Zeichen der Zeit nun schon mal stehen - hindert heute "Bürgerlichkeit" kaum mehr jemanden daran, die "Freiheit" - einst an der Spitze der Bürgerbewegung, der "Citoyens" rangierend, als zu vernachlässigenden, marginalen Wert zu betrachten, den man um des einen oder anderen scheinbaren Vorteils willen, gerne jeder noch so durchsichtigen Bestrebung opfert, welche an- bzw. vorgeblich der "Gesellschaft" (als Ganzes) dient.

    Nun sind ja bei uns in Österreich die Verhältnisse - da wir erstens schon länger von den Sozialisten nach links gerückt werden und da wir zweitens (immer noch) ein katholisches land sind - etwas anders. Nichtsdestotrotz liegt der Sonderfall Claudia Schmied ganz auf meiner Argumentationslinie, da diese Frau jedem totalitären Regime geradezu zur Zierde gereichen müsste. Zuerst hilft sie, Milliarden an Volksvermögen zu versenken. Dann wird diese Politkommissarin zur Unterrichtsministerin gemacht und nun rührt sie in der Schule so lange um und um, bis wir uns unsere Wünsche und Vorstellungen über "Bildungsbürgertum" endgültig an den Hut stecken können und Dank des schulischen Werdegangs von 75% der Bevölkerung gar nicht mehr in der Lage sein werden, zu artikulieren, warum "Freiheit" denn ein wichtiger Wert sein sollte.

    Und nur um nochmals den schon mehrfach zitierten Satz des Franz Josef Strauß: "Nationalsozialisten sind auch Sozialisten" zu untermauern, sei darauf hingewiesen, dass seine Zeit u.a. dadurch eingeleitet wurde, dass alle 10-jährigen dem "Pimpfen" (der Hitlerjugend) beitreten durften (mussten). Hart wie Kruppstahl, flink wie Windhunde und zäh wie Leder wollte sie der Führer - aus Gründen, die uns bis vor Kurzem noch einigermaßen bekannt waren, die wir aber dank der schmied'schen Bemühungen bald vergessen haben werden, weil wir nicht mehr fähig sind, sie in Texten nachzulesen und in Diensten wie Facebook oder Twitter bzw. als "App" werden solche Atavismen nicht angeboten.

    Wo ist der Aufschrei der Eltern, der der Frau Schmied den Marsch bläst, weil es die Überschreitung einer roten Linie ist, den Eltern einen Teil des Bestimmungsrechts über die Art und Weise der Erziehung ihrer Kinder schmälern bzw. einschränken soll.Die Pflichtbindung an einen "Turnunterricht", der nur alternative Entscheidungen der "erziehungsberechtigten" Eltern unterlaufen und hintan halten soll, ist ein Entzug so mancher in einer Demokratie als sicher aufgehoben geglaubten Freiheiten.
    Und das Schlimme ist, dass man dieser Frau (Schmied) angesichts der Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit, mit der sie die Vergesellschaftung unserer Kinder bei gleichzeitiger Herunternivellierung der Bildung auf niedrigstmögliches "sozialistisches" Niveau betreibt, von "bürgerlicher Seite" auch noch zustimmt, statt sie mit Misstrauensanträgen, Rücktrittsforderungen und Untersuchungsausschüssen (wegen der Vermögensversenkung) so einzudecken, dass sie nicht mehr weiss, ob sie "Mandl oder Weibl" ist.

    Ich ahlte jede Wette, dass diese Frau im Gegensatz zu Faymann, Darabos et alii genau weiß, was sie will und tut! Daher meine Forderung: Weg mit Claudia Schmied!
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.conwutatio.at

  14. Brigitte Kashofer
    18. November 2012 00:40

    Es ist wieder einmal ganz typisch: Weil die Kinder am Nachmittag zu lange beim Fernseher sitzen, soll am Vormittag eine zusätzliche Turnstunde eingeführt werden. Das kann nur auf Kosten anderer Fächer gehen. Selbstverständlich wäre es die beste Lösung, die Sportvereine in die Schulpflicht mit einzubeziehen. Jedes Kind könnte sich dann seinen Lieblingssport aussuchen. 1 - 2 mal wöchentlich würde genügen. Die Vereine werden von den Gemeinden ohnehin vielfältig gefördert.

  15. durga
    18. November 2012 00:38

    Eigentlich hätte meine Generation bereits in jungen Jahren zu einer Horde von bewegungsunfähigen Krüppeln degeneriert sein müssen! In der unmittelbaren Nachkriegszeit gab es ja in großen Teilen Wiens praktisch keinen Turnsaal und auch keinen Turnunterricht (als unser Gymnasium einen Turnsaal erhielt, war ich bereits in der 3. Klasse).

    Ich meine, wir haben uns trotzdem sehr viel bewegt, sind auch sehr weite Strecken zu Fuß gegangen und haben durchaus kreativ Geräteturnen betrieben (Teppichklopfstange als Reck, Hydranten als Bock, Bäume für Kletterübungen, usw.). Das Wichtigste war für die meisten von uns das Engagement unserer Eltern, mit denen wir am Sonntag im Prater spielten oder im Wienerwald ausgedehnte Wanderungen unternahmen.

    Über die aktuellen Lehrpläne im Fach "Leibesübungen" hätten wir nur gelacht. Vermutlich hätte zumindest ein Teil meiner Mitschüler, mich eingeschlossen, Widerstand geleistet, wenn man an uns das Ansinnen gestellt hätte:

    "Zu den wesentlichen Anliegen des Unterrichtsgegenstands Leibesübungen zählen sowohl für Mädchen als auch für Knaben traditionelle und zeitgenössische Formen der Bewegung und ihre Entwicklung in Tanz, Gymnastik und Bewegungstheater. Freie Gestaltung von Bewegungen und Bewegungserfindung."

    Der aktuelle Lehrplan ist nachzulesen unter: http://www.bmukk.gv.at/medienpool/880/hs16.pdf

    • Undine
      18. November 2012 10:49

      @durga

      Die aktuellen Lehrpläne im Fach "Leibesübungen" KÖNNEN doch nicht ernstgemeint sein!!!
      Bleibt nach all diesen hirnrissigen Forderungen überhaupt noch Zeit zum "richtigen" Turnen? Ach ja, ich weiß schon, TURNVATER JAHN (1778-1852), der Begründer des "Turnens" war ja ein "Wegbereiter des Faschismus"! Da ist es ja geradezu ein Wunder, daß TURNEN überhaupt erlaubt ist.

      Für uns war der Turnunterricht---obwohl es in unserer Kindheit genug Gelegenheit zur Bewegung gab, die größte Freude, va dann, wenn zuletzt "VÖLKERBALL" gespielt wurde! Ist nicht mittlerweile auch dieses lustige Spiel, von dem wir gar nicht genug kriegen konnten, geächtet, weil FASCHISTISCH"?

    • Undine
      18. November 2012 10:53

      PS: Ich wurde meist schnell abgeschossen, traf selten jemanden mit dem Ball, weil ich nicht zielen kann---und dennoch spielte ich leidenschaftlich gerne Völkerball---obwohl ich nach heutigen Erkenntnissen der Psychologie "traumatisiert" sein müßte! Ich bin aber eine gute Verliererin! :-)

    • LF
      18. November 2012 12:12

      Kleine Korrektur: Das ehemalige Unterrichtsfach "Leibesübungen" wurde vor ein paar Jahren in "Bewegung und Sport" umbenannt. Kürzte man früher "Lü" ab, so heißt es heutzutage "BuS"!

    • Hyperbel (kein Partner)
      18. November 2012 14:22

      VÖLKERBALL ist nach wie vor sehr beliebt, gibt es in unzähligen Varianten ( bei denen auch sogenannte NICHT - BallspielerInnen ihre Freude haben) und heißt jetzt TIGERBALL!

    • Undine
      18. November 2012 14:46

      @Hyperbel

      Daß sich Völkerball nach wie vor großer Beliebtheit erfreut ist gut. Blödsinnig war nur die Debatte, das Spiel umzubenennen, weil ein paar Antifa-Würstel fanden, die Original-Bezeichnung sei "faschistisch" !

  16. Kaffeehäferl
    17. November 2012 22:43

    Wie auch immer die ideologischen Hintergründe sein mögen, eine Stunde mehr Bewegung ist absolut begrüßenswert.

    Mir fällt es etwa leichter, über etwas nachzudenken, während ich spazierengehe, wandere oder radfahre. Irgendwie kommen da die Gedanken leichter in Fluß. Ich kann mir auch nicht erklären warum, aber der Effekt ist bemerkenswert.

    Darüber hinaus bin ich ausgeglichener wenn ich mehr Bewegung mache. Konflikte sehe ich umso gelassener, je mehr ich in der Zeit davor zu Bewegung gekommen bin oder Aussicht auf Bewegung in naher Zukunft habe.
    Mag sein, daß das mit dem Fluchtinstikt des Urmenschen zusammenhängt, den man in der modernen Welt ja unterdrücken muß: Im Büro eingezwängt muß ich die ganze Zeit sitzen und wenn ich mich angegriffen fühle, baut sich Adrenalin auf, das mir zu schnellerer Flucht verhelfen soll. Aber ich muß sitzen bleiben. Durch Bewegung kann ich die aufgestaute Energie aber wieder abbauen und bekomme den Kopf wieder klar für die Sachthemen.

    Der Vorschlag mit den Vereinen gefällt mir wieder weniger, vielleicht weil ich selbst kein solcher Vereinsmeier bin. Ich geh halt radfahren und das allein. Das ist so eine Art Meditation für mich, durch Begleiter fühle ich mich eher gestört in meiner Kontemplation.

  17. A.K.
    17. November 2012 22:04

    Zur Tagebuchnotiz „Die Turnstunde, Sinn und viel Unsinn“:
    Erschütternd für mich ist Versuch das ganze Leben junger Menschen zu verschulen. Ohne eine definierte „Unterrichts“-Stunde für irgendeinen zeitgeistigen Trend scheinen junge Menschen nicht mehr für das Leben qualifiziert. Begriffe wie Talent oder Begabung dürften für solch politische „Apperatschiks“ die dies fordern überhaupt nicht zu existieren. Wenn ich mich richtig erinnere, mußte ich sogar ohne Sexualkunde den Umgang mit dem anderen Geschlecht „erforschen“ und wurde dabei recht glücklich - ohne überhaupt dafür ein Zeugnis zu haben.
    Diese eindimensional Denkenden bleiben ein Leben lang halbgebildete kindische Schüler, selbst wenn Sie irgendein Doktorat haben. Wer gut (auswendig) lernt, eigene Gedanken möglichst meidet, hat im österreichischen Umfeld gewöhnlich gute Studienerfolge. Hat ein Studierender dies erkannt, paßt er sich der Autorität des Lehrenden an und ist eben im Geheimen schöpferisch denkend.
    Das Thema „Turnstunde“ bricht diese allgemeine Problematik sogar noch auf das Wirtshaustisch-Niveau herunter und wird daher von einigen Schmalspurpädagogen willig aufgegriffen.
    Es ist einfach zum Kotzen, mir die Unterrichtsministerin als Vorkämpferin von Turnstunden vorzustellen, leichter kann ich mir dies schon für ihre extrem linke Ideen.

    • consuela rodrigez (kein Partner)
      19. November 2012 12:02

      A.K.
      "Wenn ich mich richtig erinnere, mußte ich sogar ohne Sexualkunde den Umgang mit dem anderen Geschlecht „erforschen“ und wurde dabei recht glücklich - ohne überhaupt dafür ein Zeugnis zu haben"

      Die linken Chaoten wollen auch dabei die Richtung vorgeben. In der BRD ist ja schon das Fach "Frühsexualisierung" in den Kindergärten und Volkschulen erfunden. Sie wollen eben schon früh beginnen Kinder für Pädophile vorzubereiten. Gerade ein Cohn-Bendit (EU-Bürokrat) hatte schon vor vielen vielen Jahren davon geschwärmt, wie erotisch es sei, wenn ein Kleinkind ihm das Hosentürl öffnet. Er arbeitete in seiner Jugend in Kindergärten.
      Siehe hier: Cohn Bendit schwärmt über Sex mit Kindern
      http://www.youtube.com/watch?v=NXLXRVHej6s&feature=player_embedded
      Ich habe meine Schwester schon vorgewarnt sie solle aufpassen und siehe da, es ist geplant den Kindergartenkindern ihren Körper zu erklären. Als ob wir das nicht ohne hingekriegt hätten.
      Und hier noch eine erschütternde Dokumentation (einfach nur krank dieses linke Gesindel). Kinder müssen sich Pornos ansehen und wenden sich angeekelt weg.
      http://www.youtube.com/watch?v=KvVU-FZkt8g

    • A.K.
      19. November 2012 12:28

      @conusela rodrigez
      ***********************

  18. Observer
    17. November 2012 21:21

    Dr. Andreas Unterberger ist grundsätzlich gegen alles, was im Parlament beschlossen wird - und ein Teil seiner Fangemeinde applaudiert da immer kräftig.

    Eine Ausweitung der Turnstunden ist absolut zu begrüßen, auch wenn sie vermutlich im Zusammenhang mit der umstrittenen Ganztagsschule erfolgte. Die genannten Gegenargumente wie Entscheidungen in einer freien Gesellschaft, dem möglichen geringeren Zulauf zu Sportvereinen, Druck von Sportfunktionären, Gefahr von körperlichen Dauerschäden und fehlende Geldmittel stehen den daraus resultierenden medizinischen Vorteilen für unsere Jugend auf schwachen Beinen.

    Somit kommt zu der Negativliste des Blogbetreibers (Berufsheer, Windräder, Photovoltaik, Häuserdämmung, Radfahren usw.) nun auch die tägliche Tunstunde dazu.

    • dssm
      17. November 2012 21:38

      Ich glaube eher, daß Herr AU einfach erkannt hat: Was immer dieser Staat angreift, es wird schief gehen.
      Der Bürger sollte selbst entscheiden!
      Unsere Bildungspolitik und damit die Zukunft der Jugend liegt im Argen, warum sollte jetzt ausgerechnet derjenige welcher den Schaden permanent verursacht etwas Positives schaffen.

      Nennen Sie eine einzige nachhaltig positive Maßnahme, sagen wir innerhalb der aktuellen Legislaturperiode, in der Bildungspolitik.

    • Observer
      18. November 2012 07:34

      dssm:
      Ich bin sehr für Kritik, besonders wenn diese konstruktiv ist und aufzeigt, wie man es besser machen kann. Wenn man aber alles ablehnt und negativ beurteilt, dann ist man nicht mehr glaubwürdig. In unserem Gesellschaftssystem gibt es eben unterschiedliche Meinungen und ein friedliches Zusammenleben geht eben nur bei gegenseitiger Akzeptanz und gefundenen Kompromissen.

      Auch ich bin in diesem Land mit vielem nicht einverstanden und mache von der freien Meinungsäusserung auch Gebrauch. Die gewählten Volksvertretern sollten eigentlich Idealisten sein, welche für uns alle immer "das Beste" erzielen sollten. Leider stehen aber oft Eigeninteressen bzw. die von bestimmten Gruppen im Vordergrund.

      Sie schreiben: "Der Bürger sollte selbst entscheiden!"
      Völlig richtig, daher habn wir unsere Volksvertreter gewählt. In einer Demokratie stehen uns aber trotzdem einige legale Mittel zum Protest zur Verfügung. Zum Beispiel:

      Meinungsmache (geschieht auch hier im Forum),
      Infiltration in einer vorhandenen führenden Partei, um dort neue Ziele durchzusetzen,
      öffentliche Demonstrationen,
      Gründung einer neuen Partei oder
      Unterstützung von Gleichgesinnten, welche eine neue Partei gründeten.

      Aber auch da gilt es, Kompromisse zu schliessen, denn auch zehn Leute haben oft zehn verschiedene Ansichten, welche aus deren Sicht "einzig und allein richtig ist".

      Zu den aktuellen Parlamentsentscheidungen gibt es tatsächlich wenig Positives zu berichten, denn dort wird statt agiert meist nur mehr reagiert. Bezüglich Bildungs- und Familienpolitik versuchen die beiden Ministerinnen Schmied und Heinisch-Hosek mit unglaublicher Hartnäckigkeit aus der Jugend brave Sozialdemokraten zu formen. Dies gelingt oft erst im zweiten oder dritten Anlauf, meist dann, wenn der Koalitionspartner wieder "umfällt" bzw. durch ein "Gegengeschäft" gewonnen wird.

    • dssm
      18. November 2012 10:00

      @Observer
      Da sitzen Sie aber einem schweren Denkfehler bezüglich unseres Systems auf.
      Die Volksvertreter können keine Idealisten sein! Gut bis sehr gut bezahlte Volksvertreter können keine Idealisten sein.

      Weil diese bezahlt werden, haben die Volksvertreter unerfreulich viel Zeit sich um die 'Probleme' des Landes zu kümmern. Daher ist Volksvertreter bald ein Vollzeitberuf, wie jeder andere, geworden.
      Nun können Sie aber als normaler Angestellter oder Unternehmer nicht eben schnell für eine Legislaturperiode ausscheiden und dann mal eben schnell wieder zurückkommen. Ganz im Gegenteil, selbst bei der viel kürzeren Karenz, bremst dies die Karriere drastisch, wenn auch im zweiteren Fall aus erfreulichen Gründen. Selbst ein Studium nebenbei ist heute fast unmöglich.

      Da bleiben aber nicht viele mögliche Menschen für politische Ämter:
      Beamten und Vertragsbedienstete, staatsnah beschäftigte Angestellte, grosse Bauern, Freiberufler wo der politische Konnex im täglichen Geschäft hilft, wirklich reiche Leute, Pensionisten.

      Wo soll da Idealismus herkommen. Den finden Sie bei der freiwilligen Feuerwehr und beim Roten Kreuz, vergleichen Sie einmal einen Volksvertreter mit einem freiwilligem Rot Kreuzfahrer.

    • cmh (kein Partner)
      18. November 2012 17:50

      Oberver, Sie befinden sich in der Gutmenschenfalle!

      Etwas anerkannt Gutes zum Gesetz zu erheben kann doch nicht schlecht sein? Oder?

      Nein, nicht das Gute soll verhindert werden, sondern der Zwang, das Gute zu tun.

  19. Brigitte Imb
    17. November 2012 19:45

    Um die tägl. Bewegung(stherapie) der Kinder sollten sich in erster Linie die Eltern kümmern und nicht die Allgemeinheit. Das ist doch das reinste Zeichen einer erheblichen Degeneration der Gesellschaft, der per Gesetz das Gehen gelernt werden soll.

    Turnstunden rauf kann nur bedeuten, daß entweder anderswo Stunden eingespart werden, od. es dient als willkommene Gelegenheit die Ganztagsschule durchzudrücken.

    • dssm
      17. November 2012 21:41

      Zustimmung!
      Generell die Stunden runter!
      Die halbwegs begabten Kinden langweilen sich, damit ein paar mit 'leichten Sprachproblemen' auch eine 'Chance' bekommen.

      Kinder muss man nur lassen, die bewegen sie von alleine zur Genüge. Den Staat geht das Innerste der Familie rein gar nichts an.

    • Brigitte Imb
      17. November 2012 22:37

      dssm,

      da wären wir bei der leistungslosen Schule ("leistungslos" scheint für Linke selbst generell entzückend und bestrebenswert), die der Allgemeinverdummung Vorschub leisten (wie grotesk) soll. Diese Verdummung läßt leider zu, daß die "Staatsorgane" immer tiefer in die Privatsphäre vor- u. eindringen. Daher sind die Restintelligenten gefordert dagegen aufzubegehren, die Selbstbestimmung des Einzelnen ist in großer Gefahr!

    • Charlesmagne
      18. November 2012 09:38

      @ brigitte und @ dssm ************************

  20. Karl Rinnhofer
    17. November 2012 19:44

    P.I.SA. und Olympische Spiele: Instrumentalisierung im Dienste der allbeherrschenden Ideologie: Die Analogien.
    I/a Ausgangspunkt Realistische Analyse: Vergleichweise schlechte P.I.S.A-Ergebnisse österreichischer Schüler bei externen Prüfungsinstanzen trotz immensen Einsatzes öffentlicher Mittel.
    Gleichzeitige Immunisierung der Hauptübel: Berechtigungsdenken statt Bildungsbewusstsein, Zwang zu Selbstdeklaration von „Unterrichtserfolgen“ ohne Notenwahrheit unter Aufrechterhaltung der kontraproduktiven Personalunion von Lehrer und Prüfer in Personalunion, Inflationierung von Berechtigungsattesten, Durchakademisierung durch gewaltsam angestrebte „massive Erhöhung der Akademikerrate“ ohne Arbeitsmarkterfordernis.

    I/b Instrumentalisierung für: Gesamtschule - weiteres Sinken von Niveau und Konkurrenzfähigkeit bei weiter steigenden Kosten.

    II/a Ausgangspunkt realistische Analyse: Vergleichsweise bescheidene Erfolge bei internationalen Wettbewerben trotz immensen Einsatzes materieller Ressourcen.
    II/b Instrumentalisierung für: Tägliche Turnstunde - Sekundäre Instrumentalisierung: flächendeckende Ganztags-Gesamtschule – Marginalisierung von Vereinen und weitgehendes Eliminieren von Wettbewerben - weiteres Sinken von Niveau und Konkurrenzfähigkeit bei weiter steigenden Kosten.
    Aufrechterhaltung des Hauptübels: Ausklammern von Wettbewerb, mangelnder „Zug zum Tor“ in Schule UND Sport infolge immanent zersetzter Leistungsmotivation.

    Maximierung eingesetzter Steuermittel wird als politische Erfolg verkauft; unter heuchlerisch-hehren Motiven wird das wahre Ziel einer Gleichmacher-Schule im Dienste eines würdelosen und nicht konkurrenzfähigen Funktionärsstaates erreicht, in dem intransparent Sozialchancen durch politische Instanzen und „Seilschaften“ in Erwartungshaltung von Gesinnungsprostitution sowie „Gendering“ vergeben werden.
    Anmerkung;: Erst unlängst wurden Unterrichtstunden v.a. in Mathematik und Naturwissenschaften massiv gekürzt, Klassen/Gruppen aus „Sparzwang“ entgegen gesetzlicher Vorgaben zu Schülerhöchstzahl-überschreitenden Einheiten (v.a. in den Unterstufen des Gymnasiums) zusammengelegt. Es überrascht seit Langem, dass gleichzeitig beachtliche öffentliche Mittel für Ganztagsschulen und mehrfach-Lehrerbesetzung in „Neuen Mittelschulen“ (= Gesamtschulen) zusätzlich vorhanden sind. Dazu sollen künftig enorme Steuermittel für die tägliche Turnstunde und die daraus „notgedrungen folgernde“ flächendeckende Ganztagsschule „problemlos“ freigesetzt werden – sonderbar ??!.

    • Wolfgang Bauer
    • Brigitte Imb
      17. November 2012 21:15

      Gegen verpflichtende Ganztagsschulen muß unbedingt entsprechend Prostest gezeigt werden und ich hielte für diese Entscheidung eine Volksabstimmung für berechtigt und würde meinen die geht, wie die Wehrpflicht VAS, gegen die SPÖ aus.

      Die meisten jungen Eltern wollen ihre Kinder nicht abgeben, sondern selbst betreuen und erziehen, auch wenn die kinder- u. ehelose SchmiedIn und ihre sozialistischen Parteikollegen das Gegenteil behaupten.

    • M.S.
      17. November 2012 22:12

      @Karl Rinnhofer

      "Maximierung eingesetzter Steuermittel wird als politische Erfolg verkauft; unter heuchlerisch-hehren Motiven wird das wahre Ziel einer Gleichmacher-Schule im Dienste eines würdelosen und nicht konkurrenzfähigen Funktionärsstaates erreicht."
      ***********************

    • Karl Rinnhofer
      18. November 2012 02:47

      @Wolfgang Bauer, Brigitte Imb, H.S.

      Ergänzung zur Zustimmung (danke!):
      Niemand gebe sich der Illusion hin, sich darauf verlassen zu können, dass der gesunde Menschenverstand sich gegen diese Entwicklungen durch entschlossene Artikulation wirksam stellt: Strategisch wird man gewiss von „freier Wahl“ sprechen, heuchlerisch von „Wahrung der Elternrechte“, um letztlich der „normativen Kraft des (manipuliert) Faktischen“ zu folgen. Man denke an das Unwirksammachen bzw. de-facto-Eliminieren unerwünschter (fordernder) Fächer, indem man sie auf den freien Markt in Konkurrenz zu Fächern geringen Anspruchsniveaus und vordergründig-unbestrittener Akzeptanz stellte.

      Das offenkundige Ziel ist die Eliminierung der „störenden“ Familie, die Demotivierung und Zertrümmerung der (echten)Eliten bzw. deren Ersatz durch gleichgeschaltete, selbsternannte (Funktionärs-) Pseudoeliten, also ein Gesamtschulsystem, dessen „Niveau“ sich nach den Schwächsten richtet. Die „verschränkte Gesamt-Ganztagsschule“ ist das neue Biotop, das die Kinder des „störenden“ Einflusses der Familien entzieht; Voraussetzung, Erziehung durch Indoktrination zu ersetzen. Feindbild ist konsequenterweise die gute, grundsätzlich allgemein zugängliche Privatschule. Weil nicht mehr systemkompatibel, wird sie mancherorts durch zunehmende Infiltration ideologisch präformierter Schulaufsicht geschwächt. Und Feindbild ist das sich durch Zuwendung um bestmögliche Förderung der Kinder bemühte Elternhaus – dieses gilt es zu marginalisieren.

      Ziel ist die Produktion eines willfährig-unkritischen, für populistische Demagogie anfälligen Wählervolkes, das – ausgestattet mit wertlosen Attesten – in diverse Abhängigkeiten gestoßen wird, um angesichts von investierten Ressourcen an Lebenszeit und Finanzen noch irgendwo zu reussieren.

    • diko
      18. November 2012 08:45

      @Karl Rinnhofer **********!
      ebenfalls ein BRAVO,
      im besonderen für die klaren Worte im Subkommentar zur wahren Zielsetzung, welche kaum bis nie ausgesprochen und nie offengelegt - von den jeweiligen Regierungsmarionetten scheinbar „zum Wohl des Volkes“ „unters Volk gebracht“ wird.

  21. Nero
    17. November 2012 18:29

    Frage: Wieweit ist Österreich bereits kommunistisch unterwandert, besonders die SPÖ? Welchen Einfluss hsben die Kommunisten bereits gewonnen. Warum lassen wir uns dieses Über-den.-Kopf-scheren gefallen?
    Tägliches Turnen ist ok, aber nur, wenn nicht HJ- oder KJ oder.........geführt. Privatinitiative ist wieder einmal gefragt. Aber Private sind nicht interessiert. Kann man Begeisterung zwangs-verordnen?

  22. Interessierter Leser
    17. November 2012 17:55

    Schon jetzt waren die Turnsäle mit 2 bis 3 Turnstunden pro Woche voll ausgelastet. Wie das jetzt mit 5 Stunden/Woche gehen soll? Ich hatte 14 Klassen, das sind täglich 14 Turnstunden. Der Tag hatte in der VS für die Kinder täglich 5 bis 6 Stunden. Ab sofort wird er 14 Stunden haben müssen, sonst geht sich der Wahnsinn nicht aus. Oder man nimmt in jeder Stunde 2 bis 3 Klassen zusammen – das wird lustig! An unserer Schule – angeregt durch Frau Gehrer (wer erinnert sich noch) - hatten wir tägliches Kurzturnen in den Klassen (mehrmals am Tag), das abwechslungsreiche, wöchentlich wechselnde Turnprogramm war im Internet auf „eduhi.at“ jederzeit abrufbar. Zusätzlich boten wir „Bewegte Pausen“ an, bei denen es den Kindern in den Gängen, im Schulhof, in der Sportwiese erlaubt war, vielseitige Bewegungserfahrungen - mehrmals am Tag - zu machen, zusätzlich zu den normalen Turnstunden, 2-3 Mal pro Woche. Die vielseitigen Geräte - inklusive Kletterwand - für die „Bewegte Pause“ bezahlte zum kleinen Teil der Schulerhalter, den Großteil der Elternverein und Sponsoren. Aber davon hat man in Wien keine Ahnung und leider die Politiker samt Sportfunktionären ebenfalls nicht. Und als langjähriger Sportfunktionär sage ich nur: „Gute Nacht Sportvereine“!, denn in Ganztagsschulen bleibt für diese und alle anderen Vereine/Musikschulen kaum mehr Zeit.

    • Melanie Haring (kein Partner)
      18. November 2012 17:30

      Ich kann das nur so genau wie Sie sehen: Der Beschluss bedeutet ein riesiges Turnsaalbauprogramm. Wir haben in unserer Schule (HTL und HAK) derzeit 2 Turnsäle. Alleine die HTL hat 24 Klassen, das bedeutet 120 Turnstunden in der Woche. Ein Turnsaal steht 10 Stunden am Tag zur Verfügung, insgesamt sind in unseren derzeit 2 Turnsälen daher 100 Wochenstunden machbar.

      Es fehlt also allein für die HTL ein weiterer Turnsaal. Wenn man nun noch die HAK dazurechnet, kommen nochmals 2 Turnsäle dazu. Summe: 5 statt bisher 2 Turnsäle. Abgesehen von den Baukosten: Wohin bitte sollen diese 3 neuen Turnsäle gebaut werden?

  23. dssm
    17. November 2012 17:48

    Zuerst sollte einmal definiert werden, welche Leistungsziele gibt es in welcher Schulstufe.
    Diese sind dann zu erreichen und zwar mit minimaler Anwesenheit in der Schule! Sportliche Leistungen gehören sich nicht zum Kernbereich der Bildung!

    Die Kinder sollen genügend Freizeit haben, ob diese Zeit dann am Computer verbracht wird oder auf der Schipiste oder am Fußballplatz oder beim Lauftraining (…), das soll jeder (hier die Eltern) selbst entscheiden.

    Und schon gar keine Förderungen!!! Das wird sonst wieder ein Selbstbedienungsladen wie beim Salzburger ASKÖ, alles was dieser Staat macht geht schief – immer!

  24. Undine
    17. November 2012 17:33

    @L.F.

    *********!

    "Deshalb wäre die tägliche Lesestunde mindestens ebenso wichtig wie die tägliche Turnstunde"

    Die tägliche Lesestunde ließe sich außerdem gänzlich OHNE zusätzliche KOSTEN mühelos bewerkstelligen! Da es in den letzten Jahren österreichweit so eingerissen ist, daß Kinder nach der 4. Kl. VS des Lesens nicht kundig sind---manche sogar nach ACHT Schuljahren immer noch halbe Analphabeten sind--- MUSS das Hauptaugenmerk auf diese Disziplin fokussiert werden.

    Wichtig ist natürlich, daß es auch überprüft wird, wie weit die Kinder den gelesenen Text auch inhaltlich verstanden haben. Dazu muß der gerade gelesene Text mit eigenen Worten wiedergegeben werden.

    Die tägliche Turnstunde wird sich schon aus rein organisatorischen Gründen nicht durchführen lassen. Außerdem ist eine Turnstunde etwa vor einer Mathematik-, Physik- oder Chemiestunde äußerst ungünstig. Idealerweise wird eine Turnstunde am Ende eines Schultags abgehalten. Wenn die Turnstunde so gehalten wird, daß die Kinder auch ausreichend Bewegung machen, sind sie hinterher müde und durstig.

    Aber es müßte doch auch möglich sein, jeden Tag in der Klasse 10-15 Minuten Gymnastik zu machen; den Lehrerinnen würde es auch nicht schaden! Vielleicht bestünde auch die Möglichkeit, mit den Kindern etliche Runden zu laufen, idealerweise in einem Schulhof, aber auch mehrmals um Häuserblocks, wenn es nicht anders geht. Kostenpunkt NULL! Es ist nur eine Frage des guten Willens.

    • M.S.
      17. November 2012 17:59

      @Undine @L.F

      Dass Kinder sogar nach acht Schuljahren noch immer nicht lesen und schreiben können ist ein Skandal! Aber nicht die Einführung der Gesamtschule wird das Problem lösen, sondern schon eher eine zusätzliche Lesestunde, zumindest in den Volksschulen, wenn schon die Eltern keine Zeit mehr haben mit den Kindern zu Hause zu üben.

    • Undine
      17. November 2012 18:49

      @M.S.

      Das ist ja die Krux! Wann haben die berufstätigen Eltern Zeit, ihren Kindern vorzulesen, bis diese dann nach der 1. Kl. VS selber lesen können (sollen! Wir, aber auch meine drei Kinder KONNTEN nach der 1.Kl. VS selbstverständlich LESEN!).

      Sobald unsere ältere Tochter lesen konnte, übernahm sie aus eigenem Antrieb meine Rolle als Vorleserin! Und unsere Jüngste wurde am Ende der 1. Kl. VS von ihren Mitschülern bestürmt, ihnen an Stelle der Lehrerin vorzulesen, weil sie so schön "betonte"---das erzählte mir diese Lehrerin einmal, was mich natürlich sehr freute.

    • Brigitte Imb
      17. November 2012 19:08

      Also, lesen erlernten "wir" in der 1. Kl. VS bis Weihnachten(!), natürlich etwas holprig, aber am Ende des Schuljahres konnten es alle.
      In der 4. Kl VS wurden wir auf den Umstieg in die HS od. für ein Gymnasium vorbereitet; ganz genau weiß ich es nicht mehr, aber ich glaube wir mußten im 2. Hj. jeweils 2 "Rechen"- u. 2 Deutschschularbeiten schreiben, Ansagen, Aufsätze u. Nacherzählungen wurden laufend gemacht - dafür gab es je ein eigenes Heft, und auf "Äußere-Form u. Arbeiten" wurde großer Wert gelegt. Die 3 Schüler, die in ein Gym. wechseln wollten, haben die Aufnahmsprüfung locker geschafft.
      Um's Turnen brauchte sich niemand gesondert kümmern, 2 Std. in der Schule, in den Pausen und der Freizeit durften wir ausreichend herumtollen, zur Schule gingen wir zu Fuß und fett war auch niemand, wie wir genausowenig einen "Frischluftbeauftragten" brauchten.

    • LF
      17. November 2012 19:28

      @Brigitte Imb 19:08
      Heutzutage ist es leider so, dass Kinder, denen von der VS die AHS - Reife bestätigt wurde, in Extremfällen kaum zusammenlauten können, wenn ein Wort einmal ein bisschen länger ist. Da müssen dann die sog. "Lesetrainer" auf den Plan treten und versuchen, auch diesen Kindern noch das Lesen einigermaßen schmackhaft zu machen. Der Erfolg ist aber bei Zehnjährigen nicht immer möglich, denn viele WOLLEN in diesem Alter natürlich nicht mehr! Sie haben oft erstaunliche Strategien entwickelt, wie sie sich ums Lesen drücken können. Da dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie eines Tages ihre neun Pflichtjahre abgesessen haben und ohne tatsächlichen Abschluss die Schule verlassen.
      Natürlich gibt es auch Erfolgserlebnisse - interessanter Weise oft bei Kindern mit Migrationshintergrund, derer sich bis dahin niemand wirklich angenommen hat. Sie saugen Tipps zum richtigen Lesen auf wie "ein trockener Schwamm" und schaffen es durchaus, nach ein paar Wochen/Monaten ganz passable Leseleistungen zu erbringen. Warum kann man das aber nicht schon in der VS erreichen? Na ja, dort ist es wohl wichtiger "Sexualerziehung" mit anscheinend etwas merkwürdigen Unterlagen zu betreiben, wie ich heutigen Tageszeitungen entnehmen konnte.

    • Brigitte Imb
      17. November 2012 21:05

      @ LF

      In meiner VS wurden ab der 2. Kl. Bibliotheksbücher angeboten und natürlich von der Lehrerin schmackhaft gemacht, ein Lesewettbewerb war damit gestartet, denn jeder wollte möglichst viele Bücher ausgeborgt - und auch gelesen haben (der Inhalt wurde bei Rückgabe eines Buches thematisiert, der Leser hatte eine kurze Inhaltsangabe vorzutragen). Ein Lesetrainer war somit nicht nötig, zu lesen galt irgendwie als Selbstverständlichkeit.

      Meine Kinder durften lange Zeit keine elektronischen Spielsachen wie "Game-boys, et al. haben (*Frust*), dafür gibt es bei uns viel Natur rundherum, die zum Spielen animierte und so manche "Kreativität" hervorrief. Die waren an der frischen Luft, in Bewegung und hatten mords Spaß.

      Meine jüngste Tochter war so neugierig, daß es ihr - nachdem sie Buchstaben und Wörter geschnuppert hatte - extrem auf den Wecker ging, nicht zu wissen was z. B. auf dem Milchpakerl obensteht. Binnen Tagen erlernte sie (im Dez.) fließend lesen und ist bis heute eine "ganz arge" Leseratte geblieben.

    • M.S.
      17. November 2012 22:24

      @Brigitte Imb

      Ohne mich jetzt wichtig machen zu wollen, möchte ich nur bemerken, dass ich vor dem Eintritt in die Volksschule den "Hadschi Bratschi Luftballon" schon auswendig konnte. :-)

    • Undine
      17. November 2012 22:49

      @LF
      @Brigitte Imb

      Es ging genaugenommen wie von selber: Als unsere größere Tochter bereits ein bißchen lesen konnte, beneidete sie unser zwei Jahre jüngerer Sohn sehr und wollte natürlich auch dasselbe können wie seine große Schwester. Er fragte sie---oder auch mich--was das und das heißt und konnte plötzlich aus freien Stücken lesen. Als er in die Schule kam, hatte er das große Glück, eine sehr liebe vernünftige Lehrerin zu bekommen. Diese gab ihm, während sie den anderen Kindern das Lesen beibrachte, Bibliotheksbücher zum Lesen, damit er beschäftigt war und nicht Unfug trieb. Ein Glücksfall!

    • Brigitte Imb
      17. November 2012 23:04

      @ M.S.,

      ich bin schockiert! Hatten Sie in so frühem Alter bereits ein derartig hohes Terrorpotential, diese politisch unkorrekten Raubersg'schichten dschihadmäßig aufzusagen. In welchem Ausbildungscamp hat dies stattgefunden?

      :-))))

    • M.S.
      17. November 2012 23:19

      @Brigitte Imb

      Oh, so viele Jahre konnte ich es verheimlichen und jetzt habe ich verraten, dass ich ein Schläfer bin.:-))

    • Undine
      18. November 2012 10:31

      @M.S.

      Oh Gott, lieber M.S., da können Sie aber von Glück reden, daß Ihre Kinderseele keinen nachhaltigen Schaden genommen hat nach der Lektüre von Ginzkeys "Hatschi Bratschis Luftballon"! Fehlt gerade noch, daß Sie auch, wie ich, mit Wilhelm Busch "großgeworden" sind! Eines seiner Bücher wurde ja vor Jahren aus den Regalen genommen, weil eine junge Mutter das "Tierische Alphabet" von W.B. einer Behörde meldete wegen Antisemitismus! Ja, und GINZKEY hatte ja auch keine PC-gerechte Vita! Aber lesen Sie selber!

      "Ergoogeltes":

      "Im Zuge der Idee, das Seewalchner Schulzentrum nach Ginzkey zu benennen, kam es zu einer regionalen öffentlichen Diskussion, die sich im Wesentlichen mit seiner NSDAP-Zugehörigkeit und einiger seiner Werke, die als Unterstützung für die Nazi-Idiologie aufgefasst wurden, beschäftigte.
      Schließlich hat der Gemeinderat von der Schulbenennung Abstand genommen."

      Sie sind doch wirklich tapfer im Kampf gegen den Faschismus, unsere geschichtsbewußten Gemeinderäte! Da könnten doch die armen Schulkinder infiziert werden mit dem Nazi-Bazillus, trüge ihre Schule den Namen des Autors der reizenden, aber verfemten Kinderbücher!

      PS: Mein Enkel konnte "Florians wundersame Reise über die Tapete" von der ersten bis zur letzten Seite auswendig, weil ich sie ihm so oft vorlesen mußte!
      Übrigens ist auch die niederösterr. Landeshymne von Ginzkey.

    • Karl Rinnhofer
      18. November 2012 11:36

      @Undine
      ***********
      Dass "sich die tägliche Turnstunde aus organisatorischen Gründen nicht machen ließe“, ist natürlich richtig. Doch es geht nicht um Turnen und verbesserte Körperertüchtigung, sondern darum, die angestrebte „verschränkte“ Ganztags-Gesamtschule zu erzwingen. So werden die beiden Feindbilder eliminiert: Die erziehende Familie und die echten Eliten.

      Aus diesem Grund wird auch die Lesestunde (ein guter Vorschlag) sicher nicht realisiert: Menschen, die sinnerfassendes, analysierend-abwägendes Lesen beherrschen, sind verdächtig, passen nicht ins System. Das Volk soll vielmehr auf vereinfachende, plumpe Parolen reagieren, um steuerbar zu sein.

    • M.S.
      18. November 2012 12:45

      @Undine

      Man glaubt es kaum was in solchen ideologisch verseuchten Gehirnen vorgeht. Ein Wunder, dass die niederösterreichische Landeshymne noch von niemanden in Frage gestellt wurde.

    • Brigitte Imb
    • M.S.
      18. November 2012 23:49

      "Da rief er laut: Gott sei mit euch, Mit dem verratnen Deutschen Reich, Und mit dem Land Tirol."

      Du meine Güte, die trauen sich was, die Tiroler!

  25. LF
    17. November 2012 15:26

    Und wo bleibt die "tägliche Lesestunde"? Sie wäre mindestens ebenso wichtig. Denn ohne ausreichende Lesekenntnisse haben Kinder/Jugendliche kaum eine Möglichkeit, als Erwachsene ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Selbst der beste Spitzensportler muss in den 30ern seines Lebens umlernen - und dafür sind gute Lesekenntnisse unbedingt erforderlich. Natürlich stimmt es, dass übergewichtige Jugendliche vermutlich ein kürzeres Leben haben werden als normalgewichtige - als Analphabeten werden sie aber große Probleme beim Bewältigen dieser Zeitspanne haben und womöglich wieder "die Allgemeinheit" brauchen, damit sie das schaffen.
    So wie bei sportlichen Aktivitäten das konsequente Training wichtig ist, ist es auch bei geistigen Tätigkeiten notwendig, "in der Übung" zu bleiben. Sinnerfassendes Lesen erlernt man nur durch: Üben, üben und nochmals üben!
    Deshalb wäre die tägliche Lesestunde mindestens ebenso wichtig wie die tägliche Turnstunde!

  26. S.B.
    17. November 2012 14:52

    Man darf gespannt sein, wie sich dieses zwangsverordnete Mehr an Turnstunden in den zukünftigen, zwangsverordneten Ganztagsschulen auf die bereits oft größtenteils muslimischen Schüler bzw. vor allem SchülerInnen auswirken werden.
    Da darf die Frau Unterrichtsminister mit scharfem Gegenwind rechnen, aber das kümmert sie wenig, weil sie zu diesem Zeitpunkt vermutlich trotz ihrer Unfähigkeit selbstverständlich gut besoldet in der Versenkung verschwunden sein wird.
    Zurück bleiben Mißstand, Chaos und ein ruiniertes Bildungssystem!

    • blogwatch (kein Partner)
      18. November 2012 19:42

      Man darf gespannt sein, wie diese linxlinken Platitüden wieder einen Monatssieg des libertus/contra und jetzt s.b. (wie Selbstbedienung) einbringen werden.
      Und noch mehr darf man gespannt sein, wem der Dauerzwangsposter seinen Monatssieg dann spenden wird (wie zuletzt die Frau Imb)!

  27. brechstange
    17. November 2012 14:46

    Ich hätte auch dagegengestimmt.

    • S.B.
      17. November 2012 14:56

      @brechstange

      Ich auch, da ich ebenfalls wie der Autor der Ansicht bin, daß Turnen und Sport in die Freizeit ausgelagert gehören - natürlich mit Nachweis!
      Aber mit einer "Zwangstagsschule" (copyright by @Politicus1!) ist das nicht kompatibel. Jetzt weiß man, wohin der Zug unwiderruflich fährt und dafür sind auch nichtvorhandene Budgetmittel gut!

  28. Das Pingerle
    17. November 2012 14:31

    "Die kleinen Stronachisten"?
    Mal sehen, ob das NACH der Wahl auch noch gilt.

  29. Josef Maierhofer
    17. November 2012 14:19

    Es wurde richter weise trotzdem für die Turnstunden gestimmt. Besser das als gar nichts. Kann ich befürworten, auch wenn man noch viel mehr tun müsste als das.

    Dass es was kostet, wenn die Eltern schon nicht für die Bewegung ihrer Kinder sorgen, bzw. selbst mit gutem Beispiel vorangehen, das ist klar, wie eben alles was kostet, was ich machen lasse, wenn ich es selbst nicht machen will oder kann.

    Auch Wandertage, Schikurse, Schwimmkurse, etc. können das ihre zum Bewegungserfolg und in Folge auch zum Lernerfolg und auch zur Gesellschaftsfähigkeit der Kinder und der daraus kommenden nächsten Generation beitragen, denn Sport hängt mit Fairness zusammen, mit gemeinsamer Manschaftsbildung, etc., alles wichtige Zutaten für eine funktionierende Gesellschaft.

    In der Praxis wird es wohl immer so sein, dass die Fleißigen Kinder auch Bewegung machen und die faulen Kinder stets krank sein werden, Ausreden haben nicht teilzunehmen, religiöse Gründe anführen werden, um ihrer Faulheit und in Folge den daraus folgenden typischen Faulheitskrankheiten weiter frönen zu können. Es ist ja jetzt auch schon so bei derzeit fast keinem Turnunterricht.

    Ich hielte es auch in Bürotürmen in den einquartierten Firmen für sinnvoll, dort auch öfter die Fenster aufzureißen und kollektive Gymnastik zu betreiben.

    Ja, und was ist mit den Behinderten. Ich meine, die meisten davon könnten ohne weiteres eigene Bewegungsprogramme fahren.

    In einem gesunden Körper kann nur ein gesunder Geist wohnen, nicht in einem kranken Körper kranke Geister, wie es halt der Wohlstand mit sich bringt, er verführt zur Faulheit.

    Also besser eine Turnstunde als keine, so meine Meinung, aber es müsste noch viel mehr geschehen, vom privaten Wochenendausflug, Wandertag, statt im Auto sitzen und fressen am Wochenende, bis zum Bergwandern mit Maß und Ziel, muss ja nicht gleich Extremklettern sein mit allen Verletzungsgefahren.

    Wer viel wandern geht, lernt ganz allein, auf die Natur zu achten und sie nicht zu versauen, so wie wir es derzeit hier in der Stadt vorfinden, das war in den 1970-er Jahren, etwa in Wien nicht so, die Stadt war sauber und die Menschen auch sauberer als heute, wo statt Sportlichkeit und Verantwortungsbewußtsein schweinischer Faulheitsegoismus stattfindet.

    Man lässt halt machen, statt dass man macht.

  30. Politicus1
    17. November 2012 13:48

    wieder einmal hervorragend und hintergründlich geschrieben!
    Vollste und "ganzeste" Zustimmung zu:
    "Warum werden nicht jene Fußballvereine gefördert, die mit zeitbelasteten Kindern nur ein- oder zweimal pro Woche trainieren, statt Millionen jenen Vereinen hineinzustopfen, die durch viermaliges Training nur Superprofis heranzüchten wollen?"
    Zum viermaligen Training kommen am Wochenende noch Spiele in der Knaben-Liga mit km-langen Chauffeurdiensten der Eltern ...

    Dass die UNGLÜCKSministerin alles ausnützt, um ihre Zwangstagsschule zu realisieren ist schon eine Selbstverständlichkeit.

    PS: ähnliches spielt sich in den Musikschulen der Stadt Wien ab. Da herrscht der Wahn, dass alle Kinder, die ein Instrument erlernen wollen, zu Konzertsolisten heran gezüchtet werden müssen.
    Fazit: die meisten Eltern und Kinder geben nach spätestens zwei Jahren auf und wechseln im besten Fall zu einem Privatlehrer, der dem Kind wieder die Freude am Musizieren gibt, z.B. mit einem Volkslied statt der hundersten Beethovensonate ...

  31. Politicus1
    17. November 2012 13:48

    wieder einmal hervorragend und hintergründlich geschrieben!
    Vollste und "ganzeste" Zustimmung zu:
    "Warum werden nicht jene Fußballvereine gefördert, die mit zeitbelasteten Kindern nur ein- oder zweimal pro Woche trainieren, statt Millionen jenen Vereinen hineinzustopfen, die durch viermaliges Training nur Superprofis heranzüchten wollen?"
    Zum viermaligen Training kommen am Wochenende noch Spiele in der Knaben-Liga mit km-langen Chauffeurdiensten der Eltern ...

    Dass die UNGLÜCKSministerin alles ausnützt, um ihre Zwangstagsschule zu realisieren ist schon eine Selbstverständlichkeit.

    PS: ähnliches spielt sich in den Musikschulen der Stadt Wien ab. Da herrscht der Wahn, dass alle Kinder, die ein Instrument erlernen wollen, zu Konzertsolisten heran gezüchtet werden müssen.
    Fazit: die meisten Eltern und Kinder geben nach spätestens zwei Jahren auf und wechseln im besten Fall zu einem Privatlehrer, der dem Kind wieder die Freude am Musizieren gibt, z.B. mit einem Volkslied statt der hundersten Beethovensonate ...






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