Debatte um die Wehrpflicht: Keiner denkt an die Betroffenen drucken

Heimito von Doderer verdanken wir folgende Erkenntnis: „Noch keiner, der des Irrsinns Höhe erreichte, hat sie als solche erkannt und auch die Gipfel der Frechheit bleiben für ihre Erstersteiger meist in Nebel gehüllt." Nichts könnte den Wahrheitsgehalt dieses Zitats besser illustrieren, als die im Zuge des in Österreich eben anhebenden Wahlkampfs von den Koalitionspolitikern geäußerten Ideen. Ob im Hinblick auf die im kommenden Jahr dräuenden Nationalratswahlen eher unverschämte Chuzpe oder pure Narretei im Vordergrund steht, sei dahingestellt … immerhin ist ja gerade Fasching.

Wie vor Wahlen üblich werden von den politischen Mandatsträgern alle möglichen und unmöglichen Versprechungen gemacht, Absichtserklärungen präsentiert und Reformen beworben. Eines der von den Sozialisten in allen Parteien immer wieder gerne strapazierten Themen ist die allgemeine Wehrpflicht. Ältere Semester erinnern sich: 1970 gewann der listenreiche rote Rosstäuscher Bruno Kreisky mit dem Schlachtruf „Sechs Monate Bundesheer sind genug!“ eine Mehrheit auf Bundesebene (in die Tat umgesetzt wurde das Versprechen – erst Jahrzehnte später – vom dynamischen Duo Schüssel/Platter, zwei Schwarzen. Die Geschichte hat eben Sinn für Ironie…).

Seit damals jedenfalls werden Fragen der militärischen Landesverteidigung (wie übrigens auch jedes andere Problem von einiger Relevanz) von der hohen Politik ausschließlich unter dem Aspekt der Verwertbarkeit zum Stimmenfang behandelt. Eine seriöse Auseinandersetzung mit Fragen der Wehrpolitik hat hierzulande nach 1970 nicht mehr stattgefunden.

Um die Landesverteidigung geht es auch jetzt nicht, oder bestenfalls am Rande. Die Sorge um eine wohlwollende Berichterstattung in den Hauptstrommedien geht eindeutig vor. Wie also lauten die Positionen der regierenden SPÖVP? Die einst staatstragende ÖVP bewegen – so gut wie ausschließlich – Fragen des mit der Wehrpflicht im Zusammenhang stehenden Zivildienstes und solche, die mit nichtmilitärischen Aktivitäten des Heeres zu tun haben. Ihre Präferenz für ein Wehrpflichtigenheer nicht etwa mit militärischen Notwendigkeiten, sondern u. a. mit Problemen zu begründen, die aufträten, wenn bei Skiweltcupläufen nicht mehr genügend kostenlose Hiwis zum Pistentreten zur Verfügung stünden, ist schon eine respektable Leistung.

Noch origineller sind die Vorstellungen der Sozialisten, die einst – lang, lang ist´s her – die Volksbewaffnung forderten (damals noch nicht in ihrer Eigenschaft als allmächtige Regierungspartei) und nun unter Federführung eines in jeder Hinsicht leichtgewichtigen Wehrdienstverweigerers plötzlich zu glühenden Apologeten des Berufsheeres geworden sind. Vergessen ist mit einem Mal auch die traumatische Erfahrung des Jahrzehntelang beschworenen Jahres 1934, als bitterböse Berufssoldaten im Auftrag finsterer „Austrofaschisten“ auf beinahe friedliche Proletarier schossen.

Welche Schmähs von gehorsamen Parteisoldaten auch immer pro und contra Wehrpflicht aufgeboten werden (von Argumenten zu sprechen, wäre eine grobe Begriffsverfehlung), eine Berücksichtigung der davon unmittelbar Betroffenen, der jungen, männlichen Wehrpflichtigen nämlich, unterbleibt in 100 von 100 Fällen. Was zählt, sind allein die Interessen von Staat und Parteien, sowie die eines ominösen „Gemeinwohls“ (welch seltsames Ding das auch immer sein mag).

Dagegen wird der Wunsch junger Männer, im Fall der Fälle lieber unversehrt am Leben zu bleiben, als im Feuer überlegener Waffen des Feindes zu fallen, von den Befürwortern der Zwangsverpflichtung nicht einmal ignoriert. Dass es tatsächlich nur um Männer geht, nicht zuletzt, weil die ansonsten so lautstarke Phalanx aus Gender- und Quotenwächtern in dieser Angelegenheit vornehme Zurückhaltung zeigt, sei nur am Rande vermerkt. Weshalb also ausschließlich junge Männer ihre Gesundheit und ihr Leben für einen Staat aufs Spiel setzen sollen, der ihnen im zivilen Leben nichts als Unannehmlichkeiten, Kosten und Unheil bringt, liegt im Dunkeln.

Das ihnen – willkürlich – abverlangte Opfer nutzt am Ende nur dem Leviathan und dessen Günstlingen. Ihnen selbst, ihren Familien und Freunden dagegen, wäre alles andere als ein lebensgefährlicher Frondienst für einen Staat zuträglicher, der sie in einen Kampf gegen einen in jedem denkbaren Szenario mit überlegener Technik ausgerüsteten Feind schickt. Der Krieg nützt nur dem Staat. Denn dieser verteidigt schließlich sein territoriales Enteignungsmonopol gegen ausländische Konkurrenz. Welchen Nutzen aber zieht ein zwangsverpflichteter, männlicher Staatsbürger aus dem Krieg?

Unfreiwilliges Opfer an den Staat

Keiner der für die Beibehaltung der Wehrpflicht eintretenden Politiker unterzieht sich der Mühe, eine ethisch-moralische Begründung dafür zu liefern, weshalb sich an (Staats-)Politik mehrheitlich desinteressierte junge Männer auf Geheiß einer im sicheren Bunker hockenden Regierung zum Krüppel schießen lassen sollten – und das womöglich gar noch bei einem der derzeit so modischen Auslandseinsätze. Dass ein schwerwiegender Unterschied vorliegt, ob der gewaltsame Tod eines (gut bezahlten) Freiwilligen oder der eines ohne Wahlmöglichkeit Zwangsverpflichteten herbeigeführt wird, ist ihnen keinen Gedanken wert.

Dass es sich um einen Rechtsstaat handelt, der bereit ist, eine willkürlich erkorene Gruppe von Menschen – und zwar auch gegen deren erklärten Willen und (religiöse) Überzeugungen – Todesgefahren auszusetzen, darf bezweifelt werden. Nichts und niemand ist berechtigt, derart massiv und gewaltsam in das Leben (eines Teils) der Bürger einzugreifen.

Allerdings ist es in einem Land, in dem ein Kanzler einst unwidersprochen feststellen konnte „ohne Partei sind wir nichts“, nur ein kleiner Schritt zur Forderung nach totaler Hingabe an den Staat. Ohne ihn sind wir nichts – haben vermeintlich keine Rechte, keine Sicherheit, keine Zukunft und keine Hoffnung. Ohne ihn ist das Leben – wie betete es der Hohepriester der neuzeitlichen Staatsmystifizierung, Thomas Hobbes, einst vor – „scheußlich, brutal und kurz“. Wenn das nicht dazu angetan ist, wehrfreudige Erregung hervorzurufen!?

Welche Ironie, dass ausgerechnet die „Konservativen“ unserer Tage einen Narren an der Wehrpflicht gefressen haben, die eine Folge der Französischen Revolution und damit ein Kind der von ihnen oft mit scheelen Augen betrachteten Aufklärung ist. Zuvor war Krieg (ohne dessen zu allen Zeiten bestehenden Schrecken verharmlosen zu wollen) eine vergleichsweise harmlose Marotte gekrönter Häupter. In der Mehrzahl der Konflikte trafen damals relativ kleine, aus Berufskriegern bestehende Heerhaufen aufeinander, während Zivilsten oft nur als unbeteiligte Zuseher fungierten.

Die Waffengänge pflegten in aller Regel – schon allein der Kosten wegen – kurz zu sein (der 30-jährige Krieg bildete – auch im Hinblick auf das Schicksal der Zivilbevölkerung – eine Ausnahme). Die totale Politisierung der Gesellschaft, die weitgehende Zurückdrängung des Privaten und der Selbstbestimmung, stehen mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in engem Zusammenhang. Erst sie machte den Weg frei zum „totalen Krieg“. Seit dem amerikanischen Sezessionskrieg, spätestens aber seit dem letzten großen Waffengang in Europa, kommt der Krieg nun auch zu den Nichtkombattanten ins Haus. Welch großartiger Fortschritt!

Andererseits ist es ein böser Witz, dass ausgerechnet die Roten – mittlerweile voller Übermut, da sie inzwischen an sämtlichen Schalthebeln des Staates sitzen – eine Söldnerarmee befürworten und den (ihnen stets verdächtigen) Privatmann möglichst hilf- und waffenlos sehen wollen.

„Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben“, hat Horaz einst behauptet. Ist schon dieser Spruch mehr als fragwürdig, so mutiert er zum blanken Zynismus, wenn der Ehrentod für die unmoralische Anstalt namens Staat verklärt wird.

Ohne technische und organisatorische Fragen zu berücksichtigen, die zu beantworten es selbst in Österreich genügend geeignete Fachleute geben sollte: Die Landesverteidigung anders als mit einer Freiwilligenmiliz zu organisieren wird – wenn die Bürgerrechte erst genommen werden, der Rechtsstaat keine reine Fiktion sein soll und die zur Verfügung stehenden Mittel begrenzt sind – kaum in Frage kommen.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 09:27

    Das DIESER Staat Österreich eine unmoralische Anstalt ist, bleibe unbestritten. Das lässt sich freilich ändern. Der Staat als Organisationsprinzip jedoch findet überhaupt seine Rechtfertigung praktisch ausschließlich aus der Bewältigung der Sicherheitsaufgabe.

    Rechtssicherheit, Polizei Justiz und Landesverteidgung sind seine Kernaufgaben, deren Privatisierung nicht ratsam ist. Oder wollen wir zurück zu den grundobrigkeitlichen Gerichten, in denen der Abt des Stiftes Heiligenkreuz oder der Landvogt der Kuenringer Recht in erster (und letzter) Instanz spricht ? Warum Konservative für die Wehrpflicht sind, ist nicht unbedingt rätselhaft - konservieren (bewahren) wollen diese doch bewährtes und nicht einfach altes - wäre es anders, lebten jene in der Steinzeit, weil Neuerungen generell zu verwerfen wären. Nun - nicht alles was sich gut liest und zu einer brauchbare Polemik tauglich ist - stimmt deshalb auch schon. Das die verhamlosend Kabinettskriege genannten Kriege des 18. Jahrhunderts von Berufskriegern geführt wurden ist blanker Nonsens und vollkommen tatsachenwidrig: die Soldaten, erbarmungslos gedrillt bis zum Umfallen, waren Zwangsverpflichtete - und zwar lebenslang oder bis zur schweren Verwundung oder zum Tod - sie waren rechtlose Untertanen, zumeist Bauernsöhne, geprügelt bis zur Verkrüppelung wenn sie desertierten, ohne Sold und ohne Versorgung. Diese vom Autor des Beitrages als 'Berufskrieger' bezeichneten wurden in der weit überwiegenden Zahl der Fälle von den degenerierten Nachkommen eines einst (im Mittelalter) für das Kriegshandwerk geschulten Adels geführt, der mittlerweile das Kämpfen verlernt hatte und mit gepuderter Perücke und Zierdegen in die Schlacht rückte und dem zumeist jegliches Verstehen des Handwerks fehlte. Mit dementsprechenden Folgen. Ausnahmen von dieser Regel sehen wir als Reiterstandbilder in Denkmäler gegossen.

    Der dreißigjährige Krieg war keine Ausnahme. Die sogenannten Kabinettskriege waren es. Krieg tendiert, wie Clausewitz sagt, seiner Natur nach zum Äussersten. Ihn zu verlieren oder einer sicherheitspolitischen Erpressung nachgeben zu müssen, ist in der Regel weit teurer, als den Aggressor abzuschrecken. Und die Vorstellung, das die Aufgabe einer Armee darin bestünde, junge Männer glücklich zu machen oder deren Zustimmung zu erheischen, gehört als Lachnummer ins Kabinett der Kuriositäten. Demnächst stimmen Schüler ab, ob sie Hausübung machen, Studenten über ihr Prüfungsergebnis. Beklagte wünschen sich ein Urteil ihrer Wahl, Straftäter erwählen sich eine geeignete 4-Stern Unterkunft und Steuerpflichtige suchen sich aus, ob und was sie überhaupt bezahlen wollen. Putzfrauen im Spital erklären dem Chirurgen, wie er den Blinddarm operiert. Libertäre Anarchos kommen links ins Bild, weil sie rechts schon zuweit rausgerutscht sind

    Die Aufgabe einer Armee ist es, den verfluchten Feind zu schlagen, der unser Land mit Krieg überzieht oder uns damit droht. Er ist zu schlagen, mit Mann und Ross und Wagen. Weiss er das vorher, auch weil er mit der Aufstellung eines Volksheeres rechnen muß, dann ist jenen jungen Männern der beste aller Dienste erwiesen, den es geben kann. Nämlich der, daß sie durch ihr Dienen die Aggression verhindert haben und Heil und Wohlbehalten heimkehren können.

    Kämpfen können, um nicht kämpfen zu müssen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 11:11

    Sosehr ich Ihre libertäre Haltung teilweise verstehen kann, sosehr muss ich in der Frage Wehrhaftigkeit an der Wehrpflicht, die aus dem Wehrrecht kommt, festhalten.
    Ach, wie die unfreiwillig zum Wehdienst gepressten leiden! Es ist ja nicht auszuhalten. Und die Zeit, die man den Jungs da stiehlt (weil die ja sonst alle schon längst produktiv tätig wären und alle hochbezahlte Jobst hätten...)
    Abgesehen davon, daß wir heute ohnedies nur mehr Freiwillige haben, weil der Rest sich ja als elende Zivis am Dienst mit der Waffe vorbeischmuggeln kann, ist es doch so, daß die meisten Burschen einen gewissen Stolz empfinden, waffenfähig zu sein und gegen eine fordernde Ausbildung auch nichts einzuwenden haben.
    Eine Kaserne ist eben kein Ponyhof und der Krieg kein Kindergeburtstag! Das ist jedem klar (nein, manchen Leuten nicht, weshalb sich von den mit viel Popanz und Qualitätsmedien begleitenden "ersten Freiwilligen" bei der deutschen Bundeswehr fast die Hälfte wieder verabschiedete - der Ton war zu rauh...)
    Einen Gammeldienst muss man ablehnen, und die meiste Frustration kommt von den Jungs, die einen solchen erfahren durften.
    Das liegt in diesen Fällen an den Vorgesetzten, die unfähig sind, etwas zu organisieren. Ausbildung interessant zu machen, ist dabei gar keine Kunst.
    Was eine Wehrpflichtigen-Armee kann, zeigt wohl das Beispiel Israels am Besten.
    Die Armee vermittelt dort neben Patriotismus auch Führungsverhalten und Verständnis für technisch aufwändiges Gerät. Eine Erfahrung, die später den jungen Leuten mehr als hilfreich ist. Nicht umsonst ist der Krieg "Vater aller Dinge".
    Details übrigens hier: http://futurezone.at/digitallife/12149-israel-mit-chuzpe-und-militaer-zur-it-macht.php
    Unser Österreich hält sich lieber einen geistigen Zwergerlgarten, anstatt einer kleinen, hochmodernen Armee, die eine "Schule der Nation" sein könnte. In jeder Hinsicht.
    Dazu gehört aber auch eine entsprechende Dotierung. Der Österreicher findet hingegen sein Geld für besser investiert in Griechenland, den bodenlosen Taschen der kriminellen Bankster, bei der Unterstützung der Scheinasylanten (insbesondere der kriminellen, die im Urlaub ein bisserl nach Hause fahren zum Morden und Partisanieren) und in den Milliarden, die in dubiosesten Subventionen versickern.
    Diese Mittelverwendung muss dann dafür herhalten, daß für Infrastruktur und Wehrwesen eben kein Geld da sei. Für linke, staats- und volkszersetzende Vereine haben wir aber die Millionen...
    Oh nein! Ich will, daß jeder Mann lernt, sich und die Seinen zu verteidigen und daß ihm sein Volk das an Material zur Verfügung stellt, was als Bestes gerade verfügbar ist. Nicht mehr, nicht weniger und dieser Staat wird wie ein Fels in der Brandung der Zeiten stehen und so jedem einzelnen seine Freiheit ermöglichen!
    Dafür sind einige Monate Ausbildung und Unterordnung ja wohl nicht zuviel verlangt, oder?
    Eine bezahlte Söldnertruppe hingegen wird eine Sozi-Armee sein, die unter dem Befehl der Politkommissare der EUdSSR und/oder der Yankees und ihrer Interessen steht.
    Eine Armee soll dem Volk aber Handlungsspielraum verschaffen. Deshalb muss sie das Volk sein!
    Wenn der - natürlich ungewählte - Präsident der EUdSSR eines Tages beschließt, von uns weitere Steuern zu erheben, weil er für dieses Geld eine bessere Verwendung hat, als die rechtmäßigen Eigentümer, dann kann eine selbstbewußte Regierung ihm ins Gesicht lachen und sagen, wir zahlen's nicht.
    Wenn der Bonze dann renitent wird und mit Sanktionen droht, gibt es gar kein Geld mehr, dann kann Brüssdel nichtmal mehr die Stromrechnung bezahlen und der Kommissar kann im Dreieck springen, davon wird sein Konto auch nicht aufgefüllt.
    Was will der Obermaoist dann machen? Mit der EURGEDFOR drohen? Die EU-Eingreiftruppe schicken? Nicht im Traum, solange hier Männer unter Waffen stehen - ein Volk mit Gewehren kann nicht besiegt werden. Hätte eine Schweiz ohne Armee den Drohungen des Bolschewiken Steinbrück mit der "Kavallerie", die dieser Hochgradverbrecher am eigenen Volk zum Ausplündern des Schweizerlandes am liebsten geschickt hätte auch mit Hohngelächter begegnen können? (Nebenbei pflegen solch größenwahnsinnige Bolschewiken, wenn sie eines tages die Macht dazu haben, derlei auch umzusetzen). Wohlstand ohne Waffenschutz erhöht nur den Beutewert eines Landes, sonst nichts.

    Aber ohne Volksheer? Mit einer Söldnertruppe, die EU-Kommando untersteht? Die wird die Schlüsselstellen besetzen, und die Ausplünderung des Volkes unter EU-Statut besorgen. "Jawohl, Genosse Kommissar!"
    So war es immer in der Geschichte und so wird es immer sein.

    Ich bleibe wehrhaft - und meine Söhne auch.
    Und dann lasst die Söldner kommen...

  3. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    17. November 2012 11:52

    Au weia, Herr FranzAnton! " zugegebenermaßen für Kampfeinsätze völlig untaugliches Bundesheer.."
    Das wissen Sie so genau? Bitte um Details! Haben Sie ihre Hand am Griff eines MG's oder am Richtgriff eines Leopard2 gehabt? Haben Sie Angriffe im scharfen Schuß durchgeführt, unter Steilfeuer-Vorbereitung und Überschießen durch MG? Sind sie erfahren im Ortskampf mit Panzerunterstützung? Wieviel Schuss gehen bei Ihnen von 30 aus dem Magazin eines 77ers auf wechselnde Ziele im Schnellfeuer zwischen 200 und 400m daneben?
    "zugegebenermaßen..." Aha! Ich brenne, Details zu erfahren, wies Sie das zugeben können...

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  1. denke (kein Partner)
  2. hit-and-run (kein Partner)
    20. November 2012 22:48

    Das sehe ich anders:

    Von Männern darf erwartet werden, dass sie eine Ordnung, die die Werte und Traditionen ihrer Vorfahren hochhält und die Gemeinschaftsvorstellungen einer breiten Bürgerschaft widerspiegelt, mit der Waffe verteidigen. Oder eben Ersatzdienst leisten, wobei schon allein diese wahlfreie Alternative sicherstellen sollte, von "Schleifern" beim Heer anständig behandelt zu werden.

    Und es hat in der Welt immer wieder Grundsätze gegeben, zu deren Verteidigung Bürger bereit waren, ihr Leben zu geben.

    Dass die derzeitige Gesellschaftsordnung immer stärker an eine Zwangsherrschaft erinnert, die in immer breiteren Kreisen auf Ablehnung stößt, steht freilich auf einem anderen Blatt. Allerdings geht es dabei um die Errichtung der One-World Diktatur, was bedeutet, dass die Herrschenden nicht gegen das Ausland, sondern gegen die eigene Wählerschaft Krieg führen - wenn auch vorerst nur massenpsychologisch. Daher ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der allgemeine Zwang auch zum Zwang wird, in einem Frontenkrieg zu verbluten.

    Wenn aber in einer solchen Situation die Bürgerschaft die höchste Gewalt im Staate - das ist das Militär - abtritt, was dann, wenn diese Weltdiktatur samt Vasallen ins Wanken gerät und Aufstände und Sezessionskriege Platz greifen ... ? - Mit Berufsheer wird es sicher grausamer!

  3. dieOrangederNacht (kein Partner)
    20. November 2012 03:26

    Ich habe übrigens kein Problem ,dass es 2013 noch keine Reform gibt.
    Mir ist lieber man macht es RICHTIG statt ein halbherziges Konzept ala Darabos (der will bloß ein Berufsheer hat aber nichts durcharbeitet).

    Meine Wahlempfehlung: UNGÜLTIG oder daheim bleiben!

  4. dieOrangederNacht (kein Partner)
    20. November 2012 03:22

    "Das ihnen – willkürlich – abverlangte Opfer nutzt am Ende nur dem Leviathan und dessen Günstlingen. Ihnen selbst, ihren Familien und Freunden dagegen, wäre alles andere als ein lebensgefährlicher Frondienst für einen Staat zuträglicher, der sie in einen Kampf gegen einen in jedem denkbaren Szenario mit überlegener Technik ausgerüsteten Feind schickt. Der Krieg nützt nur dem Staat. "

    Super Kommentar Herr Tögel, kann ihren Artikel nur zehnfach unterschreiben!
    Die Wehrpflichtigen sind nur Kanonenfutter, wer was anderes behauptet der irrt.
    Was wir bräuchten wäre ein Berufsheer (zeitverpflichtet) mit Frewilligenmiliz.

    Es fragt wirklich keiner die Betroffenen.

    Und um ein bissl Off-Topic zu gehen, Darabos hat schon resigniert, er wendet sich einem neuen Thema zu "Eurofighter-Sumpf", die Berichterstattung kurz vor der Volksbefragung lässt nur einen Schluß zu:

    2013 wird wohl rauskommen das die Wehrpflicht beibehalten wird.
    Darabos wird dann den Eurofighter-Ausstieg (zumindest eine Sache) als Erfolg zu verkaufen.
    Das war aber auch schon das einzige das diese Bundesregierung in 5 Jahren vollbracht hatte...

    Conclusion: 1,6 Milliarden € mehr für den ESM

    Ich habe mit SPÖ, Grüne, FPÖ, ÖVP oder Stronach nichts am Hut
    aber eine Wehrpflicht-Reform wäre sehr wichtig, genauso wichtig wie eine Steuerreform und Verwaltungsreform.
    Letzteres wird mir jeder zustimmen.
    Warum ich auch für eine Heeresreform bin?
    Wenn schon nicht deswegen, weil die Jungs Kanonfutter sind, dann bitte doch wegen der psychischen Belastung, ich war bei der Stellung, hätte ich müssen zwischen Zivi und BH wählen hätte ich Zivi genommen, als GERINGERES ÜBEL.
    Denn in meiner Schulklasse hatte man eine feste Meinung (die sind bewahrheitete): Gehst du zum Heer, dann musst du es mögen wenn dich einer mit halben Gehirn eines Volksschulkinds herumkommandiert.
    Meine Erfahrung war freilich sogar schon bei der Stellung das tiefste vom Tiefen zu erleben!
    Ein junger Mann fragte mich (mir unbekannt warum) gleich zu Anfang "hast du schon mal geschnackselt".
    Also wenn es das ist WOFÜR UNSER STEUERGELD ausgegeben wird, Fragen aus dem "Schlaffbett" beantworten zu müssen (glücklicherweise habe ich dies ignoriert auch wenn ich mich total schämte das man mich sowas fragt), dann DARF DIESES SYSTEM NICHT BLEIBEN WIE ES IST!

  5. RR Prof. Reinhard Horner
    19. November 2012 01:07

    reinhard.horner@chello.at

    Listenreiche, eigentlich plumpe Rosstäuschung am Werk

    Auch zu den Problemen des Militärs bekommen wir den „Gipfel der Frechheit“, „unverschämte Chuzpe“ und „pure Narretei“ vom „listenreichen Rosstäuscher“ geliefert. (Die Destruktion im wenig verhüllten Sonderinteresse ist erbarmungswürdig, die Wortwahl ist selbstentlarvend.)

    An einer „seriösen Auseinandersetzung mit Fragen der Wehrpolitik“ soll niemand teilnehmen. Bei dem stetig wiederholungswütig Vorgebrachten gilt: „von Argumenten zu sprechen, wäre eine grobe Begriffsverfehlung“.

    Wer ohne jegliche (generell als sklavisch abgewiesene) Verpflichtungen im Gemeinwesen wie die Made im Speck existieren möchte, will geradezu natürlich nichts an „Gemeinwohl“ gelten lassen, der „unmoralischen Anstalt namens Staat“ alles “Unheil“ anlasten und „an (Staats-)Politik mehrheitlich desinteressierte junge Männer“ rekrutieren.

    Die planmäßige Vertrottelung insbesondere der Jugend zu Haltungen und Verhaltensweisen einer gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und teils auch wirtschaftlichen „Hohlwelttheorie“ ist in diesem Pyramidenspiel, darauf aus, den Älteren eine bevorzugte Lebensführung zu garantieren und dementsprechend speziell die Jüngeren zukunftstauglicher Entwicklungen zu berauben, sie mit Untergangsängsten einzuschüchtern, sie durch Hoffnungslosigkeit zu hemmen.

    Peter Rossegger hat sich in einem Neujahrswunsch ganz schlicht folgendermaßen vernehmen lassen:
    Ein bisschen mehr Frieden und weniger Streit,
    Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
    Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass,
    Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was!
    Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh’,
    Statt immer nur „Ich“ ein bisschen mehr „Du“;
    Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut
    Und Kraft zum Handeln - das wäre gut!
    In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht,
    Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht;
    Und viel mehr Blumen, so lange es geht,
    Nicht erst an den Gräbern, da blüh’n sie zu spät.

    Ziel sei der Friede des Herzens. Besseres weiß ich nicht.

    Dagegen verficht der plutokratische Hochmut („Wer zahlt, schafft an!“) ganz andere Absichten, nämlich den Kampf für die selbstverschuldete Unmündigkeit möglichst vieler (vor allem junger) Menschen, die sodann unterworfen verfügbar gehalten werden können.

    So will sich der anschaffende Zahler folgerichtig am liebsten bezahlte Söldner leisten und hierzu die allgemeine Wehrpflicht – wie auch andere Pflichterfüllungen im Gemeinwesen – als „Versklavung“ eliminieren. Mit Söldnern lässt sich auch gegen den Staat und gegen die verhasste Demokratie vorgehen.

    Allerdings besteht die (begründete) Zuversicht, dass sich die Jugend aus ihrer zukunftsweisenden Lebenskraft bei ihrer Auseinandersetzung mit dem Überkommenen auf die Dauer nicht in dieses perfide Pyramidenspiel hineinpressen lassen wird. Überdies soll und wird es ältere Menschen geben, die den jüngeren gegen die Lebensfälscher aller Art Hilfestellungen geben. Von dieser Aufgabe und Verantwortung sollte sich im qualitativ „bedeutenderen Teil der Bürgerschaft“ niemand ausschließen und vielmehr den plutokratischen Wunsch im Pyramidenspiel, dass die Demokratie zusammenbrechen möge, in die Niederungen einer üblen Utopie verweisen, wo er hingehört.

    Hierbei lässt sich längst nicht mehr sagen: Wehret den Anfängen!

    (Im Übrigen ist bemerkenswert, wie geflissentlich übergangen wird, dass die Bundesregierung in ihrem Regierungsprogramm 2008-2013 mit dem demokratisch begründeten Bekenntnis zur allgemeinen Wehrpflicht und dem ausdrücklichen Versprechen, den Wehrdienst entscheidend zu verbessern, angetreten ist. Und dass die Herren Häupl, Darabos, Faymann u. Co sich gegen diese Aufgabe und Verantwortung gründlich vergangen haben – wo sich die plutokratisch antistaatlichen und vor allem antidemokratischen Pyramidenspieler nun offensichtlich anschließen. Für angeblich/vorgeblich Liberale eine beachtliche Leistung! Ebenso hurtig wie die des BM Darabos von der in Stein gemeißelten Wehrpflicht hin zum Gegenteil.)

  6. Observer
    17. November 2012 21:37

    Die demnächst von den politischen Parteien und Interessensvertretungen auf uns niederprasselnden Pro- und Kontraargumente werden nicht aus sachlichen Überlegungen geführt, hier geht es einzig und allein um einen Testlauf für die einige Monate später stattfindenden Wahlen zum NR und in einigen Bundesländern.

    Auch wenn es im Jänner 2013 zur Beibehaltung der Wehrpflicht und zu einer Neuorganisation des Bundesheeres kommen sollte, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Österreich als eines der letzten europäischen Länder auf ein kleines, aber effizientes Berufsheer umstellen wird (müssen).

    Schade, dass wir in unserem Land immer den internationalen Entwicklungen nachhinken und nicht bei zukunftsentscheidenden Massnahmen vorne dabei sind.
    (So wird auch die viel kritisierte ORF/GIS-Gebühr erst mit einiger Verspätung nach unseren Nachbarländern durch eine Kultursteuer/Haushaltsabgabe ersetzt werden).

    • Pete Sahat (kein Partner)
      18. November 2012 13:13

      Ihr letzter Absatz war jetzt ironisch gemeint, oder?

    • Observer
      18. November 2012 18:59

      Pete Sahat:
      Ich bin nicht für eine Haushaltsabgabe (oder wie man dies dann bezeichnen wird), sondern überhaupt für eine völlige Privatisierung des ORF, wollte aber hier nur zum Ausdruck bringen, dass Österreich immer erst dann etwas ändert, wenn es bereits woanders geschehen ist.
      Mancher Vergleich hinkt eben. :-(

  7. Sensenmann
    17. November 2012 11:52

    Au weia, Herr FranzAnton! " zugegebenermaßen für Kampfeinsätze völlig untaugliches Bundesheer.."
    Das wissen Sie so genau? Bitte um Details! Haben Sie ihre Hand am Griff eines MG's oder am Richtgriff eines Leopard2 gehabt? Haben Sie Angriffe im scharfen Schuß durchgeführt, unter Steilfeuer-Vorbereitung und Überschießen durch MG? Sind sie erfahren im Ortskampf mit Panzerunterstützung? Wieviel Schuss gehen bei Ihnen von 30 aus dem Magazin eines 77ers auf wechselnde Ziele im Schnellfeuer zwischen 200 und 400m daneben?
    "zugegebenermaßen..." Aha! Ich brenne, Details zu erfahren, wies Sie das zugeben können...

  8. phaidros
    17. November 2012 11:31

    Bitte die werten Damen und Herren Wehrpflicht-Befürworter nicht immer in denselben Denkfehler zu verfallen!

    In Österreich existiert keine (in Ziffern: 0) Wehrfähigkeit!

    Und das ist kein Geseier, das ist ein Analyse der Ist-Situation.

    Siehe dazu:

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/11/allgemeine-dienstpflicht-ij-was-sonst-erlaeuterungen/#comment-213239

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/11/allgemeine-dienstpflicht-ij-was-sonst-erlaeuterungen/#comment-212941

    und insbesondere http://www.biö.at/?q=Verteidigung_Neutralitaet

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • dssm
      17. November 2012 17:27

      @phaidros
      Wie recht Sie haben!
      Auch hier lebt unsere Generation auf Kosten der Zukunft.
      Wir haben absolut kein ernstzunehmendes Gerät oder Reserven an Material oder Munition.
      Kommt es zu einem Ernstfall, dann muß die aktuelle Regierung zuerst einmal gewaltig einkaufen und zwar alles auf einmal. Dann erst kann die Ausbildung beginnen, also Kosten ohne Ende, aber halt in die Zukunft verschoben; und immer mit dem Risiko nicht rechtzeitig mit der Rüstung fertig zu werden.

  9. Sensenmann
    17. November 2012 11:11

    Sosehr ich Ihre libertäre Haltung teilweise verstehen kann, sosehr muss ich in der Frage Wehrhaftigkeit an der Wehrpflicht, die aus dem Wehrrecht kommt, festhalten.
    Ach, wie die unfreiwillig zum Wehdienst gepressten leiden! Es ist ja nicht auszuhalten. Und die Zeit, die man den Jungs da stiehlt (weil die ja sonst alle schon längst produktiv tätig wären und alle hochbezahlte Jobst hätten...)
    Abgesehen davon, daß wir heute ohnedies nur mehr Freiwillige haben, weil der Rest sich ja als elende Zivis am Dienst mit der Waffe vorbeischmuggeln kann, ist es doch so, daß die meisten Burschen einen gewissen Stolz empfinden, waffenfähig zu sein und gegen eine fordernde Ausbildung auch nichts einzuwenden haben.
    Eine Kaserne ist eben kein Ponyhof und der Krieg kein Kindergeburtstag! Das ist jedem klar (nein, manchen Leuten nicht, weshalb sich von den mit viel Popanz und Qualitätsmedien begleitenden "ersten Freiwilligen" bei der deutschen Bundeswehr fast die Hälfte wieder verabschiedete - der Ton war zu rauh...)
    Einen Gammeldienst muss man ablehnen, und die meiste Frustration kommt von den Jungs, die einen solchen erfahren durften.
    Das liegt in diesen Fällen an den Vorgesetzten, die unfähig sind, etwas zu organisieren. Ausbildung interessant zu machen, ist dabei gar keine Kunst.
    Was eine Wehrpflichtigen-Armee kann, zeigt wohl das Beispiel Israels am Besten.
    Die Armee vermittelt dort neben Patriotismus auch Führungsverhalten und Verständnis für technisch aufwändiges Gerät. Eine Erfahrung, die später den jungen Leuten mehr als hilfreich ist. Nicht umsonst ist der Krieg "Vater aller Dinge".
    Details übrigens hier: http://futurezone.at/digitallife/12149-israel-mit-chuzpe-und-militaer-zur-it-macht.php
    Unser Österreich hält sich lieber einen geistigen Zwergerlgarten, anstatt einer kleinen, hochmodernen Armee, die eine "Schule der Nation" sein könnte. In jeder Hinsicht.
    Dazu gehört aber auch eine entsprechende Dotierung. Der Österreicher findet hingegen sein Geld für besser investiert in Griechenland, den bodenlosen Taschen der kriminellen Bankster, bei der Unterstützung der Scheinasylanten (insbesondere der kriminellen, die im Urlaub ein bisserl nach Hause fahren zum Morden und Partisanieren) und in den Milliarden, die in dubiosesten Subventionen versickern.
    Diese Mittelverwendung muss dann dafür herhalten, daß für Infrastruktur und Wehrwesen eben kein Geld da sei. Für linke, staats- und volkszersetzende Vereine haben wir aber die Millionen...
    Oh nein! Ich will, daß jeder Mann lernt, sich und die Seinen zu verteidigen und daß ihm sein Volk das an Material zur Verfügung stellt, was als Bestes gerade verfügbar ist. Nicht mehr, nicht weniger und dieser Staat wird wie ein Fels in der Brandung der Zeiten stehen und so jedem einzelnen seine Freiheit ermöglichen!
    Dafür sind einige Monate Ausbildung und Unterordnung ja wohl nicht zuviel verlangt, oder?
    Eine bezahlte Söldnertruppe hingegen wird eine Sozi-Armee sein, die unter dem Befehl der Politkommissare der EUdSSR und/oder der Yankees und ihrer Interessen steht.
    Eine Armee soll dem Volk aber Handlungsspielraum verschaffen. Deshalb muss sie das Volk sein!
    Wenn der - natürlich ungewählte - Präsident der EUdSSR eines Tages beschließt, von uns weitere Steuern zu erheben, weil er für dieses Geld eine bessere Verwendung hat, als die rechtmäßigen Eigentümer, dann kann eine selbstbewußte Regierung ihm ins Gesicht lachen und sagen, wir zahlen's nicht.
    Wenn der Bonze dann renitent wird und mit Sanktionen droht, gibt es gar kein Geld mehr, dann kann Brüssdel nichtmal mehr die Stromrechnung bezahlen und der Kommissar kann im Dreieck springen, davon wird sein Konto auch nicht aufgefüllt.
    Was will der Obermaoist dann machen? Mit der EURGEDFOR drohen? Die EU-Eingreiftruppe schicken? Nicht im Traum, solange hier Männer unter Waffen stehen - ein Volk mit Gewehren kann nicht besiegt werden. Hätte eine Schweiz ohne Armee den Drohungen des Bolschewiken Steinbrück mit der "Kavallerie", die dieser Hochgradverbrecher am eigenen Volk zum Ausplündern des Schweizerlandes am liebsten geschickt hätte auch mit Hohngelächter begegnen können? (Nebenbei pflegen solch größenwahnsinnige Bolschewiken, wenn sie eines tages die Macht dazu haben, derlei auch umzusetzen). Wohlstand ohne Waffenschutz erhöht nur den Beutewert eines Landes, sonst nichts.

    Aber ohne Volksheer? Mit einer Söldnertruppe, die EU-Kommando untersteht? Die wird die Schlüsselstellen besetzen, und die Ausplünderung des Volkes unter EU-Statut besorgen. "Jawohl, Genosse Kommissar!"
    So war es immer in der Geschichte und so wird es immer sein.

    Ich bleibe wehrhaft - und meine Söhne auch.
    Und dann lasst die Söldner kommen...

    • nerdfilms
      17. November 2012 23:49

      Also ich hätte auf den Präsenzdienst gerne verzichtet und fühle mich deshalb gegenüber den Damen der Schöpfung massiv diskriminiert.

    • denke (kein Partner)
      25. November 2012 13:56

      Von einem Volksheer könnte man nur sprechen, wenn es auch Frauen umfassen würde.
      Warum soll eine im Parlament sitzende Fuhrmann im Ernstfall abhauen dürfen, der gewöhnliche Arbeitersohn aber das Land mit seinem Leben verteidigen müssen?

  10. dssm
    17. November 2012 09:57

    Sehr geehrter Herr Tögel.
    Meine Einstellung zum Geschriebenen ist schizophren!
    Einerseits habe ich Null Toleranz für Sklaverei, und ein zwingender Wehrdienst (vom Zivildienst reden wir erst gar nicht) ist eine Form der Sklaverei, da hilft keinerlei schöngeistige Interpretation.
    Also müsste ich Ihrer Conclusio zustimmen.

    Andererseits gibt es da die historische Erfahrung. Alle Mitglieder von Oligarchien aber auch alle Wahlberechtigten in Demokratien waren meist wehrpflichtig. In Summe haben sich diese Systeme lange und erfolgreich gehalten. Diese Systeme waren stets von grossen zivilisatorischen Leistungen geprägt.
    Jedes mal wenn eine breitere Wehrpflicht gegen ein Berufsheer getauscht wurde, stieg die Kampfkraft des einzelnen Soldaten drastisch, gleichzeitig stieg auch die Steuerbelastung und die Rechte des Einzelnen wurden beschnitten.

    Das Ende dieses Kreislaufes werden wir nicht erleben. Es ist immer
    Volksheer, mit sehr wehrfähigen Bürgern (keine Steuern)
    Volksheer, mit Bürgern welche zu regelmäßigen Übungen staatlich angehalten werden (wenig Steuern, z.B. die Ausrüstung für ärmere Bürger).
    Volksheer, mit vielen Bürgern welche dem Dienst entkommen wollen und wohl dabei Erfolg haben (wenig Steuern, aber indirekt über die Stellung von Vertretern)
    Berufsheer, mit vielen Soldaten (viele Steuern, Verdienst pro Soldat bescheiden)
    Berufsheer, mit zunehmender Spezialisierung und immer besseren Waffensystemen (viele Steuern, Drangsalierung der Bevölkerung hoch).
    Berufsheer, mit geradezu utopischer Kampfkraft des Einzelnen, dafür sehr klein (extreme Steuern, extreme Soldhöhe, extremes Drangsal).
    Dann kommt es zur Revolution und die levèe en masse siegt über die Elitekrieger, dann geht es wieder von vorne los.

    Die Macht kommt aus den Gewehrläufen! Ich würde jedem raten, seinen Wehrdienst zu machen, sonst kann die bösartige Regierung noch ganz anders mit uns verfahren und wer nicht will, verliert halt das Wahlrecht (damit würde es eine schleichende Revolution hierzulande geben).

    • phaidros
      17. November 2012 11:44

      Ein schönes Beispiel für Ihren Ablauf geben die Amerikanische Luftwaffen der Army & Navy.

      Ein Sprecher hat irgendwo einmal erklärt, die USA schaffen anzahlmäßig immer weniger Flugzeuge an, die in puncto Kampfkraft allerdings laufend stärker werden - aber auch teurer werden. Er setzte ironisch hinzu, wenn man die derzeitige Entwicklung extrapolierte, würden die USA dann ca. im Jahr 2050 nur noch 1 Flugzeug kaufen, das am Vormittag von der Army und am Nachmittag von der Navy geflogen würde...

  11. Helmut Oswald
    17. November 2012 09:27

    Das DIESER Staat Österreich eine unmoralische Anstalt ist, bleibe unbestritten. Das lässt sich freilich ändern. Der Staat als Organisationsprinzip jedoch findet überhaupt seine Rechtfertigung praktisch ausschließlich aus der Bewältigung der Sicherheitsaufgabe.

    Rechtssicherheit, Polizei Justiz und Landesverteidgung sind seine Kernaufgaben, deren Privatisierung nicht ratsam ist. Oder wollen wir zurück zu den grundobrigkeitlichen Gerichten, in denen der Abt des Stiftes Heiligenkreuz oder der Landvogt der Kuenringer Recht in erster (und letzter) Instanz spricht ? Warum Konservative für die Wehrpflicht sind, ist nicht unbedingt rätselhaft - konservieren (bewahren) wollen diese doch bewährtes und nicht einfach altes - wäre es anders, lebten jene in der Steinzeit, weil Neuerungen generell zu verwerfen wären. Nun - nicht alles was sich gut liest und zu einer brauchbare Polemik tauglich ist - stimmt deshalb auch schon. Das die verhamlosend Kabinettskriege genannten Kriege des 18. Jahrhunderts von Berufskriegern geführt wurden ist blanker Nonsens und vollkommen tatsachenwidrig: die Soldaten, erbarmungslos gedrillt bis zum Umfallen, waren Zwangsverpflichtete - und zwar lebenslang oder bis zur schweren Verwundung oder zum Tod - sie waren rechtlose Untertanen, zumeist Bauernsöhne, geprügelt bis zur Verkrüppelung wenn sie desertierten, ohne Sold und ohne Versorgung. Diese vom Autor des Beitrages als 'Berufskrieger' bezeichneten wurden in der weit überwiegenden Zahl der Fälle von den degenerierten Nachkommen eines einst (im Mittelalter) für das Kriegshandwerk geschulten Adels geführt, der mittlerweile das Kämpfen verlernt hatte und mit gepuderter Perücke und Zierdegen in die Schlacht rückte und dem zumeist jegliches Verstehen des Handwerks fehlte. Mit dementsprechenden Folgen. Ausnahmen von dieser Regel sehen wir als Reiterstandbilder in Denkmäler gegossen.

    Der dreißigjährige Krieg war keine Ausnahme. Die sogenannten Kabinettskriege waren es. Krieg tendiert, wie Clausewitz sagt, seiner Natur nach zum Äussersten. Ihn zu verlieren oder einer sicherheitspolitischen Erpressung nachgeben zu müssen, ist in der Regel weit teurer, als den Aggressor abzuschrecken. Und die Vorstellung, das die Aufgabe einer Armee darin bestünde, junge Männer glücklich zu machen oder deren Zustimmung zu erheischen, gehört als Lachnummer ins Kabinett der Kuriositäten. Demnächst stimmen Schüler ab, ob sie Hausübung machen, Studenten über ihr Prüfungsergebnis. Beklagte wünschen sich ein Urteil ihrer Wahl, Straftäter erwählen sich eine geeignete 4-Stern Unterkunft und Steuerpflichtige suchen sich aus, ob und was sie überhaupt bezahlen wollen. Putzfrauen im Spital erklären dem Chirurgen, wie er den Blinddarm operiert. Libertäre Anarchos kommen links ins Bild, weil sie rechts schon zuweit rausgerutscht sind

    Die Aufgabe einer Armee ist es, den verfluchten Feind zu schlagen, der unser Land mit Krieg überzieht oder uns damit droht. Er ist zu schlagen, mit Mann und Ross und Wagen. Weiss er das vorher, auch weil er mit der Aufstellung eines Volksheeres rechnen muß, dann ist jenen jungen Männern der beste aller Dienste erwiesen, den es geben kann. Nämlich der, daß sie durch ihr Dienen die Aggression verhindert haben und Heil und Wohlbehalten heimkehren können.

    Kämpfen können, um nicht kämpfen zu müssen.

    • dssm
      17. November 2012 10:08

      Zustimmung, nur das mit den Libertären passt mir so nicht.
      Gerade als Mensch der die Freiheit des Einzelnen liebt, muß man, meiner Meinung nach, für eine Wehrpflicht der wahlberechtigten Bürger eintreten, denn Macht kommt aus den Gewehrläufen und eine Regierungsform welche nicht früher oder später die Macht mißbraucht hat es noch nicht gegeben, da kann Wehrrecht recht gut schützen.

      Also wer Steuern zahlt hat das aktive und wer dazu noch Wehrdienst leistet auch das passive Wahlrecht – ist nur so eine Idee, aber man sollte darüber nachdenken.

    • Helmut Oswald
      17. November 2012 11:44

      @ dssm

      d'accord, darüber lässt sich auch reden. Wenn wirklich alle ans Gewehr müssen, qualmt es ja meist schon im Karton. Doch können sollten sie können, ob sie dann müssen, weil sie vielleicht in der Rüstung besser verwendet sind, mag dann sein wie immer es gebraucht wird. Aber Freiheit wird ohne funktionierende Sicherheit halt nicht gehen, sonst bleibt am Ende die Unterjochung durch eine Pax Mickey Maus. Weil Mickey Maus Erpressung besser spielen kann.

      Übrigens - typisch deutsch ist der Wahn vieler Libertären, die 'reine Lehre' notfalls um ihrer selbst Willen zu verteidigen, selbst dort, wo uns die Wirklichkeit ein anderes Gesetz gibt.

    • Andreas Tögel
      18. November 2012 09:43

      Sehr geehrter Herr Oswald,
      es irritiert mich nicht wenig, daß Sie Wehrpflichtige (also unbescholtene Staatsbürger) mit Kriminellen in einem Atemzug nennen. Die einzige "Schuld" der Wehrpflichtigen besteht nämlich darin, daß sie männlich und jung sind - nicht darin, daß Sie die Rechte Dritter veletzt hätten. Ein, wie mir scheint, beachtlicher Unterschied.

      In meinem Beitrag steht nichts davon, daß die Armee "junge Männer glücklich machen" soll. Es ist schon recht weit hergeholt, die bloße Forderung, einfach in Ruhe gelassen zu werden, mit dem Wunsch, "glücklich gemacht zu werden" gleichzusetzen.

      Eines ist m. E. unverhandelbar, wenn wir den Anspruch erheben, in einer Rechtsgsellschaft leben zu wollen: Das Recht auf Eigentum an der eigenen Person. Jeder einzelne ist damit die einzige Instanz, die rechtmäßig und letztgültig darüber zu entscheiden hat, ob und wofür er sein Leben einzusetzen und zu opfern bereit ist. Kein König, kein Parlament, kein kleiner kroatischer Wehrdienstverweigerer in seiner Eigenschaft als Kriegsminister und kein spießiger linker Grüßonkel in einer Präsidentschaftskanzlei, hat dazu das Recht. Amen.

      Wie schon ausgeführt: wer es fassen will, der fasse es. Wer sich für eine korrupte Regierung in die Schlacht zu werfen wünscht, der soll das tun. Wer das nicht will, der darf auch nicht dazu gezwungen (dafür versklavt) werden.

      Sie meinen, daß es edel und gut sei, "den verfluchten Feind zu schlagen...". Klingt gut, aber wie verhält es sich denn, wenn die eigene Regierung einen "ungerechten Krieg" vom Zaun gebrochen hat und der Feind daher eigentlich gar nicht so "verflucht" ist? Ist es dann auch edel und gut, für sie zu kämpfen? Wright or wrong - my country? Wurden wir nicht schon einmal durch Feinde "befreit" - von einer eigenen Regierung nämlich, die nicht das Gelbe vom Ei war? Würden "wir" heute tatsächlich in einer gerechteren, besseren Welt leben, wenn "wir" damals gewonnen hätten...?

      In welchen Stein steht gemeisselt, daß "wir" tatsächlich besser dran sind, wenn "wir" unter der Fuchtel der "eigenen" als unter der einer "feindlichen" Regierung leben? Ich weiß, das klingt total unpatriotisch - das ist es aber nicht! Ich könnte mir schon vorstellen, für bestimmte Ideen viel, vielleicht sogar mein Leben, zu riskieren. Man darf nur nicht den Kampf für eine gute Sache mit dem für die Interessen einer verkommenen oder gar verbrecherischen Regierung verwechseln (und mir eine gerechte, edle und gute demokratische Regierung vorzustellen, reicht meine Phantasie einfach nicht aus..).

      Ad Sensenmann: So lange es nur darum geht, daß junge Männer erzwungenen Kasernendienst schieben, wäre die Sache ja noch vergleichsweise harmlos. Dazu ist Chose aber nicht gedacht, sondern dazu, notfalls tatsächlich den Kopf für eine - möglicherweise zutiefst verhasste - Sache hinhalten zu müssen. Das ist der Kern meiner Kritik.

      Die Frage, wie man - ohne Wehrpflicht - eine kompetente Freiwilligenmiliz auf die Beine stellen könnte, ist m. E. die spannendste. Daß das vermutlich nicht einfach (und sicher kostenintensiv) sein wird, ist mir schon klar...

      Mit feundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • Helmut Oswald
      19. November 2012 02:34

      Ich nenne die Forderung, sich Sicherheitspolitik nach Belieben Zu- und sich von einer Dienstverpflichtung nach Belieben freikaufen zu können solange einen fundamentalen wie auch lebens- und freiheitsbedrohlichen Irrtum, als Sicherheitspolitik aufwuchs- und regenerierungsfähige Streitkräfte, also Truppen braucht. Den Vergleich mit einem Verurteilten muß man nicht in gekünstelter Empörung und mit Gewalt mißverstehen - er dient, im Rahmen einer Kette anderer Beispiele dazu zu belegen, daß es in einer freien Gesellschaft völlig normal ist, wenn uns Pflichten auferlegt sind, deren Erfüllung uns das Gesetz befiehlt. Wenn Freie sich also ein Gesetz geben, durch welches sie zur Wahrung von Recht und Freiheit im Großen und für das Ganze auf einen Teil ihrer Freihet zeitlich vorübergehend und im Kleinen verzichten, und nichts anderes bedeutet es seiner Wehrpflicht nachzukommen, dann ist das ein Zeichen von intelligentem Umgang mit den Lebenstatsachen und nicht Indiz für eine unfreie Gesellschaft. Die kommt nämlich sehr sehr rasch und möglicherweise für ganze Generationen unumkehrbar, bricht erst die sicherheitspolitische Architektur ein, und in nahezu zwangsläufiger Folge, ohne das feinsinnige Betrachtungen fürderhin zugelassen sein werden, werden fremde Mächte befehlen und ihren Gehorsam mit Gewalt erzwingen, hat erst die Gegenwehr oder besser noch die Abschreckung versagt. Es scheint libertären freilich eine unüberwindliche intellektuelle Schranke zu sein, daß man auf das Vornehmste die Wehrhaftigkeit dem Volk und dem Land schuldet, aber auch sich selbst, nicht aber dem Staat, den nach Belieben zu formen uns frei zu stehen hat. Und wäre der Staat auch ein Dreck, aber nicht ihm, uns selbst, unserem Volk, den folgenden Generationen leisten wir diesen Dienst. Denn ohne funktionierende Sicherheitspolitik sind wir wehrlos, danach rechtlos und schließlich noch ehrlos. Genau in dieser Reihenfolge. Und noch niemals in der Geschichte ist dies anders gewesen.

    • Andreas Tögel
      19. November 2012 07:49

      Sehr geehrter Herr Oswald,
      keine "gekünstelte Empörung" (sowas liegt gerade mir überhaupt nicht - ich bin ja nun wirklich kein linker Bessermensch!) sondern unverrückbare Überzeugung! Leben und die Freiheit jedes einzelnen sind einfach zu wertvoll, um sie einer Regierung (welcher auch immer) - ohne Einspruchsrecht - anzuvertrauen.

      Murray Rothbard hat in seiner "Ethik der Freiheit" folgendes geschrieben: "Krieg, selbst ein gerechter Verteidigungskrieg, ist also nur dann angemessen, wenn die Ausübung der Gewalt streng auf die individuellen Kriminellen beschränkt wird. Wir können uns die Frage, wie viele Kriege oder Konflikte in der Geschichte dieses Kriterium erfüllt haben, selbst beantworten." So ist es.

      Es geht ja bei der Wehrpflicht nicht nur darum, jungen Männern das Opfer von ein paar Monaten ihres Lebens abzuverlangen, das sie in der Kaserne anstatt bei Mutti verbringen müssen. Es geht vielmehr darum, ggf. ihr Leben als politische Manövriermasse einzusetzen. Wie gesagt: wer meint, sich für "höhere Werte" in die Schlacht werfen zu müssen, der soll das tun! Die anderen aber möge man bitte in Ruhe lassen...

      Ich kann ürigens keinen Vorteil darin erkennen, von einer eigenen, anstatt von einer fremden Regierung belogen, betrogen, ausgebeutet und unterdrückt zu werden. Gerade in unseren Landen hat die Geschichte für entsprechende Lehren gesorgt.

      Ich fürchte, daß wir in diesem Punkt wohl auf keinen grünen Zweig kommen werden.
      Einigen wir uns also darauf, uns nicht einigen zu können...;-).

      Mit freundlichem Gruß,
      A. Tögel

    • Helmut Oswald
      19. November 2012 09:23

      Eine vernunftbegabte Güterabwägung wie auch der praktische Verstand sagen uns, daß fremde Regierungen mit dem Leben unserer Menschen weit schonungsloser umgehen werden, als unsere eigene. Oder haben Sie noch nie einen historischen Vergleich gezogen, wie Wehrpflichtige im Kommunismus behandelt wurden, wenn sie als Bündnispartner im Warschauer Pakt zur höheren Ehre des wahren Sozialismus einrücken durften - oder wie Bonaparte mit seinen - erzwungenen - Koalitionspartner umging ? Als drei Viertel der Grande Armee, die nach Russland zog, aus Deutschen, Portugiesen, Spaniern, Italienern, Holländern, Dänen usw bestand, die er bedenkenlos für die Interessen Frankreichs opferte ?

      Es war übrigens genau dieser historische Anlassfall, der zur Wehrpflicht führte - nämlich als die deutschen Freiheitskriege zur Schaffung des Volksaufgebotes führte, zu den Heeresreformen, zur Landwehr des Gneisenau, des Scharnhorst, des Erzherzog Karl. Die Geschichte der Wehrpflicht ist unverrückbar verknüpft mit der Idee der Freiheit. Und sie hat damit auf direktem Weg zur Verfassungsfreiheit geführt, weil die waffenstudentische Führerschaft aus den Befreiungskriegen von 1813, als die Uhr zur Zensur und zum Absolutismus zurückgedreht werden sollte, sich in ihrer Epoche solange erhob, bis es eine Verfassung, Grundrechte und einen Parlamentarismus gab. Das können sie doch nicht allen Ernstes übersehen.

      Die anderen werden aber solange nicht in Ruhe gelassen, als diese durch ihre Untätigkeit zu Helfern des Unterdrückers werden. Unterlassene Hilfeleistung ist strafbar. Zu Recht.

  12. FranzAnton
    17. November 2012 07:09

    @ "Die Landesverteidigung anders als mit einer Freiwilligenmiliz zu organisieren...............":
    Diese Aussage trifft sicher den Nagel aus den Kopf.

    Allerdings gibt es ein ganz, ganz großes "Allerdings", nämlich:

    Keinesfalls zum jetzigen Zeitpunkt!!! Unsere Republik verfügt in der gegenwärtigen Schuldenkrise nämlich über gar keinerlei Finanzmittel, um ein teures Berufsheer zu finanzieren. Es ist nämlich so sicher wie das Amen im Gebet: Ein Berufsheer kostet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erheblich (General Entacher wüsste wohl, wieviel Mal) mehr als unser, zugegebenermaßen für Kampfeinsätze völlig untaugliches Bundesheer, von den sozialen Diensten für Wehrdiensverweigerer gar nicht zu reden. Das war unserem Herrn Bürgermeister Häupl bei den letzten Gemeinderatswahlen sichtlich völlig egal, Hauptsache, seine Partei erzielt einen stimmenmäßigen Vorteil, hat er sich mit Sicherheit gedacht. Und der aktuellen Politprominenz ist es gewiss meistenteils ebenfalls egal, zwar aus denselben durchsichtigen Gründen.
    Unabweisbare Conclusio daher: Ka Göld, ka Musi; bis wieder Finanzmittel vorhanden sind, wird es wohl ein Weilchen dauern; bis dahin bleibt gewiß hinreichend Zeit, sich eingehendst mit der Materie zu befassen, und alle sich darum rankenden Fragen abzuklären. Bitte nicht fragen, wie lange das dauern kann!

    • dssm
      17. November 2012 10:14

      Ihre Aussage ist in höchstem Maße unmoralisch („soziale Dienste“).
      Wir haben die höchsten Steuern aller Zeiten, dazu machen wir noch Schulden auf Teufel komm raus. Und da behaupten Sie, wir bräuchten die Sklavendienste der Jugend, welcher wir einen Trümmerhaufen überlassen werden, um unsere Gesellschaft zu erhalten?

      Wäre es nicht einfacher ein paar 'wohlerworbene' Rechte zu beschneiden und dafür genügend Mittel für die 'sozialen Dienste' zu haben?
      Wenn unsere Generation nur dem kurzfristigen leichten Gewinnen, bei gleichzeitig schweren Folgekosten, nachläuft, so ist es grob unmoralisch der Jugend den gegenteiligen Lebensstil aufzuzwingen.

    • phaidros
      17. November 2012 11:54

      Sg. FranzAnton, wir verfügen auch nicht über die Miittel, ein Milizheer zu finanzieren (bzw. wollen sie einfach nicht locker machen). Denn es ist ein Aberglaube, dass man mit einem Milizheer dieselbe Schlagkraft um weniger Geld erhielte. Denken Sie allein an den wirtschaftlichen Schaden, den eine einzige Übung auf Regimentsebene stiftet, wenn 1000e Mann eingezogen werden. Und ich meine nicht den Flurschaden. Daher verzichten wir auf Übungsbetrieb gleich zur Gänze.

      Das eigentliche Problem mit Österreichs Sicherheitspolitik ist, dass seit Jahrzehnten weder Regierung noch Bevölkerung sich für die eigentlichen Fragen der Landesverteidigung interessieren.

      Alle Gedanken Richtung vielbeschworener »Solidarität«, »Gemeinwohl« und dergleichen sind nur Scheinargumente, die vom Kern der Sache ablenken. Denn ginge es wirklich um die Solidarität, für die das Wehrpflichtigenheer (auch hier irgendwo) vielfach gelobt wird,...

      ° ...so müsste man diese kaum verordnen (siehe zivile Hilfe beim Hochwasser 2002(?))

      ° ...wäre nicht einzusehen noch argumentierbar, wenn man sie denn doch unbedingt verordnen wollte, wieso man sie nur Burschen verordnen sollte, Mädchen aber nicht.

      Da passt bei näherer Betrachtung rein gar nichts zusammen.

      Für Näheres siehe die oben (11:31) angegebenen Links.

      BG phaidros.vie@gmail.com






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