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Die Regierungen, nicht die Banken haben uns hineingelegt drucken

Es war eine mehr als verräterische Aussage: Die Euro-Länder würden Griechenland zumindest bis 2014 das finanzielle Überleben sichern wollen: „Darum geht es im Augenblick“. So lässt es uns nun der mächtigste Finanzminister Europas, Wolfgang Schäuble, wissen. Verräterisch daran ist erstens, dass anstelle der einstigen „Rettung“ neuerdings plötzlich nur noch von einem befristeten Überleben der Griechen die Rede ist. Verräterisch ist zweitens der genannte Zeitpunkt, bis zu dem Schäuble den Griechen das Überleben sichern will.

Denn während ringsum eigentlich schon seit Monaten eine weitere Verlängerung des griechischen Aufenthalts in der Intensivstation mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts als unvermeidlich dargestellt wird, gibt der Schäuble-Ausspruch plötzlich indirekt eine Änderung der Strategie zu: Es geht nicht mehr um eine Rettung Griechenlands (und anderer Länder), sondern nur noch darum, die gesamte Schulden-Überbrückungs-Konstruktion samt ihren ständig wachsenden Kosten noch etwas mehr als ein Jahr in Funktion zu halten.

Diese Zeitspanne schließt aber ganz, ganz zufällig auch die nächsten deutschen Wahlen ein. Diese werden nämlich (spätestens) im September 2013 stattfinden. Der von Schäuble angesprochene Zeitpunkt bedeutet also in Wahrheit das Eingeständnis eines recht zynischen Politik: Bis zu den Bundestagswahlen darf nichts passieren, danach aber kann die immer höher aufgestaute Sintflut losbrechen.

Ähnlich ist es ja auch im vergangenen Winter darum gegangen, Nicolas Sarkozy über den französischen Wahltag zu helfen. Das war freilich eine vergebliche Liebesmüh, wie wir heute wissen. Wird im Falle der deutschen Koalition die selbe Taktik am Ende auch vergeblich gewesen sein? Wird es auch für Schwarz-Gelb heißen: Außer Spesen nichts gewesen? Durchaus möglich, auch wenn Spekulationen viel zu früh sind, und auch wenn Rot-Grün natürlich noch viel mehr Spesen bedeuten würde.

Niemand glaubt mehr an eine Rettung

Unabhängig von dieser Frage ist jedenfalls klar: Auch Schäuble glaubt insgeheim nicht mehr, dass Griechenland noch zu retten ist. Gleichgültig, welche der Hunderten derzeit durch die Luft schwirrenden „Hilfs“- und „Rettungs“-Varianten auch immer realisiert werden sollte. Eine Bankrottvermeidung wird schon bei den anderen schwer verschuldeten Ländern und Banken schwierig genug.

Was wird nun passieren, wenn Resteuropa im nächsten Winter das Hunderte Male angedrohte Nein zu weiteren Zahlungen für Griechenland endlich auch realisieren sollte? Legitim wäre das ja jedenfalls, nachdem dieses Land in den letzten drei Jahren noch nach jeder Vereinbarung die Durchführung eines Gutteils der hoch und heilig versprochenen Reformen unterlassen hat.

Ein solches Nein bedeutet nicht automatisch einen Hinauswurf aus dem Euro-Raum. Ein solcher Hinauswurf ist ja rein vertragsrechtlich gar nicht möglich. Diesen kann nur das betroffene Land selbst beschließen. Ein Ausscheiden aus der gemeinsamen Währung wäre jedoch ab dem Stopp weiterer Euro-Hilfen wohl die beste Entscheidung der Griechen selber. Voraussetzung ist freilich, dass bis dahin zwischen Athen, Berlin, Frankfurt und Brüssel alle technischen Details einer notwendigerweise schlagartigen Währungsumstellung gut vorbereitet sind – was freilich noch immer nicht sicher ist.

Bei einer Rückkehr zu einer eigenen Währung könnten die Griechen durch deren Abwertung jedenfalls die eigenen Exporte wieder wettbewerbsfähig machen und die Importe fast unerschwinglich teuer machen.

Ausgegeben kann nur noch werden, was eingenommen wird

Aber selbst ohne Rückkehr zur Drachme tritt bei einem Stopp der Hilfen automatisch und in noch viel schärferem Ausmaß das ein, was die griechischen Regierungen immer als unmöglich dargestellt haben: Das Land könnte dann nur noch das ausgeben, was es einnimmt. Das Land müsste dann Beamten- und Pensionsbezüge weiter senken – notfalls sogar auf jenes Niveau, wie es in etlichen anderen EU-Ländern (etwa auf dem benachbarten Balkan) ohne lautes Murren hingenommen wird. Es müsste endlich die Beamtenzahlen reduzieren, Investoren mit Freude statt mit Bürokratie begrüßen, Pseudo-Behinderte und Bezieher der Renten Verstorbener bestrafen, Steuerhinterziehungen unterbinden, Staatsunternehmen (und eventuell auch Inseln) privatisieren und jedenfalls kräftig deregulieren.

Jedenfalls kann Griechenland nach einer Einstellung der ständigen Hilfen kein Primärdefizit mehr bauen. Was Athen in den letzten Jahren nie gelungen ist. Lediglich im letzten Monat soll jetzt dieses Ziel plötzlich erreicht worden sein – was aber wahrscheinlich wieder nur ein statistischer Trick ist, stehen doch die Verhandlungen mit der Troika gerade wieder auf des Messers Schneide. Dabei bedeutet ein ausgeglichener Primärhaushalt nur: Ein Land gibt nicht mehr aus, als es einnimmt, selbst wenn es keinen einzigen Euro mehr für Kreditrückzahlungen und Zinsendienst zahlen würde.

Die Schocktherapie

Die Nicht-mehr-Bedienung aller Kredite dürfte im Fall eines Versiegens der europäischen Hilfsgelder jedenfalls sofort passieren. Kein Cent flösse dann mehr an die Gläubiger Griechenlands. Bankrott ist ja nur ein anderes Wort dafür, dass man Schulden nicht mehr bedient. Das hätte zwar für Athen die Konsequenz, auf Jahre keinen Kredit mehr zu bekommen. Selbst Treibstoff-, Medikamenten- oder Lebensmittelimporte wären nur noch mit Vorauskasse möglich. Das wäre aber zweifellos auch die einzig wirksame Therapie für jenes Land.

Zu dieser Schocktherapie wird es aber erst kommen, wenn Griechenland endgültig den Glauben aufgeben muss, dass das ewig gleiche Gejammere „Mehr Sparen geht nun wirklich nicht mehr“ noch irgendeine Wirkung erzielt. Solange hingegen diese Behauptung auch von vielen westlichen Korrespondenten voller Empathie verbreitet wird, und solange immer wieder über weitere Hilfsprogramme verhandelt wird, werden die Griechen weiterhin glauben, dass sie mit der Mitleidsmasche um eine echte Sanierung herumkämen.

Dabei würde eine echte Sanierung mit Sicherheit nach etwa zwei – freilich sehr harten – Jahren einen steilen Aufschwung einleiten, wie wir es schon in vielen anderen Ländern nach dem Bankrott gesehen haben.

Eine Bankrotterklärung Griechenlands wäre natürlich auch für das Ausland ein schwerer Schlag. Dort müsste man ja alle Forderungen gegen Griechenland sofort abschreiben. Die Vermeidung dieses Schlages wird von den anderen Euro-Regierungen daher immer als Grund angegeben, weshalb man Griechenland ständig weiter helfen müsse.

Die europäische Angstpropaganda

Nüchterne Menschen sollten sich aber davor längst nicht mehr fürchten. Da steckt viel Angstpropaganda drinnen. Denn:

Erstens hat die angebliche Griechenland-Rettung in den letzten drei Jahren viele andere undisziplinierte Staaten von einem wirksamen Sparkurs abgehalten. Das hat die europäische Schuldenkatastrophe natürlich weiter verschlimmert. Schlechte Beispiele verderben die Sitten. Wenn man Betrug nicht mehr bestraft, wird es viel mehr Betrugs-Versuche geben. Wenn das EU-rechtliche Verbot der Rettung eines verschuldeten Landes durch die Zentralbank und andere Staaten zugunsten der Griechen aufgehoben worden ist, dann muss es ja wohl auch bei uns (Spaniern, Portugiesen usw.) aufgehoben werden.

Zweitens hat die Griechenland-Hilfe jetzt schon weit mehr gekostet, als es gekostet hätte, wenn die anderen EU-Länder 2010, vor den ersten Hilfsmaßnahmen und an deren Stelle, ihren eigenen Banken sämtliche Forderungen gegen Griechenland abgegolten hätten. Nach seriösen Schätzungen hielten Auslandsbanken damals höchstens 160 Milliarden Euro an griechischen Papieren.

So viel Geld in die Hand zu nehmen wäre im übrigen gar nicht nötig gewesen. Denn die meisten Banken – bis auf etliche französische – hätten einen Ausfall Griechenlands vermutlich schon damals tragen können. Und auch die wirklich gefährdeten Banken hätte man nur soweit absichern müssen, dass Einleger und Sparer nicht zu Schaden kommen. Das heißt: Bilanzen herunter bis aufs regulatorische Mindestkapital; zuerst werden die Aktionäre geschoren; dann sind auch Kündigungen beim Bankpersonal sinnvoll; erst dann darf der Steuerzahler drankommen.

Drittens ist inzwischen ohnedies schon der Großteil der Forderungen gegen Griechenland in Händen der Europäischen Zentralbank beziehungsweise einzelner Staaten. Die Kommerzbanken und andere privaten Gläubiger Griechenlands hingegen sind ja schon beim „Hair-Cut“ um einen Großteil ihrer Forderungen umgefallen; etliche griechische Anleihen sind inzwischen überdies schon abgereift; und viele weitere sind an die EZB weitergegeben worden.

Eine bloße Bankenrettung wäre billiger gewesen

Die unter „Zweitens“ und „Drittens“ genannten Punkte widerlegen auch ein in den letzten beiden Jahren von vielen verbreitetes Märchen: Die Hilfsaktionen würden ja nur den Interessen der Banken dienen. Wenn das wahr wäre, wäre uns die Schuldenkrise viel billiger gekommen.

Die Wahrheit sieht anders aus:

Die Hilfsgelder für Griechenland und andere Schuldenländer flossen zwar zum Teil zweifellos sofort an Gläubiger-Banken weiter. Das war aber voll beabsichtigt, denn ein Krachen von Banken löst immer einen gefährlichen Dominoeffekt aus. Dadurch würde unweigerlich ein Banken-Run ausgelöst, also der kollektive und gleichzeitige Versuch, alle Einlagen bei Geldinstituten abzuheben. Das würde das gesamte Wirtschaftsleben zum Einsturz bringen. Dadurch würden nicht nur Serienkonkurse von Finanzinstituten, sondern auch von all jenen Unternehmen der Realwirtschaft mit all ihren Arbeitsplätzen ausgelöst, die nicht schnell genug auf die Bank gelaufen sind.

Es geht nie primär darum, Banken zu retten. Und es ist wohl auch primär nie darum gegangen. Jedoch hätte etwa Österreich die Hypo Alpen-Adria unter Schonung der Einleger viel schneller abwickeln sollen, statt sie vorerst formal voll weiterzuführen, um die Bank-Arbeitsplätze zu retten. Dennoch ist auch in diesem Fall klar: Hauptzweck von Bankenrettungen ist immer nur die Vermeidung eines Dominoeffekts. Eine Überschuldung wird nicht kleiner, wenn man einen maroden Laden weiterführt.

Die Rettung der Bankkunden würde jedenfalls viel billiger kommen als Rettung ganzer Länder. Das war schon 2010 der Fall und gilt für heute erst recht, da fast alle Banken – unter Druck, aber auch aus eigenem Antrieb – ihren Sicherheitspolster deutlich vergrößert haben.

Auch Euro-Staaten können untergehen

Die Rettungsaktionen hatten jedoch einen ganz anderen Hauptzweck, auch wenn Politiker und deren Ideologen gerne davon ablenken. Der wahre Zweck lautete: Die Regierungen wollten um jeden Preis den Eindruck vermeiden, dass auch ein Staat des Euro-Raumes bankrott gehen könnte. Dabei hat dieses Schicksal davor schon Hunderte Male Staaten ereilt, ist also an sich so logisch wie gewöhnlich.

Eine solche Bankrotterklärung Griechenlands wäre jedoch erstens das Ende des großen Selbstbetrugs gewesen, dass der Euro eine Zauberwährung wäre, bei der vieles Logische wie durch ein Wunder nicht mehr passieren kann. Zweitens haben viele EU-Länder gefürchtet, dass nach einem griechischen Bankrott die Geldverleiher auch die Kreditwürdigkeit der anderen Schuldenländer genau überprüfen würden.

Solche Prüfungen von Euro-Staaten hatten die Geldverleiher ja im Jahrzehnt davor grob fahrlässig unterlassen. Auch sie haben an den Euro-Zauber geglaubt und es dadurch den Regierungen ermöglicht, sich durch eine ständige Schuldenpolitik wohlfahrtsstaatlicher Wählerbestechung die Macht zu erkaufen.

Umso genauer prüfen Geldverleiher aber seit 2010 die Kreditwürdigkeit. Trotz der Rettungsaktionen stoßen jetzt viele Euro-Staaten und Euro-Banken bei Geldgebern auf verbreitetes Misstrauen. Damit aber ist klar: Der Hauptzweck der Griechenland-Rettung ist völlig verfehlt worden.

Viele Staaten können sich heute nur noch deshalb finanzieren, weil die Europäische Zentralbank Geld praktisch unlimitiert druckt und zu Billigstkonditionen verleiht. Dieses Geld hält die Krisenstaaten weiter am Überleben.

Die Sparer als Zahler

Wer aber glaubt, dass das Gelddrucken jetzt ohnedies eine brauchbare Lösungsstrategie wäre, der irrt neuerlich kräftig. Denn die Zeche zahlen neben den Steuerzahlern alle Sparer, alle Inhaber einer Lebensversicherung. Noch nie lagen als Folge der EZB-Politik die für Einlagen jeder Art gezahlten Zinsen so weit unter der Inflationsrate (wobei wir gar nicht die Debatte beginnen wollen, ob die nicht in Wahrheit noch viel höher ist, als offiziell angegeben wird). Damit werden Sparer und Steuerzahler kräftig enteignet. Eine solche Politik kann so wie in der Zwischenkriegszeit sowohl zu sozialen wie politischen Explosionen führen.

So weit so schlecht. Das absolut Faszinierende aber ist: Die Regierungen verstehen es noch immer, diese ganze Fehlkonstruktion als alternativlos, als ein Werk im Interesse ihrer Bürger darzustellen. Und viele Medien plappern das nach. Das bestätigt wieder einmal: Mundus decipi vult, ergo decipiatur. Die Menschen wollen offenbar hineingelegt werden, daher werden sie auch hineingelegt.

Zumindest bis 2014 dürfte das nun so weitergehen.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    20. November 2012 05:59

    Was fuer eine Blamage fuer die europaeische Nomenklatura, was fuer ein Triumph der Befuerworter der Einhaltung der marktwirtschaftlichen Spielregeln wird das werden!
    Richtige Freude wird aber nicht aufkommen koennen nach der Verschwendung von Milliarden und Abermilliarden, nach der Verunglimpfung der vermeintlichen Retter als "Nazis" und nach den neuen Graeben, die sich in Europa durch das fatale Wirken von Scheineuropaeern auftun werden.

    Ich moechte daher allen ernsthaften Oppositionsparteien zu Folgendem raten: Bringt lauter und IMMER LAUTER zur Sprache, dass man bei Beweiseintritt des Scheiterns der Schuldenpolitik alle Rechtsmittel ergreifen wird, die schuldigen Politiker zur Verantwortung zu ziehen. Wenn das auch schwierig sein wird, so gibt es doch Ansatzpunkte durch den Vertragsbruch der Non-Bailoutklausel oder des verfassungsbrechenden ESM beispielsweise. Wenn die Blase erst platzt wird es auch leichter sein, entsprechende oberstgerichtliche Entscheidungen zu bekommen, so traurig (fuer unsere Justiz) das klingt. Weiters soll man die Frage aufwerfen, Politiker fuer hemmungsloses Schuldenmachen so wie Manager zur Verantwortung zu ziehen. Am besten rueckwirkend. Ich denke nur an die Gesetzes- und Vorschriftenflut, die bald jeden zweiten Buerger straffaellig machen kann, der etwa in einer oeffentlichen Anlage raucht, der jemanden nicht einstellt der ihm nicht passt, der eine abweichende politische Meinung hat, der ueber eine bestimmte Religion oder sexuelle Ausrichtung laestert, der es nicht fuer notwendig oder zu teuer empfindet, sich an Quoten oder Rollstuhlrampen zu halten usw und so fort.
    Warum sollen dann im Interesse des Gemeinwohls nicht auch endlich Politiker haften fuer Verschleuderung des Volksvermoegens und damit stiller Enteignung aller Buerger?
    Gutmenschlichkeit, Ruecksichtnahme auf jetzige und kommende Generationen soll auch fuer unsere PolitikerInnen gelten, nehmen wir sie doch herzlich auf in diesen Kreis!

    Opposition, beginnt das zu diskutieren, zeigt der Nomenklatura, dass sie nicht unantastbar ist, dass es Konsequenzen fuer Verantwortungslosigkeit gibt! Die besten neuen Gesetze, die ENDLICH gemacht werden sollen, waeren solche.

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    20. November 2012 01:13

    Es ist zu befürchten, daß ehe Griechenland aus dem Euro ausscheidet und nach den diversen Wahlen bei denen Rot oder Grün in den Regierungen sitzen könnten, weil die Bevölkerung offensichtlich lernresistent ist, EuroBONDS aufgelegt werden und die ganze Schuldenmisere noch ein paar Jährchen weitergeht.
    Enteignet werden ja doch nur jene, welche aus Vernunft, Leistungsdenken und Eigenverantwortlichkeit einen bescheidenen Wohlstand augebaut haben. Die sind aber nicht das verläßliche Wählerpotential, welches sich in die soziale Hängematte fallen läßt und dem Lockruf folgt, daß die sogenannten Reichen sowieso noch mehr geschröpft gehören.

    Da Politiker dies zum eigenen Überleben längst erkannt haben, wird auf dem Klavier bis zum endgültigen Untergang weitergespielt - vielleicht sogar bis über das Jahr 2014 hinaus, aber dann....................!

    Die Zeichen mehren sich und bei Frankreich ist dann Schluß mit Lustig:

    http://orf.at/#/stories/2151969/

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    20. November 2012 08:29

    Nicht ganz O.T.
    zum Thema frühes Wahlzuckerl: Erhöhung der Pendlerpauschale

    Diese unsägliche Miki-Leitner wurde kürzlich in den Rotfunknachrichten zitiert:
    "Die Erhöhung kostet kein zusätzliches Geld, denn durch das Triple-A Österreichs erspart sich das Land neue Steuern"

    Habe ich mich da verhört oder ist diese Frau wirklich so dumm?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorconsuela rodrigez
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. November 2012 16:35

    Sorry das passt jetzt nicht zum Thema, aber ich musste schmunzeln als ich das gelesen habe. Ich denke ihr auch?
    Ja so sind's die Linken, Zuzug so viel wie möglich, aber nur nicht in ihrer Nähe ... grins
    Asylbewerber in Bremen: Flüchtlinge sollen draußen bleiben - taz.de
    http://www.taz.de/Asylbewerber-in-Bremen/!105908/

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  1. dieOrangederNacht (kein Partner)
    22. November 2012 06:41

    Die Überschrift stimmt nur halb.
    Denn Leute wie Josef Pröll (Ex-Finanzminister Josef Pröll nach seinenm Rücktritt Vorstandssprecher des zu Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien gehörenden Mischkonzerns Leipnik-Lundenburger)
    oder Wilhelm Molterer ( Seit dem 1. Juli 2011 bekleidet er das Amt des Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank.)
    oder Franz Vranitzky (Ab 1976 war Vranitzky in leitender Funktion in verschiedenen österreichischen Banken beschäftigt)
    sind der beste Beweis, dass die Bänker längst die Regierung stellen!

    • dieOrangederNacht (kein Partner)
      22. November 2012 06:46

      Der ORF ist selten glaubwürdig aber:
      http://www.youtube.com/watch?v=XkTjx4IaZs8

      Goldman Sachs - Die Bank die die Welt dirigiert!

      Unbedingt zumindest die Stellen ab Minute 37 anschauen (Mario Draghi EZB-Präsident =>Goldman Sachs), Mario Monti (Ministerpräsident Italiens =>Goldman Sachs...)...

  2. consuela rodrigez (kein Partner)
    21. November 2012 16:35

    Sorry das passt jetzt nicht zum Thema, aber ich musste schmunzeln als ich das gelesen habe. Ich denke ihr auch?
    Ja so sind's die Linken, Zuzug so viel wie möglich, aber nur nicht in ihrer Nähe ... grins
    Asylbewerber in Bremen: Flüchtlinge sollen draußen bleiben - taz.de
    http://www.taz.de/Asylbewerber-in-Bremen/!105908/

    • Reinhard (kein Partner)
      21. November 2012 20:43

      Ja, es ist schon schwer, ein Gutmensch zu sein.
      Da will man doch nur freien Zuzug für Schwarzafrikaner, von Negern in der eigenen Nachbarschaft war eben nie die Rede...

  3. Der Realist (kein Partner)
    21. November 2012 15:39

    Dass Griechenland definitiv pleite ist, das wissen alle, die nur halbwegs intelligent sind, schon lange. Nur unsere Volkszertreter, alles lauwarme Typen, die vor Brüssel stets am Bauch liegen und nur ihre eigenen Pfründe verteidigen, wollen die Realität einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Alle möglichen und unmöglichen Argumente werden geliefert, um die "Rettung" Griechenlands zu begründen. Da wird mit dem Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen hierzulande gedroht falls Griechenland aus dem Euro aussteigt, die Armenhäusler können bei uns ja eh nichts mehr kaufen, auch nicht mit Euro. Bin wirklich schon gespannt, wie lange sich die Bürger diese Verrücktheiten und Lügen noch gefallen lassen. Es ist zu hoffen, dass diese Vollkoffer irgendwann auch wirklich zur Verantwortung gezogen werden, reden tun sie ja immer von der riesigen Verantwortung die sie zu tragen haben, leider kenne ich keinen (ausser in China) der für Fehlleistungen die Konsequenzen zu tragen hatte, das Beste was diesen Typen passieren kann ist, dass sie zurückgetreten werden, für weiche Landung ist allemal gesorgt.

  4. Ai Weiwei
    21. November 2012 13:35

    Zur Unterhaltung & Nachdenken:

    Auf diesem Foto sieht man Jutta Urpilainen (von der finnischen sozialdemokratischen Partei) und Jean-Claude Juncker, bei einer der schwierigen Griechenland&Euro-Beratungen:

    http://oe1.orf.at/static/uimg/4f/05/4f05099a1e5ac8e9babdd79555152407116766f8.jpg

    Das ist eines jener Fotos mit unzähligen Interpretationsmöglichkeiten ....

  5. Jerobeam (kein Partner)
    21. November 2012 13:21

    Zum Abschied:

    Schrift gegen die Männchen ..... und hin zu wahrhaftiger Mannhaftigkeit.

    Teilauszug aus einem Text (Bravo wegen der Einfachheit und Klarheit, die mir manchmal noch fehlt und DANKE dem Verfasser !) mit anschliessenden Ergänzungen meinerseits zur Darlegung der Gründe weswegen von Muslimen (Männern) "im Bedarfsfall" ihre eigenen (muslimischen) Kinder und (muslimischen) Frauen als Feinde gesehen werden sollen.

    Fitna, die Versuchung zum Unglauben Top
    Die Versuche, die Mekkaner zu bekehren, fruchteten herzlich wenig. Im Gegenteil, diese setzten ihrerseits die moslemischen Konvertiten massiv unter Druck.
    In diesem Zusammenhang begegnen wir immer wieder dem Begriff der "fitna". Der Professor für Islamwissenschaft Abrecht. Noth schreibt dazu: Der Sinn von "fitna" im Koran ist nicht überall mit Sicherheit zu bestimmen. Doch darf man als zugrunde liegende Bedeutung "Probe", "Versuchung" annehmen. Eine solche Probe oder Versuchung kann Allah den Menschen auferlegen, um ihre Standfestigkeit im Glauben an ihn zu prüfen und die Gläubigen von den Ungläubigen oder Heuchlern zu sondern. Die göttliche "fitna" kann den Menschen reichlich unbequem werden, sie kann "Heimsuchung", "Unglück" bedeuten und für die Ungläubigen zur Strafe werden. Neben einer "fitna", die von Allah ausgeht:
    Sure 29, Vers 4: Oder glauben diejenigen, die Böses tun, dass sie Uns entgehen können? Übel ist ihr Urteil.
    kennt der Koran eine andere, deren Urheber die Menschen sind. So werden Güter und Kinder, die ein Muslim besitzt, als Versuchung "fitna" angesehen, die vom rechten Glauben und den rituellen Pflichten abhalten können:
    Sure 8, Vers 28: Und wisset, dass euer Gut und eure Kinder nur eine Versuchung sind, und dass bei Allah gewaltiger Lohn ist?
    Sure 63, Vers 9: O ihr, die ihr glaubt, lasset euch nicht durch euer Gut und eure Kinder von dem Gedenken an Allah abbringen. Wer solches tut, das sind die Verlorenen.
    Sure 63, Vers 14: O ihr, die ihr glaubt, an euren Gattinnen und Kindern habt ihr einen Feind, so hütet euch vor ihnen. Doch so ihr vergebt und Nachsicht übt und verzeiht, siehe, so ist Allah verzeihend und barmherzig.

    Das sind nicht alle Verse in welchen innermuslimisch in den Familien Zwietracht gesät wurde. Die Gründe sind: Vermutlich sind viele muslimische Frauen und die Kinder solidarisch gewesen mit von Muslimen geraubten Frauen und Kindern. Kinder und Frauen die versklavt worden sind. Zum Teil vergewaltigt und zur Zwangsprostitution gedrückt ...... Sure 24, Vers 33/Teilauszug ab etwa der Mitte.

    Und zwingt nicht eure Sklavinnen (fatayaat), wenn sie ein ehrbares Leben führen wollen, zur Prostitution, um (auf diese Weise) den Glücksgütern (`arad) des diesseitigen Lebens nachzugehen Wenn (jedoch) jemand sie (wirklich dazu) zwingt, dann ist Allah gewiß nach ihrem erzwungenen Tun, barmherzig und bereit zu vergeben.

    Ende Zitat

    Oder sie wurden gegen ihren Willen geheiratet. Und viele wurden danach wieder geschieden ---- Kinder. Sure 65, Vers 4/ Von Beginn an etwa bis zur Mitte. Der folgende Teil betrifft Schwangerschaftsabbrüche ...

    Und wenn ihr bei denjenigen von euren Frauen, die keine Menstruation mehr erwarten, (irgendwelche) Zweifel hegt, soll ihre Wartezeit (im Fall der Ehescheidung) drei Monate betragen. Ebenso bei denen, die (ihres jugendlichen Alters wegen noch) keine Menstruation gehabt haben.

    Zitat Ende

    In Sure 9 etwa wurden die kriegsmüden und durch Raubmord und Plünderungen reich gewordenen Muslime an ihrer "Trägheit" "gerüttelt. Sinngemäß, sie sollen für die Ideologie/die "Religion" kämpfen und nicht um noch reicher zu werden, da der wirkliche "Lohn Allah`s" der Lohn in " Allah`s Paradies" sein werde, wo die 72 Huris warten ........ So gesehen soll der Muslim Eigentum als "Feind" sehen.

    Und die Gründe die eigenen Frauen und Kinder als Feinde sehen zu sollen, kann sein, daß diese den Vater bzw Gatten bei sich behalten wollten ..... statt dass dieser neuerlich auf ein Raubmordzug ausging.

    Und unter den Aller-Primitivsten der Muslime sind sicher auch noch Gründe zu suchen, die damit zu tun haben, dass die muslimischen Kinder sich solidarisch mit den versklavten und vergewaltigten Kindern zeigten .... und ebenso viele muslimische Ehefrauen.

    Und Mohammed suchte diese natürliche Liebe zu unterdrücken und als Teufelswerk - Fitna - hinzustellen.

    Und der derzeit über das größte Waffenarsenal auf diesem Planeten verfügende Kerl ist ein Anhänger dieses Monsters: Hussein Obama.

    ........aber wir sind ja in Österreich... und alles wird nur durch Zuschauen gut....

    Und das die Lösung im Erkennen der Lügen des Matthäus steckt ....... wen interessiert das ?

    .........weil der Marx .... oder der Pabst ..... oder der Faymann .... oder der Spindel .... oder die ungrünen Grünen oder oder oder ... wissen sowieso alles besser wie ich.

    .......und IHR WUSSTET DAS ALLES SCHON, wie ?

    Welch Monster müßt ihr in euren Herzen sein, WENN IHR DAS WUSSTEST UND NICHTS DARAUF TATET ........

    Wie groß muß eure Neigung sein bei der Wahlmöglichkeit zwiscchen Gut und Böse zielstrebig dem Bösen zuzueilen ?

    Drei Mal Liebesbotschaft (im Wesensinnersten auch TROTZ der Manipulationen der Übersetzer und Nicäisten kenntlich) ........ ein Mal das Böse - unversteckt und ohne Finten - bei Matthäus. Und unter vielen Theologen gilt genau dieses Stück voll Lügen als das "erste und wichtigste" "Evangelium".

    Der Missbrauch des Gehirns führt zu verdrehten Herzen, die wiederum vieles in den Hirnen verdrehen ...... doch letztlich bleibt - durch göttliche Regelvorgabe - doch genug an Urteilsvermögen bestehen das Böse auch an sich erkennen zu können.

    Wieviel Islam ist bereits in Österreich gewesen bevor Muslime nachgekommen sind ........... ?

    Wollt ihr das? Eine Welt in der die Lust von Pseudomännern (hysterischen Männchen) über allem regiert ........ und jeder der wirklich Mensch ist als Feind betrachtet wird?
    Und Gatten und Väter, die auch die eigene Gattin und die eigenen Kinder, die sich gegen solch Lustideologien stellen hassen ..........

    Wirkliche Liebe ist die einzige Alternative zu Lust und Hass und Mord ... werdet sie los eure großen Brandmale an euren Seelen welche euch als große Egoisten ausweisen.

    • Eso-Policier (kein Partner)
      21. November 2012 13:32

      @ Jerobeam
      Warum zum Abschied? Posten Sie ab jetzt nicht mehr hier?

  6. Zraxl (kein Partner)
    21. November 2012 13:16

    Merkwürdig, die PIIGS sind zwar angeblich bankrott, aber anscheinend sind sie sehr gute Schuldner. Die Staatsanleihen dieser Länder am Sekundärmarkt steigen rasant.
    Griechenland bis 2023(GR0128010676) Kurs 33,79 d.h. +141% seit Juni 2012
    Portugal bis 2023(PTOTEAOE0021) Kurs 77,75 d.h. + 94% seit Jänner 2012
    Spanien bis 2024 (ES00000121G2) Kurs 90,32 d.h. + 16% seit Juli 2012

    So wird man reich! (Wenn man nicht dummer Steuerzahler ist, der für diese Trash-Investments der EZB haftet oder die Stützungsgelder dieser Staaten finanzieren muss, damit diese die tollen Kursgewinne erst möglich werden.)

  7. mannbar
    21. November 2012 12:40

    Es ist schon erstaunlich, wie man die Menschen für blöd verkaufen kann. Da ich aber ohnehin Skeptiker bin und das in allen Demokratien so beliebte Volksbeschmeichle ablehne (und mir mangels Schmeichelnberuf wie Politiker oder Soziolge), kann ich sagen: Die meisten Menschen sind ohnehin nicht besonders hell und müssen gar nicht erst blöd gehalten werden. Trotzdem ist die Angst-Propaganda der EU UND aller Regierungen beschämend.

    Man muss klaren Verstand wahren und sich überlegen, warum es denn so gar so schauderlich furchtbar sein sollte, wenn der EURO kracht. Haben wir durch den EURO Wohlstand erhalten, den wir vorher nicht hatten? Betrachtet man nüchtern die Statistik, dann kann man sagen: Nein. Im Gegenteil, die Südländer haben nicht nur nicht den Wohlstand gemehrt, sie haben sogar Wohlstand verloren.

    Auch die Grundidee, dass die Handelsbeziehungen sich zwischen N und S verbessern würden, ist nicht wahrgeworden. Der N-S-Handel hat seit dem EURO abgenommen! Die Idee war ja simpel und plausibel: Wenn Italien nicht mehr abwerten kann, dann kann es auch die Importe aus DE nicht verteuern. Leider ist es nicht so einfach. Denn seit IT nicht mehr abwerten kann, hat IT an Wirtschaftskraft verloren. Die Italiener haben weniger Geld, um sich deutsche Produkte zu kaufen. Eine plausible Grundannahme hat sich somit zerschlagen. Die Deutschen spüren nichts davon, weil sie eben andernorts exportieren. Aber für Europa ist es katastrophal. Wir ja weniger Handel als zuvor, obwohl der EURO ja den Handel mehren hätte sollen.

    Ohne EURO hätten schwache Länder nicht derart günstige Kredite aufnehmen können. Folge: Überschuldung, Vernachlässigung der eigenen Kraft zugunsten kurzsichtiger Geldvermehrung durch Ausleihungen.

    Fazit: Es ging allen ohne EURO viel besser.

    Man soll einfach zugeben, dass der EURO der Preis war, den Frankreich von DE für die Wiedervereinigung verlangt hat. Er ist ein - zugegeben - schönes Symbol, aber da er nicht funktioniert, muss man ihn stanzen.

    In einer Übergangszeit wird die Wirtschaft in EU sicherlich einbrechen, aber langfristig wird es die europäischen Ökonomien vor allem im Süden wieder stärken.

  8. Neppomuck (kein Partner)
    21. November 2012 12:03

    Schuldzuweisungen:

    Banken oder Politiker? *

    Dazu ein Zitat von Fritz Kortner (1892 - 1970), Schauspieler und Regisseur:

    "Das Mitspracherecht des Schauspielers ist der Text."

    * Wer da nun Schauspieler, wer Regisseur ist, sollte nicht allzu schwer zu erkennen sein. Zumal das ungute Regietheater der weltweiten Finanzpolitik schon Generationen von "gewählten" Politikern nahezu aller Herren Länder gängelt.

  9. cmh (kein Partner)
    21. November 2012 10:43

    Allerdings sollte man nicht die ganze Schuld den Politikern geben. Denn

    Zahlst Du mit dem Geld aller die Wünsche einzelner, wirst Du wiedergewählt. tust Du es nicht hetzen die Einzelnen die Anderen auf, und wirst nicht wiedergewählt. Dass sich die Anderen das gefallen lassen ist der Beweis dafür, dass sich der Wähler doch, und zwar gewaltig irren kann.

  10. cmh (kein Partner)
    21. November 2012 10:39

    Was haben wir gelacht über das Diokletianische Mindestpreisedikt. Wie klüger haben wir uns doch mit unseren makroökonomischen Modellen samt inflationsvermeidender Feinsteuerung gefühlt.

    Das war zur Zeit der unmittelbar bevorstehenden Lösung der Energieproblematik durch die Atomkraft.

    Und jetzt gehen wir schlicht bankrott, weil wie ein schlechter Wirt den Umsatz mit dem Gewinn verwechselt haben. Weil wir wie ein schlechter Kaufmann falsche Perlen mit echtem Geld bezahlt haben schreien jetzt alle "Haltet den Dieb!".

    Letztendlich ist aber der Schaden vor allem ein nichtökonomisches Desaster, eine Selbstausschaltung der Demokratie. War die Demokratie in der Antike eine Quelle hasserfüllter Querelen so ist sie heute die Ursache übelster Bauern- besser Bürgerlegerei.

    "So long, and thanks for all the fish!" (Douglas Adams)

  11. kaffka (kein Partner)
    21. November 2012 10:24

    Gratulation an Herrn Dr. Unterberger!

    Es hat noch nie eine so vollkommene Darstellung jener Fakten gegeben, die jeder vernünftige Mensch schon längst weis! Und die jene Betrüger ständig wiederholen, obwohl sie das auch schon längst wissen.

    Ich habe schon öfter dargelegt, dass der Vorstand des Staates Österreich (die Regierung) direkt ins Gefängnis gehört (Amtsmissbrauch, Untreue, Wechsel(=Anleihen)betrug, Konkursverschleppung, Wechselreiterei etc. sind offensichtlich.
    Strafverfahren gegen den Aufsichtsrat (= Nationalräte) wegen mangelnder Aufsicht, und alles Andere wofür sie gewählt wurdenaber nicht tun.

  12. zweiblum
    21. November 2012 09:57

    Salomon der Weise spricht:
    gute Banken krachen nicht,
    aber die nur spekulieren,
    fremde Gelder transferieren,
    Mensch, vor denen hüte dich,
    denn sie krachen fürchterlich!

  13. byrig
    21. November 2012 01:04

    offenbar tobt in europa ein kampf zwischen zwei standpunkten:
    erstens:griechenland ist bankrott,es kannihm auch nicht durch nochsoviele zahlungen geholfen werden,den mindeststandard zu erreichen,den ein mitgliedsland der euro-währung braucht.
    konsequenz:griechenland muss aus dem euro aussteigen.
    zweitens:es soll ein europa entstehen,das wie ein jetziger mitgliedsstaat ausgleichend wirkt,im sinne von finanztransfers die die heute schon vorhandenen massiv übersteigen.mit der konsequenz,dass alle nettoeinzahler im eu-raum die griechen-und nicht nur die unterstützen.
    letzteres wäre aber nur im rahmen einer politischen union machbar.

    man kann über eine enge politische union durchaus diskutieren,alle vor-und nachteile.
    was heute passiert ist,dass wir-die österreicher-massiv zur kasse gebeten werden-aber ungefragt!
    das ist eine der schandtaten der europäischen elite von regierungschefs und dieser erbärmlichen eu-kommission,samt des eu-parlaments.
    dass das glühbirnenverbot-kleines beispiel-so leicht durchgewunken werden konnte ist ein skandal im bereich der nationalen regierungen.sonst hätte ein ausgesprochener kotzbrocke wie dieser herr oettinger nicht so triumphieren können!

  14. Ökonomie-Vergelter
    20. November 2012 22:19

    Den Banken ist aber schon vorzuwerfen, vom EU-Apparat den naiven Wirtschaftsoptimismus und Wirtschaftskolonialismus übernommen und durchgezogen zu haben. Auf diese Weise versickerten zig Milliarden an "strategischen" Investitionen in der EU-Peripherie. Der Goldrausch erwies sich als substanzlos.

    Das Banken-Management in EU-Europa ist besonders politisch verfilzt. Da braucht man gar nicht auf die USA zeigen ...

    • Eso-Policier (kein Partner)
      21. November 2012 00:28

      @ Ökonomie-Vergelter
      Ich nannte mich früher Öko-Vergelter (ökologischer Vergelter), dann Eso-Vergelter, und jetzt Eso-Policier (esoterischer Polizist). Also sollten Sie sich vielleicht in Ökonomie-Policier umbenennen.

    • Ökonomie-Vergelter
      21. November 2012 10:39

      Danke für den Vorschlag, doch "Policier" zu sein ist viel zu anstrengend.

      Die Ökonomie nämlich vergilt es denen, die glauben, über der Ökonomie zu stehen, ganz von selber! - So ist es nämlich gemeint.

  15. Anton Volpini
    20. November 2012 19:51

    Nicht ganz O.T.
    Jetzt berichtet schon der manipulative ORF in der heutigen ZIB 1, daß Frankreich zum nächsten "kranken Mann" Europas wird.
    Damit haben die Großfinanzen der Welt den nächsten Zwischenwirt gefunden, den wir wenige noch halbwegs gesunden Volkswirtschaften finanzieren müssen.
    Der Kreislauf des Geldes nimmt immer skurilere Formen an, und die Teufelsspirale dreht sich immer schneller

    • Brigitte Imb
      20. November 2012 20:06

      Frankreich steht doch seit Jahren in neg. Kritik, wenn ich mich erinnere; und daß sich nun, nach dem neg. Rating, auch der Rotfunk im Schönreden für seine sozialistischen Freunde einschränken muß ist klar.

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/hollande-unter-druck-frankreich-verliert-spitzenrating-bei-moody-s-11965906.html

    • Anton Volpini
      20. November 2012 20:20

      Ja natürlich, Brigitte Imb, wir hier im Blog wissen das schon lange.
      Aber wenn es der ORF berichtet, dann wird es langsam zum Allgemeinwissen.
      Dann schreiben es die Zeitungen, haben sie doch alle die gleiche "Befehlsausgabe" und die Leute auf der Straße verstehen es dann auch. Daher messe ich dieser Meldung so eine Bedeutung bei.

    • Brigitte Imb
      20. November 2012 20:45

      In Anbetracht der Malaise der franz. Konservativen, die sich gerade aufspalten dürften, kann sich Hollande noch eine geraume Zeit über Wasser halten. Angeblich, lt. Medien, haßt ihn bereits die Hälfte der Franzosen.

    • terbuan
      20. November 2012 20:54

      Erinnern wir uns an das Jahr 1990. Wer waren die Gegner der deutschen Wiedervereinigung? Großbritannien (Thatcher) und Frankreich (Mitterand)!
      Beide Länder stehen heute vor gravierenden Problemen und versuchen Deutschland als Zahler und Sündenbock für ihre Misswirtschaft in die Pflicht zu nehmen.
      Wen soll Deutschland denn noch retten, die Nettozahlungen von Großbritannien und Frankreich übernehmen und dazu das bankrotte Griechenland, von den anderen Fußkranken gar nicht zu reden?
      Das ganze kann nur einem Chaos enden!

    • Brigitte Imb
      20. November 2012 21:18

      Mir würde "machmuss verschiebnix`s" Prophezeihung - also in 8 J. - gelegener kommen als ein Crash (Chaos haben wir bereits) in den nächsten beiden Jahren. *hoff*

      Brauchen die Deutschen wirklich noch so lange, bzw. sind sie so geduldig, auch die nächste Legislatur mit allsamt der Südländerfinanzierung mitzutragen? Es erscheint mir zu lange. Noch einige Schröpfungen der Zahler und die Gefahr einer Initialzündung steigt, denn der Frust ist mittlerweile groß.

    • Brigitte Imb
      20. November 2012 21:20

      Oije, ich hab das "weniger als" in meiner Euphorie überlesen, die Chose kann auch "übermorgen" stattfinden. :-((

    • Anton Volpini
      20. November 2012 21:28

      Das Schicksal Hollandes mit seiner Malaise ist mir ehrlich gesagt, wurscht, Brigitte Imb.
      Aber das, was unser gemeinsamer Freund terbuan sagt, macht mir Sorgen.
      Deutschland wurde schon im Dreißig Jährigen Krieg aus Neid niedergemacht, dann wieder unter Napoleon, dann erlebte es unter Bismarck eine unglaubliche Blüte, was wieder den Neid aller anderen europäischer Länder nach sich zog, vornehmlich der Weltmacht England, was zum ersten Weltkrieg führte.
      Der zweite Weltkrieg war eine Folge davon.
      Und jetzt haben wir wieder so eine Polarisierung! Gar nicht gut!

    • Brigitte Imb
      20. November 2012 21:51

      Auch mir ist Hollandes Schicksal wurscht, und weil ich zu terbuans Posting nicht explizit Stellung nahm, deshalb bedeutet das nicht 'Ablehnung', mir sitzt die Sorge schon irgendwie im Nacken.

      Die Deutschen scheinen die Schuld- u Büßerrolle zugeordnet bekommen zu haben und es ist egal wie sie sich entscheiden, sie werden immer den "Schwarzen Peter" ziehen. Aus diesem Grund würde ich es als klug erachten, Deutschland würde die Zahlungen an die Südstaaten absagen, notfalls die EU verlassen.
      Diese Nation halte ich für potent die missliche Lage langfristig zu bewältigen, um dann gestärkt und als "Alphamacht" hervorzugehen, der sich ebenbürtige anschließen dürfen.

    • machmuss verschiebnix
      20. November 2012 22:38

      @Brigitte Imb,
      übermorgen wird's wohl noch nicht soweit sein, schließlich könnte ja auch
      Deutschland zu der Wahnsinns-Strategie übergehen, welche die USA und Japan
      verfolgen, nämlich mit Vollgas in die Schulden-Sackgasse zu rasen.

      Ich finde nur seltsam, daß von Deutscher Seite offenbar der Mut fehlt, die
      Empfehlungen diverser (echter) Experten anzustreben, nämlich: den derzeitigen
      Euro den Südländern u. Franzosen preiszugeben und "weich" werden zu lassen,
      und gleichzeitig mit den wenigen (fast-)gesunden Staaten eine Kern-Europa-Lösung
      und einen harten Nord-Euro (Neuron ? Neuer Euro Nord ) zu gründen.

      Sowas hätte aber (meiner besch. Meinung nach) nur Sinn, wenn gleichzeitig mit der
      Neugründung auch grundlegend neue Wege beschritten werden bei Finanz-System und
      Regierungs-Modalitäten.

      Ein gesetzlicher Rahmen, der es Spekulanten erlaubt, ganze Staaten zu "versenken",
      kann doch nicht der Stein der Weisen sein (!) Und was die Politiker unter dem
      Deckmantel "Sozialdemokratie" an ruinöser Volks-Verführung und Steuer-Vernichtung
      veranstalten, dafür müßte genaugenommen lebenslange Haft verhängt werden können (!)

      Leider scheinen aber rund 2/3 der Bevölkerung nicht zu begreifen, daß kein
      Lichtermeer der Welt einen Staatsbankrott weg-demonstrieren kann. Daher ist
      zu befürchten, daß die Politik weiterwurstelt wie gehabt, bis eines dramatischen
      Tages der Schritt in eine defacto Diktatur unvermeidlich wird.

      .

  16. Brigitte Imb
    • machmuss verschiebnix
      20. November 2012 18:37

      Wird Deutschland crashen, oder sich zur Gründung von Kerneuropa aufraffen ?
      Ich tippe auf Crash in weniger als 8 Jahren .

  17. phaidros
    20. November 2012 16:25

    »Der von Schäuble angesprochene Zeitpunkt bedeutet also in Wahrheit das Eingeständnis eines recht zynischen Politik: Bis zu den Bundestagswahlen darf nichts passieren, danach aber kann die immer höher aufgestaute Sintflut losbrechen.«

    Mir will sich das Argument nicht so ganz erschließen: erstens, das aber nur nebenbei, wer würde das nicht?

    Wenn aber davon auszugehen ist, dass die Sintflut, die dann losbricht, dazu führt, dass die CDU abgewählt wird (und nur dann hat Schäuble ja ein Interesse am Versuch, das Losbrechen hinter die Wahlen zu verlegen), dann heißt das auch, dass das Losbrechen-Lassen, wie immer wieder beschworen, nicht im Interesse der Gebernationen liegen kann.

    Übrigens berichtete (die ARD?) von Straßenumfragen, die durchaus hohe Sympathiewerte für Merkel ergaben sowie die Einsicht, dass Griechenland an seiner Situation selber schuld sei. Auf griechischen Straßen wohlgemerkt.

    BG phaidros.vie@gmail.com

  18. schreyvogel
    20. November 2012 14:09

    Mit ein Grund für die mehr als unfachmännisch betriebene Wirtschaftspolitik ist sicher, dass die Hauptaktionisten keine wirtschaftliche Ausbildung genossen haben: Merkel ist Physikerin, Schäuble ist Jurist, Fekter ist ebenfalls Juristin und Faymann hat überhaupt keine Ausbildung.

    Was soll daraus schon werden?

    • Brigitte Imb
    • schreyvogel
      20. November 2012 15:47

      @Brigitte Imb
      Interessant. Die Frage ist nur, wie weit die BWL einschlägiges volkswirtschaftliches Wissen vermittelt. Ich würde meinen, dass sie in erster Linie alles für das Management von Betrieben umfasst (Erzeugung, Marketing, Personal usw. usf.). Am ehesten würde wahrscheinlich die Bankbetriebslehre helfen, falls sie diese gewählt hat.

      Aber eine spezielle volkswirtschaftliche Ausbildung hat sie wahrscheinlich auch nicht genossen. Ganz sicher versteht sie aber unter den genannten Politikern von der Ausbildung her am meisten von der Wirtschaft.

      Ich kann nur hoffen, dass sie genug Durchblick hat, endlich in Brüssel Druck zu machen, bis zum Veto, um endlich die Verschleuderung so vieler Milliarden in Richtung PIIGS - Staaten zu stoppen.

    • FranzAnton
      20. November 2012 19:24

      @ ...........und Faymann hat überhaupt keine Ausbildung.

      Das dürfte wohl den Tatsachen entsprechen, und sind die Allerwenigsten so viv wie Frank Stronach, der sich als Werkzeugmacher zu ungeahnter Höhe emporgearbeitet hat, nicht bei uns, notabene, sondern dort, wo er offenbar wirtschaftsfreundlichere Bedingungen vorfand. Akademische Ausbildung allein allerdings ist per se noch kein politisches Erfolgskriterium, da muß mehr zusammenkommen, etwa Ehrlichkeit, Anständigkeit, Verantwortungsbewußtsein, Allgemeinbildung, hervorragendes Kommunikationstalent - eine seltene Kombination; wem fällt ein Politiker ein, dem sie eigen ist?

    • terbuan
      20. November 2012 21:00

      FranzAnton
      Faymann ist ausgebildeter Fachmann für Jugendfragen (Juso-Funktionär)
      Faymann ist ausgebildeter Bankkaufmann (Konsulent der Zentralsparkasse)
      Faymann ist ausgebildeter Immobilienexperte und Spezialist für die Integration von Unterkunft suchenden Einwanderern (Wohnbaustadtrat und Verwalter der Wiener Gemeindbauten)

      :-))))

    • Brigitte Imb
      20. November 2012 21:30

      Kreieren neuer Berufsbezeichnungen wie "Beauftragter", od. "Experte" ist ja recht modern.....

      F. ist Experte für Lebenslaufsverschleierung

      F ist Experte für Einnahmenseitigsparen

      F. ist Experte für Medienschönschreibkauf

      F. ist Beauftragter Bilderbergerstatist

    • byrig
      21. November 2012 00:40

      schreyvogel,das ist in diesem speziellen fall eher zu vernachlässigen.
      denn auch die sog.wirtschaftsexperten sind in wirklichkeit völlig ratlos und in ihrer weisen zunft total gespalten.
      keiner der (studierten!) wirtschaftsfachleute hat ein rezept,wohlbegründet und glaubhaft.
      geradezu lachhaft ist z.b.,was der wirtschaftsexperte(in ihrem sinn,schreyvogel?) empfielt:nämlich noch mehr schuledenmachen.
      und im übrigen ist wirtschaftswissenschaft keine exakte wissenschaft,sondern eine mischung aus erfahrung,mathematik,ideologie und psychologie.
      gott bewahre uns vor einem gelehten wirtschaftswissenschafter als spitzenpolitiker,ausser er ist zusätzlich charismatisch,klug und weitblickend.

    • FranzAnton
      21. November 2012 05:59

      @terbuan: Faymann ist ausgebildeter Fachmann....

      M.E.: "Autodidakt" erschiene mir treffender, per "learning on the job". Das ist tatsächlich wichtig, wie Franzl Strohsack bewies; er hatte aber immerhin eine solide Grundausbildung als Werkzeugmacher.

      Matura allein, auch ergänzt durch Juristerei, erscheint mir dem gegenüber als weniger solide, obwohl die Juristen zu allen Zeiten vorrangig in der Politik an führender Stelle agierten, weswegen die Politik gemeinhin als dubioses Geschäft gilt. Die Juristerei nämlich scheint tatsächlich im Stande zu sein, zwei völlig konträre Standpunkte zu ein und derselben Sache zu vertreten, notfalls auch (beinahe) gleichzeitig. Allein die anscheinend unvermeidliche Notwendigkeit, die Interessen eines Mandanten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu vertreten, schließt auch die Unwahrheit ein, weshalb Angeklagte ungestraft lügen dürfen, und mit ihnen deren Verteidiger. Solches ist geeignet, die Seele zu vergiften.

    • kaffka (kein Partner)
      22. November 2012 10:22

      schreyvogel
      20. November 2012 15:47

      Wenn Ihnen Imb nachweist, dass Fekter nicht (nur) Juristin sondern (auch) BWL-Absolventin ist, und damit hinweist, dass Ihre Einschaltung falsch /bzw nur ungenau/ ist, sollten Sie nicht darum herumrudern.

  19. Brigitte Imb
    20. November 2012 13:49

    Wie Anton Volpini, bin auch ich der Meinung, Politiker UND Banken legen uns herein, denn es herrscht eine Symbiose zw. beiden. Wobei ich allerdings schon den Politikern die Hauptschuld anlaste, denn erst sie haben die Bedingungen geschaffen, daß Banken zocken, als gäbe es kein Morgen.
    Zudem gesellt sich noch die unersättliche Gier der Politiker nach Wählerstimmen, die ihnen das Geldausgeben (das keinesfalls vorhanden ist, also auf Schulden der Allgemeinheit) "schmackhaft" macht, ohne sich dafür wirklich verantworten zu müssen. Und, daß Politiker bei sich und ihresgleichen alles vermeiden um zu sparen, kann man sehr gut an der nicht stattfindenden Verkleinerung des NR sehen, wobei diese fiktive Summe damals bereits in das Sparpaket eingerechnet worden ist. Somit überlassen sie das Sparen wieder nur dem Volk und sie zeigen nicht einmal ein Fünkchen guten Willens, auch dazu beizutragen.

    • FranzAnton
      20. November 2012 19:29

      Leider ist es ganz genau so wie Sie schreiben, Frau Imb, weshalb ich immer ünd überall für eine Entmachtung der Politikerkmarilla per Direktdemokratie eintrete, als einziger Möglichkeit, wieder Boden unter den Beinen zu bekommen, anstatt gemeinsam im Korruptions - und Schuldensumpf zu versinken.

    • terbuan
      20. November 2012 20:03

      Ein klassisches "Henne-Ei Problem", wer war zuerst da?

      Die Herrscher, Fürsten, Könige und Kaiser und jetzt die Republiken lebten immer über ihre Verhältnisse. Sei es darum, Kriege zu führen oder Teile ihrer Untertanen mit Wohltaten zu verwöhnen, es gab immer Geldnot, die zumeist nicht durch steuerliche Auspressung und Unterjochung der Bevölkerung ausgeglichen werden konnte.

      Dann kamen die Bankiers - von Medici bis Rothschild - und entdeckten lukrative Geschäftsmöglichkeiten. Manche gingen gemeinsam mit dem Bankrott von Staaten unter, viele überlebten bis heute.

      Ich behaupte und da bin ich mit Brigitte Imb einer Meinung, es war immer die Gier der Herrscher um Macht und die Gunst der Untertanen, die zu einem Desaster führten, wie wir es heute erleben.

  20. Dr. Otto Ludwig Ortner
    20. November 2012 12:14

    Ganz kurz: Die Europäische Union geht auf eine katholische Initiative der Regierungs-Chefs der Bundessrepublik Deutschland, Adenauer, Frankreich, Schuman und Italien, De Gasperi zurück, fiel aber den der Glaubensfeinden (Freimaurer) in die Hände, die bereits Frankreich um seinen Rang unter den Völkern brachten, und sich jetzt um die Zerstörung der "Alten Welt", des christlich geprägten Europa müht, natürlich vor allem von dessen historischer Führungsmacht Österreich, das größer ist als sein Territorium. Denn die für das christliche Europa maßgebliche römisch - katholiche Kirche verlor ihre Glaubwürdigkeit, indem sie Deutschland und Österreich den Nazi's auslieferte und es nachher nicht gewesen sein wollte. Papst Pius XII. verbrannte nach den Einmarsch der US-Army in Rom im Juni 1944 mit dem für das "Reichsermächtigungsgesetz 1933" =legale Einsetzung Adolf Hitlers als Diktator Großdeutschlands -verantwortlichen Prälaten Kaas die Deutschland -Akte im Vatikan (Hans Jakob Stehle, 'Die Ostpolitik des Vatikans', R.Piper Verlag, München 1975, S. 229; derselbe in 'Geheimdiplomatie im Vatikan, die Päpste und die Kommunisten, Benziger 1993, S. 197 u. 229). Da die Nachricht ohne Einspruch nach 18 Jahren von dem sehr anerkannten Kirchenhistoriker unwidersprochen öffentlich wiederholt wurde, ist sie glaubwürdig und durch das Indiz der Verweigerung unbeschränkter Akteneinsicht der Nachfolger am Stuhl Petri beglaubigt, die so zu Komplizen wurden. Bei aller - erwiesenen - Katholizität bin ich nicht bereit, meinen Vater (laut Volksschullehrer 1945 "NAZISCHWEIN") und mein Volk von italienischen Betrügern - und das sind die Päpste Pius XII. ect. - kriminalisieren zu lassen - denn es ist offenbar, daß diese Kriminalisierung durch die genannten "Mietlinge" den Völkermord am deutschen Volk in den beiden deutschen Staaten Republik Deutschland und Österreich nach sich zöge. Wer kriminelle Amtsträger einer Gemeinschaft angreift, greift die Gemeinschaft nicht an, sondern verteidigt sie. Denn mit Kard. Innitzer am 8.10.1938 im Stefansdom zur todgeweihten und dann von ihren Geistlichen verlassenen katholischen Jugend, die im Glauben an Jesus das Martyrium unter dem Kreuz - auf allen Waffen Deutschlands - erlitt, bekenne ich:" Unser Führer ist Jesus Christus - er ist auch der meine. Und da mich die Veteranen der Waffen SS in Kaprun 1954 das Waffenhandwerk lehrten, füge ich hinzu "Meine Ehre heißt Treue" aber nicht zum Kondottiere des Papstes Adolf Hitler, sondern zu meinem Herren Jesus. Sein Opfertod brachte ihn unseren Ahnen so nahe. Denn auch für die deutschen Männer ist der Opfertod die Erfüllung (Clemenceau: Les allemands aiment la mort). Daher mein Ruf nach einer Mutter als geistliches Haupt der Deutschen!

  21. dssm
    20. November 2012 10:38

    Man gewinnt ja aus dem Artikel fast den Eindruck, die aktuelle Krise hätte erst kürzlich zurückliegende Gründe.
    Das Spiel geht nun seit den 70ern so dahin!
    Jede Blase wurde mit mehr und noch mehr Gelddrucken bekämpft, sowie Zinssenkungen in den utopischen Bereich.
    Die Großbanken sind genau so schuld! Das Spiel haben die auch mitgemacht! Genau so wie die Versicherungen!
    Alle Beteiligten haben gut gelebt, die Banker durch utopische Einkommen (Bonus und golden handshake lassen grüssen) und die Politik, welche viel zu viele Beamten mit viel zu hohen Gehältern einstellen konnte, sowie die Wähler welche sich mit kurzfristigen ‚Zuckerln’ kaufen ließen.
    Genau diese Mischung hat den 68ern erst ermöglicht die Macht zu übernehmen! Wir jammern heute über das Gendern, die endlose Bürokratie, die Energiewende, die viel zu hohen Steuern und Abgaben, die vielen Gesetzte und Vorschriften, die miesen Schulen, die völlig entwerteten Universitäten, die Deindustrialisierung usw usf.

    Wie wäre es, wenn man zuerst einmal die eigene Mitschuld eingesteht. Dann kann man das Problem auch lösen – halt unter grossen Schmerzen.
    Und für jene welche noch an die repräsentative Demokratie glauben: Nicht jammern, ihr habt bekommen was ihr wolltet!

    • FranzAnton
      20. November 2012 19:47

      @: ......................wenn man zuerst einmal die eigene Mitschuld eingesteht.

      Die Wählerschaft hat sich an der Nase herumführen lassen; es handelt sich dabei um eine menschliche psychologische Verfasstheit, die allzu Viele nicht rational handelnd durch's Leben traumtanzen lässt. Wie sonst wäre etwa tödlich riskantes Schnellfahren erklärbar, oder Autorennen, Komasaufen, Rauchen, Suchtmittelkonsum, Spielsucht, aus 40 Km Höhe abspringen, etc., etc., die Unfassbarkeiten sind allgemein bekannt, gewarnt wird allenthalben davor, aber der Erfolg ist endenwollend. Die Warner sind demgegenüber unbeliebt, weil die Traumtänzer nicht irritiert werden möchten.

    • phaidros
      21. November 2012 07:23

      Sg. FranzAnton. leider ist es noch komplexer: auch notorisches Warnen kann nämlich in unreflektiertes Traumtanzen ausarten.

      Und warum auch nicht? Liegt man mit einer Warnung daneben, so vergisst man das schnell (oder zieht sich darauf zurück, dass der bewarnte Zustand eben noch nicht eingetreten sei). Liegt man richtig, so erinnert man sich (und allzu oft gerne andere) ein Leben lang daran, dass »man es ja gleich gesagt hätte«. Auch darin besteht kein erkennbarer Wert.

  22. socrates
    20. November 2012 10:06

    Bravo A.U.
    Aber meiner Meinung nach sind die Banken und die politischen Overheads gemeinsam schuldig:
    Geschlossenes Diagnosesystem
    Peter Mühlbauer 20.11.2012
    Die Affäre Mollath offenbart strukturelle Probleme in der forensischen Psychiatrie
    Seit einer Woche erregt die Affäre Mollath bundesweites Aufsehen: In ihr geht es um einen Nürnberger, der seit sechs Jahren in der Psychiatrie sitzt. Die von ihm angezeigten Schwarzgeldgeschäfte der Hypo-Vereinsbank, die im Gutachten zu seiner Einweisung als Hirngespinste geschildert werden, haben sich durch einen nun an die Öffentlichkeit gelangten Revisionsbericht des Geldinstituts als Realität erwiesen. Die bayerische Justizministerin Beate Merk bestreitet trotzdem weiter, dass es einen Zusammenhang zwischen Mollaths Whistleblowing und seinem Aufenthalt in der Anstalt sitzt. Doch die Gutachten sprechen eine andere Sprache. Und sie offenbaren ein strukturelles Problem.

    Am Mittwoch stellte der renommierte Regensburger Strafrechtsprofessor Henning Müller fest, dass das Landgericht Nürnberg bei Mollaths Einweisung 2006 offenbar nur aufgrund einer Tätlichkeitsbehauptung seiner Frau entschied, die selbst in die Schwarzgeldaffäre verwickelt war und dadurch ein Motiv hatte, ihren Ehemann durch eine Falschaussage als "nicht ganz zurechnungsfähig" erscheinen zu lassen. In dem Urteil ist nicht erkenntlich, dass der Vorsitzende Richter dies bei seiner Beurteilung der Glaubwürdigkeit mit berücksichtigte.

    Stattdessen spielt dort der "Schwarzgeldkomplex" als "fixe Idee" eine gewichtige Rolle. Auch das Gutachten, das zu dem Urteil führte, stützt sich keineswegs alleine auf die von der Ehefrau behauptete Tätlichkeit – stattdessen wird Mollaths angeblich "paranoides Gedankensystem" daraus hergeleitet, dass er sich "unkorrigierbar der Überzeugung" zeigt, seine Frau und andere Hypo-Vereinsbank-Mitarbeiter seien professionell an Schwarzgeldverschiebung beteiligt gewesen. Ein Vorwurf, von den die Hypo-Vereinsbank-Führung bereits damals wusste, dass er zutraf. Trotzdem machte sie ihre Erkenntnisse nicht öffentlich und trägt deshalb mit Verantwortung, dass ein möglicherweise Unschuldiger sechs Jahre lang zusammen mit geisteskranken Schwerverbrechern inhaftiert wurde.
    Auch in den Papieren zur Verlängerung seiner Unterbringung in geschlossenen Anstalten wird immer wieder an zentraler Stelle auf den "Schwarzgeldkomplex" Bezug genommen: Noch in einer Stellungnahme vom letzten Jahr heißt es, ein "konstruktiver Dialog über therapeutische Zielsetzungen des Aufenthalts" sei nicht möglich, weil Mollath unverändert glaube, er wäre ein unschuldig inhaftiertes "Opfer des Bankensystems". Die Strafvollstreckungskammer Bayreuth am Landgericht Bayreuth verlängerte anhand dieser Stellungnahme die Unterbringung Mollaths im Bayreuther Irrenhaus.

    Dass diese und andere Merkwürdigkeiten nach und nach einer größeren Öffentlichkeit bekannt werden, ist der Unterstützergruppe gustl-for-help.de zu verdanken, an der sich unter anderem der pensionierte MinisterialratWilhelm Schlötterer, der ehemalige Richter Rudolf Heindl und der Psychologe Rudolf Sponsel beteiligen. Auch die Menschenrechtsbeauftragte der bayerischen Landesärztekammer, die sich nicht nur die forensischen Unterlagen durchsah, sondern Mollath selbst in Augenschein nahm, wandte sich mittlerweile in einem offenen Brief an das Justizministerium. In ihm spricht sie von möglichen Gefälligkeitsgutachten, die nach Berufsordnung strafbar sind.
    Telepolis > Politik > Sicherheit 2.0
    Eine neue Freihandelszone mit rascher demokratischer Kontrolle ist notwendig.

    • socrates
      20. November 2012 10:08

      Besonders interessant: Frau, kriminell, beschuldigt den Mann und schon wird er verurteilt

    • brechstange
      20. November 2012 10:24

      @socrates

      Das ist ein besonders tragischer Fall.
      Wann werden wir als paranoide Querulanten abgestempelt?

      Es gibt auch einen sehr lehrreichen Film über den Fall Jakob von Metzler, wo Polizisten, ob ihrer "androhenden" Verhörtechnik verurteilt wurden und wo jetzt 2010 der Täter vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Bezug auf Foltermethoden der Polizei Recht bekam. In keiner Zeile wurde die Folter für den 11jährigen und die Familie Metzler, angetan durch den Täter, in dem Verfahren gegen die Polizisten mitangeführt. Der Richter bezog sich bei der Urteilsverkündigung auf die Belastung aus der Nazizeit.

      Während Richter, Staatsanwälte Monate Zeit haben, zu erklären, wie Polizei richtig handeln hätte müssen, hat die Polizei unter enormen Stress ihre Handlungen auszuführen. Wir haben eine echt verrottete Justiz. Die schützt die Täter, sogar dann wenn ein 11jähriger Bub entführt wurde. Manchmal gewinnt man den Eindruck, viele denken, sogar in der Justiz, war ja nur ein Kind von Reichen und alle Reiche sind Diebe.

    • socrates
      20. November 2012 10:39

      brechstange
      Meine Kritik gilt der Rechtsbeugung durch Genderismus. Die Vergewaltigungszahlen sind sprunghaft gestiegen seit Ehefrauen und Lebensabschnittspartner ihre männlichen Partner anzeigen. Kachelmann kämpft heute noch. Auch hier war es eine Zwecklüge.
      Rhoda Rhoda, einer meiner Lieblinge, erfand das Justizklavier: Jede Taste entspricht einem Vergehen, drückt man alle, druckt es das Urteil. Die k&k Kommission lehnte es ab. Es wünschte sich ein Instrument mit vielen Registern, wo man die Strenge und die Tatbeurteilung regeln kann. Heute braucht das Instrument ein Genderregister.
      Schade um die Familie! Ich kenne meine Frau vom Studium. In unserer Zeit hat man nicht gleich alles durch etwas Neues ersetzt, sondern repariert und behalten.

    • Florin
      20. November 2012 19:09

      "Ich kenne meine Frau vom Studium. In unserer Zeit hat man nicht gleich alles durch etwas Neues ersetzt, sondern repariert und behalten."

      Herzig böse :-)

  23. brechstange
    20. November 2012 10:05

    "Die Euro-Länder würden Griechenland zumindest bis 2014 das finanzielle Überleben sichern wollen: „Darum geht es im Augenblick“."

    Man könnte diese verräterische Aussage Schäubles auch anders sehen und zwar unter der Emsigkeit, wie europäische Institutionen geschaffen werden, die ab 2014 voll einsatzfähig sind.

    Der ESM sichert, dass die EZB Schrottpapiere kauft. Unter dem Dach der EZB soll bis dahin eine Europäische Bankenaufsicht mit Bankenunion entstanden sein, die nationalen Aufsichten sollen für ALLE Banken (egal ob international oder regional agierend) in diese europäische eingegliedert werden. So wird dann von oben entschieden, wer überlebensfähig ist und wer nicht. Welchen Banken abgewickelt werden und welche nicht? Zusätzlich werden sie uns dann einreden, dass der Weg, ob dieser "strengen und starken" Regeln frei ist, für eine Vergemeinschaftung der Schulden.

    Ade faire Marktwirtschaft, Subsidiarität und Eigenverantwortung.

    Ich denke, wir müssen versuchen, das zu verhindern. Jetzt hätten wir noch die Möglichkeit, es gibt noch die Strukturen. Auf unsere Nomenklatura ist kein Verlass (die greifen nach jeden Zuckerl, das ihnen geboten wird), wir müssen das selbst in die Hand nehmen.

    • brechstange
      20. November 2012 10:10

      Übrigens der seriösen und ehrliche Juncker, der Rattenfänger, hat gesagt, wir sind gegen "Vereinigte Staaten von Europa".

      http://diepresse.com/home/politik/eu/1313898/Juncker_Moechten-Luxemburger-und-Deutsche-bleiben?from=suche.intern.portal

      Wir sollten uns nicht blenden lassen, es soll eine Beruhigungspille sein. Alles was nämlich im Hintergrund von den Big Four (Juncker ist dabei) geplant wird, spricht anderes.

    • Herby
      20. November 2012 10:34

      @ brechstange

      Super-Analyse, danke. Alle diese ominösen Finanz-Institutionen wo am Anfang ein "E" steht wurden hurtig in den letzten entweder neu geschaffen oder massiv gestärkt und haben ihre Kompetenzen aufgebläht (die EZB etwa).

      Steckt da Kalkül dahinter? - Antwort: "Sicherlich!" -

      Wir Bürger sollen mittelfristig alle in diese "Europäischen Staaten von Europa" entweder freiwillig - nach geschickter Meinungsmanipulation - oder wenn es anders nicht geht: dann halt hineingezwungen werden.

      Motto: "Ade Vaterland Österreich, Vaterland Deutschland usw. Ade Nationalstaaten, Ade 'Europa der Vaterländer'"

      Deshalb trete ich für einen 'INTEGRATIONSSTOPP mit BEIBEHALTUNG aller Nationalstaaten' ein!

    • terbuan
      20. November 2012 12:01

      Die Geheimpläne für die Ausplünderung der Bürger wurden leider gestohlen,
      Schäubles Wohnung wurde nämlich kürzlich ausgeplündert, von den Tätern fehlt jede Spur! :-)

    • byrig
      21. November 2012 01:13

      brechstange,keine sau kennt sich aus,der juncker ist nur ein dampfplauderer der bis jetzt nichst zuwege gebracht hat.
      es dürfte die vielzitierte,vielgeschmähte schwäbische hausfrau recht haben:gib nicht mehr aus als du einnimmst.

    • brechstange
      21. November 2012 08:56

      @byrig

      Unterschätzen Sie mal den Juncker nicht. Beinhart drückt er mit seinen Seilschaften seine Interessen durch. Und wenn ihm einer in die Quere kommt, dann gibts Saures und beleidigte Leberwurst. Da wird dann gemobbt, was das Zeug hält.

  24. A.K.
    20. November 2012 09:48

    Zur Tagebuchnotiz „Die Regierungen, nicht die Banken haben uns hineingelegt“ und zum Thema „Die Euro-Länder würden Griechenland zumindest bis 2014 das finanzielle Überleben sichern wollen“ ein (unterhaltsamer) Hinweis:
    Seit einigen Jahren gibt es eine beachtliche Zahl an Kriminalromanen, die qualitativ hochwertig geschrieben sind und über die gewählten Handlungsorte auch manchmal gute Hintergrundinformationen liefern. Begonnen hat vermutlich „Donna Leon“ mit ihren venezianischen Geschichten – die zwar unangenehm politisch korrekt sind, die Autorin ist ja Amerikanerin – die aber auch einen florierenden „Krimi-Markt“ geschaffen hat.
    Zum Thema Griechenland gibt es den empfehlenswerten Kriminalroman
    „Live! - Ein Fall für Kostas Charitos“, Petros Markaris, Diogenes, deutsche Erstausgabe 2004, ISBN 3-217-234740, im griech. Original erschienen 2003.
    Der Kriminalroman ist gut und spannend geschrieben, die griechische Geschichte der letzten fünfzig Jahre (Militär „Junta“, Linke Strömungen, etc. und EU-Einfluß) ist dabei der Hintergrund. Selbst wenn nur 10% davon nicht übertrieben ist, dann müssen die naiv denkenden nördlichen EU-Angehörigen noch einiges dazu lernen, um die griechische (Polit-)szene zu verstehen.

  25. Josef Maierhofer
    20. November 2012 09:01

    Ein guter Beitrag von Dr. Unterberger, danke !

    Wir fahren also im Schlafwagenexpress bis 2014 in die Schulden- und Inflationsschlucht, dann werden wir dort unsanft 'wachgerummst'.

    Weil wir diese unseligen 'Propheten' (eigentlich Diktatoren) nicht abgewählt haben. Der Politik geht es ausschliesslich um sich, ihre Pfründe und ihre Klientel, die sie als Stimmvieh und unverschämte Privilegienritter benutzen.

    Wir haben 2013 vermutlich die letzte Chance für eine eventuelle, allerdings schwere, Zukunft unter relativ guten Wahlmöglichkeiten.

    EU sollten wir beginnen abzubauen und den Handelsvertrag, das einzig noch irgendwie freie, wenn auch überbürokratisiert, nach Möglichkeit bewahren.

    Nicht die Banken sollte man retten, eher die Sparer, wie geschrieben. Gott sei Dank werden die Banken jetzt auch verantwortungsbewusster, denn sie wissen um die kommenden Konkurse der EU-Staaten, einzelner davon. Vermutlich schaffen wir den Konkurs auch, wenn wir an unserer Koalition festhalten.

    Was wir zu unserer Selbstrettung tun könnten, sind wieder einmal angeführt, Gesetzesvereinfachung, Auflassen der Unnötigkeitspolitik (von Gender bis P.C., von Verschwendung bis Korruption), Privilegienabbau, Subventionsabbau, Föderalismusreform, Verwaltungsabbau und -reform und -vereinfachung, Budgetdisziplin, u.v.a.m. zuletzt hat das Dr. Schüssel versucht und er hat genau deshalb einen Ehrenplatz in meinem Politikerandenken.

    Was ich wieder einmal anregen will, wir bräuchten eine Expertenregierung aus nachweislichen Unabhängigen, die noch nie bei einer Partei waren und auch nicht sein werden, Leute, die selbst in der Wirtschaft stehen und die Zusammenhänge gut kennen, denen Österreich am Herzen liegt, aber nicht im Eigeninteresse. Diese sollten mit normalen Wahlen nicht ausgesetzt werden und für Kontinuität sorgen und vom Volk auch nicht beliebig abgesetzt werden können, solange sie nicht Anlass zum Einschreiten liefern. Als Volk sollten wir diese Regierungsaufgaben eher einhellig vergeben und nicht in Kampfabstimmung.

    Die Parteien sollten Politiker heranbilden, einen Meinungspool bilden, notwendig gewordene Gesetze vorschlagen und auch öffentlich und mit der Regierung diskutieren, sodass dann einsichtig wird, was im Einzelfall das Beste für Österreich ist. Nachdem wir so viele Gesetze auch nicht brauchen, wäre auch ein kleiner Nationalrat als gesetzgebende Körperschaft, etwa die Hälfte des heutigen Umfangs, genug für das kleine Österreich.

    • FranzAnton
      20. November 2012 20:25

      Lieber Herr Maierhofer, Ihre Ausführungen lassen leider die Realität vermissen. Es gibt diese Experten nicht, es gibt niemanden, der sie auswählen könnte. Nur Wahlen bleiben, wobei allerhand Möglichkeiten bestehen, und Direktdemokratie, die anzustreben wäre.

  26. terbuan
    20. November 2012 08:29

    Nicht ganz O.T.
    zum Thema frühes Wahlzuckerl: Erhöhung der Pendlerpauschale

    Diese unsägliche Miki-Leitner wurde kürzlich in den Rotfunknachrichten zitiert:
    "Die Erhöhung kostet kein zusätzliches Geld, denn durch das Triple-A Österreichs erspart sich das Land neue Steuern"

    Habe ich mich da verhört oder ist diese Frau wirklich so dumm?

    • Anton Volpini
      20. November 2012 08:37

      Ja terbuan, ich fürchte auch, sie ist strohdumm!

    • Wertkonservativer
      20. November 2012 09:23

      Ja, liebe Freunde!
      Falls sie das so gesagt hat (was ich gerne glaube), ist sie wirklich strohdumm, und als Regierungsmitglied erheblich inkompetent.

      Als ÖVPler und Niederösterreicher fällt mir diese Übereinstimmung mit Euch an sich recht schwer, doch hier gilt ganz klar: gewogen und zu leicht befunden!

      (gerhard@michler.at)

    • brechstange
      20. November 2012 09:35

      Es kommt einem das Grausen.

    • Josef Maierhofer
      20. November 2012 09:45

      @ terbuan

      Sie haben sich nicht verhört. Das sind unsere Politiker.

      Frau Mikl-Leitner verkauft also das Triple A als 'billige' Wahlwerbung.

      Wo sie sich den 'Zaster' holen wird, am besten bei der EU ....

    • Torres (kein Partner)
      21. November 2012 09:59

      Seit ihrer "Her mit dem Zaster"-Aussage weiß wohl jeder, wie es um ihren Intelligenzgrad steht. Sie will es allerdings immer wieder bestätigen.

    • Sinnlosschwatz (kein Partner)
      21. November 2012 15:17

      ich glaube auch, dass dieses Weib einfach nur deppert ist, die Bilder von der Regierungsklausur in Laxenburg verstärken diesen Eindruck nur. Es ist ja jedem sein Recht deppert zu sein, nur sollten solche Leute keine Regierungsfunktion innehaben. Leider hat sie im Regierungsteam auch noch Gleichgesinnte, das Faymandl und der Windelegger sind nicht viel besser, allein die Vetodrohung mit erhobenen Zeigefinger zeigt schon sie ernst man diese Leute nehmen kann, der gelernte Österreicher weiss ja eh, das diese lauwarmen Typen bei der nächsten Gelegenheit wieder am Bauch liegen und den Arschlöchern in Brüssel reinkriechen, groß genug sind die ja, da passt jeder noch so grosse Wasserkopf hinein.

  27. HJR
    20. November 2012 08:01

    Für mich war schon ab dem Zeitpunkt der Lehmann-Krise - dem Meilenstein, mit dem alles Begann - klar, dass die schnellste Heilung auf dem Wege der Marktgesetze herbeizuführen ist. Und diese Gesetze sagen schlicht und eindeutig: Wer pleite ist, muss aus dem Markt ausscheiden, was immer diesfalls der Markt sein sollte, gleichgültig ob Unternehmen, Geschäfts- oder Investmentbank oder Staat. Denn jede dieser Körperschaften agiert auf "ihrem Markt" und jede den Regeln und Notwendigkeiten des Marktes widersprechende "Rettung", Sanierung oder andere "Vermeidungsstrategie" macht das Ganze noch teuerer.

    Und im Gegensatz zur vielbeschworenen "Erhaltung der EU" denke ich, wenn diese nicht in der lage ist, ihr Geschäft "ordentlich" (und ohne ESM-, EZB- und sonstiger "Zaubertricks" - die ohne nur dazu da sind, der Politik Zeit zu gewinnen, das "ancien regime" nocheinmal und noch einmal weiter zu betreiben) zu führen, dann wäre es besser, dieses Konstrukt aufzugeben und mit jenen, die sich als "gemeinschaftstauglich" erwiesen haben, etwas Neues aufzubauen.
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at

    • dssm
      20. November 2012 10:45

      Lehmann als Beginn?
      Sie verharmlosen!
      Gehen Sie einmal die ganzen Krisen und Blasen seit den 70ern durch. Immer das gleiche Spiel. Gelddrucken, Gelddrucken und noch mal Gelddrucken. Schulden, Schulden und noch mehr Schulden.
      Gleichzeitig weniger und weniger Industrie und Produktion.

    • HJR
      21. November 2012 14:47

      Ja, klar!
      Dann stellt sich aber die Frage, ob wir nicht ohnehin in einer permanenten "Krise" leben!

  28. Rau
    20. November 2012 07:41

    Hier zwischen Regierungen und Banken zu unterscheiden ist etwas kurz gegriffen, wenn wie z.B. in Amerika Goldman Sachs seine Top Leute in die Regierung als Finanzminister entsendet und danach wieder zurückholt. Allerdings haben dort auch schon Tribunale stattgefunden in denen zumindest mal die Top Manager von Lehman unangenehme Fragen beantworten mussten.

    Wer Zeit hat kann sich ja mal diese hervorragende Dokumentation ansehen

    http://www.youtube.com/watch?v=GyVP2oDw_GQ

    Banken kaufen sich Regierungen und haben diese in Komplizenschaft genommen um diese stille Enteigung in Gang zu bringen - natürlich mit dem Ziel, die Nationalstaaten immer weiter auszuhöhlen und schliesslich überflüssig zu machen - mit welchen Konsequenzen auch immer. Wir leben tatsächlich in einer interessanten Zeit, in der wir tatsächlich Gefahr laufen unsere letzten demogratischen Rechte zu verlieren und damit auch die Möglichkeit eine Regierung zu bekommen, die diese Bezeichnung auch verdient.

  29. Anton Volpini
    20. November 2012 07:41

    "Die Regierungen, nicht die Banken haben uns reingelegt".....die Banken auch!
    Da braucht man nur an die Rolle von Goldman Sachs erinnern.
    Uns sie legen uns ständig weiter rein, so wie auch die Politiker.
    Würden sich nämlich diese mephistoselische Symbiose am direkten Weg gegenseitig unterstützen, dann würden sie in gegenseitige Abhängigkeitsverhältnisse über die Eigentumsregeln kommen. Sie brauchen einen Zwischenwirt, die sie an den PIIGS-Staaten nicht nur gefunden haben, sie haben diese Zwischenwirte geschaffen.

  30. simplicissimus
    20. November 2012 05:59

    Was fuer eine Blamage fuer die europaeische Nomenklatura, was fuer ein Triumph der Befuerworter der Einhaltung der marktwirtschaftlichen Spielregeln wird das werden!
    Richtige Freude wird aber nicht aufkommen koennen nach der Verschwendung von Milliarden und Abermilliarden, nach der Verunglimpfung der vermeintlichen Retter als "Nazis" und nach den neuen Graeben, die sich in Europa durch das fatale Wirken von Scheineuropaeern auftun werden.

    Ich moechte daher allen ernsthaften Oppositionsparteien zu Folgendem raten: Bringt lauter und IMMER LAUTER zur Sprache, dass man bei Beweiseintritt des Scheiterns der Schuldenpolitik alle Rechtsmittel ergreifen wird, die schuldigen Politiker zur Verantwortung zu ziehen. Wenn das auch schwierig sein wird, so gibt es doch Ansatzpunkte durch den Vertragsbruch der Non-Bailoutklausel oder des verfassungsbrechenden ESM beispielsweise. Wenn die Blase erst platzt wird es auch leichter sein, entsprechende oberstgerichtliche Entscheidungen zu bekommen, so traurig (fuer unsere Justiz) das klingt. Weiters soll man die Frage aufwerfen, Politiker fuer hemmungsloses Schuldenmachen so wie Manager zur Verantwortung zu ziehen. Am besten rueckwirkend. Ich denke nur an die Gesetzes- und Vorschriftenflut, die bald jeden zweiten Buerger straffaellig machen kann, der etwa in einer oeffentlichen Anlage raucht, der jemanden nicht einstellt der ihm nicht passt, der eine abweichende politische Meinung hat, der ueber eine bestimmte Religion oder sexuelle Ausrichtung laestert, der es nicht fuer notwendig oder zu teuer empfindet, sich an Quoten oder Rollstuhlrampen zu halten usw und so fort.
    Warum sollen dann im Interesse des Gemeinwohls nicht auch endlich Politiker haften fuer Verschleuderung des Volksvermoegens und damit stiller Enteignung aller Buerger?
    Gutmenschlichkeit, Ruecksichtnahme auf jetzige und kommende Generationen soll auch fuer unsere PolitikerInnen gelten, nehmen wir sie doch herzlich auf in diesen Kreis!

    Opposition, beginnt das zu diskutieren, zeigt der Nomenklatura, dass sie nicht unantastbar ist, dass es Konsequenzen fuer Verantwortungslosigkeit gibt! Die besten neuen Gesetze, die ENDLICH gemacht werden sollen, waeren solche.

    • FranzAnton
      20. November 2012 19:02

      Den vergebenen Sternderln nach zu urteilen können Viele sich, so wie auch meine Wenigkeit, mit Ihre Ideen identifizieren;
      allerdings wäre Direktdemokratie die einzige Methode, derartige, buchstäblich revolutionäre Gesetzesinitiativen durchzubringen. Schließlich standen die Machthaber aller Zeiten und allüberall, mit ganz wenigen Ausnahmen, faktisch über den von ihnen erlassenen Gesetzen, wofür Berlusconi als übles Musterbeispiel gelten kann; gegen US - Präsident Nixon wurde ein Impeachment - Verfahren eingeleitet, in dessen Folge er abdanken musste, welches sein Nachfolger Ford aber niederschlug, Nixon also nicht bestraft wurde.

      Es erscheint vollkommen schlüssig und vernünftig, Machthaber für Malversationen zu belangen; die Initiative hiefür wäre relativ niederschwellig anzusetzen, einige wenige Abgeordnete müssten etwa antragsberechtigt sein; ist nichts dran, würde es sich wohl herausstellen.

    • simplicissimus
      20. November 2012 19:27

      Ich kann Ihnen nur zustimmen, FranzAnton!

  31. S.B.
    20. November 2012 01:13

    Es ist zu befürchten, daß ehe Griechenland aus dem Euro ausscheidet und nach den diversen Wahlen bei denen Rot oder Grün in den Regierungen sitzen könnten, weil die Bevölkerung offensichtlich lernresistent ist, EuroBONDS aufgelegt werden und die ganze Schuldenmisere noch ein paar Jährchen weitergeht.
    Enteignet werden ja doch nur jene, welche aus Vernunft, Leistungsdenken und Eigenverantwortlichkeit einen bescheidenen Wohlstand augebaut haben. Die sind aber nicht das verläßliche Wählerpotential, welches sich in die soziale Hängematte fallen läßt und dem Lockruf folgt, daß die sogenannten Reichen sowieso noch mehr geschröpft gehören.

    Da Politiker dies zum eigenen Überleben längst erkannt haben, wird auf dem Klavier bis zum endgültigen Untergang weitergespielt - vielleicht sogar bis über das Jahr 2014 hinaus, aber dann....................!

    Die Zeichen mehren sich und bei Frankreich ist dann Schluß mit Lustig:

    http://orf.at/#/stories/2151969/

    • HJR
      20. November 2012 08:04

      [... wird auf dem Klavier bis zum endgültigen Untergang weitergespielt ...]

      ... ganz nach dem Muster der Titanic!
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at

    • HJR
      20. November 2012 08:04

      [... wird auf dem Klavier bis zum endgültigen Untergang weitergespielt ...]

      ... ganz nach dem Muster der Titanic!
      ======================
      horst.rathbauer@gmx.at






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