“Wer eine bestimmte Bildung will, muss reisen. Und wer eine bestimmte Arbeit will, findet die nicht immer vor der Haustür.” Wenn Sozialdemokraten reisen, dann kommen ihnen die besten Erkenntnisse – über das Reisen und über andere Dinge. Die sie ihren eigenen Wählern daheim freilich nie so zu sagen wagen.
Der zitierte Satz stammt von Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Formuliert wurde er auf seiner jüngsten Reise, am Rande einer UNO-Tagung in New York. Seine Hauptbotschaft: Er rühmte die viel größere Mobilität der Deutschen im Vergleich zu der seiner Landsleute. Die Deutschen seien bei der Arbeitswahl flexibler; sie haben, so der Minister „eine andere Einstellung zur Mobilität“, was sich in Österreich nur langsam herumspreche.
Wie recht er hat: Wenn einer aus Brandenburg in die Steiermark übersiedeln kann, um einen durchschnittlich bezahlten Tourismus-Job zu bekommen, dann muss auch die Reise von Wien in ein Tiroler Hotel möglich sein, so darf man den Minister konkretisieren. Und sei es nur für einen Saison-Job.
Herr Minister, danke für diese Aussagen. Jetzt müssten nur noch die Regeln dessen geändert werden, was das AMS für einem Arbeitslosen zumutbar halten kann und was ein solcher ungeniert ablehnen kann, ohne die Unterstützung zu verlieren.Bisher hat Hundstorfers Partei und vor allem seine Gewerkschaft ja bisher wenig Begeisterung gezeigt, die Arbeitslosen etwas härter anzufassen.
Hundstorfer verband diese wahre wie parteiuntypische Aussage mit einem sehr deprimierenden Ausblick auf die Entwicklung der Arbeitslosenzahl. Sie werde weiter steigen. Offenbar lässt diese Prognose manche alten Stereotype wanken.
Wie war das nur damals, als es unter anderen Regierungen ebenfalls Perioden mit wachsender Arbeitslosigkeit gegeben hat? Wer mag das nur gewesen sein, der da ständig von „sozialer Kälte“ und „Sozialraub“ gesprochen hat?
Wie auch immer: Freuen wir uns über die Lernfähigkeit zumindest des Sozialministers und lassen wir offen, ob in seiner eigenen Partei nicht weiter der Populismus mit unrealistischen Sozialträumen den Ton angeben wird.
Freilich ist auch Hundstorfer nur partiell aus dem schönen Traum erwacht. Verkündete er doch in New York gleichzeitig, dass das Modell des Sozialstaates durch die Krise weltweit einen ordentlichen Schub bekommen hätte und so gefragt sei wie noch nie.
Wo hat der gute Mann denn diese seltsame Erkenntnis her? Aus den vielen Staaten, die angesichts eines drohenden Staatsbankrotts Beamtengehälter und Pensionen kürzen müssen? Aus Griechenland oder Spanien, die besonders katastrophal dastehen, weil sie in den letzten Jahren total auf das bequeme Wohlfahrtsleben und die vielen Gelder der EU gesetzt haben und nicht auf die blöden liberalen Erkenntnisse, dass nur Leistung und Sparsamkeit zusammen die Basis eines funktionierenden Staatswesens sein können?
Nein, dort schaute Hundstorfer nicht hin. Seinen Beweis für den Erfolg des Sozialstaats will er ausgerechnet in Lateinamerika und China gefunden haben. Nun, die Wahrheit sieht anders aus: Lateinamerika träumt neuerdings zwar in der Tat vom Sozialstaat, hat aber noch keinerlei Beweise geliefert, dass das funktionieren könnte. Und China ist natürlich ein Beweis für das Gegenteil: nämlich für den wirtschaftlichen Erfolg, den ein mit Konsequenz, ja Fanatismus umgesetzter Kapitalismus pur bringt.
Und wenn in China etwas kritisch brodelt, dann ist es nicht die Sehnsucht nach dem Sozialstaat österreichischer Prägung, sondern nach dem Rechtsstaat, der dem einzelnen Bürger eine Chance gegen korrupte Funktionäre, gegen Zensur und gegen Umweltverschmutzer gibt.
Aber da Reisen bildet, besteht bei Hundstorfer zumindest Hoffnung, dass er eines Tages auch in die von ihm ziemlich ahnungslos genannten Regionen fährt und sich nicht nur bei ein paar linken Politologen darüber informiert. Hat er sich doch immerhin als nicht total weiterbildungsresistent erwiesen. Was man nicht von all seinen Parteifreunden sagen kann.


Man sollte tatsächlich auch die sozialen Kosten der Mobilität hinterfragen.
Was bedeutet es für Familien, Kinder, alte Menschen, Dorfgemeinschaften, freiwillige Dienste (Feuerwehren, Rettungsdienste), wenn Menschen nur mehr am Wochenende oder ein paar Mal im Jahr nach Hause kommen?
Alte Menschen, nach denen keiner mehr regelmäßig schaut, werden vereinsamen und in ein Heim gehen müssen.
Nicht nur Scheidungskinder sondern auch solche, die in intakten Familien leben, werden nur noch Wochenendväter oder -mütter haben.
Die Gemeinschaft wird noch mehr Aufgaben übernehmen müssen, die der aufgrund seiner Mobilität Abwesende nicht wird erbringen können.
Die Mobilität bringt nicht nur was, sie hat auch ihren Preis. menschlich wie volkswirtschaftlich.
tartaros
soviel ich weiss, kam die erste Welle an Gastarbeitern nicht unter Kreisky, sondern schon davor, unter Klaus (ÖVP – Alleinregierung) ins Land.
E.B.
Interessant, dass sogar hier nach den berühmt-berüchtigten “linken Kampfpostern” gerufen wird. Hat da jemand gar Sehnsucht?
Was berufsbedingte Ortswechsel angeht: auch ein Brandenburger wird in der Regel nur dann als Saisonarbeiter nach Tirol gehen, wenn er in Brandenburg keine Familie oder gar schulpflichtige Kinder hat. Die Mobilität ist auch in D nur umso höher, je freier und ungebundener jemand ist. Je gebundener jemand ist, desto besser muss das Angebot sein.
Brandenburger oder auch andere Deutsche gehen auch zur Saisonarbeit nach Österreich oder auch in die Schweiz, auch wenn sie Kinder und Familie haben. Die bleibt halt dann in Deutschland.
Wenn ich mich recht erinnere, dann waren es in den 50er Jahren Spanier, Portugiesen und Italiener, welche u.a. in der Vlbg. Textilindustrie bzw. beim Kraftwerksbau arbeiteten. Diese Leute sind nach einigen Jahren wieder zurückgefahren.
Eddie R.
Wären Sie bereit, Ihre Familie für einige Monate zu verlassen, um einen Job im Ausland anzunehmen, der noch dazu nicht wirklich gut bezahlt ist? Wenn ja, wie würde Ihre Familie darauf reagieren? Und antworten Sie mir nicht, dass Sie das nicht notwendig haben, weil Sie ja eh einen Job haben. Versetzen Sie sich in die Lage von jemandem, dem sich diese Frage tatsächlich stellt.
Spanien hatte in den Jahren vor der Krise Budgetüberschüsse.
Die Schulden wurden im Zeitraum von 1997 bis 2007 von 66% auf 36% des BIP abgebaut. Österreich schaffte nur eine Senkung von 64% auf 60%.
Die Staatsquote Spaniens lag vor der Krise bei 38%, die Österreichs bei 49%.
Um das herauszufinden braucht man nicht zu reisen, sondern es reicht ein Blick auf die Homepage von Eurostat. Sollte man halt machen, bevor man unerhörterweise einer ganzen Nation Faulheit und Dekadenz unterstellt, obwohl sie eigentlich gerade aus neoliberaler Sicht ein Musterschüler ist.
Das Problem Spaniens, als auch Griechenlands ist der Euro. Volkswirtschaftliche Ungleichgewichte werden normalerweise durch schwankende Wechselkurse ausgeglichen. Dank der Währungsunion ist das nicht möglich. Also bleiben nur Migration (durch Sprachbarrieren erschwert), breite Gehaltssenkungs-Rosskuren (besonders bei Pensionisten und Beamten schwer durchzusetzen) und internationale Transferleistungen (sind im Vertrag von Lissabon vorgesehen).
Wenn denn die Zahlen bei EUROSTAT stimmen würden. Griechenland führt doch die EU schon seit der Einführung des EURO an der finanziellen Nase rum. Schon damals waren die Budgetzahlen gefälscht, Griechenland und eventuell auch andere Länder hätten gar nicht in den EURO damals mit reingenommen werden dürfen.
Man hat einfach Schwarzarbeit und sonstiges mit ins Budget genommen, schon haben die Zahlen gestimmt. Dazu kamen die Nettozahlungen der EU und schon hat es gepasst.
Wenn Deutschland die Schwarzarbeit mit rein nehmen würde, würden die Zahlen immer passen….
@ Tartaros… Nicht Andreas Unterberger vergleiche ich mit Stalin – sondern neoliberale Verbrechen und Verbrecher mit Stalinistischen.
Die Türken hat nicht “Kreisky” geholt, sondern eine Industrie, die um Arbeitskräfte bettelte – und zwar um billige.
Das wechseln des Arbeitsplatzes in Verbindung mit aussichtsreichen Karrierechancen oder in einer gewissen Bildungsschicht ist tatsächlich notwendig und gut. Hier reden wir aber von Spezialisten, die man vor Ort braucht, weil es keine anderen gibt – nicht von ungelernten Hilfsarbeiten. Menschen, die aufgrund ihrer Qualifikation leicht ersetzbar sind zur Arbeitsmigration zu zwingen ist in vielerlei Hinsicht eine Gemeinheit. Nicht nur, dass man die sozialen und familiären Bindungen zerstört und in keiner Weise eine adäquate monetäre Entschädigung dafür bezahlt würde, man drückt auch noch das Lohnniveau in jener Region, in der die Arbeitsmigranten dann landen. In Summe setzt man damit eine Abwärtsspirale in Gang, man entwurzelt Menschen, zerstört Familien – wenn das gewollt ist – bittesehr – aber sage mir dann keiner, dass dies für die Betroffenen eine positive Perspektive darstellt.
Die andere Seite der Medaille dürfte aber sein, dass die Wirtschaft deshalb soviel Druck für mehr Zuwanderung macht, weil zuviele Inländer – egal ob nun auch hier geboren – nicht bereit sind, relativ gering bezahlte Arbeitsverhältnisse zu KV-Konditionen einzugehen.
Ein Teil des Problems ist sicherlich der geringe Abstand zwischen Teilzeitverhältnissen und Arbeitslosengeld/Notstandshilfe/Sozialhilfe.
Ein größeres Problem scheint aber jedenfalls zu sein, dass relativ gut bezahlte Industriejobs völlig wegfallen, so dass dafür auch keine Immigranten mehr benötigt würden.
Was ist relativ gering bezahlt? 3,30 EUR die Stunde (Friseure), 4 – 6 EUR die Stunde (Hotel-Zimmermädchen, Putzfrauen, 6 – 8 EUR die Stunde (Postdienstleister) Und wie soll man davon leben, wenn der Staat nicht dazu bezahlt??
Und wovon soll dann der Staat leben? Diese Leute zahlen keine Steuern, bekommen vom Staat zum Leben noch dazu. Wer bezahlt die Schulen, Kindergärten, Strassen, Gemeinwesen, Unis, Gesundheitsvorsorge?
Bei diesen Geringverdienern, die als Zuwanderer Kommen, hängen noch die ganzen Großfamilien in der Heimat mit dran, die kostenlos mit krankenversichert sind.
Wer zahlt das dann alles? Der Steuerblödmann der sich abrackert, der etwas gelernt hat und jeden Monat dieses zugewanderte Proletariat finanziert…
Bei uns in Deutschland hat auch die Industrie die Türken nicht geholt. Deutschland hatte damals mit Italien, Spanien, Portugal entsprechende Gastarbeiterabkommen geschlossen. Die Türkei hatte große Probleme mit dem anatolischen Proletariat und wollte unbedingt auch “Gastarbeiter” nach Deutschland schicken, um seine Wirtschaftsbilanz aufzupeppen. Man übte über die USA Druck auf Deutschland aus (USA hatte ja Militärstützpunkte in der Türkei) und da Deutschland ja ein besetztes Land war (durch Geheimverträge die das dt. Volk nicht kannte) kam Deutschland der Bitte natürlich nach…!
1973 wurde der Gastarbeitervertrag beendet, aber der Familiennachzug im großen Stil erlaubt. Und jetzt haben wir den Salat…!!
Hundstorfer hat im Herbst 2005 die Übernahme von 1,5 Mrd. Euro BAWAG-Schulden durch den ÖGB mit seiner Unterschrift genehmigt. Warum ist diese Existenz noch nicht hinter Gitter?
Der eine sitzt bei Entscheidungen am Klo,
der andere unterschreibt Anwesenheitslisten.
Beides ist nicht strafbar
@ WW:
Beides ähnliche Delikte wie etwa Ehrenmord oder so, denn immerhin geht man bei entsprechend fremdländischer Volkstümlichkeit dabei auch so gut wie straffrei aus.
Wie hat Hundstorfer damals eigentlich unterschrieben? Mit: X
Wenn Hundstorfer nicht lesen kann, was er so alles unterschreibt, kann er vermutlich auch nicht schreiben – er hat sogar sicher mit einem deutlichen “X” unterschrieben.
Ja komisch, warum ist bei der BAWAG nicht auch der Bund eingesprungen wie bei der Hypo, warum musste die Schulden der Eigentümer ÖGB blechen?
Ja so schnell gehts und die Neoliberlen Ideologen sind gleich für die Methoden die Stalin dereinst angewendet hat. Der hat auch die Völker in seinem Reich herumgeschoben, wie er es gerade gebraucht hat – die ethnischen Spannungen sind heute ein Resultat dieser Politik der Mobilität. Auch die flexiblen Türken stiften allerorten Freuden hierzulande. Das muss man ja den Leuten selbst, wie jenen, die neue Nachbarn haben zumuten können – nicht wahr?
Wenns nur der Markt verlangt! Und was ist als nächstes zumutbar? Lassen Sie mich raten, Organe – ja Organe – denn wofür braucht so ein Nichtstuer zwei Nieren? Sauft ja eh nur.
Und eigentlich gehört auch das Adoptionsrecht reformiert, denn wenn man sich keine Kinder leisten kann, jedoch so verantwortungslos ist, welche in die Welt zu setzen, dann wäre es doch nur recht und billig, daß man diese verkaufen kann, an unfruchtbare Leistungsträger zum Beispiel, das ist doch nur sozial gerecht….
Na na na, jetzt aber runter vom Gas. A.U. mit Stalin zu vergleichen ist wohl mehr als daneben. Und von Volksgruppen umherschieben kann ja wohl keine Rede sein. Und die Türken wurden von Kreisky angeworben und nun haben sie es sich kuschelig warm gemacht in unserem Sozialstaat und vermehren sich prächtig.
Vielleicht kann man Ihnen hier helfen: http://www.psd-wien.at/psd/
Manchmal verschafft auch die Freundschaft zu Kanzlern Jobs. Manchmal verliert man dadurch auch Jobs.
Sie scheinen mit der ‘Freunderlwirtschaft’ nicht klar zu kommen.
Gute Leute werden gerufen.
Gut wird man durch harte Arbeit an sich selbst un durch harte Arbeit für die Mitmenschen.
Die wirkliche ‘Freunderlwirtschaft’ aber ist für mich was anderes:
Leute ohne Arbeitswillen, Leute ohne spezielle Kenntnisse, Leute ohne Lernwillen kommen an Positionen, für die sie keine Fähigkeiten nachweisen können außer Parteibücher oder Freunde (Sponsoren).
Wenn Sie in Ihrem Beruf auch so weit aufgestiegen sein werden, wie Dr. Unterberger, oder wenn Sie in Ihrem Beruf auch so viel Arbeit geleistet haben, wie Dr. Unterberger, wenn Sie in Ihrem Beruf auch so weit gekommen sind, dann werden Sie sicher auch gerufen werden. Wenn es für Sie attraktiv ist, werden Sie annehmen.
Alleine diese Einsicht könnte Ihnen schon weiterhelfen.
Ich frag mich gerade, ob ein arbeitsloser Journalist, möge dieses Schicksal den Blog-Betreiber nie ereilen, es als zumutbar empfinden würde, wenn man ihn zum Bretter- und Ziegeltragen, z.B. auf einer Großbaustelle irgendwo in der Pampa, einteilen würde?
Seien Sie mir nicht böse, Herr Unterberger, aber das was sie da schreiben, ist eine Diagnose mehr, aus dem Elfenbeinturm eines lebenslangen Bürohengstes, der es schon als Unbill des Schicksals empfindet, wenn im Sommer mal die Klimaanlage ausfällt.
Leute die nie gelernt haben, was es bedeutet manuelle Arbeit zu verrichten, sollten sich tunlichst zurückhalten, große Reden bezüglich “Zumutbarkeit” zu schwingen.
Waren Sie jemals beim Militär ?
Ich war beim Milizheer nach dem Präsenzdienst, jährlich 2 Wochen Übungen, im Sommer (+30 Grad), im Winter (Minus 10 Grad) zwischen Bruck/Leitha und Allentsteig bis zum 59. Lebensjahr.
Zum Militär kamen alle hin, Handwerker, Bauern, Bürohengste, wie ich, etc. Niemand hat sich gedrückt oder krank gespielt.
Sonst sitze ich auch in der Stube und mache meine Augen an Computern kaputt und meinen Kreislauf durch allzu vieles und langes Sitzen, mache meine Stirnhöhlen kaputt durch Klimaanlagen, mache mein Leben ‘kaputt’ durch allzu viele Arbeit.
Wer seine Arbeit liebt, findet sie immer wieder.
Als junger Mensch habe ich in den Gymnasialferien als Maurerhelfer gearbeitet zu Zeiten, wo man keinen Kran hatte und keine Förderbänder, wo man mit der Schaufel Beton gemischt hat, wo man Zementsäcke mit der Hand verladen hat und Ziegel ebenso, zu Zeiten, wo man zum Brücken Betonieren (darf nicht unterbrochen werden) 3 Tage und Nächte lang durch gearbeitet hat.
Ich habe allen meinen Geschwistern (7) beim Häuser bauen geholfen. Ich hocke beruflich aber vor dem Computer und mache mich krank.
Manuelle Arbeit kann jeder erlernen, auch ich konnte das (habe das von Kleinkind auf gelernt – Bauernarbeit, wie Strohbinden, Strohfühen, Zuckerrüben sicheln, Kartoffel ausgraben, Äpfel ernten ,,…. schon als 6 Jähriger)
Im Kommunismus in Ungarn mussten die Studenten Erntearbeit verrichten und niemand ist daran gestorben.
Dr. Unterberger würde auch daran nicht sterben und auch er tut Zumutbares.
Klar, was man am besten kann, womit man am besten helfen kann, das sollte man anstreben. Aber vorübergehend geht auch Kloputzen, was ich noch immer für besser halte als zu schmarotzen.
Soviel zu dem, was zumutbar ist.
Ich kenne auch Journalisten, die in Gulags mitgearbeitet haben, die in Kriegen einiges durchgemacht haben, um an die Informationen heranzukommen. Auch dazu gehört ‘Manuelles’.
Für mich gehört manuelle Arbeit genauso zum Leben wie geistige, oder brauchen Sie zum Energiespar-Glühbirnen-Einschrauben einen Elektriker ?
@ Maierhofer:
Ich glaube, Segestes hat das mit der Zumutbarkeit etwas anders gemeint. Denken sie doch nur an den Häuserbau Ihrer Geschwister. Wozu haben die gebaut, wenn sie die Häuser nicht huckepack zum nächsten Job mitnehmen können?
Natürlich werden in so einen Eigenheimbau Monate an Freizeitstunden ( 24 x 30 x X ) eingebracht, was man sich zwar in Geld ablösen lassen kann, aber sicherlich nicht in einem Ausmaß, in dem das nächste Heim samt vergleichbarer Zusatzleistungen fix und fertig finanziert werden könnte. Der Baukostenindex war die letzten 20 Jahre nämlich doppelt so hoch als der VPI (Verbraucherpreisindex)!
Nur wer glaubt, dass dem Menschen ohnehin nicht zuzumuten ist, sich mit etwas anderem als Hauspflegearbeiten und dergleichen zu beschäftigen, weil Muße verderblich wäre, kann daher guten Gewissens das moderne “Nomadentum” als Konzept der Globalisierungsideologie vertreten.
Ganz zu schweigen vom Netzwerk privater Beziehungen, das gelegentlicher gemeinsamer Ereignisse bedarf, um nicht zu zerbröckeln. (Aus den Augen, aus dem Sinn …)
@ Norbert Mühlhauser
Ich habe die Worte von Segestes aber so aufgefasst, auch wenn ich sie jetzt nochmals gelesen habe.
Ihre Worte beziehen sich eher auf die Immobilität. Bei uns werden Häuser gebaut, fest und immobil, das ist richtig. Man kann den Wert nicht mehr bekommen, den man hineingelegt hat, zumal dann ja viele zugleich wegziehen.
Ich denke da an AT&S, wo ich 1998 ein größeres Projekt ausgeführt habe. Viele Menschen wurden nach dem Zusammenbruch der Metallindustrie in der Mur- Mürz-Furche von dem strahlenden Platz der wiedererstehenden Androsch/Dörflinger/… Leiterplattenfabrik angezogen, haben Häuser in die Nähe gebaut und dort für sehr wenig Geld gearbeitet, aber zu Hause.
Aber die Gier nach mehr Gewinn hat Werke in Indien enstehen lassen und in China, und in Leoben Hinterberg zu 30% Kündigungen geführt. Ich kenne sehr viele solche – auch österreichische – Firmen.
Als mich ein dortiger Vertriebsmann angerufen hat und angefragt hat, ob er meine Kunden haben könne und ich könnte ein Riesengeschäft machen und er liesse das dann billig in Indien fertigen, da habe ich ihn gefragt, was seine Kinder dann arbeiten werden. Aber es wäre doch heute modern, hat er gemeint. Da habe ich ihm gesagt, wenn ein Affe ins Wasser springt, müssen nicht alle anderen nachspringen.
Dann die andere Seite. Ich habe einen traurigen Kollegen dort bei AT&S vorgefunden, der Werksleiter in Indien werden sollte, oder gehen. Er hat gesagt, das wäre in Mittelindien, sehr staubig und heiß und seine Familie und er hätten sich dafür entschieden. Glücklich war er nicht, mobil schon und vermutlich auch reich dann später. Aber ich wünsche ihm, daß es in Kärnten (von dort kam er) nicht so schlimm ist mit dem Vergessen wie hier in Wien.
Das mit aus den Augen aus dem Sinn ist wirklich sehr ausgeprägt in Österreich. Meine Tochter ist halbe Ungarin und in diesem Punkt wie ihre Mutter. Die vergißt keinen ihrer Freunde je und fuhr einmal in ihrem Urlaub sogar nach Kuala Lumpur für 3 Wochen, um einem ihrer vielen chinesischen Freunde (von ihm hat sie Chinesisch gelernt und er Englisch von ihr), dem sein Vater/Onkel ‘das Messer angesetzt hatte’, ohne Diplom keine Heimreise, bei den Abschlußprüfungen zu helfen. Es ging gut aus.
Für mich ist diese Immobilität aber schon das Ergebnis aus jahrzehntelanger Verwöhnung mit künstlichem Wohlstand auf Kredit. Wie war es denn bei den Österreichern, die 10-20 Jahre im Weltkrieg/Gefangenschaft waren. Sie kamen in kein fremdes Land zurück und waren sofort in der Mitte und nicht vergessen.
Dazu eine erschütternde Geschichte vom besten Freund meines Vaters. Er war in der Sowjetgefangenschaft, mein Vater wurde von Stalingrad zurücktarnsportiert als Verwundeter, sein Freund blieb dort. Mein Vater kam in die USA in Gefangenschaft später in Afrika. Der Freund kam 1951 zurück. Das ganze Dorf hat ein Festessen zusammengesteuert. Sein Freund durfte das noch erleben und starb am nächsten Tag an den Folgen der Entbehrungen.
Sie schreiben auch richtig, daß die Globalisierung ein Nomadentum bewirkt. In der Geschichte der Menschheit gabe es das fast ausschließlich.
Wir wurden als Insel der Seligen bezeichnet, weil wir es uns leisten konnten, an einem Fleck zu sitzen. Ich habe mit Tochter und Schwiegersohn einmal darübergesprochen, weil nämlich in England hauptsächlich kleine und billige Wohnungen vorkommen und hier bei uns Häuser und große Wohnungen. Das Ergebnis, in Großbritannien gibt es eine enorme Jobfluktuation und daher auch ein enormes Nomadentum als Folge davon.
Aber das mit der Insel der Seligen scheint zu Ende zu gehen, auch bei uns.
@Josef Maierhofer: Erst mal, nein, ich war nicht bei dem, was sich in Österreich Bundesheer nennt – davor hat mich mein Schicksal gnädigerweise bewahrt.
Ich wüsste aber auch nicht, wie jemand, der 9 oder 8 Monate bei der Truppe war, plus den paar Wochen Hetz bei der Miliz (man hört aus dem Bekanntenkreis diesbezüglich einiges…), daraus auch nur annähernd eine realistische Vorstellung gewinnen könnte, was es bedeutet jahrelang täglich hackeln zu gehen.
Andererseits habe ich z.B. eine Metaller-Lehre absolviert und bei ärgster Hitze, im zugeknöpften Overall unter LKW-Anhängern gelegen, und geschweißt, geschliffen, gehämmert, bis ich vollkommen durchnässt vor Schweiß war.
Inklusive Lehre waren das 6 Jahre – und da kommen Sie nun mit Ihrem, pardon, läppischen Präsenzdienst daher, inklusive einem Ferial-Job?
Seien Sie mir nicht böse, aber genau diese Weltfremdheit und Selbstüberschätzung, scheint auch dem Blogbetreiber in der Frage zueigen zu sein.
Ich habe nach meiner Lehre sofort eine fünfjährige Abend-HTL für Nachrichtentechnik besucht (neben der Arbeit, fünf Tage die Woche) und 3 Jahre für einen Mobilfunkanbieter in der Montage gearbeitet. Herrlich, bei Schnee, Eis und Hitze, auf 15 Meter hohen, wackeligen Masten herumzuklettern…
Als ich dessen überdrüssig wurde, gings in die FH für Industriedesign, auch berufsbegleitend, mit der ich vor ein paar Jahren fertig wurde.
Jetzt sitze ich meist vor dem Rechner oder am Zeichentisch – im klimatisierten Büro, versteht sich. Vieles kann ich aber auch einfach zuhause erledigen.
So, und drei mal dürfen Sie raten, was ich als anstrengender empfinde –
das was ich einst machte, oder die heutige Tätigkeit?
Ein Tipp: Meine jetziger Beruf strengt mich dermaßen stark an, dass ich trotzdem die Zeit finde, mich gemütlich dem Orchideenstudium der Altertumswissenschaft zu widmen.
Also, um nachvollziehen zu können, was Arbeit mit vollem körperlichen Einsatz für einen Menschen meist bedeutet, nämlich ein sich tägliches Quälen, muss man das selbst über einen längeren Zeitraum gemacht haben.
Genauso gut könnte man ansonsten mit einem Tauben darüber zu diskutieren versuchen, was denn Musik eigentlich genau sei.
Übrigens, aus diesem Grund, sind auch Parteien wie die Sozialdemokraten längst keine glaubwürdigen Arbeitnehmervertreter mehr. Sie bestehen nämlich auch zu 90 Prozent, was die Führungsgremien betrifft, aus Leuten die von der Wiege bis zur Bahre, nur in Klassenzimmern und Hörsälen gesessen haben und die sich einbilden, weil sie mal in den Ferien für ein paar Wochen einen Hammer halten durften, wüssten Sie wo Arbeitern der Schuh drückt.
Eines noch:
Ihre zitierten “Bürokrankheiten” finde ich regelrecht lustig.
Warum?
Nun ja, im Büro wird man krank, vom zu vielen Sitzen.
Als Hackler wird man jedoch krank, weil man eben zu viel hackelt.
Gegen Bürokrankheiten kann man ganz einfach etwas unternehmen – und zwar Sport in der Freizeit. Wer das nicht so handhabt, schädigt sich gegebenenfalls mutwillig selbst.
Nur was verordnet man dem Hackler, gegen seine berufsbedingten Beschwerden?
Haha, vielleicht noch mehr Bewegung?!
@Norbert Mühlhauser: Ja, auch dieses Problem hatte ich im Sinn.
Wer sich mit eigener Hände Arbeit, oft über Jahre hinweg, ein Heim geschaffen hat – etwas das urbane Nur-Akademiker, wohl nur selten nachvollziehen können – der wird in der Tat besonders gestraft, wenn er alles verkaufen müsste, um wegen einer verordneten Arbeitsstelle, in einen anderen Teil des Landes zu ziehen.
@Josef Maierhofer
Lieber Herr Maierhofer, was Sie schreiben, beschäftigt mich sehr. Nicht nur weil es interessant und oft bewegend ist, sondern weil Sie auch viel von Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Geschichte preisgeben.
Obwohl sich unsere Laufbahnen wohl nur bezüglich des Bundesheeres ähneln, sehe ich staunend viele Gemeinsamkeiten.
Dies soll keine Anbiederung sein, nur ein ferner Gruß.
Servus!
@ Segestes
… und jetzt soll in der Not die Hacklerregelung abgeschafft werden …
Auch ich habe mein Studium selbst erworben durch Arbeiten, sogar die Oberstufe des Gymnasiums habe ich weitgehend selbst finanziert.
Auch ich arbeite heute noch mehr als 12 Stunden pro Tag an 7 Tagen der Woche.
Die Bürokrankheiten sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen:
Langes Sitzen hat eine Thrombose am Bein eingebracht und es bestand Lebensgefahr, die Augen am Computer werden sicher nicht besser aber ich sehe noch und die Klimaanlagen haben eine Stirnhöhleneiterung eingebracht.
Es waren zwar nie mehr als etwa 2 bis 4 Monate, wo ich manuell gearbeitet habe, das aber meist schwer und das mit Schweiß, Zugluft, schweren Kreuzschmerzen, etc. kenne ich natürlich auch.
Aber, wer seine Arbeit liebt, nimmt auch die Nachteile in Kauf.
Was Sie am Schluß gemeint haben mit verordneter oder erzwungener Ortsveränderung, das ist tatsächlich jetzt unser österreichisches Problem. Die Veränderungen gehen so weit, daß das in vielen Fällen zutreffen wird. Wenn sogar Herr Hundstorfer, der sicher zu 100% auf seiten des arbeitenden Menschen steht, das erwähnt, die Mobilität, dann ist das sicher ein ernst zu nehmendes Zeichen.
Wer die einzelnen Opfer sein werden, das wissen wir sicher heute nicht oder können es nur teilweise erahnen, aber, daß es mit neuen Krediten bald nicht mehr gehen wird, den Zustand weiter so zu erhalten, das wissen wir schon ganz genau und auch Herr Hundstorfer.
@ Maierhofer:
Es handelt sich meines Erachtens hier nicht um Gier, sondern um Konkurrenzdruck ggü Produktionen aus Niedriglohnländern, der sowohl von der linken als auch der rechten Bonzenaristokratie durch Zollsenkungen im Interesse des “freien Handels” herbeigeführt wurde. Firmen brauchen Gewinnspannen, die weit über die Deckung der Gemeinkosten hinausgehen müssen, um bei den Kapitalreserven für Investitionen wie zB Anlagenbau nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Mit der Erwähnung dieses Spruchs wollte ich die Betonung vor allem darauf legen, dass Fernmündlichkeit oder Schriftlichkeit ein Zusammensein nicht ersetzen kann.
Nach dem Krieg haben die Österreicher die Häuser in der subjektiven Gewissheit wieder errichtet, darin 50-60 Jahre leben zu können, und am Land werden die meisten Bauernhäuser ja ohnehin unversehrt geblieben sein. Das Leute über den Kreis der Familienangehörigen hinaus nicht vergessen wurden, war wohl auch den immobilen traditionellen ländlichen Sozialstrukturen zu verdanken. Außerdem werden nicht wenige schuldenfreie Eigenheime haben, was dem Staat auch fallweise Ausgleichszulagen für Pensionisten-Mietwohnungen erspart.
Die Zivilisation haben wir aber dem Umstand zu verdanken, dass das Nomadentum aufgegeben wurde, weil der Mensch es darauf anlegte, sein individuelles Umfeld durch Gestaltung zu optimieren.
@ Norbert Mühlhauser
Diese Zivilisation haben wir aber verwirkt und werden immer mehr zu Getriebenen und bald wieder zu Nomaden in gewissem Sinn.
Sie schreiben, der Konkurenzdruck.
Dazu noch ein paar Worte: Ich habe einem britischen Freund einmal geschrieben: Unsere Arbeit geht nach Osten, dorthin, wo man für eine Schale Reis am Tag leben kann. Das könnte man auch hier tun, aber ganz sicher nicht mit einer Mentalität des Abkassierens in alle Richtungen, ganz sicher nicht mit einer Mentalität des Bestehens auf unhaltbaren Sozialstandards, etc. In diesen Punkten sind wir durch Jahrzehnte des Wohlstandes auf Kredit so weit weg von den Aktionsradien der Nachkriegszeit gekommen, daß wir auf Konkurrenz gar nicht mehr reagieren können. Ich habe an der Uni einen Chinesen im Kurs, der eben eine neue Firma in Prag (neben seinem Studium in Wien) gegründet hat. Der sieht das natürlich genau so klar, wie ein Freund meiner Tochter aus Shanghai, den ich auf ihrer Graduation Party in England kennengelernt habe, und ich sehe das auch, er hat keine Konkurrenz hier, sogar die Bürokratie schafft er locker. Es kommt dann eben alles zusammen bei uns jetzt sehr bald: der Zahltag für den Wohlstand auf Kredit, der Wohlstand als Hindernisfaktor, auf Konkurrenz reagieren zu können, die Irrwege, zu glauben allen helfen zu können und das Ende der enormen Überheblichkeit unserer Gesellschaft, die glaubt reich zu sein, aber bald einsehen muß, daß sie arm ist und zusätzlich noch hohe Schulden hat.
Es gibt KMUs hier, die genauso verbissen kämpfen, wie die Chinesen und verschworene Firmengemeinschaften bilden, gegen solche Lasten, die unsere Gesellschaft jedem Fleißigen aufbürdet, können wir diesen Kampf nie bestehen.
Zu einem guten Teil zeichnen dafür auch Gewerkschaften, Politiker, das Wahlvolk, das sich in den eigenen Sack lügt, etc. verantwortlich.
Das wollte ich zu Ihren Worten noch ergänzen.
Das mit der Staatsbürgerschaft wird in Österreich nicht anders sein als in Deutschland. In Deutschland gibt es z. B. für Türken keine doppelte Staatsbürgerschaft. Türken müssen sich also entscheiden wollen sie die Deutsche oder die Türkische. Nun passiert folgendes:
- Türke/Türkin legt die türkische Staatsbürgerschaft nieder
- Türke/Türkin bekommt die deutsche Staatsbürgerschaft
- Türke/Türkin beantragt wieder die türkische Staatsbürgerschaft und bekommt die auch wieder, weil es nach türk. Recht
möglich ist 2 Staatsbürgerschaften zu haben..! Keiner kontrolliert das, wie wir da verarscht werden…
Wir hatten hier zu Hochzeiten der ausländischen “Gastarbeiter” 1,8 Millionen, davon haben 1,8 Millionen gearbeitet. Nun sind es 7,5 Millionen Ausländer/Zuwanderer (die Eingedeutschten nicht mitgerechnet, sonst wären es 17 Millionen) aber die 1,8 Millionen die arbeiten sind gleich geblieben bis Ende 2009…!
1973 als man die Verträge der Gastarbeiter beendet hatte, waren 1,2 Millionen Türken hier. Jetzt Ende 2009 sind es zwischen 4 und 6 Millionen Türken durch den sogenannten Familiennachzug, wieviel genau, weiss angeblich niemand!
Hier gibt es Hartz IV Empfänger in Berlin, die können sich bei SIXT einen Daimler Benz leisten für eine monatliche Leasingrate von 2700 EUR…! Andererseits bringt eine Moschee in Berlin 1,5 Millionen EUR in bar zur Bank (ist aufgefallen weil der Bote der Moschee überfallen und beraubt wurde)
Man hat uns jahrelang weisgemacht, dass Kinder fehlen, zu wenig geboren werden. Jetzt ist die Stadt Nürnberg sehr überrascht, dass soviele Kinder in alle Schularten drängen. Mit so vielen Kindern hatten die gar nicht gerechnet! Wo leben wir eigentlich, dass die Stadt nicht mal weis wieviele Kinder hier in der Stadt wohnen…!
Wozu brauchen wir überhaupt Gewerkschaften ? Genügt die Arbeiterkammer denn nicht ?
Umgekehrt, Hr. Maierhofer, umgekehrt. Bei der Gewerkschaft gibt’s wenigstens keine Zwangsmitgliedschaft.
@ Koller
Ich bin kein geschultes Personal oder so was, versuch es aber trotzdem:
Und was kostet das und bringt es ?
Es bringt höhere Löhne und Pensionen (vor allem für ÖBB-ler und Beamte) zu Ungunsten der anderen Arbeiter (ASVG), mildere Arbeitsbedingungen (gegen die Effizienz und Produktivität, fragen wir Stronach), eine sozialere Ungerechtigkeit (oder einen ungerechteren Sozialstatus), es bringt uns hin und wieder Streiks und Demonstrationen, je nach politischer Lage, …
… und es kostet eine Menge an Privilegiengebühren, Streikausfällen, Mitgliedsgebühren …
Die wirkliche Arbeit tun ja tatsächlich die Arbeiterkammern: Beratungen, Schulungen, Interessensvertretungen, Rechtsvertretungen, etc. ….
Ähnlich ist es bei den Wirtschaftskammern, da gibt es dann zwar die Dienste der Kammer, aber die Parteiorganisationen sind mir (bin seit 1996 Kammermitglied und auch Arbeiterkammermitglied, das allerdings seit der Jugend) dort noch nicht so radikal aufgefallen wie die Gewerkschaften, obwohl es sie parallel zur Wirtschaftskammer gibt.
Also deke ich, die Kammern sind brauchbar und offenbar auch Pflicht bei uns, die Gewerkschaften sind nicht Pflicht …
@ Maierhofer
Ob die Interessensvertretung sich jetzt Arbeiterkammer oder Gewerkschaft nennt, ist unerheblich. Ich meinte es im Zusammenhang mit der Zwangsmitgliedschaft und der verfassungsrechtlichen Verankerung. Das ist mir ein Dorn im Auge. Jeder soll sich die Lobbys halten, die er will, aber keine Zwangsbeglueckung.
Hart sind die Arbeitsämter in Deutschland auch nur gegen Deutsche. Von Zuwanderern wird niemals verlangt, dass die zum Beispiel einen 1 EUR Job annehmen, hier die Parks von Müll befreien, Hundehaufen aufsammeln, Radfahrer die in Fußgängerzonen fahren anhalten….!! Noch nie einen Zuwanderer dabei gesehen und ich sehe diese 1 EUR Parkwächter hier jeden Tag!! Im Gegenteil, die 1 EUR Jobber sammeln den Müll und die Hundehaufen der Zuwanderer auf (Stadtteil mit 50% Zuwanderer und deren Abkömmlinge)
Wenn jemand nach Österreich zum Saisonarbeiten geht, dann freiwllig, weil ihm als Arbeitslosen die Decke auf den Kopf fällt zuhause. Ich würde das jederzeit auch wieder machen..
Genau deshalb gehen inzwischen österreichische Frauen häufiger arbeiten als türkische Männer (in Österreich natürlich!!).
http://www.statistik.at/web_de/static/arbeitsmarktstatistik_-_3._quartal_2009_schnellbericht_042574.pdf
Seite 24:
B4 Erwerbstätigenquoten der 15- bis 64-Jährigen nach Staatsangehörigkeit, Geburtsland und Geschlecht
österreichische Frauen: 68,6%
türkische Männer: 67,4%
Türken insgesamt: 49,3%
Dh, bei den Türken in Österreich ist im Erwerbsalter nur jeder 2. mit Arbeit befasst.
Aus ORF Online:
Zwei Drittel aller als arbeitslos gemeldeten Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren stammen aus Familien mit Migrationshintergrund. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Arbeitsmarktservice Wien (AMS).
http://www.diepresse.com/home/import/thema/303529/index.do?direct=303602&_vl_backlink=/home/politik/index.do&selChannel=
11.05.2007
Wir haben keine zielorientierte Zuwanderung nach Österreich
Migrationsexperte Heinz Fassmann:
“Wir haben eine Zuwanderung von 100.000 bis 120.000 pro Jahr.
Die Zahl derer, die auf die Bedürfnisse des österreichischen Arbeitsmarkts hin, gesteuert zuwandern, sind lediglich 1000 bis 5000 Personen pro Jahr. Wenn man die saisonale Zuwanderung hinzufügt sind es etwas mehr.”
Das sind also ganze 1-5% der Zuwanderer, die hier dem österr. Staat effektiv etwas bringen, dh die der Arbeitsmarkt bestellt hat. Der Rest wandert in die Sozialsysteme ein, nimmt den unqualifizierten Österreichern Arbeit weg, oder wird gleich kriminell.
Die geplante Einführung der Überprüfung von Deutschkenntnissen vor der Einreise wird an dem ganzen Wahnsinn auch nix ändern. EU-Ausländer und Angehörige von “Österreichern” sind ausgenommen. Für Familienangehörige von Drittstaatlern gibt es HEUTE schon eine Quote von ca 5000 Personen:
aus den OÖN:
Deutsch lernen soll zur Bedingung für den Familiennachzug werden
…
An den Eckpunkten hat sich nichts geändert: Wer dauerhaft in Österreich leben will, muss künftig Deutschkenntnisse nachweisen – und das bereits vor Einreise. Im Wesentlichen betrifft das jene Zuwanderer, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Österreich kommen – 2010 sind unter diesem Titel rund 5000 Plätze vorgesehen.
Es werden also nach wie vor jede Menge Familienangehörige von “Österreichern” (die komischerweise oft den ganzen Tag Türkisch sprechen) nach Österreich kommen. Die 5000 Angehörigen von Drittstaatlern werden eventuell geringfügig bessere Deutschkenntnisse haben. Für diese Maßnahme wird Fekter auch noch kritisiert.
Es ist alles ein schlechter Witz. Hoffentlich kommt bald die Staatspleite. Anders läßt sich die Islamisierung und die Überfremdung offenbar nicht mehr aufhalten.
@ Werner Papst
‘EU-Ausländer und Angehörige von “Österreichern” sind ausgenommen.’
Eigentlich auch nicht wirklich, es stimmt schon, daß Rumänen sich bedienen, Bulgaren, auch Slowaken, etc. Die Clans sind aber kleiner als die türkischen Clans, z.B.
Die Staatspleite ist da, warten wir noch bis Herbst 2010, dann werden wir den Staatsbankrott ja sehen.
Ich nehme an, für die Migranten wird es ‘Auffangprogramme’ geben, die Österreicher sollen sehen wie Sie weiterkommen.
Ein Niederösterreichischer Witz:
Ein Türke trifft die gute Fee. 3 Wünsche hat er frei.
Also der erste:
Ich hätte gern ein großes Haus für die große Familie, die ich gerne nachkommen lassen will. Schwupp, das Schloss steht am Hügel und ist so groß, daß wirklich alle Platz haben drinnen.
Also der zweite:
Ich hätte gerne ein ordentliches Gebiss mit goldenen Zähnen. Schwupp, die Zähne glitzern und der Smilie ist fertig.
Also der dritte:
Ich hätte gerne einen österreichischen Pass. Schwupp, der Pass liegt in seiner Hand, aber das Schloss und die Zähne sind weg. Er protestiert, doch die Fee antwortet: Jetzt bist Du Österreicher und musst selbst schauen, wie Du weiter kommst.
Egal, bei uns fließen Milch und Honig. Da muss man nur herkommen und sich zurücklehnen, die gebratenen Tauben werden von Gutmenschen gefangen und einem schon fast gewaltsam in den Hals gestopft.
Der steirische Neugrüne hat sich gerade mörderisch erregt, dass seine Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft fast 3000 Euro gekostet hat und er als Deutscher mit sinnfreien Fragen gequält wurde. Worauf er bei all seiner Erregung vergaß, war, dass seine GrünossInnen dafür gesorgt haben, dass nur Asylanten oder Familiennachzügler die StaBü für 250 Euro bekommen, die ihnen auch noch der Staat schenkt. Wer als Fachmann oder -frau aus dem benachbarten Ausland, wie z.B. Deutschland, hier zuwandern oder nach jahrelanger Arbeit samt Steuer- und SV-Leistung den Lebensmittelpunkt hierher verlegen will, darf für ein ganzes Dutzend dieser an die Futtertröge des Sozialstaates deportierten Vorderasiaten mitbezahlen.
Kein Wunder, dass nur leistungsferne Schmarotzer dieses Land als das Schlaraffenland empfinden, denn sie werden hier herzlich empfangen, während Leistungsträger und Fachleute ab der ersten Sekunde ausgepresst werden.
Aber genau das ist die Politik der Linkskorrekten. Nur: kaum trifft es mal einen der Ihren, ist das Gezeter und Gesudere groß und sofort eine Doppelseite in der empört herumgackernden Tagespresse wert. (In der by the way die oben von Herrn Papst erwähnten Statistiken keine Erwähnung finden.)
Vielleicht sollten die Grünen schon an diesem Punkt einmal ansetzen bei ihrer sonst so nach Gleichbehandlung schreienden PC: Wieso müssen leistungsbereite Zuwanderer, die auf eigene Kosten herkommen und hier etwas aufbauen, das auch dem Staat und dem Volk zu Gute kommt, finanziell ausgepresst werden, während leistungsferne Zuwanderer mit Staubzucker hergelockt werden? Muss ein ganzer Staat mit all denen, die hier geboren wurden oder Österreich als ihre neue Heimat und ihren neuen Lebens- und Leistungsmittelpunkt erwählt haben, für den Retterkomplex einer gutmenschlichen überbezahlten verbeamteten Akademikerelite bluten? Wo bleibt da die Gleichbehandlung? Oder sind wieder mal ein paar Schweine auf der animals farm etwas gleicher als gleich…?
@Josef Maierhofer
Der Witz ist köstlich!
Nur leider allzu wahr…
@Reinhard
Eine Bekannte aus der Ukraine, verheiratet mit einem Österreicher, musste insgesamt 2.100,00 Euro bezahlen (inkl. Übersetzung und Beglaubigungen der Dokumente) bezahlen.
Das war vor 1 1/2 Jahren. Arbeitet als Stv.Abteilungsleiterin in einem Grosskonzern.
Schmankerl:
Da in der Ukraine der Staatspräsident die “Ausbürgerung” persönlich genehmigen muss, und derzeit dort das Chaos herrscht, ist sie nach wie vor auch ukrainische Staatsbürgerin. Dies, obwohl die österreichischen Gesetze vorsehen, dass man die ursprüngliche Staatsbürgerschaft binnen 12 Monate nach Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft nachweislich zurückgelegt hat.
Die nächste Schikane seitens der österr.Behörden kommt sicher.
Soviel zur Mobilität nach Österreich.
@ Reinhard
Vielleicht trifft es doch einmal Herrn Öhlinger, wenn ein Zeuge ihn auf einer illegalen Demo beim Versuch ein Auto anzuzünden gesehen hat und er muß vor den ‘Pilz’-Ausschuß.
@Josef Maierhofer
Ach was, wenn Linke ein Auto anzünden ist das entweder ein Bubenstreich oder ein Ausdruck ihrer hilflosen Wut gegen das böse menschenverachtende System. (Wichtig ist dabei die mehrmalige Betonung des Wortes “menschenverachtend”.)
Das muss man verstehen.
Nur wenn Missliebige das falsche T-Shirt bestellt haben würden könnten, ist das ein Staatseklat, ein Schwerstverbrechen und schreit geradezu nach einem U-Ausschuss, dem Staatsanwalt und wenn es geht einem Gulag oder einem stalinistischen Erschießungskommando.
Das ist eben alpine Gleichbehandlung…
@Walter Wolf
Ja, auch mir sind solche Fälle bekannt.
Inklusive der bulgarischen Akademikerin, die hierher verheiratet als Putzfrau arbeiten darf, da ein mit besten Ergebnissen abgelegtes Studium in Bulgarien ja nur einen Dreck wert sein kann und nicht mit den von höchster Qualität geprägten Elitestudien an den österreichischen Weltspitze-Unis verglichen werden kann.
Diese Frau ist intelligenter als die meisten, die jemals einen hiesigen Hörsaal von innen gesehen haben. Aber es lebe die österreichische Überheblichkeit. Dieser Frau hilft auch kein Grünling und kein Gutmensch, dazu hätte sie ihre Papiere wegschmeißen und “Asiel” stammeln müssen. Wer etwas ist, etwas kann, ist der erklärte Feind dieser linksgrünen Chaoten, die selbst meist aus Künstler- oder Akademikerhaus sich als elitäre Armee der Krieger des Lichts empfinden.
Es wäre zum lachen, wenn es nicht so zum heulen wäre…
Joseph Maierhofer
Klasse, der Witz !
Der schloss-und zahnlose “Österreicher”, dem plötzlich selbständiges Existenzbemühen zugemutet wird…
Reinhard
Auch eine bulgarische Akademikerin ist den grünen Post-Kummerln Klassenfeind… !
@Reinhard
Allerdings muss man auch sagen, dass ein angeglichener vergleichbarer Studienplan dieses Problem gelöst hätte (z.B. Bologna). Die linken Studenten sind allerdings gegen Bologna. Sie sind nicht für eine punktuelle Verbesserung oder bessere Ausgestaltung von Bologna sondern einfach dagegen.
Ergo sind sie auch gegen die Anerkennung von Studienabschlüssen in Bulgarien.
Wenn Reisen bilden würde, wären wir das klügste Volk der Welt. Aber schon unsere Kinder lernen: Die Urlaubsreise machen wir, damit die Eltern irgendwo wo sie niemand kennt die Sau rauslassen können, die Maturareise machen wir, damit wir selbst irgendwo wo uns keiner kennt die Sau rauslassen können und so ist Reisen eigentlich ein Mittel zum Zweck der unbeobachteten Verblödung durch Alkoholkonsum und Größenwahn.
Man frage mal die primitiven Eingeborenen unserer Hauptreiseziele, warum die den durchschnittlichen mitteleuropäischen Touristen für das dümmste und primitivste Wesen oberhalb der Entwicklungsstufe Regenwurm halten. Selbstbild und Fremdbild unserer Reisenden passen nirgends zusammen.
Reisen mit Studium, Bildung oder gar Arbeit zu verbinden scheint für die meisten ebenso undenkbar wie Fernsehen auf phoenix oder Bier trinken nur gegen den Durst.
Zuhause lässt es sich schön großkotzig sein, mit stumpfsinniger Verblödungscomedy im TV und einer Kiste Ottakringer Dosen im Kühlschrank feiert es sich toll, die Krone der göttlichen Schöpfung, die intelligenteste und erhabendste Erscheinung auf Erden zu sein, im Gegensatz zu den dummen Amis oder faulen Negern.
Damit es den Dumpfnasen gut geht, müssen sie nicht reisen, sie müssen nur das Kreuzerl am richtigen Kasterl machen, und schon sorgen sich die Gutmenschen darum, dass es ein Dach überm Kopf, einen Fernseher mit SAT-Schüssel und genügend Geld für kistenweise Ottakringer gibt. Und wer ganz weit weg will: Mir ist gerade vor kurzem ein FAll zu Ohren gekommen, wo in einem obersteirischen Gemeindebau die Haus-Satschüssel neu eingerichtet werden musste, weil der stetig steigende Anteil an türkischen Sozialwohnungsbedürftigen Heimat-TV-Sender schauen möchte. Da purzeln schon mal solche Randgruppenkanäle wie arte oder phoenix aus dem Programm; wer dumm ist möchte und soll ja auch dumm bleiben und sich die 24 Stunden Tagesfreizeit nicht mit Bildung versauen.
Was keine Jobs schafft bzw Leute nicht zur Arbeit ermutigt kann man hier nachlesen:
http://www.faz.net/s/Rub0B44038177824280BB9F799BC91030B0/Doc~E14C41FD68903404AA9BD78247EABABA0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Das ist ja bei uns noch schlimmer, aber in ähnlichen Relationen.
Der Putztrupp, der mein Haus wöchentlich putzt, bekommt 6,50 € brutto pro Stunde und ist gut bezahlt damit.
Meine selbständige Arbeit ergibt netto etwa durchschnittlich 4,- € pro Arbeitsstunde.
Unser ganzes Leben ist eine ‘Selbstbedienungsblase’, die man ‘Sozialstaat’ nennt und ein Ergebnis von ’sozialen’ Taten (ich würde sagen fahrlässige Krida, Volksbetrrug, oder ähnliches) unserer Entscheidungsträger in den letzten Jahrzehnten.
Nach der Spekulationsblase, wird die Sozialblase platzen.
JA und das Reisen verdreckt die Umwelt mit Feinstaub und anderem Dreck – den CO2 Schmäh kann man vergessen. Möcht wissen warum die Orflöcher in den Landeslügenstudios dauernd zum Fernreisen auffordern , wo doch der grüne Haufen Vorbild sein sollte. Schafft aber , wie aufgezeigt Jobs in den Bettelstaaten Griechenland , Spanien, Portugal und Italien.
Melusine:
Wenn um zirka 19,15 Uhr in den ORF-TV-Landesnachrichten für Reisen geworben wird, dann ist dies eine jeweils gesponserte Sache eines lokalen Reisebüros und der ORF generiert damit auch Einnahmen.
Diese Aussage in der FAZ ist absolut lachhaft. 1823 EUR brutto als Geringverdiener?? Welcher Geringverdiener bekommt 12 EUR die Stunde? Putzmann/Frau bestenfalls 6,50 EUR Stunde, Briefträger 7,50 – 9,50 EUR Stunde, Friseur ab 3,30 EUR Stunde, das läßt sich beliebig fortführen.
Ein Geringverdiener kommt kaum über 1200 EUR brutto (netto 1000 EUR). Im Gegensatz dazu bekommt er verheiratet 1 Kind gleich mal 1500 EUR netto über Hartz IV, ohne arbeiten zu müssen…..
Hierzu passt ja auch die Chinareise unseres HBP.
Empfehle ausnahmsweise wieder Fleischhackers Kommentar in der heutigen Presse/Kommentare. Man beachte die Äusserungen von Fritz Neugebauer.
diepresse.com/home/meinung/kommentare/fleischhacker/537970/index.do
Reisen bildet nicht nur, es schafft auch gegenseitiges Verständnis.
mfg
Martin Bauer
14cmartinbauer@aon.at
Anregung an Herrn Dr.Unterberger!
Bei Verwendung eines Links und seiner eigenen email-Adresse, wird auf “Warten auf Frischaltung” gestellt.
Liesse sich das beheben?
Immerhin fordern hier ja nicht so wenige, die Anonymität der Poster aufzugeben und unter eigenem Namen zu posten.
Besten Dank.
Martin Bauer
14cmartinbauer@aon.at
Geh, Hr. Bauer, das mit der Anonymität hatten wir doch schon alles mehrfach durchgekaut. Es gibt sicher vergleichbar viele, die weit das anonyme Posten “fordern” (was in dieser Form übrigens weder den einen noch den anderen zusteht: es ist Hrn. Unterbergers Blog, er allein entscheidet).
MfG phaidros.vie@gmail.com
Lieber Phaidros:
Warum haben Sie sich als “anonymer Poster” eine zusätzliche anonyme eMail-Adresse mit Ihrem Nickname bei gmail.com zugelegt und nennen diese auch häufig? Sie suchen wohl auch manchmal direkten Kontakt mit den Postern, wollen aber auch dort meist anonym bleiben, od’r?
@phaidros
Ich möchte hier bitte nicht wieder eine Anonymitätsdebatte auslösen!
Meine Frage zielte einzig und allein darauf ab, ob zwei Links (Internet plus email z.B.) nicht machbar sein können.
Betrifft ja immerhin auch Sie. Oder?
mfg
Martin Bauer
da bin ich bei ihnen herr bauer
vonrenneberg@networld.at
Sg. Hr. Pascher,
genau so ist es. Zum Beispiel ist es undenkbar, dass die interessanten Insider-Informationen betreffend die Gesamtschule gepostet worden wären, wenn die Verpflichtung zur Namensnennung bestanden hätte!
Die Mailadresse nenne ich immer wieder einmal, weil es ermöglicht, mich abseits vom Forum zu kontaktieren (ist ja beileibe nicht alles für die Allgemeinheit interessant oder gedacht), wobei da durchaus auch schon reale, sehr von mir geschätzte Kontakte entstanden sind. Auch in diesem Forum bereits mehrere.
Andererseits beruhigt es mich bei manchen Postern (ebenfalls: auch in diesem Forum), dass sie meine Identität nicht kennen.
Natürlich muss man auch sehen, dass der technische Einwand, der Nick im Namensfeld würde noch keine Nachverfolgbarkeit verhindern, durchaus richtig ist!
MfG phaidros.vie@gmail.com
Hr. Bauer, wenn ich im Post einen Link nennen will, lasse ich einfach die Mailadresse weg (ich glaube, das arme Team Unterberger hatte ungefähr 2 Dutzend Posts von mir händisch “freizugeben”, bevor ich das endlich schnallte – danke nochmal dafür!)
Ich habe übrigens auch probiert, ins Feld Webseite den Text “mailto:hier-die-mailadresse” einzugeben. Ich dachte, dann könnte man durch Anklicken des Nicks ein Mail schicken, aber leider funktioniert das auch nicht.
MfG phaidros.vie@gmail.com
@phaidros
Da meine email-Adresse ja seit Beginn des Tagebuchs bekannt ist (wollte ja nur wieder bei dieser Gelegenheit die Offenheit pflegen) werde ich bei Internetlinks halt wieder meine email-Adresse weglassen.
Die Variante, über die angegebene Homepage emails zu versenden, bestünde ja auch noch.
Aber die Wenigsten geben diese Daten frei.
PS: Aber eigentlich habe ich ja auf Fritz Neugebauer hingewiesen, samt der Chinareise unseres HBP
Phaidros 11,35
Ihre Argumentation spricht im speziellen Fall auch für eine Anonymität. Aber sonst gibt es viele Fälle, besonders bei “nicht gefährdenden” Menschen (z.B. auch Ruheständler), wo man sich für seine Meinung nicht schämen und auch im wilden Österreich keine Unannehmlichkeiten befürchten muß. Übrigens: im Schreibstil habe ich erkannt, dass sich Teilnehmer manchmal unter verschiedenen Nicknames melden, damit habe ich hier auch schon mit ziemlicher Sicherheit einen bekannten Journalisten entdeckt.
Manche solche Blog-Programme (zumindest in anderen Ländern) verfügen über Möglichkeiten, wo man mit dem Poster mittels link auch direkten Kontakt aufnehmen kann. Da ist oft auch die Anordnung sowie die sog. “Ebenen” der Postings etwas anders (übersichtlicher?) gestaltet.
Aber ich bin mit dem vorhandenen zufrieden und kann auch mit den diversen versteckten Personen leben.
Die von Ihnen angesprochene technisch mögliche – aber sicher nicht praktizierte – Nachverfolgbarkeit finde ich gut, denn dadurch wird beim schreiben auch eine gewisse Selbstdisziplin auferlegt. Die Diskussionsqualität dieses Forums unterscheidet sich wesentlich von den vielen anderen nun verfügbaren Blogs.
Hierzu passt ja auch die Chinareise unseres HBP.
Empfehle ausnahmsweise wieder Fleischhackers Kommentar in der heutigen Presse. Man beachte die Äusserungen von Fritz Neugebauer.
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/fleischhacker/537970/index.do
Reisen bildet nicht nur, es schafft auch gegenseitiges Verständnis.
mfg
Martin Bauer
14cmartinbauer@aon.at
Ich möchte ausnahmsweise eine Lanze für Herrn Hundsdorfer brechen. Er sieht zwar aus wie ein Parade-Apparatschik aus den 70ern. Das was er sagt, ist aber wesentlich pragmatischer und realitätsbezogener als das, was man von den anderen Sozialdemokraten hört.
Natürlich hat er seinen Background, und muß auch rhetorische Pflichtübungen richtung Basis machen.
Seine Aussagen richtung Mobilität zeigen aber, daß er besser als Andere in seinem Verein die Zeichen der Zeit erkennt
Zur Mobilität:
Natürlich ist es in den USA viel leichter mobil zu sein und den Wohnsitz öfters zu wechseln. Drei Monatsmieten für den Makler und eine an den Fiskus abzuliefernde Gebühr für die Errichtung eines Mietvertrags sind den Amerikanern unbekannt.
Die Vergebührung eines Mietvertrags ist absoluter Unfug!
Eine Gebühr zahlt man doch für eine Gegenleistung (z.B. Ausstellung eines Reisepasses, eines Grundbuchauszugs…). Beim Zustandekommen eines Mietvertrags leistet der Staat gar nichts – und trotzdem wird “vergebührt”.
Hat schon einmal jemand erhoben, welche Summen da allein jedes Jahr in Wien in den Steuertopf wandern?
Das wäre doch eine Frage für die Volksbefragung gewesen: Wollen Sie weiterhin, dass Sie für jeden Mietvertrag eine Gebühr zahlen müssen….?
Dr. Günter Frühwirth (09:57) – auch zu Peter Tichy (10:11):
Hier in Österreich sind wenige bereit, Ihren bisherigen Wohnsitz wegen einer neuen, besseren Erwerbsquelle aufzugeben. Das hat Tradition, man hängt zu sehr an der alten Bleibe, der Umgebung und den Freunden. Sicher erschweren auch die hiesigen hohen Kosten einen berufsbedingten Wohnsitzwechsel. In vielen Ländern (z.B.: UK) ist es üblich, dass man sich zuerst einen neuen Arbeitsplatz sucht und erst dann in der näheren Umgebung Ausschau nach einem Miet- oder Kaufobjekt macht. Die Maklerkosten sind moderat, er bewältigt sogar die Aufgaben eines hiesigen Notars bei Kaufvertrag usw. Dort ist aber auch die tägliche Mobilität viel großer und man findet nichts dabei, auch jeden Tag mehrere Stunden in den Öffis zu verbringen bzw. dafür zu investieren (= oft bis zu 10 % des Einkommens!).
Minister Hundstorfer ist durch die interemistische ÖGB-Führung großteils positiv aufgefallen und bedient sich nicht der proletenhaften Sprache der “Basis”. Ich nehme tatsächlich an, dass er – nicht nur bei Reisen – lernfägig ist. Daher verzeiht man ihm auch gerne, dass er 2005 bei der Übertragung der Bawag-Verbindlichkeiten an den ÖGB “nicht wusste, was er da unterschrieb”.
Meine Mutter hatte 2 Ziehgeschwister, als die Not in der Zwischenkriegszeit groß war. Die Ziehschwester heiratete einen amerikanischen Soldaten und ging mit ihm in die USA. Sie hatte mit ihm ebenfalls 8 Kinder, wie meine Mutter in unserer Familie.
Die Familie hatte über 20 Jahre lang 2 ‘trucks’ mit riesigen Anhängern und einem Container-Doppelhaus drauf, einfach so zum Hinstellen und schon war es ein Haus und fuhren damit den Arbeitsplätzen des Vaters hinterher.
Das Containerhaus sah aus wie ein echtes von diesen amerikanischen ‘Plastikhäusern’, wenn beide Anhänger und trucks aneinandergereiht waren und somit in ‘Wohnstellung’. Erst nach etwa 20 Jahren hatte der Familienvater eine bessere Firmenposition, die auch an ein Grundstück denken ließ. Sie lebten ganz gut, nur mussten Sie fast alle Jahre einmal übersiedeln, was ja ganz schnell und leicht ging. Wir haben noch viele Fotos von ihnen.
Unvorstellbar für Österreich. Alleine schon das Kündigungsverfahren, dann die Rechte, dann das AMS, dann die Wohnung, dann die Schule, dann die gewohnte Umgebung, etc. etc. …. alles Ausreden und Immobilität.
Hundstorfer hat mit der österreichischen Immobilität, zu der seine Gewerkschaftsaktivitäten beigetragen haben, ganz sicher recht.
Oder ein anderes Beispiel aus China:
Meine Tochter hat dort fast ein Jahr bei einer chinesischen Firma gearbeitet und darüber eine Diplomarbeit geschrieben. 60 bis 85 Stunden pro Woche normale Arbeitszeit, nicht so locker, flockig, wie bei uns in von Gewerkschaftswürmen befallenen Firmen, wo nach der Kaffeepause das MIttagessen kommt und man sich danach bereits rechtzeitig vorbereiten muß, damit um 17 Uhr keine Zeitüberschreitung eintritt, … nicht so locker, flockig, sondern intensive, harte Arbeit. Auf das Erreichte ist man dort stolz, aber erachtet das als selbstverständlich.
Auch in China ziehen die Wanderarbeiter durch das Riesenreich der Arbeit nach.
Ob es in China überhaupt Gewerkschaften gibt, das habe ich meine Tochter noch nicht gefragt, aber das weiß ich aus meinen USA Zeiten, daß dort Gewerkschaften sehr anpassungsfähig sind und sogar Lohnreduktionen zusagen, um die Firmen nicht zu ruinieren. Unvorstellbar im Land der Vollkoffer, der ‘Ösis’ …
Fettgefressen, schlummernd im Schlafwagenexpress, nicht merkend, daß die Zeit nicht stillsteht und der Exekutor schon an der Tür läutet. Die Gewerkschafter, die beim Militär waren (oder waren alle beim Zivildienst ?) würden das Wort ‘Tagwache !’ vielleicht verstehen.
@ GOP
@ tägliche Mobilität
Täglich 120 Meilen zur Arbeit und zurück, hat meine Tochter in UK auch gemacht. Die Kosten sind aber deutlich mehr als 10% des Lohnes gewesen, etwa 1/3, weil die Bahn auf solche Entfernungen in UK nicht billig ist.
Nach 3 Monaten hat sie was Passendes für ihre Preisklasse in der Nähe des Arbeitsplatzes gefunden, es waren ja auch die Ferien bereits angebrochen, gefunden.
Sie hat immer neben dem Studium gearbeitet und in den Ferien sowieso.
Vermißtenmeldung:
Wo sind die ganzen linken Kampfposter? Haben die alle heute frei?
Wollten vielleicht zur Befehlasausgabe, die heute wegen Ratlosigkeit entfällt…
Irrtum. Es ist Samstag, und die angestellten Kampfposter haben seit Freitag um eins Wochenende. Unsere gutmenschlichen Vertreter des geknechteten Proletariats bloggen nämlich während ihrer bezahlten Arbeitszeit und nicht wie die faulen ausbeuterischen Kapitalisten in der Freizeit…
Hahaha!
Wir haben das Vergnügen, in den kommenden Jahren die roten Clowns (auch jene in der ÖVP) bei der Verwaltung des Niedergangs beobachten zu können.
Nur wer einen höheren Grad an Bildung hat, dem eröffnen sich bei Reisen neue Horizonte, ansonsten ist es leere Phrasendrescherei, die sich gut anhört und es ist in Wirklichkeit gar nix dahinter.
Erinnert irgendwie an den guten Gusenbauer, der nach Jahren der “Kritik” an den schwarz-blauen Reformen sich dann als Kanzler im Ausland für das so erreichte österreichische Vorbildmodell feiern ließ.
Im Ausland redet man halt anders als mit der Wählerschaft. Und es funktioniert ja scheinbar auch ganz gut. Zumindest so lange man Wahlergebnisse und nicht Wirtschaftsdaten als Maßstab des Erfolges heranzieht.
Und das wird solange weiter funktionieren, wie die Wählerschaft sich selbst nicht als mitschuld an schlechten Wirtschaftsdaten erkennt.
Üble Prognose.
MfG phaidros.vie@gmail.com
Ich wünsche dem Herrn Hundsdorfer noch viele Reisen in ferne Länder, besonders in weite und östliche Regionen. Dort kann er meditieren und vielleicht auch eine Erleuchtung erfahren. In dieser Zeit kann er wenigstens in Österreich keinen Unsinn verzapfen.
Im Ausland g’scheit daherreden. Daheim ueber die wohlerwoorbenen Rechte sudern. Koennen unsere Gewerkschafter auch was anderes?
Ja, Arbeitsplätze und die Motivation zur Leistung vernichten.
Ja, demonstrieren, wenn die ÖBB-ler nicht voll bedient werden und beliebig Kredit machen dürfen.