Die Causa Mensdorff-Pouilly wird noch spannend. Nicht nur, weil sich die Beliebtheit des nur selten durch demütige Bescheidenheit aufgefallenen Grafen in engen Grenzen hält. Nicht nur, weil der Beruf eines Rüstungslobbyisten zweifellos einer ist, bei dem für die meisten Menschen schon die Visitenkarte nach Korruptionsverdacht riecht.
Zumindest der Tagebuchautor hat sich jedenfalls immer schwergetan, einen wirklich millionenschweren Zweck eines solchen Lobbyismus entdecken zu können. Zur Erklärung der technischen Finessen war der Burgenländer ja wohl nicht engagiert. Dennoch ist klar festzustellen, dass noch überhaupt nichts bewiesen, geschweige denn von einem objektiven Richter beurteilt worden ist.
Aber über all das hinaus sind noch mindestens zwei weitere, öffentlich kaum diskutierte Aspekte sehr auffällig.
Erstens die Tatsache, dass der gute Mann jetzt vor allem im Vereinigten Königreich in Probleme gerät. Denn nach allem, was man weiß, hat Mensdorff ja für einen britischen Rüstungskonzern gearbeitet. Eigentlich ist es relativ selten, dass jenes Land, aus dem angeblich bestochen worden ist, dem also die Bestechung gedient hätte, strafrechtlich besonders aktiv wird.
In früheren Jahren hat man ja die Bestechungen dort sogar oft von der Steuer absetzen können. Sensibel reagiert wurde bisher meistens nur dort, wo Entscheidungsträger zu dem Zweck bestochen worden sind, ein überflüssiges, ein zu teures oder ein minder geeignetes Produkt auf Steuerkosten zu kaufen. Bricht sich da ein strengeres Rechtsverständnis die Bahn? Oder schießen sich die Europäer mit ihrer peniblen Rechtsstaatlichkeit im Wettbewerb mit viel weniger skrupulösen Ländern nur selbst ins eigene Bein – zum Amüsement der Konkurrenz?
Zweitens ist ein österreichischer Aspekt besonders verwirrend: Der nun von den Briten mit elektronischer Fußfessel auf der Insel festgehaltene Lobbyist hat – nach allem, was bekannt ist, – für den Gripen agitiert, also für den ärgsten Konkurrenten des Eurofighter bei der österreichischen Ausschreibung. Der Gripen hat aber bekanntlich hierzulande nicht das Rennen gemacht, obwohl auch die SPÖ und eine Reihe wichtiger Offiziere deutlich für das britisch-schwedische Produkt waren.
Nun soll der SPÖ und diesen Offizieren ebensowenig wie Mensdorff etwas unterstellt werden. Es ist aber doch ziemlich auffällig, dass nicht jenes Flugzeug den Zuschlag bekommen hat, für das der Ehemann einer Spitzenpolitikerin der damaligen Kanzlerpartei ÖVP lobbyiert hat.
Was heißt das nun? Ist es beim Eurofighter-Kauf vielleicht viel sauberer zugegangen, als uns das ein Peter Pilz und seine ständigen Strafanzeigen weismachen wollen? Oder wird uns Herr Pilz nun bald erklären, dass Mensdorff ein Doppelagent war, der für beide Flugzeuge gleichzeitig agitiert hatte?
Der Tagebuchautor war übrigens damals der Meinung – und ist es bis heute – dass die amerikanischen F16 eine für unsere Zwecke ebenso gute und jedenfalls viel billigere Lösung gewesen wären, auch wenn es dabei „nur“ um gebrauchte, aber total generalüberholte Flugzeuge ging. Woran vor allem angesichts der Tatsache erinnert werden darf, dass später dann ein Minister Darabos zu angeblichen Einsparungszwecken den militärischen Wert der Eurofighter drastisch reduziert hat, womit der Kauf nachträglich zu einem besonders blöden und teuren wurde.


Als Laie kann man wohl nicht wirklich sagen, welcher Jet in technischer Hinsicht der Beste für Österreich gewesen wäre. Da aber Rüstungsaufträge traditionell eng verknüpft mit Wirtschaftspolitik sind, ist es doch logisch, wenn ein europäischer Staat ein europäisches Modell erwirbt und damit europäische Arbeitsplätze sichert. Dies – und vielleicht auch der Aspekt einer künftigen europäischen Gemeinschaftsarmee waren, so denke ich, die Hauptgründe, warum der Eurofighter das Rennen machte.
Danke, Hr. Meinhart, für diese Wortmeldung. Ich bin mir schon leicht blöd vorgekommen, weil ich offenbar als einziger Österreicher nicht in der Lage bin zu beurteilen, welche die beste Option bei der Auswahl einer Waffe gewesen wäre. Aber immerhin scheinen wir bereits zu zweit zu sein.
Interessant jedenfalls, dass wir Österreicher vom Wohnzimmer aus nicht nur bessere Gerichtsurteile fällen können als Richter, die tage- und wochenlang mit der Materie befasst waren*), sondern auch militärische Entscheidungen besser, als die dafür engagierten Experten nach jahrelangen Konsultationen.
Nebenbei bemerkt, das ist aber in unserem Land eine wohlgepflegte Tradition: auch den jeweils schlechtesten auffindbaren Fußballer machen wir ja jeweils zum Teamchef, und 8 Mio. Bürger wissen es nachher jedesmal besser.
Gehört nicht ein bisschen Vertrauen in und – ja ich sag’s – Stolz auf die Arbeit unserer Fachleute auch zu Patriotismus?
MfG phaidros.vie@gmail.com
*) Siehe dazu die jüngst abgeführte Diskussion über einen «Ehrenmord» in diesem Blog.
Gerade darum ging es nicht. Der Eurofighter entsprach am ehesten der Ausschreibung, eines Luftraumüberwachungsflugzeuges mit Teilbewaffnung. Und der politischen Vorgabe, es dürfe kein US-Modell sein. Da bleiben nicht viele übrig. Besonders dann, wenn man sich um keinen Preis mit der Schweiz arrangieren will.
Viel interessanter statt des nur aus Wahlkampfgründen halbwichtigen Mensdorff-Pouilly wäre eher, wer wieviel an den früheren Käufen mehrerer Saab-Modelle verdient hat. Das herauszufinden wäre jedoch politisch kaum erwünscht.
Auch die eben bezahlten vielen Millionen an Lösegeld werden in den künftigen Verkaufspreisen des britischen Waffenherstellers einkalkuliert werden. Damit is Groof M-P wieder ein freier Mann und kann das militärische Kommando seines Arbeitgebers “WEITERMACHEN!” ausführen. Ein Bravo an die sog. unhabhängige Justiz der britischen Krone!
Lösegeld? Auch bei uns ist mit der Diversion ähnliches möglich. Die britische Justiz wird sich kaum an der (nun offiziell weisungsgebundenen) österreichischen orientieren.
na also – is er schon wieder frei, der graf !
Da wird die linke Jagdgesellschaft schön schäumen, daß der Graf ohne Wenn und Aber wieder freigegangen ist. *händereib*
wie schnell sich doch zeigt, dass hier in einer anderen liga gespielt wird, als sich die schreiber auch nur denken können !
ja, schön langsam denkt man statt wirtshaustisch an kindergarten.
auch er wird alt.
Und irgendwann einmal verrecken.
@klausi
Wer?
Der/die @jak, gel!
genau!
die oder der, vollkommen gleichgültig
wirklich extra
erdnäher wäre die terroristenfahdung für tierschützer zu bereden – aber ein ubegreifbarer reservelütgendorf ist halt prominenter.
welche Liga bitte?
.. unbegreifbarer ..
wohl die liga der mächtigeren – die halt ein paar hundert millionen in de portokassa liegen haben – ich glaub da stören ein paar pilzläuse nicht !
auch der orf bringt manchmal tatsachenmeldungen: “Was BAE in Wirklichkeit 280 Mio. Pfund wert war, wird man nun wohl nicht mehr erfahren.”
@jak
Das geht uns hier in Österreich und vor allem den linxlinken ORF genau gar nix an und das ist gut so!
Und sich Elsner noch immer in U-Haft befindet.
Ich kenne jemanden, der in untergeordneter Position für so einen Repräsentanten der Rüstungsindustrie arbeitete. Seinen Erzählungen nach ist dies ein sehr butales Lobbyinggeschäft, wo wenige gibt, die bei den entscheidenden Stellen reine Westen haben. Da ist von kleinen Aufmerksamkeiten bis zu großen Annehmlichkeiten “alles drinnen” (richtig: alles in den Preisen einkalkuliert). Wenn es dann endlich zum Geschäftsabschluß kommt, sprudeln für den Lobbyisten nur so die Millionen …. und die Zusagen werden eingelöst. Und die “Interessensvertretungen” gingen auch nie leer aus.
Es würde mich sehr wundern, wenn Hr. M-P seine verkaufsförderden Tätigkeiten ganz anders durchgeführt hatte.
Ich denke dass der Eurofighter einfach die logische Wahl war.
1. Ist er ein europäisches Produkt, und es ist ganz und gar nicht verwerflich, wenn sich ein europäisches Land für ein europäisches Produkt entscheidet.
2. Auch wenn Österreich militärisch nicht in der Form operiert wie andere Staaten, sollte es sich doch militärisch-technisch nicht zu sehr von Russland/USa abhängig machen.
3. Der Preis war hoch, dafür hätte man aber neue Flugzeuge bekommen, die dann 30,40 Jahre fliegen, im Gegensatz zur F16, die ja schon einige Jahrzehnte am Buckel hat.
4. Wenn die Gegengeschäfte ungefähr den Wert gehabt hätten wie angegeben, wären sie ideal gewesen (ich kenne jedoch natürlich die Vertragsinhalte nicht).
5. Wenn man zur Luftraumüberwachung steht, dann auch mit neuem und technisch gutem Gerät.
Das Problem war, dass zu wenig kommuniziert wurde, ob und wieso man sich für den Eurofighter entschied.
Und da konnten die Populisten (und da meine ich nicht seriöse EF-Gegner, denn es gibt natürlich wie immer pro und contra) natürlich gut schimpfen (”Hier fliegt ihre Pension” – wobei sicher weniger Staatsgeld ins öster. Bundesheer als in den Staatsbahnen, Staatsbetrieben, Winer Magistraten usw. fließt … Magistrat Wien – dort sitzt ihre Pension, ÖBB – dort fährt ihre Pension, usw).
Politisch leider nicht gut gemacht von BK Schüssel, den ich sehr schätze.
Danke für Ihren Beitrag – denke auch so – einschließlich der Wertschätzung für BK Schüssel
erholsamen Abend
E.F.
Kommuniziert wurde es. Doch die meisten Abgeordneten lasen es nicht.
Was hat Mensdorf-Pouilly dann vor dem Untersuchungsausschuss ausgesagt?
Sehr geehrte Damen und Herren Nationalräte! Sehr
verehrter Herr Vorsitzender! Gerne komme ich Ihrer Ladung nach, da ich dadurch die
Gelegenheit bekomme, falsche Behauptungen über mich richtigzustellen.
Es waren weder ich noch meine Firma MPA Handels-GesmbH in die
Abfangjägerbeschaffung in Österreich involviert, weshalb es auch keine Verträge dazu
von mir und meiner Firma mit Gripen, SAAB, Eurofighter oder EADS gab.
In den letzten Jahren wurde ich mehrfach von manchen Medien und einigen Herren in
diesem Raum fälschlicherweise als „Waffenhändler“ oder „Waffenlobbyist“ bezeichnet.
Ich möchte daher diese Gelegenheit dazu nützen, ein für alle Mal klarzustellen, dass
ich niemals in meinem Leben Waffen verkauft habe noch für Rüstungskonzerne
lobbyingmäßig tätig war.
Meine Firma MPA Handels-GesmbH arbeitet für viele internationale Konzerne, die in
den unterschiedlichsten Bereichen tätig sind. Meine Aufgabe verstehe ich darin,
Firmen zu beraten und Kontakte zu für sie relevanten Geschäftspartnern herzustellen.
Der Einzige meiner Kunden, der mehr oder weniger in der Rüstungsindustrie tätig ist,
ist BAE Systems. Gegenstand meiner Tätigkeit für BAE ist laufende Information des
Sales- und Marketing-Personals von BAE in politischer und kultureller Hinsicht in
Bezug auf Geschäftsgebräuche in Österreich, über Handelsbeziehungen in Österreich
zu anderen Ländern, über Offset-Möglichkeiten und mir relevant erscheinende
politische Entwicklungen.
Politisches Lobbying oder gar als Vertreter von BAE aufzutreten, war vertraglich
ausdrücklich untersagt, und ich habe mich auch stets daran gehalten.
Wie Sie daraus ersehen können, war ich in die Vorgänge rund um die
Abfangjägerbeschaffung in Österreich nicht involviert. Ich werde Ihre Fragen aber
gerne trotzdem nach bestem Wissen und Gewissen beantworten, obwohl ich über die
in der Ladung angegebenen Beweisthemen auch nur Information aus zweiter Hand
und aus den Medien habe.
Dort galt eine Falschaussage als strafbar. Die Frage ist nun: Ist der Graf oder der Untersuchungsausschuss verschaukelt worden?
Eines zeigt dieser Auszug aus dem Protokoll aber deutlich: Kreative Dichtkunst sind anscheinend beliebter als harte Fakten…
Ich möchte ja nicht vorlaut wirken, aber BAE Systems hält nicht nur einen wesentlichen Anteil an Saab (Gripen), sondern ist auch bedeutender Player im Eurofighter-Konsortium (http://de.wikipedia.org/wiki/BAE_Systems). Der Schluss, dass ein Lobbying für BAE nichts mit der Eurofighter-Entscheidung zu tun hat, erschließt sich mir daher nicht.
Vielleicht käme die Erschließung dann eher, wenn bedacht wird, dass die Gripen ein wichtiges Konkurrenzmodell war, für das hohe Lobby-Summen gezahlt wurden und das von einer Partei sehr deutlich favorisiert wurde.
Wenn ein Vetrtreter eines Flugzeugwerkes Werbung macht, mögliche Kunden besucht, dann bekommt er seine Spesen ersetzt und seinen Arbeitslohn.
Ich glaube aber, der ‘Lobbygraf’ hat hier noch eine ganze Latte an ‘Mitschneidern’ bedient, wie so ‘100% – Werbeagenturen’, und sonstige ‘wichtige’ und ’strategische’ Personen, die Unsummen für nichts kassiert haben. Das alles unter ‘Werbekosten’.
Ich halte es auch für sehr spannend, was ihm die Briten so vorwerfen, dem ‘Lobbygrafen’.
Bleiben wir bei der Version, nichts Genaues weiß man (noch) nicht.
Der Eurofighter war eindeutig die beste Variante.
Der SAAB Gripen war kaum billiger als der Eurofighter (1.8 Milliarden statt 2 Milliarden). Die F16 und auch dir russische Mig schieden vor allem aus militärischen Gründen aus, ganz einfach weil weder Russen noch Amerikaner ihre Systeme öffnen wollten. So etwas ist militärisch nicht zu verantworten. Im Ernstfall braucht man hundertprozentige Kontrolle über seine Waffensysteme.
Die russische Mig war zudem in den Betriebskosten extrem teuer. F16 und Gripen sind konstruktiv weitaus älter als der Eurofighter.
Aus ökonomischen Gründen wäre alles andere als ein Kauf des Eurofighter sowieso ein Wahnsinn gewesen. Europa braucht ein eigenes Kampfflugzeug und Europa hat ein eigenes Kampfflugzeug. Jede zusätzliche Bestellung teilt die Entwicklungskosten auf mehrer Länder auf. Zudem wird der Eurofighter hauptsächlich in Bayern produziert, wodurch zweifellos wenigstens die Region profitiert, höchstwahrscheinlich sogar viele österreichische Firmen direkt. Ganz ohne den “Gegengeschäfts” – Hoax.
Viele haben im Zuge der Beschaffungsaktion die Hand aufgehalten. Unter anderem hat der ehemalige sozialistische Finanzminister Edlinger von EADS eine schöne Spende für Rapid erhalten.
Insgesamt reden wir von jährlichen Kosten von vielleicht 200 Millionen Euro (2 Milliarden Beschaffungskosten plus Betriebskosten, der EF soll 40 Jahre in Betrieb sein). Selbst die uralten F5 oder Saab Draken Flieger kosten etliche Dutzend Millionen Euro pro Jahr. Gegenüber der Nullvariante hätte man sich also ca 200 Millionen pro Jahr gespart, und gegenüber volkswirtschaftlich unsinnigen und militärisch wertlosen Varianten vielleicht 100 Millionen pro Jahr. Und das alles bei Gesamtstaatsausgaben von 140 Milliarden Euro pro Jahr. Gusenbauer nannte sich “Sozialfighter”, weil er den EF-Kauf hintertreiben wollte. Idioten an der Macht, und Idioten die sich diese Bären aufbinden lassen. Leichte Beute für den Giftpilz.
Aber war dazu der ‘Lobbygraf’ nötig ?
Um einen kleinen Irrtum auszuräumen: Nicht die F16 stand in Frage, sondern die F18.
gegen den gripen sprach damals, daß bekannt wurde, daß er ein auslaufmodell sei und der hersteller aus dem flugzeugbau aussteigen wolle. wenn man sich ansieht, wie saab heute dasteht oder eigentlich fast-schon-nicht-mehr-dasteht, keine so falsche einschätzung.
gegen die f-16 sprach die politik. als sanktioniertes europäisches land in der image-krise amerikanische flieger zu bestellen wäre für manchen westentaschen-napoleon einer neuerlichen provokation gleichgekommen. übrigens sollen die allerärgsten lobbyisten die amis sein. da wird nicht groß verhandelt, da kommt sofort der mann mit dem geldkoffer.
so gesehen war der eurofighter eine gute wahl. und darabos hat den vertrag ja noch wunderbar optimiert. ;o)
Die Lobbyisten, speziell im militärischen Umfeld, operieren fast immer im Grenzbereich zur Illegalität. Und diese Grenzen sind u.A. Länderspezifisch und in GB bisher eher nicht so eng ausgelegt. Es ist also vermutlich nicht die Gripengeschichte Hintergrund der Affaire, sondern man versucht sich tatsächlich ins eigene Bein zu schiessen, wie A.U. richtig schriebt zur Freude der Konkurrenz.
Das find ich stark, wollte schon nach den ersten 3 Absätzen anmerken, was AU wohl schreiben würde, wäre der Graf in Österreich unter Aufsicht gestellt worden (”Rote Hetzjustiz” oder so wahrscheinlich).
Dann kommt folgender Satz: “Es ist aber doch ziemlich auffällig, dass nicht jenes Flugzeug den Zuschlag bekommen hat, für das der Ehemann einer Spitzenpolitikerin der damaligen Kanzlerpartei ÖVP lobbyiert hat.”
Auffällig warum? Weil das dann üblicherweise dieses Flugzeug hätte werden sollen? Ist es seltsam, wenn der ÖVP-Lobbyismus nicht funktioniert?
Armselig.
Dafür hat seltsamerweise der vorhergehende Finanzminister gesorgt. Die erste Vorauswahl fand früher statt und interessanterweise bekommt Rapid von EADS Millionenbeträge ohne irgendwo als öffentlicher Sponsor aufzutreten.
Es ist zumindest nicht das Ergebnis, das man nach allgemeiner Farben- und Korruptionslehre erwarten würde.
Wurde der Graf eigentlich wegen seiner österreichischen Geschäfte in London festgenommen, oder aus anderen Gründen? Es war ja auch einmal irgend ein Problem mit Tschechien, wenn ich mich recht erinnere.
Es hätte nicht “üblicherweise” dieses Flugzeug werden sollen, sehr wohl aber wenn man den Kritikern folgt, die hier eine unsachliche Entscheidung der ÖVP eben auf Grundlage solchen Lobbyings behauptet.
Das erklärt AU ja auch deutlich, wenn man nach dem zitierten Teil noch weiter liest:
“Was heißt das nun? Ist es beim Eurofighter-Kauf vielleicht viel sauberer zugegangen, als uns das ein Peter Pilz und seine ständigen Strafanzeigen weismachen wollen?”
Über den Grafen und den Eurofighter wird der Weg auch hier wieder unweigerlich zu KHG führen. Bleibt abzuwarten wann endlich die Familie Swarovsky die Geduld verliert und diesen negativen Werebträger entsorgt?
Den Darabos zum Einkaufen schicken – es wäre interessant, was uns seine Frau da alles erzählen könnte…..
Ich bin für eine Eurofighter-Sparlösung in Darabos’ Büro:
Statt teuren Filterkaffee zu kaufen, Kaffeemaschine und Filtertüten zu verschwenden, könnte man ganz einfach billige Rohbohnen in einem Löffel über einer Kerze rösten, die aromafrischen Röstbohnen dann zerkauen und etwas heißes Wasser dazu trinken. Spart auch noch die Entsorgung der vollen Filter. So kann er den Menschen im Lande vorleben, wie einfach das Sparen ist…
Unser SCHLÖVAZ (SCHLechtester Österreichischer Verteidigungsminister Aller Zeiten) hat durch den Eurofighter Untersuchungsausschuß des narzistischen
Abgeordneten der Grünen,Hr.Pilz,die Möglichkeit bekommen,der Öffentlichkeit,über unsere linksgesteuerten Medien,vorzulügen,daß durch seinen Einfluß und sein Verhandlungsgeschick der Ankauf der Eurofighter,wesentlich verbilligt wurde.
Das Gegenteil war der Fall: 15 Flugzeuge anstelle von 18,zum gleichen Stückpreis,
ältere gebrauchte Typen,mit stark reduzierter Ausrüstung (Nachtsichtvorrichtung).Das schlechteste Geschäft für Österreich,das beste Geschäft für EADS.
Hr,Min.Darabos ist bereits damals und in der Folge mehrmals zum Rücktritt aufgefordert worden (zuletzt in der KRONE durch Hr.Jeannee,als Sektglassportminister und uninformierter Verteidigungsminister).Dieser Wehrdienstverweigerer ist damals nicht einmal zum 40.Gründungsjubiläum der Landesverteidigungsakademie in der Stiftskaserne erschienen,sondern ist bewußt
zu einer Lehrlingsveranstaltung nach Oberösterreich gefahren.Er hat damit die gesamte anwesende Generalität,die ausländischen Militärattaches,das anwesende Offizierskorps und alle zur Feier,in Formation stehenden Chargen und Soldaten schwerstens brüskiert.Eine tolle Visitekarte für unser Land.
Zu Waffenlobbyisten: Die verdienen sicher viel Geld,haben aber auch ein hohes Risiko.Siehe Botschafter Amry,Min Lüttgendorf,Hr.Weichselbaumer u.s.w.
Ich hab das schom am 31012010 bei einem anderen Thema (”Ära Schüssel…) gepostet:
“Vielleicht eine Überlegungskette, die anzustellen wäre/war: wenn man Neutralität ernst nimmt, kann der Luftraum nicht ausgeschlossen sein. Raketen sind ein völlig untaugliches Mittel. Abfangjäger, im Kriegsfall natürlich auch als Jagd- oder Kampfflugzeuge einsetzbar, sind die einzige Lösung. Vom Modell her ist der Eurofighter als europäisches Produkt einem nichteuropäischen jedenfalls vorzuziehen. Die Interoperabilität mit anderen europäischen Staaten in Hinblick auf gemeinsame Petersberg-Aufgaben, VN-Einsätze und eine Europäische Armee ist ebenfalls nur mit dem Eurofighter möglich. Aus all diesen Gesichtspunkten war das System die richtige Wahl.”
AU hat in diesem Fall den so wichtigen Aspekt der Europäischen Integration zu Gunsten einer – finanziell und technisch durchaus vernünftigen – Lösung nicht berücksichtigt/bewertet.
“Die finanziellen, innenpolitisch-lobbyiistischen etc. Gegebenheiten möchte ich hier nicht diskutieren – sie sind jedenfalls “systemneutral”…”
LG N.Scholik
Ich tendiere hier auch zu Ihrer Version pro-Eurofighter , besonders im Hinblick auf Interoperabilität im euorpäischen (Luft-)Raum.
Die Unterschiede bei beiden Modellen fallen nicht so sehr ins Gewicht, möglicherweise liegt der F-16 bezüglich Wendigkeit und Preis leicht vorne, wobei aber vor auffrisiertem Schrott zu warnen ist.
Der F-16 ist zb in der Osttürkei (Incirli) im Einsatz, eine Höllenmaschine, die (in 4-8-er Staffeln) bestimmte Regionen täglich mehrmals (teils im Tiefflug) überfliegt und dabei ganze Städte akustisch lahmlegt. Ich habe u.a. erlebt, wie während eines Überfluges von 8 Stück F-16 ganze Schwärme von Kakerlaken aus Rohren und Mauerritzen herausgepurzelt sind.
… also ‘Desinfektion’ hätte man auch billiger haben können … … eventuell mit dem verbotenen amerikanischen Mittel DDT … wäre zumindest etwas leiser.
Dem Tagebuchautor sei hier widersprochen: “billiger” ist nicht gleich “besser” – zumal für Österreichs Bedürfnisse die F-16 nicht wirklich geeignet gewesen wäre. Allerdings hätte es mit dem schwedischen Gripen eine günstigere und für die Aufgaben des Luftraumschutzes bestens geeignete, vielseitig verwendbare Variante zum (T)Eurofighter gegeben.
Wurde der Eurofighter nicht deshalb gekauft, um sich von den EU-Sanktionen gegen Österreich freizukaufen?