ORF II: Kleine Kirchen-Schlappe mit großen Folgen

Noch ein kleiner Nachtrag zum ORF: Auffällig ist, dass ausgerechnet jener bürgerliche Kandidat nicht die Mehrheit in seiner Kurie geschafft hat, der einen katholischen Stempel trug, nämlich Clemens Steindl vom Katholischen Familienverband.

Das muss der Kirche zu denken geben. Auch wenn Steindl nur um 150 Stimmen hinter dem SPÖ-Promi-Arzt Meryn zurückliegt. Auch wenn in anderen Kategorien zwei Kandidaten sogar mit weniger Stimmen als Steindl das Rennen geschafft haben.

Das Ergebnis zeigt aber sehr wohl die geringe Bedeutung das Adjektivs “katholisch”. Die katholischen Verbände mit ihren angeblich Hunderttausenden Mitgliedern haben nicht einmal den Versuch einer Mobilisierung zustandegebracht. Und dort, wo für Steindl Werbung gemacht worden ist, hat man geradezu peinlich darauf verzichtet, bürgerliche Kandidaten aus anderen Bereichen zu nennen, welche man in einer Art Gegengeschäft ebenfalls unterstützen hätte können, damit Steindl auch in den anderen Bereichen unterstützt wird.

Zugleich dürfte der Kirche – oder genauer: Steindl – in Zusammenhang mit dem ORF noch etwas auf den Kopf gefallen sein: nämlich die Politik, die der offizielle, aber nie gewählte Kirchenvertreter, Franz Küberl, seit Jahr und Tag in den ORF-Gremien macht. Er hat sich im Zweifel immer auf die Seite der Linken und nie auf die bürgerliche geschlagen. Genauso wie Küberl im ORF immer nur die Interessen der Caritas und der Zuwanderungslobby, aber nie die eigentlichen Anliegen der Kirche vertreten hat. Das war wohl kein sonderlicher Anreiz, einen weiteren Exponenten der Kirche in den ORF zu wählen. Von dem man ja nicht wissen konnte, ob er ein zweiter Küberl ist. Obwohl er die Kirchenanliegen zweifellos viel besser als Küberl vertreten würde.

Vielleicht findet in der katholischen Kirche Österreichs doch einmal eine tiefgreifende strategische Analyse statt, die sich mit folgenden Fakten auseinandersetzt: Die Kirche ist organisatorisch schwach, sie weiß nicht, wo im öffentlichen Raum ihre potentiellen Verbündeten stehen, sie stößt diese lieber vor den Kopf. Als Ergebnis steht sie heute als Kaiser ohne Kleider da. Was der Kirche in allen ihr wichtigen Anliegen nicht weiterhelfen wird.

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  1. Karl Bauer

    Mir ist das Ergebnis hinsichtlich der Personen klar. Clemens Steindl ist farblos, still, und seit Jahren den meisten Menschen unbekannt. Der Doktor Meryn hingegen ist mir als sich überall anbiedernde Figur aufgefallen. Auch in Zeitungen und im ORF ist er sehr oft aufgetaucht, wo er oft nur Gemeinplätze von sich gab. Er ist also vielen Menschen bekannt. Ihn hat die jahrelange subversive Propaganda der Sozialisten hinauf katapultiert.

    Von diesem Herrn Meryn erwarte ich mir keinen nennenswerten Nutzen für das ORF-Programm und die Zuseher und Zuhörer. Das Wischiwaschi haben die eh schon geübt.

  2. Michael Schödl

    Clemens Steindl wird sich trösten, es ist aber eine vertane Chance des katholischen Lagers. Was hat Merin als Arzt, mit Familienpolitik zu tun, außer, daß ihn die Kinderfreunde ins Rennen geschickt haben? Da wäre Steindl wesentlich praxisorientierter unterwegs gewesen.

  3. Aurelianus

    Höchst erstaunlich wie ein ganz eindeutiger und klarer Artikel über die exuistentiell gefähredende organisatorische Schwäche katholischer Organisationen, zur allgemeinen Darlegung individueller Glaubenskrisen führen kann. Nicht uninteressant, aber bestürzend dabei z.B. die Auslassungen einer Frau Beatrix, die offensichtlich im Besitz des unfehlbaren Wissens Berufsverbote höchst einseitig ausspricht, von einer krankhaft anmutenden Männerphobie geleitet sich gegen durchaus gemäßigte und berechtigte Zurechtweisungen mit einer zwar in wohlformulierten Worten, aber dennoch aus dem Jauchekübel der dummdreisten Einseitigkeit stammenden “Argumentation” verwahrt. Ihre Arroganz und unglaublich eloquente Borniertheit ist die Basis jedwedes Fundamentalismus.
    Vielmehr ging es in dem zugrundeliegenden Artikel um das Versagen des katholischen Vorfeldes, welches ja an kläglichkeit kaum zu überbieten ist. Dutzende Vereinchen, die oft nicht größer sind als ihr aus Kirchenbeiträgen finanziertes Büro, haben nichts anderes zu tun, als sich entweder gegenseitig zu belauern, oder in unfassbarer Hybris neue, bibelferne “Gottesbilder” höchst widersprüchlicher Art zu propagieren. Jeder einigermaßen mit den Grundlagen des Glaubens bewanderte Kleriker wird mit Hilfe der freimaurerischen Medien fertiggemacht und hinweggefagt. Sie alle, inklusive eines höchst permissiven Hirtenamtes tragen dazu bei, dass niemend mehr weiß, wofür die Kirche eigentlich steht und wohin sie die Menschen führen will. solange man sich hierarchisch nicht von diesem intriganten Gelichter z.B. der sogenannten “katholischen” Aktion (als nur ein Beispiel von vielen) befreit, wird die Stimme der Kirche weder gehört, noch gar ernstgenommen werden.

    • Johann Scheiber

      Dem ist wohl nichts hinzuzufügen!

    • bart

      Zur Funktionsweise der Medien in diesen Zusammenhängen seien folgende Worte des Maurergesellen (und nebenbei katholischen Theologen) Herbert Vorgrimler zitiert:

      „Man bräuchte Journalisten, die diesen Pater [Pater Wild, der zu seinem Verhängnis kein Maurer-Konformist ist] ausfindig machen und aufspießen.“ (Pater Wild )

      http://www.kath.net/detail.php?id=23999

  4. beatrix

    Die Kirche hat generell massive Probleme, vor allem bedarf es endlich einer gründlichen Erforschung und Analyse, was die pädophile Neigung so vieler ihrer Hirten betrifft. Die Kirche hat sich historisch und erneut mit großer Schuld beladen, denn bislang vermochte sie gegen die Pest des Kinderschändens in ihren eigenen Reihen so gut wie nichts zu unternehmen. Offenbar wird mit größtmöglicher Hartnäckigkeit an Strukturen festgehalten, welche noch immer dem Mittelalter näher sind als einer aufgeklärten Gesellschaft mit Achtung vor dem Menschen.

    Der üblicherweise und gerne mit Schamgefühlen wegweisenden Kirche steht ihre eigene Schamlosigkeit gegenüber, vor allem was ihr pädagogisches Verhältnis zum Kind betrifft. Dieses “Verhältnis” verdiente schon längst schonungslose Beförderung ans Licht der Öffentlichkeit und konsequenterweise eine Generalächtung, denn inzwischen fällt schon buchstäblich jedem auf, welche Neigungen in abgeschotteten spirituellen Herrenzirkeln triebfedern.

    Kirchliche Männerorden sind in der Regel homo- und pädophil durchseucht, sowie die meisten (fast alle!) rigoros gleichgeschlechtlichen Männerbünde. Selbst bei solchen, die sich nach außen hysterisch “homophob” gebärden, wie etwa zur Nazizeit die SA, die SS, et al., oder heute radikal islamische Gesellschaften, war und ist deren schwul-päderastisches Innenleben System.

    Kirchliche Päderastie, (die letztlich auch vor kleinen Mädchen nicht halt macht), ist heute immer noch ungebrochen vital, aber mittlerweile deutlich ins Bewusstsein der Menschen und der gesamten Öffentlichkeit gelangt. Es fällt schwer, eine Institution zu respektieren, der wiederum der Respekt vor der (kleinen) Kreatur fehlt, die diese sogar mit System schändet und gleichzeitig hypokritisch so tut, als sei das Zölibat ein ehrenhafter Verzicht auf ein Geschlechtsleben und Familie.
    Fein ausgedacht ! Die Lüge ist die Mutter aller Sünden !
    Fragt sich nur, bei wem die Kirche ihre Beichte ablegen will….

    • Eleasar

      Wissen Sie eigentlich, wie oft verheiratete (!) Männer Kinder sexuell mißbrauchen? Ist Ihnen schon zu Ohren gekommen, daß in den Vereinigten Staaten protestantische Pastoren häufiger in sexuellen Kindesmißbrauch verstrickt sind als katholische Priester? Ist Ihnen entgangen, wie häufig sexueller Mißbrauch an öffentlichen Schulen geschieht, und derselbe auch vertuscht wird?

      Ihre Behauptung, die Kirche schände mit System Kinder ist geradezu absurd, das könnte man auch von öffentlichen Schulen behaupten.

      Abhilfe könnte man allgemein schaffen, indem man das längere Alleinesein von Männern mit einem einzelnen Kind einfach vermeidet, das wäre durchaus möglich, das gilt aber für Erziehungseinrichtungen allgemein. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit der Beichte- dafür gibt es Beichtstühle!

    • M.P.

      Die Kirche erscheint in Vielem schrecklich. An Gott zu glauben ist irgendwie verrückt. Aber: wie sähe es ohne Kirche auf der Welt aus? Nicht an Gott zu glauben, ist noch viel verrückter… Ohne Kirche, diese Kirche, so wie sie ist, gäbe es wohl keine Mutter Theresa, keinen Jägerstätter, keinen Maximilian Kolbe, etc. Und auf die kommt es an. Penibel all die – zugegebenermaßen schrecklichen – Verfehlungen aufzuführen, um die ganze Institution durch den Kakao zu ziehen, ist nicht zielführend. So etwas nennt man auch das Kind mit dem Bade ausschütten. Vieles ärgert mich wahnsinnig in der Kirche, vieles läßt mich leiden, vieles ist sicher nicht (mehr) im Sinne Jesu. Aber noch viel unerträglicher sind mir die leichtfertigen Kritiker/innen der Kirche. Polemik ist einfach und billig und wird keinen Menschen besser machen.
      Aber bitte auch keine Aufrechnungen von Verbrechen. Menschen sind Individuen, jeder einzelne für sich verantwortlich, jeder für sein eigenes, das durch jenes eines Anderen natürlich nicht zu rechtfertigen ist! Deshalb brauchen wir ja alle die Barmherzigkeit und die Vergebung. Mit dem Finger auf andere zeigen fällt auf den Fingerzeiger zurück.

    • Phaidros

      Ohne Kirche, diese Kirche, so wie sie ist, gäbe es wohl keine Mutter Theresa, …

      Die Kirche und ihr Umfeld sind sicher ein Sammelbecken für solche Menschen, aber wie Sie weiter unten schreiben

      Menschen sind Individuen, jeder einzelne für sich verantwortlich,

      und daher glaube ich, dass es sie immer geben würde – die Kirche «produziert» sie nicht. (siehe z.B. Karlheinz Böhm).

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • beatrix

      Eleasar

      Sie benützen ein typisches Abwehrargument und verweisen reflexartig auf verheiratete, kinderschändende Männer. Wollen Sie Kinderschändung in der Kirche deshalb legitimiert sehen, nur weil auch säkulare und verheiratete, oder protestantische Männer auch zu diesem Verbrechen neigen ?

      Gerade die Kirche hat eine besondere Position inne und somit auch eine besondere Verantwortung : Sie will eine Seelsorgeinstitution sein, wobei tausende ihrer Seelsorgehirten sich vielmehr der Seelenvernichtung verschrieben haben.

      Vielleicht ringen Sie sich doch auch einmal einen sensiblen Gedanken zugunsten der Kinderopfer ab, anstatt frömmelnde Ungeheur zu schützen..

    • beatrix

      M.P.

      Auch Ihre Abwehrreaktion ist befremdend. Stellen Sie bitte nicht Gott und Kirche gleich, es wäre doch eine Beleidigung für Gott, (dem die Kirche möglicherweise sogar unbekannt ist…). Die Kirche ist eine von Menschen organisierte und verwaltete Institution, die, abgesehen von ihren zahlreichen säkularen Agenden, für sich auch moralische Superiorität beansprucht.

      Dabei hätte die Kirche historische Aufarbeitung in jeder Hinsicht bitter nötig, doch verweigert und verdrängt sie eine solche. Sie stellt sich nicht ihren Fehlern und Verbrechen, denn offenbar hält sie sich für unfehlbar, was beinahe einer Gotteslästerung gleichkommt.
      Das humanitäre Engagement der Kirche in Ehren, das inhumane in allen Unehren!

      Die Kirche ist alles andere als eine Einrichtung für Individualentfaltung! Deshalb zeichnet die Kirche als Institution auch verantwortlich für die Verbrechen, die aus ihr heraus geschehen. Sie haftet für den Missbrauch ihrer angekündigten, Gott und den Menschen dienenden Mission.

      Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, auch und gerade den Kirchenfreunden.
      Wenn diese sich hartnäckig weigern, Unrecht zu erkennen und zu verurteilen, frage ich mich nach der Qualität und Integrität der moralischen Prinzipien, die diese vertreten.
      Die Lüge ist die Mutter alles Sünden! Auch Verdrängung ist eine Lüge ! Und darin ist die Kirche Weltmeister.

    • M.P.

      @beatrix: Ihre seltsam einseitigen Ansichten gehen wahrscheinlich auf bedauerliche persönliche Erlebnisse im Umfeld der Kirche zurück. Ich bezweifle gar nicht, daß dieser Ärger auch wohlbegründet ist. Leider fehlt mir in Ihren unhaltbaren Pauschalverurteilungen aber ein Mindestmaß an Differenzierung, das es verdienen würde, daß man sich damit eingehender auseinandersetze.
      Man merkt, daß Sie die Kirche wohl schon lange nur mehr von außen betrachten. Es gibt innerhalb der Kirche sehr viel Betroffenheit, sehr viel Suche nach Wahrheit und natürlich auch viele Irrwege. Natürlich ist die Botschaft der Kirche nicht nur eine Botschaft der Liebe (ein immens hoher, daher oft nicht adäquat erfüllter Anspruch), sondern natürlich auch eine Botschaft der Freiheit. Wer sich von der dümmlichen Hetze der Medien und des mondänen Geschwätzes davon abhalten läßt, die Kirche in ihrer Realität von innen kennen zu lernen, weiß natürlich nichts von dieser Realität. Schauen Sie einmal die Apsis des Stephansdoms von außen an, da sehen Sie an der Stelle nur graue Flächen mit vagen Farbtupfern. Gehen Sie aber hinein, erstrahlen diese mittelalterlichen Glasfenster in einem wunderbaren Glanz. Erleben Sie Kirche von innen, dann werden Sie merken, daß nichts von dem, was Sie da so pauschal dahinschreiben, gerechtfertigt ist.
      Ich unterstelle Ihnen aber sicher keine Unehrlichkeit. Sie sind sicher von dem, was Sie schreiben, überzeugt und haben respektable Gründe dafür. Ich könnte Ihnen die Gründe, weshalb ich die Kirche ablehnen wollte, hier gar nicht alle aufzählen. Ich glaube auch, daß es bestimmte Teile dieser Kirche gibt, die mit Gott nicht viel zu tun haben. Aber über 2.000 Jahre hat diese unvollkommene und manchmal unerträgliche Institution geschafft, das Wesentliche der Botschaft herüberzuretten. Wenn Sie das nicht anerkennen wollen, dann sind Sie den fundamentalen Gegnern dieser Institution halt auf den Leim gegangen. Ich glaube nicht, daß Sie dafür zu verurteilen sind, aber vielleicht bringen Sie sich dadurch um eine Dimension, die Ihr Leben einigermaßen bereichern könnte.
      Wie gesagt, in Glaubensfragen ist es unmöglich zu diskutieren. Ich will (und kann) Sie ganz sicher nicht überzeugen. Wenn Sie aber eine Waage nehmen, in deren eine Schale Sie die kirchlichen Unzukömmlichkeiten und in deren andere Sie die Werke großer kirchlicher Ausnahmeerscheinungen legen, dann besteht kein Zweifel, daß letztere unendlich viel schwerer wiegen. Natürlich rechtfertigen diese nicht eine einzige Untat, die im Namen Gottes begangen worden sein mag, aber umgekehrt darf das Böse nicht das viele Gute auslöschen. Sonst hätte das Böse ja das letzte Wort, und das glaube ich definitiv nicht.
      MfG.

    • beatrix

      M.P.

      Ich darf Sie ersuchen, von Anzüglichkeiten wie persönlichen Mutmaßungen, was meine Motivation zu bestimmten Ansichten betrifft, in Hinkunft Abstand zu nehmen.

      Anlass für meine Kirchenkritik sind die jüngsten Aufdeckungsfälle von massiven Kinderschändungen in Deutschland (Jesuiten), den ungeheurlichen Vorfällen in den USA, in Irland, etc.. Wohin man blickt, stößt man auf flagranten Missbrauch des “Seelsorgeamtes”. Möchte wissen, was es da zu beschönigen gibt…

      (Mein) Fazit : Klerikalen Brüdern dürfen – wegen erhöhter Gefahr des Missbrauches – keinerlei Erziehungsaufgaben mehr übertragen werden.

      Mein Rat an katholische Gutmenschen : Entwicklung einer Empathie für die kindlichen Missbrauchsopfer sowie einer Rechtslogik, die osolches Triebtäterverhalten rigoros verurteilt.

      Und bitte keine abstrakten Verharmlosungsgleichnisse mehr ! Auch auf Belehrungen möchte ich sehr gerne verzichten, da ich den Status der Mündigkeit genieße. Und welche “Dimensionen” mein Leben bereichern könnten oder nicht, geht Sie eigentlich überhaupt nichts an.
      Wollen Sie das respektieren ?

    • M.P.

      @beatrix: Achtung, Verfolgungswahn! Wo lesen Sie denn “Anzüglichkeiten” heraus? Wenn man sich erlaubt, eine Institution, die unzählige außergewöhnliche Menschen hervorgebracht hat, wegen einiger schwarzer Schafe pauschal der Verdammnis anheim zu stellen, dann muß man sich schon auch gefallen lassen, daß solche Unverhältnismäßigkeiten in Frage gestellt werden. Wenn Sie meinen Beitrag richtig lesen, dann werden Sie auch erkennen, daß absolut nichts beschönigt wude, im Gegenteil. Ich hasse nur unlautere Verallgemeinerungen! Auch habe ich Sie nirgends belehrt und wenn ich es wollte, würde ich es mir nicht nehmen lassen. Sie werden lachen, ich achte jedes einzelnen Menschen Mündigkeit, Selbständigkeit und Verantwortungsbewußtsein zutiefst. Genau deshalb erlaube ich mir auch, zuweilen differenziertere Betrachtungsweisen zur Diskussion zu stellen. Ich glaube kaum, daß ich einen so freien und mündigen Menschen wir Sie auch nur im geringsten beeinflussen könnte. (Das gestehe ich übrigens auch allen jenen Menschen zu, die sich freiwillig und ohne jeden Zwang zu einem Glauben bekennen, ob ich diesen nun teile, oder nicht.)
      Und der für meinen Geschmack nun schon einigermaßen überstrapazierte und pauschalisierende Begriff des “Gutmenschen” – ob katholisch oder nicht, sollte vielleicht langsam auch differenzierenderen Ausdrücken weichen, meinen Sie nicht? Ich gehöre im übrigen ganz sicher nicht zu der im allgemeinen unter diesen Begriff subsummierten Menschengruppe. Ich versuche aber auch Menschen, deren Meinung und Anschauung ich nicht teile, mit Respekt zu begegnen!

    • ViennaCodePoet

      @Die Kirche ist moralisch, mental, spirituell, politisch und programmatisch am Ende.
      Starker Tobak, die These kann in konservativen Landgemeinden wie z.B. Arbesbach im Waldviertel auf anschaulichste überprüft werden – stimmt.

    • ViennaCodePoet

      misplaced post – gehört zum unteren Thread

    • Erwin Tripes

      @beatrix:
      Ich bin regelmäßig begeistert über Ihre zwingende Sachargumentation.
      Was bildet sich M.P als vermeintlicher defensor fidei eigentlich ein?
      Unverschämt im Austeilen, mimosenhaft schon im Zulassen widersprechender Sachargumente. Siehe:
      „ Ihre seltsam einseitigen Ansichten gehen wahrscheinlich auf bedauerliche persönliche Erlebnisse im Umfeld der Kirche zurück. Ich bezweifle gar nicht, daß dieser Ärger auch wohlbegründet ist. Leider fehlt mir in Ihren unhaltbaren Pauschalverurteilungen aber ein Mindestmaß an Differenzierung, das es verdienen würde, daß man sich damit eingehender auseinandersetze.“

      Passt etwas nicht ins M.P.-Konzept oder fehlen Argumente, schwingt er /sie sofort die Pauschalverurteilungskeule, womit er/sie dann glaubt, besonders sachlich zu sein, wenn etwa mit dem ungeheuerlichen Vorwurf des Verfolgungswahns gleichsam der Gang zum Psychiater angeraten wird, um zum gerechten und wahrhaften Glauben hinzufinden.

      Die Behauptung von M.P: „Ich versuche aber auch Menschen, deren Meinung und Anschauung ich nicht teile, mit Respekt zu begegnen!“ ist, wie aus diesen Blogs ersichtlich, leider nur vorgegaukeltes Wunschdenken.
      Leider benötigen noch viele Menschen – es werden aber immer weniger – einen dogmatischen Glaubenszwang, Himmel und Hölle samt jüngstem Gericht, etc., um als (kleine) Schafe etwas zum Anhalten zu haben, weil sie meinen, nur fremderlöst werden zu können.

      Einfach widerlich, dieser süßlich-belehrende, neurotische Missionseifer.

    • Albert Beronneau

      @ beatrix, M.P.
      Ich lese Ihre Beiträge immer mit großem Interesse und zumeist auch mit Zustimmung. Umsomehr schmerzt mich dieser heutige Diskurs mit teils überflüßigen persönlichen Untergriffen.
      Über Glaubensfragen kann man nicht sachlich diskutieren oder sie endet so wie diese heutige.
      Ich bin kein tiefgläubiger Katholik aber ich respektiere den tiefen Glauben von Hunderten Millionen von Christen und es würde mir nicht einfallen, durch die Überbetonung einer Reihe unappetitlicher Vorgänge in dieser Gemeinschaft diese zu diskreditieren oder verächtlich zu machen.
      Leider schaffen andererseits die christlichen Religionen, der Islam sowie das Judentum durch ihren Alleinvertretungsanspruch und der damit verbundenen Intoleranz gegenüber Andersgläubigen immer wieder sehr großes Leid über die Menschheit, was sie dann bei solchem Fehlverhalten, wie von Beatrix aufgezeigt, besonders angreifbar macht.

    • M.P.

      @Albert Beronneau: Cher ami, ich danke Ihnen für diese, wie ich meine, hilfreichen Worte, denn natürlich haben Sie vollkommen recht, daß man über Glaubensfragen nicht diskutieren kann, denn mehr als bei sonst irgend einem Thema spielen subjektive Wahrnehmungen hier eine Rolle, die sehr leicht für absoluten Wahrheit genommen wird. Ich versuche ja auch gar nicht, zu “diskutieren”. Dazu kommt dann noch, daß man die Worte des vermeintlichen Gegners durch die eigene Brille filtert und dann nur das versteht, was man verstehen möchte. Ein besonders krasses Beispiel für diese Engstirnigkeit ist Erwin Tripes, der alles so uminterpretiert, wie es seinem Vorurteil gegenüber Christen entspricht.
      Ich kann mich auch gar nicht ganz einfach als “Glaubender” bezeichnen, ich ringe vielmehr um diesen Glauben, weil ich natürlich auch nicht blind gegenüber bestehenden Mißständen bin und dennoch erahne, daß da ein Weg zur Wahrheit möglich ist. Pauschalverurteilungen, -verdächtigungen und Vorurteile wie ich sie u.a. hier zuweilen lesen muß, bestärken mich auch regelmäßig darin, daß die Christenverfolger nicht recht haben können. Eine Annäherung an das Thema per Umkehrschluß. Ich will ganz sicher niemanden überzeugen, überreden oder gar missionieren. Daß so mancher es aber so zu verstehen glaubt, läßt natürlich Rückschlüsse auf bedauerliche Erfahrungen der Betroffenen zu, was diese dann meistens wütend abstreiten (s. beatrix oben), obwohl das ja kein Angriff, sondern der Versuch einer Erklärung ist.
      “Il n’y a pas pire sourd que celui qui ne veut pas entendre..:” :-)

    • beatrix

      Erwin Tripes

      Ich bin erleichtert, dass Sie mich verstanden haben sowie Sie auch die moralisierende Befindlichkeitsstrategie manches Kirchenverteidigers durchschaut haben.

      Für alle Entrüsteten Folgendes : Wäre das Maß der esoterischen Verblendung nicht jedesmal ein so großes Sichthindernis, würde ihnen aufgefallen sein, dass ich nie über den Glauben geschrieben habe, sondern ausschließlich über die Institution Kirche und ihre kriminellen Elemente.
      Kirche-Glaube-Gott – jedes ein Kapitel für sich. Gott braucht übrigens keine Kirche oder gar einen Vatikan mit seinen Call-Boys.

      Und Ihre geheuchelten Schmerzen, Albert, bringen mich lediglich zum Grinsen. Reißen Sie sich zusammen !

    • beatrix

      M.P.

      Ihr verzweifeltes Ringen um den Glauben juckt hier keine Seele.
      Machen Sie das mit sich selber aus und stellen Sie sich offenen Auges und klaren Verstandes der Institution Kirche und den von ihr beherbergten Verbrechern.

      Ihr intimes Glaubensdilemma ist für diesen Diskurs völlig bedeutungslos.

    • Johann Scheiber

      Beatrix, das war jetzt aber nicht notwendig, dass sie auf der Schleimspur von Herrn Tripes ausrutschen.
      Ich bin sprachlos, nicht entrüstet.

    • M.P.

      @beatrix: gelesen und für keines weiteren Kommentares wert befunden.

    • Erwin Tripes

      @ beatrix, ich habe Sie von Anfang an verstanden und größten Respekt vor klugen Frauen, die ich, diesbezüglich in männlicher Minderheit befindlich, auch immer beruflich gefördert habe.

      Bedauerlich ist jedoch nicht, verfolgt man im Gegenstande die weiteren Blogs, daß auch wir hier mit wenigen Ausnahmen eine Minderheit darstellen, sondern daß viele sich selbst in einem“ Kasteldenken“ einsperren und damit ihre Konzepte nicht loslassen können und auch bereit sind, diese selbstreflektierend bloß einmal ohne Bewertung anzusehen. Dann könnte man viel mehr zulassen. Das ist doch auffällig.

      So muß ich jedes Mal darüber lächeln, wenn zB. M. P. meint, ich sei ein erklärter Gegner des Christentums, nur weil ich keiner monotheistischen Religion angehöre. Dabei finde ich diese Ethik, läßt man die drei ersten, mMn geistig einengenden und daher hinderlichen Gebote weg, wirklich leidverhindernd. (freilich könnte man dazu einige Anmerkungen anbringen, die aber hier zu weit führten).
      Frage: Könnte es nicht sein, daß gerade Herr Scheiber auf meiner „Schleimspur„ (wohlweislich erläutert er nicht, und schlägt auch nur um sich) ausgerutscht ist und sich nur mit Ihnen verwechselt?
      Ich bin mir sicher, Sie bleiben wie Sie sind und freu mich einfach darüber.

      Übrigens, meine Adresse: e.tripes@aon.at und
      Liebe Grüße

    • Eleasar

      @beatrix
      Mit KEINEM Wort habe ich Kinderschänder verteidigt, habe sogar aufgezeigt, wie man Abhilfe schaffen könnte. Ihre Anschuldigungen sind gemein und unnütz, denn Sie helfen dadurch keinem Mißbrauchsopfer.

    • Albert Beronneau

      M.P. 11:33
      Danke lieber M.P., schließe mich an, das Grinsen könnte einem vergehen aber der Humor bleibt, bei diesem Kommandoton dürften die geheuchelten Schmerzen jedoch bald in echte ausarten. Reiße mich daher fürderhin gehorsamst zusammen und bin glücklich es in diesem Falle nur mit einer virtuellen und anonymen Person zu tun zu haben. Zum Glück habe ich mit Frauen sonst fast keine Probleme :D Würde mich freuen, mit Ihnen in Kontakt zu kommen!

    • walter g. heimerl

      Und Otto Mühl war in der kirchenfernen Medien überall der große Künster. Paymann hat ihm in der Burg noch großen Auftritt verschafft und je linker die Resonanz, umso freundlicher. Seine Sexchose im Friedrichshof war weitgehend bekannt und beliebt. Aber sie stand unter der hilfreichen Schutzhand eines starken Mannes mit einer starken Partei mit absoluter Mehrheit und parteiwillfährigen Rechtsprechung.
      Wenn man jetzt nach 30 Jahren einige verdächtigte Priester im Auge hat, genügt das schon, eine ganze große Kirche zu beschuldigen. Wer behauptet, im jeweils eigenen Umfeld gäbe es ähnliche Verfehlungen nicht, ist nicht ernst zu nehmen. Leider gelingt es immer wieder diversen Dunkelmännern, unerkannt einzuschleichen und eine ganze Organisation in Verruf zu bringen.
      Und noch etwas: Manche Seiten sind höchst ambitioniert, aus jedem kleinsten Verdacht eine große Story zu machen. Wenn man die angeblichen Verfehlungen der letzten 2000 Jahre in der ganzen Welt zusammenzählt, giebts einen Riesenhaufen. Die tatsächlichen Sünden sind schon deutlich weniger, aber noch immer viel zu viele. Aber: Die Kirche weiß genau, dass sie aus vielen Sündern besteht. Immer wieder bestrebt zu sein, diese Sünden zu bereuen, Gutmachung zu leisten und ein besserer Mensch zu werden- das ist die Aufgabe und das Ziel von wahren Christen.

    • beatrix

      Chapeau !, Herr Heimerl, der Spagat Kirche-Mühl war jetzt olympionik!

      Tatsächlich besaß auch Mühl seine “Kirche” und seinen Orden. Und seine Schäflein.

      Die Kunstmacher unserer modernen Republik hatten übrigens immer ein Faible für besonders begnadete Gurus, zb neben Papst Mühl auch den Häfendichter Jack Unterweger. Aber der hat ja nur ein paar Huren umgebracht, darum wurde er von der linken Schickeria in den Heiligenstand erhoben – nach seiner Läuterung und vor seinem Rückfall. Tzzz, so kann’s hergehen.

  5. VIKTOR

    Ich bin Katholik aber kein religiöser Fanatiker.Ich gehe nicht jeden Sonn-und Feiertag in die Kirche,wenn ich aber einen Gottesdienst besuche,schätze ich Hochämter.
    Voriges Jahr habe ich eine Anzahl von Haydn Messen in der Jesuitenkirche besucht,eimal mit einem Australischen Freund,der bereits seit einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten ist.Bei anderen Messen konnte ich ausländische Besucher beobachten,wie z.B.eine Gruppe von Japanern,die sicher keine Christen waren,da sie nur als Zuhörer dort gestanden sind.Sie alle waren von dem Hochamt in dieser wunderschönen Barockkirche begeistert.
    Wir Europäer können auf unsere Kirchenkultur stolz sein,es gibt diesbezüglich nichts vergleichbar Schöneres.Auch unsere herrlichen Kirchenbauten,seien sie nun romanisch,gotisch,barock oder in einer anderen Kunstrichtung sind einmalige Kunstwerke.
    Wir alle würden ohne dieser christlichen Entwicklung in unseren Ländern,nicht so wie heute leben können,wir würden genau so dastehen wie andere Bloßfüssige dieser Erde.Wir haben,ob gläubig oder nicht,einen unglaublich großen Schatz zu verteidigen und auszubauen,der dieses Europa auch zukünftig zusammenhalten
    wird.
    Das alles hat aber nicht hauptsächlich und unbedingt mit der innerkirchlichen Entwicklung zu tun.Neben vielen begeisterten Jugendlichen (ich war bei der Papstmesse
    in Mariazell und habe diese fesche und motivierte Jugend gesehen und bewundert),gibt es große Probleme die gelöst werden sollten:
    Die Einsetzung von Frauen als Priesterinnen (was die Evangelischen erfolgreich machen,werden doch auch die Katholiken zusammenbringen).
    Die Erlaubnis für Priester heiraten und eine Familie gründen zu können.
    Die Kirchensteuer in Österreich und Deutschland,die wir einem gewissen Herrn Hitler zu verdanken haben,der damit Kirchenaustritte bewirken wollte.Heute ist dies erreicht worden.Es gibt in anderen christlichen Ländern andere Finanzierungssysteme der Kirche,die gut funktionieren
    Wir leben in einer sich rasant entwickelnden Welt.Wer nicht zurückfallen will,muß seine Systeme den Notwendigkeiten anpassen,auch die katholische Kirche.

    • VIKTOR

      Tut mir leid,heißt:Bloßfüßige

    • Eleasar

      Ich denke, daß die Kirchensteuer ohnedies in einigen Jahren anderen Finanzierungsmodellen weichen wird, denn die Taufe ist nicht mehr selbstverständlich, und die ältere Generationen werden abtreten.
      Die Fixierung der Kritiker auf Zölibat und Frauenpriestertum finde ich ärgerlich.

      Das Problem ist nicht der Priestermangel, sondern ein Mangel an praktizierenden Katholiken. Eine Aufhebung des Zölibats wäre fatal, der Klerus würde noch mehr verweltlicht. Dazu kommt ein höherer finanzieller Aufwand und womöglich gibt es dann nach einigen Jahren geschiedene Priester. Einen Mann, der “um der Liebe willen auf Liebe verzichtet” (Klaus Berger) halte ich für viel glaubwürdiger, als einen Familienvater.

      Auch das sog. Frauenpriestertum kann keine Probleme lesen. Es ist nicht nur unerlaubt, sondern überhaupt ungültig. Man muß eben einsehen, daß der Herr Jesus Christus ein Mann ist, weil er Mensch geworden ist. Die Kirche hat folglich keinerlei Vollmacht, Frauen zu weihen. (Bei der “Church of England” hat genau das zu Massenübertritten zur Katholischen Kirche geführt).
      Wohlgemerkt: Die Weihe ist prinzipiell ein Gnadengeschenk, niemend hat ein “Recht” darauf, auch kein Mann. Selbstverständlich ist klar, daß Männer und Frauen die gleiche Würde haben. Schon im 13. Jh. haben Frauen an päpstlichen Hochschulen unterrichtet, der Vorwurf der Frauenverachtung ist ziemlich daneben.

    • Phaidros

      Man muß eben einsehen, daß der Herr Jesus Christus ein Mann ist, weil er Mensch geworden ist. Die Kirche hat folglich keinerlei Vollmacht, Frauen zu weihen.

      Naja, wenn man es so betrachtet muss man aber sagen, dass Gott für ein Geschlecht entscheiden musste, denn sonst hätte nicht Mensch werden können. Daraus eine Besserstellung abzuleiten ist schon etwas kokett – ich glaube nicht, dass die Mannwerdung Christi von Gott so gemeint gewesen sein kann.

      Nebenbei: wenn man so argumentiert, darf überhaupt niemand anderer als Christus zum Priester geweiht werden, da ja niemand anderer Christus ist. Jedes Unterscheidungsmerkmal wäre bereits hinderlich: keine Kleinen (denn Gott ja einen Großen zu seinem Sohn gemacht) – oder eben umgekehrt. Keine Dicken (denn Jesus war ja schlank), keine Naturglatzen (denn Jesus hatte Haare), keine Frauen (denn Jesus war Mann) …. passt irgendwie ganz gut in die absurde Kette.

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • beatrix

      Eleasar

      Ihre biologistischen Schlüsse bezüglich des Mannstums Jesu’ und der hiermit (versuchs-)transportierten Superiorität des Mannes ist natürlich eine unhaltbare Anmaßung.

      Und wenn Sie schon wollen, darf ich daran erinnern, dass das Mannstum Jesu ein sehr androphiles und Jesus (vielleicht deshalb) auch kein großer Nachkommenserzeuger gewesen ist. Genau wie Mohammed, der trotz seiner 14 Frauen kaum Nachkommen erzeugte. Der hatte eine Lebenspartnerschaft mit 12 männlichen Aposteln, der andere 14 Ehefrauen. Beide Propheten waren so gut wie unfruchtbar, dafür historisch fruchtbringende Erbväter, deren männliche Nachfolger Millionen Menschen in den grausamen Tod trieben, sei es durch intellektuelle Verfolgung, Glaubenskriege, Folter, medievalen Aberglauben (Voodoo), Terrorismus, etc…

      Offenbar hat sich die Kirche (mit Zölibat, Priestertum, Männerorden, Frauenorden) selbst der Unfruchtbarkeit verschrieben, indem sie systematisch (fruchtbare) Frauen ausgrenzte. Ja, hat denn das der schöpfungsfreudige liebe Gott so gewollt, frage ich ? Diese rigorose Geschlechtertrennung, der auch der fundamentale Islam so energisch huldigt ? (Wie schwul ist Gott ?)

      Oder ist da etwa gar der Teufel am Werk, der fromme Männlein zu frommen Männlein führt, und den frommen Männlein auch beflissen die Kindlein zuführt??
      Der Abrahamitischen Trinität ist Vieles gemeinsam, aber eines ganz besonders : ein pathlogischer Frauenhass! Und jetzt bitte nicht wieder lügen, das mag die Wahrheit nämlich nicht..!

      Die Kirche ist moralisch, mental, spirituell, politisch und programmatisch am Ende.
      Und was tut sie dagegen ? Sie biedert sich mit ihrer katzbuckelnden Restenergie dem Islam an, dem letzten spirituellen Menschheitsvernichter..

    • Gennadi

      Beatrix, ich meine, Sie sollten Ihre Ausführungen spezifizieren. Etwa nicht bloß “Kirche” schreiben, sondern “katholische Kirche”. Es gibt genügend christliche Glaubensgemeinschaften mit völlig unterschiedlichen Praktiken.

      Wo sehen Sie übrigens Frauenhass? Da haben Sie die christliche (nicht katholische) Lehre gründlich missverstanden. Die Umdeutung Jesu in jemanden, der den Familienverband ablehnt, Frauen als untergeordnet betrachtet und nicht verheiratet gewesen wäre, ist auch erst später und aus paulinischer Richtung erfolgt.

    • walter g. heimerl

      Feierlicher Gottesdienst mit Barockpracht wird gelegentlich als Gratismusikabend angesehen. Japaner sind ganz wild darauf. Aber ich finde: Großartige Musik kann den Gottesdienst entweihen, wenn die Kunst den Mittelpunkt darstellt. Aber die Frauenfrage zum Zentrum der Änderungswünsche zu machen, wäre falsch. Was hat die Frau Knoll der evangelischen Kirche gebracht? Gelächter, Scheidung und Grauslicheres. Di Änderung muss aus dem Innern jedes Christen kommen.

  6. Segestes

    Küberl ist fürs Küberl.

    Und auch als außenstehender Agnostiker, scheint mir der Herr seiner Glaubensgemeinschaft mehr zu schaden, als zu nutzen.
    Letztendlich genau so ein Blindgänger wie Krenn, nur eben aus dem linken, statt rechten Eck der Kirche.

  7. grauerkritiker

    Steindl : Meryn – 150 Stimmen zu Gunsten des Arztes. Der Arzt hilft sehr oft wirklich, die Kirche sehr oft nicht wirklich… Der Wahlsieg der ÖVP? Wahrscheinlich haben da viele Schwarzseher mitgemischt…

  8. Rechter

    Wo katholisch draufsteht, ist oft LINKS drinnen.

    Habe vor Jahren ein paar mal die Sonntagsmesse besucht. Das als Predigt bezeichnete Gesudere war kaum zu ertragen. Habe das dann wieder eingestellt. (Aber die vor 1900 [!!!!] gebauten Kirchen sind innen sehr schön und erbaulich, in dieser Welt, die seit 1918 systematisch verhäßlicht wird.)

    • J.Raab

      @Rechter:
      Sie haben nicht ganz unrecht, seien Sie jedoch ein wenig nachsichtiger mit den Priestern. Sie sind auch Kinder dieser unserer Zeit und können nicht aus ihrer Haut.
      Im übrigen eignet sich die Predigt bestens für ein stilles Gebet, wenn man dem “Gesudere” nicht lauschen wollte.

    • Melusine

      Auch der “TONI” Anton Faber , Dompfaffe zu ST. Stephan lehnt sich ziemlich weit aus dem Fenster , einstiger Kanditat für die Tanzsterne der ORFlöcher , kann aber auch ein Gerücht sein, aber seine Umtriebigkeit bei der A,B,C,D Schickeria könnte dafür sprechen. Auch der Abschuß des Bischof Kurt Krenn könnte für die Schlappe verantwortlich sein. Gott seis befohlen !

    • Marianne

      Ihr Beitrag ist kurz, prägnant, großartig und dürfte von einem Schöngeist stammen, was den Geschmack über diese unsere Welt betrifft. Die Jahrhunderte vor 1900 und auch das 19. und 20. Jahrhundert werden total unterschätzt.

  9. LAO

    “Die Kirche ist organisatorisch schwach, sie weiß nicht, wo im öffentlichen Raum ihre potentiellen Verbündeten stehen, sie stößt diese lieber vor den Kopf. Als Ergebnis steht sie heute als Kaiser ohne Kleider da. Was der Kirche in allen ihr wichtigen Anliegen nicht weiterhelfen wird.”

    –> Stimmt, und ich finde das sehr positiv. Allerdings nutzt das wenig, wenn andere religiöse Richtungen wie etwa der Islam an Bedeutung in diesem Land gewinnen.

  10. Alexander Renneberg

    @bart

    einen strafenden gott…..

    wo doch schon das fegefeuer abgeschafft wurde….

    lieber herr bart, ich denke und glaube, dass es einen guten gott gibt, einen allmächtigen, und das schließt aus, dass es sich um einen strafenden handeln könnte.

    das würde auch alles ad absurdum führen, denn gott gab den menschen den freien willen, was wiederum bedeutet, dass gott kein strafender sein kann, denn das würde der allmacht und dem freien willen widersprechen.

    • Johann Hochstöger

      Na ja, mit Drohbotschaften läßt sich noch immer leichter Druck erzeugen als Freude per Frohbotschafen.

    • bart

      @ A.R.

      Fegefeuer ist nach wie vor Lehre der katholischen Kirche, bitte im Katechismus (1030 ff.) nachlesen. Folgende Frage stellt sich: wenn es keinen strafenden Gott gibt, dann ist ohnehin alles egal (siehe auch Dostojewski). Ich kann dann ungerecht und gottlos sein, wie ich will. Wenn Gott ein harmloser Hans Wurst ist, gibt es auch keine Gerechtigkeit.

    • Alexander Renneberg

      @bart

      wenn gott sich entschieden hat, menschen freien willen zu geben, dann kann er in seine schöpfung nicht eingreifen, denn das würde der allmächtigkeit widersprechen.
      gott kann sich nicht korrigieren!

      denken sie tatsächlich oder ist es in ihrem glauben verankert, dass es einen gott gibt, der sagen wir mal ich würde jemandem ernstlich schaden daraufhin mit einem fingerzeig dem alexander r. ein pankreaskarzinom schickt?

      ich für meinen teil glaube an einen guten, verzeihenden gott, nicht an einen strafenden, das besorgt bei uns die legislative & jurisprudenz. dazu braucht es keinen gott.

      denn jeder, egal woher er kommt, kann zwischen gut und böse zwischen licht und schatten unterscheiden. (außer er wäre krank im sinne des ICD 10)

      Und nein, es ist nicht alles egal. aber auch dazu braucht es keinen strafenden gott, sondern das bereuen der eigenen fehler. die reflexion darüber, den klaren und aufrichtigen willen es das nächste mal besser zu machen.
      scheitern ist erlaubt. klüger werden auch.

    • M.P.

      @bart: Die göttliche Gerechtigkeit hat mit unseren irdisch-menschlichen Vorstellungen davon wahrscheinlich sehr wenig zu tun.
      Wieso wollen Sie denn unbedingt an einen strafenden Gott glauben, wenn Ihnen Barmherzigkeit und Vergebung angeboten wird?
      Eines ist sicher: am Jüngsten Tag werden wir alle große Überraschungen erleben…

    • M.P.

      @bart: und wenn Sie schon unbedingt ein “Gericht” brauchen: am ehesten glaube ich, daß wir mit jenem Maß gemessen werden, das wir in diesem Leben an andere anlegen, das steht übrigens so ähnlich auch in der Bibel: Röm 2,1

    • Josef Falk

      @M.P.: Wenn Sie schon Röm 2,1 zitieren, dann lesen Sie doch auch einmal Röm 1,18.

      Wenn man schon die Bibel zitiert, dann muss man schon die ganze Bibel nehmen und darf sich nicht nur die Rosinen herauspicken.

    • johann scheiber

      Der natürliche Mensch, aber auch der Mensch in den Gesetzesreligionen, also z.B. Juden, oder Mohammedaner, brauchen das Gesetz, um sich zu orientieren, um leben zu können. Denn durch das Gesetz kommt die Erkenntnis der Übertretung,, der Sünde. Daher muss in der Welt das Gesetz, das Gericht, die Strafe sein, sonst bricht Chaos aus.

      Der geistige Mensch, der Christ, richtet seinen Gedanken so auf die Gnade, als ob es kein Gesetz gäbe. Nur so kann er selig werden. Vor Gott gilt kein Gesetz. Es geht beim Christ-Sein um den Abbau der Anmaßung, das der Mensch etwas leisten kann was sich vor Gott sehen lassen kann. Gnade und Heil sind jenseits der menschlichen Verfügbarkeit.

      Solange der Christ lebt, ist er aber immer Gerechter und Sünder, geistiger und fleischlicher Mensch zugleich. Daher ist auch der Christ in der Welt nicht nur mit dem liebenden, sondern immer auch mit dem strafenden Gott, mit dem Gericht konfrontiert. Alles andere ist Schwärmerei und das Christentum wird Limonade. Dann landen wir beim Küberl.

    • Erwin Tripes

      @ bart. Teile Ihre Ansichten vollkommen.
      Wenn ich Sie recht verstanden habe, brauchen auch Sie weder ein göttliches Gericht, noch insinuierten Sie, an einen strafenden Gott glauben zu müssen, wie das vom defensor fidei hinein interpretiert wird.
      Auch aus Römer 2,2 und 2,3 ergibt sich doch eindeutig, daß es ein Gottesgericht geben wird.
      „Meinst du etwa, du könntest dem Gericht Gottes entrinnen.. „
      Und in 2,5 ff sammelst du als Starrsinnger gar den gerechten Zorn und Grimm, etc. Gottes gegen Dich.

      Na wenn der aber so liebevoll und verzeihend ist, warum wird er dann wieder so zornig wie im AT, wo er mit recht menschlichen Motiven ausgestattet oftmals zum Massemörder wurde?
      Dann braucht er ja wahrlich nicht zu richten und böse zu strafen.

      Und was die Ethik angeht, komisch, daß viele meinen, eine solche gebe es nur in den monotheistischen Religionen.

      Spannend auch wenn M.P. heute schon sicher weiß, daß wir am „jüngsten Tag“ große Überraschungen erleben werden, leider verrät er uns nicht, welche.

    • M.P.

      @Josef Falk: In der Bibel steht bekanntlich alles und dessen Gegenteil. Es bleibt Ihnen überlassen, was Sie als “Rosinen” empfinden – die Bibel ist u.a. das Buch der Freiheit! Toll, wenn Sie beurteilen können, was Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit sind.

    • M.P.

      @johann scheiber: Haben Sie sehr gut formuliert, bin durchaus einverstanden. Aber ich glaube trotzdem an die Barmherzigkeit, die hoch über der “Strafe” steht. Sonst gäbe es die Menschheit wahrscheinlich schon lange nicht mehr…

  11. Amtsbekannt

    In China ist gerade ein Fahrrad umgefallen und in Nordkorea haben sie geglaubt im Burgenland gibts auch so einen wie den ihrigen Führer. Wegen dem Personenkult meinten sie.

  12. bart

    Die katholische Kirche setzt sich für alles mögliche ein, nur nicht für katholische Standpunkte. Sie hält die Kirchensteuerzahler durch tiefe Verbeugungen vor dem Zeitgeist bei Laune, Glaubensinhalte werden aus Angst (auch vor den Medien) beschämt verdrängt. Vielmehr erhalten Bischof Laun, Pfarrer Wagner usw. einen Maulkorb verpasst, als dass spezifisch katholische Standpunkte auf dem Boden der Hl. Schrift, des Papsttums und der Kirchenlehre vertreten werden.

    • M.P.

      @bart: ist ein bißchen simplifizierend, was Sie da sagen. Pfarrer Wagner hat in letzter Zeit einiges von sich gegeben, was durchaus nicht Katholische Lehre ist und es ist wichtig, das immer wieder zu betonen.

    • bart

      @ M.P.

      Vermutlich ist ihnen die katholische Lehre nicht bekannt. Was hätte denn Pfarrer Wagner Nicht-Katholisches von sich gegeben? Dass es etwa einen strafenden Gott gibt? Das ist nicht nur katholisch, sondern auch jüdisch usw.

    • M.P.

      @bart: Nach der Sintflut hat Gott Noah versprochen, daß Er ähnliches nicht mehr tun werde.
      Glauben Sie wirklich, der Tsunami hatte es auf “sündige Menschen” abgesehen. Meinen Sie wirklich, Haiti sei sündiger als beispielsweise wir? Und wieviele Sündenpfuhle auf dieser Welt verschont Er? Und weshalb? Gott ist Liebe und Vergebung, Barmherzigkeit und Verständnis für seine Kreatur. Nicht unbarmherziger Rächer. Wenn Sie das glauben, wären Sie im Islam besser aufgehoben.

    • Alexander Renneberg

      m.p. völlig richtig. fundis gibts schon bei den islamisten genug.

    • bart

      @ M.P.

      Wir sollten hier nicht zu sehr auf fiktive Wagner-Aussagen eingehen, welche die demagogischen Systemmedien genüsslich zusammengedrechselt haben. Z.B. sagte er: “Ich halte fest: Das ist eine ganz große Tragödie, die einen schmerzen muss. [War dort kein strafender Gott am Werk?] Das weiß ich nicht. Gott lässt sich nicht in seine Karten schauen”. Davon wird abstrahiert. Das Weitere ist Interpretation und keine Katechese.

    • M.P.

      @bart. So fiktiv sind die Aussagen auch wieder nicht. Aber schön, daß Sie zurückrudern, wie auch Wagner es immer wieder tut.
      Wenn man weiß, daß man in der Öffentlichkeit beobachtet wird und weiß, wie einem die Medien das Wort im Munde umdrehen, dann hat man sich um Formulierungen zu bemühen, die derartige “Mißverständnisse” nach Möglichkeit ausschließen, denn damit schadet man der Kirche. Diese wird es überleben, zweifellos, aber man muß ihr das Leben nicht auch von innen noch schwerer machen, als es in einer weitgehend säkularisierten und ahnungslosen Welt ohnedies schon ist.

    • bart

      Standhafte und nicht gänzlich vom Zeitgeist Angekränkelte sind rasch Opfer der demagogischen „Volkshygiene“ durch unsere lieben, guten, alten Medien – um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukehren: zum ehemaligen Reichssender Wien.

  13. Grübler

    Wie spät ist es eigentlich in Singapore?
    Hier fehlt doch irgendwer? Oder?
    Aber dafür haben wir ja einige Neuzugänge……

  14. ...der Redaktion bekannt!

    “Genauso wie Küberl im ORF immer nur die Interessen der Caritas und der Zuwanderungslobby, aber nie die eigentlichen Anliegen der Kirche vertreten hat.”

    i da wären??? In Brand setzen von Abtreibungskliniken, Schwulenbashing deluxe? Hauptsache dem Motto treu bleiben “Warum denken, wenn man glauben kann!”

    • M.P.

      @Redaktionsbekannter: “Warum denken, wenn man glauben kann!”
      Den Ansatz kann ich gut verstehen. Dennoch: wer konsequent zu Ende denkt, kommt irgendwann zum Glauben. Glauben Sie nicht?

    • ...der Redaktion bekannt!

      Nö! Habe auch nicht allgemein etwas gegen den Glauben! Finde halt es sollten mindestens 95% seiner Entscheidungen aufgrund rationaler Denkprozesse getroffen werden! 5% Glauben sind ok! Die Herren der Kirche sind allerdings der Meinung 10% Rationalität sind genug und verlassen sich fast ausschließlich auf Ihren Glauben!

    • M.P.

      @Redaktionsbekannter: Wir haben uns vielleicht mißverstanden. Mit Prozentzahlen wird man das kaum abhandeln können. Beim Glauben ist man in einer anderen Dimension. Aber um dort hin zu kommen, darf man nicht zu früh aufhören, zu denken.

    • ...der Redaktion bekannt!

      Aber irgendwann sollte man zum Denken aufhören????

    • M.P.

      Hmmm, meinen Sie?

    • ...der Redaktion bekannt!

      “Aber um dort hin zu kommen, darf man nicht zu früh aufhören, zu denken.” Das indiziert, dass man irgendwann zum Denken aufhört! Ihre Worte.

    • M.P.

      ok, 1:0 für Sie. Aber Sie wissen, denke ich, wie es gemeint war…

  15. Gerhard Pascher

    Hier geht es ja darum, ob und wie die Kirche Einfluss auf den ORF nehmen darf/muss. Dazu muss einmal klar festgestellt werden, dass mit Kirche nicht automatisch die katholische Kirche gemeint sein kann und darf. Denn es gibt hier auch andere christliche Gemeinschaften und auch Religionen aus anderen Kontinenten, welche sicher nicht in unser Land passen.
    Seit dem es eine Trennung zwischen Kirche und Staat gibt, sollte sich in erster Linie jeder um seine “Kernaufgaben” kümmern. Natürlich ist der ORF weder Staat noch Kirche, muss daher unabhängig sein und über beide Bereiche objektiv berichten. Unbestritten ist aber, dass die Politik (und besonders die regierenden Parteien) erkannt haben, dass mit dem ORF ein geeignetes Mittel vorhanden ist, wo man seine Ideen “verkaufen” und die Leute manipulieren … pardon ich wollte schreiben: motivieren kann. Dazu helfen sicher auch die dort eingesetzten “Vertrauensleute” sowie die zeitweisen Finanzspritzen des Staates.
    Die Kirche – und hier schreibe ich in erster Linie von der früher dominierenden katholischen Kirche – möchte natürlich auch dieses Medium für ihre Aufgaben benützen, hat aber derzeit mit den vielen internen Problemen (konservativer Papst, Zölibat, Geburtenregelung, Frauenämtern, Mitbestimmung usw.) mehr als genug zu tun und kann vermutlich erst nach einer “Gesundschrumpfung” wieder aktiv ihren Missionsauftrag erfüllen.
    Zum Schluss noch etwas: Jesus Christus hat keine eigene Kirche gegründet, er wollte vielmehr die Juden von der Schuld aus dem Alten Testament erlösen, was dort aber noch heute abgelehnt wird. Daher warten die Juden noch immer auf ihren Erlöser. Erst seine Jünger haben später unter den sog. Heiden missioniert und erst dann sind diese Glaubensgemeinschaften entstanden. Und die Abspaltungen bzw. Neugründungen erfolgten immer dann, wenn manche Gläubige zur Überzeugung kamen, dass die jeweiligen Zielrichtungen vom ursprünglichen Auftrag zu sehr abgewichen sind. Diese Tatsachen muss auch der jetzige Papst erkennen und verspüren!

    • M.P.

      @Gerhard Pascher: Es gibt viele Theorien, was wahr und was falsch an den Heiligen Schriften ist, was wann von wem aus welchen Gründen in den Kanon aufgenommen wurde und was nicht. Ist das nicht ein Streit um des Kaisers Bart, wenn man bedenkt, daß es Leute wie Mutter Teresa, Soeur Emanuelle oder den Abbé Pierre tatsächlich gegeben hat und auch weiterhin gibt? Wenn Menschen sich derart bedingungslos der selbstlosen Nächstenliebe verschreiben, dann kann diese Kraft doch nur aus einem Glauben gekommen sein, der zu Übermenschlichem befähigt. Und das sind greifbare Realitäten!

    • Marcus Aurelius

      Sehr geehrter M.P.!
      Ich bin versucht, Sie mit “hi!” zu begrüßen. Denn schöner und begreifbarer als Sie kann man’s nicht sagen. Jedes Wort stimmt.
      Servus!

    • Gerhard Pascher

      M.P.:
      Ihre Ausführungen finden meine Zustimmung. Ich habe aber nichts gegenteiliges behauptet, sondern nur sehr zaghaft manche Worte verwendet, um hier Andersdenkende nicht zu sehr zu vergrämen. Denn ich glaube nicht, dass dieser Blog sehr geeignet ist, über Religionen zu diskutieren bzw. zu missionieren.

    • M.P.

      @Gerhard Pascher: Meine Absicht war es durchaus nicht, Ihnen zu widersprechen. Ich stimme Ihnen natürlich auch zu, daß Diskussionen über den Glauben nicht nur hier, sondern überhaupt schnell steril werden. Missionieren will ich sicher auch nicht.
      @Marcus Aurelius: Vielen Dank. Ich freue mich immer, wenn ich das Gefühl haben darf, verstanden zu werden.

  16. j.r.tm

    Wird vielleicht auch daran liegen, dass es weniger Kadidaten der Konkurrenz gab, die sich die Stimmen wegnahmen?

  17. Amtsbekannt

    wichtig für die rechte reichshälfte war es allemal. die grün-roten orf – trollen waren in ihrer dummheit -wie der club 2 zeigte – schon übermütig.
    nach den nächsten wahlen wird dort ohnehin aufgeräumt.
    der weg wird dann hoffentlich frei für eine objektive berichterstattung

  18. Josef Maierhofer

    An und für sich verbreitet die katholische Kirche als Organisation das Wort Gottes, das Evangelium, führt diese Organisation im Auftrag Jesu.

    Daß nur Menschen sind als Ausführende ergibt eben etwas Unvollständiges, wie alles Menschliche ist.

    Darum rede ich gerne von der Religion (dem Inhalt des Wortes) und der Kirche, der Organisation. Dazwischen können Welten liegen zwischen Religion und Kirche.

    Das ist genauso, wie Welten zwischen einem Parteiprogramm liegen und einer Parteiorganisation.

  19. Zeus

    Als Norddeutscher hab ich von dänischen Freunden den Tipp für diesen Blog bekommen. Von den Socken fall ich nicht. Das riecht nach einer ungustiösen Mischung aus Frust und gleichzeitig Liebdienerei. Typisch “össisch”. Einen Kommentar zu den Kommentaren erspar ich mir lieber. Hab den Eindruck: Da scharrt einer seine letzen Getreuen um sich.

    Österreich ist vor 15 Jahren der EU beigetreten. Und worüber schreibt Hr. Dr. Unterberger: ORF, ORF, ORF, Kirche, Schwule…. 1x Europa. Sind DAS eure größten Sorgen? Jetzt versteh ich warum ihr einst “Insel der Seligen” genannt wurdet”. Laßt mir die Fiona und den Grasser schön grüßen. Hab die wengistens hier schon gepostet?

    • Amtsbekannt

      seit wann arbeiten bei der spö norddeutsche? und dänische freunde. und ich bin dr. mabuse.
      also, sparen sie sich ihren schmarrn.
      bekennen sie sich ehrlicherweise zu ihrem einzigen buch, nämlich ihrem parteibuch.

    • Alexander Renneberg

      na wenn ich norddeutscher wäre, würde mein frust noch größer sein, aber trotzdem danke
      für´s mitspielen & posten. Vorallem ihre hoch intellektuelle feststellung was typisch össisch ist, dass sowas ein dorddeutscher zu erkennen vermag wäre tatsächlich ein novum.

      jedenfalls macht mich ihr posting tief betroffen und ein stück weit traurig…..

      p.s. mögen sie dänen, naja, wenn´s nicht weh tut….

      in diesem sinne noch einen reflektierten abend herr zeus….

    • j.r.tm

      Ja ihr Deutschen seids verwöhnt. Aber ich sag Ihnen was, der Blog und wir Poster sind repräsentativ für die Politik in dem ganzen Land. Ernsthafte Diskussionen werden in dem Land selten geführt, meistens gehts um Befindlichkeiten und die niederen Motive, die der andere vermeintlich verfolgt.

    • Zeus

      @ Werter unbekannter aber Amtsbekannter:

      Blinde Ideologie ist der Versuch,
      die Straßenbeschaffenheit zu ändern,
      indem man neue Wegweiser aufstellt.

      Denke sie haben Köngisgrätz noch immer nicht verdaut!!! Falls sie mich zum Duell fordern wollen sag ich ihnen aber gleich der Westerwelle ist verwandt mit mir. Der wird mein Sekundant und das ist ein wirklich Liberaler. Zwar schwul aber wenigstens nicht so krank, wie das was hier unter diesem Psdeudonym herumfurzt.

    • Marcus Aurelius

      @Zeus:
      Willkommen daheim! Es gibt keinen Norddeutschen, der das fesche Adjektiv “ungustiös” kennt, geschweige denn gebraucht. Denn das ist wirklich Ösi- (nicht Össi-) Eigentum.
      Und letzte Getreue scharrt man nicht ein, sondern schart sie — von mir aus um sich oder um Sie. Letzteres wär’ eh ratsam, denn Sie haben sich eigenhändig decouvriert.
      Kein Bundesrepublikaner verwendet die Abkürzungen Hr. oder Fr. (auch für mich als Ösi unsinnig, da sie nur ein einziges von vier Zeichen einsparen).
      Oisdann, verehrtes Nordlicht: Nochmals willkommen, und bleiben Sie uns gewogen, uns frustrierten Ungustln!
      Da Nord-, Mittel- und Ostdeutschen dieses Wort ebenfalls nicht geläufig ist (”Deutsche und Österreicher sind durch eine gemeinsame Sprache getrennt”, sagte Karl Kraus), empfehle ich Ihnen, uns in einem allfällig gewährten weiteren Posting füglich als “Kotzbrocken”, “Hackfressen” oder “Schluchtenscheißer” zu titulieren. Das hat preußische Tradition, entbehrt aber auch des geringsten Anflugs von Charme. Den haben sogar manche Ungustln, zumindest hierzulande.
      Aber das wissen Sie eh. Die Dänen auch.

    • Zeus

      @ Alexander Renneberg

      “Mich dünkt…”, sprach Zeus, aber Postings betreffend sie hab ich doch schon gelesen. Sind sie nicht der dessen “leeren Kopf der Dünkel bläht” oder?

      Entschuldigen sie, aber der Humor scheint hier auch nicht zu kurz zu geraten. Macht wenigstens einige inhaltliche Defizite wett.

      Wenn ich hier zu salopp eingestiegen sein sollte, dann möge mir doch bitte ein dazu Berufener erklären was dieser Blog bewirken soll? Entweder beflegeln sich hier Leute teilweise unter aller Sau oder irgendwelche inzestiös-verdächtige Tussis verbreiten hier unwidersprochen ihre periodengetränkten Pamphtlets über den Islam.

      Bei allem Respekt: Wenn ihr intellektuell nicht mehr aufzubieten habt dann seit ihr berechtigt auf der Abschussliste der EU.

    • Marcus Aurelius

      P.S. an Zeus, da er nicht müde wird, uns halbgebildet zu beschwurbeln, ein Halbpelzer halt (pardon, kommt aus dem Jiddischen, das wir Ösis ebenfalls lieben und pflegen):

      No nebbich: Das Städtchen hieß Königgrätz, nicht Königsgrätz. Heute: Hradec Králové, falls Ihr Heimweh nach Preußens Gloria Sie dorthin treibt und Ihr Leopard IV nicht über aktuelle Navi-Software verfügt.

    • Zeus

      @ j.r.tm

      Hab heute mehr Zeit darum antworte ich gerne allen. Hab ja ne Össi als Frau und wir staunen wie dieses Land in den letzten zehn Jahren versumpfte. Menschlich, moralisch, rechtsstaatlich sowie gesellschaftlich. Eurofighter, Kärnten, Hypo, nun die Salzburger Festspiele und ……. Läuft was sauber bei euch außer der Korruption, die ja wie geschmiert funktioniert? Die bürgerlichen, also die ÖVP, ist doch schon seit mehr als 20 Jahren an der Macht – wie ist das möglich?

      Also wenn dieser Blog repräsentativ für die Politik in eurem Land sein sollte dann müßte jeder Mensch mit Anstand und Hausverstand sofort den José Manuel Barroso informieren. Ihr gehört’s nämlich noch vor Griechenland im Korruptionsindex gereiht.

    • Alexander Renneberg

      @ zeus,

      interessante sprache habt ihr norddeutschen.

      postings betreffend sie, habe ich doch schon gelesen, (zitiert aus ihrem posting)

      nun werter herr zeus, dass sie über grundschuhlniveau nicht hinausgekommen sind haben sie uns damit hinlänglich bewiesen, was wiederum beweist aus welchem grund es den deutschen so schlecht geht.

      und wenn sie tatsächlich den ganzen blog gelsen haben, klar, ihre dänischen freunde haben sie darauf gebracht, dann ist es ihnen nicht entgangen, dass mich subjekte wie hochstöger etc. nicht mögen, was mehr zur ehre gereicht als es mich traurig stimmen würde.

      allerdings läßt es auch den wunderbaren schluss zu, dass sie kein harz IV empfänger sind sondern einfach in österreich mit arbeitslosengeld alimentiert werden, aufgebessert nur von einigen euros von der löwelstraße für lustige postings.

    • M.P.

      @Zeus: Aus Ihren Ausführungen spricht offenbar der Neid der Besitzlosen…
      Habe übrigens norddeutsche Verwandte, die ich sehr schätze und die auch uns sehr schätzen. Sie sind Gott sei Dank eine Ausnahmeerscheinung.

    • Alexander Renneberg

      zeus,

      forrest gump sagte, mama, mama hat immer gesagt, dumm ist nur wer dummes tut, in abwandlung:

      dumm ist nur wer solchen müll absondert wie sie, aber es ist tatsächlich belustigend wie beratungsresistent sie sind, es heißt noch immer ösis, und nicht össis.

      Die restlichen fehler die sie begingen haben ihnen die anderen poster schon ausgerichtet, seien´s doch so fesch und lassen´s sich von laura rudas einen vorschuss auf ihr arbeitslosengeld geben und ersuchen´s die laura, eine kompetentere person zu schicken, sie wurden gewogen, gemessen und als nicht gut genug befunden.

      Und wenn sie sich tatsächlich herrn westerwelle als sekundanten mitbringen wollen gerne, der feige westerwelle würde fordern: degen auf 25 meter.

    • Zeus

      @ Marcus Aurelius

      Interessant wie sie vorgeben gebrauchte oder verruchte Adjektive nördlich Sylt oder überhaupt der gesamten Bundesrepublik zu kennen. Scheint hier ja überhaupt kein Problem zu sein Kenntnisse vorzugauckeln die sich im Schutze der Anonymität locker behaupten lassen. Da wird sofort verständlich weshalb bei euch Korruption so leicht läuft.

      Es reicht offenbar jedem RAT eine Auszeichnung garniert mit einem fetten Orden.

    • Zeus

      @ Alexander Rennerberg

      Wenn die Bezeichnung Pharisäer auch wenig gebraucht wird, so sind doch noch genügend vorhanden.

    • Marcus Aurelius

      @M.P.:
      Ist es nicht schön, einen Zeus an Bord zu haben?
      Einen veritablen Gott? Heureka!

      Nein, dieser Zeus ist kein neidischer Besitzloser. Wer eine Österreicherin zu überreden vermochte, an der Seite eines Preußen durchs Leben zu wandeln, brauicht keine öden Lottoscheine mehr auszufüllen; er hat den Hauptgewinn eines ganzen Lebens bereits eingeheimst — und wird nicht betrogen wie bei allen staatlichen Glücksspielen.
      Einerseits schön für diesen Zeus. Andererseits nicht: Worauf soll er sich denn noch freuen, der Chef aller Götter?
      Nachdem er uns aber eh für Hirnamputierte (”intellektuell nicht mehr zu bieten”) hält und von Norddeutschland keine Ahnung hat, wird er sich wohl nur auf die tägliche Anreise zur Löwelstraße freuen können.
      Und wenn das nicht frustet, was dann?

    • Johann Hochstöger

      @ Alexander Renneberg (21.13)

      Das Auffallendste am Lebenslauf mancher Leute sind die vielen, langen Kriechspuren.

    • Mazungu

      Zeus, ich überweis’ Ihnen 5 Euro, wenn’s Ihren geistigen Sondermüll in Norddeutschland (haha) lassen und Ihren Österreicherhass an Ihrer “Össi”-Frau abreagieren.

      Steuerfrei, versteht sich, überweise ich das, so habt Ihr Deutschen es ja besonders gern. Auch CD mach’ma keine, versprochen.

    • Marcus Aurelius

      Letzte Botschaft an den angeblich norddeutschen Zeus, aber auch die wird nicht helfen:
      “gaukeln” schreibt man ohne c vorm k.
      Daran hat auch die depperte Rechtschreibreform nichts geändert. Im gesamten deutschen Sprachraum nicht. Aber vielleicht bei Ihnen, in Ihrem virtuellen Schleswig-Holstein, “vom Meer umschlungen”, just a few miles south of Denmark?
      Sie würden vermutlich “Schleswick” schreiben, was Ihnen gern gestattet sei.
      Wir lieben nämlich sprachflexible Weltbürger.

    • Alexander Renneberg

      marcus aurelius,

      :-)

      und zeus ist ein ehrenwerter mann…..

    • Zeus

      @ Marcus Aurelius

      Warum haben wir Griechen euch Römern das Lesen gelernt?

      Ist ja phänomenal worüber ihr “Ösis” euch bis zur Erschöpfung aufregen könnt. Wärt ihr beim rechnen ähnlich akkurat gäb es viele Skandale bei euch nicht.

    • M.P.

      “das Lesen gelehrt”, heißt es richtig, wenn schon. Und diesen Fehler würde ein Norddeutscher tatsächlich nicht machen…
      Worauf wollen Sie eigentlich hinaus, mit Ihrer Kindergartenprovokation?

    • Albert Beronneau

      Lassen wir uns doch von diesem “Zeus” nicht das Niveau dieses Forums ruinieren, das ist ja offensichtlich seine Absicht, “ned amoi ignorieren” sagt man bei uns, wahrscheinlich ist er einer der letzten Anhänger der Endlossesselkleberin Heide Simonis und da muß er halt ganz im Süden seinen Frust abladen, denn bei ihm zu Hause hört ihm eh keiner mehr zu :D

    • j.r.tm

      @zeus

      Na sie haben recht, das Land gleicht mittlerweile wirklich einem korrupten Sauhaufen.
      Sie haben ÖBB und Co. in Ihrer Aufzählung vergessen.

      Aber ich bin glücklich dass die bayrische Staatsanwaltschaft in der Hypo Sache ermittelt. Würden das nur österreichische Behörden tun, würde eh nix rauskommen.
      Auf den öffentlichen Dienst ist leider kein Verlass, alles parteipolitisch verseucht.
      Wenns nach mir ginge sollte man Staatsbedienstete verstärkt pragmatisieren und vor Versetzung schützen. Da hat man in der jüngeren Vergangenheit viel politischen Durchgriff ermöglicht.

    • Zeus

      @ j.r.tm

      Danke. Scheinen doch nicht nur verbohrte Rechtsextreme hier unterwegs zu sein. Mea Culpa – wenn ich massgebliche Betriebe eurer lustigen Republik nicht erwähnte. Diverse Poster scheinen zudem wieder am Anschluss interessiert. Da sollte eure Justiz dann ausreichend Know-How bekommen um reinen Tisch machen zu können. Unserer Staatsanwälte schauen offenbar nicht so lang zu wie eure.

      Für meine Kritiker: Es meint mancher, er sei ein Adler, und ist nur ein Pfau.

  20. B.v.C.

    Kurz und bündig zusammengefasst:

    Die kirchlichen Gruppierungen sind unfähig eine Wahlbewegung zu organisieren.

    • M.P.

      Kurz und bündig: Das ist auch nicht die vorrangige Aufgabe der Kirchen…

    • Hugo

      Kurz und bündig zusammengefasst:
      Die Kirche ist für Familie zuständig und die Caritas auch und für andere Angelegenheiten der Staat – ist doch LOgo…*g*

    • Johann Hochstöger

      @ M.P.
      Sie sind mir zuvorgekommen. Danke.

      Vielleicht liegt die Krise der Kirche auch daran sich zu ungeniert mit angeblich “christlich-sozialen” Politikern zu prostituieren?

      Früchte vom Baum der Erkenntnis? Bei näherem Hinsehen Äpfel vom hohen Roß der Ideologen.

    • M.P.

      @Johann Hochstöger: “Früchte vom Baum der Erkenntnis? Bei näherem Hinsehen Äpfel vom hohen Roß der Ideologen.”
      Ein spannender Ansatz, finde ich. Das wäre eine eigene Diskussion wert!

  21. Horst

    “Die Kirche ist organisatorisch schwach, sie weiß nicht, wo im öffentlichen Raum ihre potentiellen Verbündeten stehen, sie stößt diese lieber vor den Kopf”
    Die Kirche sollte man nicht unterschätzen, sie haben genug Wissen, aber die Problematik ist, immer mehr kommen an Wissen heran, also wird mehr Sehen…
    Was will man mit Personal, was nicht SEHEN und nicht verstehen kann, also Zusammenhänge erkennt!!
    Keine Ahnung, wie Personal aufgenommen wird und ob es einen Personalchef gibt…(.,.)

  22. Dr. Günter Frühwirth

    Ist es nicht bemerkenswert:
    A.U. in seinem Leitartikel und viele Kommentatoren hier im Blog sehen als Vertreter und Leitfiguren der r.k. Kirche in Österreich die Herren Küberl und Landau.
    Beide haben überhaupt keine kirchliche Funktion. Beide sind leitende Angestellte der Caritas Ges.m.b.H.!
    Sollte uns das nicht zu denken geben? Der Hinweis auf Bischof Krenn ist ebenso beachtenswert. Er war wenigstens noch ein kirchlicher Würdenträger, der als solcher viele Austritte zu verantworten hatte. “Die Kirche” mit einem Austritt zu bestrafen, weil man die Caritas-Funktionäre über hat, ist eigentlich unfair – vor allem gegenüber Jesus Christus…
    Aber volle Zustimmung zu A.U. und allen jenen, die eine öffentliche Präsenz der wahren Repräsentanten der r.k. Kirche einfordern.
    P.S. die Kandidatur des Herrn Steindl hätte vielleicht doch durch einen Hirtenbrief oder einen bescheidenen Hinweis von der Kanzel ünterstützt werden sollen.

    • perry

      es ist kaum anzunehmen, dass jesus christus kirchaustritte tangieren würden, hat er doch mit dieser kirche nichts zu tun.

    • Alexander Renneberg

      @ sehr geehrter Herr dr. frühwirth,

      ich halte es für eine falle die kirche über gebühr zu einer öffentlichen Stellungnahme aufzufordern. Insbesondere nicht wenn es wenn es um positionen des öffentlichen lebens geht.

      allenfalls würde herauskommen, dass sich die kirche an solchen dingen beteiligt, hingegen schweigt wenn es um diverse anschuldigungen im bereich des mißbrauchs geht.

      ebenso bin ich der ansicht, dass die Allmacht Gottes das Wort unfair im Bezug auf einen austritt nicht zuläßt.

      in der tat hat steindl ein sehr gutes, mehr als respektables ergebnis eingefahren.

      Mit oder ohne hirtenbrief und netten worten von der kanzel.

      Siegfried Meryn 75.674
      Clemens Steindl 75.532

    • Josef Falk

      @perry: Jesus Christus hat mit dieser Kirche nicht mehr und nicht weniger zu tun, als dass er sie gegründet hat – und dass seine Botschaft in und von ihr seit zwei Jahrtausenden unverfälscht weitergetragen wird.

  23. Marcus Aurelius

    Kein Wunder, daß auch die katholische Kirche den Bach runtergeht — wie alle Institutionen und Firmen, die sich an den Zeitgeist anbiedern und darüber ihre Geschäftsgrundlage vergessen. Die besteht nun mal für Christen im Alten und im Neuen Testament. (Die Protestanten haben sich viel früher davon gelöst als die Katholiken, aber das ist eine andere Geschichte.)
    Wer von der Kanzel aus nur noch Tagespolitik kommentiert und sich lieber um Randgruppen kümmert als um die eigenen Schäfchen, wer hohle Phrasen zur “sozialen Gerechtigkeit” nachplappert, ohne zu bedenken, daß “sozial” und “gerecht” unversöhnliche Gegensätze sind, weil es eine objektive Gerechtigkeit gar nicht gibt und “sozial” für jeden Menschen etwas anderes bedeutet …
    … der verzichtet auf eine 2000 Jahre alte Substanz, die in sich ruht, und tauscht sie gegen den täglichen Jahrmarkt ein.

    Ich bin nicht der große Vatikan-Fan. Aber sagen wir’s mal im BWL- und VWL-Jargon: Ein Unternehmen, das in seinem Management so viele Giftmischer, Intriganten, Hurensöhne, Schänder und schlicht Unfähige erdulden mußte, wäre schon längst aus dem Markt verschwunden. Daß die katholische Kirche immer noch, na ja, einigermaßen floriert, weist auf eine Unternehmensphilosophie hin, die standhaft und belastbar ist. Und wie oft stand der Konzern schon am Rande des Abgrunds, wie oft hat er sich vor der endgültigen Insolvenz gerettet? (O.K., in der Chefetage gab es auch einige sehr helle Geister; immer zur richtigen Zeit, in der größten Not.)

    Die Katholen sollten den Fehler der Evangelischen nicht kopieren: Wer die Kirchentüren so weit öffnet, daß alle bunten, tagesaktuellen und konträren Meinungen und Orientierungen in der Kathedrale Platz finden, wird erleben müssen, daß das Stammpublikum durch die Türen rausgeht, aber keine Neuzugänge reinkommen.

    Die islamische Geschäftsidee ist um etwa sieben Jahrhunderte jünger, aber sie wurde nie angezweifelt oder verlassen, so abstrus sie auch daherkommt. Also ist sie, wenigstens zur Zeit, vitaler als die christliche. Doch auch dies wird nicht immer so bleiben — es sei denn, wir werden tatsächlich von einschlägigen Migranten und deren zahlreichem Nachwuchs überrollt.

    • Walter Wolf

      @Marcus Aurelius Antoninus Augustus.

      Lese Ihre Kommentare zum derzeitige Zustand der katholischen Kirche mit sehr grossem Interesse und kann Ihnen eigentlich zur zustimmen.
      Für alle, die mit dem derzeitigen kirchlichen Management nicht zufrieden sind, besteht immer noch der Glaube. Dieser ist absolut und hat mit zeitgeistigen, pseudodemokratischen Strömungen nichts zu tun.
      Beispiele für gelebten Glauben giäbe es ja genug (Verfolgungen in islamischen Ländern, Südamerika, Afrika..), alleine die derzeitige Medienlandschaft stürzt sich lieber auf “Kirchenaustritte w/Groer etc”, als wenn dies etwas mit dem Glauben zu tun hätte.

    • Alexander Renneberg

      @marcus aurelisu/walter wolf

      ungeteilte zustimmung.

      was aber möglicherweise ganz interessant, abseits der kirche, werden dürfte ist die neuausrichtung des övp grundsatzprogrammes.

      die einzige frage ist, werden wieder mehr werte kommuniziert oder wird auch die övp den weg des zeitgeistes gehen, und damit den weg allen irdischens.

      wertewandel? die frage darf lauten, wie kann sich der wert der loyalität, der freundschaft, der aufrichtigkeit, der sicherheit etc. wandeln?

    • Walter Wolf

      @Alexander Renneberg

      wertewandel? die frage darf lauten, wie kann sich der wert der loyalität, der freundschaft, der aufrichtigkeit, der sicherheit etc. wandeln?

      Die Werte nicht, aber die Zielobjekte und der Endzweck.

    • Alexander Renneberg

      herr wolf,

      dienen werte einem zweck, wer ist das zielobjekt? (außer dem eigenverantwortlichen handeln)

      sind werte nicht der ausdruck des eigenen/einzelnen selbst, unabhängig was andere betrifft?

      interessant dazu: stiegnitz, gott ohne kirche.

    • Walter Wolf

      @Alexander Renneberg
      Die von Ihnen angesprochenen Werte sind natürlich – jeder für sich – absolut.
      Was sich ändert – derzeit leider – ist der Verwendungszweck.
      Loyalität – wem gegenüber?
      Freundschaft – mit wem und oft zu welchem Zweck?
      Aufrichtigkeit – wem gegenüber
      Sicherheit würde ich hier einmal vor lassen.

      So gesehen kann es eigentlich keinen Wertewandel geben. Was es gibt, ist der Wandel in der Anwendung der Werte. Oder sehe ich das falsch?

    • Alexander Renneberg

      @walter wolf, stimmt, es gibt einen wandel in der anwendung der werte zum persönlichen nutzen.

      und genau da erhebt sich die frage wohin das grundsatzprogramm der övp gehen wird….

      andererseits ist so eine diskussion über werte an diesem ort so nicht zu führen, aber es soll ja, wie man mir mitgeteilt hat, ein treffen von einigen forumsteilnehmern geben.

      da ließe sich sowas “beplaudern”

      vonrenneberg@networld.at

    • Walter Wolf

      @Alexander Renneberg

      Ich warte auf diesbezügliche News :-)

  24. AEK

    Das Hauptproblem der katholischen Kirche in Europa ist meiner Ansicht nach – das sie aufgegeben hat.

    Sie ist nicht (mehr) kämpferisch, sie schweigt wenn ihre Gläubigen in aller Welt masskriert und unterdrückt werden.

    Mit diesem Verhalten ist sie heute nicht mehr in der Lage den Menschen eine Heimat des Glaubens zu bieten.
    Ich bin überzeugt, dass genau diese Situation zu einer entscheidenden Schwächung des Christentums im Angesicht aggressiv werbender Sekten und des primitiv-kriegerischen Islam führt.

    • ViennaCodePoet

      Folge des Zweiten Dreißigjährigen Krieges, alle Argumente sind ausgetauscht, alle Gedanken gedacht.

      Die spannenden Fragen muss jeder für sich selbst beantworten, Sie werden sich nicht gängeln lassen, ich lasse mich nicht gängeln. Wer sollte auch mit welchem Recht die Welt besser deuten als irgendjemand sonst.

      Ratzinger hat immer den Relativismus als Gefahr benannt – per Relativismus kann diese Benennung natürlich auch als verdeckter – und nie aufgegebener – totalitärer Anspruch gesehen werden.

      Institutionalisierte Religion ist demnach entweder totalitär und bedeutend oder relativ beliebig und damit unbedeutend. Ich sehe jedenfalls die dritte Option nicht.

    • ViennaCodePoet

      “hat immerhin” statt “hat immer”

    • walter g. heimerl

      Die Sekten sinds offensichtlich in Afrika u. Lateinamerikas. In der “entwickelten” weißen Welt sinds auch nicht die Muselmanen. Es sind die Atheisten.Leider fürchten sich zu viele Christen, sich mit diesen anzulegen. Mit den atheistisch gefärbten Parteien streiten sie lieber um die Höhe der Sozialquote und der Steuern. Die “Progressiven” (incl. Caritas) auf der einen, die “Konservativen” auf der anderen Seite. Beide Extremseiten: Materialisten reinsten Wassers. Von Abtreibung will keine dieser “katholischen” Seiten laut reden. Zu vorsichtig, zu feig, zu desinteressiert. Dass hier die soziale Grundfrage ignoriert wird, siehen die meisten nicht. Den Schwächsten, Wehrlosesten zu helfen. Giebt es was Schwächeres als ein ungeborenes Kind? Nicht einmal Arigonas Rehleinaugen hat es vorzuzeigen.Jeder Wahlberechtigte hat die Gewalt uber seinen Stimmzettel, jeder Volksschüler kann schreien und zornig strampeln. Und die Pensionisten– oft am mächtigsten.
      Die soziale Frage wird nicht durch einige Prozenterln mehr oder weniger für oder von eine(r) Seite gelöst. Sie wird in den Familien gelöst oder gar nicht. Diesbezüglich hat die Caritas fast nix eingebracht. Diesbezüglich hat sich die ÖVP auch nicht sonderlich ins Zeug gelegt. Und manche Geistliche verlegen sich aufs Pope-Bashing. Ein bisschen mehr Mut und Engagement könnte zeigen, dass die Kirche nicht am absteigenden Ast ist.

  25. Martin Klein

    Bitte, mit welchem Recht entsendet die katholische Kirche jemanden in die HSV ? Dürfen die Moslems/Juden/Protestanten/Calvinisten/Adventisten etc. das auch ?Und bitte, was macht der Herr Hörtschinger/Törbiger dort ?

  26. Harald Rassl

    Also, mich wundert der Misserfolg des Kandidaten vom Katholischen Familienverband nicht: Siehe Küberl, Landau und andere. Bedenklich sollte das Ergebnis die Verantwortlichen des von mir sonst überaus geschätzten Senders Radio Stephansdom stimmen, dessen (leider immer mehr überhand nehmenden) linken Wortsendungen ihn kaum mehr von Ö 1 unterscheidbar machen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat doch gerade dort der nunmehr glücklos untergegangene Kandidat persönlich um Unterstützung geworben. Herr Dir. Gatnar, bitte Acht geben!! Hier besteht die Gefahr, dass ein Teil Ihrer Mitarbeiter viele wohlmeinende Österreicherinnen und Österreicher vergrault, wenn es so weitergeht; und das wäre doch sehr, sehr schade!

    • AEK

      Ich wette, dass wegen der immerwährenden politischen Parteinahme von Typen wie Küberl und Landau wesentlich mehr Katholiken aus der katholischen Kirsche ausgetreten sind, als wegen einem Bischof Krenn – der nie etwas anderes tat, als die reine Lehre zu verkünden.

  27. SuPa

    Mein Posting 16:37 (leider irrtümlich versandt)
    Korrektur des letzten Satzes:
    …öffentlichen Gebäuden entfernt werden und auch der verpflichtende Ethikunterricht eingeführt wird. Er meint, dass die 1,8 Millionen “Nichtgläubigen” auch gehört werden müssen.

  28. SuPa

    Die katholische Kirche hat derzeit zu viel innerkirchliche Probleme zu lösen, da ist scheinbar für den ORF wenig Zeit.
    Dafür durfte heute in der Ö1-Sendung “Von Tag zu Tag” der Astrophysiker Heinz Oberhummer zum Thema “Ohne Bekenntnis” ausführlich seine Ziele als Vorsitzender des Zentralrats der Konfessionsfreien” sprechen. Natürlich war es auch ihm ein Hauptanliegen, dass die Kreuze aus den öffentlichen Gebäuben entferntwerdendes nunmehrigen Dachverbandes der verschiedenen agnostischen und atheistischen Gruppen in Österreich sprechen. Moderation: Günter Kaindlstorfer.

    • Gasthörer

      Sehe ich da Gespenster oder sind die Freimaurer fast am Ziel?

    • Alexander Renneberg

      @gasthörer

      und was hat das bitte mit den maurern zu tun?

      öffentlich bekannt sollte sein, dass da auch eine bilbel liegt.

      bißl viel verschwörungsgedanken…..

  29. Walter Wolf

    Man sollte den Fehler vermeiden, vom eigenen Informationsstand auf den der Anderen zu schliessen.
    Meryn, der Dauergast in der wohl furchtbarsten, wochentäglich produzierten ORF-Produktion, ist einfach und schlicht bekannter.
    Steindl kennen und kannten nur Insider. Das war von vornherein ein verlorenes Match.
    Im Radio Stephansdom wurde er beworben. Das war’s.
    So gesehen hat A.U. mit der Mobilisierungsschwäche der Kirche recht, aber trotzdem halte ich das Ergebnis für mehr als respektabel.

    • Alexander Renneberg

      Siegfried Meryn 75.674
      Clemens Steindl 75.532

      das ist tatsächlich ein mehr als respektables ergebnis, weiwohl ich unterberger in der analyse beipflichten möchte.

    • Magzan

      Peter Pacult, Marika Lichter oder Beppo Mauhart sind zweifelslos sehr bekannt, haben aber trotzdem mit teils beachtlichem Rückstand gegen die meist weniger bekannten ÖVP Kandidaten verloren- also der Bekanntheitsgrad allein kann es wohl nicht sein.

  30. Harte Worte. Dass die Caritas und ihre absurden gesellschaftspolitischen Ansichten die Kirche tatsächlich in ihrer sowieso schon schwindenden Zielgruppe schädigen dürften, hat allerdings etwas erschreckend Wahres.

    • Gasthörer

      Ich gebe Ihnen recht:
      Im Sommer wurde ich vor der Karlskirche von zwei katholischen Missionaren angesprochen. Als Spontanreaktion meinerseits begann ich eine Schimpftirade über die links-grünen Anwandlungen der meisten österr. Bischöfe. Da kamen mir Beschwerden über den Party-Pfarrer Homo-Faber, den moslemuntergebenen wahrscheinlich Freimaurer Schönborn und eben die grüne Vorfeldorganistion Caritas über die Lippen.

      Am nächsten Tag tat mir mein Verhalten dann doch leid, sodass ich mich per mail dafür entschuldigte.

    • M.P.

      @Gasthörer: “den moslemuntergebenen wahrscheinlich Freimaurer Schönborn”
      Bitte jetzt reicht’s aber! Schönborn ist garantiert alles andere als ein Freimaurer und auch wahrlich nicht moslemuntergeben! Es ist nicht sehr hilfreich, einen – trotz vielleicht so mancher Schwäche, wer hat keine? – höchst verdienten Mann so schnoddrig einfach dahin zu verunglimpfen. Erzbischof von Wien ist wahrscheinlich einer der schwierigsten Posten, die Österreich zu vergeben hat. Die Kirche, die in nächster Zeit sicher sehr viel auf- und nachzuholen hat, einfach an den Pranger zu stellen hilft niemandem!

    • Hugo

      Schön, sie haben ihr Verhalten korrigiert und ist auch gut so, ob der Herr Pfarrer so ist oder nicht, ist ja sein Privatleben…