Abonnenten können: alle Texte sofort lesen (nicht erst nach 48 Stunden); jedes Posting bewerten; Mails mit jedem neuen Eintrag bestellen; Bücher und (auch eigene) Events als Tipp bewerben. Sie sehen: ausgewählte Link-Tipps; inseratenfreie Seiten; die übersichtlichen Zahlen&Daten; usw.

weiterlesen

 

Von Gipfel zu Gipfel zum Abgrund drucken

Jetzt beginnt jenes Giftkraut aus dem Boden zu kommen, dessen Samen im Mai 2010 gesät worden sind: Schon eine Reihe von internationalen Großinvestoren hat in den letzten Tagen signalisiert, kein weiteres Geld in Europa zu verleihen oder anzulegen. Und zwar geht es dabei nicht nur um die nun schon im Monatstakt länger werdende Liste Griechenland, Portugal, Irland, Spanien, Italien, Zypern ff.  Vielmehr werden nun langsam auch Deutschland oder Österreich für langfristige Anlagen zunehmend als fragwürdig empfunden. Und die Ergebnisse des jüngsten EU-Gipfels machen klar, dass die Investoren guten Grund für ihre Haltung haben.

Das heißt natürlich noch keineswegs, dass Berlin & Co demnächst auf ihren Anleihen sitzen bleiben werden. Aber ich bin überzeugt, dass auch sie für langfristiges Geld am Ende dieses Jahres schon deutlich höhere Zinsen zahlen müssen als derzeit. Und vor allem wird bei ihrer Refinanzierung ein höherer Anteil als früher aus Geldern kommen, die nur dank der Europäischen Zentralbank überhaupt existieren.

Denn längst kann Europa nur noch dadurch seine Stabilität aufrechterhalten, dass die Notenbank halt wie in einer Bananenrepublik das Geld einfach druckt, wenn es der Staat braucht. Das war nach dem letzten Krieg in den sogenannten Nordländern völlig undenkbar, was deren Stabilität und Wachstum ermöglicht hat. Die Staaten mussten sich vielmehr selbst um ihre Kreditwürdigkeit bei unabhängigen Geldverleihern bemühen.

Dass das neu geschöpfte EZB-Geld pro forma nicht direkt an den Staat geht, sondern dazwischen über Banken geschleust wird, ist nur ein kleines Feigenblatt, um die Blößen der öffentlichen Finanzen in Europa noch ein wenig zu tarnen. Denn alle scheinen vergessen zu haben, dass am Ende alle Euro-Staaten für die EZB haften. Und die wäre ohne die Lizenz zum Gelddrucken längst insolvent.

Spekulation auf einen Euro-Bruch hilft den deutschen Zinsen

Manche werden mir nun entgegnen, dass Deutschland zuletzt ja nur extrem niedrige Zinsen zahlen musste. Dafür gibt es eine logische Erklärung: Die europäischen Anleger müssen das Geld ja irgendwo anlegen – gleichzeitig befürchten sie aber mit einem Auseinanderbrechen des Euro. Im Zeitpunkt dieses Auseinanderbrechens würde jeder katastrophale Verluste machen, der sein Geld im Süden angelegt hat. Hingegen geht es dann allen zumindest relativ gut, die ihr Geld in deutschen Staatspapieren investiert haben.

Doch das Auseinanderbrechen des Euro steht nicht auf dem Programm – obwohl vieles dafür spräche. Doch alles, was dafür spricht, sind Zwangsläufigkeiten der ökonomischen Logik. Dagegen sprechen jedoch die Zwangsläufigkeiten der politischen Logik. Und die laufen halt total konträr.

Zwar kann die Politik weder die physikalischen Gesetze noch jene der ökonomischen Grundrechnungsarten außer Kraft setzen. Aber sie kann sich lange weigern, sie zur Kenntnis zu nehmen, wenn sie ihr nicht passen. So wie sie es etwa einst auch in der Frage getan hat, ob die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde kreist.

Damals war der Schaden nur einer für das Tempo des wissenschaftlichen Fortschritts. Im 21. Jahrhundert wird das Ignorieren wirtschaftlicher Gesetzmäßigkeiten schwere Schäden für Wohlstand, soziale und damit auch politische Stabilität bringen. So wie das schon im 20. Jahrhundert einmal der Fall war.

Crash oder Inflation

Eine der wichtigsten Grundregeln der Ökonomie lautet: „Es gibt nichts umsonst. Ob es nun die Kosten eines Krieges (anschauliche Beispiele waren der erste Weltkrieg in Europa und die amerikanischen Kriege in Vietnam sowie Irak) oder die Kosten einer weit über die Produktivitätszuwächse hinausgehenden Wohlstandsvermehrung sind (wie der Ausbau des europäischen Wohlfahrtssystems seit den 70er Jahren). Am Schluss zahlt jemand die Rechnung. Durch Steuern, durch Wohlstandsverlust, durch Ausbeutung. Und wenn man glaubt, die Rechnungen einfach durch Gelddrucken bezahlen zu können, dann endet das in einer Megainflation oder im Staatscrash, also dem Ausbleiben von Beamten- oder Pensionszahlungen.“

Der jüngste EU-Gipfel hat dennoch so wie schon eineinhalb Dutzend Vorläufer einen Triumph der politischen Mechanik über die wirtschaftlichen Zwänge gebracht.

Der dumme Satz vom notwendigen "Vorrang der Demokratie über die Märkte" ist eine der besten Waffen der Politik. Denn er suggeriert mehrheitsfähig, dass es um eine Auseinandersetzung zwischen den braven und fleißigen Bürgern und irgendwelchen bösen „Banken und Spekulanten“ ginge. In Wahrheit aber sind gerade die Bürger langfristig das Opfer des Erfolgs der Politik über die Märkte. Der Ruf nach dem Vorrang der Demokratie über die Märkte hat aber ungefähr die gleiche Intelligenz wie die Aussage: „Die Demokratie muss Vorrang über das Gesetz der Schwerkraft haben.“

Eine weitere Waffe der Politik, um die Ökonomie zu knebeln, ist das, was man nur noch als Hetze gegen Deutschland beschreiben kann. Für Spanien, Italien, Frankreich & Co ist es kurzfristig viel angenehmer, sich durch Drohungen weiteres Geld aus Deutschland zu erpressen, statt mit unpopulären Maßnahmen die Staaten zu sanieren. Das ist psychologisch verständlich – auch wenn theoretisch allen klar sein müsste, dass das langfristig nicht funktionieren kann.

Das eigentlich Verblüffende ist, dass Deutschland diesem Druck regelmäßig nachgibt. Vor jedem EU-Gipfel verkündet Angela Merkel noch, hart zu bleiben. Nachher aber hat die vermeintlich starke Bundeskanzlerin doch wieder nachgegeben. Warum eigentlich?

Notfalls die Nazi-Keule

Nun, ein entscheidender Faktor liegt zweifellos darin, dass es sehr schwer ist, ganz alleine in einem Gremium von 27 Regierungschefs gegen den Rest zu stehen. Irgendwann knickt die ostdeutsche Pastorentochter dann eben doch wieder ein. Nie ganz, aber jedes Mal ein Stück mehr.

Wenn einem eine ganze Nacht lang südeuropäische Regierungschefs anschreien, dass man die Totengräberin Europas sei; wenn daheim die linke Opposition in die gleiche Richtung argumentiert; wenn selbst der außerhalb der EU stehende US-Präsident Druck auf Merkel ausübt (weil natürlich auch Amerikaner Forderungen an Spanien & Co haben); wenn als letztes Totschlagsargument gegen Deutschland die Nazi-Keule bereitliegt; wenn ein Scheitern eines EU-Gipfels kurzfristig von den Märkten garantiert als Schock empfunden würde (dessen Heilsamkeit erst später offenkundig würde): Ja, dann lässt sich auch eine Angela Merkel doch wieder auf einen faulen Kompromiss ein. Obwohl man weiß, dass es den nationalen Interessen Deutschlands schadet. Obwohl Merkel bei einem Hartbleiben die deutliche Mehrheit der deutschen Bürger hinter sich hätte.

Zumindest ein Land beugte sich beim jüngsten Gipfel jedoch nicht dem allgemeinen Druck – auch wenn das erst Tage danach klar wurde. Es sind die Finnen, die immer sehr ruhig, aber umso konsequenter agieren. Sie erklärten drei Tage nach dem Gipfel, dass sie ein Veto gegen Staatsanleihenkäufe durch den Rettungsfonds ESM einlegen werden. Dabei hat das Gipfel-Kommunique noch in Hinblick auf die nur noch schwer verkäuflichen Anleihen Italiens und Spaniens angekündigt, dass man künftig bei Anleihenkäufen „flexibler und effizienter“ sein werde.

Auch etliche andere Nationen wie die Briten, Tschechen oder Schweden haben an sich eine vernünftige Wirtschaftspolitik. Sie sind aber nicht im Euro. Sie haben daher jedes Interesse, nicht in dessen Strudel hineingezogen zu werden und verhalten sich daher bei Gipfeln eher ruhig. Die ebenfalls auf Stabilität bedachten Niederländer haben wiederum eine Wahl vor sich und sind daher ebenfalls zurückhaltend.

Österreich lässt Merkel im Stich

Die größte Enttäuschung bei diesem Gipfel war das Verhalten des österreichischen Bundeskanzlers. Er hat zwar seit seinem Amtsantritt nie außenpolitisches Gewicht erlangt. Es ist deshalb unbemerkt geblieben, dass er mit seinen Äußerungen in letzter Zeit zunehmend der französischen und italienischen Schuldenpolitik nahegerückt ist. Dabei sind Österreichs Interessen zweifellos in hohem Ausmaß identisch mit den deutschen. Also müsste sich eigentlich auch Österreich mit Händen und Füßen dagegen wehren, ständig noch mehr für die Schulden fremder Länder zu haften. Das tut aber Faymann nicht. Lediglich die Finanzministerin traut sich, die österreichischen Interessen zu vertreten, während sich ihre Parteifreunde im Außen- und Wirtschaftsministerium peinlich ruhig verhalten.

Nun kann man durchaus meinen, dass auch der jüngste Gipfel an sich nicht die ganz große Katastrophe darstellt. Die wurde vielmehr schon 2010 ausgelöst, als entgegen dem EU-vertraglichen(!) Verbot Griechenland von den EU-Partnern zum ersten Mal gerettet wurde. Damals hat Merkel nach wochenlangem Zögern zum ersten Mal dem französischen Präsidenten Sarkozy nachgegeben. Alle weiteren Folgefehler haben sich dann fast zwangsläufig aus diesem ersten Fehltritt ergeben.

Das Ergebnis: Würden alle Haftungen und Kredite, die via EZB-Geldschöpfung, Target-2-Kredite, EFSF, ESM, Währungsfonds oder bilateral an die Krisenstaaten vergeben wurden, schlagend, dann wäre selbst Deutschland bankrott.

Es ist in hohem Ausmaß wahrscheinlich, dass Deutschland sogar jetzt schon überfordert ist. Das werden auch immer mehr potenzielle Kreditgeber in den nächsten Monaten erkennen. Das hat man nur eine Zeitlang dadurch verbergen können, dass die Haftungen und Kredite für die Schuldenländer in so vielen komplizierten, für den Laien kaum durchschaubaren, aber in Wahrheit immer auf dasselbe hinauslaufenden Instrumenten verborgen sind.

Einige wenige positive Signale

Gewiss darf man auch die wenigen positiven Signale aus Europa nicht ignorieren: Irland hat sich durch braves Sparen weitgehend wieder erholt; Portugal hält tapfer sein Sparprogramm ein; Italien hat zumindest einen Primär-Überschuss (es gibt also als eines der wenigen Krisenländer weniger aus, als es einnimmt, wenn man die Bedienung der Kredite ignoriert).

Aber das deutet noch auf keine echte Wende. Das zeigt noch nicht, dass die Rettungs-Idee funktioniert. Deren Kern lautet ja: Die Anderen schießen Geld zu, um Zeit zu kaufen, in der sich die Schuldenländer sanieren können. Länder wiue Griechenland haben die Zeit in keiner Weise genutzt. Spätestens seit auch ein Schwergewicht wie Frankreich ganz auf Schulden setzt, ist diese Zeitkauf-Idee wohl weitgehend gescheitert.

Zu diesem Scheitern hat noch mehr beigetragen, dass in diesen beiden Jahren allen die Botschaft vermittelt wurde: Die Deutschen als Chefs der kleinen Gruppe, die noch ein bisschen kreditwürdig ist, machen am Ende doch nie wirklich ernst mit ihren Drohungen. Sonst wäre ja etwa Griechenland schon lange das Geld ausgegangen.

Schon wieder eine neue Bankenaufsicht

Signifikant für das peinliche Herumdoktern der EU-Chefs ist die Ankündigung einer neuen europäischen Bankenaufsicht durch den jüngsten Gipfel. Das klingt gut. Nur hat man schon im Vorjahr haargenau dasselbe getan: nämlich eine Europäischen Bankenaufsicht (EBA) geschaffen. Diese hat damals mit ihren Stresstests für die Banken viel Aufsehen erregt hat. Diese EBA hat freilich den spanischen Banken ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt – und zwar knapp bevor da einige davon in Konkursgefahr geraten sind und vom Staat gerettet werden mussten.

Daher weiß jetzt kein Mensch, wie künftig diese beiden Aufsichten miteinander und mit den zahllosen sonstigen nationalen und internationalen Bankenaufsehern (für Österreich etwa OeNB, FMA, BIZ, IWF, OECD) harmonieren werden. Auch die Regeln und Konsequenzen der neuen Bankenaufsicht sind völlig unklar. Denn eigentlich will ja gar niemand größere Banken in die Insolvenz schicken. Vor allem will aus Eigeninteresse kein Staat, dass die Banken damit aufhören, die Staaten weiter zu finanzieren. Dabei ist die Staatsfinanzierung – neben den Immobilienkrediten – zur größten Risikoquelle des Finanzsystems geworden und müsste eigentlich als erstes eingeschränkt werden. Also ist das ständige Gerede „Noch mehr Aufseher!“ nur ein Mittel zur Wählertäuschung.

Diese Bankenaufsicht Nr. 227 (oder so) dient nur dazu, den eigentlichen Trick des jüngsten Gipfels zu tarnen: Künftig sollen die diversen europäischen Fonds auch Banken direkt „retten“ können (die eben zur Rechtfertigung dieses Schritts künftig auch von der EZB beaufsichtigt werden). Selbst wenn dazu kein neues Geld in die Rettungsfonds gepumpt werden sollte, ist diese scheinbar harmlose Maßnahme gefährlich: Erstens zählen diese Kredite nicht zur nationalen Staatsverschuldung, gefährden also scheinbar nicht die ohnedies labile Kreditwürdigkeit der Südstaaten und deren Maastricht-Kriterien. Und zweitens bekommen die Rettungsfonds solcherart nicht die Möglichkeit eines direkten Drucks auf die Staaten, mehr zu sparen.

Ebenso ärgerlich ist, dass der ESM (in dem also ein Gutteil der deutschen und österreichischen Haftungen stecken wird) gegenüber Spanien den Status als bevorrechteter Gläubiger verliert. Womit die Hoffnungen auf einen Rückfluss der Gelder weiter reduziert worden sind.

Das mag die Wall Street und einige andere Gläubiger Spaniens freuen. Für die mitteleuropäischen Steuerzahler ist das eine schlechte Nachricht.

"Schuldenbewirtschaftung" statt Sanierung

Statt von Sparen und Sanierung redet daher die Politik neuerdings lieber von einer „Schuldenbewirtschaftung“. Wenn dieses Wort überhaupt irgendetwas heißt, dann eines: Niemand denkt daran, jemals die Schulden wirklich zurückzuzahlen.

Das Konzept „Zeitgewinn zur Sanierung“ scheitert vor allem deshalb, weil die Nationalstaaten nie und nimmer die wirkliche Gesetzgebungs-Autorität an übergeordnete Institutionen abgeben. Aber selber sind die meisten Staaten unter dem Druck der Wähler offenbar zu keiner echten Sanierung imstande. Jedoch nur durch einen nicht vom Populismus der nationalen Parlamente und Regierungen abhängigen Insolvenzverwalter könnten die meisten Staaten saniert werden: Dieser müsste selbst Beamtenkündigungen durchsetzen, das Pensionsantrittsalter erhöhen, die Urlaube verkürzen, unproduktive Subventionen streichen und vieles andere ebenso Notwendige wie Unpopuläre tun können. Das wird ihm keine Regierung erlauben.

Statt die Einsetzung solcher Sparbevollmächtigter zur Bedingung zu machen, hat Europa den Schuldenstaaten immer weitere Schecks geschickt und nur dazu gesagt: „Wenn ihr nicht spart, gibt es aber beim nächsten Mal wirklich kein Geld mehr“. Das aber wird zunehmend zur europäischen Lachnummer.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2012 14:31

    Ich weiß leider nicht mehr, von wem dieser treffende Satz stammt, von Nestroy oder von Girardi: Wenn ihn ein "Freund" um Geld anpumpte, lautete seine Antwort:
    "Seien wir lieber gleich bös'!", denn darauf wäre es so oder so hinausgelaufen!

    Dieser Satz, aus dem wohl viel negative Erfahrung spricht, fällt mir im Zusammenhang mit EU-Rettungsschirm und ESM immer wieder ein.

    "Seien wir lieber gleich bös'!" Der größte Geldgeber in der EU, Deutschland, wird bereits zum FEINDBILD Nr. 1 aufgebaut, obwohl der Geldhahn immer noch ordentlich sprudelt. Schlimmer hätte es auch nicht kommen können, wenn D ihn rechtzeitig zugedreht hätte, statt der eigenen Bevölkerung das mit viel Fleiß und Mühe erwirtschaftete Geld vorzuenthalten und stattdessen in ein Faß ohne Boden zu schütten, damit sich's andere auf Kosten der Deutschen gut gehen lassen können. Diese "anderen" sind mit oder ohne Geld aus D den Deutschen böse, und sei's nur aus Haß, gespeist aus der eigenen Unfähigkeit.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2012 08:33

    Degenerierte Eliten bevölkern Europa, nicht nur in den Südländern, doch schauen diese aktiv wie sie an Finanzierungsquellen kommen mit Chuzpe und Skrupellosigkeit, die haben offenbar das Sklavenhalten noch im Blut und um ihre Sklaven (das Volk) zu befrieden, suchen sie ihr Heil im "solidarischen und gerechten" Bestehlen der Volkswirtschaften, die naiv in ihren Häusern sitzen und lieber auf Fussball setzen. Warum eigentlich musste die Merkel zum Fussball nach Polen, wo doch für Deutschland sehr viel in Europa am Spiel stand.

    Schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass im eigenen Land Verräter sitzen, die entweder nicht erkennen wie sie ihrem Land Schaden zufügen oder ihre "internationalen" Abmachungen bereits Hoffung machen in einem zentralen unübersichtlichen System leichter und besser leben zu können. Diese Verräter übersehen dabei, dass man den Verrat liebt, jedoch nicht die Verräter.

    Wer sind nun diese Verräter, die den Deutschen zu schaffen machen, das sind zum einen die Grünkommunisten und die SPD, die zum einen über die Sozialistische Internationale enorme Anstrengungen unternimmt, ihre Machtansprüche abzusichern und zum anderen über die Bilderberger die finanzielle Basis zur Verfügung gestellt bekommt.
    Dazu kommen dann Teile der deutschen Industrie, vornehmlich aus den managergeführten Kapitalgesellschaften, die nur ihren Vorteil im Auge haben, die volkswirtschaftliche Bedeutung ausblendend, in Person des BDI-Präsidenten Keitel, der mit Hochtief stark von der exzessiven, stark geförderten Bauwirtschaft in der Peripherie "profitierte", übrigens Hochtief ist ja inzwischen mehrheitlich spanisch.

    Zusätzlich zu den inneren Verrätern, kommen dann bereits an erster Stelle die Österreicher, die vernünftig gesehen, mit den Deutschen stimmen müssten, doch auch hier ziehen die Fäden der SI und Bilderberger in eine andere Richtung, mit Faymann hat man ja den richtigen Büttel an der Angel, die Grünen sind ebenso international stark mit den deutschen und französischen Grünkommunisten vernetzt. Und was macht der Spindelegger, der sagt windelweich, dass er noch zu Merkel halte, nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, mach mich nicht nass."
    Dann wären hier noch die Finnen zu erwähnen, die zwar immer eine Sonderrolle für sich beanspruchen, Besicherung der Kredite, etc., was auch ihr Recht ist, doch auch die haben mit Olli Rehn, einen Sozialisten, einen Währungskommissar in Brüssel, der genau ausführt, was SI und Bilderberger wollen, einen Zentralstaat. Zumindest erscheint es, dass die hauptbetroffenen Zahlernationen jeweils ihre eigene Suppe kochen, diese Schwäche spielt dem Club Med mit Frankreich in die Hände.

    Mit dem ESM verlagert man das Europroblem politisch auf eine höhere zentralere Ebene, in welcher Hoffnung??? Die Hoffnung, die man nach jedem Gipfel hatte, dass sich die Probleme in Luft auflösen?
    Ein Riesenirrtum, dass man - wie bereits Dr. Unterberger ausführte - Europas Problem mit Zentralismus, Planwirtschaft und gedrucktem Geld lösen könnte. Das löst höchstens das Problem der europäischen Interessensträger und Eliten, nicht vom Throne gestoßen zu werden.

    Die einzige Lösung, die für die Bürger Europas von Vorteil ist, die Wettbewerbsfähigkeit erhält und den Wohlstand sichert, ist Eigenverantwortung, Subsidiarität, Freie Marktwirtschaft, Föderalismus, NO-Bailout in einer Wirtschaftsgemeinschaft.
    Fehlentscheidungen weiterzuschreiben, weil man sie im Mai 2010 gemacht hat, erhöhen die Fallhöhe und erhöhen den Schaden beim Aufschlag.
    Deutschland muss die Notbremse ziehen und aus dem Euro aussteigen, wäre ja eine Vorgabe des BVG-Urteils aus 1997, glaube ich. Wir sollten uns anschließen.

    Alleine dieses Herumgeeiere, diese Gipfelinflation, etc. müsste doch Zeichen genug sein, dass die Handlungen falsch sind. Es ist schon erstaunlich, wie man immer wieder glaubt bzw. glauben macht, die Märkte mit falschen Entscheidungen beruhigen zu können.

    P.S. zu Italien: Ich würde ein großes Fragezeichen setzen, ob die Primärüberschüsse in Italien echt sind und nicht virtuell, wie die Windkraftwerke in Süditalien, die ja EU-gefördert sind.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2012 06:18

    Morgen am 4. Juli soll im österreichischen Parlament der ESM beschlossen werden.
    Nicht etwa durch eine Ratifizierung in dem Sinne, daß die Abgeordneten gefragt werden, ob sie für dessen Einführung sind, sondern verschämt und hinterrücks, in dem zum Lissabonvertrag ein unbedeutender Zusatz verabschiedet wird.
    Die meisten Abgeordneten werden gar nicht wissen, was sie da beschließen, und die Freiheitlichen, die sich dagegen eingeschworen haben, werden mit der Nazikeule niedergehalten.

    Die vom Unterhauser Kirchenwirt in Seeboden stammende Eva Glawischnig hat sich mitsamt der ganzen Grünmischpoche übern Tisch ziehen lassen und die ÖVP tut das, was sie schon all die Jahre nach Schüssel getan hat, sie verliert ihr Gesicht!

    Die zahlenden Generationen nach uns, würden den morgigen Tag am liebsten aus ihrem Kalender streichen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDI Rudolf Haubert
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juli 2012 07:16

    FPÖ und BZÖ muss man loben, dass sie ihre Zustimmung zum ESM verweigern. Auch Frank Stronach ist dagegen, der sogar für die Wiedereinführung des Schilling votiert! Nicht die Österreicher, sondern diese Koalitionsregierung läßt Frau Merkel im Stich. Was bleibt, ist die Hoffnung...!

alle Kommentare drucken

  1. xRatio (kein Partner)
    05. Juli 2012 02:04

    @ Alle - und keineswegs OT:

    Wer sich mit einer der auch hier meist total verkannten, aber

    mit Abstand wichtigsten Grundsatzfrage der Marktwirtschaft

    vertrauter machen will, sollte einen Blick in die Kommentarteile folgender Gast-Artikel des hochgeschätzten Andreas Tögel werfen

    UND

    endlich mal anfangen, ernsthaft über diese wahrhaft schicksalhaften Fragen NACHZUDENKEN!!

    http://www.andreas-unterberger.at/2012/07/vertrauensbildende-masnahmen/
    http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/eurocrash-voraus/

    xRatio

  2. xRatio (kein Partner)
    05. Juli 2012 01:26

    @ socrates 03. Juli 2012 11:46

    "Gegen eine Erpressung muß man sofort NEIN sagen. Ich war von anfang an für einen Konkurs der Banken und der Staaten, ohne jeden Rettungsversuch und das wäre richtig gewesen."

    Stimmt genau, das sah und sehe ich ganz genauso. Den Rest nicht unbedingt.

    Das Merkel war und ist, von Dr. U. gern verkannt (da angeblich "bürgerlich/konservativ" wie er), nichts weiter als eine linksbesoffene Betrügerin.

    Auch das habe ich noch nie anders gesehen. :-)

    Ebensowenig wie ich jemals die verzweifelten Lobhudeleien auf eine gewisse Spindel in der SPÖVP akzeptieren konnte.

    Wer in Sachen ESM eindeutig richtig entschieden hat, waren allein FPÖ/BZÖ.

    Auch das habe ich trotz aller Diffamierungen durch Wertkoffer & Co stets gesagt, quasi vorausgesagt.

    Und damit Recht behalten. :-)

    xRatio

    • Karl Knaller
      05. Juli 2012 20:56

      Aber, aber... "WERTKOFFER"... Ts, Ts, Ts! Dennoch: kreative Wortschöpfung.

  3. Segestes (kein Partner)
    04. Juli 2012 14:43

    ZiB2 von vom gestrigen Dienstag:
    Stronach gegen DittelbacherIn – das ist Brutalität!

    http://tvthek.orf.at/programs/1211-ZIB-2

    ;)

    • jump (kein Partner)
      04. Juli 2012 16:30

      "Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern legt ihn frei"(Max Frisch)

      Stronach vollkommen gaga-"Jetzt können Sie mich Fragen stellen!" :-))

    • Carlo (kein Partner)
      04. Juli 2012 17:18

      Ich fand den Auftritt Stronachs einigermaßen skurril. Will er etwa so Politik machen? Das wird wohl nichts.

    • Segestes (kein Partner)
      04. Juli 2012 17:26

      Es ist in der Tat schwer zu begreifen, wie man seine Muttersprache dermaßen verlernen kann. Bei Schwarzenegger, der unlängst erst vom Kanzler eine Privatführung durch die Hofburg spendiert bekommen hat, ist es ja auch bald so schlimm.
      Von den Geschwistern meiner Großeltern sind einige nach dem Krieg in die USA, nach Kanada und Australien ausgewandert - und die sprechen, heute alle über 80, noch ein hervorragendes Deutsch.

      Was sagt eigentlich Unterberger zu den politischen Ambitionen des Franz Strohsack???

    • november (kein Partner)
      04. Juli 2012 19:05

      Ich habe seinen Auftritt gestern skurril und auch irgendwie witzig gefunden. Aber obwohl sein unternehmerischer Erfolg sehr beeindruckend ist und er offensichtlich einige Spielklassen über dem Lugner steht, ist er nicht der Typ, der für die Politik geeignet ist.

    • cmh (kein Partner)
      04. Juli 2012 20:16

      Stronach ist nichts für die Politik! Richtig!

      Denn wenn jemand sein ihm gegebenes Wort nicht einhält, dann kriegt er rote Ohrwaschl, aber keine Nachverhandlung.

      Und rote Ohrwaschl wollen unsere Politiker nicht.

    • panzerechse (kein Partner)
      04. Juli 2012 21:06

      cmh,

      Unseren Politikern und Politikerinnen gebühren längst schon "heiße" Ohren!

    • panzerechse (kein Partner)
      04. Juli 2012 21:19

      november,
      "...nicht der Typ, der für die Politik geeignet ist..."

      Menschenskind. Brauchtst an Guru? Zu dem du "aufschau'n", den du "verehren" kannst...? Scheinst a bißl a älteres Semester zu sein... Do hot ma nu auf so a kaiserliches Gehaben Wert glegt. Wichtig is a, daß ma Seeschnecken mit Besteck "beorbeitn" kaun. Sagt er dir "astralkörperlich" net zua? Wennst a jüngeres Semester bist... dann kaun i nur noch sogn... du bist a VOLLTROTTEL!

    • november (kein Partner)
      04. Juli 2012 21:54

      @Panzerechse

      WTF ?!? Was ist denn mit dir los? (Bist du nicht das ungekrönte Pseudonym eines zahlenden Partners? Aber egal.)

    • Herbert Richter (kein Partner)
      04. Juli 2012 22:21

      Ihr schleimig-schwarzen Brüder im Geiste, ihr seid es unter anderem, weshalb wir ein Politikergschwerl haben, wie wir es haben!
      In seinem, Stronachs speach hat er, als ein Mann der Realwirtschaft, mehr an Wahrheit ausposaunt, als weiland all eure künstlich geschraubt und aufgeblasenen Hohlphrasen beinhalten , die abzusondern ihr euch bemüssigt fühlt.
      Sich da über die dargebotene Ausdrucksweise eines steirischen Industrietycoons zu echauffieren, erscheint mir angesichts der ernsten Lage, wie das sprichwörtliche Pfeifen im Walde.
      Wie sagte er sinngemäß vollkommen richtig: "Kein Wirtschaftsforscher könnte einen Betrieb mit 2 Mitarbeitern auch nur annähernd rentabel führen - ihr seid nicht in der Lage, die nahende Katastrophe auch nur annähernd zu erahnen und geifert über eine eventuell unkorrekte, grammatikalische Satzstellung! Und da muß sogar ein ausgewanderter Opa als Beispiel herhalten..........!
      Schalten sie ihr Hirn ein!

    • panzerechse (kein Partner)
      04. Juli 2012 22:38

      Herbert Richter,

      Sie haben's verstanden... Ich hätte nicht zu hoffen gewagt, daß sich auch nur ein EINZIGER zeigt, wie ihm auch schön langsam der Kragen platzt... Im Angesicht der allgemeinen Indolenz.

      Danke, jetzt kann ich mich zur Ruhe begeben.

    • november (kein Partner)
      04. Juli 2012 22:47

      @panzerechse

      Na dann wünsche ich die eine gute Nacht, Erich Bauer. Gott sei Dank hat es Herbert Richter geschafft, dich wieder zu beruhigen.

    • Markus T. (kein Partner)
      05. Juli 2012 00:12

      @Richter

      Das müssten eher Großonkel o. Großtante sein.
      Sinnerfassend lesen ist aber sicher nicht jedermanns Sache :)

    • xRatio (kein Partner)
      05. Juli 2012 03:03

      @ Herbert Richter 04. Juli 2012 22:21

      Lieber Herbert Richter

      bin froh und dankbar, daß es noch Leute wie Sie und Stronach gibt.

      Bloß Ihre Aufforderung "Schalten sie ihr Hirn ein!" an linksbekloppte Affen, die ja kein Hirn haben, ist doch ein wenig deplaciert. ;-)

      xRatio

    • socrates
      05. Juli 2012 22:01

      jump
      Hupf im Gatsch und schlag a Welln, aber tu uns da net quälen, oder argumentiere!
      Carlo
      Warum nicht?
      Segestes
      Wenn unser Buka so gut englisch könnte wie Stronach deutsch, wäre es schön.
      november
      Warum? Behauptungen ohne Beweis sind sinnlos.
      cmh
      Sie geben sich selbst recht, wie toll! Wenn unsere Politiker lügen, wie bei der EU, dann merkt man die roten Ohren nicht, sie sind ja ganz rot!

    • november (kein Partner)
      05. Juli 2012 22:18

      sokrates

      Warum Stronach selbst eher nicht zum Politiker geeignet ist?

      Keine Behauptung sondern persönliche Einschätzung. Er ist ein Macher, der schnelle Entscheidungen trifft und konsequent durchzieht. Als Politiker müsste er sich auch mit den Grünen hinsetzen und ihnen erklären, warum seine Wirtschaftspolitik nicht schädlich ist für die Biodiversität der Asylanten. Ein Politker ist von Wahlen, Wählern, Medien, öffentlicher Meinung abhängig. Ein erfolgreicher Unternehmer normalerweise nicht. Wenn er eine Partei gründen will, soll er. Aber gegen ESM in der Krone Stimmung zu machen, ist mir noch zu wenig.

  4. AGLT (kein Partner)
    04. Juli 2012 13:04

    Abmoderation Parlamentsübertragung durch Pawlicki - ORF at his worst :-(

    Ein Lehrstück in öffentlich-rechtlicher linker Meinungsmache, stolz vor sich hergetragen.

    • M.S.
      04. Juli 2012 13:43

      Diese von den Moderatoren der Parlamentsübertragungen kurzen Wiederholungen der Inhalte von Redebeiträgen der Abgeordneten sind völlig unnötig und werden meistens für Manipulierungen missbraucht. Der Höhepunkt einer Manipulation wurde heute durch die Aussage von Pawlicki durch folgende Bemerkung erreicht: " Hier wird eine Debatte zwischen Populismus und Sachargumente geführt."

    • DSMVW (kein Partner)
      04. Juli 2012 15:05

      Unfassbare Niedertracht einer braven Systemsoldatin - ich habe meinen Ohren kaum getraut...siehe auch die Erwähnung der Anwesenheit Sarrazins, der "gegen 'viele fortschrittliche Sachen'[sic] in Europa ist".
      Danke Fr. P., viele Leute wußten das ja sicher noch nicht. ^^

    • Fokus (kein Partner)
      04. Juli 2012 17:07

      @AGLT

      Frau P. sollte raschest ihren Hut nehmen. Zwangsgebühren eines öffentlich-rechtlichen 'Senders dürfen nicht für linksextreme Agitation verwendet werden.
      Ein Fall für den Publikumsrat!

  5. november (kein Partner)
    04. Juli 2012 11:01

    Das Ärgerliche bei Unterberger ist, dass er bei komplizierten und dringlichen Problemen immer wieder versucht, mit Gewalt einen ideologischen Konflikt Links gegen Rechts hineinzubringen. Das zeigt sich regelmäßig bei Diskussionen um den Klimaschutz wie auch hier, wenn es um die Rettung der Eurozone geht. Auf diese Art wird eine Lösung leider nur noch schwieriger.

    Die meisten Ökonomen sind sich einig, dass die Maastricht-Eurozone eine Fehlkonstruktion ist. Somit bleiben im Wesentlichen zwei Alternativen: Ein Auseinanderbrechen der Währungsunion mit allen möglichen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen oder eben eine verstärkte Integration. Ein Weiterwurschteln wie bisher ist nicht mehr drinnen.

    Abgesehen davon nimmt es Unterberger mit den Tatsachen nicht so genau. Irlands Wirtschaft befindet sich mit einer Arbeitslosigkeitrate von 15% und einer Staatsschuldenquote von knapp 120% nach wie vor in einer Depression. Man muss schon sehr verblendet sein, um das als Erholung zu bezeichnen. Bis vor kurzem hatten die Iren erwartet, ab 2014 eine neue "EU-Hilfe" zu benötigen, weil sie es in diesem Zustand nicht schaffen würden, auf die Kreditmärkte zurückzukehren. Der letzte EU-Gipfel hat aber alles geändert. Irland könnte nun einen beträchtlichen Teil der Staatsverschuldung, die größtensteils auf Bankenrettungen zurückgeht, auf den ESM abschieben, und wäre deswegen aus dem Schneider.

    • M.S.
      04. Juli 2012 13:52

      Der letzte EU-Gipfel hat tatsächlich alles geändert, aber zum Schlechteren. Ein Land nach dem anderen wird seine Probleme über den EMS lösen, und somit werden ihn immer weniger Länder mit immer höheren Beträgen füttern (müssen), bis zuletzt keines mehr in der Lage ist etwas einzuzahlen. Und wie soll es dann weitergehen?

    • Trollfresser (kein Partner)
      04. Juli 2012 13:59

      Den Konflikt gibt es tatsächlich. Die Front verläuft zwischen

      november - links - dumm - strohdumm

      und

      rechts - konservativ - geht grad noch

      Wie kommt november da jetzt noch rein?

      Weil november der Meinung ist, dass Unterberger am Euroversagen Schuld ist, hat dieser sich doch wie beim Klimaschutz verhalten und seine Nichtmainstreammeinung gesagt.

      Und warum darf ich november die Meinung sagen? Weil november auch Unterberger seine Meinung sagt, obwohl es niemanden interessiert.

    • november (kein Partner)
      04. Juli 2012 14:15

      @Trollfresser

      Leidest du an einem Sonnenstich oder an Naturdummheit? Gegen letzteres ist leider kein Kraut gewachsen.

    • Trollfresser (kein Partner)
      05. Juli 2012 08:59

      november

      Wie wehleidig die großen Austeiler unter dem Herrn doch sind, wenn sie selber eins augeteilt bekommen.

      Jetzt bist Du selber einmal angeschüttet worden und was geschieht? Du zuckst aus.

      Damit hast Du gezeigt, was von Dir zu halten ist.

      Ansonsten nichts für ungut und Freundschaft!

    • november (kein Partner)
      05. Juli 2012 09:10

      @Trollfresser

      Entschuldige bitte, aber ich schütte nicht einfach andere an, sondern liefere Argumente. Du oder sonst jemand hättest ja mein Irlandbeispiel aufgreifen können. Vielleicht habe ich wirklich einen Blödsinn geschrieben. Aber nein, jedesmal wenn ich anhand von konkreten Beispielen zeige, dass Unterbergers Narrative nicht immer korrekt ist, werde ich angeschüttet.

      Mir ist nicht ganz klar, was du hier abziehts. Aber ich nehme einmal an, dass du auch eine Sockenpuppe von irgendeinem "Partner" bist.

    • Maybach (kein Partner)
      05. Juli 2012 11:52

      @november
      Unterberger hat in manchem recht, ist aber leider durch seinen unauslöschlichen Hass dazu "verdammt" einseitig zu argumentieren, was ihn letztlich in bestimmten Frage wieder unglaubwürdig macht. Da haben Sie völlig richtig getroffen, egal was die Kettenhunde bellen.

    • Trollfresser (kein Partner)
      05. Juli 2012 15:55

      november, ich gratuliere Dir zum Lob von Maybach. Das ist ein gewitzter Mann.

      Aber Scherz beiseite. Wenn Du den Kämpfer gegen journalistische Ungereimtheiten geben willst bitte. Die Medienlandschaft in Österreich liefert da ein reiches Betätigungsfeld. Aber warum musst Du uns hier mit Deiner Wahrheitsmanie belästigen?

      Wahrscheinlich sind Dir die sprichwörtlichen ERbsen zu groß und manipultiv zu mühsam.

      Und wenn Du schon von der Macht Deiner Argumente so überzeugt bist, warum dann die Anschüttungen?

      Hast Du ein Problem mit Unterberger, bist Du vielleicht einmal aus einer Lehrredation der Presse unter Unterberger hinausgeflogen?

      Das Gequake von Maybach über den "unauslöschlichen HAss" von Unterberger erledigtl sich von selber. Das ist reines Grünsprech und nur Symptom für ein weiches Hirn und gänzlich argumentlos.

      Bitte, wenn ihr schon glaubt hier in fremdem Revier posten zu müssen, dann strengt Euch beide wenigstens mehr an.

      Sockenfresser der Trollfresser

    • november (kein Partner)
      05. Juli 2012 16:18

      @Trollfresser

      Ich habe diesen Subthread nocheinmal genau durchgelesen. Alles was ich Unterberger (und nicht dir) vorgehalten habe, war ideologisch zu denken und die Dinge so sehen zu wollen, wie er sie sehen möchte (verblendet). Dafür habe ich Argumente geliefert.

      Es hat einmal eine Zeit gegeben, da galt die EU als konservatives und wirtschaftsnahes Projekt, und das ist sie eigentlich heute noch. Deswegen habe ich sie immer unterstützt. Die Ablehnung ist bis heute immer von Linksaußen ("Europa der Konzerne") und Rechtsaußen ("EUdSSR") gekommen. Warum jetzt auf einmal eine Rettung der EU und der Eurozone links sein soll, ist nicht klar. Selbst die ÖVP ist ja dafür, und die ist wohl keine Linkspartei. Außer man ist FPÖ-Wähler natürlich.

      (Außerdem bin ich für NATO, differenziertes Schulsystem, langfristig ausgeglichenes Budget, gegen Homoehe, etc. Alles Linkspositionen, ich weiß.)

      Jetzt habe ich im Gegensatz zu dir schon wieder Sachargumente geliefert, obwohl du mit deinen ständigen ad personam Angriffen gegen mich so eine ausführliche Antwort gar nicht verdient hast.

      Ich denke langsam, der eigentliche Bürgerliche hier bin ich und nicht du und deine Freunde.

    • Maybach (kein Partner)
      06. Juli 2012 10:42

      @Trollfresser
      Was ist linksgrün daran, dass ich Unterberger Einseitigkeit vorwerfe, weil er seine Abservierung bei der Wiener zeitung niecht verkraftet hat? Er ist kein schlechter Schreiber und hat richtige Gedanken, aber die verbitterte Einseitigkeit entwertet viele seiner guten Ansätze. Wenn das schon "links" von mir ist, bitte dann bellen Sie weiter im Namen des Herrl.

  6. Hegelianer (kein Partner)
    04. Juli 2012 10:51

    Es geht bei dem ganzen Theater in Wahrheit um ein einziges Thema, das zu entscheiden sich immer mehr zuspitzt: Wie lange noch läßt Deutschland sich mit seiner Geschichte knechten? Wann bricht Deutschland endlich aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit aus?

    PS: Kein Wunder, daß Faymann Merkel im Regen stehen läßt und auch die ÖVP mit den Roten mittut: In Österreich will man seit 1945 nichts mehr mit Deutschland zu tun gehabt haben ...

    • Undine
      04. Juli 2012 11:15

      @Hegelianer

      *****!
      So ist es; es sei denn, es gibt Rosinen, die wir uns herauspicken können---da vergessen wir kurzfristig auf den ganzen Krampf, Gemeinsamkeiten zu verleugnen.

  7. Trollfresser (kein Partner)
    04. Juli 2012 10:41

    Schon 90 Postings und kein einziger Troll!

    Es wird ihnen die Diskussion hier dann doch etwas zu inhaltlich zu sein.

    • Undine
      04. Juli 2012 14:58

      @Trollfresser

      Plagt Sie schon der Hunger? :-)

    • november (kein Partner)
      04. Juli 2012 15:18

      Na dann wollen wir dem Trollfresser die Gelegenheit geben, auch einmal etwas inhaltlich beizutragen, damit er seine Geistesgröße vorführen kann. Bis jetzt fällt er nur ungut auf mit seinen Versuchen andere, die neue Argumente liefern, hinauszubeißen.

  8. cmh (kein Partner)
    04. Juli 2012 10:21

    Ich freue mich schon auf die Begründung Faymanns, warum

    1. der ESM keine Vorlksabstimmung erfordert und warum
    2. Faymann nach dem Bruch seines Wahlversprechens nicht zurücktritt.

    Im übrigen bin ich nicht der Meinung dass EU, EUro und Europa für uns verzichtbar wären, sondern vielmehr, dass wir auf unsere Dilettantentruppe Faymannscher Prägung verzichten müssten.

  9. cmh (kein Partner)
    04. Juli 2012 10:10

    Ein Scherz noch aus meiner Studienzeit:

    Es ist noch niemand gekommen, der gesagt hätte: "Wir haben die Geldmenge erhöht, hier ist Ihr Anteil!"

    Und man stelle sich nur eine "demokratische" Entscheidung vor, die darüber befindet: Haftungen und Kredite, die via EZB-Geldschöpfung, Target-2-Kredite, EFSF, ESM, Währungsfonds oder bilateral an die Krisenstaaten zu vergeben?"

    Wer das dem Volk zumutet, zeigt schon durch die Fragestellung, dass er kein Demokrat ist.

  10. cmh (kein Partner)
    04. Juli 2012 10:05

    Faymann ist doch nur zum Krenreiben.

  11. HDW
    04. Juli 2012 08:29

    @dssm
    03. Juli 2012 20:28
    Von marxistischer (grüner) Seite heißt das auf die ".. Schaffung einer revolutionären Situation" zu hoffen um nach dem Chaos als Ordnungsmacht aufzutreten, für die Schwarzen Beschwichtigungshofräte ungefähr dies:„ . . . für die Eurokrise müssen wir dankbar sein, weil sie uns Gelegenheit gegeben hat, endlich eine Harmonisierung der Fiskalpolitik in der EU herzustellen.“
    Beides Hoffnungen auf eine lineare Entwicklung die als zynisch zu bezeichnen sind, in einem derart absurd gefährlichen Gesellschaftskörper wie dem europäischen der aus den zweihundert Jahren nach der französischen Revolution hervorgegangen ist. Dazu noch ausgesprochen in einem Österreich, das trotz aller Umbrüche in der Zeit danach noch immer mit der Verfassung von 1921 lebt, die zumindest zur Hälfte von dem Austromarxisten Max Adler beeinflusst wurde und als Eigenleistung dagegen nur Austrofachismus und Nationalsozialismus samt WKII zu setzen wusste, bis man endlich scheinheilig gelobte "...eine Demokratie nach Schweizer Modell (Kreißky)" zu bauen! Was daraus geworden ist, das sehen wir!

  12. DI Rudolf Haubert (kein Partner)
    04. Juli 2012 07:16

    FPÖ und BZÖ muss man loben, dass sie ihre Zustimmung zum ESM verweigern. Auch Frank Stronach ist dagegen, der sogar für die Wiedereinführung des Schilling votiert! Nicht die Österreicher, sondern diese Koalitionsregierung läßt Frau Merkel im Stich. Was bleibt, ist die Hoffnung...!

    • xRatio (kein Partner)
      05. Juli 2012 03:18

      @ DI Rudolf Haubert 04. Juli 2012 07:16

      Dem Lob an FPÖ/BZÖ schließe ich mich nachdrücklich an.
      Habe diesen Verein immer als das geringste Übel angesehen. Ist ja gottlob auch eine der stärksten Gruppierungen in A.
      Ähnlich wie Blocher, Maurer (SVP) in der Schweiz.

      Daß Stronach für den Schilling votiert, betrachte ich (derzeit) als seinen einzigen wirklichen Fehler. Das wird man diesem nach meiner Einschätzung hochintelligenten Herrn aber sicher ganz schnell ausreden können.

      xRatio

  13. Alexander Renneberg
    • Erich Bauer
      04. Juli 2012 09:17

      Wunderbar fand ich, wie er die sattsam bekannte, "übliche" Gestapo-Fragetechnik der üRF-Art mit einer "Handbewegung" zurückwies...

    • Undine
      04. Juli 2012 11:47

      Einfach köstlich!!! Frank Stronach ist so ziemlich das genaue Gegenteil von einem Diplomaten, hat es aber, wie man weiß, aus EIGENER Kraft wesentlich weiter gebracht -- und das ohne devot (diplomatisch) überall zu buckeln.

      Es war eine Wonne zu sehen, daß sich nicht jeder, dem die Ehre zuteil wird, in das hochheilige ORF-Studio eingeladen zu werden, vor der schönen Lou und Kollegen im Staube kriechen und sich gottergeben dem fix einstudierten ORF-Ritual unterwerfen muß.
      Von Stronach könnten viele lernen. Vielleicht macht das ja Schule! Die ORFler werden ganz schön schockiert gewesen sein, daß es einer gewagt hat, ihnen lächelnd Wahrheiten an den Kopf zu werfen, die sie bisher von unseren sonstigen Schlappschwänzen nicht gewohnt sind zu hören.

    • november (kein Partner)
      04. Juli 2012 12:09

      Stronach als politische Zukunftshoffnung Österreichs? Er ist sicher ein guter Manager, aber wer soll ihn wählen - andere Manager? Kritik am EMS, äh ESM, gibt's von der FPÖ auch. Außerdem gehört es zu guten Ton, bei einem Interview einmal die erste Frage abzuwarten.

    • Erich Bauer
      04. Juli 2012 12:44

      "...Stronach als politische Zukunftshoffnung Österreichs?..."

      Außer Tüchtigkeit und nachweislich damit verbundene Intelligenz ist mir von Stronach und Sigi Wolf nichts bekannt...

      Das derzeitige "Politikverständnis", welches sich eigentlich ausschließlich auf "gendern", "quoten", "p.c." und Errichtung von Denunzierungsanstalten reduziert und sich so zu einem Popanz aufbläht... kann man getrost ersatzlos entsorgen...

    • november (kein Partner)
      04. Juli 2012 12:59

      Ich habe großen Respekt vor dem, was Stronach mit seiner Tüchtigkeit aufgebaut hat. Allerdings Aussagen wie "Ökonomen reden nur Unsinn, die haben noch nie einen einzigen Arbeitsplatz geschaffen" wirken dann doch nicht so überzeugend. Lehrer schaffen auch keine Arbeitsplätze und werden vom Staat bezahlt. Sind sie deswegen nutzlos, vor allem wenn sie Fächer ohne wirtschaftlicher Verwertbarkeit unterrichten? Man kann einen Staat nicht wie einen Indusriekonzern leiten.

    • Neppomuck (kein Partner)
      04. Juli 2012 13:09

      Einem Francesco Strohsacchio, der zu viel Geld hat und dem daher der Hafer sticht, und seiner "Gouldenen Reigel" (Wer das Geld hat, bestimmt die Regeln) sollte kein Platz in einer Demokratie eingeräumt werden.

      Außerdem ist das Schicksal der "Magna Racino" auch nicht gerade ein Schmuckstück seiner sklerotischen Ambitionen.
      Allenfalls angewandte Wahlarithmetik.

    • Zraxl (kein Partner)
      04. Juli 2012 14:22

      Stronach hat mächtige Feinde in allen politischen Lagern. Der Herr Altlandesjägermeister hat ihn als österreichstämmigen Exilcanadier und als politisches Auslaufmodell bezeichnet. Kurier und andere Medien, die im Eigentum einer Bank stehen, die große Investitionen in den Pleitestaaten retten will, haben daraufhin Stronach mit Häme überschüttet. Dass ihm das linke Lager abhold ist, weiß man seit langem.

      Stronach hätte m.E. nur die Chance, den Weg Berlusconis zu gehen und mit der Gründung eines Medienkonzerns zu beginnen.

    • Undine
      04. Juli 2012 17:07

      Frank Stronach bringt zwar keinen ganzen Satz zusammen, dafuer verfuegt er ueber eine ordentliche Portion Hausverstand. Nein, so viel Einsicht duerfte er schon haben, dass er sich nicht fuer hoehere polit. Weihen eignet,aber Siegfried Wolf haette das Zeug, jedenfalls wesentlich mehr als der amtierende BK.

    • xRatio (kein Partner)
      05. Juli 2012 03:25

      @ Undine

      Sie werden immer besser, Kompliment! :-)
      Auch wenn Sie mich nicht mögen. :-)))

      War (und bin) halt nicht mit ALLEM einverstanden, was Sie so geschrieben haben.

      xRatio

  14. Undine
    • Undine
      03. Juli 2012 20:48

      Oje, tut mir leid, das funktioniert nicht; es sollte ein kurzes Video der Rede von Prof. Hankel über den ESM zu sehen sein.

      Betreff:

      EU-ESM; in wenigen Minuten erklärt ein wirklicher Experte, wie´s in der EU auf Wunsch von Rot, Schwarzu. Grün weitergehen wird .Verständlich auch für Nichtexperten. Betroffene Gesichter imParlament!

      Vielleicht kann jemand aushelfen!

    • Undine
    • Undine
      03. Juli 2012 23:01

      Jetzt klappt es!

    • Pumuckl
      04. Juli 2012 02:54

      @ Undine

      Danke, sehr geschätzte Frau Undine, für diesen bezeichnenden Link! Ich wußte nicht, daß Prof. Hankel Gelegenheit hatte, den ESM einmal mehr auch vor unserem Parlament zu entlarven.
      Man sehe sich nur die ernsten Gesichter " unserer Repräsentanten " an.

      Es ist nicht so, daß sie nicht kapieren, daß sie nicht wissen was sie tun.

      Vielmehr erfüllt jeder einzelne, der heute für diesen Entmündigungsvertrag
      stimmt den STRAFTATBESTAND DES LANDESVERRATS !


      Warum hat der Ökonomie-Professor van der Bellen nicht den Charakter,
      seine grünen Parteigenossen eindringlich an jenen Eid zu erinnern, welchen sie als Parlamentarier leisteten ?

      Wie hat man es nur fertig gebracht, daß Parlamentarier in ganz Europa diesem neuen " Ermächtigungsgesetz " zustimmen?

    • Reinhard (kein Partner)
      04. Juli 2012 06:23

      Schon vor Monaten postete ich sinngemäß:

      Ziel, so scheint es mir, ist die Schaffung einer international nicht konvertierbaren Weichwährung, um eine vom Globalisierungsdruck entkoppelte Binnenwirtschaft zu schaffen, die sich zentralistisch planen und für eine kleine politische und wirtschaftliche Elite, den modernen Feudalstand aus den Parteihäusern, auspressen lässt.
      Die Arbeiterschaft wird mit propagandistischem Schwachsinn bei Laune gehalten, für den Leute wie Frau KKP die Vorlagen liefern, um sie vergessen zu machen, dass sie mit wertlosem Blechgeld vom internationalen Markt abgekoppelt und im Konsum auf Binnenware beschränkt werden.
      Mark der DDR V2.0.

      Jetzt darf ich hören, wie ein renommierter Experte den Euro in Richtung Rubel steuern sieht.
      Man muss kein Experte sein, um diese Entwicklung zu sehen.
      Aber man muss Erfüllungsgehilfe der Parteifürsten und ihrer Drahtzieher sein, um mit verbissenem Gesicht jede Erkenntnis von Experten und jede Meinung des Volkes, das noch immer nicht ganz so dumm und primitiv ist, wie das zerstörte Bildungssystem eigentlich hätte schaffen sollen, an sich abperlen zu lassen.

      Ein berühmter Filmtitel hieß; "Denn sie wissen nicht, was sie tun."
      Doch, sie wissen es. Und machen ganz bewusst und gezielt weiter...

    • brechstange
      04. Juli 2012 09:19

      @alle

      Ausrede haben Sie nun keine mehr, die Zustimmer.

      Auf dem Weg zum Binneneuro.

    • Norbert Mühlhauser
      04. Juli 2012 10:20

      Ich bewundere Prof Hankes Euro-Skepsis sehr, muss aber sagen, dass ich die von ihm vor dem Parlament genannte Bestimmung, dass die Kommission den äußeren Zahlungsverkehr ggf kontrollieren kann, nicht im EG-Vertrag in der Fassung von Lissabon (AEUV) finden kann!

      In den von Prof Hanke referenzierten Art 63 und 64 findet sich die Bestimmung jedenfalls nicht, dort ist nur zu finden, dass Rat im Verein mit dem Parlament Ausnahmemaßnahmen erlassen dürfen (Art 64 Abs 2 und 3 AEUV). Darüber hinaus gibt es meines Wissens nur auf 6 Monate befristete Sondermaßnahmen, die gleichfalls von Rat und Parlament - nicht von der Kommission! - zu erlassen sind (Art 66).

      Kann mir jemand weiterhelfen?

  15. brechstange
    03. Juli 2012 17:50

    Zur Information, ein weitere Appell betreffend die morgige Parlamentsabstimmung

    Sehr geehrte Damen und Herren Nationalratsabgeordnete!
    Sehr geehrte Damen und Herren Bundesratsabgeordnete!

    Wir erlauben uns, Sie nochmals auf unseren Offenen Brief vom 13.05.2012, der Ihnen per Mail zugegangen ist, aufmerksam zu machen.
    Unser Anliegen ist: Bitte stimmen Sie dem ESM und Fiskalpakt nicht zu.

    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=71:esm-offener-brief&catid=11:oesterreich

    Noch nicht einmal zur Abstimmung in den einzelnen Ländern gebracht, wurde der ESM-Vertrag ein weiteres Mal zu Lasten der Steuerzahler abgeändert.
    Nun soll der Steuerzahler direkt und ohne Umwege über den ESM-Verteilerkreis Luxemburg marode Banken finanzieren. Außerdem wurde die vorrangige Gläubigerstellung der Hilfen aus Steuergeldern aufgehoben.

    Die Banken der PIGS-Staaten haben Außenstände von 9.200 Milliarden Euro, wie hoch der Anteil der faulen und nicht einbringlichen Kredite ist, ist nicht bekannt. Bereits 10 % übersteigen den Haftungsrahmen des ESM signifikant.

    Die Grundvoraussetzung für eine Währungsunion ist Ausgabendisziplin und Einhaltung der wirtschaftspolitischen Vorgaben des Stabilitätspaktes, der seit Bestehen der WU mehr als 90 mal gebrochen wurde. Der geplante Fiskalpakt ist daher ein Feigenblatt. Er wird - noch nicht ratifiziert - bereits wegen wachstumshemmender und Arbeitslosigkeit fördernder Regelungen von einem Großteil der Politik abgelehnt.

    Der geplante ESM-Vertrag wie auch der schon bestehende EFSF regelt ausdrücklich, dass nur zur Wahrung der Finanzstabilität des gesamten Euro-Währungsgebiets und Gefährdung des Euros Mittel gewährt werden dürfen. Und doch beantragte Zypern vor einigen Tagen Mittel von 10 Mrd. Euro aus dem EFSF bzw. künftig ESM, obwohl Zypern gerade mal ein BIP von 17 Mrd. Euro hat. Dieses Land soll den Euro sprengen, die Finanzstabilität der gesamten Eurozone gefährden? Es hat den Anschein, dass der ESM bereits zu Beginn missbraucht wird, für eine euroraumweite Vergemeinschaftung der Schulden.
    Wer wird unter diesen Voraussetzung ernsthaft und nachhaltig im Euroraum investieren? Die Gefahr den ESM über die Gelddruckmaschine zu füllen, ist groß.

    Mit dem ESM ist zu befürchten, dass wir - die Steuerzahler - in den südeuropäischen Schuldenstrudel gerissen werden. Das Versprechen Leistung nur bei entsprechender Anstrengung des hilfsbedürftigen Staates und inzwischen auch von maroden Banken zu gewähren, ist dem Einfluss Österreichs entzogen. Unser Stimmrechtsanteil beträgt gerade mal 2,7 %, Einstimmigkeit ist nicht erforderlich. In Notfällen sollen sogar einfache Mehrheiten genügen, zumindest freut sich Mr. Hollande darauf. So bleibt genug Platz zum Tricksen auf Steuerzahlerskosten.

    Wir brauchen keinen ESM, wir brauchen eine ordendliche europäische Insolvenzordnung. Der ESM bringt Österreich keinen erkennbaren Vorteil. Warum eigentlich begeben die in Not geratenen Länder keine pfandgesicherten Anleihen, dafür gäbe es bestimmt erträgliche Zinsen?

    Etwa 66 % der Österreicher stimmten 1994 zu einem Beitritt zur EU unter komplett anderen Bedingungen. Sie waren für einen Beitritt zu einer Wirtschaftsgemeinschaft, die freien Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr zulässt. Mit tollen Versprechen wurde der Bevölkerung suggeriert, es bleibe die Währung, die Selbständigkeit, die Neutralität erhalten. Man versprach den Bürgern sogar Geldersparnis, den berühmten Ederer-Tausender.

    Was ist von dieser Propaganda geblieben?
    Wir sind nun in einer fehlkonstruierten Währungsunion, die um jeden Preis erhalten werden soll. Die wahren ökonomischen Ursachen werden verheimlicht oder nicht erkannt. Politisch gewollt, verzögert man nachhaltige Lösungen. So kommt es, dass Österreich für etwa 19 Mrd. Euro haften wird. Entgegen den großen Versprechen, dies sei die absolute Obergrenze, könnte der ESM-Gouverneursrat beschließen, dass eine Aufstockung alternativlos sei. Verträge zu brechen, ist gerade große Mode in der Politik. Man sucht nicht Lösungen, man bricht Verträge.

    NO Bailout und Subsidiarität stehen im Lissabonvertrag, wichtige Grundsätze für eine funktionierende Gemeinschaft. Diese Grundsätze außer Kraft zu setzen, bedarf einer VOLKSABSTIMMUNG. Daher bitten wir Sie, liebe Abgeordnete, stimmen Sie gegen ESM und Fiskalpakt. Sie tragen die Verantwortung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Elisabeth Weiss Anton Volpini

    • Erich Bauer
      03. Juli 2012 18:22

      brechstange,
      "...NO Bailout und Subsidiarität stehen im Lissabonvertrag..."

      Ich BITTE Sie... inständig... Geben Sie diesen "Unterscharführern" von, ich weiß nicht von welche Gnaden, nicht diese, Ihre Aufmerksamkeit, indem Sie sich HOFFNUNGVOLL an diese SUBJEKTE wenden... Die WACHSEN sogar dabei... denen geht doch dabei sogar ein "Achterl" ab...

      Um Himmels willen! Sie stellen diese Figuren noch immer auf ein erhöhtes PODEST!!

      Der LISSABONVERTRAG... Verträge sind da um GEBROCHEN zu werden! Glauben Sie mir, ich hatte ein verdammt gute Schule in diesen Dingen... Auch Spitzennotare lachen über diese allgemeinen Illusionen dieses massenhaften "Ungeziefers"...

    • Anton Volpini
      03. Juli 2012 18:43

      Wollen wir nur irgendwie Gehör finden, Erich Bauer, dann müssen wir die Adressaten "hinaufheben" und nicht runtermachen. Elisabeth Weiss hat das schon richtig formuliert.
      Wenn ich auch im innersten meines Herzen Ihnen sehr Recht gebe! Freundschaft :-))

    • Erich Bauer
      03. Juli 2012 18:48

      Anton Volpini,

      GRÜSS GOTT! :-))) Auch damit kann man sie... hm... "frappieren"... :-)

    • Anton Volpini
      03. Juli 2012 19:09

      Möge er uns helfen, Erich Bauer!

    • phaidros
      03. Juli 2012 20:21

      Man muss natürlich definieren, welchem Zweck ein Brief dienen soll.

      Wenn es nur ums weitere Aufblasen des es notwendig habenden Egos geht, dann kann man nach Lust und Laune loskotzen. Was allerdings gewonnen ist, wenn man also erfolgreich »frappiert« hat, müsste mir erst einmal jemand erklären.

      Geht es aber darum, Gehör zu finden, Wege aufzuzeigen, die eigene Meinung zu deponieren, mit einem Wort: für voll genommen zu werden, dann war das schon goldrichtig so! Nur, und zwar ausschließlich allein und ohne den Schatten eines Zweifels besteht überhaupt nur dann eine Chance angehört zu werden, wenn man ein Gefühl der Achtung vermittelt. (Ich hätte aus diesem Grund auch den Hinweis auf die Initiative unterlassen, die immer noch die Wut im Namen führt, aber das ist wohl nur eine Frage der persönlichen - und ich will keineswegs Haare in der wohlangerichteten Suppe suchen!)

      Schon durch das (für mich eben subjektiv sichtbare) vergleichsweise mikroskopisch kleine Beispiel meines »Selbstexperiments« liegt für mich völlig klar auf der Hand, welcher Stellenwert Leuten eingeräumt wird, die den Angesprochenen als »Subjekt« bezeichnen. Nämlich keiner über der Wahrnehmungsschwelle.

      In diesem Sinne: Bravi! Und ein Dank an Initiatoren und Ausführende!

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Freak77
      03. Juli 2012 20:55

      Vielen Dank Elisabeth Weiss und Anton Volpini für diese Initiative!

      Ich könnte unter diesen Brief an die Abgeordneten ein deutlich leserliches Autogramm von mir setzen.

    • Anton Volpini
      03. Juli 2012 21:10

      Dann tun Sie es biitte, Freak77, mit eigenem Namen!
      So wie wir mittlerweile alle mit offenem Visier kämpfen, so wünschten wir uns gleich starke Mitkämpfer!

    • brechstange
      03. Juli 2012 22:13

      freak77

      Wenn Sie die Adressen brauchen, bitte melden unter

      weisselisabeth75@yahoo.de

    • Undine
      03. Juli 2012 22:16

      @brechstange
      @Anton Volpini

      *****************!

      "Etwa 66 % der Österreicher stimmten 1994 zu einem Beitritt zur EU unter komplett anderen Bedingungen......"

      Alle Register wurden damals, im Schicksalsjahr 1994, von den EU-Befürwortern gezogen; mit der Wahrheit nahm man's nicht so genau. Hauptsache, das Volk stimmt zu. Jörg Haiders Warnungen schlug man schon aus purer Gewohnheit (und Bösartigkeit) in den Wind. Und was haben wir tatsächlich GEWONNEN??? Dieses künstliche Gebilde EU schmiedet mit eiserner Faust Völker zusammen, die nicht zueinander passen.

      Was von den Versprechungen von damals geblieben ist? Man könnte mit Schillers Worten sagen:

      "Ja merkt’ es wohl, vor Tische las man’s anders."

      Und man hatte es tatsächlich "vor Tische anders gelesen", aber das war unseren Einpeitschern völlig schnuppe.

    • Freak77
      03. Juli 2012 23:39

      @brechstange
      Ich habe mich per Mail bei Ihnen gemeldet.

  16. schreyvogel
    03. Juli 2012 16:07

    Unser Währungssystem hat eine ganz schreckliche Schwachstelle, nämlich die Möglichkeit, Geld zu drucken ohne eine systemimmanente Bremse.

    Unser Währungssystem schafft sich gerade ab!

  17. Komma
    03. Juli 2012 15:22

    4. Juli

    In den frühen Morgenstunden des 4. Juli 2011 verstarb im 99. Lebensjahr
    S.k.u.k.H. Erzherzog Otto von Österreich friedlich im Kreise seiner
    Familie.

    Am 4. Juli 2012 stirbt Österreich unter heftigem Todeszucken im Parlament, ermordet von Faymann, Spindelegger, Glawischnig & Co. unter heftigem Beifall des Abgeordnetenpöbels (ausgenommen FPÖ und BZÖ).

    Zufall?

    • charlemagne
      03. Juli 2012 18:09

      Sehr netter Hinweis dazu nur eine kleine Anmerkung:
      Komma, contra, fenstergucker, plusminus und zauberlehrling sind Nicks von libertus, der uns in einer theatralischen Inszenierung vorgestern angeblich verlassen hat! Er kann es nicht lassen die endlich eingekehrte Ruhe im Forum wieder zu stören!

    • fenstergucker
      03. Juli 2012 20:59

      @charlemagne

      *lol*
      Entschuldigen Sie schon, aber ich glaube Sie sind wo "angrennt".
      Sie sollten wegen akuter Paranoia in Behandlung gehen. Natürlich hockt überall
      @libertus. Er ist auch noch @Marquise ........ eh scho wissen, @Anton Volpini, @phaidros, @charlemagne, @efrinn, @Karl Rinnhofer und viele, viele andere.
      Er hält Sie jedenfalls ziemlich auf Trap! ;-)

    • charlemagne
      03. Juli 2012 22:03

      @libertus vulgo Komma, vulgo Fenstergucker......
      Sie wurden gewarnt, schon vor längerer Zeit, Sie haben es jedoch ignoriert, jetzt ist Ihr Hochmut dank Marquis/Lahnsteirer/Lahnsteiner zu Fall gekommen, das hilflose Gestammel entlarvt Sie nur noch mehr!

    • zauberlehrling
      04. Juli 2012 17:04

      @charlemagne

      Warum ereifern Sie sich gar so? @libertus hat versprochen unter anderem Nick zurückzukehren. Na, und? Was geht Sie das an?
      Hat er Sie in den Wahnsinn getrieben (wie auch Ihre dumpfen Drohungen vermuten lassen), daß Sie ab jetzt lebenslänglich hinter jedem Nick, der er sein könnte, herjagen müssen?
      Keine schlechte Leistung!
      Wie ein Antifaschist, der überall Nazis ausfindig macht! *g*
      P.S.: Ich bin nachweislich NICHT @libertus!
      Lassen Sie Ihren kranken Geist zur Ruhe kommen!

    • plusminus
      04. Juli 2012 21:25

      @zauberlehrling

      ;-)))))))
      *******

      @charlemagne

      Warum sind Sie so sicher, daß Marquis/lahnsteirer/lahnsteiner ident sind?
      Es könnte genauso gut ein italienischer Adeliger in französischem Gewand gewesen sein. Oder kennen Sie ihn so genau, dann wäre alles klar!

    • panzerechse (kein Partner)
      04. Juli 2012 21:51

      Lustig ist's aber schon. In Null "Komma" Josef stimmen ein Dutzend Sterndlgeber für eine... ich will ja nichts sagen, aber für eine... Nichtmeldung... mit den Halbsternderln hat halt jemand dazwischegefunkt...(GGG) Fast hätt's wieder geklappt... (ggg)

      Der Marquis hat jedenfalls so was wie ein "System" bei der Sternderlvergabe entdeckt... ich hab's nicht überprüft, aber ich wüßte nicht, warum ich ihm nicht glauben sollte. Ich werde hinkünftig "komma" manchmal, höchst amüsiert, beobachten...

      Irgendwann fliegen die Sternderlvergeber volle Wäsch' auf... (ggg)

    • FCKW (kein Partner)
      05. Juli 2012 10:59

      @panzerechse

      Irgendwann "fliegen auch die VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER volle Wäsch' auf"! ;-)

  18. Undine
    03. Juli 2012 14:31

    Ich weiß leider nicht mehr, von wem dieser treffende Satz stammt, von Nestroy oder von Girardi: Wenn ihn ein "Freund" um Geld anpumpte, lautete seine Antwort:
    "Seien wir lieber gleich bös'!", denn darauf wäre es so oder so hinausgelaufen!

    Dieser Satz, aus dem wohl viel negative Erfahrung spricht, fällt mir im Zusammenhang mit EU-Rettungsschirm und ESM immer wieder ein.

    "Seien wir lieber gleich bös'!" Der größte Geldgeber in der EU, Deutschland, wird bereits zum FEINDBILD Nr. 1 aufgebaut, obwohl der Geldhahn immer noch ordentlich sprudelt. Schlimmer hätte es auch nicht kommen können, wenn D ihn rechtzeitig zugedreht hätte, statt der eigenen Bevölkerung das mit viel Fleiß und Mühe erwirtschaftete Geld vorzuenthalten und stattdessen in ein Faß ohne Boden zu schütten, damit sich's andere auf Kosten der Deutschen gut gehen lassen können. Diese "anderen" sind mit oder ohne Geld aus D den Deutschen böse, und sei's nur aus Haß, gespeist aus der eigenen Unfähigkeit.

    • Pumuckl
      03. Juli 2012 15:55

      @ Undine

      Kurz und gut ist Ihr Beitrag wieder einmal, doch erlaube ich mir eine kleine Ergänzung:

      " nur aus Haß, gespeist aus der eigenen Unfähigkeit " UND DEM HETZKONZERT DER EUROPÄISCHEN MEDIEN.

    • Undine
      03. Juli 2012 17:05

      @Pumuckl

      Danke für die passende Ergänzung! Natürlich, der Haß und der Neid müssen erst immer fleißig geschürt und am Köcheln gehalten werden, und diese "Aufgabe" erfüllen die (großteils linksgestrickten) Medien gerne und mit Bravour!

    • M.S.
      03. Juli 2012 17:27

      @Undine @Pumuckl
      weitere Ergänzung: ".....und mit dem bis zum Ende aller Zeiten wirksamen Hinweis auf die Nazivergangenheit."

    • Erich Bauer
      03. Juli 2012 17:32

      M.S.,
      "...wirksamen Hinweis auf die Nazivergangenheit...

      ... und auf die französischen Atomraketen.... :-)

    • dssm
      03. Juli 2012 17:34

      Daher meine Hoffnung. Geht auch Deutschland pleite, und unsere Eliten bemühen sich dahingehend wirklich, so wird aus dem Hass schnell Schadenfreude. Schadenfreude ist unerquicklich aber harmlos, Hass tötet.

    • M.S.
      03. Juli 2012 18:19

      @dssm

      Geht Deutschland pleite, wird für Schadenfreude keine Zeit sein. Denn dann spielt sich in Europa eine Art Götterdämmerung ab.

    • simplicissimus
      04. Juli 2012 16:03

      Deutschland hat leider moralisch total abgewirtschaftet und damit meine ich, es hat keine Selbstachtung mehr und zerfleischt sich weiter.

  19. Anton Volpini
    • brechstange
      03. Juli 2012 14:13

      Danke für die Links.

      Wir werden doch noch gehört werden, Herr Volpini.

    • Pumuckl
      03. Juli 2012 16:22

      Zur Überschrift des 2. Link:

      " Eliten müssen der Gesellschaft dienen. "

      Vom Ersatzkaiser in der Hofburg über Österreichs Politiker bei der EU, bis zur kompletten Regierungsbank: " Kann mir da jemand nur 3 Personen nennen, welche man vom Können her einer Elite zurechnen könnte? "

      Durch die Bereitschaft, mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit für das Wohl seiner Wählerschaft einzutreten wäre man in diesen Kreisen ohnehin längst untragbar.

  20. dssm
    03. Juli 2012 13:41

    Ich glaube der Fall dreht sich in eine positive Richtung. Der Kardinalfehler ist mit Griechenland passiert. Wenn jetzt D auch Pleite geht (A ist schon durch den Target II Saldo disqualifiziert), werden sich hoffentlich die nationalistischen Wogen in Europa wieder glätten. Das wäre nicht notwendig gewesen, aber unsere Politiker sind einfach die Negativauslese – und daran sind wir selber schuld. Wichtig erscheint mir, dass Europa keinen irreparablen Schaden nimmt. Auch die Ersparnisse der Deutschen wären am Ende weg gewesen, wie halt bei allen anderen auch, dies ist halt die Schattenseite einer Papierwährung, welche von den Dümmsten der Dummen verwaltet wird. Jetzt ist Gelegenheit die Finanzgiganten, die Bürokratie, die repräsentative Demokratur, das Papiergeldsystem und das linke Bildungssystem zu zerstören. Vom Jammern wird jedenfalls nichts besser.

    • Undine
      03. Juli 2012 22:32

      @dssm

      "....aber unsere Politiker sind einfach die Negativauslese – und daran sind wir selber schuld."

      Ja, aber wie sollen wir es denn jemals schaffen, keine Negativauslese zu "wählen"? Nur diese Personen werden uns serviert! Wir haben doch keine Auswahl.

  21. M.S.
    03. Juli 2012 13:07

    Es läuft also darauf hinaus, dass die paar Staaten, die noch "gemolken" werden können, die anderen, die auf den Bankrott zusteuern, erhalten müssen, ohne Garantien, die aufgewendeten Mitteln jemals zurück zu erhalten.
    Die Bevölkerungen der "Spenderstaaten" werden dies durch neue Steuern, durch Wohlstandsverlust, durch Ausbeutung, im schlimmsten Fall durch Staatscrash büßen müssen.
    Man fragt sich, welcher Teufel unsere Politiker reitet, so etwas ihrer eigenen Bevölkerung, deren Interessen sie zu vetreten hätten, zuzumuten.
    Laut den Grünen, sind jene, die der Einführung von EMS nicht zustimmen Populisten und Rattenfänger (Originalzitat Kogler in der ZIB um 13 Uhr).
    Die Finnen, werden sich über die Beurteilung durch diese Ignoranten sehr freuen.

    • Undine
      03. Juli 2012 13:39

      @M.S.

      Auf den Punkt gebracht! *******!

    • Charlesmagne
      03. Juli 2012 13:55

      Die vereinigte Linke hat schon immer als Ziel die Zerstörung der Nationalstaaten zugunsten eines kommunistischen Nomenklaturamegastaates Europa verfolgt. Dabei erhoffen sich die gegenwärtigen "nützlichen Idioten" einen Platz in obiger Nomenklatura. Wenn sie sich nur nicht täuschen.

    • Undine
      03. Juli 2012 21:15

      @M.S.

      Übrigens, "Populisten" alleine waren dem grünen Kogler zu wenig; da mußte schon noch das abschreckende Adjektiv "primitiv" herhalten, das man in linken Kreisen ---ebenso wie "Rattenfänger"--- gerne im Zusammenhang mit der FPÖ gebraucht.

      Wer im Zusammenhang mit der Einführung des EMS als primitive Populisten und Rattenfänger zu bewerten ist, wird die Zukunft zeigen. Die FPÖ und das BZÖ haben jedenfalls eine weiße Weste.

  22. Erich Bauer
    03. Juli 2012 13:07

    "...Megainflation oder im Staatscrash..."

    Man darf die "Kreativität" dieser besonderen Art nicht unterschätzen. In Italien gibt's Barzahlung bald nur noch bis 1000 Euro...

    Könnte man weitereinwickeln. Zahlung fast nur noch mit Karte. Tägliche Barabhebung 100 Euro... okay 200 Euro. Erhöhung der Manipulationsspesen. Die Finaztransaktionssteuer wird auch bei jedem Gehaltskonto eingehoben. Durch die eingeschränkte Barverfügung bleibt immer genug an Berechnungsbasis... Einhergehend natürlich die erlaubte Barzahlung mit 500 Euro begrenzen... Das individuelle "Wirtschaftswunder" ist jederzeit vom Kontostand abzulesen. Auch wenn man nicht so richtig zum Konto dazukann. An den Zahlen kann man sich ja trotzdem ergötzen.

    Das Ganze nennt sich dann DKT-Ökonomie...

    • dssm
      03. Juli 2012 13:44

      Nein, das nennt man Kommunismus. Wenn die Regulierer nicht weiter wissen, dann muß immer eine noch größere Regulierung her. Erinnter fatal an 'Road to serfdom'.

    • HDW
      03. Juli 2012 15:37

      Monti braucht als echter Liberaler eben strenge Ordnungspolitische Maßnahmen um ohne anarchistisches Chaos (z.B. ohne Anarchokapitalismus) zu weniger Staat zukommen: Erstens Rückverfolgbarkeit der Zahlungsflüsse und zweitens Reduktion der Geldpapiermenge! Wunder gibts keine und besser ein liberales Ziel als den STAMOKAP!

    • dssm
      03. Juli 2012 15:53

      @HDW
      War das sarkastisch gemeint? Monti ein Liberaler?!??!, das ist der typische Finanzsozialist. Bisher hat er nur Steuern erhöht, den Arbeitsmarkt noch weiter reglementiert und die Bürokratie ausgeweitet, er will die KMU zugunsten von Grossbetrieben und Gewerkschaften zerschlagen und ist damit bisher sehr erfolgreich.

    • HDW
      03. Juli 2012 18:41

      Das war nicht sarkastisch gemeint. Ironisch hingegen also scheinernst, die Frage Lev Bronsteins an den Anarchisten mit dem er zusammen im Gefängnis sass: "Und wer betreibt bei euch die Wasserwerke?"
      Chaos, Megainflation, chinesisches Arbeitsrecht, Verknappung der Geldmenge, Hyperarbeitslosigkeit alles erwünscht um Liberutopia (vielleicht) zu erreichen? Das ist für mich eher zynisch! (Derzeit droht die italienische Gewerkschaft mit Generalstreik weil Monti 10 - 20% der öffentlich Bediensteten kündigen will)
      Vor die Privatisierung hat der Herrgott die Liberalisierung gesetzt sonst erstickt der nämlich Kapitalismus an der Monopolbildung, das ist das wahre Problem, ob KMU oder FIAT-Chrysler!

    • dssm
      03. Juli 2012 20:28

      @HDW
      Genau deshalb sehe ich den ESM positiv. Denn damit zerbröselt alles garantiert. Jede Standesvertretung steigt auf die Barrikaden für längst notwendige und ohnehin zu kurz gegriffene Änderungen, das Florianiprinzip feiert fröhliche Urständ. Das lässt sich nur mehr drastisch ändern, die Fehlentwicklungen in allen Bereichen unseres Lebens sind einfach zu massiv.

  23. Scipio
  24. socrates
    03. Juli 2012 11:46

    Gegen eine Erpressung muß man sofort NEIN sagen. Ich war von anfang an für einen Konkurs der Banken und der Staaten, ohne jeden Rettungsversuch und das wäre richtig gewesen.
    Es zahlen nicht die reichen Länder, sondern die deutschsprachigen. Das reiche China oder die USA oder GB zahlen nichts, also was soll der Unsinn! Merkel hatte nie eine Chance, wie ich hier immer behauptete, nach jeder ihrer Aussagen bekommt sie einen Anruf von der Macht und weiß sich zu fügen, wie sie es in ihrer Jugend gelernt hat.
    Bei Durchsicht unserer Online-Medien fällt mir auf was diese gerne übersehen: Hollande, kaum hat er die Wahl gewonnen, erhöht die Steuern, besonders die Mehrwertsteuer und friert die Gehälter ein (Le Monde). Hätte er das vor der Wahl gesagt, hätte er sie verloren. Die internationale Rotfront und die Medien schweigen dazu. Ich erkenne keine Besserung unserer Zeitungen!

    • xRatio (kein Partner)
      05. Juli 2012 01:33

      @ socrates 03. Juli 2012 11:46

      "Gegen eine Erpressung muß man sofort NEIN sagen. Ich war von anfang an für einen Konkurs der Banken und der Staaten, ohne jeden Rettungsversuch und das wäre richtig gewesen."

      Stimmt genau, das sah und sehe ich ganz genauso. Den Rest nicht unbedingt.

      Das Merkel war und ist, von Dr. U. gern verkannt (da angeblich "bürgerlich/konservativ" wie er), nichts weiter als eine linksbesoffene Betrügerin.

      Auch das habe ich noch nie anders gesehen. :-)

      Ebensowenig wie ich jemals die verzweifelten Lobhudeleien auf eine gewisse Spindel in der ÖVP jemals akzeptieren konnte.

      Wer in Sachen ESM eindeutig richtig entschieden hat, waren allein FPÖ/BZÖ.

      Auch das habe ich trotz aller Diffamierungen der Liberalen durch Wertkoffer & Co stets gesagt, quasi vorausgesagt.

      Und damit Recht behalten. :-)

      xRatio

  25. Collector
    03. Juli 2012 10:15

    HIER EIN PAAR STIMMEN ZUM KOLLEKTIVEN SELBSTMORD

    „Der Euro ist eine Fehlkonstruktion“ (Schäuble, BGH Karlsruhe 5. Juli 2011)
    „Felkonstruktion Euro“ (Merkel, Bundestag 14. Dez. 2011).
    „Euro verstößt gegen das Prinzip One State – One Money“ Prof. Breuss, 4. Nov. 2011)
    „Niemand will einen europäischen Superstaat" (Schäuble 5. Juli 2011)
    „The Eurozone has failed“ (Ministerpräsident Klaus, Wall Street Journal 1. Juni 2010)
    „Der Euro ist gescheitert“ (Schachtschneider Bundeszentrale für Politische Bildung 18.03. 2010)
    „Weg zur Hölle“ (Thilo Sarrazin Presse 22.05.12)
    „Kollektiver Wahnsinn“ (Außenminister Hague)
    „Kollektiver Selbstmord“ (Nobelpreisträger Krugman und Stiglitz im Standard)
    „Fehlschlag Rettungsschirm“ ( Ministerpräsident Milbradt Sächsische Zeitung 9. Mai 2012)
    „Europa braucht keinen Euro!“ (Bruno Bandulet JF 14. Nov. 2011)
    Prof. H.-J. Voth (Universität Barcelona): „Die heutige Absurdität, Euro als Gemengelage von Weich- und Hartwährungsländern, sollte möglichst bald beendet werden“. (Spiegel online 08/31/2011 „Blick in den Abgrund“ Blick in den Abgrund“ (Thomas Gutschker FAZ 02.06.12)
    „In der Falle“ (Hans-Werner Sinn FAZ 4.03.2012 )
    „Der Euro ist gescheitert“ (Ferguson Frankfurter Rundschau 31. 10. 2011)
    „Merkels Anti-Krisenstrategie gescheitert“ (der Wirtschaftsweise Prof. Bofinger Focus 7. 05.2012)
    „Euroshima“ (Dietmar Spethmann Focus Magazin Nr. 19, 9. Mai 2011)

    UND HIER NOCH ETWAS TRÖSTLICHES:

    Ministerpräsident David Cameron (14. Nov. 2011).
    Die EU sollte eine Allianz sein, „that understands and values national identity and sees the diversity of Europe nations as a source of strength“.
    Salvador de Madariaga: „L´Europe, c´est la diversité!“ . Europas Reichtum ist seine Vielfalt!

    APROPOS: Zum Verrat der Grünen Bagage an Österreich gibt es im STANDARD 3000 Kommentare, praktisch alle negativ! Auch das ist tröstlich: Der Tod der Grünen!

  26. HDW
    03. Juli 2012 10:02

    Ich würde für all diese Decknamen der heutigen Kommintern wie Grüne, Sozialdemokratisch oder Linke, den Begriff KOMMUNISTEN, wieder einführen. Denn die verkünden ja seit eh und jeh, dass sie den Kapitalismus zertören wollen und das fordert eben zuerst die Zerstörung des Geldes (W.I.Lenin-Helphand Parvus)! Die Verhältnisse erscheinen dann klarer, auch die Rolle der altbekannten "Nützlichen Idioten" der antiliberalen Beamtenschaft und der Kammern!
    Und die käufliche Charakterlosigkeit der Mehrheit der österreichischen Formaleliten ist ja auch eine historische Konstante Mitteleuropas.
    In diesem Zusammenhang fällt die Tatsache auf, dass nur der böse Bube der Medien, nämlich S.Berlusconi durch seinen freiwilligen Rücktritt die von AU geforderte Populismus unabhängige Regierung von professionellen Wirtschaftsprüfern zugelassen hat. (Mit dem Vergnügen die extrem kommunistischen Gewerkschaft Kreidefressend zu erleben, nur um ihn zu neutralisieren)

  27. Johann Scheiber
    03. Juli 2012 09:58

    Bob Diamond von Barclays ist zurückgetreten. Wegen der Bagatelle der Manipulation des Libor Satzes. Nur ein Kreditvolumen von 360 Billionen Euro hängt davon ab. Lächerlich, deshalb einen dieser seriösen Geldhandwerker deshalb so zu jagen. Alles nur wegen der Verschwoerungstheoretiker und wegen der Neider !

  28. El Barato
    03. Juli 2012 09:33

    Komisch - und nach dem letzten Krawagna-Pfeifer-Artikel war ich eigentlich der festen Überzeugung, dass der Große Vorsitzende Genosse Faymann die EU im Alleingang aus dem Dreck zieht und in eine goldene Zukunft führt.

    • Undine
      03. Juli 2012 22:35

      @El Barato

      Auf jeden Fall ist er selber dieser Meinung, der Werner!

    • El Barato
      03. Juli 2012 23:41

      Womit sich das Bonmot "von nichts eine Ahnung, aber zu allem eine Meinung" wieder einmal bewahrheitet hätte.

  29. Pumuckl
    03. Juli 2012 09:03

    Ich sehe im nunmehr eskalierenden diplomatisch-bürokratischen Ausbeutungsprozess der Nettozahler einen zunächst noch unblutigen Krieg.

    Die Verhandlungsposition Deutschlands und natürlich auch Österreichs ist durch den Status von Verlierern zweier, nach medialer Darstellung alleinverschuldeter, Weltkriege zusätzlich erschwert.

    Würde, wie immer wieder andiskutiert, Deutschland mit Partnern wie Holland, Finnland, Österreich ernsthaft versuchen , in eine Art " Nordeuro " zu flüchten, wäre eine Waffenallianz der ehemaligen Kriegsgegner schnell wiederhergestellt.

    Für einen militärischen " Warnschuß " wäre schnell eine " Rechtfertigung "
    erfunden und die wirtschaflichen Melkkühe würden ebenso schnell ihre ergiebigen Euter wieder zur Entnahme anbieten bis sie selbst zusammenbrechen

    • dssm
      03. Juli 2012 13:51

      Bitte Österreich und Holland nicht zusammen mit Finnland und Estland (das fehlt bei Ihnen) zitierten. Target II = Österreich, Immobilienblase = Holland, also beide eher 'Südländer'. Deutschland ist irgendwo in der Mitte, gefühlt gut, real mies (es sind zwei ein halb Bundesländer die den Karren am laufen halten).

  30. Wolfgang Bauer
    03. Juli 2012 09:02

    Manche Worte kommen einem in den Sinn:

    Internationale Solidarität: Das dürfte nicht einmal der Textdichter der Internationale gemeint haben: Schulden zahlen für andere, damit die weniger arbeiten müssen...Oder ist das auch ein Menschenrecht, anderen Geld abzupressen, indem man seine Gläubigerstellung ausnützt?

    Dolchstoß: Das Bandenspiel von Hollande und Konsorten mit der deutschen Opposition SPD wird als Chuzpe vielleicht bewundert. Aber: Wieso dürfen sich die Sozialisten dafür Wählerzustimmung erwarten?

    Kommunismus: Die Stachanowisten Deutschland, Ö...etc. dürfen werkeln und ihr Geld abliefern, bis alle das Gleiche haben. International verlieren alle dabei, aber das war beim Kommunismus alter Prägung ja auch so. Er hat Jahrzehnte gehalten und seine Bonzen ernährt.

    Das also ist die "Sozialunion", über deren Wortinhalt ich bisher immer gerätselt habe. Umverteilung, bis alles kaputt ist.

    Wieso werden immer noch die kritischen Mahnungen Obamas nicht als das genommen, was sie sind: Versuche, Europa zu schwächen?

    Und Faymann wird in Sonntags-Krone und Österreich abgefeiert für seinen primitiven Verrat an Merkel und damit unseren Interessen. Mit 'feiner' Feder werden dabei wieder antideutsche Ressentiments bedient.

    Und das Volk applaudiert blöde der Sozialunion, die es ruinieren wird...

  31. brechstange
    03. Juli 2012 08:33

    Degenerierte Eliten bevölkern Europa, nicht nur in den Südländern, doch schauen diese aktiv wie sie an Finanzierungsquellen kommen mit Chuzpe und Skrupellosigkeit, die haben offenbar das Sklavenhalten noch im Blut und um ihre Sklaven (das Volk) zu befrieden, suchen sie ihr Heil im "solidarischen und gerechten" Bestehlen der Volkswirtschaften, die naiv in ihren Häusern sitzen und lieber auf Fussball setzen. Warum eigentlich musste die Merkel zum Fussball nach Polen, wo doch für Deutschland sehr viel in Europa am Spiel stand.

    Schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass im eigenen Land Verräter sitzen, die entweder nicht erkennen wie sie ihrem Land Schaden zufügen oder ihre "internationalen" Abmachungen bereits Hoffung machen in einem zentralen unübersichtlichen System leichter und besser leben zu können. Diese Verräter übersehen dabei, dass man den Verrat liebt, jedoch nicht die Verräter.

    Wer sind nun diese Verräter, die den Deutschen zu schaffen machen, das sind zum einen die Grünkommunisten und die SPD, die zum einen über die Sozialistische Internationale enorme Anstrengungen unternimmt, ihre Machtansprüche abzusichern und zum anderen über die Bilderberger die finanzielle Basis zur Verfügung gestellt bekommt.
    Dazu kommen dann Teile der deutschen Industrie, vornehmlich aus den managergeführten Kapitalgesellschaften, die nur ihren Vorteil im Auge haben, die volkswirtschaftliche Bedeutung ausblendend, in Person des BDI-Präsidenten Keitel, der mit Hochtief stark von der exzessiven, stark geförderten Bauwirtschaft in der Peripherie "profitierte", übrigens Hochtief ist ja inzwischen mehrheitlich spanisch.

    Zusätzlich zu den inneren Verrätern, kommen dann bereits an erster Stelle die Österreicher, die vernünftig gesehen, mit den Deutschen stimmen müssten, doch auch hier ziehen die Fäden der SI und Bilderberger in eine andere Richtung, mit Faymann hat man ja den richtigen Büttel an der Angel, die Grünen sind ebenso international stark mit den deutschen und französischen Grünkommunisten vernetzt. Und was macht der Spindelegger, der sagt windelweich, dass er noch zu Merkel halte, nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, mach mich nicht nass."
    Dann wären hier noch die Finnen zu erwähnen, die zwar immer eine Sonderrolle für sich beanspruchen, Besicherung der Kredite, etc., was auch ihr Recht ist, doch auch die haben mit Olli Rehn, einen Sozialisten, einen Währungskommissar in Brüssel, der genau ausführt, was SI und Bilderberger wollen, einen Zentralstaat. Zumindest erscheint es, dass die hauptbetroffenen Zahlernationen jeweils ihre eigene Suppe kochen, diese Schwäche spielt dem Club Med mit Frankreich in die Hände.

    Mit dem ESM verlagert man das Europroblem politisch auf eine höhere zentralere Ebene, in welcher Hoffnung??? Die Hoffnung, die man nach jedem Gipfel hatte, dass sich die Probleme in Luft auflösen?
    Ein Riesenirrtum, dass man - wie bereits Dr. Unterberger ausführte - Europas Problem mit Zentralismus, Planwirtschaft und gedrucktem Geld lösen könnte. Das löst höchstens das Problem der europäischen Interessensträger und Eliten, nicht vom Throne gestoßen zu werden.

    Die einzige Lösung, die für die Bürger Europas von Vorteil ist, die Wettbewerbsfähigkeit erhält und den Wohlstand sichert, ist Eigenverantwortung, Subsidiarität, Freie Marktwirtschaft, Föderalismus, NO-Bailout in einer Wirtschaftsgemeinschaft.
    Fehlentscheidungen weiterzuschreiben, weil man sie im Mai 2010 gemacht hat, erhöhen die Fallhöhe und erhöhen den Schaden beim Aufschlag.
    Deutschland muss die Notbremse ziehen und aus dem Euro aussteigen, wäre ja eine Vorgabe des BVG-Urteils aus 1997, glaube ich. Wir sollten uns anschließen.

    Alleine dieses Herumgeeiere, diese Gipfelinflation, etc. müsste doch Zeichen genug sein, dass die Handlungen falsch sind. Es ist schon erstaunlich, wie man immer wieder glaubt bzw. glauben macht, die Märkte mit falschen Entscheidungen beruhigen zu können.

    P.S. zu Italien: Ich würde ein großes Fragezeichen setzen, ob die Primärüberschüsse in Italien echt sind und nicht virtuell, wie die Windkraftwerke in Süditalien, die ja EU-gefördert sind.

    • Undine
      03. Juli 2012 10:19

      @brechstange

      *****************!

    • xRatio (kein Partner)
      05. Juli 2012 03:41

      @brechstange 03. Juli 2012 08:33

      Kleine Frage, Fräulein Brechstange

      Wieviel Katholen, Protestanten, Juden, Freimaurer und sonstige Religioten, wieviel Herren und Weiber können Sie innerhalb der Sozialistenpest neben Ihren erwähnten "Bilderbergern" ausmachen?

      Schmeißen Sie die dann auch gleich alle in den Sozialistentopf?

      xRatio

  32. Josef Maierhofer
    03. Juli 2012 08:26

    Es ist wie beim Tauben Füttern.

    Sie sind nur da und beschmutzen alles, wenn sie gefüttert werden, sonst sind sie, wenn sie nicht gefüttert werden, in der freien Natur und beschmutzen nichts.

    Schön langsam aber kommt der Punkt, wo ohnehin nichts mehr geht.

    Für die Politik und die Beamtenschaft bedeutet das eine schlechte Nachricht, denn die verweigerten Maßnahmen werden getroffen werden müssen, für die fleißigen Bürger ist es eine schlechte Nachricht, denn sie werden hohe Steuern und Abgaben leisten müssen und den ganzen Sauhaufen erhalten müssen (tun sie ja jetzt auch schon), für die Banken bedeutet jeder dieser Gipfel eine gute Nachricht, denn sie werden 'gerettet', bis halt, wie gesagt, nichts mehr geht.

    Der Abschied von der Wohlstands- und Spaßgesellschaft fällt vielen schwer, der Abschied von der Privilegienwirtschaft wird vermutlich nicht ohne Probleme von statten gehen, denn der Filz ist sehr verwoben, die Not wird groß, die Menschen sind dann auf der Straße und die Kriminalität steigt. Das heißt, zufolge der falschen Erwartungen und des Konsums ist es nicht nur ein Abschied der nun seit 40 Jahren andauernden Wohlstands- und Spaßgesellschaft, sondern eben der Zahltag mit der Konsequenz der 'Schubumkehr', sprich es kommt noch schlimmer, als vorher erahnt, nämlich nicht nur ein Abschied, sondern ein tiefer Fall der Gesellschaften, auch der unseren.

    Ganz natürlich werden die Heuschreckenschwärme der Zuwanderer wieder abschwirren zu anderen Gefilden, wo noch Kahlfrass möglich ist. Ganz schlimm trifft es die 'Grundgesicherten', denn der Staat, der jetzt dadurch versagt, dass er in einer Traumwelt agiert und nicht am Boden der Wahrheit und Realität, in der Schuldenwelt, der wird gar nichts mehr garantieren können, die Menschen müssen sich dann selbst helfen.

    Wenn ich vor Jahren schon von Zeiten wie 1934 bei uns gesprochen habe, so kommt diese Situation immer näher. Inflationsgefahr, Staatsversagen, Armut, Auswanderung (kann man ja beobachten), Kriminalität, etc. werden die Gesellschaft prägen und das ist der Nährboden für einen Ersatzkaiser, einen Ersatzdiktator statt der derzeit versagenden Parteiendiktatur.

    Ja, die Politik ist mit ihrem Latein am Ende und die Lüge wird immer klarer. Wohlstand auf Kredit haben sie dem Bürger vorgelogen und der gierige Bürger hat die Schulden, die ihm verabreicht wurden, aufgesaugt und die Lügner gewählt, die die höchsten Schulden versprochen haben. Nun kommt der Zahltag für alle.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass wenigstens dadurch lebenswerte Gesetzesbedingungen entstehen und die Tugenden wieder Wert erhalten, dass man Einsicht gewinnt und umkehrt, je früher, desto geringer der Schaden.

    Aber vor der Umkehr muss erst die Einsicht des Fehlverhaltens kommen.

  33. ambrosius
    03. Juli 2012 07:39

    Vor plus/minus 1 3/4 Jahrtausenden haben die ungewaschenen, verlausten aber hungrigen Germanen die satt, faul und degenerierte Mittelmeerkultur der Römer kassiert. Jetzt schlagen die Südvölker zurück !
    Die Geschichte vergisst nicht !

  34. phaidros
    03. Juli 2012 06:28

    »Im Zeitpunkt dieses Auseinanderbrechens würde jeder katastrophale Verluste machen, der sein Geld im Süden angelegt hat.«

    Ist das nicht exakt der Punkt, weswegen D doch eingelenkt hat? Weil man im Süden mit mehreren Billionen investiert ist, die im Falle des Auseinanderbrechens = Austritts bzw. Hinauswurfs Einzelner (egal welcher)wenigstens teilweise abzuschreiben wären? Womit wir wieder bei 100en Milliarden an Kosten für den Steuerzahler wären - aber diesfalls wenigstens?

    »...kann sich lange weigern, sie zur Kenntnis zu nehmen, wenn sie ihr nicht passen. So wie sie es etwa einst auch in der Frage getan hat, ob die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde kreist.«

    Das ist nun in der Tat bezogen auf den Artikel ein völlig nebensächliches Detail, aber mit »passen« hatte das nicht so viel zu tun, wie es aus heutiger Sicht aussehen mag. Die Kirche war den Naturwissenschaften gegenüber auch zu Galileos Zeit durchaus aufgeschlossen. Allerdings gab es wirklich solide, wissenschaftlich einwandfreie Gründe, am kopernikanischen Modell zu zweifeln: »Wenn die Erde die Sonne umkreist, wieso sieht man dann im Jahresverlauf keine scheinbare Verschiebung von Sternen vor dem Hintergrund (eine jährliche Parallaxe)?«, auf diese Frage musste Galileo passen, und es vergingen noch 2 Jahrhunderte, bis Friedrich Wilhelm Bessel der Nachweis derselben an einem Fixstern im Schwan erstmals gelang.

    »dass man künftig bei Anleihenkäufen „flexibler und effizienter“ sein werde. «

    Hier eine ganz blauäugige Frage, ich hoffe, sie ist nicht allzu naiv: warum können nicht die eigenen Bevölkerungen die Staatsanleihen aufkaufen? Ich weiß schon, können sie, tun es nur nicht. Aber warum? Würde das nicht eine Menge Probleme tatsächlich lösen? Das lässt sich natürlich auch nicht oktroyieren, aber Kampagnen in diese Richtung könnte man doch allemal fahren.

    »entgegen dem EU-vertraglichen(!) Verbot« dürfte ins Leere gehen, meine ich, denn von jeder Vertragsklausel kann man einvernehmlich abweichen.

    »Irland hat sich durch braves Sparen weitgehend wieder erholt; « und gleich noch was ganz Naives: wenn das innerhalb von 2-3 Jahren möglich ist, wie dramatisch kann die Situation in Irland gewesen sein?

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • socrates
      03. Juli 2012 11:56

      Phaidros
      Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende!
      Wenn man einem Schnorrer wieder und wieder Geld borgt, so zahlt er es deshalb nicht zurück. Unsere Ex-Bundeskanzler, die ihren Wohnsitz im Ausland genommen haben, wissen wie es uns gehen wird.
      O.T. Auf einer Yacht mit PumpWC unterwegs,bekommt man ein schlechtes Gewissen ohne Fäkalientank, wie es die EU vorschreibt. Die hölländischen Schweinezuchtschiffe, die vor der Küste ankern und die Gülle direkt ins Meer entsorgen, sind gesetzeskonform. Wie wunderbar ist doch die Freiheit, wie logisch sind die Gesetze!

    • phaidros
      03. Juli 2012 13:15

      Wenn man den Schnorrer aber bankrott gehen lässt, und er die eigenen Investitionen mit in den Abgrund reißt, was einen mindestens ebenso hohen Schaden bedeuten würde - ist es da nicht ganz natürlich, dass man sehr gut darüber nachdenkt, ihm noch etwas zu borgen?

      Das ist schließlich auch die ganze Grundlage des Insolvenzrechts mit dem Zwangsausgleich: ein Konkursbetrieb soll sich entschulden können, was auch im Interesse der Lieferanten liegen kann (selbst unter Forderungsverzicht), da man weiter Geschäfte machen kann.

      Warum wohl zwingen wir Gläubiger im Konkursrecht, auf Forderungen zu verzichten?

  35. Anton Volpini
    03. Juli 2012 06:18

    Morgen am 4. Juli soll im österreichischen Parlament der ESM beschlossen werden.
    Nicht etwa durch eine Ratifizierung in dem Sinne, daß die Abgeordneten gefragt werden, ob sie für dessen Einführung sind, sondern verschämt und hinterrücks, in dem zum Lissabonvertrag ein unbedeutender Zusatz verabschiedet wird.
    Die meisten Abgeordneten werden gar nicht wissen, was sie da beschließen, und die Freiheitlichen, die sich dagegen eingeschworen haben, werden mit der Nazikeule niedergehalten.

    Die vom Unterhauser Kirchenwirt in Seeboden stammende Eva Glawischnig hat sich mitsamt der ganzen Grünmischpoche übern Tisch ziehen lassen und die ÖVP tut das, was sie schon all die Jahre nach Schüssel getan hat, sie verliert ihr Gesicht!

    Die zahlenden Generationen nach uns, würden den morgigen Tag am liebsten aus ihrem Kalender streichen!

    • Josef Maierhofer
      03. Juli 2012 08:32

      Ja, das Fehlverhalten der Parteien ist offensichtlich.

      Möeg den Wählern ein Licht aufgehen, das diesen Parteigremien nicht aufgegangen ist.

      Österreich kann ja aus dem Euro austreten und hätte dann all diese Wahnsinnsprobleme nicht.

    • phaidros
      03. Juli 2012 08:45

      Ö tritt aus dem Euro aus - und dann? Sind wir in den Krisenregionen nicht ebenfalls, tw. sogar (weit) überdurchschnittlich investiert? Wie verhindern wir, dass ein ATSneu dann durch die Decke geht? Bindung an € (vormals DM - eine eigene Währung hatten wir nie) verbietet sich, denn dann bräuchten wir gar nicht auszutreten. Aber mit welchen Reserven verhindern wir einen Höhenflug der Währung? Die Schweiz packt damit derzeit einen Rucksack.

      Sie haben ganz recht: wir hätten diese Probleme nicht. Aber sagen Sie bitte auch dazu, dass wir vermutlich ganz andere hätten.

      Die Frage ist jetzt nur: welche sind beherrschbarer?

    • Pumuckl
      03. Juli 2012 11:58

      @ phaidros 08:45

      Ihren Einwänden kann man kaum widersprechen.
      Aber den Zustand dieser EU sehe ich trotzdem nicht durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle verursacht, SONDERN DURCH VORSÄTZLICHE GAUNEREI !

      Auch bei sehr bescheidenen ökonomischen Schulkenntnissen konnte man die heutige katastrophale Finanzsituation dieser EU schon vor dem Beitritt Österreichs vorausahnen und mit einem NEIN zum Beitritt stimmen.

      Der frühere Maoist Barroso hatte als portugiesischer Premierminister die Pensionsreserven des staatlichen Postunternehmens angezapft und künftige Steuereinnahmen auf den Geldmärkten verpfändet, um der EU einen ausgeglichenen Staatshaushalt vorzugaukeln.
      Daß ihn sein Habitus als Starbesetzung eines Paten in einem Mafiafilm vorstellbar macht ist sicher kein Argument, aber eine begleitende Tatsache, welche das Vertrauen von EU-Bürgern nicht fördert.

      Swoboda, Hahn, Karas als österreichische Spitzenpolitiker in der EU sind sicher auch keine Figuren, denen die Österreicher etwa die Verwaltung eines großen Lottogewinns anvertrauen würden.

      Mit Barroso, laut Google einen unredlichen Bilanzfälscher an der Spitze und politische Nullen als Vertreter Österreichs in Brüssel sowie aus vielen anderen Ländern manipulierbare Polit Pensionisten welche daheim keiner wählen würde -
      WAS KANN SCHON MAN VON SOLCHEN LEUTEN ERWARTEN ?

      Eine Mutter von fünf Kindern, welche mit einem gewalttätigen Säufer und Taugenichts verheiratet ist, wird ihre Situation nicht verschlechtern, wenn sie diesen Kerl behördlich aus ihrer Wohnung weisen läßt.
      Die Situation Österreichs ist schlechter als jene dieser Frau, denn letztere wird immerhin von der Fürsorge aufgefangen.

    • phaidros
      03. Juli 2012 13:30

      Mit den Gaunern mögen Sie durchaus recht haben, sg. Pumuckl.

      Aber ich werde umgekehrt nicht müde darauf hinzuweisen, dass, wenn man auf rauer See bemerkt, mit was für einem leckem Seelenverkäufer man mglw. bald sinken wird, es völlig sinnlos ist, sich einen Kopf darüber zu machen, welcher Idiot sich den Kahn eigentlich hat andrehen lassen. Selbst wenn man es rauskriegt (was nicht passieren wird) ändert es nichts an der misslichen Lage in der man sich befindet.

    • Josef Maierhofer
      03. Juli 2012 15:35

      @ phaidros

      Was war denn vor dem Euro ? Auch da hatte Österreich die normalen Probleme des Überlebenskampfes.

      Die Schulden sind hausgemacht, die EU-Schulden, sicher bald mehr als die eigenen sind nicht ganz hausgemacht.

      Je länger wir da mitmachen, desto schlimmer wird es.

      Ein Ende mit Schrecken ist allemal besser als ein Schrecken ohne Ende, so sehe ich das.

      Es wird für Österreich nie ohne Probleme abgehen, wir sind eben ein kleines Land und waren einmal ein feines, bis wir alles ausverkauft haben und verschenkt an die 'größere' Einheit.

      Hauptschuld tragen Politiker, denen die Österreicher egal sind, und das sind inzwischen, wie von Herrn Volpini richtig geschrieben, die Koalitionsparteien und die Grünen bei uns, die solchen einseitigen Wahnsinnsverträgen beitreten.

      Wir werden fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, sobald wir zum ersten Mal um Unterstützzung ansuchen müssen bei einer dann entweder schon zerfallenen oder gerade zerfallenden EU.

      Darum denke ich, es wäre viel gescheiter einen Strich zu ziehen unter den unseligen Euro und auszutreten aus dem Euro.

      Es gehört doch ohnehin alles nicht mehr uns, was es bei uns gibt, und die guten und fleißigen Nischenfirmen (durchwegs kleine und Mittelbetriebe), die werden immer bestehen, egal, was passiert.

      Wir haben die Wahl, alles zu verlieren als EU oder weniger zu verlieren als Kleiner.

    • phaidros
      03. Juli 2012 16:10

      Was war denn vor dem Euro ? fragen Sie, Herr Maierhofer.

      Da hatten DM/7, also auch nicht mehr eigene Währung als jetzt. (Die vielgepriesene Schweiz hat den Franken übrigens derzeit auch mit 1,20 an den Euro gebunden, hat also vorübergehend auf die Souveränität über die eigene Währung de facto verzichtet. Warum wohl?)

      Wir haben die Wahl, alles zu verlieren als EU oder weniger zu verlieren als Kleiner.

      Habe ich ja nichts dagegen, aber wer sagt das? Das ist die große Frage. Wer kann denn die beiden Varianten einpreisen? Wie ich das sehe, gar niemand.

      Aus rein prinzipiellen Gründen tendiere ja ich auch zur »Ende-mit-Schrecken«-Fraktion, aber rundheraus: ich will eine Entscheidung in dieser Größenordnung nicht verantworten - und ich beneide keinen, der es tun muss.

      Oberste Priorität müsste also derzeit das Ausloten der Varianten haben. Sprich, den Optionen Preisschilder umzuhängen und so die Diskussion auf eine sachliche Grundlage zu stellen (dem Titel nach wohl etwas für das WiFo (bzw. IHS bei den D)). Auf der Basis, auf der die Diskussion aber derzeit läuft, ist sie aber völlig entbehrlich. Jeder behauptet einfach, dass er g'scheiter ist - wer will's denn schon wissen?

      Und außerdem bleibt unterm Strich immer noch der Gedanke »Europa«, der unter keinen Umständen geopfert werden sollte.

    • Anton Volpini
      03. Juli 2012 16:55

      Wenn morgen der ESM im Parlament beschlossen wird, phaidros, und der ESM in Folge in Kraft tritt, dann resultieren daraus zwei Dinge.
      Europa hat sich zusätzliche Zeit gekauft, und mit jedem Tag vergrößert sich die Fallhöhe.

    • phaidros
      03. Juli 2012 17:36

      Sehe ich ja auch so, sg. Hr. Volpini. Ich frage mich nur, woher diese felsenfeste Sicherheit kommt (auf beiden Seiten), nicht daneben zu liegen. Der falsche Weg ist jedenfalls für Millionen Menschen mit ungeheuren Einbußen verbunden.

      Denn man muss unterscheiden zwischen den Szenarien »Engpass« und »Sackgasse«.

      Hat man es mit einem Engpass zu tun, ist »mehr davon« die richtige Strategie, »umkehren« die falsche (kehrt man trotzdem um, wird man nie erfahren, dass es die falsche Entscheidung war, aber man realisiert alle Nachteile).

      Ist man hingegen in einer Sackgasse, so ist es genau anders herum: »Umkehr« ist richtig, »mehr davon« falsch. (Trifft man hier die falsche Entscheidung, wird man es erfahren.)

      Das ist kurz gesagt das Problemszenario. Wenn diese Krise ein Engpass ist, haben die Retter recht. Ist sie eine Sackgasse, dann die Kassandras (die nebenbei erwähnt ebenfalls recht hatte - was immer man da ablesen mag).

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Josef Maierhofer
      03. Juli 2012 18:30

      @ Anton Volpini

      Das mit der Fallhöhe sehe ich auch so.

      @ phaidros

      Die Notwendigkeit der Umkehr ist für mich keine Frage, denn 2010 war der Bruch der EU-Gesetze der falsche Weg und wem noch ein bisschen was von natürlichem Instinkt übriggeblieben ist, der braucht da nichts in Frage zu stellen.

      Genau mit dieser (für mich) Scheinabwägung wird nämlich gespielt. Doch wer treibt die ganzen Politiker in diese falsche Richtung ? Wer sind die benennbaren Schuldigen ? Wer setzt sich über Bürger, Gesetze, etc. hinweg ?

      Als Verantwortlicher hätte ich keine Probleme aus dem Euro auszutreten, aus dem Handelsvertrag würde ich als Verantwortlicher auch nicht austreten aus der EWG, EU, EFTA, solange es die Partner dafür gibt. Aus dem MRG, etc. würde ich auch austreten, denn all der teure Unfug ist sinnlos.

      Mit dieser Angst, plötzlich 'allein' was tun zu müssen ist Österreich zu ganz anderen Zeiten auch fertig geworden, hat damit fertig werden müssen.

      Der Wohlstand wurde mit dem Leben auf Kredit verspielt, das spürt und weiß jeder, bloß nicht die Parteien und Politiker.

      Nochmals die Frage, welche Verbrecher setzen diesen Vollkoffern von Parteipolitikern solche Flöhe ins Ohr, dass man Schulden mit noch mehr Schulden zahlen kann und sich über Gesetze und Bürger hinwegzusetzen hat, dass man die Schulden anderer noch dazunehmen muss ?

      Es hat Griechenland, Portugal, Spanien, Italien Jahrtausende lang leben können, mit dem Euro wurden sie bankrott und reißen alle anderen Teilnehmer am Euro mit, dank der Schuldenpolitik, die 40 Jahre lang betrieben wurde.

      'Es geht uns ja gut', 'wir haben den Wohlstand', 'Sozialstandards', 'Konsumfetischismus: Konsum schafft Arbeitsplätze' (Konsum ist bei uns schon lange in Konkurs gegangen), bitteschön, gar nichts haben wir, Schulden haben wir für diese Wohlstandslüge, und zwar für jeden Euro und Cent, den wir Gläubige dafür verludert haben, und für jede Wählerstimme, die wir der Partei gespendet haben, die am 'sozialsten' war gegen uns, natürlich, und für jedes Privileg, das wir geduldet haben.

      Die kommenden Zeiten werden vieles davon ausgraben und manches wird aufbrechen, ich wünsch mir nur keinen Bürgerkrieg, das wäre noch das Tüpferl am 'i', wenn die Leute zu allem Elend dann auch noch aufgehetzt werden von 'Baddeien'.

    • Josef Maierhofer
      03. Juli 2012 18:36

      Fortsetzung:

      ..., von 'Baddeien', die eigentlich an allem schuld sind in ihrer Gier nach Macht und Wiederwahl.

    • Anton Volpini
      03. Juli 2012 19:02

      phaidros, spätestens seit dem letzten Gipfel von Donnerstag auf Freitag letzter Woche muß jedem Zweifler klargeworden sein, daß wir uns nicht in einer Engpassituation befinden, sondern in einer Sackgasse! Der parasitäre Weg hat sich durchgesetzt, begleitet von einer internationalen, orchestralen Komposition, die alle großen österreichischen Musiker vor Neid erblassen lassen würde.

      Die Fallhöhe wirds ausmachen, wie weh es tun wird, Josef Maierhofer.

    • phaidros
      03. Juli 2012 20:31

      Meine Herren, dem Grunde nach bin ich ja völlig bei Ihnen, aber der Nachweis über die Höhe müsste erst geführt werden - und zwar FÜR BEIDE VARIANTEN!!! Mich macht das gehämmerte »alternativlos!« ebenso verrückt wie Sie.

      Der einzige Unterschied in unseren Sichtweisen besteht meiner Einschätzung nach nur darin, dass ich auch den Gegenvorschlag für nicht fundiert halte (deswegen halte ich ihn keinesfalls für falsch! Er gehörte »nur« bewiesen! Das vollständige Fehlen (!) der diesbezüglich relevanten Daten im Sarrazin-Buch, das der Autor als »sehr sorgfältig auf Zahlen basierend« beschreibt, lässt mich allerdings zweifeln, ob dieser Beweis so leicht zu führen ist.)

      Langer Rede gar kein Sinn: je mehr ich versuche, in dieser Sache ansatzweise Überblick zu entwickeln, desto überfragter fühle ich mich.

      Gefühlsmäßig kann das nicht richtig sein, was da gemacht wird, aber Gefühle sind kein guter Ratgeber in geschäftlichen Dingen (und meine schon gar nicht: ich wäre der perfekte Vermögensberater. Fragen Sie mich um Rat, tun Sie das Gegenteil, und das läuft auf eine Gewinngarantie hinaus)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini
      03. Juli 2012 20:53

      Die Fallhöhe liegt in der Zukunft, und kann daher mit keinem Beweis in der Gegenwart geführt werden, phaidros.
      Aber an der Lautstärke des Au-Schreies jedes einzelnes von uns, werden wir ermessen können, wie groß sie war!

    • phaidros
      03. Juli 2012 21:20

      Verstehen Sie mich bitte richtig, Hr. Volpini, es sind Sätze wie »der braucht da nichts in Frage zu stellen.«, die mich stutzig werden lassen. Und je mehr ich dann darüber nachdenke, desto überfragter fühle ich mich.

      Aber zu brechstanges und Ihrem Brief gratuliere ich nochmals. Es ist großartig, wenn Leute für ihre Überzeugung einstehen, und sich nicht aufs Reden beschränken! Das ist auf jeden Fall die richtige Initiative. Und angesichts des Zeitfensters, das morgen geschlossen sein wird, sowieso!

      LG

    • Anton Volpini
      03. Juli 2012 21:43

      Ich habe großes Verständnis für Sie, phaidros!
      Nur seien Sie mir bitte nicht böse, aber in Zeiten von Krisen, haben wir keine Zeit für Zweifler!
      Entscheiden Sie sich!

    • phaidros
      04. Juli 2012 07:21

      Da haben Sie recht. Möchte ich ja auch, aber jedesmal, wenn ich anlaufe, würgt es mir etwas wie »dafgürgen« heraus - dafür oder dagegen schaffe ich nicht (dabei halte ich mich nebenbei erwähnt nicht unbedingt für ganz schlecht im definieren einer Meinung). Mir geht's wie dem Tewje: »andererseits - andererseits - andererseits...«

      Diese Entscheidung scheint mir einfach noch nicht reif (sie wird es aber nicht von selbst, sie müsste es gemacht werden), und von daher liegen Sie mit dem Brief völlig richtig (und daran besteht kein Zweifel).

  36. RR Prof. Reinhard Horner
    03. Juli 2012 01:38

    reinhard.horner@chello.at

    "Der Untergang des Abendlandes" des Oswald Spengler war schon vor Zeiten ein Gutseller. Es ist auch kein Zweifel, dass die Europäer intensiv an der Verwirklichung tätig geworden sind. Man braucht nur in der eigenen Familie zwei oder drei Generationen zurückzuschauen, um sich zu vergegenwärtigen, wie es ihnen dabei ergangen ist.

    Die politischen (National ?)-Gebilde in Europa als wechselseitige und in die Welt ausgreifende Zerstörer sollten doch nicht in Vergessenheit geraten sein.

    Gegenüber den Untergangsklagen in den heutigen Krisen, die sich vielfach in Rückgriffen auf sattsam bekannte Abhängigkeiten und Gegenabhängigkeiten ergehen, ist nur Folgendes interessant: zukunftsweisend tragfähige Grundsätze und konkret verbessernde Alternativen für zukunftstaugliche Entwicklungen.

  37. byrig
    03. Juli 2012 00:53

    ausnahmsweise ist der heutige pressekommetar von winkler zu empfehlen.er sagt alles,und so ist es.
    unterm strich bedeutet ems nämlich nur eines:die reichen und diszilinierten staaten sollen für die schulden der andern-südländer-aufkommen.
    kein wunder,dass unsere linksgrünen dafür sind,ebenso in deutschland.
    die realität wird grausam sein!

  38. byrig
    03. Juli 2012 00:53

    ausnahmsweise ist der heutige pressekommetar von winkler zu empfehlen.er sagt alles,und so ist es.
    unterm strich bedeutet ems nämlich nur eines:die reichen und diszilinierten staaten sollen für die schulden der andern-südländer-aufkommen.
    kein wunder,dass unsere linksgrünen dafür sind,ebenso in deutschland.
    die realität wird grausam sein!






verbleibende Zeichen: 2000

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden