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Wo bleibt die Inflation? drucken

Lesezeit: 4:00

Die Themen und Fragen, die mir die Partner des Blogs stellen, werden immer schwieriger – und damit aber auch spannender. So etwa die Frage „Wo bleibt eigentlich die Inflation?“

Vorweg die Überlegungen eines Partner im O-Ton: „Ich bin ja der festen Überzeugung, dass die derzeitige Krise mit den Folgewirkungen auf die Staatshaushalte nur einen Ausweg haben kann: Schuldentilgung durch Geldentwertung. Ich bin selber Betriebswirt und diskutiere dieses Thema seit langem mit einem Kommilitonen. Das Problem der Inflation ist ein sehr, sehr komplexes. Vielleicht können Sie das mal versuchen zu erörtern. Normalerweise entsteht sie ja durch Ausweitung der Geldmenge, dies über niedrige Zinsen. Was passiert aber derzeit? Wir haben niedrigste Zinsen, die Geschäftsbanken quellen über vor Liquidität und die Preise sind extrem stabil. Ich versteh das nicht.“

Der Versuch einer Antwort: Dies scheint im Grund das gleiche Paradoxon zu sein, das schon zum Ausbruch der Krise seit 2008 geführt hat. Die Erhöhung der Verbraucherpreise an sich, welche die Notenbanken – vielleicht – zu einem früheren Bremsen des gefährlichen Booms veranlasst hätte, ist auch damals nicht besorgniserregend gewesen. Erst 2008 sind die Benzin- und Nahrungsmittelpreise dann wirklich signifikant angestiegen.

Wobei es für beides sehr spezifische Erklärungen gibt, die nicht unbedingt eine Überhitzung der Kunjunktur bedeuten. Die Lebensmittel wurden knapp, weil auf Grund der damals am Höhepunkt stehenden Global-Warming-Panik bedeutende Anbauflächen zur Energieproduktion umgeleitet wurden, weshalb plötzlich zu wenig Lebensmittel produziert wurden und etwas drohte, was dank der modernen Landwirtschaftsmethoden schon fast ausgerottet schien: eine Hungerkatastrophe. Die Energiepreise wiederum stiegen, weil China und Indien ihren Verbrauch rapide erhöht haben, was naturgemäß weltweit zu Preiserhöhungen führt.

Aber der Rest der Preise blieb und bleibt in den letzten Jahren recht stabil, obwohl Regierungen und Zentralbanken die Geldmenge vor der Krise und in der Krise in unverantwortlicher Weise vermehrt haben. Warum?

Ein Hauptgrund ist der Eintritt Süd- und Ostasiens in die Wirtschaft: China, Indien, Vietnam steigerten wie wild ihre industrielle Produktion – und zwar zu so billigen Preisen, dass trotz der (infolge der Geldmengenaufblähung) erhöhten Nachfrage im Westen die Preise für die vielen dort erzeugten Produkte niedrig bleiben konnten.

Also alles bestens? Ganz und gar nicht. Denn die Vermehrung der Geldmenge und die Verbraucherpreise sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Das überschüssige Geld suchte und sucht sich halt andere Kanäle – bis dann eben diese zerbersten und mit schlimmen Nebenfolgen übergehen.

Erstens fließt das Geld nach Asien: Die Devisenreserven der dortigen Staaten gehen mittlerweile vor Billionen an Dollars und Euros über. Durch die Erlöse der Exporte, aber auch weil westliche Investoren ihr Geld zunehmend lieber nach Asien tragen, weil dort niemand blöd von Steuererhöhungen für Aktionäre redet. Das führt mittelfristig zu einer totalen Umkehr sowohl der wirtschaftlichen wie auch der politischen Machtverhältnisse. Und niemand weiß etwa, wie Peking diese Macht einsetzen wird.

Zweitens fließt das überschüssige Geld auch in Europa und Amerika in Branchen, die wenig mit dem Verbraucherpreis zu tun haben. Vor der Krise wie auch heute – was manche fälschlicherweise schon für „nach der Krise“ halten – sind das vor allem drei Bereiche: Immobilien (in Wien sind im Krisenjahr Eigentumswohnungen um 20 Prozent teurer geworden; in Amerika waren es vor der Krise die gebündelten Pfandbriefe auf Hypotheken), Edelmetalle (wie Gold) und Aktien. Der jetzige Boom, die jetzige Blase in diesen Bereichen hat einen Grund: Das überschüssige Geld sucht rasch sichere Häfen, die beim nächsten Sturm Schutz gegen allzu rasche Entwertung bieten. Da erscheint eine Eigentumswohnung oder der Anteil an einem Unternehmen eben viel krisensicherer als Bargeld.

Man kann aber auch hier mit Sicherheit vorhersagen, dass diese Blasen wieder platzen werden. Auch wenn die Menschen, die einem eine Wohnung verkaufen wollen, natürlich das Gegenteil behaupten. Auch wenn eine Wohnung immer einen Wert darstellen wird (solange sie nicht hypothekenbelastet ist).

Dennoch könnten die in diese drei neuen Blasen hinein Flüchtenden am Ende doch richtig gehandelt haben. Denn die Inflation durch Geldvermehrung wird in den nächsten Jahren auch bei den Verbraucherpreisen ankommen und sich dort viel schlimmer auswirken als bei Wohnungen, Gold und Aktien. Unweigerlich.

Der Grund: Weder Staaten noch Notenbanken werden die politische Kraft haben, die überschüssigen Geldmengen rasch wieder abzusaugen. Vor allem, weil sie gar kein Motiv dafür haben. Denn nur über eine heftige Inflation können die Staaten ihre Megaschulden entsorgen. Wenn man für eine Milliarde eines Tages nur noch einen Laib Brot bekommt, dann muss sich die Politik nicht mehr um den gigantischen Schuldenberg sorgen.

Nur jene werden blöd dastehen, die eifrig gespart habe, die solcherart etwa für ihr Alter vorsorgen wollten. Aber eine solche Enteignung passiert offenbar unweigerlich alle paar Jahrzehnte.

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  1. Yoonsw (kein Partner)
  2. Flavio (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:28

    You have the monopoly on useful inteamafion-rron't monopolies illegal? ;)

  3. ElenaKnight (kein Partner)
    14. Juni 2010 20:36

    I strictly recommend not to hold off until you earn enough amount of money to order goods! You can take the credit loans or just student loan and feel comfortable

  4. Celian (kein Partner)
    12. April 2010 16:53

    Dass Anleger in Immobilien flüchten, wenn Inflation droht, hat es schon früher gegeben. In der Krise 1922/23 ging die Inflation so schnell, dass Leute, die sich auf Hypothekarkredite Wohnungseigentum gekauft haben, danach praktisch schuldenfrei waren.
    Allerdings wurde kurz danach in Deutschland eine Hauszinssteuer eingeführt, die sich viele Hauseigentümer nicht leisten konnten, wodurch sie wieder enteignet wurden.

    Die Frage ist, ob uns so eine Steuer heutzutage auch blühen könnte. Wenn nicht, sofort ein Haus kaufen.

  5. M.U. Shrooms (kein Partner)
    12. April 2010 13:59

    Für selbsternannte Fachleute oder einfach Interessierte:

    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:geldpolitik-waeren-sie-ein-guter-ezb-chef/50097593.html

  6. W. Mandl (kein Partner)
    12. April 2010 13:20

    Viel Interessantes wird in diesem Blog diskutiert, aber Manches bleibt auch offen. Wir Nicht-Fachleute tun uns naturgemäß schwer, wo doch selbst volkswirtschaftliche Schulen und gelehrte Ökonomen über grundlegende Prämissen uneinig sind, z.B.

    Läßt sich die Wirtschaft durch konsumförderne Maßnahmen ankurbeln (Keynesianer) oder ist wirtschaftlicher Erfolg primär durch Sparen (kurzfristiger Konsumverzicht) für spätere Investionen möglich ("Austrians", Österreichische Schule der Nationalökonomie)?

    Soll der Staat durch die Geldpolitik der Zentralbanken die Wirtschaft steuern (vulgo ankurbeln) (Keynesianer) oder ist gerade das völlig unmöglich und schädlich (Austrians)?

    Kreieren Zentralbanken Inflation (Austrians) oder bekämpfen sie sie (Keynesianer)?

    Führt daher die Ausweitung ungedeckter Geldmengen, die ausufernde Staatsdefizite finanzieren, zum unweigerlichen Resultat Staatsbankrott oder Hyperinflation (Austrians) oder entstehen Blasen nur durch die Spekulationslust unverantwortlicher Akteure, die vom Staat mehr kontrolliert werden müssen (Keynesianer)?

    Betreiben die Geschäftsbanken unverantwortliche Kreditklemme (Keynesianer) oder erkennen sie, dass sie nicht 10 Mal mehr Geld verleihen können als sie Spareinlagen haben (Austrians)?

    Ich weiß, etwas vereinfacht, aber wie kann man von falschen Prämissen (denn eine von beiden muss falsch sein) zu richtigen Schlussfolgerungen für die Zukunft kommen?

    • xRatio (kein Partner)
      12. April 2010 13:53

      @ W. Mandl 12. April 2010 um 13:20

      Schauen Sie sich mal meine Antwort auf die Thesen des Herrn Prof. Dr. Kromphardt an, des Gründers und ersten Vorsitzenden der Keynes-Gesellschaft:


      xRatio, 28.03.2010 22:17
      http://www.freiewelt.net/nachricht-3753/j.-kromphardt:-allgemeine-steuersenkungen-sind-kontraproduktiv.html

      Ich denke, das sagt alles. :-)

      Wohlstand schaffen indem man ihn KONSUMIERT, auffrißt? - Dümmer geht's nimmer.

      xRatio

    • gms (kein Partner)
      12. April 2010 13:57

      Herr Mandl,

      Sapere aude!

      Ist es vernünftig zu glauben, eine kleine Schicht hätte den Durchblick und könne daher das wirtschafliche Handeln von Millionen und Milliarden Menschen durch Eingriffe lenken - entgegen dessen, was besagte Millionen und Milliarden für im Augenblick als ratsamer erachten? Ich denke, nein.

      Ist es vernünftig zu glauben, das Verspeisen von Getreide sei wirtschaftlich wertvoller als das Pflanzen eines Getreidefeldes? Ich denke, nein.

      Ist es vernünftig zu glauben, das vermehrte Bedrucken und Verteilen von Papier sei ein Beitrag zur Wirtschaft, der diese zu einem Besseren führen könne? Ich denke, nein.

      Sapere aude! Die meisten linken Zugänge lassen sich durch kurzes Innehalten und Nachdenken als das erkennen, was sie sind - dumme Irrtümer, geboren aus wishful thinking, Ausflüsse einer Gut-Gemeint-Haltung, nichts desto trotz völlig falsch und realitätsfern.

  7. martin schöppl (kein Partner)
    12. April 2010 12:16

    Hier stehen ja viele interessante Beiträge, welche teilweise meiner Fragestellung entgegenkommen. Trotzdem: wie genau geht die Geldmengenerweiterung vor sich? Der Finanzminister kann ja nicht mehr in den Keller gehen und Geld drucken. Das kann nur mehr die EZB, welche ja angeblich politisch unabhängig ist. Das heißt aber im weiteren, daß der Staat nur selber Geld aufnehmen (Anleihen begeben) und dieses ausgeben kann. Bilanziell ändert das nicht die Geldmenge, da ja die Schuld als Passivum bleibt (Staatsschuld). Wenn der Staat Geld ausgibt, müssen auch nicht unweigerlich die Preise steigen, was ja eine Folge der Inflation sein könnte. Also, wer kann das mal wirklich genau und einfach erklären? Besten Gruß, Martin Schöppl

    • Philipp Starl (kein Partner)
      12. April 2010 12:51

      Sie dürfen nicht Staatsschuld mit Inflation durcheinanderbringen, das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Die EZB mag zwar (offiziell...) unabhängig sein, doch auch sie druckt ständig neues Geld und das nicht zu knapp.

      Einfach gesagt, die EZB (und auch andere Zentralbanken) versucht mithilfe des Gelddruckens die Inflation zu steuern. Wie das geht? Einfach ausgedrückt: je mehr Geld am Markt ist, desto billiger ist es zu kaufen, d.h. desto niedriger der Zins.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      12. April 2010 13:54

      Manchmal ist es ermüdend, wo sich der Starl noch zu Fachmann macht. Das hier ist definitiv Grenzüberschreitung.

    • martin schöppl (kein Partner)
      12. April 2010 14:28

      Herr Starl, je mehr Geld, desto billiger - stimmt grundsätzlich aber dzt? So billig ist das Geld ja nicht. Und nach klassischer Theorie führt genau das zu Inflation, oder?

    • Philipp Starl (kein Partner)
      12. April 2010 15:06

      @ Shrooms

      Begründung bitte, das Maul groß aufreißen kann jeder. Sie schulden mir außerdem noch die Inflationsraten für die nächsten 4 Jahre, Sie Experte.

      @Schöppl

      Nunja das ist eben Gegenstand der Diskussion. Meine These ist wie weiter unten beschrieben, dass das Geld nicht in den Wirtschaftskreislauf fließt und daher keine hohe Inflation gegeben ist. Die Marktteilnehmer müssen ja erst merken, dass das Geld billig ist.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      12. April 2010 15:08

      Im Übrigen bin ich weder ausgewiesener, noch behaupteter Fachmann, ich habe schlicht eine Meinung. Wenn Sie unfähig sind, diese zu falsifizieren, sind Sie selbst einfach ungebildet oder ich habe Recht.

  8. dr.knoglinger walter (kein Partner)
    12. April 2010 10:52

    Sie ist längst da!

    Die Frage, wo denn die Inflation bleibe, ist leicht zu beantworten: sie ist nämlich längst schon da. Der Euro wird kräftig ausgedünnt durch die eurovertragswidrigen finanziellen
    Zusagen an das defizitäre Griechenland und die unaufhaltsam folgenden anderen defizi=
    tären EU-Staaten. Des weiteren tragen dazu bei die inflationär steigenden Energiekosten,
    vor allem aber der unüberschaubar gewordene Dollar-Umlauf in der Welt und die von
    der amerikanischen Notenbank verursachte Dollar-Schwemme durch Neudrucke in beliebigen Mengen, je nach Bedarf der US-Regierung, und der ist groß. Vor allem aber
    wirkt die hohe Verschuldung aller EU Staaten auf lange Sicht höchst inflationär, zumal
    man diese Schulden nie wieder los werden kann - es sei denn durch eine Inflation!

  9. xRatio (kein Partner)
    11. April 2010 22:09

    gms schreibt am 11. April 2010 um 00:07

    Erstens: Inflation ist nicht Preissteigerung

    Zweitens: Preissteigerungen folgen auf Inflationierung, nicht umgekehrt.

    Drittens: Das Bedrucken und Verteilen von Papier ist keine Leistung, die einer Volkswirtschaft Gutes tun kann.

    ------------

    Wenigstens einer, der Inflation und Teuerung klar und deutlich auseinderhält. ;-)

    http://www.freiewelt.net/video-12/marc-faber-gegen-notenbanken.html

    xRatio

  10. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    11. April 2010 15:57

    Zumindest für die Politik dürfte Geld heutzutage ohnehin keine Rolle mehr spielen. Heute ist ein Gustostückerl diesbezüglich im Interview mit BM Fekter im Kurier zu lesen, das mich fassungslos zurücklässt.

    Kurier: Der Assistenz-Einsatz wird scharf kritisiert. Sind Sie für eine weitere Verlängerung?

    Fekter: Die Bevölkerung will ihn, die Landeshauptleute von Burgenland und Niederösterreich wollen ihn, der Kanzler und der Verteidigungsminister wollen ihn auch. Ich muss ihn ja nicht zahlen, warum soll ich dagegen sein? Alles, was die Arbeit der Polizei unterstützt, und der Assistenzeinsatz macht das, wird von mir begrüßt.
    http://kurier.at/nachrichten/1993105.php

    Fassungslos lässt mich übrigens auch zurück, dass die Journalistin nicht einmal für nötig befunden hat, da nachzufragen...

    • FaulerWilli (kein Partner)
      11. April 2010 16:20

      "Ich muss ihn ja nicht zahlen..."

      Das ist das übliche Denken. Jeder sieht nur sein eigenes Budget, alles andere interessiert ihn nicht. Und wenn etwas aus einem anderen Budgettopf bezahlt wird, ist die Freude groß. Ganzheitliches Denken ist völlig unbekannt.

  11. M.U. Shrooms (kein Partner)
    11. April 2010 02:39

    Der Grund: Weder Staaten noch Notenbanken werden die politische Kraft haben, die überschüssigen Geldmengen rasch wieder abzusaugen.

    Schau an, in der FTD lese ich heute:

    Das ist ein Ding. Während der US-Arbeitsmarkt sich endlich zu erholen scheint, sinkt die Geldmenge MZM in atemberaubender Weise. Über die vergangenen 13 Wochen hat das von manchen als am stabilsten erachtete US-Geldmengenaggregat mit einer annualisierten Rate von fast acht Prozent abgenommen.

    Man kann sich auf nichts mehr verlassen, ein paar Vermutungen müssen her. Q.e.d.

    • xRatio (kein Partner)
      11. April 2010 04:16

      Geldmenge MZM??

      Könnten Sie uns das und die großartigen Gedanken, die Sie daran knüpfen uns Doofis mal freundlicherweise erläutern?

      xRatio

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. April 2010 11:33

      Ungern, xRatio, ungern. Jeder, den es interessiert, kann sich über Geldmengen informieren.

      Für den Anfang etwa hier
      http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge
      von da an gibts jede Menge Links.

      oder hier:

      http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:das-kapital-ein-beunruhigend-verworrenes-bild/50096903.html


      Wer den Begriff "Inflation" aus der Sicht zweier verlorener Weltkriege versteht ist nciht ganz auf der Höhe der Zeit.

    • THJ (kein Partner)
      11. April 2010 11:38

      Beiden Angaben der US Notenbank bleiben Ihnen sowieso nur Vermutungen, die veröffentlichen schon seit Jahren die M3 nicht mehr.

    • xRatio (kein Partner)
      12. April 2010 18:14

      @ M.U. Shrooms 11. April 2010 um 11:33

      Das ist keine "Erläuterung", nur ein hilfloser Hinweis auf anderweitiges Geplapper.

      Ihnen muß man wohl alles dreimal vorkauen:

      Egal, wie man was auch immer definiert. Es gibt davon immer nur eine, nur EINE !! Menge.

      Simple Logik. Gegen die Sie und andere Verwirrte (oder Betrüger) ach so gern verstoßen.

      Probieren Sie es mit Kartoffeln aus. :-)



      xRatio

  12. xRatio (kein Partner)
    11. April 2010 02:31

    Einige weitere Elemente sozialistisch-"volkswirtschaftlichen" Volksbetrugs via Notenbanken:

    "Warenkörbe" zur angeblichen Messung der "Inflation".

    "Umlaufgeschwindigkeit" des Geldes als angeblicher "Inflations-Faktor"

    Angebliche "Geldmengen" von sage und schreibe 1 bis 6 (sechs!). Meinetwegen seien es tausend. Mich wundert gar nichts mehr. Frage mich bloß wieviel entsetzlichen Unsinn "das Volk" eigentlich widerstandslos schluckt und - wiederkäut..

    "Geldschöpfung" durch Privatbanken. - Setzt dem Schwachsinn die Krone auf.

    Schwachsinn? - Nein soo entsetzlich bekloppt, daß man von bewußten Lügen ausgehen muß.

    Alles, bedaure - ALLES - kompletter, verlogener Unfug. Volksbetrug.

    Um das zu durchschauen genügt die simple Erkenntnis, daß es nur EINE Währung namens EURO gibt und diese NUR durch die EZB vermehrt werden kann und - leider - darf, was von der sozialistischen Kleptokratie weidlich mißbraucht wird.

    Der darüber gestülpte pseudowissenschaftliche Blödsinn dient allein dazu, die Spuren zu verwischen und der pöhsen "Wirtschaft" - das heißt UNS, unserer "Gier" etc.pp. die Schuld an den Folgen sozialistischer Mißwirtschaft in die Schuhe zu schieben.

    Der mit seinen eigenen ökonomischen Aussagen und Prognosen kläglich gescheiterte sozialistische Chef-Volkswirt und Chef-"Wissenschaftler" hätte seine Freude dran.


    xRatio

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. April 2010 02:46

      So was von unfair auch, dass vor der Inflation erst die Gefahr der Deflation noch nicht gebannt ist, wofür der Herr Jurist "Reflation" kreiert hat. Ist auch im Nachbargarten, schwierig.

      8.4., FTD;

      Konsumgüteraufträge wie im Februar 2009, Einzelhandelsumsätze und Autozulassungen niedriger als in der schlimmsten Phase der Krise, Bauaufträge um mehr als die Hälfte unter ihrem vormaligen Spitzenniveau. Ein schöner Aufschwung ist das.

    • xRatio (kein Partner)
      11. April 2010 04:12

      @ M.U. Shrooms

      Soviel vorlauten, wenig sachbezogenen Blödsinn wie in diesem Thread habe ich von Ihnen bisher selten "genießen" dürfen.

      Bevor Ihnen wieder die Gäule durchgehen, sollten Sie erst einmal Ihren Alkohol-Spiegel prüfen, dann genauer lesen, dann nachdenken und dann besser schweigen.

      Freundschaftlicher Rat. Nix für ungut.

      xRatio

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. April 2010 11:19

      Verehrter xRatio,

      es ändert nichts daran, dass derzeit keine Inflationsgefahr besteht, im Gegenteil. Die wenigen Preissteigerungen kommen derzeit nur von öffentlichen Gebühren, wo nun alle unbekümmert zulangen können.

      Japan leidet schon lange an der Deflation, und wir waren kurz davor. Erledigt ist es noch nicht.

      Allerdings, in einem anderen Forum habe ich die Vermutung gelesen, dass Sonnleitner das Wesen eines Sparbuchs erklären könne. Kann sein. Wer sich bei diesen Leuten "informiert", kann durchaus noch an die Inflation glauben.

    • xRatio (kein Partner)
      12. April 2010 18:22

      @ M.U. Shrooms 11. April 2010 um 11:19

      Können Sie Ursache und Wirkung unterscheiden? Na dann für Sie nochmal:

      Inflation = Geldvermehrung ist Ursache.

      Deren notwendige, logisch unausweichliche Wirkung ist Teuerung/unterbleibende Preissenkung.

      Wo und wann diese genau eintritt, kann niemand vorhersehen.

      DASS sie eintritt, weiß man mit Sicherheit, da jede Vermehrung eines Gutes (negativen) Einfluß auf dessen Wertschätzung (hier des Geldes) hat.

      Die Quantitätstheorie des Geldes, wonach eine Ausweitung der Geldmenge eine Wirkung auf den Wert der einzelnen monetären Einheiten besitzt, hat logische Qualität.

      Ein Kausalzusammenhang, sicherer als das Amen in der Kirche.

      Die Ursache (Inflation) haben wir bereits.

      Auf die Folgen wird sogar ein mittelmäßiger Schüler messerscharf schließen können. ;-)

      Was Inflation mit Sparbüchern zu tun haben soll, wird Ihr Geheimnis bleiben. Und um das "Wesen" von Sparbüchern zu ergründen, braucht's keinen Sonnleitner.


      xRatio

  13. RR Prof. Reinhard Horner (kein Partner)
    11. April 2010 01:47

    reinhard.horner@chello.at

    Herbei mit der Inflation oder …

    Sarkastisch ausgedrückt: Die Aussichten hierfür stehen gar nicht so schlecht, wenn wir uns auf das Wiederholungslernen aus der Geschichte beschränken und so weitermachen.

    „Wenn man für eine Milliarde eines Tages nur noch einen Laib Brot bekommt, dann muss sich die Politik nicht mehr um den gigantischen Schuldenberg sorgen.“ „Eine solche Enteignung passiert offenbar unweigerlich alle paar Jahrzehnte.“

    Derlei Untergangsprognosen gründen offensichtlich auf einer zyklischen Krisenlogik mit „naturgesetzlichen“ Vorstellungen einer Marktwirtschaft, die sich von kulturellen Hinsichten und natürlichen Rücksichten befreit hat. Sie soll uferlosem Mengenwachstum und zügellosen Spekulationsgeschäften maximalen Raum geben. Sie krankt nur an „unverantwortlichen“ und „blöden“ politischen Einflussnahmen.

    Das große Übel wird etwa in der Vermehrung der Geldmenge „in unverantwortlicher Weise“ durch „Regierungen und Zentralbanken“ gesehen. (Als ob die freiwirtschaftlichen Spekulationsmassen nicht von Bedeutung wären.) Auch darin wird das Übel gesehen, dass man bei uns „blöd von Steuererhöhungen für Aktionäre redet“.

    (Noch) nicht in Betracht gezogen wird, wie sehr ein kraftvoll erneuertes integrales Wirtschaften möglich und erforderlich ist, das die notorisch angewandten Doktrinen zu überwinden vermag:
    * mit umfassenden Regelungen,
    * mit längerfristig zielgerichteten und realitätsorientierten Steuerungen,
    * mit qualitativem Wachstum zu humanen Zielen,
    * wo nicht beliebig erzielte maximale Erfolge entscheiden, sondern erbrachte Leistungen,
    * wo der Einklang mit der Natur gesucht wird,
    * wo Gleichgewichte bewerkstelligt werden,
    * wo Kooperation und faire Konkurrenz Platz greifen,
    * wo die irrealen Spekulationsmärkte in realwirtschaftliche übergeführt werden,
    * wo unverdorben begriffen und unverkürzt gehandhabt wird:
    - dass Freiheit nur in Toleranzen, in Grenzen funktioniert, als Freiheit von und Freiheit zu,
    - dass Gleichheit dazu nicht durch blindwütige Gleichmacherei in unüberbrückbarem Widerspruch steht, sondern darauf auszurichten ist, Privilegien, die nicht in der individuellen (persönlichen) Verschiedenheit liegen, zu überwinden und Befähigungen angemessen zu fördern, ihnen zur Entfaltung zu verhelfen und das nicht bloß im Herumdoktern an Schwächen, sondern vorzüglich durch Stärkung der Stärken,
    - dass Brüderlichkeit nicht als verordnete Moral misszuverstehen ist, sondern gelebte gegenseitige menschliche Achtung, wechselseitiges Wohlwollen erfordert – anstatt des rücksichtslosen Erfolgskampfs aller gegen alle. Dies in Erkenntnis der Vernetzungen, der vielfältigen Abhängigkeiten und Gegenabhängigkeiten im Wagnis zur Autonomie.

    Dafür lohnt sich kritisches Lernen – insbesondere aus den Fehlern in der Vergangenheit und der Gegenwart – zum zukunftsweisenden und zukunftstauglichen Einsatz. Dafür lohnt es sich, viel produktive Phantasie zu entfalten und auf die Probe zu stellen.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. April 2010 01:59

      Welch abgewogene Worte der Herr Regierungsrat hier einbringt. Sie sind geboren im sicheren Schoß des Berufsbeamtentums, der Sphäre der Glücklichen, die gleichwohl ständig unglücklich sind und als Einzige seit Jahrzehnten noch streiken, wo Geld von Gott kommt, oder vorhanden ist, wie die Schwerkraft, man braucht es bloss zu budgetieren.

    • tartaros (kein Partner)
      11. April 2010 02:08

      Sehr nett, Herr Regierungsrat. Ich bin auch für "kraftvoll erneuertes integrales Wirtschaften". :-)

    • Walter Wolf (kein Partner)
      11. April 2010 08:41

      RR Prof. Reinhard Horner

      Da jedes Handeln letztendlich von Menschen ausgeht, müssten Sie 70% der Gene austauschen.
      Der Homo sapiens sapiens ist nun einmal ein nach Vorteilen gierendes Wesen (mit wenigen Ausnahmen,( c.a. 1000 auf 1 Mrd.?).
      Da Unendlichkeit i.d.R. ein falsches Rechenergebnis anzeigt, ist das Aufbauen, Vernichten, Aufbauen, Vernichten ein Kreislauf, der nicht durchbrochen werden kann.

      Allerdings schliesst das nicht aus, dass nach jedem Crash die Aufbaugeneration ein wenig klüger wird, und die Aufbau- und Erhaltungsphasen etwas länger andauern. Ganz wird man den Crash nicht abschaffen können.

      (siehe Postings weiter unten)

    • Philipp Starl (kein Partner)
      11. April 2010 12:03

      Ich möchte Sie nicht beleidigen Herr Horner, sondern Ihnen ganz einfach direkt die Wahrheit ins Gesicht sagen. Sie kommen mir wie ein ehemaliger Laienrichter vor, der sich etwas darauf einbildet, Laienrichter gewesen zu sein. Sie haben keine Richterausbildung und Sie haben und hatten auch sachlich keine Ahnung von dem, was die OGH- Richter analysierten und abwogen.

      Wenn es dieses Sozialistenpack nicht gäbe, gäbe es auch keine Laienrichter in Arbeitsrechtssachen beim OGH (bei anderen Verfahren des OGH sind Laienrichter gsd ausgeschlossen) und Sie hätten eine stinknormale Berufslaufbahn gehabt.

      So lesen sich dann auch Ihre Beiträge. Großes Herumanalysieren, als wären Sie der Obermaxl von Richter. Was die Richter von Ihnen jedoch erheblich unterscheidet, ist, dass diese ein starkes sachliches Fundament haben und ohne dieses ist jede Herumanalysiererei Makulatur.

      Ich freue mich jedoch trotzdem, dass Sie am politischen Geschehen teilhaben und Sie uns Ihre zum Teil recht intelligenten Gedanken mitteilen.

    • RR Prof. Reinhard Horner (kein Partner)
      11. April 2010 17:40

      Reinhard.horner@chello.at

      Sehr geehrter Herr Starl! (11.04.2010, 12:03)

      Einfach großartig! Solch übermächtiger, mustergültiger Größe muss sich jeder, wie er kann, unterordnen und demütig anschließen!

      „Werd’ ich das in meines Nichts durchbohrendem Gefühle?“

      Indes, es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten, besser zu werden und Besseres hervorzubringen als bisher und/oder als andere:
      a) an sich selbst arbeiten, um sich Schritt für Schritt persönlich und seine Leistungen zu steigern, sich hierzu an Besseren, an echten Vorbildern orientieren;
      b) sich mit anderen meist in wohlfeiler Häme beschäftigen, um sie herunterzuziehen, damit auf diese Art so etwas wie eine eigene Überlegenheit hergestellt wird. (So geschieht es, dass man sich in Diskussionen wenig oder nicht mit den Inhalten und stattdessen lieber mit persönlichen Benotungen anderer beschäftigt.)

      Beides steht immer zur Wahl. Plan b) weist zweifelsohne den bequemeren Weg. Manche Leute, die ihn häufig gebrauchen, scheinen ihn zu brauchen. Man kann nur rätseln, warum.

      PS: Dass Ihnen das bereits notorische Geblödel mit den Laienrichtern nicht zu fad wird, ist unverständlich und dient halt zusätzlich der Vermüllung. Wobei Sie diesmal – für einen Spitzenjuristen wie Sie erstaunlich – eine obendrein sachwidrige Beschimpfung des „Sozialistenpacks“ eingefügt haben sowie gegen mich die wider besseres Wissen vorgenommene Unterstellung, ich würde mir etwas darauf einbilden und es habe auf meine Berufslaufbahn Einfluss gehabt. So bleibt abzuwarten, ob Sie das noch steigern können.

      Sehr geehrter Herr M.U. Shrooms! (11.04.2010, 01:59)

      „Welch abgewogene Worte“ – „geboren im sicheren Schoß des Berufsbeamtentums“ etc.

      Dass sich dieses Thema und die von mir vorgebrachten Inhalte, auf die nicht eingegangen wird, zu einem Pauschalangriff auf „das Berufsbeamtentum“ verwenden lassen, ist bemerkenswert. An sich wäre das als hohes Lob für das Berufsbeamtentum aufzunehmen, wenn (nur) in dessen Schoß solche abgewogenen Worte entstehen.

      Sehr geehrter Herr Walter Wolf! (11.04.2010, 08:41)

      Ich meine, man müsse den Menschen nicht so stark als unverbesserliches Raubtier einschätzen, obgleich derartige Eigenschaften nicht zu übersehen sind. Er verfügt u. a. auch über Spiegelneuronen. Und er lebt in einer kulturellen Entwicklung, in der nicht schon alles da gewesen ist, sondern die Zukunft stets offen steht. Dass die bisherige kulturelle Entwicklung nicht nur eine Fortführung der Primitivität und Brutalität mit sich gebracht, sondern auch nicht wenige beachtenswerte Fortschritte hervorgebracht hat, ist doch eine wesentliche Realität.

      Im Kreislauf des „Stirb und Werde“ sind nicht nur in der natürlichen Evolution, sondern umso mehr in der kulturellen Wege zu höheren Hervorbringungen feststellbar. Dies nicht nur in kleinen, sondern auch in großen Schritten, welch letztere kein Geringerer als Konrad Lorenz „Fulgurationen“ genannt hat.

      Ich will stärkere Zuversicht vertreten. Ich traue dem Menschen mehr zu. Der Weg zum Vorrang einer persönlich gehandhabten gesellschaftlichen Kultur mit gemeinschaftlich tragenden Fundamenten bleibt immerdar ein großes Ziel – auch und speziell überall dort, wo wir uns kritisch einmischen. Dafür ist insgesamt noch viel zu leisten. Im Erwachsenenleben mit seiner positiven und negativen Vorbildlichkeit und durch umfassendes pädagogisches Wirken als
      „1. ‚die planmäßige Führung, die die erwachsene Generation der heranwachsenden bei ihrer Auseinandersetzung mit der überkommenen Kultur angedeihen lässt’,
      2. die gemeinsame Befassung mit den zukunftsweisenden Lebensproblemen,
      3. Hilfen in den persönlichen Entwicklungsphasen und
      4. den Einsatz für eine Lebensführung mit fortschreitendem lebensdurchdringendem Lernen in den zeitläufigen Anforderungen und Möglichkeiten.“

    • gms (kein Partner)
      12. April 2010 02:25

      Herr Horner,

      Ihrem Plädoyer ist zu entnehmen, Sie treten für noch intensivere Bevormundung ein. Das ist bedauerlich. Doch als wäre das nicht schon schlimm genug, sind ausgerechnet jene, die mit der Wirklichkeit ihre liebe Not haben, diejenigen, die sich zur Bevormundung des Volkes berufen fühlen - typisch linkes Gehabe, wonach die breite Masse der Proletarier der sogenannten Intelligentia bedarf, um das Leben halbwegs zu meistern, notfalls auch gegen den Willen der Proletarier.

      Ich denke diesen Irrwitz hatten wir in Europa in allen Schattierungen lange genug. Wenn Sie also schließen mit dem Aufruf, aus der Vergangenheit zu lernen, so wird dies zwangsweise im Widerspruch zu Ihrer Intention stehen.

      Aus der Vergangenheit lernen heisst nämlich, den nationalen resp. internationalen Sozialismus als das zu erkennen, was er ist, nämlich gesellschafts- und somit menschenfeindlich. Warum? Zwangssolidarität ist ein Oxymoron, Raub bleibt Raub, auch dann, wenn er staatlich legitimiert wurde. Umso hohler klingen Ihre Worte rund um Brüderlichkeit und unverordneter Moral, ist doch der verordnete und erzwungene Schulterschluß der Garant dafür, den Nächsten als Last zu betrachten. Zum Untergraben der Moral ist nichts dienlicher, als eben die von Ihnen herbeigesehnten umfassenden Regelungen und Verordnungen und Steuerungen, nichts pulverisiert echte Solidarität rascher, als das Abpressen von Geld unter Androhung von Zwangmaßnahmen.

      Das Lernen aus der Geschichte wird dann abgeschlossen sein, sobald der Sozialismus als "Gut-Gemeint" abgehakt ist. Bis dahin wird, wie sooft im Leben, riesiger Bockmist damit fabriziert, dass man es einfach nur gut meint.

  14. M.U. Shrooms (kein Partner)
    11. April 2010 01:22

    Das ist einmal eine andere Spielwiese. Ausser der FTD oder der NZZ fällt mir da sowieso keine Zeitung ein, die es lohnt, zu lesen, oder eben einschlägige Veröffentlichungen. Österreichische Zeitungen kann man zu wirtschaftlichen Themen komplett vergessen.

    Aber, warum nicht ein wenig Kaffeesudlesen? Wie wäre es als Nächstes mit einem astrologischen Thema?

  15. Philipp Starl (kein Partner)
    11. April 2010 00:29

    Gleich vorweg, das Thema Inflation ist (wie schon zahlreich festgestellt) ein sehr kompliziertes. Niemand kann hier mit Bestimmtheit etwas voraussagen, daher ist folgender Beitrag a priori der Kritik ausgesetzt und soll auch dazu anregen.

    Einig können sich zumindest gewisse Leute darüber sein, dass es nur eine Art Inflation gibt, nämlich die Geldmengenausweitung. Eine so genannte nachfrageseitige Inflation kann ganz einfach schon deswegen keine Inflation sein, weil die Auswirkungen zu begrenzt sind. Steigt der Ölpreis sehr stark, steigen natürlich auch viele andere Produkte sehr stark im Preis. Dafür sinkt der Preis anderer Produkte. Nur weil vielleicht unterm Strich ein Plus bei den Preissteigerungen herauskommt, heißt das nicht, dass das Geld weniger wert ist, es ist lediglich der Preis für bestimmte Produkte gestiegen und nicht weil das Geld weniger wert ist, sondern weil das Produkt stärker nachgefragt wird. Man bekommt also für 10 Euro nur noch 8 Liter Benzin statt 10. Deswegen ist der Euro aber nicht weniger wert, weil man für diese 10 Euro noch immer gleich viel Zuckerstangen, oder Milch bekommt.
    Bei der richtigen Inflation, also durch Ausweitung der Geldmenge, werden jedoch alle Produkte teurer. Es ist wichtig, dies festzuhalten.

    Zweifelsohne wurde die Geldmenge im letzten Jahr massiv erhöht. Die zahlreichen staatlichen Konjunkturprogramme in Milliarden- bzw. Billionenhöhe wurden ja nicht durch Wirtschaftswachstum finanziert, sondern durch gedrucktes Geld (zur Erklärung, wenn man in der Zeitung liest, eine Zentralbank senkt den Zinssatz, heißt das nichts anderes, als dass sie so viel Geld druckt, dass der gewünschte Zins dabei heraus kommt).

    Die FED versucht ja auch verzweifelt, diese Geldmenge wieder zurückzupumpen (wie z.b. http://orf.at/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2Fticker%2F357726.html ) . Nur kann die FED diese Mengen nicht zurückholen, da dies bedeuten würde, dass den Banken die Liquidität geraubt würde und das gerade in einer Phase, in der eine Gewerbeimmobilienblase droht, zahlreiche Banken in den Abgrund zu reißen.

    Warum haben wir durch die gerade extrem stark vorhandene Geldmenge keine Inflation? M.E. horten die Banken noch immer die Geldmassen, was hieße, dass das Geld nicht in den Wirtschaftskreislauf fließt und sich daher auch keine Inflation entfalten kann.

    Werden wir bald eine Inflation haben, da die Geldmenge nicht wieder zurück kann? Wahrscheinlich nicht, da die Wirtschaft wieder wachsen wird und wenn die erhöhte Geldmenge auf eine erhöhte Güteranzahl trifft, wirkt sich die hohe Geldmenge nicht so stark aus. Inflationsraten von 3-4% sind möglich, aber voraussichtlich nicht höher.

    Nach dem Platzen der Monsterblase jedoch werden die Staaten nicht mehr soviel Geld in die Märkte pumpen können, ohne selbst ein griechisches Schicksal zu erleiden. Die nun erhöhte Geldmenge könnte dann ihre volle Schlagkraft entfalten und wir werden eine Reflation haben (falls es den Begriff noch nicht gibt, will ich ein copyright drauf ^^ ), eine Rezession plus starker Inflation.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      11. April 2010 00:43

      Nur zur Info, wenn in dem Beitrag von Inflation die Rede ist, ist meist eine sehr hohe Inflation gemeint :) .

    • xRatio (kein Partner)
      11. April 2010 00:50

      @ Philipp Starl 11. April 2010 um 00:29


      Was soll an Inflation "kompliziert" sein?

      Daß man die zwingenden, unausweichlichen Wirkungen eine Inflation, nämlich Teuerungen, nicht zuverlässig und konkret vorhersagen kann, steht auf einem anderen Blatt.

      Bereits der sog. "Warenkorb" ist ein Witz, Volksbetrug. Qualitätsänderungen lassen sich schon gar nicht erfassen.

      Um aber auf Ihr Beispiel einzugehen:

      Unter Teuerung fallen sehr wohl auch aufgrund Inflation unterbliebene Preissenkungen.

      Es ist das Ende jeden Durchblicks, Inflation und deren Folgen zu verwechseln.

      xRatio

    • Philipp Starl (kein Partner)
      11. April 2010 00:51

      Bitte um Verzeihung im dritten Absatz ist mir ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Die Konjunkturprogramme wurden durch Schulden finanziert, selbstverständlich. Aber die Krise wollte man vor allem mit einer stark erweiterten Geldmenge bekämpfen. Kommt von der Uhrzeit und dem Alkohol, bitte nochmals um Entschuldigung!

    • Philipp Starl (kein Partner)
      11. April 2010 00:53

      @ xRatio

      Danke für die Ergänzung. Mit kompliziert war auch gemeint, dass es schwer ist, die Entwicklung zu antizipieren, ich dachte das ergibt sich eo ipso aus Unterbergers Beitrag.

    • xRatio (kein Partner)
      11. April 2010 01:06

      @ Philipp Starl

      Ich denke, wir sind uns mal wieder einig. ;-)

      xRatio

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. April 2010 01:28

      M.E. horten die Banken noch immer die Geldmassen...

      Nicht meinen, wozu denn? Sie bekommen das Geld um ein Prozent und legen es um etwas zwei oder drei an, Kredite zu vergeben haben sie deshalb nicht nötig. Ist doch kein Geheimnis, auch keine jüdische Weltverschwörung.

      Wer liest oder hört denn dazu den ORF?

    • Philipp Starl (kein Partner)
      11. April 2010 01:34

      @ Shrooms

      Meine Spekulation, ausgedrückt durch mein Erachten, bezog sich auf die ganze These, ich freue mich aber, dass Sie mir zustimmen.

      Der ORF Link ist nur als schnelle Quelle gedacht, um zu unterlegen, dass die FED das Geld rauspumpen will.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. April 2010 01:43

      So einfach lasse ich Sie diesmal nicht davonkommen, verehrter Philipp S.

      Eine Bank hortet nicht, das wäre Unsinn. Geld kostet sie immer Geld, sie wird es also anlegen. Sogar wenn sie es geschenkt bekommen hätte, wäre es nutzlos liegender Rohstoff. Derzeit bekommen sie Geld praktisch geschenkt und machen damit schöne Gewinne, leider hat der potenzielle Kreditnehmer nichts davon. Das wäre zu mühsam, und der Steuerzahler finanziert es auch noch, zwangsweise.

      Die Journalisten kapieren auch dahingehend gar nichts, denn das würde einige Sekunden Nachdenken erfordern. Schauplatzreportagen oder Ähnliches sind leichter zu handhaben.

      Wir Deutschsprachigen sind die Völker der Dichter und Denker, wirtschaftliche Belange überlassen wir den sogenannten Krämerseelen. Was über das Einmaleins hinausgeht ist schon schwarze Kunst, für den Rest behelfen wir uns mit Meinungen und Vermutungen. Die müssen aber groß mit M.E. und dergleichen hinaus posaunt werden, gefolgt vom oberlehrerhaften q.e.d.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      11. April 2010 11:53

      @ Shrooms

      Ich wüsste nicht, was Ihr Beitrag mit meinem zu tun hätte. Sie kommen mir eher wie jemand mit (Pilz)Schaum vorm Mund vor.

      Der einzige Punkt, der meinen Beitrag gerade mal tangiert, ist das Wort "horten". Sie müssen mich ja für sehr dumm und/oder ungebildet halten, wenn Sie meinen, ich wüsste nicht, dass die Banken das Geld nicht einfach wie Gevatter Dagobert auf einem Speicher liegen lassen können, denn dass das bloße Liegenlassen den Banken Geld kostet, weiß, hoff ich zumindest, jeder BWL- Erstsemester.
      Wenn ich also von horten schreibe, dann ist selbstverständlich ein dem Wirtschaftskreislauf vorenthalten gemeint, was ich mit meinem darauffolgenden Nebensatz was hieße, dass das Geld nicht in den Wirtschaftskreislauf fließt und sich daher auch keine Inflation entfalten kann. auch eindeutig präzisierte.

      Und wenn Sie schon so großkotzig mein m.E. kritisieren, dann fordere ich von Ihnen hiermit eine zutreffende und exakte Prognose der Inflationsraten der nächsten 4 Jahre.

      Wenn Sie zukünftig eine Replik haben wollen, bitte ich Sie, die Polemik fortzulassen.

    • SOKs (kein Partner)
      11. April 2010 13:13

      Was hier nicht berücksichtigt wird, trotz der Versuche profundes Wissen darzustellen, ist die geballte Kraft der verbrecherischen Aktivitäten im Bereich. Siehe Hypo / Balkan. Russland-Aktive etc.

  16. Eddie R. (kein Partner)
    10. April 2010 19:27

    Gerade durch die Umstellung auf den EUR hatten wir direkt nach 2001 eine sehr hohe Inflation!! Wohnungsmieten, Nebenkosten, Heizung, Benzin, Diesel, Lebensmittel, Restaurant- und Cafebesuch sind extrem und schnell teuerer geworden. Auch wenn unser Finanzminister Herr Eichel damals uns immer weismachen wollte: das wäre eine "gefühlte Verteuerung"..

    Man stelle sich vor: eine Tasse Cafe kostet 2,85 EUR, das sind umgerechnet 5,70 DEM. 2001 hat man dafür noch 2,50 DEM bezahlt. Benzin kostet 1,46 EUR, das sind umgerechnet 2,92 DEM. Wohnungsmieten für 70 qm mit Nebenkosten (ohne Strom) rund 830 EUR, das sind umgerechnet 1660 DEM. Das nenne ich Inflation!!

    Im Gegenzug sind die Löhne in Deutschland zurück gegangen....!

    • Kurt22 (kein Partner)
      10. April 2010 20:22

      @Eddie R.: Einzig die Slowakei hat nach der Umstellung sehr lange die Preise stabil gehalten (und doppelt ausgezeichnet), ich war allerdings schon lange nicht mehr dort, und weiß nicht, wie es heute ist. Slowenien hat kurz nach der Einführung die Preise "angepaßt", Auszeichnung der alten Tolar-Preise war nur kurz. Und in Ö: Umrechnung Schilling zu Euro war 13,7603, aber Suppe im Restaurant: vorher ATS 25, dann Euro 2,50, Hauptspeise von ATS 100 auf Euro 10, also eine Verteuerung um über 37 %, aber auf den Warenkorb hat man peinlichst geachtet! Und meine Freunde aus Deutschland haben mir gesagt, das mittlerweile aus einer D-Mark ein Euro wurde (natürlich nur bei den Preisen). Einen BMW hat man vor einigen Jahren um 40.000 DM bekommen, heute kostet er halt 40.000 Euro. Auch bei uns hat man von der "gefühlten" Verteuerung gesprochen.
      Viel Grüße aus Wien, Kurt.

    • xRatio (kein Partner)
      10. April 2010 21:20

      @ Eddie R. 10. April 2010 um 19:27
      Gerade durch die Umstellung auf den EUR hatten wir direkt nach 2001 eine sehr hohe Inflation!!

      Sorry, was Sie meinen heißt nicht "Inflation", sondern Teuerung.

      Geldvermehrung und Teuerungen sind verschiedene Dinge.

      Bitte das auseinanderzuhalten, damit die Verantwortlichkeiten klar herausgearbeitet werden können.

      Für Inflationen sind die Notenbanken verantwortlich, Teuerungen sind die marktwirtschaftliche Folge.

      Ende der Durchsage. ;-)

      xRatio

    • Eddie R. (kein Partner)
      11. April 2010 00:34

      Meinen sie, es wurde in der EU seit 2001 kein Geld mehr gedruckt?? Wo kommt denn die riesige Geldmenge in der EU her die zirkuliert?? Deutschland: Die HRE Bank hat zusammen mit der Depfa Irland über 400 Milliarden EUR an Krediten vergeben und in amerik. Holzhütten investiert!! Deutschland hat in der Finanzkrise binnen 2 Tagen 500 Milliarden EUR für die Banken bereit gestellt, davon hat 130 Milliarden EUR alleine die HRE Bank bekommen....!! Wo kommt das Geld her?? Aus dem Sparstrumpf bestimmt nicht!!



      Wir haben eine Inflation der Preise und eine Deflation der Löhne in Deutschland!

    • xRatio (kein Partner)
      11. April 2010 00:59

      Nein, es wurde massenhaft Geld "gedruckt":

      http://sdw.ecb.europa.eu/quickview.do?SERIES_KEY=117.BSI.M.U2.Y.V.M30.X.1.U2.2300.Z01.E

      Das ist doch was ich kritisere.

      Ich lege aus bereits genannten Gründen aber Wert auf klare Begrifflichkeiten!



      xRatio

  17. Mag.N.Scholik (kein Partner)
    10. April 2010 19:14

    Ich möchte gerne einige Gedanken zu W.Wolf/1152h
    "Die wirklich Mächtigen (USA, China, Asien allgemein) werden sich mit Händen und Füssen wehren, einen “Neuanfang” zu ermöglichen."
    zur Diskussion stellen.

    Wiewohl geopolitische Zusammenhänge und Vorgänge immer auch wirtschaftlich geprägt sind, steht doch die Frage der Machtverteilung in dem auf uns zukommenden multipolaren System auf der Tagesordnung.

    Die Vereinigten Staaten, nicht mehr Imperialmacht, aber doch, vor allem wirtschaftlich von der Leistungsfähigkeit her und militärisch primus, und China, der Herausforderer, stehen in einer wirtschaftlichen gegenseitigen Abhängigkeit, die das politische Handeln massiv einschränkt. Das Kumulieren von US-Staatsanleihen einerseits, die Kontrolle und die Bindung des Yuan an eine feste Wechselkurspolitik andererseits sind für China ebenso notwendig wie die Kritik der westliche Handelspartner an der daraus resultiernden, ca 40%igen Unterbewertung. Diese wiederum führt zu den enormen Chancen chinesischer Exportprodukte, die ihrerseits kaum durch Sozial- bzw. Umweltkosten belastet sind.

    Doch nun scheint ein gewisses (realistisches) Umdenken bei der chinesischen Führung eingesetzt zu haben. Presseberichten nach plant Peking eine Aufwertung des Yuan um 5% ... Klar ist auch, dass die wirtschaftlich eher starke, politisch/militärisch aber bedeutungslose EU in diesen Fragne nicht einmal Diskussionspartner der "wirklichen Mächtigen" ist.

    Fazit bliebt, dass China und die Vereinigten Staaten aus dem engen Koresett der gegenseitigen wirtschaftlichen Abhängigkiet - der Markt USA ist für Peking enorm wichtig, die USA wiederum sind auf das Aufkaufen von US-Staatsanleihen durch China (und auch andere asiatische Handelspartner) zur Stützung des Dollars angewiesen - nicht ausbrechen können. Und deshalb bleibt die politisch/militärische Handlunsgfreiheit , wiewohl beidseitig öfters einmal durchaus einzusetzen ge- und erwünscht - massiv begrenzt.

    Starke Ausgangspositionen, die "Handlungsfreiheit" auf der globalen Bühne, bleiben wohl auch fortan "den Mächtigen" vorbehalten. Und Europa/die Eu wird sich weiterhin in engstirnig-gestrigem, nationalstaatlichem Denken immer weiter auf die weltpolitische und auch weltwirtschaftliche Bedetuungslosigkeit hinbewegen.
    LG N.Scholik

    • Walter Wolf (kein Partner)
      10. April 2010 20:24

      Mag.N.Scholik

      Fairerweise darf ich mein Statement vollständig anführen:

      "Die wirklich Mächtigen (USA, China, Asien allgemein) werden sich mit Händen und Füssen wehren, einen “Neuanfang” zu ermöglichen. Und wenn, dann erst, wenn deren Ausgangsposition besser ist, als für den Rest der Welt, vor allem in Europa."

      Natürlich haben Sie Recht, dass die engste Verflechtung der USA mit China auf wirtschaftlicher Ebene gegeben ist und einer Art "atomarer Pattstellung" ähnelt.
      Die jetzt zugesagte Aufwertung um 5% reicht gerade, um die Gespräche am Laufen zu halten. Gleichzeitig kaufen sich die Chinesen mit ihren US-$ langfristige Rohstoffsicherheit/Firmen. Weltweit. Aber auch das ist nur ein Tropfen auf dem heissen Stein. Der verbleibende Rest sind nach wie vor Billionen (in unserem Sinne)
      Aber was passiert, wenn die Chinesen feststellen müssen, dass die Bonds wertberichtigt werden m ü s s e n? Da werden sie sicherlich vorher handeln (müssen).

      Wo ich Ihnen voll zustimme ist, dass Europa in der derzeitigen Form nur eine Zuschauer - und damit Opferrolle- zukommen dürfte.

    • Mag.N.Scholik (kein Partner)
      10. April 2010 20:45

      @WW 2024h
      Bitte um Vergebung für die - unabsichtliche - Verkürzung des statements, die aber m.A. nach in Bezug auf meine Gedanken nicht störend war. Im übrigen scheinen wir inhaltlich voll auf einer Linie zu liegen.
      LG N.Scholik

  18. xRatio (kein Partner)
    10. April 2010 18:59

    Wo bleibt die Inflation?

    Die Frage ist falsch gestellt.

    Inflation haben wir dank verantwortungsloser Geldvermehrung durch Staat/Notenbanken längst.

    Bin mit Marc Faber für die ersatzlose Abschaffung der Notenbanken.

    http://www.freiewelt.net/video-12/marc-faber-gegen-notenbanken.html

    Dann gäbe es mit Sicherheit keine "Wirtschaftskrisen" mehr.


    xRatio

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      10. April 2010 22:29

      xRatio
      Eine in privaten Händen befindliche Notenbank kann nicht der Sinn und Zweck einer autonomen Finanz- und Wirtschaftspolitik eines unabhängigen Staates sein. Aber mit diesem Problem haben sich schon so manche Politiker kalte Füße und ihr eigenes Grab geholt!

    • xRatio (kein Partner)
      11. April 2010 00:47

      @ Albert Beronneau 10. April 2010 um 22:29

      Eine in privaten Händen befindliche Notenbank kann nicht der Sinn und Zweck einer autonomen Finanz- und Wirtschaftspolitik eines unabhängigen Staates sein.

      Habe ich "privaten" Notenbanken oder gar irgendeiner "Wirtschaftspolitik" das Wort geredet?

      Bin gegen JEDE Notenbank und jede sog. "Wirtschaftspolitik".

      Die staatlichen Dussel und (heute nicht zu vergessen ;-)) DusselInen geht das alles 'nen feuchten Kehricht an.

      Alles was Mama Staat zu tun hätte: Gewalt und Betrug, in concreto Geldfälscherei zu verhindern.

      Aber die Geldfälscherei betreibt uns Mami - perfekt getarnt durch ihre Notenbanken - ja systematisch selbst. :-(

      Gigantisch was sich allein auf dem Geldsektor seit 100 Jahren immer wieder abspielt...und von den meisten noch immer nicht, nicht mal im Ansatz erkannt wird.

      Notenbanken gehören neben Sozialismus und Islam zur größten Plage der Menschheit.


      xRatio

  19. dieter (kein Partner)
    10. April 2010 17:49

    1. Die Geldmenge ist geschrumpft, nicht gewachsen.

    http://sdw.ecb.europa.eu/quickview.do?SERIES_KEY=117.BSI.M.U2.Y.V.M30.X.1.U2.2300.Z01.E

    Ein Monetarist würde hier kritisieren, dass die ECB viel zu konservativ war und dadurch, dass sie die Geldmenge durch die Krise schrumpfen ließ, die Krise prolongierte. Das war auch Milton Friedmans Hauptanschuldigung an die FED, die seiner Ansicht nach die Große Depression verursachte, weil sie damals nicht genügend Geld druckte.

    2. Es gibt neben der Geldmenge auch eine Geldumlaufgeschwindigkeit. Der Geldspeicher Onkel Dagoberts hat keinen Einfluss auf die Preisentwicklung, solange die gelagerten Goldmünzen dem Wirtschaftskreislauf entzogen sind.

    3. Die Inflation vor der Krise hatte damit zu tun, dass die Rohstoffe wirklich knapp werden. Insofern ist zu erwarten, dass die Inflation nach der Krise wieder kommt. Mit Geldpolitik oder Klimahysterie hat das allerdings nichts zu tun.

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      10. April 2010 17:58

      @ dieter 17:49

      zu 1.: Ich kann Ihrer Argumentation nicht folgen. Über Fakten sollten wir uns aber einigen können. (Nach allen meinen Quellen ist die Geldmenge, ob nun M1 oder sonst ein Mi, erheblich gestiegen, und zwar sowohl in USD als auch in EUR.) Da müssten wir also die Fakten einmal ausser Streit zu stellen versuchen.

      zu 2.: Richtig. Und??

      zu 3.: Auch da machen Sie sich's, fürchte ich, etwas zu einfach. Also zumindest mit Geldpolitik, so scheint mir, hat es sehr wohl etwas zu tun. Auf den anderen Aspekt lasse ich mich nicht ein, ich möchte ja nicht dieses Thema auch noch aufwärmen. Aber zur Geldpolitik sollten Sie, bitte, schon etwas konkreter werden. Was denn als Geldpolitik ist es, was die Zentralbanken machen, wenn sie die Geldmenge vergrössern? (womit wir eben wieder bei Punkt 1 wären.)

    • Neppomuck (kein Partner)
      10. April 2010 18:23

      Anmerkung am Rande: Die "Federal Reserve" veröffentlicht seit 2005 keine Zahlen hinsichtlich M0 - M3.
      Was davon zu halten ist, bleibt der Phantasie jedes einzelnen überlassen.

    • gms (kein Partner)
      11. April 2010 00:07

      dieter,

      Sie führen u.a. aus: "FED .. die seiner Ansicht nach die Große Depression verursachte, weil sie damals nicht genügend Geld druckte [..] Die Inflation vor der [jetzigen] Krise hatte damit zu tun, dass die Rohstoffe wirklich knapp werden."

      Erstens: Inflation ist nicht Preissteigerung
      Zweitens: Preissteigerungen folgen auf Inflationierung, nicht umgekehrt.
      Drittens: Das Bedrucken und Verteilen von Papier ist keine Leistung, die einer Volkswirtschaft Gutes tun kann. Heute kann man Papierbedrucken auch durch Mausklicks ersetzen, aber nur sehr einfältige Menschen mögen dahinter einen Segen für die Realwirtschaft erkennen, welche idR mit Handfesterem operiert.

      Auch wenn es für manche gar unverständlich klingt: Sich mit der Maus ins Paradies zu klicken, klappt in der wirklichen Welt nicht. Die Hybris, Milliarden von Menschen liessen sich per Joystick auf den richtigen Weg dirigieren, ist typisch linke Gesellschaftsklempnerei.

  20. Peter Tichy (kein Partner)
    10. April 2010 13:29

    Ich sehe das so:
    Es gibt einfach keine steigende Nachfrage nach Konsumgütern (Asien mal ausgeklammert aber das ist mit dem dortigen Wirtschaftswachstum leicht zu brefriedigen) - daher auch weiterhin wenig Inflation (es heißt ja auch Consumer Price Index).
    Die unteren Einkommen kommen gerade über die Runden, wie sollten die mehr konsumieren.
    Der Mittelstand ist entweder schon über beide Ohren verschuldet (USA, GB) oder steckt das verbliebene Geld in die Altersvorsorge (leider wahrscheinlich die sicherste Methode a la longue sein Geld zu verlieren)
    Die Reichen haben schon alles - was sollen die schon groß (noch mehr) konsumieren - die werden mit ihrem Geld eher investieren oder spekulieren (ganz wertfrei).
    Da eine Angebots-Verknappung nicht in Sicht ist und ebensowenig eine massive Steigerung der Nachfrage tut sich bei der Inflation auch nichts.

  21. W. Mandl (kein Partner)
    10. April 2010 12:40

    Die Inflation (Aufweitung der ungedeckten Geldmenge) haben wir längst, über die unausweichlichen Folgen (Staatsbankrott oder Entschuldung der Staaten durch hohe Teuerung) sind die Experten noch uneins.

    Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang: Gregor Hochreiter: "Krankes Geld, kranke Welt" ISBN 978-3-935197-94-6

    • W. Mandl (kein Partner)
      10. April 2010 12:42

      Korrektur: Ausweitung

    • xRatio (kein Partner)
      10. April 2010 18:57

      Alles was ich von Hochreiters geldtheoretischen Ansichten kenne, ist ausgemachter Unfug.

      Hochreiter betet nur die gängigen durch und durch verlogenen Dogmen nach, die von der Verantwortung der alleinigen Übeltäter, von Staaten und Notenbanken ablenken.

      "Volkswirte" stehen aus Dummheit oder Überzeugung seit eh und jeh fast alle im Dienste der sozialistischen Ideologie. Sie reden immer und immer wieder einen Stuss daher, daß sich die Balken biegen.

      Und weil's niemand kapiert, wird's halt geglaubt.

      Credo quia absurdum

      xRatio

    • W. Mandl (kein Partner)
      10. April 2010 20:38

      @xratio

      Richtig ist, dass in Hochreiters Buch sehr wohl die unverantwortliche Geldmengenausweitung der Notenbanken kritisiert wird und Gregor Hochreiter ist auch sicher kein Sozialist. Bitte nachlesen.

    • xRatio (kein Partner)
      10. April 2010 21:34

      Es reicht nicht, daß jemand hin und wieder mehr oder weniger zufällig richtig liegt. Auch blinde Hühner finden Körner. ;-)

      Hochreiter weiß nicht, daß Geld denselben Gesetzen unterliegt wie jedes andere Gut.

      Er träumt sogar, Privatbanken könnten Geld durch Kredite vermehren.

      Wer so daneben liegt, mag an Auferstehung und wunderbare Brotvermehrung glauben, kann jedoch geldtheoretisch nicht mehr ernst genommen werden.

      xRatio

    • W. Mandl (kein Partner)
      11. April 2010 06:16

      @xRatio

      Es geht mir nicht darum, Gregor Hochreiter zu verteidigen und jeder kann die Lehre der "Wiener Schule der Ökonomie" für richtig oder falsch halten.

      Ich habe aber den Verdacht, dass Sie seine Thesen nicht verstanden haben.

  22. rossi (kein Partner)
    10. April 2010 12:19

    Es würde mich als diesbezüglicher Laie interessieren, wie ich einer Inflation am besten begegne. Ich sehe, es gibt hier etliche Fachleute, für Tipps abseits von ORF&Co wären, denke ich, viele dankbar.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 12:32

      @rossi

      Von Laie zu Laie:

      Der Entwertung des Geldes können Sie nur entgehen, wenn Sie keines besitzen. Welche Sachwerte überstehen, weiß man aber auch nicht. Edelmetalle und Immobilien können, müssen aber nicht, die schweren Jahre überstehen. Während der Inflation hilft Ihnen das auch nix, nur hinterher.
      Materialismus bringt absolut gar nix.

      Dem Elend können Sie mit Idealismus entgehen, wenn Sie Unternehmergeist, Selbstdisziplin, Pflichtbewusstsein, Fleiß, Mut, Leistungswillen und Stärke besitzen, also hauptsächlich Eigenschaften, bei deren purer Erwähnung die linken Nehmerbrigaden die Nazikeule aus der roten Sowjetflagge wickeln und um sich schlagen.

    • rossi (kein Partner)
      10. April 2010 13:15

      > Reinhard: Danke. Also am besten gelassen die Entwicklung abwarten.

    • H.F. (kein Partner)
      10. April 2010 13:31

      @ Reinhard: Mich würde ja mal interessierten welch heldengleiche Person sich hinter ihrem Account verbirgt. Sie müssen ja ein wirklich toller Hecht sein wenn sie von solch hohen Idealen tönen und diese sogleich allen Linken kategorisch absprechen - Internet Tough Guy nennt man sowas und es trifft recht oft zu.

      @ rossi: Bauen sie doch einen Bunker, legen sie Nahrungsmittelvorräte an und bewaffnen sie sich. Aluhütchen nicht vergessen.

    • Walter Wolf (kein Partner)
      10. April 2010 13:36

      H.F.

      Selten so einen fundierten Beitrag gelesen. Vor allem die 43 Argumente leuchten mir voll ein.
      Danke für Ihre erhellenden Worte. mein Wochenende ist gerettet.

    • H.F. (kein Partner)
      10. April 2010 13:43

      Danke schön!
      Ich habe versucht mich bei Niveau und Inhalt an meinem Vorposter Reinhard zu orientieren. Vermutlich kann ich seinen brillianten Argumenten nicht ganz das Wasser reichen, das positive Feedback erfreut mich trotzdem.

    • rossi (kein Partner)
      10. April 2010 15:02

      > H.F.: Ihr ewigestrigen Linken seid echt zum Knuddeln. Vor allem, wenn Ihr Euch stets auf das Nivoooooo beruft.....Macht der "erne" auch immer, faselt immer von Nivooooo oder soooo. Links sein und Niveau haben, das ist wie gebratenes Eis. So, und kläfft mal schön!

    • martin (kein Partner)
      10. April 2010 15:27

      www.jsmineset.com

    • Igo (kein Partner)
      10. April 2010 16:10

      Lieber H. F.,

      was ist daran so falsch?

      "Dem Elend können Sie mit Idealismus entgehen, wenn Sie Unternehmergeist, Selbstdisziplin, Pflichtbewusstsein, Fleiß, Mut, Leistungswillen und Stärke besitzen, also hauptsächlich Eigenschaften, bei deren purer Erwähnung die linken Nehmerbrigaden die Nazikeule aus der roten Sowjetflagge wickeln und um sich schlagen."

      Bitte argumentieren sie doch, machen sie sich doch nicht lächerlich und schlagen sie doch nicht wild um sich herum..sie gehen doch persönlich auf Kommentatoren hier los, kein wunder, dass sie sich in Gefahr bringen sich zu diskreditieren. Danke!

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 16:36

      @H.F.
      Das einzig heldenhafte an mir ist der Versuch, möglichst nicht persönlich gegen Poster anderer Meinung vorzugehen.
      Wenn Sie eine andere Variante der Kommunikation wählen, bittesehr, ist Ihre Entscheidung. Ich wünsche ihnen jedenfalls einen schönen Samstagabend!

    • H.F. (kein Partner)
      10. April 2010 17:18

      Nun wer hier vollmundig Werte predigt und sie gleichzeitig einer anderen Menschengruppe abspricht (die Linken) muss sich wohl die Frage nach den eigenen Großtaten gefallen lassen. Im Internet Leistungsbereitschaft, Stärke usw. predigen ist recht einfach.

      @ igo: Mein Kernargument ist, dass es auch genügend Menschen mit einer linken Geisteshaltung gibt die Leistungsbereit usw. sind. Übrigens recht spannend, dass sie nur mir einen Mangel an Argumenten vorwerfen, Reinhards Polemik hingegen ist in ihrem Verständnis offenbar sauber ausargumentiert.

    • Lorenz Valla (kein Partner)
      10. April 2010 17:49

      @ martin 15:27

      Danke für den Link.

      Ich habe mit Genugtuung sowohl die Entwicklung des Goldkurses (wenn auch in USD, in EUR wär es noch erfreulicher) als auch die Entwicklung des USD-Index zur Kenntnis genommen.

      Ich frage mich nur: warum machen Sie uns auf für Sie so unangenehme und Ihre Thesen widerlegende Entwicklungen extra aufmerksam? Masochist?

    • Igo (kein Partner)
      10. April 2010 17:50

      H.F.,

      zwei Paar Schuhe: sie gehen gegen einen Mitposter agressiv vor, wenn nicht sogar beleidigend, während Hr. Reinhard eine politische Richtung, Gruppe..wieimmer sie es nennen wollen angreift. Müssen sie zugeben, sind 2 Paar Schuhe..muss doch nicht sein..warum nicht dagegenhalten? Ich meine, ganz ehrlich, sachliche Argumente muss es doch auch geben und man kann sie zivilisiert vorbringen..oder bin ich da in einen schon länger anhaltenden Disput reingeplatzt?
      Nichts für ungut...

  23. Mag. Gamlich Hans (kein Partner)
    10. April 2010 11:44

    Wir leben ja längst in der deutlich spürbaren Inflation. Seit Euroland haben wir auf den Gütern des täglichen Bedarfes sicher ca. 10%!
    Es ist etwa 1,5 Jahre her, da stand der 500g-Barren Gold bei 10.000 heute bei 14.100 EUR.
    Die Verantwortlichen wissen um die Ausweglosigkeit, können aber das Steuer nicht herumreißen, weil sie es vielliecht nicht dürfen? Es lebe die Neue Weltordnung!
    http://www.kreuz.net/article.10919.html

  24. Reinhard (kein Partner)
    10. April 2010 10:50

    "Aber eine solche Enteignung passiert offenbar unweigerlich alle paar Jahrzehnte."

    Diesem Satz wohnt eine fast schon zwingende Logik inne:
    Es gibt kein grenzenloses Wachstum. Es kann immer nur dort etwas wachsen, wo vorher nichts oder nur wenig war. War dort viel, muss es vorher gerodet werden.

    Dieses Roden des Eigentums, dieses Niederbrennen der Geldwerte ist scheinbar die einzige Möglichkeit, etwas zu vermeiden was dem am permanenten Gewinn orientierten System das größte Gräuel zu sein scheint: Stillstand. Bevor das System statisch wird und sich die Welt zufrieden zurücklehnen kann, muss der Speicher niedergebrannt und der Wiederaufbau als "Wirtschaftswunder" verkauft werden. Nur so kann man die Massen am Arbeiten halten. (Auch das scheint logisch: Stillstand führt zu Faulheit - warum soll ich über Besseres nachdenken, wenn ich das Beste bereits habe?)
    Wir haben nichts mehr zu tun; es gibt zu wenig Aufträge für die Bauwirtschaft, da alle benötigten Häuser schon stehen, alle Straßen gezogen sind und die Erhaltung weniger Arbeit kostet als der Neubau. Wir verzetteln uns in sinnlosen Milliardenprojekten, Tunnelröhren und Protzbauten, um überhaupt noch jemanden zu beschäftigen. Wir müssen alle Jahre neue Knebelgesetze erlassen und neue Fördermilliarden ausschütten, um den Leuten überhaupt noch neue Aufträge zu beschaffen. Die Bahn wurde von den Kfz überholt, die Post von den e-mails und privaten Billigzustellern, ganze Verwaltungen sitzen voller selbstverwaltender Wasserköpfe nur um die wirkliche Arbeitssituation - die Hälfte an Leuten tät genauso viel schaffen - zu verschleiern.

    Der größte Teil der Arbeit wird heute bereits künstlich durch Förderungen am Leben erhalten, für die bereits die Zukunft unserer Kinder und Enkel verpfändet wurd!
    Erst wenn der Boden wieder bereitet ist für einen "Wiederaufbau" kann es auch einen "Aufschwung" geben. Vor jedem Aufstieg kommt ein Fall und in unserer schnellebigen Zeit eben ein schnellerer Sturz als noch vor hundert Jahren.
    Die Kleinen, die kein Vermögen hatten das sie in Edelmetalle investieren konnten, werden auf der Talsohle wieder mit leeren Taschen dastehen und neu aufbauen müssen; die in der Wohlstandsverwahrlosung untergegangene Motivation zur Leistung wird neu geweckt, wenn erst der Magen ordentlich knurrt und das Kind vor Hunger schreit.

    Und die, die geleistet haben? Die werden auch mit leeren Taschen dastehen, um uns macht der Sturz keinen Bogen. Aber wir werden auch leichter in einem System, in dem der, der Arbeit gewohnt ist wieder gefragt ist und in dem der, der etwas unternimmt, Erfolg haben kann, schneller und leichter auf die Füße kommen, während die in Kuckucksmentalität (Schnabel auf und die anderen müssen dich füttern) dahinschmarotzenden Jammerbrigaden im angezüchteten Elend versinken.

    Gewagte These:
    Vielleicht ist es auch besser, wenn wir unseren Nachfahren etwas zum Aufbauen hinterlassen statt einem Scheinwohlstand, den sie bereits vorfinanziert haben. Lieber eine kaputte aber schuldenfreie Hütte erben, die man wieder aufbauen kann, als eine nach außen prunkvolle aber innen schimmlige Keuschen voller schmarotzender Untermieter zu erben, auf der der zigfache Wert an Hypotheken lastet.
    Bei der ersten kann man sich Ziele stecken, vorangehen, Stolz auf seine Leistung sein und das Gefühl, etwas zu gewinnen, nach jedem Bauschritt erleben. Bei der zweiten lebt man zwar in einem schöneren Haus, zahlt aber ohne Ende für etwas, das immer älter statt besser wird, und hat irgendwann das Gefühl die ganze Zeit nur für die Banken und die Schulden der Vorväter zu schuften. Es macht nämlich einen großen Unterschied in der Motivation, ob jemand glaubt, die Arbeit bringe ihm selbst etwas oder einem anderen. Die Freude am Aufbau kann nur geweckt werden, wenn man etwas aufbaut...

    • Walter Wolf (kein Partner)
      10. April 2010 11:52

      Reinhard

      Die wirklich Mächtigen (USA, China, Asien allgemein) werden sich mit Händen und Füssen wehren, einen "Neuanfang" zu ermöglichen. Und wenn, dann erst, wenn deren Ausgangsposition besser ist, als für den Rest der Welt, vor allem in Europa.

      Wir in Europa hatten es in der Hand, einen solchen Schritt einzuleiten. Kein Auffangen von Ländern, Banken, Autokonzernen, Fluglinien etc.

      Aber welcher Politiker hält das psychisch, wie auch physisch durch?

      Der Knall muss von Aussen kommen.

      z.B.:

      England wird derzeit mit Samthandschuhen angefasst, obwohl die Rettung der Royal Bank of Scottland, samt Islanddesaster mehr Geld verschlungen hat, als Griechenland aktuell benötigen würde. Die Produktivität GBs hält einen Vergleich mit Resteuropa nicht Stand.(Erbe des Commonwealth) Das einzige, was sie international erwirtschaften, sind Finanzdienstleistungen.
      Wenn denen die Luft ausgeht, dann hätten wir Ihr Szenario.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 12:05

      Die Luft ist doch schon draußen, jetzt werden noch ein paar alte Luftballons als Lebensretter ausgelutscht, aber auch die gehen rapide zur Neige.
      Vom Versprechen, nächstes Jahr gäbe es vielleicht neuen Sauerstoff, kann ich heute auch nicht mehr überleben...

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      10. April 2010 12:21

      Reinhard,
      Sie übertreffen meinen kühnsten Pessimismus, aber so oder ähnlich wird es sich abspielen. Alle anderen Szenarien sind entweder schamlose Lügen oder der Ausdruck völliger Realitätsverweigerung :razz:

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 12:26

      Ich habe mich nie als Pessimisten gesehen, aber wenn ich mir den Lauf der Geschichte anschaue, komme ich zu dem Schluss dass Pessimisten nur Optimisten mit Lebenserfahrung sind ;-)

      Die Marschrichtung ist eingeschlagen: Bevor auch nur ein einziger Kuckuck auf einen Wurm verzichten muss, werden die immer weniger werdenden Leister immer mehr geschröpft. Steuererhöhungen in Milliardenhöhe im Gegenzug zum versprochenen arbeitslosen Garantieeinkommen - in die leeren Kassen werden Milliarden hineinenteignet und dafür -zig Milliarden verpulvert.
      Die Leister werden geschröpft, die Nichtleister gefüttert. Massensteuern werden erhöht - Preise steigen - die Nichtleister können sich weniger kaufen also sofort nachjustieren und dafür den Leistern noch mehr wegnehmen. Steigende Preise + fallende Nachfrage = fallende Produktion = steigende Anzahl Nichtleister die noch mehr brauchen = noch weniger Leister die noch mehr ausgepresst werden müssen... Die Spirale dreht sich. Und als hätten wir noch zuwenig Nichtleister (Selbstverwaltende Beamte, pragmatisierte Spaziergänger, Tachinierer und Faulenzer) schaufeln wir noch zehntausende hinzu und verordnen ihnen bestens jährlich saftige Erhöhungen ihrer leistungsfreien Bezüge, gewissermaßen als Katalysator zur Beschleunigung des Prozesses.

      Wohin führt dieser Marsch?
      Sind es die Schmarotzer, die, ungewohnt der Arbeit, ihre Forderungen mit Brutalität durchsetzen und den bösen "Reichen", die es gewagt haben vorzusorgen, das Erarbeitete streitig machen und Gewalt anwenden?
      Oder ist es der Zorn der (im Widerspruch zur marxistischen Ideologie wirklich ausgebeuteten) Mittelschicht zwischen Facharbeitern und Unternehmern, der sich gewaltsam entlädt?
      Mal sehen wer anfängt. Aber die Notbremse scheint unerreichbar und keiner unserer selbstgefühlt elitären und wohltäterischen Politschranzen ist auch nur andeutungsweise gewillt, in deren Nähe zu kommen. Zu viele Schwarzfahrer würden sich über den Ruck beim Bremsen beschweren - da lassen wir den Express lieber gegen eine Mauer fahren. Es scheint unausweichlich. Die Menschheit lernt nie aus den Fehlern anderer, auch nicht ihrer Vorfahren. So braucht wohl jede Generation ihren Krisen, ihre Kriege und ihren Aufbau.
      Vielleicht gilt aber auch dort der Satz: Es ist egal, wie oft du auf die Nase fällst, wichtig ist nur, dass du wenn du wieder aufstehst zwei Zentimeter größer bist...

    • ProConsul (kein Partner)
      10. April 2010 13:03

      Reinhard

      ausgezeichneter Kommnetar! Danke.

    • Dr. Peter Krasa (kein Partner)
      10. April 2010 14:54

      ". Wir verzetteln uns in sinnlosen Milliardenprojekten, Tunnelröhren und Protzbauten, um überhaupt noch jemanden zu beschäftigen."

      Das haben wohl schon die alten Ägypter so gemacht (machen müssen?). Angeblich gibt es mindestens eine überzählige Pyramide, die für den Begräbniskult nicht gebraucht wurde. Die Arbeiterscharen mussten nach dem Ende eines "sinnvollen" Pyramidenbaus aber weiter beschäftigt (und damit versorgt) werden. Sie nach Hause zu schicken hätte wohl zum Umsturz geführt. Vielleicht sind die "sinnlosen Milliardenprojekte", jedenfalls aus der Sicht der heute Regierenden, gar nicht so sinnlos.

      Auch Prinz Eugen hat bei Schloß Hof viel mehr Gärtner, Arbeiter, Bediente etc. beschäftigt, als für die anfallenden Arbeiten erforderlich war und er hat dies bewußt und auf Grund seiner sozialen Verantwortung für die Leute getan. Er hat dies seinem Verwalter gegenüber, der Leute entlassen wollte, auch deutlich zum Ausdruck gebracht. Das aber ist eben der Unterschied zwischen mit eigenem Vermögen sozial handeln und sozialistisch wählen.

      Warum ich das schreibe? So sehr ich Ihrer Analyse und insbesondere auch der gewagten These zustimme, so sehr mißfällt mir eine unausgesprochene Vorbedingung dieser These: sie setzt wohl einen Krieg in Europa voraus. Ein Knall von aussen ((c) Walter Wolf), der "nur" das Währungssystem betrifft, wird - so fürchte ich - nicht radikal genug sein, sondern zu einem Weiterwursteln auf immer tiefer werdendem Niveau führen - was aber aus meiner Sicht, als Alternative einem Krieg, immer noch vorzuziehen wäre.

      MfG
      P.K.

    • Walter Wolf (kein Partner)
      10. April 2010 15:43

      Dr. Peter Krasa

      "Das haben wohl schon die alten Ägypter so gemacht (machen müssen?"

      Damals waren religiöse Gründe (die Arbeiter waren keine Sklaven, sondern Arbeiter, die ihre Tätigkeit als etwas besonderes, dem Pharao Geweihtes betrachteten) wichtiger, als soziale Absicherung.

      "Das aber ist eben der Unterschied zwischen mit eigenem Vermögen sozial handeln und sozialistisch wählen."

      Vollkommen richtig!
      Aber sagen Sie das einmal einem Sozialisten!

      "Der Crash muss von Aussen kommen" Ich kann nur hoffen, dass dabei nicht die europäischen Verteidigungs/Innenminister involviert sein werden. Um es einmal so auszudrücken.

    • Kurt22 (kein Partner)
      10. April 2010 16:04

      Vereinfacht gesagt: Der Crash ist aufgeschoben, nicht aufgehoben! Und alles was verzögert kommt, kommt schlimmer und wird schwieriger, siehe Staatsschuldenabbau, Pensionsreform, usw.!

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 16:28

      @ Dr. Peter Krasa

      Eine Lösung ohne Gewalt ist immer vorzuziehen. Aber ich befürchte, dass es diese nicht geben wird.
      Von außen sehe ich weniger Bedrohung als von innen, und so scheint mir die Aushöhlung der Landesverteidigung nach außen gegen die innere Aufrüstung gegen "terroristische Vereinigungen" inklusive Totalüberwachung aller Bewegungen in realer und virtueller Welt als Zeichen, dass gewisse Kreise bereits mit einer Mobilmachung der Straße rechnen.
      Ein Bürgerkrieg scheint nicht nur eine wahrscheinliche, sondern sogar eine erwartete Zukunftsvariante darzustellen. Und wie schnell ein "antifaschistischer Schutzwall", also ein angeblich dem Schutz dienender Mechanismus, zu einer Gefängnismauer gegen die eigenen Leute umgewandelt werden kann, haben wir am Beispiel DDR wundervoll demonstriert bekommen. Am ende wurden nur eigene Leute erschossen und kein einziger imperialistisch-faschistischer Aggressor, weil es die einfach nicht gab...

      Die Frage ist, was die Parteifeudalsysteme und ihre übergeordnete, demokratisch nicht eindeutig legitimierte Europaführung vorbereiten. Sie zerstören systematisch jedes funktionierende Solidarsystem, verwandeln mündige Bürger (auch das hat man von der DDR lernen können, wie tödlich solche für diktatorische Systeme sind) während zwei Generationen in unmotivierte, schlecht gebildete und tumbe Idioten (gezüchtetes Stimmvieh, das von Almosen abhängig gemacht wird, weil es vorher enteignet wird), verpfänden die Arbeitsleistung der nächsten drei Generationen und schmeißen das Geld für Wohltaten aus dem Fenster - das sieht nach mutwilliger Zerstörung und geplantem Bankrott aus!

      Wer glaubt, die ganze Islamisten-Panik trifft den wahren Kern, der irrt. Der Feind singt nicht in Beirut von einem Minarett, sondern sitzt mitten in Europa in Ledersesseln der Zigarrenclubs. Und schaufelt den ungebildeten Bodensatz der islamischen Landbevölkerung nach Europa, um Feindbilder aufzubauen, denn wenn schon ein Bürgerkrieg kommt, sollen die Leute lieber tausend Türken an ihre Haustüren nageln als nur einen Vertreter jener mächtigen Feudalhäuser der europäischen Parteidiktaturen dort hinzuhängen, wo er hingehört - nämlich an die nächste Laterne.

      Ich weiß, eine gewagte These, aber mir fällt keine bessere ein...

    • Undine (kein Partner)
      10. April 2010 18:34

      @REINHARD, ich habe alle Ihre Kommentare sehr aufmerksam und mit größtem Interesse gelesen und ich fürchte, Sie haben mit jedem Wort recht. Jahrzehntelang wurde das FÜLLHORN über uns ausgeschüttet, geradeso, als fiele das Geld vom Himmel. In Wirklichkeit gindg das immer nur zu Lasten der jeweils nächsten Generation.Die größte und teuerste Hängematte aller Zeiten war die VERSTAATLICHTE INDUSTRIE, in der sich so unendlich Viele so ewig lange gesuhlt haben. Es hat sich als Faß ohne Boden erwiesen. Ein gerüttelt Maß Schuld an unserer Finanzmisere tragen die Gewerkschaften, die mit immer noch unverschämteren Gehaltsforderungen die Steuerzahler ausgepreßt haben.Jetzt wird uns halt die Folge dieser --vorwiegend roten Schuldenpolitik die Rechnung präsentiert. Und da wagt man es noch, Leute fürs Nichtstun zu bezahlen.

  25. Josef Maierhofer (kein Partner)
    10. April 2010 10:41

    Die Inflation steht bereits vor der Tür und alle Zinszeiger der Banken, wenn die erteilten Auskünfte richtig sind, zeigen nach oben.

    Das Desaster sehe ich kommen, wenn sie dann tatsächlich auf die Verbraucherpreise überschlägt, der Staat kein Geld mehr hat für Maßnahmen und die Pensionisten einen Laib Brot als Monatspension erhalten.

    Das habe ich schon vor einem halben Jahr gepostet, daß das Bundesministerium für Inneres bereits daran arbeiten soll für Volksküchen und Wärmestuben zu sorgen.

    Die Menschen werden reihenweise die Mieten nicht mehr zahlen können (weder die normalen, noch die steigenden gemäß Inflation) und obdachlos sein.

    Wo bleibt sie die Inflation ? Wird bald beantwortet sein, denke ich.

  26. Gennadi (kein Partner)
    10. April 2010 08:55

    Die Finanz- und Wirtschaftskrise wurde künstlich herbeigeredet, eine tatsächliche Krise bestand nicht. Anstatt gerade in dieser Zeit den Staatshaushalt - und damit auch die finanziellen Umstände der Steuer- und Abgabenzahlenden - fest im Griff zu halten und Ausgaben so knapp wie möglich zu kalkulieren, wurde überbordend subventioniert und Geld ausgeschüttet, über das niemand verfügte. Allein die Bankenförderung war Schwachsinn pur. Um nichts weniger schwachsinnig war es, konkursreife Betriebe wie die ÖBB (erhielt 2009 rund 6,8 Milliarden) und AUA (erhielt 2009 rund 1,2 Milliarden) uferlos zu fördern.

    Das verlorene Geld fehlt nun hinten und vorn. Man versucht verzweifelt, neue Steuern und Abgaben einzuführen. Allerdings nicht, um, wie ursprünglich behauptet, damit das Budget zu sanieren, sondern um weitere Mittel für oft sinnlose Subventionen zu lukrieren. Vergessen wird - man könnte eher meinen, niemand kommt auf diesen Gedanken - dass diese gesamten Belastungen wieder hereingebracht werden müssen. Hauptsächlich von der Wirtschaft, auch den Banken, wieder den Kunden auferlegt werden. Die damit neuerlich und immer stärker geschröpft werden. Über kurz oder lang ist eine Inflation damit unvermeidlich, denn das eigentliche Geld geht aus.

    Ein Wirtschaftssystem, das nur mehr auf Subventionen aufgebaut ist (typisches Beispiel, die ohne Förderungen völlig unrentable Flut an Windrädern), ein Sozialsystem, das sich dutzende Krankenkassen leistet, eine Regierung, die nicht vorhandenes Geld sinnlos verstreut = = wirklich schwer zu raten, wer damit übrig bleibt.

    • Franz Ferdinand (kein Partner)
      10. April 2010 09:34

      "Die Finanz- und Wirtschaftskrise wurde künstlich herbeigeredet, eine tatsächliche Krise bestand nicht."

      Ich verstehe nicht allzu viel von Wirtschaft, aber war nicht der Credit Crunch, ausgelöst durch das Platzen der Immobilienblase in den USA, durchaus real?

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      10. April 2010 09:38

      Gennadi
      Ich stimme Ihren Ausführungen voll und ganz zu. Aber der erste Satz kann wohl nur ironisch gemeint wesen sein ;)
      Künstlich herbeigeredet wird jetzt ein angeblicher Wirtschaftsaufschwung und das alles so weitergehen könne wie gehabt!

    • Neppomuck (kein Partner)
      10. April 2010 10:17

      Z' Tod gfurcht'n is a g'storb'n.
      Wirtschaft geht mit Stimmung einher. Stimmungen sind im Wesentlichen von Vertrauen abhängig. Ähnlich ergeht es den Währungen.
      Vertrauen ist die Minimalsituation des Risikos.
      Das Platzen diverser "Blasen" ist die Folge der zahlreichen Fehleinschätzungen hinsichtlich der Sicherheit aufbewahrten Geldes. Inwieweit die "Anlagegewaltigen" des Geldwesens offenen Auges (und offener Brieftaschen - siehe Boni) den Weg zur finanzpolitischen Hölle, der wie alle diese Wege mit "guten Vorsätzen/Versprechungen" gepflastert waren und sind, beschritten haben, wäre eine gesonderte Betrachtung wert.
      Man muss schon die Frage stellen können, wie es möglich ist, dass höchstbezahlte und bestausgebildete (noch nie gab es so viel "Gelehrte" wie heute) Funktionäre (die manchmal eher mäßig funktionieren) derart viel Mist bauen können, bzw. dürfen. Überraschungen dünken mir da geheuchelt.

      Dieses (siehe oben) "Vertrauen" herzustellen wäre Aufgabe der Regierenden, die sich aber zur Zeit darauf beschränken, gegenüber den Mitbewerbern am "politischen Markt" Misstrauen zu säen. Was allerdings auch auf den jeweiligen Verursacher zurückfällt und somit das kollektive Vertrauensniveau ganz allgemein absinken lässt.
      Überdies sind z.B. die angedachten Steuerneueinführungen, -Erhöhungen und etliche "relaunches" in Sachen Zwangsabgaben (Rürup: "Steuern sind Zwangsabgaben ohne Anspruch auf Gegenleistungen.") alles andere als geeignet, eine wünschenswerte Vertrauensbasis herzustellen.

      Die von allzuvielen Wahlkämpfen und Umfrageergebnissen vernebelten Gehirne(?) unserer Leiter und Lenker bräuchten also Denkanstöße.
      Einer davon wäre, die bei uns so vollmundig als "bestfunktionierend" hingestellte Demokratie ernst zu nehmen und einen gemeinsamen Kraftakt in die Arena des Staatszirkus' zu setzen, der auch wieder eine Besinnung auf das 'Gemeinsame' (Wohl) zulässt.
      Dann sollte der Schritt vom Himmel* zur Hölle° (+ 2-3 % * oder - 2-3 % ° Wirtschaftswachtum) nicht unmöglich sein.
      Sollten die diversen Hexenküchen der politischen Lager dazu nicht in der Lage sein, wäre es verdienstvoll, wenn eine Plattform wie hier eine Art "Ideenpool" dazu begründen könnte.
      Unter Verzicht auf parteipolitisch motivierte Unsachlichkeiten, versteht sich.
      Dann hätten die "elder statesmen" (und -women, selbstverständlich) zumindest die Ausrede nicht mehr, dass ihnen aus Zeitmangel (das politische Tagesgeschäft, ach ja) Wissensressourcen verschlossen geblieben wären.

    • Franz Ferdinand (kein Partner)
      10. April 2010 10:38

      Mir kann auch keiner erzählen, dass die Absolventen der besten Wirtschaftsschulen die Krise nicht vorhersehen konnten. Mir kommt es manchmal vor, dass die Akteure bewusst mitgespielt haben, damit sie möglichst viel einstreifen bevor es zum Knall kommt. Das gilt vor allem für die USA, hier in Europa waren wir alle (Wirtschaftspolitiker inkl.) eher eingelullt von unseren Sozialsystemen, die die wirtschaftlichen Realitäten vernebelt haben.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 11:05

      @Neppomuck


      "Das Platzen diverser “Blasen” ist die Folge der zahlreichen Fehleinschätzungen hinsichtlich der Sicherheit aufbewahrten Geldes."

      Das sehe ich genauso, möchte nur eines ergänzen: Und der Fehleinschätzung hinsichtlich der Wertentwicklung von Sachwerten (z.B. Immobilien).
      Wir sehen es ja selbst: Versuchen's heute mal ein Haus zu dem Preis zu verkaufen, den Sie vor 10 Jahren hingeblättert haben. Fehlanzeige: es wurde viel zu viel gebaut und über Knebelgesetze und Förderbedingungen viel zu viel bezahlt für nicht wertsteigernde "Extras".
      Auf manchen Häusern lasten Hypotheken, die den Wert der Immobilie weit übersteigen, und da die Eigner mit Zinszahlungen und ständig aufgezwungenen Nachinvestitionen zur Rettung der Robbenbabys und des Weltklimas vollkommen ausgeblutet werden, bleibt kein Geld für wirklich werterhaltende und -steigernde Investitionen. Und so sinkt der Wert in Wirklichkeit, denn auch Häuser verlieren ihren Wert ohne Pflege!
      (Und wer vermietet, darf noch froh sein, wenn er seinem Mieter nicht die Umstellung auf Energiesparlampen finanzieren oder eine bessere Küchenmaschine kaufen muss. In unserer Siedlung stehen zwei vermietete Häuser, wo der Eigner monatlich ein Wochenende aus Wien anreist um Rasen zu mähen, Hecke zu schneiden und seinen Mietern schön brav zu Diensten zu sein, auf dass sie beim Grillen eine schöne Aussicht genießen können...)

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      10. April 2010 14:37

      @ Gennadi:

      Die österreich. staatliche Bankförderung wird dem Bürger nichts kosten, sofern die Banken das vom Staat gewährte Partizipationskapital zurückzahlen können. Wenn nicht, werden dem Staat Beteiligungsquoten zufallen.

      Und die außerordentliche Staatshaftung für Einlagen, Sparbücher u.ä. ist ja - zumindest bei bei den großen Banken - nicht schlagend geworden.

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      10. April 2010 14:58

      @ Gennadi, Berichtigung:

      Dass dem Staat Beteiligungsquoten automatisch zufallen, ist ein Versehen meinerseits. Meines Wissens - nach gründlicherem Nachdenken - hat man eben gerade verabsäumt, derartige Konditionen auszubedingen.

      Allerdings dürfen die Banken auch keine Gewinnbeteiligungen auszahlen, wenn das Partizipationskapital nicht bedient werden kann. Was bedeutet, dass auch die Inhaber von Bankaktien in die Pflicht genommen werden.

    • xRatio (kein Partner)
      10. April 2010 19:11

      @ Franz Ferdinand 10. April 2010 um 09:34
      Ich verstehe nicht allzu viel von Wirtschaft

      Ist weder nötig noch nötig, von einer Pseudowissenschaft namens "VWL" viel zu verstehen.

      Gesunder Hausverstand reicht.

      Wer weiß was ein Tauschgeschäft ist und warum es zustande kommt, weiß bereits alles was er theoretisch wissen muß.

      xRatio

  27. Amtsbekannt (kein Partner)
    10. April 2010 08:54

    Wenn einfach die Gewichtung des "Warenkorbes" immer wieder verändert wird, sprich:
    Elektronik wird stärker gewichtet, Öl oder Mieten schwächer, so lässt sich auch damit einiges machen.
    Und genau dies geschieht.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 09:24

      Das stimmt - der Warenkorb gaukelt uns vor, wir müssten nur Monitore essen und Druckertinte trinken, und schon ließe es sich immer billiger leben...

    • rossi (kein Partner)
      10. April 2010 12:13

      Die Drucker wären ja ein billiger, ballaststoffreicher Schmaus, allerdigs kämen Sie beim Trinken mit einem !862er Laffite wesentlich billiger als mit Druckertinte.

    • Kurt22 (kein Partner)
      10. April 2010 16:14

      Über die billiger werdenden Reisen nach Fernost freut sich meine 88-jährige Mutter jede Woche beim Einkauf ihrer Lebensmittel :-)
      Und um nicht zu vergessen: der Preisverfall bei Laptops ist auch nicht ohne!

    • Undine (kein Partner)
      10. April 2010 18:43

      Ich erinnere mich noch gut, als wir in die EU hineingelogen wurden. Wie oft wurde damals betont, um wie viel billiger dann das SALZ und das SCHLAGOBERS werden würde! :-)

    • Kurt22 (kein Partner)
      10. April 2010 20:02

      @Undine: Und erst die Milch! Die Bauern können zwar nicht mehr davon leben, aber Billa, Hofer usw. verdienen gut daran, und die Bauern stützen wir halt mit Steuergeld, das haben´s doch gut gemacht, die Herren (und natürlich auch die Damen) in Brüssel! Und a bisserl a Provision fürs Weiterleiten der Steuergelder wird man doch noch eintstecken dürfen!

  28. Leopold Fried (kein Partner)
    10. April 2010 07:43

    Solange die Krise nicht in einen neuen Boom übergeht, halte ich deutlich steigende Verbraucherpreise für unwahrscheinlich.
    Die Geldmengensteigerungen werden mE überschätzt: Wenn jemand (z.B. China) auf de facto uneinbringlichen Schulden (Staatsanleihen) sitzt, und auch wenn diese ständig mehr werden, hat das überhaupt keine Auswirkung auf die realwirtschaftliche Nachfrage. Und ohne steigende Nachfrage wirkt das Geld nicht inflationstreibend.
    Japan weitet die Geldmenge seit 20 Jahren massiv aus, trotzdem herrscht dort eher Deflation als Inflation. Ich vermute, daß der Westen auf demselben Weg ist: Stagnation auf allen Ebenen, auch bei den Preisen.

    • Gennadi (kein Partner)
      10. April 2010 08:58

      Nicht glaubwürdig, da der immer höhere Druck an Steuern und Abgaben irgendwo wieder hereingebracht werden muss. Kein Vergleich mit ostasischen Staaten, die gänzlich andere Wirtschaftssysteme haben. Österreich ist weder China noch Japan.

  29. Paige (kein Partner)
    10. April 2010 07:30

    Bei einer drohenden Inflation reagieren wahrscheinlich viele so, dass sie ihr Erspartes noch schnell ausgeben. Damit steigt die Nachfrage. Die Konjunktur wird angekurbelt, ein weiteres künstliches Wachstum wird erzeugt und letztlich steigen auch die Preise.

    http://www.boerse-express.com/pages/673481/673481/print

    Wenn die Leute ihre Ersparnisse auf den Markt werfen, ist ja noch mehr Geld in Umlauf.

    Um die Preise niedrig zu halten, wäre es da nicht besser, den Konsum zu verweigern?

    • Phaidros (kein Partner)
      10. April 2010 08:23

      Ich verstehe diese Zusammenhäge ehrlich gesagt nicht: das Ged ist doch sowieso in Umlauf, oder etwa nicht? (Bis auf die in Matrtzen gehorteten und in Telefonbüchern versteckten Beträge).

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Paige (kein Partner)
      10. April 2010 08:47

      Na ja, kommt drauf an, was damit gekauft wird. Ich verstehs ja auch nicht. Ich möchte bloß wissen, ob ich mir noch einen Alfa mit 170 PS kaufen soll, bevor alles vorbei ist :-)
      So ein Auto verliert ja sehr schnell an Wert ...

    • Gennadi (kein Partner)
      10. April 2010 08:59

      Wenn der "Sparstrumpf" in Zeiten der Krise geleert wird, dann aber sicherlich nicht zur Ankurbelung des Konsums. Das ist ein Märchen.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 09:20

      Auch das war ja dieses Phänomen der Deflation vor der Inflation in den 20ern: Schnell das rapide an Gegenwert verlierende Geld in haltbare Ware umtauschen. Eine Scheinkonjunktur, die dann endet, wenn die Sparstrümpfe leer und die Kopfkissen ausgeschüttelt sind...

    • Paige (kein Partner)
      10. April 2010 09:30

      Aber Gennadi, das habe ich ja nicht gemeint. Die Inflation ist zur Zeit sehr niedrig. In Erwartung einer höheren Inflation - nicht zuletzt deswegen, weil sie von sämtlichen Experten an die Wand gemalt wird - könnte es sein, dass die Leute gewisse Anschaffungen vorverlegen, weil damit zu rechnen ist, dass sie später viel teurer bzw. unerschwinglich sein werden.

      Wenn mit dem Geld Wertanlagen gekauft werden, so ändert sich dadurch natürlich nichts. Es könnte aber auch sein, dass viele denken, jetzt gönne ich mir noch was, bevor das liebe Geld gar nichts mehr wert ist. Das könnte aber erst recht die Inflation antreiben. Das frage ich mich halt. Ist das Gerede von einer drohenden Inflation gar Absicht, um genau dieses Verhalten zu bewirken? Die Österreicher jedenfalls haben auf die Finanzkrise mit Konsumsteigerung reagiert. Die Baumärkte boomen, die Möbelbranche verzeichnet Umsatzzuwächse. Jetzt richten sich die Leute ihre Häuser her und gönnen sich noch schnell eine neue Küche oder Ähnliches. Vielleicht bunkern sie sich ein? Jedenfalls wird weniger gespart.

      Die Krise, die Sie meinen, kommt erst. Sie entsteht durch Staatsinterventionismus und hemmungsloser Schuldenpolitik. Irgendwann heißt es so wie in Griechenland: rien ne va plus. Dann MUSS gespart werden. Die auf Diät gesetzten Speckmaden werden auf die Straße stürmen und alles kurz und klein schlagen, rauben, morden und plündern. So gesehen wäre es ja auch besser, man hat dann nichts mehr, dann ist man wenigstens vor Raub und Totschlag sicher.

    • Albert Beronneau (kein Partner)
      10. April 2010 09:59

      Paige
      Und die künftig auf Diät gesetzten Speckmaden gibt es in Überzahl, aber vielleicht überlegt sich dann mancher, dass es sich als selbstversorgender anatolischer Bauer leichter und gefahrloser überleben läßt :razz:

    • Paige (kein Partner)
      10. April 2010 10:17

      Beronneau, eine Gewerkschafts- oder ÖBB-Made wird nie ein selbstversorgendes Bäuerlein. Mit Speckmaden meine ich sicher nicht die armen Hunde, sondern die verfilzten und privilegierten. Diese mobilisieren zunächst die Straße und dann wird geraubt. Es wird genommen, was noch da ist. Das machen sie ja jetzt auch schon so. Es ist vielmehr so, dass dies jeder erwartet und die Angst davor der Hauptgrund für die irrwitzige Umverteilung auf Kosten des gewöhnlichen Steuerzahlers (der keine Lobby hat) ist ...

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 10:45

      @Paige

      Vollkommen zu unterschreiben!
      Man sieht es doch jetzt schon: genau diese Speckmaden und ihre schmarotzenden Freunde sind es doch, die schon jetzt vor laut herausgeschrienen Forderungen heisere Kehlen bekommen.

    • Kurt22 (kein Partner)
      10. April 2010 16:20

      @Paige08:47: Bei umwerfenden 0,0625 % (Volksbank) ist der Anreiz zum Sparen ja wohl nicht sehr groß, da macht der Alfa sicher mehr Spaß. Noch dazu weiß ich bei einem Auto, wieviel Wertverlust ich in den nächsten Jahren habe, beim Geld.......??

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 16:38

      @Kurt22

      Und nicht vergessen nochmal ein Viertel KESt abzuziehen... ;o)

    • Paige (kein Partner)
      10. April 2010 17:38

      Na ja, Kurt22, bei der ING-DiBa sinds noch 1,75% beim Direktsparen. 0,0626% sind wahrscheinlich die Habenzinsen bei einem normalen Girokonto. Die lagen immer schon im Promillebereich ... :-)

    • Undine (kein Partner)
      10. April 2010 18:51

      Wenn ich mir so unsere SPECKMADEN anschaue, kann ich mir vorstellen, daß die von ihren Speckreserven ihr Leben lang recht, recht gut zehren können. :-)
      Ich will ja keine Namen nennen, aber die Liste wäre sicher sehr lang........:-)

    • Kurt22 (kein Partner)
      10. April 2010 18:59

      @Paige17:38: Nein, ist Tatsache, gibt´s ganz offen im Internet zu lesen, auf ein Sparbuch 0,0625 %, stand bis vor kurzer Zeit sogar noch auf der Internetseite. Mit solchen Dingen scherze ich nicht!

    • Paige (kein Partner)
      10. April 2010 19:33

      Kurt22, sorry, dass ich es nicht geglaubt habe, aber das ist ja wirklich unfassbar ...

      Undine, ich glaube, wir denken da eh an die selben ;-)

    • Kurt22 (kein Partner)
      10. April 2010 20:05

      Paige: Sorry für das 2-malige "Internet", wollte Ihnen den Link dazu schreiben, jetzt trauen sie sich das nicht mehr im Internet zu schreiben.

  30. Heri (kein Partner)
    10. April 2010 07:20

    Meiner Meinung nach hat A.U. auf die Automatisierung vergessen. Diese hat vor mehr als 150 Jahren begonnen und ist jetzt schon so weit in alle Bereiche vorgedrungen, dass die Produktion der meisten Güter einfach keinen Aufwand (abgesehen von Energie/Strom) bedeutet.
    Dadurch wird der Laib Brot immer zu einem "vernünftigen" Preis geliefert werden können. Denn der Wettbewerb sorgt dafür bei minimalem Profit liefern zu müssen und das heißt einfach niedriger Preis (bzw. der Preis der sich von der Mehrheit geleistet werden kann).
    Damit ist aber auch klar, dass sich immer alle, alles leisten werden können. Wie im Schlaraffenland.
    Siehe Japan: Verschuldung ist zig-fach höher als in Österreich und trotzdem Deflation. Da haben wir noch einige Jährchen vor uns um in den Zustand Japans zu kommen... :-)

    • Heri (kein Partner)
      10. April 2010 07:22

      Zusatz: Natürlich stimme ich A.U. zu, dass das Geld sich neue Kanäle sucht. Und damit die Gier nach mehr Zinserträgen zu weiteren Blasen führt.
      Nur stimme ich A.U. NICHT zu, dass es jemals zu einer Inflation kommen kann, bei der Leute verhungern können (der erwähnte Laib Brot von A.U.)

    • Gennadi (kein Partner)
      10. April 2010 09:01

      "Dadurch wird der Laib Brot immer zu einem “vernünftigen” Preis geliefert werden können"

      Unverständlich. Verhgessen werden die rapide zunehmenden Rohstoffpreise für Nahrungsmittel, durch die ständig steigende Flächennutzung für "Bioenergiemasse". Die per se wieder zu einer höheren Umweltbelastung führt, mit negativen Auswirkungen auf die Landwirtschaft.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. April 2010 09:22

      Stimmt - siehe unten. Ich glaube, dass besonders die Lebensmittelpreise anziehen werden, da unser Brot aus Getreide gebacken wird, dass größtenteils aus dem Nicht-Euro-Ausland kommt. Rasselt der Euro in den Keller, treibt das die Preise für die Rohstoffe nach oben.
      Dieser Effekt ist bereits an den Tankstellen spürbar.

  31. Igo (kein Partner)
    10. April 2010 07:03

    Ja, stimme ich Dr. Unterberger zu: ähnlich wie in Orwells "newspeak" werden die, die "gut" waren, konservative Werte fröhnten, sich was abgespart haben die "Dummen" sein, gleichauf mit den Abseilern und Verweigeren, denen, die nichts an der Gesellschaft beitragen und beigetragen haben und dann als die "Gescheiten" dastehen. Der Teufelskreis in der Mentalität der Leute hat ja schon begonnen, besonders in Österreich und Europa: wozu den überhaupt den noch etwas anfangen, sich etwas trauen, wenn man mit lavieren und Gerade-so-Durchkommen auch über die Runden kommt.
    Aber, eigentlich sehe ich die Inflation als das einzige Regulativ, dass den Wahnsinn stoppen kann, der da heisst: Grundeinkommen, überhöhte Pensionsansprüche, Familiengelder an jeden und für jeden...alles wird als gottgegebenes Recht angesehen, daran darf nie und nimmer gerüttelt werden. Gut, man wird sehen, wo und wann unser Staat seinen Eisberg kennenlernen wird.
    Eine Schraube, die sich aber nicht mehr weiterdrehen lässt ist der Leitzins: zwischen 0 und .25 % Das heisst, Banken kriegen Geld zum Nulltarif in den USA. Es gibt keinen Fallschirm mehr...

  32. Reinhard (kein Partner)
    10. April 2010 06:36

    Die Inflation des Goldpreises beträgt momentan etwa 30% innerhalb von 9 Monaten.
    Für mich als Laien klingt das nach einer neuen Blase. (Obwohl ich Gold auch weiterhin für eine brauchbare Anlageform halte, da es zwar im Wert sinken, aber nie wertlos werden kann. Ich glaube aber nicht, dass der Gewinn von Dauer sein wird. Hier ein gerücht und dort eine getürkte Analyse, und schon verkaufen die Anleger mit Hang zur "schnellen Mark" panisch das Zeug und der Preis segelt wieder abwärts...)

    In einem TV-Bericht über die WW-Krise der 20er Jahre habe ich gesehen, dass dem Totalabsturz eine kurze Zeit des grundlosen Optimismus durch Höhenflüge von Aktien und Edelmetallen sowie eine spürbare Deflation vorangingen. Aber vielleicht hab ich das auch falsch verstanden.
    Jedenfalls überzeugt mich nicht ein einziges der uns von den grinsenden Pfuschern an der Staatsspitze vorgeheucheltes Optimismuspartikel. Ich erachte sie für grundlos und erwarte die deftigen Preissteigerungen, beginnend bei saftigen Erhöhungen der Massensteuern und Gewinnabzügen durch den Staat über Preissteigerungen bei Importware durch Währungsverfall. Da unsere Landwirtschaft nur noch 2% des BIP erwirtschaftet kann man davon ausgehen, dass sie uns nicht ernähren kann und deswegen Lebensmittel nach den Spritpreisen ebenfalls im Preis anziehen werden.

    Wir werden nicht wie in den Dreißigern auf der Straße stehen, aber der Wohlstand wird zusammenbrechen und die Frage, was heute am Tisch steht, eher davon abgelöst werden, ob heute etwas am Tisch steht. Und die Politik wird diesen Vorgang beschleunigen - durch Enteignung und den Versuch, aus leeren Gießkannen Wohltaten über ihre Klientel zu schütten. Und da die in den Medien hochgepuschte Krise dazu führt, dass immer mehr nach staatlichen Eingriffen in Banken und Unternehmen schreien, wird es den Parteifeudalherren auch noch leicht gemacht, sich mit dem Vermögen anderer als Wohltäter hinzustellen.

    Ich bin als einfacher Dienstleister und EA-Rechner ein betriebswirtschaftlicher Embryo und deswegen schon auf die Postings der Experten sehr gespannt!





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