Barack Obama sagt den fix vereinbarten Gipfel mit der EU ab. Hinter höflichen Floskeln wird unmissverständlich klar: Man hat kein Interesse an Europa; die Union wird als Quatschbude geringgeschätzt.
Es wäre nun ziemlich billig, den absagenden Amerikaner als unhöflich zu tadeln. In Wahrheit sollten sich die Europäer selbst beim Schopf packen. Haben sie doch auch ihre letzte Chance nicht genutzt, die ihnen der Lissabon-Vertrag geboten hat. Dieser würde, so haben uns die vielen EU-Propagandisten eingebläut, Europa endlich zu einer gleichberechtigten Weltmacht machen, ihm auch politisch den der wirtschaftlichen Kraft entsprechenden Stellenwert erobern.
Ist schon der Lissabon-Vertrag entgegen allen Absichtserklärungen jämmerlich schwach ausgefallen, so ist diese Schwäche bei seiner personellen Realisierung noch einmal übertrumpft worden. Sowohl die neue Funktion eines Ratspräsidenten wie auch die eines EU-Außenministers sind mit so schwachen Persönlichkeiten besetzt worden, dass deren Namen den meisten Europäern schon nach wenigen Wochen wieder völlig entfallen ist. Ganz zu Recht, das neue europäische Pärchen wird kaum mehr als Hausmeister einer Wohltätigkeitsanstalt sein.
Die Regierungs- und Staatschefs wollen einfach kein wirklich starkes Europa, sondern lieber selber die mächtigste Instanz der Union bleiben. Daher haben sie spannende und starke Paarungen wie Blair-Junckers sofort ignoriert, um nur zwei Namen zu nennen.
Während man von den Neuen nichts sieht und hört, haben die Spanier die Präsidentschaft übernommen. Und sich sofort als Großmeister verbaler Wichtigmacherei mit einem linkspopulistischen Programm produziert. Als Schwerpunkt haben sie in den letzten Wochen unter anderem präsentiert: ein “Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung”, die Forderung nach mehr Rechten für Zuwanderer, das Verlangen nach einer gemeinsamen Energiepolitik (wohl so wie in Spanien, wo die teure Forcierung von Alternativenergien zahlreiche Industriearbeitsplätze gekostet und Spanien zum Europarekordler in Sachen Arbeitslosigkeit gemacht hat) oder die Bekämpfung von “Gewalt gegen Frauen” als einen Schwerpunkt der EU-Politik.
Nichts für Gewalt gegen Frauen. Aber der Außenwelt wird durch die Personalentscheidungen und die spanischen Schwerpunkte nur eines bestätigt: Europa verliert sich in den üblichen Sozialthemen und wird in der Welt unbedeutender denn je sein. Wenn es kritisch wird, wie etwa im Irak, wird Europa auch künftig wieder in ungefähr so viele Meinungen zerfallen, wie es Staaten hat.
Die Amerikaner wissen längst, wo der zweite große Machtpol dieses Globus ist: nicht in Brüssel, aber auch nicht in Berlin, Paris oder London und auch nicht mehr in Moskau, sondern auf der Achse Peking-Shanghai.
Europa hingegen wird auf der ewigen Suche nach irgendwelchen Menschen stecken bleiben, die noch immer in irgendeiner Hinsicht sozial ausgegrenzt sind. Obwohl nirgendwo auf der Welt auch nur annähernd so viel für soziale Zwecke ausgegeben wird wie auf diesem Kontinent.


Europa als EU ist schon Historie.
Europa ohne Obama!
Groß ist die Aufregung im Blätterwald: B.Hussein Obama kommt nicht nach Europa zu einer der weiteren, nur heiße Luft bewegenden EU-Konferenzen. Man spricht von „Brüskierung“, „Geringschätzung“ der EU, ja
einige EUler fühlen sich sogar „beleidigt“. Kommt denn niemand auf die Idee, dass der amerikanische Präsident Wichtigeres zu tun haben könnte? Oder hat er es notwendig, extra nach Europa zu touren, wenn ohnehin europäische Regierungsmitglieder höchsten Ranges jederzeit und pflichteifrigst zu Obama in die USA eilen,
wenn dieser sie zum Rapport oder zum Befehlsempfang anfordert! Er demonstriert der EU elegant, was er von
ihr hält, beziehungsweise nicht hält. Bricht deshalb die EU-Welt zusammen? Vielleicht für jene, für die unsere Welt nur aus den USA besteht. Alle sonstigen sollten die EU auch nach anderen Teilen der Welt öffnen und sich
dort umsehen. Es könnte nämlich sein, daß die EU auf Amerika gar nicht angewiesen wäre, eher könnte es
umgekehrt sein. Dies nur als kleine Anregung zum Nachdenken und zur Besinnung auf europäisches Selbstwertgefühl und eigenständiges Handeln zum Nutzen der EU-Bürger, beispielsweise ohne Engagements
in sinnlose und nutzlose Kriegsabenteuer.
Dr.Knoglinger Walter, Linz
Die Ausgaben für soziale Zwecke wird uns noch das Genick brechen . Übrigens wieso hat der US-Präsident den Vornamen Hussein und weiters den von einem ungarischen Marillenbrand. Diese Amis sind schon ein sonderbares Völkchen schon alleine deswegen weil sie jeden Krieg verlieren.
Melusine, jemand muslimischer Abstammung führt üblicherweise einen muslimischen Namen.
Solange Europa bzw. die europäischen Staaten die beiden wichtigsten Aufgaben des Menschseins, nämlich Reproduktion und Selbsverteidigung, in andere Hände legen (Islam,Nordamerika), werden wir weiter wie eine Herde Lämmer auf das gute Futter (auch wörtlich gemeint) unseres großen Bruders und auf die Reproduktionsorgane der Mohammedaner angewiesen sein, damit unsere ach so tolle westliche Welt mit ewigem Wirtschaftswachstum zumindestens solange hält, bis wir in Pension oder unter der Erde sind. Um unsere Kinder brauchen wir uns ja nicht zu kümmern, denn die meisten von uns haben ja sowieso keine mehr, weil diese Fratzen dauernd beim Freizeitstreß und den wochenendlichen Wellnessunternehmungen stören, oder man kann sich keine mehr leisten, weil man sonst nicht in irgendeinen Prolo-Club mehr fahren kann. Wir sind irgendwann falsch abgebogen, ein Richtungswechsel in obgenannten Verhaltensweisen ist daher dringend notwendig!!!
Sie haben es auf den Punkt gebracht.
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
Bis zum Tod, bis zum Untergang.
Ich hoffe, dass es nicht so ist.
@Dr. Markus Deim
Leider scheint es so, daß zu wenige Menschen in diesem Europa Ihre absolut folgerichtigen Ausführungen geistig wahrnehmen können.
Diese Verdummung wurde von bestimmten “Eliten” bewußt herbeigeführt, um die Massen besser manipulieren zu können und nun geht die Rechnung bzw. die Saat wie gewünscht auf!
Die letzten Rufer in der Wüste, von denen sich einige hier im Forum zu Wort melden, werden ungehört und wirkungslos verhallen, fürchte ich!
@ Dr.Markus Deim.
Bravo, nur mit klarem denken und Klartext kann man Probleme erkennen und Lösungsvorschläge machen.
Wenn wir Europäer (damit meine ich nicht auch die kürzlich Eingewanderten) so weitermachen, dann sinken wir – weltweit betrachtet – langsam in die Bedeutungslosigkeit. Es wäre doch überlegenswert, über jeder über denn Sinn des eigenen Lebens sowie die langfristigen Auswirkungen auf die uns folgenden Generationen nachdenkt. Neben den vielen angebotenen Philosophien ist m.E. die christliche Lehre (diese wird nicht unbedingt ganz in der heutigen katholischen Kirche vertreten!) eine große Hilfe zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Aber wie schon eine Posterin heute morgen geschrieben hat: Gott ist nicht beweisbar, aber man kann ihn erleben. Und vor allem: er zwingt niemand, sich zu ihm zu Lebzeiten zu bekennen.
Lieber Herr Doktor,
die westlichen Industriestaaten sind nach WKII einfach dem Richtungsschild “Sozialismus” gefolgt (die osteuropäischen waren ja von Anfang an mittendrin). Alles andere ergab sich dann sozusagen automatisch. Richtungswechsel, na klar! Wie bewerkstelligen? und leider, schon zu spät.
LG N.Scholik
Dr. Deim
Man kann es wahrscheinlich kaum treffender auf den Punkt bringen! Ob wir die Kurve zum Richtungswechsel noch kratzen werden?
Europa spielt Jesus. Einen moralischen Eitelkeitsakt, über den es noch stolpern wird.
Europa will globale Wunder wirken, Lahme gehend machen, Kranke heilen, alle Bedürftigen dieser Welt aufnehmen und stillen und schließlich die Wilden (am Hindukush) zähmen.
Eine solche Mission braucht identifizierbare Objekte, die da sind Arme, Unterdrückte, Kranke, Behinderte, Hungernde, Ausgebeutete, Vertriebene, Verfolgte, Minderheiten, etc..
War es denn notwendig, die Gesellschaften zu zerteilen in lauter autonome Opferentitäten und somit das gemeinsame Rückgrat zu vernichten ? Die Bedeutungserhöhung alles Deprivierten schmälert die Integrität eines Staates und seiner Gesellschaft. Die Jesus-Mission scheint dafür umso mehr Berechtigung zu erhalten.
Der Euro-Jesus wird letztlich nicht nur von der großen Außenwelt ignoriert und belächelt werden, sondern im Stammland auch gekreuzigt. Wer den Weg Jesu’ geht, endet am Kreuz. Wer weiß es noch nicht ?
Es ist gut, der Bestialität abzuschwören. Es ist sehr schlecht, deshalb den Geist aufzugeben.
Haben’s Ihr kommode Hack’n in der FPÖ-Akademie freiwillig aufgegeben oder wurden’s als Abweichlerin diszipliniert? Im Scheuchtum Kärnten suach’ans soichö extravaganten Mad’ln. Is doch “Part of the game” unter Gleichgesinnten. Noch einige Pamphlets und die Doppelstaatsbürgerschaft von Unterkärnten ist ihnen gewiss gnädige Frau.
Ist das Predigt zu verstehen?
Es gibt Leute, die glauben, ihr Leben wäre wie die Besteigung des Mount Everest, obwohl sie, wenn das stimmen würde, ihr erstes Basislager schon auf 200 Metern einrichten müßten.
@ beatrix
Lassen Sie sich nicht einschüchtern, Sie sind eine sprachbegabte Frau, deren Beiträge ich gerne lese. Nicht mit jeder Ihrer Metaphern stimme ich überein, finde sie aber meistens zumindest orginell. Außerdem haben Sie Temperament, was man von den meisten Menschen in dieser öden Zeit nicht gerade behaupten kann.
MfG
@ Systemfehler
”
Über Dinge, die man sich selbst einredet, sollte man schweigen.” Gute Nacht!!!
@systemfehler
Keine Sorge !
Wenn der Pöbler vom Dienst (Hochstöger) seinen reflexartigen Drang zum Äußerln verspürt, muss man ihn halt lassen.
Therapeutisch wäre er bei den Schiachperchten wahrscheinlich besser aufgehoben – als primus inter pares.
Leider sind Sie ja nicht mehr in den Genuss seines Konterfeis gekommen….
@ Beatrix:
Möchte mich Systemfehlers Lobrede vorbehaltlos anschließen.
Auch der scharfzüngige Verriss ihrer unvorsichtigen Widersacher trägt immer wieder zur Erheiterung bei ….
Bravo, @beatrix!
Wie wahr, wie wahr >>>> die säkulare Sekte feiert fröhliche Urständ!
@ Beatrix
“Manchmal gibt es Tage da fühlst du dich als häßlichster Mensch auf der Welt, doch ein Blick in den Spiegel genügt, und du stellst beruhigt fest: es gibt noch häßlichere!”
beatrix:
Sie sind zwar etwas bibelkundig, haben aber nicht alles gelesen bzw. doch nicht richtig verstanden. Jesus ist am Kreuz gestorben, damit es die künftigen Menschen – auch Sie – besser haben werden (nicht müssen, denn es gilt die Freiheit der Entscheidung!).
Dieses Tagebuch ist sicher nicht der richtige Ort um über Religionen zu diskutieren, aber eines muss man schon feststellen: Christen sind keine “besseren” Menschen, aber doch besser dran.
@ Beatrix (22.57)
Man muß sich hüten, die Canaille mit dem Pöbel zu vermengen. Die Canaille genießt immer mehr Auszeichnung.
Also da braucht es schon einen kleinen, aber nicht unerheblichen Einwand.
Das angesprochene Treffen dürfte nur für die EU Ratspräsidentschaft ausgemacht gewesen sein.
Nach den Worten mehrerer Sprecher der US Regierung war offenbar der Besuch des US Präsidenten noch nicht einmal fix zugesagt.
Offenbar war der Wunsch der Vater des Gedankens.
Man kann dem US Präsidenten, den ich als eine Art Alfred Gusenbauer der USA sehe, viel versprochen, schwach gestartet und dann rasch massiv nachgelassen, vielleicht auch zu Gute halten, daß er sich, als einer der ersten Präsidenten seines Landes seit langer Zeit wieder mehr den Problemen der USA selbst zuwendet und dafür Auslandstrips hintanstellt.
Denn Probleme zu lösen hätte der US Präsident je zur Genüge.
Wenn er seinen job nicht nur “cool” fände sondern auch ernst nehmen würde, müßte er den Rest seiner Amtszeit alle Auslandstrips absagen.
Sein Land braucht ihn daheim viel mehr.
Dennoch sollten die Europäer sich selbst einmal im Spiegel betrachten.
Mit, wie hier schon richtig angeführten, rein internen Spielerein über die Wichtigkeit des Binnen-Is oder der Einrichtung von Sozialsystemen und dem aktuellen Personalangebot im Bereich der “EU Führungsspitze”, sind die schon aus den Weihnachtsferien zurück, wird Europa sehr rasch eine feste Position in der politischen und auch wirtschaftlichen Hackordnung der Welt einnehmen – unter “ferner liefen”, knapp vor dem “failed continent” Afrika.
Das Problem Europas ist ein einfaches solches.
Europa läuft fast schon in die entgegengesetzte Richtung, die die erfolgreichen Staaten Asiens eingenommen haben.
In Asien steht Wettbewerb, Innovation und Selbstbestimmung mit Selbstverantwortung im Vordergund.
Politiker werden oft erst dann in hohe Ämter gehoben, wenn sie sich schon zuvor in einem ungeschützten Bereich, außerhalb des Staatssektors, Meriten erworben haben.
Der Staat hat in Asien die Aufgabe seinen Bürgern das Geldverdienen zu ermöglichen, nicht sie in allen Aspekten des Lebens zu bemuttern.
In Europa wird der Staat mehr und mehr zum allmächtigen Lenker des Lebens seiner Bürger.
Die Bürger werden immer unselbständiger und vermeintlich hilfloser, die Sozialstrukturen immer komplexer, vollständiger und damit teurer.
Wer in einem solchen Staatswesen es nicht verhindert, daß dann eine, in intellektueller Hinsicht, negative Auslese der Gesellschaft den Staat als Politiker lenkt der gibt sich dem sicheren Kurs in die wirtschaftliche und politische Bedeutungslosigkeit hin.
Fast könnte man aus der Entfernung meinen, den Europäern ist es wichtiger cerebrale Autoerotik zu betreiben, als sich dem Wettbewerb zu stellen den die aktiven Staaten und Regionen mit steigender Geschwindigkeit und Geschick betreiben.
Nicht etwa, daß Europa diesem Wettbewerb aktuell nicht gewachsen wäre, aber es müßte seinen fetten Hintern einfach bewegen.
Nur auf die Befindlichkeiten der Ideologen und der Meinungsveröffentlicher zu achten und auf die bösen Chinesen zu schimpfen, die sich 24/7 anstrengen, ist zu wenig.
Da kann es dann vielleicht ein kleines Wecksignal sein, wenn die Europäer festellen müssen, sie werden in der Agenda der wichtigen Staaten nicht mehr so oft vorkommen.
Hoffentlich hilft dieses Wecksignal.
Aktuell dürfte es sich allerdings nur in Empörung über den Umstand auswirken, daß die anderen Staaten Europa nicht so ernst nehmen, wie es sich selbst.
Das ist noch lange nicht genug um Europa aus dem Elfenbeinturm herauszuholen.
Einen führungslosen Truppe Solotänzer wird man seitens China oder der USA ebensowenig ernst nehmen, wie einen lethargischen Raunzer.
Vielleicht wäre es an der Zeit für die Europäer die EU in einen Bundesstaat umzuwandeln und die besten Köpfe in einer Zentralregierung nach Brüssel zu senden.
Eine einheitliche Struktur für die wichtigsten Einheiten (Polizei, Politik, Wirtschaft) zu schaffen.
Das würde so ganz nebenbei auf der zweiten und dritten Verwaltungsebene viele Einsparungspotentiale bringen.
Und dann sich der Realität stellen.
Europa ist nicht so schwach, wie es sich gibt.
Es wird von vielen konträren, zumeist nationalstaatlichen und ideologischen, Interessensgruppen gehindert, seine Kapazitäten voll zu nutzen.
Aber wenn es nicht rechtzeitig aufwacht, werden seine beweglicheren und besser gebildeten Einwohner sich wohl dort einen Job suchen, wo die Musik der Zukunft spielt, in Asien.
“… Die Amerikaner wissen längst, wo der zweite große Machtpol dieses Globus ist: nicht in Brüssel, aber auch nicht in Berlin, Paris oder London und auch nicht mehr in Moskau, sondern auf der Achse Peking-Shanghai… ”
Dem ist nicht viel hinzuzufügen, bestenfalls noch “Mumbai – New Dehli”
mfg
DDr. Alexander V. Neumaier
@ DDr. Neumaier aka Sodoku
Unser Hochstapler rät also zur europäischen Selbstaufgabe, die Euroäer sollen sich als Sklaven in die Blase Asien werfen (die nebenbei allein aus europäischer Innovationskraft entstanden ist, da die Asiaten wohl keine wesentlichen Erfindungen beigesteuert haben). Gleichzeitig wollen Leute wie Sie ethnisch fremde Menschen nach Europa pumpen. Auf Ihr Geschwätz ist soviel zu geben wie auf Ihre Pseudo-Doktortitel – rein gar nichts.
grundsätzliche zustimmung.
nur leider sehe ich schwarz dafür, daß europa fähig ist, sich aus der selbstgewählten lähmung in jener geschwindigkeit zu befreien, die nötig wäre, um in absehbarer zeit wieder mehr weltgeltung zu bekommen.
ps: posten sie nicht mehr im standard? schade.
mfg
Unser “Doppeldoktor” mit seiner Zersetzungsstrategie für Europa wäre tatsächlich beim “Standard” besser aufgehoben.
Ser geehrte/r Menschmaschine,
ganz so pessimistisch in ich nicht.
Ich denke, daß die EU zwar sicherlich, sehr harte, 4-5 Jahre lang damit abfinden wird müssen, Asien hinterherzuschauen.
Eine Zeit in der die EU viel Geld und noch mehr Arbeitsplätze verlieren wird.
Aber nach dieser Zeit werden die meisten aktuellen Regierungen wohl Geschichte sein und die nachfolgenden Regierungen, so hoffe ich, dann nach weiteren 1-2 Jahren zur Vernunft kommen werden.
Darin sehe ich eine gewisse Chance, daß also nach 6-8 Jahren die EU eine Aufholjagd starten wird und dabei die jetzigen Zustände beendet werden.
Das wird zwar sehr teuer und sicherlich auch nicht ohne soziale Spannungen über die Bühen gehen, aber ich traue der EU schon zu, so eine Aufholjagd auch erfolgreich zu bestreiten.
Nur weil sich die EU zur Zeit mit völlig anderen Dingen beschäftigt, hat sie ja noch lange nicht alle Skills und sonstigen Ressourcen verloren.
Die sind ja noch fast alle vorhanden.
Wobei, es kann dann schon eine ganze Generation dauern, bis die EU sich dann wieder großteils auf dem richtigen Weg befindet.
Die Asiaten, das sehe täglich, bewegen sich immer schneller und schneller, auch mit eigenen Skills und Erfindungen.
Da wird nicht die ganze EU gleichermaßen aufschließen können.
Das wäre dann das “Europa der zwei Geschwindigkeiten”.
Ein harter Weg, aber ich glaube durchaus daran.
PS.: Ja es ist schon lustig, dort habe ich als Rechter gegolten, hier gelte ich als Linker, offenbar stehe ich doch ziemlich genau in der Mitte.
Mir sind dort einfach die ständigen Wiederholungen dumpfer linker Sprüche auf den Nerv gegangen. Aber wie Sie hier sehen können, gibt es hier eben ein paar primitive Nazis als Ausgleich
Ich hoffe ja nur, daß der systemfehler dem Dr. Unterberger keine rechtlichen Probleme bereitet, so manche seiner Aussagen dürfte schon mit dem StGB in Konflikt stehen.
Es wäre schade um dieses Forum, das ist eines der wenigen in denen es auch tatsächlich inhaltliche Diskussionen gibt.
Auch wenn ich kaum noch Zeit für solche Dinge habe.
Bleiben Sie halt einfach auch hier …
mfg
DDr. Alexander V. Neumaier
@ Neumaier aka Sodoku
Die neue “Argumentationsstrategie” ist also das Drohen mit dem Staatsanwalt. Sehr stilvoll. Aber was anderes hatte ich von Ihnen auch nicht erwartet.
Erinnert sich noch jemand wie “japanische Methoden” in den 80ern und 90ern als die Gefahr für Europa dargestellt wurden.
Japan, hübsches Beispiel für eine Gesellschaft die ihre eigenen – der freien Marktkräfte geschuldeten – Innovationsschocks nicht mehr verkraften kann.
Und China… forget it… solange die allerbestes Agrarland mit der Rate vernichten mit der sie es eben vernichten (mir vollkommen unverständlich) sind die allererste Kandidaten für eine Hungerkrise in der Größenordnung von x * 10**7.
Die Lebensmittelreserven liegen ja irgendwo bei 0 – und da wir alle Superoptimisten sind wird es ganz sicher NIE wieder zu einer überregionalen Missernte kommen, gelt!
@ Systemfehler
Kompliment. Einerseits dafür sich die Mühe gemacht zu haben diese Suada zu lesen. Andererseits für die deutliche aber verständliche Erregung dem zweifachen Hrn. Doktor, bei allem Respekt, klarzumachen etwas weniger kann oftmals mehr sein.
Sehr geehrter Herr ViennaCodePoet,
verwechseln Sie die beiden Länder China und Japan nicht.
Die haben höchst unterschiedliche Mentalitäten und ganz andere Voraussetzungen.
Japan wurde tatsächlich durch den verlorenen 2. Weltkrieg in eine Rolle gedrängt, mit der es bis heute nicht ganz zurecht kommt.
Das ist ein Land, von dem auch in der Region als ein Land mit “bad karma” gesprochen wird, weil man eben mit den jahrhundertelangen Traditionen gebrochen hat.
Japan hatte kein regionales Role Model und konnte nur als Produktionsstandort für andere Staaten überleben.
China ist da ganz anders.
China hatte viele Jahrzehnte lang Zeit die Fehler der anderen zu beobachten und daraus zu lernen.
Die waren, im Gegensatz zu Japan, auch schon knapp 4 Jahrtausende nicht wirklich isoliert, das betrifft nicht nur die Seidenstraße.
Und China hat begonnen zuerst, “Ein Land zwei Systeme”, sich per Experiment zu öffnen.
Die haben viele Fehler gemacht und rasch daraus gelernt.
Die haben ihre heutigen Manager und Eliten im Westen ausgebildet.
Und sie haben, auch als Staat, sehr viel Geld verdient, auch im Gegensatz zu Japan.
Sie liegen übrigens nicht richtig, wenn es um die Vernichtung von Ackerland in China geht.
Auch das war bis vor ein paar Jahren richtig, aber die steuern gerade massiv gegen und haben ein unglaubliches Programm zur Erhaltung der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen gestartet.
So massiv wie das eben nur in einem System geht, das nicht von Wahlen abhängig ist.
Und Vorräte dürfte es in China genug geben, angeblich für mehrere Jahre.
Die haben auch aus den Hungersnöten gelernt.
Nicht umsonst kaufen die gerade weite Teile Afrikas und Südamerikas auf.
China ist erst am Anfang seines Aufstieges, aber bedenken Sie, die haben nicht nur 1.3 Mrd. Menschen, die für sich einen riesigen Binnenmarkt ausmachen, diese Menschen haben einen unglaublichen Leistungswillen und sind keinesfalls die dummen gelben Ameisen, als die sie der Westen gerne sehen will.
Bei allen Fehlern die die machen, sie können das durch schiere Menge und eine jahrhundertelang entwickelte Mentalität mit einem unglaublichen Willen zur Verbesserung der eigenen Situation ausgleichen.
Notfalls ist China eine Gruppe von 1.3 Mrd. EPUs oder eine große China AG oder jede Form dazwischen.
Ich empfehle immer wieder, ganz einfach das Land einmal abseits der Touristenpfade zu besuchen und mit eigenen, offenen Augen zu sehen.
Allein Shenzhen hat die vielfache Wirtschaftsleistung Österreichs.
Und die sind erst seit rund 15 Jahren im Rennen.
Vorher war da nicht viel.
Die werden also Fehler machen und aus ihnen lernen.
Vor allem aber werden sie aus den Fehlern anderer, auch der Europäer, lernen.
Das wird mehr als spannend.
mfg
DDr. Alexander V. Neumaier
@ ddr. neumaier:
ich hoffe, sie haben mit ihren einschätzungen recht. ich fürchte nur, daß die vielen klötze, die sich europa ohne not in den letzten jahrzehnten ans bein gebunden hat, zu schwer sein werden, als daß eine änderung, wie sie sie skizzieren, herbeigeführt werden könnte. die wirtschftskrise verschärft das noch. aber gut, man soll die hoffnung nicht aufgeben.
was sie über den standard schreiben, kann ich nachfühlen. trotzdem ist es in letzter zeit dort etwas besser geworden. es gibt nicht mehr nur dumpf-einseitige linkslastige beißreflexe (auch wenn zum aktuellen thema “10 jahre schwarz-blau” der geifer wieder überkocht), sondern vermehrt auch andere stimmen. allerdings hat der online-standard insgesamt sehr an niveau verloren, das ist schon richtig. ich bin seit jahren dort, weil der standard erstens den immer noch besten online-auftritt österreichs hat (kein wunder, was bronner da seit 15 jahren reinbuttert) und weil ich zweitens dort ein gegengewicht bilden wollte/will. ein vielleicht naiver gedanke, aber immerhin gab es früher stellenweise interessante diskussionen mit andersdenkenden.
mfg
Ich würde mich nicht wundern, wenn Menschmaschine eine Sockenpuppe unseres “Doppeldoktors” wäre. Na ja, irgendeiner muss ihm ja zustimmen. Die Chinesen als Übermenschen. Wer’s glaubt. Bisher ist China nur als völlig unkreativer Golem des internationalen Finanzkapitals in Erscheinung getreten. China stellt die Sklaven. Die internationale Finanz sorgt dafür, dass die Europäer ihre Erfindungen mehr oder minder ohne Gegenleistungen nach China transferieren.
@ systemfehler:
ich bin keine sockenpuppe. mir ist der nick (nicht der mensch) “alexander neumaier” nur aus dem standard-forum bekannt, und zwar als verfasser intelligenter postings mit sachkenntnis in bezug auf asien und ganz sicher nicht als “linker europa-zersetzer”. ich kann ihre vorwürfe an ihn nicht nachvollziehen und das, was sie da unterstellen, aus seinen zeilen nicht herauslesen.
europa ist schwach, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. und wenn wir nicht aufpassen, ist unser knowhow-vorsprung in gewissen bereichen auch bald dahin. das sind einfach tatsachen. wo das automobil erfunden wurde, ist doch heute und speziell in der zukunft ohne belang. china besteht nicht aus übermenschen, das ist unsinn. ich bin vielmehr gespannt, wie lange die chinesiche führung den seltsamen spagat zwischen freier wirtschaft und gelenkter politik noch schaffen kann und was danach kommt.
als europäer ist mir natürlich europa das primäre anliegen und hier zuerst österreich.
ich fürchte, wir haben schwierige zeiten vor uns, sehr schwierige. österreich beginnt gerade zu realisieren, daß wir doch keine “insel der seligen” sind und viele bereiche radikal umgebaut werden müssen.
@ DDr. Alexander V. Neumaier
“Je mehr Menschen zusammenleben, desto eitler werden sie, und es entsteht in ihnen das Bestreben, sich durch allerlei “Kleinigkeiten” hervorzutun. Wenn sie einander nicht kennen, so verdoppelt sich das Bestreben, sich hervorzutun.”
Guten Abend
Sehr geehrter Herr Johann Hochstöger,
ja und?
mfg
DDr. Alexander V. Neumaier
@ Neumaier
Aber China befindet sich ja auch in einer ganz anderen Situation. Zahlenmäßig gesehen (BIP, …) ist es noch immer ein Entwicklungsland. Und ein starkes Wachstum damit logisch, wenn man die richtigen Voraussetzungen schafft. Darüberhinaus befindet sich China auch (noch) in einer anderen demografischen Lage als die westlichen Staaten und kann auch Riesen-Reservoir zurückgreifen.
Allerdings mache ich mir schon auch Sorgen, wenn ich sehe, dass in bestimmten aktuellen (Hoch)technologien aus Europa nicht mehr wahnsinnig viel kommt, weder im Know-How und schon gar nicht in der Produktion. Also was machen wir in 20 Jahren? Den Kasperl spielen für chin. Touristen?
Sehr geehrter herr Tartaros,
China ist ein Land voller Widersprüch und mit einer unglaublichen Bandbreite.
Das reicht von Entwicklungsland bis hin zu einem Gebiet welches sich bereits mitten im 21. Jahrhundert befindet.
Das Land hat also einen sehr großen Bedarf an innerem Ausgleich.
Der ist auch dringend nötig.
Fast die gesamte industrielle Wirtschaftsleistung konzentriert sich auf die sonderwirtschaftszonen entlang der Küste.
Im Hinterland fehlt es teilweise an allen Ecken und Enden.
Allein das auzugleichen wird viele Jahre in Anspruch nehmen.
China wird also teilweise auch durch seine eigenen Strukturen gehemmt werden.
Das aber ist das Zeitfenster, welches die Europäer nutzen können.
Es wird nicht notwendig sein, sich auf eine Zukunft als Tour Guide für chinesische Touristen einzustellen.
Die modernen Chinesen kennen und schätzen sehr wohl den Wert einer gleichberechtigten Kooperation.
Man muß nur akzeptieren, daß sie auch wirklich gleichwertige Partner sind.
Das aber fällt dem Westen derzeit noch sehr schwer.
Nicht nur in einigen der hiesigen Postings, das ist ein generelles kulturelles Problem.
Wenn die Europäer einen Teil ihrer Klötze am Bein, das sind teilweis überdimensionierte Sozialsysteme und andere Einrichtungen, zugunsten von mehr Eigenverantwortung der eigenen Bürger über Bord werfen und das werden sie müssen, dann haben die Europäer alle Chancen auch mit den Chinesen auf einer Ebene klarzukommen.
Die Europäer sollten dazu, meiner Meinung nach, sogar besser in der Lage sein, als die Amerikaner, schließlich haben die Europäer eine längere Kulturgeschichte.
Und so etwas schätzen die Chinesen überaus.
Ich lebe seit mehr als 15 Jahren in Asien, meine Kunden und lokalen Geschäftspartner sind fast großteils Festlandchinesen und ich habe längst die Angst vor ihnen abgelegt.
Das ist eine Frage der persönlichen Einstellung.
Angst vor China muß man nicht unbedingt haben.
Allerdings benötigen die Europäer eine Portion realistische Sicht der Dinge.
Auf die eigenen wie die fremden.
So, jetzt geht es wieder nach Hause, schönen Nachmittag nach Wien.
mfg
DDr. Alexander V. Neumaier
@ Menschmaschine
Europa verliert gegenwärtig an Boden, weil es von Verrätern unterwandert ist, die seine Innovationskraft an fremde Ländern weitergeben, und die durch ihre Medienkontrolle die Menschen von der harten Realität ablenken und der Dekadenz anheimfallen lassen, wobei die Europäer natürlich eine Mitschuld tragen.
Allein von dem Potential, das aufgrund ihrer DNA den Europäern innewohnt, können sie mit allen anderen Völkern und Rassen locker konkurrieren (die Juden, die ein Sonderfall sind, lasse ich freilich aus dieser Betrachtung weg). @DDr Neumaier ist ein hochstaplerischer Troll, der als selbsternannter Asienexperte hier ein völlig verzerrtes Idealbild der Asiaten zeichnet, um uns glauben zu machen, wir unterlägen in einem fairen Wettbewerb, während wir in Wirklichkeit die Opfer eines inneren Verrates sind.
Vom Berg seiner Einbildung hat man einen schönen Blick auf das Land der Utopien.
Mein thread war für dr.dr. Neumaier bestimmt. Falls Zweifel sein sollten.
@wenn ich sehe, dass in bestimmten aktuellen (Hoch)technologien aus Europa nicht @mehr wahnsinnig viel kommt
das stimmt einfach nicht… blöderweise sind wir in Prozessintegration und Produktionssteuerung besonders gut – das frisst aber auch weltweit qualifizierte Arbeitsplätze ohne Ende.
die Amis sind in Basistechnologie gut (z.B. Oracle, Intel, Microsoft)
und die Europäer in Systemtechnologie (z.B. Seeburger, Siemens Paderborn) und die Weltmarktführer für Web Clipping (Lixto) und Complex Event Processing (UC4) sitzen – ja wohl – in Wien, und ich bin nicht rasen patriotisch veranlagt
Wir haben einfach zu viele Fleißige und Anständige die einfach nicht mehr schnallen oder schnallen wollen wie die Post abgeht und am Fleiß festhalten – das ist absurd.
Da der Mensch nun ja wirklich ein Tagtier ist und des Nachts ohne technischen Hilfen hilflos herum tapst – in der Nacht 0815 Güter wie Automotore schrauben – das ist z.B. krank – und wider die Natur des Menschen.
@ DDr. Alexander V. Neumaier (20.52)
Es gibt Menschen, bei denen kommt die Einbildung unmittelbar nach der Ausbildung.
Gute Nacht!
DDr. Alexander V. Neumaier:
Ich verfolge Ihre interessanten – manchmal auch sehr langen – Ausführungen immer mit großem Interesse. Vermutlich haben wir Daheimgebliebenen aber doch einen etwas anderen “point of view” zu den hiesigen Problemen. Außerdem ist aus meiner persönlichen Erfahrung in den asiatischen Ländern nicht alles so rosig, wie Sie es immer darstellen. Sind Sie glücklich, dass Sie in einer gehobenen Position dort leben und arbeiten dürfen, aber vergessen Sie bitte nicht, dass es dort auch viele Schattenseiten gibt, mit denen Sie vermutlich kaum in Berührung kommen (wollen). Es ist eine Utopie wenn man glaubt, in diesen Regionen gibt es nur mehr Win-win-Situationen. Da braucht man nur ein paar Stunden von den Metropolen und Touristenattraktionen weg fahren und man sieht Armut, Elend, modernes Sklaventum usw. Daran denke ich nicht nur bei meinen persönlichen Besuchen vor Ort sondern auch dann, wenn ich hier z.B. ein supergünstiges Hemd “Made in Vietnam” kaufe, welches eine Frau für ein paar Cent genäht hatte.
Trotzdem bin ich froh, dass Sie als Auslandsösterreicher – auch wenn Sie hier kaum Steuerleistungen erbringen – einen so regen Anteil am hiesigen aktuellen Geschehen haben.
Liebe Grüße aus dem wettermäßig kalten Europa
Ihr GOP
@GOP
Realiter droht es die Tigerstaaten und China zu zerreißen – too much change in too short time
Und der Buddhismus wird auch nicht auf ewig befriedend wirken können falls die sozialen Spannungen zu groß werden.
Sehr geehrter Herr ViennaCodePoet,
hoffen dürfen Sie, allein darauf wetten sollten Sie nicht.
mfg
DDr. Alexander V. Neumaier
DiE EU ist zu Ende, wenn das erste Land austritt.
Könnte auch Österreich sein.
Wird spätestens dann der Fall sein wenn der erste Nettozahler das Handtuch wirft.
reinhard.horner@chello.at
„Die EU ist eine ideologische Mißgeburt.“ (Werner Papst) Des Jörg Haider-Sagers aus 1988 eingedenk: „Die österreichische Nation ist eine Missgeburt, eine ideologische Missgeburt.“?
„- die Union wird als Quatschbude geringgeschätzt.“ (A. Unterberger) Dessen eingedenk, welche Linken und Rechten sich vordem so geäußert haben?
Dass auf dem europäischen Kontinent und von diesem aus enorm viel geleistet worden ist, steht gewiss außer Frage. Dass auf diesem und von diesem aus auch enorm viel verbrochen worden ist, allerdings nicht minder.
Wer der (uneingeschränkten?) Nationalstaatlichkeit nachtrauert, brauchte sich nur zu vergegenwärtigen, was unter dieser Ideologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bewirkt worden ist und mit welchen internationalen Hilfen der Wiederaufbau – vor allem nach dem 2. Weltkrieg – vonstatten gegangen ist.
Wie hat es vor der EU, ihren Vorläufern und ihren Begleitern ausgesehen? Wie würde es heute und in voraussehbarer Zukunft ohne europäische Gemeinschaft aussehen? Etwa in Österreich als sich abschottender staatlicher Individualität oder als Anschlusskandidat an Deutschland?
Was man insbesondere unserer Jugend – vielleicht auch unter Bezugnahme auf die zukunftsweisenden Aussagen in der Inaugurationsrede des J. F. Kennedy – raten kann, wäre wohl dies: arbeiten wir für unser noch nie zuvor so günstig dastehendes Österreich und setzen wir uns mit aller Kraft für die positive Weiterentwicklung eines gemeinschaftlichen Europa ein. Und die Anforderungen der globalisierten Völkergemeinschaft kommen mit Riesenschritten hinzu. Dazu gehört dann unabdingbar, dass wir alle positiven Bewegungen aufgreifen und das tatenferne und -verweigernde Madigmachen unterlassen. In den Inhalten ebenso wie im Ton der Aussagen.
Werter Professor, haben Sie einen Lehrstuhl in Weltfremdheit? Österreich stand noch nie so gut da wie heute? Angesichts der demographischen Entwicklung hat es den Volkstod vor Augen. Und was kann ein schlimmeres Schicksal eines Volkes sein? Kulturell stand Österreich, das einige Jahrhunderte ein Zentrum der abendländischen Musik war, auch noch nie so erbärmlich da wie gegenwärtig, mit geisteskranken “Künstlern” vom Schlage eine Elfriede Jelinek als Aushängeschilder.
Auch sonst bieten Sie wirklich alle nur bekannten Hohlphrasen der Politiker auf, um die Situation schönzureden. Ihre Geschichtskenntnisse scheinen den lügenhaften Schulbüchern entnommen zu sein. Sie danken dafür, dass die Amerikaner uns Kredite gegeben haben, nachdem Sie uns zerbombt haben, Kredite, die mit einem Gehirnwäscheprogramm verbunden wurden, mit dem die Europäer ihrer nationalen Identität beraubt worden sind.
So beeindrucken Sie hier nur wenige.
Den internationalen Wiederaufbau Deutschlands und Österreichs, haben z.B. die USA damit finanziert, indem sie in konzertierten Aktionen, sofort nach Einmarsch, die staatliche Patentämter und Archive von Firmen leergeräumt haben.
Nach dem Krieg durften dann heimische Betriebe, diese Patente und die darauf fußenden technischen Entwicklungen, für teure Lizenzgebühren leihweise von den Amis erwerben.
Danke USA!
Und ECHTE DEMOKRATIE, funktioniert immer nur im kleinen, überschaubaren Maßstab.
Jemandem der sich “Professor” nennt, sollte dieses zigfach belegte Faktum aus der Menschheitsgeschichte, eigentlich klar sein.
Aber man kennt das ja.
Das verbriefte Selbstbestimmungsrecht der Völker, wird schwups in primitiven Nationalismus verwandelt.
Mal von der Petitesse abgesehen, dass Nationalismus nur dann negativ ist, wenn ein Volk das eigene Dasein über das eines anderen stellt.
Lediglich darauf zu bestehen, nicht in einem Brei aus bindungslosen Nihilisten, mit multikultureller Nullidentität unterzugehen, ist kein Nationalismus, sondern MENSCHENRECHT!
@ RR Prof. Reinhard Horner
ein Demagoge der Hure Brüssel
@Segestes
Dann müssten sie für eine andere Wirtschaftspolitik votieren – Heiße Eislutscher sind nicht vorgesehen.
Es gibt kein Mittel mehr globale Innovations Schocks die auch die Gesellschaftspolitik massiv beeinflussen zu stoppen. Es bleibt Adaption, quasi die Auslotung der ökologischen und kulturellen Limits der Menschheit.
Pikant und ein wenig schizophren ist, dass Herr Unterberger, z.B als Publizist im Börsenkurier diese Entwicklung massiv vorantreibt und deren kulturrevolutionäre Konsequenz entweder nicht zu Ende denkt, oder sporadisch für ein “linkes Programm” hält.
Getrieben wird die Entwicklung von entfesselten – neuenglisch – Innovator Bunnies. Und Politik mutiert zu dem sozialpsychologischen Versuch die “innovatorische Marktrevolution” für den weniger dynamischen Teil der Bevölkerung zu moderieren.
Nationalismus mag noch auf eigenem Grund und Boden – übrigens der wahre Reichtum – unter der schwierigen Voraussetzung, dass Eigentumsrechte gewahrt bleiben, funktionieren.
@ VCP
Ihre Analyse ist gar nicht einmal so unzutreffend (dass ich das einmal zu einem Ihrer Kommentare sagen würde!), nur sind Sie anscheinend Fatalist. Ich denke aber nicht, dass die europäischen Völker diese Abwärtsspirale einfach so als Diktat der Technologie gefallen lassen müssen. Hinter der Technologie stehen Menschen (wobei ich weniger die Erfinder als vielmehr die Finanzdynastien im Hintergrund im Augen habe), und diese Menschen können – zumindest theoretisch – auch besiegt werden. Legitim ist der Kampf allemal, da uns diese Menschen die Lebensqualität rauben. Im heutigen Globalismus gibt es nur wenige Gewinner und viele Verlierer. Es wird Zeit, dass sich die Verlierer zusammenschließen.
Nachsatz: Wobei ich betonen möchte, dass der Nationalstaat noch die beste Organisationsform ist, um eine Alternative zum Globalismus zu liefern. Irgendwelche theoretische Koalitionen von Globalisierungsverlierern, die einander zu fremd sind, um einander zu vertrauen, bringen uns nichts.
@ RR Prof. Reinhard Horner
Der Sager war eine bewußte Provokation von mir, und ausschließlich auf die EU in der (heutigen) Form bezogen.
Ich bleibe dabei. Der Kern der EU sind der freie Warenverkehr, die offenen Grenzen und heute der Euro. Niederlassungsfreiheit, Kapitalverkehrsfreiheit kann man so oder so sehen. Zentralistische, links angehauchte Vorgaben aus der EU sind extrem schädlich. Die EU mischt sich in Dinge ein, die sie überhaupt nichts angehen. Dinge, die vor Ort viel besser geregelt werden könnten.
Der CSU-Politiker Peter Gauweiler, der auch gegen den Lissabon-Vertrag geklagt hat:
http://www.peter-gauweiler.de/pdf/Spiegel%20vom%2011.08.08.pdf
Gauweiler: Ich will einmal festhalten, wofür die EU nach Lissabon zuständig ist. Das ist ja nicht nur der Gemeinsame Markt. Dazu gehören entscheidende Bereiche der Wirtschafts- und die gesamte Währungspolitik, die Gesundheits-, Industrie-, Regional-, Bildungs- und Jugendpolitik. Außerdem der Verbraucherschutz und Bereiche der Daseinsvorsorge, die Forschungs- und Technologiepolitik, die Umwelt-, Energie und Klimapolitik, die Asyl- und Einwanderungspolitik, das Zivilprozessrecht, das Strafrecht, die Terrorismusbekämpfung, die Innere Sicherheit und die Polizei.
Und darüber hinaus soll sich die EU mit Hilfe einer sogenannten Flexibilitätsklausel ihre Kompetenzen auch noch selbst ausbauen können.
Der Nachkriegsfriede in Europa ist vor allem der wirtschaftlichen Entwicklung zu verdanken, und da teilweise natürlich der damaligen EG. Allerdings sollte man nicht vergessen, daß nach dem 2. Weltkrieg einige Grenzen neu gezogen worden sind, teilweise massenhaft Leute umgesiedelt wurden, und so durch ethnisch relativ homogene Gebiete Konflikten von vorne herein der Boden entzogen wurde. Heute macht man komischerweise wieder genau das Gegenteil, und holt schafft ethnische Pulverfässer mitten in Europa.
Die Wiederaufbauhilfen schön und recht. Den Hauptanteil hat wohl trotzdem die Nachkriegsgeneration in Europa geleistet, und da vor allem die Trümmerfrauen.
Heute leiden wir weniger am “Schlechtreden”, sondern vor allem an der Realitätsverweigerung. Den Weltmeister der Realitätsverweigerung haben wir zum Bundeskanzler gemacht.
@auch besiegt werden
Ihr Vorschlag??? Die totalitäre Beschaulichkeit von DDR 2.0 udgl. wird es wohl nicht sein.
@ VCP
Ich möchte betonen, dass ich selbst eine DDR 2.0 dem Volkstod vorziehen würde. Doch sehe ich nicht, warum sich die DDR für deutschnationale Gegner der Globalisierung als Gegenmodell zu dieser anbieten würde. Ich denke, das deutsche Volk (ich zähle bekanntlich die Österreicher zum deutschen Volk) sind ein leistungsfähiges und kulturell hochstehendes Volk, so dass sie es schaffen dürften, in ihrer angestammten Heimat einen lebenswerten Staat auf die Beine zu stellen, der seine Bürger nicht einsperren muss.
Zwei Maßnahmen sind natürlich unbedingt zu treffen:
1) Aufdeckung des Schwindelgeldsystems bei Zurückweisung aller Schulden. Eventuell sind Reparationen von den Finanzdynastien einzufordern.
2) Repatriierung aller kulturfremden Ausländer, die von unseren Feinden nach Europa geschafft worden sind, um uns zu zerstören. Denn nur eine ethnisch halbwegs homogene Bevölkerung kann einen lebenswerten Staat schaffen.
Beide Maßnahmen sind natürlich nur nach einem Machtwechsel durchzuführen. Und wie der bewerkstelligt werden solll, weiss ich gegenwärtig leider auch nicht.
EU = bürokratische Durchsetzungsmaschinerie für Lobbyverbände
Oder warum sonst, gehören ausgerechnet die Industriellenverbände, quer durch Europa, zu den größten Sponsoren eurokratischer Alltagsfreuden?
Ein paar Austern hier, Herr Abgeordneter, ein paar Lammkeulen in Champagner-Sauce dort.
Von den regelmäßigen Speisungen der Abgesandten europäischer Medienhäuser, ganz zu schweigen.
Geschätzte 20000 Lobbyisten in und um Brüssel, fast allesamt Vertreter von Konzernen, sprechen ja wohl eine deutliche Sprache und zeigen worauf diese sogenannte Union fußt.
Der Witz an der Sache: Die angeblich Linksliberalen, allen voran die rot-grüne Journalistenmehrheit im ORF (siehe letzte Betriebsratswahlen), steht Beifall klatschend dabei und macht sich zum größten Propagandasprachrohr dieses ungustiösen Treibens.
Warum? Weil sie, als Mitglieder der politisch korrekte Journalisten-Clique, natürlich zu den Hauptprofiteuren eines schrankenlosen Arbeitsmarktes zählen. Auf die Sorgen jener vielen Menschen, die es wenig erbaulich finden durch Europa zu gondeln, um mal dort, oder mal da zu arbeiten (und die diese Möglichkeiten sowieso meist auch nie hätten), pfeift man mit Nachdruck.
Das Hemd ist einem einfach näher als der Rock.
Die EU existiert bloß juristisch. Wirklich ist sie nicht.
Die EU ist eine ideologische Mißgeburt.
Das einzige was in Europa funktioniert und was die Leute auch wollen ist der freie Warenverkehr und die offenen Grenzen. Dann kann man noch die gemeinsame Währung dazunehmen, die die Leute zwar nicht wollen (weil sie sich nicht auskennen), die aber viel zum Wohlstand beiträgt.
Auf der Negativseite stehen:
-die Niederlassungsfreiheit (braucht man nicht, von ein paar 1000 Hochqualifzizierten abgesehen)
-das zentralistische Dreinpfuschen der EU in Bereiche die sie überhaupt nichts angehen, besonders was kulturelle Fragen, Bildungsthemen, Zuwanderung, Gesundheitspolitik usw betrifft
-die Illusion von einem europäischen Einheitsstaat
Europa war in den letzten Jahrzehnten wirtschaftlich stark, und demokratiepolitisch und gesellschaftspolitisch ein Vorbild für die ganze Welt. Dadurch hatte Europa indirekt sehr wohl einen gewissen Einfluß in der Welt. Beide Vorteile wurden in den letzten 20 Jahren komplett verspielt. Vor allem durch die völlig verfehlte Zuwanderungspolitik (Massenimmigration von Moslems) und durch die linkslinke Politik von Brüssel, die die Wirtschaft und die Gesellschaften zerstört.
… wenn ich das so recht betrachte, muß ich Ihnen Recht geben.
Kurz – prägnant – logisch.
Quatschbude? Da hat er nicht mal unrecht! Wenn ich sehe, welche Dödel da im Parlament sitzen, von den Kommisaren gar nicht zu reden!
Die Gesetze, Verordnungen die aus der EU kommen, kann niemand mehr nachvollziehen…Vetterlnwirtschaft halt!!
Die wollen 50 Millionen Arbeitnehmer aus Schwarzafrika und Nordafrika reinholen, dazu 200 Millionen Angehörige. Weil wir in Deutschland angeblich keine qualifizierten Arbeitskräfte mehr haben.
Das ist ja an Lächerlichkeit nicht zu überbeiten. 72% der Zuwanderer derzeit haben nichts gelernt! Wir in Deutschland haben unter den 6 Millionen Arbeitslosen mindestens 3 Millionen qualifizierte Menschen, Fachleute, die kein Mensch einstellt. Von den 6,5 Millionen Hartz IV Empfängern (Langzeitarbeitslose) sind ebenfalls mindestens 2 Millionen mit einem gelernten Beruf, Stellen? Fehlanzeige.
In Deutschland haben Personen, die über 50 Jahre sind auch wenn sie hoch qualifiziert sind, keine Möglichkeit eine Dauerstelle zu bekommen, ab 58 Jahre gibts überhaupt keine Arbeit mehr, da kannst du können was verlangt wird. Die schauen aufs Geburtsdatum, dann bist du abgemeldet!! Für immer…
Und jetzt wollen die nochmals 250 Millionen Sozialfälle reinholen?? Die bei der EU sind von Aliens infiziert!!!
@ Eddie R.
Gebe ihnen recht. Sie bleiben jedoch sehr pauschal wer die sind, welche verbreiten wir hätten keine oder zu wenige qualifizierten Fachleute????
Wär schön würde Unterberger das Thema einmal aus Sicht der Wirtschaft beleuchten. Industrie, Handel und Gewerbe verhalten sich seit vielen Jahren zum Thema (notwendiger) Zuzug erstaunlich ruhig. Ach ja – Nutzniesser und Betreiber des Muliti-Kultiwahns sind ja Linke, Grüne, Bobos …… damit die Rechten ihren gerechten Schlaf haben.
Na, noch keiner aufgesprungen?
“Was manche Leute sich selbst vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach.”
Grundsätzlich wünsche ich der EU nur Pleiten, Pech und Pannen, da sie sich der Ausrottung der europäischen Völker via Multikulturalismus verschrieben hat.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/373/418138/text/
Zudem ist die EU eine anti-deutsche Institution, in welcher sich deutsche Politiker nur als Zahlmeister betätigen dürfen, sonst aber bitteschön im Hintergrund halten sollen. Deutsch ist bekanntlich keine Amtsprache der EU, obwohl mehr Menschen eine deutsche Muttersprache in Europa haben als eine französische oder englische. Wichtige Posten in der EU werden niemals mit Deutschen besetzt.
Eine europäische Identität ist sehr wohl begrüßenswert, doch nur auf der Grundlage des Bewusstseins, dass sich Nationalkulturen der europäischen Völker gegenseitig befruchten. Eine europäische Identität muss deshalb einer natinalen Identität untergeordnet sein, und die nationale Identität Österreichs ist die deutsche.
Leider ist die EU noch viel zu mächtig. Deshalb kann man nur hoffen, dass die zentrifugalen nationalen Tendenzen diesen Moloch zersprengen werden.
Lieber Systemfehler(nie war ein Pseudonym treffender),
ihre Beitrage empfinde ich mithin die bereichernsten hier im Forum. Dass Sie sich zuweilen im Ton vergreifen, muss man halt ertragen, wobei es schon besser geworden ist.
Zur Sache: Ich halte die EU für die Mutter all unserer Probleme. Egal ob Asyl, Arbeitsmarkt, Kriminalität, Genfraß, China-Gift-Produkte, und unzählige andere – immer mischt die EU auf einer Metaebene mit; wenn nicht explizit dann doch implizit.
Falls diese Despotie – und das ist sie, wenn man die Definition von Demokratie ernst nimmt – einst in Scherben liegen sollte, es gibt nix, was ich mehr erhoffe.
Lieber Gasthörer,
vielen Dank für die Blumen.
MfG
Europa wird jene Bedeutung erlangen die seiner Bevölkerungszahl entspricht, an sich und im Mittel der Normalfall, im Rest der Welt sind sie ja – wiederum im Mittel – auch nicht deppert.
Für christliche, weiße Suprematisten mag das schwer erträglich sein, wird aber keine Rolle spielen.
Trotz heftigem Leitgejammer, die europäische Industrie ist immer noch die kompetitivste der Welt, durch Krieg oder Bürgerkrieg lässt sich das natürlich sehr schnell – wiedereinmal aus eigenem Verschulden – schnell vergeigen.
Ich habe für Leute wie Sie, die ihren Selbsthass auf Menschen mit noch nicht völlig verkümmerten Selbstbewusstsein ausdehnen wollen, eigentlich nur Verachtung übrig.
Da ich das Selbstbewusstsein habe kann ich den an sich einfachen Gedankengang, dass die Bedeutung Europas im Mittel mit seiner Bevölkerungszahl korrelieren wird auch denken. Es ist in der Tat eine Frage des Selbstbewusstseins.
Ich kann allerdings auch die sprachspielerische Kreativität der Empörungskünstlerei würdigen.
@ VCP
Jeder Geschichtsbewusste sollte wissen, dass die europäischen Völker mit ihren kulturellen Leistugen der Welt mehr gegeben haben als andere Völker, weshalb eine Stutzung seiner Bedeutung gemäß Bevölkerungszahl nicht begrüßenswert ist. Seit Europa im Sturzflug ist, weil es von einer fremden “Elite” bewusst irregeführt wird, befindet sich auch die gesamte Welt in einer ausgeprägten kulturellen Krise.
Es wird die Zeit kommen, da werden wir uns schon zu wehren wissen!
@ Eddie R.
Ihr Wort in Gottes Ohr!
Wollt ihr den Dritten Dreißigjährigen Krieg vom Zaun brechen, aber bitte doch.
Ist ja ein freies Land – kann man niemand hindern im Zustand agitierter Unzufriedenheit zu leben. Irgendwie schade.
@ VCP
Wir haben lediglich den Wunsch geäußert, die europäischen Völker mögen gegen den Plan ihrer “Elite” wehren, sie auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen. Ob dies geschieht und wenn ja, mit welcher Folgen, wird die Zukunft weisen.
Sie hingegen scheinen ja die bedingungslose Selbstaufgabe zu predigen!
Wehren heisst abwehren und nicht Krieg vom Zaun brechen., aber wenn die Zuzügler den Krieg anfangen und Deutschland übernehmen wollen, werden wir uns wehren!! Aber richtig! Soviel Selbstbewußtsein haben wir!!
Europäischer Escapismus
Europäische Politik ist generell gezeichnet von krassem Escapismus.
Sozialthemen, Ausgrenzungsgejammer und Pro-EU-Beitritt der Türkei bieten sich den chronischen Escapisten wie vergnügliches Kartenspiel an (Grasoberln), über welchem sich die Realität ebenso gemütlich auslöschen lässt.
Der Halbleiche Spanien könnte man entschuldigend zugute halten, dass ein Siech eben nicht viel weiter als bis zu seinem abgenudelten Bettrand zu blicken und zu denken vermag, geschweige denn zu handeln.
Die Sozial-, Armuts- und Ausgrenzungstrompeter, die hinter ihrem Grabkonzert auch noch eine schwüle Sehnsucht nach einem Fellachenpatriarchat mit Shariatischer Konstitution antreibt, sind die wackeren Totengräber des Abendlandes. Der Trieb zur Selbstverzwergung geht soweit, dass die Reste des Abendlandes schließlich in eine kleine, schicke Urne passen würden.
Was kommt, kommt! Mit Riesenschritten. Die EU-Blassärsche haben nicht einmal mehr einen Namen.
literarisch von einigem Wert;)
@ VCP
Nicht nur literarisch, sondern auch inhaltlich. Kompliment, @beatrix!
Sprachlich, inhaltlich hervorrgend und vor allem mit charmanter politischer Unkorrektheit verfaßt. Ein Musterbeispiel ua. für den Deutsch-und Geschichtsunterricht in unseren Schulen.
Ich schließe mich bewundernd den Lobeshymnen an.
kleine Korrektur zum Machtpol der Zukunft, dieser liegt auf der Achse Peking, Dehli, Teheran. Heute findet die Befehlsausgabe noch über den Weg Brüssel von New York und New York von Jerusalem statt.
Ob Obama das nur aus Unhöflichkeit gegenüber Europa getan hat?. Diesbezüglich nehmen SICH die “Europäer” UND Amerika tatsächlich ZU wichtig. Für Obama sind “seine” bzw. US-Amerikas interne und andere Probleme momentan WIRKLICH wichtiger. Der Hut brennt an mehr als an einer Stelle.
Und das “europäische” Parlament wie seine “Politiker”? Es zeigt seine Einigkeit in eminent “wichtigen Problemen” statt diese Gelegenheit auszunützen und sich von seiner, schon fast abartig zu nennenden Ergebenheit gegenüber den USA abzunabeln.
Europa soll die “europäischen Werte” im Inneren realisieren, eine vernünftige Wirtschaftspolitik auf Basis der sozialen Marktwirtschaft betreiben und eine pragmatische Aussenhandelspolitik betreiben, eine solide Einheitswährung haben, den Nationalstaaten Freiräume lassen und eine europäische Armee haben, die in der Lage ist, bei Katastrophen überall zu helfen und europäische Konflikte wie z.B. am Balkan im Griff zu halten und evt. Angriffe aus aussen abzuwehren. Wir brauchen jedoch keine Weltmachtpolitik mit einem Heer, dass überall auf der Welt eingreifen kann. Wir brauchen jedoch europäische Staatsmänner (aauch Frauen natürlich) mit Visionen, Charakter und Format wie etwa Churchill, de Gaulle, Adenauer, Kohl, Mitterand. Mock, Schüssel etc. und nicht Figuren wie Chirac, Berlusconi, Blair, Faymann etc.
Genau mit diesen Vorstellungen, Norbert Reis, scheitert die EU gerade kläglich.
Was sind europäische Werte? Wer sollte die definieren? Bisher war nichts davon erkennbar. Was sollte eine soziale Marktwirtschaft sein? Alles gehört allen, jeder Profit wäre sofort umzuverteilen? Weshalb sollte eine europäische Armee bei Katastrophen helfen? Militärische Organisationen sollten anderen Zwecken dienen. Keine Weltmachtpolitik? Warum dann überhaupt eine EU?
Die von Ihnen bevorzugten Staatsmänner und natürlich auch -frauen weisen ein kleines Manko auf. Sie sind Vertreter früherer Generationen.
Bitte, bitte, bitte, bitte: mit diesem unsäglichen “Staatsmännern, natürlich auch -frauen” aufzuhören!
Die Mehrzahl dieses Wortes “Mann” wie in “Staatsmann” ist “Leute” wie in “Feuerwehrleute”, “Landeshauptleute”, “Torleute” usw. Und nicht Männer wie in Ehemänner. Ehemänner und Ehefrauen zusammen sind Eheleute.
Ist denn das so schwierig?
MfG phaidros.vie@wot.at
Europa kann die Tore für Zuwanderer so weit und bequem öffnen wie es angeblich die bösen Linken pushen und die braven Rechten dem dagegen halten. Das würde bestenfalls demografische Defizite für zukünftiges Sklaventum ausgleichen. Der (noch) ökonomische aber ruinöse Wettbewerb mit China, Indien und co. in diese Richtung ist ja längst eröffnet. Die Chancen den zu gewinnen sind aussichtslos. Es sei denn wir wollen, wie Hardcore-Ökonomen beharrlich suggerieren das “Notwendige” endlich akzeptieren und zulassen. Also das Individium (arbeitender) Mensch auf diesem Kontinent wenigstens wieder zurück ins Zeitalter des Absolutismus werfen. Ein bisserl wehren sich ein paar ewiggestrige Gewerkschafter noch. Der Rest wurde bereits von ebenso korrupten Managern mit Edelnutten, dicken Zigarren und teurem Cognac ruhiggestellt.
Die solche Entwicklung zumindest verbal herbeisehnen wähnen sich am “Zielpunkt dieser neuen Endlösung” an der Seite jener die dann einer neuen Elite oder besser Edelrasse angehören werden. Auch für diese Entwicklung braucht es zuerst willige Mitläufer. Wie stets im Lauf der Geschichte und dem Wechsel ihrer “Aristokratien”. Schätze deshalb, es dürften einige zuviel sein die sich darauf Hoffnungen machen dem zukünftigen Heer der Untermenschen entfliehen zu können.
Dieser Kontinent ist Wiege und Heimat von Demokratie, Humanismus, Aufklärung oder den Menschenrechten. Werte die Teil unserer und damit europäischer Identität sind und auf die wir stolz sein sollten und dafür kämpfen sie zu erhalten. Wo sind, gerade im vorwiegend bürgerlich regierten Europa, Politiker die Anstand, Courage oder gar Ideen hätten daran nur annähernd anzuknüpfen? Hier wird jede Menge Zeit, Energie und gutes Geld darauf verwendet Entwicklungen nachzueifern auf die andere schon längst das Copyright haben. Die alte Weisheit ignorierend die Kopie ist niemals so gut wie das Original.
Europa fehlt es an (Selbst)Vertrauen. Sowie an überragenden Persönlichkeiten des gesamten gesellschaftlichen Spektrums einer zivilisierten Welt. Menschen die den Glauben an unsere strapazierten gesellschaftlichen Werte nicht nur predigen sondern auch mit Verve verfechten und leben. Oder optimistischer formuliert: Diese Menschen gibt es sehr wohl. Sie schaffen es leider nicht den inzestiös-degenierten Kreis derzeitiger Eliten zu durchbrechen. Ein bisserl Euphemismus gönn ich mir doch an diesem morgen.
Wer zaudert fordert Angreifer heraus. Jüngstes Beispiel: Die USA verlangen von der EU die Herausgabe aller SWIFT-Daten. Der EU-Rat, sprich der Ausschuss vom Ausschuss eitler europäischer Politiker, nickt artig ab. Das EU-Parlament, vulgo der Ausschuss europäischer Politiker, will das nächste Woche korrigieren. Wen wundert’s das besonders bei den Jungen die Sehnsucht nach einer “starken Hand” zunimmt?
Als selbstständig denkender Bürger traue ich diesen Politikern alles zu. Gewiss nicht ein starkes Europa kreiieren zu können. Das scheint deren letztes Ziel zu sein.
Es gibt bis auf weiteres nur einen Machtpol auf der Welt. Die USA. China wird einfach nur überschätzt. Und Europa….tja…da haben sie recht. Leider.
Unterschätzen Sie China ruhig weiter. China lebt von dieser Unterschätzung und verdient sehr gut daran.
Wenn in China nur jeder Tausendste erfolgreich studiert ist diese Anzahl immer noch so enorm, daß sie von Europa nicht erreicht werden kann, daher würde ich China keinesfalls unterschätzen!
China hat pro Jahr 5 Millionen Hochschulabsolventen.
Europa hat pro Jahr 5 Millionen moslemische Zuwanderer.
Europa wundert sich und macht auch dann und wann den Eindruck eines beleidigten, weil übergangenen Kindes, weil es nicht für voll genommen wird. Dabei wäre es doch so simpel: sich ernsthaft gebären, dann werden wir früher oder später auch ernst genommen:
* Nationalstaatlichkeit in den Hintergrund treten lassen (bishin zur Auflösung in ferner Zukunft)
* Eine einzige, gemeinsame Außenpolitik
* Eine gemeinsame Armee
* Eine gemeinsame Polizeibehörde
* Eine Rechtspersönlichkeit
* Eine Verfassung, die diesen Namen verdient und trägt,
kein knieweicher Wischiwaschi-Vertrag (auch, wenn das Richtige drin steht)
* Integrationssymbole:
+ ein europäischer Präsident mit weitreichenderen Befugnissen als Flughafenabholungen,
+ Sportmannschaften,
+ eine Hymne, die den Namen verdient – nicht ein recyclierter alter Schinken – auch, wenn’s ein guter ist
+ Geld, dem man Stolz und Selbstbewusstsein ansieht: was sollen diese könnte-es-geben Fenster und
Brücken? Sind in der Geschichte keine 7 Europäer zu finden, die man abbilden könnte, die über
DIskussionen erhaben wären? Allein dieser unsägliche Name! «Euro»! Da hat Weigel uns ein Ei gelegt,
mein lieber Schwan! «Drachme» wäre ein ordentlicher, richtiger Name gewesen. Schlappe 4000 Jahre
in Verwendung hätte er symbolisiert, wo die Wiege der heutigen Zivilisation steht.
+ durchaus auch alle darüber angeführten Punkte!
Solange wir in Europa Themen mit der Relevanz von Binnenmajuskeln diskutieren, solange Europa in den Köpfen der Politiker nur ein freies Feld für Versorgungsrochaden ist, solange Europa seine einzige Aufgabe darin sieht, Fördertöpfe zu füllen und die Füllung hernach zu verteilen, solange also mit einem Wort nichts da ist, was an Europa respektabel ist, solange wird Europa nicht respektiert werden. Von den Amerikanern nicht, von den Asiaten nicht, auch von den Afrikanern nicht. Aber was am allerschlimmsten ist: von uns Europäern selbst nicht.
So einfach ist das.
MfG phaidros.vie@gmail.com
Schon Bismarck stellte klipp und klar fest: Politik ist immer Aussenpolitik und nicht Sozialpolitik.
Im Gegensatz zu damals ist jedoch heute Aussenpolitik immer Wirtschaftspolitik.
Die EU sollte sich auf die reine Wirtschaftspolitik zurückziehen und sich nur auf diesen Bereich konzentrieren unter Einbindung der Verteidigungspolitik. (Rechtssysteme, Steuersysteme, Geldwirtschaft, Forschung)
Der Rest sollte nationalstaatlich bleiben.
Ihre taxative Aufzählung ist (möglicherweise sogar leider) ein nicht erreichbares Idealziel.
Egal welche Persönlichkeiten die EU aufbietet, die Wahlentscheidungen werden immer von den Bürgern aus nationaler Sicht getroffen werden. Das ist menschlich und daher nicht verhinderbar. Da nützen auch die kompliziertesten Berechnungsformeln nichts.
Im Gegensatz zu den US oder China ist Europa in den Bereichen Sozial, Kultur und Selbstverständnis der einzelnen Staaten zu inhomogen.
PS: Drachme hätte mir auch besser gefallen.
PPS: Was haben Sie gegen Beethoven?
@ Phaidros
Gehen Sie morgens nach dem Aufstehen lieber eine Runde spazieren als solchen weltfremden Quark abzusondern.
Unser Problem ist es nicht, dass wir keine europäische Identität besitzen, welche durch schwachsinnige Propagandamaßnahmen (die Umbenennung unseres Geldes in “Drachmen” wird es herausreißen, haha) künstliche erzeugt werden könne, sondern dass die EU eine anti-europäische Institution ist, die sich der Ausrottung der europäischen Völker via Multikulturalismus verschrieben hat. Insofern begrüße ich, wenn die EU nicht ernstgenommen wird. Doch leider ist die EU mächtiger, als es uns lieb sein kann, weshalb man es sich nicht leisten kann, diese zu unterschätzen.
systemfehler: danke für das feedback.
@Sg. Wolf: Ihre taxative Aufzählung ist (möglicherweise sogar leider) ein nicht erreichbares Idealziel.
Damit haben Sie selbstverständlich ganz recht. Aber wenn man aufhört, sich über das Ideal im Klaren zu sein, verliert man das Augenmaß.
Beweis: man lese in diesem Blog.
MfG phaidros.vie@gmail.com
@ Phaidros
Gern geschehen.
@Die EU sollte sich auf die reine Wirtschaftspolitik zurückziehen
Nichts anderes passiert – nur ist das eine extrem spröde und technische Materie.
Das Trivialbeispiel ist die Gurkenkrümmung.
Das weniger triviale Beispiel sind die technischen Normen für Schrauben – für die europäische Fertigungsindustrie nicht ohne geringe Bedeutung. Sind Schrauben Teil der nationalen Identität ??? Schwerlich, aber die Standards sind historisch gewachsen und wechselseitig inkompatibel.
Ich habe mich neulich damit beschäftigen müssen um für einen amerikanisches Lohan Passpartoutschneider passende Schrauben zu bekommen. Ein Abenteuer… die Lösung war ein perfekt organisierter Online-Schrauben Shop in Deutschland
und irgendwann nach langen zähen Verhandlungen kommt dann halt die EU Schrauben Verordnung… und die Ignoranten werden wieder ein Thema haben…
http://de.wikipedia.org/wiki/Schraube_%28Verbindungselement%29#Schraubenarten_.28Unterscheidung.29_in_der_Verarbeitung
Wen wunderts? Leute wie Unterberger tragen doch eine Politik die antieuropäisch ist, die rechten Dummköpfen einredet dass die Sanktionen ach so böse gewesen wären, die beim Transit und bei der Landwirtschaft zutiefst egoistisch ist, ohne jegliche Berücksichtigung der Interessen der anderen Mitgliedsstaaten, die sich bei der Schulreform dem verschließt was man anderswo schon seit Jahrzehnten als besser erkannt hat, die rückständig ist was Antidiskriminierung betrifft, die lieber mit braunen Antieuropäern packelt als positive Politik für Österreich zu machen. Warum tun Sie jetzt so erstaunt dass Europa so nicht ernstgenommen wird?
Nicht ganz durchsichtig, aber die Frage ist durchaus berechtigt.
Das ganze Tagebuchblatt nochmal lesen, vielleicht: Dr. Unterberger ist nicht erstaunt, würde ich sagen, sondern erläutert (in meinen Augen recht schlüssig), wieso. MfG
David
Unterberger war immer europafreundlich wie Schüssel. Das ist bitte ein ganz anderer Zugang als der der echten Europakritiker. Vielleicht wünscht er sich ja auch wie Phaidros weiter oben ein Ende der Nationalstaatlichkeit, eine große Nation Europa, Europa als neue Weltmacht, natürlich mit eine EU-Army, und ist unzufrieden, dass es damit nicht so recht weitergeht. Sie wird schon noch kommen, diese neue Weltmacht. Allerdings muss sie zuvor noch viel mehr diktatorisch werden. Dazu ist die totale Überwachung noch nicht ausreichend gediehen, aber auf sehr gutem Weg. Zur Kontrolle der Bürger bedarf es noch mehr Gehirnwäsche, denn nicht jeder ist von Haus aus so begabt dafür wie Sie. Es gibt ja einige, die lieber selber denken. Für die Gehirnwäsche braucht es in erster Linie gleichgeschaltete Medien, die dann die vorherrschende “Wahrheit” verkünden. Von immenser Bedeutung ist auch die Schule. Am besten man beginnt bereits im Kindergarten mit der Umerziehung. Darum ist es so wichtig, dass man den Eltern die Kinder schon möglichst früh wegnimmt, denn hier müssen echte staatliche Profis ran. Ja, und natürlich braucht man dazu auch noch eine solide Ansammlung linker Staatskünstler. Das meiste ist vollbracht, wie Sie sehen. Die wenigen, die sich dagegen noch wehren, kann man ganz leicht wegsperren. Wie in der guten alten Sowjetunion wird es bald immer mehr Irrenanstalten für Systemkritiker geben. Die entsprechenden Gesinnungsgesetze wurden auch schon eingeleitet. Geduld also, jetzt muss man nur mehr warten, bis die Älteren, die sich noch an die Freiheit erinnern, weggestorben sind.
Zur Gesamtschule möchte ich Ihnen noch sagen, dass sie veraltet ist. Was Schmied vorschwebt, ist nichts anderes als die Einheitsschule in der DDR und das ist tiefstes Mittelalter. Bei sämtlichen Vergleichen schneidet immer ein differenzierendes Schulsystem besser ab als ein gleichmachendes. Da allerdings naturgemäß die breite Masse recht durchschnittlich ist, hat sie nichts dagegen, wenn man ihren Kindern nun die Einser schenkt, denn damit gehören sie ja alle zur Elite. Das hätten Sie doch auch lieber gehabt, wenn man Ihnen die besten Noten schenkt, oder? Die Gescheiteren machen wesentlich schwerere Tests und kriegen so übrigens mitunter schlechtere Noten als die mäßiger Begabten, die einfachere Tests erhalten. Das darf natürlich im Zeugnis nicht aufscheinen, denn das könnte diskriminierend sein. So werden die einstigen Sonderschüler ihr Sehr gut und die A-Klasse das Gut erhalten. Wenn ein Gescheiter also ganz besonders gescheit ist, dann schaut er, dass er bezeiten als Dummie eingestuft wird, um leichtere Schularbeiten zu kriegen. Am Ende jedenfalls werden sie alle lauter Sehr gut haben und dann kann man sagen, dass die Europäer, Österreicher wird es dann ja keine mehr geben, einen sehr hohen Bildungsstand haben, oder?
Unter Davids Gesichtspunkten gehöre ich sicherlich zu den rechten Europakritikern. Sollte allerdings die Replik von Ferdinand bei David eine auch nur wenige Minuten währende Reflexion auslösen, dann ist noch nicht alles verloren.
Ferdinand, dass Sie nicht das Europa skizzieren, das ich mir wünsche, brauche ich aber nicht extra zu erwähnen, oder?
MfG phaidros.vie@wot.at