Soldaten, Psychiater, Moslems, Mörder

Schreckliches Blutbad in einer amerikanischen Kaserne: Kann man daraus lernen? Theoretisch ja. Aber wahrscheinlich wird nun jeder wieder nur die genau zu seinen Vorurteilen passenden Schlüsse ziehen.

Die einen werden dies als Beweis für ihre seit langem verfestigte Meinung sehen, wie verachtungswürdig und grundsätzlich blutrünstig Soldaten sind. Noch dazu amerikanische.

Die zweiten werden ihre kritische Haltung gegenüber Psychiatern, Psychologen & Co bestätigt sehen, aus deren Reihen der Täter stammt. Sie sind ja genau jene Berufsgruppe, die normalerweise nach jedem Amoklauf alle Fersehsender und Gerichtssäle der Welt mit allwissenden Erklärungen überschwemmt. Was sich normalerweise immer als hilfreich für die weitere Vermehrung ihrer Jobs erwiesen hat. Was aber trotzdem wohl noch keinen Amoklauf verhindert hat (das würde wohl eher ein totales Berichterstattungsverbot schaffen, das aber aus vielen anderen Gründen völlig unakzeptabel wäre).

Und die dritten werden einen neuen Grund für ihre tiefe Skepsis gegenüber tiefgläubigen Moslems sehen. Wird man künftig etwa in den USA einem Mann ohne Mentalreservation noch eine Vertrauen erfordernde Position geben können, der sich, obwohl in den USA geboren, als Palästinenser bezeichnet, der so tief in das Leben rund um eine Moschee verwickelt ist?

In Wahrheit beweist die Tat von Fort-Hood aber gar nichts (wenngleich sie einer ordentlichen Tageszeitung vielleicht schon mehr als eine Kurzmeldung wert hätte sein können).

Dennoch muss man Risken ernst nehmen und diesen entsprechend Vorsichtsmaßnahmen treffen. Die echten Risken erkennt man aber nur, indem man die Häufigkeiten aggressiver Akte in jeder Gruppe zählt und darauf aufbauend Wahrscheinlichkeiten analysiert.  Zeigt sich dann aber wirklich eine signifikante Risikohäufung, dann muss eine Gesellschaft handeln. Wie es etwa hierzulande die massiv erhöhte Kriminalität unter den Asylwerbern legitimiert. Selbst wenn dagegen einige blauäugige (in Wahrheit oft grünäugige) Juristen bedenkenschwere Einwände erheben.

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  1. Gennadi

    Einmal ehrlich: Sogar als Nichtmoslem finde ich die Gleichsetzung von Mein Kampf und dem Koran mehr als absolut unpassend. Manche lassen jedes Augenmaß vermissen. Meine Empfehlung: Beide Bücher einmal lesen, bevor man darüber, sagen wir, schreibt.

  2. panzerechse

    Vielleicht ist die psychische Verfasstheit des Täters doch nicht so rätselhaft. Was für das “heilige” Buch “Mein Kampf” der UNTERMENSCH ist, ist für den “heiligen” Koran der UNGLÄUBIGE. Die Liebe zum Tod ist in beiden Werken unmißverständlich dokumentiert (Ehre im Walhalla, Paradies mit Jungfrauen/männern). Das Leben ist zum Töten da. Pauschalverdächtigunen und Pauschalbeobachtungen sind angebracht (Madrid, London… Köln verhindert). Das Augenmerk muss jedenfalls weder auf “langer Bärte”, noch auf Beisln gelegt werden, die am 20. April Eiernockerl anbieten.

  3. Gennadi

    “Soldaten, Psychiater, Moslems, Mörder”
    Völlig egal, meine ich. Irre, die durchdrehen, wird es immer geben. In jeder Profession, in jeder Religion. Der Täter war offenbar psychisch krank, daher gefährlich, das wurde nicht rechtzeitig erkannt, besser nicht rechtzeitig realisiert.
    Lassen wir also all die netten Hypothesen weg. Auch ein Nichtsoldat kann durchdrehen, auch ein Nichtpsychiater kann psychisch krank sein, auch ein Buddhist oder Katholik kann morden. Verallgemeinerungen helfen niemandem.

    • Markus Theiner

      Natürlich nützen Pauschalverurteilungen da nichts. Aber wenn es in bestimmten Gruppen zu einer Häufung von Einzelfällen kommt ist es durchaus legitim über den Einzelfall hinaus zu hinterfragen warum es zu dieser Häufung kommt. Denn wenn man relevante Faktoren heraus filtern kann, dann kann man auch was dagegen tun. Nicht immer und nicht mit absoluter Sicherheit – aber wo gibt es die schon?

      Natürlich ist alles eine Frage der Methode. Wer ohne lang zu überlegen aus jeder statistischen Häufung gleich eine Kausalität macht und die sofort mit der chirurgischen Kettensäge behandeln will, der wird eher negativ auffallen. Oder würde es, wenn das heutzutage nicht die übliche Variante wäre.

    • Gennadi

      “…Aber wenn es in bestimmten Gruppen zu einer Häufung von Einzelfällen kommt”
      Wäre so. Doch eine solche Tat passierte bisher auf Militärstützpunkten nicht. Also entfällt auch dieses Argument. In Nigeria ermordeten kürzlich sogenannte Milizen im Blutrausch einige zehntausend Menschen. Dort häuft sich so etwas, die Täter stehen oft unter Drogen. Man nimmt es aber kaum zur Kenntnis, berichtet meist auch nicht mehr darüber. Fehlt doch die offenbar einzig verkaufbare Schlagzeile: nämlich die so bösrtige US Army.

    • Gennadi

      Wogegen “die massiv erhöhte Kriminalität unter den Asylwerbern” andere Ursachen hat. Die nicht politisch korrekt sind, daher gern verschwiegen werden.
      Sind doch diese sogenannten Asylwerber, jedenfalls die große Mehrzahl von ihnen, keine Asylsuchenden, sondern reine Wirtschaftsflüchtlinge. Nur nicht zugeben, sonst würde das ganze, millionenschwere Geschäft rund um die Asylwirtschaft zusammenbrechen.

  4. Marti

    Für alle, die jetzt wieder damit kommen, dass das, was Malik Nadal Hasan da veranstaltet hat, gegen die Regeln des Islam sei:

    Nach den Normen des klassischen Scharia-Islam ist das Töten von Menschen keineswegs grundsatzlich verboten, sondern es kommt darauf an, um was für Menschen es sich handelt.

    Für “Blut und Gut” (dam wa mal) von Nichtmuslimen (kuffar) gibt es im klassischen Scharia-Islam erstmal keinen Schutz (’isma), sie können “jederzeit niedergemacht werden”, schriebt die Enzyklopädie des Islam (EI1). Juden, Christen und Zoroastier können sich aber durch die demütige (saghirun) Zahlung eines jährlichen Schutzgeldes (dschizya) aus eigener Hand (’an yadin) für ein Jahr den Schtz ihres Lebens erkaufen. Sie werden damit zu Schutzbefohlenen (dhimmi).

    Alle anderen Nichtmuslime gelten als Feinde des Islams (harbi), wörtlich “die dem Kriege zugehörig sind”. Ihre Tötung ist sünd- und straflos möglich und gilt als gute Tat, da sie die Zahl der Feinde des Islams vermindert.

    Inbesondere wenn sich diese Nichtmuslime aktiv an der Bekämpfung von Muslimen beteiligen, besteht nach der klassischen Lehre so gut wie kein Zweifel, dass es eine gute und verdienstvolle Tat ist, diese Nichtmuslime zu töten.

    Man prüfe mal selbst, ob das im Falle Fort Hood zutreffend ist!

  5. DI Rudolf Haubert

    Ich gehöre zu der sogenannten 3. Gruppe, die das Motiv des Attentats vor allem in der Mentalität des strenggläubigen Moslems sieht. Der deutsche Orientalist und Islamforscher Hans – Peter Raddatz meint, dass islamisches Sein nicht vom Kampf gegen Nichtmuslime zu trennen ist: “Vereinfacht läßt sich sagen, ein Christ missbraucht seine Religion, wenn er Gewalt anwendet, und ein Moslem missbraucht seine Religion, wenn er Gewalt nicht anwendet” (Zitatende). Für säkulare Moslems gilt diese Vereinfachung sicher nicht in dem Maße, wie auch die Reaktionen von Moslemverbänden beweisen.

  6. franzerl

    Marilyn Manson ist schuld. Mann, das weiß doch jeder.

  7. Gerhild Baron

    Ich habe ein grundsätzliches Problem, nicht nur in diesem Fall: die Art, wie viele unserer
    Medien über Vorkommnisse in den USA berichten, ist ein hämisches mit dem Finger auf die USA zeigen. Je weniger der Durchschnitt in Europa die USA kennt (oft auch nicht einmal Grundlagen der Sprache) desto kritikloser wird dies aufgenommen und weitergegeben.
    Inzwischen erlebe ich aber auch schon in Diskussionen mit durchaus gebildeten Menschen, die die Welt ein bißchen besser kennen, diese grundsätzlich negative Haltung. Anti-Amerikanismus ist einfach “in”. Wo aber wäre Europa und vor allem Deutschland und Österreich heute ohne die Hilfe der USA im und nach dem Krieg ? Die Hybris der Europäer ist manchmal unerträglich. Im vorliegenden Fall ist völlig ungeklärt, ob es ein kranker Mensch war, ob ein Terrorist, ein Fanatiker, ein traumatisierter aus welchen Gründen immer.
    Es hätte wohl überall passieren können und es passiert ja auch überall Fürchterliches – nicht nur in den USA und das sollten die Medien auch “herüberbringen”.

    • LAO

      Volle Zustimmung.

    • Schnabeltierfresser

      Es ist halt immer schlimm, wenn man von den eigenen Kindern übertroffen wird. Besonders, wenn’s ums Geld geht.

    • Dr.Ulrich Rapp

      Mordbefehle, Todeslisten, Entführungen, Folterlager, Raketenangriffe auf Zivilisten in einem anderen Land, mit dem kein Kriegszustand besteht, systematische Bombenangriffe auf Zivilisten, Streubombeneinsatz, das angemaßte Recht zum Einsatz nuklearer Massenvernichtungswaffen nach dem Muster Hiroshima bei Gefährdung amerikanischer Truppen in einem anderen Land…alles nur verwerflicher Antiamerikanismus? An ihren Taten werden sie gemessen.

  8. kpax

    “Die echten Risken erkennt man aber nur, indem man die Häufigkeiten aggressiver Akte in jeder Gruppe zählt und darauf aufbauend Wahrscheinlichkeiten analysiert.”

    Stimmt. Trotzdem sind 9 von 10 Terroristen Moslems und die europäischen Politiker und der amerikanische Präsident lassen keine Gelegenheit aus, dem Islam Toleranz und Respekt entgegenzuwerfen. So viel man diese gefährlichste weil rückständigste Religion hofiert, desto wenig Respekt und Toleranz erhalten die Zeugen Jehovas (jetzt auch eine richtige Religion in Österreich!), die Buddhisten, Juden etc. Aber diese ganzen muss man ja auch nicht wie Kindergartenkinder behandeln, welche bei jeder kleinen Gelegenheit wegen Verletzung ihrer religiösen Gefühle aufheulen.

    • beatrix

      Es gibt keine “religiösen Gefühle”, höchstens ideologisierte Emotionen. Und die sind im Kern meist brandgefährlich.

      So gesehen müsste man auch Atheisten “unreligiöse Gefühle” zugestehen, in denen er sich verletzt fühlt.
      Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder seinen idividuellen Befindlichkeitsterror betreibt ?
      Da Religionen und Ideologien gewöhnlich immer im Verbrechen enden, haben sie auch keinen Anspruch auf Gefühlsrespekt.

  9. Cicero

    In Texas ist immer schon geschossen worden. Mit welcher Aufregung die europäischen Medien darüber berichten ist unverständlich. Wer gestern ZIB 2 gesehen hat kann bestätigen mit welch emotional aufgeregten Stimme Ingrid Thurnher die Nachrichten mit dieser Meldung begann.
    Wie A.U. richtig auführt, sollte das einem erst zu nehmenden Medium nur eine Kurznachricht wert sein. Jetzt wird munter darauf los in Wirtshaustischmanier darauf los interpretiert und jeder wird die ihm angenehme Auslegung finden.

    • Samtpfote

      Welche Auslegung man auch immer findet.
      Angenehm ist sie sicher n i c h t !

    • Samtpfote

      In Wahrheit beweist die Tat von Fort-Hood aber gar nichts (wenngleich sie einer ordentlichen Tageszeitung vielleicht schon mehr als eine Kurzmeldung wert hätte sein können).

      Verlesen???

  10. protagoras

    Ist doch ganz einfach: Die Computerspiele waren schuld!!! Sofort verbieten und man löst das Problem!

  11. Horst

    Kultur, Nation, Herkunft, Stellung,Glaube etc., eigentlich nicht wirklich wesentlich weil Störungen gab es schon immer, seit es die Schöpfung bzw. Lebewesen gibt.
    Sogar in Maschinen gibt es Störungen…*g*

    • E.L.

      Passt, Horst, so sehe ich das auch.
      Man kann in niemanden hineinschau’n und das wird hoffentlich auch so bleiben…

    • usakenner

      aber man darf fragen, woher die ursachen für die “störungen” kommen. und wenn es sogar in maschinen zu störungen kommt, wird auch nach ursachen gesucht, bis diese wieder laufen. oder etwa nicht?

      das ist genau damit gemeint, wenn man mangelndes reflektionsvermögen gesellschaften unterbreitet. indem man diese schnell mal sagen lässt, “ja, störungen wird es immer geben.” wer das sagt, akzeptiert jede störung und jede form der störung und auch jede ihrer ursachen, unterstellt diesen eine gewachsene “natur der sache”. wer das sagt, sagt ja zu rassismus, ausgrenzung, amokläufen – weil es ja “nur störungen” sind die ohne weiteres auch in maschinen vorkommen können. und unterstellt dem menschen etwas maschinenhaftes. das ist wohl ein ausdruck des technischen weltbildes, das im übrigen erst seit rund 400 jahren in den köpfen der westlichen gesellschaft steckt. und – es ist nur EINE form von vielen unterschiedlichen wahrnehmungsmöglichkeiten. da es viele von diesen gibt, gibt es auch keine einzig gültige wahrheit, sondern nur vielfalt, die jeglichen rassismus ausschließt. sich anderen wahrnehmungsformen zu verweigern, indem man sich in seine schublade “maschinen-weltbild” zurückzieht, kann eine basis für gesellschaftliche einseitigkeit legen, wenn es nur genügend viele tun. und von einseitigkeit scheint geschichte zu leben, weil menschen eben nicht dazulernen. was komplex wird verursacht rückzug in die kleine biedermeierwelt jedes einzelnen.

      so technisch allein ist gesellschaftliches zusammenleben der menschen leider nicht zu beschreiben. ob eine solche behandlung des themas “störung” legitim ist und sich rechtfertigt, sei dahingestellt; und unterliegt den einzelnen gesellschaftlichen wahrnehmungsebenen (sprich: politiken, wertesystemen). störung als gesellschaftlich, menschlich gegeben zu akzeptieren unterscheidet aber dann menschliches handeln nicht viel von jenem der affen. wenn dies der fall ist, würde ich mir zumindest das affenhafte benehmen der bonobos aussuchen. die bauen stress wenigsten mit sex ab. oder – totenkopfäffchen sind auch nett – da gibts für gutes benehmen kopfkraulen als währung, und ab und zu auch sex. ist doch besser als jeder amoklauf, jede religion oder andere einseitigkeit, würde ich mal sagen.

    • E.L.

      Nur soviel – keiner sagt “ja” zu irgendwelchen Wahnsinnstaten und div. Störungen. Dennoch möchte ich die Menschen doch so belassen, wie sie sind. Ich möchte sie weder völlig kontrollieren und überwachen, noch ihre “Störungen” ausmerzen und falls das nicht klappt, sie wegsperren, damit sie nicht ev. etwas anstellen.

      Der Mensch ist nicht “heilbar”, weder durch Gentechnologie, noch durch Umerziehungsmaßnahmen. Zwar stört mich auch so manches an meinen Zeitgenossen, aber dennoch gebe ich mich nicht dem Wahn hin, man könne alles “Böse” beseitigen. Dann wären wir keine Menschen mehr, sondern irgendwelche Borg.

      Störungen werden normalerweise ohnedies behandelt. Wieweit das die Störungen noch verstärkt, ist eine andere Geschichte.

  12. usakenner

    was hier gerne vergessen wird, weil einfach nicht im öffentlichen diskurs enthalten: die usa sind ein erzkonservatives, religiöses staatengefüge und werden auch nicht als säkularisierter staat anerkannt. was wir hier als “freies land” verstehen, äußerst sich besonders in konservativen republikanischen bundesstaaten – und der amoklauf ist ja wohl in einem solchen passiert, in texas – in strengen religiösen gruppenzugehörigkeiten. die vielbeschworene offenheit exisitert in dem sinne nicht. schon die besiedelung der usa ist auf feindbilder aufgebaut. deshalb verwundert es nicht, wenn die abhanden gekommenen feindbilder in der us-amerikanischen gesellschaft regelmäßig erneuert werden. die amerikanische geschichte kennt immer eine gesellschaftsgruppe, die es auszugrenzen gilt. das waren die first nations (landläufig bei uns als “indianer” bezeichnet, denen man mit pockenviren infizierte decken ausgeteilt hat, damit sich das problem von selber löst); dann folgten die schwarzen welche man noch heute als “diener” und nicht als “sklave” bezeichnet! bei touristischen führungen!!!), gefolgt von den hispanics. derzeit baut sich das neue feindbild auf: die moslems werden die hispanics ablösen, die bis jetzt in der amerikanischen gesellschaft die “a-karte” gezogen haben.

    eine gesellschaft, die sich soziologisch-kulturellem diskurs verweigert, ist nur schwer zur selbstreflektion fähig. das trifft auf die usa genauso zu wie auf europa. ein rektor einer grazer universität meinte in einem interview, dass wir das verständnis und das wissen um unsere kultur vergessen, wenn wir unser handeln nur noch nach wirtschaftlichen argumenten ausrichten. der umgang mit anderen kulturen wird damit problematisch.

    ich würde also vorsichtig im umgang mit den meldungen über diesen amoklauf sein. einerseits kennt man hier wenig die politische ausrichtung us-amerikanischer medien, und andererseits ist der amoklauf in “bush familie´s home state” passiert. texas denkt anders, handelt anders und lebt anders. das attentat ist im texas hill country passiert – eine der konservativsten regionen der usa! viele gehen dort täglich in die kirche und christliche radiosender gepaart mit scheinmoral stehen an der tagesordnung. es ist übrigens deutsches siedlungsland gewesen, und viele us-amerikaner in dieser region haben deutsche wurzeln. ich wäre also vorsichtig mit dem steinewerfen! und aus europäischer sicht, ohne die hintergründe zu kennen, würde ich mal sagen, hat eben dieser moslem die “a-karte” gezogen. die amerikanische gesellschaft kann nämlich unbarmherzig sein.

    • Samtpfote

      Sie haben sicherlich vollkommen Recht, dass die US-Gesellschaft nach eigenen Gesetzmässigkeiten funktioniert, die wir Europäer eher befremdend wahrnehmen. (Komisch – vor lediglich 90 Jahren hätte der Satz noch nicht gepasst)

      Das vorliegende Attentat sprengt jedoch meiner Meinung nach ganz deutlich den Rahmen eines “lokalen Ereignisses”.

      Die “A”-Karte haben – und das wird immer deutlicher – leider wir alle, in der nicht-islamischen Welt, gezogen.

    • Schnabeltierfresser

      Konvertieren bleibt ja noch als Lösung..! ;)

  13. Samtpfote

    Das erste Statement des islam-minded President of the USA:

    Mr. Obama called the shootings “a horrific outburst of violence” and urged Americans to pray for those who were killed and wounded.

    Da wird er mehr Erklärungsbedarf für seine Politik aus dem Hut zaubern müssen, als (nur) zum Beten aufzurufen.

    Es ist unwesentlich, ob das Massaker einen individuell-paranoischen oder einen terroristischen Hintergrund hat. (möglicherweise beides)

    Die Infiltration des aggressiven Islam in die westliche Gesellschaft – sowohl waffenmässig wie auch gesellschaftsverändernd – prägt die öffentliche Meinung.

    Nicht nur die Optik ist katastrophal – es ist auch die Lage!

    Und die Nachahmungstäter planen bereits. Fürchte ich.

    • wassermelonenfresser

      da geb ich ihnen auch recht – allgemein (und nicht auf den vorliegenden fall bezogen), die letzten drei sätze ihres postings sind auch nach meiner wahrnehmung nur leider allzu wahr.

  14. J. Streicher

    Stimmt es vielleicht wirklich, was Karl Kraus schon gesagt hat, dass Psychiatrie jene Krankheit sei, für deren Heilung sie sich hält?

  15. E.B.

    (1)US-Soldat: das allein reicht wohl nicht;
    (2)Psychiater: schon verdächtig, aber nur deswegen…?
    (3)fanatischer Muslim: Alarmstufe 1!
    (1)+(2)+(3): Alarmstufe rot! Das Resultat war bei dieser Summierung mehr oder weniger vorhersehbar!

    • wassermelonenfresser

      stimmt, er war ja auch bereits unter kontrolle des dept. of homeland security. die haben aben offenbar nicht mehr rechtzeitig zugegriffen.

      auf
      http://www.nytimes.com/2009/11/06/us/06forthood.html?pagewanted=1&_r=1&th&emc=th
      wird berichtet:
      “General Cone said that terrorism was not being ruled out, but that preliminary evidence did not suggest that the rampage had been an act of terrorism”.

      muss natürlich auch nicht stimmen. aber dass der täter schwer psychisch gestört war und nicht nur einfach ein islamistischer terrorist, scheint mir schon auf grund der informationslage naheliegend zu sein.

    • E.L.

      Im Nachhinein weiß man’s dann. Bloß gibt es viele, bei denen man auch weiß, dass sie irgendwelche Störungen oder Probleme haben. Soll man die alle sicherheitshalber unter Kuratel stellen?

    • wassermelonenfresser

      @ e.l.
      nein, bestimmt nicht, da haben sie völlig recht, aber vielleicht hätte die antiterroreinheit etwas früher agieren sollen, denn da lagen ja konkrete hinweise vor. aber wie man sieht, scheinen auch die usa (auf ihre weise) ein rechtsstaat zu sein, wenn es denn nicht womöglich schlamperei war. mein “point” war hauptsächlich: nicht jeder amokläufer ist schon terrorist, auch wenn er muslim ist; das wissen wir von anderen solchen grausamen vorfällen in den usa und in deutschland.

    • E.L.

      Ich sehe das auch so, wie Sie es schon unterhalb geschrieben haben. Es war kein Attentat, sondern eine Wahnsinnstat.

      Natürlich überlegt man dann immer, wie man das verhindern hätte können. Aber ich halte das für sinnlos. Ich habe eher die Sorge, dass wir immer mehr Freiheiten aufgeben für eine vermeintliche Sicherheit, s. z.B. Überwachungsstaat.

  16. wassermelonenfresser

    vielleicht bin ich da kurzsichtig, aber ich sehe für das tragische ereignis hauptsächlich die persönliche situation eines leider psychisch kranken menschen. ich will ja nicht geschmacklos sein, aber es drängt sich schon die aussage auf, dass dieser major einen psychiater gebraucht hätte. (bei a.u. lese ich nicht definitiv heraus, ob diese zunft ohnehin nichts zusammenbringt oder das im gegenteil ein unberechtigtes vorurteil sei.)

    die randbedingungen waren leider auch sehr ungünstig: der täter war ja bereits unter beobachtung der terrorabwehr, weil er (wie häufig in solchen fällen) seine absicht im internet (vage?) angekündigt hat.

    aber ganz allgemein: wenn es objektiv nicht verhinderbar war (was freiloich schwer zu entscheiden sein dürfte, so muss ja nicht immer jemand anderer schlud sein, so schrecklich es für betrofenen und die angehörigen ist.

  17. beatrix

    Die Ergründung der Motive ist bei allen Taten unerlässlich, bei so schwerwiegenden Impulsdurchbrüchen ist freilich auch Raum für Spekulationen gegeben. Die Identität des Mörders ist offenbar weniger eine amerikanische denn eine molsemisch-palästinensische sowie streng gläubige. Dasvor allem ist ernst zu nehmen, weil starke Ideologisierung nicht selten zu solchen Taten reizt, als Racheakt zum Beispiel für die US-Präsenz auf dem Boden islamischer Bruderländer. Diese Tat kann zB. eine eindeutige Stellungnahme gegen den “US-Imperialismus” sein. Sie kann erfolgt sein auf Befehl oder Auftrag seitens Terror-affiner islamischer Orgs, die genauestens Bescheid wissen, wer von den Glaubensbrüdern wo sitzt.

    Mit moralisch-religiöser Erpressung lassen sich zuvor als harmlos und unauffällig Geltende oftmals radikalisieren und instrumentalisieren und werden so zu mörderischen Agenten.

    Die US-Army ist auch ein nationales Symbol, so wie es die twin towers waren. Vielleicht ist das die Fortsetzung eines Krieges gegen Symbole. Unterschätzen würde ich die Dimension dieses “Angriffs” daher nicht. Moslem zu sein hat inzwischen – wohl nicht ganz unbegründet – eine Konnotation, die über das zahmfromme Glauben weit hinausreicht.

  18. Werner Papst

    Aus der jüngst veröffentlichten Studie des Innenministeriums:
    Für fast Dreiviertel der jungen türkischen Zuwanderer sei demnach die Befolgung der Gebote der Religion wichtiger als die Demokratie.
    ___

    Nach wie vor läßt man 5000 Türken pro Jahr nach Österreich einreisen, vor allem per Familiennachzug. Und dann noch 30.000 andere aus meist moslemischen Nicht-EU-Staaten.

    Die Gutmenschen müssen endlich verstehen, daß durch die Massenmigration von Muslimen keine Menschenrechte geschützt werden, sondern genau das Gegenteil geschieht. Solche Zustände KÖNNEN nicht im Sinne der Verfassung sein.

    Der ehemalige deutsche Verfassungsrichter Böckenförde:

    Wäre davon auszugehen, dass eine Religion, aktuell der Islam, sich gegenüber der Religionsfreiheit auf Dauer aktiv resistent verhält, sie also abzubauen suchte, sobald sich politische Möglichkeiten, etwa über Mehrheitsbildung, dazu bieten, so hätte der Staat dafür Sorge zu tragen, dass diese Religion beziehungsweise ihre Anhänger in einer Minderheitsposition verbleiben, mithin der Diasporavorbehalt weiter Bedeutung hat. Das würde gegebenenfalls entsprechende politische Gestaltungen im Bereich von Freizügigkeit, Migration und Einbürgerung notwendig machen.

    • Schnabeltierfresser

      Für fast Dreiviertel der jungen türkischen Zuwanderer sei demnach die Befolgung der Gebote der Religion wichtiger als die Demokratie.

      Wie man an einigen Reaktionen hier auf das Verbot der Klassenzimmerkreuze in Italien in einem anderen thread hier sieht, dürfte das auf einige Ur-Österreicher ja acuh noch zutreffen.

    • Charlotte

      @schnabelt. : Wo liegt Ihr Problem mit “Ur-Österreichern”?

      Die religiösen Gebote der Christen stehen in keinem Widerspruch zu Gesetzen unserer Demokratie.
      Sollten Kreuze im öffentlichen Raum verboten werden so erinnert das mehr an Diktaturen…

      Christen sind keine Bedrohung aufgrund der Befolgung ihrer religiösen Gebote. Christliche Lebensweisen ein Nutzen für die ganze Gesellschaft.

      Zitat eines Moslems ” es sind nicht alle Moslems Terroristen, aber alle Terroristen Moslems”

  19. Samtpfote


    Zeigt sich dann aber wirklich eine signifikante Risikohäufung, dann muss eine Gesellschaft handeln.

    Wo wollen Sie zählen?
    in Afghanistan, Pakistan, Philippinen?
    Dann heisst der Feind: Islam, (Sunniten, Schiiten)

    in Österreich?
    Illegale (Da Österreich von sicheren Drittstaaten umgeben ist, ist die Gruppe von echten Asylanten wohl eher eine Minderheit … usw.)

    • Schnabeltierfresser

      Verstehe ich nicht ganz. D.h. in Afghanistan, Pakistan, Philippinen gibt es ausschließlich Feinde?

  20. workforcetrust

    Wie im Ö1-Morgenjournal berichtet, war er ganz energisch auf Brautschau und regligiösen Wahn gibt es ja bekanntlich auch unter katholischen Freischärlern! Mich wundert nur sein Werdegang und wie er, trotz Screening und strengem Auswahlverfahren, in eine so verantwortungsvolle Position hat kommen können. Vielleicht aber ist alles nur amerikanische Propaganda, um wichtige Sachverhalte in diesem Zusammenhang besser verschleiern zu können. Das Streben der Freimaurer nach einer Neuen Weltordnung (NWO) könnte ein Motiv dafür sein.

    • Von Renneberg

      oha, haben wir hier jetzt schon die verschwörungstheoretiker hier?
      zuviel dan brown gelesen?

    • Adolescent

      Ähm, was haben die Freimaurer damit zu tun?
      Frei nach dem Motto: “Was ich mir nicht erklären kann, das muss eine Verschwörung sein” ??

    • Johann Scheiber

      @von Renneberg
      Freimaurer kann es ja nach Mozarts Abrechnung mit den “Brüdern” in der Zauberflöte – siehe Attila Czampai – gar nicht mehr geben, das wäre ja absurd. Von der NWO haben Busch Vater und Sohn, Gordon Brown und viele andere dezidiert gesprochen. Ist also keine Verschwörung, es fehlt der Geheimnischarakter.

  21. Schnabeltierfresser

    Die echten Risken erkennt man aber nur, indem man die Häufigkeiten aggressiver Akte in jeder Gruppe zählt und darauf aufbauend Wahrscheinlichkeiten analysiert.

    Klingt gut, aber wer definiert die Gruppen und wie? Nicht alle Verbrechenstypen halten Sich so schön an homogene Gruppen wie Amokläufe (”ER war ruhig und unauffällig und hatte keine Freunde…”).

    • Schnabeltierfresser

      Terroristische Anschläge z.B. (”er trug einenen Bart und hatte den Koran unter’m Arm”?!?).